Kommentare - Warum der Fairtrade-Umsatz in der Corona-Krise gesunken ist

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>>@Am 05. Mai 2021 um 18:42

>>@Am 05. Mai 2021 um 18:42 von fathaland slim
Zitat: "Den Leuten, die auf die billigsten Lebensmittelangebote angewiesen sind, weil sie sich teurere nicht leisten können, profitieren von keiner steuerlichen Entlastung. Sie verdienen so wenig, daß sie kaum Steuern zahlen."

Doch.

Gerade diese. Da für diese die indirekten Verbrauchssteuern (MwSt, Mineralöl-, Tabak-, EEG-Umlage und hastdunichtgesehen) insbesondere zu Buche schlagen.

Wussten Sie dass denn nicht?<<

Ach so, Sie wollen die Mehrwertsteuer reduzieren. Da liegen wir im weltweiten Vergleich aber eher im unteren Drittel.

"https://www.die-mehrwertsteuer.de/de/uebersicht-steuersaetze.html"

19:14 von Vielfalt. @18:43 von Tremiro

>>Und die Abgaben?
Die Realität sieht nämlich ganz anders aus:
"Laut OECD hat Deutschland bei Steuern und Sozialabgaben unter den Industrieländern sogar Belgien vom Spitzenplatz verdrängt."<<

Sie müssen sorgfältiger lesen. Der Forist dem ich antwortete hat ausdrücklich von Steuern geschrieben, nicht von Abgaben.

Fathi

"Als Sozialist und Freimaurer bin ich da wohl ein hoffnungsloser Fall."

Wie wird man denn Freimaurer?

Als Tempelritter und Freibeuter ist mir nicht bekannt, das man Geld einfach so ausgibt. Auch ich drehe alles zweimal rum. Aber wenn ich feststelle, daß das Produkt taugt, kann es eben auch mehr kosten. Teuer ist nur das, was nix taugt.Wer billig kauft, kauft zweimal.

/// Am 05. Mai 2021 um 19:20

///
Am 05. Mai 2021 um 19:20 von Opa Klaus
@ schabernack. 18:54

"Selbst wenn man alle Löhne in Bangladesh von heute auf morgen verdoppeln würde. Wären das Mehrkosten im Herstellungspreis, die der einzelne Käufer in Deutschland von T-Shirts oder Jeans mit Cents oder 1 Euro bezahlen müsste."

Ich bin mir sicher, dass auch Sie über die wirtschaftspolitischen Gegebenheiten in vielen asiatischen Ländern bestens informiert sind. Die Problematik der Korruption steht hier über allem
Auch wenn ich für das T-Shirt aus Bangladesh 5 Euro mehr bezahlen würde, käme dies bei den Arbeiterinnen nicht an.///
.
Richtig. Außerdem: Arbeits(mindest)standards zu setzen ist Aufgabe der dortigen Regierungen und Arbeitnehmervertretungen ( hier Bangladesh ).

Fair Trade

keine Frage grundsätzlich ne lobenswerte Idee das möchte ich ja gar nicht in Abrede stellen
und bei Bananen mag das ja auch gehen
aber bei Kaffee oder Schokolade entscheidet - bei mir zumindest -
der Geschmack / Aroma und nicht was für ein Label drauf klebt
und ich trinke eben nur Prodomo entkoffeiniert,
keinen Bellaroma keinen Tchibo und auch keinen Mövenpick oder Eilles

um 19:31 von Sisyphos3

"aber wo wollen sie anfangen, wo aufhören"

Das Totschlag-Argument derer, die gar nicht anfangen wollen.
Als ob man nichts mehr nachjustieren könnte.
Das ist einfach unehrlich.
_

@Vielfalt.

"Ohne die Freihandelsabkommen geht es den Menschen auf der "nicht dominanten Seite" schlechter. Subventionen sind das Problem, nicht Freihandelsabkommen."

Es sind nicht nur Subventionen, es ist halt auch der geöffnete Markt im schwächeren Land.
Dadurch kann man vor Ort kaum die eigene Industrie schützen und somit auch aufbauen/konkurrenzfähig machen.

@19:22 von Sisyphos3 18:57 von Anna-Elisabeth

//gewissen Einschränkungen würde ich behaupten, der Mensch gibt immer so viel Geld aus wie er hat//

Sicher gibt es unter den Armen (auch unter Reichen) Menschen, die über ihre Verhältnisse leben und nicht mit Geld umgehen können. Aber bei einem Armen kann eine defekte Waschmaschine oder Ähnliches schnell große Probleme verursachen. Auch Mieterhöhungen, Strompreissteigerungen usw. fressen schnell jede Lohnerhöhung wieder auf.

Am 05. Mai 2021 um 18:46 von MartinBlank

Und daher ist hier der Anbieter in der Pflicht und nicht der Kunde. Viel mehr Menschen - fast alle Menschen! - wären bereit, mehr zu zahlen, wenn sie wüssten, dass auch Millionen anderer Kunden mitziehen und es also wirklich was bringt. Und das geht nunmal nur, wenn die unseriösen Produkte gar nicht mehr erhältlich sind.
__
Sie wollen also sagen, dass der Bürger per Gesetz gezwungen werden soll, gute Taten zu vollbringen. Nur ist es dann eben keine "gute Tat" mehr. Wollen Sie jetzt neben Mindeststandarts, die es ohnehin für fast alles gibt, was auch ok ist, dem Unternehmer vorschreiben, wo er was zu welchem (Mind.)-Preis zu kaufen bzw. zu verkaufen hat ? Toll.
Sowas ähnliches gabs doch schon mal.
Irgendwo ? Ich dachte, wir hätten Marktwirtschaft.

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Am 05. Mai 2021 um 17:45 von Werner40

Sie wissen doch sicher, dass Deutschland ein Hochlohnland ist. Da ist genügend Kaufkraft für fair trade Produkte da. Im übrigen sind die Margen im Lebensmittelhandel niedrig. 

###

Dann wissen Sie doch sicher auch, wie sich zb. ein Hartz4 Empfänger mit 5,07 € an Tag mit fair trade Produkten gesund ernähren kann obwohl die Preise für Sie ja generell zu niedrig sind ?

@Tada

"Wie kann Deutschland mit seinem im weltweiten Vergleich hohen Löhnen Exportüberschusse erzielen und die Länder mit so unfairen niedrigen Löhnen nicht, obwohl die Leute noch nicht einmal sozial abgesichert sind?"

In dem Deutschland und die Bevölkerung nicht gewillt sind auch mehr aus den anderen Ländern zu importieren und dafür entsprechende Preise zu zahlen.

Ein Exportüberschuss ist halt auch ein Importdefizit.
Zugleich ist ein Exportüberschuss auch eine Export von Arbeitslosigkeit, was am Ende dann auch den 2. Teil ihrer Frage beantwortet.

19:20 von Opa Klaus / @schabernack, 18:54

«Ich bin mir sicher, dass auch Sie über die wirtschaftspolitischen Gegebenheiten in vielen asiatischen Ländern bestens informiert sind. Die Problematik der Korruption steht hier über allem
Auch wenn ich für das T-Shirt aus Bangladesh 5 Euro mehr bezahlen würde, käme dies bei den Arbeiterinnen nicht an.»

Weiß ich mehr allgemein aus so was Korruptions-Index im weltweiten Ländervergleich, weniger aus Details zu einzelnen Ländern. Aber es ist sicher so in den ärmeren Ländern in Asien. Wie in anderen ärmeren Ländern anderswo auf der Welt auch.

Lohnverdopplung in Bangladesh sollte Beispiel sein, dass dies auch Reallohnverdopplung vor Steuern ohne Korruption sei. "Touristen-Korruption" kam mir schon auf der Reise durch VIET / KAMB / Laos so vor. Zahlt man was extra an der richtigen Stelle … wird alles einfacher und schneller.

Ich weiß nicht, was mit Fair Trade Labels heute in JAP ist.
Food Fair Trade Local war schon 1997/98 selbstverständlich.
Trinkgeld ist dort verpönt als Korruption.

ungerecht

Köstlich. Leben in einem Land wo Milliardäre in einer Nacht im Schlaf so viel "verdienen" wie eine Krankenschwester in 40 Jahren Arbeitsleben und beklagen, dass weniger Produkte mit Fairtrade-Siegel gekauft werden.

Das bestehende Geld- und Wirtschaftssystem ist massiv ungerecht, weil es systematisch die allermeisten der beteiligten Menschen um die Erträge ihrer Arbeitskraft bringt.

Wer meint das sei schon in Ordnung so und solange man halt als Ablass Fairtrade Produkte kauft ist man ja auch weniger schuldig als andere, der kann einem nur Leid tun.

re 19:24 fathaland slim: Illusionslose Illusionen

>>18:56, Sisyphos3
>>18:38 von fathaland slim
wie sehen sie ihre Umwelt / viele Mitmenschen ?
mit 20 hatte ich noch recht viele Illusionen
das hat sich aber mit der Zeit gelegt<<

Sehen Sie, das unterscheidet uns. Illusionen habe ich immer wenige gehabt, mich aber gleichzeitig immer dem Ideal der Menschenliebe verpflichtet gefühlt. Als Sozialist und Freimaurer bin ich da wohl ein hoffnungsloser Fall.<<

Mein Fall ist noch mal anders: Illusionen hatte ich als junger Mensch immer wenig. Aber je älter ich werde, umso mehr sehe ich, wie viel und auch wie schnell sich tatsächlich nahezu alles „Schlechte“ zum Guten wenden kann. Und wie wenig es hierzu sehr oft bedarf. Hieraus speist sich die Kraft der Veränderung.

Und meine Quelle für meinen immer stärkeren Lebensoptimismus. Was mich schrecklich nervt, ist die Miesepeterei von den „Alten“, die meinen alles besser zu wissen als die „Jungen“.

@19:36 von John Koenig

Mit allem, was Sie schreiben, haben Sie recht. Ich bin aber immer dankbar, wenn das hier: "Natürlich gibt es Viele die es sich wirklich kaum leisten können mehr Geld für Nahrungsmittel auszugeben" nicht ganz vergessen wird.

@ Blitzdings... 19:33

".... und deutsche Unternehmen, die meist für eine Erhöhung der Lebensstandards vor Ort sorgen, von weiteren Investitionen in erzeugenden Ländern in Afrika und sonstwo abgeschreckt werden und der Laden dann am Ende des Tages von Chinesen übernommen wird. "

Vielleicht sollten Sie mal Ihren Rucksack packen und ebendiese Länder bereisen. Von der blauen Couch aus bei nem sixpack lässt sich trefflich argumentieren. Zeichnet ein gewisses Klientel in DE heutzutage ja aus.

Selbst wenn bekannte Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach noch soviele Absichtserklärungen und Joint Ventures mit Ländern wie Indien Bangladesh oder Laos schließen, verbessert sich für den Arbeitnehmer nichts. Gar nichts. Die Gelder fließen in ganz andere Kanäle. Glauben Sie ernsthaft dass z. B. eine Preiserhöhung des Rohöls um 20 Dollar den Arbeitern in den Ölfeldern zu gute kommen? Naivität kann vor der Wahrheit schützen..

@19:27 von Karl Maria

>> aber ca 60% steuern/abgaben auf den
>> strom zahlt man trotzdem, oder der
>> normale steuerzahler, weil er das für den
>> hartzer übernimmt.

Ähh, HartzIV-Empfänger bekammen noch nie(!) Geld für Strom. -.-

Aber erstmal eine frei erfundene Behauptung posten, in der Hoffnung, daß einige es glauben und daraus (im Laufe der Zeit) ein allgemeines Vorurteil wird? oO

re blitzsoof: Galle

>>Die Kaufkrafterosion durch die geldsozialistische EZB tut ihr Übriges, aber das wissen Sie sicherlich, meine Liebe.<<

Wir schafft man es nur, einen solchen Unsinn mit einer solchen Arroganz zu paaren?

Bei einem solchen Ton stellen sich mir die Nackenhaare senkrecht auf. Ach ja, und die Galle...

@ frosthorn

"Und dennoch sind es wir Kunden, die bestimmen, was über den Ladentisch geht."

Einfach nur traurig. Über den Ladentisch gehen kann nur, was dahinter ist und der Kunde ist nicht derjenige, der das Lager des Händlers bestückt.
Der Kunde macht auch keine psychologisch manipulative Werbung, das tun z.B. Absolventen eines Studiums der Werbepsychologie im Auftrag des Händlers um den Kunden zu einer irrationalen Kaufentscheidung zu bringen.

Der Kunde muss kaufen, die Dinge des täglichen Bedarfs können nur die Wenigsten und nur noch teilweise selbst herstellen.

Deshalb liegt die Verantwortung zu 99 Prozent beim Händler.

Am 05. Mai 2021 um 19:22 von Sisyphos3

schauen sie sich die Situation in Berlin an
Mietendeckelung und jetzt die Rücknahme
da haben einige plötzlich das "eingesparte" Geld ausgegeben,
wahrscheinlich wie hier mit der Begründung es unbedingt zu brauchen
mit gewissen Einschränkungen würde ich behaupten, der Mensch gibt immer so viel Geld aus wie er hat
__
Ja, ja der Mietendeckel. Das war mal wieder so eine "mit dem Kopf durch die Wand Aktion".
Obwohl man von versch. Seiten gewarnt hatte, dass der Mietendeckel vor Gericht keinen Bestand haben wird, hat man ihn auf Biegen und Brechen durchgedrückt, mit dem Resultat, dass viele jetzt auch noch einen Berg Schulden haben und nichts gewonnen wurde. Im Gegenteil. Für die Mieter tut es mir leid. Den Politikern, die das wider besseres Wissen durchdrücken wollten, gönne ich die Niederlage. Diente nur der Selbstbeweihräucherung.

@19:30 von Blitzdings

>> dass der Raubtiersozialismus den
Glauben Sie jetzt auch schon an den real-nichtexistierenden "Raubtiersozialismus"? oO
Zum Glück sind aber Ihre sinnfreien Wortkreationen und üblichen Untergangsphantasien (z.B. "ausnehmen wie eine Weihnachstgans") hier in der Zwischenzeit allgemein bekannt. -.-

>> die geldsozialistische EZB
Ähh, die Banken wurden enteignet?

Am 05. Mai 2021 um 19:23 von Nettie

Deshalb sollte man sich (falls man politische Aufgaben übernommen hat) und allen anderen, bzw. den Bürgern, den Aufwand sinnvollerweise sparen und die für alle nicht nur lästigen, sondern meist weitgehend wirkungslosen bis kontraproduktiven (denn wer lässt sich schon gerne kontrollieren?) Kontrollen durch vollständige Informationsfreiheit ersetzen. Also dem Recht auf Transparenz durch freien Zugang zu allen Produktionsstätten in der Wirtschaft inklusive der Möglichkeit und des "Rechts" zur Dokumentation der Situation vor Ort in Wort und Bild (ohne dass dafür erst von irgendwem eine "Genehmigung" eingeholt werden
___
Toll ! Da kann man dann schon Plagiate herstellen, bevor derjenige, der das Original teuer entwickelt hat, dieses überhaupt auf den Markt bringt. Super. Das fördert mit Sicherheit Innovation und Forschung !

19:23 von Nettie / @schabernack, 18:54

«Deshalb sollte man … Kontrollen durch vollständige Informationsfreiheit ersetzen. Also dem Recht auf Transparenz durch freien Zugang zu allen Produktionsstätten in der Wirtschaft inklusive der Möglichkeit und des "Rechts" zur Dokumentation der Situation vor Ort in Wort und Bild (ohne dass … "Genehmigung" eingeholt werden müsste).»

Wäre so eine Art von "Endzustand" in einer Idealen Welt.

Eine schöne Utopie, die man auch nicht als spinnert abtun muss, obwohl sie mir unerreichbar erscheint. Immer ungehinderter Zugang für alle, die das wollen, greift aber zu sehr ein in "Unternehmerische Freiheit" & Sicherheitsinteressen der Unternehmer.

Es sind nicht nur die im Namen des Begrüßenswert-Besseren unterwegs. Auch Spione und Lumpen und Scharlatane wüssten gerne, was auf der Herdplatte der Konkurrenz köchelt, und wie die was so machen.

Ein verflucht komplexes Thema ist das Augenmerk auf Lieferketten im Internationalen Handel. Fußangeln, Gruben, böse Klappeisenfallen pflastern den Weg …

19:36 von John Koenig

oder Fleisch aus artgerechter Tierhaltung .
.
sie meinen kein Geflügel mehr aus Ställen ?
da machte ich mir gerade auch so meine Gedanken
auf meiner regelmässigen Fahrt nach Nagold
großes Schild auf halber Strecke
Geflügelpest ... Sperrgebiet
da is nix mit Piephühnern auf ner Wiese halten
was macht man in so nem Fall ?

@19:25 von Sisyphos3 19:07 von Anna-Elisabeth

//Das könnte tatsächlich auch eine große Rolle spielen.
.
... könnte
so wie viele andere Gründe vorstellbar sind
wieviel paar Schuhe braucht der Mensch (Frau)
wie viele T Shirts / Kleider ?
wie viele Handtaschen ?//

Ihre Beispiele sind schlecht gewählt, weil die Frage, was und wie viel jemand braucht, leicht zu beantworten ist. Anders ist es mit menschlichen Verhaltensweisen. Da gibt oft ein einzelner Mensch schon Rätsel auf. Da ist es schwierig auf Beweggründe Vieler zu schließen.

Wen wundert das

das wird sich wohl weiter verstärken, denn die Preise gehen bei vielen Artikeln nach oben, heute gerade einen Artikel darüber gelesen.
Man kann Geld leider nur einmal ausgeben, man ist kein Staat der mal kurz 650 Milliarden Schulden machen kann.
Die neuen Pläne die im Gespräch sind, werden auch für Kosten sorgen, billiger wird nichts mehr, nur das Geld bleibt wie es ist.

19:24 von fathaland slim

Als Sozialist und Freimaurer bin ich da wohl ein hoffnungsloser Fall.
.
das würde ich so nicht sagen !
es ist ja grundsätzlich positiv zu sehen, wenn man als Mensch seine Illusionen behält
und sich seinen Idealen verpflichtet fühlt
ich hoffe sehr das bleibt so und sie werden nicht enttäuscht

@19:27 von fathaland slim 18:57, Anna-Elisabeth

//Flüchtigkeit meinerseits...//

Passiert mir ständig. Man formuliert während des Tippens noch einmal um und vergisst dann die nachträgliche Korrektur (Löschen/Hinzufügen) einzelner Wörter oder Buchstaben.

@Shantuma 18:21

Naja, ihre Theorie vom Problem der Freihandelsabkommen werden zig Millionen Menschen wohl anders sehen, besonders die, die dadurch erst einen einigermaßen auskömmlichen Lebensstandard erreicht haben.

Aber die USA werden sich freuen, nach ihren Ausführungen sind sie das fairste Land der Welt, das Leistungsbilanzdefizit ist ja schon fast chronisch. Manchmal ist die Welt aber auch nicht so einfach wie manch schneller Gedanke.

Sisyphos 3 kein Fairtrade-Siegel

Die Politik hat zu garantieren, dass alles im Handel Fairtrade zu sein hat! Ich denke, unsere Handelsketten wollen auch ein bisschen viel des guten Geldes, nur eben auch nicht für ihre Mitarbeiter und Produzenten.

Am 05. Mai 2021 um 19:36 von John Koenig

Wie schon der Forist Sisyphos schrieb, habe ich auch das Problem, dass ich nicht verstehe, wieso ein Artikel für den ich gerne den Betrag xx zusätzlich ausgeben würde, damit er dem Bauern, Erntehelfer, Näher oder wer sonst an der Quelle arbeitet etwas mehr Geld erhält.
Was ich nicht verstehe, ist, dass wenn der Erntehelfer vor Ort für das Kg. Kaffee z.B.
20 ct mehr bekommt, sich das im Regal des Supermarktes auf den doppelten Kilopreis hochgeschaukelt hat. Also verdient dadurch derjenige, dem ich eigentlich helfen wollte, am allerwenigsten an meiner Bereitschaft, mehr zu bezahlen. Frage : wo steckt da der oder mein Fehler ? Solange ich das nicht verstehe, hält sich meine Bereitschaft in Grenzen aber vielleicht hat ja jemand eine Erklärung.

19:24 von fathaland slim

«Illusionen habe ich immer wenige gehabt, mich aber gleichzeitig immer dem Ideal der Menschenliebe verpflichtet gefühlt. Als Sozialist und Freimaurer bin ich da wohl ein hoffnungsloser Fall.»

Nur durch die "Hoffnugslosen Fälle" unter den Mitmenschen ist die Menschheit jemals voran gekommen.

Fing schon in ganz früher Zeit an, als die wagemutigen Kraftprotze Illusionisten ums Leben kamen, die dachten, sie könnten den Säbelzahntiger erwürgen. Erdolcht von den Zähnen des Tigers. Überlebt haben die Klugen, die nicht feige, aber weitsichtig & realistisch waren, Verbesserungen in allen Lebensbereichen konsequent zu verfolgen.

Gleiches Prinzip war später bei Technischem. Die Kraftprotze Illusionisten sprangen mit dem Beutel-Fallschirm vom Eiffelturm. Ganz schlimme Bilder … mit dem gleichen Ende wie beim Säbelzahntiger.

Langfristig setzt sich immer die Realistische Utopie durch. Der Weg hat Windungen & Wendungen, die auch mal ein Stück weit zurück führen.

Aber Richtung kehrt nicht um.

Am 05. Mai 2021 um 19:50 von Tremiro

18:53 von Karl Maria Jose... 18:43 von Tremiro

>>wie kommste denn auf dieses schmale brett. zu steuern zählen für den normalbürger auch alle abgaben<<

Das ist Unsinn. Auch wenn die ebenso im Geldbeutel fehlen sind es keine Steuern.
__
Ich muss hier Karl Maria usw. recht geben. Der normale Bürger unterscheidet nicht wirklich zwischen Steuern und (Sozial-)Abgaben.
Er sieht seinen Bruttolohn im Vergleich zu dem Betrag, der auf sein Konto überwiesen wird. Ob das nun letztlich Steuern und/oder Abgaben sind, ist letztlich egal. Es ist Geld, was er erarbeitet hat und was ihm nun wieder weggenommen wird. Bzw. nicht zur Verfügung steht und nur das interessiert die meisten Bürger.

///Am 05. Mai 2021 um 18:21

///Am 05. Mai 2021 um 18:21 von Shantuma
...
Wer immer ein Exportüberschuss hat, der handelt halt nicht fair!
Und ruiniert nebenbei sogar die eigene Zukunft....///
.
Leistungsbilanzüberschüsse kann man als Kredite betrachten. Weder sind sie " unfair " noch " ruiniert man nebenbei ( dadurch ) sogar die eigene Zukunft ".

19:56, Bender Rodriguez

>>Wie wird man denn Freimaurer?<<

Indem Sie mit Iher örtlichen Loge Kontakt aufnehmen. Welche das ist, das finden Sie heraus, indem Sie „Freimaurer“ und Ihre Stadt in eine Suchmaschine eingeben. Sie werden dann zu einem Gespräch eingeladen und wenn Ihr Interesse als ernsthaft erkannt wird, werden Sie zu einem Gästeabend eingeladen. Diese Gästeabende finden im allgemeinen monatlich statt. Alles weitere müssen Sie dann selbst herausfinden. Ihre Umgangsformen und Ihr Diskussionsstil könnten allerdings ein Problem darstellen.

19:50 von Tremiro

«>>...und demokratieabgabep<<
Was das sein soll wissen Sie sicher selbst nicht. Ob mit oder ohne p.»

"Demokratieabgabe" ohne p ist die GEZ-Gebühr.

Ich weiß nicht, warum.
Aber mir erschien dies von Anfang an klar.

@19:55 von Tremiro

Sie müssen sorgfältiger lesen. Der Forist dem ich antwortete hat ausdrücklich von Steuern geschrieben, nicht von Abgaben.

Sorgfältiger?
Er sprach von "Steuerzahlern" und das im Kontext genug Geld zu haben um Fair-Trade zu kaufen.

Ihnen ist doch sicherlich klar, dass Steuerzahler auch Sozialabgaben zahlen?

@20:08 von teachers voice re 19:24 fathaland slim

//Was mich schrecklich nervt, ist die Miesepeterei von den „Alten“, die meinen alles besser zu wissen als die „Jungen“.//

Sind Sie ganz sicher, dass es wirklich die "Alten" sind?
Wenn ich es recht bedenke, war auch hin- und wieder mal dem Wahn verfallen, dies oder jenes besser zu wissen als die "Jungen". Ich bilde mir aber ein, über dieses Stadium hinaus zu sein. Zumindest weitgehend. Miesepeter bin ich hier und da trotzdem noch, hat aber nichts mit der jungen Generation zu tun.

@20:17 von teachers voice

>> re blitzsoof: Galle
>> Wir schafft man es nur, einen solchen
>> Unsinn mit einer solchen Arroganz zu
>> paaren?

Sie schreiben mir aus dem Herzen!

/// Am 05. Mai 2021 um 20:06

///
Am 05. Mai 2021 um 20:06 von Der freundliche...
Auf Kommentar antworten...

Am 05. Mai 2021 um 17:45 von Werner40

Sie wissen doch sicher, dass Deutschland ein Hochlohnland ist. Da ist genügend Kaufkraft für fair trade Produkte da. Im übrigen sind die Margen im Lebensmittelhandel niedrig.

###

Dann wissen Sie doch sicher auch, wie sich zb. ein Hartz4 Empfänger mit 5,07 € an Tag mit fair trade Produkten gesund ernähren kann obwohl die Preise für Sie ja generell zu niedrig sind ?///
.
Dass für einen Teil der Bevölkerung fair trade Produkte zu teuer sein können habe ich nicht ausgeschlossen. Im übrigen habe ich nicht behauptet, dass " die Preise generell zu niedrig sind ".

@Am 05. Mai 2021 um 20:10 von Opa Klaus

Zitat: "".... und deutsche Unternehmen, die meist für eine Erhöhung der Lebensstandards vor Ort sorgen, von weiteren Investitionen in erzeugenden Ländern in Afrika und sonstwo abgeschreckt werden und der Laden dann am Ende des Tages von Chinesen übernommen wird. "

Vielleicht sollten Sie mal Ihren Rucksack packen und ebendiese Länder bereisen. Von der blauen Couch aus bei nem sixpack lässt sich trefflich argumentieren. Zeichnet ein gewisses Klientel in DE heutzutage ja aus."

Ich habe nicht nur solche Länder bereist, sondern dort bereits für ein paar Jahre gearbeitet.

Unabhängig davon, was hat dies mit den von mir benannten Tatsachen zu tun?

Ich möchte bitte nicht missverstanden..

... werden. Grundsätzlich ist die initialisierung der "fare trade" Regelung eine sehr gute Sache. Ich warne nur vor einer gewissen Naivität. Kaufe ich etwas mit dem "fair trade Logo" ist mein Gewissen rein und ich bin ein guter Mensch. Und ja, die Kaffeebauern in Afrika könnten partizipieren, aber nur durch Direktvermaktung. Da wirds schon problematisch. Menschen versuchen gerne sich ein gutes Gewissen zu erkaufen mit Öko oder jetzt fair trade. Diese Gütesiegel werden aber häufig ausgenutzt. Letztlich bestimmen die Regierungen in Kooperation mit den Unternehmern und "Ausbeutern" in Afrika oder Asien wohin die Gelder fließen. Ist bei Spendenaktionen, welche uns gerade in der Adventszeit mit Bildern von hungernden Kindern (warum nicht alten Menschen?) nicht anders. Wir können unser Gewissen nicht freikaufen! Es müsste grundlegende Veränderungen geben. Öko, fair trade und Spenden, welche letztlich die Falschen allimentieren sind skeptisch zu beurteilen. Meine Meinung..

@20:17 von Shuusui

>> Deshalb liegt die Verantwortung zu 99
>> Prozent beim Händler.

Wobei mir wieder dieses mit den weggeworfenen Lebensmitteln einfällt, wo jeder Franzose nur 27kg/Jahr wegwirft, jeder Deutsche aber 80kg.

ABER der einzige(!) Unterschied ist, in Frankreich darf der Handel keine Lebensmittel wegwerfen, in Dtl. sind es reell 2/3!

D.h., von Ihren 80kg werfen auch Sie nur ca. 27kg weg, die restlichen 53kg haben Sie NIE zu Gesicht bekommen, dieses macht der Handel für Sie.

Aber 'containern' ist immer noch eine Straftat. ;(

@ 19:47 von schabernack

"Die kontrollsüchtige Staatsmacht" sorgt auch dafür, dass im Alkohol, den Sie kaufen und trinken, kein Glycol-Fusel mit drin ist, wegen dem Sie dann tot umfallen, noch bevor Sie "papp" sagen können.

Das und ihre anderen Beispiele sind alles Vertragsbruch/Betrug seitens des Verkäufers. Natürlich spielt da der Staat eine Rolle.

Wenn beide Seiten mit Transaktion und Waren zufrieden sind, und der Inhalt der Waren nicht für andere eine Gefahr darstellt, was geht das der Staatsmacht an?

20:28 von Sisyphos3

«sie meinen kein Geflügel mehr aus Ställen ?
da machte ich mir gerade auch so meine Gedanken
auf meiner regelmässigen Fahrt nach Nagold
großes Schild auf halber Strecke
Geflügelpest ... Sperrgebiet
da is nix mit Piephühnern auf ner Wiese halten
was macht man in so nem Fall ?»

Der Piephuhbauer bringt die Piepmätze rein in den Stall. Dort stopft er sie aber nicht zu Zehnt in den Piephuhnknast Piephuhnkäfig. Den hat er gar nicht parat, da er das Piephuhn viel lieber drauße piepen ließe als im Stall.

Ist man mit Herrn Piepherr und seinen Mätzchen Piep sonst immer zufrieden lecker gewesen. Bleibt man ihm erst mal ein treuer Kunde Piep, da er das Huhn ja nicht aus mieser Absicht nun drinnen piepen lassen muss.

Piephuhnpest ist nicht der Normalzustand.
Der nun bis Sankt Pierperlein bliebe und piepe …

@19:16 von fathaland slim 18:36, heribix

//>> Sie wissen doch sicher das Deutschland den größten Nidriglohn Sektor in der ganzen EU hat.<<

Nein, das weiß ich nicht.

Gibt es irgendwelche Belege für diese Behauptung?//

Das habe ich tatsächlich auch schon so gelesen. Ist aber wohl länger her. Lt. Daten von 2018 belegen wir hinter ein paar osteuropäischen Staaten Platz 6 mit 20,68 Prozent.
(Da habe ich tatsächlich höhere Zahlen gesehen.)

Zum Vergleich Lettland Platz 1 mit 23,49%,
Frankreich 8,61%
Schweden 3,61%

@21:15 von Opa Klaus

Mit all den Bedenken, die Sie schildern habe auch ich schon oft vor dem Regal gestanden. Momentan ist es tatsächlich auch der Preis. Aber auch unabhängig vom Preis denke ich jedesmal: Hoffentlich ist auch drin, was draufsteht.

@ Opa Klaus

"Wir können unser Gewissen nicht freikaufen!"

Sollten vielleicht nicht können, können aber sehr wohl!
Und ich fürchte Ihre Skepsis ist mehr als angebracht, denn Fairtrade und das Spenden verstätigen das Unrecht anstatt es zu bekämpfen.

@schabernack, 20:27

Sicher klingt grenzenlose (Wissens-)Freiheit („grenzenlos“ im wahrsten Sinne des Wortes) heute utopisch. Da sie gleichwohl technisch bzw. physikalisch möglich - also umsetzbar - wäre, hoffe ich: noch.

„Es sind nicht nur die im Namen des Begrüßenswert-Besseren unterwegs. Auch Spione und Lumpen und Scharlatane wüssten gerne, was auf der Herdplatte der Konkurrenz köchelt, und wie die was so machen“

Wenn allerdings alles, was sich im öffentlichen Raum - und dazu gehört das gesamte Wirtschaftsleben - an Schweinereien abspielt (im ethischen Sinne) sowieso öffentlich und für jeden(!) offensichtlich ist, „lohnen“ sich allerdings weder Spionieren noch menschenfeindliches Verhalten mehr. Weil dann damit - gerade deshalb, weil diejenigen (Ausnahmen), die nicht im Namen des Begrüßenswert-Besseren unterwegs sind damit kein Geld mehr „machen“ könnten.
Und warum sollte die bei den derzeitigen globalen Problemen für alle überlebenswichtige Forschung unter uneingeschränkter Zusammenarbeit leiden??

@ saschamaus75

"Aber 'containern' ist immer noch eine Straftat. ;("

Gibt auch Leute denen Gesetze egal sind, weil sie sich zutrauen selbst zu entscheiden was richtig und was falsch ist.

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