Kommentare - Chinas Vorsitz im UN-Sicherheitsrat: Wolf im Schafspelz?

04. Mai 2021 - 08:06 Uhr

China hat den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat übernommen. Seit dem Rückzug der USA von der internationalen Bühne unter Ex-Präsident Trump hatte das Land das Vakuum rücksichtslos gefüllt. Von Peter Mücke.

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„Wolf im Schafspelz?“

Wieso im Schafspelz? Die setzen ihre rücksichtslose Machtpolitik doch - für jeden, der hinsieht (oder betroffen ist) unübersehbar - ganz offen durch.

Metaphern

Wofür soll denn bitte der "Schafspelz" stehen wenn der Autor sowieso gleich mit seiner Wertung "rücksichtslose Machtpolitik" um die Ecke kommt. Scheinheiligkeit kann man wohl kaum unterstellen – China sagt in der Regel was seine Interessen sind.

UN- Sicherheitsrat !

Nun sieht man immer mehr die Folgen von Trumps idiotischer Politik "Amerika first" und sich überall zurück zu ziehen. So entstehen sehr gefährliche Lücken im gesamten System, die dann von rücksichtslosen und skrupellosen Egomanen gefüllt und missbraucht werden.
Nun nützt vor allem China dies gewaltig aus, und will so noch mehr Druck und Macht ausüben, um nur die eigenen Interessen durch zu setzen.
Leider sind viele Akteure in diesem Spektakel einerseits zu schwach, und andererseits zu gierig, um ernsthaft dagegen zu intervenieren.
Traurig finde ich vor allem die deutsche Haltung, die die chinesische Führung in unerträglicher Weise hofiert, nur um viele Geschäfte der deutschen Wirtschaft nicht zu stören. Echt ekelhaft und verachtend !

@Nettie

Wieso sollte China sich nicht durchsetzen? Mache doch alle, egal ob USA, Russland oder die EU.

China ist eine Weltmacht und die USA und Russland treten hier einfach mittlerweile in den Schatten und die EU hintendran.

Schafspelz

Den Schafspelz hat die USA nicht nötig. Sie setzen ihre Machtpolitik seit Jahrzehnten rücksichtslos durch.

Mal eine Lanze brechen...

Die UN sind, was bindende Beschlüsse angeht (Vetorecht) ein eher zahnloser Tiger. Doch sie sind auch ein Ort diplomatischen Ausgleichs für die gesamte Welt.
Wer sich isoliert wie die USA unter Trump schadet sich mehr, als die Beitragszahlungen wert sind - Biden hat das verstanden.

Vakuum oder doch eher eine Luftblase?

"Durch das Desinteresse an der internationalen Zusammenarbeit unter Präsident Trump hatten die USA ein Vakuum bei den Vereinten Nationen hinterlassen, das vor allem China mit einer rücksichtslose Machtpolitik gefüllt hat.

Wolfs im Schafspelz...?
Mit 5 Nationen die ein Veto einlegen können, und solange die sich nicht einigen, war und ist die UN ein zahnloser Tiger.

@Traumfahrer - Der Vorwurf ist an sich nicht falsch...

"Traurig finde ich vor allem die deutsche Haltung, die die chinesische Führung in unerträglicher Weise hofiert, nur um viele Geschäfte der deutschen Wirtschaft nicht zu stören. Echt ekelhaft und verachtend !"

... erwähnen sollte man in diesem Zusammenhang auch das deutsche katzbucklerische Verhalten gegenüber den USA seit 75 Jahren.

Dort herrscht zwar Demokratie , aber Rassenhaß, Kriminalität und Kolonialpolitik mit agressiven Geheimdiensten vom Feinsten lassen die Amerikaner auch nicht gerade moralisch vollkommen erscheinen.

Das Festhalten an Nordstream 2 verwundert mich sehr, ich sehe es als einen Lichtblick der Emanzipation vom großen Bruder

@Olivia59

Böse Lügenpresse, arme Diktatoren. Oh wie schön einfach ist die Welt des besorgten Bürgers.

Sanktionen?

Die Gewalt in Myanmar verurteilen ja,
Sanktionen nein weil sie das Volk am härtesten treffen.
Das kann man seit Jahren in anderen Ländern sehen wo Mittels Sanktionen versucht wird eine genehme Regierung zu installieren.

Ich denke, dass die USA und die EU kein Verständnis dafür haben, dass jetzt auch andere Länder ihre Wirtschaftsinteressen weltweit vertreten.
Die Macht liegt nicht mehr allein bei der USA und EU.

Und das ist Gut so.
Wer eine multipolare Welt will, der braucht auch ein starkes Russland, China und auch Afrika.

China wurde es leicht gemacht

China nützt nur die Freiräume aus, die die USA in den letzten Jahren und Russland vor Putin offen gelassen haben.

Hegemoniale Interessen werden knallhart durchgesetzt

China übt sein Veto-Recht gnadenlos aus, wenn ihm Befriedungsversuche aus hegemonialen oder wirtschaftl. Interessen nicht passen: Darfur-Krise, Hilfe für syr. Flüchtlinge 2020 ...
Die weltweite Kritik an den Menschenrechtsverletzungen in Myanmar scheiterte ebenfalls lange am Einspruch Chinas.
China mischt in vielen afrikanischen Schwellenländern mit, d.h. es übt wirtschaftlichen und politischen Einfluss aus. Druck wird über den "Einkauf" lokaler Machthaber ausgeübt, es wird "über Bande gespielt": Die Auswirkungen des unter chin. Regie in Ätiopien gebauten 'Grand Ethiopian Renaissance Dam' auf die Umwelt und die Wassermengen im Nil werden so sein, dass Sudan und Ägypten erpressbar werden. Das wird zu großer Not in diesen Ländern führen, in der Folge zu Unruhen und noch mehr Leid, als es jetzt schon gibt. Tedros Adhanom Ghebreyesus (heute WHO) war damals äthiop. Umweltminister.

Ob China ein Wolf im Schafspelz ist? Der Pelz ist schon so dünn, da sieht man den Wolf sehr deutlich

@08:20 von Traumfahrer

" Nun sieht man immer mehr die Folgen von Trumps idiotischer Politik "Amerika first" und sich überall zurück zu ziehen. So entstehen sehr gefährliche Lücken im gesamten System, die dann von rücksichtslosen und skrupellosen Egomanen gefüllt und missbraucht werden. Nun nützt vor allem China dies gewaltig aus, und will so noch mehr Druck und Macht ausüben, um nur die eigenen Interessen durch zu setzen."

Jedes Land handelt dort zuvorderst aus der eigenen Perspektive heraus und nur weil ein wichtiges Land teilweise weg ist wird das "Vakuum" nicht allein von China ausgefüllt. Das Handeln der USA fällt doch nicht auf China zurück. Dieser ewig wiederholte "Vakuum"-Begriff taugt sowieso nix, denn da gibt es keine Plätze die frei werden. Ernüchternd wie dieses plumpe Narrativ mit genau den selben Formulierungen ständig wiedergekäut wird. Wir Bürger sind nicht in einer Systemrivalität die teils als Kalter Krieg beschrieben wird nur weil "Mächtige" das wollen.

Manche...

...haben sich halt zulange darauf verlassen, dass sich Demokratie und Freiheit schon durchsetzen und zudem noch zugelassen, dass Wirtschaftsinteressen über allem stehen.
War vielleicht keine gute Idee...

... dann ist dies China! Kein Global Player praktiziert eine ausgeglichenere, weisere, selbstlosere Politik als diese jahrtausendealte Kulturnation... Mit der obenzitierten diffamierenden Wendung will Herr Mücke dagegen von den Verfehlungen seines eigenen Idols ablenken: der USA als des seit über einem Jahrhundert größten Schurkenstaats dieser Erde.......

Re : Olivia59 !

Dem letzten Satz widerspreche ich klar. Denn China agiert recht oft ziemlich hinterhältig und scheinheilig. Siehe Afrika oder auf dem Balkan, wo einige Projekte von China gebaut und finanziert werden, obwohl im Voraus eigentlich schon klar sein sollte, dass das jeweilige Land mit der Rückzahlung Probleme kriegen wird. Dann kommt die chinesische Keule in Form von politischem Einfluss und Erpressungen. So kriegt China immer mehr Macht, kassiert viel Kohle, ohne wirklich an die jeweiligen Länder und ihre Bedürfnisse sich zu kümmern.
In einigen afrikanischen Ländern bauen nur chinesische Arbeiter zu miesen Bedingungen Teile der Infrastruktur auf, nur darf kaum ein Mensch aus diesem Land mitwirken und daraus lernen. Irgend wie nicht gerade hilfreich, sondern in meinen Augen mehr als hinterhältig !

unglaublich ...

Das so jemand überhaupt den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat bekommen kann?

Da reichen ein paar Stichworte (Hongkong, Taiwan, Militärbasen in internationalen Gewässern), um diese Fragwürdigkeit zu belegen.
Anstatt mit Sanktionen zu belegen, wird China noch mit dem Vorsitz belohnt, verdrehte Welt.

Die UN sind zweifelsohne ein

Die UN sind zweifelsohne ein kompliziertes Gebilde, und es mag manchmal wie ein zahnloser Tiger erscheinen, wie manche hier formulierten. Ich glaube allerdings, dass sie unverzichtbar und im besten Sinne alternativlos sind. Ein Zurück in Zeiten ohne Vereinte Nationen wäre ein klarer Rückschritt und steigert die Gefahr kriegerischer Auseinandersetzungen. Die Gründungsgeschichte und der Kontext des zweiten Weltkrieges sollten sich da manche in Erinnerung rufen. Selbstverständlich beinhaltet das, an der Weiterentwicklung der UN und ihrer Strukturen und Kompetenzen zu arbeiten. Aber allen, die im politisch-diplomatisch Geschehen nicht zu naiv denken, wissen um die Schwierigkeit, dass nationale Interessen auf dem Parkett der Vereinten Nationen nie ganz zu eliminieren waren oder sind. Und das gilt nicht nur für die USA und China.

@08:33 von Sternenrindviech

"Böse Lügenpresse, arme Diktatoren. Oh wie schön einfach ist die Welt des besorgten Bürgers."

Den Begriff Lügenpresse ist nicht meiner und dies war auch keine plumpe Medienkritik sondern eine sehr gezielte Autorenkritik. Man haut nun mal keine Metapher vom "Schafspelz" mit Fragezeichen versehen raus wenn man eigentlich nur "Wolf" sagen wollte und vom Schaf im Text rein garnichts nix zu finden ist.

08:17 von Olivia59

Scheinheiligkeit kann man wohl kaum unterstellen – China sagt in der Regel was seine Interessen sind.
.
so würde ich das auch sehen
bei denen weiß doch jeder um was es ihnen geht
Scheinheilig würde ich eher die restlichen Staaten nennen, die da um den Tisch sitzen

@ 08:52 von Traumfahrer

"Dem letzten Satz widerspreche ich klar. Denn China agiert recht oft ziemlich hinterhältig und scheinheilig. Siehe Afrika oder auf dem Balkan, wo einige Projekte von China gebaut und finanziert werden, obwohl im Voraus eigentlich schon klar sein sollte, dass das jeweilige Land mit der Rückzahlung Probleme kriegen wird. "

Das selbe gilt doch für die Weltbank. Die 3. Welt kam seit eh und je in die Schuldenfalle wenn es um Investitionen ging. China spielt in der Beziehung nur nach unseren Regeln. Ausserdem sehen das einige Afrikanische Präsidenten völlig anders. Das sind nun mal souveräne Staaten auch wenn´s ehemaligen Kolonialmächten nicht gefällt.

Es macht keinen großen Unterschied...

...ob sich ein autoritäres politisches System wie das chinesische durchsetzt oder ob globale Wirtschaftsunternehmen mehr und mehr Einfluss haben. Mit persönlicher Freiheit ist es so oder so vorbei, da macht es auch keinen Unterschied mehr, ob die KPCh oder Amazon entscheidet, was ich lesen darf und was nicht.

Amüsant

Herrlich wie sich so manch ein deutscher Journalist in Sachen China immer wieder in Rage schreibt. Ernst nehmen kann man so eine rückwärtsgewandte Weltsicht allerdings nicht.

Re : Der Nachfrager !

Grundsätzlich sollte es nicht nur immer um rein wirtschaftliche Interessen gehen, genauso wenig nur um reine Machtpolitik, wie sie leider schon immer irgend wie praktiziert wurde.
Es sollte in einer multipolaren Welt erst einmal um die Menschen gehen, die aber in etlichen Ländern den ideologischen, religiösen ,extrem gierigen und besessenen Vorstellungen von eigentlich wenigen Protagonisten für ihre persönlichen Zwecken geopfert werden. Da ist es gleichgültig, ob man die USA, Russland, China, Belarus, Türkei, Nordkorea, oder auch Staaten in Afrika und Südamerika nennt.
Es gäbe schon Möglichkeiten, die wirklichen Drahtzieher durch Sanktionen zu treffen, nur traut sich kaum jemand wirklich dies zu tun, weil immer zuerst an die verfluchte Kohle gedacht wird !!

@Olivia59 um 8:17 Uhr

"Scheinheiligkeit kann man wohl kaum unterstellen"

Im Fall der Unterdrückung, Ausbeutung, Erniedrigung und Folter der Uiguren in der Region Xinjiang allerdings schon.
Betroffene reden von Konzentrationslagern, oder sogar schlimmerem. Die chin. Parteiführung spricht von Bildungs- und Ausbildungszentren.
Diese Scheinheiligkeit erinnert teilweise an die zynischen Sprüche an den Eingangstoren der Nazi-KZs im dritten Reich.

08:52 von Giselbert

unglaublich ...
Das so jemand überhaupt den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat bekommen kann?

Da reichen ein paar Stichworte (Hongkong, Taiwan, Militärbasen in internationalen Gewässern),
um diese Fragwürdigkeit zu belegen.
---

stimmt "Schweinebucht", Grenada, die Giftgassuche im Irak....

Rücksichtslos durchgesetzt?

Rücksichtslos durchgesetzt? Rücksichtslose Machtpolitik?
Da sitzen schon noch andere in dem Gremium.
Betreiben denn Russland oder Usa rücksichtsvoll Machtpolitik?
Etwas weniger "haudrauf" darf ich hier schon erwarten.
China setzt seine Interessen durch und ist der Meinung, dass das für alle Beteiligten am besten sei . Machen Wir genauso.

@Olivia59

Je nachdem wie es einem grad in die Argumentation passt entscheidet jedes Wort im Artikel bis auf das „I-Tüpfelchen“, oder aber es ist die Information wichtig die zwischen den Zeilen vermittelt wird, richtig?

Ich weiß auch gar nicht was man da ernsthaft diskutieren soll. China versucht seit vielen Jahren auf der ganzen Welt durch Kredite und Bauprojekte (neue Seidenstraße, Hafen von Piräus, Eisenbahn in Kenia usw) seine Gewalt über andere Staaten zu vergrößern, und später gibt es dann immer das böse Erwachen. Der chinesische Botschafter hat ja mal wortwörtlich darauf hingewiesen das es „nicht gesund“ sei zu viel über Menschenrechte zu sprechen, und selbst du müsstest erkannt haben das China eine Diktatur ist.

Somit ist der Vergleich vom „Wolf im Schafspelz“ komplett angemessen.

Und jetzt kommst du hier mit irgendwelchen Spitzfindigkeiten daher weil angeblich ein Wort im Artikel fehlt. Lächerlich.

08:39 von Der Nachfrager und andere

>>Die Macht liegt nicht mehr allein bei der USA und EU.
Und das ist Gut so.
Wer eine multipolare Welt will, der braucht auch ein starkes Russland, China und auch Afrika.<<

Genau, wir brauchen viel mehr Diktaturen auf der Welt. Nur dann gibt es Wohlstand, Gerechtigkeit und Frieden auf der Welt.
Ironie aus.

Immer wieder erstaunlich...

wie viele hier im Forum eine Diktatur verteidigen und die Demokratien ablehnen. Nichts ist so schwarz weiß wie manche es gerne darstellen möchten... Der ungezügelte „Raubtierkapitalismus“ in China unter dem Deckmäntelchen des „Kommunismus“ wird auf Dauer nicht funktionieren. Die lustigerweise immer hier bemängelte Schere zwischen arm und reich ist in China viel größer, mehr Umweltverschmutzung, mehr Ausbeutung... ich freue mich in der EU zu leben!

@Giselbert Zitat: "unglaublic

@Giselbert
Zitat:
"unglaublich ...
Das so jemand überhaupt den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat bekommen kann?
Da reichen ein paar Stichworte (Hongkong, Taiwan, Militärbasen in internationalen Gewässern), um diese Fragwürdigkeit zu belegen.
Anstatt mit Sanktionen zu belegen, wird China noch mit dem Vorsitz belohnt, verdrehte Welt."

Ja - so was von unglaublich...
..Sie wollen echt jetzt einer der fünf VETO-Mächten im US-Sicherheitsrat den Vorsitz in selbigen verweigern??
Mit was bitte??
GB als Veto-Macht hatte Hongkong bis 1989 noch als KOLONIE okupiert - die einheimische Bevölkerung (Chinesen) hatten genau NULL demokratische Rechte

Bis Anfang der 60er Jahre war der Kontinent Afrika im wesentlichen unter 2 Veto-Mächten aufgeteilt -> Frankreich und GB
Da hat niemand aus der BRD gefordert denen den Vorsitz im US-Sicherheitsrat zu verweigern
*sarkasmus*

@09:02 von WM-Kasparov-Fan

"Olivia: >>"Scheinheiligkeit kann man wohl kaum unterstellen"<<

Im Fall der Unterdrückung, Ausbeutung, Erniedrigung und Folter der Uiguren in der Region Xinjiang allerdings schon.
Betroffene reden von Konzentrationslagern, oder sogar schlimmerem. Die chin. Parteiführung spricht von Bildungs- und Ausbildungszentren.
Diese Scheinheiligkeit erinnert teilweise an die zynischen Sprüche an den Eingangstoren der Nazi-KZs im dritten Reich."

Das sind Euphemismen, keine Scheinheiligkeit. Zumindest wird kein Hehl draus gemacht, das es unter Zwang mit dem Ziel der Terrorismusbekämpfung geschieht.
Auch wenn es sich um Menschenrechtsverletzung handelt muss ich einmal mehr diese KZ-Vergleiche "oder sogar schlimmerem" zurückweisen. Massenvernichtung ist eine ganz andere Kategorie. Wenigstens in Deutschland könnte man da etwas sensibler sein.

@Et tu Brutus (8:44)

Wie so oft in solchen Diskussionen: Aber Amerika ist auch böse!

Der Unterschied ist: In den USA (oder auch in Deutschland) ist nicht alles gut. In China hingegen ist fast alles schlecht. Es macht z.B. einen Unterschied, ob ein Staat nicht genug gegen Rassismus tut oder ob er Rassismus als politisches Prinzip betreibt.

Re : Olivia59 !

Es wäre für alle Staaten, die so ihre Schwierigkeiten mit der Infrastruktur und etlichen anderen Dingen viel hilfreicher, ihnen Hilfe zur Selbsthilfe zu gewähren, als sie in eine Schuldenfalle laufen zu lassen, egal ob von der Weltbank, oder irgend einer anderen Nation.
Leider aber ist es die unendliche Gier und Habsucht von gewissen Akteuren in teils sehr armen Ländern diese aus zu beuten, ohne nur einen Finger für die Mensch dort zu rühren, außer ein paar Millionen an Bestechungsgeldern. Ja und dann kommen noch all die politischen Einflüsse und Macht- Ideologien, die rücksichtslos durch gesetzt werden, ohne jede Moral oder gar Scham !

/// Am 04. Mai 2021 um 09:06

///
Am 04. Mai 2021 um 09:06 von Bender Rodriguez
Rücksichtslos durchgesetzt?

Rücksichtslos durchgesetzt? Rücksichtslose Machtpolitik?
Da sitzen schon noch andere in dem Gremium.
Betreiben denn Russland oder Usa rücksichtsvoll Machtpolitik?
Etwas weniger "haudrauf" darf ich hier schon erwarten.
China setzt seine Interessen durch und ist der Meinung, dass das für alle Beteiligten am besten sei . Machen Wir genauso.///
.
Das ist falsch. Der chinesischen Führung ist durchaus bewusst, dass die Durchsetzung ihrer Interessen lediglich dem eigenen Machterhalt ihrer Diktatur gilt. Ganz anders als in Demokratien. Ist eigentlich ganz offensichtlich und sollte Ihnen auch geläufig sein.

Alles zu kurzsichtig

Zunächst wäre ein Verhältnis auf der Basis von gegenseitigen Vertrauen wichtig.
Das ist aber mit den gegenwärtigen Aktören wie Putin oder Xi wahrscheinlich nicht möglich.Der einzige Weg hier ist nur viel Geduld und diplomatisch dicke Bretter zu bohren und zu schauen was vielleicht trotzdem machbar ist.
Schade,bei etwas gutem Willen und nicht ganz so egoistischer Denkweise könnte viel mehr erreicht werden.
Es könnten endlich mal die wirklichen Probleme angegangen werden wie Klimaschutz und nicht zuletzt zum Vorteil der einfachen Menschen.

Die UNO

Fünf Vetomächte bestimmen undemokratisch über das Weh und Wohl der gesamten Menschheit!
Faule Kompromisse auf Kosten der Menschenrechte sind in der UNO an der Tagesordnung!
Der Verein hat die Qualität einer Zocker- u.- Halunken - Spelunke!
Die Menschheit hat besseres verdient!

Re : Sisyphos3 !

Im Grunde sind alle Protagonisten, die im Sicherheitsrat sitzen, scheinheilig und hinterhältig. Es wird von den Großen immer versucht, die eigenen Interessen durch zu setzen, ohne wirklich auf die eigentlichen Bedürfnisse der Menschen zu schauen und danach zu handeln und agieren. Leider wird von vielen Akteuren nur auf die wirtschaftlichen Interessen, den Einfluss, und die Machtinteressen von ein paar wenigen geschaut, egal wie viel Menschenleben es kostet.
Und die eigentlichen Hauptakteure sind sich darüber auch bewusst, nur schert sich keiner von denen darum, wirklich was zu verändern, denn sonst wäre das Veto- Recht schon längere Zeit passe ! Solange dies vorhanden ist, kann jeder sich seine eigene Suppe kochen, egal wer und für was !

@ 09:11 von Miauzi

Alles Schnee von gestern was Sie da aufzählen, es geht um die Gegenwart.

/// Am 04. Mai 2021 um 09:02

///
Am 04. Mai 2021 um 09:02 von _NRW
Amüsant

Herrlich wie sich so manch ein deutscher Journalist in Sachen China immer wieder in Rage schreibt. Ernst nehmen kann man so eine rückwärtsgewandte Weltsicht allerdings nicht.///
.
Sie halten das Eintreten für Demokratie und Menschenrechte für " eine rückwärtsgewandte Weltsicht " ?

Wolf im Schafspelz

warum kritisieren wir China es waren bis vor kurzen gerade die demokratischen Staaten von Europa und der USA die rohstoffreiche Länder mit ihrer Kanonenbootpolitik gedroht und ihre Interesse durch gesetzt haben

@Am 04. Mai 2021 um 09:13 von Tinkotis

Was den Rassismus betrifft, so haben Sie sicher teilweise recht - Aber halt, nein, wurde in den USA nicht in einigen Staaten das Wahlrecht so verändert, daß Schwarzen die Wahl zukünftig erschwert wird ?

Was die Machtpolitik, das Einsetzen und unterstützen autokratischer Regime durch amerikanische Geheimdienste und die Vielzahl sinnloser Kriege betrifft, da haben Sie lieber nicht drauf geantwortet.
Mir geht es nicht um Relativierung, ich mag nur Doppelmoral nicht !

Werner

Alle anderen machen auch "nur" Machtpolitik um den eigenen Eunfluss zu erhalten oder zu stärken.

Und wie würdest du es nennen, schwache Länder anzugreifen, um ihnen Demokratie beizubomben, wie dem Irak oder Afghanistan? Ja, das ist was anderes. Das ist Terrorbekämpfung? Nein. Genau damit wird die Unterdrückung der Uiguren erklärt, was wir ja auch nicht gelten lassen.
Also verhalten sich Demokratie und Diktatur so unterschiedlich nicht.
Das sollte jedem Bundesbürger, der sich umfassend informieren kann, geläufig sein.

@Zufriedener Optimist

"Immer wieder erstaunlich...
wie viele hier im Forum eine Diktatur verteidigen und die Demokratien ablehnen. Nichts ist so schwarz weiß wie manche es gerne darstellen möchten... Der ungezügelte „Raubtierkapitalismus“ in China unter dem Deckmäntelchen des „Kommunismus“ wird auf Dauer nicht funktionieren. Die lustigerweise immer hier bemängelte Schere zwischen arm und reich ist in China viel größer, mehr Umweltverschmutzung, mehr Ausbeutung... ich freue mich in der EU zu leben!"

Ich habe noch Niemanden in diesem Forum gefunden der Demokratie ablehnt oder sogar das chinesische System bevorzugen würde. Allerdings gibt es Leute wie mich die China zuallererst als souveränes Land mit dem Recht auf eine eigene historische Entwicklung und Gesellschaftsordnung betrachten. Menschenrechtsverletzungen müssen benannt, beanstandet und am besten Massnahmen dagegen ergriffen werden, doch die Kritik oft gar blinde Wut geht weit darüber hinaus.

@Zufriedener

@Zufriedener Optimist
Zitat:
"Immer wieder erstaunlich...
wie viele hier im Forum eine Diktatur verteidigen und die Demokratien ablehnen. Nichts ist so schwarz weiß wie manche es gerne darstellen möchten... Der ungezügelte „Raubtierkapitalismus“ in China unter dem Deckmäntelchen des „Kommunismus“ wird auf Dauer nicht funktionieren. Die lustigerweise immer hier bemängelte Schere zwischen arm und reich ist in China viel größer, mehr Umweltverschmutzung, mehr Ausbeutung... ich freue mich in der EU zu leben!"

Aha - westliche Demokratien sind also der Weisheit letzter Schluss??
Hä?
ich erinnere mal:
1) die beiden grössten Kolonialmächte der Geschichte waren 2 Demokratien -> GB und Frankreich - da waren blutige Befreiungskreige nötig um deren Gewaltherrschaft abzuschütteln
2) Rassismus gesetzlich verankert bis Ende der 60er Jahre war wo?? -> in den USA

"wir" sind also die Saubermänner mit den weissen Westen??
Selten so gelacht!

/// Am 04. Mai 2021 um 09:01

///
Am 04. Mai 2021 um 09:01 von Tinkotis
Es macht keinen großen Unterschied...

...ob sich ein autoritäres politisches System wie das chinesische durchsetzt oder ob globale Wirtschaftsunternehmen mehr und mehr Einfluss haben. Mit persönlicher Freiheit ist es so oder so vorbei, da macht es auch keinen Unterschied mehr, ob die KPCh oder Amazon entscheidet, was ich lesen darf und was nicht.///
.
Oh doch. Der Unterschied ist sogar riesig. In Demokratien ist ihre persönliche Freiheit immer garantiert. In China's Diktatur nicht.

@Bender Rodriguez (9:06)

Zitat:
"China setzt seine Interessen durch und ist der Meinung, dass das für alle Beteiligten am besten sei . Machen Wir genauso."

Sehe ich anders. Die chinesische Führung interessiert eben nicht, was für Auswirkungen alle andere hinnehmen müssen, während "Wir" oftmals wirklich glauben, dass wir zum Vorteile aller handeln. Ist natürlich manchmal ein Irrglaube, aber das steht auf einem anderen Blatt.

Der eine geht, der andere kommt.

"Seit dem Rückzug der USA von der internationalen Bühne unter Ex-Präsident Trump hatte das Land das Vakuum rücksichtslos gefüllt."

Dieses rücksichtslose China ist so rücksichtslos, dass es nicht einmal Rücksicht auf ein Vakuum nimmt.

Es liegt in der Natur der Sache, dass die USA und deren Freunde das aufstrebende China äußerst kritisch betrachten. Objektiv betrachtet tut China aber nichts anderes als das, was die USA seit Jahrzehnten tun: Die eigenen Interessen durchsetzen. Global gesehen tut das China aber wesentlich friedlicher als die USA.

@09:13 von Traumfahrer

"Es wäre für alle Staaten, die so ihre Schwierigkeiten mit der Infrastruktur und etlichen anderen Dingen viel hilfreicher, ihnen Hilfe zur Selbsthilfe zu gewähren, als sie in eine Schuldenfalle laufen zu lassen, egal ob von der Weltbank, oder irgend einer anderen Nation."

Da bin ich ganz bei Ihenen. Man kann das, was China tut und "wir" als Westen schon immer taten durchaus als Neo-Kolonialismus beschreiben. Echte Fluchtursachenbekämpfung wäre wie Sie sagen, Hilfe zur Selbsthilfe oder wenigstens faire Privatinvestoren, die keine korrupten Deals mit den Machthabern einfädeln und die Rohstoffe wegtragen.

/// Am 04. Mai 2021 um 09:32

///
Am 04. Mai 2021 um 09:32 von Nachfragerin
Der eine geht, der andere kommt.
.......... Objektiv betrachtet tut China aber nichts anderes als das, was die USA seit Jahrzehnten tun: Die eigenen Interessen durchsetzen. Global gesehen tut das China aber wesentlich friedlicher als die USA.///
.
Es ist ein Unterschied, ob eine Diktatur oder eine Demokratie ihre Interessen durchsetzt. Ich halte z.B. die Unterdrückung der Uiguren oder die Abschaffung demokratischer Prizipien in Hongkong für nicht sehr " friedlich ".

Schon eigenwillig

bis jetzt hat die USA auf der ganzen Welt seine Politik durchgesetzt, mit dem größten Militär und Sanktionen und was noch so gibt.
Hat auch die Hoheit über Geld und Zahlungssystem, dann hat sie sich mal kosmetisch etwas zurück genommen.
Der Platz wurde gefüllt, mit einer Nation die 1,4 Milliarden Menschen hat, ich kann nicht erkennen das China sich so wie die USA einmischt, in andere Länder.
Krieg in dem Sinne wie es andere Länder machen, sehe ich so auch nicht, China ist sicher nicht der große Wohltäter, und auch keine Mutter Teresa, fahren aber auch nicht vor der Küste der USA mit Militär herum.
China ist sicher genau wie die USA, unser Land zuerst, mir ist der Blickwinkel immer zu einseitig.

@Et tu Brutus (9:24)

Zitat:
"Was die Machtpolitik, das Einsetzen und unterstützen autokratischer Regime durch amerikanische Geheimdienste und die Vielzahl sinnloser Kriege betrifft, da haben Sie lieber nicht drauf geantwortet.
Mir geht es nicht um Relativierung, ich mag nur Doppelmoral nicht !"

Schon dass Sie davon wissen und sich völlig zurecht daran stören, was amerikanische Regierungen und Organisationen teilweise angestellt haben, zeigt doch, dass der Vorwurf der Doppelmoral zumindest hinterfragt werden sollte.

Aber ist schon richtig: Manche Leute schimpfen nur auf die eine Seite und loben die andere über den grünen Klee. Trotzdem geht es hier um das Problem China. Und dort kann ein machtgieriger Potentat nicht abgewählt werden. Hat natürlich den Vorteil, dass dessen durchgeknallte Anhänger dann auch nicht den Volkskongress stürmen...

Am 04. Mai 2021 um 09:29 von

Am 04. Mai 2021 um 09:29 von Miauzi
....
Aha - westliche Demokratien sind also der Weisheit letzter Schluss??...///
.
So ist es. Oder was ist Ihre Alternative ? Doch sicher nicht leben in einer Diktatur.

@Traumfahrer - Alle Investoren spekulieren auf Gewinne!

08:52 von Traumfahrer:
"Denn China agiert recht oft ziemlich hinterhältig und scheinheilig. Siehe Afrika oder auf dem Balkan, wo einige Projekte von China gebaut und finanziert werden, obwohl im Voraus eigentlich schon klar sein sollte, dass das jeweilige Land mit der Rückzahlung Probleme kriegen wird."

Es ist ziemlich naiv zu glauben, dass Investoren aus selbstloser Nächstenliebe handeln und nicht aus Gewinnstreben.

@yolo - Bergauf, bergab...

09:48 von yolo:
"Wenn man Regime, die Menschenrecht und Würde mit Füßen treten, erlaubt, große weltumspannende Konstitutionen zu übernehmen, kann es nur bergab gehen."
> Dann müsste es mit dem Rückzug Trumps ja für einen Moment bergauf gegangen sein.

"Man täte gut, sich von der UN zu distanzieren, wenn man sich traut, sich selbst bestimmen will und den eigenen Kopf gebrauchen möchte."
> Die Kriege der selbstbestimmten UN-Ignoranten sind die größten Problemverursacher dieses Planeten.

@ Der Nachfrager (8:39)

Eine multipolare Welt mit starkem Russland und China stelle ich mir so etwa wie die Welt in Orwell's "1984" vor. Und Afrika kommt dabei mit Sicherheit unter die Räder, denn der Kontinent wird sich vielleicht nie von der europäischen Kolonialherrschaft erholen. Außer es läuft wie bei Heinlein's "Farnham's Freehold", wo sich Ost und West in die Steinzeit bomben und Afrika übernimmt. Heute ein eher unwahrscheinliches Szenario.

@Olivia59

„Menschenrechtsverletzungen müssen benannt, beanstandet und am besten Maßnahmen dagegen ergriffen werden“ - aha, und wenn die beiden erstgenannten in einem Artikel erfolgen dann ist es also „blinde Wut“, weil das Wort „Schaf“ nicht im Text vorkommt. Alles klar.

Und „Leute wie du“ betrachten China also zuallererst als souveränes Land? Keiner der Staaten welche im UN-Sicherheitsrat nicht direkt auf der Seite Chinas stehen hat sich besonders dadurch hervorgetan das sie die Souveränität Chinas oder eines anderen Landes angreifen wollten. Eher war es andersrum.

Wenn dir die Souveränität von Staaten so am Herzen liegt, wie findest du denn die Einmischung Chinas in die Souveränität von Tibet so?

Tja ...

09:03 von Sisyphos3
"stimmt "Schweinebucht", Grenada, die Giftgassuche im Irak...."

09:48 von wenigfahrer
"Schon eigenwillig bis jetzt hat die USA auf der ganzen Welt seine Politik durchgesetzt, mit dem größten Militär und Sanktionen und was noch so gibt."

Das wissen wir alle, dass die USA eher der Wolf als das Lamm ist.

Aber es kann doch nicht sein, dass das eine Unrecht dadurch legitimiert wird, dass auch andere Unrecht tun.

@Olivia59 um 9:13 Uhr

"Auch wenn es sich um Menschenrechtsverletzung handelt muss ich einmal mehr diese KZ-Vergleiche "oder sogar schlimmerem" zurückweisen. Massenvernichtung ist eine ganz andere Kategorie."

Völkermord/Genozid mittels industriellem Massenmord ist eine noch "höhere" Kategorie - dachte ich bisher auch immer, aber:
der Vorsitzende des belgischen Uigurenrats Abdullam Imerov:
"... alle ab ins Lager. Wir vergleichen es mit Konzentrationslagern. Es ist sogar schlimmer, denn sie profitieren via Zwangsarbeit von den Lagern. Es gibt viele multinationale Unternehmen in China, für die Tausende Menschen in Fabriken arbeiten müssen ..."

Quelle:
"Das uigurische Volk ruft SOS" - tagesschau am 22. März 2021 um 20:00 Uhr.

@Werner40 - Wo ist der Unterschied?

09:39 von Werner40:
"Es ist ein Unterschied, ob eine Diktatur oder eine Demokratie ihre Interessen durchsetzt."
> Ja, den gibt es: Die Demokratie setzt weltweit auf Waffengewalt, militärischen und wirtschaftlichen Druck sowie auf Sanktionen. Und die Diktatur tut das nur regional, vermeidet aber offene Kriege.

"Ich halte z.B. die Unterdrückung der Uiguren oder die Abschaffung demokratischer Prizipien in Hongkong für nicht sehr ' friedlich '."
> Das ist es auch nicht. Sie belügen sich aber selbst, wenn Sie glauben, dass die US-Politik friedlicher wäre.

Ganz ohne geht es wohl nicht!

"...das vor allem China mit einer rücksichtslose Machtpolitik gefüllt hat."
Ganz ohne negative Konnotation gibt es wohl keine Berichterstattung über China.
Wie sich in diesem Zusammenhang die Rücksichtslosigkeit gestaltet, erschließt sich mir aus dem Artikel nicht.

@Am 04. Mai 2021 um 09:48 von Tinkotis

Danke für den argumentativen Austausch ohne den Schaum vorm Mund den hier einige permanent vor sich hertragen.

Natürlich ist Demokratie das für den Bürger freiere und bessere System. Was China angeht frage ich Sie : Möchten Sie dort die Verantwortung für über eine Milliarde Menschen, für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Entwicklung von bitterster Armut hin zu allmählichem Wohlstand tragen? Ich würde das für mich nicht wollen.
Die Methoden der KP sind rabiat, widersprechen den Menschenrechten und müssen sich zukünftig ändern - bis zum heutigen Tag haben sie damit dennoch unzweifelhaft einiges erreicht.

@Nachfragerin

Die Diktatur vermeidet also „offene Kriege“? Sorry aber was ihr Leute hier für einen Schw...sinn von euch gebt ist wirklich sagenhaft xD

Was war denn mit dem zweiten Weltkrieg? War das etwa kein „offener“ Krieg? Oder Nazideutschland keine Diktatur?

08:39, Der Nachfrager

>>Wer eine multipolare Welt will, der braucht auch ein starkes Russland, China und auch Afrika.<<

Afrika ist kein Land.

Sie haben Indien vergessen.

@Werner40 (9:30)

Zitat:
"In Demokratien ist ihre persönliche Freiheit immer garantiert. In China's Diktatur nicht."

Das ist richtig. Na ja, fast. Dass Demokratien auch so ihre Probleme bei dem Thema haben können, muss man leider immer wieder feststellen :-(
Allerdings wollte ich zum Ausdruck bringen, dass ich die Demokratie auf Dauer nicht für garantiert halte. Aus den genannten Gründen.

@10:00 von Sternenrindviech

"Und „Leute wie du“ betrachten China also zuallererst als souveränes Land? Keiner der Staaten welche im UN-Sicherheitsrat nicht direkt auf der Seite Chinas stehen hat sich besonders dadurch hervorgetan das sie die Souveränität Chinas oder eines anderen Landes angreifen wollten. Eher war es andersrum.

Wenn dir die Souveränität von Staaten so am Herzen liegt, wie findest du denn die Einmischung Chinas in die Souveränität von Tibet so?"

Ich habe mit Tibet kein Problem denn wenn man die Geschichte des 20. Jahrhunderts rückabwickeln will öffnet man die Box der Pandora, denn da stolpert man nicht nur über Tibet. Dennoch nachvollziehbar, dass man "im Westen" selektiv auf derlei historischen Ereignissen rumreiten möchte. Wichtig ist, dass die internationale Ordnung nicht fortwährend neu verletzt wird.

08:44, draufguckerin

>> Tedros Adhanom Ghebreyesus (heute WHO) war damals äthiop. Umweltminister.<<

Tedros Adhanom Ghebreyesus war von 2005 bis 2012 äthiopischer Gesundheitsminister und von 2012 bis 2016 Außenminister. Umweltminister war er nie.

@09:32 von Nachfragerin

"Objektiv betrachtet tut China aber nichts anderes als das, was die USA seit Jahrzehnten tun: Die eigenen Interessen durchsetzen. Global gesehen tut das China aber wesentlich friedlicher als die USA."

Das liegt vermutlich daran, dass China militärisch noch nicht die Nummer 1 ist. Das könnte sich aber in naher Zukunft ändern.
Ich befürchte, wenn es soweit ist, wird das Taiwan als erstes zu spüren bekommen.
China wird schließlich nicht müde, zu betonen, dass es Taiwan als ein Teil Chinas sieht.

@von Sternenrindviech @Olivia59

"Böse Lügenpresse, arme Diktatoren. Oh wie schön einfach ist die Welt des besorgten Bürgers".
Auf welchen Beitrag bezieht sich dieser Thread? Sollten Sie ihn auf den Beitrag "Metapher" beziehen, verstehe ich ihn nicht.

Doch sicher nicht leben in einer Diktatur?

Werner40 @
Aber 4.636 Todesfälle aktuell in China bei 1,5 Milliarden und mehr als 83.000 bei ca. 80 Mill. bei uns, da kann man ja schon mal überlegen was besser wäre oder?

@ Giselbert, um 08:52

Das ist keine “Belohnung“ mit dem Vorsitz im UN-Sicherheitsrat.

China war einfach an der Reihe.
Und nach 4 Wochen ist schon wieder Schluss...

@10:00 von Giselbert

"Aber es kann doch nicht sein, dass das eine Unrecht dadurch legitimiert wird, dass auch andere Unrecht tun."

Doch wir legitimieren das Unrecht des einen, oder helfen sie uns mal auf die Sprünge, wann waren noch die Letzten Sanktionen gegenüber der USA ausgesprochen worden?

Tinkotis

"Sehe ich anders. Die chinesische Führung interessiert eben nicht, was für Auswirkungen alle andere hinnehmen müssen, während "Wir" oftmals wirklich glauben, dass wir zum Vorteile aller handeln. I"
Nö, siehst du genau gleich.
Auch China weiß, das ihr Verhalten bei anderen was ändert. Aber genau wie wir, gehen die davon aus, das es dann besser sein wird.
Wir wollen kein Gaddafi, keinen Hussein oder assad, also Bomben wir die weg, weil WIR glauben dass das richtig ist.
Also, auch keinerlei Rücksicht.

/// Am 04. Mai 2021 um 10:05

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Am 04. Mai 2021 um 10:05 von Et tu Brutus
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Natürlich ist Demokratie das für den Bürger freiere und bessere System. Was China angeht frage ich Sie : Möchten Sie dort die Verantwortung für über eine Milliarde Menschen, für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Entwicklung von bitterster Armut hin zu allmählichem Wohlstand tragen? Ich würde das für mich nicht wollen.
Die Methoden der KP sind rabiat, widersprechen den Menschenrechten und müssen sich zukünftig ändern - bis zum heutigen Tag haben sie damit dennoch unzweifelhaft einiges erreicht.///
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Die Hoffnung aus den vergangenen Jahrzehnten, dass ein Wandel durch Handel, in Richtung Demokratisierung, eintritt, hat leider nicht stattgefunden. Stattdessen hat Herr Xi seine Machtfülle genutzt, um die Diktatur noch weiter zu festigen, auch auf globaler Ebene. Demokratien sind daher gefragt, eine Gegenstrategie zu entwickeln. Vielleicht ist dies im Rahmen globaler Organisationen am ehesten möglich.

Chinas Vorsitz im UN-Sicherheitsrat: Wolf im Schafspelz ?

Das ist die normale diplomatische Gepflogenheit: Jedes Jahr übernimmt ein anderes Land den Vorsitz. Es wechseln sich die USA, Großbritannien, Frankreich, Russland und China dabei ab.
Die "Unzufriedenheit" besteht eher darin, daß in den letzten Jahren sich militärinterventionistische Mächte nicht mehr so wie in früheren Zeiten auf den UN-Sicherheitsrat berufen können. Weil sie da mit Veto´s blockiert werden.

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