Coronavirus in Köln: Impfen im Brennpunkt

03. Mai 2021 - 20:00 Uhr

Soziale Problemviertel werden häufig auch zu Corona-Hotspots. In Köln rücken nun mobile Teams aus - und impfen Bewohner der ärmeren Stadtteile, auch unabhängig von der Prioritätenliste. Von David Zajonz.

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Kommentare

Verkehrte Welt

Deutschland entwickelt sich immer mehr zum Musterbeispiel für den Begriff "Chaos"

Jetzt reicht es schon im richtigen Stadtteil zu wohnen...

...um an eine Impfung zu kommen. Die Hartzer kommen dann demnächst auch noch in den Genuss der Lockerungen für Geimpfte.

Langsam geht mir wirklich die Hutschnur hoch. Der arbeitende Teil der Bevölkerung, welcher die Kosten der Pandemie durch seine Steuern im Wesentlichen finanzieren darf, kann dagegen noch Wochen oder Monate warten und sich seinen Sommerurlaub in den Wind schreiben.

Ich könnte nur noch kotzen...

Richtiges und konsequentes - und deshalb gebotenes Handeln

„Soziale Problemviertel werden häufig auch zu Corona-Hotspots“

Da ist das hier nur konsequent: „In Köln rücken nun mobile Teams aus - und impfen Bewohner der ärmeren Stadtteile, auch unabhängig von der Prioritätenliste“

„Henriette Reker, parteilose Oberbürgermeisterin von Köln, will verschiedene Stadtviertel und Priorisierungsgruppen nicht gegeneinander ausspielen. Sie spricht mit Blick auf die sozialen Brennpunkte von einer Maßnahme der "Gefahrenabwehr". "Das nützt uns allen"

Das sollte eigentlich jedem einleuchten.

Prioritäten

Zur Eindämmung der Pandemie bleibt zu hoffen, dass die Prioritäten 1-3 und andere (wie u.a. lokale Hot-Spots) konsequent abgearbeitet werden. Aber die Äußerungen immer mehr Politiker (u.a. Bayern mit MP Söder), die an der Impfprio rütteln, lässt schlimmes erahnen. Es zeigt sich, dass immer mehr völlig gesunde 20-40 Jährige ohne beruflichen Hintergrund geimpft werden.

>>Soziale Problemviertel

>>Soziale Problemviertel werden häufig auch zu Corona-Hotspots. In Köln rücken nun mobile Teams aus - und impfen Bewohner der ärmeren Stadtteile, auch unabhängig von der Prioritätenliste.<<

Gut so!
Nicht nur wegen der beengten Wohnverhältnisse sondern vor allem auch deshalb, weil hier besonders viele Menschen leben, die auch jetzt in der Pandemie aufgrund ihrer Tätigkeiten (Raumpflege, Fabrikarbeit etc.) mobil sein MÜSSEN und oft auch auf den ÖPNV angewiesen sind und somit zwangsläufig viele Kontakte haben.

@ Am 03. Mai 2021 um 20:08 von Toni B.

>>Verkehrte Welt

Deutschland entwickelt sich immer mehr zum Musterbeispiel für den Begriff "Chaos"<<

Warum?

Problemviertel

Das Virus wird nicht durch beengte Wohnverhältnisse weitergegeben, sondern durch das Verhalten der Menschen untereinander in ihren Vierteln. Mein Fazit ist inzwischen, dass immer weitere Gruppen privilegiert werden. Wer die Maskenpflicht und die AHA-Regeln beachtet, braucht ja nicht so schnell geimpft werden und muss weiter warten. So offenbar lautet die hier zugrundeliegende Logik.

Halte ich für vernünftig und angemessen

Das Risiko an Corona zu sterben oder einen schwer zu erkranken ist ja das Produkt aus Infektionswahrschenlichkeit und Wahrscheinlichkeit eines schweren Verlaufes.
Jetzt wo die absoluten Hochrisikogruppen und Extremexponierte wie medizinisches Personal geimpft wurden, sind Menschen, die aufgrund ihrer Arbeit und Wohnalge besonders exponiert sind wahrscheinlich dijenigen, die das höchste Risiko tragen. Und gerade in Problemvierteln mit hohem Migrantenanteil könnte es auch von Vorteil sein, ein unkomplziertes und niederschwelliges Impfangebot zu haben.

Letztlich profitieren dann hoffentlich alle davon, dass die Fallzahlen schneller sinken und die Lockdown-Maßnahmen wieder gelockert werden können.

Ja, sicher @Stern2100,

aber wollen Sie dem Virus immer noch mehr Chancen einräumen? - Und trotzdem: enge Wohnverhältnisse bedingen zwangsläufig engeren Kontakt. - Mich verwundert nur, daß die sozialen Brennpunkte jetzt in den Fokus rücken; sonst war das doch in der Politik wurscht. -

naja,

als Kölner finde ich das eigentlich in Ordnung. Andererseits wohne ich in einem Viertel, das bei einer Inzidenz von gut 60 liegt und finde es zum Kotzen, das die Problemer jetzt ne Impfung und damit Erleichterungen bekommen. Unsere Kinder sind außen vor, alte und Beamte dürfen demnächst wieder verreisen. Sie und wir nicht.
Mein persönliches Fazit: So ein Lockdown ist totalmegaunfassbar sinnlos. Er steigert die Fallzahlen.

Richtig so!

"Die Verantwortlichen in Köln sehen kein Gerechtigkeitsproblem darin, dass in Chorweiler auch Personen geimpft werden, die in keine der Priorisierungsgruppen gehören."

Das Gerechtigkeitsproblem liegt ja auch in der Priorisierung selbst. Zuerst müssten diejenigen geimpft werden, die das größte Gesamtrisiko aus Ansteckung und Verlauf haben.

Wer Menschen impft, die aller Wahrscheinlichkeit im Zentrum einer Infektionskette stehen, der schützt auch andere.

@Toni B., 20:08 Uhr

Was Sie als "Chaos" bezeichnen, nenne ich vorausschauendes Handeln.

@alex o.

... und genau deswegen darf es keine Privilegien für Geimpfte geben! Wir sollten alle zusammen kotzen oder eben alle runter schlucken!
Ich kann Ihren Ärger ja verstehen, aber epidemiologisch ergibt die Aktion Sinn. U.a. deswegen sind Obdachlose in Prio 2... Der Fehler liegt doch ganz wo anders: Nämlich darin, dass es viel zu wenig solcher Busse gibt... Überall in der Stadt, vor Supermärkten, Tankstellen, Schulen, Flughäfen, Freibädern... Weiß der Geier wo noch...

Beengte Wohnverh gegen Verhalten von Stern 20:28

Selbstverständlich sind beengte Wohnverhältnisse einer der entscheidensten Faktoren bei den Risiken dieser Infektion. Auch rücksichtsloses Verhalten kann eine Rolle spielen. Aber auch das schlägt sich mehr nieder bei beengten Lebens- und übrigens auch Arbeitstätigkeiten, etwa am Band oder mancher Baustelle. Der Einsatz von Mobilen Teams in sozialen Brennpunkten ist völlig richtig. Sonst gehen deren Kinder in Kitas und Schulen, wo sie andere anstecken und die Eltern in Öpnv oder zur Arbeit, wo sie ebensi andere anstecken können. Der Versuch einiger hier, Bevölkerungsgruppen gegeneinander auszuspielen ist völlig daneben. Auch der Rest der Bevölkerung wird von den Einsätzen-mittelbar-profitieren

@alwex.o, 20:14 Uhr

Manche Menschen denken an das nackte Überleben von sich und ihren Mitmenschen. Und Sie denken an Ihren Sommerurlaub... Wie dekadent doch unsere Gesellschaft in Teilbereichen geworden ist.

Das ganze Coronamanagement

folgt politischem Zeitgeist.

Von den Grenzen, die man zu Beginn nicht schliessen konnte, dann doch schloss, der unnoetigen Diskussion ueber Tests und Testrestriktionen, bis zum sozial und alterspolitischen Impfmanagement und der Diskussion ueber Lockerungen fuer Geimpfte.

Fachlich erfolgreich ist das nicht.

Trotzdem freut es mich fuer jeden, der geimpft werden kann.

@20:16 von DerOstbayer

//Es zeigt sich, dass immer mehr völlig gesunde 20-40 Jährige ohne beruflichen Hintergrund geimpft werden.//

Woher wissen Sie das?

@Am 03. Mai 2021 um 20:14 von alex.o

>>Jetzt reicht es schon im richtigen Stadtteil zu wohnen...

...um an eine Impfung zu kommen. Die Hartzer kommen dann demnächst auch noch in den Genuss der Lockerungen für Geimpfte.

Langsam geht mir wirklich die Hutschnur hoch. Der arbeitende Teil der Bevölkerung, welcher die Kosten der Pandemie durch seine Steuern im Wesentlichen finanzieren darf, kann dagegen noch Wochen oder Monate warten und sich seinen Sommerurlaub in den Wind schreiben.

Ich könnte nur noch kotzen...<<

Sie haben offensichtlich den Text nicht gelesen oder nicht verstanden.
Was Sie aber offensichtlich können, ist ihren Neid & ein wenig Hass auf andere (in diesem Fall der gemeine Hartzer) abzuwälzen.
Aber dazu gehört ja auch nicht viel.

Und wer sagt das in Chorweiler nur Hartz4 Empfänger leben? Eben, niemand. Warum? Weil es nämlich nicht so ist.
Und während Sie sich um ihren Sommerurlaub sorgen, sorgen sich Menschen dieser Siedlung, mit einer Inzidenz von über 500, um ihre Liebsten auf der Intensivstation.

@Stern2100 - Jeder Kontakt zählt.

20:28 von Stern2100:
"Das Virus wird nicht durch beengte Wohnverhältnisse weitergegeben, sondern durch das Verhalten der Menschen untereinander in ihren Vierteln."

Schätzen Sie doch mal, wer riskanter lebt: Der Hochhausbewohner, der sich mit 200 Nachbarn einen Fahrstuhl teilt oder der Eigenheimbesitzer?

@20:39 von Horas

//Letztlich profitieren dann hoffentlich alle davon, dass die Fallzahlen schneller sinken und die Lockdown-Maßnahmen wieder gelockert werden können.//

Ich bin sogar sicher, dass alle davon profitieren.

//Und gerade in Problemvierteln mit hohem Migrantenanteil könnte es auch von Vorteil sein, ein unkomplziertes und niederschwelliges Impfangebot zu haben.//

Danke, dass Sie auch diesen Aspekt erwähnen.

@Stern2100, 20:28 Uhr

Beengte Wohnverhältnisse tragen selbstverständlich auch zur Verbreitung des Virus bei, da Abstandsregeln nicht eingehalten werden können. Hinzu kommt sicherlich in Einzelfällen auch das Verhalten der Menschen untereinander. Dies erleben wir aber nicht nur in großen Wihnblocks mit mehreren Mietparteien, sondern auch bei Demos, in der Partyszene oder bei Zusammenkünften von rechts- und linksextremistischen Gruppierungen, ja auch im Deutschen Bundestag, wenn AFD-Abgeordnete demonstrativ ohne Maskenschutz eng beieinander sitzen. Wir sollten also Menschen, die aufgrund ihrer sozialen Situation ohnehin gebeutelt sind, nicht auch noch völlig undifferenziert diskriminieren.

@Mene mene tekel

"Ja sicher, aber wollen Sie dem Virus immer noch mehr Chancen einräumen".
Nein, will ich natürlich nicht. Gleichwohl halte ich die Maßnahme nicht für gerecht, weil hier ein Fehlverhalten belohnt wird. Nach dieser Logik können Sie auch dafür plädieren, Querdenker*innen privilegiert zu impfen.

Johnson&Johnson passt

Dass bei der Aktion (auch in Rheinland-Pfalz) J&J-Impfstoff verwendet wird, ist pragmatisch und sinnvoll. Wenn man nicht wissen kann, ob die Leute zum 2. Termin erscheinen, ist so eine 1-Schuss-Impfung eine gute Lösung.

Was die Aufregung über die Bevorzugung angeht, halte ich mich erstmal zurück. Ein allerletztes Mal halte ich mich an die Versprechungen unseres Bundesankündigungsministers und halte still, in der Hoffnung dass in vier bis sechs Wochen nochmal WESENTLICH schneller geimpft wird als jetzt. Ok, wählen werde ich (ex-CDU-Stammwähler), diese Partei trotzdem nicht, egal was jetzt passiert...

@20:14 von alex.o

//Jetzt reicht es schon im richtigen Stadtteil zu wohnen...
...um an eine Impfung zu kommen. Die Hartzer kommen dann demnächst auch noch in den Genuss der Lockerungen für Geimpfte.

Langsam geht mir wirklich die Hutschnur hoch. Der arbeitende Teil der Bevölkerung, welcher die Kosten der Pandemie durch seine Steuern im Wesentlichen finanzieren darf, kann dagegen noch Wochen oder Monate warten und sich seinen Sommerurlaub in den Wind schreiben.

Ich könnte nur noch kotzen...//

Ja, schreckliche Welt. Jetzt darf eine Oma mit Rollator auf Weltreise gehen oder alternativ ihre Enkel empfangen und der "Hartzer" darf schon wieder im 5-Sterne-Restaurant essen gehen, während Sie das alles mit Ihrer Arbeit bezahlen müssen. Aber kotzen Sie nur, ich spendiere auch noch einen Eimer.

@alex.o - Ich könnte nur noch kotzen..

....in Köln sind es dicht besiedelte Stadtteile
wo Mensche auf engsten Raum zusammen leben.

In den Corona Hochburgen Sachsen & Thüringen , ist dieses dann offenbar ein Hausgemachtes Problem

Am 03. Mai 2021 um 20:46 von LehrerFrankfurt

@alex o.

... und genau deswegen darf es keine Privilegien für Geimpfte geben! Wir sollten alle zusammen kotzen oder eben alle runter schlucken!
Ich kann Ihren Ärger ja verstehen, aber epidemiologisch ergibt die Aktion Sinn. U.a. deswegen sind Obdachlose in Prio 2... Der Fehler liegt doch ganz wo anders: Nämlich darin, dass es viel zu wenig solcher Busse gibt... Überall in der Stadt, vor Supermärkten, Tankstellen, Schulen, Flughäfen, Freibädern... Weiß der Geier wo noch...
__
Wenn es wirklich ab ca. Juni en masse Impfstoff gibt, sollte damit auch derart niederschwellig geimpft werden, so wie das in USA und Israel auch gemacht wurde. Für diesen Pieks braucht man, wenn endlich genügend vorhanden ist, keinen derartigen Aufwand treiben. Von mir aus als drive-in.

@Nachfragerin, 20:43 Uhr

Volle Zustimmung zu Ihrem Kommentar. Wenn die vulnerablen Gruppen als besonders schutzwürdig angesehen werden, dann muss dies letztlich auch für Infektionsherde in sozialen Problemzonen gelten. Diese Schutzmaßnahmen dienen letztlich uns allen, auch wenn die Betroffenen oft auch sehr viel Unvernunft zeigen.

@von Nachfragerin

"Schätzen Sie mal, wer riskanter lebt: Der Hochhausbewohner, der sich mit 200 Nachbarn ein Fahrstuhl teilt oder der Eigenheimbesitzer?"
Dann aber auch alle Hochhausbewohner*innen in Deutschland und auch alle Menschen, die auf den ÖPNV angewiesen sind.

20:14 von alex.o

"Jetzt reicht es schon im richtigen Stadtteil zu wohnen...
...um an eine Impfung zu kommen. Die Hartzer kommen dann demnächst auch noch in den Genuss der Lockerungen für Geimpfte.

Langsam geht mir wirklich die Hutschnur hoch. Der arbeitende Teil der Bevölkerung, welcher die Kosten der Pandemie durch seine Steuern im Wesentlichen finanzieren darf, kann dagegen noch Wochen oder Monate warten und sich seinen Sommerurlaub in den Wind schreiben.

Ich könnte nur noch kotzen..."

,.,.,.,.,

Ich mache Ihnen einen Vorschlag:

Sie ziehen um in diese Elendsviertel: dann bekommen Sie auch sofort eine Spritze.

Sie müssen nur Ihre Wohnung aufgeben, allen Komfort wegwerfen und arbeitslos werden.

Dann ist die Gefahr zwar größer, sehr viel größer, dass man Corona kriegt - aber dafür ist dann der quälende Neid auf Ärmere weg.

@20:46 von LehrerFrankfurt @alex o.

//2... Der Fehler liegt doch ganz wo anders: Nämlich darin, dass es viel zu wenig solcher Busse gibt... Überall in der Stadt, vor Supermärkten, Tankstellen, Schulen, Flughäfen, Freibädern... Weiß der Geier wo noch...//

Bisher war vor allem der Mangel an Impfstoff das Problem.
Des halbe waren Aktionen wie diese bisher auch nicht denkbar. Aber gut, dass Köln da jetzt den Vorreiter spielt.

An nichts halten und belohnt werden ???

Geht's noch? Die Zahlen sind so, weil sich die Leute nicht an Regeln halten. Und jetzt werden die bevorzugt bedient, reisen dann nach Mallorca und an den Bosporus, während die Familien und die Jungen zu Hause bleiben müssen? Denn so wie's aussieht, werden genau diejenigen, die asketisch für andere verzichtet haben, die letzten sein, die im Impfzentrum das Licht ausmachen??? Es geht nicht um Neid, es geht um Fairness und Solidarität. Das sage ich als ü60 und geimpft. Ich bin dankbar und verhalte mich genauso dankbar. Scheint für viele mittlerweile ein Fremdwort??
---
Ich fand es genauso abgeschmackt, dass Thüringen mit seinen blauen Pegida-Höchstinzidenzen plötzlich mehr Impfstoff erhalten wollte - und wahrscheinlich an den anderen BuLä vorbei auch erhalten hat. Fazit und Merke: verhalte dich möglichst regelwidrig und es wird dir geholfen???

Die Art und Weise der Impfreihen-

folgen sind mir immer mehr ein Rätsel. Das ist einfach alles nicht durchdacht. Vor allen Dingen versuchen immer wieder Mandatsträger sich gegenseitig in Bezug auf Prioritäten zu überbieten. Auch die Versorgung mit Impfstoffen ist immer noch katastrophal amateurhaft. Mein Hausarzt hat letztens 15 Impfdosen bekommen, hat aber eine Anmeldeliste seiner Patienten von fast 1000 Menschen.
Von anfangs Deutschland als Vorbild für die anderen Länder zu rühmen, ist weltweit ein verwundertes Kopfschütteln über die Unfähigkeiten unserer Politiker geworden.
Unser medizinisches Personal kann einem leidtun.

@weingasi

im drive-in oder wo auch immer! Ich gebe Ihnen völlig Recht :-)
Mein Besuch im Impfzentrum dauert in tuto 35 Minuten (danke an das Team in Hattersheim!!!) Das Durchlesen und Ausfüllen aller Formulare eine knappe Stunde! Da könnte ich kotzen, um im Jargon zu bleiben ;-)

Am 03. Mai 2021 um 20:20 von Anna-Elisabeth

Nicht nur wegen der beengten Wohnverhältnisse sondern vor allem auch deshalb, weil hier besonders viele Menschen leben, die auch jetzt in der Pandemie aufgrund ihrer Tätigkeiten (Raumpflege, Fabrikarbeit etc.) mobil sein MÜSSEN und oft auch auf den ÖPNV angewiesen sind und somit zwangsläufig viele Kontakte haben.
__
Ich bin mir nicht sicher, ob sich wenigstens die Mehrheit derer, die dort jetzt geimpft werden, auch die 2. Spritze abholen wird. Vielleicht hätte man die wenigen Tage, die es angeblich nur noch dauert, bis Johnson&Johnson zur Verfügung steht, noch warten sollen, sonst war die ganze Aktion für die Katz'.

also verbreitet sich der virus

durch wände und decken, ober weswegen infiziert man sich in hochhäusern eher als in einer einfamiliensiedlung?

@alex.o, 20:14

Ich finde es erschreckend, wie Sie hier Menschen in meinen Augen voreilig in einen Topf werfen.

Hartzer klingt zudem nach allem, aber nicht nach einem Kompliment oder auch nur einer neutralen und respektvollen Beschreibung einer Gruppen unterschiedlichster Menschen. Menschen mit Würde, unabhängig vom Geldbeutel.

20:50 von IBELIN

"Trotzdem freut es mich fuer jeden, der geimpft werden kann."

.-.-.

Das ehrt Sie.

Und tut gut, wenn andere hier aus demselben Grund kotzen.

@20:28 von Stern2100

//...sondern durch das Verhalten der Menschen untereinander in ihren Vierteln.//

Ja, es gibt auch in diesen Vierteln Menschen, über die man sich ärgern könnte. Die Mehrheit ist es nicht. Und es ist nicht die gewaltbereite Klientel, die bei Demonstrationen unsere Straßen unsicher macht und andere Menschen in gleich mehrfacher Hinsicht gefährdet.

@wasserman - beengte Wohnverhältnisse

20:42 von wasserman:
"Mein persönliches Fazit: So ein Lockdown ist totalmegaunfassbar sinnlos. Er steigert die Fallzahlen."

Kontraproduktiv sind nur solche Maßnahmen, die beispielsweise Kontakte in der Öffentlichkeit verbieten und dadurch eine Verlagerung ins Private bewirken. Dasselbe gilt für Reiseverbote, die Großstädtern aus beengten Wohnverhältnisse die Möglichkeit nehmen, ihre Kontakte zu reduzieren.

Insgesamt bringt ein Lockdown aber sehr viel, wenn er denn konsequent durchgesetzt wird.

Ich finde das Impfen in

Ich finde das Impfen in Brennpunkten sinnvoll und Klasse. Das freut mich richtig, denn wer heilt hat Recht.

@von Adeo60

"Beengte Wohnverhältnisse tragen selbstverständlich aus zur Ausbreitung des Virus bei."
Sie haben ja Recht. Aber dann müssen Sie allen Hochhausbewohner*innen oder generell allen Menschen in kleinen Wohnungen in Deutschland ein vorzeitiges Impfangebot machen.

Am 03. Mai 2021 um 20:39 von Horas

Und gerade in Problemvierteln mit hohem Migrantenanteil könnte es auch von Vorteil sein, ein unkomplziertes und niederschwelliges Impfangebot zu haben.
__
Ich wage zu bezweifeln, dass man hier flächendeckend z.B. die muslimischen(älteren) Frauen erreicht. Gerade diese wären aber wichtig für das Infektionsgeschehen, weil sich das gesamte Familienleben um sie herum abspielt und dort die Infektionen in Endlosschleife immer wieder angefacht werden.

@wasserman, 20:42

„[...] Mein persönliches Fazit: So ein Lockdown ist totalmegaunfassbar sinnlos. Er steigert die Fallzahlen.“

Aha, wie das denn?
Kann ich bei der Lage hier und anderswo am Ende nicht nachvollziehen.

@Anna-Elisabeth - Urlaub mit Hartz4

21:02 von Anna-Elisabeth:
"[...] und der 'Hartzer' darf schon wieder im 5-Sterne-Restaurant essen gehen, während Sie das alles mit Ihrer Arbeit bezahlen müssen."

Das war auch mein erster Gedanke. Urlaub kennen die Bewohner solcher sozialen Brennpunkte nur aus dem Fernsehen.

wenn sich also ein stadtviertel

an alle vorsichtsmaßnahmen hält und deswegen die inzidenz sinkt, wird man später durch späteres impfen bestraft?

@David Sechard um 20:27

>Warum?< - Falls es nicht eine retorische Frage ist, hier ein kleines Beispiel.
.
Die "Notbremse besagt, daß bei Inzidenz-Werten über 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen die nächste Stufe der Notbremse zieht. Naiv wie ich bin, habe ich unterstellt, daß die Notbremse bei 5 Tagen unter 100 sinken müßte.
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Also gehe ich auf die homepage des Landkreises und werden fündig. Allerdings ist der neueste Eintrag über 1 Woche alt. Also ab auf die Startseite meiner kleinen Stadt. Dort finde ich, daß man den Schnelltest montags von 17-20 Uhr machen kann. Der link zum Amtsblatt des LK liefert mir Infos über Tierseuchen.
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Die Startseite des Landes Bayern empfängt mit "diese Seite enthält Cookies. Wenn Sie weiter lesen akzeptieren Sie diese - mache ich natürlich nicht. Die Information des BMI ist zwar inhaltsreicher und verweist aber auf Regelungen, die nicht ausgeführt werden.
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Jetzt mal ehrlich, halten Sie das für ein nicht chaotisches Verfahren?

ist die werte frau reeker

eigentlich schon geimpft?
stellt sie sich jetzt ganz hinten beim impfen an?
hat sie auch die impfdosen ihrer lieben in diese hotspots umleiten lassen?
oder sind die alle schon geimpft worden?

Hahahaha es ist unfassbar wie

Hahahaha es ist unfassbar wie schnell einige Leute die Nerven verlieren. Jetzt von den schmarotzenden Hartzern zu sprechen, die auf Kosten der hart arbeitenden Steuerzahler geimpft werden ist im besten Fall AfD Niveau.
Lieber sollte man suf Dir schauen die zu viel Geld haben und schauen in wie fern da die Welt geprägt wird. Techkonzerne, Aktiengesellschaften, etc.
Da bin ich auch absolut bereit mich einer Diskussion hinzugeben. Aber diese hohlen Phrasen von wegen hartzer oder Flüchtlinge oder nazis oder oder oder kann ich nicht mehr hören

Höchst interessant!

Als Kölner, der nicht in Chorweiler lebt, konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen, was man gegen solche überfälligen Impfaktionen an Argumenten vorbringen könnte.

Gefunden habe ich „nur“ den Versuch, etwas zu kritisieren, was irgendwie überhaupt nicht zu kritisieren ist. Und das ist sehr nachsichtig formuliert.

Und bestätigt meine Sehnsucht nach noch viel viel mehr solcher Aktionen. Was kann es Wichtigeres geben als so viel wie möglich dort zu impfen, wo die Inzidenzen am höchsten sind?

Das muss erstens wie selbstverständlich zum Schutz für die dortigen BürgerInnen geschehen, schützt aber natürlich auch und gerade allen anderen BürgerInnen.

Es scheint an der Zeit, Impfungen für die besonders gefährdeten Individuen über die hierfür kompetenten Hausärzte zu organisieren und dann so massiv wie möglich in ganze Stadtviertel zu gehen.

Wenn die Masse an Impfstoff dies ohne große Verteilungskämpfe dies zuließe.

Was eigentlich gemeint ist

Mit „ärmere Viertel“ sind Viertel mit besonders vielen Migranten gemeint, insbesondere Moslems, nicht wahr?

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