Kommentare

Blos nicht mit Astra Zeneca

impfen, zu grosse Nebenwirkungen und zu billig. ( Ironie aus)

Es zeigt sich in Indien deutlich, dass das Risiko von Nebenwirkungen durch Vektorimpfstoffe vernachlaessigt werden kann, wenn die Alternative eine Corona Infektion ist.

Es zeigt auch, dass man preiswerte Impfstoffe braucht, wenn man Massenimpfungen schnell durchfuehren will.

Ganz vorne in Europa im Rueckgang der Inzidenzen ist Serbien. Dort hat man mit Allem geimpft was man kriegen konnte ( Pfizer, Sputnik, AZ, inaktivierter aus China) und es zahlt sich aus. Auch Impftouristen aus anliegenden Laendern inclusive EU Mitglieder wurden geimpft.

...ttestEineMeinung #Vergleichbarkeit

Bevor hier die üblichen Kommentare vorrechnen dass die Zahlen in Indien ja völlig mit unseren Vergleichbar sind:

Die Dunkelziffer dort liegt deutlich höher als bei uns.

Schon bei den Infizierten.

Aber während bei uns fast jeder Coronatote erfasst wird, muss man leider damit rechnen dass die Zahlen in Indien um ein vielfaches höher sein könnten als offiziell angegeben.

Das hat wenig mit Vertuschung zu tun.
Wer die Verhältnisse dort kennt, weiss dass sehr viele der Armen sich kaum eine medizinische Versorgung leisten können. So sterben viele ohne je getestet worden zu sein.

Hilfe für Indien

„Unterdessen sind am Wochenende zahlreiche Hilfslieferungen in Neu-Delhi angekommen. Insgesamt 40 Länder liefern medizinische Geräte, Medikamente und Schutzausrüstung. Aus Deutschland kamen am Samstag 120 Beatmungsgeräte. In dieser Woche soll zudem eine mobile Sauerstoffanlage aufgebaut werden. Dafür ist ein Team von Bundeswehr-Sanitäterinnen und Sanitätern derzeit in Neu-Delhi.“
-> Es ist „ein Tropfen auf den heißen Stein“, aber immerhin ein Tropfen, der einigen Menschen das Leben rettet (oder retten kann). Vermutlich wird man die Ausrüstung auch nur dort aufbauen können, wo entsprechende Infrastruktur vorhanden ist, also in den größeren Städten, wo die Pandemie sicherlich stärker wirkt als auf dem Land (wo man auch nicht so leicht hinkommt, wird nichts geschehen).
Armes Indien - hoffentlich ziehen sie ihre Lehren aus dieser Pandemie!

"Nicht an ihrer Beerdigung teilnehmen zu können, war schon schlimm, aber nicht in der Lage zu sein,
sie zu besuchen oder in dieser schweren Zeit bei ihr zu sein, war das Schlimmste,"
.
Wie unterscheidet sich das von jedem anderen Ort der von Corona betroffen ist ?
Auch hierzulande war es nicht möglich seine liebsten im Krankenhaus zu besuchen
oder im Alten und Pflegeheim
Wenn wie uns an Italien vor einem Jahr erinnern, Angehörige durften nicht zur Beerdigung,
In Norditalien werden die Verheerungen durch Corona zum Trauma für Hinterbliebene
so wurde damals in unseren Zeitungen geschrieben
Vielleicht sollte man das auch mal rückblickend berücksichtigen
Die menschliche Situation ist überall gleich und die Tragödien die sich daraus ergeben können

Massenversammlung erlauben und Konsequenzen ernten

Leider sind die hohen Zahlen darauf zurückzuführen wenn Religion über dem Verstand steht oder Politiker Wahlveranstaltungen vor dem Gemeinwohl stellen. Wer Massenveranstaltungen ohne Hygiene Konzepte erlaubt und tausende Menschen in riesigen Maßen zusammen kommen, in einem Land mit eh schon minderen Hygiene Standards, der provoziert das ganze.

08:47 von Wolf1905

"Armes Indien - hoffentlich ziehen sie ihre Lehren aus dieser Pandemie!"

--Ja, hoffentlich ziehen wir alle unsere Lehren aus der Pandemie:

Weltweite Probleme wie Pandemien und Klimawandel können wir nur miteinander lösen. Menschheitsprobleme kennen keine Nationen und Grenzen.

v. Zabbalodt

08:47 von Wolf1905

Es ist „ein Tropfen auf den heißen Stein“
wie sonst ?
wie kann man, selber angeschlagen, einem Land helfen, das 18 mal so groß ist wie man selbst (Deutschland)
oder zumindest 3 mal (EU)
es wird immer ausschauen wie ein Tropfen auf den heißen Stein
aber immerhin es hilft wenigstens ansatzweise

... und ob man seine Lehren zieht
in ein paar Jahren wird die Sache vergessen sein
auch die Spanische Grippe hat 50 ... 100 Mill Menschenleben gekostet
auch und vor allem in Indien
von daher sehe ich das eher nüchtern

09:01 von Bernreu

Wer Massenveranstaltungen ohne Hygiene Konzepte erlaubt
und tausende Menschen in riesigen Maßen zusammen kommen
.
hunderttausende gar Millionen !
aber darüber zu diskutieren nützt auch nichts mehr
die haben riesen Probleme am Hals,
die irgendwie gelöst bzw gemildert werden müssen
dazu noch ziemlich schnell

"Der Tod ist in Indien allgegenwärtig"

Wann ist das anders gewesen?

Zwar liegt die Lebenserwartung im Land im Schnitt bei fast 80 Jahren, aber schon in den Slums liegt diese bei unter 50 Jahren.

Wo viele Kranheiten im Umlauf sind, da kann sich auch eine weitere Krankheit aufgrund derselben Ursachen gut ausbreiten.

Der einzige Unterschied ist aktuell, dass Leute, die sonst nichts mit den Slums zu tun haben Angst bekommen, dass sie von der neuen Erkrankung betroffen sein könnten.

Wen wundert das?

Auf dem Photo oben stehen 4 Menschen näher als 2m um eine offensichtlich infizierte Frau die gelegentlich husten wird.
Wundert sich da wirklich jemand über steigende Fallzahlen?
Von Infizierten muss man sich isolieren. Ärzte und Pfleger dürfen sich nähern, wenn es medizinisch notwendig ist, aber sonst niemand. Infektionskrankheiten und Zuschauer sind einfach keine gute Kombination, selbst wenn es die eigenen Kinder sind.

@ Wolf1905

" Es ist „ein Tropfen auf den heißen Stein“" Am 03. Mai 2021 um 08:47 von Wolf1905

*

Es ist ein Zugang, um Daten über die neue Variante und ihre Ausbreitung zu bekommen.

(So hoffe ich zumindest.)

@ Wolf1905, um 08:47

“Armes Indien - hoffentlich ziehen sie ihre Lehren aus dieser Pandemie.“

Das sagt sich so einfach.
Schlagen Sie doch bitte einige Beispiele vor.
Aber bitte keine Luftschlösser, sondern realisierbare.

Sie werden sehr schnell merken, dass es mit “Lehren daraus ziehen“ sehr schnell sehr eng wird - und dazu muss man nicht mal nach Indien schauen...

09:26 von Kessl

... ähnliche Gedanken hatte ich bei diesem Bild auch, doch gleichzeitig von Dankbarkeit getragen, dass wir im Heim bei unseren Betroffenen in der Lage waren, sehr gute Schutzmaßnahmen durchzuhalten, so dass weder jemand verstarb noch ein weiterer sich infizierte ...

Armes Indien?

Die Reichen auch in diesem Land merken doch erst jetzt, daß die Armen nicht nur dazu auf der Welt sind, um ausgebeutet und ansonsten dem Kastenwesen und den Religionen überlassen zu werden. - Das Corona-Virus fragt nicht nach reich oder arm, obwohl ausreichend Essen und Trinken schon die Abwehr verbessert, ganz abgesehen vom hygienischer Wohnen. - Auch in hiesigen Landen ging das Zittern der Verantwortlichen doch erst an, als man um die eigene Schutzlosigkeit wußte. - Das Impfen ist nur Ausdruck der Hilflosigkeit vor den Folgen der weltweiten Ausbeutung des Lebens und der Idee, die Folgen immer auf die nächste Generation verlagern zu können. - Ende Gelände -

09:03 von vom Zabbalodt Kurz

09:03 von vom Zabbalodt

Kurz : stimmt !
Sollte sich jeder " hinter die Ohren schreiben ".

@ Kessl, um 09:26

“Auf dem Photo oben stehen 4 Menschen näher als 2 m um eine offensichtlich infizierte Frau die gelegentlich husten wird... Von Infizierten muss man sich isolieren...“

Da muss man sich beim Lesen Ihres Kommentars schon heftig auf die Lippen beißen, angesichts Ihrer Unfähigkeit, sich auch nur ansatzweise in die Situation der Menschen in Indien zu versetzen.

Theorie und Praxis...

Temperatur

Indien zeigt, dass diesem Coronavirus die Temperatur anscheinend egal ist. Mit anderen Worten, nur Maßnahmen (AHA, Testen, Impfen…) können diese Pandemie in ihre Schranken weisen. Allerdings dürfen wir dabei nicht vergessen, dass wenn es am Geld fehlt, keine dieser Maßnahmen möglich ist. Da hilft nur helfen.

Nicht verpixeltes Foto

Gäbe es derartige Fotos auch aus Deutschland oder müssten da die Gesichter verpixelt werden?

Grausam unmenschlich - und vermeidbar

„Was Anthony, Mitarbeiter des ARD-Studios in Neu-Delhi, durchmachte, das erleben in Indien gerade viele Familien. Ihre Lieben gehen am Coronavirus zugrunde, oft elendig und alleine“

Eine eindrückliche Vorstellung darüber, wie furchtbar die aktuelle Situation, die für die Menschen in Indien derzeit grausame Realität ist tatsächlich ist bekommt man sofort, wenn man sich den heutigen Beitrag dazu im Morgenmagazin ansieht: zdf.de/nachrichten/zdf-morgenmagazin/indien-corona-ausser-kontrolle-100.html

Man kann nur hoffen und überall auf der Welt alles in seiner Macht stehende tun, um dazu beizutragen dass diese Situation so schnell wie möglich Vergangenheit ist. Und es sich nie mehr wiederholen kann, dass Menschen elendig und alleine zugrunde gehen.

09:44 von harry_up Das ging

09:44 von harry_up

Das ging mir auch so, darum habe ich auch nicht darauf geantwortet.
Als mein Mann letztens ins KH musste, sind unsere Tochter und ich ( ja mit Maske ) auch bis zum RTW mit gegangen ( Covid19 war es nicht !), weil wir wussten, das wir ihn vorerst nicht sehen können - wegen dem Besuchsverbot.

@vom Zabbalodt um 09:03

"Ja, hoffentlich ziehen wir alle unsere Lehren aus der Pandemie: Weltweite Probleme wie Pandemien und Klimawandel können wir nur miteinander lösen. Menschheitsprobleme kennen keine Nationen und Grenzen."
-> Selbstverständlich, da gebe ich Ihnen uneingeschränkt recht; auf Indien bezogen hatte ich mehr im Hinterkopf, dass deren Gesellschaftssystem (Kastenwesen, diese Ungleichheit bei Bildungsmöglichkeiten, etc.) bei der Pandemiebekämpfung nicht förderlich ist.
Aber klar, die Punkte die Sie ansprechen (Bekämpfung des Klimawandels, der Pandemie, etc.), sind nur gemeinsam und weltweit zu meistern (aber da genau sehe ich schon große Probleme, in der GEMEINSAMKEIT...).

09:45 von Ritchi Warum

09:45 von Ritchi

Warum brauchten Sie Indien, um das mit der Temperatur heraus zu bekommen ?

Ich habe bereits die Berichte aus Südafrika, Südamerika ( besonders Brasilien ) usw. gehört/ gelesen, da ging es auch um die Temperaturen.

Aber Sie haben recht : es muss Indien geholfen werden - wenn möglich noch von anderen Ländern, denn ich befürchte die 40 Länder können das nicht schaffen.
Mit als erstes wären vielleicht Maskenlieferungen nicht das schlechteste.

@harry_up um 09:36

“Armes Indien - hoffentlich ziehen sie ihre Lehren aus dieser Pandemie.“
Das sagt sich so einfach.
Schlagen Sie doch bitte einige Beispiele vor. Aber bitte keine Luftschlösser, sondern realisierbare.
Sie werden sehr schnell merken, dass es mit “Lehren daraus ziehen“ sehr schnell sehr eng wird - und dazu muss man nicht mal nach Indien schauen..."
-> Ich kann da natürlich nichts vorschlagen - die Inder müssen schon selbst überlegen, was sie ggf. da ändern müssten. Genügend intelligente und sehr gebildete Menschen haben sie ja. Aber vermutlich wird sich da nichts ändern, weil die indische Kultur / Traditionen / Religion ... dies nicht ermöglicht oder diejenigen, die in Indien das Sagen haben, gar kein Interesse an Änderungen haben.

@ Tada, um 09:36

“Es ist ein Zugang, um Daten über die neue Variante und ihre Ausbreitung zu bekommen.
(So hoffe ich zumindest)“

Verstehe ich Ihren offensichtlich von Mitgefühl gänzlich ungetrübten Kommentar richtig, wenn ich ihn so lese:

Mag ja sein, aber immerhin hat das, was sich in Indien abspielt, für uns was Gutes...?

Sollte ich Sie missverstanden haben, entschuldige ich mich schon jetzt.

Optimistischer in die Zukunft schauen.

Neu
Am 03. Mai 2021 um 09:07 von Sisyphos3
08:47 von Wolf1905

Es ist „ein Tropfen auf den heißen Stein“
wie sonst ?
wie kann man, selber angeschlagen, einem Land helfen, das 18 mal so groß ist wie man selbst (Deutschland)
oder zumindest 3 mal (EU)
es wird immer ausschauen wie ein Tropfen auf den heißen Stein
aber immerhin es hilft wenigstens ansatzweise

... und ob man seine Lehren zieht
in ein paar Jahren wird die Sache vergessen sein
auch die Spanische Grippe hat 50 ... 100 Mill Menschenleben gekostet
auch und vor allem in Indien
von daher sehe ich das eher nüchtern
////////

Meine Güte. Können Sie auch mal 5 gerade sein lassen? DE wird immer helfen, egal welches Land gerade was braucht. Finden Sie sich damit ab.

Ich werde aus ihren Kommentare einfach nicht schlau.

Wir werden ALLe unsere Lehren aus diese Pandemie ziehen!

@Am 03. Mai 2021 um 08:47 von Wolf1905

"Armes Indien - hoffentlich ziehen sie ihre Lehren aus dieser Pandemie!"

Welche Lehren sollten das sein? Dass es besser wäre, ein modernes Industrieland mit einer funktionierenden Infrastruktur (Straßen, Elektrizität, fließendes Wasser, Abwassermanagement, Kläranlagen, Gesundheitswesen usw.) zu sein, welches nicht so dicht bevölkert ist, nicht so krasse soziale Unterschiede zwischen Arm und Reich zulässt und religiöse Gebräuche und Traditionen einschränkt, wenn eine Pandemie es sinnvoll erscheinen lässt, Menschen auf Abstand zu halten?

So etwas ist nichts, was man "mal eben" umsetzen kann. Ich bezweifele auch, dass die Mehrheit der Inder das überhaupt will, wenn der Preis die fast völlig Aufgabe dessen ist, was Indien seit vielen Jahrhunderten ausmacht, die Aufgabe viele sozialer und religiöser Traditionen, die mit dem zentralen Begriff "Karma" verbunden sind. Man reise nach Varanasi, um sich eine ungefähre Vorstellung zu verschaffen, wie unverzichtbar das für die meisten Inder ist.

um 09:45 von Ritchi

Indien zeigt, dass diesem Coronavirus die Temperatur anscheinend egal ist.

Jein. Die Temperatur hat wie bei allen Erkältungsviren sicher einen Einfluss auf die Ansteckungsrate. Warme Temperaturen bedeuten jedoch nicht automatisch, dass keine Ansteckung mehr möglich ist, sie wird nur weniger wahrscheinlich. Bei den klassischen Erkältungskrankheiten reicht das zusammen mit einer gewissen Grundimmunität aus, die Reproduktionsrate (also den sogenannten R-Wert) so weit zu drücken, dass es im Sommer zu keinen größeren Ausbrüchen kommt. Bei SARS-CoV-2 fehlt diese Grundimmunität. Dazu kommt, dass man sich in Indien großflächig nicht an Dinge wie Abstandsgebot und Hygieneregeln hält.

Impfen

Selbst Indien hat den Fehler gemacht, selbst hergestellte Impfdosen sofort in großen Mengen international zu verkaufen. Es ist verständlich, dass verdient werden wollte, aber angesichts der Lage des Milliardenstaates war es unverantwortlich von der Regierung, nicht sofort einen Exportstop anzuordnen vergleichbar den USA. Indien ist doch sonst -zu recht- nicht zimperlich mit Patenten und Generikaherstellung, wenn es um Gesundheitsmaßnahmen im eigenen Staat geht.

Und diese UNO Aktion Covax sollte ihre moralischen Argumente endlich gegenüber tatsächlichem Bedarf abklopfen, Staaten wie die USA und Indien handeln durchaus nicht egoistisch, sondern befinden sich im Notfallmodus!!!

Vor etwa einer Woche...

.. wurde hier beklagt, daß unsere hiesigen Intensivabteilungen kurz vor dem Zusammenbruch stehen. Wie ist es dann noch möglich, Personal und Material mit einem erheblichen Aufwand nach Indien zu schicken ?

Impfstoffe in Indien

In den Kurzmeldungen steht die Nachricht, dass der Pfizer-Chef mit der indischen Regierung verhandelt, seinen Impfstoff doch bitte schnell zuzulassen, die Unterlagen seien seit Monaten eingereicht.

Mir ist klar, dass es in Indien zum Teil schwierig sein dürfte, die nötige Infrastruktur für die Kühlkette zuverlässig zu betreiben. Aber eben nur zum Teil: Indien ist ein High-Tech-Land mit zum Teil sehr wirtschaftsstarken Branchen, in denen hunderte Millionen Menschen arbeiten. Für diese großen Teile der Bevölkerung gibt es schon eine medizinische Infrastruktur, die alles nötige für die Verwendung des Biontech-Impfstoffes leisten kann. Dass die indische Regierung trotzdem den Impfstoff nicht einmal zugelassen hat, ist mehr als fahrlässig. Selbst der hohe Preis kann da kein Killerkriterium sein: Es dürfte Millionen Menschen in Indien geben, die diese Impfung aus eigener Tasche bezahlen können und dann den Ärmeren nicht die anderen Impfstoffe wegnehmen.

@Ritchi

In Indien ist es eher die hohe Luftfeuchtigkeit in Verbindung mit hohen Temperaturen. Da freuen sich Bakterien, Viren und Pilze immer!

Aktuell sieht man es ja bei uns: Kaum setzt sich frühlingshaftes Wetter durch, sinken die Infektionszahlen fast von alleine. Dazu profitieren wir gerade im Frühjahr von relativ trockener Luft, weil diese noch nicht in der Lage ist, Feuchtigkeit in hohen Mengen aufzunehmen.

Sehe ich diese schlimmen

Sehe ich diese schlimmen Bilder zu den enormen Zahlen an Infizierten und Toten, höre dann aber in Diskussionen zur Problemlösung, dass der limitierende Faktor zur Hilfe, das fehlende Geld ist, fallen mir die Zahlen ein, die ich letzte Woche in meiner Tageszeitung zu einem ganz anderen Thema gelesen habe und wo Geld überhaupt keine Frage ist. Es geht darum, dass z.B die USA alleine im noch Trump-Jahr 2020 einen Militärhaushalt von, Achtung, 750 Milliarden € ausgegeben hat, so viel wie die nächsten 10, wo u.a. China, Russland, Great Britain 2 bis 4 Plätze besetzen. Zusammen geben diese zehn dann noch einmal 750Milliarden aus, was in Summe 1,5 Billionen nur in einem Jahr ergab. Das ganze, damit ein paar Oberkranke ihre Machtspielchen gegen uns Restemenschen spielen können. Und dafür soll man zulassen, dass Geld fehlt, um Menschen zu retten? Das kann und darf nicht länger so weitergehen. Immerhin könnten/müssen wir das ändern! Warum gibt‘s da keine Freitagsdemos?

@ um 10:03 von ich1961

"09:45 von Ritchi

Warum brauchten Sie Indien, um das mit der Temperatur heraus zu bekommen ?
…"
Nein, ich brauche hierfür nicht Indien, ich nehme Indien nur als ein Beispiel, das gerade ganz aktuell ist, um den Unsinn hinsichtlich des oft und auch heute noch hoch gepriesenen Hochtemperatur – Götzen zu widerlegen.
Sicherlich hat die Temperatur einen Einfluss, der ist jedoch so gering, dass man ihn vorliegend nicht diskutieren braucht.

Neu Am 03. Mai 2021 um 09:07 von Sisyphos3

,,... und ob man seine Lehren zieht
in ein paar Jahren wird die Sache vergessen sein
auch die Spanische Grippe hat 50 ... 100 Mill Menschenleben gekostet
auch und vor allem in Indien
von daher sehe ich das eher nüchtern."

Den Sterbenden auf den Straßen wird es ziemlich egal sein, wie nüchtern Sie sind und auch in ein paar Jahren wird man sich an die Folgen der Pandemie erinnern, alleine die, die im Gegensatz zu Ihnen die eine oder den andere(n) Freund(in) oder Verwandte verloren haben. Woran sich niemand erinnern wird, sind die Phrasen der Relatvierer, die erst mal alle Geschehnisse durch sich und auf sich beziehen, um Urteile zu vollstrecken über ferne Menschen, von denen sie keinen Schimmer haben, aber immer eine Meinung und einen Kommentar aus der Hosentasche. Ich begebe mich freiwillig in diese denkwürdigen Diskussionen, die oft nahe am Ekelreiz sind und freue mich, das am Tag der Meinungsfreiheit mitgestalten zu können, wozu auch das Aushalten emphatiefreier Beiträge gehört...

In Neu Delhi ...

... ist die Lage schlimm.

Leider werden auch im ZDF immer wieder die gleichen Orte und Krankenhäuser in Neu Delhi gezeigt. Der Bericht dazu unterscheidet sich.

Leider fehlen bisweilen genaue Kenntnisse, was wirklich los ist.

Dazu sollten die Berichterstatter-Teams auch andere Orte in Indien aufsuchen, und auch von dort berichten.

@ Ritchi um 09:45

>Indien zeigt, dass diesem Coronavirus die Temperatur anscheinend egal ist<

Nicht wirklich. Allerdings sind ärmliche enge lebensverhältnissse extrem Vorteilhaft für das Coronavirus.
Und Wärme ist nicht gleich Wärme.
Wenn sie ihr Wohnzimmer auf 30 grad aufheizen bevor sie sich mit ihren Infizierten Freunden treffen wird der Schutzeffekt sehr gering sein.

Die geschätzten 20% unterschied die Wärme und Sonneneinstrahlung hierzulande machen würden hätte uns, zusammen mit den Maßnahmen die damals in Kraft waren, schon vor einem Monat sinkende Inzidenzen gebracht.
Aber wir sind weder klimatisch, noch von der Sozialstruktur, und schon gar nicht von den Maßnahmen her Indien.

@ und-nachts-da-ruft

Ich wiederhole mich immer wieder sehr gerne: Die Temperatur spielt als Faktor eher keine so große Rolle. Es ist die Luftfeuchtigkeit, die den entscheidenden Faktor darstellt. Denn wie alle Lebensbausteine auf diesem Planeten brauchen die bisher bekannten Viren Feuchtigkeit zum Überleben. Deswegen kommt es auch immer wieder in tropischen Regionen zu einem Ausbruch von Seuchen, genauso wie auch bei uns die Kühlräume der Großschlachtereien super als Infektionsherde fungierten.

Am schlechtesten ist es allerdings, wenn neben Feuchtigkeit auch noch hohe Temperaturen hinzukommen, dann vermehrt sich die Virenpopulation nämlich explosionsartig! Und das ist im Moment das Problem in Indien. Da können Sie und andere gerne den totalen Lockdown verlangen, jedoch wird der nichts mehr bringen. Den hätte es viel früher bedurft! Mittlerweile ist nämlich die Infektion in Indien nicht mehr "containable". Ein Lockdown würde das Sterben nur in die Familien und in die Innenräume verlagern.

Wenn alle Krankenhausbetten in Neu Delhi belegt sind ...

... und so viel Menschen nicht versorgt werden können, dann gibt es offensichtlich nicht genügend Krankenhauskapazitäten in Neu Delhi.

In D wurden deshalb Corona-Infizierte aus den Kreisen mit hohen Krankenhausbettenauslastungen in andere Kreise oder gar Bundesländer transportiert, un dort in die Krankenhäuser verlegt, da dort eine niedrige Krankenhausbettenauslastung zu verzeichen war.

In Neu Delhi (in ganz Indien) stellt sich somit die Frage, wieso das Modell in D in Indien überhaupt nicht anwendbar ist.

Und es wäre mittels Berichterstattung interessant zu erfahren, wieso die Produktion mit reinem Sauerstoff (Industriegas, Einweisung mit dem Umgang erforderlich) + Befüllung + Sauerstoffdruckflaschen (ca. 240bar) in ganz Indien so kläglich ist, dass die Menschen - für den Eigenbedarf und der Eigenanwendung - nicht damit versorgt werden können.

Am 03. Mai 2021 um 08:40 von BILD.DirEinDuHä...

Bevor hier die üblichen Kommentare vorrechnen dass die Zahlen in Indien ja völlig mit unseren Vergleichbar sind:
-----------------------------------------------
Tatsächlich ist es aber nun mal so, dass nur vorhandene Zahlen miteinander verglichen werden können. Natürlich gibt es eine hohe Dunkelziffer, in einem Land mit 1,4Mrd Einwohnern.
Und ja ein Vergleich ist dennoch angebracht. Bei uns starben 1244 Menschen an einem Tag an oder mit Corona. Um diesen Wert zu toppen, müssten in Indien mehr als 20.000 Menschen an einem Tag sterben-das geben auch alle Dunkelziffern und Vermutungen nicht her.
Jedes Opfer ist beklagenswert und das will ich damit auch gar nicht relativieren-die alarmistischen Schlagzeilen finde ich allerdings übertrieben, da wir in der EU betreffs Opferzahlen viel schlechter dastehen, als Indien.

Sicher überbietet Indien

zahlenmässig alle anderen Länder. Aber Tod und Leid herrscht wegen Corona überall: Brasilien, USA, Europa..Ich denke nicht, dass es im Grunde genommen in einem bestimmten Land "schlimmer" als anderswo ist. Denn wenn man selbst betroffen ist..

@ harry_up

"Verstehe ich Ihren offensichtlich von Mitgefühl gänzlich ungetrübten Kommentar richtig, wenn ich ihn so lese:

Mag ja sein, aber immerhin hat das, was sich in Indien abspielt, für uns was Gutes...?" Am 03. Mai 2021 um 10:07 von harry_up

*

Was für eine quere Deutung!

Erstens: Von Mitgefühl können sich auch Inder nichts kaufen. Da hilft auch kein Klatschen und keine Regenbogen im Fenster.

Zweitens: Es gibt nichts "Gutes". Es gibt eine die indische Variante des Virus, die auch hier bereits angekommen ist und diese breitet sich in Indien massiv aus.
Sowohl wir als auch Indien können von den Daten nur profitieren.

Ich entschuldige mich. Ich habe eine wissenschaftliche Ausbildung, da guckt man erstmal auf die Ergebnisse der Arbeit und nicht darauf, ob man Herzen gewinnen kann. Schlimmer als "schlecht gemacht" ist nämlich nur noch das "gut gemeint".

Der Schein trügt

um 11:19 von Hanno Kuhrt:
"-die alarmistischen Schlagzeilen finde ich allerdings übertrieben, da wir in der EU betreffs Opferzahlen viel schlechter dastehen, als Indien."
.
Eben nicht.
Indien steht schon bei einer 100er-Inzidenz -oder noch viel geringer- am Abgrund. Dort finden die Menschen keine ausreichende med. Versorgung mehr. Das macht die Lage so "arlamistisch", wie Sie die Schlagzeilen nennen.
Und es wird schlimmer.

10:26 von Quakbüdel Im

10:26 von Quakbüdel

Im Artikel vom 01.05.2021 dazu hier auf TS steht folgendes :

**"An Bord ist auch Sanitätspersonal, das den Betrieb einer Anlage zur Herstellung von Sauerstoff vorbereiten soll", sagte ein Sprecher Nachrichtenagentur dpa. Dieses Team umfasse 13 Mitarbeiter. Sie sollen in Indien Personal des örtlichen Roten Kreuzes einweisen und dazu 14 Tage im Land bleiben.**

Die Bezeichnung " Sanitätspersonal " bedeutet mMn Bundeswehrbedienstete.
Aber selbst wenn Ihre Befürchtung richtig wäre und es wäre Krankenhauspersonal nach Indien geflogen worden - was wäre denn dann Ihrer Meinung nach ? Ein Drama das das geht oder einfach nur super, das es möglich gemacht wurde ?

@ 0_Panik, um 10:55

“Leider fehlen bisweilen genaue Kenntnisse, was wirklich los ist.“

Mal ehrlich:

Reichen Ihnen die Bilder, Zahlen und Berichte nicht?

Was erwarten Sie denn, wie es in noch bescheideneren Orten in Indien zugeht?
Sie können sicher sein, wenn die Lage, wie Sie selbst schreiben, in Neu Delhi schlimm ist, dann ist sie in Orten noch weiter abseits der Zivilisation noch deutlich verheerender.

Also hören Sie bitte auf mit Ihren Erwartungen von Schilderungen aus anderen Orten, das haben Sie bereits mehrfach gefordert.

Kein Kommentar

um 10:07 von harry_up
@ Tada, um 09:36
“... /...
Sollte ich Sie missverstanden haben, entschuldige ich mich schon jetzt."
Dann ist in Ihrem Falle Schweigen gold.

10:37 von M. Höffling // Mir

10:37 von M. Höffling

// Mir ist klar, dass es in Indien zum Teil schwierig sein dürfte, die nötige Infrastruktur für die Kühlkette zuverlässig zu betreiben. //

Dazu steht in der Ärzte Zeitung :
**Der Corona-Impfstoff von Pfizer und BioNTech lässt sich auch in einem handelsüblichen Kühlschrank aufbewahren – ohne gleich an Stabilität zu verlieren, so das Mainzer Unternehmen.**

"https://www.aerztezeitung.de/Wirtschaft/BioNTech-gibt-in-Sachen-Impfstoff-Kuehlung-Entwarnung-415201.html"

Aber das der Impfstoff in Indien noch nicht zugelassen wurde, ist ein Manko und sollte schnellst möglich geändert werden.

Ich denke, wir in Europa und andernorts sind nicht weniger religiöse oder gläubige Menschen als jene in Indien. Und auch wir mussten tiefe Einschnitte wegen der Pandemie hinnehmen. Die indische Regierung hat einen Topf aufgemacht, der hieß: Religion ist wichtiger als Infektionsschutz. Und hat zugelassen, dass Massen im Ganges badeten und Religion ausübten. Nun kassieren die Gläubigen wie ihre Angehörigen den Ausbruch einer Pandemie, die wie eine Apokalypse daher kommt. Nun sind die Beweise geliefert, welche unfassbare Fehlentscheidung da gelaufen ist und vorher auch von den für mich teils naiven Menschen blindlings gefordert worden war. Leiden müssen alle. Geklaute Sauerstoffflaschen und marode Kliniken zeigen aber auch, dass dieses zahlenmäßig große Volk weit entfernt davon ist, diese Pandemie in den Griff zu bekommen. Und die Mutationen kreisen um den Globus.

@ 0_Panik, um 11:16

Ihr pseudowissenchaftliches Interesse ist eher peinlich, und es ist gespielt.

Wenn Sie wahrhaftig Genaueres über die Sauerstoffversorgung an indischen Krankenhäusern wissen wollen, dann bemühen Sie eine Suchmaschine.

Und bitte unterlassen Sie derart gespielt dumme Fragen, wieso man in Indien Corona-Infizierte nicht einfach in Krankenhäuser mit niedriger Krankenhausbettenbelastung verlegt - wie in Deutschland.

Lesen Sie den Artikel besser noch einmal gründlich, am Ende schlagen Sie noch vor, man möge in Indien Ihren berühmten “Plan B“ mit den Corona-Hotels übernehmen.
Zumal man hier ja nicht auf Sie hören wollte.

Herdenimmunisierung fehlgeschlagen

um 10:25 von eli:
"Selbst Indien hat den Fehler gemacht, selbst hergestellte Impfdosen sofort in großen Mengen international zu verkaufen..."
Indien hatte ursprünglich gar nicht geplant, die gesamte Bevölkerung zu impfen. Nur Ärzte und andere "wichtige" Personen. Indien hatte auf Herdenimmunisierung gesetzt, was aber nicht funktioniert. War im Bericht der gestrigen Tagesthemen.
Ein waghalsiges Experiment mit fast 20% der Weltbevölkerung in meinen Augen.

@ Tada, um 11:25

re @ harry_up

Da scheint Ihnen während Ihrer wissenschaftlichen Ausbildung der Begriff Empathie nicht untergekommen zu sein.
Auch wenn ich an Klatschen und was weiß ich nicht mal annähernd gedacht habe...

Wieso war das bei mir anders, auch ich habe eine solche Ausbildung und habe im Fachbereich Cytologie promoviert, aber der Ihre war da offensichtlich ergebnisorientierter.

Der letzte Abschnitt Ihres Kommentars ist inhaltsleer, trotz Ihrer “Erklärung“.

Hanno Kuhrt 11:19

Da hast du völlig Recht.
Die medialen Übertreibungen lassen den informierten Leser verwundert zurück.

11:16 von 0_Panik

«Wenn alle Krankenhausbetten in Neu Delhi belegt sind … und so viel Menschen nicht versorgt werden können, dann gibt es offensichtlich nicht genügend Krankenhauskapazitäten in Neu Delhi.»

Ja … das ist so. Gesundheitssysteme in allen Ländern sind aber nie darauf ausgerichtet, im akuten Katastrophefall 10-fach oder noch (x höhere Kapazitäten aus dem Hut zu zaubern.

«In D wurden deshalb Corona-Infizierte aus den Kreisen mit hohen Krankenhausbettenauslastungen in andere Kreise oder gar Bundesländer transportiert, un dort in die Krankenhäuser verlegt, da dort eine niedrige Krankenhausbettenauslastung zu verzeichen war.
In Neu Delhi (in ganz Indien) stellt sich somit die Frage, wieso das Modell in D in Indien überhaupt nicht anwendbar ist.»

Indien planlos. Die großen und fähigen Krankenhäuser im Land sind in den großen Städten. In die Wüste Gobi fliegt man niemand zu Behandlung.

«Sauerstoff … kläglich … warum?»

Indien planlos. Weil Bedarf schlagartig gigantisch wurde & ist.

Nun ja

Die Rede ist von mehr als 3700 Personen, die täglich mit oder an COVID-19 versterben. Die absoluten Zahlen klingen natürlich erst einmal erschreckend, aber setzt man sie ins Verhältnis zu den fast 1,4 Milliarden Einwohnern Indiens, relativieren sich diese sehr schnell. Laut Statista beträgt der Sieben-Tage-Schnitt der Sterberate je eine Million Einwohner in Indien etwa 11,2. Zum Vergleich: In Deutschland beträgt die Sterberate 16,5.

Die

Bevölkerungszahl in Indien ist in den letzten 20 Jahren um ca. 30% gewachsen. Es leben dort über 450 Menschen pro Quadratkilometer (zum Vergleich: im schon dicht besiedelten Deutschland sind es 230).
Das und die Lebensumstände der meisten Menschen in Indien befeuern sicherlich die Verbreitung von COVID extrem. Ausreichendes Abstandhalten ist dort vermutlich vielfach einfach nicht möglich, Kontaktbeschränkungen nicht einhaltbar, weil der Lebensunterhalt gesichert werden muss.
Langfristig muss sich also die indische Bevölkerungs- und Versorgungspolitik substantiell ändern.

Die Ernte des lockeren Krisenmanagements

um 09:01 von Bernreu
"Massenversammlung erlauben und Konsequenzen ernten..., der provoziert das ganze."
.
'Forcieren' trifft es vielleicht noch besser. Das Virus hat in Indien ja kaum Gegenwehr zu befürchten. Im Gegenteil. Für seine Verbreitung wird mehr zugelassen als dagegen angekämpft. Hier ist der lockere Umgang mit der Pandemie und die Fehleinschätzung der Wirkung einer geplanten Herdenimmunisierung d. größte Infektionstreiber.
Das müsste dort inzwischen erkannt worden sein. Allein das hilft aber nicht mehr. Eigene Gegenmaßnahmen werden nun viel zu spät, wenn überhaupt 'messbar' Wirkung zeigen können. Und die Hilfe von außen dürfte noch viel massiver ausfallen müssen, möchte man das Infektionsgeschehen in den Griff bekommen.
Auch für Indien gilt : Impfen, was das Zeug hält. Jeder Impfstoff ist besser als die einzig mögliche Alternative: eine Covid-Erkrankung mit Langzeitfolgen oder anschließendem Tod.
Die zukünftigen Long-Covid-Patienten in Indien dürfte in die Millionen gehen.

Sternenkind

Völlig richtig.
Die absolute Zahl sagt überhaupt nichts aus.
Dass es bei uns schon schlimmer aussah, macht die Sache aber leider auch nicht besser.

Vergleichbarkeit?

Jedes Land ist im Grunde ein Fall für sich.

Betrachtet man nur Indien, so spricht doch einiges dafür, dass auch hier ein Versagen der Regierung vorliegt.

Spätestenz Anfang März hätte der Welle durch klare Maßnahmen entgegengetreten werden müssen. Auch jetzt sind die Maßnahmen noch halbherzig. Es hat den Anschein als toleriere diese Regierung den Verlauf weitgehend.

In jedem Fall zeigt der Verlauf der Inzidenz, was bei ungehinderem Verlauf einer Infektionswelle geschieht.

@ 10:58 von RoyalTramp

Man muss unterscheiden zwischen Pilzen / Bakterien auf der einen und Viren auf der anderen Seite.

Pilze / Bakterien haben einen Stoffwechsel und "leben" daher im klassischen Sinne. Je nach Spezialisierung mögen sie Licht oder Schatten, Kälte oder Wärme, ein trockenes oder feuchtes Millieu.

Viren leben nicht, da sie keinen Stoffwechsel besitzen, sie sind für ihre Vermehrung auf Wirtszellen angewiesen.
Die meisten Viren können in einer kalten, luftdicht abschlossenen Umgebung extrem lange überdauern (die Gefriertruhe stellt daher kaum eine Gefahr für Covid-Viren dar).
Die Hauptfeinde von Covid (und den meisten Viren) sind UV-Strahlung (wirkt desinfizierend), frische Luft (wirkt ebenfalls desinfizierend) und Seife.

Studien aus den USA haben beispielsweise ergeben dass 30 Minuten Bewegung an der frischen Luft bei einer Infektion die Gefahr eines schweren Verlaufes deutlich reduzieren. Im eigenen Mief daheim in Quarantäne zu sitzen ist eher ein Schubser in Richtung Krankenhaus.

10:10 von Der_Europäer

Ich werde aus ihren Kommentare einfach nicht schlau.
.
aus was werden sie nicht schlau ?

dass wir helfen müssen ?
dass unsere Möglichkeiten der Hilfe aber nicht überbewertet werden sollten
wenn ich mit meinem Golf im Graben liege ist es ein leichtes für nen Leopard Panzer mich da rauszuziehen
umgekehrt wird es schon schwieriger ... klar ?
und dass wir alle unsere Lehren aus diese Pandemie ziehen,
gerade das bezweifle ich
oder was hat der Bankenchrash vor 14 Jahren bewirkt ?
weitermachen wie bisher so wie ich das sehe
aber beim Thema zu bleiben, die Spanische Grippe Pandemie vor 100 Jahren
was hat man daraus gelernt aus 50 ... 100 Mill Toten

Völlig falscher Vergleich

um 13:17 von Sternenkind
"... Nun ja...
Die absoluten Zahlen klingen natürlich erst einmal erschreckend, aber setzt man sie ins Verhältnis zu den fast 1,4 Milliarden Einwohnern Indiens, relativieren sich diese sehr schnell."
.
Schon wieder so ein unüberlegter Vergleich.
Indien ist schon bei deutlich niedrigeren Infektionsraten verglichen mit EU oder D mit der Gesundheitsversorgung am Ende. Soviel zu Ihrem relativierenden " Nun ja".
Sie versuchen Zahlen zu interpretieren, die Sie nicht verstehen:
"... Laut Statista beträgt der Sieben-Tage-Schnitt der Sterberate je eine Million Einwohner in Indien etwa 11,2. Zum Vergleich: In Deutschland beträgt die Sterberate 16,5."
Und deshalb ist das jetzt in Indien nicht so schlimm, nicht wahr?
Falsch, die absoluten Zahlen sind sehr wohl schlimm.
"Nun ja", mich kriegen da keine zehn Pferde hin.

@harry_up

"Da scheint Ihnen während Ihrer wissenschaftlichen Ausbildung der Begriff Empathie nicht untergekommen zu sein" Am 03. Mai 2021 um 13:03 von harry_up

*

Das ist eine Unterstellung Ihrerseits, weil Sie die Vorgehensweise und den Nutzen aus den Daten nicht verstehen (wollen? können?).

Im Studium gibt es Ethik. Zumindest hatte ich das, weil das in meinen Fächern Anthropologie und Humangenetik aufgrund der deutschen Geschichte Pflicht ist (zumindest war es das).

Ich bin mir sicher, dass Indien mehr mit gut gemachten Datenanalyse und -austausch geholfen ist, als mit Ihren gut gemeinten Empathie-Bekundungen.

12:40 @ ich1961 10:26 @ Quakbüdel

12:40 @ ich1961
10:26 @ Quakbüdel

Warum lesen Sie beide den Artikel nicht, den Sie kommentieren?

"... In dieser Woche soll zudem eine mobile Sauerstoffanlage aufgebaut werden. Dafür ist ein Team von Bundeswehr-Sanitäterinnen und Sanitätern derzeit in Neu-Delhi. ..."

Also kein Personal der Intensivmedizin.

Trotzdem enorm wichtig, und
Geräte haben wir genug.

an Tada um 11:25

"Von Mitgefühl können sich auch Inder nichts kaufen
Ich habe eine wissenschaftliche Ausbildung, da guckt man erstmal auf die Ergebnisse der Arbeit und nicht darauf, ob man Herzen gewinnen kann. Schlimmer als "schlecht gemacht" ist nämlich nur noch das "gut gemeint".

Es soll wissenschaftlich ausgebildete Menschen geben, die Mitgefühl besitzen und sich nicht hinter einer abstoßenden Gefühlskälte verstecken. "Gut gemeint" kann schließlich auch gut gemacht heißen. Der Gegensatz dieser Floskel ist konstruiert.

@09:01 von Bernreu - Massenveranstaltungen

Zitat: "Leider sind die hohen Zahlen darauf zurückzuführen wenn Religion über dem Verstand steht ...... "

Zitat weiter "Wer Massenveranstaltungen ohne Hygiene Konzepte erlaubt und tausende Menschen in riesigen Maßen zusammen kommen, .... , der provoziert das ganze."

Wieso komme ich auf den Gedanken, dass Sie hier über Querdenker Demos reden?

Zahlen über Zahlen, und doch nicht zu vergleichen

Um 14:40 von Bender Rodriguez
"Sternenkind
Völlig richtig.
Die absolute Zahl sagt überhaupt nichts aus.
Dass es bei uns schon schlimmer aussah, macht die Sache aber leider auch nicht besser."
.
Hier hilft kein Vergleich a la "bei uns war's schon mal schlimmer", zumal das auch noch völlig falsch ist. Wann war es bei uns schonmal schlimmer als jetzt in Indien?
Und der Peak ist in Indien noch nicht erreicht.
Versuchen Sie nicht, solange hin und her zu rechnen, bis da irgendein Vergleich von Zahlen oder Verhältnissen rauskommt. Das ist alles ohne Aussagekraft.
Indiens Gesundheitssystems ist das Bottleneck. Da können Sie ja mal anfangen, Zahlen herauszufischen.
Dann werden Sie feststellen, dass schon bei uns "rosige" Inzidenzien in Indien zu einem Drama führen.

Es scheint so, dass

Es scheint so, dass populistische Regierungen mit Pandemien nicht umgehen können. Man darf gespannt sein, wie die Regierung Modi jetzt weiter reagiert.

Mediale Aufmerksamkeit - In Brasilien...

In Brasilien ist übrigens in den letzten Monaten sehr Ähnliches abgelaufen wie jetzt in Indien, und es läuft immer noch. Da hat halt nur keiner mehr hingekuckt.

Mediale Aufmerksamkeit, auch die des Publikums, ist halt nicht vermehrbar, auch nicht beliebig teilbar, sondern kann nur mal hierhin, mal dorthin gelenkt werden. Es laufen ja gerade auch Spendenaufrufe für Indien. Deshalb sag ich einfach mal: Brasilien dabei bitte nicht vergessen. Und die, für die meine eigene Aufmerksamkeit in den letzten Monaten nicht gereicht hat und die ich deshalb jetzt nicht aufzählen kann...

Parsec 14:44

Wieder so ein Versuch, deine Meinung als alternativlos hinzustellen.
Sternenkind liegt völlig richtig. Da gibt es nichts dran zu mäkeln.

an Tadaum um 14:49

"Ich bin mir sicher, dass Indien mehr mit gut gemachten Datenanalyse und -austausch geholfen ist, als mit Ihren gut gemeinten Empathie-Bekundungen."

Schließt das eine das andere aus.?

Parsec

Die toten kann man schon vergleichen. Denen hilft auch ein Krankenhaus nichts mehr. Und im Verhältnis hatten wir mehr Tote.
Worauf willst du uns hinweisen?

Direkte Vergleiche nicht möglich

Um 14:42 von logig
Vergleichbarkeit?
"Jedes Land ist im Grunde ein Fall für sich."
Richtig.
.
"... Indien,... Versagen der Regierung."
Richtig.
.
"Spätestenz Anfang März... Maßnahmen"
Richtig.
.
"Auch jetzt... noch halbherzig. Es hat den Anschein als toleriere diese Regierung den Verlauf weitgehend."
Sehe ich auch so. Religion über alles, nach mir die Sintflut und Wiederauferstehung.
.
"In jedem Fall zeigt der Verlauf der Inzidenz, was bei ungehinderem Verlauf einer Infektionswelle geschieht."
Und zu berücksichtigen ist, dass selbst ein aus unserer Sicht niedriges Infektionsgeschehen 7/100.000, wo wir schon Öffnungen umsetzen dürfen sich in Indien bereits verheerende Auswirkungen zeigen.

@und dass wir alle unsere Lehren 14:43 von Sisyphos3

"aus diese Pandemie ziehen,
gerade das bezweifle ich
oder was hat der Bankenchrash vor 14 Jahren bewirkt ?
weitermachen wie bisher so wie ich das sehe"

So sehen das Pessimisten oder Menschenverächter,
vielleicht sogar Menschenkenner?

Es ist Allgemeinwissen, dass der Mensch 'unter Angst' zu Irrationalem tendiert.
Aber normalerweise lernt er daraus,
dazu zwingt schon die 'Logik' der Evolution.

Und er wird auch aus dieser größten Pandemie
seit der Spanischen Grippe lernen.
Also kein Grund sich hinter Allgemeinfloskeln der Solidarität zu entziehen.

@ Tada, um 14:49

re @harry_up

Seien Sie versichert:
Ich könnte, wenn ich denn wollte, “die Vorgehensweise und den Nutzen aus den Daten“ verstehen, dazu langt es.

Ich versuche es nochmal, Ihnen zu erklären, weshalb ich meinen Kommentar so formuliert habe:

Da ist ein Foto, auf dem eine offensichtlich schwerkranke Frau mit einem jungen Mann zu sehen ist, der vollkommen verstört schaut.
Daneben steht, dass die Menschen “zu Hause, im Krankenhaus und auf der Straße sterben“.

Und Sie ziehen dann in Ihrem Kommentar irgendwelchen Nutzen in Form von “Daten über die neue Variante und ihre Ausbreitung“ aus dem, was sich abspielt...

Ja, kann man - aber es ist angesichts dessen, wie i c h den Artikel lese, nach wie vor geschmacklos.

14:59 von M. Höffling

In Brasilien ist übrigens in den letzten Monaten sehr Ähnliches abgelaufen wie jetzt in Indien, und es läuft immer noch. Da hat halt nur keiner mehr hingekuckt.
.
was wollen sie damit andeuten :-)
man meistens auf die Medien angewiesen ist
die dem Bürger sagen was wichtig und was weniger wichtig ist

übrigens die meisten Toten pro 1 Mill Einwohnern gab es in Tschechien mit 2.700
gefolgt von Belgien/Italien/Brasilien mit 2.000

Massenveranstaltungen

um 15:05 von Ernst Graeber
09:01 von Bernreu
"Ich bin auch der Meinung das die Politik dort ohne Sinn und Verstand handelt. Zu erlauben das es Massenveranstaltungen gibt ohne AHA-Regeln. Ob es Tradition und Brauch ist, ist völlig egal. Jetzt zahlen die Erkrankten die Zeche dafür."
Und zwar mit ihrem Leben.
Und sollten sich in Indien durch das Chaos noch sog. Escape-Varienten bilden, auf die es dann keine Immunantwort mehr gibt, wird es ganz finster.
Dann zahlen die Zeche nicht nur die Erkrankten.

15:14 von artist22

So sehen das Pessimisten oder Menschenverächter,
vielleicht sogar Menschenkenner?
.
keine Ahnung !
aber können sie mir sagen was sich seither änderte ?

@ Bender Rodriguez, um 15:08

re @ Parsec

“Und im Verhältnis hatten wir mehr Tote.“

Wäre interessant zu erfahren, woher Sie das so sicher wissen.

Im Artikel, dem ich da mehr glaube, steht etwas von einer riesigen Dunkelziffer, von der man bei uns ganz sicher nicht reden kann.

Und damit sind nicht ein- oder zweitausend gemeint...

15:14 von artist22 (Nachtrag)

Und er wird auch aus dieser größten Pandemie
seit der Spanischen Grippe lernen
.
was bringt sie jetzt zu dieser Annahme ?
wären 50 oder 100 Mill Tote damals nicht Grund genug zum Umdenken gewesen
also was hat sich seither getan, 100 Jahre Zeit hatte man ja

Sinnloses Relativieren

um 14:59 von Bender Rodriguez
Parsec 14:44
"Wieder so ein Versuch, deine Meinung als alternativlos hinzustellen.
Sternenkind liegt völlig richtig. Da gibt es nichts dran zu mäkeln."
.
Nein.
Das Ausmaß i. Indien ist ein danz anderes als das bei uns.
@Sternenkind: "Die absoluten Zahlen klingen natürlich erst einmal erschreckend, aber setzt man sie ins Verhältnis zu den fast 1,4 Milliarden Einwohnern Indiens, relativieren sich diese sehr schnell."
.
Was ist das für eine Aussage?
Alles im Rahmen?
Das sehen aber nur Sie!

um 14:43 von Sisyphos3

,,...und dass wir alle unsere Lehren aus diese Pandemie ziehen,
gerade das bezweifle ich
oder was hat der Bankenchrash vor 14 Jahren bewirkt ?..."

Ich hatte es schon geahnt. Ein Virus hatte die Banken erwischt und die ganzen Mc Häusle - Pusher in die Immobilienblase gezogen.

Ich blicke oft nicht bis zum Ende durch, wenn die zwei von der ,,Anstalt" an ihren Flip - Charts die evidenten Zusammenhänge erklären zwischen Persönlichkeiten und Syndikaten der intern. Hochkriminalität und den Machenschaften, die man meistens erst viel später rauskriegt. Ich bin sicher, Sie könnten das viel besser und ich würde verstehen, was der Zusammenhang ist zwischen dem Bad im Ganges durch zigtausend Leute und dem Steinchen in meinem Schuh.

@14:58 von Humanokrat

>> "Wer Massenveranstaltungen ohne Hygiene Konzepte erlaubt und tausende Menschen in riesigen Maßen zusammen kommen, .... , der provoziert das ganze."<<

Wieso komme ich auf den Gedanken, dass Sie hier über Querdenker Demos reden?<<

Wer da bei uns tausende Menschen zusammenkommen ließ, das waren schlußendlich die Gerichte, die die Demos nicht untersagt haben, wenn sie von einem Veranstaltungsort mit diesem Ziel angerufen worden waren. Versammlungsfreiheit vor körperlicher Unversehrtheit.
Weiters sind da die vielen medialen Stimmen zu nennen, die sofort „Polizeigewalt“ geschäumt haben, wenn Polizisten dann in Ausübung ihres Auftrags Demos aufgelöst haben.
Und auf diesen Demos waren beileibe nicht nur „Querdenker“.

um 15:08 von Bender

um 15:08 von Bender Rodriguez
"Parsec
Die toten kann man schon vergleichen."
.
Nein.
.
"Denen hilft auch ein Krankenhaus nichts mehr. Und im Verhältnis hatten wir mehr Tote.
Worauf willst du uns hinweisen?"
.
Darauf, dass du penetrant die Situation in Indien ausser Acht lässt. Die Auswirkungen in Indien sind nicht mit denen bei uns vergleichbar. Nicht annähernd.

15:21 von Parsec

Sinnloses Relativieren
.
sicherlich sinnlos !

die haben ein riesen Problem aktuell
warum ist ja mal egal hilft den Leuten nichts
jetzt Grundsatzdiskussionen zu führen ?

@ Sisyphos3 um 15:20

>15:14 von artist22 (Nachtrag)
Und er wird auch aus dieser größten Pandemie
seit der Spanischen Grippe lernen
.
was bringt sie jetzt zu dieser Annahme ?<

Für die Modellierung der Maßnahmen hat man von vornherein die verschiedenen Maßnahmen die damals ergriffen wurden herangezogen und sich anderen Erfolgen, oder eben Misserfolgen, orientiert.

Auch die Internationale Vernetzung und (weitgehende) Offenheit was Daten bzgl Wissenschaftlichen Wissens, Verlauf Ausbreitung etc betrifft ist eine Lehre aus den Folgen der Damaligen Politik; man muss sich nur daran erinnern das es "Spanische Grippe" Heist weil Spanien, als nicht-kriegsteilnehmer, als einziges Land offen über die rollende Katastrophe berichtete, während "keine Schwäche zugeben" für die anderen alles war was zählte, was wiederum die Tootenzahlen noch hochtrieb.

Vieles was diesmal richtig gemacht wurde basiert auf der Erfahrung mit der Spanischen Grippe.

@M. Höffling, 14:59

„Mediale Aufmerksamkeit, auch die des Publikums, ist halt nicht vermehrbar, auch nicht beliebig teilbar, sondern kann nur mal hierhin, mal dorthin gelenkt werden“

Damit haben Sie zweifellos Recht (dass - nicht nur mediale Aufmerksamkeit, sondern generell menschliche - nicht teilbar ist), und genau deshalb wird sich das der derzeitigen Misere zugrundeliegende Problem nicht mit seiner Ursache lösen lassen: einem auf feudalistischen Strukturen beruhenden Wirtschaftssystem, in dem Geld also kein reines Wirtschaftssteuerungsinstrument, sondern als ein „Wert“ an sich „gilt“. Und somit Machtinstrument. Was sich schon daran erkennen lässt, dass es es als „Wertaufbewahrungsmittel“ gilt, obwohl die meisten wirklichen Werte sich nicht „konservieren“ lassen.
So dringend nötig Spendenaufrufe wie Ihrer derzeit sind - eben deshalb, weil wir noch in einem feudalistischen bzw. nicht demokratischen Wirtschaftssystem leben, eine nachhaltige Lösung kann nur die Beseitigung der Abhängigkeit von Geld sein.

Zukunft

Interessant wäre, wie es in Indien in nächster Zukunft aussehen wird bezüglich Dingen wie "Auslegung der Religion" etc. Wird man es schaffen, das Pandemiegeschehen nun endlich zumindest vorläufig wichtiger zu sehen als zb die aktive Ausübung der eigenen Religion (wenn diese ein erhöhtes Infektionsrisiko bedeutet), oder ersucht man zwar andere Länder um Hilfe, ist aber nur begrenzt bereit dazu, das eigene Handeln erstmal ggf einschneidend zu ändern?

Die Situation in Indien erinnert an Wuhan Anfang 2020

Doch die Berichterstattung ist deutlich freundlicher.

Machte man vor 15 Monaten noch das opressive Regime in China mit für die Kalamität verantwortlich, ist Indien nun einfach nur „arm dran“.

Interessant ist die Gefahreneinschätzung für Deutschland oder den „Westen“. Nach und nach schließen westliche Staaten (natürlich wieder viel zu spät) ihre Grenzen nach Indien.

Gleichzeitig wird (wie vor 15 Monaten) betont, wie „unwahrscheinlich“ es sei dass das Virus Deutschland erreicht.

Übrigens gibt es auch nach etlichen Wochen immer noch keine Meldung von Biontech, ob der mRNA Impfstoff gegen die Variante wirkt. Der aktuelle Stand von letzter Woche ist: „die Tests dauern an“. (Hierzu muss man wissen das solche assays bis zu 14 Tagen dauern und etwa so lange auch bei der britischen Mutante gedauert haben - freilich ist die indische Mutante bereits seit Monaten bekannt).

Was ist also los ?

@also was hat sich seither getan, 15:14 Sisyphos3

" 100 Jahre Zeit hatte man ja"

Sie werden es kaum glauben. Postkutschen gibt es nicht mehr,
und auch Dampfloks sind kaum noch 'aufzutreiben'.
Dafür gibt es natürlcih auch mehr Risiken, das ist eben u.a. Evolution.

Die Viren reisen heute per Flugzeug,
und das ohne zu bezahlen ;-)

Und damaligen Profiteure sind heute auch weniger geworden,
allerdings gesegnet mit einem 'Krebswachstum' ihrer Einlagen.

Im Zweifel zu Lasten des Planeten.
Das wird dieser schnell ändern, wenn nicht wir.
Noch Fragen?

@Parsec um 15:15

>Und sollten sich in Indien durch das Chaos noch sog. Escape-Varienten bilden, auf die es dann keine Immunantwort mehr gibt, wird es ganz finster.<

Die Wahrscheinlichkeit dafür ist so nahe Null das sich darüber Gedanken machen (sofern sie keinen Postapokalyptischen Roman planen) Zeitverschwendung ist. Währe es Wahrscheinlicher währe so etwas schon irgendwann in den letzten Millionen Jahren, spätestens in den Letzten Jahrtausenden seit beginn der Städtischen Kulturen, eingetreten und wir, die Menschen, wären ausgestorben; denn dies wäre die einzig denkbare Folge eines solchen Ereignisses.

Danach würden vielleicht die Fledermäuse zur dominanten Spezies dieses Planeten. (nur so als Idee, als sie doch einen Roman planen)

@15:25 von Sparer

Zitat: "Wer da bei uns tausende Menschen zusammenkommen ließ, das waren schlußendlich die Gerichte, die die Demos nicht untersagt haben ..."

Klar, versteht sich von selbst. Ich wollte nur auf die eigenartige Parallelität aufmerksam machen während man allenthalben doch die vermeintlich krasse 'Unterschiedlichkeit' der Kulturen zu betonen versucht.

Etwas ähnliches wäre der Fall, wenn wir Zuschauer in Stadien zulassen würden. Da würde so mancher Inder sich fragen, ob bei uns Fußball Religion ist und das Hirn komplett aussetzt. Tut es aber zum Glück bisher nicht obwohl so mancher Forist hier ja genau in diese Richtung argumentiert. (!)

Aber wer der Idee der Herdenimmunität anhängt, kann ja jetzt begeistert den Auswanderungsplan ins Auge fassen.

Ich bitte um Verzeihung für meinen Sarkasmus. Er ist angesichts des Leids in Indien nicht wirklich passend. Angesichts der Inhalte in diesem Forum teils aber wohl mehr als angemessen.

Bisher gibt es noch keinen Impfstoff für Mutanten

Also keinen „Update“. Alle im Handel befindlichen Impfstoffe sind zugeschnitten auf den Wildtyp.

Die EU hat verkündet (Thema: „Hera Inkubator“), dass man das „reguläre“ Zulassungsverfahren auf 12 Wochen eingedampft hätte um schnell neue Impfstoff-Versionen zulassen zu können.

Dies muss man aber vor dem Hintergrund sehen das ohnehin die neue Version eines Impfstoffs zuzulassen VIEL weniger aufwendig ist, als einen komplett neuen Impfstoff zuzulassen.

Die indische Variante durchbricht auf Basis der vorhandenen Daten vermutlich den Impfschutz. Ganz sicher ist das noch nicht. Man weiß allerdings das selbst in Indien die indische Mutante nur eine unter mehreren ist. So dass die hohen Fallzahlen nicht allein die Folge der Mutante sind.

Bis vor kurzem durfte ich hier im Forum nicht schreiben, dass der Impfschutz schon bald erneuert werden muss. Inzwischen haben aber auch Experten wie Drosten es auch gesagt und jetzt darf es sogar jeder wiederholen !

Kein Verständnis.

um 15:29 von harry_up:
"Aber um das in Indien zu verstehen:
Googeln Sie einfach mal “Bad im Ganges“ oder etwas ähnliches.
Dann werden Sie sehr schnell lernen, dass Ihr Appell an die Vernunft kaum Wirkung zeigen wird."
.
Das ist natürlich sehr bedauerlich.
Also leben wir doch auf dem Planeten der Affen?
Im Ernst: für derartiges Verhalten habe ich kein Verständnis.
Ist der Intelligenzqutient bei den gläubigen Badenden tatsächlich so erschreckend niedrig, oder wird die Infektionsgefahr bewusst ignoriert?
Eines von Beidem muss ja zutreffen. Anders kann ich mir das nicht erklären. Zumal die sich ja nachweislich selber in realer - nicht spiritueller- Lebensgefahr begeben.

@Tada

Erstens: Von Mitgefühl können sich auch Inder nichts kaufen. Da hilft auch kein Klatschen und keine Regenbogen im Fenster.

Aus Mitgefühl kann aber doch, wie hier, Hilfsbereitschaft und Hilfsaktion entstehen. Wenn mich ein anderer Mensch nichts angeht, weil er mir „fremd“ und weit weg ist, müsste ich ja eigentlich nicht helfen.

Sie zeichnen hier einen Widerspruch zwischen Wissenschaft und Empathie, den ich und anscheinend auch andere nicht nachvollziehen können. Möglicherweise möchten Sie das Leid Anderer einfach nicht so an sich heranlassen.

Für mich gehören Empathie, Pragmatismus und Wissenschaftlichkeit durchaus zusammen. Außerdem schreiben Sie hier doch keinen wissenschaftlichen Artikel, sondern Sie tauschen sich mit Ihren MitMenschen aus.

Es gibt zu viele Menschen auf dem Planeten

die Natur wehrt sich, die Ärmsten trifft es zuerst. Bei den Lebensverhältnissen in Indien kein Wunder.

Parsec

Du kannst das drehen, wie du willst. In Indien ist es nicht schlimmer als anderswo. Die Zahlen ergeben sich einzig aus der enormen Einwohnerzahl.
Und es hilft niemandem weiter, permanent irgendwelche Superlative zu konstruieren weil das so plakativ ist.
"durchschnittliche Infektionszahlen im Takatukaland"
Ist einfach keine Meldung.
Dann schreibt man einfach " Indien hat massive Probleme " und lässt das ganze Geschwurbel mit den nicht vergleichbaren Zahlen. Dann kann such niemand beschweren.

Hansen

Die Lebensverhältnisse in Indien? So schlecht können die nicht sein, wenn die Bevölkerung seit 1950 um eine Milliarde Menschen angewachsen ist.

Eine vermutlich nicht unerhebliche

Einflussgröße was die Schwere der Infektionen angeht könnte die dortige Luftverschmutzung sein.

Escape-Variante

03. Mai 2021 um 15:43 von Der Lenz
@Parsec um 15:15
>Und sollten sich in Indien durch das Chaos noch sog. Escape-Varienten bilden, auf die es dann keine Immunantwort mehr gibt, wird es ganz finster.<

"Die Wahrscheinlichkeit dafür ist so nahe Null... und wir, die Menschen, wären ausgestorben""
.
An ganz so finster hatte ich eigentlich nicht gedacht!
Eher daran, dass die zurzeit zur Verfügung stehenden Immunantworten nicht ausreichen und eine neuer Impfstoff entwickelt werden müsste.
Quelle Phamazeutische Zeitung:
" Schon lange gibt es Hinweise, dass bestimmte SARS-CoV-2-Varianten einer bestehenden oder induzierten Immunität, die Menschen durch Krankheit oder Impfung erworben haben, entkommen können. Besonders die Varianten B.1.351 aus Südafrika und P.1 aus Brasilien könnten sich als effiziente Escape-Mutanten erweisen."
.
Wenn wir die Pandemie nicht baldigst in den Griff bekommen, steuern wir m. E. auf ein sehr ernstes Problem zu.

In Indien ist es nicht schlimmer als anderswo

um 16:01 von Bender Rodriguez
"Parsec
Du kannst das drehen, wie du willst. In Indien ist es nicht schlimmer als anderswo."
.
Ok, das disqualifiziert jetzt jeden ihrer Kommentare im Nachhinein.

@15:58 von HansenPansen

Ich fürchte, damit haben Sie leider Recht.

Grüße, Kurt

@15:58 von HansenPansen

Ist eine biologische Art regional (oder global) vorherrschend, so führen Zoonosen meist dazu, dass die Zahl der Individuen dieser Art "gedrosselt" wird. Jetzt ist die Art "Mensch" mal dran.

Grüße, Kurt

Infektionszahlen

Jetzt mögen (umgerechnet auf die Bevölkerungszahl) die Infektionszahlen in Indien vergleichbar mit denen in Deutschland oder in anderen europäischen Staaten sein. Jedoch gebe ich zu bedenken, dass in Indien die exponentielle Explosion gerade begonnen (!) hat.

Grüße, Kurt

@ IBELIN

Ganz vorne in Europa im Rueckgang der Inzidenzen ist Serbien.

Serbien hat leider dank einem schlechten Krisenmanagement genau wie Schweden sehr viele Todesopfer zu beklagen.

Escape Mutanten? Ich glaube

Escape Mutanten?
Ich glaube da verstehen einige nicht, was Mutation ist. Purer Zufall. Die würden sich auch ohne Impfung bilden. Sogar noch mehr davon.

Die öffentliche Debatte ist kurios

Vor ca. 4 Monaten hatte ich hier im Forum gemeint das wir bezüglich sich entwickelnder resistenter Stämme besonders auf Länder mit hoher Impfquote wie Israel schauen sollten.

Zwei Monate später meinte Physikerin Priesemann, man würde Impfdurchbrüche zuerst in Israel erwarten.

Letzten Monat habe ich mich aber korrigiert und meine Aussage präzisiert: Impfdurchbrüche sind dort zu erwarten, wo hohe Impfquote mit hohen Inzidenzzahlen zusammen trifft, was zwar in Deutschland, aber nicht in Israel der Fall ist.

Neulich bei Anne Will, sagte Virologe Stürmer (Uni Frankfurt) sinngemäß genau dasselbe.

Vielleicht habe ich meinen Beruf verfehlt und hätte Virologe werden sollen ..:-)

Corona, Medien

In vielen anderen Ländern unserer Erde wird wohl das Corona-Elend genauso gigantisch sein wie in Indien - bloß, dass in den Medien darüber nicht hinreichend berichtet wird. (Indien hat eben eine Milliarden-Einwohnerzahl.)

Grüße, Kurt

@Parsec um 16:05

....deswegen sind Feinheiten sei wichtig.

Auch Escape-varianten sind nicht vergleichbar mit einem völlig anderen Virus bei dem nicht zumindest eine Kreuzimunität greift; diese ist nicht so effizient, aber auch nicht gleichbedeutend mit Immunologischer Naivität.
Und selbst bei dieser bildet sich in der Regel schnell eine Imunantwort des Körpers.

"Keine Immunantwort" bedeutet Wehrlosigkeit und Tod. Ganz einfach.
Klingt schön markig und erschrecken, ist aber faktisch nicht zu erwarten.

Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte User,

die Meldung wurde bereits sehr stark diskutiert.

Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen.

Deshalb haben wir beschlossen, die Kommentarfunktion zu schließen.

Die Moderation

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