Kommentare - Justizministerium: Keine Kontaktbeschränkung für Geimpfte?

29. April 2021 - 17:11 Uhr

Die möglichen Lockerungen für Geimpfte nehmen Gestalt an: Für sie sollen laut einem Verordnungsentwurf aus dem Justizministerium keine Ausgangssperren und Kontaktbeschränkungen mehr gelten. Von Kristin Becker.

Artikel auf tagesschau.de
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Kommentare

@ harry_up

Über Impfverweigerer werden die Gerichte noch zu urteilen haben, denn aus dieser Richtung ist Widerspruch zu erwarten.

Die Corona-Leugner haben in weit mehr als 95% der Klagen verloren.

Am 29. April 2021 um 17:41 von morgentau19

Was macht das mit uns befreundete Ehepaar, deren Immunsysteme aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen nicht mehr rund läuft und sie sich nicht impfen lassen möchten wegen schwerer Nebenwirkungen, die besonders bei Immunschwäche auftreten können?
Müssen die für den Rest ihres Lebens auf ihre freiheitlichen Rechte verzichten?
__
Es ist ja ein Unterschied, ob Ihre Freunde sich nicht impfen lassen MÖCHTEN oder ob sie sich aus med. Gründen nicht impfen lassen dürfen.
Schon wegen ihrer Immunschwäche wäre eine Impfung doch sehr wichtig, denn sie sind ja besonders gefährdet. Ich würde die Problematik mit den entsprechenden Ärzten besprechen. Man wird eine Lösung finden.

18:30 von DeRus

Zwei- Klassen-Gesellschaft.
Es ist schon erstaunlich wie Leitmedien unkritisch über die gerade entstehende Zweiklassen Gesellschaft berichten!
. Man sollte die Menschen frei entscheiden lassen ob die sich impfen lassen oder nicht
.
dem kann ich jetzt so nicht folgen
Wenn ich den Speiseraum eines Kreuzfahrtschiffes betreten will,
muß ich meine Hände desinfizieren, sonst bleibe ich drausen
klar kann man jetzt Händewaschen mit einer Impfung nicht unbedingt vergleichen
Aber es geht um Schutz aller und nicht um die "persönliche" Meinung einiger
aber wie sah das mit Kinderlähmung aus mit der Pockenschutzimpfung,
gar aktuell mit Masern aus - ohne die geht keiner in den KIGa
und ich weiß nicht ob sie schon weiters geflogen sind,
aber es gibt Länder/Flughäfen,
wenn sie aus nem Gelbfiebergebiet kommen haben sie entweder ne Impfung oder keine Einreise

das muss

niemand feststellen, wer Impfwillig ist und wer nicht. Das geht niemanden was an. Die Impfung wird gezählt das reicht. Wer sich gegen schwere Verläufe aus eigenem Antrieb schützen will, soll das machen. Es kann nur darum gehen. Das Thema "weniger Infektiös durch Impfung" darf und kann nicht für Lockerungen herangezogen werden, dafür gibt es in allen wissenschaftlichen Berichten zu viel wenn, aber, eventuell, vielleicht, usw. ebenso bei ungenauen Antigentests. Die kommen 3 bis 7 Tage zu spät wenn überhaupt. Beides kann nicht die Basis für Lockerungen sein. Eine Inzidenz von 100 besagt 1 von 1000 oder 0,1% Sie müssen 1 Person von 1000 treffen und längere Zeit nah und ohne Schutz mit dieser Kontakt haben. Da sind die Restrisiken bei Impfung und Schnelltests höher. NEIN Demokratie bedeutet Lockerung für alle oder keinen.
Überspitzt: wer glaubt denn, dass ein Zitronenfalter, Zitronen faltet?
Wenn das Virus so gefährlich ist, wartet es nur auf genau diesen jetzigen Fehler!

Am 29. April 2021 um 17:43 von rossundreiter

Entweder man ist auch geimpft/genesen noch Pandemietreiber. Dann nix nachts draußen herumrennen.

Oder man ist kein Pandemietreiber. Dann nix Maskenpflicht
___
Weil dann eine Kontrolle, die es (leider) ja immer noch geben muss/soll viel zu aufwändig wäre u.a.

@sebastian15, 19:18

Womit sollte der jüngeren Generation geholfen sein, wenn auch die Geimpften sich weiterhin in Verzicht üben...? Wer sich an die Corona-Regeln hält, schützt sich selbst und andere. Jeder, auch die Jüngeren, handeln also völlig rational und im ureigenen Interesse, wenn sie diesem Grundsatz folgen. Hinzu kommt, dass längst auch die jüngere Generation von dem Virus bedroht ist und die Älteren mit den Freiheitsrechten oft wenig anzufangen wissen. Futterneid ist da völlig fehl am Platz. Schließlich dürften bei dem fortschreitendem Tempo der Impfungen bald auch Jüngere an der Reihe sein.

@ 19:35 von Anna-Elisabeth

„Ich fürchte, mit diesen 10% Risiko werden wir noch lange leben müssen. So lange lassen sich aber allgemeine Kontaktbeschränkungen nicht aufrecht erhalten. “

Wenn hinreichend viele Geimpft sind ist das verbleibende Ansteckungsrisiko auch egal.

Mir geht es um die Übergangszeit. Wenn Lockerungen für Geimpfte, wenn auch nur in geringem Maße das Infektionsgeschehen erhöhen, heißt das dennoch, dass die anderen länger warten müssen. Und wenns „nur“ 2 Wochen sind. Solange nicht jeder ein Angebot erhalten hat, werden die, die auf die Impfung warten müssen dann doppelt gestraft.

19:27 von gast

"Persönliche Kontakte sind Grundbedürfnisse wie essen und trinken. Nichts kann der Mensch allen, keine Hochhäuser bauen, keine Autos erfinden, keine Kinder kriegen. Der Mensch ist dafür einfach nicht gemacht."

,.,.,

Sie zählen da u.a. eine Form von Kontakten auf, die dem Virus egal sind.

Zum Kinderkriegen braucht man physischen Kontakt, richtig, aber nicht zum Erfinden von Autos.
Und auch die anderen Dinge, die Sie erwähnen, fördern den Virus nicht.

Außerdem wäre ich vorsichtig damit, etwas als "Grundbedürfnis" zu behaupten und mit Essen und Trinken gleichzusetzen.

Das ist stark kulturell bedingt. Schon in Schweden ist das Bedürfnis nach Einsamkeit sehr viel stärker als in Deutschland - und in Nordskandinavien leben viele in Abgeschiedenheit und allein.

Und OHNE daran zu leiden.

Manche Kulturen pflegen das Einsiedlertum.
Wer weiß: vielleicht gehört das auch zum Menschen dazu, nur unsere eigene Kultur pflegt das nicht, und darum sind so viele seelisch unausgelastet?

Solidarität endet bei der Spritze

Wie kann es sein, daß die Kinder seit über 1 Jahr kaum die Schulen von innen gesehen haben, Hobbys nicht ausüben können, kaum Freunde treffen, Geburtstage abgesagt haben usw. und jetzt ist diese Gruppe, als aller letztes dran, es gibt nicht mal einen Impfstoff für kinder ;).

Wieso haben die Eltern, Kinder, Jugendliche und gesunde sich jetzt zurück gestellt. Sie hätten das Gesundheitssystem weniger belastet, wieso konnten sie sich nicht einfach impfen lassen? Weil sie solidarisch waren und denen den Vorzug gegeben haben, die es brauchen.

Entweder für alle öffnen oder nicht.

Re : Sisyphos3 !

Es sollte erst einmal klar belegt werden, durch Studien, dass Geimpfte kein Risiko für andere mehr darstellen, dann kann man über mehr Freiheiten diskutieren.
Jetzt wo gerade einmal 8% der Menschen in D zwei Impfungen haben, schon über mehr Freiheiten zu reden, ist meiner Meinung nach zu früh, da die Impfungen eh viel zu langsam vonstatten gehen, es wird getrödelt, geschlampt, die Testungen finden zu wenig statt, aber es müssen Millionen von Menschen jeden Tag zur Arbeit, obwohl da wohl die größte Gefahr besteht, was natürlich die Firmen dies aus reiner Geldgier nie zugeben werden.
Es könnte so viel besser laufen, aber es werden immer viel zu früh und ohne Sinn und Verstand Diskussionen geführt, die vollkommen daneben sind !

@ innovatius

Keine Sicherheit. Geimpfte und Genesene von Beschränkungen befreien, ist richtig. Aber PCR-Tests sind nicht gut geeignet, um deren Ungefährlichkeit nachzuweisen.

Richtig. Wenn man am dritten Tag nach der Infektion eine PCR macht, ist sie noch negativ. Am vierten Tag kann man aber schon andere Menschen infizieren.
Aber darum geht es auch gar nicht. Eine geimpfte Person kann nach menschlichem Ermessen niemanden mehr anstecken. Also weit, weit verlässlicher als jeder Test.

Ich bin geimpft...

und finde diese Diskusion kommt viel zu früh.
Durch meinen Beruf bin ich in der Priorisierungsgruppe 2 gelandet aber selbst von meinen Kolleginnen und Kollegen sind noch längst nicht alle geimpft.

Wie kann man für einen kleinen Teil der Bevölkerung die Einschränkungen aufheben, während ein Großteil der Bevölkerung (meist jüngere Menschen) noch nicht einmal eine Chance auf eine Impfung erhalten hat?

Seit einem Jahr üben wir uns in Solidarität, da ist es möglich diese Solidarität noch über den Sommer durchzuhalten um am Ende gemeinsam feiern zu können.

Von wegen Solidarität

Zu Beginn der Pandemie wurden insbesondere die jungen Menschen zur Solidarität mit den Risiko gruppen wie z.B. Den älteren Mitbürgern aufgerufen. Die aktuelle Diskussion über die Lockerungen für Geimpfte wiederum zeigt wenig Solidarität mit der jungen Generation, die dank Impfpriorisierung kaum bis gar nicht von den Lockerungen profitieren wird. Zumal es diese und nachfolgende Generationen sind, die die Zeche für die enorme Verschuldung durch die Kriese zahlen wird.

Aber es ist ja Wahljahr... und angesichts der Wählerstruktur der regierenden Parteien scheint das Vorgehen nur konsequent. Ein Schelm wer böses denkt.

19:30 von Sisyphos3

//kriegen Geimpfte/Genesene nen Barcode, leicht sichtbar für alle auf die Stirn geklebt ?
oder müssen die sich bei jedem mit Maske rechtfertigen ?
Beim Aldi wenn sie reinkommen wollen ohnehin beim Sicherheitsmann//

Die Antwort steht im Artikel:

***Keine Ausnahme ist beim Abstandsgebot in der Öffentlichkeit und der Maskenpflicht vorgesehen - diese sollen auch für Geimpfte und Genesene weiter Bestand haben...***

@ um 19:23 von Tobi online

Was soll denn sein mit den Kindern?
Wenn sich wenigstens die eigenen Eltern für ihre Kinder interessieren würden, würden sie sie in die meisten Schulen gar nicht gehen lassen.
Seit Jahren massiv unterfinanziert in der Ausstattung, in maroden Schulgebäuden, viel zu wenig Personal, oft minderwertiges Mittagessen, und selbst die Probleme, die durch die Pandemie sichtbar wurden, nicht ansatzweise behoben.
Und es ist auch nicht absehbar, ob sich etwas verbessern wird oder ob das überhaupt beabsichtigt ist.
Denn so, wie es bisher aussieht, wird es nach Corona einfach so weitergehen, wie vor Corona.
Auch wenn zahlreiche Politiker anderes behauptet haben.
Allerdings mit einer Einschränkung, die zu ganz vielen weiteren Einschränkungen führen wird: Dann kommt das große Sparen.
Man kann sich jetzt schon ausmalen, wo dann gespart wird.

Am 29. April 2021 um 19:10 von schwer gestört

Gleiches Unrecht für alle?

@ Stuttgarter0711:
Ich selbst bin zweifach geimpft und trotzdem absolut gegen diese Form der Unsolidarität.

Zitat: Finde ich gut. Machen Sie eben weiterhin Schnelltests. Sie wissen ja vorher schon wie der Test ausgeht.

Ich habe mir schon überlegt, on man, um Test-Kapazitäten zu schonen, nicht etwas anders machen könnte. Geimpfte könnte z.B. satt zu testen Liegestütze machen. Epidemiologisch gesehen wäre beides gleich unsinnig.

19:29 von schneegans

«@schabernack 19:16
Danke für Humor in „blöden“Zeiten.»

Muss sein … und es geht auch gar nicht anders.

Selbstquarantäne ohne Infektion 24/7 könnte gar nicht deprimierender sein, als beständig verqueren Unsinn zum Corona zu lesen. Wo sogar der "Waterboarding"-Vergleich zu Einschränkungen, und zur nächtlichen Ausgangsbeschränkung auch noch aufs Feld aufläuft.

Als Slapstick könnte man sich das gar nicht ausdenken. Aber unerkannte Realsatire schüttelt das aus den Tasten … als gäbe es kein morgen.

@schwer gestört Ich bin

@schwer gestört

Ich bin total unglücklich, dass es diese Bäschränkungen(was für eine Verharmlosung) gibt.
Ich bin der Meinung es sollen zivilisiertere Methoden zum Einsatz kommen.

@schneegans um 19:25

Danke für Ihre tröstende Worte. Ich gehöre zu dieser Gruppe.
.
Was glauben Sie wieviel Spaß es macht, sich in einen kommunalen Testzentrum (offen Montag von 17 bis 20 Uhr) so um 18 Uhr, oder auch 18:30 ein Testergebnis abzuholen und dann 45 Minuten in die nächste Stadt mit Baumarkt zu fahren?

Ist das verfassungskonform?

Priorität 3 ist noch nicht geimpft und für die restliche Bevölkerung wurde auch noch kein Angebot gemacht. Und die sollen jetzt alle dabei zugucken, wie sich die anderen freier bewegen. Mal ganz abgesehen vom implizierten Impfzwang, den es angeblich nicht geben sollte. Ich glaube nicht, dass das im Sinne der Gleichbehandlung von Menschen (Art. 3 GG)verfassungskonform ist. Ich bin fassungslos.

Am 29. April 2021 um 18:43 von Demokrat49

Allerdings verstehe ich die Logik derjenigen nicht, die fordern, dass alle dieselben Beschränkungen haben sollen.
Macht es mein Leben schöner, wenn mein geimpfter Nachbar nicht in die Kneipe darf? Hilft es mir, wenn andere auf Theaterbesuche verzichten müssen, weil ich noch nicht geimpft werden konnte?

Nein
__
Sie haben eine sehr sympathische Sichtweise.
Leider sind viele der Meinung "wenn es mir schlecht geht, soll es allen anderen mind. genauso schlecht gehen.
Leider sind Charaktereigenschaften, wie Neid und Geiz bei uns vorherrschend geworden.

Lockerung für Geimpfte

Mit welchem Recht....
Was können wir,die jüngeren dafür,das es für uns kein,noch kein Impfangebot gibt und können sich nicht auch Geimpfte erneut anstecken, sicher mit weniger starke auftretenden Symptomen und können sie nicht auch trotzdem noch Übertragen sein.....

@19:29 von schneegans @schabernack 19:16

//Danke für Humor in „blöden“Zeiten.//

Ich danke ebenfalls.

Heute hat das mit dem Humor bei mir nicht ganz geklappt.
Ich hatte in der Hausarztpraxis nachgefragt, wie das bei mir mit einem Impftermin aussieht. Die Arzthelferin sagte: "Kein Problem, wir rufen Sie an." Dann hatte ich erklärt, dass ich in den kommenden zwei Wochen noch ein Rezept brauche. Die Dame: "Sagen Sie mir noch einmal Ihren Namen?"
Aha. Man ruft also auch Frau Namenlos zwecks Impftermin an.

@Demokrat49...umkehrschluss

Also dann hätten die meisten von uns auch einfach ihre Grundrechte weiter ausleben dürfen, denn mal ehrlich... Was interessiert es mich, wenn ein 70er stirbt?
.
Solidarität bedeutet ja eben gemeinsam Rücksicht zu nehmen. Und das geht in beide Richtungen.
.
Man erwartet auch von den Kindern und Jugendlichen, dass diese sich korrekt verhalten und wehe sie machen es mal nicht und fordern Freiheitsrechte ein. Dann wird gleich gemeckert.
.
Dabei und daran hat sich nichts geändert, war von Anfang an klar, wer die Risikogruppe ist und wir alle wurden über Monaten in den LockDown geschickt, um diese Gruppe zu schützen.
.
Daher ist es durchaus angebracht, diese Solidarität auch andersrum solange aufrecht zu erhalten, bis der Virus keine Gefahr mehr darstellt. Was ist dabei?
.
Oder wir geben alles für alle frei und jeder entscheidet für sich, so wie es sich gehört.

Am 29. April 2021 um 17:41 von morgentau19

Zitat: Was macht das mit uns befreundete Ehepaar, deren Immunsysteme aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen nicht mehr rund läuft und sie sich nicht impfen lassen möchten wegen schwerer Nebenwirkungen, die besonders bei Immunschwäche auftreten können?

Ich unterliege aus gesundheitlichen Gründen einigen Lebenseinschränkungen.

Wollen Sie sich mit mir solidarisieren und sich auch den Beschränkungen unterwerfen?

weingasi1. 19:36

"Eigentlich sollte das ja eindeutig sein. Wenn von jemandem KEINE Gefahr mehr ausgeht
(in dem Fall, weil geimpft) dann dürfen demjenigen keine Beschränkungen mehr auferlegt werden. Da Impfverweigerer jedoch nach wie vor eine Gefahr darstellen, muss für sie die Einschränkung auch weiter gelten.
Für mein Verständnis bis die Pandemie quasi beendet ist.
Oder sehe ich das verkehrt ? "

Sie sehen das keinesfalls verkehrt. Ich versteige mich allerdings zu der möglich irrationalen Annahme, dass eine sachliche und empathiebezogene Diskussionskultur in DE oftmals nicht mehr möglich ist, da es uns in den letzten 60 Jahren schlichtweg zu gut ging. Verwöhnte Kinder neigen zu quängeln, wenn sie ihren Willen nicht bekommen. Wünschen sich vor lauter Ärger neue Eltern, welche ihnen den Wunsch von den Augen ablesen. Denke ich an Indien diese Tage, dann erfüllen mich viele Kommentare hier mit Traurigkeit

@ Sebastian15

... während die schützenswerten Älteren ihnen eine lange Nase zeigen.

Ich kenne nur einige ältere Menschen genauer. Die drehen aber niemandem eine Nase, wenn sie wieder zusammen sitzen und Kaffee trinken. Und wenn Sie diesen geimpften Menschen das gemeinsame Kaffeetrinken verbieten wollten, dann zerreißt Ihnen das jedes Gericht dieser Welt in der Luft. Aber locker.

Am 29. April 2021 um 18:21 von gg4000

hat ein Geimpfter dann 10mal mehr Kontakte (Hallo keine Personenbeschränkung), dann trägt er wieder so zum Infektionsgeschehen bei, wie ein ungeimpfter. Und die, die noch kein Angebot erhalten dürfens ausbaden. So viel zu Solidarität.
___
Das ist doch Unsinn. Der Geimpfte kann doch nur Kontakte ohne Beschränkung mit ebenfalls Geimpften haben. Logisch, weil die Ungeimpften haben ja noch die Kontakteinschränkung. Und selbst wenn dann ein Geimpfter einen anderen Geimpften mit einer max. 10%igen Wahrscheinlichkeit infizieren kann, so ist ddieser vor einer schweren Erkrankung zu 100% geschützt. Wo ist also das Problem ?
Also, ausser dass Sie das nicht möchten.

19:27 von gast

Fortsetzung zu 19:43

"Seit mehr als einem Jahr wurden den persönlichen Kontakten der Kampf angesagt."

,.,.,

Nein, es wurde dem Tod der Kampf angesagt.
Dass Sie das dermaßen verdrehen, ist ungeheuerlich.

Der Tod spielt in Ihren Argumenten überhaupt keine Rolle, wie es aussieht.

Und alle Kontakte, die Sie aufgezählt haben, sind ohne physischen Kontakt möglich - außer dem Kinderkriegen.

Und Kinderkriegen ist erlaubt und unschädlich, wenn die Kontaktperson vertraut ist. Da gibt es auch Testmöglichkeiten.

19:39 von schwer gestört

Die Corona-Leugner haben in weit mehr als 95% der Klagen verloren.
.
trotzdem nicht gut wenn manche so gewickelt sind vor Gericht gehen zu müssen
und sie benutzten ja den Begriff "verloren"
wer will schon verlieren ?
und wie fühlt er sich danach ... gefrustet ?

Am 29. April 2021 um 17:36 von harry_up

Zitat: Über Impfverweigerer werden die Gerichte noch zu urteilen haben, denn aus dieser Richtung ist Widerspruch zu erwarten.

Ich freue mich schon auf die Klagen aus der Quer-"Denker"-Szene mit denen diese den Staat verpflichten wollen, Geimpften Grundrechte zu entziehen.

Die Botschaft hör ich wohl...

...und sie klingt gut.

Dass weiterhin eine Maske getragen werden soll, erscheint mir mittlerweile richtig und angemessen, zumal man sie wohl (allein schon aus psychologischen Gründen) unbeschwerter tragen wird; egal ob geimpft oder nicht.
Da habe ich meine Meinung von vor einigen Tagen geändert.

"Genesene" differenziert betrachten (Partygänger/Pfleger)

Wie gerecht kann es sein, dass Leute, die sich eben nicht im Job bspw. als Pfleger angesteckt haben, sondern willentlich in Kauf genommen haben, zu erkranken, nun als Genesene zusätzliche Freiheiten genießen dürfen?! Wir schränken uns seit über einem Jahr stark ein und solche Leute (Partygänger und auch Leute, die einfach ständig Freunde und die ganze Großfamilie und andere Leute treffen) durchlebten oft -da jung- keine schlimmen Verläufe, erhöhen aber die Inzidenz und sind Treiber der Pandemie, weil sie Unschuldige anstecken können. Ich persönlich kenne einen Fall, der sich durch Unachtsamkeit und auch Dummheit angesteckt hat. Genauso kenne ich genügend Freunde von Freunden in den 20ern und 30ern, die nicht bereit sind, sich einzuschränken. Auch Genesene wie Geimpfte können sich erneut anstecken -was dann zwar nicht mehr tödlich ist-, damit aber eben auch andere anstecken. ZZ sind die Zahlen derer gering aufgrund der Einschränkungen. Ohne Masken etc wird sich aber auch das erhöhen!

@Adeo60 um 19:26

Sollten Sis sich auf Artikel 2 des GG beziehen, dann sollten Sie im Absatz 2 nicht nur den ersten Satz (>jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit<), sondern auch den zweiten Satz lesen (>Die Freiheit der Person ist unverletzlich.<)
.
Überigens, der erste Satz geht auf die Erfahrung aus der NAZI-Zeit zurück, in der zB (in dem von Himmlers geführten "Ahnenerbe") in den Konzentrationslagern "Versuche" durchgeführt wurden.

@ MartinBlank um 19:28

Hier werden zwei Arten von Solidarität in einen Topf geworfen.

Vielen Dank für einen klugen Beitrag zu diesem Forum.

18:30 von DeRus Sie schreiben

18:30 von DeRus

Sie schreiben hier was von Leitmedien, verweisen dann aber auf China. Wo ist da die Logik ?
China hat nicht mal eine freie Presse, geschweige denn Meinungsfreiheit. Aber Sie ( und andere ) glauben den Medien dort ?
Euer " Merkwürden " haben wir früher gesagt.

Am 29. April 2021 um 19:14

Am 29. April 2021 um 19:14 von schneegans
@Ju-Ca 18:48
Wer sich Urlaub leisten kann, kann sich auch Testkosten leisten.
—————————-
Darum geht es nicht.

@ Norbert40 - keine Rechte ohne Grund einschränken

Wie kann man für einen kleinen Teil der Bevölkerung die Einschränkungen aufheben, während ein Großteil der Bevölkerung (meist jüngere Menschen) noch nicht einmal eine Chance auf eine Impfung erhalten hat?

Ganz einfach. Das kann man deshalb tun, weil die anderen nicht geimpften Personen ja nichts davon haben, wenn Ihre Rechte ohne Grund beschnitten werden.

Öffnen für alle

Natürlich kann man die geringere Ansteckungswahrscheinlich für und von Geimpften für Lockerungen nutzen. Ja nachdem wie weit man es treibt kann man die Inzidenz dann hübsch bei 100 einregeln. Die glücklicherweise ja kleiner werdende Gruppe der Nicht-Geimpfte hat dann halt nur keine realistische Chance mehr, sich das Zeug vom Hals zu halten. Warum soll man sie dann mit immer strengeren und einseitigen Maßnahmen vor allem im Freizeitbereich einschränken? Die politische Entscheidung, dass die Ungeimpften kein besonderes Risiko tragen, um solidarisch zu warten, kann man ja treffen. Dann kann man aber auch ihnen ihre grundlegenden Freiheiten nicht länger vorenthalten.

19:43 von Sausevind

Das ist stark kulturell bedingt.
Schon in Schweden ist das Bedürfnis nach Einsamkeit sehr viel stärker als in Deutschland
.
eine sehr gefährliche Diskussion
wenn man dezent anmerkt Handlungen oder Eigenheiten könnten kulturell bedingt sein

18:45 von Adeo60 Was für ein

18:45 von Adeo60

Was für ein Wunder : ich schließe mich mal wieder voll und ganz Ihrem Kommentar an ;-))
Meine 2. Impfung ist noch etwas hin.

Es würde mir aber deutlich leichter fallen, wenn nicht die Neiddebatte los getreten würde !

Schönen Abend!

@ Hirschauer

Was glauben Sie wieviel Spaß es macht, sich in einen kommunalen Testzentrum (offen Montag von 17 bis 20 Uhr) so um 18 Uhr, oder auch 18:30 ein Testergebnis abzuholen und dann 45 Minuten in die nächste Stadt mit Baumarkt zu fahren?

Baumarkt zu zweit und in Arbeitshose bringts viel mehr als alleine. Und richtig gut ist ein Baumarkt mit Testzentrum vor der Tür.

Am 29. April 2021 um 19:10 von werner1955

Aber das geimpfte immer noch infektös sind wie die vielen Erkrankungen in Seniorenheimen gezeigt haben wird dann nicht mehr berücksichtigt?
__
Wenn nach der Impfung noch Infektionen erfolgt sind, waren diese schwach, ähnlich einer Erkältung, und dass das möglich ist, hat nie jemand bestritten und ist ja auch nicht so schlimm. Die Impfung soll schwere Verläufe bis hin zu Tod verhindern, und das tut sie zu mehr als 90%.
Unsterblich wird man allerdings trotz Impfung nicht. Gefahren lauern dennoch überall. Wenn ich so ängstlich wäre wie Sie, würde ich überhaupt nicht mehr aus dem Haus gehen. Und selbst dann laufen Sie noch Gefahr, wenn z.B. das Dach einstürzt.

17:41 von morgentau19

"Wer sich impfen lässt, bekommt seine freiheitlichen Rechte!

Aber nein, es gibt kein Zwang zum impfen...."

,.,.,

Richtig. Wer sich impfen lässt, bekommt seine freiheitlichen Rechte ZURÜCK.

Keiner darf ohne Grund jemandem diese Rechte rauben.
Wenn der Grund hinfällig wird, hat er seine Freiheitsrechte automatisch.

xxx

"Was macht das mit uns befreundete Ehepaar, deren Immunsysteme aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen nicht mehr rund läuft und sie sich nicht impfen lassen möchten wegen schwerer Nebenwirkungen, die besonders bei Immunschwäche auftreten können?

Müssen die für den Rest ihres Lebens auf ihre freiheitlichen Rechte verzichten?"

,.,.,

Sie meinen, das Recht, andere anzustecken und gegebenenfalls in den Tod zu treiben?

Also, wer ansteckend ist und bleibt, der muss NATÜRLICH andere vor Ansteckung schützen.

Würden Sie das nicht tun?

Solidarität endet bei der Spritze

Wie kann es sein, daß die Kinder seit über 1 Jahr kaum die Schulen von innen gesehen haben, Hobbys nicht ausüben können, kaum Freunde treffen, Geburtstage abgesagt haben usw. und jetzt ist diese Gruppe, als aller letztes dran, es gibt nicht mal einen Impfstoff für kinder ;).

Wieso haben die Eltern, Kinder, Jugendliche und gesunde sich jetzt zurück gestellt. Sie hätten das Gesundheitssystem weniger belastet, wieso konnten sie sich nicht einfach impfen lassen? Weil sie solidarisch waren und denen den Vorzug gegeben haben, die es brauchen.

Entweder für alle öffnen oder nicht.

Offenbar macht jetzt das

Offenbar macht jetzt das Justizministerium die Politik und Arbeit des Bundestages. Und daß auch Geimpfte zu Superspreadern von impfresistenten Corona-Mutanten werden können, hat sich wohl noch nicht bis ins Justizministerium herum gesprochen.

Vielleicht koennte das Bundesverfassungsgerich

die Sache entscheiden.

Dasselbe Gericht koennte auch die Corona Massnahmen bewerten, ob die Buerger genug geschuetzt werden und dann die Politik um Nachbesserung verpflichten.

Das ist ironisch ausgedrueckt, aber ich bin noch nicht darueber weg, dass die Schuetzer der Verfassung, nichts anders ist der Gegenstand der Entscheidungen dieses Gerichtes, sich in Naturwissenschaft und Tagespolitik einmischen

Gleiches Recht für alle

Also wenn jetzt die , die aus gutem Grunde zuerst geimpft worden sind, keine Einschränkungen mehr benötigen, dann möchte ich mit Einführung dieser Maßnahme geimpft werden. Sollte das nicht möglich sein, werden meine Grundrechte weiter eingeschränkt und das durch Maßnahmen der Regierung die mich jetzt dann noch mal bestrafen möchte. Das ist dann auf jeden Fall ein Gang vor alle Gerichte wert, da das gar nicht geht.
Sorry erst zurück stehen um bestimmte Gruppen zu schützen, dann zurück stehen da noch kein Schutz möglich.
Sorry geht gar nicht.
Soviel Solidarität sollte doch wohl möglich sein.

Find ich gut

Auch wenn ich nach Auskunft der kassenärztlichen Vereinigung erst im nächsten Jahr mit der Impfung dran bin, finde ich diese Massnahme ausgesprochen gut.

Ich habe nichts davon, wenn auch andere Menschen zuhause bleiben müssen.

Wie sagt der Volksmund?
Man muss auch gönne könne.

19:38 von Nachfragerin

«Unabhängig von den politischen Motiven der verschiedenen Kläger unterstütze ich diese Beschwerden aber, da ich die unverhältnismäßigen Einschränkungen ablehne. (Die verhältnismäßigen unterstütze ich natürlich.)»

Mit selektiver Kirsche auf der Torte jedes Einzelnen, was er / sie denn für verhältnismäßig oder unverhältnismäßig im Sonderfall erachtet. Jeder sei sein eigener Verfassungsrichter. Nennt sich dann: "Volkssouveränität".

Sitzen Sie noch Weihnachten 2021 im Lockdown. Der wird dann noch more locked als der von 2020. Müssen Sie dann nämlich ganz alleine mit Ihrem Weihachtsbaum feiern, und nur diejenigen Freunde vom Baum dürfen einzeln an den beiden Feiertagen vorbei kommen, die noch so jung sind, dass die nicht zur Baumschule gehen müssen.

«Meines Wissens nach leugnet keine Partei die Existenz des Coronavirus.»

Der mit dem "… öck …" in der Mitte vom Nachnamen hat in 10/2020 Corona für beendet erklärt. Der ist ja der Zeremonien-Zampano bei den blauen Corona-Luftpumpen.

19:43 von Sausevind

@ 19:43 von Sausevind

'Außerdem wäre ich vorsichtig damit, etwas als "Grundbedürfnis" zu behaupten und mit Essen und Trinken gleichzusetzen.'

--- Was dem Überleben der Menschheit dienlich ist, ist halt Grundbedürfniss.

"Das ist stark kulturell bedingt. Schon in Schweden ist das Bedürfnis nach Einsamkeit sehr viel stärker als in Deutschland - und in Nordskandinavien leben viele in Abgeschiedenheit und allein.

Und OHNE daran zu leiden.

Manche Kulturen pflegen das Einsiedlertum.
Wer weiß: vielleicht gehört das auch zum Menschen dazu, nur unsere eigene Kultur pflegt das nicht, und darum sind so viele seelisch unausgelastet?"

--- Beim Sex, wenn es freiwillig ist, dann ist es schön. Wenn es nicht freiwillig ist, dann ist es eine Vergewaltätigung.
In dem Sinne wer Einsiedlertum pflegen möchte kann es gerne machen, von anderen es zu erwarten ist zuviel.

@ Noam

Die aktuelle Diskussion über die Lockerungen für Geimpfte wiederum zeigt wenig Solidarität mit der jungen Generation, die dank Impfpriorisierung kaum bis gar nicht von den Lockerungen profitieren wird. ...

Aber dann frage ich Sie, was hat der Jugendliche ohne Impfung davon, dass die Alten im Pflegeheim einzeln auf ihren Zimmern sitzen müssen, statt (weil geimpft und somit anscheinend ungerechtfertigt privilegiert) im Aufenthaltsraum Halma spielen?

Und mit was für einer

Und mit was für einer monatelangen Selbstverständlichkeit. Mittlerweile resigniere ich nur noch erhobenen Hauptes. Mein Mann und ich arbeiten in der Klinik, erschöpft bis zum Anschlag. Ziehe mich mit meiner Familie nach Mallorca zurück und die Kinder machen von dort aus Homeschooling. Wir haben hart dafür gespart. PCR kostet natürlich und können wir uns deshalb leisten, weil wir bescheiden leben und nicht wie eine Foristin behauptet, jeder Urlauber das Geld dafür übrig hat, wenn man sich Urlaub leisten kann. Dafür fährt man vielleicht Fahrrad anstelle Mercedes.

@ schwer gestört, um 19:39

re @ harry_up

Ich denke, man muss zwischen Impfverweigerern und Coronaleugnern trotzdem unterscheiden, nicht jeder Impfverweigerer ist automatisch auch Coronaleugner.

Und dann gibt es ja auch noch Menschen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können - aber das steht wieder auf einem anderen Blatt.

18:43 von Demokrat49

"Macht es mein Leben schöner, wenn mein geimpfter Nachbar nicht in die Kneipe darf?"

.-.-.

Diese schlichte Frage entlarvt mit einem Schlag, worum es geht:

um Nonsens.

Es wäre derselbe Nonsens, wenn zwei Menschen nebeneinander im Krankenhaus liegen.

Der eine wird gesund und wird entlassen, der andere ist noch nicht gesund und muss bleiben.

Und nun schimpft Letzterer wie wild, weil es ungerecht sei: nur weil er länger krank sei, müsse er länger bleiben.
Der andere soll gefälligst sofort wieder ins Krankenbett zurück.

Am 29. April 2021 um 19:12 von Leipzigerin59

2. Es ist nicht realistisch, alle COVID-19-Erkrankungen in Deutschland durch Testung zu erkennen. ..."
__
Eine Frage zum Verständnis:
Wer behauptet, genesen zu sein, sprich eine Infektion gehabt zu haben, muss das ja von irgendwoher wissen. Entweder er hatte Symptome und wurde daraufhin PCR-getestet oder er machte einen Schnelltest, dieser war positiv und musste ja dann durch einen PCR-Test verifiziert werden. Ansonsten kann man zwar vermuten, dass man vielleicht eine milde Infektion hatte, könnte aber auch "nur" ein grippaler Infekt gewesen sein. Also, m.M. müsste ein "Genesener " mal einen PCR-Test gemacht haben, um das sicher zu wissen und als solcher zu gelten.
Oder habe ich hier einen Denkfehler ?

@Sausevind 19:43

"Manche Kulturen pflegen das Einsiedlertum.
Wer weiß: vielleicht gehört das auch zum Menschen dazu, nur unsere eigene Kultur pflegt das nicht, und darum sind so viele seelisch unausgelastet?"

Ich mag Ihre Kommentare sehr. Was das Einsiedlertum betrifft, denke ich, es wäre für viele Mitbürger eine gute Gelegenheit mal in sich zu gehen um ihre persönliche Haltung zu überdenken. Der Einsiedlerkrebs sucht sich eine Muschel um nicht gefressen zu werden. Einsiedler kennen keinen Egoismus, weil alleine. Sie suchen sich Nahrung und leben im Einklang mit der Natur. Philosophisch, ich weiss. Realitätsfremd dito. Dennoch macht oftmals ein Hinterfragen der derzeitigen Lebenssituation den Kopf frei für persönliche Alternativen.

Ein Privileg des Staates bedingt ein anderes Privileg???

Wie kann das denn sein? Nur diejenigen, welche bereits ein großes Privileg des Staates genießen (vorrangige Impfung) sollen nun weitere Privilegien genießen dürfen?
Das ist eine absolute 2-Klassen-Gesellschaft. Und wo ist da nun die so hoch angepriesene Solidarität?
Eine Aufhebung der Testpflicht ist OK. Alles andere ist übertrieben.

Weiterhin wird dies dazu führen, dass sich nunmehr keiner mehr an die Regeln halten wird.
Für mich persönlich bedeutet es außerdem, dass ich mich nun so schnell wie möglich um einen Impftermin bemühen werde - auch wenn ich ihm damit jemand anderem, der ihn vielleicht dringender braucht, wegnehme (gestern hätte ich noch anders entschieden).

Ich bin bereits (beruflich)

Ich bin bereits (beruflich) geimpft, finde die ganze Diskussion aber auch absolut verfrüht.
Wenn es nur um die Testpflicht ginge, dann könnte man ja noch sagen - OK, Geimpfte ersparen sich jetzt halt die Zeit für den Test.

Aber die Aufhebung der Kontaktbeschränkungen, Ausgangssperren usw. nur für Geimpfte zu einer Zeit wo der Großteil aus Sorge um die eigene Gesundheit sich den Zeitpunkt herbeisehnt an dem Sie endlich geeimpft werden können ist schon ein wenig zynisch...

Noch schlimmer finde ich aber in diesem Kontext die Regelung für die "Genesenen".
Wenn jetzt ein 18 Jähriger die Wahl hat noch drei Monate auf seinen Impftermin zu warten, dann sechs Wochen bis zum Zweittermin um danach in einem halben Jahr endlich wieder rauszudürfen, oder aber jetzt ganz schnell den Kumpel mit Corona zu besuchen und dann in 2,5 Wochen alles zu dürfen?
Wie werden sich die meisten wohl entscheiden?
Und was ist mit denen die das eigentlich nicht wollen, aber wo der Rest der Clique so handelt?

Bis wir dran sind heißt es

Bis wir dran sind heißt es das zunächst die gefährdeten ihre Auffrischung brauchen.
Zudem kenne ich nun schon viele die sich vordrängeln weil sie die Vorteile haben wollen.
Ohne diese Privilegien wäre das Problem nicht da, als wäre die Impfung nicht Privileg genug

in einem altenheim

in der finnischen region Uusimaa (übrigens die höchste inzindenz im land mit 100,7) sind gerade vorgestern fünf senioren an Covid-19 verstorben, die allesamt beide impfungen vor monaten erhalten hatten.

Solidarität?

Kinder können noch nicht geimpft werden.
Junge Leute würden gerne geimpft, können sich bisher aber nicht registrieren.
Ältere sind / waren auf Solidarität dieser Gruppen angewiesen, um früh geimpft zu werden.
Nur um sich jetzt unsolidarisch zu zeigen und wieder alles tun zu dürfen?
Und wer will kontrollieren ob jemand geimpft ist oder nicht? Bei der jetzt schon zu großen Anzahl Maskenverweigerer fühle ich mich unwohl, dann werden alle Ignoranten und Leugner problemlos ohne Maske unterwegs sein. Toll fürs Infektionsgeschehen, denn es sind auch die Leute, die auf Kontaktbeschränkungen pfeifen und potentiell eher infektiös sind.
Das ist nicht solidarisch mit all denen, die mal wieder ihre Kinder Zuhause haben, weil Kindergarten und Schule geschlossen sind.
Hebt alle Beschränkungen auf, wenn jeder ein Impfangebot bekommen hat.

Am 29. April 2021 um 19:16 von mj_shepherd

Es darf/kann/soll nach aktuellem Stand nicht jeder geimpft werden der es möchte...

Wer zu gesund ist, keine pflegebedürftigen Angehörigen hat, nicht in einem zur Impfung berechtigten Arbeitsverhältnis arbeitet oder zu jung ist, hat wohl Pech gehabt. Die Person kann also dann nicht an Lockerungen partizipieren... Vor allem die Jugend dürfte das recht stark treffen..
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Im Moment ist es ohnehin müßig, weil ohnehin fast überall geschlossen ist. Wenn sich das ändert, können sich diejenigen, die noch nicht geimpft sind, freitesten.
Warum aber sollte ein Geimpfter sich testen lassen ? Er verbraucht nur Zeit und Resourcen, oder sind Sie der Meinung, dass diejenigen sich unnötigerweise wegen der Gleichbehandlung auch testen lassen müssen, egal wie unsinnig das wäre ?

Geimpfte

Wer vollständig geimpft ist, muss keine Beschränkungen mehr dulden. Jeder der sich insoweit an ein Gericht wendet, wird obliegen. Denkbar ist vielleicht noch eine Maskenpflicht. Von daher muss gehandelt werden und das Justizministerium weiß das auch. Mit Zweiklassengesellschaft hat das wirklich nichts zu tun. Freuen wir uns für die Geimpften.

Ich gebe Ihnen völlig Recht

Ich gebe Ihnen völlig Recht bei den Auswirkungen durch die entfallenden Personenbeschränkungen, die ich für höchst gefährlich ansehe.

Ich gehöre zur wahrscheinlich letzten Gruppe, die ein Angebot erfahren wird. Dennoch muss man auch anerkennen, dass die ersten Geimpften quasi die ersten Probanden waren und die Impfung nicht nur sie selber besser schützt, sondern auch eine solidarische Handlung darstellt.
Ich finde die Solidarität muss im richtigen Maß erfolgen. Wenn die Impfung bedeutet, dass Geschäfte/Hotels dadurch neben negativ Getesteten und unter eingehaltenen Hygienekonzepten genügend Kunden haben, die Wirtschaft wieder anläuft und damit genügend Steuern für das Allgemeinwohl und für zusätzliche Materialien in Schulen aufkommen, ist das gerecht und solidarisch. Denn wir Wartenden kommen auch bald dran.

Diese Pandemie sollte endlich dazu führen, dass Pfleger in jeglichen Betrieben mehr Entlohnung für ihre riskanten Jobs erhalten. Das wäre gelebte Solidarität!

@19:45 von Noam

//Die aktuelle Diskussion über die Lockerungen für Geimpfte wiederum zeigt wenig Solidarität mit der jungen Generation, die dank Impfpriorisierung kaum bis gar nicht von den Lockerungen profitieren wird. Zumal es diese und nachfolgende Generationen sind, die die Zeche für die enorme Verschuldung durch die Kriese zahlen wird.//

War zu erwarten, dass da wieder jemand ganze Generationen gegeneinander ausspielen möchte. Ganz ehrlich: Ich finde das widerlich.
Übrigens sind sehr viele Menschen, die deutlich jünger sind als ich geimpft,weil sie in Berufen arbeiten, in denen sich viele Kontakte nicht vermeiden lassen. Ich bin noch nicht geimpft (trotz div. Risikofaktoren) und finde es dennoch vollkommen in Ordnung, wenn z.B. Lehrer, Erzieher u.s.w. Vorrang haben.
Was die Verschuldung betrifft: Glauben Sie, dass Massenarbeitslosigkeit billiger wird als Kurzarbeit? Sind die Alten jetzt auch für die Verschuldung verantwortlich?
Bitte denken Sie nach! Und dies möglichst ohne Nabelschau.

@Demokrat49, 18:43

„Macht es mein Leben schöner, wenn mein geimpfter Nachbar nicht in die Kneipe darf? Hilft es mir, wenn andere auf Theaterbesuche verzichten müssen, weil ich noch nicht geimpft werden konnte?

Nein.“

Sie stellen genau die richtigen Fragen. Missgunst macht niemandes Leben schöner. Man muss auch gönnen können. Da haben letztlich alle was von (also auch man selbst):

„Aber es würde mir helfen, wenn diejenigen, bei denen eine Übertragung sehr unwahrscheinlich ist, durch ihre Besuche z.B. mithelfen würden, meinen Lieblingsitaliener am Leben zu erhalten ...“

17:25 von Demokrat49

Und während Millionen Kinder und Jugendliche 1,5 Jahre Solidarität zeigen mussten, in der Öffentlichkeit angefeindet worden sind, ihre Entwicklungsmöglichkeiten beschnitten worden sind, Kinder in ohnehin prekären Verhältnissen überhaupt nicht mehr am Unterricht teilnehmen konnten, obwohl Schulen nicht im geringsten mehr zum Infektionsgeschehen beitrugen als Betriebe, während Lehrer keine Impfungen bekommen aber der Betriebsarzt von BASF, VW oder BMW...

Und jetzt, da die achso gefährdeten ihre Impfung haben, gehts erstmal schön in den Urlaub... sitzt man zu zehnt beim Bäcker und gibt sich Küsschen... nur Hänschen teilt sich weiter das Tablet mit seinen 4 Geschwistern...

Wo ist Sie denn jetzt die Solidarität.... Grundrechte sind nicht an Bedingungen geknüpft... sonst würden Sie nicht Grundrechte heißen... Wenn die Gefährdeten Geimpft sind, können ja jetzt auch alle wieder loslegen... keine Erleichterung für Einzelne, bevor nicht alle Kinder in der Schule sind...

@ weingasi

Da Impfverweigerer jedoch nach wie vor eine Gefahr darstellen, muss für sie die Einschränkung auch weiter gelten.
Für mein Verständnis bis die Pandemie quasi beendet ist.
Oder sehe ich das verkehrt ?

Meiner Meinung nach sehen Sie das verkehrt. Die Pandemie ist ein weltweites Phänomen, das so schnell nicht beendet sein wird. Aber in Deutschland wird ab etwa August der R-Wert dank der Impfung nicht mehr über 1 steigen können. Die letzte Welle ebbt dann ab.
Impfgegner werden aber niemals die gleichen Rechte wie Geimpfte haben können. Und das ist kein böser Wille oder ungerecht. Das ist folgerichtig.

20:07 von Sisyphos3

«eine sehr gefährliche Diskussion
wenn man dezent anmerkt Handlungen oder Eigenheiten könnten kulturell bedingt sein.»

Eine mühelos kinderleichte Diskussion.

Ohne jede Art von Gefahr, so man sich nicht in verbalen Plattitüden verzettelt, und nicht das "Wir" oder das "Die" für ganze Völkerschaften in die Schlacht schickt.

@20:21 von Opa Klaus @Sausevind 19:43

//Dennoch macht oftmals ein Hinterfragen der derzeitigen Lebenssituation den Kopf frei für persönliche Alternativen.//

Das klappt aber nur, wenn der Egoismus nicht schon vorher dominiert hat.

Am 29. April 2021 um 20:13 von Bullok

Zitat: Sorry erst zurück stehen um bestimmte Gruppen zu schützen, dann zurück stehen da noch kein Schutz möglich. Sorry geht gar nicht. Soviel Solidarität sollte doch wohl möglich sein.

Sie haben wie viele andere hier eine seltsame Auffassung von Solidarität.

Ich war Zeit meines Lebens ein solidarischer Mensch und immer bereit dazu meine eigenen Interesen zurückzustellen. Solidarität macht aber nur Sinn, wenn sie dem, mit dem ich solidarisch sein will, auch etwas nützt. Nutzlose Solidarität ist Unsinn.

Am 29. April 2021 um 19:16 von schabernack

Das Corona-Märchenbuch ist schon jetzt noch viel dicker mit mehr Seiten drin als Ilias & Odyssee und Krieg & Frieden zusammen.
__
Wenn das Ende von Corona auch das Ende Ihrer herrlichen Kommentare bedeuten würde, könnte das Virus (in abgeschwächter Form) ruhig bleiben.
Mir würde effektiv etwas fehlen;)

Dass Geimpfte wieder

allmählich zur Normalität geführt werden, ist an sich richtig.
Aber was wird aus denen, die sich - wie ich - nicht impfen lassen? Für immer in den Rechten beschnitten? Oder kommt die Impfpflicht doch durch die Hintertür?

Am 29. April 2021 um 18:43 von Demokrat49

Zitat: Aber es würde mir helfen, wenn diejenigen, bei denen eine Übertragung sehr unwahrscheinlich ist, durch ihre Besuche z.B. mithelfen würden, meinen Lieblingsitaliener am Leben zu erhalten ...

Vielen herzlichen Dank für die Einladung.

Wo muss ich hin kommen?

;-)

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