Ihre Meinung zu: Reaktion auf "#allesdichtmachen": "Ihr habt eine Grenze überschritten"

25. April 2021 - 17:58 Uhr

Die Video-Aktion "#allesdichtmachen", mit der mehr als 50 deutsche Schauspieler die Corona-Maßnahmen kritisierten, stößt auf viel Unverständnis. Mediziner und Pflegekräfte haben nun eine Gegenaktion gestartet.

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Kommentare

Kritik

Das Problem ist nicht die Kritik an sich (klar!). Das Problem ist es, und dies hätten die Teilnehmer wissen müssen (und Hr. Brüggemann hat nach eigener Aussage sogar damit gerechnet), dass Ironie und Satire bei dieser Thematik nicht angebracht ist und von vielen nicht verstanden wird. Die Diskussionen zu Thema Corona sind in Deutschland schon seit einiger Zeit überhitzt.

Mit Graus muss ich beobachten...

...wie sich unsere Gesellschaft immer mehr spaltet!

Dumm gelaufen....

damit ist die Gunst der bekannten Fernsehsternchen massiv gesunken.
Statt die Bürger zu ermutigen solidarisch
die AHA Regeln einzuhalten, wurden in bester
Egomanie und Selbstinszenierung krude Gedanken und doppeldeutige Botschaften verbreitet. Wasser auf die Mühlen der rechten Demagogen.
Wie wäre es wenn die Damen und Herren ihre
Einnahmen aus den Serien und Tätigkeiten solidarisch mit denen teilen würden die z.Z. keine Unterstützung bekommen. Damit meine ich die Schauspiel Kollegen der kleinen und öffentlichen Bühnen. Das hätte wirklich ein Fanal gesetzt, aber so ist es nur
eine wirklich dumme und infantile Aktion geworden.

Was meint Herr Brüggemann damit?

>>In seinem Clip hatte Brüggemann gesagt: "Ich meine, nach 75 friedlichen Jahren sind uns doch in Deutschland die Geschichten längst ausgegangen, wir brauchen neue." Er appellierte an deutsche Politiker mit den Worten: "Lassen Sie es eskalieren! Nur dann haben wir am Ende spannende Filme."<<

Meint er, wir bräuchten wieder einen kleinen Krieg, damit er endlich wieder spannende Filme machen könne?

Ich bitte, mir meine unangemessene Ironie zu verzeihen.

zu "Dumm gelaufen ..."

Es wäre eine gute Idee, wenn die Teilnehmer an der Aktion zur Einhaltung der Regeln aufrufen würden. Dies hätte wahrscheinlich mehrere Effekte: 1) Die Infektionen könnten zurückgehen. 2) Es wären Öffnungen auch in Kultur/Kunst möglich. 3) Die Querdenker und ähnliche würden klar ausgegrenzt.

Da hat der Geschäftsführer (?) der SPD

geäußert, daß er Kritik von Alleinerziehenden verstanden hätte, nicht aber von der "Loft"-Kommune (den genauen Text habe ich nicht im Gedächtnis gespeichert, da diese Aussage problematisch ist).
.
Welche Chance hat eine Alleinerziehende auf dem Land, ihre Meinung zu äußern? Keine, da sich weder Politik noch Medien dafür interessieren.
.
Die Reaktion auf die Äußerungen der Schauspieler zeigt, wie vergiftet inzwischen das Klima ist, daß jede Kritik sacrosanct ist.

#allesdichtmachen

Eine Grenze überschritten?
Glaube ich eher nicht
Ich möchte das gar nicht in den Bereich Meinungsfreiheit drücken.
Ich finde es gut was gerade im Bezug auf #allesdichtmachen passiert.
Es startet eine Diskussion.
Eine zugleich sehr öffentliche Diskussion.
Ich erkenne sehr wohl, dass bestimmte politische Gruppen hier versuchen werden Profit aus dem ganzen zu ziehen. Aber ich finde es gut das man in eine Diskussion einsteigt.
Wo hat uns die Corona Politik hin geführt?
Woher kommt die Inzidenzzahl 165 für Distanzunterricht?
Wie groß ist der Anteil an Willkür und wie viel basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen in der Corona Politik?
Muss der gesamtgesellschaftliche Aspekt mehr in den Vordergrund treten?
1000de Fragen sind offen!

Nein auch ich möchte keine Triage.
Sehr wohl möchte ich, dass jeder gut durch die Pandemie kommt.

Aber die Gesellschaft hat ihr Recht auf sich aufmerksam zu machen.
Und wenn 50 Künstler ihre Möglichkeiten nutzen ist das ein guter Anfang.

Satirekritik

Ein ganzes Land übt sich in Satirekritik. Bei 50+ Clips ist da natürlich auch für jeden was dabei, woran man sich aufhängen kann. Die NS-Verharmlosung durfte da natürlich nicht fehlen.
Sehr interessant auch, die nun schon wiederholt getroffene Feststellung, dass Satire einfach nicht differenziert genug ist und der Kontext fehlt.
Wenigstens ist die Diskussionskultur in diesem Land entgegen der Anwürfe dieser Künstler völlig in Ordnung. Rote Linien gibt´s jedenfalls nicht, nönö.
Übrigens wünscht sich eine Freundin bereits seit Anfang 2020 einen effektiven Lockdown wie in Neuseeland oder China. Dürfen sie und Gleichgesinnte nun auch gegen den Mehrheit lospoltern, der die vielen Toten offensichtlich nichts bedeuten?

um 18:09 von DerOstbayer

Wenn eine Botschaft falsch verstanden wird, ist es unredlich, einfach automatisch dem Empfänger die Schuld zu geben. Es kann auch am Sender liegen - und das war hier der Fall.

Meinungsfreiheit in Gefahr?

Ich finde das Video sehr gut. Es findet in keinem Video eine Verhöhung der Opfer statt. Auch findet keine Verharmlosung der Situation auf den Intensivstationen statt. Es geht um die von der Bundesregierung erlassenen Maßnahmen und die nicht vorhandene kritische Berichterstattung darüber. Dass sollte von der Meinungsfreiheit gedeckt sein.

Ich möchte den Schauspielern

Ich möchte den Schauspielern meinen herzlichsten Dank für den Mut zu ihrer Kritik aussprechen. Die geistreiche Art sich über die Corona Maßnahmen lustig zu machen hat mich geradezu überwältigt. Gerne würde ich noch länger und lobender auf die Aktion eingehen, leider muss ich mich aber noch ein paar Stunden hinlegen bevor meine Nachtschicht beginnt. Was mich aber tröstet, ist dass sie ja bereits soviel Zuspruch von Seiten der AfD, Querdenker und sogar von Hans Georg Maaßen erhalten haben. Ich werde sicher bei der Betreuung meiner an Corona erkrankten Patienten an ihre humorvollen Videos denken.

Das ist eine Spitzenreaktion

„..Mediziner und Pflegekräfte haben nun eine Gegenaktion gestartet: "#allemalneschichtmachen".

Und das bei der knappen, angespannten Freizeit!

@ um 18:10 von unbutu77

>wurden in bester
Egomanie und Selbstinszenierung krude Gedanken und doppeldeutige Botschaften verbreitet. Wasser auf die Mühlen der rechten Demagogen.<

Das was sie hier gerade machen nennt man jemanden in die Rechte Ecke stellen!

Es braucht Diskussion

Keiner der Künstler hat durch durch leidenschaftliche Reden politisch aufgehetzt oder aufwiegelt.

Aber es ist ein guter Anstoß für offene Diskussionen.

Sie aber werfen diese 53 Künstler mit Demagogen in einen Topf

warum werden eigentlich Schauspieler so ernst genommen ?

Nur weil die in den Medien kommen rechtfertigt das doch nicht
die ernster/weniger erster zu nehmen als Putzfrauen/Friseusen/Maurer/Schreiner .... Lehrer
oder rechtfertigt ne entsprechende Berufsausbildung bei denen eine Qualifikation
wie wenn man nen Arzt zu Corona befragt oder nen Feuerwehrmann zur Feuerbekämpfung

Ich habe mir alle Beiträge angeschaut

und kann weder Verunglimpfungen von Kranken, PflegerInnen oder ÄrztInnen erkennen. Sicherlich ist ein gewisses Maß an Intelligenz erforderlich, um satirische Stilmittel zu erkennen und sicher einzuordnen, aber dass nun ein derart heftiger Shitstorm gegen Liefers und Co. vom Stapel gelassen wird, lässt sich für mich nur so so erklären: Touché.
Offenbar gibt es einen unsäglichen Dreiklang im Umgang mit ernsthafter Kritik am Regierungshandeln im Bereich Corona/Covid: 1. KritikerInnen sind Rechtsaußen oder 2. KritikerInnen verunglimpfen Menschen im Gesundheitswesen oder 3. KritikerInnen verunglimpfen Opfer der Pandemie (oder eben alles zusammen). Das halte ich für unangemessen, tendenziell undemokratisch und sehr gefährlich. Wer möchte, sollte sich Liefers Beitrag vom 04.11.89 ansehen. D mearkt man nämlich schnell, dass der Mann keine "Hohlbirne" ist und man im Zweifel vielleicht eher selber nochmal nachdenken sollte statt ihn niederzumachen.

Es geht manchen zu gut!

>>In seinem Clip hatte Brüggemann gesagt: "Ich meine, nach 75 friedlichen Jahren sind uns doch in Deutschland die Geschichten längst ausgegangen, wir brauchen neue." Er appellierte an deutsche Politiker mit den Worten: "Lassen Sie es eskalieren...<<

Hier scheint mir der Schlüssel nicht nur zu dieser Perversion eines demokratischen Diskurses zu liegen: Manchem ist das Leben im Hier und Jetzt einfach zu friedlich - pardon, zu langweilig.

Da scheint es manchem viel interessanter, das Leben nach einem Tatortdrehbuch ablaufen zu lassen. So wie sich viele Menschen bereits in ihrer social-community viel heimischer fühlen als im echten Leben mit echten Menschen.

Ich denke, die spektakuläre Größe einer funktionierenden Demokratie wird vielen erst bewusst werden, wenn sie nicht mehr da ist.

Bis dahin gucken wir aber jeden Sonntag Tatort und reiten einem neuen Abenteuer entgegen. Aber bitte nur in der Phantasie!

Anstatt zu spalten kann man auch verstehen

Jede Konversation kann man als Angriff interpretieren und mit groben Waffen zurückschlagen oder man kann jede wutige Äußerung als Gesprächsangebot auffassen...

Ich weiß nicht ob die Protagonisten der ursprünglichen 53 Videos in ernsthaften Schwierigkeiten sind, aber sie stehen stellvertretend für eine Branche deren Größe die aller Autobauer übersteigt und die seit nunmehr einem Jahr defacto Berufsverbot haben. Da viele dieser Branche nie ein stetes Einkommen hatten, sondern allenfalls ein Auskommen, greifen auch keine Kurzarbeiterregeln.

Wenn ich lese was nun alles unterstellt wird, welche üblen Verbindungen gezogen werden, dann muss ich sagen man kann Menschen mit einem berechtigten Anliegen auch absichtlich falsch verstehen.
Zynisch und verantwortlich für 80000 Tote sind nicht ein paar Schauspieler, sondern Regierungen, die Impfstoffnationalismus üben, die nicht bereit sind Patente für frei zu erklären und in vielen Entscheidungen im Interesse der Wirtschaft halbherzig reagierten.

Gute Gegenaktion des med. Personals

Über die Aktion der Schauspieler war ich mehr als verwundert, hatte ich diese doch vorher eine bestimmte Intelligenz zugeordnet.

Dass Mereth Becker jetzt erst bemerkt hat, dass alles der Wirtschaft untergeordnet ist, war schon eigenartig. Bekommt man vielleicht erst mit, wenn man selbst betroffen ist- keine Ahnung.
Dabei ist unser ganzen System des Kapitalismus doch darauf ausgebaut- auf eine immens starke Wirtschaft, der alles untergeordnet wird: Klimaschutz, Umweltschutz, Gesundheitsfürsorge...

J-J Liefers meinte, dass man doch auch an die denken sollte, die unter den Massnahmen leiden- nun ja, jeder hat damit zu kämpfen ,aber das ist nun mal jetzt zweitrangig, wenn es um Menschenleben und Pandemiebekämpfung geht.

Und für jeden, der durch Covid einen Menschen verloren hat und/oder auf Intensivstationen das Leid der Kranken und Angehörigen erlebt, war diese Aktion ein Schlag ins Gesicht!

Eigene Meinung ist wichtig

Warum ist das falsch, was die Künstler da satirisch sagen? Nur weil die Querdenker und die AfD eine ähnliche Meinung haben?

Wenn ich schreibe/sage: der Schnee ist weiss und die Querdenker bzw. AfD stimmen mir zu und beklatschen meine Aussage - ist dann diese Aussage falsch oder schlecht? Oder ist alles, was auch im entferntesten die Meinung von AfD oder Querdenker sein könnte, immer nur zu kritisieren?

@18:09 von DerOstbayer

"Das Problem ist nicht die Kritik an sich (klar!). Das Problem ist es, und dies hätten die Teilnehmer wissen müssen (und Hr. Brüggemann hat nach eigener Aussage sogar damit gerechnet), dass Ironie und Satire bei dieser Thematik nicht angebracht ist und von vielen nicht verstanden wird. Die Diskussionen zu Thema Corona sind in Deutschland schon seit einiger Zeit überhitzt."

Ich bin da ganz anderer Meinung. Gerade in solchen Zeiten kann etwas Humor nicht schaden, auch wenn da nun nicht jeder lachen kann, wobei Satire eigentlich oft auch selbstironisch ist. Nur in diesem Fall wird vehement bestritten, dass auch nur ein Körnchen Wahrheit in den Spitzen dieser Satire liegt, was offenbar für alle 50 Videos gilt, denn eine Differenzierung seitens der Kritiker habe ich nicht vernommen.

Es wäre schön, ...

... wenn sich alle wieder einkriegen würden.

Es gab eine Aktion. Manche fanden sie gut, andere nicht. So ist das nun mal im Leben.

Heute allerdings kann man machen oder sagen was man will, es wird immer jemanden geben, der einen Shitstorm lostritt. Völlig unabhängig davon, was das Thema oder wie die Art und Weise war.

Auch der Shitstorm wird im Sande verlaufen. Und was bleibt am Ende? Vorwürfe, Beleidigungen, noch mehr Wut und Hass.

Einfach mal mit den Schultern zucken und sagen „Nee, gefällt mir nicht.“ und fertig. Hätte es auch getan.

war doch alles nur ironisch gemeint

gehört mit zu den dümmsten Ausflüchten, wenn man dabei ertappt wird, wie man sich über andere erhebt und bei der Nabelschau die eigene Körperoberfläche verlässt und glaubt, anderen die Welt erklären zu müssen.
"Satire verzerrt die Realität bis zur Kenntnlichkeit" ist ein kluger Spruch. Erkannt wurde hier allerdings nur die reale Schlichtheit der Autoren dieses unsäglichen Theaterstücks.

Einer der größten Satiriker in meinen Augen, der gute alte Samy Drechsel, sagte auf die Frage, ob seine Zuschauer wohl nachdächten, wenn sie lachten: "Ich glaube schon. Aber wissen Sie, nachdenken. Jahrelang haben wir versucht, die Leute zum Nachdenken zu bringen. Das ist alles Blödsinn. Vorher denken sollen die."
Wie passend.

immer mehr spaltet?

von Lobosch @

Nein, diese Spaltung hat es schon immer und leider schon lange gegeben, nur durch die schlimmen heutigen Verhältnisse wird es jedem klar sichbar.

Die "Eliten" aus Kunst, Politik, Sport und Kultur haben doch schon sehr oft mit dem Zeigefinger auf die leistungserbringer Ihrer Alimentierung gezeigt.

Wasser für Euch und Wein oder Blattgold auf mein Steak für mich.

>Der "Tatort"-Schauspieler

>Der "Tatort"-Schauspieler Jan-Josef Liefers verteidigte hingegen in der Radio Bremen-Talkshow 3nach9 seine Teilnahme. Es gebe nicht nur auf der Seite der Erkrankten Trauer und Leid, "sondern auch auf der Seite derer, die unter diesen Maßnahmen inzwischen nun wirklich anfangen zu leiden". Diese Menschen sehe er "nicht so richtig vertreten". Gleichzeitig räumte Liefers ein, "dass vielleicht Ironie wirklich ein ungeeignetes Mittel ist".<
- Die Ironie war tatsächlich ungeeignet. Dass es seit über einem Jahr nur um Infizierte und Tote (mein Mitgefühl) geht und dass z.B. J-J Liefers versucht auf die anderen leidenden Menschen aufmerksam zu machen, deren Leiden und Entbehrungen scheinbar nicht ernst genommen werden, das war gut und mutig - in unserer verängstigen Gesellschaft. AHA- Regeln und die Eigenverantwortung sind ohne Zweifel sinnvoll, der Dauerlockdown - sinnlos, wie die Zahlen zeigen, und schädlich. Darum sollte es unbedingt gehen. Darüber sollte man viel mehr reden und zeigen.

@ um 18:10 von Lobosch

vielleicht ist es besser ausgedrückt

Gespalten wird.

Wo ist der Platz für offene Diskussion?
Ist nicht der, der ein wenig aus der Mitte rückt schon in einer Ecke?

Auch hier im Forum sind fast alle Corona Diskussionen schwarz oder weiß.
Darf man nicht mehr bunt sein?
Wer anders denkt wird häufig von der anderen Seite in eine Ecke gestellt.

Ich habe 45 verfügbare Videos in voller Länge gesehen.
Ca. jedes 2te hat mich zum Nachdenken gebracht.

@ 18:09 von DerOstbayer

„ dass Ironie und Satire bei dieser Thematik nicht angebracht ist“

Warum nicht? Natürlich kann man auch bei diesem Thema die Arbeit der Regierung ironisch kritisieren. Man muss es halt so machen, dass wirklich die Regierung kritisiert wird und sich nicht Ärzte und Pflegepersonal vera..... fühlen. Wie Kritik, Ironie usw. ankommt entscheidet nicht der, der sie äußert, sondern der, der sie hört. Und wenn sich die Macher missverstanden fühlen, dann haben sie sich missverständlich ausgedrückt.

Die heute-show ist mittlerweile auch sehr ungnädig mit der Coronapolitik der Regierenden. Geht schon und soll auch sein. Ist ja wirklich nicht alles toll.

Man darf die aber jetzt auch nicht alle über einen Kamm scheren. Zum Beispiel Wotan Wilke Möhrings Beitrag ist jetzt für mich nicht so lustig, wie er ihn vielleicht findet (Geschmackssache), aber sicherlich unverdächtig rechts zu sein oder Ärztinnen nicht ernst zu nehmen.

Ich schaue mir aber sicher nicht alle an.

Späte Einsicht nach einem traurigen Auftritt

Die Schauspieler, allesamt namhafte Darsteller, haben sich mit ihrer oberflächlichen und niveaulosen Kritik an dem Krisenmanagement der Politik letztlich denjenigen angedient, die Corona von Beginn an verleugnet oder verharmlost, also keinerlei Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie geleistet haben. Der Applaus der rechtspopulistischen Szene war somit auch unüberhörbar. Prominente Akteure in Film und Fernsehen haben auch eine besondere Vorbildfunktion. Dass die sonst so textsicheren und gewandten Akteure nicht Ärzte, Schwestern und Pflegern zu Seite standen, sondern sich dem rechten Mob angedient haben, wirft einen Schatten auf sie. Dilettantismus pur - aber immerhin zeigten die meisten (späte) Einsicht

Eher Entgleisung als Satire ...

... und schon gar nicht gekonnte.

Die Sache ist überaus vielschichtig, so nur zu einem Punkt.

TS: >>Auch der Präsident der Deutschen Filmakademie, Schauspieler Ulrich Matthes, verurteilte "#allesdichtmachen". ... "Und die Kolleginnen und Kollegen beklagen mittels dieser vermeintlichen Satire, dass dieser Diskurs nicht stattfände und geben damit - und das ist meine Hauptkritik - indirekt Schützenhilfe für die Querdenkerszene und die AfD."

Die Schützenhilfe für Querdenker und die AFD ist wohl zweifellos durch die begeisterte Aufnahme aus diesem Spektrum bestätigt.

Es bleibt die Frage (wobei sich die jeweiligen Autoren und Autorinnen unterscheiden können): vorsätzlich, fahrlässig oder ahnungs- bzw. gedankenlos. ? - Ich unterstelle einfach einmal durchweg das letzte. Was mich in diesem Fall dann doch ziemlich verblüfft. Denn soweit ich sie kenne, scheint mir keine(r) der Protagonisten "nicht von dieser Welt" resp. "auf den Kopf gefallen" zu sein.

Maßnahmenbefürworter kritisiert Maulkorb

Mir können die Maßnahmen kaum streng genug sein. Kontrollen inklusive. Sollte es dann nicht klappen, hätten wir sagen können, wir haben ALLE alles gegeben.
Es gibt aber eine Zeit nach Corona. Die Reaktionen auf die Kampagne lassen mich ahnen, dass es nicht unser größtes Problem ist die Pandemie zu bekämpfen:
Was nicht alles den Teilnehmern in den Mund gelegt wurde.
Mein "liebstes" war das Statement des Wissenschaftlers Sängerlaub im WDR: "Das ist ja das Wunderbare Meinungsfreiheit lässt ganz schön viel zu. Deswegen muss ich aber es nicht machen nur weil ich alles darf oder alles kann." Wohlgemerkt über die Meinung anderer, seine in dem Fall ausgenommen.
Schön auch das Timing, wenn es kritisiert wird. Wann denn dann?

Mein Standpunkt: Ich bin für harte Maßnahmen. Aber andererseits hat man die Gelegenheit diejenigen, die vom Lockdown hart getroffen wurden, ernsthaft dokumentarisch zu begleiten kaum genutzt, während unsolidarisch das "Jammern" weggeschoben wurde.

Am 25. April 2021 um 18:26 von Hirschauer

Zitat: Die Reaktion auf die Äußerungen der Schauspieler zeigt, wie vergiftet inzwischen das Klima ist, daß jede Kritik sacrosanct ist.

Was meinen Sie damit, dass jede Kritik unantastbar (sacrosankt) sei?

Schauspieler

leiden mit am längsten in der Krise. Sicherlich müssen die, die an dieser Aktion beteiligt waren, im Vergleich zu anderen Kulturschaffenden nicht darben. Aber ist es so falsch, auf die Lage derer aufmerksam zu machen, die seit Monaten keine oder nur wenig Einnahmen haben? Nein ist es nicht, aber man hätte bedenken müssen, welche politischen Strömungen das für sich schamlos ausnutzen werden. Die Politiker finden außer Lockdown und Berufsverbot keine anderen Lösungen für die Bekämpfung der Pandemie. Die Aussagen sind immer die Gleichen, noch 2 oder 3 Wochen, dann ist die Welle gebrochen. Nein das wird sie nicht sein, weil wohl nur das Impfen helfen wird. Und hier hat die Politik versagt, und sich gleichzeitig an der Pandemie bereichert. Das nenn ich schäbig und zynisch gegenüber Allen die seit Monaten am Limit arbeiten und finanziell keine oder nur sehr verspätet Hilfe erhalten.

Falsche Meinung

Die Videos sind für die Karriere der Schauspieler sehr abträglich. WDR-Rundfunkrat Garrelt Duin wird da schon deutlich.

zu "18:28 von MartinBlank"

Mit Teilnehmer meinte ich diejenigen, die die Aktion initiiert haben, d.h. teilgenommen haben. Man kann aus meiner Äußerung eher entnehmen, dass die Künstler diese Reaktion in Kauf genommen haben.

@fathaland slim (18:15)

Weder ist die Ironie unangemmessen noch muss Ihnen da irgendetwas verziehen werden.
Leider gibt es viel zu viele Kreative, die spannend nur per exessivem Mord- und Totschlag können. Und traurigerweise in der Geschichte der Menschheit noch nicht genug Beispiele finden.

Gemeinsamer Widerruf

Die Teilnehmer dieser missglückten Aktion sollten gemeinsam erklären, dass sie einen Fehler gemacht haben und um Entschuldigung bitten.

Die Aktion nun noch nachträglich zu rechtfertigen, macht nur noch alles schlimmer. Jedes Wort ist eines zuviel.

Geschichtsrevisionismus ?

Was hat das Ganze mit Anne Frank zu tun?

Günther Jauch hat die Schauspieler verteidigt in einem Interview für die „Jüdische Allgemeine“. Ich bin ebenfalls für das freie Wort.

Man versucht mit aller Macht die Schauspieler, die nicht mehr getan haben, als ihr Missfallen über die staatlichen Maßnahmen und deren Kommunikation zu äußern, zu diskreditieren und an ihnen Rufmord zu begehen.

Mittelweg ist nötig

Habe Verständnis für die Aktion. Wir müssen einen Mittelweg finden und auch verstehen, dass die Maßnahmen sowohl Schäden verhindern als auch Schäden verursachen.

Wünsche den Politikern viel Weisheit für diese Herausforderung.

Ironie und Satire

sind immer möglich.
Naja, zugegeben; das meiste von den Filmchen war eher nicht so richtig...witzig? Und so richtig der intellektuelle knüller waren sie auch nicht.
Na gut. Sie sind halt auch keine stand-up Kabarettisten. Das ist nicht ihr Job, die Schreiben sich ihren kram normalerweise nicht selber, insofern fehlt da ein bisschen das können.
Ich vermute das irgendwer von denen die die "Idee" hatten vorher die Videos von Theresa Hossa zum Thema gesehen hatten und sich dachten das man sowas in Reihe machen kann mit Profis, wegen der Reichweite....
...nur das sie halt Kabarettistin ist, daher teilweise viel schärfer, was aber die Ironie viel klarer macht. So klar das es auch keinen Applaus von der unironischen Seite gibt

Das Emporungstheater ist allerdings auch eindeutig zu unironisch, und, um dem Autokorekturprogram recht zu geben das ständig dazwischenfunkt, ja, auch zu unerotisch.

Das dieÄrzte und Pfleger vielleicht sogar gehör finden infolgedessen ganzen ist allerdings positiv.

Das ist wirklich dumm

Das ist wirklich dumm gelaufen. Natürlich haben sie auch das Recht auf freie Meinungsäußerung. Nur müssen diese auch mit dem daraus enstehenden Echo umgehen können. Was mich am meisten ärgert an der ganzen Geschichte ist, dass diese Schauspieler, vor allem Lievers, nicht gerade am Hungertuch nagen müssen.
Ich arbeite auch in einem Theater und seit über ein Jahr haben wir keine Veranstaltungen. Ich kann froh sein wenn ich nächstes Jahr noch einen Job habe. Trotz alle dem würde mir so eine egozentrische Aktion niemals einfallen. Wenn diese Menschen mehr Diskurs haben möchten dann können sie doch in den soz. Medien genug diskutieren. Tja, dumm gelaufen würde ich sagen. Und mit dem Shitstorm müssen sie jetzt umgehen können.

allesdichtmachen

Wenn ein Hr. Liefers in seinem ironischen Clip sagt: „Schließlich wissen nur ganz wenige Spezialisten, was wirklich gut für uns ist.“ dann weiß er entweder nicht, wovon er spricht, oder ist ein „Leerdenker“ oder sagt einfach ohne eigene Meinung nach, was ihm der Regisseur vorgibt zu sagen. Vielleicht hätte er sich mal über das John Snow Memorandum informieren sollen. Wenn in einem anderen Clip vom Märchen „des Kaisers neue Kleider“ gesprochen wird, ist das Corona- und Wissenschaftsleugnung und ganz klar der Leerdenker-Szene zuzuordnen. Da hilft dann auch kein nachträgliches Distanzieren davon. Die Aktion „allemalneschichtmachen“ ist aber sinnvoll, gerade wo jetzt jede helfende Hand gebraucht werden kann. Da kann auch ein Laie wie Hr. Liefers als Krankenpflegehelfer sinnvolle Aufgaben übernehmen.

Was darf Satire? Alles!

Satire ist ihrem Wesen nach zutiefst ungerecht und muss es auch sein. Diesen Satz habe ich mal irgendwo gelesen und er leuchtete mir sofort auch ein. Übrigens: Jan Liefers Chlip habe ich soeben gesehen und ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Alle mal locker machen!

Es gibt Keine Debattenkultur mehr in Deutschland

Als eine MDR Journalistin vor kurzem es in einer Wahlberichterstattung wagte, eine „bürgerliche“ Koalition aus AfD und CDU ins Spiel zu bringen, hätte sie das fast ihren Job gekostet.

Ich bin strikt gegen diese um sich greifende „Cancel Culture“.

@BuriedBumper, 18:33 Uhr

Herzlichen Glückwunsch zu diesem gelungenen Kommentar. Sie haben den Darstellern gekonnt "den Spiegel vorgehalten".

Am 25. April 2021 um 18:35 von Klaus1963

Zitat: Das was sie hier gerade machen nennt man jemanden in die Rechte Ecke stellen!

Die Zynikertruppe wird nicht in eine rechte Ecke gstellt. Sie wurde von dort sofort vereinnahmt. War das überraschend? Ich meine, dass das nicht der Fall ist. Vielmehr gesellt sich sprichwörtlich gerne gleich zu gleich.

Das akzeptieren einer anderen

Das akzeptieren einer anderen Meinung ist in Deutschland ein Fremdwort geworden.
Die Medien haben sich nicht mit den Vorwürfen der Künstler befasst, sondern nur die üblichen Nebelkerzen gezündet.
Jan Josef Lievers hat dem WDR ein Interview gegeben. Das sollte sich mal jeder Ansehen und anhören.
Mein Respekt den 31 Schauspieler die trotz medialen Druck weiter zu Ihrer Meinung stehen.

#allesdichtmachen

Man kann mit Sicherheit über die Form streiten, aber ich finde es schon sehr bedenklich das jeder der sich in irgendeiner Form negativ über die Coronamaßnahmen der Politik äußert (die doch sehr willkührlich wirken) von vielen Menschen als "Querdenker, Rechter oder Coronaleugner" bezeichnet wird. Die Politik hatte mehr als 1 Jahr Zeit sich Konzepte auszudenken, aber es ist nicht viel passiert. Es drängt sich lansgam der Eindruck auf, das es einfacher ist die Menschen einzusperren als Verantwortung für die mehr als deutlich sichtbaren Missstände bei Politik und Behörden zu beseitigen und verantwortungsvoll zu handeln.
Man muss sich dann nicht wundern, wenn einigen Menschen die Hutschnur platzt und sie vielleicht auch etwas über's Ziel hinausschießen.

18:35, Klaus1963

>>@ um 18:10 von unbutu77
>wurden in bester
Egomanie und Selbstinszenierung krude Gedanken und doppeldeutige Botschaften verbreitet. Wasser auf die Mühlen der rechten Demagogen.<

Das was sie hier gerade machen nennt man jemanden in die Rechte Ecke stellen!<<

Diejenigen, die sich in der rechten Ecke befinden, nennen das so. Nicht „man“.

>>Sie aber werfen diese 53 Künstler mit Demagogen in einen Topf<<

Nein, das tut der Forist, die Foristin nicht. Sie/er weist darauf hin, daß diese 53 Künstler Wasser auf die Mühlen dieser rechten Demagogen gießen.

Ich denke, dass diese Videos

Ich denke, dass diese Videos ein guter Anstoß für Diskussionen sein könnten, was ja anscheinend auch beabsichtigt war. Ich empfinde es jedenfalls als wohltuend, dass die Diskussion nun auch in eine andere Richtung gelenkt wird. Schade finde ich, dass die Kritik an den Medien und ihrer Berichterstattung nicht zur Selbstreflektion genutzt wird.

Muss das sein¿

Wer sich über die Corona-Schutzmaßnahmen lustig mache, "zeigt kein Mitgefühl für 80.000 Corona-Tote, ihre Angehörigen und die sorgenden Menschen", sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz,
#
Dem habe ich nichts hinzu zufügen.Einfach geschmacklos.

Nein. Der Journalismus hat eine Grenze überschritten.

Die scharfe Kritik der Schauspieler*innen ist absolut richtig.

Die Grenze ist längst von denen überschritten worden, die in den Videos kritisiert werden: Staat und Medien.

Der Staat hat Grundrechte eingeschränkt wie nie zuvor in der Geschichte der BRD. Die Medien haben anfangs dazu fast komplett geschwiegen.

Und bis heute bringt die Tagesschau einen "Liveblog", der 24 h am Tag Corona-Nachrichten liefert. Darunter auch echte Belanglosigkeiten.

Auch bekannte Medienforscher kritisierten das schon scharf! Beispiel hier:

https://www.sueddeutsche.de/medien/
russ-mohl-gastbeitrag-corona-panikorchester-1.5075025

@ tombino 18:36

Ich stimme Ihnen zu . Die ganzen Beiträge habe ich mir auch angeschaut.

Das Problem ist

das Schauspieler denken, sie seien wichtig, sind es aber nicht.
Das sind nunmal Wohlstandsberufe, die werden nunmal als erstes geschlossen, da unwichtig.

Diese Schauspieler und ähnliche Leute scheinen das nicht zu begreifen.
Jeder Handwerker ist wichtiger als ein Schauspieler...

Egal wie man zu der Aktion

Egal wie man zu der Aktion steht..ich habe hierin keine Verhönung der Opfer o.ä. entdecken können. Die Grundaussage , nämlich dass eine breitgefächerte Diskussion nicht stattfindet finde ich durchaus gerechtfertigt. Schließlich gibt es noch so etwas wie Meinungsfreiheit. Aber momentan fühlt sich ja jeder immer und für alles auf den Schlips getreten. Es gibt mitnichten Hotspots und überlastetes Personal. Keine Frage. Aber schon wesentlich länger als ein Jahr. Und jetzt plötzlich meint jeder er müsse für die Ärzteschaft sprechen. Gott sei Dank haben wir als Sprachrohr Doc Caro. Was würde die Ärzteschaft nur ohne sie machen? Ob sie die Meinung der Mehrheit vertritt..wer weiss?! Dargestellt wird es so. Ich vertrete ihre Meinung jedenfalls nicht.
Die Diskussionskultur in unserem Land ist nicht mehr vorhanden. Es gibt nur noch Dafür oder Dagegen. Die Studienlage spricht da etwas ganz anderes...vielleicht sollte man auch mal über den Tellerrand von deutschlands Besten Beratern schauen.

Allemalneschichtmachen

Sieben Enkel von 2 bis 21, selbst mit Vorerkrankungen über 70, gerade erstmalig geimpft, die Enkel von der KiTa über die ersten Klassen weiterführender Schulen bis zum Abi-Schreiber und Studi im 4. Semester, deren Eltern alle in diversen Jobs berufstätig, insgesamt in diesem Umfeld 4 Mediziner, davon einer als Intensiv-Arzt seit 14 Monaten im Dauereinsatz einer großen Klinik: Wer sollte da nicht so leiden wie unsere Fatal-Satiriker / Zyniker*innen.
Die alle sollten das Angebot der „medizinischen Gegenkraft“ annehmen und dann entscheiden, ob sie weiter wie Psycherl agieren, oder wie die Geigerin aus unserer nahen Bakanntschaft, die nur sehr mäßig von den geringen Tandiemen leben könnte, ihr sicher meist leicht komfortableres Leben in die Hand nehmen und sich „durchbeißen“, bis diese extreme Phase durchgestanden ist.
Zusätzlich wäre als Lernarbeit eine gerechte Pflichtaufgabe, den NDR-Podcast kpl. anhören zu müssen. Das würde virologisch-epidemiologisch solide bilden!

Das Video geht mir sehr nahe

und ich verstehe den Zorn der unzähligen Menschen, die seit Jahren in diesem Gesundheitssystem alles geben, und mit dieser Pandemie am absoluten Limit sind. Und das sind weit mehr, als 53 intellektuelle Stimmen mit fernem, und mäßigem Inhalt - bis hin zur Erzählung der quasi "Lügenpresse" und dem unsäglichen "System-Medien" Palaver - ziemlich unverhohlen von Herrn Liefers postuliert - der sich genau diese Agenda auf die Brust heftete, aber natürlich ohne damit bitte in irgend einem Zusammenhang gesehen werden zu wollen.

18:52, Dimitri29

>>Falsche Meinung
Die Videos sind für die Karriere der Schauspieler sehr abträglich. WDR-Rundfunkrat Garrelt Duin wird da schon deutlich.<<

Sie meinen, Garrelt Duin wäre für die Karriere von Schauspielern sehr wichtig?

@Gogolo

"Wenn ich schreibe/sage: der Schnee ist weiss und die Querdenker bzw. AfD stimmen mir zu und beklatschen meine Aussage - ist dann diese Aussage falsch oder schlecht? Oder ist alles, was auch im entferntesten die Meinung von AfD oder Querdenker sein könnte, immer nur zu kritisieren"

Ganz schlechtes Beispiel. Schnee ist weiß, das ist Fakt und läßt sich wissenschaftlich beweisen. Das zu erkennen traue ich auch der Afd zu.
Die subjektive Beurteilung von Maßnahmen gegen die Pandemie ist ganz anders zu bewerten.
Niemand mußte die Schauspieler in die Ecke stellen, das haben Afd und Querfeldeindenker sogleich selbst besorgt und die Videos umgehend für ihre Agitation einkassiert.

@DerOstbayer

"Es wäre eine gute Idee, wenn die Teilnehmer an der Aktion zur Einhaltung der Regeln aufrufen würden."

Gehen Sie mal auf die Straße, dort sehen sie genügend Beispiele die auffordern die Regeln einzuhalten.
Aber es gibt Leute denen geht dies auf die Nerven! Und auch zu Recht!

"1) Die Infektionen könnten zurückgehen"

Ihr Konjunktiv gefällt mir.

"2) Es wären Öffnungen auch in Kultur/Kunst möglich."

Es gibt bereits Studien die bestimmte Öffnungen bei Kultur und Kunst zulassen würden. Hygienekonzepte wurden entwickelt und auch technisch aufgerüstet.
Dennoch sind die Bereiche geschlossen, weil unwichtig!

"3) Die Querdenker und ähnliche würden klar ausgegrenzt."

Augrenzung führt zu Extremismus. Wollen Sie das?
Diese Schauspieler haben einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass sich unsere Gesellschaft nicht noch weiter spaltet!

@BuriedBumper

Danke!

DAS nenne ich gelungene Satire.

@18:42 von Thomas D.

//Einfach mal mit den Schultern zucken und sagen „Nee, gefällt mir nicht.“ und fertig. Hätte es auch getan.//

Aus meiner Sicht reicht das in diesem Fall nicht. Zumindest sollte man deutlich machen dürfen, dass man mit dem, was man uns hier als (teils geschmacklose) Satire verkaufen wollte, diejenigen trifft, die durch Corona Angehörige verloren haben und auch jene, die unter Langzeitfolgen leiden. Wenn aber Satire die Falschen trifft, war sie dumm. Soviel sollte man sagen dürfen. Und diese Kritik sollten diese Schauspieler aushalten können.

Und aktuell Betroffenen sollte man auch eine besondere Empfindlichkeit zugestehen. Das gilt zur Zeit auch für das Personal auf den Intensivstationen.

@Olivia59

"Übrigens wünscht sich eine Freundin bereits seit Anfang 2020 einen effektiven Lockdown wie in Neuseeland oder China. Dürfen sie und Gleichgesinnte nun auch gegen den Mehrheit lospoltern, der die vielen Toten offensichtlich nichts bedeuten?"

Ihre Freundin und Gleichgesinnte dürfen sich gerne an einer regen Diskussionskultur anschließen. Denn dies war das Ziel dieser Video-Aktion!

Aber viele Menschen verstehen Satire nicht und sehen dies als direkten Angriff. Satire soll zum Nachdenken anregen, anscheinend haben dies einige Menschen komplett vergessen.

18:58, scio_me_non_sciere

>>Gemeinsamer Widerruf
Die Teilnehmer dieser missglückten Aktion sollten gemeinsam erklären, dass sie einen Fehler gemacht haben und um Entschuldigung bitten.

Die Aktion nun noch nachträglich zu rechtfertigen, macht nur noch alles schlimmer. Jedes Wort ist eines zuviel.<<

Nein, stalinistisch inspirierte Selbstkritik wäre unangemessen.

@Dimitri29, 18.52

"Die Videos sind für die Karriere der Schauspieler sehr abträglich. WDR-Rundfunkrat Garrelt Duin wird da schon deutlich."
Genau das macht die Sache so gefährlich: dass die Karriere eines Menschen dadurch in Gefahr gerät, dass er eine Meinung (meinetwegen eine falsche, oder eine idiotische, aber immerhin eine, deren Freiheit garantiert ist) vertritt und deswegen kaltgestellt wird.
Und hier dürfte sich die ARD mal wieder besonders hervortun; denn hier (und da gehört TS dazu) gibt es offenbar zulässige Meinungen, die alle in eine bestimmte politische Richtung zielen, und unzulässige, die dann zensiert werden müssen, weil sie "den falschen Leuten nutzen könnten".
Es ist kein Zufall, dass sich mittlerweile weit über 200 Professoren zu einem Netzwerk Wissenschaftsfreiheit zusammengeschlossen haben.
Ich bin im übrigen auch ein Befürworter harter Corona-Maßnahmen, respektiere aber auch die Freiheit abweichende und sogar abwegige Meinungen zu vertreten und zu äußern.

Kritik muss möglich sein

Ich habe mir den Beitrag der Schauspieler komplett angeschaut. Man kann das gut oder schlecht finden, alles okay. Nur eine kritische Meinung zu untersagen, weil sie von anderen Missbraucht oder benutzt werden kann, finde ich falsch. Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Sowas und ähnliches kennzeichnet totalitäres Verhalten. Die Schauspieler leugnen auch nicht den Virus und verhöhnen nicht die Erkrankten und Toten. Sie nutzen ihr Arbeitsmittel, um auf ihre Lage aufmerksam zu machen. Wie wollen wir in unserer Gesellschaft weiter leben, wenn jede Äußerung in Frage gestellt wird und es nur eine Meinung geben darf. Es gibt auch andere Opfer des Virus, Kulturschaffene, Restaurantsbesitzer, Einzelhändler, Kino und Theaterbetreiber, Kurzarbeiter und Arbeitslose uvm.. Auch diese Menschen dürfen auf ihre Lage aufmerksam machen.

19:00 von Der Lenz

XD wegen der Autokorrektur. Sie haben durchaus Talent.

@war doch alles nur ironisch gemeint 18:44 frosthorn

"Das ist alles Blödsinn. Vorher denken sollen die."
Schön gesagt, aber Christoph Waltz
https://de.wikipedia.org/wiki/Christoph_Waltz
hat das in der SZ kürzlich noch treffender beschrieben,
indem er seine Genervtheit über viele
dieser 'Kritiker' (Leugner/Verschwörbler) so kundtat:

'Mich nerven die alle inzwischen,
solange die nur entlang ihres Brettes vorm Kopf denken können'

Am schlimmsten fand ich Jan Josef Liefers Ausfälle

Er kam im WDR-Interview sofort mit DDR-Vergleichen, als der Moderator ihn fragte, ob er wirklich "so naiv" gewesen sei. Und das sagt viel über die Kritikfähigkeit eben dieses Herrn Jan Josef Liefers aus.
.
Mit seinem Beitrag zog der Schauspieler Liefers unsere Medienlandschaft in den Dreck. Eine Medienlandschaft die weltweit als eine der vielseitigsten angesehen werden kann. Unfassbar viele "Gegenstimmen" gab es zur Pandemie. Die Journalisten fast aller (!) Medien machen bis heute einen verdammt guten Job. Wenn Herr Liefers wirklich keine Zeitungen liest, keine Radiosender hört, keine TV-Sendungen verfolgt, sondern sich seit über einem Jahr bemüht nur eine einzige Meinung herauslesen oder heraushören zu wollen, dann musste er sich wirklich anstrengen. Sein Vorwurf ist aus meiner Sicht unverzeihlich. Er pappt sich quasi die "System-Medien" Pappe auf die Brust, und distanziert sich selbstverständlich von all jenen, die das schon seit über einem Jahr auf der Strasse schreien. Beschämend

18:15 von fathaland slim

«[Aussage] … Was meint Herr Brüggemann damit?
Meint er, wir bräuchten wieder einen kleinen Krieg, damit er endlich wieder spannende Filme machen könne?
Ich bitte, mir meine unangemessene Ironie zu verzeihen.»

Der Herr Brüggemann und die meisten anderen in den Videoclips haben gar nicht verstanden, dass Ironie und Satire die anspruchsvollsten Ausdrucksmöglichkeiten in der Sprache sind.

Gerade im Zusammenhang mit Krankheit & Tod müssen ironische oder satirische Worte sehr wohl gewählt sein, dass sie nicht als purer Zynismus daher kommen. Diese Klippe scheinen sie nicht zu kennen, obwohl Sprache das Berufswerkzeug von Schauspielern ist.

Das ist sowohl bemerkenswert, als auch äußerst bedenklich.
Für Berufskönnen und Berufsverständnis der Mimen.

Ein Regisseur, der keine Geschichten in Deutschland mehr findet, die ihm erzählenswert sind. Der friste wohl besser sein weiteres Leben der Phantasielosigkeit als Schrat im Wald.

Es ist ein ganz trauriges Trauerspiel von Umgang mit Sprache.

Was man vielleicht...

...bei dieser Gelegenheit tatsächlich mal hinterfragen könnte ist, ob Satire, Ironie und Spott in unserer Gesellschaft inzwischen doch zu weit gehen.

Ich sehe gerne extra3 oder die heute-show, aber es vergeht kaum eine Ausgabe, wo ich mich nicht zumindest einmal wundere, ob nicht eine Grenze überschritten wurde, die nicht hätte überschritten werden dürfen.
Zudem halte ich auch die Menge an ähnlichen Formaten für bedenklich, nicht zuletzt, weil durch den Konkurenzdruck immer noch eins draufgelegt werden muss.
Am Beispiel Jan Böhmermann kann man - wie ich finde - sehr gut sehen, was für ein Balanceakt das inzwischen ist. Und bei Lisa Eckhart - die ich für ihren Intellekt bewundere - kriege ich trotzdem manchmal geradezu körperliche Schmerzen.

gelungene Aktion

die Aktion führt jetzt zu einer Diskussion. Das ist sehr gut, denn Diskussion war in letzter Zeit in Deutschland kaum möglich. Leider mangelt es den Kritikern der Aktion an Solidarität. Solidarität mit Kindern, sozial Schwachen und auch mit unnötig in Pflegeheimen und Intensivstationen verstorben und ihren Angehörigen.
Es ist jetzt endlich Zeit, alternativen zum Dauerlockdown zu diskutieren. Längst zeigen andere Länder, dass auch dies möglich ist, aber Deutschland weiß es natürlich besser.

Wieso Maulkorb? Kritik und

Wieso Maulkorb? Kritik und Kritik an der Kritik, das nenne ich demokratisch offene Gesellschaft und, wenn es mit Distanz und Respekt betrieben wird, sogar produktiven Diskurs. Ich bin mir sicher, alle Seiten des Meinungsspektrum könnten voneinander lernen! Leider ist bei uns Meinungssosse besser angesehen, die harmonische erheblich bevorzugt.

um 18:44 von werner 1955

> Die "Eliten" aus Kunst, Politik, Sport und Kultur haben doch schon sehr oft mit dem Zeigefinger auf die leistungserbringer Ihrer Alimentierung gezeigt.
Wasser für Euch und Wein oder Blattgold auf mein Steak für mich. <
- Ich würde sagen: Sie übertreiben aber.
Wir sind hier nicht in den vorbildlich demokratischen USA (Ironie), wo die Künstlerelite kosmische Gagen bekommt. Klar, Künstler, grundsätzlich, ticken etwas anders, bewegen sich in anderen Kreisen als Mitmenschen aus anderen Berufen, und doch müssen sie kontinuierlich beschäftigt sein, um ihre Familien zu versorgen und für die Rente vorzusorgen.

@Sisyphos3

"warum werden eigentlich Schauspieler so ernst genommen ?"

Es sind Personen des öffentlichen Lebens. Sie haben häufig mehr Reichweite als ein Normalsterblicher.
Desweiteren ist auch die Gruppe der Kulturschaffenden besonders betroffen von dieser Pandemie und es ist die Aufgabe der Kulturschaffenden solche Themen in die Öffentlichkeit zu tragen.
Sie sind sozusagen die Speerspitze!

Aber anscheinend wollen Sie irgendwelche Tipps, oder Vorschläge aus den Videos mitnehmen.
Wenn dies stimmt. Dann haben Sie den Sinn von Satire nicht verstanden. Satire soll zum Nachdenken anregen!

Hallo Uli Tukur, früher haben

Hallo Uli Tukur, früher haben wir uns über die Buhs der Spießer gefreut und heute die Bravos von rechts außen. Ich weiß, das ist dir hochnotpeinlich.
Natürlich darf Satire alles, aber als Künstler muss man auch die Reaktionen einstecken, ua. auch von Kollegen. Ich kann Euren Frust verstehen, aber vielleicht hättet Ihr den besser als Hilfskraft auf ner Intensivstation abgearbeitet und so mal wieder ins reale Leben reingeschnuppert. Oder war’s vielleicht doch nur ein Publicity Gag in eigener Sache?

@18:51 von RolfMeierGaggenau Schauspieler

//Sicherlich müssen die, die an dieser Aktion beteiligt waren, im Vergleich zu anderen Kulturschaffenden nicht darben.//

Vor allem sind die noch gesund und haben trotz allem noch eine Zukunft. Nicht ganz unwichtig - oder?

Nichts gegen Aktionen, die auf die Lage verschiedener Betroffener aufmerksam macht. Aber gerade von dieser Schauspieltruppe hätte ich da etwas intelligenteres erwartet.
Die hätten sich lieber ein Drehbuch für diese Aktion schreiben lassen sollen.

@Klaus 1963 (Neufassung)

Ein Anfang?
Worüber wird seit einem Jahr landauf landab diskutiert? Überall, in aller Öffentlichkeit. Pro und Contra. Mit vielen unterschiedlichen Vorschlägen und Lösungsansätzen bis hin zur grundsätzlichen Ablehnung oder gar der Verharmlosung und Leugnung.
Nichts haben die Schauspieler angestoßen, nichts haben sie zu einer sachlichen Diskussion beigetragen.
Red Alert

"Der Sender" hat sehr wohl Verantwortung

@ 18:28 von MartinBlank an 18:09 DerOstbayer

"Wenn eine Botschaft falsch verstanden wird, ist es unredlich, einfach automatisch dem Empfänger die Schuld zu geben. Es kann auch am Sender liegen - und das war hier der Fall."

Gleiches ging mir auch durch Kopf.
Es gehört zur Satire, die "Sendezeichen" so zu wählen, dass sie trotz der verfremdeten Form nach aller Möglichkeit wie gemeint verstanden werden.
Es gehört dazu, bei Verwechslungsgefahr eben diesen Faktor zur Klarstellung mit einzubeziehen. Nicht als separate Distanzierung, sondern als Teil des Ganzen.
Gegen willkürliche Entstellung kann man sich nicht wehren. In diesem Fall aber, meine ich, brauchten interessierte Kreise es im Prinzip nur 1 : 1 zu übernehmen.

Wo sind die Gegenvorschläge?

Immer wenn nach pauschaler Kritik und dem typisch deutschen ,,so geht das " nicht, kein konkreter Gegenvorschlag kommt, weiß man, dass der Kritisierende wütend ist, aber die Komplexität der Thematik nicht verstanden hat und es an grundsätzlicher Expertise fehlt.

Meistenst kommt dann noch ,,es ist nicht unsere Aufgabe Vorschläge zu machen" (hier auch geschehen).

Das ist inakzeptable Kritik und sollte nicht beachtet werden.

18:36 von timbob - Liefers und das Narrativ der SystemMedien

"Die Medien"... haben also seit einem Jahr keine kritischen Stimmen veröffentlicht? Sorry, aber gehts noch? Es ist grotesk, genau dieses Narrativ der Coronaleugner, AfD-Anhänger, Reichsbürger und Extremisten verbreitet er mit seinem Beitrag. Und missverständlich. Mit genau denen, mit den er (Jan Josef Liefers) selbstverständlich überhaupt nichts zu tun haben will. So what? Warum sagt er es dann? Er darf diese Kritik an unseren Medien in Deutschland haben, das Narrativ der Systemmedien / Lügenpresse usw. verbreiten oder unterstützen, aber muss dann auch gefälligst seine Kritiker ertragen. So sehe ich das.

@ Sisyphos3

Na was für eine Frage --- werden "Putzfrauen/Friseusen/Maurer/Schreiner" nach deren Meinung befragt und deren Antworten im Mainstream publiziert?

DIE dürfen aber weiter schuften.

Erkennen Sie das Absurde?

Die Darsteller gehören zwar zu den Besserverdienern, aber -- unsere Kultur wird gerade plattgestampft, richtig?

@LiebeLotte

"Habe Verständnis für die Aktion. Wir müssen einen Mittelweg finden und auch verstehen, dass die Maßnahmen sowohl Schäden verhindern als auch Schäden verursachen.

Wünsche den Politikern viel Weisheit für diese Herausforderung."

Ein Lichtblick in diesem Forum!

Es darf davon ausgegangen

Es darf davon ausgegangen werden, dass allen teilnehmenden Personen bewusst war, dass sie sehr kontroverse Reaktionen provozieren werden. Aber genau darin sehe ich den Wert dieser Videos. Sie führen in einer bislang nicht dagewesenen Deutlichkeit vor Augen, wie gespalten die Meinungen zur Corona-Politik sind. Und wir reden hier nicht mehr von unterschiedlichen Positionen, sondern von verhärteten Fronten. Jede Seite beansprucht das Recht für sich, und hat für die vermeintlich dumme oder gar böswillige Gegenseite nur noch Häme und Verachtung übrig. Und wie will man es auch unter einen Hut bringen? Eine Seite hat möglicherweise auch berechtigt große Angst vor einem Virus und ist bereit, alles anderem dem Schutz vor einer Erkrankung unterzuordnen. Bei der anderen Seite ist die Angst vor der Erkrankung weniger ausgeprägt, dafür spüren sie möglicherweise sehr direkt die Kollateralschäden, die ums so heftiger werden, je länger die Krise andauert. Eine Lösung fällt mir auch nicht ein.

Am 25. April 2021 um 18:52 von Dimitri29

Zitat: Die Videos sind für die Karriere der Schauspieler sehr abträglich. WDR-Rundfunkrat Garrelt Duin wird da schon deutlich.

Duin hat Unsinn geredet und das sogar eigesehen: "Der Tweet heute Morgen war Mist. Inhaltlich überzogen und meiner Rolle als Mitglied im Rundfunkrat nicht angemessen," schrieb er auf Twitter

Schade

... das es die Regierung versäumt hat den Personalnotstand in den Kliniken und Pflegeheimen zu bekämpfen. Es ist gut, wenn immer mehr Bürger auf diese Missstände Hinweise, so auch die Initiatoren der Aktion. Die Art und Weise mag man mögen oder nicht, aber die Kritik ist richtig.
Meiner Meinung nach sollte sich das Gesundheitssystem den Bedürfnissen der Menschen anpassen und nicht umgekehrt. Kurzfristig war flatten-the-curv sinnvoll, aber nach einem Jahr sollten längst mehr Kapazitäten im Gesundheitswesen entstehen. Statt dessen baut man zB in Bremen Stellen ab und schränkt Grundrechte ein. Das ist eindeutig der falsche Weg

@19:01 von Der_Europäer

"Das ist wirklich dumm gelaufen. Natürlich haben sie auch das Recht auf freie Meinungsäußerung. Nur müssen diese auch mit dem daraus enstehenden Echo umgehen können. " ... "Und mit dem Shitstorm müssen sie jetzt umgehen können."

Das ist die Metaebene von Meinungsfreiheit. Niemand sagt man könne sich nicht äussern doch geht´s immer auch um den Debatten-Stil. Ein shitstorm muss sich legitimieren sonst werden die "Kosten" der Meinungsäusserung einfach zu hoch.
Vor allem wenn noch cancel culture zum Zug kommt, die Personen zerstören will. Job, Reputation usw.
Diese Zuschreibungen, denen wären die Toten egal, die sind ja wie Querdenker (oft Covid-Leugner) und AfD ist Verleumdung, die den Fakten nicht standhält.

"Wenn diese Menschen mehr Diskurs haben möchten dann können sie doch in den soz. Medien genug diskutieren."
Das ist übrigens schon klare Kritik an Meinungsfreiheit, wenn man den Leuten die Kanäle vorschreiben will.

Was mich so enttäuscht nach

Was mich so enttäuscht nach dieser Aktion der Fünfzig ist, dass Sie, die doch immer gern mehr Empathie fordern, mit ihrer tollen Aktion zeigen, dass sie selber noch viel über Empathie zu lernen haben. Was sollen solche tolle “Künstler“ denn auch machen, wenn sie sich längere Zeit nicht jedem, der will oder auch nicht, zeigen können, wie toll und wichtig sie sind. Auch wenn manche dieser “Ästheten‘‘ sich doch so feinfühlig und hochgebildet sehen wollen, haben sie bei ihren früher oft klassischen Rollen die Tiefe mancher Texte nicht verstanden. Im, von den meisten wenigstens einmal zu spielen gewünschten Faust, hätten sie schon lernen können, wie weit es mit ihnen her ist, wenn sie den folgenden Spruch nicht nur gesprochen, sondern auch verstanden hätten:
Du gleichst dem Geist, den du begreifst...
Sind halt alles keine Erdgeister diese, unsere “Künstler“.

18:10 von unbutu77

>>Dumm gelaufen....

damit ist die Gunst der bekannten Fernsehsternchen massiv gesunken.
Statt die Bürger zu ermutigen solidarisch
die AHA Regeln einzuhalten, wurden in bester
Egomanie und Selbstinszenierung krude Gedanken und doppeldeutige Botschaften verbreitet. Wasser auf die Mühlen der rechten Demagogen.<<

Krude Gedanken, wie in dieser Kritik an Corona, kommen wohl nur von rechten Demagogen. (Achtung Schublade)

Bei linken Demagogen ist das was gaanz anderes....wenn sie beispielsweise Reiche erschießen wollen....was ja plötzlich nur Satire war.

Was bin ich froh, dass mir diese Kritik oder schauspielrische Satire nicht verfängt.

Ich verbuche das unter Art 5 GG. Meinungsfreiheit, die jeder hat, auch wenn es der größte Unsinn ist.

Nicht mehr und nicht weniger.

Dass man dies kritisieren darf, ist vollkommen i. O.

Was sehr seltsam ist, sind die Rückzieher der Schau-Spieler.

Entweder Rückgrat haben und dazu stehen - trotz Gegenwind- oder schweigen, wenn man Fähnchen im Wind ist.

Schlimmer geht nimmer

Evtl. sollten sich die Damen und Herren -aufgrund möglicher Langweile oder fehlender Auslastung in deren Alltag - in Alten- und Pflegeheimen bzw. Krankenhäusern zu einem sozialen Jahr melden. Am Besten sollte für diese Personen die Unterstützung oder Fördergelder an verpflichtende Sozialstunden geknüpft werden.

Am 25. April 2021 um 19:01 von Epiphyse

Zitat: Die Aktion „allemalneschichtmachen“ ist aber sinnvoll, gerade wo jetzt jede helfende Hand gebraucht werden kann. Da kann auch ein Laie wie Hr. Liefers als Krankenpflegehelfer sinnvolle Aufgaben übernehmen.

Bitte nicht !

Herr Liefers ist eh schon der Liebling sämtlicher seichten Talkrunden. Bei 3 nach 9 bekam er deshalb auch sofort eine Möglichkeit, seine Aktion zu verteidigen, ohne dass das von den MIch rechne damit, ihne in den nächsten wochen in vielen Talkshows zu sehen. Was meinen Sie, wieviele Auftritte er erst hätte, wenn er Ihrer Aufforderung Folge leisten würde?

Bei der Meinungsfreiheit gibt

Bei der Meinungsfreiheit gibt es keine Grenzüberschreitung!!!

Ausgenommen sind Beleidigung, Drohungen oder irgendein anderer Straftatbestand!

Den gab es hier nicht!

Leute, die haben lediglich ihre Meinung bekundet!

Ich denke, es sollten Befürworter als auch Gegner der allesdichtmachen-Bewegung einen oder mehrere Gänge runterschalten.

Die Diskussion hier gestern

Die Diskussion hier gestern und heute zeigt eindrücklich, wozu diese unsäglich blöde Aktion von Liefers und Co dort: zu Applaus von afd, quer-nicht-Denkern und anderen Corona-Verharmlosern und -Leugnern und zu perpetuiertem "war ja ganz anders gemeint".
Die Aktion der Ärzteschaft und Pflegekräfte, die prominenten Zyniker auf Intensivstationen einzuladen, ist genau die richtige Aktion. Bin gespannt, ob jemand die Einladung annimmt...

allesdichtmachen

Ich finde die Initiative sehr gut geeignet, mal klarzustellen wie einseitig viele Medien und die Gesellschaft auf die Corona Pandemie schauen. Bei allem Respekt...es gibt eben nicht nur die Pflegekräfte und Ärzte die unter hoher Belastung stehen. Ich möchte hier ein Beispiel sein aus der stationären Jugendhilfe. Es gab bereits in der ersten Welle eine Flut von Anfragen für Plätze in den Einrichtungen. Offensichtlich stehen sozial schwach aufgestellte Familie ebenfalls unter einem hohen Druck, unter dem die labilen System schnell zusammenbrechen. Dass Kinder und Jugendliche über solange Zeit keine Ausweichmöglichkeiten haben aus ihren schwierigen Elternhäuser, ist ebenfalls eine Tragödie, die kaum Beachtung findet. Der Fokus der Medien ist eindeutig zu einseitig, daher gehe ich voll mit der Initiative allesdichtmachen. Zudem werden die Befindlichkeiten unterschiedlicher Gruppen mit diesr Aktion wunderbar deutlich. Es zeigt ziemlich klar, wie es um die Gesellschaft bestellt ist.

Im wirklich interessanten

Im wirklich interessanten ntv-Interview aeussert Herr Brueggemann, er fuehle sich nicht missverstanden. Er habe damit gerechnet, dass seine Aktion missverstanden wird. Das sei auch notwendig, um den aus seiner Sicht viel zu verengten Diskurs zu erweitern. -- Da staunt zunaechst der Fachmann und der Laie wundert sich. Was meint er denn damit, dass er es geradezu darauf angelegt hat, missverstanden zu werden ? Spaeter im Interview wird er deutlich. Er hat damit gerechnet, mit den Querdenkern und Coronaleugnern gleichgesetzt zu werden (obwohl er natuerlich keiner ist). Das diene alles der Diskursoeffnung. Und dann beschreibt er ganz konkret anhand der aus seiner Sicht ungerechtfertigten Ueberhoehung der Coronatoten im Vergleich zur gesellschaftlichen Behandlung von Verkehrstoten, Krebstoten etc. Man muss sich die Antwort auf die zwei Fragen unbedingt zu Gemuete fuehren. Selten so einen Unsinn gelesen. Exakt die Argumentation der Verschwoerungstbeoretiker. Ein Wirrkopf, der Herr Brueggeman

Pandemie

Eine Pandemie dauert mindestens 3 Jahre, solange bis eine Herdenimmuniät erreicht ist. Wir haben also strukturelle und organisatorische Probleme zu lösen. Wie strukturieren und organisieren wir unser aller Leben bis diese Immunität erreicht ist? Wie fangen wir die vielen Bereiche, die wegen der Kontaktbeschränkungen wirtschaftlich kollabieren so auf, dass sie nach der Pandemie noch gesund neu starten können? Wie schaffen wir die nötige Akzeptanz und Kraft um diese lange Zeit durchzustehen? Nur mit klugdurchdachten langfristigen Konzepten und Aufklärung! Jeder braucht eine Perspektive wohin die Reise geht und eine ehrliche Auskunft wie lange sie mindestens dauern wird. Die Politik muss begreifen, dass Ehrlichkeit und Klarheit gefragter den je sind und wir müssen begreifen, dass wir alle, jeder Einzelne, dazu beitragen kann und muss, die Folgen der Pandemie abzumildern.

@ 19:03 von H.Mustermann

„ das jeder der sich in irgendeiner Form negativ über die Coronamaßnahmen der Politik äußert (die doch sehr willkührlich wirken) von vielen Menschen als "Querdenker, Rechter oder Coronaleugner" bezeichnet wird“

So ist es ja nicht. Es kommt darauf an, was man sagt. Zum Beispiel würde ich Ihrem Urteil („willkürlich wirken“) durchaus zustimmen ohne mich deswegen als Querdenker zu fühlen.

Inzwischen wird die Regierung auch in dem „Mainstream-Medien“ deutlich kritisieren für das hin und her.

Aber z.B. Herr Liefert benutzt für sein Video praktisch 1:1 Querdenkerargumente. Da darf er sich nicht wundern, dass die ihm zustimmen und andere ihn in diese Ecke stellen.

18:42 von Thomas D.

So ähnlich habe ich das auch geschrieben!

Ach, gut, das ich mit meiner Meinung nicht allein bin.

Danke ihnen.....

Am 25. April 2021 um 19:01 von Möbius

Zitat: Als eine MDR Journalistin vor kurzem es in einer Wahlberichterstattung wagte, eine „bürgerliche“ Koalition aus AfD und CDU ins Spiel zu bringen, hätte sie das fast ihren Job gekostet.

Man muss der aFD schon sehr nahe stehen, um sie als bürgerliche Partei zu bezeichnen.

allesdichtmachen

Nicht die Schauspieler haben die Grenze überschritten, sondern unsere Regierung.
Wenn man 20 Krankenhäuser während der Pandemie schließt und wenn man bei über 75% Bettbelegung den Kliniken zusätzliches Geld verspricht, dann braucht man sich ni ht wundern, wenn die Kliniken ihre Intensivbetten kürzen, damit sie an das Geld kommen.

Anschauliches Beispiel

Im Moment ist wohl Indien.
Dort wird deutlich,was für Folgen es hat,wenn die Maßnahmen nicht eingehalten werden.
Alleine die Zahlen der letzten drei Tage sind schon enorm.
Jetzt kann nicht mehr genügend Sauerstoff besorgt werden.Die Menschen dort sterben einen qualvollen Tot.

Wer sich den Initiator von #allesdichtmachen angeschaut hätte

der hätte an dieser Aktion nicht teilgenommen. Im Nachhinein nicht gewusst zu haben, als was man da mit seinem guten Namen vermarktet werden soll, und welche Geister ich damit ganz bewusst rufen soll.... das ist schon wirklich naiv und unprofessionell.

zu 19:15 von Shantuma

Wie gesagt, die Kritik ist in Ordnung. Aber Ironie und Satire ist nicht unbedingt das Ding der Deutschen und in in dieser Materie eher unpassend, weil es das Gegenteil bewirkt. Die Diskussion ist auch schon so überhitzt. Und so zu tun, als hätten wir keine Diskussion ist auch falsch. Außerdem sollten wir Meinungen rechts- oder links-außen oder sonstige kruden Ansichten als das kennzeichnen was sie sind und nicht so tun als wäre es halb so schlimm.

Am 25. April 2021 um 19:17 von Shantuma

Zitat: Aber viele Menschen verstehen Satire nicht und sehen dies als direkten Angriff. Satire soll zum Nachdenken anregen, anscheinend haben dies einige Menschen komplett vergessen.

Ich bekenne mich dazu, in der Aktion keine Satire, sondern nur blanken Zynismus und Menschenverachtung zu sehen.

Ach wie gut das niemand weiss das ich

Es ist seltsam, ich wette das die wenigsten Kritiker, sich die Statesmen der alles dichtmachen Videos angeschaut haben.
Aber das brauchen Sie ja gar nicht, Sie wissen das Sie auf der Seite der Moral stehen, und sowieso.... .
Dabei hat kein einziger sich über irgendwelche Intensivmediziner, Pflegekräfte, oder Covidpatienten und Verstorbenen lustig gemacht.
Im Gegenteil alle finden die Massnahmen gut, und sprechen höhstes Lob und Anerkennung auch der Politiker aus.
Und genau diese Art der Kritik hat voll ins Schwarze getroffen, wie wir an den wütenden und Aufgebrachten Kommentaren sehen.
Mann und Frau fühlen sich voll erwischt in Ihren Selbstlosen Handeln, des privaten Lock Downs. Hauptsache die Konzerne können unbeheligt weiter machen. Das Kassiererinnen, Fabrikarbeiter, Tönnies Schlachter und viele andere ohne gewährleisteten Schutz für Profitinterressen weiter dem Virus aussetzen wird ausgeblendet, das 1Mio arbeitslos geworden sind, das zig Millionen in Kurzarbeit vor Hartz4 verharr

18:40 von Gogolo: der Schnee ist weiß

"Wenn ich schreibe/sage: der Schnee ist weiss und die Querdenker bzw. AfD stimmen mir zu und beklatschen meine Aussage - ist dann diese Aussage falsch oder schlecht?"

Es fängt schon damit an, dass die Querdenker behaupten der Schnee ist rot und nicht weiß.
Die AfD sieht in den Querdenkern potentielle Wähler und hängt sich an deren Meinung an. Als Wähler nimmt die AfDD jede x-beliebige Gruppe, hauptsache die Gruppe ist "dagegen" und leicht manipulierbar.

Nun laufen die Querdenker seit Wochen herum und behaupten: "Der Schnee ist rot!". Wer nach Belege fragt, ist ein Schlafschaf, das zu dumm ist, um selbst Belege zu finden.

Nun kommen 50 Künstler und behaupten in mehr oder weniger intelligent gemachten Videos, dass es ja sein könnte, dass Schnee nicht weiß ist. Einige denken sogar darüber nach ob der Schnee nicht vielleicht rot sein könnte. Jubel von Seiten der Querdenker und der AfD.

Wer wundert sich dann, wenn man die Künstler den Querdenkern zuordnet?

19:14 von harpdart

@gogolo

«Wenn ich schreibe / sage: der Schnee ist weiss und die Querdenker bzw. AfD stimmen mir zu und beklatschen meine Aussage - ist dann diese Aussage falsch oder schlecht?

«Schnee ist weiß, das ist Fakt und läßt sich wissenschaftlich beweisen.
Das zu erkennen traue ich auch der Afd zu.»

Schnee ist dort gelb, wo:

«Don't you eat that yellow snow …
watch out where the huskies go!»

Frank Zappa.

Schnee wird rot oder blau, strahlt man ihn mit rotem oder blauen monochromatischen Licht an. Oder er wird schwarz, schüttet man Ruß drauf.

Andauernd wird dies und das gesagt, geschrieben, behauptet, bevor überhaupt die Grundlagen geklärt sind, vor deren Hintergrund Gesagtes denn stehen solle.

Sowieso bei Naturwissenschaften … mit oder ohne Farben … aber auch bei Politischem. Zu was hätten die Videoclips der Schauspieler / Künstler denn bewegen sollen?

Mit welchem Ziel, vor welchem Hintergrund?
Das Anliegen mag ehrenhaft sein.
Wenn man denn nur wüsste, was es wohl wäre …

19:16 von Anna-Elisabeth

@18:42 von Thomas D.
//Einfach mal mit den Schultern zucken und sagen „Nee, gefällt mir nicht.“ und fertig. Hätte es auch getan.//

Aus meiner Sicht reicht das in diesem Fall nicht. ...

Ich weiß was Sie meinen.

Mir geht es hier aber in erster Linie nicht um den Anlass, die #allesdichtmachen-Aktion ist nur ein Platzhalter, das aktuelle Beispiel.

Mir geht es darum, dass wirklich jede Meinungsäußerung eines oder mehrerer einigermaßen bekannten Menschen immer einen mehr oder weniger ausgeprägten Shitstorm zur Folge hat.

Und nicht nur das, inzwischen sind schlimmste Beleidigungen und sogar Drohungen gegen die Kinder und Morddrohungen gegen den/die Betreffenden selbst gang und gäbe.

Muss es immer gleich der Shitstorm sein? Wie in diesem Forum bereits zu sehen ist, wird den Schauspielern die Intelligenz abgesprochen! Und hier gibt es eine Moderation!

Ich habe mir alle Videos

Ich habe mir alle Videos angeschaut und kann für mich nicht feststellen, dass niemand verunglift wurde.
Was kritisiert wurde, ist das die "anderen Opfer der Pandemie" zu wenig Beachtung finden in der Gesellschaft. Und diese Kritik ist längst überfällig. Bei allem Leid, welches Corona verursacht, darf das Leid der anderen nicht vergessen werden.

Mit absurder Logik gegen "unzulässige" Meinungen.

Wer gegen die Maßnahmen der Regierung ist, der ist automatisch für Corona, für die AfD und für das Sterben auf den Intensivstationen. Diese absurde Logik zieht sich wie ein roter Faden durch die Kritik an den Videos.

Für mich ist das ein deutliches Zeichen, dass die Kritiker diese Videos nicht verstanden haben und das auch gar nicht wollten. Stattdessen diskreditieren sie die Urheber der Videos, um sich nicht mit den Inhalten auseinandersetzen zu müssen.

Die Schauspieler wollten eine öffentliche Diskussion über die Maßnahmen anstoßen. Das ist eigentlich die Aufgabe der Medien. Wer sich dieser Diskussion verweigert, der verweigert sich dem demokratischen Meinungsaustausch. Und wer seine fehlende Diskussionsbereitschaft mit den Coronatoten begründet, der instrumentalisiert diese und zeigt damit das Gegenteil von Respekt.

um 18:33 von BuriedBumper

> Was mich aber tröstet, ist dass sie ja bereits soviel Zuspruch von Seiten der AfD, Querdenker und sogar von Hans Georg Maaßen erhalten haben.<
-Es tut mir leid, werter Forist, das ist aber kein Argument, sondern ein Klischee.
> Ich werde sicher bei der Betreuung meiner an Corona erkrankten Patienten an ihre humorvollen Videos denken. <
- Das Elend und öftere Engpässe,die Überlastung des Personals in den Krankenhäusern sind nicht so viel auf die Pandemie zurückzuführen, sondern grundsätzlich auf unser Gesundheitssystem, in dem nicht mehr so um die optimale Versorgung der Bürger geht, sondern in erster Linie um den Profit. Auch ein Jahr nach dem Ausbruch der Pandemie haben die Verantwortlichen nichts im Prinzip daran geändert.
Ihnen und Ihren Kollegen wünsche ich viel Erfolg und bleiben Sie gesund!

18:10 von Lobosch

"Mit Graus muss ich beobachten...
...wie sich unsere Gesellschaft immer mehr spaltet!"

,.,.,

Ich glaube Ihnen das nicht, dass Sie das beobachtet haben.

Es ist eine typische Nachplapper-Phrase.

Nennen Sie mir nur eine einzige Sekunde, in der alle Menschen unserer Gesellschaft einer Meinung waren.

Gab es nie.
Insofern ist der Begriff "spalten" in diesem Zusammenhang nur ein Phantasiegebilde, das dazu dienen soll, etwas in die Vergangenheit zu heucheln, damit die Gegenwart beschimpft werden kann.

@gvmm

"Nur eine kritische Meinung zu untersagen, weil sie von anderen Missbraucht oder benutzt werden kann, finde ich falsch. Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Sowas und ähnliches kennzeichnet totalitäres Verhalten."
Mein Gott, niemand möchte kritische Meinungen verbieten. Immer wieder dieser absurde Vorwurf, wenn es Widerspruch gibt. Eine kritische Meinung muss auch Gegenkritik aushalten! Oder möchten Sie diese untersagen?
Ich gehe immer davon aus, dass eine von mir getätigte Meinungsäußerung auch kritisiert wird und dann setze ich mich damit auseinander.

@falsa demonstratio - Welche Aussage ist "menschenverachtend"?

19:46 von falsa demonstratio:
"Ich bekenne mich dazu, in der Aktion keine Satire, sondern nur blanken Zynismus und Menschenverachtung zu sehen."

Haben Sie die Videos selbst gesehen?

Falls ja, werden Sie sicherlich eine Aussage zitieren können, in der Sie die Menschenverachtung zu erkennen glauben.

(Falls nein, sollten Sie sich mit Ihrer Pauschalkritik zurückhalten.)

Aktion war ein voller Erfolg

Die Diskussionen gingen viral
und es wurde heftigs diskutiert

Zudem konnte man deutlich sehen wie
rechte Populisten sich gleich das ganze für missbräuchlich
ihre Zwecke zu nutzen machten.

Wenn Menschen...

... aus Angst um ihre Familien oder Karrieren Abstand von ihren freiheitlich zugesicherten Meinungen nehmen, dann ist die Meinungsfreiheit gestorben.

Dass das Video hochnotpeinlich und dumm war, geschenkt. Aber was an Müll über diese Schauspieler ausgekübelt wird, die lediglich mit ihrer Prominenz ihren Kolleginnen und Kollegen bei Film und Theater eine Stimme geben wollten, die ansonsten keinerlei Stimme haben, ist nicht minder unerträglich, zumal völlig satirefrei ernst gemeint!

Und wenn Menschen - egal ob politisch links oder rechts - Angst haben müssen, ihre freie Meinung zu äußern, weil sie Konsequenzen für sich oder ihre Familien fürchten müssen, dann ist diese Gesellschaft schlicht schon längst gestorben und fristet nur noch ein Zombiedasein.

@Tinski

"allesdichtmachen

Ich finde die Initiative sehr gut geeignet, mal klarzustellen wie einseitig viele Medien und die Gesellschaft auf die Corona Pandemie schauen. Bei allem Respekt...es gibt eben nicht nur die Pflegekräfte und Ärzte die unter hoher Belastung stehen. Ich möchte hier ein Beispiel sein aus der stationären Jugendhilfe. Es gab bereits in der ersten Welle eine Flut von Anfragen für Plätze in den Einrichtungen. Offensichtlich stehen sozial schwach aufgestellte Familie ebenfalls unter einem hohen Druck, unter dem die labilen System schnell zusammenbrechen. [...]"

Mit Verlaub, aber das ist Unsinn. Sie verbreiten hier genau das Narrativ der AfD von den ach so bösen Mainstreammedien. Es wird auch über solche Fälle berichtet. Sie können aber nicht erwarten, daß jedes einzelne Medium jeden Tag alle Themen und Meinungen abbildet. Wie soll das gehen? Für jede Meinung, sogar die extremsten finden Sie auch ein Medium, wo diese abgebildet wird.

Trauerspiel

Sartire, auch in Form von beißendem Sarkasmus, Ironie und Parodie sind Kunstformen von hohem Wert. Sie wirken entlarvend und befreiend durch ihren hintergründigen Humor, werden meist rhetorisch brilliant verpackt und sind damit künstlerisch anspruchsvoll.
Liefers und Co. hätten wissen müssen, dass die Pandemie-Problematik mit diesen Stilmitteln schwerlich bearbeitet werden kann. Corona und Humor passen nun einmal nicht zueinander. So entstand am Ende ein Werk, dass das den Tod von Menschen auf den Intensivstationen und die dortige Arbeit von Ärzten und Schwestern zu verhöhnen scheint. Liefers und seine Kollegen haben Wasser auf die Mühlen derjenigen gegossen, die Corona verharmlosen und die Schutzmaßnahmen der Regierung torpedieren. Seine Stellungnahme versucht zu rechtfertigen, nicht zu entschuldigen. Dieser Tatort wäre besser nicht gedreht worden.

18:37 von teachers voice

"Hier scheint mir der Schlüssel nicht nur zu dieser Perversion eines demokratischen Diskurses zu liegen: Manchem ist das Leben im Hier und Jetzt einfach zu friedlich - pardon, zu langweilig."

.-.-.

Das scheint auch mir für sehr vieles der Schlüssel zu sein, auch schon vor Corona:

die Langeweile an einer relativ gut funktionierenden Demokratie.

Man begann sie aufs Spiel zu setzen, gedanklich eine Diktatur zu ersehnen.

Da kam Corona gerade recht: man könnte mit ihr die Demokratie WIRKLICH zum Zusammenbruch kriegen.

Darum - in meinen Augen - die inhumane Schauspieler-Inszenierung, die nicht erfassen kann, dass man durch "Alles dicht machen" Leben retten will.

Man verhöhnt damit quasi das Überlebenwollen der anderen.

Ab da beginnt der Abgrund.

Allemalneschichtmachen... D i

Allemalneschichtmachen... D i e Intensivstation möchte ich sehen, wenn da von einem Tag auf den anderen 50 medizinische Komplettlaien aufkreuzen, nur um dort mal ne Schicht zu machen bzw. helfend anzupacken. Am besten noch ungeimpft oder ohne Test. Ganz großes Kino. Das Chaos wäre doch vorprogrammiert. Eben weil der Beruf sehr anspruchsvoll ist und eine fundierte Ausbildung braucht. Daher verstehe ich diesen Aufruf nicht, erst recht nicht in diesem aufgeheizten Zusammenhang. Ich denke, den Schauspielern ging es um Aufmerksamkeit für die Kultur, sie wird nämlich sehr wohl in der Diskussion beiseite geschoben, nach dem Motto "Ja, verstehe ich, aber muss z. Zt. hinten anstehen, der DauerLD ist leider alternativos. " Und so geht es bei jeder Diskussion, sei es um psych. Schäden bei Kindern (und) Erw., Gastronomie, Einzelhandel... Man wird beiläufig angehört, dann aber wieder versenkt. Die Aktion war ein Aufschrei dagegen.

@Fritzfritz, 19:43 Uhr - Faktencheck!

Sie wissen doch selbst, dass die Behauptung von Stefan Hockertz, wonach 20 Krankenhäuser mit 3.000 Betten geschlossen worden sein sollen, nicht stimmt (faktencheck). Schade, dass Sie gleichwohl derartige Dinge verbreiten. Zudem ist die Schließung von Krankenhäusern keine Sache der Regierung. Auch dies sollte Ihnen eigentlich bekannt sein.

@19:40 von falsa demonstratio

"Möbius: >>Zitat: Als eine MDR Journalistin vor kurzem es in einer Wahlberichterstattung wagte, eine „bürgerliche“ Koalition aus AfD und CDU ins Spiel zu bringen, hätte sie das fast ihren Job gekostet.<<

Man muss der aFD schon sehr nahe stehen, um sie als bürgerliche Partei zu bezeichnen."

Oh ja, das ist das wirklich Skandalöse in diesem Zitat. Glückwunsch zu ihrer treffsicheren Priorisierung.

19:46 von Theo Hundert.neu

«Es ist seltsam, ich wette das die wenigsten Kritiker, sich die Statesmen der alles dichtmachen Videos angeschaut haben.»

Alle der Videos habe ich auch nicht angschaut. Ich weiß aber auch, ab wann Flagellantentum mit Selbstgeißelung als Bestrafung ein Ende haben muss. Es war genug der Auspeitscherei, wenn man auch nur die Hälfte der Videos sah.

Das mit der Atmerei in 2 Tüten kann meine Nicht mit 9 Jahren mit viel mehr Wortwitz und Satire und Schauspielkunst. Vielleicht wird sie später mal Kommissarin im "Tatort" … und buchtet den Corona ein.

«Und genau diese Art der Kritik hat voll ins Schwarze getroffen, wie wir an den wütenden und Aufgebrachten Kommentaren sehen.»

Was denn für Kritik woran?
Systemmedien, Allgemeine Unfähigkeit der Regierenden, selbst momentan nicht arbeiten können im Beruf Schauspieler? Oder was ganz Verborgenes, das aber Geheimnis bleiben soll.

Es ist gar nicht erkennbar, was wie zu besser werden solle.
Mit Satire-Analphabetentum in gestoppelten Clips.

#neue-freunde-braucht-das-Land

Für alle, die in den Berichten der Virologen, Wissenschaftler und Ärzte seit Beginn der Pandemie nur Panikmache gesehen haben, erhalten durch diese Schauspieleraktion eine prominente Bestätigung.

Und die Laudatio aus bekanntem Umfeld hat auch nicht lange auf sich warten lassen. So gewinnt man - dank Meinungsfreiheit - interessante neue Fans.

Mal sehen, ob die uns noch mit weiteren Clips dieser Art überraschen oder - wie bei einigen - reflektiertes Nachdenken bereits eingesetzt hat.

@ 19:38_Grossfamilienberater- Wirrköpfe und andere Köpfe

„ Und dann beschreibt er ganz konkret anhand der aus seiner Sicht ungerechtfertigten Ueberhoehung der Coronatoten im Vergleich zur gesellschaftlichen Behandlung von Verkehrstoten, Krebstoten etc. Man muss sich die Antwort auf die zwei Fragen unbedingt zu Gemuete fuehren. Selten so einen Unsinn gelesen. Exakt die Argumentation der Verschwoerungstbeoretiker. Ein Wirrkopf, der Herr Brueggeman“

Ein Wirrkopf ist für mich, wer nicht sieht, dass Corona eben nicht alles ist. Und andere, die berechtigt darauf aufmerksam machen, als Wirrkopf bezeichnet.

Sie müssen sich daher auch gefallen lassen, von mir als Wirrkopf bezeichnet zu werden.

Prof. Ioannidis hat die Fallsterblichkeit global bei 0,15% ermittelt und unter Alter 70 bei 0,05%.

Wer solche Daten nicht anerkennt, der ist in meinen Augen auch ein Wirrkopf.

@Eislöwe - Weden Sie mal konkret!

19:44 von Eislöwe:
"Wer sich den Initiator von #allesdichtmachen angeschaut hätte der hätte an dieser Aktion nicht teilgenommen."

Ich habe mir das Interview mit Herrn Brüggemann (ntv) durchgelesen, weiß aber nicht, worauf Sie mit Ihrer (in meinen Augen ziemlich substanzlosen) Pauschalaussage anspielen.

Welche Aussage oder Ansicht hat Sie abgeschreckt?

@morgentau19, 19:37 Uhr

Natürlich fällt der streitgegenständlich Beitrag unter den Schutz der Meinungsfreiheit. Wer wollte dies bestreiten. Allerdings muss, wer derart provoziert, auch Kritik einstecken können. Das Werk, um das es geht, erfüllt m.E. nicht den Anspruch, Sartire oder Ironie zu sein. Es ist ein billiger Abklatsch rechtspopulistischer Parolen, welche die Schauspieler nach eigener Aussage strikt ablehnen. Sie hätten besser ihre Texte lesen sollen, bevor sie damit auf in die Öffentlichkeit gegangen sind. Das kann und muss man von "großen" Schauspielern erwarten dürfen.

Wichtig und unwichtig

Der Skandal ist nicht diese Filmchen-Aktion. Das sind nur kurze Videoclips, die morgen vergessen sind.
Unwichtig...

Skandalös sind hingegen die Ausbeutungsverhältnisse in diesem Land, sei es in den Krankenhäusern, wo Pflegerinnen und Pfleger unterbezahlte Schichtarbeit bis zum Burnout leisten müssen, oder in den Altersheimen, wo die Lage die gleiche ist.
Diese Ungerechtigkeiten bleiben.
Ich wünsche mir dagegen Protest, nicht gegen diese Filmchen!
Das wäre wichtig!

18:48 von R. B.

<>Auch der Präsident der Deutschen Filmakademie, Schauspieler Ulrich Matthes, verurteilte "#allesdichtmachen". ... "Und die Kolleginnen und Kollegen beklagen mittels dieser vermeintlichen Satire, dass dieser Diskurs nicht stattfände und geben damit - und das ist meine Hauptkritik - indirekt Schützenhilfe für die Querdenkerszene und die AfD." <<

.-.-.-.

Gott sei Dank hat Ulrich Matthes das öffentlich gesagt!

Er ist einer der besten lebenden deutschen Schauspieler, den anderen also nicht unterlegen - und er hat wirklich Verstand.

Er hat die Zusammenhänge verstanden, die anderen offenbar nicht.

Narrative

Volksverpetzer.de hat die Kritik an den Videos meiner Ansicht nach voll auf den Punkt gebracht. Der Text, den ich hier mit Quellenangabe zitieren wollte, ist etwas länger. Deshalb hatte ich ihn ohne eigenen Kommentar hier veröffentlichen wollen, das fand aber nicht die Gnade der Moderation. Dann eben häppchenweise mit Einleitung meinerseits:
"Wenn man undifferenzierte Kritikpunkte satirisch überspitzt, kommen genau die Argumente heraus, deren sich Querdenker und Rechtsextreme täglich unironisch bedienen. So kann möglicherweise differenzierte Kritik an einzelnen Punkten, wenn sie für dramatische Effekte aus dem Kontext gerissen und übertrieben wird, viel gefährlicher und eindrucksvoller wirken, als sie eigentlich ist. Da sich Verschwörungsschwurbler genau der Methoden bedienen, ist das Ergebnis von gewollter „Satire“ nicht unterscheidbar von Fake-Narrativen, rechtsradikalen Standpunkten und Fake News der Pandemie-Leugner."

um 21:24 von Karl Klammer

> Zudem konnte man deutlich sehen wie rechte Populisten sich gleich das ganze für missbräuchlich
ihre Zwecke zu nutzen machten. <
- Werter Forist, endlich jemand, der das mit den Rechten und den Populisten aus einer anderen, richtigen und nicht verdrehten Perspektive sieht. Hoffentlich wird damit einigen geholfen werden.

@ 21:17_Nordfriese.de- alle Videos angeschaut..

.. Habe ich mir auch.

Und mich hat es teilweise gerührt. Selten das so etwas passiert.

Und ja. Es wurde sehr einprägend auf die Leiden der anderen aufmerksam gemacht. Und auch auf die, auch aus meine Sicht ziemlich falschen Maßnahmen der Regierung.

Man muss nur in andere Länder sehen, um zu erkennen, dass wir hier vieles falsch machen und gigantische Kollatteralschäden verursachen.

Und die Zahl der Menschen, die wir damit retten, dürfte nicht sehr hoch sein.

Auch das zeigt uns der Vergleich mit anderen Ländern.

@19:36 von ARR

"Am Besten sollte für diese Personen die Unterstützung oder Fördergelder an verpflichtende Sozialstunden geknüpft werden."

Das gilt tatsächlich nur für "diese", nicht für alle Personen, die entsprechende Unterstützung oder Fördergelder erhalten?

@Naturfreund 064 - Maßnahme sind nicht automatisch gut.

19:43 von Naturfreund 064:
"Anschauliches Beispiel Im Moment ist wohl Indien. Dort wird deutlich,was für Folgen es hat,wenn die Maßnahmen nicht eingehalten werden."

Was sind denn "die Maßnahmen"?

Oder anders gefragt: Glauben Sie, dass jede Verhaltensweise die erwünschte Wirkung hat, wenn es sich um eine politisch angeordnete Maßnahme handelt?

Was könnte Aerosolforscher veranlasst haben, die Ausgangssperre und die Maskenpflicht im Freien als "Symbolpolitik" zu bezeichnen. Und auf welche Kompetenz kann sich die Regierung berufen, wenn sie diese Maßnahmen trotzdem verhängt?

Maßnahmen sind nicht gleich Maßnahmen. Es gibt gute, die wirken (z.B. Maskenpflicht in geschlossenen Räumen). Es gibt gute, die wirken würden, wenn man sie denn einsetzte (z.B. vollständiger Lockdown).
Und es gibt schlechte, die nichts bewirken, außer unnötigen Frust zu erzeugen (z.B. Maskenpflicht im Freien).

Wer das nicht verstanden hat, der wird auch nicht die Intention der Schauspieler verstehen.

Wo kommen wir hin...

... wenn man noch nicht Mal in satirischer Form Kritik üben kann? Ich persönlich fand die #allesdichtmachen Kampagne als angebracht und gut.
Vor lauter Corona vergisst man alles andere um die Gesellschaft herum.
Satire und Ironie ist auch eine Art des Protestes. Warum spricht die Politik nicht über die Kollateralschäden?
Und noch ein persönliches Statement.... Ich werde um meine Freunde und Angehörigen genauso Trauern im Falle eines Todes. Ob die nun überfahren werden, an Krebs oder Meintreffen an Corona sterben.
Von den nackten Zahlen her aus gesehen haben wir eine kleine Übersterblichkeit gehabt die wiederum durch die Untersterblichkeit im März schon wieder ausgeglichen ist.
Was nützt es wenn man Corona überlebt und stattdessen sich das Leben nimmt weil man vor den Trümmern der eigenen Existenz steht?

Was sollte eigentlich parodiert werden?

Eine Frage, die sich mir bei der ganzen Aktion gestellt hat, haben sich auch andere gestellt. Volksverpetzer.de schreibt zu den Videos:

"Sie bedanken sich ironisch dafür, dass man heute nur noch „einfache Wahrheiten“ habe, bringen Sätze, die genau so von Neonazis und Querdenkern täglich genutzt werden („eine eigene Meinung zu haben ist gerade krass unsolidarisch“) und bringen Pauschalkritik an den Medien, die von der „Lügenpresse“-Rhetorik der AfD kaum zu unterscheiden ist. Was sollte eigentlich parodiert werden?"

Ich möchte hier auf ein Interview ...

... mit Herrn Jauch in der Frankfurter Rundschau hinweisen, der selbst mit Corona infiziert gewesen ist:

„Ein Jan Josef Liefers hat mit der AfD, Reichsbürgern, Verschwörungstheoretikern, Corona-Ignoranten und Aluhüten erklärtermaßen nichts am Hut“, betonte der TV-Star (Anm.: Günther Jauch) weiter. „Dass die ihm jetzt zujubeln, ist tragisch. Die wollen ihn einfach auch missverstehen.“
Einige der Beteiligten hätten „besonders künstlerisch erscheinen“ wollen, ergänzte Jauch. „Die haben dann in ihren Wortmeldungen zweite und dritte Ebenen eingezogen, die viele nicht verstanden haben. Und wenn dann auch noch der Beifall von der falschen Seite kommt, wird es noch mal schwieriger.“
Viele hätten wohl einfach nur auf die verzweifelte Situation von Künstler:innen hinweisen wollen, doch „was die einen vielleicht satirisch meinen, nehmen Teile des Publikums für bare Münze, halten es für zynisch oder kapieren einfach nicht mehr, was eigentlich gemeint ist“, sagte Jauch.

Wer will da widersprechen?

Die Corona - Diskussionen in D sind ein Trauerspiel

In dieser Angelegenheit, bei der es um Leben und Tod geht, sollte man sich auf die Sachebene konzentrieren. Satire und Ironie ist nicht angebracht. Und man muss sich auch eingestehen, dass es Prioritäten gibt. Wo diese liegen ist sicherlich zu diskutieren und zu entscheiden an den Auswirkungen für die direkt Betroffenen und die Allgemeinheit.

@19:40 von falsa demonstratio

Man muss der aFD schon sehr nahe stehen, um sie als bürgerliche Partei zu bezeichnen.

Mindestens 80% der AfD Politiker würden in den etablierten freiheitlichen Demokratien als (das Äquivalente von) bürgerlich gelten. Dort ist die politischen Mitte auch stabiler, schwingt nicht so extrem von einer Seite zur anderen wie in der deutschen Geschichte. Kritik an Regierungspolitik gilt dort nicht so schnell als "Grenzüberschreitung".

21:40 von vriegel

«Prof. Ioannidis hat die Fallsterblichkeit global bei 0,15% ermittelt und unter Alter 70 bei 0,05%.
Wer solche Daten nicht anerkennt, der ist in meinen Augen auch ein Wirrkopf.»

Es kann immer nur Einen geben, der schon als kleines Kind in den Kessel mit dem Zaubertrank des Allwissens rein fiel.

"Es kann nur Einen geben" … war auch das Motto vom Wirrkopf mit Namen: "The Highlander".

@ Adeo60

Man darf also nicht mehr sagen, dass man die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie kagge findet, weil die Rechten das auch sagen und man damit erwiesenermaßen selbst ein rechter Nazi ist? So in etwa?

Und bevor Sie mich missverstehen: Ich unterstütze die Maßnahmen. Mich schreckt schlicht und ergreifend nur der hysterische Umgang mit legitimen Meinungsäußerungen, die allenfalls peinlich sind. Sachliche Kritik gegenüber den beteiligten Schauspielern ist hierbei natürlich okay, aber jemanden direkt zum Nazi zu erklären, nur weil der Applaus aus der falschen Ecke kommt, hat rein gar nichts mit sachlicher Kritik zu tun. Das ist nicht minder kindisch, als dass, was die beteiligten Schauspieler da mitunter verzapft haben.

Und wenn noch anonyme Morddrohungen dazukommen, dann wird es sogar kriminell!

@nordfriese.de

"Ich habe mir alle Videos angeschaut und kann für mich nicht feststellen, dass niemand verunglift wurde."

Das hat mich jetzt aber mal zum Schmunzeln gebracht-;))

Streichen Sie das "nicht" und setzen Sie an anderer Stelle ein m und ein p ein.
Ich glaube eher, dass dann Ihre Meinung zum Ausdruck kommt.
Schönen Abend!

@Nachfragerin

"
Am 25. April 2021 um 21:42 von Nachfragerin
@Eislöwe - Weden Sie mal konkret!

19:44 von Eislöwe:
"Wer sich den Initiator von #allesdichtmachen angeschaut hätte der hätte an dieser Aktion nicht teilgenommen."

Ich habe mir das Interview mit Herrn Brüggemann (ntv) durchgelesen, weiß aber nicht, worauf Sie mit Ihrer (in meinen Augen ziemlich substanzlosen) Pauschalaussage anspielen.

Welche Aussage oder Ansicht hat Sie abgeschreckt?"

Ich halte die Aktion von Herrn Brüggemann für dumm und gefährlich, weil sie undifferenziert einfach die Narrativen der Verschwörungsschwurbler erzählen und er das dann Satire nennt. Das Interview habe ich ebenfalls gelesen. Ihrer Frage schließe ich mich an. Wenn der User damit andeuten will, Brüggemann wäre rechtsextrem oder ein Querdenker, ist er auf dem falschen Dampfer. Aber mir ist auch nicht klar, was der User damit sagen will. Und damit haben wir das Kernproblem: Pauschale Äußérungen, wo differenziertes Denken angebracht wäre.

Die Gegenaktion könnte nach hinten losgehen...

"Mediziner und Pflegekräfte haben nun eine Gegenaktion gestartet: '#allemalneschichtmachen'."

Ob den Medizinern und Pflegekräften bewusst ist, dass ihre Aktion den Querdenkern, Leugnern und der AfD in die Karten spielt? Wer die Überlastung der Intensivstationen leugnet, wird sich durch youtubende Pflegekräfte bestätigt sehen.

Es geht doch schon längst nicht mehr um die Sache an sich

Die Debatte hat sich längst verselbständigt.

Die Organisatoren haben sich erklärtermaßen Aufmerksamkeit gewünscht.

Das das alles nun „nach hinten“ losgegangen sei, kann man so nicht sagen.

Die Bruchlinien in der Gesellschaft sind klar zu Tage getreten.

Wieder unter Beweis gestellt

Deutschland ist Ironie-inkompatibel.

Ich frage mich wirklich, wenn wir mittlerweile seit Herbst letzten Jahres im Lockdown sind, was sich die Mediziner von härterem Lockdown versprechen?

Aber da sind sie ja nicht alleine, wenn man die Umfragen sieht. Der Sinn ist zwar mehr als fragwürdig, aber was soll's, Hauptsache härter. Intelligenter wäre mir persönlich lieber. Aber wir haben den Holzschnitt "Lockdown" als Alleinstellungsmerkmal zur Pandemiebekämpfung ja festgeschrieben. Blöd nur, daß der Erfolg überschaubar, wenn nicht gar nutzlos ist, war, und sein wird.

19:21 von Tinkotis

"Was man vielleicht...

...bei dieser Gelegenheit tatsächlich mal hinterfragen könnte ist, ob Satire, Ironie und Spott in unserer Gesellschaft inzwischen doch zu weit gehen."

.-.-.

Ich möchte ein Beispiel hinzufügen, da ich sonst kein Fernsehgucker bin und Ihre Beispiele nicht kenne:

Donald Trump hat einmal vor einer Riesenmenschenmasse einen Behinderten imitiert.

Die Menge grölte vor Begeisterung.
DAS war seine Art von Satire.

Und damit als verwandt empfinde ich das, was die Darsteller gemacht haben.

Einige schreiben hier, dass Satire sein muss.
Nein, muss sie nicht, in meinen Augen.
Nicht in jeder Form.

Ich würde dazu raten, gar nicht darauf zu reagieren.

Auch Künster haben natürlich die Freiheit, unüberlegte Dinge zu sagen oder zu tun. Wirklich "böse", also gehässig, war die Aktion ja nicht gemeint. Nur mehr dumm als klug - in Ziel, Ausführung und Konsequenz.

Ein weiteres Problem ist doch...

...dass die beteiligten Künstler eben nicht als Satiriker firmieren. Man kennt sie als Charakterdarsteller in zumeist ernsthafteren Rolle und daher wirken die plötzlich in ihrer Satire so völlig satirefrei.

Ich wette, hätte da ein Oliver Welke hyperventilierend in die Tüten gepustet, dann hätte man das sofort als Satire erkannt und entsprechend mäßiger wären die Reaktionen ausgefallen.

Merke 1: Hätten die beteiligten Schauspieler neutral sachlich auf die Situation ihre KollegenInnen an den kleinen Bühnen der Republik hingewiesen, wäre alles in Ordnung. Aber man wollte wohl an die Erfolge von solchen Formaten wie der Heute-Show anknüpfen, um einen größeren Effekt zu erzielen. Ich sag mal so: Ziel erreicht! Wenn auch nicht in dieser Form beabsichtigt! Merke 2: Schuster, bleib bei deinen Leisten!

21:52 von RoyalTramp

"[...] sagte Jauch.

Wer will da widersprechen?"

,.,.,.

Ich.

@nachfragerin 21:17

Das ist doch einfach nicht wahr. Seit einem Jahr wird hier unablässig über die Maßnahmen gestritten. Sie sind fast täglich hier präsent, Sie wissen das. Und woanders ist es auch nicht anders.
Selbst die Politiker machen in aller Öffentlichkeit die unterschiedlichsten Vorschläge.
Und die Situation des kulturellen Bereichs wurde immer wieder thematisiert, auch hier im Forum, zuletzt vor etwa 2 Wochen sehr ausführlich.

"#allemalneschichtmachen"

Dann bitte auch bei allen, die in der Pandemie durchgearbeitet haben, nicht nur auf der Intensivstation.

Auch ein Paketbote, der wegen der zusätzlichen Pakete nun seine Schicht nicht unter 11 Stunden schafft hat die Verantwortung am Ende der Schicht niemanden zu überfahren.

Die ganzen Verkäufer, die vermehrt mit aggressiven Kunden zu tun haben - eigentlich wegen nichts.

Nur zwei Beispiele von vielen.

Ja, es sind beides keine "hoch Intelektuellen" Halbgötter in weiß, die dramatisch "über Leben und Tod" entscheiden.
Aber genauso systemrelevant!

*

Die Maßnahmen verursachen auch Kollateralschäden, weil vieles auf Sparflamme läuft während in der Wirtschaft Leute malochen wie gehabt aber keinen Ausgleich dafür in der Freizeit haben.

@DerOstbayer 21:56

Zitat: "Die Corona - Diskussionen in D sind ein Trauerspiel

In dieser Angelegenheit, bei der es um Leben und Tod geht, sollte man sich auf die Sachebene konzentrieren. Satire und Ironie ist nicht angebracht. Und man muss sich auch eingestehen, dass es Prioritäten gibt. Wo diese liegen ist sicherlich zu diskutieren und zu entscheiden an den Auswirkungen für die direkt Betroffenen und die Allgemeinheit."

Ja, es ist ein Trauerspiel, wer seine Strategie nicht überprüft, Stärken und Schwächen nicht eingesteht, der wird in der Pandemie scheitern. Und Deutschland ist im Begriff zu scheitern. Lockdown hat den Beweis erbracht, und zwar seit Herbst 2020, den, daß er nicht geeignet ist die Pandemie zu bremsen. Ansteckungsgefährdende Kontakte sind gefährlich, Supermärkte haben bewiesen, daß diese Kontakte ungefährlich sind. Daß könnte man auch Handel und Kultur andehnen.

@Eislöwe 19:20 Uhr: Sie fanden das also ausfallend ?

Das Liefers die an ihn vom WDR Moderator gerichtete Frage „Sind Sie wirklich so naiv?“ in Beziehung zu einer ähnlichlautenden Frage der Vertreter des DDR Zentralkomitees in der Schauspielschule gestellt hat ...?!

Was genau ist daran falsch ? Das Liefers gelogen hätte (glaube ich nicht, wahrscheinlich ist ihm damals genau diese Frage gestellt worden)?

Was gefällt Ihnen nicht? Denn das sprechen Sie ja nicht aus ....

@21:32 von redfan96

//D i e Intensivstation möchte ich sehen, wenn da von einem Tag auf den anderen 50 medizinische Komplettlaien aufkreuzen, nur um dort mal ne Schicht zu machen bzw. helfend anzupacken.//

Gibt mehr als 50 Intensivstationen. Die Schauspieler wohnen ja nicht alle an einem Ort. Das nur mal am Rande.

//Ich denke, den Schauspielern ging es um Aufmerksamkeit für die Kultur, sie wird nämlich sehr wohl in der Diskussion beiseite geschoben.....Man wird beiläufig angehört, dann aber wieder versenkt. Die Aktion war ein Aufschrei dagegen.//

Was ist denn in Ihren Augen eine Alternative? Ich weiß keine. Auch ich kann nicht alle Maßnahmen nachvollziehen und finde sie zum Teil auch sehr ärgerlich, weil logisch nicht nachvollziehbar. Aber was diese Schauspieler da inszeniert haben war kein Aufschrei, das war eine Anklage, der zumindest teilweise die Substanz fehlte. Wenig kreativ bis billig.

@21:48 von vriegel: teilweise gerührt

Mich rührt es auch fast zu Tränen, wenn Leute wie Herr Liefers, die pro Tatortfolge 190.000 Euro bekommen, sich satirisch über die Coronamaßnahmen äußern.

Die Pfleger auf den Intensivstationen, die 33.000 bis 48.000 Euro im Jahr verdienen, finden sicher auch ein paar Worte des Bedauerns für Herrn Liefers.

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