Ihre Meinung zu: Schüler-Beschwerde: "Dein Artikel hat mein Abi versaut"

25. April 2021 - 15:36 Uhr

In Nordrhein-Westfalen mussten Abiturienten in ihrer Englisch-Prüfung eine Kolumne des "New York Times"-Autoren Manjoo analysieren - einige verzweifelten daran. Er habe viele Beschwerden von Schülern erhalten, erklärte Manjoo.

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Kommentare

Die Haftung für unser Handeln übernehmen andere?

Wir haben uns wohl angewöhnt, dass immer alles auf dem Silbertablett gereicht wird.

Wenn wir mal ein paar Probleme haben, dann richtet das die Vollkaskoversicherung.

Die Haftung für unser Handeln selber übernehmen?

Ja wo kämen wir denn da hin?
Wo uns doch jeden Tag erneut vorgeführt wird, dass man nur den richtigen Posten braucht, um für nichts mehr zu haften und doch immer weich zu liegen. Von Fallen ist da schon lange nicht mehr die Rede.

Deswegen haben die Abiturienten da durchaus Recht mit dieser Forderung: Haften für diese Arbeit müssen andere. Vorgelebt wird es ja, oder liege ich hier daneben?

Einen Text für eine Prüfung

Einen Text für eine Prüfung auszusuchen, der Slang-Worte enthält, die nicht im Wörterbuch der Schüler zu finden sind, ist ein Versagen der Lehrkräfte, die den Text ausgesucht haben.

Wenn nun der Autor dafür angegriffen wird, zeigt das nur dass diejenigen, die ihn angreifen leider nicht in der Lage sind, festzustellen wer wofür verantwortlich ist.

Vielleicht ist es auch zuviel, von einem Abiturienten zu erwarten, das er/sie/es erkennen kann, dass die Prüfungsaufgaben nicht von den Autoren der darin enthaltenen Texte erstellt werden.

Kein Wunder !

Der Ausländer Manjoo hat noch nie etwas mit einem Abitur am Hut gehabt.

Diese Abiturienten sind das Zeugnis

der bestandenen Reifeprüfung nicht wert - und in NRW sollte geprüft werden, wie weichgewaschen man noch in den Forderungen heruntergehen will. - Allerdings, die verantwortliche Politik als Vorbild paßt. -

rer Truman Welt

Sehr schön ist am diesem Vorgang zu studieren, wie ein Sündenbock definiert wird, wobei deutlich zu sehen ist, daß die Reflektionsfähigkeit der Schüler, die den Autor des Artikels angreifen, sehr eingeschränkt zu sein scheint. Das führt auf die Spur des wahren Problems -> die Schüler!
Sie sind nämlich offensichtlich nicht in der Lage, die gestellte Aufgabe zu lösen. Weshalb nicht? Nein, nicht weil sie nicht können, was sie zum Bestehen der Prüfung können sollten, nein, die Aufgabenstellung scheint nicht angemessen zu sein. Dafür wäre jedoch nicht der Autor des ausgesuchten Artikels verantwortlich, sondern der/die vorschlagenden Lehrer dieserr Aufgabenstellung sowie das Prüfungskomitee, welches diesen Vorschlag auswählte. Darauf scheinen die Schüler jedoch nicht gekommen zu sein, was die reduzierte Reflektionsfähigkeit zeigt.
Aufgrund dieses Tatbestandes würde ich darauf setzen, dass die Schüler nicht das beherrschen, was sie beherrschen sollten. Das eigene Versagen wird nur projiziert!

16:01 von Thrombosen-Paul

Kein Wunder !
Der Ausländer Manjoo hat noch nie etwas mit einem Abitur am Hut gehabt.

Nichts verstanden, Thema verfehlt, sechs, setzen.

@von thrombosen-paul

"Der Ausländer Manjoo hat noch nie etwas mit einem Abitur am Hut gehabt".
Manjoo ist US-Amerikaner und arbeitet für die New York Times. Für die Auswahl seines Artikels fürs Abitur in NRW ist das Kultusministerium NW verantwortlich, nicht der Verfasser. Insoweit haben Sie irgendwie recht, kein Wunder.

Eine aktuelle Kolumne ...

... aus einer us-amerikanischen Zeitung als Material für eine Analyse heranzuziehen, ist ein sehr vernünftiger Ansatz. Allemal sinnvoller als Shakespeare-, Kipling- oder Hemingway-Texte.

Ich denke nicht, dass das Problem der Analyse vereinzelt unbekannte Vokabeln waren, zumindest sollte man auch ohne deren Kenntnis den Text verstehen und die Kommunikationsstrategie erkennen können, sofern es eine gibt.

„Ritziest“ bedeutet übrigens „eleganteste“. Ich habe es noch nie gehört, aber mein Wörterbuch kennt es.

Na sowas...

Ich plädiere sowieso für G. K. Chesterton.

Aber interessant ist es schon, dass Modernität auch junge Menschen überfordern kann...

Der Artikel wurde wegen dem

Der Artikel wurde wegen dem Thema ausgesucht, da er Aktuell in das Grüne Weltbild passt. Über das mangelnde Verständnis der Schüler den Artikel erst einmal durchzulesen und mit dem verstandenen eine Übersetzung nieder zu schreiben kann weder der Lehrer noch der Autor etwas.
Letztes Jahr war Mathe zu schwer und jetzt mangelt es beim Übersetzen. Der Fehler wird wieder nicht bei sich selbst gesucht.
Viel Spaß im Berufsleben.

Abi-Prüfungen

Ich stelle fest, dass Abi-Prüfungen als zu schwer empfunden werden. Als ich im Landeselternbeirat war gab es diese Aussage auch und es gab sogar schon juristische Auseinandersetzungen.
Bei meiner Tochter (Gewerbeschul-Lehrerin) werden auch Klassenarbeiten als zu schwer empfunden, obwohl bei der Klassenarbeit nur der Fall (Hydraulik) in den Fall (Pneumatik) geändert wurde.
Ich würde bei den Abi-Prüfungen sagen, dass die, welche sich beschweren, sich halt besser vorbereiten hätten müssen, oder eines der zwei anderen auswählen hätten sollen.

16:01 von Thrombosen-Paul

«Kein Wunder !
Der Ausländer Manjoo hat noch nie etwas mit einem Abitur am Hut gehabt.»

Gar kein Wunder, dass zu interpretierende Texte im Englisch-Abi von Ausländern stammen, die Englisch sprechen oder sprachen.
Wie der alte Kumpan William S. mit: "To be or not to be …".

Wären es Texte auf Deutsch, dann wäre es das Deutsch-Abi. Der Herr Ausländer hat beim Textschreiben sicher nicht an das Abi in NRW gedacht. Warum wohl nicht "… that's the question".

16:01, Thrombosen-Paul

>>Kein Wunder !
Der Ausländer Manjoo hat noch nie etwas mit einem Abitur am Hut gehabt.<<

Dieser Kommentar ist nicht mehr zu toppen.

The commentary to stop all commentaries.

Politische "Korrektheit" zahlt sich wohl nicht immer aus

Einiges an dieser Geschichte ist zum lachen.

Ich weiß nicht wovon die anderen zwei zur Auswahl stehenden Texte handelten. Waren diese noch politisch korrekter? Wenn (hoffentlich) nicht, dann ist es irgendwie passend, dass pro-PC (Textwahl) und mangelnde Eigenverantwortung/Reife (die offenbar ernst gemeinten Beschwerden gegen den Autor) Hand in Hand gehen.

@16:01 von Thrombosen-Paul

>> Kein Wunder !
>> Der Ausländer Manjoo hat...

Könnten Sie wenigstens EINMAL Ihren kleingeistigen Rassismus stecken lassen? oO

Ritzy

Wenn man dieses Wort bei Google eingibt, taucht sofort als erstes die Übersetzung auf. Nämlich „schick“.

Das setzt aber natürlich voraus, daß man die Steigerungsformen von Adverbien im englischen kennt. Dann erkennt man nämlich, daß „ritziest“ ein Superlativ ist und kann daraus dann den Positiv bilden.

Für einen Abiturienten sollte das eigentlich möglich sein.

Meine Schulzeit liegt so lange zurück, daß ich das Kurssystem nicht mehr am eigenen Leibe erlebt habe. Ich nehme aber an, daß jemand, der eine Abiturprüfung in englisch ablegt, dieses Fach als Leistungskurs belegt hat.

Ich finde, da kann man dann doch schon ein ganz klein wenig erwarten.

16:28 von tagesschlau2012

«Der Artikel wurde wegen dem Thema ausgesucht, da er Aktuell in das Grüne Weltbild passt. Über das mangelnde Verständnis der Schüler den Artikel erst einmal durchzulesen und mit dem verstandenen eine Übersetzung nieder zu schreiben kann weder der Lehrer noch der Autor etwas.»

Im Englisch-Abi ist nichts ins Deutsche als Aufgabe für die Abiturienten zu übersetzen. Es geht um Verständnisfragen, die die Schüler in Englisch niederschreiben sollen. Mit ihrer eigenen Ansicht, wie sie gewisse Aspekte des (in diesem Fall) Zeitungsartikels bewerten. Zustimmung / Ablehnung / Schlussfolgerung / und so was anderes mehr.

Das ist bei allen Fremdsprachen als Abifach so.
Man lernt die Sprache, um sich auch selbst darin auszudrücken.

Alternativ steht immer was Text vom Ollen Shakespeare zur Wahl.
"Though Hail My Dear Friend" ist aber langweilig wie die Sau.
Und deswegen wählen die ollen Kamellen auch nur wenige Schüler.
Althochdeutsch spricht heute auch nicht mal mehr der Waldschrat.

16:31, Vielfalt.

>>Politische "Korrektheit" zahlt sich wohl nicht immer aus
Einiges an dieser Geschichte ist zum lachen.

Ich weiß nicht wovon die anderen zwei zur Auswahl stehenden Texte handelten. Waren diese noch politisch korrekter? Wenn (hoffentlich) nicht, dann ist es irgendwie passend, dass pro-PC (Textwahl) und mangelnde Eigenverantwortung/Reife (die offenbar ernst gemeinten Beschwerden gegen den Autor) Hand in Hand gehen.<<

Sie hätten lieber eine Trumprede als Text fürs Englischabitur, oder?

Aber dann bitte so, wie Stephen Miller sie geschrieben und nicht wie Trump sie dann gehalten hat.

Obwohl, man könnte die beiden Versionen nebeneinander stellen und dann die Unterschiede zwischen gutem und schlechtem Englisch herausarbeiten.

@Thomas D. um 16:26

>„Ritziest“ bedeutet übrigens „eleganteste“. Ich habe es noch nie gehört, aber mein Wörterbuch kennt es.<

Wahrscheinlich haben sie ein sehr altes Wörterbuch, denn dieser Slangbegriff stammt aus Zeiten wo man hier noch "'mit'm schisslameng" etwas "schnaffte" fand.

Sie könnten jeden Fremdsprachlichen Deutschlerner zur Verzweiflung treiben schon damit zu eruieren welche der möglichen Bedeutungen kontextuel wahrscheinlicher ist.
Um so etwas ohne konkretes Vorwissen deuten zu können braucht man eben viel Vorwissen. Ich habe kein Wörterbuch befragt, bei mir lief nur im kopf auf einmal:
"If you're blue and you don't know where to go to...."

Zu meiner Schulzeit in Bayern wurden sehr seltene Wörter einfach

manchmal extra unter dem Text angegeben. Bei Schulaufgaben gab es Lehrer, die solche "Spezialwörter" in der Stunde vorher noch "durchnahmen". Findige Mitschüler fanden dann - ohne Google etc. - manchmal noch vorher heraus, aus welchem Text die Prüfung kommen wird ...

16:26 von Thomas D.

«Ich denke nicht, dass das Problem der Analyse vereinzelt unbekannte Vokabeln waren, zumindest sollte man auch ohne deren Kenntnis den Text verstehen und die Kommunikationsstrategie erkennen können, sofern es eine gibt.

„Ritziest“ bedeutet übrigens „eleganteste“. Ich habe es noch nie gehört, aber mein Wörterbuch kennt es.»

Sehe ich auch so. Verständnis eines lämgeren Textes scheitert nicht an einigen wenigen Vokabeln, die man evtl. nicht kennt. Es gibt ja auch den Textzusammenhang.

«"Ritzy" … I've never heard that damned word.
But it sounds funny, and I like it. Besides, that's my hamster's name.
So I fully agree to what the author says.»

So was kann man ja auch schreiben.
Das macht bestimmt keinen Punktabzug in der Abiklausur.

@16:20 von Thomas D. 16:01 von Thrombosen-Paul

//Nichts verstanden, Thema verfehlt, sechs, setzen.//

Und ich hatte schon gedacht, ich sei allein mit dem "Nichts verstanden". Jetzt kann ich das Rätseln endlich aufgeben.

with English on the war foot

oder doch eher mit der Leistung, die im Abi erwartet wird? Die suchen sich einen Text von dreien aus, den sie nicht verstehen, und beschimpfen dann den Autor dafür? Wie sind diese Schüler eigentlich bis zum Abitursjahrgang gekommen? Im Helikopter der Eltern und in Begleitung ihres Anwalts, vermute ich.

The hair stands one to mountain.

@ fathaland slim um 16:43

Ich bin mir nicht sicher wieviel Elektronische Unterstützung den Abiturienten heutzutage erlaubt ist.
Ich nehme an weniger als dieses.
Ausserdem währe "schick" zu unspezifisch, denn dies könnte ja auch geschmackvoll schlicht sein.
Konzeptuell würde es meist eher Synonym für "voll aufgebrezelt/aufgetakelt" gesetzt werden.

Sicher war kein Internetzugang erlaubt.

@16:43 von fathaland slim
Die Möglichkeit, einen externen "Berater" einzubeziehen, wären doch zu verlockend. Auch wenn es später oft geradezu gefordert wird. Die Praxis ist dann doch anders als eine Prüfung.

man könnte jetzt hinterfragen,

warum man nen Text aus dem amerikanischen Leben nimmt
und nicht aus dem britischen
das wäre mir jetzt eher durch den Kopf gegangen

16:43 von fathaland slim

Stimme ihnen zu.

16:26, Thomas D.

>>„Ritziest“ bedeutet übrigens „eleganteste“. Ich habe es noch nie gehört, aber mein Wörterbuch kennt es.<<

Oder „elegantester“ oder „elegantestes“.

Adjektive werden nämlich erstaunlicherweise dekliniert.

Abgefahren, oder?

Da hat man jetzt verschiedene

Da hat man jetzt verschiedene Möglichkeiten.
Entweder man schmunzelt darüber und vergisst die Sache in ein paar Stunden.
Oder man übt sachliche Kritik.
Oder man steigert sich in eine Wut über angebliche oder tatsächliche Unfähigkeit von Schülern und verbindet diese Wut in den Kommentaren mit Fundamentalktitik an der Bildungspolitik.
Oder man macht einfach ein völlig neues Fass auf, wie es der vielnamigste User getan hat, indem man einfach einen Punkt einbringt, der zwar mit dem Thema überhaupt nichts zu tun hat, aber sie eigene Einstellung bestätigt.

So viele Optionen...

16:43 von fathaland slim

«Das setzt aber natürlich voraus, daß man die Steigerungsformen von Adverbien im englischen kennt. Dann erkennt man nämlich, daß „ritziest“ ein Superlativ ist und kann daraus dann den Positiv bilden.

Für einen Abiturienten sollte das eigentlich möglich sein.»

Für den Englisch-Abiturient ist die Kenntnis von Komparativ und Superlativ englischer Adjektive genau so unabdingbare Voraussetzung wie die Kenntnis der 26 Buchstaben des Lateinischen Aphabets.

Auch … good … better … best …
und … bad … worse … worst … muss der Abimann kennen.
Die Englisch-Abifrau ebenso.

Wenn nicht … hätte er / sie wohl besser eine andere Sprache im Abi wählen sollen.

Jedes Jahr...

...ist irgendein Abi zu schwer. „Zu schwer“ ist aber subjektiv. Wahrscheinlich haben trotzdem Schüler 15 Punkte und der Schnitt wird nicht signifikant von den Vorjahren abweichen.

War früher auch schon so. Mir war mein Matheabi zu schwer. Hab´ nur 7 Punkte. Lag aber nach meinem Dafürhalten an mir und nicht an den Aufgaben. Heute würde ich vermutlich eine Onlinepetition starten und falls mein Vater Jurist wäre, würden wir klagen.

16:55 von krittkritt

"Zu meiner Schulzeit in Bayern wurden sehr seltene Wörter einfach
manchmal extra unter dem Text angegeben."

.-.-.

Das ist bis heute so.

Zusätzlich kann man in der Regel die Lehrkraft fragen. Gibt dann möglicherweise einen Punktabzug, oder eben auch nicht, weil dann die ganze Klasse die Antwort erfahren hat.

Also irgendwie ist in der ganzen Geschichte der Wurm drin.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass irgend ein Abiturient nicht weiß, dass nicht der Autor die Abi-Aufgabe gestellt hat.

17:02, frosthorn

>>with English on the war foot
oder doch eher mit der Leistung, die im Abi erwartet wird? Die suchen sich einen Text von dreien aus, den sie nicht verstehen, und beschimpfen dann den Autor dafür? Wie sind diese Schüler eigentlich bis zum Abitursjahrgang gekommen? Im Helikopter der Eltern und in Begleitung ihres Anwalts, vermute ich.

The hair stands one to mountain.<<

All attention.

Your English makes you so fast nobody after.

@16:43 von fathaland slim

//Ich nehme aber an, daß jemand, der eine Abiturprüfung in englisch ablegt, dieses Fach als Leistungskurs belegt hat.

Ich finde, da kann man dann doch schon ein ganz klein wenig erwarten.//

Das sollte man meinen. Ich kann mich aber des Eindrucks nicht erwehren, dass es - im Gegensatz zu früher - heute fast Standard ist, die Schuld für eigenes Versagen bei anderen zu suchen. Früher waren es eher mal (reiche) Eltern, die wegen schlechter Noten ihrer Kinder mit den Lehrern stritten. Die anderen Kinder nahmen mit belämmerter Miene ihre schlechten Noten hin.

@16:48 von fathaland slim

Sie hätten lieber eine Trumprede als Text fürs Englischabitur, oder?

Dass der Text des Herrn Farhad Manjoo zur Auswahl stand, habe ich nicht kritisiert. Finde ich an sich sogar völlig in Ordnung. Ich hoffe nur, dass den Schülern nicht ausschließlich macht- und zeitgeistkonforme Texte zur Auswahl standen.

17:05, Sisyphos3

>>man könnte jetzt hinterfragen,
warum man nen Text aus dem amerikanischen Leben nimmt
und nicht aus dem britischen
das wäre mir jetzt eher durch den Kopf gegangen.<<

Warum nicht aus dem Irischen? Dem Kanadischen? Dem Australischen? Dem Südafrikanischen?

So viele Möglichkeiten...

OT: Ich bitte um Verzeihung für den Blödsinn heute morgen. So etwas passiert, wenn man nach einer halben Flasche Wein am Vorabend Frühstück macht, sich auf eine Videokonferenz zum Thema Gemeinwohlökonomie vorbereitet und es nicht lassen kann, auch noch nebenbei Meta-Kommentare zu verfassen...

Schade...

...dass nicht .tinchen oder eine andere der Foristinnen aus den USA etwas zu diesem Thread beiträgt. Vielleicht könnten die nämlich bestätigen, dass englischsprachige Zeitungsartikel gerne mal mit wahnwitzigen Formulierungen aufwarten, gegen den jeder taz-Artikel (steht hier nur beispielhaft) als Nachrichten in leichter Sprache gelten kann.

Ich musste selbst zu Zeiten, als ich die LA Times und USA Today jeden Morgen zum Frühstück auf dem Tisch hatte des öfteren so manchen Artikel dreimal lesen, bevor ich der Verfasserin folgen konnte.

Ich kann die Schülerinnen durchaus verstehen.

@17:06 von schabernack 16:43 von fathaland slim

//Wenn nicht … hätte er / sie wohl besser eine andere Sprache im Abi wählen sollen.//

Ich würde auch davon ausgehen, dass man gerade als Abiturient auch Zeitungen in der zu lernenden Sprache liest, ohne dass dies zu den Hausaufgaben gehört.

Und manch neue Vokabel lernt man sogar in der deutschsprachigen Presse. So habe ich z.B. kürzlich gelesen, dass es das Wort "Corona" jetzt auch auf Klingonisch gibt: "Qoro'na javtlm". Kein Scherz! Gelacht werden dar natürlich trotzdem.

@17:02 von frosthorn

>> Die suchen sich einen Text von dreien aus,

Ähh, die können sich das heute aussuchen? oO

Zu meiner Zeit (1994) wurde das einfach so verteilt, daß nicht(!) 2 Gleiche nebeneinander sitzen. -.-

17:14, Vielfalt. @16:48 von fathaland slim

>>@16:48 von fathaland slim
Sie hätten lieber eine Trumprede als Text fürs Englischabitur, oder?

Dass der Text des Herrn Farhad Manjoo zur Auswahl stand, habe ich nicht kritisiert. Finde ich an sich sogar völlig in Ordnung. Ich hoffe nur, dass den Schülern nicht ausschließlich macht- und zeitgeistkonforme Texte zur Auswahl standen.<<

Ich nehme ja nicht an, daß es Teil der Aufgabenstellung war, zu schreiben, wie inhaltlich großartig der Text ist.

Die Schüler hätten sich also eloquent dagegen positionieren und auch auf diese Weise die höchste Punktzahl einfahren können.

Ich habe den Artikel gerade gelesen

So schwer ist er nicht. Natürlich kenne ich nicht jedes Wort. Das ist aber in jedem NYT-Artikel so. Deutsch-Fremdsprachler hätten mit einem SZ-Artikel auch mehr Probleme, als mit einem aus der Bild. Aber der Sinn und die Aussagen sind problemlos zu erfassen. In meinem Englischabi duften wir „Oxfords Advanced Dictionary of Current English“ benutzen. Da hätte ich dann noch ein paar Worte gefunden. Und falls da ein paar nicht drinstehen - so what?

Nicht immer, wenn man eine Prüfung versaut, ist die Prüfung schuld.

„ https://www.nytimes.com/2020/02/05/opinion/california-single-family-housing.html“

17:02 von frosthorn with English on the war foot

Krass ausgedrückt, kommt aber hin.

@ Shusui

Einen Text für eine Prüfung auszusuchen, der Slang-Worte enthält, die nicht im Wörterbuch der Schüler zu finden sind, ist ein Versagen der Lehrkräfte, die den Text ausgesucht haben.

Ein Autor der New York Times verwendet keine Slang Ausdrücke, er spricht so, wie junge Amerikaner eben sprechen. Niemand hat hier versagt. Das Blaming ist überflüssig.

17:10 von fathaland slim und17:02, frosthorn

//>>with English on the war foot
oder doch eher mit der Leistung, die im Abi erwartet wird? Die suchen sich einen Text von dreien aus, den sie nicht verstehen, und beschimpfen dann den Autor dafür? Wie sind diese Schüler eigentlich bis zum Abitursjahrgang gekommen? Im Helikopter der Eltern und in Begleitung ihres Anwalts, vermute ich.

The hair stands one to mountain.<<

All attention.

Your English makes you so fast nobody after.//

Jetzt habe ich laut gelacht. Dass Sie beide MEIN Englisch so gut beherrschen, hätte ich nicht für möglich gekeept.

Seltsam,...

...mir ringt der Artikel eigentlich nur ein Lächeln ab.

Einem amerikanischen Autor die Schuld dafür anzulasten, dass er es gewagt hat, ein offensichtlich gängiges amerikanisches Wort in dem für seine amerikanische Leserschaft gedachten Artikel zu verwenden, ganz ohne Rücksicht auf die nordrhein-westfälischen Abiturienten, die so eine Vokabel nicht kennen, das rührt einen schon. Irgendwie.

Rächt euch, schreibt ihm eine Beschwerde mit dem Begriff “Handy“, und er wird verzweifeln.

Es ist schon bemerkenswert, ...

..., in welcher Art und Weise sich dieser doch eigentlich netten „Randnotiz“ des Lebens angenommen wird.
Da gibt es die Gelegenheit, seine Aversion auf Lehrer unterzubringen.
Oder man nutzt die Chance, heutige Abiturienten als Dummies zu bezeichnen.
Auch eine „Vollkaskogesellschaft“ wird daraus konstruiert.
Und was noch nicht alles erfunden wird.
Dabei haben die Schüler nur eins gemacht, das Medium ihrer Zeit genutzt, um einem Verfasser eines Artikels ungeahnte Folgen mitzuteilen.
Irgendwie witzig, wie man an der Reaktion des Angeschriebenen sehen kann.
Angesichts der im Netz kursierenden schlimmen und gefährlichen Auswüchse doch wahrhaftig eine harmlose, ein bisschen amüsierende Sache.

@ Anna-Elisabeth, um 17:20

re @ 17:06 von schabernack 16:43 von fathaland slim

DANKE!
Ich lache immer noch, während ich das hier schreibe...:-)

Gibt's “ritziest“ nicht auch auf klingonisch - das hätten dann sicher einige Abiturienten gewusst...

Apropos Textverständnis...

...da empfiehlt sich Shakespeare. Wer nicht merkt, dass da fast immer ein großer roter Aufkleber "nicht jugendfrei" draufgehört, hat's nicht verstanden.

Der Mann - oder die Leute, je nachdem, welchem Forscher man folgt - hat... nun, sehr rustikal geschrieben. Das merkt man nur heute nicht mehr. Außer, man sieht sich so etwas wie die brilliante Romeo & Julia-Version von Baz Luhrman an...

Englisch Abi NRW

Das sprachliche Niveau einer Fremdsprache entsteht und wächst mit einem möglichst frühen Erwerb dieser Zielsprache. Der Elfenbeinturm der Literaturwissenschaft in Deutschland verhindert eine Annäherung an eine Sprache wie Englisch, solange man mit einer hochnäsigen Überheblichkeit weite Teile der amerikanischen Literatur abtut. Auch der Hang, möglichst viele nichtdeutsche Filme zu synchronisieren trägt nicht zur Annäherung und dem Bemühen bei, eine andere Sprache zu erlernen.

17:03, krittkritt

>>Sicher war kein Internetzugang erlaubt.
@16:43 von fathaland slim
Die Möglichkeit, einen externen "Berater" einzubeziehen, wären doch zu verlockend. Auch wenn es später oft geradezu gefordert wird. Die Praxis ist dann doch anders als eine Prüfung.<<

Es ging wohl nicht um eine Übersetzung, sondern um eine Diskussion des Artikels. In englischer Sprache natürlich. Da helfen externe Berater, glaube ich, nicht sehr.

@ 17:14 von Vielfalt

„ Ich hoffe nur, dass den Schülern nicht ausschließlich macht- und zeitgeistkonforme Texte zur Auswahl standen“

Warum? Ich finde es besser, wenn es um ein aktuelles Thema geht, als um etwas von vor 100 Jahren. Falls der Text nur übersetzt werden musste, ist das Thema herzlich egal. Falls auch eine Erörterung in Englisch gefragt ist, müssen die Schüler die Ansicht des Autors nicht teilen. Sie dürfen ihm widersprechen. Noten gibt es darauf, wie gewandt sie das tun.

@saschamaus75 um 17:21

>@17:02 von frosthorn
>> Die suchen sich einen Text von dreien aus,

Ähh, die können sich das heute aussuchen? oO

Zu meiner Zeit (1994) wurde das einfach so verteilt, daß nicht(!) 2 Gleiche nebeneinander sitzen. -.-<

Ich kenne das genaue System in NRW nicht aber da 90 000 Prüflinge genannt wurden sowie eine Auswahl von drei texten nehme ich an das es eine eLandesweit einheitliche Auswahl der drei texte gab von denen dann wahrscheinlich die Lehrer einen auswählten, ob aus Sadismus, weil er dem Profil dessen was sie ihren Schülern beigebracht haben am näherten kam, oder weil es den eigenen Bedürfnissen ob der Anstehenden Korrekturen/Auswertungen entgegenkam sei mal dahingestellt.

@ krittkritt

Die Möglichkeit, einen externen "Berater" einzubeziehen, wären doch zu verlockend. Auch wenn es später oft geradezu gefordert wird. Die Praxis ist dann doch anders als eine Prüfung.

Nein, die Praxis ist genau wie die Prüfung. Ich bekomme einen unbekannten und vielleicht ungewöhnlichen Text und muss sofort etwas daraus ablesen und die Idee zusammen fassen.
Ich muss das tun und nicht jemandes Idee abkupfern, den ich schnell fragen könnte. Das Abitur ist die Prüfung der Reife.

Ein Arbeitgeber interessiert sich nur für mein schnelles Urteil, nicht dafür, wie lange ich brauche um in die Wikipedia zu gucken.

@ Tinkotis

Ich kann die Schülerinnen durchaus verstehen.

Ich auch. Lernen geht nicht von selbst, lernen fordert.

Übrigens...

...ich würde "ritziest" als den Hyperlativ von "etepetete" übersetzen ;-) und freue mich schon auf auf die erstesten Kommentare zum Hyperlativ.

@ 17:11 von Anna-Elisabeth

Als ich vor 45 Jahren auf ein humanistisches Gymnasium mit höchsten Leistungsansprüchen ging, war es üblich, Begriffe, die nicht im verfügbaren Lexikon standen, in Prüfungsaufgaben zu erläutern, in allen Sprachen, die ich gelernt habe, Lateinisch, Englisch und Griechisch. Das sich heute die Ministerialbürokraten zu fein sind, die Texte einmal nach solchen Begriffen durchzugehen, spricht Bände. Man hat den Text vermutlich im Ministerium nur überflogen, klang politisch toll und ab in den Umschlag an die Schulen. Erbärmlich.

@Tinkotis um 17:40

>Übrigens...
...ich würde "ritziest" als den Hyperlativ von "etepetete" übersetzen ;-) und freue mich schon auf auf die erstesten Kommentare zum Hyperlativ.<

Wie wäre es mit "überkandidelt"?

@ 16:18 von Mene mene tekel...

Sorry, ich habe ein English-B-Level der London Chamber of Commerce, habe vorher über 5 Jahre bei etablierten Sprachschulen Intensivkurse gemacht, um das Versagen der Schulen auszugleichen, ich spreche und schreibe seit 30 Jahren fast ausschließlich in Englisch anspruchvollste Fachtexte, und ich kenne das Wort ritziest nicht. Erstens ist es US-English (obwohl ich das hauptsächlich verwende), zweitens Slang und drittens nicht ohne weiteres ableitbar, es ist nämlich abgeleitet von dem Gründer der Ritz-Hotels, laut dem Webster Dictionary, was ich natürlich im Schrank stehen habe, nicht aber Schüler. Prüfungen sollen erlerntes Wissen abfragen, nicht reinlegen. In meiner Bio-Abiturklausur wurde eine Pflanzenzelle an die Tafel gemalt, bei der ich als Kurzsichtiger ein - entscheidendes - Detail vom Platz aus nicht erkennen konnte. Das ärgert, wenn man wegen sowas die Note versaut. Prüfungsaufgaben sollten knitterfrei sein.

Lehrer - Bildungsnotstand

Vielleicht sind die Anforderungen an die Schülerinnen und Schüler immer weniger geworden (das Abi von heute war früher ein durchschnittlicher Mittelschul-/Realschulabschluss), und dadurch - quasi zeitversetzt - auch an die heutigen Lehrerinnen und Lehrer. Vielleicht gibt es heute ja in der Tat immer mehr Leerkräfte, als Lehrkräfte, um die alte Spontisprüche-Zeit nochmals aufleben zu lassen...

17:21 von saschamaus75

«Ähh, die können sich das heute aussuchen? oO

Zu meiner Zeit (1994) wurde das einfach so verteilt,
daß nicht( !) 2 Gleiche nebeneinander sitzen. -.-»

Im Abi konnte man schon 1983 aussuchen.

Bei mir (in Köln): "Shakespear der Langeweiler" … oder alternativ einen Zeitungsartikel über die Besetzung der Gefängnisinsel "Alcatraz" vor San Franciso durch Angehörige der "First Nations". Ich war schon immer Indianer statt Cowboy.

2 Auswahlmöglichkeit war die Wahl des Lehrers aus 3 Bereichen, die als abi-möglich vorher schon bestimmt waren (vom Fachlehrer in eigener Entscheidung).

Nach Aussuchung musste man dann wo sitzen.
Aber sowieso nie 2 Abiturienten in 1 Bank nebeneinander.
Die Leistungskurse haben ja nie 30 Schüler pro Kurs.
Sitzproblematik gibt es da nicht, oder man nimmt den Raum,
der groß genug ist für die Zahl der Abiturienten.

17:40, Tinkotis

>>Übrigens...
...ich würde "ritziest" als den Hyperlativ von "etepetete" übersetzen ;-) und freue mich schon auf auf die erstesten Kommentare zum Hyperlativ.<<

Ich würde „am elegantesten“ beziehungsweise „am schicksten“ jetzt nicht unbedingt als Hyperlativ, also als unnötige Steigerung bezeichnen.

Oder als unnötigste Steigerung:=}

@dr.bashir, 17:33

Falls auch eine Erörterung in Englisch gefragt ist, müssen die Schüler die Ansicht des Autors nicht teilen. Sie dürfen ihm widersprechen. Noten gibt es darauf, wie gewandt sie das tun.

Ich musste seinerzeit einen Teil einer Rede von Richard Nixon bearbeiten. Und kriegte eine 1. Ich hoffe doch, dass jeder in diesem Forum mir glaubt, wenn ich sage, dass das nicht daran lag, dass ich Nixons Reden so toll fand.

17:50, Eislöwe

>>das Abi von heute war früher ein durchschnittlicher Mittelschul-/Realschulabschluss<<

Ist das so?

@Eislöwe 17:50

Schülerschelte (und damit auch Lehrerschelte) gibt es spätestens seit Sokrates.

@17:33 von dr.bashir

Warum? Ich finde es besser, wenn es um ein aktuelles Thema geht, als um etwas von vor 100 Jahren.

Aktuelle Themen sind gut. Macht- und zeitgeistkonforme Thematisierung ist was ganz anderes.

Sie dürfen ihm widersprechen. Noten gibt es darauf, wie gewandt sie das tun.

Das war vielleicht bis vor 20 Jahren so. Im zunehmend politisierten Schulsystem, spielt jedoch die "richtige" Gesinnung eine immer größere Rolle.

17:49, Autograf

>>ich spreche und schreibe seit 30 Jahren fast ausschließlich in Englisch anspruchvollste Fachtexte, und ich kenne das Wort ritziest nicht.<<

Ich spreche und schreibe seit langer Zeit Umgangsenglisch. Mir ist das Adjektiv „ritzy“ durchaus vertraut.

17:57, Vielfalt.

>>@17:33 von dr.bashir
Warum? Ich finde es besser, wenn es um ein aktuelles Thema geht, als um etwas von vor 100 Jahren.

Aktuelle Themen sind gut. Macht- und zeitgeistkonforme Thematisierung ist was ganz anderes.

Sie dürfen ihm widersprechen. Noten gibt es darauf, wie gewandt sie das tun.

Das war vielleicht bis vor 20 Jahren so. Im zunehmend politisierten Schulsystem, spielt jedoch die "richtige" Gesinnung eine immer größere Rolle.<<

Das ist doch nun wirklich ganz großer Unsinn.

Die Abiturprüfung ist weit davon entfernt, eine Gesinnungsprüfung zu sein.

17:57, Vielfalt.

Was meinen Sie eigentlich im vorliegenden Zusammenhang mit machtkonform?

Sie benutzen den Begriff hier im Thread ja schon zum zweiten Mal.

@ 17:57 von Vielfalt

„ Das war vielleicht bis vor 20 Jahren so. Im zunehmend politisierten Schulsystem, spielt jedoch die "richtige" Gesinnung eine immer größere Rolle“

Mein Abi war sogar vor genau 40 Jahren. Mein Englisch- und Geschichtelehrer war Stadtrat für die CDU, also mein politischer Gegner. Wir haben uns aber super verstanden und prima diskutiert, wenn wir uns auch selten einig wurden.

Ich glaube, das geht heute auch noch. Meine Tochter hat vor 5 Jahren Abi gemacht und studiert jetzt Lehramt. Ich habe nicht den Eindruck, man muss unbedingt rot-grün sein um eine Eins zu bekommen. Ein sehr erfolgreicher Klassenkamerad von ihr sitzt inzwischen für die FDP im Gemeinderat.

@Der Lenz (17:46)

"Wie wäre es mit "überkandidelt"?"

Da fehlt meiner Meinung nach der spöttische Unterton des Originals. Es ist einfach schwierig, die manchmal herrlichen Ambiguitäten des Englischen ins Deutsche zu übesetzen. Nicht jeder Übersetzer ist dazu in der Lage, "You always were a cunning linguist, James" nicht nur zu verstehen, sondern mit "Sie waren schon immer sehr zungenfertig" auch noch so zu übersetzen, dass die FSK den entsprechenden Bond nicht gleich auf ab 18 setzt.

@Vielfalt 17:57

„ ...Im zunehmend politisierten Schulsystem, spielt jedoch die "richtige" Gesinnung eine immer größere Rolle.“

Wie sang Pippi Langstrumpf?
Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt.

Für wen wird noch kommentiert?

Früher konnte man sofort kommentierbare Artikel auf der Seite finden, vielkommentierte Artikel waren sofort zu erkennen.

Seit dem Web-Neuauftritt geht das nicht mehr.

Seit kurzem geht es noch einen Schritt weiter: Kommentare können manchmal nur noch indirekt eingesehen werden.
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Aber zum Inhalt: es geht nur vorgeblich um das Englisch Abi. Eigentlich geht es um die „grünen“ Ideen den Bau von „Einfamilienhäusern“ zu reglementieren.

Interessant finde ich das eine Schülerin ausweislich des Artikels mit dem Superlativ von „ritsy“ nicht anfangen konnte. Wohl noch nie „Putting on the ritz“ gehört ?

@17:34 von Der Lenz

>> von denen dann wahrscheinlich die Lehrer
>> einen auswählten

Ich verstehe es immer noch nicht. oO

Bei uns gab es seinerzeit zwar nur A und B, aber die wurden vom Land zugeschickt.
Und dann ging der/die/das Lehrer vorne einmal lang: "Links A, rechts B. Nach hinten durchreichen!"

Da war nichts mit "aussuchen". -.-

*etwasverwirrt*

@dr.bashir 18:05

„... Ich glaube, das geht heute auch noch. ...“

Das geht heute sogar besser. Früher zuckten die Lehrer (teilweise), wenn ein Juso-Schüler den in die Klasse kommenden SPD-Politiker duzte. Von anderen „Begrenzungen“ im Unterricht gar nicht zu reden.

@fathaland slim (17:52)

So haben dass vielleicht die Schülerinnen auch gesehen und die Formulierung sachlich betrachtet, dabei aber den bitterbösen Seitenhieb verpasst. Das mal auf den ganzen Text hochgrechnet, erklärt vielleicht deren Frustration.

Wer bei einer "wildgoose chase" nur Wildgans-Jagd versteht (so beim Übersetzen des "Herrn der Ringe" passiert), kriegt entscheidende Infos einfach nicht mit.

17:57 von Vielfalt.

@dr.bashir

«Sie dürfen ihm widersprechen. Noten gibt es darauf, wie gewandt sie das tun.

«Das war vielleicht bis vor 20 Jahren so. Im zunehmend politisierten Schulsystem, spielt jedoch die "richtige" Gesinnung eine immer größere Rolle.»

Das ist heutzutage nicht einen Deut anders.
Schon gar nicht in Fremdsprachen als Prüfungsfach.

Sieht man prinzipiell davon ab, dass Lehrer auch keine Benotungsautomaten sind, die nach Einwurf von Münzen Noten ausspucken.

Zustimmendes Gesinnungs-Gestammel in schriftlicher Form mit vielen Rechtschreib und / oder Grammatikfehlern gibt niemals gute Noten. Auch dann nicht, wenn wer Schüler der postulierten Gesinnug hinterher hecheln sollte, bis er sich auf die Zunge tritt.

Zerlegt ein/e Schüler/in das angebliche Gesinnugsdiktat in sehr gutem Englisch. Dann gibt es auch eine sehr gute Note dafür.
Ob 15 / 14 / 13 Punkte, ist der Spielraum des Lehrers.

Nur in ganz wenigen Ausnahmefällen weicht die Abi-Note um mehr als 3 Punkte von der Vornote ab.

@17:40 von Tinkotis

>> und freue mich schon auf auf die erstesten
>> Kommentare zum Hyperlativ.

Sie meinen jetzt nicht 'etepeteteste'? oO

Nob(e)ler Beitrag!

ritzy = nobel ... sagt mein digitales Wörterbuch, was hier an der Schule (Niedersachsen) auch im Abitur genutzt wurde. Dennoch hätte ich als Lehrkraft das Wort vielleicht mit einer übersetzenden Fußnote versehen.

Ich möchte dem sehr ausgewogenen Schneegans-Beitrag voll beipflichten - willkommen in einer global vernetzten Welt.

Zusätzlich: Um dem Verfasser verständlich zu sein, müssen die Schülerinnen sogar Englisch praktisch nutzen. Was spricht denn dagegen?

Weiterhin: Die Schüler sind zu obrigkeitshörig und kritisieren den Falschen. Aber: Wir Lehrer sollen auch kritisches Denken lehren / vorleben.

Zuletzt: Das ist nicht irgendein Abi-Jahrgang. Das ist der Corona-Jahrgang, geprägt von Unsicherheit, mehreren Lockdowns, Homelearning etc. Denen vorzuwerfen, sie hätten sich(!) nicht gut genug vorbereitet, schiebt die Verantwortung von uns Lehrern und analogen Schulen und nicht zuletzt deren ewig geldsparender Verwaltung(!) zu denen, die die Situation am wenigsten ändern können.

Eritas

unreal

Schülerinnen und Schüler schreiben dem Autor, er habe ihr Abi versaut. Und Foristinnen und Foristen glauben, die SuS haben das ernst gemeint.

Schon irgendwie traurig.

Es ist doch nicht die Schuld des Kolumnisten, dass das Gremium, das diesen Abivorschlag erstellt hat, bei den Annotations nicht alle erforderlichen Begriffe angegeben hat.
Wobei es sicher nicht um "ritzy" ging; das steht in jedem gewöhnlichen Wörterbuch drin.

17:17 von fathaland slim

Wenn ich in Asien unterwegs bin lernen die Schüler "amerikanisches" Englisch.
Hierzulande favorisiert man (meines Wissens) eher britisches Englisch an Schulen

Also scheint mir mein Einwand nicht unbedingt aus der Luft gegriffen

@Tinkotis um 18:09

>@Der Lenz (17:46)
"Wie wäre es mit "überkandidelt"?"

Da fehlt meiner Meinung nach der spöttische Unterton des Originals. <

Zugegeben: Überkandidelt ist schon nicht mehr ironisch sondern schon offen abfällig, wie ja auch etepetete das ich allerdings mehr als verhaltenscharachterisierung kenne.

Natürlich ist das transportieren von kulturellem Inhalt der im Hintergrund mitschwingt zwischen sprachen schwierig, obwohl gerade Englisch-Deutsch/Deutsch-Englisch aus diversen gründen noch recht einfach ist.

@18:05 von dr.bashir

Mein Abi war sogar vor genau 40 Jahren. Mein Englisch- und Geschichtelehrer war Stadtrat für die CDU, also mein politischer Gegner.

Vor 40 Jahren noch eine konservative pragmatische Partei, aber bei der Benotung richtigerweise liberal.
Nicht die Gesinnung zählte. Wer was konnte, konnte von jenen Lehrern und Dozenten gute Noten erwarten. Viele ihrer Schüler und Studenten sahen da ganz anders. Das Ergebnis sieht man am heutigen Bildungssystem.

17:40 von Tinkotis

«Übrigens … ich würde "ritziest" als den Hyperlativ von "etepetete" übersetzen ;-) und freue mich schon auf auf die erstesten Kommentare zum Hyperlativ.»

Ich übersetzte es mit: "noch toller als im (Hotel) Ritz".

Vom Namen der Hotels stammt das Adjektiv "ritz-y" ja auch ab.
Weil es in diesen Hotels immer so elegant als Muss sein muss.

Der Hyperlativ ist die Steigerungsform vom Nonsens-Gigantismus:

Die Maximalste.
Der Absoluteste.
Das Nulligste.

Den Hyperlativ kann man immer nehmen als Alternative zur Ausrufezeichenkaskade mit 10 Stück davon am Satzende.

18:29, Sisyphos3

>>17:17 von fathaland slim
Wenn ich in Asien unterwegs bin lernen die Schüler "amerikanisches" Englisch.
Hierzulande favorisiert man (meines Wissens) eher britisches Englisch an Schulen

Also scheint mir mein Einwand nicht unbedingt aus der Luft gegriffen<<

Ich finde auch jamaikanisches Englisch sehr interessant.

Jah man!

18:05 von dr.bashir

Mein Abi war sogar vor genau 40 Jahren. Mein Englisch- und Geschichtelehrer war Stadtrat für die CDU, also mein politischer Gegner.
.
wenn ich mich an meine Schulzeit, vor 50 Jahren, erinnere,
hat sich keiner, aber wirklich keiner politisch geäußert
Eine Sache die heute wie ich meine nicht mehr der Fall ist.

Ihren Eindruck teile ich nicht dass die Meinung der Eltern/Kinder keinen Einfluss auf die Schulnoten hat
mehr noch, in der Familie meines Freund hat man über politische und gesellschaftliche Dinge
kaum zu hause gesprochen, weil man nicht wollte dass die Tochter das möglicherweise in die Schule
(Lehrer wie Eltern) getragen hätte, was möglicherweise für die Tätigkeit des Vaters Nachteile gebracht hätte
Das war ein Gefühl ! Beweisen ? .... schwierig
Aber wer macht heutzutage schon nen Flyer ans Auto : Atomkraft ja bitte / oder wähle die LINKE/AfD
Wenn er keinen Kratzer will !

16:52 von Der Lenz

@Thomas D. um 16:26
>„Ritziest“ bedeutet übrigens „eleganteste“. Ich habe es noch nie gehört, aber mein Wörterbuch kennt es.<

Wahrscheinlich haben sie ein sehr altes Wörterbuch, denn dieser Slangbegriff stammt aus Zeiten wo man hier noch "'mit'm schisslameng" etwas "schnaffte" fand. ...

Nein, ein online-Wörterbuch in App-Form mit ständig aktualisiertem Wortschatz.

Ja, ich bin alt, mein Wörterbuch ist es nicht :-)

18:36, Vielfalt.

>>@18:05 von dr.bashir
Mein Abi war sogar vor genau 40 Jahren. Mein Englisch- und Geschichtelehrer war Stadtrat für die CDU, also mein politischer Gegner.

Vor 40 Jahren noch eine konservative pragmatische Partei, aber bei der Benotung richtigerweise liberal.
Nicht die Gesinnung zählte. Wer was konnte, konnte von jenen Lehrern und Dozenten gute Noten erwarten.<<

Sie scheinen sehr, sehr jung zu sein.

um 18:29 von Sisyphos3

"Hierzulande favorisiert man (meines Wissens) eher britisches Englisch an Schulen"

Das ist nicht der Fall. Es ergibt sich lediglich indirekt: Wer selbst britisches Englisch gelernt hat, bleibt dann oft dabei und gibt es dann seinerseits an seine SuS weiter. Zudem ist für viele Englischstudierende ein Auslandsaufenthalt in UK einfach preiswerter als einer in den USA, und hat zudem den Vorteil, dass man für kleines Geld immer wieder hinfahren kann.

Eine Ablehnung gegenüber amerikanischem Englisch oder gar gegenüber amerikanischer Literatur gibt es jedenfalls nicht.
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