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Ukraine 2021: Zensur und fehlende Schutzausrüstung

"Die Strahlung ist um das Mehrfache gestiegen, denn die ganze Radioaktivität war im Boden. Wie hoch, kann ich offiziell nicht sagen, aber wir wissen aus der Erfahrung, dass die Feuerwehrleute, die in verstrahlten Gebieten arbeiten, in der Regel krank werden." (Bürgermeister Bukhovez)

Ein Bürgermeister, der keine Zahlen nennen darf und Feuerwehrleute, die aufgrund fehlender Schutzausrüstung krank werden.

Statt unglaublich viel Geld in irgendwelche Militärmanöver zu stecken, sollte man vielleicht mal der Bevölkerung helfen.

Das was in der näheren und

Das was in der näheren und weiteren Umgebung von Tschernobyl geschieht, ist auch in unseren Wäldern zu beobachten: Boden, Wild und Pilze haben weiterhin vor allem in Süddeutschland erhöhte gesundheitsschädigende Strahlenwerte.

Der Preis für den Fortschritt

Die Armut macht die Besiedlung rund um Tschernobyl möglich. Der Preis, Missgeburten, viele Krankheiten und zumeist ein früherer Tod. Trotz Milliarden Unterstützung musste die Bevölkerung wieder zurückkehren in ihrer früheren Heimat da sonst keine Bleibe. Da fragt man sich ab was die korrupte Ukrainische Regierungen mit dem Geld gemacht haben.
Aber genauso muss man diese Frage stellen für Japan, da leben viele Menschen aus dem nuklear verseuchtem Raum immer noch in Notunterkünfte. Unvorstellbar in so einem reichen Land.

Kernkraft ja - nein

Ich war im Mai 1986 beruflich in Oslo und habe da von Kollegen erfahren, dass es einen radioaktiven Unfall gegeben haben muss, weil deutlich erhöhte Strahlenwerte gemessen wurden; nur war zu diesem Zeitpunkt das Ausmaß der Katastrophe und die Details hierzu noch nicht bekannt ... erst viel später.
In Deutschland wurde Anfang der Siebzigerjahre (unter Bundeskanzler Helmut Schmid) der Ausbau der Kernenergie massiv forciert, um die Abhängigkeit vom Öl (v. a. aus dem arabischen / iranischen Gebiet) zu reduzieren - man denke an angenehmen autofreien Sonntage zurück.
Trotzdem: auch wenn ich bzgl. Kernkraft die nicht gelösten Entsorgungsprobleme sehe, bin ich der Meinung, dass diese z. B. in den USA angedachten kleinen Kernkraftwerke ein Teil der Lösung der CO2 Reduzierung sind; wenn Biden die Reduzierung so medienwirksam ankündigt, weiß man auch, dass er Befürworter dieser neuen Kraftwerke ist. Das Problem ist der ständig steigende Energiebedarf und das ungebremste Bevölkerungswachstum.

soviel zur

saubersten und umweltverträglichsten Art der Energiegewinnung.....(wird ja noch von vielen Befürwortern von AKW so gesehen).

Die Gefahr kommt von innen.

Bei der Reaktorkatastrophe wurde viel radioaktives Cäsium-137 freigesetzt. Dessen Halbwertszeit liegt bei 30 Jahren. Von der ursprünglichen Strahlenbelastung ist also noch immer knapp die Hälfte vorhanden.

Die größte Gefahr geht gar nicht von der allgegenwärtigen Strahlung aus, die die von außen auf den Körper trifft. Die größte Gefahr stellen radioaktive Stoffe dar, die in den Körper gelangen. Das trifft für Nahrungsmittel zu, die auf dem verseuchten Boden angebaut werden, aber auch für den Rauch der Waldbrände.

Angst vor Aufräumarbeiten?!

"Die Angst sei immer da, sagt er. Dass etwas passieren könnte, etwa bei den geplanten Aufräumarbeiten in der Atomruine."

Was soll da passieren?

09:09, Wolf1905

>>In Deutschland wurde Anfang der Siebzigerjahre (unter Bundeskanzler Helmut Schmid) der Ausbau der Kernenergie massiv forciert<<<

Das war nicht erst Anfang der Siebziger so. Das Ziel des Ausbaues der Kernernergie steht bereits im Godesberger Programm der SPD, von 1959. Es wurden seit Beginn der Bundesrepublik staatlicherseits immense Summen in Forschung und Entwicklung investiert. In den 70ern wurden zwar zahlreiche Kernkraftwerke gebaut und fertiggestellt, davor lag aber eine lange Planungsphase.

>>Trotzdem: auch wenn ich bzgl. Kernkraft die nicht gelösten Entsorgungsprobleme sehe, bin ich der Meinung, dass diese z. B. in den USA angedachten kleinen Kernkraftwerke ein Teil der Lösung der CO2 Reduzierung sind; wenn Biden die Reduzierung so medienwirksam ankündigt, weiß man auch, dass er Befürworter dieser neuen Kraftwerke ist.<<

Die Dinger produzieren genau so Atommüll, außerdem sind sie weit von der Serienreife enfernt. Dezentrale Energieversorgung geht auch mit den erneuerbaren.

Es kommt alles zusammen: „Bei Waldbränden in der Vegetation rund um das Kraftwerk werden Partikel aufgewirbelt, radioaktiv verseuchter Rauch treibt in Richtung der Dörfer am Rande der Sperrzone. So geschah es auch bei den Bränden im vergangenen Jahr. Der Schock bei den Menschen in Mahdyn, einem kleinen Dorf ein paar Kilometer von der Sperrzone entfernt, sitzt bis heute tief. "Da war dieses Geräusch, lauter als ein Zug", sagt einer der Bewohner. "Erst kam schwarzer Rauch, dann die roten Flammen. Wir sind weggelaufen.
Nun haben die Dorfbewohner sich im Gemeindezentrum versammelt und beraten, wie es überhaupt weitergehen soll. Und sie reden über ihre Angst vor der unsichtbaren Gefahr, der Strahlung.
[Ihr] Bürgermeister, drückt aus, was den Menschen Sorgen bereitet: "Die Strahlung ist um das Mehrfache gestiegen, denn die ganze Radioaktivität war im Boden. Wir wissen aus der Erfahrung, dass die Feuerwehrleute (...)“

Nur bedingungslose Unterstützung (von allen) und Forschung helfen weiter.

09:20, Nachfragerin

>>Angst vor Aufräumarbeiten?!
"Die Angst sei immer da, sagt er. Dass etwas passieren könnte, etwa bei den geplanten Aufräumarbeiten in der Atomruine."

Was soll da passieren?<<

Strengen Sie Ihre Phantasie mal ein wenig an.

08:58 von SinnUndVerstand

Sind sie wieder mal an Panik verbreiten oder was. In Deutschland gilt für Lebensmittel der Grenzwert von 600 Becquerel pro Kilogramm, bei Milchprodukten und Babynahrung sind es 370. Becquerel ist die Maßeinheit für den Zerfall von Atomkernen pro Sekunde. Zum Vergleich: Der Verzehr von einem halben Kilo Wildschweinfleisch mit 600 Becquerel würde die natürliche Strahlenbelastung, der ein Mensch in einem Jahr ausgesetzt ist, nur um 0,1 Prozent erhöhen. Eine Röntgenuntersuchung oder ein Langstreckenflug belasten den Körper mehr.
Nach Angaben des Bayerischen Jagdverbandes sind in der Regel bis zu drei Prozent der jährlich bis zu 55.000 geschossenen Wildschweine belastet und müssen entsorgt werden. Laut Bundesumweltministerium können Wildpilze und Wildfleisch aus ganz Deutschland in normalen Mengen bedenkenlos gegessen werden.

@ 09:12 von Zundelheiner

"""soviel zur
saubersten und umweltverträglichsten Art der Energiegewinnung.....(wird ja noch von vielen Befürwortern von AKW so gesehen)."""

Ist aber so.
Im Kommunismus fehlte das technische und organisatorische Know-How um sichere Kernkraftwerke zu bauen und vor allem zu betreiben. Man stelle sich mal vor wie ein Reaktor sowjetischer Bauart nach einem Tsunami aussähe. Dagegen wäre Fukushima nur eine Kleinigkeit.

"Wir wissen, dass die Feuerwehrleute,...

...die dort arbeiten, krank werden..."
Sagt der Bürgermeister.

Beim Anschauen des Filmberichts wundert mich, dass niemand - weder Feuerwehrmann Jukola noch die Proben entnehmenden Wissenschaftler - irgendwelche Atemmasken oder gar Schutzanzüge tragen.
Während das Auto von Jo Angerer, wie er sagt, beim Verlassen des verstrahlten Gebietes gereinigt werden muss.

Warum er das nicht filmen darf, ist mir auch schleierhaft...

Nach Tschernobyl: Strahlenbelastung in Deutschland

Bevor hier Halbwahrheiten verbreitet werden einer von vielen Berichten dazu:
https://www.quarks.de/umwelt/nach-tschernobyl-strahlenbelastung-in-deuts...

Zitat: "Die Dinger

Zitat:
"Die Dinger produzieren genau so Atommüll, außerdem sind sie weit von der Serienreife enfernt. Dezentrale Energieversorgung geht auch mit den erneuerbaren."

ersten potenziert JEDER Reaktor ob nun klein oder gross das Risiko eines Kernunfalles bei dem die Schutzhülle kaputt geht und radioaktive Stoffe frei gesetzt werden

zum anderen wird die GEWINNUNG von Uran und die ANREICHERUNG komplett ausgeblendet - auch da werden in imensem Umfang radioaktive Abfallstoffe (z.B. AB-gereichertes Uran) produziert
und CO2-frei ist diese ganze Stufe auch nicht - ca. 1/3 wird gegenüber Kohle oder Erdöl immer noch freigesetzt

über die "Entsorgung" reden "wir" erst gar nicht - reicht schon der bisherige Müll z.B. in der Asse oder die ins Meer geworfenen "gelben" Fässer

Atom-Kraft ist und bleibt ein Irrweg der Menschheit...
..und das schreibe ich als Ing. der sich sowohl mit AKW-Technik als auch mit regenerativ "gewonnener" Energie beruflich beschäftigt hat

@SinnUndVerstand - Strahlenbelastung

08:58 von SinnUndVerstand:
"Boden, Wild und Pilze haben weiterhin vor allem in Süddeutschland erhöhte gesundheitsschädigende Strahlenwerte."

Das Bundesamt für Strahlenschutz schreibt, dass der Verzehr von 200 Gramm Pilzen eine Strahlenbelastung von 0,008 Millisievert zur Folge hat.

Da die natürliche Strahlenbelastung in Deutschland im Mittel bei 0,0008 Millisievert pro Stunde liegt, ist ein Pilzgericht also genauso gefährlich wie 10 Stunden atmen und existieren.

Man kann also auch in Bayern bedenkenlos Pilze sammeln und essen, sofern man sich diese nicht zur Hauptnahrungsquelle macht.

@Zundelheiner um 09:12

Sie schreiben „soviel zur saubersten und umweltverträglichsten Art der Energiegewinnung.....(wird ja noch von vielen Befürwortern von AKW so gesehen).“
Ich bin nicht komplett gegen AKWs, aber dass sie sauber und umweltverträglich sind, ist auch nicht meine Meinung.
Das Dilemma ist doch der ungebremste und durch die Vernetzung / Digitalisierung / E-Mobilität etc. benötigte Energiebedarf (weltweit!), den es zu decken gilt. Neben Energie schonenden Produkten und intensiver Forschung und massivem Ausbau von Stromspeicher sind die erneuerbaren Energien sicherlich eine wichtige Quelle, aber ich denke, nicht alleine.
Die beständig steigende weltweite Bevölkerung will in Wohlstand aufwachsen (wie wir hier in D) mit all den Konsummöglichkeiten, die man so hat.
Ich sehe den ständig steigenden Energiebedarf nur aus einem Mix von Energiequellen gedeckt, und da gehören m. M. auch moderne kleine AKWs dazu - aber genau weiß ich es natürlich auch nicht, wie niemand hier.

Da immer wieder

Fehler,sei es menschlicher oder technischer Art, niemals auszuschließen sind sollten keine AKW`mehr betrieben werden b.z.W. oder neu gebaut werden. Wind und Sonne und im Notfall auch Kohle müssen die AKW` ersetzen.

re 08:53 Nachfragerin: Hilfe

>>Ein Bürgermeister, der keine Zahlen nennen darf und Feuerwehrleute, die aufgrund fehlender Schutzausrüstung krank werden.<<

Ja, das war mir auch bitter-sauer aufgestoßen. Und ja, das klingt nach einem Hilfeschrei, den wir nicht überhören sollten.

>>Statt unglaublich viel Geld in irgendwelche Militärmanöver zu stecken, sollte man vielleicht mal der Bevölkerung helfen.<<

Ja, auch das war mir aufgefallen...

@ Zundelheiner, um 09:12

“soviel zur saubersten und umweltverträglichsten Art der Energiegewinnung.....(wird ja noch von vielen Befürwortern von AKW so gesehen).“

Ja, solange alles glatt läuft und sich niemand um den radioaktiven Abfall Gedanken macht...

Deshalb ist auch ein SUV absolut harmlos, was die Umweltbelastung angeht - solange er in der Garage steht.

rer Truman Welt

Für die Menschen generell in Europa hat Tschernobyl auch heute noch Auswirkungen, für die Menschen in unmittelbarer Nähe ist es weiterhin lebensgefährlich. Entsprechend sind auch die Erkrankungsraten dort vor allem an Krebs. Deutsche Ärzte sagten einige Monate nach der Katastrophe in Tschernobyl, wir werden die Auswirkungen dieser Katastrophe in 20 bis 30 Jahren in der Krebssstatistik sehen. Diese Entwicklung wird zwar offiziell geleugnet, bei annähernd 250.000 Krebstoten jährlich? - und das ist lediglich die offizielle Zahl - hatten sie vollkommen Recht. Wer sich heute für die Becquerelwerte in Lebensmittel interessiert weiß, daß auch heute eine hohe radioaktive Belastung vorhanden ist. Wild und Steinpilze sind hoch belastet, Wildpilze aus Polen m. E. sogar gefährlich. Auch wenn Grenzwerte erhöht wurden und werden, ändert das nicht den effektiven gesundheitlichen Gefährdungsgrad, sondern lediglich den formal amtlichen. Das sollte nicht verwechselt werden!

Zitat: "Es wurden seit Beginn

Zitat:
"Es wurden seit Beginn der Bundesrepublik staatlicherseits immense Summen in Forschung und Entwicklung investiert. In den 70ern wurden zwar zahlreiche Kernkraftwerke gebaut und fertiggestellt, davor lag aber eine lange Planungsphase."

und dabei wird immer wieder vergessen das hinter der "zivilen" Nutzung auch der heimliche Wunsch stand leichter in die "militärische" Nutzung zu kommen

insbesondere ein Herr Strauss forderte als Verteidigungsminister den Besitz von Kernwaffen für die Bundeswehr - keine 20 Jahre nach Ende des 2. WK
(für eine BW in der noch geügend alte Nazi-Generäle im aktiven Dienst waren)

auch der "Wieder-Aufbereitungsanlage" Wackersdorf hatte als "Nebeneffekt" den Zugang zu Plutonium in grösseren Mengen - welches man für Kernwaffen nutzen wollte
-
ein viel zu komplizierter Weg um daran zu kommen - so etwas "erbrütet" man in spezielen Reaktoren direkt
das erzählt man den Regierungen denen man diese Technologie "andreht" nicht
*sarkasmus*

@SinnUndVerstand um 08:58 Uhr

"... Boden, Wild und Pilze haben weiterhin vor allem in Süddeutschland erhöhte gesundheitsschädigende Strahlenwerte"

In Mitteldeutschland wurden Wald und Natur in den lezten Jahren durch Orkane, Dürre und Borkenkäfer vernichtet. Was gar nicht mehr existiert, kann auch nicht geschädigt sein.

Das radioaktive Cesium ist pflanzenverfügbar,

lässt sich aber mit einem Trick im Boden fixieren. Das gleiche Mittel, welches auch bei Thalliumvergiftungen eingesetzt wird, entfernt auch inkorporiertes Cesium. Es handelt sich um "Berliner-Blau". Und @tagesschau, bitte erst nachsehen dass es das wirklich gibt bevor wieder -wie schon mal- Rot wegen irgendwelcher angeblicher versteckter Polemik im Wort "Berliner Blau" vergeben wird. Der eine oder andere kennt das auch vom Eisen oder Stickstoffnachweis.

@Wolf1905 - Entsorgungsproblem

09:09 von Wolf1905:
"Das Problem ist der ständig steigende Energiebedarf und das ungebremste Bevölkerungswachstum."

Ich rate mal, dass der steigende Energiebedarf dort am größten ist, wo es kein Bevölkerungswachstum gibt. Ungebremstes Bevölkerungswachstum würde ich eher dort vermuten, wo es weder Strom, noch fließendes Wasser gibt.

Das Entsorgungsproblem der Kernkraftwerke lässt sich meiner Meinung nach nur sinnvoll lösen, wenn man den Anreicherungsprozess rückwärts ablaufen lässt, also die Abfälle verdünnt und dorthin zurückbringt, wo sie herkommen: in die Erde. Die Subduktionszonen der Erde könnten eine langfristige Lösung sein.

@09:13 von Nachfragerin

"""Die größte Gefahr stellen radioaktive Stoffe dar, die in den Körper gelangen."""

Im Kommunismus prioritisiert das Regime das Gefangenhalten statt der Gesundheit der Bürger. In den Tagen und Wochen nach der Katastrophe wurde hoch radioaktive Milch nicht aus dem Verzehr gezogen. Diese Verfehlung der kommunistischen Behörden war von den vielen die gravierendste.

Zitat: "Im Kommunismus fehlte

Zitat:
"Im Kommunismus fehlte das technische und organisatorische Know-How um sichere Kernkraftwerke zu bauen und vor allem zu betreiben. Man stelle sich mal vor wie ein Reaktor sowjetischer Bauart nach einem Tsunami aussähe. Dagegen wäre Fukushima nur eine Kleinigkeit."

nur doof das die meisten Kernschmelzen im Kapitalismus stattgefunden haben...
..die erste schon vor 1986

der Kapitalismus kann vielleicht andere Dinge - aber AKW sicher betreiben NICHT
*sarkasmus*

09:38, Vielfalt.

>>Im Kommunismus fehlte das technische und organisatorische Know-How um sichere Kernkraftwerke zu bauen und vor allem zu betreiben. <<

Unsinn.

Die UdSSR war in der Wissenschaft ganz vorne.

Sie argumentieren hier seitenverkehrt zur Argumentation der DKP, die sich ja in der alten Bundesrepublik in der Anti-AKW-Bewegung engagierte, aber gleichzeitig behauptete, die Atomkraftwerke in den Ländern, die sie als sozialistisch betrachtete, seien im Gegensatz zu den kapitalistischen sicher.

Beide ideologische Sichtweisen gehen an der Wirklichkeit komplett vorbei.

@fathaland slim

"Strengen Sie Ihre Phantasie mal ein wenig an" Am 25. April 2021 um 09:30 von fathaland slim

*

Hier geht es nicht um das Reich der Phantasie sondern um Tatsachen. Erfahrungen dazu gibt es nach Jahren sicher genug.

Soweit ich gelesen habe hat sich die Natur dort sehr gut erholt, weil die Strahlung ihr im Vergleich zu Anwesenheit der Menschen kaum etwas ausmacht.

Was soll also den Menschen passieren, die ihre Umgebung so oder so auf irgendwelche Art vergiften? Ob durch Unfälle oder den täglichen Bedarf. Je mehr Menschen da sind, desto größer sind die Auswirkungen.
Jedenfalls haben viele Menschen auf dem Planeten andere Sorgen, als den Kat am Wagen.

@ Vielfalt, um 09:38

“Im Kommunismus fehlte das technische und organisatorische Know-How um sichere Kraftwerke zu bauen und vor allem zu betreiben...“

Sie sind scheinbar eingeweiht in die Konstruktion von Atomkraftwerken kommunistischer und nicht-kommunistischer Bauart.

Verraten Sie doch bitte, wo der gravierende Sicherheitsunterschied in Tschernobyl lag.

@fathaland slim - Unglück beim Aufräumen?

09:30 von fathaland slim:
"Strengen Sie Ihre Phantasie mal ein wenig an."

Das habe ich. Außer den üblichen Arbeitsunfällen bin ich auf kein Szenario gestoßen, bei dem große Mengen radioaktiver Materialien freigesetzt werden könnten. Die Aufräumarbeiten - die meines Wissens nach nur weitere Versiegelung sind - werden bei den verwendeten Materialien wohl kaum mit Großbränden oder Explosionen einhergehen. Was da brennen konnte, ist vor 35 Jahren abgebrannt oder liegt unter einer dicken Betonschicht.

09:50, Nachfragerin

>>09:09 von Wolf1905:
"Das Problem ist der ständig steigende Energiebedarf und das ungebremste Bevölkerungswachstum."

Ich rate mal, dass der steigende Energiebedarf dort am größten ist, wo es kein Bevölkerungswachstum gibt.<<

Das brauchen Sie nicht zu raten, das können Sie nachschlagen. Es ist aber auch allgemein bekannt.

@09:51 von fathaland slim

"""Die UdSSR war in der Wissenschaft ganz vorne."""

Das meinen doch nicht ernst.

"""Sie argumentieren hier seitenverkehrt zur Argumentation der DKP"""

Richtig. Nur dass die DKP völlig falsch lag/liegt und meine Behauptungen auf Realität basieren.

@fathaland slim

"09:38, Vielfalt.
>>Im Kommunismus fehlte das technische und organisatorische Know-How um sichere Kernkraftwerke zu bauen und vor allem zu betreiben. <<

Unsinn. Die UdSSR war in der Wissenschaft ganz vorne" Am 25. April 2021 um 09:51 von fathaland slim

*

Ja, ja. "Ganz vorne".
Nur an der Umsetzung in die Praxis hat es gehapert, weil Material fehlte und Leute absichtlich einfach geopfert wurden.

Ich bin im Kommunismus aufgewachsen.

@ fathaland slim

Ja, seltsam, aber ihrer Ablehnung der Atomkraftwerke kann ich nur zustimmen.

Es erstaunt mich trotzdem, dass Sie da dem neuen Heilsbringer Biden nicht folgen.

@fathaland slim um 09:27

Einen guten Morgen!
Sie schreiben „Die Dinger produzieren genau so Atommüll, außerdem sind sie weit von der Serienreife enfernt. Dezentrale Energieversorgung geht auch mit den erneuerbaren.“
Dem möchte ich gar nicht widersprechen, natürlich wird da auch Atommüll produziert, und die Entsorgung ist eine noch ungeklärte Frage - aber was heute noch ungeklärt ist, kann morgen schon dank neuer Erkenntnisse klarer betrachtet werden (einen Zeithorizont kann ich Ihnen natürlich nicht liefern, bin da kein Experte). Ich bin halt der Meinung, dass in dieser Technologie weiter geforscht werden muss, weil man m. E. nicht nur auf erneuerbare Energien setzen kann.
Den Energieverbrauch senken wäre wünschenswert, aber das sehe ich weltweit nicht. Und diese Frage des Energiebedarfes muss man m. E. weltweit betrachten.

09:50, Nachfragerin

>>Das Entsorgungsproblem der Kernkraftwerke lässt sich meiner Meinung nach nur sinnvoll lösen, wenn man den Anreicherungsprozess rückwärts ablaufen lässt, also die Abfälle verdünnt und dorthin zurückbringt, wo sie herkommen: in die Erde.<<

Die Abfälle kommen nicht aus der Erde. Es handelt sich um radioaktive Elemente, die bei der Kernspaltung entstanden sind. Und die wollen Sie weiträumig in der Umwelt verteilen?

>>Die Subduktionszonen der Erde könnten eine langfristige Lösung sein.<<

Sie wollen den Atommüll also im unteren Erdmantel verklappen. Das halte ich für etwas naive Science Fiction.

@ Einfalt

Dass Japan wegen seines kommunistischen Systems in Fukushima keine Reaktorsicherheit gewähren konnte, ist mir gänzlich neu.

Danke, dass Sie uns diesbezüglich aufgeklärt haben.

Zitat: ">>Statt unglaublich

Zitat:
">>Statt unglaublich viel Geld in irgendwelche Militärmanöver zu stecken, sollte man vielleicht mal der Bevölkerung helfen.<<
Ja, auch das war mir aufgefallen..."

Seit Mitted er 90er Jahre gibt es immer wieder TV-Reportagen in denen man auf die von der EU an die Ukraine wegen Tschernobyl gezahlten Gelder - einige Mrd Euro inzwischen - eingeht
und
das davon ca. 90% regelmässig in der dort herrschenden Korruption versickern
(völlig egal unter welcher Regierung - ob diese nun Moskau oder Brüssel "zugeneigt" war/ist)
alles was bisher bei der Bevölkerung ankam waren DIREKTE Spenden der Bürger aus dem "Westen"
das nicht mal die Feuerwehr selbst Dosimeter oder gar "Geiger"-Zähler hat für mich nicht wirklich verwunderlich

@ 09:51 von Miauzi

"""nur doof das die meisten Kernschmelzen im Kapitalismus stattgefunden haben..."""

Und Kernschmelze ist gleich Kernschmelze, richtig? Kein Wunder, das bei solchem Denken der Kommunismus so wenig auf die Reihe kriegt.

@Miauzi

"nur doof das die meisten Kernschmelzen im Kapitalismus stattgefunden haben.." Am 25. April 2021 um 09:51 von Miauzi

*

Sie können nicht zwischen freier Presse und Zensur unterscheiden.

Selbst Tschernobyl versuchte man zunächst zu vertuschen, was dann aber nicht mehr ging weil die Werte in anderen Staaten messbar gewesen sind.

In Polen haben wir davon noch später erfahren, als die Menschen in der BRD.

Jeden Montag

läuft im TV eine Doku, die kann sich jeder ansehen, und dazu gibt dann noch was heute möglich wäre, um bestimmte Dinge zu nutzen.
Und das es sinnvoller gewesen wäre, erst die Kohle abzuschalten, und dann die AKW.
Alles eine Frage des Blickwinkels, besonders interessant ist der eine Satz im Artikel.
"Sollte etwas passieren, dann wird nach zwei, drei Tagen alles in Deutschland sein. "
Es könnte ja auch andere Staaten treffen, zum Beispiel Polen oder wie damals Österreich und so weiter.
Also hat der Satz einen bestimmten Zweck, manchmal sind bestimmte Dinge leicht zu durchschauen.
Es gibt Menschen die sind für A-Kraft, und es gibt Menschen die sind gegen A-Kraft, es wäre schön wenn es mehr Menschen gäbe, die gegen A-Waffen in unserem Land sind.
Aber vielleicht bekommen wir ja eine Grün-Rote Regierung, die dann mal das umsetzt, für was sie schon so lange stehen, das wir bestimmte Dinge mal loswerden.

Es gibt ein tolles Buch...

...in dem die USA versuchen, per Zeitreise das Öl vom Golf nach Europa zu pumpen. Das Projekt scheitert daran, dass man es zwar schafft, in die Vergangenheit zu reisen, es aber nicht möglich ist, in die Gegenwart zurückzukehren.
Man sollte eben den Einsatz einer Technologie nicht forcieren, wenn man sie erst zur Hälfte entwickelt hat.
Und solange es keine sinnvolle Lösung für das Problem radioaktiver Abfälle gibt, von den Auswirkungen der Unfälle mal ganz abgesehen, ist die Kernkraft nun mal ein wenig wie mit dem Fallschirm aus dem Flugzeug zu hüpfen, aber unterwegs zu versuchen, die Reißleine zu erfinden.

Vor wenigen Tagen gab es auf Phoenix eine Reportage

Darin ging es darum, ob Atomenergie eine Lösung beim Problem des Klimawandels sein könnte.

Der Bericht begann sehr positiv. AKWs erzeugen fast CO2 freien Strom. Dann ging es um die Nachteile wie z.B. den sehr umweltschädlichen Uranabbau, die nichtvorhandenen Endlager für den Müll, die extrem langen Bauzeiten bei AKWs.

Es wurden natürlich auch die neuesten Techniken gezeigt, wie die Minireaktoren, die in den USA geplant sind und die BM Reaktoren aus Russland, sowie die angeblich völlig sicheren Reaktoren, bei denen es keine GAUs mehr geben kann.
Alles Zukunftsmusik, die vielleicht mal funktionieren wird.

Zum Abschluss kam eine Expertin des DIW zu Wort. Sie ging auf die Kosten ein und das war dann der Todesstoß für AKWs. Die Baukosten explodieren während des Baus. Siehe Finnland, GB, Frankreich. Die kWh Strom ist doppelt so teuer wie Kohlestrom und 50% teurer als Wind- und Solarstrom.
Dabei sind der Rückbau und die Endlagerung des AKWs und des Atommülls nicht eingerechnet.

Nach vorn geschaut

sehe ich intelligentere Lösungen, als Atomkraftwerke oder Kohlekraftwerke. Warum sollte die Menscheit in der Technik ausgerechnet hier stehenbleiben? Nur weil die Gewinnnmargen der Großkonzerne am "billigen" Atomstrom am höchsten sind? Und warum kümmern wir uns als Gesellschaft finanziell so sehr um den Müll der Konzerne? Sie produzieren Atomdreck, sie Entsorgen ihn dann bitte auch und bezahlen für Unfälle. Und plötzlich wäre der Atomstrom in der preislichen Realität angekommen und deutlich teuerer, als jeder Ökostrom.
.
So bleibt die Hoffnung auf neue und innovative Technik für Mensch und Natur. Das beginnt bei Wasserstoff-LNG, Wasserstoff-Amoniak, usw. Ebenso bei viel verbrauchsärmerer Technik. Das sind die "Spielfelder" der Zukunft und das ist der eigentliche Fortschritt, der uns voran bringen könnte - und sicher auch irgendwann wird. Mir kommt das Festhalten am übersubventionierten Atomstrom heute etwas skurril vor. So wie die das Grammophon gegen MP3

@Vielfalt. - Einfalt.

09:38 von Vielfalt.:
"Man stelle sich mal vor wie ein Reaktor sowjetischer Bauart nach einem Tsunami aussähe. Dagegen wäre Fukushima nur eine Kleinigkeit."

Es zeugt von fehlendem Sachverstand, wenn Sie einen Super-GAU als "Kleinigkeit" bezeichnen.

Am 25. April 2021 um 09:51

Am 25. April 2021 um 09:51 von fathaland slim
09:38, Vielfalt.
">>Im Kommunismus fehlte das technische und organisatorische Know-How um sichere Kernkraftwerke zu bauen und vor allem zu betreiben. <<

Unsinn.

Die UdSSR war in der Wissenschaft ganz vorne.

Sie argumentieren hier seitenverkehrt zur Argumentation der DKP, die sich ja in der alten Bundesrepublik in der Anti-AKW-Bewegung engagierte, aber gleichzeitig behauptete, die Atomkraftwerke in den Ländern, die sie als sozialistisch betrachtete, seien im Gegensatz zu den kapitalistischen sicher.

Beide ideologische Sichtweisen gehen an der Wirklichkeit komplett vorbei."

So ist es. Und der Unfall in Tschernobyl hat auch rein gar nichts mit dem Reaktortyp zu tun. Ursache war eine tragische Kette von Fehlentscheidungen, wie sie bei jedem Reaktortyp vorkommen könnte. Stark vereinfacht gesagt ging es darum Steuerstäbe rein oder raus. Soviel zum Thema "sichere" Kernkraftwerke. Näheres dazu bitte Suchmaschine selbst befragen.

@Nachfragerin um 09:50

Sie schreiben „Ich rate mal, dass der steigende Energiebedarf dort am größten ist, wo es kein Bevölkerungswachstum gibt.“
-> also grob gesagt in Europa und eventuell Nordamerika? Ja, der Energiebedarf steigt hier, aber das sind ja auch die Regionen, die mit alternativen Energiequellen am intensivsten forschen. In diesen Regionen sehe ich auch dank des Drucks aus der breiten Schicht der Bevölkerung die größten Chancen, klimaverträglichere Energieerzeugung zu generieren.
„Ungebremstes Bevölkerungswachstum würde ich eher dort vermuten, wo es weder Strom, noch fließendes Wasser gibt.“
-> also eher große Teile Afrikas und Asiens: also ich denke, dass auch diesen dort lebenden Menschen bzgl. Versorgung mit Strom und Wasser enorm geholfen werden muss (Aufbau entsprechender Infrastruktur, auch für die selbständige Lebensmittelversorgung), damit sie mehr Wohlstand haben können (oder einfach besser leben können); wenn das nicht klappt, gibt es Flüchtlinge ohne Ende!

Umland von Tschernobyl: Leben mit der Strahlung

Wurde Hiroshima oder Nagasaki nicht an gleichem Ort wieder aufgebaut !
Wie hoch ist die Strahlenbelastung in deutschen Mittelgebirgen, wie an der Nord und Ostseeküste ?
Wie auf etwa Meereshöhe mit der Strahlenbelastung wie hoch beim Fliegen
Rāmsar in Persien ist der radioaktivste Ort der Welt,
wenn jetzt einer glaubt da wären die meisten Krebskranken der hat sich getäuscht, das Gegenteil ist der Fall

Übrigens hier braucht keiner aus dem Beitrag ableiten ich meine Radioaktivität sei gut, AKW toll etc.
aber mir scheint die Sache ist vielleicht doch etwas komplizierter

@Vielfalt. - Verharmlosung

09:51 von Vielfalt.:
"Diese Verfehlung der kommunistischen Behörden war von den vielen die gravierendste."

Die Verharmlosung einer Reaktorkatastrophe und deren Gefahren ist seit zehn Jahren in Fukushima zu beobachten. Es scheint also in der Natur der Sache zu liegen und nicht an irgendwelchen Ideologien aus vergangenen Zeiten.

@09:48 von Miauzi

Danke für ihren Kommentar, der beweist, dass die Diskussion um die Kernkraft eher idiologisch geprägt ist als wissenschaftlich. Es gibt keine Energiegewinnung ohne negative Auswirkungen. Die Abwägung sollte nur rational erfolgen. Und da schneidet die Kernkraft in ihrer Gesamtbilanz nicht schlechter ab als andere Energieformen. Es kommt nur auf die Gewichtung der Auswirkungen ab. Wer heute behauptet die richtige Antwort zu haben wird in 50 Jahren vielleicht widerlegt werden. Vor 50 Jahren war die Atomkraft das Allheilmittel der Energiegewinnung. Hingegen wurden Wasserkraftwerke im Vergleich zur Atomkraft als umweltschädlich verurteilt. mittlerweile optimiert stehen sie heute für eine naturnahe Energiegewinnung. So ändern sich die Bewertungen.

@09:48 von WM-Kasparov-Fan: ein Loch?

"In Mitteldeutschland wurden Wald und Natur in den lezten Jahren durch Orkane, Dürre und Borkenkäfer vernichtet. Was gar nicht mehr existiert, kann auch nicht geschädigt sein."

Das heißt in Mitteldeutschland ist da jetzt nichts mehr?
Sind Boden, Wald usw. in eine großen Loch verschwunden?

Nur so zur Info. Wenn eine Dürre die Vegetation absterben läßt, verschwindet dadurch nicht die Radioaktivität, die zuvor in den Pflanzen gespeichert war. Sie wird freigesetzt und dann ggf. von anderen Pflanzen aufgenommen oder mit Staub vom Wind verteilt.

Wenn Borkenkäfer das radioaktiv belastetet Holz fressen, dann sind anschließend die Borkenkäfer radioaktiv belastet.

09:12 von Zundelheiner

saubersten und umweltverträglichsten Art der Energiegewinnung.....(wird ja noch von vielen Befürwortern von AKW so gesehen).
.
gibt ja nicht mehr viele - hierzulande !
Während wir sie abbauen werden weltweit neue geplant und gebaut !

@ Wolf1905, um 09:42

re @ Zundelheiner um 09:12

Sie haben sicher Recht, was den steigenden Energiebedarf betrifft.
Allerdings entsteht der wohl weniger bei “den üblichen Verdächtigen“, also bsp.weise in Afrika.

War da nicht erst gestern ein vielkommentierter Artikel über ein Cyberkunstwerk, dessen Preis zwar jedem, der noch nicht völlig abgehoben ist, den Atem verschlagen hat?

Da wurde parallel dazu der enorme Energiebedarf angesprochen, der für derlei Präsentationen, wie auch für die uns bevorstehenden Kryptowährung aufgewendet werden muss.

Tschernobyl.......

und Fukushima sind das beste Beispiel dafür, daß die Energieerzeugung aus Kernspaltung nicht zu Ende gedacht wurde. Das eine war menschliches oder technisches Versagen, das andere die Folge einer Naturkatastrophe. Egal, auch ihne die beiden Ursachen hätte man weiter geglaubt, daß eine "Zwischenlagerung" oder "Endlagerung" fie Lösung für das Problem des radioaktiven Abfalls. Mich erstaunt immer wieder die Tatsache, daß eben besonders die Wissenschaftler so naiv sind und darin eine Lösung sehen. Anscheinend gehen sie davon aus, daß zu ihren Lebzeiten schon nichts passieren wird "und nach mir die Sintflut". Diese Denkweise hatte schon Herr und Herr Diesel, die wissen mußten, daß bei ihren Verbrennungsmotoren schädliche Abgase entstehen. Aber das hat sie genauso wenig interessiert, wie heute den Atomphysikern der kontaminierte Boden oder Wasser.

@Wolf1905

"[...] Trotzdem: auch wenn ich bzgl. Kernkraft die nicht gelösten Entsorgungsprobleme sehe, bin ich der Meinung, dass diese z. B. in den USA angedachten kleinen Kernkraftwerke ein Teil der Lösung der CO2 Reduzierung sind; [...] Das Problem ist der ständig steigende Energiebedarf und das ungebremste Bevölkerungswachstum."

Nein. Sind sie nicht. Das, was Sie postulieren bedeutet im Klartext folgendes: Wenns im kleinen Kraftwerk knallt, dann sterben vielleicht "nur" eine 4stellige Anzahl von Menschen statt einer 5stelligen.

Wenn Sie sagen wir mal 100 MW an Energie benötigen, ist es egal ob man das durch 1 großes oder 10 Kleine Kraftwerke erzeugt, der radioaktive Dreck ist der selbe. Weltweit gibt es noch kein einziges Endlager.

Das Problem ist weder Energiebedarf noch Bevölkerung; das Problem ist, wie die Energie erzeugt wird.

Sie möchten also, daß andere Menschen sich nicht vermehren, damit Sie weiter ungestört CO2 in die Luft blasen können?

@Vielfalt.

Man hat gleich gewusst woran das gelegen hat, warum der Reaktor durchging, die "Wissenschaft" dazu gab's. Es war der Versuch der gemacht wurde und das Bedienpersonal. Vielleicht auch ein wenig Überheblichkeit und überzogener Technikglaube. Ich hab im Westen studiert, in Nachbarschaft zu den "Kernschlossern", die waren schon sehr von sich überzeugt. Das PUREX-Verfahren war für die das Größte, einen anspruchsvolleren chemischen Trennungsgang (mit evtl.
Uran und Thorium inne) hatten die aber nie "gekocht". An die musste ich gleich denken als es damals gerumst hat.

@ Wolf1905, um 10:16

re @Nachfragerin, um 09:50

Im letzten Teil Ihrer Antwort rangieren Sie in einen neuen Bahnhof - das hat nichts mit dem ursprünglichen Thema zu tun, so richtig das auch sein mag, was Sie dort sagen/fordern.

Zitat: "und die Entsorgung

Zitat:
"und die Entsorgung ist eine noch ungeklärte Frage - aber was heute noch ungeklärt ist, kann morgen schon dank neuer Erkenntnisse klarer betrachtet werden (einen Zeithorizont kann ich Ihnen natürlich nicht liefern, bin da kein Experte). Ich bin halt der Meinung, dass in dieser Technologie weiter geforscht werden muss, weil man m. E. nicht nur auf erneuerbare Energien setzen kann."

sie machen es sich ja ganz einfach...
..was heute nicht geklärt ist - wird vielleicht mal irgendwann in der Zukunft geklärt

HALLO!
Ich bin fast 60 Jahre alt - AKW-Technik gab es schon VOR meiner Geburt
und wie schon vor meiner Geburt so ist heute die SICHERE Entsorgung nicht geklärt
wir haben seit DREI Generationen das nicht geklärt
und
wir werden es nicht klären
--
üblicherweise macht man bei einer Technologie so lange nicht weiter bis ein gravierendes Problem nicht geklärt ist
nur bei der Kerntechnik halten wir uns nicht an dieses Prinzip
ich frage mich nur warum??

."...doch an der Gefahr hat sich nichts..."

Das ist in Tschernobyl so, ich hab noch vor kurzem mit einem der noch lebenden "Liquidatoren" gesprochen - ein Mann wie ein Fels, aber mit gebrochener Seele..
Aber was sollen sie denn tun, man sieht die Strahlen doch nicht, das wird in Japan ähnlich werden und schließlich leben wir alle noch auf der Erde, obwohl wir vom Klimawandel bedroht werden - welche Möglichkeiten haben wir denn??
Wann werden wir unserer Verantwortung nachkommen und unser bisheriges Atommüllendlager räumen, wenn alle Fässer undicht sind???

10:16, Wolf1905

>>Ja, der Energiebedarf steigt hier, aber das sind ja auch die Regionen, die mit alternativen Energiequellen am intensivsten forschen.<<

Die Forschung findet globalisiert, also international vernetzt statt.

>>In diesen Regionen sehe ich auch dank des Drucks aus der breiten Schicht der Bevölkerung die größten Chancen, klimaverträglichere Energieerzeugung zu generieren.<<

Es ist einfach bitter nötig.

>>also eher große Teile Afrikas und Asiens: also ich denke, dass auch diesen dort lebenden Menschen bzgl. Versorgung mit Strom und Wasser enorm geholfen werden muss <<

Die helfen sich vor allem selbst, weil ihnen nichts anderes übrig bleibt. Und sie werden ganz gewiss keine Energieerzeugungstechnologien verwenden, die in den weiter entwickelten Ländern als Auslaufmodelle gelten. Die Menschen mögen arm sein. Das heißt aber nicht, daß sie dumm sind.

Tschernobyl

Das Verheimlichen und das Lügen nach dem Unfall war auch ein Sinnbild für den moralischen Zustand der Sowjetmacht.

10:23, Sisyphos3

>>gibt ja nicht mehr viele - hierzulande !
Während wir sie abbauen werden weltweit neue geplant und gebaut !<<

Etwa zwei oder drei. Mehr nicht. Können Sie nachschlagen.

@10:13 von Nachfragerin

Es zeugt von fehlendem Sachverstand, wenn Sie einen Super-GAU als "Kleinigkeit" bezeichnen.

Es war meinerseits ein Vergleich, zu dem ich stehe. Und Sie denken ich habe Fukushima isoliert betrachtet.
Die Unfähigkeit zu vergleichen, auszuwerten, einzuordnen und einzuschätzen, erklärt das bekannte technische und organisatorische Versagen kommunistischer Länder.

Zitat: "Der Bericht begann

Zitat:
"Der Bericht begann sehr positiv. AKWs erzeugen fast CO2 freien Strom. Dann ging es um die Nachteile wie z.B. den sehr umweltschädlichen Uranabbau, die nichtvorhandenen Endlager für den Müll, die extrem langen Bauzeiten bei AKWs."

nun - ich habe diese Doku nicht gesehen - aber da ist dann doch ein dicker Fehler drin:
zwar mag die Stromproduktion IM AKW nahezu CO2-Neutral sein...
..die Gewinnung und Aufbereitung des Urans für den "Brennstab" ist es nicht
im Vergleich zur Kohle ist dies immer noch 1/3 so viel
das fällt bei den Befürwortern der AKW-Technik gerne mal "hinten" runter

@10:02 von Einfach Unglaublich

Dass Japan wegen seines kommunistischen Systems in Fukushima keine Reaktorsicherheit gewähren konnte, ist mir gänzlich neu.

Wie kommen Sie denn darauf? Das habe ich weder geschrieben noch angedeutet.

@fathaland slim (09:51)

Zitat:
"Die UdSSR war in der Wissenschaft ganz vorne."

In der sowjetischen Atomtechnik wurde ein relevanter Aspekt immer vernachlässigt: Sicherheit.
Die Reaktoren waren - wenn überhaupt - nur solange fortschrittlich, wie alles glatt lief. Bei Problemen mussten auch schon mal Freiwillige in besseren Regenanzügen in die Meiler klettern, um das Schlimmste zu verhindern. Um sich danach bei lebendigem Leibe zu verflüssigen.

Die meisten AKWs sowjetischer Bauart hatten/haben nicht einmal eine äußere Schutzhülle, wie sie im Westen geradezu ikonographisch geworden ist. Ein Umstand, der Tschernobyl zu einer noch größeren Katastrophe gemacht hat als es der eigentliche Störfall schon war.

10:14 von Anderes1961

Stark vereinfacht gesagt ging es darum Steuerstäbe rein oder raus. Stimmt so ja mal ganz und gar nicht. Es war eine tragische Kette von Fehlentscheidungen und Inkompetenz. Man wollte den Test mit aller Gewalt durchführen. Läuft eine Interesante TV-Serie darüber im Fernsehen. Da spielen viele Dinge mit und nicht nur Steuerstäbe rein oder raus.

Der große Bruder schwieg

Ich kann mich an Tschernobyl noch gut erinnern als Jugendlicher in der DDR. Die Informationen, die wir bekamen, waren alle aus dem Westen vom Klassenfeind. Der große Verbündete Sowjetunion hat uns alles verschwiegen. Und eine recherchierende oder kritische Presse gab es in der DDR überhaupt nicht.

Ich weißnicht, als was der Sozialismus die betroffene Bevölkerung gesehen hat. Als Störgröße vielleicht.

@Miauzi (10:37)

Leider wahr, leider so, so wahr...

@ Nachfragerin

Statt unglaublich viel Geld in irgendwelche Militärmanöver zu stecken, sollte man vielleicht mal der Bevölkerung helfen.

Ja, die Sowjetunion war brutal in dieser Hinsicht.

@fathaland slim - Science Fiction mit alter Technik?

10:01 von fathaland slim:
"Die Abfälle kommen nicht aus der Erde. Es handelt sich um radioaktive Elemente, die bei der Kernspaltung entstanden sind."
> Richtig. Das Uran kommt aus der Erdkruste. Es wird in Bergwerken abgebaut und in Kernkraftwerken umgesetzt. Dabei entstehen radioaktive Abfälle.

"Und die wollen Sie weiträumig in der Umwelt verteilen?"
> Nein. Es geht ja darum, dass die radioaktiven Abfälle nicht in die Umwelt gelangen.

"Sie wollen den Atommüll also im unteren Erdmantel verklappen. Das halte ich für etwas naive Science Fiction."
> Tiefbohrung gibt es seit über 100 Jahren und die Plattentektonik ist auch schon länger bekannt. Ich wüsste nicht, was daran Science Fiction sein sollte. Und naiver als die "Lösung" mit der ewigen Zwischenlagerung kann es gar nicht sein.

@Am 25. April 2021 um 09:38 von Vielfalt.

>>Am 25. April 2021 um 09:38 von Vielfalt.
@ 09:12 von Zundelheiner

"""soviel zur
saubersten und umweltverträglichsten Art der Energiegewinnung.....(wird ja noch von vielen Befürwortern von AKW so gesehen)."""

Ist aber so.<<

Nein, ist es nicht.

>>Im Kommunismus fehlte das technische und organisatorische Know-How um sichere Kernkraftwerke zu bauen und vor allem zu betreiben. <<

Dazu hätte ich gerne mehr Info´s von Ihnen, bzw. Belege, die ihre Aussage unterstützen.

>>Man stelle sich mal vor wie ein Reaktor sowjetischer Bauart nach einem Tsunami aussähe. Dagegen wäre Fukushima nur eine Kleinigkeit.<<

Die Bausubstanz an sich ist i.d.R. die gleiche weltweit. Oder meinen Sie Tschernobyl hätte weniger dicke Wände um einen Tsunami abzuwehren?

Ich durfte das Gebiet um Tschernobyl ...

.. vor Jahren in einer Gruppe betreten. Und auch wir haben bäuerliche Kleinsiedlungen erblickt ... wo nach Aussagen der Verantwortlichen eigentlich keiner ist. Hinter vorgehaltener Hand wurde berichtet, dass es die "Alten" in die verstrahlten Gebiete zurückgezogen hat. Mittlerweile haben die sich sogar wieder Strom organisiert. Von den Behörden werden sie geduldet, quasi "übersehen" so lange sie nicht weiter in Erscheinung treten.
Wie groß muss die Not oder Sehnsucht einiger Umgesiedelter sein, dass sie solche Risiken in Kauf nehmen?
Sie essen ihr Obst und Gemüse, sammeln Pilze und essen Wild. Wie können diese Menschen, so lange der Strahlung ausgesetzt, nach außen hin gesund überleben?

@Mass Effect

"Am 25. April 2021 um 10:50 von Mass Effect
10:14 von Anderes1961
Stark vereinfacht gesagt ging es darum Steuerstäbe rein oder raus. Stimmt so ja mal ganz und gar nicht. Es war eine tragische Kette von Fehlentscheidungen und Inkompetenz. Man wollte den Test mit aller Gewalt durchführen. Läuft eine Interesante TV-Serie darüber im Fernsehen. Da spielen viele Dinge mit und nicht nur Steuerstäbe rein oder raus."

Exakt, auf genau diese Doku beziehe ich mich auch. Und außerdem habe ich nichts anderes geschrieben als Sie auch: Nämlich, daß es eine tragische Kette von Fehlentscheidungen war bei einem Testlauf. Und das Kernproblem war, daß man sich im falschen Moment entschied, die Steuerstäbe wieder einzufahren. Da habe ich schon so wenige Worte geschrieben und Sie lesen immer noch nicht alle. Sowas passiert, wenn man selektiv liest und Zitate aus dem Zusammenhang reißt.

@Hartz-IV-Ossi

"[@ Nachfragerin: Statt unglaublich viel Geld in irgendwelche Militärmanöver zu stecken, sollte man vielleicht mal der Bevölkerung helfen.]

Ja, die Sowjetunion war brutal in dieser Hinsicht" Am 25. April 2021 um 10:57 von Hartz-IV-Ossi

*

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion ist jede Menge Geld für Tschernobyl in die Ukraine geflossen, leider ist wegen Korruption nicht das Erwünschte damit erreicht worden.

Bundesregierung hat damals zuerst verharmlost

Und die Gefahr heruntergespielt (zB Innenminister Zimmermann, CSU).

Später sind dann die Grenzwerte für Radioaktivität in Lebensmitteln zT einfach verzehn- oder sogar verhundertfacht worden.
Waren zB vor Tschernobyl nur 5 Bq pro Kilo erlaubt, waren es jetzt zB plötzlich 500 Bq. (natürlich unterschiedlich je nach Lebensmittel: Blattgemüse, Getreide und Pilze waren stärker betroffen als Wurzelgemüse, Tiere im Freiland mehr als Käfighennen etc.)

Man hat das damals damit begründet, dass ja sonst die Lebensmittelversorgung der Bevölkerung gefährdet sei.

Das wurde auch kritisiert und auch debattiert. Ebenso wurden damals Vorwürfe an die BR laut „zu spät“ reagiert zu haben.

@fathaland slim, 09:51 (re 09:38, Vielfalt.)

„Beide ideologische Sichtweisen gehen an der Wirklichkeit komplett vorbei“

Die (die Wirklichkeit) hat Ideologen noch nie interessiert. Die basteln sich ihre „Fakten“ lieber selbst (je nachdem, wie sie ihnen am besten ins „Konzept“ passen).

10:48 von Tinkotis @fathaland slim (09:51)

Stimme ihnen zu 100% zu.
Ich verstehe aber die ganze Diskussion Pro und Contra AKW hier nicht. Egal wie man dazu steht, bei uns ist der Keks gegessen.

@10:28 von karlheinzfaltermeier

"Tschernobyl und Fukushima sind das beste Beispiel dafür, daß die Energieerzeugung aus Kernspaltung nicht zu Ende gedacht wurde. Das eine war menschliches oder technisches Versagen, das andere die Folge einer Naturkatastrophe."

Fukushima war zusätzlich auch technisches und menschliches Versagen. Die mechanische Anzeige des Wasserfüllstands der Reaktorkammer hat unter den Hitzebedingungen komplett falsche Werte geliefert. Das Personal wusste ausserdem nicht, dass ein spezieller Zusatzbehälter kein Wasser einleitete, wovon man fälschlicherweise ausging. Das der ganze Bau nicht tsunamisicher geplant bzw. der Damm zu niedrig war kommt noch dazu.
In der Fliegerei spricht man ja auch von solchen Fehlerketten aber hier ging wohl einfach alles schief, als es einmal drauf ankam.

um 09:38 von Vielfalt

Im Kommunismus fehlte das technische und organisatorische Know-How

Nein. Es fehlte einzig und allein der Wille. Höhere Sicherheit bedeutet immer auch höhere Kosten bzw. mehr Aufwand und Aufwand/Kosten war das, was man um jeden Preis vermeiden wollte.

Zitat: "Die meisten AKWs

Zitat:
"Die meisten AKWs sowjetischer Bauart hatten/haben nicht einmal eine äußere Schutzhülle, wie sie im Westen geradezu ikonographisch geworden ist. Ein Umstand, der Tschernobyl zu einer noch größeren Katastrophe gemacht hat als es der eigentliche Störfall schon war."

wie viel eine äussere Schutzhülle bringt haben wir ja in Japan sehen können...
..nämlich fast gar nix

wir haben dort DREI Kernschmelzen die zur Atmophäre hin offen sind
denn die Schutzhüllen hat es von innen zersprengt mittels "konventioneller" Wasserstoff-Explosion
bzw.
dem fehlerhaften Ableiten des Überdrucks von einem PRIMÄREN Reaktor-Kühlkreis -> statt in die Atmosphäre ging der Druck ins benachbarte Reaktorgebäude in dem die "verbrauchten" Brennstäbe lagern
ja - die hatten für 2 Kühlkreisläufe eine gemeinsame Abblase-Leitung
etwas was ich als TGA-Ing nicht mal für konventionelle Heizkessel (ab Baugrössen Eigenheime) vorsehen dürfte!!
Wahnsinn - die haben das wirklich so gebaut!

@fatherland slim @wolf1905

"Die Dinger produzieren genau so Atompolitik, ausserdem sind sie weit von der Serienreife entfernt. Dezentrale Energieversorgung geht auch mit den erneuerbaren".
Egal wie man zur Atomkraft steht, diese kann nur durch grundlastfähige Energieträger ersetzt werden. Hierzu zählen auch Wasserkraft und Erdwärme, nicht jedoch Sonne und Windkraft wie viele glauben.

@11:03 von David Séchard

Dazu hätte ich gerne mehr Info´s von Ihnen, bzw. Belege, die ihre Aussage unterstützen.

Belege? Also wenn ein Kernkraftwerk in den geologisch extrem stabilen Prypjatsümpfen so hochgehen kann.....

Die Bausubstanz an sich ist i.d.R. die gleiche weltweit. Oder meinen Sie Tschernobyl hätte weniger dicke Wände um einen Tsunami abzuwehren?

Nicht die Wände, sondern schlechtere Kühlsysteme, schlechtere Ausbildung, schlechtere Führung, ......

Zitat: "> Tiefbohrung gibt es

Zitat:
"> Tiefbohrung gibt es seit über 100 Jahren und die Plattentektonik ist auch schon länger bekannt. Ich wüsste nicht, was daran Science Fiction sein sollte. Und naiver als die "Lösung" mit der ewigen Zwischenlagerung kann es gar nicht sein."

dazu habe ich als Ing auch mal was anzumerken:
Die Bohrung auf der Kola-Halbinsel wurde u.a. deswegen eingestellt weil das Gestein in 12 km tiefe (bei 400°C) sich wie Brotteig verhält und ein weiter bohren schlicht weg nicht mehr ging
da sind es aber noch ca. 35 km bis zum äusseren Mantel
also mittels Bohung da hin zu kommen -> kann man VERGESSEN
-
bleibt also nur noch die Fässer mit dem Atom-Müll in die Tiefseegräber zu werfen und dann mehrere Mio Jahre warten bis sie Platten-Tektonik diese dann in die Subduktionszone befördert
-
also ehr sind diese so korrodiert das der Müll frei wird und mittels der Strömung (die es auch da unten gibt) sich global verteilt und in den maritimen Nahrungskreislauf gerät
-
super Idee
*sarkasmus*

@Tinktotis

"Die meisten AKWs sowjetischer Bauart hatten/haben nicht einmal eine äußere Schutzhülle, wie sie im Westen geradezu ikonographisch geworden ist. Ein Umstand, der Tschernobyl zu einer noch größeren Katastrophe gemacht hat als es der eigentliche Störfall schon war."

Die zweite Schutzhülle bei Reaktoren westlicher Bauart sollten und konnten lediglich verhindern, daß radioaktives Material bei "kleineren" Unfällen austreten kann. Wenn Ihnen das Ding komplett um die Ohren fliegt, so wie in Tschernobyl oder Fukushima, nutzen Ihnen auch 5 Schutzhüllen nix mehr.

@Hartz-IV-Ossi 10:51 Uhr: so war das

Tatsächlich hat die UdSSR die DDR damals nicht gewarnt und die DDR ist auch erst tätig geworden aufgrund der Berichterstattung im Westfernsehen.

Es ging dann im Westen (politisch motiviert) aber auch ein wenig hysterisch zu. Eine echte Erhöhung der Zahl von Krebserkrankungen hat sich später nie nachweisen lassen. Kennen Sie noch die Story mit dem Molke-Zug (bzw Milchpulver)? Das war damals über Wochen ein Thema in der Tagesschau.

Sie haben auch recht, es gab in der DDR keine kritische Presse. Es gab nur eine einzige akzeptierte Meinung.

Wer anderer Meinung war, wurde öffentlich an den Pranger gestellt u.a. durch „Leserbriefe“ (zB Biermann), ausgegrenzt und/oder mit Berufsverbot belegt. Deshalb haben die meisten einfach geschwiegen und sich ihren Teil gedacht, denn die Regierung zu kritisieren erforderte Mut.

Vorübergehende Schließung der Kommentarfunktion

Liebe User,

wegen der hohen Anzahl der Kommentare auf meta.tagesschau.de kann diese Meldung im Moment nicht kommentiert werden.
Wir bitten um Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation

@ 09:37 von Mass Effect

Interessant; was Sie da in Panik versetzt, bestätigen Sie dann selbst, nämlich dass auch bei uns Jahrzehnte später noch Strahlenwerte gemessen werden müssen und z.B. das Fleisch von geschossenen Wildtieren entsorgt werden muss. Das Ärzteblatt dokumentiert: "Auch in Deutschland kamen so Millionen von Menschen in Kontakt mit radioaktiven Isotopen wie Jod-131 oder Cäsium-137 und nahmen sie mit der Atemluft, kontaminierter Nahrung, Milch und Trinkwasser in den Körper auf. Bis heute werden gesundheitsschädigende Mengen radioaktiven Cäsiums in bayerischem Wild und Waldfrüchten gefunden. Ärztinnen und Ärzte kennen die gesundheitlichen Konsequenzen ionisierender Strahlung – Cäsium-137 beispielsweise wird aufgrund seiner Ähnlichkeit mit Kalium in fast jedes Gewebe des Körpers eingebaut und schädigt benachbarte Zellen. Es kommt zu Zellnekrosen, Apoptose, Mutationen der DNA und zur malignen Entartung." (tinyurl.com/264d3dz22) - Teil 2 folgt.

11:03 von David Séchard

«Die Bausubstanz an sich ist i.d.R. die gleiche weltweit. Oder meinen Sie Tschernobyl hätte weniger dicke Wände um einen Tsunami abzuwehren?»

Der Tsunami in Fukushima hat nicht durch den Aufprall der Wassermassen die Bausubstanz der Reaktoren geschädigt.

Das eingedrungene Wasser hat Kurzschlüsse in allen Stromkreisläufen verursacht, und auch den Notstrom in allen Generatoren lahm gelegt.

Die Ventile zum Ablassen des Überdrucks in den ungekühlten Reaktorblöcken konnte man noch mechanisch öffnen. Man konnte aber wegen kein Strom mehr keine Steuerstäbe in die Reaktorblöcke mehr einfahren, um die Kernreaktion zu verlangsamen.

So sind die Dinger dann explodiert, und die Reaktorkerne durch die Betonfundamente in den Erdboden eingeschmolzen. Dort schlummern sie vor sich hin, und niemand weiß, wie man die jemals wieder rausholen soll.

Die Strahlung ist so stark, dass die Elektronik der Erkundungsroboter nach ± 5-6 min. zerstört ist. Anfangs konnte man nur Roboter für ± 30 sec. bauen.

@fatherland slim @Sisyphos

"Während wir abbauen werden weltweit neue gebaut oder geplant"
"Etwa zwei oder drei . Mehr nicht können Sie nachschlagen."
Ich habe bei Wikipedia nachgeschlagen. Dort fand ich den Hinweis auf weltweit 54 geplante AKWS, davon 44 in China. Wo hat denn fatherland slim nachgeschlagen? Nur auf einer gemeinsamen Datenlage kann zielführend diskutiert werden.

Arbeit ist Arbeit?!

Keine überzeugende Einstellung, die der Feuerwehrmann da hat.
Hier ist Arbeit = Tod.
Die korupte Regierung ist einfach nicht gewillt, die "atomare Seuche" - ich nenne das mal so - für die Einsatzkräfte sicher bekämpfen zu lassen.
Die Fahrlässigkeit ist nicht mehr zu überbieten.

11:15 von Miauzi

«… wir haben dort [Fukushima] DREI Kernschmelzen die zur Atmophäre hin offen sind, denn die Schutzhüllen hat es von innen zersprengt …
bzw.
dem fehlerhaften Ableiten des Überdrucks von einem PRIMÄREN Reaktor-Kühlkreis -> statt in die Atmosphäre ging der Druck ins benachbarte Reaktorgebäude in dem die "verbrauchten" Brennstäbe lagern
ja - die hatten für 2 Kühlkreisläufe eine gemeinsame Abblase-Leitung.»

Ja … das war so. Bei Reaktoren 1/2 (General Electric), bei 3/4 (Toshiba / Hitachi). Die 2x gemeinsame Ablassleitung führte aber nicht ins "benachbarte Gebäude", sondern nach außen in die Atmosphäre. Dorthin hat man den Überdruck abgelassen.

Was nur durch mechanische Öffnung der Ventile gelang, da der Strom ja ausgefallen war. Ob das überhaupt gelingen würde, war unter dem Szenario von Desaster erst gar nicht klar.

Nur Druckablass hätte die Wasserstoffexplosionen auch nicht verhindert. Die Multi-Katastrophe war nicht mehr kontrollierbar, hätte nicht mehr eingefangen werden können.

@11:23 von Möbius

Es ging dann im Westen (politisch motiviert) aber auch ein wenig hysterisch zu.

Im Westen Deutschlands auf jeden Fall, nicht im Westen allgemein. Die Franzosen reagierten aufgrund ihres in puncto Naturwissenschaften besseren Bildungssystems viel besonnener. Die Mehrheit der Franzosen hätte eine solche hysterische, politisch und nicht wissenschaftlich basierte, Berichterstattung durchschaut.

Eine echte Erhöhung der Zahl von Krebserkrankungen hat sich später nie nachweisen lassen.

Außerhalb des betroffenen Gebiets (Teile von Belarus/Ukraine/Russland) stimmt das.

das der Müll frei wird ?

von Miauzi @

Keine Sorge, wir sind beim Thema Kernkraft da wo unsere Vorfahren bei der Erfindung der Eisenbahn, Elktrizität oder Motorwagen waren. Viel hattn sorgen und Ängst bis zum Weltuntergang.

In einigen Jahren werden wir über diese Urängste müde lächeln und der "Müll" wird als Wertstoff sicher und gute Verwendung finden.

Wissenschaftsleugnung

Die Hintergrundstrahlungsbelastung mit der Aufnahme von Radioaktiven Isotopen gleichzusetzen ist nur Propagandistisch sinnvoll.

Strahlung die Großteils an der Körperoberfläche bleibt hat eben nicht die selbe Wirkung wie Elemente die vom Körper in sein organisches Material eingebaut werden können.

Manchmal macht nicht nur die Dosis, sondern vor allem die Lokalisation das Gift.

11:22 von Anderes1961 @Tinktotis

Bleiben sie doch mal ruhig und bei den Tatsachen. Der User Tinktotis er hat nur darauf hingewiesen das das fehlen einer äußeren Schutzhülle Tschernobyl zu einer noch größeren Katastrophe gemacht hat als es der eigentliche Störfall schon war." Nicht mehr und nicht weniger. Der Katastrophe ging ja wohl anders als in Japan ein Bedienungsfehler vorraus. Die Schutzhülle war in Japan nicht das Problem sondern der Ausfall des Kühlsystems da die Notstromdiesel zu tief errichtet wurden und somit von der Flutwelle überflutet wurden. Eine Fremdeinspeisung war durch die zerstörte Infrastruktur nicht mehr möglich und die Kühlkette konnte nur noch durch Batterien gewährleistet werden die dann aber logischerweise ihre Leistung verloren was dann zur Havarie der Reaktoren führte.

11:10 von Olivia59

«Fukushima war zusätzlich auch technisches und menschliches Versagen.
Das der ganze Bau nicht tsunamisicher geplant bzw. der Damm zu niedrig war kommt noch dazu.»

Das Fukushima-Beben war mit Stärke 9,2 Richterskala das stärkste je aufgezeichnete. Bis zur Tsunamiwelle von 20 m waren die AKWs geschützt. Der war aber tlws. bis zu 40 m hoch. Am AKW selbst ± 10 m bei 6 m Höhe der Schutzmauer. Die höher gelegenen Blöcke 5/6 wurden nicht überschwemmt, die Stromversorgung blieb intakt. Es war ein Jahrhundertereignis, das es in dieser Stärke nie zuvor gab.

Gegen so etwas gibt es keinen baulichen Schutz.
"Menschliches Versagen" sagt sich immer gut von an der Tastatur. Nie läuft im Katastrophenfall alles gut und richtig. Fehler waren auch in Fukushima, aber die Wucht des Ereignisses ließ die Katastrophe Explosion der Reaktoren gar nicht vermeiden.

Wenn Wasser die Stromversorgung lahmlegt, das Gelände drumrum meterhoch unter Wasser steht, kann man auch keine Abhilfe von außen ranschaffen.

@H. Hummel - Leben in der Sperrzone

11:05 von H. Hummel:
"Wie können diese Menschen, so lange der Strahlung ausgesetzt, nach außen hin gesund überleben?"

Das hat mit dem Alter zu tun. Bei alten Menschen teilen sich die Zellen weniger. Während dieser Teilungsphase sind die Zellen anfällig für radioaktive Strahlung. Die geringere Teilungsrate bewirkt auch, dass eventuell entstandene Krebsgeschwüre langsamer wachsen.

Alte Menschen sind also unempfindlicher gegenüber radioaktiver Strahlung. (Das krasse Gegenteil ist das ungeborenes Leben im Mutterleib.)

Klar wo sollen die armen

Klar wo sollen die armen Bürger aus dem Umlaand auf Dauer auch hin. Eine verantwotliche Regierung, die das Siedeln dort verhindern und den Betroffenen mit Unterstützungen helfen müßte gibt es dort eh nicht, weil die „“Verantwortlichen“ eh nur an der endlosen weiteren Anhäufung ihrer dem Volk gestohlenen Milliarden interessiert sind. Da könnten ja Hilfszahlungen ihre eigenen fetten Unterschlagungssummen schmälern.
Für uns sehe ich dabei die Gefahr, dass der lockere Umgang mit dem Strahlungsthema die immer noch viel zu starke Atomlobby nutzt, um das Thema als harmlos zu erklären und man am Ende hier doch irgendwann wieder sich von der Umweltsauberen Energieform überzeugen läßt. Die Altlastenprobleme werden ja auch bei uns immer noch klein geredet.

@Sisyphos 3

"Während wir sie abbauen werden weltweit neue geplant und gebaut"
Da haben Sie natürlich recht. Gleichwohl war ich schon vor Tschernobyl in den 70ern gegen den Ausbau der Atomenergie. Grund hierfür war, dass ich die Befürchtung hatte, dass verpeilte Mitmenschen Anschläge auf diese Kraftwerke verüben könnten. Beispiel: Ein Pilot könnte beispielsweise Gott spielen wollen und ein Flugzeug auf ein AKW lenken. Auch spielte die Müll-Entsorgung eine grosse Rolle und die mangelnde Akzeptanz dieser Energieform in der Bevölkerung. Als Realist sehe ich natürlich, das die Atomkraft ausserhalb Deutschlands auf dem Vormarsch ist und wir von Atomkraftwerken umzingelt sind. Was will man machen?

12:27 von SinnUndVerstand

Mich versetzt mal im Gegensatz zu ihnen gar nichts in Panik. Es wäre auch schön wenn sie bei ihren Beiträgen einmal bei der Wahrheit bleiben würden. Sie sollten auch mal Beiträge von ODL-Info - Strahlenbelastung im Alltag oder durch Weltweite Atombombenversuche oder natürliche Strahlenbelastung lesen wenn sie schon so ängstlich sind.

@09:00 von friedrich peter...

>> Trotz Milliarden Unterstützung musste die
>> Bevölkerung wieder zurückkehren in ihrer
>> früheren Heimat da sonst keine Bleibe.

Also dasselbe Problem wie in Fukushima? oO

12:44 von schabernack

Ihren unaufgeregten und sachlichen Beitrag stimme ich zu 100% zu.

12:30 von Stern2100 @fatherland slim @Sisyphos

Kamerad fatherland slim hat zwar meistens,
aber nicht immer recht :-)

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/157767/umfrage/anzahl-der...

@Mass Effect

"Am 25. April 2021 um 12:43 von Mass Effect
11:22 von Anderes1961 @Tinktotis
Bleiben sie doch mal ruhig und bei den Tatsachen. Der User Tinktotis er hat nur darauf hingewiesen das das fehlen einer äußeren Schutzhülle Tschernobyl zu einer noch größeren Katastrophe gemacht hat als es der eigentliche Störfall schon war." Nicht mehr und nicht weniger. Der Katastrophe ging ja wohl anders als in Japan ein Bedienungsfehler vorraus. Die Schutzhülle war in Japan nicht das Problem sondern der Ausfall des Kühlsystems da die Notstromdiesel zu tief errichtet wurden und somit von der Flutwelle überflutet wurden. "

Und wieder nicht richtig gelesen. Noch mal: lesen Sie Posts ganz und nicht selektiv. So lang war mein Post nun wirklich nicht. Ich habe nicht geschieben, daß die Schutzhülle das Problem gewesen sei, sondern, daß auch 5 Schutzhüllen nichts genutzt hätten. Nicht in Tschernobyl und auch nicht in Fukushima. Die nutzt nämlich gar nichts, wenn einem das Ding um die Ohren fliegt.

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