Ärzte und Kliniken warnen vor Versorgungsengpässen

21. April 2021 - 08:05 Uhr

Krankenhausgesellschaft und Intensivmediziner befürchten, dass planbare Operationen teils um Monate verschoben werden müssen, wenn die dritte Pandemiewelle noch länger dauert. Das RKI meldete heute 24.884 Neuinfektionen und 331 weitere Todesfälle.

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Kommentare

Kliniken und Corona !

Natürlich ist die Situation so nicht wirklich gut, und es gibt Grund zur Sorge. Aber es ist auch klar, dass zum Einen die Politik dabei eine nicht wirklich gute Rolle spielt, weil sie nicht zu Potte kommt, zu lange braucht um klar Entscheidungen und Regelungen zu treffen.
Aber zum Zweiten viele Kliniken mehr Kapazitäten hätten, würden sie mehr Personal zu besseren Bedingungen, also höheren Löhnen und verträglicheren Zeiten beschäftigen, dann wäre ein größerer Spielraum vorhanden. Dieses Problem mit zu wenig Personal ist ja schon vor Corona so gewesen, wurde aber weder von der Politik noch den Kliniken behoben, weil zu viele nur ans große Geld- Verdienen denken, und das Personal die Ausbeutung, auch von christlichen Kliniken ertragen muss.
Die hohe Politik erwähnt es zwar einmal, aber dann ist es wieder vergessen, wird lieber Wahlkampf und Hahnenkämpfe veranstaltet, statt sich der dringenden Probleme an zu nehmen !

Vielleicht auch mal Aufatmen

Wenn man mal versucht, nicht nur Schreckensszenarien zu prophezeien, könnte man aus der derzeitigen Situation (Zahlen) auch folgende Schlüsse ziehen:

1. Ein vorhergesagter exponentieller Anstieg der Infektionen findet derzeit nicht mehr statt.
2. Wir haben seit ca 5 Tagen eine leicht sinkende Inzidenz.
3. Mit einer hohen Wahrscheinlichkeit werden ab nächster Woche auch die Belegungen der Intensivbetten nicht mehr ansteigen oder sogar zurückgehen.

Vielleicht könnte uns ja eine solche Sichtweise endlich einmal etwas aufatmen lassen anstatt uns immer weiter zu verängstigen...

Kaputtgespart

Gregor Gysi hat einmal gesagt, dass sich Gesundheit nicht betriebswirtschaftlich rechnen darf.

Wer Kliniken kaputtspart, Plätze abbaut, Fachpersonal in billige "Personalgesellschaften" auslagert um damit Tarifverträge auszuhebeln - da wird es dann eben knapp, wenn Not am Mann / Frau / Divers ist.

Verschieben wir eben OPs - wie soll man sie auch durchführen, wenn keine Kapazitäten mehr da sind. Nach den Hinterbliebenen fragt eh' keiner.

Und so lange Impfen (zumindest hier im südlichen NRW) immer noch tröpfchenweise erfolgt und man sich trotzdem des "Erfolges" rühmt, werden Intensivstationen weiter mit Covid - Patienten volllaufen. Und die anderen Patienten "dürfen" warten.

wir erinnern uns gerne an Spahns Worte aus dem März 2020 ...

nämlich dass das deutsche Gesundheitssystem bestens auf die anrückende Pandemie vorbereitet sei. Dieses absurde Verdikt, das rasch schon durch den Mangel elementarer Schutzausrüstung widerlegt wurde, leitete eine lange Kette von Fehleinschätzungen und Versäumnisse unseres in Gesundheitsfragen völlig unbeleckten und planerisch viertklassigen Gesundheitsministers ein und brachte uns bisher 80.000 Tote und hundertausende Hospitalisierte und Langzeitgeschädigte. Jetzt warnt also die Krankenhausgesellschaft, dass man nicht nur kaum mehr im Stande sei, Covid-Patienten angemessen zu versorgen, sondern dass man überhaupt nur um den Preis imstande war, die Versorgung aufrechtzuerhalten, dass man andere Patienten hinangestellt hat, die daran Schaden nehmen. Vor ein paar Wochen öffneten aber fröhlich trotz hochansteckender Mutanten deutsche Regierungspolitiker Schulen, ohne Impfung von Lehrern, ohne Testkonzept. Die Ansteckungsraten bei Jugendlichen und Familien schossen in die Höhe. Wahnsinn!

Währenddessen macht die Politik Kompromisse

Einige Politiker tun hier immer noch so, als könnte man mit dem Virus verhandeln.

Gleichzeitig muss im Januar klar gewesen sein, dass da eine dritte Welle anrollt. Wer einfach glaubt, dass der April das schon richten würde, der lässt sich möglicherweise aus den Eingeweiden von Tieren die Zukunft vorhersagen, wie einst im alten Rom.

Es war auch klar, dass es zu neuen Fällen auf den Intensivstationen führen muss, wenn man nicht im Januar handelt. Jeweils mit Verzug von wenigen Wochen füllen sich die Beatmungsstationen. Spätestens mit dem Ansteigen der Fallzahlen im März, also vor gut 7 Wochen hätte man das sehen müssen.

Nun, im April (und ich halte das für vielsagend), denken einige immer noch, dass man gemütlich nochmal zwei Wochen herumverhandeln muss.

Es geht hier nicht um eine Handbreit dieses oder jenes. Es geht um eine Lösung des ganzen Problems.

So wie man hier noch herumplaudert, erinnert mich das an spätrömische Dekadenz.

Gesunkene Zahl an Intensivbetten

Ich habe gelesen, dass die Anzahl an Intensivbetten in Deutschland in letzten Monaten von 30.000 auf 24.000 verringert wurde, z. B. wegen Schließung vieler Krankenhäuser. Könnte das nicht ein Grund für die hohe Auslastung der Intensivbetten sein? Hm?

Der Vorgang hört sich an wie nachts ist es kälter als draußen, ist aber in diesem völlig verdrehten Land passiert.

@08:20 Dieter S.

"3. Mit einer hohen Wahrscheinlichkeit werden ab nächster Woche auch die Belegungen der Intensivbetten nicht mehr ansteigen oder sogar zurückgehen."

Woran machen Sie das fest? Ich würde aus dem Verlauf der Inzidenz der letzten 3 Wochen eher schließen, dass uns der Höhepunkt der belegten Intensivbetten noch bevorsteht. Dies liegt zum einen daran, dass eine Hospitalisierung in der Regel ca. 3 Wochen nach Erstkontakt folgt und dass diese Hospitalisierung etwa 2 Wochen dauern kann.

Falls ich mich täuschen sollte würde ich mich natürlich freuen

Ganz am Rande: das Kommunizieren einer akuten prekären Situation ist nicht unbedingt mit "Verängstigung" gleichzusetzen.

Und die FDP sorgt sich um das Ehepaar

welches nachts am Feldesrand nicht spazieren gehen soll.
Kein Argument zu blöd.
Das eine Extrem, soll das andere Extrem (Party bis der Arzt kommt, als Jogger getarnt) ermöglichen.

Wir brauchen mehr Kliniken,

Wir brauchen mehr Kliniken, mit mehr Personal , mit besseren Arbeitszeiten und mehr Geld. Dann kann man auch hohe Inzidenzen managen.
Das Geld muss dann bei den Betreibern und Aktionären vom Gewinn abgezogen werden, denn
mit Gesundheit muss man keinen Gewinn machen.
Ich höre aber nichts von irgendwelchen Reformen. Ich höre immer nur Lockdown Lockdown.
Bloß nichts am System ändern? So werden wir die nächste Pandemie auch versammeln.

Kein Problem mit Intensivbetten

Es gibt in Deutschland kein Problem mit Intensivbetten. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland bei Intensivbetten auf Nr. 1 (OECD). Es gibt also weltweit kein Land, das besser mit Intensivbetten besser versorgt ist als Deutschland.

Dazu noch hat DKG (Deutsche Krankenhaus Gesellschaft) am 03.04.2021 der Regierung deutlich gemacht, dass sie die Zahl der Betten steigern können, wenn Bedarf besteht.

„Das Intensivregister der Vereinigung der Intensivmediziner (DIVI) zeigt täglich selber auf, dass es neben aktuell 3.800 freien Intensivbetten gut 10.000 Reserveintensivbetten gibt. Diese Betten können wir im Notfall durch das deutliche Zurückfahren der Regelversorgung binnen sieben Tagen aktivieren. In allen Bundesländern existieren Notfallpläne der einzelnen Regionen, wie die Patienten umgesteuert werden, wenn einzelne Intensivstationen keine weiteren Aufnahmen mehr möglich machen können."

Als die Pandemie

vor der Tuere stand, sage man uns, dass das deutsche Gesundheitssystem bestens aufgestellt sei.

Es war einer der Grundirrtuemer , der zu dieser Misere fuehrte. Eine Epidemie kann man nicht mit guten Krankenhaeusern bekaempfen.

Eine Pandemie bekaempft man mit Massnahmen und Restriktionen zur Einschraenkung der Virusweitergabe. China und viele andere Laender haben es vorgemacht.

Die Verantwortlichen haben versagt, wer uebernimmt dafuer die Verantwortung?

@um 08:20 von Dieter S.

> Ein vorhergesagter exponentieller Anstieg der Infektionen findet derzeit nicht mehr statt.

So lange der R-Wert größer ist als 1 IST das ein exponentieller Anstieg. Die R-Werte pendeln seit Wochen mehrheitlich oberhalb von 1.

Die Intensivbetten sind dann ca 2-4 Wochen später von den aktuellen Infektionen belegt und über die Verweildauer auf der Intensivstation habe ich auf die Schnelle keine Daten. Es dürfte aber sicher sein, dass es mehr als 10-12 Tage sind.

Ich kann Ihre Hoffnung verstehen. Ihren Worten kann ich aber nicht folgen.

Versorgungsengpässe

Seit Monaten beschweren sich alle Kliniken und die Leute ,die auch damit zu tun haben!
Die Politik hört nur was sie gern hört und vernünftiges Arbeiten ist ihr fremd das hat sich in der Pandemie wieder sehr gezeigt. Und die Politik versucht , wie schon immer , Probleme möglichst auszusitzen .Weil sie das auch am besten kann ! Ist auch das Einfachste !!!

Hohe Inzidenz führt nicht

Hohe Inzidenz führt nicht automatisch zur Auslastung der Intensivbetten. Im Landkreis Tirschenreuth war in der 1. Welle die Inzidenz verhältnismäßig niedrig (kaum Tests, noch kein Impfstoff) die Krankenhäuser aber überlastet. In der 3. Welle Inzidenzen über 300. Aber die Ampel laut divi-Register zeigte meistens grün.

Na dann

wird es Zeit, die dafür Verantwortlichen Betreiber wie Helios und Co. in die finanzielle Pflicht zu nehmen. Die haben ja mehr als genug an dem Runterwirtschaften der Krankenhäuser verdient.

Gesundheit über Betriebswirtschaft

Wenn Kliniken in 2020 mehr Umsatz als 2019 machen und Personal entlassen wird, Mitarbeiter einen 5-Euro-Gutschein bekommen - da läuft doch was schief. Im Gesundheitswesen muss der betriebswirtschaftliche Focus hintenangestellt werden.

Eine nicht ...

... nachvollziehbare Kampagne, täglich und das rauf und runter auf allen Kanälen.
Die KH-Betten reichen nicht, Notstand auf IntensivSt, Versorgungsengpässe überall schallte es aus allen Medienrohren.
Und das, nachdem im letzten Jahr 22 Krankenhäuser geschlossen und ab September 2020 7.000 (in Worten Siebentausend) Intensivbetten abgebaut wurden.
Und das, nachdem Gesundheitsminister Spahn 2020 für deren Aufbau 50.000 (in Worten Fünfzigtausend) Euro je neu aufgestelltes Intensivbett locker machte.
Ein gigantisches Geschäftsmodell für die KH.
Erst Intensivbetten neu einrichten, Steuergelder abfassen und danach die ungenutzten Betten wieder auslagern.
Wo bitte sind die Recherchen der Politmagazine und der Faktenfinder dazu?
Stille herrscht dort. Stattdessen Kampagne auf allen Kanälen - das Gesundheitssystem ist vor dem Zusammenbruch, weil Betten fehlen.
Unfassbar was hier abläuft.

@08:30 von die-hexe

"Woran machen Sie das fest? Ich würde aus dem Verlauf der Inzidenz der letzten 3 Wochen eher schließen, dass uns der Höhepunkt der belegten Intensivbetten noch bevorsteht. Dies liegt zum einen daran, dass eine Hospitalisierung in der Regel ca. 3 Wochen nach Erstkontakt folgt und dass diese Hospitalisierung etwa 2 Wochen dauern kann."

Ganz einfach: Die Veröffentlichung einer gemessenen Infektion geschieht ca 7 Tage nach Erstkontakt. Die Abflachung der Fallzahlenkurve begann am 16.4., entsprechend der Erstkontakte vom 9.4.. Wenn eine Hospitalisierung 3 Wo nach Erstkontakt stattfindet, wird sich die Belegung der Intensivbetten inetwa ab dem 30.4. verringern...

@FritzF

So ein Blödsinn. Auch ohne Party zu machen gibt es x Gründe des Nachts "am Feldesrand" zu stehen. Jedenfalls für mich. Immer diese Unterstellungen und Generalverdächtigungen, wird langsam langweilig.

Warum hat man dann in Coronazeiten

die Intensivbettenzahl abgebaut, statt ausgebaut?
Warum hat man Kliniken geschlossen?
Das ist so blamabel und nicht logisch.
Statt dessen will man nun dem Bürger suggerieren, die Intensivbetten werden vorwiegend durch Coronapatienten belegt.
Das ist aber so nicht korrekt und diese Annahme führt viele Bürger in die Irre.

Mit Zahlen und künstlichen Verknappungen lässt sich Angst und Panik schüren und so manches Gesetz rechtfertigen. Sorry, aber das ist keine staatsmännische Politik eines demokratischen Landes, das ist in meinen Augen psychologische Trickserei.

@xeniosson

Gibt's keine andere Kurven als exponentielle?

Na dann

wird es Zeit, die dafür Verantwortlichen Betreiber wie Helios und Co. in die finanzielle Pflicht zu nehmen. Die haben ja mehr als genug an dem Runterwirtschaften der Krankenhäuser verdient.
Auch und vor allem bei einem Blick in die Zukunft, werden sicher wesendlich mehr Kapazitäten nötig werden. Nicht nur wegen Corona, sondern auch um für zukünftige Ereignisse wesendlich besser aufgestellt zu sein.
Da wäre doch viel eher ein Gesetz sinnhaft, welches den Betreibern entsprechende Vorschriften macht.
Also nicht die überflüssige "Notbremse", sondern vor allem Erweiterung der vorbeugenden "Sicherheitssysteme". In erster Linie also Krankenhäuser, Artzpraxen, usw. diese dürfen NICHT nach den marktwirtschaftlichen Aspekten betrieben werden.
Es gibt nun mal Bereiche, die nicht gewinnorientiert ausgerichtet werden können oder dürfen.
Man stelle sich da nur mal Regierungen, Verwaltungen, Polizei und Feuerwehr vor........:-) da gehört u.a. auch das Gesundheitsystem dazu.

08:29 von Dr.Hans Ich

08:29 von Dr.Hans
Ich empfehle Ihnen mal die folgenden Seiten zur Information und bitte Sie, diese Unwahrheiten nicht zu verbreiten! Danke.

"https://correctiv.org/faktencheck/2020/12/03/nein-waehrend-der-pandemie…"

"https://www.freiepresse.de/nachrichten/deutschland/faktencheck-wurden-w…"

"https://www.nordbayern.de/politik/intensivbetten-abgebaut-warum-das-ger…"

** Das Gerücht kursiert seit November: Der umstrittene Arzt Bodo Schiffmann hatte darüber zunächst in einem Video gesprochen: "Es scheint ganz so, als wolle man die Auslastung unbedingt herbeiführen", so seine Theorie, die in Querdenker-Gruppen verbreitet wurde. Zuletzt befeuerte aber auch Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht die Debatte, als sie in ihrer eigenen Wochenschau bei Youtube kommentierte: "Im zweiten Halbjahr 2020 sind irgendwie 6000 Intensivbetten aus der Statistik .

08:30 von die-hexe Danke für

08:30 von die-hexe

Danke für Ihren Kommentar und volle Zustimmung !

// dass diese Hospitalisierung etwa 2 Wochen dauern kann. //

Da muss ich aber ergänzen, das - wenn eine Beatmung erfolgt - die Zeit durchaus 6 Wochen sein kann.

Wie man es sehen möchte

Ich möchte die Belegungen und Belastungen für die Mitarbeiter*innen dort nicht klein reden, aber hatten wir nicht schon immer ein Thema mit Pflegekräften und zu hohen Belastungen im Gesundheitswesen? Waren die Intensivbetten denn vorher leer? Oder wird jetzt der Fokus darauf gelegt - was meines Erachtens richtig ist denn Gesundheit darf nicht Opfer von Sparzwängen und betriebswirtschaftlichen Abwägungen werden! Hier muss im Nachgang der Pandemie gehandelt werden.
Am Ende wird hier aus meiner Sicht wieder vom Versagen der Politik abgelenkt. Elementare Dinge bleiben ungeregelt. Wie kann es z.B. sein alles an Inzidenzen zu knüpfen, aber seit Ostern gibt es Nachmeldungen da die Gesundheitsämter teilweise nicht gemeldet haben? Wie bitte....? Aber Hauptsache wir schlagen auf Mallorca Urlauber ein und machen mal pauschal aus Allen Party Touristen...die im Übrigen wohl strengere Regeln auf Mallorca hatten als wir hier. Aber das liest man eher selten. Kopfschütteln geht weiter!

@ 08:26_AufgeklärteWelt- Spahn hat Wort gehalten

Zum 31.1.2021 wurde der Pflegeschlüssel auf Intensiv angehoben. Es werden nun pro Patient 20% mehr Pflegekräfte benötigt. Dies ist positiv für die Mitarbeiter dort, allerdings fehlen jetzt bis zu 20% der Intensivbetten. Es wäre daher sinnvoll diese Personaluntergrenze vorübergehend wieder abzusenken und so den Lockdown nicht weiter verschärfen zu müssen.

Zu Ihrem restlichen Kommentar:

Sars cov 2 ist ein Naturereignis, dass sich nicht aufhalten lässt. Es werden sich - früher oder später - alle Menschen damit infizieren. Auch in Australien, Neuseeland, Taiwan etc.

Auch die Mutanten sind ein normales Ereignis und keine zusätzliche Gefahr.

Hohe Inzidenzen durch viele Tests sind ebenfalls keine Gefahr.

Generell sind Inzidenzen immer weniger geeignet, um das tatsächliche Geschehen ab zu bilden.

Durch Impfungen und erfolgte Infektionen (=Immunität) verlaufen immer mehr Infektionen folgenlos.

Schulen sollten daher immer offen bleiben.

08:29 von Dr.Hans

"Könnte das nicht ein Grund für die hohe Auslastung der Intensivbetten sein?" Es ist sogar noch einfacher zu erklären. Ab einer Inzidenz 70 und einer gleichzeitigen Auslastung der Intensivstationen >75 % werden den Krankenhäusern Zuschüsse gezahlt. Die Inzidenz von 70 ist ja kein Problem, auf die kommt man immer. Nur die Auslastung der Intensivstationen ist mit so vielen ungenutzten Betten natürlich nicht machbar. Es reicht jetzt ganz einfach aus die Anzahl der Betten zu verringern um auf die >75 % zu kommen und so die Zuschüsse zu erhalten. Follow the money... https://www.aok.de/gp/news-krankenhaus/newsdetail/neuer-rettungsschirm-fuer-kliniken

Die EU hat sich als Hemmschuh bewiesen

Man sieht es doch klar an den unterschiedlichen Entwicklungen in den einzelnen Ländern, daß sie nicht unter einen Hut zu bringen sind. Siehe Abhängigkeit von Impfstoff-Mißbeschaffung der EU, siehe Merkels Beharren auf offenen Grenzen!
Wer sein eigenes Land und Bevölkerung zu schützen keinen Vorrang gibt, hat das Vertrauen seiner Bevölkerung nicht verdient.
Die Bürger sehnen sich nach Freiheit und wollen sich, unvernünftig, nicht einschränken und suchen nach Schlupflöchern.
Weil dies aber gefährlich und unvernünftig ist, muß die Regierung im wörtlichen Sinne Grenzen setzen und in nationalem Alleingang die Lage beherrschen und lösen.
Nur eine Insel kann sich schützen und heilen, und normalisieren. Viren kennen Grenzen, wenn man deren Schleuser nicht hereinläßt.
Ohne EU-Hemmschuh wäre der Impfschutz bei uns wesentlich höher und die Kliniken könnten wieder normal arbeiten.
Mit offenen Augen hat die Regierung die 3.Welle schutzlos hereinbrechen lassen.

@wolf 666

"Und das, nachdem im letzten Jahr 22 Krankenhäuser geschlossen und ab September 2020 7.000 (in Worten Siebentausend) Intensivbetten abgebaut wurden."

Herr Spahn wollte schon vor der Pandemie kleinere Krankenhäuser schließen und ist dann auf Widerstand gestoßen.
Damit werden weniger Dienstleistungen bundesweit erbracht, dass die Krankenkassen weniger ausgeben müssen. Weniger Operationen, weniger Untersuchungen umso weniger Rechnungen, die von den Krankenkassen bezahlt werden müssen wobei die Beiträge unverändert bleiben oder sogar steigen.

Mittlerweile übernehmen sogar die privaten Krankenkassen die Kosten von medizinisch indizierten oder relevanten Untersuchungen/Therapien nicht mehr, dass die Ärzte diese Dienstleistungen sogar bei privaten Patienten nicht mehr anbieten können. Nur wenn die Pat. selber zahlen. Die Krankenkassen zeigen immer mehr Widerstand bei der Kostenübernahme und das kann nur heißen, dass finanziell nichts mehr stimmt. Das sicher nicht wegen Coronavirus.

08:20 von Dieter S.

"Vielleicht könnte uns ja eine solche Sichtweise endlich einmal etwas aufatmen lassen anstatt uns immer weiter zu verängstigen..."
So user Dieter S. und
mit einer sachlich feinfühligen Argumentation von ihm davor.
Auch ich empfinde Abneigung und Abscheu gegen die ständige Angst- und Panikmache auf allen Medienkanälen.
Zumal ich immer noch darauf warte, dass wenigstens eines der mehrzähligen Politmagazine beim ÖR recherchiert und veröffentlicht, warum für den Aufbau neuer Intensivbetten 2020 kräftig der Regierungszuschuss in Höhe von 50.000 Euro je Bett !! abgefasst wurde und danach 7.000 Intensivbetten wieder eingelagert wurden.
Wie hat das Gesundheitsministerium das kontrolliert und in der schwersten aller Pandemien das verhindert.
Es war ein prima Geschäftsmodell für die KH.
Aber es waren unsere Steuergelder.
Schweigen im Walde der Recherchejournalisten.
Stattdessen Angstmache auf allen Kanälen.
Wie armselig das doch ist.

08:46 von IBELIN

Wann ist denn das Gesundheitssystem in Deutschland zusammengebrochen? Ich kann mich nicht dran erinnern.

Wer soll noch pflegen?

Auf unserer Intensivstation werden derzeit 1/3 Coronapatienten behandelt( übrigens die jüngste ist 22 Jahre alt). Freie Betten gibt es nicht. Operiert werden nur Herz- und Hirntumorpatienten, weil die keine Zeit mehr haben. Der Krankenstand ist hoch im Personal, weil diese Sonderbelastung( Ganzkörpervermummung) extrem anstrengend ist über mehrere Stunden zusammenhängend. Nur mal als aktuelle Info an alle, die glauben, wir hätten noch Spielraum. Auch weiß ich nicht, wo das Personal für die angeblich 10.000 freien Betten herkommen soll. Nach dem Applaus im letzten Frühjahr hat sich an der Pflegepersonalsituation null verändert. Man munkelt, es hätten schon 9000 Intensivschwestern gekündigt und weitere 32 % überlegen auch zu gehen. Also wer soll die Patienten denn versorgen?

Maßstäbe

Der Versorgungsengpass ist da.
Mehr Intensivbetten und vor allem mehr qualifizierte Pfleger kann niemand aus dem Hut zaubern.
Und wenn es möglich wäre. Mehr Intensivbetten und mehr Pfleger hieße mehr Tote, meht Post-covidpatienten, mehr virusbelastete Menschen, deren Risiko späterer Erkrankung niemand einschätzen kann. Akzeptierte hohe Inzidenz hieße mehr Mutanten mit allen damit verbundenen Gefahren.
Wann endlich wird gehandelt?
Die Verantwortlichen wissen doch, dass das in tagelangen Beratunge möglicherweise beschlossene "Notbremsegesetz" nie in Kraft treten wird, wenn AfD und FDP vors Verfassungsgericht gehen.
Das Gesetz wird vorläufig kassiert und wir stehen ohne Infektionsschutzgesetz da.

Verlorene Zeit. Eine handlungsunfähige Demokratie.

@yolo

"die Intensivbettenzahl abgebaut, statt ausgebaut?
Warum hat man Kliniken geschlossen?
Das ist so blamabel und nicht logisch."

Weil das Gesundheitssystem finanziell am Ende ist. Die Kassen sind pleite. Deswegen. Hat aber alles nichts mit Coronavirus zu tun. Ein Virus kann höchstens einen Menschen krank machen aber nicht das Gesundheitssystem.

@ Orfee - Kein Problem Intensivbetten

Na ja, Betten kann man aufstocken, da haben Sie Recht.

Aber man braucht auch speziell geschultes Personal. Und zwar Personal, welches nicht am Rande des Leistbaren schaffen muss.

08:47 von xeniosson

"So lange der R-Wert größer ist als 1 IST das ein exponentieller Anstieg."

Wie kommt man bitte auf so eine Räuberpistole?
Bitte nicht weiter den Mathe Unterrichtet schwänzen :-)

Planbar op? Dass wir uns

Planbar op?
Dass wir uns jetzt die Kliniken nicht mit sinnbefreiten Busen und Nasen OPs zuklatschen können, sollte einleuchten, oder?

@IBELIN,08:46

"Die Verantwortlichen haben versagt, wer uebernimmt dafuer die Verantwortung?"

Laschet hat im Interview "Farbe bekennen" doch schon gesagt, dass wir die richtige Strategie in der Pandemie gefunden haben. Wenn die Zahlen steigen, muss eingeschränkt werden und wenn die Zahlen fallen muss gelockert werden. Es gibt also kein Versagen! Die im letzten Sommer von Laschet und Streeck propagierte Strategie etwas höhere Inzidenzen zuzulassen und Freiheiten zu ermöglichen, sobald es die Lage zulässt hat bis heute gut getragen, auch wenn die beiden vielleicht mit etwas mehr möglichen Freiheiten gerechnet haben. Aber die Strategie ist bis heute aufgegangen. NoCovid wäre mit Sicherheit schlechter gewesen. Da wären wir zwar schon seit Monaten wieder in einer Situation wie letzten Sommer, aber die vorübergehenden Grundrechtseingriffe, um das zu erreichen wären unverhältnismäßig gewesen. Die Toten und LongCovid-Patienten sind unschön, waren aber unvermeidbar. Alles klar?

@ IBELIN - Als die Pandemie

China hat auch - so war in den RTL Nachrichten zu sehen - einfach mal die Türen von Wohnblocks zugeschweißt um die Pandemie im Inneren zu bekämpfen. Eine Methode, davon gehe ich aus, die wir beide uns nicht wünschen.

Vieles, was dort "normal" ist, z. B. Abriegeln von ganzen Stadtviertel durch Militär, haben wir hier zum Glück nicht gesehen.

Wünschenswert wäre hier tatsächlich gewesen, dass einer (lies: Notfallkrisenstab) federführend sagt, was gemacht wird und am Ende der Pandemie seinen Rücktritt anbietet und sich verantwortlich seinen Taten und Verordnungen einem unabhängigen Gremium aus Juristen und Volksvertretern stellt (positiv wie negativ).

@ich1961 09:05

"Danke für Ihren Kommentar und volle Zustimmung !
// dass diese Hospitalisierung etwa 2 Wochen dauern kann. //
Da muss ich aber ergänzen, das - wenn eine Beatmung erfolgt - die Zeit durchaus 6 Wochen sein kann."

Bitte!

Sie haben Recht, ich hatte mich ein wenig unklar ausgedrückt - die Beatmung kann durchaus länger dauern, gerade bei jüngeren Patienten. Ich meine, ich hatte zuletzt 10-21 Tage im Durchschnitt gelesen, allerdings nahmen diese Zahlen Bezug auf den Wildtyp und eine geringere Klinikauslastung

Intensivbetten

Ich finde den Vorschlag, wir bräuchten einfach mehr Intensivbetten, dann hätten wir kein Problem, einfach falsch. Natürlich kann mit mehr Betten und mehr Personal mehr Patienten versorgen. Aber wollen wir mehr schwerkranke Patienten und damit auch automatisch mehr Tote? Das kann doch nicht die Lösung sein.
Die Sterberate, die D in der 2. und 3. Welle hat ist kein Ruhmesblatt und das wird mit weniger Lockdown und dafür mehr Intensivbetten nicht besser.
Es hilft auch nicht darüber zu klagen, dass man vor Jahren für mehr Personal hätte sorgen müssen. Dann hätten wir in normalen Zeiten ungenutzte Kapazitäten, die natürlich Geld kosten und am Ende aus Kassenbeiträgen oder Steuermitteln finanziert werden. Da wäre auch das Gejammer wieder groß.
Die Lösung kann nur lauten, weniger Kranke.

Ein Asthma-Medikament ...

... zeige eine hervorragende Reduzierung schwerer Verläufe (lt Studien 90%). Gut, die sind nicht hier gemacht, man muss Zweifeln immer nachgehen. Aber wird das mit dem notwendigen Druck überhaupt untersucht? Das "not invented here"-Syndrom gibt es auch in der Ärzteschaft ... darüber schreiben die dt. Medien nie...

an vriegel um 09:08

Ihr Vorschlag hinsichtlich des Pflegeschlüssels spiegelt ihre Weltferne.
"Sars cov 2 ist ein Naturereignis, dass sich nicht aufhalten lässt. Es werden sich - früher oder später - alle Menschen damit infizieren. Auch in Australien, Neuseeland, Taiwan etc. "

Eine Behauptung ohne Grundlage. Zumindest in China wird dies nicht passieren.Aber auch nicht in den andern konsequent handelnden Staaten. Anscheinend glauben sie nicht einmal an die Wirkung von Impfungen.
Also zurück ins Mittelalter.

"Auch die Mutanten sind ein normales Ereignis und keine zusätzliche Gefahr."
Wenn eine Mutante mit der Infektosität des Masern Virus bei gleichzeitig eingeschränkter Impfwirksamkeit entstünde, wäre das der endgültige Sieg der Viren. Das wäre in ihrem Sinne ein ganz natürliches Ereignis. Wenn die Moderation nicht erkennt, dass ihre sinnlosen Wiederholungen unbegründeter Behauptungen die Diskussion schwer belasten und Kosequenzen zieht, wird das den Sinn des Forums ernsthaft gefährden.

@08:20 von Dieter S.

>> werden ab nächster Woche auch die
>> Belegungen der Intensivbetten nicht
>> mehr ansteigen oder sogar zurückgehen

Wahrscheinlich. -.-

ABER das heißt auch, daß wir jetzt noch eine sehr(!) harte Woche vor uns haben. oO

Triage

Man kann sich ja im täglichen RKI-Lagebericht selbst ein Bild von der Situation machen. Da die Maßnahmen der Notbremse nicht ausreichen werden um die Infektionen zu senken und die Liegedauer der jüngeren Patienten sehr lang ist, wird es ziemlich sicher zu einer flächendeckenden Triage-Situation in den Krankenhäusern kommen. Durch die Schulen werden viele Familienväter auf den Stationen liegen und da junge Patienten wesentlich häufiger nicht auf Intensiv versterben wird es dann für die Ü60 keinen Platz mehr geben. Das ist meine Einschätzung, völlig unabhängig von irgendwelchen Zahlenspielen. Wenn wir den Höhepunkt der zweiten Welle übetreffen, dann wird es schwierig. Und das wird bereits in 2 Wochen soweit sein. Ich traue da einfach den Aussagen des Pflegepersonals.

08:42 von Orfee Aus dem TS -

08:42 von Orfee

Aus dem TS - Artikel von heute (!! ) :

**Auch führende Intensivmediziner sind besorgt. Bereits jetzt seien in vielen Kliniken nur noch zehn Prozent der Intensivbetten frei, oft also nur ein einziges Bett. "Wenn wir deutlich über 6000 Covid-Intensivpatienten kommen, ist im gesamten Krankenhaus nur noch Krisenmedizin möglich", sagte Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi).**

Ich kann mir nicht vorstellen, das es irgend jemandem ( aus welchem Grund auch immer ) Recht wäre, wenn er eine adäquate Behandlung auf einer ITS braucht, dann abgewiesen wird.

Auf der DIVI Seite wird angegeben :
Davon COVID-spezifische Intensivbetten aktuell frei : 1327
Das heißt :
mit Beatmungsgeräten
mit entsprechendem Personal

es ist nicht das erste Mal

Schon letztes Jahr hatten wir das Problem mit den Engpässen. Also hinreichend bekannt. Was wurde unternommen? Nicht viel, denn sonst gäbe es das Problem nicht erneut. Also wieder ein Strich unter der Überschrift "Versagen"

Darstellung: