Kommentare - Lehrerverband kritisiert Grenzwert für Schulschließungen

20. April 2021 - 08:20 Uhr

Wechsel in den Distanzunterricht bei einer Inzidenz von 165: So sieht es die aktuelle Fassung der "Bundesnotbremse" vor. Zu spät, kritisiert der Lehrerverband und drängt auf eine Verschärfung des Entwurfs.

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Kommentare

Am 20. April 2021 um 08:42 von Krümelmonsterkind

Denn online-Unterricht funktioniert nicht in der Grundschule- egal, wie oft die zunehmende Digitalisierung der Schulen gelobt und als Allheilmittel gepriesen wird!
___
Es kommt wohl darauf an, ob man früh das Medium kennenlernt. Habe vor einigen Tagen eine Doku über eine Farm im Outback AUS gesehen, auch dort gibt es (kleine)Kinder.
Die Kinder lernen ALLE ausschliesslich über online-Unterricht bis sie gegebenfalls auf weiterführende Schulen und somit meist aufs Internat kommen. Das Mädel, über das hauptsächlich berichtet wurde, war 8 Jahre alt und hatte keinerlei Probleme. Ist wohl eine Sache der Gewohnheit und der Qualität.
Schulen sind nun mal ein hotspot, wie sich leider erst spät erwiesen hat und werden sicher, sobald es möglich ist, als erstes geöffnet. In meiner Nachbarschaft leben einige Kinder, mit denen ich häufiger rede.
Irgendwelche Veränderungen sind mir nicht aufgefallen.

09:06 von Sven Konrad

"was von den Lehrerverbänden gefordert wird, ist ein Verrat an unserer Zukunft! Die Lehrer sollten sich einmal überlegen, warum sie Lehrer geworden und z.T. verbeamtet worden sind!"

,.,.,

Die Lehrer haben sich das sicher überlegt und sind zu dem Schluss gekommen, dass Sie für das Leben ihrer Schüler und ihr eigenes mitverantwortlich sind.

Auch Beamte dürfen das Leben Ihrer Schüler schützen...

Schulen offen lassen

Bei uns (Sachsen) findet Wechselunterricht wöchentlich mit 2 verpflichtenden Tests, die in der Schule unter Aufsicht vorgenommen werden (was auch so erforderlich ist), statt. In den letzten zwei Wochen gab es keine positiven Fälle in unserer Schule (Gymnasium). Wenn man unter Aufsicht die ganze Gruppe testen lässt, ist das Ergebnis laut Experten (u.a. Herr Lauterbach) auch zuverlässig. Bei negativen Testergebnissen gibt es keine Gründe, die Schulen zu schließen. Das pure Setzen auf Inzidenzen ist ein Rückschritt, in Sachsen gelten auch andere Parameter (z.B. Krankenhausbelegung). Laut Infektionsschutzgesetz sind die Indikatoren für Beschränkungen auch nicht allein die positiv getesteten, sondern die Krankheitssituation einer großen Menge von Menschen mit zu erwartenden bleibenden Schäden, bzw. einer hohen Todeszahl einhergehend mit einer Überlastung des Gesundheitssystems. Nur einfach zu erkranken, reicht da nicht aus. Dieser Punkt wird insgesamt viel zu wenig erwähnt.

Unsinn pur

da sich vermehrt zeigt, das Kinder und jungen Altersgruppen betroffen sind, Artikel gibt es ja genug. Ist völlig unlogisch bei Schule andere Werte zu machen, als beim Rest der Bevölkerung.

Man redet noch, und viele Landkreise sind lange bei Zahlen über 200-300 am heutigen Tag.
Auf was wartet die Politik eigentlich ?, das der ganze versaut wird, vor 2 Wochen hätte die Bremse schon kommen müssen.
Jetzt ist schon lange zu spät.

Da Corona für Kinder sehr

Da Corona für Kinder sehr viel weniger gefährlich ist als für ältere Erwachsene und sie auch nicht als Super-Spreader auftreten, sowie alle Lehrer in den nächsten paar Wochen geimpft sein werden, ist es für die Zwischenzeit ziemlich müßig, darüber zu streiten ob der Grenzwert jetzt bei 165, 200 oder woanders liegen sollte.

Am 20. April 2021 um 08:47 von vriegel

Erfahrene Epidemiologen wie Stöhr und Kollegen sagen klar, dass Kinder dem „Geschehen folgen, ihm aber nicht voraus gehen“.

Klarer kann man das kaum sagen...
_______
Nun gibt es andere, ebenfalls namhafte Wissenschaftler, die anderes herausgefunden haben. So hat halt jeder "seinen " Spezialisten, der der jeweiligen Präferenz am nächsten kommt. Dem von Ihnen bis vor ein paar Tagen gern angeführten Prof. Ioannidis hat man ja mittlerweile seine Studie weitgehend widerlegt.
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Corona ist für Kinder weniger gefährlich als die Grippe und auch die meisten Lehrer sind keine Risikogruppe
_____
Ich kann nicht glauben, dass es Ihnen entgangen sein sollte, dass Kinder zwar meist nicht selbst erkranken, wohl aber die Familien infizieren.

08:47 von vriegel

"Schulen müssen immer offen bleiben
Unabhängig vom Infektionsgeschehen.

Die meisten Lehrer hier sehen das ähnlich."

,.,.,

So früh schon wieder mit einer Lüge unterwegs?

Was ist Ihr Ziel; habe ich schon oft gefragt.

Wer so konsequent wie Sie Falschmeldungen verbreitet, viele Stunden am Tag:

den muss doch was antreiben.
Was Gutes fällt mir dabei nicht ein.

Es wäre in meinen Augen

Es wäre in meinen Augen wünschenswert, manche Aggression, Häme, Besserwisserei etc. mal wegzulassen, denn allen, die das Ganze im Blick haben, wissen doch, dass es nahezu ein Dilemma ist, den Weg zwischen Kontaktvermeidung als Maßnahme gegen steigende Infektionszahlen und dem notwendigen sozialen und fachlichen Lernen für Kinder und Jugendliche in Präsenzunterricht zu finden. Man kann das anerkennen u n d dann kritische Anmerkungen und Vorschläge machen. In meinen Augen wäre zum Beispiel eine engagiertere Impfstrategie für Schulen sowie die Öffnung alternativer großer Räume für Präsenzunterricht hilfreich. Der Vorschlag, Parks etc. zu nutzen ist nur bedingt hilfreich, denn man kann logistisch den Präsenzunterricht nicht vom Wetterbericht abhängig machen.

"Das Gesamtkunstwerk"(Anne Will Sendung"

ist nur vollkommen, wenn es verpflichtende Test für die Berufswelt gibt und die Ausgangsbeschränkung ab 20.00 Uhr gilt. Es ist ein Unding, dass Schüler gezwungen werden, Tests durchzuführen und die Beschäftigten nicht. D.h., dass Frau Merkel ihren Amtseid bricht, da sie aus parteitaktischen Gründen(keine verpflichtenden Maßnahmen der Berufswelt) die Kinder bluten läßt, um die Industrie zu schützen)

/// Am 20. April 2021 um

///
Am 20. April 2021 um 09:37 von Möbius
50...35...100...165...?

Inzwischen müsste ja auch der letzte Fan der Entscheider aus der Politik gemerkt haben, das die Entscheidungen völlig willkürlich getroffen werden.

Warum „165“ und nicht „157“ oder „203“?

Der Grund ist dem gegenwärtigen Infektionsgeschehen geschuldet. Bei „100“ hätten die Schulen fast überall auf Distanzunterricht (mit freundlicher Unterstützung der Eltern) schalten müssen.

Bei 165 - so in etwa der Median der aktuellen 7-Tage Inzidenz - wären „nur“ die Hälfte der Schulen „zu“.....///
.
Sie geben in ihrem Post ja selbst eine mögliche Begründung, warum diese Entscheidungen eben gerade nicht willkürlich getroffen werden.

Wertedebatte

165 ist schon ein hoher Wert, überall da wo Menschen in Massen zusammen kommen besteht die Gefahr eines super Spreding Events. Das waren die Lehren aus dem Beginn der Pandemie. Den Grenzwert immer weiter nach oben zu korrigieren beruhigt zwar die Eltern hat aber zur folge das es immer mehr Infektionen gibt. Das haben die Virologen eigentlich klar und deutlich gesagt. Die am Limit arbeitenden Pflegerinnen und Ärztinnen
werden bei diesen Werten keinesfalls entlastet. Eine Wertedebatte sollte sich immer um das wohl der Menschen kümmern, ich vermisse seit beginn eine ethische Beurteilung der Situation. Immer nur auf die Kennzahlen wie in der Wirtschaft üblich zu schauen bringt nichts.

Es entsetzt, dass das Recht der Kinder auf Bildung und Teilhabe

keine Gültigkeit mehr haben soll."
Sind es nicht die Lehrer, Schulträger und Landesregierungen, die dieses Recht umfassend seit einem Jahr mit Füßen treten? Natürlich, Online-Unterricht per Videokonferenz, der in vielen Schulen, insbesondere in Berufsschulen (gäbe es keine Live-Unterricht, müssten die Berufsschüler arbeiten gehen!) ohne weiteres klappt, ist nicht flächendeckend umgesetzt. Warum nicht? Wenn das Ideal, der Präsenzunterricht geht, müsste man dann nicht alles tun, um das Zweitbeste zu ermöglichen? Nö, nicht beim Beamten-Mikado. Recht auf Bildung und Teilhabe? Nur wenn es erreicht werden kann, ohne dass man sich irgendwie bewegt. Gilt in den Schulen, die Live-Online-Unterricht machen ein anderes Datenschutzrecht? Warum müssen es superteure und kaum lieferbare iPads sein, reichen nicht auch von Unternehmen gesponserte Second-Hand-Laptops? Die Verantwortung für die Missachtung des Rechts auf Bildung liegt vorrangig bei den Schulen und Landesregierungen.

Es wird mal wieder...

spekuliert und orakelt welche Zahl nun über Schulschließungen oder Presänzunterricht entscheidet.
Machen wir uns nichts vor, dieses rumgeeiere werden wir noch bis zur Wahl und auch danach ertragen müssen und die Leidtragenden werden nicht nur Kinder und Lehrer sein, sondern die gesamte Gesellschaft.
Die Politik hat den Zeitpunkt einer Notbremse verpasst und nun leben wir in einer On-Off-Zeit ohne Perspektive und Plan.
Der Prüfungslevel fürs Abi wird trotz Homeschooling nicht angepasst. Die Maßstäbe werden für die meisten sehr schwer zu erreichen sein und sie werden als Corona-Abschlussjahrgang in die Geschichte eingehen. Ich hoffe, dass dies von Universitäten und Arbeitgebern berücksichtigt wird.

@08:42 von Krümelmonsterkind

>> Es ist zum Haareraufen- Schulen auf,
>> Schulen zu, und zwar ab Inzidenz von 100?
>> 165? 200? Oder wann?

Geht mir genauso. Wie soll mensch da den Überblick hehalten? oO

Ich guck Nachrichten: "Die Bundesregierung hat beschlossen, daß ..."
2 Stunden später: "Das Verwaltungsgericht von KleinKleckerstadt hat geurteilt, daß ..."
2 Stunden später: "Ministerpräsident XYZ hat beschlossen, daß ..."
2 Stunden später: ...

@ 09:33_wolf 666-Verbände und die Realität

Ich bin mir nicht sicher, ob diese Verbände immer für die Mehrheit der Lehrer spricht. Möglicherweise für die Mehrheit von deren Mitgliedern. Aber ob das repräsentativ ist..?!

Nach meiner Einschätzung eher nicht.

Es ist ein bestimmter Typ Mensch, der sich in solchen Verbänden organisiert. Da kann man schnell mal zu der Meinung kommen man vertritt nur Gleichdenkende.

Wobei es ja auch bei den Eltern und deren Verbänden viele ängstliche gibt, das Vollkasko denken und handeln ist hier auch weit verbreitet. Angst vor Realität.

Aber pauschal auf die Lehrer schimpfen, das greift wohl zu kurz. Viele wollen unterrichten und das - insbesondere in der Grundschule - auch im Präsenzunterricht.

Also bitte die Schulen offen lassen - unabhängig von Inzidenzen. Die sind sowieso immer weniger relevant und aussagekräftig.

Nimmt die Politik aber leider auch nicht zur Kenntnis.

Am 20. April 2021 um 08:50 von die-hexe

Allerdings ist dies sehr schlecht belegbar, da die Daten, die wir zum Infektionsgeschehen bei Kindern haben wegen der eher nachlässigen Testung (denn Kinder/Schulen DURFTEN ja gar nicht pandemierelevant sein) sehr lückenhaft sind.
___
Danke, für den sehr guten Gesamtbeitrag.
Ich stimme Ihnen vollumfänglich zu. Sorry, ich kann auch nicht so ganz glauben, dass Kinder, die zuvor "pumperlgsund" waren, jetzt zu hauf in psychiatrische Behandlung müssen, weil der Schulbesuch unregelmäßig war. Kinder durften sich immer mit einem anderen Kind treffen zum Spielen. Die meisten haben doch EINEN besten Freund(in). Es kommt wohl sehr auf das Elternhaus an.

@ Möbius, um 09:37

Warum nicht 157 oder 203?

Weil dann von Ihnen garantiert die Frage gekommen worden wäre:

"Warum nicht 165?"

Versuchen Sie doch der Abwechslung halber, mal was Positives zu entdecken.
Das ist, wie jeder weiß, nicht einfach, funktioniert aber beim 3., 4. Versuch.

Das RKI ist das Corona-Kompetenzzentrum, nicht die Einzelkämpfer

Es gibt mittlerweile ganze Chöre von Corona-Lausprechern aus dem Umfeld von Pseudowissenschaftlern, verrenteten Ex-Epidemologen ohne wissenschaftlichen Apparat und sonstige selbsternannte Besserwisser. Die bringen außer Verunsicherung nichts von Substanz.assen. Das RKI hat das Personal, die Mittel und den wissenschaftlichen Apparat in großer Zahl, der notwendig ist für sinnvolle Forschung und Empfehlungen.

'Nach Beobachtungen des Robert-Koch-Instituts scheint sich die Rolle von Kindern und Jugendlichen bei der Ausbreitung des neuen Coronavirus zu ändern. Die Covid-19-Fallzahlen stiegen in allen Altersgruppen an, besonders stark jedoch bei Kindern und Jugendlichen, heißt es im jüngsten Online-Lagebericht des RKI.'

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/corona-zahlen-bei-kindern-und-ju…

Home-Schooling ist umfangreicher als Präsenz-Curriculum

Das verstehen viele nicht, die fern der Praxis sind.

Doch der Grund ist einfach nachzuvollziehen:

Im regulären Unterricht geht viel Zeit für den „Overhead“ drauf, den Unterricht zu organisieren, den Lehrstoff zu besprechen und zu erklären, schwächere Schüler zu unterstützen, etc. Deshalb schaffen Lehrkräfte fast nie 100% von dem was sie sich vornehmen, der Rest wird dann oft als Hausaufgabe aufgegeben.

Das alles entfällt im Home-Schooling.

Dort gehen die Lehrer offenbar davon aus das Schüler und Eltern zu Hause die „100%“ schon irgendwie hinkriegen und geben ZUSÄTZLICH noch weitere Aufgaben zur Vertiefung des Stoffs auf.

Dabei orientiert sich der Pflichtumfang der Arbeiten an den Schnellsten der Klasse.

Das Lehrerverbände hingegen es so darstellen, das der Unterricht „pandemiebedingt“ ausgefallen wäre, ignoriert das in Wirklichkeit hunderte bis tausende Arbeitsstunden durch Eltern und Schüler geleistet wurden.

Zum Teil sind Schüler jetzt „fitter“ als im Präsenzunterricht.

@ 09:13 von IBELIN

"Als wissenschaftlich aufgeklaerter Mensch kann man nur noch zusehen und versteht die Welt nicht mehr. Zu Beginn, vor 15 Monaten, haette ein einfaches Reiseverbot fuer Risikogebiete genuegt." Soso, wissenschaftliche Aufklärung sagt Ihnen, dass ein Reiseverbot in einem Land mit rundherum offenen grünen Grenzen ausreicht, eine Pandemie aufzuhalten. Ein Land, dessen Überleben von dem Warenaustausch mit seinen Nachbarländern und weiter entfernteren Ländern abhängt, dank globalisierter Arbeitsteilung sind wir überhaupt nicht isoliert überlebensfähig. Selbst extrem isolierte Länder wie Neuseeland haben immer wieder neue Fälle durch Einreisen, die dann sofort mit extremsten Maßnahmen (letztens völlige Blockade Aucklands wegen eines Falles) beantwortet werden müssen. Der Begriff "wissenschaftlich" ist leider nicht geschützt ...

41 % minus

Soeben berichtet die TS, dass Kinder im Lockdown mehr als 40 % weniger für die Schule arbeiten, als bei regulärem Unterricht. Ich halte das für so bedenklich, dass Schulschließungen eigentlich erst dann erfolgen dürfen, wenn auch produzierende Betriebe und Büros geschlossen werden.

Falsches Signal

Lehrer sind eben nicht großflächig geimpft, das betrifft nur die Grundschullehrer. An den weiterführenden Schulen ist dies aber nicht der Fall, zumindest nicht in NRW. Lehrerinnen und Lehrer befinden sich nach wie vor in Priorisierungsgruppe 3, wie noch letzte Woche Frau Gebauer bekräftigt hat.

@ Dr.Hans, um 09:33

Die Lehrer sind keineswegs "großflächig geimpft".

Wort des Jahres - Distanzunterricht

Ja die Zahl ist völlig willkürlich und auch völliger Quatsch! Oberstes Ziel sollte weiterhin sein die Schulen offen zu lassen! Nach einem Jahr Pandemie hat nicht mal jeder dritte Schule Zugang zur digitalen Welt! Wenn wir das Wort "Distanzunterricht" schon hören! Das gibt es nicht! Die wenigstens Schulen werden ab 165 dann schön munter am PC die Kinder zu Haus unterrichten. Es heißt dann Home Shooling oder Selbststudium oder Unterricht mit den Eltern oder einfach Freizeit, denn Bock hat keines der Kinder mehr auf diesen Quatsch. Wozu testen wir unsere Kinder (zumindest bei uns im Bundesland) alle zwei Tage, wenn sie dann doch in den Wechselunterricht müssen? So ein Schwachsinn, nichts hat Hand und Fuß und die Kinder verlieren wieder einmal das Recht auf Bildung während wir alle dabei zusehen. Jämmerlich ist das und ein Armutszeugnis für uns alle. Denkt an unsere Kinder und nach einem Jahr wird ja wohl mehr drin sein als den magischen Distanzunterricht!

08:55 von paganus65

>>165 kommt raus...
...wenn man Grenzwerte als politische Verhandlungsmasse ansieht: "Du willt 100, ich will 200... gut, ich kommt Dir entgegen: 175....neee? also gut, ich geb dir noch 10. sagen wir 165..."
<<

Dass um die Grenzwerte der Inzidenzen mittlerweile wie auf einem orientalischen Bazar gefeilscht wird, und den Leuten Glauben machen will, diese Zahl soll alles richten, das versteht kein Mensch mehr...

Was ist mit den Schwächsten der Gesellschaft?

Die Forderungen der Lehrerverbände und -Gewerkschaften werfen kein gutes Bild auf die Berufsgruppe der Lehrer.
Man gewinnt zuweilen den Eindruck, als sollten die Schulen am liebsten gar nicht mehr geöffnet werden.
"Schulen zu" - ist das das Einzige, was man nach über einem Jahr Pandemie gelernt hat? Wofür werden diese Institutionen denn bezahlt? Kann es da nicht auch mal kreative Lösungsvorschläge geben?
Unsere Kinder brauchen die Schule, und zwar nicht nur, um lesen und schreiben zu lernen. Die armen Seelen, die unsere Inkompetenz später ausbaden und teuer bezahlen müssen.

Sie können gerne einmal ein

Sie können gerne einmal ein paar Wochen meinen derzeitigen Arbeitsalltag mitverfolgen, dann schauen wir anschließend einmal, ob Sie immer noch so denken.

Wenn der Durchschnittswert ...

... in Deutschland gestiegen ist, wird nach oben angepasst.

Ob dieses der richtige Weg ist, muss ich echt bezweifeln.

Auf der einen Seite macht man über 100 alles dicht, doch die Schulen dürfen weiter bis 165 machen.

Anstatt gerade das Geschehen in engen, schlecht belüfteten, schlecht geschützten Räumen. Vor allem wo sich viele Menschen ansammeln einzuschränken.

Irgendwie treffen Maßnahmen oft nicht in "Schwarze"!

weil sie weniger infiziert sind!

und das ist Fakt! Denn wenn es so wäre, würden sämtliche Eltern ja auch flach liegen oder Corona weiter übertragen. Tun sie aber nicht.
Schulen und Kitas sind keine Infektionsherde! Sonst hätten ja die Gesundheitsämter schon Alarm geschlagen. Erst vor einigen Wochen habe ich von einem Landkreis die Info erhalten, dass die Schulen nur minimal bis gar nicht zum Infektionsgeschehen beitragen. Offen und ehrlich hat mir eine Mitarbeiterin in der Verwaltung berichtet wie es wirklich aussieht. mag sein, dass es in den Großstädten anders ist, aber auf dem Land nicht. Lasst also die Kinder da raus und haltet lieber mal Abstand im Supermarkt.

@ 09:35 von vriegel

Wissenschaftliche Erkenntnisse über ein Virus haben in einer Zeit vieler Mutationen nur ein geringes Haltbarkeitsdatum. Waren die Erkenntnisse der DGPI vor oder nach dem Auftreten von B.1.1.7? Derzeit schlagen gerade die Pädiater Alarm - zumal wir noch sehr wenig über die Langzeitfolgen einer Infektion (long-CoViD) bei Kindern wissen ... Wollen wir wirklich das Risiko eingehen, eine ganze Generation langfristigen Gesundheitsschäden auszusetzen?

09:19 von Egleichhmalf

«Ich bin mit mehr als einem Dutzend Lehrern gut befreundet, und da sieht es wirklich nicht einer so, dass - egal wie schlimm das Infektionsgeschehen auch immer ist - sie letztlich ihr Leben aufs Spiel setzen mögen, nur damit Schulen geöffnet bleiben. Da wären die ja auch schön dumm.»

Andere Länder setzten andere Impfprioritäten.
Mit "andere" meine ich hier Südkorea und Japan.

In beiden Ländern ist die Prioritätsgrupppe No. 1 Medizinisches Personal + Lehrer + Erzieher. In Gruppe No. 2 dann Menschen ab 65 Jahre Lebensalter + Polizei + Feuerwehr. In JAP in der Gruppe auch noch "Geistig Behinderte", die Corona + Vorsichtsmaßnahmen nicht so recht verstehen, nicht wissen, wie sie sich verhalten sollen.

Impfquote in beiden Ländern ist bisher gering.
In Japan ± 1%, in Südkorea ± 2%.
Aber Priorisierung macht deutlich, in welcher Art man sich vorstellt, gesellschaftlich besonders relevante Bereiche zu schützen, weit gehend funktionsfähig zu erhalten. Kinder kann man ja noch nicht impfen.

Danke!

...für die wahren und ehrlichen Worte! Erschreckend, dass nicht mal Unterschiede zwischen Grundschulen und weiterführenden Schulen gemacht werden. Mit zwei Kindern an einer Grundschule (erste und dritte Klasse) ist es ein Schlag ins Gesicht aller Eltern, die wieder vor einer Katastrophe stehen und sich nicht mal von der ersten erholen konnten. Wir testen zweimal die Woche und das ist das Ergebnis. Lasst die Grundschulen auf, gebt den Kindern eine Stimme!

@ Clausewitz, um 08:52

Wenn Sie verraten hätten, wem Sie da 100 Prozent beipflichten, könnte man vielleicht in Ihren Applaus einstimmen - oder Ihnen widersprechen... :-)

Wenn's mit Testen endlich klappen würde

... ist es egal, ob 165 oder 200. Ich bin sogar sicher, dass die Schulkonzepte noch mehr vertrügen - aber der ÖPNV nicht! Das IST die Quelle. Und immer sind in Bussen keine riskanten Sitzplätze gesperrt (sogar Kirchen können das), die Lüftung ist mikrig und die Verweildauer meist über 15min. Und immer wieder voll besetzte Busse und - wie in Stuttgart - Wagenführer, die mit maskenlosen Passagieren losfahren. Hausrecht nutzen, Aussteigen erzwingen! Genauso wie in Supermärkten wieder der Schlonz Einzug gehalten hat: keine Hände-Desinfektion aber Gemüse anfassen? Und die Gassen werden eingeengt, von wegen Aufsteller. Die C-App kann man getrost löschen, denn eine Info nach NEUN Tagen ist barer Blödsinn - da ist man fast schon wieder gesund - und soll dann für 14 Tage in Q? Wozu??? Unsere Recken haben seit Anbeginn keinerlei Systematik zu Eindämmung - nur monoton: Zumachen. "Wir haben ja reagiert" - nein, im Falle der Schulen nur Exkremente gebastelt.

Dann auch gleich die Altersheime schließen

Da muss man sich doch wirklich fragen ob dieser Lehrerverband sein Berufsbild verstanden hat.
Mal ganz davon abgesehen dass Lehrer und Erzieher in den besonderen Genuss einer vorzeitigen Impfung kommen, könnte man doch glatt argumentieren dass Kinder (deutlich) weniger ansteckend sind. Schulen sind bisher nicht als die großen Treiber aufgetreten. Und wenn man sich die Aussagen zu den deutlich höheren Inzidenzen bei Kindern "hinreden" möchte, würde sich die geringere Ansteckungsgefahr durch Kinder bestätigen da ja sonst auch die Inzidenzen der anderen Altersgruppen höher sein müssten (ein Kind könnte theoretisch 1-2 Erwachsene anstecken was ja anscheinend nicht passiert).

naja, die Kinder gehen ja

naja, die Kinder gehen ja nach der Schule nach hause... da sind Eltern/ Familie... die gehn dann arbeiten... usw.
Ich denke auch dass der Wert gleich sein muss. Kinder erkranken zwar nicht aber tragen das Virus zu den Erwachsenen/ Älteren

Meidinger sagte, er habe kein

Meidinger sagte, er habe kein Verständnis dafür, warum man bei Schulen einen anderen, gröberen Maßstab anlege als in anderen Bereichen der Gesellschaft.

Das könnte daran liegen, dass Schule bei weitem wichtiger ist als so manch anderer Bereich der Gesellschaft.
Ich frage mich, warum man diesem Lehrerverband und im Besonderen diesem Meidinger so viel Platz in den Medien einräumt. Die Lehrer haben ihre vorgezogenen Impfungen bekommen und sollten ganz allmählich mal anfangen, die Belange ihrer Klientel in den Blick zu nehmen.

@ Möbius um 9.37 Uhr, Regelungen bitte nicht hintertreiben

"Inzwischen müsste ja auch der letzte Fan der Entscheider aus der Politik gemerkt haben, das die Entscheidungen völlig willkürlich getroffen werden.
Warum „165“ und nicht „157“ oder „203“?"

Wenn man verbindliche Reglungen haben will, muss man einen Wert festsetzen. Dazu lässt man sich von Fachleuten beraten, so, wie es die Bundesregierung tut.

Dass sich dann einzelne unbelehrbare BildungsministerInnen ind SenatorInnen darüber hinwegsetzen, wie es jetzt wieder der Fall ist, sollten Sie anprangern. Verbindliche Regelungen der Bundesregierung sollten nicht immer wieder aufgeweicht werden, sonst hat die Bevölkerung kein Verständnis für Richtwerte, so wie das auch bei Ihnen auch der Fall zu sein scheint.

@DeHahn - Kinder und Jugendliche müssen unterschieden werden

08:35 von DeHahn:
"Mir ist noch nie einleuchtend gewesen, warum Kinder weniger Viren übertragen sollten, als Erwachsene. Seit einem Jahr konnte 'die Wissenschaft' diese Frage nicht richtig klären. Warum nur?"

Richtig erklärt ist es erst, wenn Sie es auch verstanden haben, oder? Ich will mal mein Glück versuchen. :)

Die Beobachtungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass eine Coronainfektion bei Kindern meist symptomlos verläuft. Das spricht für eine geringe Virenlast im Körper. Da die Symptomlosen die Viren auch nicht aushusten oder -niesen, stellen sie für andere eine geringere Ansteckungsgefahr dar, als es beispielsweise ein symptomatisch infizierter Erwachsener tut.

Grundsätzlich müssen wir aber zwischen (Klein)Kindern und Jugendlichen unterscheiden. Jugendliche haben mehr Kontakte und zeigen auch eher die typischen Coronasymptome. Die sind also ansteckender.

Das müsste bei der Diskussion um die Schulschließungen berücksichtigt werden.

Am 20. April 2021 um 09:08 von Bender Rodriguez

Zitat: Schule zu weil im Altersheim die zahlen steigen?

In unserem Landkreis, so konnte ich heute in der Regionalzeitung lesen, kommen verstärkt Fälle in Schulen vor, aber schon länger nicht mehr in Altenheomen.

@Muckelchen. Was haben

@Muckelchen. Was haben Schulschliessungen mit Ramadan zu tun? Genau nichts. Genauso wenig verraten die Lehrer die Schüler. Gehts auch mal ne Nummer kleiner. Online Unterricht funktioniert an vielen Schulen gut. Wo das nicht so ist den Schulleiter , den Elternbeirat informieren, oder das Schulamt. Hier meckern bringt nichts. Das Schachern um Inzidenzwerte als Indikator für Schulschliessungen finde ich auch unwürdig. Die Frage, ob Kinder und Jugendliche weniger ansteckend sind wie Erwachsene, hat sich wohl mit den Mutationen geklärt. Verstehe alle, vor allem Eltern von Grundschulkindern, dass die Situation sehr schwer ist. Natürlich fehlen die sozialen Kontakte. Bis ein Großteil der Bewohner Deutschlands durchgeimpft sind werden wir wohl noch etwas Geduld brauchen, leider.

Schulen müssen offen bleiben

Kinder sind unsere Zukunft!

Bei den ganzen Tests in Schulen (die ich für grundsätzlich richtig halte), wird der Wert von 165 ruckzuck erreicht sein und Kinder dauerhaft wieder zuhause sein.

Aber statt dessen darf man in der neuen Version jetzt doch bis 24 Uhr "joggen". Sehr realistisch, illegale Parties auf diese Weise zu unterbinden...

In diesem Land läuft gerade gar nichts mehr richtig... Unfassbar.

Das Klagen der Lehrer

Weder die GEW, noch der Realschullehrerverband und auch nicht Heinz-Peter Meidinger sind befähigt Inzidenzwerte zu bewerten. Daher verstehe ich nicht, warum Medien und offenbar auch die Politik auf die Lehrerverbände hören.
Tatsächlich fehlt dem Klagen der Lehrer jede Indikation.
Das Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz und die Uni Heidelberg haben festgestellt, dass es nur bei 0,4% der infizierten Schüler zu einer Übertragung auf einen Lehrer kommt. Damit braucht es durchschnittlich 250 infizierte Schüler an einer Schule, um einen Lehrer zu infizieren. Dieses Risiko ist zumutbar und fundamental geringer, als es viele Lehrer wahrnehmen.

Ni Hao an die Moderation

Während Lehrer Arbeitsplatzsicherheit und 100% Besoldungsanspruch genießen und möglichst keinen Kontakt zu Schülern ausgesetzt sein wollen, verdoppelt sich 2020 und 2021 die Zahl der Schulabbrecher von 105000/a auf 220000/a. Wie das Leben dieser Kinder laufen wird, man will es sich nicht vorstellen.

Statt nun also die heroischen Pädagogen zu impfen, um diese in die Lage zu versetzen, ein Schulgebäude zu betreten, werden von der Bundesregierung im Rahmen von "Modellprojekten" mehrere tausend Impfdosen an die Betriebsärzte von DAX-Konzernen wie BASF vergeben.

Tests für Arbeitnehmer sind aufgrund der Einrede einer Körperverletzung freiwillig, Kinder müssen sich mancherorts das Stäbchen 2x/Woche an die Schädeldecke rammen lassen, da Sie sonst nicht zur Schule dürfen.

Solidarität wird von den Kindern gefordert, ohne Ihnen etwas zurückzugeben. Eiskalt wird die Zukunft der Kinder geopfert. Wie immer zahlen die schwächsten der Gesellschaft den Preis. Die Politik sollte sich schämen.

@vriegel - Aufwand rechtfertigt den „Ertrag“ kaum

Da Sie ja Kinder als "Ertrag" sehen

dgpi.de/stellungnahme
Stand 13. April 2021 in der Altersgruppe der 0-9-Jährigen waren dies 12 Todesfälle,
in der Altersgruppe der 10- bis 19-Jährigen 5 Todesfälle,
wobei insgesamt 3 Fälle noch nicht validiert waren.

@09:33 von wolf 666

>> Eine Kaste wie sie im Buche steht,
>> abgeschottet und eingemauert in ihrer
>> eigenen Blase der Wohlstandssicherung.

Würden Sie Zynismus bitte auch als solchen kennzeichnen? oO

Der Inzidenzwert ist eigentlich uninteressant.

Wichtig wäre, die Zahl der täglichen Todesopfer zu senken. Und zwar so nahe an Null wie möglich.
Allein das muß der zugrundegelegte Wert zur Wirksamkeit aller Maßnahmen gegen Corona sein.
Bestimmte Gruppen in der Politik wollen aber lieber das Renteneintrittsalter erhöhen, um das Fachkräftereservoir zu erhalten, anstatt die vorhandenen Fachkräfte vor dem tatsächlichen Aussterben durch Corona zu bewahren.
Selbst der Mangel an (Fachkräfte)Nachwuchs wird beklagt, doch der Schutz des aktuellen Nachwuchses wird nicht einmal ansatzweise adäquat vollzogen, obwohl er technisch leicht machbar wäre, wenn endlich in jedes Klassenzimmer, jeder Kigaraum und im ÖPNV vernünftige technische Lüftungskonzepte installiert würden.
Aber auch nach über einem Jahr Pandemie lässt man lieber erst die Alten, nun die älteren Fachkräfte und bald auch Kinder sterben, die allerdings auch alle von Longcovid bedroht sind, sollten sie eine Infektion vorerst überstehen.

08:52 von dr.bashir

«Und die Schulen? Die sind ja kein Pandemietreiber hören wir seit einem Jahr. Wen dem so wäre, bräuchten wir keine Tests und keine Schließungen.»

Die Schließung der Schulen im Frühjahr 2020 war verständlich und richtig. Die Kinder fanden das doof, aber auch sie hatten Verständnis und Einsicht, dass es nicht anders geht, wenn man noch so wenig über Virus und Verbreitungswege wusste, wie es zu der Zeit war. Einige Wochen oder wenige Monate war (bis auf die Abschlussklassen) trotz ungewohnter Situation + Mehrbelastung für die Eltern in den meisten Familien auch kein Drama.

Alles, was von Seiten der Entscheider danach zu Schulen kam … ist bis heute eine einzige Katastrophe. Gar nicht einfach, den richtigen Weg zu finden. Armselig, im Frühjahr 2021 immer noch so planlos daher zu eiern.

Niemand setzt Prioritäten, niemand geht auf die Suche nach Beitrag der Schulen. Niemand scheinen Kinder wichtig, das Familienministerium ist nicht mal permanenter Bestandteil in den Beratungsgremien.

@09:41 von vriegel

>> Und man unterhält sich ja auch mit den
>> Lehrerinnen. Zumindest mit denen, die
>> rational denken.

Mit "rational denken" meinen Sie Lehrer, die nicht von IHRER (subjektiven) Meinung abweichen? oO

Auch wenn ich mir hier

mit meinem Kommentar nicht unbedingt Freunde machen werde: vom Lehrerverband hört sich das eher so an: "Wenn die Anderen zu Hause bleiben, wollen wir das auch.." Eine Inzidenz von 165 erscheint mir dennoch an den Haaren herbeigezogen- wie kommt die Regierung überhaupt auf solche Zahlen?!

09:30 von pemiku

>>Lehrerverband kritisiert...
Jeder meint´s gut; doch jeder meint´s anders gut.
Dieses Gezerre in alle möglichen Richtungen wird immer unerträglicher.
Nur Merkel, Lauterbach und die anderen Hardliner haben die Pandemie immer wieder richtig eingeschätzt.
Was hilft uns die beste Demokratie, wenn man darin NICHT in der Lage ist, an einem Strang zu ziehen ???
<<

Dem schließe ich mich vollumfänglich an. Das ist auch mein Empfinden, hier im Forum das beste Beispiel: jeder meint es anders gut. Daraus lässt sich schließen, das eine einheitliche Meinung niemals zustande kommen kann...

Am 20. April 2021 um 09:38 von Adeo60

"Der Inzidenzwert von 165 erscheint mir ambitioniert, aber nicht grds. falsch. Richtwerte wie dieser sind einfach wichtig. Sollte sich die Corona-Situation verschärfen, müsste auch dieser wert angepasst werden."

Nope, falls man sich auf den Inzidenzwert einig, dann sollte man genau überlegen, was man mit dieser Maßnahme erreichen will und auch kann. Der Wert ist dann auch unabhängig von einer potentiellen Mutation... ansteckender, dann ist der Wert schneller erreicht und die Schulen machen zu, nicht so ansteckend, dann bleiben die Schulen halt auf weil die 165 nicht erreicht werden.

@09:33 von Dr.Hans

Die Aussagen des Herrn Meidinger sind unverständlich, da die Lehrer als Risikogruppe großflächig geimpft sind.
Das stimmt so nicht. Grundschullehrer und KITA-Erzieher sind zwar vorgezogen worden. Wie viele von denen nun eine erste(!) Impfung haben? Von vollständigem Impfschutz ganz zu schweigen.
Für die Lehrer der weiterführenden Schulen gab es noch keine Impfung.

Am 20. April 2021 um 09:47 von Ritchi

Zitat: Die Schüler werden jetzt zweimal die Woche getestet, die Lehrer sind geimpft. Bessere Voraussetzungen kann man kaum haben für eine geringe Weiterverbreitung des Virus.

Ist Ihnen nicht der Fall im Dortmunder Klinikum bekannt?

Die WAZ berichtet: "Ein Besucher mit falsch-negativem Schnelltest-Ergebnis hat im Klinikum Dortmund einen Corona-Ausbruch ausgelöst. Mittlerweile seien 26 Infektionen - 18 Patienten und acht Mitarbeiter - auf den Vireneintrag zurückzuführen, sagte ein Sprecher des Klinikums am Montag."

Soviel zu den Tests als Allheilmittel.

09:38 von Adeo60

«Der Inzidenzwert von 165 erscheint mir ambitioniert, aber nicht grds. falsch. Richtwerte wie dieser sind einfach wichtig. Sollte sich die Corona-Situation verschärfen, müsste auch dieser wert angepasst werden.»

Inzidenzwerte von 100 … 165 … 200 … sind Rumgetüddel ohne Sinn im Ziel von Besserung der Lage und Stabilisierung. Viel zu hoch. Man setze sich einen Zielwert … und dengele den nicht ständig rauf oder runter wie das Sonderangebot im Schnäppchenmarkt.

Das einzige, was man so erreicht, ist, dass allen der miese Spuk noch möglichst lange erhalten bleibt. Und im Fall Schule den Kindern weiterhin Verlässlichkeit vorenthalten wird. Die glauben schon jetzt nicht mehr dran, dass die Erwachsenen zu Corona was auf die Reihe kriegen. "Die Verschiebemasse Kinder" … deren Belange untergehen, und außer Eltern und Verwandten auch niemand zu wirklich zu interessieren scheinen.

Alle sagen, sie wollen Schulen offen halten.
Mit planlosem Inzidenz Ping Pong wird das aber niemals was.

Ein

Grenzwert von 165 ist ein Witz. Schulen erst ab diesem Wert zu schließen, ist viel zu spät.
Bei uns im Landkreis liegt, bei einer Gesamtinzidenz von 180, die Inzidenz in der Gruppe der 5-14jährigen bei 240.
Wenn schon, dann muss man die Schuldschliessungen an solchen spezifischen Werten festmachen.

Schulen sind sowieso nie zu - Notbetreuung

In Kitas und Schulen sind im Schnitt sowieso deutlich mehr als die Hälfte der Kinder anwesend. Es ist also mehr ein Placebo, das mit den Schulschließungen.

Ansonsten ist auch schon alles mehrfach gesagt worden. Schulen sind für Kinder systemrelevant und sollten daher nicht geschlossen werden.

Das es funktioniert sieht man an Schweden. Dort sind alle Schulen bis Klasse 9 immer offen gewesen.

Und an Schweden sieht man z. B. auch, dass höhere Inzdenzen keineswegs automatisch zu mehr Patienten auf Intensiv führen.

Es zeig vielmehr, dass die Inzidenz für sich gesehen eher ein unbrauchbarer Wert ist.

Pauschal Schulen schließen bei 165 ist völliger Unsinn.

Die Politik sollte sich nicht von Umfragen und Überängstlichen leiten lassen.

Mit Helmut Schmidt oder Friedrich Merz statt Merkel wäre das wohl nicht passiert.

@Ritchi

Mein Sohn besucht die 9. Klasse Realschule. Der Online Unterricht ist alles andere als unterirdisch. Allerdings kann das wo anders durchaus so sein. So zeigt sich, dass die eigene Erfahrung im kleinen Kreis selten Allgemeingültigkeit besitzt.

@10:04_weingasi1 - Antwort auf Falschaussagen

"Dem von Ihnen bis vor ein paar Tagen gern angeführten Prof. Ioannidis hat man ja mittlerweile seine Studie weitgehend widerlegt."

Ioannidis hat zum 26.3.2021 eine neue Studie veröffentlicht und da ist gar nichts wiederlegt. Im Gegenteil. International richten sich immer mehr Länder danach und öffnen.. Nur in Deutschland ignoriert man das und versucht Ioannidis zu difamieren. Dabei ist doch schon klar zu sehen, dass die Modellierer inzwischen vollkommen daneben liegen.

"Ich kann nicht glauben, dass es Ihnen entgangen sein sollte, dass Kinder zwar meist nicht selbst erkranken, wohl aber die Familien infizieren."

Kinder, insbesondere Kita und Grundschule, infizieren nur selten Erwachsene. Und auch die Eltern der Kinder sind nur in Ausnahmefällen Hochrisikogruppe. Also weitgehend auch nicht gefährdet. Warum versuchen Sie immer wissenschaftlichen Erkenntnissen zu widersprechen?

@tagesschlau2012 - Warum sinkt Sterblichkeitsrate

Das können Sie anhand der schon getätigten Impfungen von Risikogruppen ableiten.

Darum kann man auch den Indizwert anheben.

Für Kindern & Jugendlichen müssen erst einmal die Zulassungstests
durchlaufen werden um zu impfen.

Was hier auch viele Quertreiber verkennen , sind die vielen
Ärzte/inen welche aufgrund infizierter Kinder ihre Praxen schließen müssen.

Das betrifft uns dann alle und bremst das durchimpfen aus.

@10:14_Jacko08 08:55 - Inzidenzen sind vernachlässigbar

Offener Brief von Stöhr /Krüger an die Bundestgsfraktionen (Krüger ist der Vorgänger von Drosten):

"Inzidenz..Dieser Wert gibt- aufgrund der durchaus erwünschten Ausweitung von Testaktivitäten - zunehmend weniger die Krankheitslast in der Gesellschaft wieder. Zudem unterliegt dieser Wert zunehmend schwankenden Erfassungswahrscheinlichkeiten, die völlig unabhängig vom eigentlichen Infektionsgeschehen sind.

2.Bewertungsgrundlage...sollte nicht die Inzidenz der Infektionen sein, sondern vielmehr die Häufigkeit der Erkrankungen und .., also insgesamt die Krankheitslast. Die Krankheitslast berücksichtigt unter anderem Hospitalisierungen, krankheitsbedingten Arbeitsausfall, Behinderung und verlorene Lebensjahre.

..massive Einschränkungen der Freiheitsrechte mit gravierenden Auswirkungen auf Wirtschaft, Kultur und die körperliche und seelische Gesundheit erfolgen müssten, wenn längst weniger krankenhauspflichtige Erkrankungen als während einer durchschnittlichen Grippewelle resultierten.

@10:17_Autograf- wissenschaftliche Erkenntnisse

"Wissenschaftliche Erkenntnisse über ein Virus haben in einer Zeit vieler Mutationen nur ein geringes Haltbarkeitsdatum. Waren die Erkenntnisse der DGPI vor oder nach dem Auftreten von B.1.1.7? Derzeit schlagen gerade die Pädiater Alarm - zumal wir noch sehr wenig über die Langzeitfolgen einer Infektion (long-CoViD) bei Kindern wissen"

das ist mit B 1.1.7!

LongCovid spielt im Promillebereich eine Rolle. In Summe trotzdem viele Menschen.

Trotz Mutationen, die ja natürlich sind und nicht unerwartet kommen, gibt es keine Notwendigkeit Maßnahmen anzupassen, siehe Covid-Strategie.de

Im Moment sind wir in der Endphase der Pandemie. Sehr viele, die noch nicht infiziert waren oder durch die erste Infektion vollständig immun waren, werden jetzt immunisiert. B 1.1.7 ist quasi "mustergültig" infektiöser, aber nicht gefährlicher.

Daher scheint es "optisch" mehr Infizierte Jüngere zu geben. 70 Mio U70 vs 13 Mio Ü70... Ü 70 viele Geimpft, daher "mehr" U 70.

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