Ihre Meinung zu: Chauvin-Prozess in den USA: Die Anwälte haben das Wort

19. April 2021 - 8:21 Uhr

In Minneapolis geht das Verfahren gegen den ehemaligen Polizisten Derek Chauvin wegen des Todes von George Floyd in die entscheidende Phase: Die Schlussplädoyers von Staatsanwaltschaft und Verteidigung stehen an. Von Julia Kastein.

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Kommentare

Nicht das System, sondern einzelne Polizisten

"Keine Waffen für Polizisten in diesem rassistischen System"

Und wer würde den höchsten Preis zahlen, wenn entwaffnete Polizisten bis an die Zähne bewaffnete Gangster gegenüberstünden? In anderen Worten, wenn die Menschen in den Innenstädten diesen schutzlos ausgeliefert wären.

Nicht das System, sondern einzelne Polizisten sind ein Problem.

unter anderem angeklagt wegen Mord zweiten Grades (im deutschen Recht entspricht das am ehesten Totschlag)

Aber vom Strafmaß her im deutschen Recht eindeutig im Bereich Mord.

Hmm....

"Maxine Waters, schwarze Bürgerrechtsveteranin und Kongressabgeordnete aus Kalifornien ist extra für das Prozessende angereist - und hat wie die meisten hier eine ganz klare Erwartung: Derek Chauvin, der weiße Polizist, unter anderem angeklagt wegen Mord zweiten Grades (im deutschen Recht entspricht das am ehesten Totschlag) soll schuldig gesprochen werden. Und wenn nicht, droht Waters dann noch, dann müsse weiter demonstriert werden - noch aktiver, noch konfrontativer. "Damit sie verstehen, dass wir es ernst meinen."

Also, Sie gehört dem Kongress an, und ist nicht überzeugt dass das Gericht ein faires Urteil spricht? Aber nur dann, falls er nicht schuldig gesprochen wird?

Bei euch ihr Herr'n kann man das das Wesen

Gewöhnlich aus dem Namen lesen.

Scherz beiseite, das er denselben trägt wie eine Französische Theaterfigur, nach der ein gewisser, durch diese repräsentierter, Habitus benannt ist , kann er erstmal nichts.

Aber er scheint ja versucht gewesen zu sein dem Namen Ehre zu machen.

Aber Chauvinismus ist eigentlich nicht Positiv belegt

Demonstrieren, wenn das Urteil nicht nach dem eigenen Wunsch aus

Ja, kann man so machen: Wenn die Richter / Geschworenen nicht so entscheiden, wie man selbst das will, dann muß man mehr demonstrieren "damit die merken, daß wir es ernst meinen".
Das ist das Problem mit "Aktivisten": So richtig es oft ist, wofür sich "Aktivisten" einsetzen, so falsch ist oft deren Rechtsstaatsverständnis: "Ich bin moralisch überlegen und deswegen darf ich mich über das Gesetz stellen!"

Dem Ziel, in diesem Fall Reduktion unangemessener Polizeigewalt, vor allem gegen Schwarze, erweisen solche "Aktivisten" oft einen Bärendienst.
An dieser Stelle frage ich mich auch oft, warum in der Berichtserstattung "Aktivisten" sehr positiv dargestellt werden und nicht in der ganzen Ambivalenz ihres Tuns. Und die Einflußnahme auf das Gericht zu versuchen, ist mindestens ambivalent. Ich sehe es eher als Verstoß gegen rechtsstaatliche Prinzipien an.
Aber: Ausufernde Polizeigewalt ist dennoch nicht zu rechtfertigen und muss - rechtsstaatlich - bekämpft werden.

Naja, ob bei diesem öffentlichen Druck

ein halbwegs objektives Urteil möglich ist, sei mal dahingestellt. Die Drohung, wenn es zu keiner Verurteilung im Sinne der Demonstranten kommt "konfrontativ" zu agieren, ist nicht geeignet, den Rechtsfrieden zu erhalten.
Die Politisierung von Strafprozessen ist immer ein gefährlicher Vorgang.

Eins ist mir völlig unklar

Es gibt faule Äpfel im Polizeidienst, das ist in den USA so das ist hier so...

Was mir schleierhaft ist, warum die überwiegende Mehrheit der Polizisten/innen sich nicht deutlicher von eben dieses distanziert und sich nicht vehementer dabei vorgehen sie aus ihren Reihen zu entfernen.

Ist es dieser Korgeist wirklich wert, dass einige wenige das Ansehen aller beschädigen?

Mal abgesehen davon, dass die negativ Beispiele selbst ja schon gegen den Korgeist verstoßen indem sie Ihre Kollegen schlecht aussehen lassen...

Besonders in den USA gilt, das Problem wird niemals besser werden, wenn Rassisten auf einem Machttrip genau wissen, dass in den seltensten Fällen zur Rechenschaft gezogen werden solange sie nur eine Uniform tragen.

Dies gilt in alle Richtungen... wer andere Vorverurteilt, ist Teil des Problems.

Mal schauen...

... was die Anwälte vom
Derek Chauvin hervorbringen, um die Geschworenen zu der Entscheidung bewegen, ihn nicht wegen Mordes, sondern „nur“ wegen Totschlags zu verurteilen.
Grauenhaft, was da in den USA schon seit Ewigkeiten bzgl. Polizeigewalt, Kriminalität, Diskriminierung etc. abgeht „im Land der unbegrenzten Möglichkeiten“, und es ist kein Ende in Sicht (egal wer dort politisch an der Macht ist).
Hoffen wir, dass es bei uns nie soweit kommt!

Es wäre sicherlich mal interessant

eine Statistik dazu zu bekommen, wie viele Polizisten und Polizistinnen, egal welcher Hautfarbe, pro Woche oder Tag in den USA von Straftätern verletzt oder getötet werden. Wenn sie sich, im Wissen um die Gefahr, selbst Opfer zu werden, so mancher und manche dieser Menschen übertrieben und ggf. auch falsch verhält, wird dies ziemlich platt als "Rassismus" gewertet. Leider auch von uns, den Zuschauern in Europa. So mancher sollte mal Streifendienst in den USA machen und sich dann nochmal äußern dazu. Dann wäre auch das Wohlwollen gegenüber den "Aktivisten", die, soweit man sehen kann, sehr oft selbst im strafrechtlich relevanten Bereich agieren, etwas gebremst. Die Forderung, im Waffenland USA die Polizei zu entwaffnen, sagt alles.

audiatur et altera pars

Natürlich ist es bedauerlich, wenn ein Mensch zu Tode kommt.

Aber die veröffentlichte Meinung ist wieder sehr einseitig.

Es steht ja fest, dass Herr Floyd versucht hat, sich der Festnahme zu entziehen. Und das ist in den USA wirklich eine sehr schlechte Idee. Man kann davon ausgehen, dass jeder, der sich einer Festnahme durch Polizeibeamte in den USA zu entziehen versucht, massive Gegenreaktionen zu erwarten hat - ja, völlig unabhängig von der ethnischen Zugehörigkeit.

Es muss auch aufgeräumt werden mit der verzerrten Darstellung in den Medien, dass nur und ausschließlich PoC bei Polizeieinsätzen zu Tode kommen würden. Nach Angaben von Statista kamen seit 2015 bei Polizeieinsätzen 1448 Schwarze um. Im gleichen Zeitraum kamen 2786 weiße Menschen bei Polizeiumsätzen ums Leben.

Das sind Fakten. Aber den Ideologen gleich welcher Couleur sind Fakten egal.

@ sonnenbogen, um 09:03

Wenn Sie sich Ihren Kommentar noch einmal unvoreingenommen (ist schwierig) durchlesen werden Sie dessen Fragwürdigkeit feststellen.

Abgesehen davon:
Fanden Sie das Verhalten des Polizisten korrekt, so dass er straffrei bleiben sollte?

Natürlich geht es Ihnen nicht darum, ist klar.

um 09:03 von sonnenbogen

Hmm....
"Maxine Waters, schwarze Bürgerrechtsveteranin und Kongressabgeordnete aus Kalifornien ist extra für das Prozessende angereist - und hat wie die meisten hier eine ganz klare Erwartung: Derek Chauvin, der weiße Polizist, unter anderem angeklagt wegen Mord zweiten Grades (im deutschen Recht entspricht das am ehesten Totschlag) soll schuldig gesprochen werden. Und wenn nicht, droht Waters dann noch, dann müsse weiter demonstriert werden - noch aktiver, noch konfrontativer. "Damit sie verstehen, dass wir es ernst meinen."

Also, Sie gehört dem Kongress an, und ist nicht überzeugt dass das Gericht ein faires Urteil spricht? Aber nur dann, falls er nicht schuldig gesprochen wird?
--------------------
Die ganze Welt konnte die Tat am Bildschirm verfolgen. Frau Waters hat Recht, nur ein Schuldspruch ist ein faires Urteil.

Problem auf beiden Seiten

Ich sehe das Problem auf beiden Seiten. Die Befürworter einer milden Strafe blenden die unverhältnismäßig lange Einwirkung des Polizisten aus. Die Befürworter einer harten Strafe blenden den starken Widerstand bei der Festnahme aus.

Richter und Geschworene vor Ort die ausführlich beide Seiten gehört haben, werden es schon richtig machen.

Gerechtes Urteil

Es muss ein gerechtes Urteil geben, das für US-Bürger nachvollziehbar sein wird. Vermutlich
läuft es zumindest auf Totschlag hinaus.

Fast 9 Minuten auf dem Hals von George Floyd gekniet

Derek Chauvin hat fast 9 Minuten auf dem Hals von George Floyd gekniet und hat ihn erstickt. Dafür gab es keine polizeitaktische Begründung. Das war Totschlag oder Mord.

Es ist dieser Akt überbordender Gewaltanwendung, der vor Gericht verhandelt wird.

09:22 von derdickewisser | Das Töten von Bürgern noch mehr

'Die Politisierung von Strafprozessen ist immer ein gefährlicher Vorgang.'

Das Töten von Bürgern durch nicht zu rechtfertigende Gewalt durch einen Polizisten, der das Tragen der Marke nicht verdient, ist viel gefählicher.

Derek Chauvin bekommt seinen fairen Prozess.

9:03 sonnenbogen

"also sie gehört dem Kongress an, und ist nicht überzeugt, dass das Gericht ein faires Urteil spricht?......"

Tja man höre und staune. Man traut seinem eigenen Vorzeigerechtsstaat nicht so richtig. Ich hoffe die EU hat schon Sanktionen in petto falls das Urteil nicht so ausgeht wie gewünscht.

08:42 von Vielfalt. | Derek Chauvin, nicht das System

'Nicht das System, sondern einzelne Polizisten sind ein Problem.'

Genau. Deswegen steht auch der einzelne Polizist Derek Chauvin und nicht das System vor Gericht.

Die Demonstranten bringen ihre Meinung zum Ausdruck was sie in einem freien Land wie Amerika auch dürfen. Das Gericht spricht ein Urteil über den Täter und die Tat.

@sonnenbogen

"Hmm....

"Maxine Waters, schwarze Bürgerrechtsveteranin und Kongressabgeordnete aus Kalifornien ist extra für das Prozessende angereist - und hat wie die meisten hier eine ganz klare Erwartung: Derek Chauvin, der weiße Polizist, unter anderem angeklagt wegen Mord zweiten Grades (im deutschen Recht entspricht das am ehesten Totschlag) soll schuldig gesprochen werden. Und wenn nicht, droht Waters dann noch, dann müsse weiter demonstriert werden - noch aktiver, noch konfrontativer. "Damit sie verstehen, dass wir es ernst meinen."

Also, Sie gehört dem Kongress an, und ist nicht überzeugt dass das Gericht ein faires Urteil spricht? Aber nur dann, falls er nicht schuldig gesprochen wird?"

Steht nirgendwo, daß sie nicht erwarte, daß das Gericht ein faires Urteil spricht. Das legen Sie ihr in den Mund und daß sie einen Schuldspruch erwartet könnte daran liegen, daß sie den Prozess verfolgt hat. 8 Minuten auf dem Hals eines wehrlosen Menschen zu knien ist kein Versehen: "I can't breathe."

um 09:22 von derdickewisser

,,Naja, ob bei diesem öffentlichen Druck
ein halbwegs objektives Urteil möglich ist, sei mal dahingestellt. Die Drohung, wenn es zu keiner Verurteilung im Sinne der Demonstranten kommt "konfrontativ" zu agieren, ist nicht geeignet, den Rechtsfrieden zu erhalten.
Die Politisierung von Strafprozessen ist immer ein gefährlicher Vorgang."

Sie und die vorangehende Forumsgilde haben wohl kein großes Vertrauen in die US-Justiz, wenn Sie aus einer Ankündigung, die die berechtigte Wut auf einen 400 Jahre alten Mißstand mit seinen verwachsenen Strukturen in legaler und legitimer Weise ausdrückt, als Drohung und Nötigung von Staatsorganen sehen wollen.

Ein unabhängiges Gericht wird deshalb unabhängig, weil es sich nicht um eine politische Konsequenz der Entscheidungen kümmert.

Druck, das waren die über 100 Kilo Mensch, die über 9 Minuten auf dem Hals von George Floyd lasteten. Das ist, wenn Sie so (eher wohl nicht) wollen, Zeugnis und Schandmal für die
,,weiße Überlegenheit" (Überknietheit).

09:03 von sonnenbogen

Und wenn nicht, droht Waters dann noch, dann müsse weiter demonstriert werden
-
da sieht man wie man ne unabhängige Justiz einschätzt

09:19 von paganus65

Angesichts des vorliegenden Bildmaterials und der Zeugenaussagen ist eigentlich vollkommen egal, an was der Mann gestorben ist. Der Polizist hatte 9 lange Minuten Zeit sich seines Tuns bewußt zu werden. Tat er nicht. Er ermordete den Mann. Und da kann es nur ein Urteil geben.

'Und die Einflußnahme auf das Gericht zu versuchen, ist mindestens ambivalent. Ich sehe es eher als Verstoß gegen rechtsstaatliche Prinzipien an. '

Ordnungsgemäße Demonstrationen ohne Gefahr für die öffentliche Ordnung zu verbieten, wäre ein Verstoß gegen rechtsstaatliche Prinzipien.

Meinungsbekundungen außerhalb des Bannbereichs des Gerichts sind es nicht.

Was gibt es denn für

Was gibt es denn für vorsätzliche Mord für gewöhnlichn in den usa?
Das kann je nach Staat sehr negativ für den Täter werden.
Warum die Polizei solche Typen deckt und Staatsanwälte nicht abschreckende Strafen verhängen, versteht niemand.
Was wäre wohl passiert, hätte GF den Polizisten "aus versehen" gekillt?
Der wäre jetzt schon in death row.

Chauvin-Prozess

Ich würde mir wünschen, dass bei den Prozessen die Opfer mehr im Vordergrund stehen und nicht die vermeintlichen oder wirklichen Täter. Das könnte sich auch an der Überschrift ablesen lassen. Wäre es nicht angebrachter über den "George-Floyd-Prozess" zu sprechen?

Re: derdickewisser !

Natürlich kann ich verstehen, dass der öffentliche Druck sehr hoch ist. Leider passieren solche "Verbrechen" immer noch, weil bisher der Wille dies zu unterbinden, und die Polizei so qualifiziert aus zu bilden, nicht überall an gegangen wird. Auch die eigene Einstellungen von so manchem Polizisten ist mehr als fragwürdig, wenn er sich nur mit Hilfe, solcher brutaler Gewalt durch setzen will, gegen Afroamerikaner.
In diesem Prozess darf es nur ein Urteil geben, schuldig. Alles andere wäre ein Verrat an den Menschen und der Verfassung, die alle Menschen gleich stellt.
Es ist aber auch ein gesellschaftliches Problem, das sich immer und überall in den USA zeigt, zu viel Egoismus, kein Respekt und immer nur die Kohle !

Da kann man nur hoffen, dass

Da kann man nur hoffen, dass die Geschworenen tatsächlich anonym bleiben, ansonsten sind sie das Ziel von Angriffen, je nachdem wie der Prozess ausgeht von links oder rechts.
Unruhen sind leider fast schon vorprogrammiert, ganz gleich wie der Prozess ausgeht. Es gibt ja schon im Vorfeld Proteste.
Sei es, dass vonseiten der Bürgerrechtler Rassismus-Vorwürfe erhoben werden oder sei es dass von der anderen Seite Versuche gibt, dem Opfer die Schuld zu geben und das ganze als Hexenjagd darzustellen.

Da kann man nur hoffen, dass es zu keinen Unruhen kommt.
Wenigstens giest der aktuelle US-Präsident nicht durch Beleidigungen Öl ins Feuer oder hetzt die Bevölkerung durch Lügen auf...

@derdickewisser um 09:34

Prinzipiell bin ich Ihrer Meinung, dass es ein äußerst schwieriger Beruf ist, in den USA Polizist zu sein - bei dieser Gewaltbereitschaft und Bewaffnung Krimineller.
Aber: in diesem Fall geht es jedoch darum, dass der Polizist den am Boden liegenden Farbigen so lange die Luftzufuhr unterbunden hat, bis er erstickt war; zuvor hatte dieser ja noch gesagt, er könne nicht atmen. So was kann ich absolut nicht mehr mit der allgemeinen Situation entschuldigen! Ich verstehe auch nicht, warum die anderen Polizisten, die dabei waren (man sieht es ja auf dem bekannten Video), dies nicht unterbunden haben - wahrscheinlich sind sie „aus dem gleichen Holz geschnitzt“ wie der Derek Chauvin.

@Einfach Unglaublich um 09:50

>den Ideologen gleich welcher Couleur sind Fakten egal.<

Quot erat demonstrandum

>Nach Angaben von Statista kamen seit 2015 bei Polizeieinsätzen 1448 Schwarze um. Im gleichen Zeitraum kamen 2786 weiße Menschen bei Polizeiumsätzen ums Leben.<

das macht, laut Statista:
35 getötete Schwarze pro Mio Einwohner
vs
14 getötete Weisse pro Mio Einwohner.

Damit ist das Individuelle Risiko für einen Schwarzen von einem Polizisten getötet zu werden 2,5 mal so hoch wie Für einen Weissen.

Zahlen können Lügen wenn man sie in Dumme Fakten verwandelt.
Danke für ihre Demonstration der Mechanik.

@ 10:10 von MRomTRom

Genau. Deswegen steht auch der einzelne Polizist Derek Chauvin und nicht das System vor Gericht.

Ja, Sie und ich wissen das, aber:

Die Demonstranten bringen ihre Meinung zum Ausdruck was sie in einem freien Land wie Amerika auch dürfen.

mit:

<<"Keine Waffen für Polizisten in diesem rassistischen System", rufen die Demonstranten an diesem Wochenende>>

Diese Demonstranten wissen es wohl noch nicht.

@Einfach Unglaublich

"Es muss auch aufgeräumt werden mit der verzerrten Darstellung in den Medien, dass nur und ausschließlich PoC bei Polizeieinsätzen zu Tode kommen würden. Nach Angaben von Statista kamen seit 2015 bei Polizeieinsätzen 1448 Schwarze um. Im gleichen Zeitraum kamen 2786 weiße Menschen bei Polizeiumsätzen ums Leben.

Das sind Fakten. Aber den Ideologen gleich welcher Couleur sind Fakten egal."

Die üblichen Methoden der Freunde der "weißen Rasse." Whataboutism, Schuldumkehr, Strohmänner.

Niemand, wirklich niemand, hat jemals behauptet, es kämen ausschließlich PoC bei Polizeieinsätzen zu Tode.

Am 19. April 2021 um 09:50 von harry_up

"Abgesehen davon:
Fanden Sie das Verhalten des Polizisten korrekt, so dass er straffrei bleiben sollte?

Natürlich geht es Ihnen nicht darum, ist klar."

Nein, darum geht es wirklich nicht.
Ich kann den Fall nicht beurteilen, sehr komplex. Ich weiss nicht ob Sie einmal in den USA waren, aber es gibt dort wirklich enorm grosse (schwarz oder weiss) Buerger, die sind durchtrainiert und wiegen locker 150kg ++.
Falls er dann auch noch im Polizeiwagen gesessen hat, und Platzangst bekam (ich habe eine Wespenphobie), raus ging, dann möchte ich nicht wissen was da wirklich los war.... Eine Person ist zu Tode gekommen, und das ist schlimm. Darum ist der Polizist ja auch ZURECHT angeklagt.
Deshalb geht hier darum, ob ich als Kongressabgeordente diesem System vertraue, das Recht gesprochen wird... Meiner Meinung nach sollte ich das nicht anzweifeln, falls ich meine Hand schwörend auf die Bibel gelegt habe.

es überrascht nicht

dass hier sofort Foristen das Wort ergreifen, in denen "Rechtsstaat" aus einer Exekutive besteht, die uneingeschränkt schalten und walten kann, und einer Justiz als deren willfährigen Vollstrecker / Beschützer. Es wird ja auch gerne beklagt, dass es hierzulande nicht so ist.
Auch zu erwarten: der Hinweis, GF habe sich der Festnahme entziehe wollen. Klar, da muss man als Polizist schon mal jemanden umbringen dürfen. Wer hätte schon wissen können, ob der Verhaftete, wenn man das Knie zu früh von seinem Hals nimmt, nicht aufspringt und alle umstehenden Polizisten meuchelt. Ganz klare Notwehr.
Und wenn man den schweren Dienst der amerikanischen Polizisten bedenkt, dann muss man Verständnis dafür haben, dass die frustriert sind und eben mal jemanden ermorden. Würde jeder von uns an deren Stelle auch.
Kopfschüttel.

09:50 von Einfach Unglaublich | Einfach Unglaublich einseitig

'Man kann davon ausgehen, dass jeder, der sich einer Festnahme durch Polizeibeamte in den USA zu entziehen versucht, massive Gegenreaktionen zu erwarten hat

Nur heißt massive Gegenreaktion nicht, dass man einen Mann, der bereits wehrlos auf dem Boden liegt, mit dem Knie 9 Minuten lange die Luft abdrückt bis er tot ist. Polizisten sind Vollzugsbeamte, keine Richter und Henker.

'Nach Angaben von Statista kamen seit 2015 bei Polizeieinsätzen 1448 Schwarze um. Im gleichen Zeitraum kamen 2786 weiße Menschen bei Polizeiumsätzen ums Leben.'

Was statistisch belegt, dass Schwarze mit einem Bevölkerungsanteil von 13 % überdurchschnittlich von Tötungsdelikten durch Polizeieinsätze betroffen sind.

'Das sind Fakten. Aber den Ideologen gleich welcher Couleur sind Fakten egal.'

Also ihnen selbst.

um 09:50 von Einfach Unglaublich

,,Es steht ja fest, dass Herr Floyd versucht hat, sich der Festnahme zu entziehen. Und das ist in den USA wirklich eine sehr schlechte Idee. Man kann davon ausgehen, dass jeder, der sich einer Festnahme durch Polizeibeamte in den USA zu entziehen versucht, massive Gegenreaktionen zu erwarten hat - ja, völlig unabhängig von der ethnischen Zugehörigkeit."

Ich wusste nicht, daß man dort schon Polizeiroboter hat, die auf eine stramme Abfolge schwerstkräftiger, nicht umkehrbarer Befehle programmiert sind. Haben Sie das Video gesehen, das über 9 Minuten lange und für die ganze digitale Welt sichtbare Zeugnis von der schweren Überlegenheit der vermeintlichen Elite, arrogant auf dem wehrlos ausgelieferten Mann, der wusste, daß er nun stirbt? Da leiden die Anständigen mit, andere genießen es, weil es ihrem Konzept von der gerechten Ordnung in der Welt entspricht. Aber von denen hört man kaum was, außer man bewegt sich in den einschlägigen Hassmedien. Da geht es aber ,,ehrlicher" zu.

Rodney King verdict

Die Beweise gegen Derek Chauvin sind overwhelming, wie wir sagen.
In einer perfecten Welt kann die jury nur zurueck kommen mit guilty verdict.

Wenn nicht (wie bei Rodney King verdict), die looters and rioters warten nur auf ein innocent, und es gibt ein disaster. Das waere schlimm und es spielt in die Haende von right-wing GOP.

Hoffentlich geht alles gut

@10:16 von MRomTRom | Meinungsfreiheit USA

Ordnungsgemäße Demonstrationen ohne Gefahr für die öffentliche Ordnung zu verbieten, wäre ein Verstoß gegen rechtsstaatliche Prinzipien.
Meinungsbekundungen außerhalb des Bannbereichs des Gerichts sind es nicht.

Natürlich.
Sie können auch dankbar sein, dass richtigerweise in den USA noch keine Gesetze gegen "Hass und Hetze" (die unliebsame Meinungen als Gefahr für die öffentliche Ordnung darstellen) erlassen werden können.

...

"Keine Waffen für Polizisten in diesem rassistischen System"

Das ist natürlich Blödsinn, die Polizei muss in der Lage sein, das Gesetz aufrechtzuerhalten, und dafür benötigt man eine entsprechende Ausrüstung.
Solche Parolen helfen nur denjenigen, die jede Debatte um Rassismus oder fehlerhafte Polizeiausbildung im Keim ersticken wollen.

Angesichts der etlichen Fälle von überzogener Gewalt durch Polizisten muss man sich natürlich die Frage stellen, inwieweit Fehler in der Ausbildung dafür verantwortlich sind.
Sicherlich ist es auch nicht hilfreich, dass die Sicherheitsbehörden der USA derart dezentralisiert aufgestellt sind. Kompetenzgerangel und uneinheitliche Ausbildungen sind da vorprogrammiert.
Dazu kommt noch die Rassismusproblematik

jukeb

"
Am 19. April 2021 um 10:07 von jukep
9:03 sonnenbogen

"also sie gehört dem Kongress an, und ist nicht überzeugt, dass das Gericht ein faires Urteil spricht?......"

Tja man höre und staune. Man traut seinem eigenen Vorzeigerechtsstaat nicht so richtig. Ich hoffe die EU hat schon Sanktionen in petto falls das Urteil nicht so ausgeht wie gewünscht."

Das steht nirgendwo im Artikel, das Zitat hat ihr der User in den Mund gelegt.

@09:34 von derdickewisser

>> Die Forderung, im Waffenland USA die
>> Polizei zu entwaffnen, sagt alles.

Ähh, das Unmögliche fordern, um das Notwendige zu erreichen? -.-

Vorstellungen

"Es könnte ein Pulverfass werden, wenn dieses Urteil nicht so ausgeht, wie sich das viele Aktivisten vorstellen."

*

Das finde ich sehr bedenklich.
Jetzt wird das Urteil egal wie es ausfällt angezweifelt werden. "Nur unter Druck entstanden" usw.

Wäre es nicht besser gewesen die Polizeiliche Ausbildung anzupassen? Und sei es auch Beschwerdestellen über Kollegen zu prüfen?

@Bender Rodriguez

"Am 19. April 2021 um 10:27 von Bender Rodriguez
Was gibt es denn für

Was gibt es denn für vorsätzliche Mord für gewöhnlichn in den usa?
Das kann je nach Staat sehr negativ für den Täter werden.
Warum die Polizei solche Typen deckt und Staatsanwälte nicht abschreckende Strafen verhängen, versteht niemand.
Was wäre wohl passiert, hätte GF den Polizisten "aus versehen" gekillt?
Der wäre jetzt schon in death row."

Doch, ich verstehe, warum Staatsanwälte keine abschreckende Strafen verhängen. Das liegt daran, daß Staatsanwälte keine Strafen verhängen. Das tun Richter nach einem Prozess.

um 10:13 von Sisyphos3 09:03 von sonnenbogen

[,, Und wenn nicht, droht Waters dann noch, dann müsse weiter demonstriert werden"]
-
,,da sieht man wie man ne unabhängige Justiz einschätzt"

Wer ist ,,man"?

Mrs. Waters? Sie oder User @sonnenbogen? Oder das unfassbare Etwas, das hier beständig als ,,Wir" umher schleicht, die machtfrohe Konsensmehrheit? Auch in der Jetztzeit wird es nicht gerne gesehen, Kaugummi unter den Tisch zu kleben.

@MRomTRom

"Chauvin hat fast 9 Minuten auf dem Hals von George Floyd gekniet und hat ihn erstickt. Dafür gab es keine polizeitaktische Begründung" Am 19. April 2021 um 10:01 von MRomTRom

*

Warum dann die Vorwürfe des strukturellen Rassismus?

@09:55 von Giselbert

>> Die Befürworter einer harten Strafe
>> blenden den starken Widerstand bei
>> der Festnahme aus.

Ähh, wo sehen Sie da jetzt genau irgendwie geartet "starken Widerstand" in dem Video? oO

@Sisyphos3

"
Am 19. April 2021 um 10:13 von Sisyphos3
09:03 von sonnenbogen

Und wenn nicht, droht Waters dann noch, dann müsse weiter demonstriert werden
-
da sieht man wie man ne unabhängige Justiz einschätzt"

Sie können getrost davon ausgehen, daß Waters als Abgeordnete den Prozess entweder selbst verfolgt oder zumindest gut informiert ist. Und wenn Sie von der Schuld Chauvins aufgrund des Prozessverlaufs überzeugt ist und alles andere als einen Schuldspruch für falsch hält, dann ist das Waters gutes Recht, an der Unbhängigkeit der Justiz in diesem Fall zu zweifeln. Auch eine Abgeordnete darf eine Meinung haben. Auch wenn es Ihnen nicht gefällt.

10:13, Sisyphos3

>>09:03 von sonnenbogen
Und wenn nicht, droht Waters dann noch, dann müsse weiter demonstriert werden
-
da sieht man wie man ne unabhängige Justiz einschätzt<<

Und das zu Recht.

Die Rechtsgeschichte der USA ist angefüllt mit rassistisch motivierten Fehlurteilen.

Wenigstens darf man in den USA gegen ein Fehlurteil demonstrieren, ohne mit zumindest direkten Schikanen rechnen zu müssen.

09:56 von Koeln 2020

das für US-Bürger nachvollziehbar sein wird
.
sie betonen "US Bürger"
hegen sie den leisen Verdacht andere Bürger in anderen Ländern/Gesellschaften könnten das anders sehen ?

10:07, jukep

>>9:03 sonnenbogen
"also sie gehört dem Kongress an, und ist nicht überzeugt, dass das Gericht ein faires Urteil spricht?......"

Tja man höre und staune. Man traut seinem eigenen Vorzeigerechtsstaat nicht so richtig. Ich hoffe die EU hat schon Sanktionen in petto falls das Urteil nicht so ausgeht wie gewünscht.<<

Der angebliche Vorzeigerechtsstaat ist sehr, sehr fehlerbehaftet. Politische Weisungen an Richter zählen allerdings nicht zu seinen Fehlern.

Und ich wüsste nicht, daß die EU jemals Sanktionen wegen eines Gerichtsurteils verhängt hätte.

Neben der Ausbildung ist

Neben der Ausbildung ist natürlich auch der Rassismus ein Problem.
Die jahrhundertelange systematische Benachteiligung von Afroarmerikanern hat Folgen bis heute. Auch wenn die Rassentrennung seit den 1960ern nicht mehr gilt, ihre Folgen sind bis heute zu spüren.
Die Überrepräsentation bei Straftaten (und damit auch bei den Opfern der Polizeigewalt) sind direkte Folgen.
Dazu kommen natürlich noch rassistische Einstellungen bei einigen Polizisten heute noch.
Die Geschichte der USA ist auch eine Geschichte der Benachteligungen von Minderheiten, daran hat auch das politische und rechtliche System lange Zeit nichts geändert.

@Wolf1905

"
Am 19. April 2021 um 09:29 von Wolf1905
Mal schauen...

... was die Anwälte vom
Derek Chauvin hervorbringen, um die Geschworenen zu der Entscheidung bewegen, ihn nicht wegen Mordes, sondern „nur“ wegen Totschlags zu verurteilen.
Grauenhaft, was da in den USA schon seit Ewigkeiten bzgl. Polizeigewalt, Kriminalität, Diskriminierung etc. abgeht „im Land der unbegrenzten Möglichkeiten“, und es ist kein Ende in Sicht (egal wer dort politisch an der Macht ist).
Hoffen wir, dass es bei uns nie soweit kommt!"

Genaugenommen müßten die Anwälte Chauvins dazu gar nichts tun. Denn die Anklage lautet auf Mord zweiten Grades, was nach unserem Rechtssystem in etwa Totschlag entspricht. Steht im Artikel.

08:42 von Vielfalt.

Nicht das System, sondern einzelne Polizisten sind ein Problem.
.
das ist die Frage !
wenn man nen Polizisten in 6 Wochen ausbildet,
bleibt natürlich einiges auf der Strecke.
Ebenso wenn man sich nem Jugendlichen gegenübersieht
und nicht weiß, wenn der in die Tasche greift, ist es ein Lolli oder ne 45er

@melancholeriker, 10,12

Ich wusste zwar nicht, dass ich zu einer "Forumsgilde" gehöre, aber in einem Punkt gebe ich Ihnen Recht: ich habe kein allzu großes Zutrauen in die US-Justiz. Das liegt nicht zuletzt an dem in meinen Augen völlig überholten System der Geschworenen. Im übrigen ist es nicht die Ankündigung, eine "berechtigte Wut ... in legaler und legitimer Weise" auszudrücken, sondern eben die Drohung mit Gewalt auf der Straße, sollte das Urteil den selbsternannten "Aktivisten" nicht gefallen.
Im übrigen erinnere ich mich nicht, den Vorgang der Tötung des Mannes selbst relativiert zu haben. Das wird aber von den Mitgliedern Ihrer "Gilde" gern miteinander vermischt.

Es gibt keine Rechtfertigung für die Tat von Chauvin

George Floyd lag regungslos auf dem Boden und war von einer Übermacht an bewaffneten Politzisten umringt. Keine Gefahr für irgendjemand.

Er rang nach Luft und hat die Gefahr seines Erstickungstodes durch ein 'I can't breathe' zum Ausdruck gebracht. Dennoch hat Derek Chauvin ihn mit seinem vollen Körpergewicht und einem immer wieder nachdrückenden Knie getötet.

Dafür gibt es keine Rechtfertigung.

'Verteidigt' wird er von Leuten, die Rassismus leugnen, weil sie sich rassistischen politischen Kräften verbunden fühlen und das Aufdecken von Rassismus ihre politische Heimat abwertet.

09:50 von Einfach

09:50 von Einfach Unglaublich

// Es steht ja fest, dass Herr Floyd versucht hat, sich der Festnahme zu entziehen. //

Haben Sie für diese Aussage einen belastbaren Beweis ?
Meine Erinnerung ist da anders. Und Google hat mir das gebracht :

** Die Videos zeigen, wie George Floyd von vier Polizisten mit vorgehaltener Waffe festgenommen wird, weil dieser mit einem mutmaßlich falschen 20-Dollar-Schein bezahlt haben soll. Auf einer der Aufnahmen ist Floyd zu hören, der "bitte erschießt mich nicht" sagt, als die Beamten ihn vor dem Laden aus seinem Wagen holen. Sie legen dem Afroamerikaner Handschellen an und bringen ihn zu einem Streifenwagen. **
Quelle :
"https://www.fr.de/politik/usa-george-floyd-prozess-gericht-minneapolis-derek-chauvin-polizei-festnahme-90312879.html"

Für mich hört sich das anders an.

@MRomTRom, 10.04

Das "Töten von Bürgern durch nicht zu rechtfertigende Gewalt durch einen Polizisten, der das Tragen der Marke nicht verdient" ist sicherlich ein Verbrechen, das gerichtlich geahndet werden muss -und ja auch wird.
Der Versuch der Einflussnahme auf einen Strafprozess aus politischen Gründen - selbst wenn es keine verwerflichen sind - ist indes für das Rechtssystem als solches und damit für den Rechtsfrieden insgesamt gefährlich und daher m.E. schwerwiegender als eine Einzeltat, so kriminell sie auch sein mag.

10:27 von Bender Rodriguez

>>Warum die Polizei solche Typen deckt und Staatsanwälte nicht abschreckende Strafen verhängen, versteht niemand.<<

Vermutlich verstehen Sie das nicht, weil auch bei uns oder in anderen Ländern, Staatsanwälte keine abschreckende Strafen verhängen.

08:42 von Vielfalt.

>>"Keine Waffen für Polizisten in diesem rassistischen System"

Und wer würde den höchsten Preis zahlen, wenn entwaffnete Polizisten bis an die Zähne bewaffnete Gangster gegenüberstünden? In anderen Worten, wenn die Menschen in den Innenstädten diesen schutzlos ausgeliefert wären.
Nicht das System, sondern einzelne Polizisten sind ein Problem.
<<

Allein deswegen ist es albern, das überhaupt zu fordern. Die PolizistInnen würden lächerlich und hilflos wirken. Sie könnten noch nicht mal einen Diebstahl in ihrem Beisein stoppen, ohne die Person von hinten zu überrumpeln... geschweige denn einen Mörder irgendwie stoppen. Der Gedanke allein daran lässt mich erahnen, wie das ausgenützt würde...wenn der Waffenbesitz innerhalb der Bevölkerung doch erlaubt sind.

09:19 von paganus65

>>Demonstrieren, wenn das Urteil nicht nach dem eigenen Wunsch aus
Ja, kann man so machen: Wenn die Richter / Geschworenen nicht so entscheiden, wie man selbst das will, dann muß man mehr demonstrieren "damit die merken, daß wir es ernst meinen".
Das ist das Problem mit "Aktivisten": So richtig es oft ist, wofür sich "Aktivisten" einsetzen, so falsch ist oft deren Rechtsstaatsverständnis: "Ich bin moralisch überlegen und deswegen darf ich mich über das Gesetz stellen! [...]
An dieser Stelle frage ich mich auch oft, warum in der Berichtserstattung "Aktivisten" sehr positiv dargestellt werden und nicht in der ganzen Ambivalenz ihres Tuns. Und die Einflußnahme auf das Gericht zu versuchen, ist mindestens ambivalent. Ich sehe es eher als Verstoß gegen rechtsstaatliche Prinzipien an.
<<

Ich möchte Ihnen danken, dass Sie meine Gedanken wieder aufgeschrieben haben.

09:27 von Deeskalator

dass einige wenige das Ansehen aller beschädigen?
.
sind sie sich da so sicher ?
wissen sie wie die Mehrheit der US Bürger tickt ?
also ich weiß es nicht
und den Medien glauben ... ?
immerhin haben 47 % den Trump gewählt
von daher scheinen gewisse Unterschiede zu hier zu bestehen

09:27 von Deeskalator

>>Dies gilt in alle Richtungen... wer andere Vorverurteilt, ist Teil des Problems.
<<

Sie sprechen es aus, Vorurteil in alle Richtungen: ob für Farbige oder "weiße alte Männer"... beides Vorurteile.

um 10:16 von MRomTRom

Zitat:"Ordnungsgemäße Demonstrationen ohne Gefahr für die öffentliche Ordnung zu verbieten, wäre ein Verstoß gegen rechtsstaatliche Prinzipien."

Darum geht es hier nicht. Ich sprach nicht von Meinungs- oder Demoverboten.

Ich spreche von einer Aktivistin, die eine Aussage macht, die man als Androhung von Gewalt für den Fall eines nichtgefallenden Urteils verstehen kann.

Zitat:"Meinungsbekundungen außerhalb des Bannbereichs des Gerichts sind es nicht."
Nicht alle Sprachäußerungen sind "Meinungsbekundungen".
"Wenn das Gericht so entscheidet, werden wir angreifen" ist eine Drohung.
Ob mit "Konfrontativ werden" Handlungen gemeint sind, die gegen das Recht verstoßen oder gar "angreifen" bedeuten, hätte eine Gegenfrage sein müssen. Die ist leider unterblieben oder wurde nicht berichtet.

Ungeachtet dessen sehe ich die videodokumentierte Handlung des Polizisten als unmenschlich und unmoralisch an.

10:12 von melancholeriker

Das ist, wenn Sie so (eher wohl nicht) wollen, Zeugnis und Schandmal für die
,,weiße Überlegenheit" (Überknietheit).
.
wenn man es so sehen will ....
für mich erst mal ein Zeichen von Brutalität und fehlender Empathie.
In jedem Fall aber eine Frage fehlender Eignung für den Polizeidienst

09:50 von Einfach Unglaublich

Nach Angaben von Statista kamen seit 2015 bei Polizeieinsätzen 1448 Schwarze um. Im gleichen Zeitraum kamen 2786 weiße Menschen bei Polizeiumsätzen ums Leben.
.
wenn man dann noch bedenkt dass der Anteil der Schwarzen 6 % in der Bevölkerung beträgt ...
Wie will man da argumentieren ?
Wenn es so viele Faktoren gibt, die mitberücksichtigt werden müssten

09:50 von Einfach Unglaublich

"Natürlich ist es bedauerlich, wenn ein Mensch zu Tode kommt.

Aber die veröffentlichte Meinung ist wieder sehr einseitig.

Es steht ja fest, dass Herr Floyd versucht hat, sich der Festnahme zu entziehen. Und das ist in den USA wirklich eine sehr schlechte Idee."

,.,.,.

Eine schlechte Idee warum?

Weil man da dann natürlich damit rechnen müsse, dass ein Polizist ihn dann ermordet?

Und das sei dann zwar "bedauerlich", wenn ein Mensch "zu Tode kommt", aber - nach Ihrem Schreibduktus zu urteilen - doch dann völlig angemessen?

Jesus Maria!

um 10:15 von ZWB1

" Der Polizist hatte 9 lange Minuten Zeit sich seines Tuns bewußt zu werden."
Ja. Und es wurde ihm von anderen auch gesagt...

"Tat er nicht. "
Woher wissen wir das? Wusste er um den Ausgang seiner Handlung? Genau das versuchen Juristen nun zu klären.

"Er ermordete den Mann."
Mord? Totschlag? Unfall? Und in den USA gibt es nochmals andere Abstufungen... Überlassen wir das den Fachleuten, die dafür zuständig sind...

"Und da kann es nur ein Urteil geben."
Erstens: Nein, es kann viele geben, je nach dem, was bei obigen Fragen rauskommt.
Zweitens: Dieser Satz "Und da kann es nur ein Urteil geben." macht mir Angst. Er klingt nach Lynchjustiz und Hexenprozessen.

Ich denke, die US-Justiz kann das besser beurteilen als die Demonstranten. Und sie ist zuständig.
Was ich hier eben bedenklich finde ist, daß der Satz "Und da kann es nur ein Urteil geben." geeignet ist, "Aktivisten" ihrerseits Unrecht begehen zu lassen. Damit wird weder der Tote geehrt, noch dem Recht Geltung verschafft.

09:19 von paganus65

"Das ist das Problem mit "Aktivisten": So richtig es oft ist, wofür sich "Aktivisten" einsetzen, so falsch ist oft deren Rechtsstaatsverständnis: "Ich bin moralisch überlegen und deswegen darf ich mich über das Gesetz stellen!"

,.,.,

Auch Sie haben jederzeit das Recht - und sogar die Pflicht - sich gegen ein Gesetz zu stellen, das - zum Beispiel - nach rassistischen Gesichtspunkten urteilt.

Oder nach anderen parteiischen Kriterien.

10:27 Bender Rodriguez

"Warum die Polizei solche Typen deckt...."

Nun solche "Typen" wie sie sie nennen, sollen für Recht und Ordnung sorgen und laufen dabei Gefahr auch selber erschossen zu werden. Das heißt solche "Typen" sind in einem System groß geworden und geprägt wo es gilt erst schießen dann reden (gilt auch für die US Aussenpolitik) das wissen wir doch auch durch unzähligen Cowboyschinken. Gäbe es keine Handys und dadurch Dokumentationen des Geschehens würde kein Hahn heute nach dem Opfer dieser Tat krähen.

Distanzierung der Polizei

um 09:27 von Deeskalator:
"Was mir schleierhaft ist, warum die überwiegende Mehrheit der Polizisten/innen sich nicht deutlicher von eben dieses distanziert und sich nicht vehementer dabei vorgehen sie aus ihren Reihen zu entfernen."
Deutlicher, als dass der Polizei-Chef sich vor Gericht von 'seinen' Polizisten Chauvin distanziert und ihn belastet hat, geht es nicht. Mal abgesehen davon, dass er dadurch auch seinen eigenen Kopf aus der Schlinge zieht.
Gem. TS-Artikel wird Chauvin auch nicht von seinen Kollegen unterstützt.
Und wie groß und breit die überwiegende Mehrheit der dortigen Polizisten sich von der Tat distanzieten, werden wir hier, über siebentausend Kilometer über den Atlantik entfernt, nicht so wirklich mitbekommen. Ich würde jetzt nicht noch eine Anti-Gewalt-durch-Polizisten-Demo erwarten.

@ Sisyphos3, um 10:13

re 09:03 sonnenbogen

Hat schon was:

Mit einer Demo "d r o h e n"...

09:22 von derdickewisser

"Die Politisierung von Strafprozessen ist immer ein gefährlicher Vorgang."

,.,.,

Ein Strafprozess basiert immer - ohne Ausnahme - auf politischen Grundsätzen.

Wenn diese politischen Grundsätze demokratisch sind, und die Bevölkerung das auch so erlebt, muss das Urteil angenommen werden.

Wenn diese politischen Grundsätze aber NICHT demokratisch sind, oder aber desbezüglich - zu Recht - Misstrauen herrscht, dann ist es in der Tat sehr gefährlich, sich gegen Unrecht zu stellen.

Dazu gehört dann Zivilcourage.
Und Zivilcourage zeichnet einen Bürger aus.

Am 19. April 2021 um 10:27 von Bender Rodriguez

Zitat: Warum [die Polizei solche Typen deckt und] Staatsanwälte nicht abschreckende Strafen verhängen, versteht niemand.

Letzteres verstehe ich: Staatsanwälte sind für die Verurteilung einschließlich Strafzumessung nicht zuständig.

11:28, derdickewisser

>>Der Versuch der Einflussnahme auf einen Strafprozess aus politischen Gründen - selbst wenn es keine verwerflichen sind - ist indes für das Rechtssystem als solches und damit für den Rechtsfrieden insgesamt gefährlich und daher m.E. schwerwiegender als eine Einzeltat, so kriminell sie auch sein mag.<<

Eine Meinungsäußerung ist kein Versuch der Einflussnahme auf einen Strafprozess. Zumindest nicht in einem System, in dem die Gewaltenteilung festgeschrieben ist.

Maxine Waters ist Teil der Legislative.

Ich habe noch nie davon gehört, daß es in den USA für die Legislative rechtliche Möglichkeiten gäbe, sich in Gerichtsprozesse einzumischen.

@Vielfalt., 08:42

"Nicht das System, sondern einzelne Polizisten sind ein Problem"

Doch, das System, dem sämtliche Polizisten dienen (müssen) ist das Problem.
Und dessen "Rückgrat" Waffen sind.

An diesen Meilenstein-Prozess für die U.S. Gesellschaft …

… wird eine Erwartung gerichtet, die „larger-than-live“ ist. Da soll einerseits Gerechtigkeit für George Floyd gesprochen und Strukturen von systemischem Rassismus bei der Polizei aufgearbeitet werden und andererseits effektive Polizeiarbeit sichergestellt und zudem die Gesellschaft versöhnt werden. In einem Urteil.

  • Weitere 64 Menschen sind seit Prozessbeginn bei Polizeieinsätzen …
    ums Leben gekommen. Die Hälfte von Ihnen Schwarze und Latinos bei allen Arten von Vorgängen und Hintergründen, seien es eskalierte Verkehrskontrollen, häusliche Gewalt, kriminelle Akte, psychische Auffälligkeiten, Panikreaktionen von Menschen beim bloßen Erscheinen von Waffen. Ein Kaleidoskop des U.S. Alltags.
     
  • Andererseits Polizisten mit einem Kodex, der sie …
    ihrem Auftrag entsprechend zu korrekten „Freunden und Helfern“ in ihren Vierteln und Gemeinden macht. Sie haben ein Interesse am Aussortieren der "faulen Früchte" in ihren Reihen.
  • 12:06 von Sausevind

    Und Zivilcourage zeichnet einen Bürger aus.
    .
    was ist Zivilcourage ?
    wie unterscheidet sich das von Blockwartmentalität !
    ... und wer bestimmt das

    11:24, derdickewisser @melancholeriker, 10,12

    >>Im übrigen erinnere ich mich nicht, den Vorgang der Tötung des Mannes selbst relativiert zu haben. Das wird aber von den Mitgliedern Ihrer "Gilde" gern miteinander vermischt.<<

    Ich erinnere mich, daß es aus dem Kreise, den der Forist, dem Sie antworten, als Forumsgilde beschreibt, zahlreiche Versuche gab, die mit Drogen verbundene kleinkriminelle Vergangenheit George Floyds, die lange zurückliegt,außerhalb jeder Proportion aufzublasen, ihn quasi zu dämonisieren und zum Schwerverbrecher zu stilisieren.

    Vielleicht tue ich Ihnen Unrecht, aber ich meine mich zu entsinnen, daß Sie in diesem Chor, wenn schon nicht laut gesungen, dann zumindest leise mitgesummt haben.

    11:02 von melancholeriker

    Wer ist ,,man"?
    .
    machen sie mal Vorschläge,
    wenn man Teile der Bevölkerung meint !
    schrieb ich jedermann ?? gar "wir"
    oder kann ich schreib was ich will,
    sie finden immer ein Haar in der Suppe

    Am 19. April 2021 um 09:03 von sonnenbogen

    "Also, Sie gehört dem Kongress an, und ist nicht überzeugt dass das Gericht ein faires Urteil spricht? Aber nur dann, falls er nicht schuldig gesprochen wird?"

    Diese Einstellung wird wohl auf entsprechenden Erfahrungen basieren, dass "weiße Gerichte" in den USA auch sehr häufig "weiße Urteile" fällen, bei denen jeder noch so sehr an den Haaren herbeigezogene Entlastungsgrund zugunsten eines weißen Angeklagten berücksichtigt wird, während schwarzen Angeklagten alles zu ihrem Nachteil ausgelegt wird. Nicht umsonst sind überdurchschnittlich viele wegen Tötungsdelikten zum Tode verurteilte Delinquente afroamerikanischer Herkunft. Weiße Mörder kommen dagegen überdurchschnittlich häufig mit Freiheitsstrafen davon.

    11:44, paganus65

    >>ch spreche von einer Aktivistin, die eine Aussage macht, die man als Androhung von Gewalt für den Fall eines nichtgefallenden Urteils verstehen kann.

    Zitat:"Meinungsbekundungen außerhalb des Bannbereichs des Gerichts sind es nicht."
    Nicht alle Sprachäußerungen sind "Meinungsbekundungen".
    "Wenn das Gericht so entscheidet, werden wir angreifen" ist eine Drohung.<<

    Die Dame, die Sie als Aktivistin bezeichnen, Maxine Waters, ist eine dreiundachtzigjährige Kongressabgeordnete. Sie hat nicht das gesagt, was Sie ihr unterstellen, sondern daß weiter demonstriert werden müsse. Nichts von wegen Angriff.

    Frau Waters ist gewählte Parlamentarierin einer der beiden großen Parteien. Ich bitte, dies nicht zu übersehen.

    Unerträgliche Symbolik

    Für Schwarze ist die Symbolik unerträglich: Ein weißer Mann kniet in überlegener Pose und unnachgiebig auf dem Nacken eines Schwarzen und erstickt ihn langsam. Ohne Gnade.

    Wenn die Weißen nicht den Mut und die Bereitschaft aufbringen, diesen Rassismus zu beenden, wird es keinen Frieden geben.

    @ Bender Rodriguez

    Warum die Polizei solche Typen deckt und Staatsanwälte nicht abschreckende Strafen verhängen, versteht niemand.

    Der Staatsanwalt vertritt im Strafprozess die Anklage, er ist nicht der Richter.

    @Sausevind, 12:06 (re 09:22 von derdickewisser)

    "Die Politisierung von Strafprozessen ist immer ein gefährlicher Vorgang."

    ,.,.,

    >> "Ein Strafprozess basiert immer - ohne Ausnahme - auf politischen Grundsätzen" <<

    Genau. Schließlich beschließen Politiker die Gesetze, auf denen die Rechtsprechung ihres jeweiligen Landes beruht. In Stein gemeißelt bzw. "vom Himmel gefallen" sind diese Gesetze - offenbar entgegen der Annahme vieler - nicht.

    12:01, jukep

    >>10:27 Bender Rodriguez
    "Warum die Polizei solche Typen deckt...."

    Nun solche "Typen" wie sie sie nennen, sollen für Recht und Ordnung sorgen und laufen dabei Gefahr auch selber erschossen zu werden. Das heißt solche "Typen" sind in einem System groß geworden und geprägt wo es gilt erst schießen dann reden (gilt auch für die US Aussenpolitik) das wissen wir doch auch durch unzähligen Cowboyschinken. <<

    Ich hatte schon immer den Verdacht, daß Sie Ihr Wissen über die USA daher beziehen.

    >>Gäbe es keine Handys und dadurch Dokumentationen des Geschehens würde kein Hahn heute nach dem Opfer dieser Tat krähen.<<

    Außer seiner Familie und seinen Freunden.

    Ich kenne viele „schwarze“ Familien in den USA. Unter denen ist keine, die nicht mindestens ein Opfer staatlicher Gewalt zu verzeichnen hat. Und ja, Sie haben Recht, mittlerweile wird, dank Handykamera, das dokumentiert, was immer schon bekannt war, aber nie bewiesen werden konnte. Rodney King symbolisiert hier die Zeitenwende.

    um 11:59 von Sausevind

    "Das ist das Problem mit "Aktivisten": So richtig es oft ist, wofür sich "Aktivisten" einsetzen, so falsch ist oft deren Rechtsstaatsverständnis: "Ich bin moralisch überlegen und deswegen darf ich mich über das Gesetz stellen!"

    ,.,.,

    Auch Sie haben jederzeit das Recht - und sogar die Pflicht - sich gegen ein Gesetz zu stellen, das - zum Beispiel - nach rassistischen Gesichtspunkten urteilt.
    Zitat ende

    Ja, das wollte ich ansprechen. Der Übergang zwischen: "Ich stelle mich mit dafür vorgesehenen Mitteln (Demo, Diskussion etc.) gegen ein Gesetz" und "Ich maße mir das Recht an, ÜBER dem Gesetz zu stehen, also gesetze nach eigener Maßgabe für mich für ungültig zu erklären".
    Im ersten Fall möchte ich bewirken, daß ein Gesetz geändert wird. Im zweiten breche ich es einfach.

    Sisyphos 3, 11:11

    Ich gehe davon aus, dass die meisten Menschen
    in demokratischen Ländern in diesem Fall ein hartes, juristisch vertretbares Urteil erwarten.

    @Cyanistes caeruleus

    "
    Am 19. April 2021 um 10:31 von Cyanistes caeruleus
    Chauvin-Prozess

    Ich würde mir wünschen, dass bei den Prozessen die Opfer mehr im Vordergrund stehen und nicht die vermeintlichen oder wirklichen Täter. Das könnte sich auch an der Überschrift ablesen lassen. Wäre es nicht angebrachter über den "George-Floyd-Prozess" zu sprechen?"

    Nein, es wäre nicht angebrachter. Chauvin ist angeklagt. Nicht George-Floyd.

    Herrschaft des Mobs

    Meine Perspektive: George Floyd wurde verurteilt, weil er einer schwangeren Frau bei einem Raubüberfall eine Waffe in den Bauch drückte. Er war hatte zum Zeitpunkt seines Todes eines Überdosis Fentanyl intus. Die Medien schnitten das Video so, dass nicht zu sehen war, wie er selbst zu Boden ging und belegt ist auch, dass Chauvin und seine Kollegen viele Minuten lang freundlich aber bestimmt mit ihm sprachen, bevor die Situation deshalb eskalierte, weil George Floyd nicht willens oder in der Lage war, zu kooperieren. Wir reden hier von einem zwei Meter großen Kriminellen, der genau in die Täterkategorie passt, bei deren Verhaftung jedes Jahr Dutzende US-Cops ihr Leben verlieren. Wenn Derek Chauvin verurteilt wird, dann ist das aus meiner Perspektive ein Zeichen dafür, dass die amerikanische Justiz nach Jahrzehnten des Politikversagens am Ende ist. Dann können wir mit Fug und Recht von der Herrschaft des Mobs sprechen. Irgendwann ist man einfach nur noch konsterniert.

    @Koeln 2020

    "Am 19. April 2021 um 09:56 von Koeln 2020
    Gerechtes Urteil

    Es muss ein gerechtes Urteil geben, das für US-Bürger nachvollziehbar sein wird. Vermutlich
    läuft es zumindest auf Totschlag hinaus."

    Sie brauchen da nichts zu vermuten. Die Anklage lautet auf Mord zweiten Grades, entspricht etwa, was bei uns Totschlag wäre. Steht im Artikel.

    Nach den Plädoyers wird die Jury entscheiden schuldig oder nicht schuldig.

    11:42, Jacko08

    >>09:27 von Deeskalator
    >>Dies gilt in alle Richtungen... wer andere Vorverurteilt, ist Teil des Problems.
    <<

    Sie sprechen es aus, Vorurteil in alle Richtungen: ob für Farbige oder "weiße alte Männer"... beides Vorurteile.<<

    Ich möchte zu bedenken geben, daß die USA von so genannten WASPs, White Anglo Saxon Protestants, gegründet und bis vor kurzem ausschließlich regiert wurden. Männlich sowieso, da Frauen bis vor kurzem auch in der so genannten westlichen Welt wenig zu melden hatten. Sie also die Gruppe darstellen, die die Macht im Lande hatte und, trotz einiger Fortschritte, immer noch hat.

    Diese Fortschritte sind den Konservativen oder, besser gesagt, Reaktionären dieser Gruppe schon zu viel, woraus sich der Erfolg Donald Trumps erklären lässt.

    Das ist kein Vorurteil, sondern eine leicht nachprüfbare historische Tatsache.

    Polizeigewalt in den USA ist

    Polizeigewalt in den USA ist auch eine Antwort auf unglaublich rohe Verhältnisse dort. Wenn ein Polizist damit rechnen muß, daß Kriminelle jederzeit, unerwartet und heimtückisch losballern, dann wird er vorsorglich, im Sinne des Schutzes der eigenen Gesundheit, "nicht lange fackeln".
    Das Problem liegt eben tiefer als hierzulande bekannt. Es ist nicht nur der latente Rassismus dort, sondern, und vor allem, eine Folge der Waffengesetze in den USA, aber natürlich auch der Tatsache geschuldet, daß die wenigen Ultrareichen immer reicher werden während die "Vergessenen" kaum noch wissen, wie sie halbwegs klar kommen sollen.
    Grundsätzlich wird sich an der Verhältnissen in den USA auf absehbare Zeit nichts ändern. Unruhen sind deshalb leider auch weiterhin zu erwarten, vielleicht sogar stärker als in der zurückliegenden Zeit.

    um 11:59 von Sausevind

    "Auch Sie haben jederzeit das Recht - und sogar die Pflicht - sich gegen ein Gesetz zu stellen, das - zum Beispiel - nach rassistischen Gesichtspunkten urteilt."

    Im vorliegenden Sachverhalt geht es nicht um die Änderung eines Gesetzes, sondern um die Frage, ob es gut für die Sache des Antirassismus ist, wenn eine Abgeordnete mit einem Mob droht, sollte ein Gericht zu einer ihr missfallenden Beurteilung einer Tat kommen.

    Das ist das einzige, woran ich mich dabei störe.

    Stellen Sie sich vor, eine Abgeordnete von "die LINKE" droht im Hanauer Mordprozess bei einer Demo "Sollte der zu eine geringe Strafe bekommen, holen wir den Schwarzen Block der Antifa nach Hanau".

    Diese Abgeordnete wäre wohl nicht hilfreich gegen Rechtsextremismus, oder? Und sie würde die Rechtsstaatlichkeit aushebeln wollen. Beides nicht gut.

    Am 19. April 2021 um 13:28 von Sisyphos3

    >>Am 19. April 2021 um 13:28 von Sisyphos3
    11:02 von melancholeriker

    Wer ist ,,man"?
    .
    machen sie mal Vorschläge,
    wenn man Teile der Bevölkerung meint !
    schrieb ich jedermann ?? gar "wir"
    oder kann ich schreib was ich will,
    sie finden immer ein Haar in der Suppe<<

    Lieber Sisyphos3,
    ich bin mir sicher das der user nicht nur darauf aus ist immer wieder Haare in ihrer Suppe zu finden.
    Jedoch sollten Sie, sinnbildlich gesprochen, nicht immer ihre Haare über der Suppe auskämmen, wenn Sie Kommentare schreiben.

    Am 19. April 2021 um 11:45 von Sisyphos3

    >>Am 19. April 2021 um 11:45 von Sisyphos3
    10:12 von melancholeriker

    Das ist, wenn Sie so (eher wohl nicht) wollen, Zeugnis und Schandmal für die
    ,,weiße Überlegenheit" (Überknietheit).
    .
    wenn man es so sehen will ....
    für mich erst mal ein Zeichen von Brutalität und fehlender Empathie.
    In jedem Fall aber eine Frage fehlender Eignung für den Polizeidienst<<

    Nehmen Sie ihre Argumente, und legen Sie die Argumente von melancholeriker darüber und man kommt der Sache schon sehr nahe.

    13:56, Kleomenes

    Sie dämonisieren George Floyd und stilisieren ihn zum Großkriminellen.

    Ein sehr gutes Beispiel für das, was ich in meinem Kommentar um 13:22 beschrieb.

    14:05, paganus65

    >> Stellen Sie sich vor, eine Abgeordnete von "die LINKE" droht im Hanauer Mordprozess bei einer Demo "Sollte der zu eine geringe Strafe bekommen, holen wir den Schwarzen Block der Antifa nach Hanau".

    Diese Abgeordnete wäre wohl nicht hilfreich gegen Rechtsextremismus, oder? Und sie würde die Rechtsstaatlichkeit aushebeln wollen. Beides nicht gut.<<

    Nichts dergleichen hat Maxine Waters getan.

    14:53 von David Séchard

    vielleicht
    aber konkret
    was verstehen sie unter dem Begriff "man"
    was muß man alternativ für nen Begriff verwenden um nicht anzuecken ?

    13:21, Sisyphos3

    >>was ist Zivilcourage ?
    wie unterscheidet sich das von Blockwartmentalität !
    ... und wer bestimmt das<<

    In der Rubrik „Bizarre Fragen, die fassungslos machen und einem die Sprache verschlagen“ gebührt diesen Fragen definitiv ein Ehrenplatz.

    Meinen Sie das wirklich ernst?

    Ganz sicher?

    Ich kann es mir eigentlich kaum vorstellen.

    10:56 von Vielfalt. | Hass & Hetze

    'Sie können auch dankbar sein, dass richtigerweise in den USA noch keine Gesetze gegen "Hass und Hetze" (die unliebsame Meinungen als Gefahr für die öffentliche Ordnung darstellen) erlassen werden können.'

    Die Unterlassung, etwas gegen Hass & Hetze getan zu haben, darf man Amerika und seinen Verfassungsvätern nicht vorwerfen. Das wäre ungerecht. Schließlich ist die Verfassung alt und ihre Anpassung an die Zeit sehr schwierig.

    Deutschland hat halt die modernere, wehrhafte Verfassung, die nicht mehr zulässt, dass Extremisten, wie schon mal passiert, mit Hass und Hetze ihren Einsturz vorbereiten können.

    @ Am 19. April 2021 um 13:21 von Sisyphos3

    >>Am 19. April 2021 um 13:21 von Sisyphos3
    12:06 von Sausevind

    Und Zivilcourage zeichnet einen Bürger aus.
    .
    was ist Zivilcourage ?
    wie unterscheidet sich das von Blockwartmentalität !
    ... und wer bestimmt das<<

    Nun, erst einmal ist Zivilcourage etwas ganz anderes als die Blockwartmentalität.
    Und wenn Sie Schwierigkeiten haben diese sehr differenten Begriffe auseinanderzuhalten und nicht wissen "wer" das bestimmt, dann schauen Sie sich die Begriffe doch bitte ihrer Bedeutung nach an. Dann sollten Sie schnell feststellen was hier die wesentlichen Unterschiede sind. Und danach streichen Sie ihre letzte Frage, wenn Sie für sich feststellen, dass es eine allgemeingültige Beschreibung für jeden Begriff gibt.
    Ich bestimme nicht was Zivilcourage oder Blockwartmenatät ist, und auch Sie nicht oder der gefragte user.
    Die Bedeutung der Begriffe gibt es bereits in jedem Duden.

    Am 19. April 2021 um 14:05 von paganus65

    Zitat: Im vorliegenden Sachverhalt geht es nicht um die Änderung eines Gesetzes, sondern um die Frage, ob es gut für die Sache des Antirassismus ist, wenn eine Abgeordnete mit einem Mob droht, sollte ein Gericht zu einer ihr missfallenden Beurteilung einer Tat kommen.

    Mir hat es schin missfallen, dass die TS schreibt, Frau Waters "drohe" mit Demonstrationen.

    Die Tatsache aber, dass Sie jetzt Demonstranten sogar als Mob bezeichen, kann ich gar nicht biligen.

    @Am 19. April 2021 um 13:56 von Kleomenes

    Konsterniert ist das letzte Wort ihres Kommentares. Und das kann man sein, wenn man ihren Kommentar der Relativierung & der Verächtlichmachung eines Getöteten liest.

    Am 19. April 2021 um 13:53 von Anderes1961

    "Ich würde mir wünschen, dass bei den Prozessen die Opfer mehr im Vordergrund stehen und nicht die vermeintlichen oder wirklichen Täter."

    In Strafprozessen geht es IMMER um die Täter und ihre Motive. Nicht um die Opfer oder deren Familien. Um die dreht es sich erst in den entsprechenden Zivilprozessen, wenn es um den Schadensersatz geht. Üblicherweise übrigens erst NACH einer strafrechtlichen Aufarbeitung der Tat vor Gericht.

    Am 19. April 2021 um 13:21 von Sisyphos3

    Zitat: was ist Zivilcourage ?
    wie unterscheidet sich das von Blockwartmentalität !

    Diese Frage kann ihnen niemand beantworten, weil das eine mit dem anderen rein gar nichts zu tun hat.

    Das wäre, als müsste man die Frrge beantworten, was eine Tafel Schokolade von einem Kaninchen unterscheidet.

    Die USA sind eine deutlich

    Die USA sind eine deutlich gewalttätigere Gesellschaft als z.B. die Deutsche. Zudem ist das Rechtssystem ebenfalls deutlich anders als hierzulande. Das Rechtsempfinden wird daher in den USA mit dem in Europa kaum vergleichbar sein. Nachdem Trump Gesellschaftsspaltung noch befeuert hat, versucht Biden mit Investitionsprogrammen in Soziales und Bildung das Niveau der Gewalttätigkeit zu reduzieren. Schritte in die richtige Richtung.

    Bodycam Video

    Wer sich ein eigenes Urteil bilden möchte, sollte sich das vollständige, ungeschnittene Bodycam YT- Video der Beteiligten ansehen. Ist allerdings nichts für schwache Nerven.

    @10:43 von Der Lenz

    „Damit ist das Individuelle Risiko für einen Schwarzen von einem Polizisten getötet zu werden 2,5 mal so hoch wie Für einen Weissen.“

    Da haben Sie die Wahrscheinlichkeitsrechnung nicht ganz verstanden: Schauen Sie mal bei Wikipedia unter ‚bedingte Wahrscheinlichkeit‘ nach. Im vorliegenden Fall bedeutet das, dass man, um von einem Polizeibeamten getötet zu werden, in aller Regel zunächst einmal (von seltenen Irrtümern abgesehen) straffällig geworden sein muss. Niemand zwingt aber jemanden - egal ob weiße oder dunkle Hautfarbe - straffällig zu werden. Das ist eine ganz individuelle Entscheidung. Aber das verstehen Sie vermutlich nicht unter ‚individuelles Risiko‘.

    @11:24 von derdickewisser

    >> Das liegt nicht zuletzt an dem in meinen
    >> Augen völlig überholten System der
    >> Geschworenen.

    Ähh, wollen Sie als nächstes in Dtl. die "überholten" Schöffengerichte abschaffen? oO

    13:17 von Cosmopolitan_Citizen | Für dieses Mal stimmt's

    Also der Kodex, den Sie da ansprechen, war aber bislang immer anders gemeint, nämlich als die 'Blaue Mauer des Schweigens.' Polizisten, die aus falschem Verständnis von Kollegialität Schuldige in ihren Reihen gedeckt haben.

    Zitat: 'Sie haben ein Interesse am Aussortieren der "faulen Früchte" in ihren Reihen.'

    Das scheint aber dieses Mal zu stimmen, wie der TS-Beitrag schreibt.

    Zitat: 'Augenzeugen beschrieben unter Tränen, wie sie Chauvin vergeblich drängten, doch endlich sein Knie vom Hals von George Floyd zu nehmen.'

    Zitat: 'Und es ist wirklich bemerkenswert, wie eindeutig und klar Chauvin in diesem Prozess von seinen eigenen Kollegen, aus der eigenen Behörde verdammt wurde.'

    Das sind ermutigende Zeichen.

    tja, zu relaivieren und schön zu reden

    gibt's hier nicht viel. Für den Polizisten gab es keinen Grund und schon gar keine Notwendigkeit, GF zu töten. Notwehr scheidet aus, das Opfer war fixiert und unfähig, sich zu rühren. Versehen scheidet aus, schon allein durch Floyds Worte, sein Tod war nicht nur in Kauf genommen, sondern beabsichtigt.
    Und weil man das nicht weg reden kann, eröffnet man jetzt den Shitstorm gegen andere, die sich grade so anbieten, in diesem Fall gegen Maxine Waters, der man groteskerweise vorwirft, das Gericht einschüchtern zu wollen.
    Irgendwie muss es doch gelingen, die Täter als Opfer und den Getöteten und jene, die sich für Gerechtigkeit einsetzen als Aggressoren hinzustellen. Alles durchschaubar.
    Es fehlt noch "unter Donald hätte es sowas nicht gegeben".

    @von Kleomenes

    "Herrschaft des Mobs".
    Ich stimme Ihnen vollständig zu und danke der TS, dass sie Ihren sachlichen Beitrag nicht gesperrt hat.

    10:56, Vielfalt.

    Halten Sie die wissentliche Verbreitung von Unwahrheit, rassistische/antisemitische Hetze, die Leugnung des Holocausts und den Aufruf zu Straftaten wirklich für etwas, was durch die Meinungsfreiheit gedeckt sein sollte?

    Ich nicht.

    Am 19. April 2021 um 14:59 von Sisyphos3

    >>Am 19. April 2021 um 14:59 von Sisyphos3
    14:53 von David Séchard

    vielleicht
    aber konkret
    was verstehen sie unter dem Begriff "man"
    was muß man alternativ für nen Begriff verwenden um nicht anzuecken ?<<

    Jetzt mal ganz konkret. Der user schreibt es Ihnen doch glasklar.
    Ich verstehe nicht was Sie da noch für eine weitere Erklärung für etwas brauchen das an sich gar nicht zur Debatte steht.
    Sie brauchen doch gar nicht nach einer Alternative zu suchen oder mich dafür. Es geht nicht um einen Alternativbegriff.

    @David Séchard

    Am 19. April 2021 um 15:06 von David Séchard
    @Am 19. April 2021 um 13:56 von Kleomenes

    Konsterniert ist das letzte Wort ihres Kommentares. Und das kann man sein, wenn man ihren Kommentar der Relativierung & der Verächtlichmachung eines Getöteten liest.

    Konsterniert? Ja, aber verwundern tut's mich nicht. Wie ich bereits schrieb, das sind die Methoden des gepflegten Rassismus; Whataboutism, Schuldumkehr, Strohmänner. Und wenn das alles nicht hilft, auch mal Tatsachenverdrehungen und Halbwahrheiten.

    Dieser Post des Users Kleomenes gehört in die Kategorie Schuldumkehr. Es war erwartbar, daß sowas kommt.

    um 15:05 von falsa demonstratio

    @14:05 von paganus65
    ,,Zitat: [Im vorliegenden Sachverhalt geht es nicht um die Änderung eines Gesetzes, sondern um die Frage, ob es gut für die Sache des Antirassismus ist, wenn eine Abgeordnete mit einem Mob droht, sollte ein Gericht zu einer ihr missfallenden Beurteilung einer Tat kommen."]

    ,,Mir hat es schon missfallen, dass die TS schreibt, Frau Waters "drohe" mit Demonstrationen.

    Die Tatsache aber, dass Sie jetzt Demonstranten sogar als Mob bezeichen, kann ich gar nicht billigen. "

    Das sehe ich auch so. Aus einer leichtfertigen, durch garnichts gerechtfertigten Bewertung im Artikel aus
    "konfrontativ" ,, angreifen" zu machen, ist schon sehr diffamierend und bösartig.

    Das Wort ,,drohen" hat da nicht hingehört. Da sollte die TS sorgfältiger sein.

    @Paganus 65 und andere

    Um es richtig zu stellen: Die Abgeordnete hat nicht mit einem "Mob" gedroht, sondern mit Protesten, sollte der Angeklagte Chauvin(ist) z.B. freigesprochen werden.
    Das ist erst mal legitim, denn auch ein Gerichtsurteil kann "falsch" sein - was man nicht zuletzt an vielen Fehlurteilen der Vergangenheit und der Hinrichtung Unschuldiger in den USA ablesen kann... Und es kommt ja gerade in den USA nicht selten vor, dass Polizisten nach Politeigewalt gegen PoC gar nicht erst angeklagt werden, oder freigesprochen werden, wegen behaupteter Notwehr u.a. Eine wesentliche Ursache dabei ist das Geschworenen-System... Es muss nur einer der Geschworenen, zum Beispiel aus rassistischen Gründen , nicht aus gesetzlichen, gegen eine Verurteilung stimmen - und schon ist der Prozess geplatzt . Obwohl es sich ja ganz offensichtlich, das konnte jeder im Fernsehen sehen, objektiv um Mord handelt wer einem 8 Minuten lang die Kehle abdrückt, ist kein Totschläger, sondern Mörder.

    13:43 fathaland slim

    "Ich kenne viele "schwarze" Familien in den USA. Unter denen ist keine, die nicht mindestens ein Opfer staatlicher Gewalt zu verzeichnen hat......"

    Sehen sie bei ihrem letzten Absatz bin ich voll bei ihnen.
    Diese staatliche Gewalt ist kein Problem Einzelner sondern das Endprodukt aus seit Jahrhunderten gewachsenen Strukturen.
    Siehe Cowboyfilme da waren die Guten und die Bösen immer schnell mit der Waffe und Schwarze, Indianer und Asiaten waren nur Beiwerk und keine Menschen. Und wenn sie nicht gestorben sind und wenn es keine Handys gäbe wer weiß ob es nicht noch immer so wäre. (Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten). Das heißt in den USA sollte kein Mensch auch kein Polizist ohne Handy aus dem Haus gehen.

    Am 19. April 2021 um 15:19 von saschamaus75

    @11:24 von derdickewisser >> Das liegt nicht zuletzt an dem in meinen
    >> Augen völlig überholten System der
    >> Geschworenen.

    Zitat: Ähh, wollen Sie als nächstes in Dtl. die "überholten" Schöffengerichte abschaffen? oO

    Zwischen einem deutschen Schöffengericht, bei dem ein Berufsrichter mit entscheidet, und einem amerikanischen Geschworengericht, bei dem der Berufsrichter nur die Verfahrensleitung hat, bestehen riesige Unterschiede.

    @15:03 von MRomTRom | USA weiterhin mit Abstand moderner

    Die Unterlassung, etwas gegen Hass & Hetze getan zu haben, darf man Amerika und seinen Verfassungsvätern nicht vorwerfen. Das wäre ungerecht. Schließlich ist die Verfassung alt und ihre Anpassung an die Zeit sehr schwierig.

    Die First Amendment (anno 1791) ist mit Abstand moderner als sämtliche seitdem weltweit verfasste Verfassungsartikel zum Thema.

    Dank ihrer freiheitlichen Verfassung haben die USA verhindert, dass Extremisten überhaupt erst eine Diktatur aufbauen konnten.
    Schon die Founding Fathers wussten, dass es in den Autoritarismus führt, wenn vermeintlich "böse" Sprache verboten wird. Andere Länder lernen nicht und wiederholen die gleichen autoritären Fehler der Vergangenheit, während die USA demokratisch bleiben.

    @Stern2100

    "Am 19. April 2021 um 15:22 von Stern2100
    @von Kleomenes

    "Herrschaft des Mobs".
    Ich stimme Ihnen vollständig zu und danke der TS, dass sie Ihren sachlichen Beitrag nicht gesperrt hat."

    Sie halten also Schuldumkehr, Relativierung und Verächtlichmachung des Opfers für einen sachlichen Beitrag. Spricht Bände über Ihre Einstellung.

    @fathaland slim

    "Am 19. April 2021 um 15:23 von fathaland slim
    10:56, Vielfalt.

    Halten Sie die wissentliche Verbreitung von Unwahrheit, rassistische/antisemitische Hetze, die Leugnung des Holocausts und den Aufruf zu Straftaten wirklich für etwas, was durch die Meinungsfreiheit gedeckt sein sollte?

    Ich nicht."

    Haben Sie und ich doch hier im Forum schon oft genug gelesen; leider gibt es Menschen, die Rassismus für Meinungsfreiheit halten.

    15:17, Egleichhmalf

    >>@10:43 von Der Lenz
    „Damit ist das Individuelle Risiko für einen Schwarzen von einem Polizisten getötet zu werden 2,5 mal so hoch wie Für einen Weissen.“

    Da haben Sie die Wahrscheinlichkeitsrechnung nicht ganz verstanden: Schauen Sie mal bei Wikipedia unter ‚bedingte Wahrscheinlichkeit‘ nach. Im vorliegenden Fall bedeutet das, dass man, um von einem Polizeibeamten getötet zu werden, in aller Regel zunächst einmal (von seltenen Irrtümern abgesehen) straffällig geworden sein muss. Niemand zwingt aber jemanden - egal ob weiße oder dunkle Hautfarbe - straffällig zu werden. Das ist eine ganz individuelle Entscheidung. Aber das verstehen Sie vermutlich nicht unter ‚individuelles Risiko‘.<<

    Schwarze werden, obwohl sie erwiesenermaßen nicht öfter und mehr Drogen als Weiße konsumieren, etwa vier mal so oft deswegen verurteilt.

    Das nur mal als ein Beispiel von vielen zur Erläuterung, wie ein rassistisches System funktioniert.

    Am 19. April 2021 um 13:33 von fathaland slim

    Zitat: Die Dame, die Sie als Aktivistin bezeichnen, Maxine Waters, ist eine dreiundachtzigjährige Kongressabgeordnete. Sie hat nicht das gesagt, was Sie ihr unterstellen, sondern daß weiter demonstriert werden müsse. Nichts von wegen Angriff.

    Frau Waters ist gewählte Parlamentarierin einer der beiden großen Parteien. Ich bitte, dies nicht zu übersehen.

    Ich bin der Auffassung, dass es einem Mitglied der Legislative gut anstünde, während eines laufenden Verfahrens gegenüber der Judikative Zurückhaltung zu üben.

    In Deutschland ist das aus Rücksicht auf die Gewaltenteilung gute Tradition.

    @ Am 19. April 2021 um 15:28 von Anderes1961

    >>Am 19. April 2021 um 15:06 von David Séchard
    @Am 19. April 2021 um 13:56 von Kleomenes

    Konsterniert ist das letzte Wort ihres Kommentares. Und das kann man sein, wenn man ihren Kommentar der Relativierung & der Verächtlichmachung eines Getöteten liest.

    Konsterniert? Ja, aber verwundern tut's mich nicht. Wie ich bereits schrieb, das sind die Methoden des gepflegten Rassismus; Whataboutism, Schuldumkehr, Strohmänner. Und wenn das alles nicht hilft, auch mal Tatsachenverdrehungen und Halbwahrheiten.

    Dieser Post des Users Kleomenes gehört in die Kategorie Schuldumkehr. Es war erwartbar, daß sowas kommt.<<

    Selbstverständlich war das erwartbar.
    Oft erschrecken mich diese Kommentare bei denen man ein Opfer noch versucht zu verhöhnen, nach dem Motto "Selbst schuld". Und das obwohl es mehr als offensichtlich ist, das es das Opfer nicht hätte geben müssen & seine Vergangenheit, die man extrem aufbauscht, vollkommen irrelevant für das Tatgeschehen ist.

    15:28 von Anderes1961 -Kleomenes | Schuldumkehr alter Bekannter

    Zitat: Konsterniert? Ja, aber verwundern tut's mich nicht. Wie ich bereits schrieb, das sind die Methoden des gepflegten Rassismus; Whataboutism, Schuldumkehr, Strohmänner. Und wenn das alles nicht hilft, auch mal Tatsachenverdrehungen und Halbwahrheiten. '

    Nun, Schuldumkehr ist ein bewährtes Prinzip bei Leuten, welche die Existenz von Rassismus leugnen und den PoC für alles die Schuld geben.
    Und es handelt sich hier natürlich um einen 'alten Bekannten', ;-) der vielfältig auftritt, um die Wahrheitsbotschaften zu verkünden.

    @Kleomenes

    "Meine Perspektive: George Floyd wurde verurteilt, weil er einer schwangeren Frau bei einem Raubüberfall eine Waffe in den Bauch drückte. Er war hatte zum Zeitpunkt seines Todes eines Überdosis Fentanyl intus. [...]"

    Woher Sie diese angebliche Wahrheit haben, kann ich mir denken. Aber darum geht es mir aber gar nicht. Aber wenn Sie schon meinen, solche "Wahrheiten" verbreiten zu müssen, sollten Sie vorher überprüfen, ob es auch stimmen kann.
    Ich habs mal getan und Fentanyl nachgeschaut. Fentanyl ist ein Schmerzmittel und wirkt sedierend. Falls Sie nicht wissen was das ist: es macht müde.

    Sollte er davon tatsächlich eine Überdosis im Körper gehabt haben, so wäre er ganz sicher vor lauter Müdigkeit nicht einmal mehr aus dem Auto gekommen. Ganz zu schweigen von der Frage, wie er mit soviel "Betäubungsmittel" im Körper überhaupt hätte soweit fahren können.

    Ich weiß, wovon ich rede, da ich selbst einige Jahre Schmerztherapie hinter mir habe.

    15:33, melancholeriker

    >>Das Wort ,,drohen" hat da nicht hingehört. Da sollte die TS sorgfältiger sein.<<

    Ich schließe mich dieser Einschätzung ausdrücklich an. Frau Waters hat nicht gedroht.

    15:19 von saschamaus75

    Ähh, wollen Sie als nächstes in Dtl. die "überholten" Schöffengerichte abschaffen? oO
    .
    Schöffen sind "vollwertige" Richter und keine Geschworenen,
    welche nur über die Schuldfrage zu bestimmen haben

    14:56 von fathaland slim | Eine Kopie, na woher schon ?

    Zitat: 'Sie dämonisieren George Floyd und stilisieren ihn zum Großkriminellen.' zu Kleomenes 13:56

    Und noch nicht mal mit eigenen Worten sondern mit einer Kopie aus dem rechtsextremen Netzwerk 'PI News'. Schon klar, welcher alte Bekannte das so macht, nicht ;-)

    @13:56 von Kleomenes

    >> Meine Perspektive:

    "Wir sollten am Glück des andern teilhaben und nicht einander verabscheuen. Haß und Verachtung bringen uns niemals näher.

    Auf dieser Welt ist Platz genug für jeden, und Mutter Erde ist reich genug, um jeden von uns satt zu machen.

    Das Leben kann ja so erfreulich und wunderbar sein. Wir müssen es nur wieder zu leben lernen.

    Die Habgier hat das Gute im Menschen verschüttet und Mißgunst hat die Seelen vergiftet und uns im Paradeschritt zu Verderb und Blutschuld geführt.

    Wir haben die Geschwindigkeit entwickelt,
    aber innerlich sind wir stehen geblieben. Wir lassen Maschinen für uns arbeiten und sie denken auch für uns. Die Klugheit hat uns hochmütig werden lassen, und unser Wissen kalt und hart.

    Wir sprechen zu viel und fühlen zu wenig.
    Aber zuerst kommt die Menschlichkeit und dann erst die Maschinen."

    ((c) by Charles Chaplin, 'Der große Diktator' (1940))

    @MRomTRom

    "
    Am 19. April 2021 um 15:58 von MRomTRom
    15:28 von Anderes1961 -Kleomenes | Schuldumkehr alter Bekannter

    Zitat: Konsterniert? Ja, aber verwundern tut's mich nicht. Wie ich bereits schrieb, das sind die Methoden des gepflegten Rassismus; Whataboutism, Schuldumkehr, Strohmänner. Und wenn das alles nicht hilft, auch mal Tatsachenverdrehungen und Halbwahrheiten. '

    Nun, Schuldumkehr ist ein bewährtes Prinzip bei Leuten, welche die Existenz von Rassismus leugnen und den PoC für alles die Schuld geben.
    Und es handelt sich hier natürlich um einen 'alten Bekannten', ;-) der vielfältig auftritt, um die Wahrheitsbotschaften zu verkünden."

    ... und sich gelegentlich einen breiten Bart stehen läßt. Ja, ist mir bekannt. Wenigstens wurde er als Parteisprecher von der Moderation "abgewählt" :-)

    Tja

    Der vielnamigste User lässt es sich einmal mehr nicht nehmen, die Verfassung der USA als beste, grandioseste und freiheitlichste überhaupt zu rühmen.
    Dass diese aber nicht verhindert hat, dass hundert Jahre lang Sklaverei und hundert weitere Rassentrennung herrschte, wird natürlich ignoriert.
    Weiterhin die Tatsache, dass die Justiz der USA über sehr lange Zeit eben jene Praxis als vollständig mit der Verfassung kompatibel angesehen hat.
    Nun gut, das würde die Argumentation des Users ja auch ad absurdum führen...

    15:47, falsa demonstratio

    >>Am 19. April 2021 um 13:33 von fathaland slim
    Zitat: Die Dame, die Sie als Aktivistin bezeichnen, Maxine Waters, ist eine dreiundachtzigjährige Kongressabgeordnete. Sie hat nicht das gesagt, was Sie ihr unterstellen, sondern daß weiter demonstriert werden müsse. Nichts von wegen Angriff.

    Frau Waters ist gewählte Parlamentarierin einer der beiden großen Parteien. Ich bitte, dies nicht zu übersehen.<

    Ich bin der Auffassung, dass es einem Mitglied der Legislative gut anstünde, während eines laufenden Verfahrens gegenüber der Judikative Zurückhaltung zu üben.

    In Deutschland ist das aus Rücksicht auf die Gewaltenteilung gute Tradition.<<

    Eigentlich gebe ich Ihnen Recht, sehe es im vorliegenden Fall allerdings anders.

    Frau Waters wird in ihrer Familie gewiss Fälle haben, die dem von George Floyd ähneln. Es würde mich sehr überraschen, wenn das nicht so wäre.

    Deswegen betrachte ich den vorliegenden Fall mit anderen Augen.

    Juristisch-politisch nicht korrekt, ich weiß.

    Für mich unverständlich, dass...

    ...dass die anderen Polizisten nach zur-Boden-Bringung nicht nach kürzester Zeit Floyd fixiert im Sinne von Hand- und Fussfesseln anlegen eingegriffen haben.

    Für mich sind sie mitschuldig.

    Chauvin war für Brutalität bekannt

    Derek Chauvin hat eine Vorgeschichte an Brutalität.
    18 Anzeigen wegen überbordender Gewaltanwendung hat er im Lauf seiner Dienstjahre eingesammelt. Auch wenn das in nur wenigen Fällen zu einer Disziplinarstrafe geführt hat, war er für seine Gewaltneigung bekannt.

    Der Nachtclub-Besitzer, der ihn vorher als Security beschäftigt hatte, sagte aus, dass Chauvin für seine Aggressivität und Neigung zur Gewaltanwendung bekannt war.

    Am 19. April 2021 um 15:47 von falsa demonstratio

    "Ich bin der Auffassung, dass es einem Mitglied der Legislative gut anstünde, während eines laufenden Verfahrens gegenüber der Judikative Zurückhaltung zu üben.
    In Deutschland ist das aus Rücksicht auf die Gewaltenteilung gute Tradition."

    In Deutschland hat man auch nicht so ein grundsätzliches Problem mit einer von institutionellem und institutionalisiertem Rassismus geprägten Justiz. Schauen Sie sich mal die diversen "Slave Acts" in den USA aus dem 18. und 19. Jahrhundert an. Diese Gesetze zur Behandlung - brutale Unterdrückung ist wohl der passendere Begriff - von PoC prägten damals die Rechtsprechung von Weißen für Weiße und gegen PoC. Und vieles davon hat sich in der Denkweise vieler Weißer bis heute gehalten, nicht nur in den Bundesstaaten süd-westlich der Mason-Dixon-Linie. Die Rassentrennung wurde in den USA erst in den späten 1950ern und frühen 1960ern allmählich aufgehoben. Da ist noch viel rassistisches Gedankengut vorhanden, auch bei den (weißen) Juristen.

    15:17 von Egleichhmalf

    "Da haben Sie die Wahrscheinlichkeitsrechnung nicht ganz verstanden: Schauen Sie mal bei Wikipedia unter ‚bedingte Wahrscheinlichkeit‘ nach. Im vorliegenden Fall bedeutet das, dass man, um von einem Polizeibeamten getötet zu werden, in aller Regel zunächst einmal (von seltenen Irrtümern abgesehen) straffällig geworden sein muss. "

    *coughs

    15:44 von Anderes1961 / 15:23 von fathaland slim

    Halten Sie die wissentliche Verbreitung von Unwahrheit, rassistische/antisemitische Hetze, die Leugnung des Holocausts und den Aufruf zu Straftaten wirklich für etwas, was durch die Meinungsfreiheit gedeckt sein sollte?
    .
    wo fängt das an mit Unwahrheiten zu verbreiten
    wenn hier einige zum Beispiel das GG zitieren und den möglichen Absatz 2 oder 3 (die Ausnahmen) weglassen
    Wo fängt Rassismus / Antisemitismus an
    "Scheiß Deutscher" zu sagen ist im Gegensatz zu Türken... Griechen etc. nicht strafbar (§ 130 Volksverhetzung)
    und was das Holocaustleugnen anbelangt finde ich das hierzulande unter Strafe zu stellen ok,
    aber lesen sie mal was der niederländische Regierungschef davon hält, in seinem Land ...
    und das Aufrufen zu Straftaten ... "wer aussperrt gehört eingesperrt" oder an einer Laterne ein Schild
    "hier könnte ein Rechter/Linker hängen", da gehen die Meinungen auseinander

    15:39 von Vielfalt. | Unbestreitbar modernere Verfassung in D

    Amerikas Verfassung hatte einen guten Start, aber sie bekommt Arteriosklerose. Sie hat Rassismus nicht verhindert.

    Deutschland hat aus seiner Geschichte gelernt und das Grundgesetz ist deswegen zu einer der modernsten Verfassungen weltweit geworden. Nicht nur wegen dem Bekenntnis zu Menschen- und Bürgerrechten, sondern auch weil diese Verfassung wehrhaft ist.

    Die Weimarer Demokratie wurde von den Extremisten von rechts und links überwältigt. Aus dieser geschichtlichen Erfahrung hat Deutschland Konsequenzen gezogen.

    Das GG sichert die freiheitlich-demokratische Grundordnung wehrhaft ab. In diesem Land kann jeder sagen und tun was er will und den größten Blödsinn von sich geben, wovon z.B. eine AfD reichlich Gebrauch macht.

    Wenn aber Extremisten mit Hass-Tiraden gegen Minderheiten und Andersdenkende oder durch Hetzreden gegen Politiker Gewalttaten wie gegen Walter Lübcke den Boden bereiten, müssen sie mit der Wehrhaftigkeit der deutschen Demokratie rechnen. Und das ist gut so.

    Man darf hoffen, dass dieser

    Man darf hoffen, dass dieser des Mordes angeklagte Polizist, aber auch all diejenigen, die tatenlos drum rum standen und bei dem Todesdrama einfach zugesehen und nicht eingegriffen haben, ihre gerechte Strafe erhalten.

    @saschamaus75

    "m 19. April 2021 um 16:14 von saschamaus75
    @13:56 von Kleomenes

    >> Meine Perspektive:

    "Wir sollten am Glück des andern teilhaben und nicht einander verabscheuen. Haß und Verachtung bringen uns niemals näher.

    Auf dieser Welt ist Platz genug für jeden, und Mutter Erde ist reich genug, um jeden von uns satt zu machen.

    Das Leben kann ja so erfreulich und wunderbar sein. Wir müssen es nur wieder zu leben lernen.

    Die Habgier hat das Gute im Menschen verschüttet und Mißgunst hat die Seelen vergiftet und uns im Paradeschritt zu Verderb und Blutschuld geführt.

    Wir haben die Geschwindigkeit entwickelt,
    aber innerlich sind wir stehen geblieben. Wir lassen Maschinen für uns arbeiten und sie denken auch für uns. Die Klugheit hat uns hochmütig werden lassen, und unser Wissen kalt und hart.

    Wir sprechen zu viel und fühlen zu wenig.
    Aber zuerst kommt die Menschlichkeit und dann erst die Maschinen."

    ((c) by Charles Chaplin, 'Der große Diktator' (1940))

    Danke für dieses Zitat.

    16:17 von fathaland slim

    Deswegen betrachte ich den vorliegenden Fall mit anderen Augen.
    .
    da haben sie recht, das wäre jetzt ein gewichtiges und vor allem nachvollziehbares Argument

    Aber wie sieht es aus wenn man andere Staaten nötigt diesbezüglich aktiv zu werden
    die Türkei zum Beispiel, wenn sie irgendeinen Kurden eingebuchtet haben,
    aktuell die Russen mit ihrem Nawalny
    China mit den zahllosen Dissidenten

    @fathaland slim

    "
    Am 19. April 2021 um 16:17 von fathaland slim
    15:47, falsa demonstratio

    >>Am 19. April 2021 um 13:33 von fathaland slim
    Zitat: Die Dame, die Sie als Aktivistin bezeichnen, Maxine Waters, ist eine dreiundachtzigjährige Kongressabgeordnete. [...]

    Frau Waters ist gewählte Parlamentarierin einer der beiden großen Parteien. Ich bitte, dies nicht zu übersehen.<

    Ich bin der Auffassung, dass es einem Mitglied der Legislative gut anstünde, während eines laufenden Verfahrens gegenüber der Judikative Zurückhaltung zu üben.

    In Deutschland ist das aus Rücksicht auf die Gewaltenteilung gute Tradition.<<

    Eigentlich gebe ich Ihnen Recht, sehe es im vorliegenden Fall allerdings anders.

    Frau Waters wird in ihrer Familie gewiss Fälle haben, die dem von George Floyd ähneln. Es würde mich sehr überraschen, wenn das nicht so wäre.

    Deswegen betrachte ich den vorliegenden Fall mit anderen Augen.
    Juristisch-politisch nicht korrekt, ich weiß."

    ....aber menschlich. Behalten Sie bitte Ihre Perspektive.

    @Kleomenes - 13:56

    "Wir reden hier von einem zwei Meter großen Kriminellen, der genau in die Täterkategorie passt, bei deren Verhaftung jedes Jahr Dutzende US-Cops ihr Leben verlieren."

    Zu Ihrer Reinwaschung für die US-Cops war an diesem Tag aber kein Polizist sondern der zwei Meter große George Floyd zu Tode gekommen.

    "Wenn Derek Chauvin verurteilt wird, dann ist das aus meiner Perspektive ein Zeichen dafür, dass die amerikanische Justiz nach Jahrzehnten des Politikversagens am Ende ist."

    Derek Chauvin sitzt vor Gericht weil er und seine Kollegen gewaltsam verhindert haben, dass George Floyd im Rahmen seiner Bürgerrechte der amerikanischen Justiz überstellt werden konnte.
    Hätten die das drauf gehabt anstatt Lynchjustiz zu betreiben wäre auch kein Polizist suspendiert oder vor Gericht gekommen.

    Und Sie faseln da noch von Politikversagen und Herrschaft des Mobs.

    16:12, MRomTRom

    >>14:56 von fathaland slim | Eine Kopie, na woher schon ?
    Zitat: 'Sie dämonisieren George Floyd und stilisieren ihn zum Großkriminellen.' zu Kleomenes 13:56

    Und noch nicht mal mit eigenen Worten sondern mit einer Kopie aus dem rechtsextremen Netzwerk 'PI News'. Schon klar, welcher alte Bekannte das so macht, nicht ;-)<<

    Danke für die Recherche.

    Darauf hätte ich eigentlich selbst kommen bzw. es recherchieren können.

    Warum nur müssen Rechte mit aller Gewalt das Vorurteil befeuern, daß sie nicht selbst denken, sondern denken lassen?

    @wußte-ich-nicht

    "Am 19. April 2021 um 16:20 von Wusste-ich-nicht
    Für mich unverständlich, dass...

    ...dass die anderen Polizisten nach zur-Boden-Bringung nicht nach kürzester Zeit Floyd fixiert im Sinne von Hand- und Fussfesseln anlegen eingegriffen haben.

    Für mich sind sie mitschuldig."

    Zunächst geht es mal um die Schuld oder Unschuld des Hauptverdächtigen Chauvin. Ob Umstehende sich schuldig gemacht haben - z.B. unterlassene Hilfeleistung - oder ähnliches, dafür müssen die sich gegebenenfalls in eigenen Prozessen verantworten. So läuft's in der Justiz, auch bei uns. Und das ist gut so.

    16:36, Sisyphos3

    >>Wo fängt Rassismus / Antisemitismus an
    "Scheiß Deutscher" zu sagen ist im Gegensatz zu Türken... Griechen etc. nicht strafbar (§ 130 Volksverhetzung)<<

    Ich kann alles drei sagen, ohne mich strafbar zu machen.

    Ich bin nämlich kein armes Opfer.

    @16:37 von MRomTRom

    Immer wieder amüsant zu beobachten wie Dreikäsehoch-Demokratien sich einbilden eine so langlebige Demokratie wie die USA könne von ihnen verfassungstechnisch lernen.

    """Wenn aber Extremisten mit Hass-Tiraden gegen Minderheiten und Andersdenkende oder durch Hetzreden gegen Politiker"""

    Man könnte diese Kritik genau so auch andersrum üben. Sehen Sie das Problem? Die Founding Fathers haben es gesehen und daher demokratisch gehandelt. Es ist kein Zufall, dass die US Demokratie so viel langlebiger ist.

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