Ihre Meinung zu: Immer mehr "Coworking Spaces" ziehen aufs Land

18. April 2021 - 9:37 Uhr

Je länger die Pandemie andauert, desto genervter sind viele vom Homeoffice - vor allem in den großen Städten. Immer mehr Menschen fliehen in Coworking Spaces auf dem Land. Von Griet von Petersdorff.

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Kommentare

Mietbüro?

"Mit dem Begriff 'Coworking' könnten sie wenig anfangen."

Mir geht es genauso - und das, obwohl ich gerade einen ganzen Artikel über "Coworking" gelesen habe.

"Coworking Spaces" = Mietbüro?

Wohnungsnot ade - sofort teure Programme stoppen

Wenn die Städter jetzt wirklich die Vorzüge des Landes entdeckt haben, dann sollten sie gleich aufs Land ziehen. Dorthin, wo die Mieten günstiger sind und es keine Wohnungsnot gibt. Dann braucht es auch keinen Mietendeckel. Und keine teuren Wohnungsbauprogramme für Städte, die nur noch mehr Menschen in die Städte locken und die Preise weiter nach oben treiben. In der Stadt wohnen, über die hohen Mieten jammern und dann womöglich mit dem Auto die Dorfbevölkerung nerven, weil es da schöner zu arbeiten ist als in der Stadt kann doch nicht wirklich ein Modellprojekt sein, das auch noch gefördert wird.

Wenn man die Arbeit mit aufs Land nehmen kann

Seit nunmehr einem Jahr arbeite auch ich zu 99% im Homeoffice. Heißt für mich: Zurück nach Hause, in eine strukturschwache Region in Sachsen-Anhalt.
Eigentlich ist schon seit Jahren klar: Um meinen Job zu erledigen, benötige ich nur ein leistungsfähiges Notebook und einen schnellen Internetzugang. Ich frage mich lediglich, warum es erst eine Pandemie braucht, um Homeoffice zu ermöglichen.
Wie auch immer: Bald ist die schöne Zeit vorbei und ich verbringe wieder zusätzlich zum Job 12 h pro Woche im Auto.

Nicht nur in Großwudicke.

Coworking Space

Ich musste mich erst einmal belesen
Wiki
"...„Coworking Space“ ist ein Anglizismus 
für Geschäftskonzepte, die Arbeitsplätze und Infrastruktur [...] zeitlich befristet zur Verfügung stellen. Der Unterschied zur Bürogemeinschaft ist die Mischung verschiedener Berufe und die geringere Verbindlichkeit ..."

Also eher die Flucht aus dem HomeOffice?

Man geht also gemeinsam zum Fleischer, ...

Testspflicht?

Ob dieses Konzept der Pandemiebekämpfung dient?
Ich wage es zu bezweifeln.

Zurück aufs Land

Es ist ökologisch viel günstiger auf dem Land zu wohnen und im Homeoffice zu arbeiten. In der Stadt sind mir die Mieten zu hoch, die Menschen wohnen zu dicht und ich fand auch den Hundekot immer ziemlich schlimm.
Die ländlichen Regionen sind die klaren Gewinner der Corona-Krise und die Cowoffice Spaces finde ich toll.

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Was ist "Coworking Space" ?

Ich wohne in Deutschland und kenne diesen Begriff nicht, trotzdem ich "Schulenglisch" bis zur 13. Klasse hatte.
Ich wette, dass dieser Begriff damals nie vorgekommen ist.
Ich wünschte mir daher, dass in Deutschland weiterhin Deutsch als Umgangssprache gesprochen wird.

CoWorking auf dem Land ist eine sehr gute Idee, aber ...

... leider hat es die Bundesregierung, die MPs, und die örtlichen Verantwortlichen nicht geschafft das Super-Schnelle-Internet in jedes Haus in D zu bringen, und schon mal gar nicht flächendeckend auf dem Land.

Auch deswegen funktioniert das Home-Schooling auf dem Land auch so mies.

Vielfach endet das Super-Schnell-Internet in einem Kasten einige hundert Meter vom Haus/Neubaugebiet/Schule entfernt. Und ab hier liegt dann das olle Kupferkabel.

Den Rest muss der Investor selber zahlen, insbesondere dann, wenn das Glasfaserkabel in das Haus zu legen ist.

Das ist der Grund, weshalb das Home-Office-Machen lieber in der Stadt stattfindet.

Ganz sicherlich würde viele Menschen lieber auf das Land ziehen, und von hier aus Home-Office-Machen. Auch deswegen, weil das Bauen, Mieten, und auch die sonstigen Lebenserhaltungskosten günstiger sind.

Aber ohne flächendeckendes Super-Schnelles-Internet auf dem Land geht das gar nicht.

Manchmal funktioniert ja noch nicht einmal das Handy ...

Was gefällt mir an dem Artikel nicht...?

Was ich positiv finde, ist, dass in Großwudicke (dessen Namen ich sicher gleich wieder vergessen habe...) und andernorts der Beweis erbracht wird, dass "Arbeit" heutzutage sehr eng mit einem schnellen Internet verknüpft ist und arbeiten dort ermöglicht, wo früher das Geld nur "mit Hacke und Schaufel" verdient werden konnte.

Ob das Ganze gerade coronakonform abläuft ist zwar wichtig, doch im Grunde sekundär.

Mich stören die bei dieser Form des Arbeitens scheinbar unvermeidlichen Anglizismen, die dann im Artikel auch noch auf völlig gewöhnliche Orte und Punkte in (wie war das:) Großwudicke übertragen werden.

Das soll Moderne vermitteln, ist aber auch vielleicht etwas ironisch gemeint.

Mich hat es beim Lesen eher gestört, der "Meeting point" usw. , denn es passt überhaupt nicht zu der geschilderten Dorfidylle.

Aber ich bin vielleicht auch nicht mehr jung genug (bin geimpft...)

Immer mehr "Coworking Spaces" ziehen aufs Land...

Eine interessante Entwicklung. Nur leider keine Option für eine Mehrheit: Denn egal ob ein harter oder weniger harter Lockdown, 76 Prozent der Beschäftigten sind nicht im Homeoffice und auch jeden Tag in Bus, S-Bahn oder Zug. Autos und Panzer müssen anscheinend auch in der Pandemie vom Band laufen. Übrigens meist ohne das Arbeitsschutzregeln (Trennwände, Luftreinigung, Abstände) durchgesetzt oder von den dafür zuständigen Behörden kontrolliert werden.

@10:59 von sven2

>> und einen schnellen Internetzugang.

Geht heute auch via Satellit. Nur eine entsprechende 'Schüssel' an die Fassade basteln und auf den entsprechenden Satelliten ausrichten. =)

Es

ist erschreckend, dass es erst einer Pandemie bedarf, um die Unnatürlichkeit, Gefahren und Nachteile der immer größeren Bevölkerungsdichte in Ballungsgebieten in das Bewusstsein derer zu rufen, die schon eng auf eng dort wohnen oder es sich sehnlichst wünschen. Leider gibt es offenbar politische Pläne, die Verdichtung der Städte weiter voranzutreiben, indem immer größere und höhere Wohnkomplexe dort errichtet werden sollen, was uns dann als „Umweltschutz“ verkauft werden soll. Das ist der falsche Weg, nicht nur wegen der pandemischen Gefahren.

Erklärung zum Coworking

Weil es hier in den Kommentaren mehrfach gefragt wurde:

Coworking ist das Konzept, dass man sich zum Arbeiten benötigte Infrastruktur mit anderen Personen teilt, ohne dass man einem gemeinsamen Betrieb angehört. Den Zugang zu so einem Büro kann man sich stunden-, tage-, wochen- oder monatsweise mieten und auch Zusatzleistungen wie Konferenzräume etc. dazu buchen.

Angefangen hat das ursprünglich als Angebot für international arbeitende Freiberufler wie Anwälte oder Unternehmensberater, die vielleicht für eine Woche einen Kunden in New York betreuen und dann für ein paar Tage in Hongkong oder London arbeiten. Ketten wie Wework unterhalten Räumlichkeiten in fast allen Metropolen.

In Pandemiezeiten ungünstig, aber ansonsten ist der Vorteil von Coworking eben, dass man auch als Soloselbstständiger soziale Kontakte im Büro hat und man tendenziell produktiver ist, weil am heimischen Schreibtisch der Wechsel in den Arbeitsmodus vielleicht nicht ganz so gut gelingt.

Da kehrt also...

...der Digital worker, der am Morgen gestresst von seiner Berliner Wohnung gen Großwudicke aufbrach, am Abend erholt und geradezu beschwingt wieder heim von seinem Coworker office, beseelt von den völlig neuen Work experiences und Wellnesserfahrungen mit bestens gelaunten Coworkern bei butcher Mäser... :-)

@saschamaus75 - Internet via Satellit

12:39 von saschamaus75:
"Geht heute auch via Satellit. Nur eine entsprechende 'Schüssel' an die Fassade basteln und auf den entsprechenden Satelliten ausrichten. =)"

Die Technik kostet ein paar hundert Euro und das Telefonieren mit einer Verzögerung von einer Sekunde ist auch ein wenig gewöhnungsbedürftig. Aber sie haben recht: Da der Staat seit Jahrzehnten den Netzausbau verschleppt, ist Internet über Satellit eine Alternative.

10:53 von Nachfragerin

«"Coworking Spaces" = Mietbüro?»

Räumlichkeiten, in denen Büroinfrastruktur zur Verfügung steht, die ganz unterschiedlich beruflich Tätige nutzen können. Immer Basisinfrastruktur wie Telefon und Rechner mit Internet und Kopierer, Fax ist ja nicht mehr so sehr. Toiletten und Küche, evtl. Aufenthaltsraum. Zusätzlich Benötigtes bringen die dort Tätigen mit.

Will man dort tätig sein, mietet man den Space, den man braucht.
So entstehen Gemeinschaftsbüros, in denen der Eine dies, der Andere das, und ein Dritter jenes macht zum Geldverdienen.

"Coworking" meint meist nur die Räumlichkeit, nicht tatsächlich Zusammenarbeit. Das kann es aber auch sein.

@ saschamaus75 auf

@ saschamaus75 auf @sven2
Zitat:
">> und einen schnellen Internetzugang.

Geht heute auch via Satellit. Nur eine entsprechende 'Schüssel' an die Fassade basteln und auf den entsprechenden Satelliten ausrichten."

Für Konsum-Nutzer (wie streams anschauen) mag der Satellit eine Alternative sein - jedoch Menschen die das Netz beruflich nutzen brauchen nicht nur einen schnelle Verbindung fürs Daten "Ziehen" sondern auch fürs "Schieben" - sprich die UP-Load-Geschwindigkeit ist viel zu gering

was nützt mir als CAD-Konstrukteuer (in Heimarbeit) wenn zwar das herunterladen der zu bearbeitenden Datei nur 2 min dauert - das zurückladen (in die Firmen-Cloud) aber 2 Stunden
-> nämlich rein gar nix!!

für anspruchsvolle Heimarbeit via Internet braucht es nunmal Glasfaser-Kabel bis an die Router-Box

Coworking Space

Am 18. April 2021 um 12:21 von Margitt.
Was ist "Coworking Space" ?

""Ich wohne in Deutschland und kenne diesen Begriff nicht, trotzdem ich "Schulenglisch" bis zur 13. Klasse hatte.
Ich wette, dass dieser Begriff damals nie vorgekommen ist""

Es sind soganannte -Eyecatcher-, auf Deutsch, Schlagwörter um Aufmerksamkeit zu erzeugen.
Gerne benutzt von der Bildzeitung oder Tagesschau.de.
Auf Deutsch, Revolverblättern bei denen auf genaue Berichterstattung nicht soviel Wert gelegt wird, sondern auf die Schlagzeile.

Ich weis nicht

was diese Diskussion bringen soll, oder ob hier wieder nur Panik verbreitet wird.

Angestellte mit Telearbeitsplätzen (Telefon/Laptop) habe immer sehr leicht die Möglichkeit von zuhause zu arbeiten und wenn sie dort die Räumlichkeit und einen Internetzugang haben.

Hat man das nicht, sollte man sich diese Infrastruktur zuhause schaffen.

Jetzt kommen aber wieder die Häschenstreichler, die meinen dass der CO2 Wert steigt und wenn ich aus dem HomeOffice arbeite.

Nein - tut er nicht, denn was ich mit der Fahrt von öffentlichen/privaten Fahrzeugen zur Arbeit wieder spare, wiegt das meist nicht auf. Und wenn ich zuhause Strom brauche, verbrauche ich diesen nicht in der Firma. Apropos: HomeOffice und Arbeitszimmer, Heiz und Stromkosten dafür kann man auch steuerlich geltend machen!!

Coworker / Coworking

Wieder einmal ein völlig unnötiges neues englisches Wort in der deutschen Sprache, das die meisten Leute nicht verstehen.
"Coworker" bedeutet im Englischen soviel wie Mitarbeiter oder Mitarbeiterin. Wenn ich also in meinem Großraumbüro sitze, sind auch noch mehr oder weniger "Coworkers", Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, anwesend.
So etwas wie hier beschrieben ist, würde ich lieber "Mietbüro" nennen als "coworking space".
Dann vermeidet man auch Grammatikprobleme. Ich habe cogeworkt, oder ich habe gecoworkt.
Ich war auf dem Lande im Mietbüro und habe gearbeitet. Hört sich doch viel schöner an.
Vielleicht bin ich auch schon zu alt für diese irren Wortschöpfungen.

Re : sven2

Das mit dem lahmen oder gar fehlendem Internet hat die BR und die LR verschlafen und vergeigt. Seit Jahren wird immer wieder versprochen, und dann nach hinten verschoben. weil die versprochenen Ziele, so wie das Ganze angegangen wird, nicht zu halten sind.
Frau Merkel hat mal vom Jahr 2020 gesprochen, dann wurde dies nach hinten auf 2025 gesetzt, und nun soll das ganze Land 2030 mit schnellem Internet versorgt sein.
So wie jetzt auch in der Pandemie wird immer wieder aufgezeigt, wie die Menschen von den Lügenbolden der Regierung verarscht werden, egal was sie versprechen, so gut wie nichts wird gehalten.

@13:00 von Nachfragerin

>> Die Technik kostet ein paar hundert Euro
Ähh, muß ich meinen Nachbarn mal fragen, der hat doch so ein Teil. Einen kurzen Moment bitte. -.-
5min später:
* spez. Sender/ Empfänger: 170 €
* Router 50 €
* Schüssel (ohne Empfänger, Baumarkt): 15 €
* Kosten mtl.: 13,99 € für 50 MBit/s

>> und das Telefonieren mit einer
>> Verzögerung von einer Sekunde ist auch
>> ein wenig gewöhnungsbedürftig.
Ähh, das Telefon ist doch ganz normal SmartPhone über eine andere Antenne. -.-

Am 18. April 2021 um 12:35 von Bernd Kevesligeti

Eine interessante Entwicklung. Nur leider keine Option für eine Mehrheit: Denn egal ob ein harter oder weniger harter Lockdown, 76 Prozent der Beschäftigten sind nicht im Homeoffice und auch jeden Tag in Bus, S-Bahn oder Zug. Autos und Panzer müssen anscheinend auch in der Pandemie vom Band laufen. Übrigens meist ohne das Arbeitsschutzregeln (Trennwände, Luftreinigung, Abstände) durchgesetzt oder von den dafür zuständigen Behörden kontrolliert werden.
__
Mir ist so, als hätten Sie schon div. Beiträge mit gleichem/ähnlichen Inhalt gepostet.
Wäre es Ihnen lieber, dass unsere Wirtschaft mit deren Hilfe wir hoffentlich nach Corona die ganzen Hilfs- und Einschränkungsmaßnahmen bezahlen müssen, ganz an die Wand gefahren wird ?
Schliesslich müssen dafür noch Gelder generiert werden können. Mit dem Bau einer Krötenbrücke wird es da nicht getan sein. Auch Lieferverträge sind einzuhalten.

@mlz, Ansätze dazu gab es

@mlz,

Ansätze dazu gab es hier in Berlin schon Anfang/Mitte der 90er Jahre
ist aber zunächst wieder eingeschlafen

ab den 2000er Jahren ging es dann aufwärts...
..u.a. war ein Grund das immer stärker um sich greifenden "Outsourcing" (Auslagerung) - was eine Zunahme von "Freelancern" (Einzelkämpfer-Selbstständigen) zur Folge hatte
parallel entwickelte sich ein Arbeits-Nomadentum - neben der Arbeitsplatz-Infrastruktur ala "coworking" musste ja auch der Wohnraum/Schlafplatz organisiert werden -> es entstanden immer mehr WG (Wohngemeinschaften) in denen man sich privat wirklich nicht kannte

übrigens:
um "coworking"-centren entstehen oft weiterführende Dienstleistungen - z.B. benötigen allein erziehende Eltern die solche Plätze nutzen -> Kinderbetreuung

Re : Jim456 !

Ja es ist sicher gut, wenn ich mir die Voraussetzungen zu Hause schaffen kann. Das geht aber nur, wenn ich auch einen schnellen Internet- Zugang habe, dieser nicht dauernd zusammen bricht.
Nur leider gibt es in D viele weiße Flecken, wo eben noch nicht einmal der Mobilfunk funktioniert.
Habe es selbst erlebt, in einer Gemeinde im Schwarzwald, wo mehrere große Firmen mit zusammen 4000 AN sich täglich beschweren, weil der Internetzugang zu lahm ist und das Mobilfunknetz so gut wie nicht vorhanden.
Dass diese Situation sich verbessern soll, wurde schon vor zehn Jahren versprochen, nur ist bis heute nichts passiert.
Das ist die traurige Realität, für die ganz großen wird alles getan, der Rest muss halt warten, bis die Politik und Behörden aus ihrem Dauerschlaf aufwachen !!!

12:33 von harry_up

«Mich stören die bei dieser Form des Arbeitens scheinbar unvermeidlichen Anglizismen, die dann im Artikel auch noch auf völlig gewöhnliche Orte und Punkte in (wie war das:) Großwudicke übertragen werden.
Das soll Moderne vermitteln, ist aber auch vielleicht etwas ironisch gemeint.»

The English Manic. Ironisch ist das meist nicht gemeint … leider.

Zusätzlich erspart es in diesem Fall hier noch nicht mal Buchstaben oder Wortlänge beim Schreiben oder Sprechen.

Meeting Point = Treffpunkt = plus 2 mehr.
Co-working Space = Gemeinschaftsbüro = minus 2 weniger.
Nullsummenspiel im Namen des Maniac.

Zu Studentenzeiten wohnt ich eine zeitlang mit 2 Frauen in einer WG. Die eine studierte Germanistik. Wir hatten eine English Phrases Maniac WG-Kasse. Musste man immer was reintun, wenn man English Phrases sagte, wo es auch Deutsche Begriffe gab.

Für "Toaster" war Zahlen angesagt.
"Brotröster" sagen kostete nichts.
"Ich gehe zum Training" hat mich arm gemacht.
"Übung" wäre das Wort gewesen …

@13:05 von Miauzi

>> sondern auch fürs "Schieben" - sprich die
>> UP-Load-Geschwindigkeit ist viel zu gering

Nope, all inclusive. -.-

Am 18. April 2021 um 12:51 von harry_up

Da kehrt also...

...der Digital worker, der am Morgen gestresst von seiner Berliner Wohnung gen Großwudicke aufbrach, am Abend erholt und geradezu beschwingt wieder heim von seinem Coworker office, beseelt von den völlig neuen Work experiences und Wellnesserfahrungen mit bestens gelaunten Coworkern bei butcher Mäser... :-)
____
lol ! Danke für Ihren humorvollen Beitrag.
Sehr treffend formuliert.

Re : Bernd Kevesligeti !

Tja, das ist das große Problem, dass die BR und LR mit aller Macht und dem Einfluss der Wirtschaft genau diese Situation so will. Jeden Tag sollen die deutschen Vorzeigeprodukte weiter vom Band laufen, egal wie.
Da wird gleichzeitig beschlossen, wer kann soll ins Home- Office gehen und von dort arbeiten. Im ersten Lock Down waren da die Zahlen derer deutlich höher, nun scheinen die Firmenbosse dies nicht mehr so befürworten, wie auch das mit dem Testen nicht so klappt.
Statt bei einem sehr wahrscheinlich kommendem weiteren Lock Down mal wirklich alles dicht zu machen, werden weiter Autos, Panzer, Maschinen und CO vom Band laufen, weil diese Wirtschaft es so will, und die BR nicht in der Lage ist, da ernsthaft ein zu greifen und tatsächlich alles zu schließen. Die Regierung kriegt ja nicht mal den Breitbandausbau auf die Reihe, die Länder schlampen und verzögern, weil sie auch unfähig sind, aber großen Wahlkampf mit Kandidaten, die es nicht drauf haben zu regieren.

@Margitt. um 12:21

Sie fragen „Was ist "Coworking Space" ?“ und schreiben dann „Ich wohne in Deutschland und kenne diesen Begriff nicht, trotzdem ich "Schulenglisch" bis zur 13. Klasse hatte. Ich wette, dass dieser Begriff damals nie vorgekommen ist. Ich wünschte mir daher, dass in Deutschland weiterhin Deutsch als Umgangssprache gesprochen wird.“

Was eine „Coworking Fläche“ ist, kann man im Internet nachlesen. Vorteil ist z. B. für ein Projektteam (auch aus verschiedenen Firmen) sich in so einer Fläche zu treffen und Projekte durchzusprechen. Solche Flächen werden entweder von Firmen (wie z. B. Siemens in München Perlach) bereitgestellt oder von Real Estate Firmen, die geeignete Flächen herrichten und dann vermieten. In München gibt es einige davon. Pandemie gerechte Nutzung ist sicherlich möglich!

Dass Sie dieses Wort in Ihrer Schulausbildung nie gehört haben (ich damals auch nicht), ist aber kein Kriterium dafür, dass es einen deutschen Begriff dafür geben muss; Coworking passt.

Am 18. April 2021 um 12:35 von Bernd Kevesligeti

Zitat: Autos und Panzer müssen anscheinend auch in der Pandemie vom Band laufen. Übrigens meist ohne das Arbeitsschutzregeln (Trennwände, Luftreinigung, Abstände) durchgesetzt oder von den dafür zuständigen Behörden kontrolliert werden.

Gerade in den Betrieben, die Autos und Panter herstellen, dürfte es Betriebsräte und Gewerkschaften geben.

Tun die nichts zum Schutz der Miarbeiter? Anruf beim Gewerbeaufsichtsamt (oder wer immer zuständig ist) genügte.

@ schabernack, um 13:24

Prima.
Dann geh ich jetzt mal mit den ersten beiden meiner doggies die big Runde walken...

Macht richtig Spaß, so ein paar Buchstaben zu sparen, ich merk das gerade, yeah - ehm: ja!

Da hätte Ihre Germanistik- Kommilitonin ja das "(Schreib)heft" in der Hand ...:-)

@mlz um 12:47

>Angefangen hat das ursprünglich als Angebot für international arbeitende Freiberufler wie Anwälte oder Unternehmensberater,<

Angefangen hat es vor allem als die durch die Decke gegangenen Mietpreise für Büroflächen nicht mehr realisierbar wurden. Das hat viel mit der Möglichkeit des Mobilen Arbeitens und dem Micro-outsourcing an "Freiberufler" genannte Hochbildungstagelöhner zu tun, entstand aber als Problemlösung am anderen Ende. Die Mutterbüros sind gerne in der Peripherie oder gleich in Zweckentfremdetem Wohnraum. "Homeoffice" -das was früher das Arbeitszimmer war.

Manche der Ersten Einsteiger waren auch Ex-Startups die einfach die Räumlichkeiten und Möbel die sie ein schon hatten nun auf anderem Weg "Vergoldeten", was viele Vermieter auf die Idee brachte das sie diese Zwischeninstanz ja nicht bräuchten.

Wie bei AirBnB für Wohnungen kann man auch mit Co-working mehr Geld als mit Festverträgen erwirtschaften.
Und dem Isolierten "freischaffenden" bietet es eine "Arbeitsatmosphäre"

@Traumfahrer

Das verstehe ich gut und wenn man einfach zu weit Abseits wohnt.

Ich mir erging einmal so und da bleiben leider nur 2 Möglichkeiten, denn die Zukunft wird so sein, dass die meisten einfach nicht mehr täglich in die Arbeit fahren. Unsere Kinder werden das nicht mehr tun!

Möglichkeit1: Umziehen
Möglichkeit2: Auf die Politik warten (das kann dauern)

Ich bin damals einfach umgezogen, auch wenn es am See sehr schön war. Hilft nichts, das mache ich aber dann wieder wenn ich in Rente bin.

von weingasi1 13:19

Sehen Sie die Schieflage bei den Corona-Maßnahmen ? Sie betreffen weitgehend das private Leben der Bevölkerung. Sie betreffen nicht Firmen, selbst wenn sich in ihnen überdurchschnittlich viele Beschäftigte infizieren. Für NRW verkündete der zuständige Arbeitsminister am 16. März, daß nur knapp 1 Prozent der Betriebe auf die Einhaltung von SARS-Covid-Arbeitsschutzregeln kontrolliert wurden (6073 von 666.813).

12:51 @ harry_up

"Da kehrt also ..."

im Space Shuttle,
ggf. voll besetzt ...

@ Wolf1905, um 13:38

re @Margitt., 12:21

Ich glaube, dass Userin Margitt. googeln kann, aber es ging ihr sicherlich nicht darum...

13:05 von Miauzi

was nützt mir als CAD-Konstrukteuer (in Heimarbeit) wenn zwar das herunterladen der zu bearbeitenden Datei nur 2 min dauert - das zurückladen (in die Firmen-Cloud) aber 2 Stunden
-> nämlich rein gar nix!!
.
erst mal, ich verstehe nix von EDV - man möge mir meinen Beitrag verzeihen !

Aber wenn ich ne Datei runterlade in 2 min dann habe ich Zeit für nen Kaffee
Dann bearbeite ich sie und wenn ich fertig bin schicke ich sie zurück
Muß die Datei dann in 2 min auf dem Firmen Rechner sein ?
Reicht es nicht wenn die im Laufe der Nacht dort landet,
andere Mitarbeiter dann am nächsten morgen Zugriff darauf haben ?
Das nur mal als Frage eines "Unbedarften"

@Nachfragerin um 10:53

>"Coworking Spaces" = Mietbüro?<

Stundenhotels für Bürokräfte

Statt einer bezahlten Illusion von Partnerschaft und körperlicher Zuwendung bietet man hier eine ebenfalls bezahlte Illusion von Arbeitsatmosphäre und Kollegialität.

Das Bedürfnis ist echt, darüber würde ich ich nie Lustig machen.

Und für die vielen Landkinder die es in die Stadt gespült hat, obwohl viele Menschen auf einem Haufen für sie Stress bedeuten (was sich in anrufen bei der Polizei wenn die Jugendlichen auf dem Spielplatz um 20:00 noch laut sind niederschlägt), kommt bei einem "Co-Working-Space" auf dem Land noch die "Heile Welt der Kindheit" Illusion dazu.
Auch das ein echtes Bedürfnis dessen Erfüllung nicht zwingend kostenneutral geschehen muss.

13:15 @ moselbert

"... Ich war auf dem Lande im Mietbüro und habe gearbeitet. Hört sich doch viel schöner an. ..."

Das hört sich furchtbar langweilig an.
:-)

13:24 von Schabernack

Anglizismen:
Auch wenn es jetzt vielleicht nicht ganz hier her passt.
Mir ist in diesem Zusammenhang ein anderes für mich schrecklich klingendes Wort
"Bashing "eingefallen.Ein Wort welches gerne verwendet wird um um kritische unliebsame Kommentierung abzuwürgen.
Dabei eigentlich nur gleichbedeutend,
Bashing =Kritik.

von falsa demonstratio 13:46

Die Betriebsräte bei Amazon Leipzig und H & M Nürnberg forderten Corona Schutzregeln ein. Eine halbe Stunde Pause zusätzlich wegen des Tragens der Atemschutzmaske und die Begrenzung der Kunden auf maximal 12 gleichzeitig. Wurde von den Unternehmen abgelehnt und von den Arbeitsgerichten bekamen Amazon und H & M recht.

Und könnten nicht Autos auch ein paar Wochen später vom Band rollen ?

um 13:05 von Miauzi

>für anspruchsvolle Heimarbeit via Internet braucht es nunmal Glasfaser-Kabel bis an die Router-Box<

Naja
Da erinnere ich mich aus den Neunzigern noch an die klassische Datentransvermethode:
Festplatte per Bote.
Ist zumindest in Ballungsräumen immer noch eine Option.
Die Können ja nicht alle nur Essen austragen.

ein Mietbüro ist kein

home-office, dort kommen genauso Kontakte zustande wie in "normalen" Büros.
home-office heisst von der eigenen Wohnung aus zu arbeiten.

Trotzdem schön für diejenigen, die es sich ermöglichen können.

Für den "Rest", der präsent in seiner Fabrik, Spedition, Einzelhandel usw vor Ort arbeiten und in seinem Wohnblock leben muss, zwar keine Alternative.
Aber vllt sind dann ja wenigstens die wenigen Parks in den Städten weniger voll.

Zusammen- Arbeit -Plätze - flexibel buchbar

Weder den Anglizismus noch die Tatsache an sich finde ich störend, „new work“ eben, „car sharing“ und dergleichen gehört dazu.

Modernes Arbeiten, nicht jeder hat zuhause den Platz, die Ruhe, nicht jeder kann gleich ein eigenes Büro mieten inkl. Ausstattung.
Welch Aufwand, alles für eine Person zu installieren, man teilt sich besser Kaffe-Küche, Reinigungspersonal und Besprechungsraum.

Die Coworkingspaces schiessen auch in kleineren Städten aus dem Boden, Bedarf ist scheinbar da.

Mal geht es um Flexibilität von Büros, Teilen von IT, Reinigung, Besucher neutral entsprechend zu empfangen, dann um Ruhe, Rückzugsräume, sozialer Austausch mit Gleichgesinnten und anderen Fachgebieten.
Dann gibt es kurzfristig Stunden-, Tage-, monatsweise anzumietende Einheiten.
Selbst für Homeschooling & Nachhilfe geeignet.

Es gibt mittlerweile unzählige Unternehmen, die international aufgestellt sind und in denen englisch wichtiger als deutsch ist.

Im Lockdown ist co-working nicht geschlossen.

13:46 von harry_up

«Da hätte Ihre Germanistik- Kommilitonin ja das "(Schreib)heft" in der Hand ...:-)»

Sie hatte die Idee auf den table gelegt.

Dann war es für alle 3 aber sehr interesting, mal genauer zu schauen, wo sich schon damals (Mitte / Ende der 1980-er Jahre) alles Englische Begriffe im Deutschen verbargen.

Aus dem Phrasenschwein sind wir dann immer was Essen gegangen. Besonders gut immer die Spenden von WG-Gästen, die nicht so geübt waren, und an angekündigten Abenden die eine oder andere D-Mark in unserem Schweinchen lassen mussten.

Jedenfalls eine lehrreiche Training Time zum Erkennen von völlig überflüssigem Fremdwortunwesen.

@Naturfreund 064 um 14:07

>Bashing =Kritik.<

Nein.
Bashing hat nur sehr peripher etwas mit Kritik zu tun:
Anpöbeln, Runtermachen, Schlechtreden sind die dazu passenden Synonyme.

Nun kann natürlich jemand Kritik als schlechtreden bezeichnen, auch unter Verwendung von Fachbegriffen.

Damit wird es aber immer noch kein Synonym

Und dieser Kommentar sollte auch kein "Bashing" sein.

@ Margitt. - kleine Hilfe

Was ist "Coworking Space" ? Ich wohne in Deutschland und kenne diesen Begriff nicht, trotzdem ich "Schulenglisch" bis zur 13. Klasse hatte.

Die Lücke lässt sich schließen. Co ist eine Vorsilbe, die aus dem Griechischen über das Lateinische ins Englische gelangte und sie steht für zusammen oder miteinander. Beispiel cooperation.
Working ist das Partizip von to work, also arbeiten und space steht schlicht für Platz oder Raum.

Auf das es ....

mit der "Landruhe" und Idylle bald vorbei ist,
jetzt verstehe ich endlich warum die Stadtmenschen einen SUV brauchen, und warum die Mieten auch im ländlichen Raum anziehen....
Schon skurril das die Wertschöpfung in den Städten stattfindet und sich die gestressten Yuppies dann aufs Land verdrücken....

@ Milka D

Modernes Arbeiten, nicht jeder hat zuhause den Platz, die Ruhe, nicht jeder kann gleich ein eigenes Büro mieten inkl. Ausstattung.

Naja 15 Euro am Tag. Die hat man doch schnell reingeholt.

Am 18. April 2021 um 14:10 von Bernd Kevesligeti

Zitat: Die Betriebsräte bei Amazon Leipzig und H & M Nürnberg forderten Corona Schutzregeln ein. Eine halbe Stunde Pause zusätzlich wegen des Tragens der Atemschutzmaske und die Begrenzung der Kunden auf maximal 12 gleichzeitig

Das geht offensichtlich über die zwingenden Arbeitschutzregeln hinaus.

Sollen die Betriebsräte doch einmal die Mindestanforderungen durchsetzen, wenn es stimmt, was Sie an anderer Stelle (12:35) behaupten, nämlich es würde in der Auto- und Rüstungsindustrie gearbeitet "meist ohne das (sic !) Arbeitsschutzregeln (Trennwände, Luftreinigung, Abstände) durchgesetzt oder von den dafür zuständigen Behörden kontrolliert werden".

@harry_up um 13:53

@Margitt., 12:21
„Ich glaube, dass Userin Margitt. googeln kann, aber es ging ihr sicherlich nicht darum...“.
Ja, das denke ich schon auch. Die ursprüngliche Idee der Coworking Fläche kommt ja aus dem Silicon Valley; Apple, Google und co. Und deshalb ist der Begriff in englisch und einfach so in D übernommen worden. Ich meine, dass man da nicht unbedingt eine deutsche Übersetzung für diesen Begriff braucht; z. B. versteht ja auch jeder (oder die meisten), was mit Home Office gemeint ist. Da gibt es noch eine ganze Menge anderer Begriffe, die auf englisch sind und nicht ins Deutsche übersetzt (v. a. im technischen Bereich).

Corona-konform?!

Hallo,

ich habe mir jetzt das Video angeschaut und kann mir da nur an den Kopf fassen:

Sinn und Zweck von Homeoffice ist es doch, dass die Mobilität eingeschränkt und das Ansteckungsrisiko gesenkt wird. Jetzt öffnet also in einem abgeschlagenen Dorf ein "Coworking Space", wo genau das untergraben wird:

- man fährt dutzende Kilometer
- sitzt dann in einem Gebäude eng zusammen
- geht dann zusammen zum Dorfmetzger rein

Ich finde das sehr bedenklich, dass in diesem Video dieses Konzept nicht kritisch hinterfragt wird, wie hygienisch das Ganze sein soll. Selbst wenn man das als Einzelperson, wie eben die Reporterin, nur für einen Tag machen würde. Man sah aber trotzdem in dem Büroraum, wie 3 Personen zusammen saßen. Und einen Trend scheint es dazu ja zu geben, dass man dann doch dazu verleitet wird, sich mit mehreren zusammen zu setzen.

@ Der Lenz, um 14:11

"Festplatte per Bote...
die können ja nicht alle nur Essen austragen."

da sehe ich im Geist den Essensboten, der von Büro A freundlicherweise die Hard Disc zu Büro B mitnimmt, weil er auch dort Essen hinbringt, und die Festplatte dort mayotriefend zwischen den Fritten rausfischt...

Spaß beiseite:

Nicht lange her, da wurde das, was Sie schreiben, noch von einem Architekturbüro in irgendeiner Sendung gezeigt, da fuhr jemand nach getaner Arbeit mit einer CD oder Festplatte los, um sie von einem schnelleren Ort ins Netz zu schicken.

Glückliches Landleben...

@ ubuntu77

Schon skurril das die Wertschöpfung in den Städten stattfindet und sich die gestressten Yuppies dann aufs Land verdrücken....

Das ist ja das nette am Homeoffice, dass die Wertschöpfung wieder mehr aufs Land verteilt wird.
Und SUV fahren bei uns hier hauptsächlich die Rentner.

Schon früher

habe ich mich an den Facetten des Landlebens erfreuen können.
Wenn jetzt mehr Menschen den Bauernhof wiederentdecken, dann ist das schön.
Aber muss es denn immer ein englisches Wort sein?
Cow?
Warum nicht das gute alte Wort Kuh?
Aber an sich eine tolle Idee. Kühe sind intelligente Tiere . Hoffentlich gibt es aber Einführungskurse. Melken ist nicht so einfach, wie es aussieht.

von falsa demonstratio 14:21

Also ist eine halbe Stunde an Pause mehr, wegen des Tragens von Atemschutzmasken ist schon zu viel ? Das ist ja eher erbärmlich.
Aber glauben Sie wirklich, daß Montagehallen, Packzentren und Großraumbüros coronafreie Zonen sind ? Im Gegensatz zum Einzelhandel, Museen oder Bibliotheken.
Das ist ja fast ein Coronaleugnen...

@Jan Michael um 14:25 von

>Ich finde das sehr bedenklich, dass in diesem Video dieses Konzept nicht kritisch hinterfragt wird, wie hygienisch das Ganze sein soll<

Da haben sie völlig recht.
Und da das ganze an sich ja kein "Betrieb" mit angestellten ist griffe noch nichtmal ein Testpflicht für diese.

Aber das ist ja Arbeit, und im Beruf steckt sich ja bekanntlich niemand an. Weder in Fabriken noch Großraumbüros.

Wer sowas behauptet "Misstraut nur der Bevölkerung und Speziell dem Teil den die Unternehmer darstellen" (Laut Sprecher des Unternehmerverbands).
Sind sie so undemokratisch der Bevölkerung zu misstrauen?
Infektionen gibts nur wenn man Privat nach 21 Uhr vor die Tür geht. Das verbieten zu wollen hat nichts mit Misstrauen gegenüber der Bevölkerung zu tu, sondern basiert auf dem Wissen das alle die das tun nur Coronaparties feiern gehen.

@ Miauzi Re: @ saschamaus75 auf

Sehe ich auch so, zudem benötigt man dafür auch einfach Platz. ich hab das Glück, dass das Kinderzimmer frei ist und ich mir hier einen Entsprechenden Arbeitsplatz einrichten, Bzw meinen privaten PC-Platz umgestalten konnte. Mit Zwei 27", 3D-Maus usw möchte ich auch nicht auf dem Küchen.- oder Wohnzimmertisch arbeiten müssen. Und selbst eine Baugruppe mit mehreren 1000 Teilen möchte ich nicht über W-Lan laden müssen. Bei uns kommt jetzt Open Space in Mode, das sehe ich genau so problematisch, mir jeden Morgen mit dem Container im Schlepptau einen freien Platz suchen zu müssen/sollen und das noch mit Miditower statt Schlepptop ;-)

Das Hohelied des Home-Office?

Was machen eigentlich jetzt die ganzen Führungskräfte? „Führen“ aus der Ferne?

Natürlich gibt es eine Menge „Arbeiten“ die man von zu Hause erledigen kann/könnte. Oder vom Café am Flussufer...

Noch vor kurzem waren aber selbst Gewerkschaftler für die Ausweitung von Stechuhren und der Trend von Vertrauensarbeitszeit war bereits rückläufig um Regelarbeitszeiten einhalten und kontrollieren zu können.

Auch die private e-Mail und Internetnutzung ist in vielen Firmen untersagt.

Pausenregeln sind zum Teil restriktiv (zB für Raucher), Kaffee auf Firmenkosten auf dem Rückzug.

Privatgespräche am Arbeitsplatz nicht gern gesehen.

Und nun, Laissez-faire in Allemagne ? Schön wärs, das wird wohl kaum von Dauer sein!

Aus AG Sicht mit am ärgerlichsten ist die Aufweichung der Kernarbeitszeiten.

Mit am problematischsten dürfte die Frage des Arbeitsschutzes sein. In der Küche oder am Couchtisch kann man schlecht stundenlang effektiv arbeiten.

@ Wolf1905, um 14:22

Da sind wir uns völlig einig.

Das Wort Homeoffice ist auch schwer einzudeutschen.

Als es so was noch nicht (im heutigen Sinne) gab, nannte man das ja "Heimarbeit", und das war sehr wörtlich zu verstehen.

Hat meine Mutter in den 50er Jahren gemacht:

Ein Riesensack mit Achtung: 80 Dutzend Paar Strümpfe (bitte selber rechnen) aus der Strumpffabrik auf Löcher oder Laufmaschen kontrollieren und ggflls. ausbessern, und wenn wir aus der Schule kamen, waren wir nach dem Essen erst mal 3-4 Tage mindestens anderthalb Stunden mit von der Partie, bevor es an die Hausaufgaben oder nach draußen ging.

@harry_up um 14:39

Heimarbeit, ja: Ich hatte meiner Mutter Mitte/Ende der Sechzigerjahre geholfen, solche Mullbinden (Kompressen) mit einem klappbaren Brett zu falten ... damals, damals ... wenn ich das meinen Kindern (geboren 1996 und 1999) erzähle ...
Ihnen alles Gute, und Grüße aus Oberbayern!

14:39 von harry_up

Das kennen meine Eltern auch noch. Nur hat meine Großmutter Säcke vernäht.

Nur mal so zum

Nur mal so zum Verständnis:
kann reichen - muss aber nicht. Es ist schon sehr häufig der Fall, dass die Arbeit des Nächsten auf meinen Vor- oder Zwischenarbeiten beruht. Und der sollte die von mir bearbeitete Datei dann bitte auch zeitnah erhalten und nicht erst am nächsten Tag.

Coworking Spaces

Dank an "schabernack" für die kurze und bündige Erklärung.
Und an alle anderen Damen und Herren die Bitte: Nicht gleich mit tausend Bedenken darüber herfallen oder sich bereits an dem Begriff festbeißen.
Einfach mal eine Idee darin erkennen, deren Mitgestaltung doch jedem möglich ist. Entstehungsprozesse beinhalten auch Fehler, Irrtümer. Die gesamte Evolution ist so gestrickt.
Glückwunsch noch an alle, die sich in Coworking Spaces wohler fühlen als an anderen Arbeitsplätzen.

@ Möbius um 14:38

Ich glaube sie haben die reale Entwicklung seit den 90ern nicht ganz mitgeschnitten.

>Was machen eigentlich jetzt die ganzen Führungskräfte? „Führen“ aus der Ferne?<

In gewissem Sinne ja, nur das sie nichtmehr Führungskräfte sind sondern Projektmanager. Sie vergeben nur noch zu erledigende Aufträge.
>Noch vor kurzem waren aber selbst Gewerkschaftler für die Ausweitung von Stechuhren und der Trend von Vertrauensarbeitszeit war bereits rückläufig um Regelarbeitszeiten einhalten und kontrollieren zu können.<

Gewerkschaften sind nur für Arbeitnehmer zuständig, nicht für freie Unternehmer die Aufträge annehmen.

>Privatgespräche am Arbeitsplatz nicht gern gesehen.<
Die Einsparung desselbigen macht diesen Gedanken obsolet.

>Aus AG Sicht mit am ärgerlichsten ist die Aufweichung der Kernarbeitszeiten.>
Seit AG AuftragGeber Heist ist nur der Abgabetermin entscheidend.

>Mit am problematischsten dürfte die Frage des Arbeitsschutzes sein.<
Hat sich erledigt.

Heimarbeit ....

Wenn ich so arbeiten sollte , ..nein ; um Himmels Willen ....
Liegt so etwas wirklich im Trend ?
Ist doch Blödsinn ...
Die Vorteile sind dann die ländliche Ruhe ?
Was nützt mir jener scheinbare Vorteil wenn man abgeschirmt ist vom Rest der Welt ?
Kennt da evtl. auch jeder jeden ?
Um Himmels Willen ...

@jan Michael Corona spaces

Hygienestandards in Coworking Spaces sind die gleichen wie in allen anderen Büros und Betrieben, Unternehmen und Fabriken, eher noch etwas höher, da dort nicht „zusammen gearbeitet“ wird, sondern getrennt, aber man kann durchaus in einem Großraumbüro zusammen sitzen...alles relativ vergleichbar.

Schön, dass es mal sichtbar wird, man meint, die Ansteckung in der Arbeitswelt liegt völlig im blinden Fleck der Bundesregierung und der MPs.

Als totaler Lockdown war, sah man hinter den Glasfronten eines Coworking Spaces hier in der Gegend normales Bürotreiben. Es gibt ja keine Pflicht zu „Home Office“ und keine Testpflicht für Betriebe und Angestellte.
Büros und Betriebe sind eher Corona Spaces.
Aber das lässt man laufen, eher scheint nächtliche Ausgangssperre von Wichtigkeit.

unnötig neu vermeiden irre

Herrje, dann nennen Sie es doch Mietbüro.

@unbutu77 um 14:17

>Auf das es ....
mit der "Landruhe" und Idylle bald vorbei ist,
jetzt verstehe ich endlich warum die Stadtmenschen einen SUV brauchen, und warum die Mieten auch im ländlichen Raum anziehen....
Schon skurril das die Wertschöpfung in den Städten stattfindet und sich die gestressten Yuppies dann aufs Land verdrücken....<

Was glauben sie wie es sich für einen Städter anfühlt wenn all die "Pendler" vom Land jeden Tag die Stadt verstopfen und vom Navi noch durch die letzte verkehrsberuhigte Spielstraße geleitet werden, zur Umgehung des Staus auf dem Weg zur Autobahn.

14:39 von harry_up

«Das Wort Homeoffice ist auch schwer einzudeutschen.
Als es so was noch nicht (im heutigen Sinne) gab, nannte man das ja "Heimarbeit", und das war sehr wörtlich zu verstehen.»

"Heimarbeit" im Sinn von: "zuhause arbeiten" hat das bereits eingedeutscht. Was Neues muss man gar nicht erfinden als Übertragung dessen, was der Begriff meint. Auch wenn "Heimarbeit" heute was anderes ist als in den 1950-er Jahren.

"Homeoffice" sagen ist aber weit weniger bekloppt, als für Deutsch für das Telefon zum Rumtragen das Wort: "Handy" erfunden zu haben. Was man im Englischen zu dem Ding gar nicht sagt. Kommt in England der "Handyman" … dann kommt wer ganz anderes vorbei als der Mann, der das Telefon zum Rumtragen mit dabei hat.

"Das Mobil" hätte man auch nehmen können. Mehrfachbedeutungen gibt es auch bei anderen Worten, bei denen sich die Bedeutung erst im Kontext der Aussage präzisiert.

Aber der "Kindergarten" ist auch Exportschlager. Für Japaner ist:

アルバイト arubaito・Arbeit

der Teilzeitjob.

Die Flucht auf's Land wird in absehbarer Zeit enden

Der Deal in den Metropolen bestand bisher darin, dass man beengte Wohnverhältnisse gegen kurze Wege zur Arbeit, ein reichhaltiges Freizeit- und Kulturangebot sowie gute Infrastruktur tauschte.

Die Pandemie hat die Vorteile der Großstadt jedoch über Nacht vernichtet. Die Großstädter sitzen nun in ihren 30 m² Einzimmerwohnungen fest. Statt kurzen Wegen in die City gibt es lange Wege dorthin, wo Freizeitgestaltung noch möglich ist: außerhalb, in der freien Natur

Das sind allerdings nur Momentaufnahmen. Sobald die Pandemie endet, wird die Karawane wieder zurück in die Städte ziehen. Manch einer wird von den neuen Freiheiten der Tele-Arbeit weiterhin Gebrauch machen, einige auf dem Land eine Immobilie erwerben, andere Berlin gegen Bangkok oder Südspanien eintauschen, aber den Megatrend der Urbanisierung wird das nur geringfügig aufhalten.

@12:44 von bla234

Bitte wer fährt heute ich mit dem Auto in die Innenstadt, wenn es genug Einkaufszentren außerhalb gibt? Woher kommt wohl die Tendenz, dass immer mehr Läden in den Innenstädten schließen! Mir ist es jedenfalls viel zu umständlich und die Parkgebühren zu teuer. Wer in der Stadt lebt soll auch in seiner geliebten Stadt bleiben, schön mit grüner Moral argumentieren und dann zum Spaziergang mit dem Auto mitten auf der Wiese parken. Und neuerdings auch noch zum Arbeiten. Welch ökologischer Unfug.

@ harry_up um 14:26

>Nicht lange her, da wurde das, was Sie schreiben, noch von einem Architekturbüro in irgendeiner Sendung gezeigt, da fuhr jemand nach getaner Arbeit mit einer CD oder Festplatte los, um sie von einem schnelleren Ort ins Netz zu schicken.<

Bei CD hatte ich Assoziationen von Lochkarten und Floppies...(Mama was heisst dieses Wort, es klingt lustig)

@megatools um 14:57

>Einfach mal eine Idee darin erkennen, deren Mitgestaltung doch jedem möglich ist. <

Oh ja, toll, sogar der Unbezahlten Praktikantin!

@Der Lenz 14:57 Uhr: in welcher Welt leben Sie?

Ich vermute Sie sind entweder Unternehmer oder Freiberufler (bzw. Unternehmensberater) oder sind zwar abhängig beschäftigt, aber dürfen ergebnisorientiert arbeiten.

Das Spektrum reicht da von Softwareentwickler, Editor/Redakteur bis zum Steuerberater/Rechtsanwalts(Gehilfe) oder Justitiar bis zum Designer/Architekt oder Werber/Vertriebler.

Für diese Jobs hätten Sie aber schon immer mit Laptop von unterwegs arbeiten können (oder müssen).

Die Realität der Arbeitswelt in den meisten Banken/Versicherungen, öffentlichen und privaten Verwaltungen und den unzähligen Sachbearbeiter Jobs mit Präsenzpflicht im Automobil/Chemie Bereich etc. sieht ganz anders aus.

Wenn das so produktiv wäre im HO zu arbeiten hätten die meisten deutschen Firmen ihre Belegschaften schon lange von zu Hause arbeiten lassen. Man kann deshalb davon ausgehen, dass nur ein sehr kleiner Teil der HO-Worker im Homeoffice dauerhaft bleiben dürfen.

"Coworking Spaces" und auf Deutsch?

Nun zahle ich schon mal regelmäßig, wenn auch zwangsweise, monatlich meine „Rundfunk- und Fernsehgebühren“, bekomme aber wiedermal einen Begriff, nun "Coworking Spaces", vorgesetzt, wozu ich in meinem Wörterbuch nichts finde. Mein Schulenglisch, durch mein Berufsleben begleitete es mich ganz gut, hilft mir auch nicht. Wikipedia hilft! Anglizismen lassen sich sicherlich nicht vermeiden, aber eine Umsetzung dieses Begriffes ins Deutsche wäre doch nicht unmöglich oder? Auf dt. Wortschatz sollte man, zumindest in den Medien, nicht verzichten. Auch wenn man hierzulande Fremdsprachen gegenüber allgemein sehr aufgeschlossen ist. „Coworking Spaces", für die meisten ist es leider nicht möglich. Welcher Personenkreis favorisiert es gegenüber Homeoffice?
„..gemeinsam zum Dorffleischer… Meeting Point“, hoffentlich immer mit Bedacht, gerade z.Zt.! Wie verhält es sich mit den notwendigen Arbeitswegen? Womit werden diese bewältig? Was sagt FFF dazu?

Home-Office ist schlecht für Berufstätige

Mit schulpflichtigen Kindern. Außer sie sind Beamte oder genießen Sonderregelungen im Öffentlichen Dienst.

Das sieht in der Praxis meist so aus: Mütter in Kurzarbeit, betreuen Home-Schooling. Väter im Home-Office - oder umgekehrt.

Das das kein Dauerzustand sein kann, kann man sich denken.

Im Prinzip ist „Co-Working“ genau das was viele Familien gerade durchmachen.

Und das Problem ist nicht nur die Bandbreite der Internetverbindung sondern die Qualität und Ausprägung der Digitalen Arbeitsplattform selbst.

Und da hakt es meistens, weil viele Anwendungen garnicht auf so viele gleichzeitige Nutzer ausgelegt sind.

@passdscho um 15:13

>Bitte wer fährt heute ich mit dem Auto in die Innenstadt, <

Es gibt in diesem Land eine seltsame Spezies die, um sie vor dem Aussterben zu bewahren, mit umfangreichen Schutzrechten, Steuerprivilegien und Sonderzuwendungen bedacht wird:
Die Pendler.
Sie wohnen meist in kleinen Ansiedlungen, gerne am Rande von Wäldern oder Feldrainen wo sie in ihrer natürlichen Umgebung so oft miteinander wie mit der Artverwandten "Hausfrau und Mutter" in Gemeinschaft leben.
Ihre Namensgebende Tätigkeit Führen sie in der Regel unter Nutzung der zum Haushalt in mindestens selber Anzahl wie Personen gehörenden möglichst großen"Autos" aus.

Pendler konkurrieren in ihrem natürlichen Lebensraum, dem "Stau" mit dem sog. "Shopper" v.a. in Metropolennähe.

15:13 von passdscho

«Wer in der Stadt lebt soll auch in seiner geliebten Stadt bleiben, schön mit grüner Moral argumentieren und dann zum Spaziergang mit dem Auto mitten auf der Wiese parken. Und neuerdings auch noch zum Arbeiten. Welch ökologischer Unfug.»

Am besten fetten Zaun um die Stadt drumrum machen.
Separiert dann das Stadtvolk und das Landvolk voneinander.

"Coworking Spaces" auf dem Land sind sicher nicht der Weisheit lezter Schluss, und nicht Allheimittel für alle Art von Malaise. Was man schon vorher wusste, steht auch im Artikel zu lesen:

So was kann dazu beitragen, "Landflucht" zu mindern, weil es auf dem Land keine, oder nur wenige Arbeitsplätze gibt. Junge Menschen ziehen in die Stadt "der Arbeit hinterher". Dörfer werden "entvölkert" … spätens wenn auch die mit Kindern wegziehen müssen, weil auch Schulen geschlossen werden. Das tote Dorf bleibt als Fossil.

Gerade in Ostdeutschland Ex-DDR ein immer noch sehr gegenwärtiges Problem.

Bei Zaun um die Stadt passdscho gar nix mehr.

Das ist auch so ein „Knüller“ den Sie da vom Stapel gelassen haben.

Als wenn es vorher keine Projektleiter gegeben hätte....

Die haben aber meist mit der Linienorganisation nicht so viel zu tun und keine disziplinarische Führungsverantwortung.

Vielleicht gehören Sie ja zu den Glücklichen die nur ihre eigene Expertise brauchen um ein Arbeitsergebnis zu produzieren. Dummerweise trifft das auf die meisten Bürojobs nicht zu, da sind oft tausende Dinge abzustimmen. Da ist es ärgerlich wenn Kollege xy nicht erreichbar ist und sie keine Zeit mehr haben, wenn der Kollege so weit ist. Usw.

Alles nur für den distanzierten Dienstleistungssektor

Handwerk und Industrie, Pflege und Soziales sowie low-IQ-Jobs profitieren vom Homeoffice so gut wie garnicht.

@Möbius um 14:38

"Was machen eigentlich jetzt die ganzen Führungskräfte? „Führen“ aus der Ferne?" -> Home office soll nicht bedeuten, dass man nur noch von zu Hause arbeiten soll - das wäre dann eine Telearbeitsplatz. Führen geht auch, wenn man sich z. B. 1x pro Woche im Team trifft und die Themen bespricht. Personalthemen kann man dann auch mit dem Vorgesetzten besprechen.
"Natürlich gibt es eine Menge „Arbeiten“ die man von zu Hause erledigen kann/könnte. Oder vom Café am Flussufer..." -> Warum "Arbeiten" in "": trauen Sie den Menschen nicht, die von zu Hause aus arbeiten? Klar, man kann einen anderen Rhythmus haben als wenn man ins Büro fahren muss. Und man spart sich eine Menge Fahrtkosten und -zeit.
"Aus AG Sicht mit am ärgerlichsten ist die Aufweichung der Kernarbeitszeiten." -> vielen Arbeitnehmern sind flexible Arbeitszeiten oftmals lieber; aber ja, es ist eine Aufweichung.
"die Frage des Arbeitsschutzes" -> ja, das bedarf einer guten Ausstattung, wo der Arbeitgeber mit zu investieren hat.

12:51 von harry_up

Da kehrt also der Digital worker, der am Morgen gestresst von seiner Berliner Wohnung gen Großwudicke aufbrach, am Abend erholt und geradezu beschwingt wieder heim von seinem Coworker office, beseelt von den völlig neuen Work experiences und Wellnesserfahrungen mit bestens gelaunten Coworkern bei butcher Mäser...

At home sieht er dann die Kids, die von wifey homegeschoolt wurden um ihre Skills upzugraden. Und weil jetzt work-life-balance angesagt ist, wird Dad random eine Folge der fancy Netflix-Soap streamen und ein wenig chillen. Dazu gibt es veggie sticks, ganz easy-going. Nice.

@Möbius um 15:32

"Home-Office ist schlecht für Berufstätige" ist Ihr Betreffstitel: das können Sie aber nicht generell sagen, sondern nur für Sier selbst; ich habe genügend ex-Kollegen (ich bin in passiver ATZ), die heilfroh sind, jetzt umfangreich HO nutzen zu können.
Also es kommt da auf die persönliche Situation drauf an (Familienstand, Größe der Wohnung, Internetanbindung, etc.).

Ich finde HO prinzipiell positiv, wobei ich schon auch der Meinung bin, dass es nicht nur HO alleine sein kann (dann wäre es ja ein Telearbeitsplatz) - ansonsten fehlt auch der informelle Austausch mit Kollegen*innen z. B. in der Teeküche oder sonst wo.

Wo ich dem Artikel zustimme

Ich finde es gut, sich grundsätzlich über die Zukunft der Arbeitswelt Gedanken zu machen und sich zu überlegen ob Corona einen langfristigen Einfluss darauf hat.

Ein Punkt wurde ja erwähnt: die Abkehr von den extremen Mieten und Immobilienpreisen in der Stadt.

Und AG könnten es schätzen, auf die Anmietung teuren Büroraums ganz oder teilweise zu verzichten.

Es ist aber völlig undenkbar das zB die Deutsche Bank ihre beiden Bürotürme „Soll und Haben“ in Frankfurt aufgibt um ihre Belegschaft von Remote dezentral aus der ganzen Republik arbeiten zu lassen.

Denn mal von den Datenschutz Fragen abgesehen, ist das schon deshalb schwierig, weil die Loyalität der AN viel mit „Corporate Identity“ und „Teambuilding“ zu tun hat.

Und das kann man nicht mit MA machen, die zu Hause zwischen Küche und Kinderzimmer hocken.

@Möbius um 15:25

> in welcher Welt leben Sie?
Ich vermute Sie sind entweder...<

Ich bin die Kaiserin von China, aber ich habe die Entwicklung dazu das sich Bereiche von denen ich es nicht erwartet hätte sich diesen, nennen wir es mal "Ausbeutungsstil", der ursprünglich im Bereich der Weltanschaulich geprägten "ehrenamtlichen" oder "gemeinnützigen" Selbstausbeutung angesiedelt war, zu eigen gemacht haben miterlebt.
Vor allem seit die aus diesem Bereich stammende "Motivationsrethorik" von "Selbstbestimmung" "Selbstverwirklichung" und "Gestaltungsteilhabe" zum allgemeinen Standard geworden ist und selbst Demonstrationen von Werbeagenturen organisiert werden.
Ja, es gibt noch "klassisch" arbeitende Firmen, aber um die geht es nicht auf dem mit dem Inhalt des Titels verwandelten Geschäftsfeldern.

15:28 von hertha.78

«Nun zahle ich schon mal regelmäßig, wenn auch zwangsweise, monatlich meine „Rundfunk- und Fernsehgebühren“, bekomme aber wiedermal einen Begriff, nun "Coworking Spaces", vorgesetzt, wozu ich in meinem Wörterbuch nichts finde. Mein Schulenglisch, durch mein Berufsleben begleitete es mich ganz gut, hilft mir auch nicht.»

Man muss es nicht gequält komplizierter machen, als es tatsächlich ist.

Die Vorsilbe "Co-" kennt man auch aus dem Deutschen.
"To work" ist ein Verb aus Englisch Klasse 1.
"Working" ist das Partitip Präsens vom Verb. "Arbeitend".

"Space" ist auch Mega-Basis-Englisch.
"Space Shuttle" kennt das Kind ohne Englischkenntnisse.

Schulenglisch + gut zurecht gekommen Berufsenglisch muss allemal ausreichend sein, um sich "zusammen zu reimen", was "Cowirking Space" sagen will.

"Coworking" ohne Bindestrich nach dem "Co-" geschrieben …
mag max. 1 Sekunde lang zu Verwirrung + Verwechslung mit:
"Cow" der Kuh führen.

Aber die arbeitet ja in others spaces than in office.

@saschamaus75

13:16 von saschamaus75:
"Ähh, das Telefon ist doch ganz normal SmartPhone über eine andere Antenne. -.-"

Meine bisherigen Telefon- und Videokonferenzen liefen übers Internet. Eine langsame oder verzögerte Internetverbindung ist da schon störend.

@Möbius um 15:49

I. d. R. bedeutet AG "Auftraggeber" und AN "Auftragnehmer". Sie meinen mit AG also Arbeitgeber und AN Arbeitnehmer.
Die Loyalität der Arbeitnehmer hängt schon mit „Corporate Identity“ zusammen, aber auch von der Möglichkeit, flexibler zu arbeiten als (wie Sie in einem anderen Post geschrieben haben) nur in Kernarbeitszeiten.
HO Arbeit dort, wo es möglich ist; Arbeitgeber und Vorgesetzte sind da nicht stur dagegen.
Im Übrigen sind die Menschen, die in Werken an den Maschinen arbeiten, da außen vor - die braucht man vor Ort. Der eine oder andere würde sicherlich auch mal (wie die Büroleute) im HO arbeiten - geht aber nicht.

15:37 von Der Lenz @passdscho um 15:13

Die Spezies der Pendler

Sie wohnen meist in kleinen Ansiedlungen, gerne am Rande von Wäldern oder Feldrainen wo sie in ihrer natürlichen Umgebung so oft miteinander wie mit der Artverwandten "Hausfrau und Mutter" in Gemeinschaft leben. [...] Pendler konkurrieren in ihrem natürlichen Lebensraum, dem "Stau" mit dem sog. "Shopper" v.a. in Metropolennähe.

Klasse! Keine meiner Formulierungsversuche hätte das auch nur ansatzweise so gut getroffen!

@schabernack - Cow-Working auf dem Land.

15:54 von schabernack:
"Schulenglisch + gut zurecht gekommen Berufsenglisch muss allemal ausreichend sein, um sich 'zusammen zu reimen', was 'Coworking Space' sagen will."

Das habe ich versucht.
Ein "coworker" ist ein Kollege. Es liegt also nahe, von einem in die Provinz ausgelagerten Großraumbüro auszugehen. Erst im wikipedia-Studium erfuhr ich, dass das "Co" hier lediglich für eine Koexistenz von Menschen steht, die sich den Arbeitsplatz, nicht aber die Aufgaben teilen.

@Wolf1905: da bin ich sogar bei Ihnen

2-3 Tage HO die Woche (oder wenigstens einen Tag bei einer Vollzeitstelle) und sonst ins Büro in die Firma ... das macht schon eher Sinn.

Das könnte auch für Führungskräfte akzeptabel sein, auch wenn es für persönliche Treffen die Flexibilität etwas einschränkt.

Zumal es immer wieder Sachen gibt die man im Büro erledigen muss (zB wegen bestimmter Akten, die man nicht mitnehmen darf).

Es geht aber natürlich nur, wenn man keinen Kundenkontakt/Publikumsverkehr hat und wenn unter dem Strich auch über längere Zeiträume die Produktivität stimmt. Und wenn jeder mal ins HO darf ... (von wegen Betriebsklima)

15:49 von Thomas D. 12:51 von harry_up

At home sieht er dann die Kids, die von wifey homegeschoolt wurden um ihre Skills upzugraden. Und weil jetzt work-life-balance angesagt ist, wird Dad random eine Folge der fancy Netflix-Soap streamen und ein wenig chillen. Dazu gibt es veggie sticks, ganz easy-going. Nice.

Thanx! Auch für Ihre Kastanienvirusbekämpfungsstrategie. :-)

@ schabernack, um 15:54

War da nicht was mit "Cobolden" neulich? Ich nenne keinen Namen...

Da kommt man doch langsam ins Grübeln, obwohl, wenn sich 2 Trunkenbolde zusammentun, ist man schon nah dran...

bitte nicht

Liebe Hippster Urban People und sonstiges modernes Volk:
Bitte bleibt in euren so angesagten Städten, mit 2 Minuten Bus Takt, coolen Cafés und protectet Bike Lanes.
Wir wollen euch hier auf dem Land nicht.
Wir wollen auch keinen Meeting Point beim Metzger.
Hier darf man noch deutsch sprechen und nicht wissen, was ein Smartphone ist.
Wir sind auch garantiert nicht neidisch auf euch.

16:19 von Nachfragerin

«Ein "coworker" ist ein Kollege.»

"Kollegen" bei der Arbeit sind auch die Jungs und Mädels bei uns in der Produktion. Die arbeiten aber auch nur im selben Gebäude wie ich mit ganz anderer Tätigkeit im Büro.

Berührungspunkte im kollegialen Sinn von Zusammenarbeit ergibt sich mal alle paar Wochen oder Monate, wenn ich bei denen was fotografieren muss.

"Coworking" ist auch kein Substantiv wie "Coworker" eines ist.
"Zusammen arbeitend" in einer Räumlichkeit.
Nicht zwangsläufig in Tätigkeiten, die einander bedingen, oder in der Reihenfolge aufeinander aufbauen.

"Gemeinsame Räumlichkeit".
So was wie das könnte man auf Deutsch sagen.
Manchmal klingt Deutsch aber sehr sperrig …

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