Kommentare - In München öffnet demnächst ein Mitmach-Supermarkt

Kommentare

interessant ... !

bei der Tafel kann man auch mitarbeiten
In der Regel aber beschränkt sich ein Großteil der Kunden darauf
auf´s Mitarbeiten eher zu verzichten
Aber wer weiß vielleicht ist hier das Engagement anders

Die nächste Stufe der Ausbeutung nach dem Lohndumping

Das war auch beim Online-Banking mal die Devise, daß die Bankkunden die Arbeit der Bankangestellten erledigen sollen und dafür keine Kontoführungsgebühren bezahlen müssen. All das ist Schnee von gestern. Und während die Banken durch Filialschließungen und Personalabbau viel Geld einsparen, werden die Bankkunden dafür, daß sie die Arbeit für die Bank erledigen, auch noch dreist seit 2020 mit immer höheren Kontofährungsgebühren abgezockt. Eine faire Marktwirtschaft schaut anders aus.

@ 12:48 von Thrombosen-Paul

Eine Frage: Kann es sein, dass Sie nicht wahrgenommen haben, dass es sich hier um ein solidarisches Genossenschaftsprojekt handelt, dass regionale Vermarktung und Bioprodukte fördert? Wenn Sie den Bericht lesen bzw. sich näher erkundigen auf der Webseite des Projektes, dann erkennen Sie, dass jedes Mitglied 3 Stunden im Monat selbst dort arbeitet - und davon kann man sich nicht freikaufen. Mit Ausbeutung und Lohndumping hat das rein gar nichts zu tun.

Re : Sisyphos3 !

Ich finde diese Idee echt gut. Dadurch wird die heimische und regionale Landwirtschaft, aber auch andere Zweige gefördert. Es können so deutlich kürzere Lieferketten auf gebaut und betrieben werden, was in Krisenzeiten sich als sehr sinnvoll erweisen kann.
Und wenn man sich selbst mit einbringen kann, durch mit arbeiten, mit helfen, kriegt so manche Person ein besseres Gefühl für all die Waren. Zusätzlich können manche feststellen, was brauche ich wirklich, was ist wichtig, und was muss nicht unbedingt sein. Dann ist ja der Punkt der Genossenschaft, die in der Regel nicht auf große Gewinne ausgelegt ist, was ich deutlich besser finde, als der ganze Wahn mit den Aktien und Fonds, die nur zu einer unersättlichen Gier und Habsucht verführen.
Es sollten auch viel mehr Genossenschaften für Wohnungen gegründet werden, um den Mietenwahn zu bremsen, da die Politik (CDU/CSU) nicht gewillt ist, da einen Riegel gesetzlich vor zu schieben.

Gute Idee

Das Genossenschaftsprinzip lebt!
Das stimmt mich froh!
Ich drücke aus dem Norden die Daumen.

Ein paar Zweifel

bleiben noch, aber das kann in Gebieten wo es gut Löhne gibt, sicher klappen.

" "Die Mitarbeit ist überschaubar, und zahlen muss ich im Supermarkt ja auch, und im Zweifel mehr als hier."

Also da sind meine Zweifel, ich hab selber im Umkreis einige Möglichkeiten direkt bei Erzeuger einzukaufen, die Preise sind immer höher als auf dem Supermarkt für Bioprodukte.
Egal ob das Äpfel ( um mich ist alles voller Plantagen) Käse oder Fleisch ist, der Preis auf dem Supermarkt, ist um 50 Prozent billiger bei Äpfeln zum Beispiel.
Auf dem Supermarkt gibt es die selbe Ware, von der selben Plantage, unter dem Selbstpflückpreis.
Denn ich gehe jedes Jahr meine Äpfel selber pflücken, und kenne die Preise gut.
Könnte das auch mit Zahlen belegen.

Supermarkt

Eine interessante Konstruktion, aber für mich ist das keine Alternative, weil mir das Angebot von Rewe und Co. genügt und ich den Aufwand (Arbeitsstunden, Anteilscheine, Haftungsfragen) scheue. Dass sich die Idee durchsetzt glaube ich zwar nicht, aber den Mitgliedern dieser Initiative geht es wohl auch mehr um eine Alternative. Wer mag, soll sich daran beteiligen.

Re : Thrombosen- Paul !

Im Grunde gebe ich ihnen recht. Nur ist das Eine Äpfel, das Andere Birnen, also sehr schwer miteinander zu vergleichen.
Das liegt aber auch daran, dass die Politik keine klare Linie fährt und mal festlegt, was darf eine Bank für die Kontoführung verlangen.
Nur bei einem Laden für die täglichen Güter, die die Menschen benötigen, ist dies sehr wohl sinnvoll, regionale erzeugte Produkte in einem begrenztem Rahmen einer Genossenschaft an zu bieten. So können kürzere Lieferketten und Wege erschlossen werden, und muss nicht immer Waren ( Kartoffeln aus China) einführen, was ich persönlich für ein absolutes Unding halte.
Auch besteht ja die Möglichkeit der Mitarbeit, was einen besseren Bezug zu den Waren und somit auch ein besseres Verständnis führen kann.

Eine Geschäftsidee am Markt vorbei

Na klar, damit man da zu überhöhten Preisen was einkaufen darf, soll man vorher 180 Euro und mehr einzahlen und für den Supermarkt für lau arbeiten. Warum sind darauf Aldi, Lidl & Co. noch nicht gekommen ? Weil die Masse der Dumpinglöhner unter der AGENDA 2010 jeden Cent dreimal umdrehen müssen und nur das Billigste vom Billigen kaufen können, damit das Geld bis zum Monatsende reicht. Somit scheitert diese Geschäfts- und Schnapsidee bereits am Armenhaus Deutschland.

@12:48 von Thrombosen-Paul

>> Eine faire Marktwirtschaft schaut anders
>> aus.

Ähh, ist die Formulierung "faire Marktwirtschaft" jetzt ist ein Paradoxon oder ein Oxymoron? oO

Ja, ein echter "Clou"!

Zitat: "Der Clou: Auf den Einkaufspreis kommt ein durchgängiger Aufschlag von 30 Prozent. So errechnet sich der Verkaufspreis."

Ja, ein echter "Clou"!

Wer will nicht 30 Prozent mehr bezahlen.

Das wird bestimmt der Renner.

@ Traumfahrer

Dabei vergessen Sie, daß diese ganze Schieflage durch die AGENDA 2010 eingetreten ist. Von Dumpinglöhnen bis hin zum Lehrer in prekären Beschäftigungsverhältnissen kann man nun mal keine anständigen Preise mehr bezahlen. Demokratie und Selbstbestimmungsrecht sind somit auch nur noch Makulatur. Denn wenn die Menschen nicht mal mehr soviel Einkommen haben, um sich für gesunde Biokost entscheiden zu können, dann kann auch die Landwirtschaft nicht auf Bio umstellen. Eins hängst also mit dem anderen zusammen. Und an diesem THINK BIG ermangelt es nicht nur dieser Geschäftsidee, sondern auch der Bundesregierung. Würden Aldi, Lidl & Co. eine Chance sehen, z.B. bessere Fleischqualitäten zu höheren Preisen verkaufen zu können, dann hätten das diese Lebensmitteldiscounter längst getan. Scheinheilig und verlogen, wenn da die Politik höhere Fleischpreise fordert.

13:07 von Traumfahrer

>> Es sollten auch hier Genossenschaften für Wohnungen gegründet werden, um den Mietenwahn zu bremsen, das die Politik (CDU/CSU) nicht gewillt ist, da einen Riegel vorzuschieben.<<
>>Das liegt aber auch daran, dass die Politik keine klare Linie fährt und mal festlegt, was darf eine Bank für die Kontoführung verlangen.<<

Merken Sie eigentlich nicht selber, dass alles, was Ihre Texte beinhalten und "was nicht stimmt", Sie der Politik (hauptsächlich CDU/CSU) vor die Füße werfen? Sie machen es sich etwas zu einfach. Der Mensch ist ein selbstständiges Wesen und braucht nicht immer die Politik für alles und jedes Detail. Wir leben nicht im Kommunismus, und wenn das die Mehrheit so wollte, könnte sie dementsprechend so wählen... ich bin froh, das die CDU/CSU nicht nach dem "Geschmäckle" der Linken handeln. Das hat bereits eine andere Volkspartei versucht... und ist krachend daran gescheitert.

@ 13:25 von Blitzgescheit

Eine Frage: Ist es Ihrer Blitzgescheit-Auffassungsgabe entgangen, dass es ganz transparent um 30% auf den Einkaufspreis und nicht auf den Verkaufspreis geht? Blöd, wenn die ideologischen Scheuklappen so groß sind, dass man die Basics nicht versteht.

@Thrombosen-Paul:

Ganz im Gegenteil, Paule: Der heutige Supermarkt (Preisdiktierer beim Hersteller) wird pleite gehen, da nur noch die Allerärmsten dort einkaufen könnten - und auch nicht kommen, um den qualitätslosen Ramsch zu nehmen. - Guter Rat meiner Großmutter, gebürtig aus dem 18. Jahrhundert: Wenn Du billig einkaufst, kaufst Du teuer, denn Du bezahlst mit anderer Währung. - Und diese Großmutter konnte rechnen, da seien Sie sicher - selbst in dem von Ihnen so gern gesehenen "Armenhaus Deutschland". -

Diese Geschäftsidee scheitert am Armenhaus Deutschland

Damit das Geld am Monatsende auch noch für die Stromrechnung reicht, können viele Menschen nicht etwa in so einem Supermarkt einkaufen, sondern sind längst gezwungen, auch noch das Billigste vom Billigen in Aldi, Lidl & Co. zu unterbieten, indem sie sich allmonatlich ihre Freßpakete über Ebay und Alibaba für ein paar wenige Euros Einkaufspreis und versandkostenfrei um die ganze Welt aus China schicken lassen. Umwelt- und Klimaschutz schauen zwar anders aus als diese globale Mißwirtschaft, aber wegen der volksverarmenden AGENDA 2010 haben viele Menschen in Deutschland keine andere Wahl, als so zu handeln. Das GG Bürgergrundrecht auf Selbstbestimmung und Entscheidungsfreiheit z.B. hin zu gesunder Bio-Ernährung ist somit auch nur noch Makulatur.

@Blitzgescheit:

Verwechseln Sie da etwas? Dieser Münchener Bio-Supermarkt muß seine Ware einkaufen = Einkaufspreis; auf diesen Preis gibt es einen Aufschlag (das machen auch die üblichen Supermärkte), hier von durchgängig 30 % und kommt damit zum Verkaufspreis, für den der Kunde bezahlt. Aber der Kunde bezahlt auf seinen Preis nicht noch einmal 30 % drauf. -

@Thrombosen-Paul 13:37 Uhr..

So viele richtig Arme dürfte es nicht geben..sowas ist eher medial aufgebauscht.

Auch wer wenig Geld zur Verfügung hat kann meines Erachtens nach ein auskömmliches Dasein haben..hängt allerdings davon ab, was man sich vom Leben erwartet..

Anständiges Essen ist wichtiger als Fernreisen und große Autos, nur leider versteht das nicht jeder..

@12:58 von Traumfahrer

"Es sollten auch viel mehr Genossenschaften für Wohnungen gegründet werden". Es hindert Sie niemand das zu tun. Suchen Sie sich Gleichgesinnte und machen Sie das. Aber Meckern ist ja so viel bequemer als Selbstinitiative. Ob das Projekt in München Zukunft hat ist irrelevant. Für die Menschen die sich engagieren macht es Sinn und darauf kommt es an.

Genossenschaft

So etwas kenne ich auch: Eine Erzeuger-Verbraucher- Genossenschaft. Man zahlt einen Monatsbeitrag. Wer mithilft / mitarbeitet, bekommt einen Betrag gutgeschrieben. Allerdings dürfen Nichtmitglieder dort auch einkaufen, aber sie müssen mehr als Mitglieder bezahlen. Ist eigentlich klasse, aber man bekommt überwiegend regionale Sachen, d.h. im Winter ist das Angebot an frischem Obst und Gemüse recht übersichtlich. Waren, die es normalerweise in Bioläden gibt, bekommt man dort auch. Gute Sache.

Je mehr funktionierende Nachhaltigkeitsmodelle, desto besser

Schon, um das Angebot durch gegenseitiges Voneinanderlernen möglichst flächendeckend erweitern zu können und damit für jeden ein den jeweiligen regionalen Voraussetzungen entsprechendes Angebot an nachhaltig produzierten Verbrauchsgütern bieten zu können.

„Es muss nicht immer bio sein - wichtig sind zum Beispiel auch gute Haltungsbedingungen für die Tiere, deren Fleisch sie anbieten“

Aus meiner Sicht genau die richtige Priorität.

„Der neue Markt soll es einfacher machen, nachhaltig zu konsumieren. "Es hat mir ein Ort gefehlt, wo es alles gibt, von der Region, bio, und auch verpackungsarm, mit vollem Sortiment, alles, was man im Alltag braucht", sagt der Franzose Orain. Vorbild für den Münchner Markt waren ähnliche Märkte in New York und Paris“

Hier „Anschauungsmaterial“ zu Beispielen in Frankreich:
ardmediathek.de/video/weltspiegel/frankreich-lebensmittel-und-mehr-frankreich-first/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3dlbHRzcGllZ2VsLzQyYjExNDQ4LTU3NzAtNDFhMy1iODhjLTdmMmY2MGEyZGEyNg/

@Am 17. April 2021 um 13:37 von Thrombosen-Paul

Zitat: "Umwelt- und Klimaschutz schauen zwar anders aus als diese globale Mißwirtschaft, aber wegen der volksverarmenden AGENDA 2010 haben viele Menschen in Deutschland keine andere Wahl, als so zu handel"

Unsinn.

Es ist nicht die Agenda 2010, die Deutschland verarmen lässt, sondern die Geldpolitik der EZB und die Tatsache, dass wir in D die weltweit höchsten Steuer- und Abgabenquote haben.

@von thrombosen-paul

"Armenhaus Deutschland und Agenda 2010".
Ich habe den Eindruck, dass Sie die hier diskutierte Geschäftsidee als Aufhänger nutzen, Frust abzulassen. Dass es Menschen gibt, die nur wenig Geld haben, ist bekannt und bedauerlich, aber diese sind erfreulicherweise nur eine Minderheit. Daran wird das Modell nicht scheitern, eher schon an der Finanzverwaltung, behördlichen Vorschriften oder an den Mitarbeitenden, die sich vielleicht zerstreiten. Ich wünsche dem Modell jedenfalls Erfolg!

Nein danke !

Während in der Corona-Pandemie und all den staatlich verordneten Lock downs sogar professionell betriebene Läden mit ausreichend Infektionsschutz in den Konkurs geraten, soll ausgerechnet so ein Geschäftsmodell einer Ladenmitarbeiter- und Kundendurchmischung von 800 Personen während der Corona-Pandemie zulässig sein ? Schließlich handelt es sich hierbei um Lebensmittel, die in diesem Supermarkt aufgrund der Bio-Verpackungssparsamkeit nicht mal ausreichend infektionssicher verpackt sind.

Naja ...

Grundsätzlich eine gute Idee, wenig Müll, aus der Region ...

Man muss sehen wie dies letztlich im Detail aussieht und wie gerecht es dann ist. Stundenlange kostenlose Arbeit für einen ordentlichen Rabatt oder ob nur mit ein paar Cent abgespeist wird.

"war früher gut bezahlter Ingenieur in der Autoindustrie in München. Diesen Job hat er aufgegeben"
Kenne auch Einzelne, die ihren Job für irgendeine Träumerei aufgaben und die die Realität wieder eingeholt hat. Hoffentlich sehnt er sich seinen gut bezahlten Job nicht bald wieder zurück.

Trotzdem, Viel Erfolg!

Gute Idee

Durch den Artikel aufmerksam geworden, hab ich mir die Webseite angesehen und schon mal Kontakt angebahnt.

Ich denke, ich werde da mitmachen, den blitzgescheiten Erkenntnissen von User Thrombosen-Paul zum Trotz.

Regionale Bio Produkte aber die Qualität muss stimmen

Regionale Produkte ohne viel Verpackung breistgünstig abzugeben ist gut.

Andererseits müssen Produkte wie z.B. die Lombarda importiert werden.

Was bedeuten 3 Stunden Arbeit? Soll ich zukünftig selbst an der Fleisch Theke stehen? Und werde ich dafür bezahlt?

Diese Frage lässt der ökologisch angehaucht Kommentar offen.

unterstützenswert

Dieses Projekt ist auch deshalb unterstützenswert, weil dort kleine Anbieter ( Käsereien, Kartoffelbauern, Biohöfe, Imker ...) eine Nische haben, um ihre Produkte zu verkaufen. In Supermärkten hätten die nie eine Chance. Nicht jeder Landwirt will/kann einen Hofladen betreiben.

@Thrombosen-Paul - Hobbys machen glücklich

13:14 von Thrombosen-Paul:
"Na klar, damit man da zu überhöhten Preisen was einkaufen darf, soll man vorher 180 Euro und mehr einzahlen und für den Supermarkt für lau arbeiten."

Ich kenne Hobbys, die weitaus teurer sind.

@13:25 von Blitzdings

>> Ja, ein echter "Clou"!
>> Wer will nicht 30 Prozent mehr bezahlen

Ähh, "Aufschlag" "Auf den Einkaufspreis" bedeutet, daß nur(!) 30% mehr beim Verkaufspreis verlangt werden, als der Einkaufspreis beträgt. -.-

Im normalen Supermarkt sind das 60-90%. oO

Am 17. April 2021 um 13:25 von Blitzgescheit

Zitat: "Der Clou: Auf den Einkaufspreis kommt ein durchgängiger Aufschlag von 30 Prozent. So errechnet sich der Verkaufspreis."
Ja, ein echter "Clou"!
Wer will nicht 30 Prozent mehr bezahlen.
Das wird bestimmt der Renner.
---
Hier haben Sie wahrlich wieder einmal eine Kostprobe Ihres nicknames abgegeben.
Verkaufen die Supermärkte ihre Ware denn zum Einkaufspreis, Sie Schlauberger ? Insofern ist Ihr Beitrag natürlich nonsense.

13:57 von Thrombosen-Paul

>>Schließlich handelt es sich hierbei um Lebensmittel, die in diesem Supermarkt aufgrund der Bio-Verpackungssparsamkeit nicht mal ausreichend infektionssicher verpackt sind.
<<

Das klingt langsam albern. Sie können alle Lebensmittel, ob Obst oder Gemüse und auch Fleisch z.H. gründlich abwaschen, und spätestens nach dem Kochen oder braten werden Sie "außer Gefahr" sein... Milch oder Joghurt, wie auch immer die Lebensmittel dann "verkauft" werden, tatscht vorher auch bestimmt nicht jeder an...

"nur sie dürfen dort einkaufen"

Früher oder später werden auch andere dort einkaufen dürfen, um Geld in die Kasse zu bekommen, denn es werden auch Sachen repariert / gewartet werden müssen, die die Teilnehmer nicht selbst reparieren oder warten können.

Mitmach-Supermarkt

Die Idee, die dahintersteht, ist ja ganz nett, allerdings bin ich da skeptisch.
Ich glaube nicht, dass der Kunde dort ein wirklich umfassendes Angebot erhält, sondern zur Ergänzung immer noch woanders zukaufen muss. Ich glaube auch, dass sich mit 800 potenziellen Kunden ein Supermarkt nicht rechnen kann.
Wie bei allen Projekten, die auf Mitarbeit aufgebaut sind, mag das anfangs vielleicht klappen, weil Neulust, eine gewisse Überzeugung u.a. vorhanden sind. Dieses nutzt sich aber meist sehr schnell ab.
Der Markt hat ja auch, wenn ich ausschliesse, dass ja nicht der Sinn der Sache darin besteht, dass ich mit dem Auto quer durch die Stadt fahre, nur eine sehr eingeschränkte Reichweite und wird vermutlich trotz des "Personalrabattes" deutlich teurer sein, als der normale Supermarkt, dessen Angebot viel grösser ist, der mittlerweile auch viele Bio-Artikel hat.
Von den Discountern mal ganz zu schweigen. Fazit: keine grossen Erfolgsprognosen, eher was für Idealisten.

@ Initiative Neue...um 14:03

Um hinter der Fleischtheke zu stehen müssten sie ein paar Scheine machen. Ich gehe davon aus das so etwas zu den Aufgaben der erwähnten Festangestellten gehört. Ist auch bezgl Versicherung etc besser "darstellbar".

Stellen sie sich die Arbeiten die sie einem Bandscheibenvorffalgeschädigten Analphabeten mit zwei Linken Händen und Füßen anvertrauen würden vor.
Das wären, als Anteilseigner, ihre.

Kenne Cooperativen seit meiner Kindheit: Letztlich lohnt es sich eher Leute für die Arbeit anzustellen als fürs beaufsichtigen, aber das würde das Gefühl der echten Beteiligung reduzieren.

Am 17. April 2021 um 13:37 von Mene mene tekel...

Ganz im Gegenteil, Paule: Der heutige Supermarkt (Preisdiktierer beim Hersteller) wird pleite gehen, da nur noch die Allerärmsten dort einkaufen könnten - und auch nicht kommen, um den qualitätslosen Ramsch zu nehmen. - Guter Rat meiner Großmutter, gebürtig aus dem 18. Jahrhundert: Wenn Du billig einkaufst, kaufst Du teuer, denn Du bezahlst mit anderer Währung. - Und diese Großmutter konnte rechnen, da seien Sie sicher - selbst in dem von Ihnen so gern gesehenen "Armenhaus Deutschland". -
______
Ich würde hier aber schon die Unterscheidung
"Supermarkt" z.B. Rewe o. Edeka, die m.M. ein, auch qualitativ gutes als auch reichhaltiges Angebot haben vs. Discounter, die zumindest was Fleisch und Aufschnitt anbelangt eher minderwertig sind.
Komischerweise, obwohl dort kaum jemand offiziell kauft, sieht man of genug diese abgepackten Fleischpakete, wenn irgendwo gegrillt wird. Gruselig.

Am 17. April 2021 um 13:37 von Thrombosen-Paul

Umwelt- und Klimaschutz schauen zwar anders aus als diese globale Mißwirtschaft, aber wegen der volksverarmenden AGENDA 2010 haben viele Menschen in Deutschland keine andere Wahl, als so zu handeln. Das GG Bürgergrundrecht auf Selbstbestimmung und Entscheidungsfreiheit z.B. hin zu gesunder Bio-Ernährung ist somit auch nur noch Makulatur.
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Davon abgesehen, dass ich bislang noch keinem Ihrer Beiträge, auch themenübergreifend zustimmen konnte, würde mich mal interessieren, wo und in welchem Land, es denn Ihrer Meinung nach besser läuft. Wo läuft es denn so, dass es Ihre Billigung findet ? Wenn Sie kein solches benennen können, liegt es wohl daran, dass Sie von Utopien reden bzw. Luftschlösser bauen, die unrealistisch sind, sonst gäbe es sie nämlich.

@13:37 von Thrombosen-Paul

>> indem sie sich allmonatlich ihre
>> Freßpakete über Ebay und Alibaba für
>> ein paar wenige Euros Einkaufspreis
>> und versandkostenfrei um die ganze Welt
>> aus China schicken lassen

Ihnen ist schon klar, daß eine Lieferung aus China ca. 1 Monat dauert? -.-

P.S.: Kennen Sie außerdem die Preise von diesen "Freßpaketen"? Das kann sich kein HartzIV-Empfänger leisten. oO

Re : Jacko08 !

Ich denke, dass die Menschen, nicht nur jetzt in der Krise, merken, was die politische Agenda der hauptsächlich schwarzen und angeblich so christlichen Parteien anrichten.
Immer wieder werden Pläne, bestimmte Dinge besser zu gestalten für die Menschen, von CDU und CSU aus gebremst, nur um eine bestimmte Klientel zu bedienen.
Sicher, was die Linken alles wollen, ist auch nicht wirklich realisierbar, aber mit dem Wahn, sehr viel zu Privatisieren ist es auch nicht getan, wenn dann viele Menschen unter diesem Wahn zu leiden haben, weil etliche super gierige den Hals nicht voll kriegen. Das ist zu sehen bei den Mieten, bei den Löhnen, gerade von Pflegekräften, bei dem Mindestlohn. Ja selbst die Kirchen verweigern höhere Löhne, weil sie ihre Autonomie gefährdet sehen. Aber die beiden Parteien könnten so manches besser gestalten, für die Menschen, denn es ist mit ihre Aufgabe, mit dem entsprechenden Gesetzen den Rahmen zu schaffen. Nur das tun sie eben nicht, sie verweigern sich !

Erfolg !

Es gibt kaum ein Land auf der Welt wo der Wettbewerb sowohl im Preis, Qualität als auch Rationalität so hart ist als in Deutschland.
Es ist der wichtigste Deutsche Exportartikel.
Ich wünsche den Mitmach-Supermarkt viel Erfolg und keine zu große Verluste.

@13:45 von passdscho

>> Suchen Sie sich Gleichgesinnte und
>> machen Sie das.

Sie vergessen das Startkapital. -.-

Am 17. April 2021 um 14:04 von draufguckerin

Dieses Projekt ist auch deshalb unterstützenswert, weil dort kleine Anbieter ( Käsereien, Kartoffelbauern, Biohöfe, Imker ...) eine Nische haben, um ihre Produkte zu verkaufen. In Supermärkten hätten die nie eine Chance. Nicht jeder Landwirt will/kann einen Hofladen betreiben.
______
Also, da muss ich Ihnen aber wirklich widersprechen. Ich kaufe ALLE Lebensmittel
(ausser besondere Fleischwünsche) bei Rewe oder Edeka. Beide haben mittlerweile ein sehr grosses Angebot an regio-Artikeln von Honig u. Marmelade über Eier, Obst u. Gemüse, Molkereiprodukte, Käse und Wurst. Wahrscheinlich habe ich einiges vergessen. Einige dieser Produzenten kenne ich sogar von Ausflügen in die Umgebung.
Die meisten bieten AUSSERDEM ihre Waren noch auf dem Hof an.
Bei Discountern wir es anders sein, vermute ich aber da gehe ich so gut wie nie hin.

@13:56 von Blitzdings

>> sondern die Geldpolitik der EZB

Nope. Auch das ist nur ein weiteres Puzzlestück. Sie sollten das Gesamtbild sehen. -.-

@13:57 von Stern2100

>> Ich habe den Eindruck, dass Sie die hier
>> diskutierte Geschäftsidee als Aufhänger
>> nutzen, Frust abzulassen.

Nope. Der Forist 'thrombosen-paul' scheint IMO hier jede(!) Gelegenheit zu nutzen, um "Frust abzulassen". -.-

Re : Blitzgescheit !

In D werden hauptsächlich die normalen Bürger vom Staat abgezockt. Diejenigen die deutlich besser verdienen, finden immer einen Weg ihre Abgabenlast zu senken. Und da fängt schon eine gewisse Ungerechtigkeit an.
Zum einen dürfte es nicht so viele Schlupflöcher geben, zum anderen sollten die absoluten Überflieger, die jede noch so kleine Lücke nützen, oft durch leider legale Tricks und Mauscheleien ihr Vermögen vermehren, deutlich mehr zur Kasse gebeten werden.
Wenn ich den Auszug meiner Mini- Geldanlage kriege, kann ich es nicht fassen. Ich muss für einen Jahres- Gewinn von 13 Euro Steuern bezahlen für den Staat und die Kirche, während viele der Reichen ihre Gewinne ins Ausland verschiffen, ohne einen Cent zu blechen. Da frage ich mich echt, wie kann man so bescheuerte Gesetze, die so etwas ermöglichen, verabschieden ???

13:37 von Thrombosen-Paul

«… können viele Menschen nicht etwa in so einem Supermarkt einkaufen, sondern sind längst gezwungen, auch noch das Billigste vom Billigen in Aldi, Lidl & Co. zu unterbieten, indem sie sich allmonatlich ihre Freßpakete über Ebay und Alibaba für ein paar wenige Euros Einkaufspreis und versandkostenfrei um die ganze Welt aus China schicken lassen.»

Ohne Not just for fun haben wir das ausprobiert mit der Bestellung in China bei Alibaba.

1x Nummer 33 süß-sauer, 1x Nummer 66 scharf.
2x Frühlingsrolle und 2x Wantan Suppe.

Hat 6 Wochen gedauert, bis der Kram bei uns ankam.
War nicht nur kalt geworden, aber auch angeschimmelt.
Die Suppen waren verschwappt.

Außerdem haben wir vorher großen Hunger bekommen, und mussten das Billigste beim ALDI klauen gehen, um nicht zu verhungern.

Wir bestellen nie mehr was beim Alibaba.

Re : friedrich peter !

Natürlich wünsche ich diesem speziellem Supermarkt gutes gelingen.
Leider ist es in D so, dass die großen Discounter inzwischen zu groß und mächtig sind, dass sie zu oft in vielen Bereichen die Preise diktieren, und leider die "Geiz ist Geil" Mentalität aufrecht erhalten.
All diese großen Läden und Ketten sollten langsam mal begreifen, dass die Erzeuger auch leben und überleben wollen, und dafür anständige Preise für ihre Waren brauchen.
Mit der Zeit wird sich der Kunde auch daran gewöhnen, und mehr Gefühl für dies alles finden.
Es ist doch auch zu beobachten, wie bei den Urlaubsreisen auch die "Geiz ist Geil" Methode Einzug gehalten hat, egal wohin die Reise gehen soll. Wobei ich für mehr D- Reisen werbe, als für Fernreisen !

@14:37 von Der Lenz

>> Letztlich lohnt es sich eher Leute für die
>> Arbeit anzustellen als fürs beaufsichtigen,
>> aber das würde das Gefühl der echten
>> Beteiligung reduzieren.

Ähh, genau dieses System funktioniert bei uns im Jugendzentrum aber seit ca. 30 Jahren (fast) problemlos. oO

@saschamaus75 um 15:11

>>> Letztlich lohnt es sich eher Leute für die
>> Arbeit anzustellen als fürs beaufsichtigen,
>> aber das würde das Gefühl der echten
>> Beteiligung reduzieren.

Ähh, genau dieses System funktioniert bei uns im Jugendzentrum aber seit ca. 30 Jahren (fast) problemlos. oO<

Ich sagte nicht das es nicht funktioniert.
Effizienz ist nicht alles, und nicht immer entscheidend.

Mitmach-Supermarkt ?

Gut so.
Nur für micht nicht sinnvoll.

Am 17. April 2021 um 12:58 von Traumfahrer Re : Sisyphos3 !

Ich habe das Prinzip vor über 35 Jahren in den USA kennen gelernt. Allerdings stand der Laden auch Nicht-Mitgliedern offen, die aber dann einen Aufschlag zahlen mussten. Dennoch lohnte es sich, dort zu kaufen, da es viele Produkte gab (z.B. Backwaren aus Vollkorn), die man damals in normalen Supermärkten vergebens suchte.

@Am 17. April 2021 um 13:34 von Epilog

Zitat: "Eine Frage: Ist es Ihrer Blitzgescheit-Auffassungsgabe entgangen, dass es ganz transparent um 30% auf den Einkaufspreis und nicht auf den Verkaufspreis geht? Blöd, wenn die ideologischen Scheuklappen so groß sind, dass man die Basics nicht versteht."

Der Spread von 30 % bei VP und HK geht aber weit über die Marge hinaus, die in Supermärkten üblich ist.

Am 17. April 2021 um 15:04 von schabernack

Am 17. April 2021 um 15:04 von schabernack
@ 13:37 von Thrombosen-Paul

«(… Unfug).»

Ohne Not just for fun haben wir das ausprobiert mit der Bestellung in China bei Alibaba.

1x Nummer 33 süß-sauer, 1x Nummer 66 scharf.
2x Frühlingsrolle und 2x Wantan Suppe.

Hat 6 Wochen gedauert, bis der Kram bei uns ankam.
War nicht nur kalt geworden, aber auch angeschimmelt.
Die Suppen waren verschwappt.

Außerdem haben wir vorher großen Hunger bekommen, und mussten das Billigste beim ALDI klauen gehen, um nicht zu verhungern.

Wir bestellen nie mehr was beim Alibaba.<<

So macht der Mensch seine Erfahrungen.
Ich war auch schon kurz davor, weil ich Thrombosen Paules Argumentation nach einer durchzechten Nacht mit viel Absinth genauso für mich selbst konkludierte.
Aber Sie haben mich überzeugt es Ihnen nicht gleichzutun.

@Blitzgescheit

"Zitat: "Der Clou: Auf den Einkaufspreis kommt ein durchgängiger Aufschlag von 30 Prozent. So errechnet sich der Verkaufspreis."

Ja, ein echter "Clou"!

Wer will nicht 30 Prozent mehr bezahlen.

Das wird bestimmt der Renner."

Blitzgescheit gescheitert, würde ich sagen.

Auf den Einkaufspreis der Ware ( für den Supermarkt) kommen 30% drauf, das ist der Verkaufspreis ( an den Kunden).

Steht aber auch in dem von Ihnen Zitierten.

13:25 von Blitzgescheit

«Zitat: "Der Clou: Auf den Einkaufspreis kommt ein durchgängiger Aufschlag von 30 Prozent. So errechnet sich der Verkaufspreis.»

«Ja, ein echter "Clou"!
Wer will nicht 30 Prozent mehr bezahlen.
Das wird bestimmt der Renner.»

Sie sind doch The International Man aus der Autoindustrie.

Wissen Sie ja, wie sich aus Herstellungskosten der Listenpreis errechnet. Zu Listenpreis wird so gut wie nie was verkauft, aber mit Rabatt darauf, der immer noch so eine Marge beim Hersteller / Verkäufer belässt, dass der was verdient.

In My Business früher mal war der Listenpreis 250% bis 300% über Herstelungskosten. High Tech Optics ist aber auch sehr speziell mit sehr hohen Gewinnspannen.

Rabatt bis zu 100% über Herstellungskosten war bei guten Kunden fast immer möglich. Und mit Margen von 75% bis 100% wird auch bei Lebensmitteln immer kalkuliert, wenn es nicht der Preikampf beim Discounter um 0,99 € zu 0,98 € ist, und nur reine Masse die Marge macht.

Aber das wissen Sie ja auch.

@15:04 von schabernack

>> Wir bestellen nie mehr was beim Alibaba.

Ich überlege gerade. ob ich bei HaiPhong oder SushiCaro bestelle. -.-

Aber dafür ist meine Umweltbilanz sehr(!) gut. Ich muß nur 4 Kreuzungen weit (zu Fuß) zum Saarplatz laufen. ^^

P.S.: Und nope, ich nehme dafür nicht das Fahrrad, weil mein z.B. T27 (Rind mit RoteCurry-Sauce) dann auch überschwappt. oO

Am 17. April 2021 um 14:06 von Nachfragerin

Ich kenne Hobbys, die weitaus teurer sind.
___
So man das ganze Konzept eher als Hobby sieht, ist es ja durchaus ok. Als tragfähiges Modell sehe ich es leider nicht, wobei ich natürlich regionale Befindlichkeiten nicht kenne. Da muss schon eine gehörige Portion Idealismus, die ich z.B. nicht hätte, bei sein. Mir wäre auch das Angebot wahrscheinlich zu eingeschränkt, weil ich nicht nur dann Appetit auf Paprika habe, wenn es sie regional gibt, sondern möglicherweise auch zu anderen Zeiten. Mit der Lust zur "Mitarbeit" sehe ich auch eher differenzierter. Man kennt das doch. Zu Anfangist das ja ganz putzig, wenn es jedoch regelmäßig und als Verpflichtung daher kommt, schwindet die Lust ganz schnell. Wichtig ist auch eine rechtliche Absicherung. Auch wenn es für mich persönlich uninteressant ist, wünsche ich allen Beteiligten ein gutes Gelingen.

@Blitzgescheit 13:25

Sie haben ganz blitzgescheit übersehen, dass es nicht um 30% Aufschlag auf die Verkaufspreise der Supermärkte geht, sondern um 30% Aufschlag auf die Erzeugerpreise.
Irgendwie muss muss sich die Infrastruktur des Ladens ja finanzieren.
Wenn die Erzeuger von den gängigen normalen Verkaufspreisen 70% erhielten, wären sie hocherfreut.

@draufguckerin 13:47

„... Ist eigentlich klasse, aber man bekommt überwiegend regionale Sachen, d.h. im Winter ist das Angebot an frischem Obst und Gemüse recht übersichtlich...“

Vielleicht schließt sich die Genossenschaft dann mit „crowdfarming“ zusammen. Um der Aufgabe von Plantagen (auf Grund ruinöser Preisdiktate) zu entgehen kann man jetzt über die Gemeinschaftsplattform landwirtschaftliche Produkte direkt vom Erzeuger beziehen.
Da werden dann auch Wintermonate „fruchtiger“, europäische Zusammenarbeit mit Spanien und Co.

@Blitzgescheit 13:26

„...Es ist nicht die Agenda 2010, die Deutschland verarmen lässt, sondern die Geldpolitik der EZB und die Tatsache, dass wir in D die weltweit höchsten Steuer- und Abgabenquote haben.“

Wenn diese Behauptungen nicht so traurig wären, könnte man lachen.

@weingasi1 14:50

Und Sie meinen, Rewe und Edeka diktieren den Erzeugern nicht die Preise?
Illtum!

@14:47 von saschamaus75

"Sie vergessen das Startkapital. -.-" Lassen Sie bitte diese Ausrede, die nur vorbringt, der es nicht schafft eine gute Idee zu bewerben und Unterstützer zu finden. Das ständige Gejammer in Deutschland, das keiner Schuld an seinem eigenen Versagen hat nervt. Warum sucht Deutschland so viele Facharbeiter, die auch gut bezahlt würden und auf der anderen Seite das Gejammer über prekäre Jobs. Jeder kann in Deutschland umschulen und das machen, was gerade gesucht wird, wenn er dazu bereit ist, nicht auf den Kopf gefallen ist und vor allem willig. Wer das nicht ist muss eben mit dem Auskommen, was seine Arbeitskraft wert ist. Dann muss man eben zurück stecken hinter die, die sich eben mehr leisten können. Wer mit dem was er hat zufrieden ist kann auch glücklich sein und dabei zählt nicht das Einkommen, sondern die Ansprüche die man hat. Passt das nicht zusammen muss man sich beruflich neu orientieren oder seine Ansprüche zurückschrauben.

Am 17. April 2021 um 14:25 von Tada

Zitat: Früher oder später werden auch andere dort einkaufen dürfen, um Geld in die Kasse zu bekommen, denn es werden auch Sachen repariert / gewartet werden müssen, die die Teilnehmer nicht selbst reparieren oder warten können.

Das sollte in der Preiskalkulation enthalten sein.

Am 17. April 2021 um 15:35 von Blitzgescheit

Zitat: Der Spread von 30 % bei VP und HK geht aber weit über die Marge hinaus, die in Supermärkten üblich ist.

Dafür beuten die Genossen meine Mitarbeiter aus (sondern höchstens sich selbst) und können über das Sortiment und die Organisation mitbestimmen.

Dem einen ist es das wert, dem anderen nicht.

Wo ist Ihr Problem?

15:39 von schabernack 13:25 von Blitzgescheit

ich muss ja zugeben, daß ich keine ahnung habe von ihren gewinnberechnungen. aber tatsache ist doch, daß rewe und co auf eine umsatzrendite von unter 2% kommen. nirgendwo sind lebensmittel in europa so billig wie in deutschland. ok, franzosen/italiener/spanier , und ihre frauen, essen auch nicht soviel abfallfleisch wie der deutsche/divers. falls mir diese offene aussage am wochenende hier erlaubt ist!

FoodCoops

Das wird schon lange im kleinen gemacht. Es gibt etliche FoodCoops in Deutschland, wo Mitglieder selbständig zu Handelspreisen einkaufen können und alles ehrenamtlich gemacht wird. Das funktioniert sehr gut, indem alle vertrauen und manche mehr und andere weniger machen und am Ende alle weitgehend glücklich günstiger nachhaltiger einkaufen. Kenne zahlreiche Projekte und bin glücklich, dass es immer mehr werden und das so gut geht.

Manche sind komplett ehrenamtlich andere tells teils, wie in diesem Beispiel.

Anderswo wiederum gibt es nur Festangestellte, die die Arbeit machen und die Mitglieder kaufen normal ein, aber mit Rabatt (unterm Strich also deutlich günstiger), und nicht Mitglieder dürfen auch einkaufen, zahlen aber den normalen Preis, so zB bei der vg-dresden.de

Auch nett und auch in München oekoesel.de/konzept

Am 17. April 2021 um 17:02 von Karl Maria Jose...

Zitat: ich muss ja zugeben, daß ich keine ahnung habe von ihren gewinnberechnungen. aber tatsache ist doch, daß rewe und co auf eine umsatzrendite von unter 2% kommen.

Die 30% über EK, die die Genossenschaft realisieren will, sind Umsatz, nicht Umsatzrendite.

17:02 von Karl Maria Jose... / @schabernack

«… aber tatsache ist doch, daß rewe und co auf eine umsatzrendite von unter 2% kommen. nirgendwo sind lebensmittel in europa so billig wie in deutschland. ok, franzosen/italiener/spanier , und ihre frauen, essen auch nicht soviel abfallfleisch wie der deutsche/divers.»

Ganz sicher … der Preiswettbewerb im Lebensmitteleinzelhandel in DEU ist ruinös. In keinem anderen Land ist der Anteil der großen Einzelhandelsketten so überragend hoch wie hierzulande. Kleinere unabhängige Supermärkte werden immer weniger.

Aldi / Lidl / & Co. auf der einen, Rewe / Edeka / & Co. auf der anderen Seite.
Alle machen Gewinn & Rendite über die Masse. Nicht nur beim Fleisch. Irgendwie hat einst das Aldi-Konzept + Geiz ist geil in DEU dazu geführt.

In FRA + POR ist das anders, da kenne ich mich recht gut aus. Dort gibt es mehr kleine Händler, die eben nicht Masse verkaufen, daher teurer. In JAP ist es noch mal anders. Dort sind Wochenmärkte der Clou für Auge, Geschmack, Preise. Höchste Qualität überall.

@15:28 von Der Lenz#

>> Effizienz ist nicht alles, und nicht
>> immer entscheidend.

"Wir sollten am Glück des andern teilhaben und nicht einander verabscheuen. Haß und Verachtung bringen uns niemals näher.

Auf dieser Welt ist Platz genug für jeden, und Mutter Erde ist reich genug, um jeden von uns satt zu machen.

Das Leben kann ja so erfreulich und wunderbar sein. Wir müssen es nur wieder zu leben lernen.

Die Habgier hat das Gute im Menschen verschüttet und Mißgunst hat die Seelen vergiftet und uns im Paradeschritt zu Verderb und Blutschuld geführt.

Wir haben die Geschwindigkeit entwickelt,
aber innerlich sind wir stehen geblieben. Wir lassen Maschinen für uns arbeiten und sie denken auch für uns. Die Klugheit hat uns hochmütig werden lassen, und unser Wissen kalt und hart.

Wir sprechen zu viel und fühlen zu wenig.
Aber zuerst kommt die Menschlichkeit und dann erst die Maschinen."

((c) by Charles Chaplin, 'Der große Diktator' (1940))

Am 17. April 2021 um 16:18 von schneegans

@weingasi1 14:50

Und Sie meinen, Rewe und Edeka diktieren den Erzeugern nicht die Preise?
Illtum!
_____
Es ging in dem Beitrag, auf den ich geantwortet habe darum, dass mit dem Projekt kleinen Erzeugern die MÖGLICHKEIT geboten wird, ihre Produkte ausserhalb ihres Hofladens anzubieten. Was die Preise angeht, wird es auf den Verbraucher ankommen, wie er Qualität und Preis sieht. Zunächst ist es eine Verhandlungssache zwischen Erzeuger und Supermarkt, der hier jedoch meist alleine d.h. ohne die Macht seines Konzerns verhandelt. Da ist sicher einiges möglich, was überregional nicht funktionieren würde.

@14:08 von saschamaus75

"Blitzdings: >> Ja, ein echter "Clou"!
Wer will nicht 30 Prozent mehr bezahlen<<

Ähh, "Aufschlag" "Auf den Einkaufspreis" bedeutet, daß nur(!) 30% mehr beim Verkaufspreis verlangt werden, als der Einkaufspreis beträgt. -.-

Im normalen Supermarkt sind das 60-90%. oO"

Ich kenne mich mit den Margen von normalen Supermärkten nicht aus. Fakt ist, dass es sich hier ebenso um ein Privatunternehmen handelt. Aldi wird auch nicht zur Genossenschaft wenn die ihre Kunden 3 Stunden an die Kasse setzen.
Diese Gebühr von 180 Euro hat sogar einen unguten "locked-in"-Effekt. Da kann man später die 30% auch anpassen wenn die Gewinne nicht stimmen und die Kunden rennen nicht gleich weg.

@16:26 von passdscho

>> Das ständige Gejammer

Ähh, das war kein Gejammer, nur >20 Jahre Erfahrung(!) in einer Steuerberatungskanzlei. -.-

Am 17. April 2021 um 17:02 von Karl Maria Jose...

nirgendwo sind lebensmittel in europa so billig wie in deutschland. ok, franzosen/italiener/spanier , und ihre frauen, essen auch nicht soviel abfallfleisch wie der deutsche/divers.
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Was diese Aussage anbelangt, haben Sie recht.
Ich habe sowohl in ITA als auch in ESP gelebt, habe noch Familie in ITA. Selbst Menschen, die nicht viel Geld haben, kaufen fast nur in den heimischen Geschäften, die eine tolle Qualität und Vielfalt bieten, auch wenn sie dafür eventuell auf anderes verzichten (müssen).
Die Discounter, die aus DE kommen, gibt es hauptsächlich in Touri-Gebieten und das ict auch vorwiegend das Klientel, die sich in Fewos und auf Camping-Plätzen tummelt.
Nicht zu vergessen, die ausgezeichneten
Wochenmärkte, aber überall sind die Produkte, selbst wenn sie, wie Obst u. Gemüse z.B. von dort kommen, fast immer teurer als hiezulande. Was hier häufig für ein Dreck verkauft wird, vor allem das abgepackte Zeugs, würde keine ital. oder span. Hausfrau kaufen.

17:16 von falsa demonstratio

schön, daß du mir auch helfen willst. aber was soll das aussagen? ich meinte ja nicht die pflanzgemeinschaft, sondern die von deinen freunden angeprangerten unendliche gewinngeilheit der händler

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