Kommentare - Corona-Krise in Europa: Der zweite Sommer ohne Festivals?

10. April 2021 - 12:24 Uhr

Europas Musikfestivals sind weltbekannt. Doch im zweiten Pandemiejahr sind viele Veranstalter zermürbt: Sie müssen ins Nichts planen - und vermissen finanzielle Hilfe und Anerkennung. Von Roman Rusch.

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Kommentare

Coronakrise

In Anbetracht der in wenigen Wochen erforderlichen Triagen in unseren Krankenhäusern scheint mir der Ausfall von Musikfestivals ein nachrangiges Problem zu sein.

Festivals?

Absagen, Veranstalter subentionieren, fertig. Der Staat hat Geld für alles Mögliche, da sollte er auch seine Mitbürger unterstützen können, ohne großes Gedöns.

Nun ja

Wenn ich auf der Parkbank sitze, denke ich an die schönen Zeiten, da der Begriff Kontaktsperre ausreichte, um Heerscharen von jungen Leute auf die Straße zu treiben. Die jungen Leute sind älter geworden, wählen inzwischen grün und haben vergessen, was sie damals gelernt hatten.
Ich erinnere mich an das, was Habermas den Rebellen, die in Mutlangen gegen das Aufstellen amerikanischer Raketen auf deutschem Boden protestierten, zurief. Wenn die parlamentarische Demokratie, so sagte er, vor Herausforderungen, die die Interessen aller berühren, versage, dann müsse das Volk – er sprach tatsächlich von Volk – in der Gestalt seiner Bürger, „auch einzelner Bürger“, in seine originären Rechte eintreten und die Freiheit gegen die Anmaßung der Mächtigen verteidigen. Das hat mir damals schon gefallen, heute erst recht.

Eine Frage

Versicherungen gegen Pandemieausfälle gäbe es seit Corona nicht mehr.
Frage:
Gab es diese Versicherungen eigentlich vor Corona?

@Sternenkind 12:45

"Das hat mir damals schon gefallen, heute erst recht."

Ist ja ok.
Und viele Leute sehen das auch so und sind deshalb wütend auf unsere Regierenden, dass die nicht endlich einen ernsthaften Lockdown durchsetzen.

12:41, Stern2100

>>Coronakrise
In Anbetracht der in wenigen Wochen erforderlichen Triagen in unseren Krankenhäusern scheint mir der Ausfall von Musikfestivals ein nachrangiges Problem zu sein.<<

Ich lebe von dieser Branche und bin nicht der einzige.

Die Kulturbranche ist die zweitumsatzstärkste Deutschlands.

Das nur als Argument für Leute, die alles am wirtschaftlichen Nutzen bemessen und mit Kultur eher weniger anfangen können.

Nachrangig ist da jedenfalls gar nichts.

Und daß in wenigen Wochen triagiert werden müsse, das ist eine bloße Behauptung Ihrerseits. Solcherart Panikmache halte ich nicht für sinnvoll.

@Naturfreund 064 12:49

"Versicherungen gegen Pandemieausfälle gäbe es seit Corona nicht mehr.
Frage:
Gab es diese Versicherungen eigentlich vor Corona?"

Das wird gerade gerichtlich geklärt.
Ich meine, mich zu erinnern, bisher von zwei unterschiedlichen Urteilen gehört zu haben, einmal zugunsten des Hoteliers, einmal zugunsten der Versicherung.

Scheint sehr auf den genauen Wortlaut der entsprechenden Formulierungen im Kleingedruckten der Versicherungsbedingungen anzukommen.

Stern2100

...alles negative was mit Corona zu tun hat ist ein Problem,sei es Gesundheit als auch wirtschaftliche Folgen

"Wenn die parlamentarische

"Wenn die parlamentarische Demokratie, so sagte er, vor Herausforderungen, die die Interessen aller berühren, versage, dann müsse das Volk – er sprach tatsächlich von Volk – in der Gestalt seiner Bürger, „auch einzelner Bürger“, in seine originären Rechte eintreten und die Freiheit gegen die Anmaßung der Mächtigen verteidigen."

Nun ist aber der überwiegende Anteil der Bevölkerung mit den Maßnahmen einverstanden der fordert sogar strengere Maßnahmen. Siehe dazu letzter Deutschlandtrend:
"sind angemessen" 24%
"gehen nicht weit genug" 48%

Nur 24% gingen die Maßnahmen zu weit. Ein Teil davon trifft sich ohne Schutzmaßnahmen in Kassel, Dresden, Stuttgart, um dafür zu sorgen, dass sich das Virus ungestört weiter verbreiten kann.

Sind diese 24% diejenigen, die Herr Habermas ihrer Meinung nach gemeint haben könnte?

12:45, Sternenkind

Ihr Kommentar ist der Schlussabsatz des Kommentars von Konrad Adam aus der heutigen Jungen Freiheit. Wörtlich zitiert.

Zitate macht man eigentlich kenntlich. Das gehört sich so. Sonst muss man sich den Vorwurf des Plagiats gefallen lassen.

wie lange machen wir das noch mit?

wie lange soll das noch weitergehen? wie lange wollen wir uns noch unsere Grundrechte einschränken lassen? es wird Zeit, dass sich in der Regierung etwas ändert um dieses Trauerspiel zu beenden. in z.b. Russland ist das feiern längst wieder erlaubt und lockdown in weiter Ferne. man hört nichts vom Zusammenbruch des russischen Gesundheitssystems und auch keine horrenden Todeszahlen. Hier wird uns Angst gemacht um uns unsere Rechte weiter und weiter einzuschränken. Spahn behauptet, die Mehrheit der Bevölkerung sei für noch mehr Einschränkungen. Wenn dem so ist, dann lasst die Bevölkerung demokratisch abstimmen, wie es weiter gehen soll. Ich bin überzeugt, dass sich weder eine Mehrheit findet für weitere Einschränkungen, noch eine Mehrheit findet die sich impfen lässt. Die Coronastrategie der Regierung beruht auf der Annahme dass sich 2/3 impfen lassen. Das könnt ihr vergessen...

Unterstützung bitte!

Ich arbeite in dieser Branche und kann nur bekräftigen, dass hier gerade eine ganze Industrie samt vieler tausend selbstständiger Künstler und Techniker schwer beschädigt wird. Jetzt sind die Leute am Ende ihrer Reserven oder haben längst den Job gewechselt wg. Null Perspektive.

Dass es sich bei der Eventbranche im Allg. um einen der größten Wirtschaftszweige in D handelt wird gerne übersehen. Man behandelt das oft, als sei das irgendeine Kirmes, die kein Mensch wirklich braucht. Erst wenn es substanziell die angeseheneren Künste betrifft (Theater, Oper, die 'hehre' Kultur) dann geht irgendwo die rote Lampe an. Hilfen für Solo Selbstständige? Viel BlaBla, kaum Realität.

Es gab und gibt erprobte Konzepte für Veranstaltungen mit hohen Schutzauflagen und wenig Zuschauern. Dass hier dennoch nichts genehmigt wird zeigt, wie wenig man für diese Branche übrig hat.

Ich bin übrigens für Einschränkungen und würde keine Veranstaltung zulassen wollen, die wirklich ein Risiko darstellt.

13:09, linksrechtsmitte

>>wie lange machen wir das noch mit?
wie lange soll das noch weitergehen? wie lange wollen wir uns noch unsere Grundrechte einschränken lassen?<<

So lange, bis genügend Menschen geimpft sind, um so etwas wie eine Herdenimmunität zu erzeugen.

Eigentlich ist das ganz leicht zu verstehen.

>>Die Coronastrategie der Regierung beruht auf der Annahme dass sich 2/3 impfen lassen. Das könnt ihr vergessen...<<

Es gibt in Deutschland etwa 10% Impfverweigerer. Das ist epidemiologisch zu verkraften.

Am 10. April 2021 um 13:09 von Gast - Traurig....

... wegen Leuten mit einer solchen Einstellung werden wir noch bis in's nächste Jahr hinein rumeiern. Ich wünsche Ihnen trotzdem von Herzen keinerlei Todesfälle unter Ihren Nächsten.

@fathaland slim 12:52

"Die Kulturbranche ist die zweitumsatzstärkste Deutschlands."

Wow, das war mir noch gar nicht bewusst. Ich wusste bisher nur, dass in Opern und Sinfoniekonzerte im Jahr mehr Leute gehen als in die Stadien der Bundesliga.

"Das nur als Argument für Leute, die alles am wirtschaftlichen Nutzen bemessen und mit Kultur eher weniger anfangen können.

Nachrangig ist da jedenfalls gar nichts."

Dass ich Ihnen da zustimme, muss ich, glaube ich, nicht betonen.
Mache es aber doch, fällt mir gerade auf ...

"Und daß in wenigen Wochen triagiert werden müsse, das ist eine bloße Behauptung Ihrerseits. Solcherart Panikmache halte ich nicht für sinnvoll."

Das halte ich nicht für Panikmache, sondern für eine stark pointierte Version des Hilferufs der Intensivmediziner. Und denen nehme ich ab, dass sie keine Panikmache betreiben, sondern in der Tat Angst davor haben, irgendwann einmal entscheiden zu müssen.

Am 10. April 2021 um 13:01 von fathaland slim

>>Am 10. April 2021 um 13:01 von fathaland slim
12:45, Sternenkind

Ihr Kommentar ist der Schlussabsatz des Kommentars von Konrad Adam aus der heutigen Jungen Freiheit. Wörtlich zitiert.

Zitate macht man eigentlich kenntlich. Das gehört sich so. Sonst muss man sich den Vorwurf des Plagiats gefallen lassen.<<

Ich bin gespannt ob man mir die Möglichkeit lässt zumindest dem Foristin zuzustimmen, da man gleich 3 meiner inhaltlich gleichen Kommentare dahingehend blockte.

13:00 von GeMe

Nur 24% gingen die Maßnahmen zu weit.
Ein Teil davon trifft sich ohne Schutzmaßnahmen in Kassel, Dresden, Stuttgart,
.
sie bringen es auf den Punkt
es hört sich erst mal toll an, 3/4 der Bevölkerung stehen hinter den Maßnahmen der Regierung.
Aber sind wir mal realistisch .
Was bringt es wenn 1/4 der Bevölkerung sich nicht an die Straßenverkehrsordnung hält.
Mit 100 an KiGa´s vorbeifährt und rote Ampeln ignoriert.
Das sollte man bedenken, bevor man sich beruhigt zurücklehnt und sagt es herrsche ein breiter Konsens ....

13:17, Humanokrat

>>Ich arbeite in dieser Branche und kann nur bekräftigen, dass hier gerade eine ganze Industrie samt vieler tausend selbstständiger Künstler und Techniker schwer beschädigt wird. Jetzt sind die Leute am Ende ihrer Reserven oder haben längst den Job gewechselt wg. Null Perspektive<<

Ja, von denen kenne ich viele.

Zum Glück habe ich keine wirtschaftlichen Schwierigkeiten und könnte mich, wenn ich denn wollte, zur Ruhe setzen.

Ich will aber nicht.

Dieses Rentnerleben treibt mich in den Wahnsinn!

Ich werde zwar in zwei Monaten 65, aber unsereins arbeitet traditionell bis zum letzten Atemzug. Ein Musiker, der nicht mehr spielen kann, stirbt. Das war schon immer so.

Zum Glück kann ich es nach wie vor, darf bloß nicht.

@fathaland slim 13:20

"Es gibt in Deutschland etwa 10% Impfverweigerer. Das ist epidemiologisch zu verkraften."

Ihr Wort in Gottes Ohr.
In dem heutigen Artikel zum Impffortschritt in den USA steht etwas von 70-90% Geimpften, die für eine Herdenimmunität benötigt würden. Je nach Szenario könnte das also ziemlich knapp werden.

13:34, DrBeyer

>>In dem heutigen Artikel zum Impffortschritt in den USA steht etwas von 70-90% Geimpften, die für eine Herdenimmunität benötigt würden. Je nach Szenario könnte das also ziemlich knapp werden<<

Nach landläufiger Epidemiologenmeinung reichen etwa 60%, um der Epidemie die Spitze zu nehmen.

Die Meinungen gehen natürlich auseinander, aber ich würde trotzdem mal davon ausgehen, daß wir bei einer Geimpftenquote von etwa 60% zur gesellschaftlichen Normalität zurückkehren werden.

Nun ja

Die Gründerväter legten 1948 den Föderalismus der Länder als Grundfeste des neuen Staates fest. Nicht ohne Grund.
Mehr als 70 Jahre später könnte mit einem Federstrich alles vernichtet werden. Unter dem Deckmantel einheitlicher Corona Maßnahmen soll das Infektionsschutzgesetz so verändert werden, dass der Bund die Macht übernehmen kann. Die Länder haben sich zu fügen.

@Sternenkind 12:45

Schon eine seltsame Idee, Demonstrationen gegen Waffen, Kriegsbestrebungen, Atommüll-Lagerung ( noch dazu in ungeeigneten Lagerstätten) ect. mit Mitbürger gefährdenden, maskenlosen, von rechtsradikalen Teilnehmern unterwanderten Aufmärschen zu vergleichen.

Die Branchen, die der

Die Branchen, die der Gesellschaft Lebensqualität, Freude und Gelegenheit zu gemeinschaftlichen Erlebnissen geben, gehen derzeit kollektiv den Bach runter und die BR interessiert es nur am Rande oder gar nicht. Statt dessen nach wie vor verbieten, einsperren, bestrafen. Die extremen Auswirkungen von rigiden Verboten und monatelangen Schließungen werden nach wie vor vernachlässigt, obwohl es mittlerweile genügend Fachleute gibt, die diesbezüglich Alarm schlagen. Ich hoffe, dass die MP, die sich gegen einen harten Lockdown wehren, sich durchsetzen können.

@fatherland slim

"Und dass in wenigen Wochen triagiert werden müsse, das ist eine bloße Behauptung Ihrerseits. Solcherart Panikmache halte ich nicht für sinnvoll".
Der Präsident des Weltärzteverbandes, Herr Montgomery, geht jedenfalls von Triagen aus. Ich freue mich übrigens auch wieder auf Opern- und Museumsbesuche.

Gedanke

Das einzige was mir dazu einfällt ist , das eine Gesellschaft die keine Kultur und Kunst mehr hat und nicht mehr danach verlangt, eine tote , egoistische , kalte Gesellschaft ist .

@ Gast um 13.09 Uhr, mehr Freiheitsrechte in Russland

"wie lange wollen wir uns noch unsere Grundrechte einschränken lassen? es wird Zeit, dass sich in der Regierung etwas ändert um dieses Trauerspiel zu beenden. in z.b. Russland ist das feiern längst wieder erlaubt" Es dürfte Ihnen nicht entgangen sein, dass die Mehrheit der Bevölkerung eher für stärkere Lockdown-Maßnahmen ist. Also, worüber beschweren Sie sich?

Sind Sie der Meinung, dass die Menschen in Russland mehr Freiheitsrechte haben als wir hier?

"Hier wird uns Angst gemacht um uns unsere Rechte weiter und weiter einzuschränken." Stimmt nicht. Die meisten Menschen haben Angst davor, angehustet oder sonstwie infiziert zu werden. Wir alle haben unsere Rechte, die sind nicht eingeschränkt, nur weil wir nicht in die Kneipe gehen können.

13:46, schneegans

>>@Sternenkind 12:45
Schon eine seltsame Idee, Demonstrationen gegen Waffen, Kriegsbestrebungen, Atommüll-Lagerung ( noch dazu in ungeeigneten Lagerstätten) ect. mit Mitbürger gefährdenden, maskenlosen, von rechtsradikalen Teilnehmern unterwanderten Aufmärschen zu vergleichen.<<

Auf solche Ideen kommen rechte Intellektuelle.

Der Kommentar des Foristen, auf den Sie sich beziehen, stammt ja in Wirklichkeit vom AfD-Mitbegünder Konrad Adam. Der vor ein paar Wochen übrigens aus dem Verein ausgetreten ist.

@Stern2100

"In Anbetracht der in wenigen Wochen erforderlichen Triagen in unseren Krankenhäusern scheint mir der Ausfall von Musikfestivals ein nachrangiges Problem zu sein."

Es geht hier nicht nur um den Ausfall von ein paar Konzerten. Es geht darum, dass die ganze Branche seit einem Jahr quasi stillgelegt und daher so langsam am Ende ist. Wenn Sie kein Problem damit haben, dass es nach Corona keine Festivals, Konzerte, Kinos, Gastronomie, Feste etc. mehr gibt, und abertausende von Künstlern, Gastronomen etc. vor den Trümmern ihrer Existenz stehen, na dann ist das ja schön für Sie. Aber damit gehören Sie dann gewiss keiner Mehrheit an. Und nur der Vollständigkeit halber: ich bin weder Corona-Leugner noch -Verharmloser, aber es ist an der Zeit, die Kollateralschäden der Maßnahmen in die Überlegungen zur Vorgehensweise mit einzubeziehen.

13:56, Dr. Cat

>>Gedanke
Das einzige was mir dazu einfällt ist , das eine Gesellschaft die keine Kultur und Kunst mehr hat und nicht mehr danach verlangt, eine tote , egoistische , kalte Gesellschaft ist .<<

So ist es.

@fathaland slim 13:43

"Nach landläufiger Epidemiologenmeinung reichen etwa 60%, um der Epidemie die Spitze zu nehmen.

Die Meinungen gehen natürlich auseinander, aber ich würde trotzdem mal davon ausgehen, daß wir bei einer Geimpftenquote von etwa 60% zur gesellschaftlichen Normalität zurückkehren werden."

Daran glaube ich beim besten Willen nicht mehr.

Die 60% waren, wenn ich mich richtig erinnere, die Schätzungen zu Zeiten, als es B 1.1.7 noch nicht gab.
Aber aus dem höheren R0-Wert von B 1.1.7 (5 statt 3 bei Wildtyp) folgt auch, dass eine Herdenimmunität 30% mehr Geimpfte erfordert (oder so ähnlich).

Was auch gegen Ihre Hoffnung von 60% spricht, ist Manaus.
Dort waren viele seriöse Leute davon ausgegangen, dass nach der ungebremsten und furchtbar tödlichen ersten Welle zumindest nahezu Herdenimmunität bestehen würde.
Und dann kam kürzlich eine genauso tödliche zweite Welle ...

Allerdings wäre eine andere Frage die nach einem Impfpass und einer Impfung als Voraussetzung für normales Leben.

@Stern2100

"Der Präsident des Weltärzteverbandes, Herr Montgomery, geht jedenfalls von Triagen aus. Ich freue mich übrigens auch wieder auf Opern- und Museumsbesuche."

Her Montgomery warnt ununterbrochen, aber das muss nicht heißen, dass alles abgesagt und geschlossen werden muss. Diese Vorgehensweise nicht mehr alternativlos. Durch den Einsatz von Schnelltests und die Reduzierung von Besucherzahlen könnte man einiges möglich machen. Die BR will aber nicht, weil sie für die Kulturbrache offenbar nicht viel übrig hat.

13:52, Stern2100

>>@fatherland slim
"Und dass in wenigen Wochen triagiert werden müsse, das ist eine bloße Behauptung Ihrerseits. Solcherart Panikmache halte ich nicht für sinnvoll".
Der Präsident des Weltärzteverbandes, Herr Montgomery, geht jedenfalls von Triagen aus.<<

Frank Ulrich Montgomery ist für überaus pointierte Aussagen bekannt.

Weltweit betrachtet hat er natürlich Recht. Da ist die Triage ja jetzt schon gewissermaßen der Normalzustand.

Wir können uns das hier auf unserer Insel der schlecht gelaunten Glückseligen gar nicht vorstellen.

@ fathaland slim "Es gibt in

@ fathaland slim "Es gibt in Deutschland etwa 10% Impfverweigerer." In Deutschland will sich jeder 5. nicht impfen lassen, glaube gestern bei Illner , Das wären dann 20% wenn ich richtig rechnen kann.
@GeMe "Nur 24% gingen die Maßnahmen zu weit. Ein Teil davon trifft sich ohne Schutzmaßnahmen in Kassel, Dresden, Stuttgart, um dafür zu sorgen, dass sich das Virus ungestört weiter verbreiten kann." Wenn sie recht haben müssen wir uns um diese Leute ja keine Sorgen machen die Zahl sollte ja rasant abnehmen.
Konzerte oder Festivals finden im Moment nicht statt was ich durchaus verstehen kann, nur sollte diese Konsequenz dann bei allen Massenevents angewandt werden. Was ist mit dem ÖPNV oder den riesigen Fabrikhallen mit mehreren tausend Mitarbeitern in der Autoindustrie, da scheint sich das Virus ja nicht hinzutrauen. Ja auch ich bin für einen härteren Lockdown aber für einen ohne Ausnahmen für Industrie und Fußball.

Am 10. April 2021 um 14:00 von Nanni

"aber es ist an der Zeit, die Kollateralschäden der Maßnahmen in die Überlegungen zur Vorgehensweise mit einzubeziehen."
Da sind wir wieder an dem Punkt auszurechnen, was denn schlimmer ist: Eine kaputte Wirtschaft oder [1.000.000] Tote? Das traut sich nur wieder niemand zu sagen.
Anders gedacht: warum ist der Staat hier nicht in der Pflicht? Das Geld ist doch da! Dieses Problem bekommen wir doch halbwegs schadlos nur noch in den Griff, wenn wir es so lange aussitzen, bis der Durchsatz an Impfungen groß genug ist. Das dauert sicher noch 3,4,5 Monate. Bis dahin muss (!) ohne Wenn und Aber subventioniert werden.

@Stern2100 13:25

"Der Präsident des Weltärzteverbandes, Herr Montgomery, geht jedenfalls von Triagen aus."

Nein, geht er nicht.

Er schließt sie nur nicht mehr aus. Das ist ein zwar kleiner, aber sehr entscheidender Unterschied.

@draufguckerin Ich weis ja

@draufguckerin Ich weis ja nicht wie Sie das sehen, Ich jedenfalls finde mich schon in meinen Freiheitsrechten eingeschränkt wenn ich na 21 Uhr das Haus nur noch zum arbeiten verlassen darf, wenn Ich mich nicht weiter als 15km von meinem Wohnort entfernen darf außer ich gehe zur Arbeit. Wenn es mir nicht mehr möglich ist meinen 60 Geburtstag mit meiner Familie zu verbringen , aber ohne Probleme mit 800 Arbeitskollegen.

Kulturbranche

Mal abgesehen davon, dass ich die „Düsternis“ der Branche wahrhaftig nachempfinden kann, fühlt meine Seele zwar keine Einsamkeit (dank guten Trainings) aber auch eine große eigene Traurigkeit.
Das Wissen darum, dass meine Zeit für das Erleben solcher Freuden (die in der Jugend aus Zeit- und Geldmangel selten waren) unwiederbringlich abläuft (bitte ihr Jungen bedenkt, ihr habt noch Chancen), stimmt ausgesprochen wehmütig.
Es hilft nur, Lieblingsorte und -menschen weiter zu unterstützen: Crownfounding, Spenden, Gutscheinkauf, ... zugunsten seiner Lieblingsadressen. Es gibt viele Initiativen im Netz. Diejenigen, die es sich leisten können, sollten Möglichkeiten aufspüren.

@Stern2100 (12:41)

In Anbetracht der in wenigen Wochen erforderlichen Triagen in unseren Krankenhäusern scheint mir der Ausfall von Musikfestivals ein nachrangiges Problem zu sein.
____

Es geht nicht nur um Festivals, die gesamte Kulturszene liegt brach. Viele freischaffende Künstler haben keine Einnahmen mehr und mehr als ein paar warme Worte von Frau Grütters gibt es auch nicht. Da die meisten Musiker auch nicht genug verdienen, um Rücklagen zu bilden, stehen die kurz vor dem Ende. Und vor allem wäre das alles vermeidbar gewesen, wenn man schon vor einem Jahr auf die richtige Strategie gesetzt und konsequent geplant hätte anstatt nur rumzueiern. Der "Impffortschritt" ist lachhaft und verliert sich in viel unnützer Bürokratie, wo Pragmatismus angebracht wäre. In den USA sind 2/3 der Bevölkerung schon durchgeimpft, hier ist es nicht mal 1/6.

Am 10. April 2021 um 12:45 von Sternenkind

Zitat: Ich erinnere mich an das, was Habermas den Rebellen, die in Mutlangen gegen das Aufstellen amerikanischer Raketen auf deutschem Boden protestierten, zurief. Wenn die parlamentarische Demokratie, so sagte er, vor Herausforderungen, die die Interessen aller berühren, versage, dann müsse das Volk – er sprach tatsächlich von Volk – in der Gestalt seiner Bürger, „auch einzelner Bürger“, in seine originären Rechte eintreten und die Freiheit gegen die Anmaßung der Mächtigen verteidigen. Das hat mir damals schon gefallen, heute erst recht.

Habermas würde sich im Grabe umdrehen, wenn er wüsste, wer sich heute auf ihn beruft.

@Sternenkind (12:45)

Wenn ich auf der Parkbank sitze, denke ich an die schönen Zeiten, da der Begriff Kontaktsperre ausreichte, um Heerscharen von jungen Leute auf die Straße zu treiben. Die jungen Leute sind älter geworden, wählen inzwischen grün und haben vergessen, was sie damals gelernt hatten.
Ich erinnere mich an das, was Habermas den Rebellen, die in Mutlangen gegen das Aufstellen amerikanischer Raketen auf deutschem Boden protestierten, zurief. Wenn die parlamentarische Demokratie, so sagte er, vor Herausforderungen, die die Interessen aller berühren, versage, dann müsse das Volk – er sprach tatsächlich von Volk – in der Gestalt seiner Bürger, „auch einzelner Bürger“, in seine originären Rechte eintreten und die Freiheit gegen die Anmaßung der Mächtigen verteidigen. Das hat mir damals schon gefallen, heute erst recht.

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Von welchen Anmaßungen reden Sie? Die traurigerweise notwendigen Maßnahmen zum Seuchenschutz? Das Virus interessiert sich einen Scheiß für Ihre Freiheit.

12:44 von Horst21

"Absagen, Veranstalter subentionieren, fertig. Der Staat hat Geld für alles Mögliche, da sollte er auch seine Mitbürger unterstützen können, ohne großes Gedöns."

Nun, man koennte eigentlich ALLES absagen und jedem Buerger ein Grundeinkommen von 1000 Euro/Monat geben. Ab naechsten Monat. Per Kriegsrecht (das war ein Witz, aber wie sonst?) Corana ist nur mal eine Tatsache.

Dem Veranstaltungsgewerbe kann nur geholfen werden...

... Wenn z. B. in D Schnell-Tests (ggf auch Selbst-Schnell-Tests) als Zutrittsbefugnis Gültigkeit haben.

Im "Tübinger Modell" wird das gerade getestet.
Die Inzidenz in der Stadt Tübingen ist gestern bei ca. 82 gewesen. Geht doch.

Leider ist die Bundesregierung, die MPs und die sonst. Verantwortlichen zu lahm, um das "Tübinger Modell" auf das ges. Veranstaltungsgewerbe in D zu übertragen.
Wie vom Tübinger Bürgermeister Palmer zu lesen ist, ist das "Tübinger Modell" nicht gescheitert (so sehen das gerne die Dauer - Bejaherinnen/er für LockDown als Endlosschleife), sondern es wird gerade an die örtlichen Umstände angepasst.

Aber immer wieder LockDown Machen ist eben einfacher.
Dann fällt eben das ges. Veranstaltungsgewerbe hinten runter.
Mal sehen ob sich daß ab der Bundestagswahl ändert.

@heribix 14:13

"Ich weis ja nicht wie Sie das sehen, Ich jedenfalls finde mich schon in meinen Freiheitsrechten eingeschränkt wenn ich na 21 Uhr das Haus nur noch zum arbeiten verlassen darf, wenn Ich mich nicht weiter als 15km von meinem Wohnort entfernen darf außer ich gehe zur Arbeit."

Ich weiß ja nicht, wie Sie das sehen, aber ich finde die Freiheitsrechte von fathaland slim (und den Hunderttausenden, die seit einem ganzen Jahr (!!!) einem Berufsverbot ausgesetzt sind) viel, viel stärker eingeschränkt als die Ihren, wenn Sie für eine kleine Weile mal Ihr Haus nach 21 Uhr nicht mehr verlassen dürfen.

Mannomann, was muss man hier lesen ...

14:07, heribix

Sie wollen also Produktion und öffentlichen Nahverkehr einstellen.

Eine sehr zielführende Strategie.

Der Virus findet keine Opfer mehr, weil die Menschen verhungert und erfroren sind.

@ heribix um 14.13 Uhr , Klar, jedeR fühlt sich eingeschränkt

"@draufguckerin Ich weis ja nicht wie Sie das sehen, Ich jedenfalls finde mich schon in meinen Freiheitsrechten eingeschränkt wenn ich na 21 Uhr das Haus nur noch zum arbeiten verlassen darf, ..."
Klar, jeder fühlt sich eingeschränkt. Aber zur Zeit muss eben mal der Verstand über das Lustprinzip siegen. Wird ja auch wieder anders. Und die Zeit nach dem Lockdown wollen wir doch alle noch gesund erleben.
Ich fürchte, ich hab noch ein paar Monate bis zur Impfung.
Wir alle sitzen doch schon ein Jahr zu Hause. Ich habe mich entschieden, den Rest auch noch durchzuhalten - besser als die Radieschen von unten anzugucken.

@0_Panik 14:24

"Wie vom Tübinger Bürgermeister Palmer zu lesen ist, ist das "Tübinger Modell" nicht gescheitert (so sehen das gerne die Dauer - Bejaherinnen/er für LockDown als Endlosschleife), sondern es wird gerade an die örtlichen Umstände angepasst."

Habe ich Sie richtig verstanden, dass das "Tübinger Modell" gerade an die Umstände in Tübingen angepasst wird?
Das hätte nun wirklich eine Menge unfreiwilliger Komik ...

Am 10. April 2021 um 13:44 von Sternenkind

Zitat: Die Gründerväter legten 1948 den Föderalismus der Länder als Grundfeste des neuen Staates fest. Nicht ohne Grund.
Mehr als 70 Jahre später könnte mit einem Federstrich alles vernichtet werden. Unter dem Deckmantel einheitlicher Corona Maßnahmen soll das Infektionsschutzgesetz so verändert werden, dass der Bund die Macht übernehmen kann.

Niemand will grundsätzlich Hand an den Föderalismus anlegen, denn eine Änderung dieses Grundgesetzes, durch welche die Gliederung des Bundes in Länder, die grundsätzliche Mitwirkung der Länder bei der Gesetzgebung [ ..... ] berührt werden, ist unzulässig" (Art. 79 III GG).

Um ihm Rahmen seiner Kompetenzen zu handeln, braucht der Bund keinen Deckmantel.

Zitat: Die Länder haben sich zu fügen.

Die Länder haben über den Bundesrat die Möglichkeit der Einflussnahme. In der Tat wurden sie aber schon früher in die Entscheidungsfindung einbezogen

Kulturelle Wüste droht

Die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Kultur sind verheerend und im Ausmaß noch gar nicht abzusehen. Die großen Festivals sind ja nur die Spitze des Eisbergs. Es trifft mit der Veranstaltungsbranche eine ganze Industrie, die unter oft unsicheren Bedingungen arbeitet.
Nach ärger sind aber Kulturgut und unser Leben betroffen: Gerade wenn die Digitalisierung durch Corona einen Schub bekommt, wächst das Bedürfnis nach dem Live-Erlebnis mit Gleichgesinnten. Ob privat, im Kino, auf dem Konzert oder eben dem Festival.
Allerdings fielen Festivals und Konzerte eher unangenehm auf mit überhöhten Preisen als Ghetto für Betuchte, waren andererseits Reservat für Suff und Sexismus von Widerlingen. Da bräuchte es schon ein Update!
Ansonsten sind erfolgreiche Konzepte oft überlebensfähig bzw. wiederzubeleben.
Wenn aber erst der kulturelle Boden ausgedörrt ist, der musikalische Nachwuchs verschwunden, wächst selbst bei einsetzendem Nachfrage-Regen so schnell nichts mehr nach, wenn überhaupt!

14:04, DrBeyer

Ja, die Mutation von Manaus ist in der Tat besorgniserregend.

@Naturfreund 064 um 12.49 Uhr

Ich kann nur einen Fall aus Düsseldorf benennen, den habe ich hier im Forum schon mal zum Schmunzeln kundgetan.
Ein Barbetreiber musste von seiner Versicherung mit ca. 800.000 € für seinen Verdienstausfall (ca. 1 Jahr) entschädigt werden, weil er in der Versicherungsklausel Ausfall aufgrund von Virenerkrankungen etc. stehen hatte.
Natürlich hatte man wohl an eine Grippewelle, die die Belegschaft mal für 2 Wochen außer Gefecht setzen könnte, gedacht.
Den richtigen Wortlaut im Versicherungstext kann ich natürlich nicht zum Besten geben, dafür bin ich doch zu ungebildet.

@fathaland slim 14:27

" 14:07, heribix

Sie wollen also Produktion und öffentlichen Nahverkehr einstellen.

Eine sehr zielführende Strategie.

Der Virus findet keine Opfer mehr, weil die Menschen verhungert und erfroren sind."

Sie sind anscheinend kein großer Freund von No Covid.
Schade eigentlich. Ich halte es für die einzige Strategie, die den Namen "Strategie" auch verdient.
Und die bei einer Implementierung Anfang Januar dafür gesorgt hätte, dass Sie schon wieder vor Publikum spielen könnten.

Am 10. April 2021 um 13:56 von Dr. Cat

Zitat: Das einzige was mir dazu einfällt ist , das eine Gesellschaft die keine Kultur und Kunst mehr hat und nicht mehr danach verlangt, eine tote , egoistische , kalte Gesellschaft ist .

Deutschland war bereits ein Land der Dichter und Denker als es noch keine Festivals gab.

@nikioko

"In den USA sind 2/3 der Bevölkerung schon durchgeimpft, hier ist es nicht mal 1/6."

Bitte etwas mehr Sorgfalt:
In den USA sind, siehe Parallel Artikel, 1/3 erstgeimpft und 1/5 zweimal. Weit entfernt von 2/3 durchgeimpft.

Bei uns sind fast 1/6 einmal geimpft.

Ca. 1,5 Mio. Beschäftigte

Ca. 1,5 Mio. Beschäftigte allein in Deutschland leben von diesem Industriezweig?
Und wieviel Beschäftigte gibt der ach so Systemrelevante Zweig Automobilindustrie immer an?
Da sehe ich eine gewaltige Schieflage.
Autos kauft ja die Mittelschicht, zu Festivals gehen nur Hippies, oder auf welchem Vorurteil fußt die unterschiedliche Behandlung?
Crazy.

@nikioko 14:16

"Der "Impffortschritt" ist lachhaft und verliert sich in viel unnützer Bürokratie, wo Pragmatismus angebracht wäre."

Bitte sachlich bleiben!
Der Impffortschritt WAR vielleicht lachhaft, aber das hatte Gründe. Über die man diskutieren kann, aber er hatte Gründe.

Und seit dieser Woche ist der Impffortschritt, wenn ich mich nicht täusche, in etwa auf dem Niveau des Fortschritts der USA.

Übrigens ...

... sollte man ehrlicherweise auch erwähnen, dass unser Staat in dieser Situation viele Solo-Betroffene ohne Bedürftigkeitsprüfung in Hartz4 aufgefangen hat. (Habe ich so früher beim nicht beobachten können).
Ganz anders ist die Lage bei den kleinen/mittleren Unternehmern, die Verantwortung tragen, da ist die Unterstützung wohl leider ein undurchdringlicher Dschungel.

13:33 von fathaland slim

«Dieses Rentnerleben treibt mich in den Wahnsinn!

Ich werde zwar in zwei Monaten 65, aber unsereins arbeitet traditionell bis zum letzten Atemzug. Ein Musiker, der nicht mehr spielen kann, stirbt. Das war schon immer so.

Zum Glück kann ich es nach wie vor, darf bloß nicht.»

Fürchterliche Vorstellung, könnte ich zwar nach wie vor Photos machen, dürfte die aber niemand mehr zeigen, sondern nur noch selbst betrachten. Dann ist das tollste Photo seiner Magie beraubt, wie Musik ihrer Seele, die sie weiter gibt an andere.

Sogar meine beiden kleinen Nichten vermissen in Köln das Reggae-Festival: "Summer Jam" am Fühlinger See. Da gingen wir schon hin, als die gerade laufen konnten. Abenteuerspielpatz mit fröhlich gelaunten Erwachsenen, und vielen anderen Kindern auf der Wiese. 2020 habe ich denen gesagt … nächstes Jahr gehen wir wieder hin.

Mund zu voll genommen in Unwissenheit und jugendlicher Naivität.
Schon die Atmoshäre drumrum ist fast immer sehr angenehm bei Festivals.

14:32, waldkauz

>>Wenn aber erst der kulturelle Boden ausgedörrt ist, der musikalische Nachwuchs verschwunden, wächst selbst bei einsetzendem Nachfrage-Regen so schnell nichts mehr nach, wenn überhaupt!<<

Ja, diese Gefahr ist nicht von der Hand zu weisen.

Trotzdem rechne ich damit, daß sich viel neues entwickeln wird. Die Kunst schafft den Kunstschaffenden. Will sagen, ein Künstler hat keine Wahl. Er muss tun, was er tut. Das ist nur in sehr begrenztem Maße eine Willensentscheidung.

@Vaddern 14:38

"Ca. 1,5 Mio. Beschäftigte allein in Deutschland leben von diesem Industriezweig?
Und wieviel Beschäftigte gibt der ach so Systemrelevante Zweig Automobilindustrie immer an?
Da sehe ich eine gewaltige Schieflage."

Die sehen nicht nur Sie.

Als zu Zeiten, als noch über den Klimawandel diskutiert wurde, mal bekannt wurde, wie viele Leute in der angeblich ach so wichtigen Automobilindustrie beschäftigt sind, habe ich mich schon gefragt, warum diesem zwar großen, aber keineswegs allumfassenden Bereich in Deutschland, alles, aber auch wirklich alles untergeordnet wird.

Am 10. April 2021 um 14:24 von das ding

"Corana ist nur mal eine Tatsache."
Natürlich. Aber der Zeitraum ist doch überschaubar. Es scheint eine blöde Angewohnheit der Deutschen zu sein, dass man alles will, aber kosten darf es nix.

14:35, DrBeyer

>>@fathaland slim 14:27
" 14:07, heribix

Sie wollen also Produktion und öffentlichen Nahverkehr einstellen.

Eine sehr zielführende Strategie.

Der Virus findet keine Opfer mehr, weil die Menschen verhungert und erfroren sind."

Sie sind anscheinend kein großer Freund von No Covid.
Schade eigentlich. Ich halte es für die einzige Strategie, die den Namen "Strategie" auch verdient.
Und die bei einer Implementierung Anfang Januar dafür gesorgt hätte, dass Sie schon wieder vor Publikum spielen könnten<<

„No Covid“ ist ein komplett unrealistisches akademisches Konstrukt. Das nur weltweit funktionieren könnte, wenn überhaupt.

Oder wollen Sie Deutschland einen Monat lang komplett runterfahren und anschließend die Grenzen dauerhaft hermetisch schließen?

Dann anders ließe sich eine erneute Ausbreitung des Virus nicht verhindern.

Nein. Die einzig, wirklich einzig sinnvolle Strategie lautet impfen, impfen und noch mal impfen. Und notfalls den Impfstoff anpassen.

@ falsa Demonstration 14:36

Guten Tag . Ich habe es nicht nur auf die Festivals bezogen, sondern auf die komplette Kultur und Kunst Scene. Aber es wird jetzt der Boden ausgedörrt. Aber in einem haben Sie Recht : Deutschland war ein Land der Dichter und Denker . Und heutzutage?

@Horst21

"Dieses Problem bekommen wir doch halbwegs schadlos nur noch in den Griff, wenn wir es so lange aussitzen, bis der Durchsatz an Impfungen groß genug ist. Das dauert sicher noch 3,4,5 Monate. Bis dahin muss (!) ohne Wenn und Aber subventioniert werden."

Wenn Sie das mit einem Endlos-Lockdown aussitzen wollen, ist das nicht nur nicht mehr finanzierbar, sondern dann werden viele Leute durch die Maßnahmen psychisch und letztendlich auch körperlich krank. Es ist eben nicht endlos Geld da, und viele Leute hocken schon furchtbar lange allein daheim herum. Das alles mit dem Argument, dass an Corona Menschen sterben, quasi wegzubügeln, funktioniert jetzt nicht mehr. Und es geht hier nicht um Egoismus oder Rücksichtslosigkeit oder Vergnügungssucht. Der Mensch braucht Gesellschaft und Teilhabe.

14:44 von Horst21

"Aber der Zeitraum ist doch überschaubar. (...) kosten darf es ix"

Sicherlich, aber man kann auch einem ueberschaubaren Zeitraum die Existenzgrundlage verlieren. Ist sogar meistens so. Danach folgt dann kein ueberschauberer Zeitraum mehr sondern Endgueltigkeit. Ich weiss aber nicht so genau, ob ich weiss, was sie eigentlch sagen wollen..

Am 10. April 2021 um 14:28 von DrBeyer

Wohl kaum, denn wenn das so klar wäre, hätten wir längst einen konsequenten, 2-monatigen Lockdown incl. Subventionierung der Wirtschaft.

@waldkauz 14:32

„... Allerdings fielen Festivals und Konzerte eher unangenehm auf mit überhöhten Preisen als Ghetto für Betuchte, waren andererseits Reservat für Suff und Sexismus von Widerlingen. Da bräuchte es schon ein Update! ...“

Diesen Teil Ihres Statements kann ich so nicht unterschreiben. Wenn dem so wäre, hätte ich in fortgeschrittenem Alter keine passenden zum Besuch gefunden.

Festivals

Ja, diese Festivals sind Teil der Kultur, aber eigentlich nur ein kleiner, trotz der hohen jeweiligen Teilnehmerzahlen.
Viel wichtiger sind die unzähligen kleinen Veranstaltungsorte, wo insgesamt deutlich mehr "Kultur" geboten wird. Und die Künstler, die dort auftreten, sind keine Großverdiener. Diese beiden, Veranstalter und Künstler, sind ernsthaft bedroht.

@um 12:41 von Stern2100

Welche Triage meinen Sie? Das Problem, wenn man es denn so nennen will, ist momentan, daß die Patienten auf der Intensiv nicht mehr so häufig versterben und sich dadurch die durchschnitt. Liegedauer erhöht.
Eine Triage ist nicht vonnöten.

@Gast 13:09

„... z.b. Russland ist das feiern längst wieder erlaubt und lockdown in weiter Ferne. man hört nichts vom Zusammenbruch des russischen Gesundheitssystems und auch keine horrenden Todeszahlen...“

Allerdings dürfen dort viele kulturelle Veranstaltungen auch ohne Corona nicht stattfinden oder sie müssen sich in Privaträumen verstecken, geschweige denn dass Demos glimpflich ablaufen.

Wie wahr!

" ein Künstler hat keine Wahl. Er muss tun, was er tut. Das ist nur in sehr begrenztem Maße eine Willensentscheidung." (14:41 von fathaland slim)

Und da liegt der Grund, warum Kuenstler und das drumherum summasumarum eine Randerscheinung in einem Staate sind und bleiben werden; und in einer Krise unbeachtet bleiben. a) Man braucht Kuenstler nicht fuer die Produktion und sie existieren gewissermassen deswegen gar nicht, dito in einer Krise erst recht nicht. b) sie sind ausserhalb der Kontrolle von aussen.

Vorhersehbar

In dem Moment, wo jeweils die Entscheidung fiel, aus pseudowirtschaftlichen Gründen einen Weg gegen naturwissenschaftliche Gesetze zu suchen, war das Drama vorgezeichnet.
Merkel musste das wissen. Sie hat es wider besseren Wissens akzeptiert. Mit dem Infektionsschutzgesetz hat man sich in eine rechtliche Sackgasse begeben.
Es ist zu befürchten, dass es niemandem gelingt, den gordischen Knoten zu zerschlagen.

13:44, Sternenkind

>>Die Gründerväter legten 1948 den Föderalismus der Länder als Grundfeste des neuen Staates fest. Nicht ohne Grund.
Mehr als 70 Jahre später könnte mit einem Federstrich alles vernichtet werden. Unter dem Deckmantel einheitlicher Corona Maßnahmen soll das Infektionsschutzgesetz so verändert werden, dass der Bund die Macht übernehmen kann. Die Länder haben sich zu fügen.<<

Dies wiederum stammt wörtlich aus Jürgen Elsässers Compact-Magazin. Natürlich von Ihnen nicht mit Quellenangabe versehen.

Können Sie eigentlich auch eigene Texte formulieren?

Nun ja, auf jeden Fall wird deutlich, wo Sie denken lassen.

@nikioko 14:16

>>„...Der "Impffortschritt" ist lachhaft und verliert sich in viel unnützer Bürokratie, wo Pragmatismus angebracht wäre...“<<

Es ist nicht „Ruderschein“ und nicht „Ruderboot“ schuld, wenn das Ruder fehlt ist die Geschwindigkeit des Fortkommens eingeschränkt.

>>„...In den USA sind 2/3 der Bevölkerung schon durchgeimpft, hier ist es nicht mal 1/6.“<<
Auch diese Zahlen stimmen nicht.

dabei sein ist alles ?

jede äußerung zu covid wird scheinbar zuerst auf "das gute" nach der vorgabe der regierung beantwortet - veranstaltung mit 100.000 teilnehmer - quatsch - ich bin als bildender künstler unter auflagen in europa und anderen kontinenten eingeladen. der erste termin ist im juni 2021. gäste ca. 25.000. das geht. hier in deutschland wird jeder veranstalter - auch große Messegesellschaften - wie kleinkinder behandelt. bis zu 8 ämter geben ihr plazet ab. manches an abstrusität nicht zu überbieten - aber im kern - jede veranstaltung kann in über 100 ländern so organisert werden, dass nichts passiert - nur hier in deutschland tut man, als ob im Oktober die Impfungen keine Wirkung zeigen. beschämend - und jetzt dürfen die geimpften lehrer wieder loslegen ...

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