Ihre Meinung zu: Corona-Krise in Europa: Der zweite Sommer ohne Festivals?

10. April 2021 - 12:24 Uhr

Europas Musikfestivals sind weltbekannt. Doch im zweiten Pandemiejahr sind viele Veranstalter zermürbt: Sie müssen ins Nichts planen - und vermissen finanzielle Hilfe und Anerkennung. Von Roman Rusch.

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Kommentare

Coronakrise

In Anbetracht der in wenigen Wochen erforderlichen Triagen in unseren Krankenhäusern scheint mir der Ausfall von Musikfestivals ein nachrangiges Problem zu sein.

Festivals?

Absagen, Veranstalter subentionieren, fertig. Der Staat hat Geld für alles Mögliche, da sollte er auch seine Mitbürger unterstützen können, ohne großes Gedöns.

Nun ja

Wenn ich auf der Parkbank sitze, denke ich an die schönen Zeiten, da der Begriff Kontaktsperre ausreichte, um Heerscharen von jungen Leute auf die Straße zu treiben. Die jungen Leute sind älter geworden, wählen inzwischen grün und haben vergessen, was sie damals gelernt hatten.
Ich erinnere mich an das, was Habermas den Rebellen, die in Mutlangen gegen das Aufstellen amerikanischer Raketen auf deutschem Boden protestierten, zurief. Wenn die parlamentarische Demokratie, so sagte er, vor Herausforderungen, die die Interessen aller berühren, versage, dann müsse das Volk – er sprach tatsächlich von Volk – in der Gestalt seiner Bürger, „auch einzelner Bürger“, in seine originären Rechte eintreten und die Freiheit gegen die Anmaßung der Mächtigen verteidigen. Das hat mir damals schon gefallen, heute erst recht.

Eine Frage

Versicherungen gegen Pandemieausfälle gäbe es seit Corona nicht mehr.
Frage:
Gab es diese Versicherungen eigentlich vor Corona?

@Sternenkind 12:45

"Das hat mir damals schon gefallen, heute erst recht."

Ist ja ok.
Und viele Leute sehen das auch so und sind deshalb wütend auf unsere Regierenden, dass die nicht endlich einen ernsthaften Lockdown durchsetzen.

Also obwohl mich das

Also obwohl mich das eigentlich nicht tangiert find ich es in Anbetracht einer in 12 Ländern stattfindenden Fußball-EM schon traurig. Aber wie war das, Fußball ist systemrelevant!

12:41, Stern2100

>>Coronakrise
In Anbetracht der in wenigen Wochen erforderlichen Triagen in unseren Krankenhäusern scheint mir der Ausfall von Musikfestivals ein nachrangiges Problem zu sein.<<

Ich lebe von dieser Branche und bin nicht der einzige.

Die Kulturbranche ist die zweitumsatzstärkste Deutschlands.

Das nur als Argument für Leute, die alles am wirtschaftlichen Nutzen bemessen und mit Kultur eher weniger anfangen können.

Nachrangig ist da jedenfalls gar nichts.

Und daß in wenigen Wochen triagiert werden müsse, das ist eine bloße Behauptung Ihrerseits. Solcherart Panikmache halte ich nicht für sinnvoll.

@Naturfreund 064 12:49

"Versicherungen gegen Pandemieausfälle gäbe es seit Corona nicht mehr.
Frage:
Gab es diese Versicherungen eigentlich vor Corona?"

Das wird gerade gerichtlich geklärt.
Ich meine, mich zu erinnern, bisher von zwei unterschiedlichen Urteilen gehört zu haben, einmal zugunsten des Hoteliers, einmal zugunsten der Versicherung.

Scheint sehr auf den genauen Wortlaut der entsprechenden Formulierungen im Kleingedruckten der Versicherungsbedingungen anzukommen.

Stern2100

...alles negative was mit Corona zu tun hat ist ein Problem,sei es Gesundheit als auch wirtschaftliche Folgen

"Wenn die parlamentarische

"Wenn die parlamentarische Demokratie, so sagte er, vor Herausforderungen, die die Interessen aller berühren, versage, dann müsse das Volk – er sprach tatsächlich von Volk – in der Gestalt seiner Bürger, „auch einzelner Bürger“, in seine originären Rechte eintreten und die Freiheit gegen die Anmaßung der Mächtigen verteidigen."

Nun ist aber der überwiegende Anteil der Bevölkerung mit den Maßnahmen einverstanden der fordert sogar strengere Maßnahmen. Siehe dazu letzter Deutschlandtrend:
"sind angemessen" 24%
"gehen nicht weit genug" 48%

Nur 24% gingen die Maßnahmen zu weit. Ein Teil davon trifft sich ohne Schutzmaßnahmen in Kassel, Dresden, Stuttgart, um dafür zu sorgen, dass sich das Virus ungestört weiter verbreiten kann.

Sind diese 24% diejenigen, die Herr Habermas ihrer Meinung nach gemeint haben könnte?

12:45, Sternenkind

Ihr Kommentar ist der Schlussabsatz des Kommentars von Konrad Adam aus der heutigen Jungen Freiheit. Wörtlich zitiert.

Zitate macht man eigentlich kenntlich. Das gehört sich so. Sonst muss man sich den Vorwurf des Plagiats gefallen lassen.

wie lange machen wir das noch mit?

wie lange soll das noch weitergehen? wie lange wollen wir uns noch unsere Grundrechte einschränken lassen? es wird Zeit, dass sich in der Regierung etwas ändert um dieses Trauerspiel zu beenden. in z.b. Russland ist das feiern längst wieder erlaubt und lockdown in weiter Ferne. man hört nichts vom Zusammenbruch des russischen Gesundheitssystems und auch keine horrenden Todeszahlen. Hier wird uns Angst gemacht um uns unsere Rechte weiter und weiter einzuschränken. Spahn behauptet, die Mehrheit der Bevölkerung sei für noch mehr Einschränkungen. Wenn dem so ist, dann lasst die Bevölkerung demokratisch abstimmen, wie es weiter gehen soll. Ich bin überzeugt, dass sich weder eine Mehrheit findet für weitere Einschränkungen, noch eine Mehrheit findet die sich impfen lässt. Die Coronastrategie der Regierung beruht auf der Annahme dass sich 2/3 impfen lassen. Das könnt ihr vergessen...

Unterstützung bitte!

Ich arbeite in dieser Branche und kann nur bekräftigen, dass hier gerade eine ganze Industrie samt vieler tausend selbstständiger Künstler und Techniker schwer beschädigt wird. Jetzt sind die Leute am Ende ihrer Reserven oder haben längst den Job gewechselt wg. Null Perspektive.

Dass es sich bei der Eventbranche im Allg. um einen der größten Wirtschaftszweige in D handelt wird gerne übersehen. Man behandelt das oft, als sei das irgendeine Kirmes, die kein Mensch wirklich braucht. Erst wenn es substanziell die angeseheneren Künste betrifft (Theater, Oper, die 'hehre' Kultur) dann geht irgendwo die rote Lampe an. Hilfen für Solo Selbstständige? Viel BlaBla, kaum Realität.

Es gab und gibt erprobte Konzepte für Veranstaltungen mit hohen Schutzauflagen und wenig Zuschauern. Dass hier dennoch nichts genehmigt wird zeigt, wie wenig man für diese Branche übrig hat.

Ich bin übrigens für Einschränkungen und würde keine Veranstaltung zulassen wollen, die wirklich ein Risiko darstellt.

13:09, linksrechtsmitte

>>wie lange machen wir das noch mit?
wie lange soll das noch weitergehen? wie lange wollen wir uns noch unsere Grundrechte einschränken lassen?<<

So lange, bis genügend Menschen geimpft sind, um so etwas wie eine Herdenimmunität zu erzeugen.

Eigentlich ist das ganz leicht zu verstehen.

>>Die Coronastrategie der Regierung beruht auf der Annahme dass sich 2/3 impfen lassen. Das könnt ihr vergessen...<<

Es gibt in Deutschland etwa 10% Impfverweigerer. Das ist epidemiologisch zu verkraften.

Am 10. April 2021 um 13:09 von Gast - Traurig....

... wegen Leuten mit einer solchen Einstellung werden wir noch bis in's nächste Jahr hinein rumeiern. Ich wünsche Ihnen trotzdem von Herzen keinerlei Todesfälle unter Ihren Nächsten.

@fathaland slim 12:52

"Die Kulturbranche ist die zweitumsatzstärkste Deutschlands."

Wow, das war mir noch gar nicht bewusst. Ich wusste bisher nur, dass in Opern und Sinfoniekonzerte im Jahr mehr Leute gehen als in die Stadien der Bundesliga.

"Das nur als Argument für Leute, die alles am wirtschaftlichen Nutzen bemessen und mit Kultur eher weniger anfangen können.

Nachrangig ist da jedenfalls gar nichts."

Dass ich Ihnen da zustimme, muss ich, glaube ich, nicht betonen.
Mache es aber doch, fällt mir gerade auf ...

"Und daß in wenigen Wochen triagiert werden müsse, das ist eine bloße Behauptung Ihrerseits. Solcherart Panikmache halte ich nicht für sinnvoll."

Das halte ich nicht für Panikmache, sondern für eine stark pointierte Version des Hilferufs der Intensivmediziner. Und denen nehme ich ab, dass sie keine Panikmache betreiben, sondern in der Tat Angst davor haben, irgendwann einmal entscheiden zu müssen.

Am 10. April 2021 um 13:01 von fathaland slim

>>Am 10. April 2021 um 13:01 von fathaland slim
12:45, Sternenkind

Ihr Kommentar ist der Schlussabsatz des Kommentars von Konrad Adam aus der heutigen Jungen Freiheit. Wörtlich zitiert.

Zitate macht man eigentlich kenntlich. Das gehört sich so. Sonst muss man sich den Vorwurf des Plagiats gefallen lassen.<<

Ich bin gespannt ob man mir die Möglichkeit lässt zumindest dem Foristin zuzustimmen, da man gleich 3 meiner inhaltlich gleichen Kommentare dahingehend blockte.

13:17 von Humanokrat

Genau wie Ihnen geht es der Gastronomie. Auch die hatten hygienekonzepte. Würde bei uns in D die digitale Nachverfolgung funktionieren, wären wir sicher weiter. Stattdessen schließen wir sogar wieder die außengastronomie, obwohl es immer hieß, draußen ist die Infektionsgefahr gering. Ja was nun. Stattdessen treiben wir die Menschen in ihre Wohnungen, wo sie sich treffen und wundern uns über steigende Infektionszahlen.
Ich wünsche Ihnen Durchhaltevermögen.

13:00 von GeMe

Nur 24% gingen die Maßnahmen zu weit.
Ein Teil davon trifft sich ohne Schutzmaßnahmen in Kassel, Dresden, Stuttgart,
.
sie bringen es auf den Punkt
es hört sich erst mal toll an, 3/4 der Bevölkerung stehen hinter den Maßnahmen der Regierung.
Aber sind wir mal realistisch .
Was bringt es wenn 1/4 der Bevölkerung sich nicht an die Straßenverkehrsordnung hält.
Mit 100 an KiGa´s vorbeifährt und rote Ampeln ignoriert.
Das sollte man bedenken, bevor man sich beruhigt zurücklehnt und sagt es herrsche ein breiter Konsens ....

13:17, Humanokrat

>>Ich arbeite in dieser Branche und kann nur bekräftigen, dass hier gerade eine ganze Industrie samt vieler tausend selbstständiger Künstler und Techniker schwer beschädigt wird. Jetzt sind die Leute am Ende ihrer Reserven oder haben längst den Job gewechselt wg. Null Perspektive<<

Ja, von denen kenne ich viele.

Zum Glück habe ich keine wirtschaftlichen Schwierigkeiten und könnte mich, wenn ich denn wollte, zur Ruhe setzen.

Ich will aber nicht.

Dieses Rentnerleben treibt mich in den Wahnsinn!

Ich werde zwar in zwei Monaten 65, aber unsereins arbeitet traditionell bis zum letzten Atemzug. Ein Musiker, der nicht mehr spielen kann, stirbt. Das war schon immer so.

Zum Glück kann ich es nach wie vor, darf bloß nicht.

@fathaland slim 13:20

"Es gibt in Deutschland etwa 10% Impfverweigerer. Das ist epidemiologisch zu verkraften."

Ihr Wort in Gottes Ohr.
In dem heutigen Artikel zum Impffortschritt in den USA steht etwas von 70-90% Geimpften, die für eine Herdenimmunität benötigt würden. Je nach Szenario könnte das also ziemlich knapp werden.

13:34, DrBeyer

>>In dem heutigen Artikel zum Impffortschritt in den USA steht etwas von 70-90% Geimpften, die für eine Herdenimmunität benötigt würden. Je nach Szenario könnte das also ziemlich knapp werden<<

Nach landläufiger Epidemiologenmeinung reichen etwa 60%, um der Epidemie die Spitze zu nehmen.

Die Meinungen gehen natürlich auseinander, aber ich würde trotzdem mal davon ausgehen, daß wir bei einer Geimpftenquote von etwa 60% zur gesellschaftlichen Normalität zurückkehren werden.

Nun ja

Die Gründerväter legten 1948 den Föderalismus der Länder als Grundfeste des neuen Staates fest. Nicht ohne Grund.
Mehr als 70 Jahre später könnte mit einem Federstrich alles vernichtet werden. Unter dem Deckmantel einheitlicher Corona Maßnahmen soll das Infektionsschutzgesetz so verändert werden, dass der Bund die Macht übernehmen kann. Die Länder haben sich zu fügen.

@Sternenkind 12:45

Schon eine seltsame Idee, Demonstrationen gegen Waffen, Kriegsbestrebungen, Atommüll-Lagerung ( noch dazu in ungeeigneten Lagerstätten) ect. mit Mitbürger gefährdenden, maskenlosen, von rechtsradikalen Teilnehmern unterwanderten Aufmärschen zu vergleichen.

Die Branchen, die der

Die Branchen, die der Gesellschaft Lebensqualität, Freude und Gelegenheit zu gemeinschaftlichen Erlebnissen geben, gehen derzeit kollektiv den Bach runter und die BR interessiert es nur am Rande oder gar nicht. Statt dessen nach wie vor verbieten, einsperren, bestrafen. Die extremen Auswirkungen von rigiden Verboten und monatelangen Schließungen werden nach wie vor vernachlässigt, obwohl es mittlerweile genügend Fachleute gibt, die diesbezüglich Alarm schlagen. Ich hoffe, dass die MP, die sich gegen einen harten Lockdown wehren, sich durchsetzen können.

@fatherland slim

"Und dass in wenigen Wochen triagiert werden müsse, das ist eine bloße Behauptung Ihrerseits. Solcherart Panikmache halte ich nicht für sinnvoll".
Der Präsident des Weltärzteverbandes, Herr Montgomery, geht jedenfalls von Triagen aus. Ich freue mich übrigens auch wieder auf Opern- und Museumsbesuche.

Gedanke

Das einzige was mir dazu einfällt ist , das eine Gesellschaft die keine Kultur und Kunst mehr hat und nicht mehr danach verlangt, eine tote , egoistische , kalte Gesellschaft ist .

@ Gast um 13.09 Uhr, mehr Freiheitsrechte in Russland

"wie lange wollen wir uns noch unsere Grundrechte einschränken lassen? es wird Zeit, dass sich in der Regierung etwas ändert um dieses Trauerspiel zu beenden. in z.b. Russland ist das feiern längst wieder erlaubt" Es dürfte Ihnen nicht entgangen sein, dass die Mehrheit der Bevölkerung eher für stärkere Lockdown-Maßnahmen ist. Also, worüber beschweren Sie sich?

Sind Sie der Meinung, dass die Menschen in Russland mehr Freiheitsrechte haben als wir hier?

"Hier wird uns Angst gemacht um uns unsere Rechte weiter und weiter einzuschränken." Stimmt nicht. Die meisten Menschen haben Angst davor, angehustet oder sonstwie infiziert zu werden. Wir alle haben unsere Rechte, die sind nicht eingeschränkt, nur weil wir nicht in die Kneipe gehen können.

13:46, schneegans

>>@Sternenkind 12:45
Schon eine seltsame Idee, Demonstrationen gegen Waffen, Kriegsbestrebungen, Atommüll-Lagerung ( noch dazu in ungeeigneten Lagerstätten) ect. mit Mitbürger gefährdenden, maskenlosen, von rechtsradikalen Teilnehmern unterwanderten Aufmärschen zu vergleichen.<<

Auf solche Ideen kommen rechte Intellektuelle.

Der Kommentar des Foristen, auf den Sie sich beziehen, stammt ja in Wirklichkeit vom AfD-Mitbegünder Konrad Adam. Der vor ein paar Wochen übrigens aus dem Verein ausgetreten ist.

@Stern2100

"In Anbetracht der in wenigen Wochen erforderlichen Triagen in unseren Krankenhäusern scheint mir der Ausfall von Musikfestivals ein nachrangiges Problem zu sein."

Es geht hier nicht nur um den Ausfall von ein paar Konzerten. Es geht darum, dass die ganze Branche seit einem Jahr quasi stillgelegt und daher so langsam am Ende ist. Wenn Sie kein Problem damit haben, dass es nach Corona keine Festivals, Konzerte, Kinos, Gastronomie, Feste etc. mehr gibt, und abertausende von Künstlern, Gastronomen etc. vor den Trümmern ihrer Existenz stehen, na dann ist das ja schön für Sie. Aber damit gehören Sie dann gewiss keiner Mehrheit an. Und nur der Vollständigkeit halber: ich bin weder Corona-Leugner noch -Verharmloser, aber es ist an der Zeit, die Kollateralschäden der Maßnahmen in die Überlegungen zur Vorgehensweise mit einzubeziehen.

13:56, Dr. Cat

>>Gedanke
Das einzige was mir dazu einfällt ist , das eine Gesellschaft die keine Kultur und Kunst mehr hat und nicht mehr danach verlangt, eine tote , egoistische , kalte Gesellschaft ist .<<

So ist es.

@fathaland slim 13:43

"Nach landläufiger Epidemiologenmeinung reichen etwa 60%, um der Epidemie die Spitze zu nehmen.

Die Meinungen gehen natürlich auseinander, aber ich würde trotzdem mal davon ausgehen, daß wir bei einer Geimpftenquote von etwa 60% zur gesellschaftlichen Normalität zurückkehren werden."

Daran glaube ich beim besten Willen nicht mehr.

Die 60% waren, wenn ich mich richtig erinnere, die Schätzungen zu Zeiten, als es B 1.1.7 noch nicht gab.
Aber aus dem höheren R0-Wert von B 1.1.7 (5 statt 3 bei Wildtyp) folgt auch, dass eine Herdenimmunität 30% mehr Geimpfte erfordert (oder so ähnlich).

Was auch gegen Ihre Hoffnung von 60% spricht, ist Manaus.
Dort waren viele seriöse Leute davon ausgegangen, dass nach der ungebremsten und furchtbar tödlichen ersten Welle zumindest nahezu Herdenimmunität bestehen würde.
Und dann kam kürzlich eine genauso tödliche zweite Welle ...

Allerdings wäre eine andere Frage die nach einem Impfpass und einer Impfung als Voraussetzung für normales Leben.

@Stern2100

"Der Präsident des Weltärzteverbandes, Herr Montgomery, geht jedenfalls von Triagen aus. Ich freue mich übrigens auch wieder auf Opern- und Museumsbesuche."

Her Montgomery warnt ununterbrochen, aber das muss nicht heißen, dass alles abgesagt und geschlossen werden muss. Diese Vorgehensweise nicht mehr alternativlos. Durch den Einsatz von Schnelltests und die Reduzierung von Besucherzahlen könnte man einiges möglich machen. Die BR will aber nicht, weil sie für die Kulturbrache offenbar nicht viel übrig hat.

13:52, Stern2100

>>@fatherland slim
"Und dass in wenigen Wochen triagiert werden müsse, das ist eine bloße Behauptung Ihrerseits. Solcherart Panikmache halte ich nicht für sinnvoll".
Der Präsident des Weltärzteverbandes, Herr Montgomery, geht jedenfalls von Triagen aus.<<

Frank Ulrich Montgomery ist für überaus pointierte Aussagen bekannt.

Weltweit betrachtet hat er natürlich Recht. Da ist die Triage ja jetzt schon gewissermaßen der Normalzustand.

Wir können uns das hier auf unserer Insel der schlecht gelaunten Glückseligen gar nicht vorstellen.

@ fathaland slim "Es gibt in

@ fathaland slim "Es gibt in Deutschland etwa 10% Impfverweigerer." In Deutschland will sich jeder 5. nicht impfen lassen, glaube gestern bei Illner , Das wären dann 20% wenn ich richtig rechnen kann.
@GeMe "Nur 24% gingen die Maßnahmen zu weit. Ein Teil davon trifft sich ohne Schutzmaßnahmen in Kassel, Dresden, Stuttgart, um dafür zu sorgen, dass sich das Virus ungestört weiter verbreiten kann." Wenn sie recht haben müssen wir uns um diese Leute ja keine Sorgen machen die Zahl sollte ja rasant abnehmen.
Konzerte oder Festivals finden im Moment nicht statt was ich durchaus verstehen kann, nur sollte diese Konsequenz dann bei allen Massenevents angewandt werden. Was ist mit dem ÖPNV oder den riesigen Fabrikhallen mit mehreren tausend Mitarbeitern in der Autoindustrie, da scheint sich das Virus ja nicht hinzutrauen. Ja auch ich bin für einen härteren Lockdown aber für einen ohne Ausnahmen für Industrie und Fußball.

Am 10. April 2021 um 14:00 von Nanni

"aber es ist an der Zeit, die Kollateralschäden der Maßnahmen in die Überlegungen zur Vorgehensweise mit einzubeziehen."
Da sind wir wieder an dem Punkt auszurechnen, was denn schlimmer ist: Eine kaputte Wirtschaft oder [1.000.000] Tote? Das traut sich nur wieder niemand zu sagen.
Anders gedacht: warum ist der Staat hier nicht in der Pflicht? Das Geld ist doch da! Dieses Problem bekommen wir doch halbwegs schadlos nur noch in den Griff, wenn wir es so lange aussitzen, bis der Durchsatz an Impfungen groß genug ist. Das dauert sicher noch 3,4,5 Monate. Bis dahin muss (!) ohne Wenn und Aber subventioniert werden.

@Stern2100 13:25

"Der Präsident des Weltärzteverbandes, Herr Montgomery, geht jedenfalls von Triagen aus."

Nein, geht er nicht.

Er schließt sie nur nicht mehr aus. Das ist ein zwar kleiner, aber sehr entscheidender Unterschied.

@draufguckerin Ich weis ja

@draufguckerin Ich weis ja nicht wie Sie das sehen, Ich jedenfalls finde mich schon in meinen Freiheitsrechten eingeschränkt wenn ich na 21 Uhr das Haus nur noch zum arbeiten verlassen darf, wenn Ich mich nicht weiter als 15km von meinem Wohnort entfernen darf außer ich gehe zur Arbeit. Wenn es mir nicht mehr möglich ist meinen 60 Geburtstag mit meiner Familie zu verbringen , aber ohne Probleme mit 800 Arbeitskollegen.

Kulturbranche

Mal abgesehen davon, dass ich die „Düsternis“ der Branche wahrhaftig nachempfinden kann, fühlt meine Seele zwar keine Einsamkeit (dank guten Trainings) aber auch eine große eigene Traurigkeit.
Das Wissen darum, dass meine Zeit für das Erleben solcher Freuden (die in der Jugend aus Zeit- und Geldmangel selten waren) unwiederbringlich abläuft (bitte ihr Jungen bedenkt, ihr habt noch Chancen), stimmt ausgesprochen wehmütig.
Es hilft nur, Lieblingsorte und -menschen weiter zu unterstützen: Crownfounding, Spenden, Gutscheinkauf, ... zugunsten seiner Lieblingsadressen. Es gibt viele Initiativen im Netz. Diejenigen, die es sich leisten können, sollten Möglichkeiten aufspüren.

@Stern2100 (12:41)

In Anbetracht der in wenigen Wochen erforderlichen Triagen in unseren Krankenhäusern scheint mir der Ausfall von Musikfestivals ein nachrangiges Problem zu sein.
____

Es geht nicht nur um Festivals, die gesamte Kulturszene liegt brach. Viele freischaffende Künstler haben keine Einnahmen mehr und mehr als ein paar warme Worte von Frau Grütters gibt es auch nicht. Da die meisten Musiker auch nicht genug verdienen, um Rücklagen zu bilden, stehen die kurz vor dem Ende. Und vor allem wäre das alles vermeidbar gewesen, wenn man schon vor einem Jahr auf die richtige Strategie gesetzt und konsequent geplant hätte anstatt nur rumzueiern. Der "Impffortschritt" ist lachhaft und verliert sich in viel unnützer Bürokratie, wo Pragmatismus angebracht wäre. In den USA sind 2/3 der Bevölkerung schon durchgeimpft, hier ist es nicht mal 1/6.

Am 10. April 2021 um 12:45 von Sternenkind

Zitat: Ich erinnere mich an das, was Habermas den Rebellen, die in Mutlangen gegen das Aufstellen amerikanischer Raketen auf deutschem Boden protestierten, zurief. Wenn die parlamentarische Demokratie, so sagte er, vor Herausforderungen, die die Interessen aller berühren, versage, dann müsse das Volk – er sprach tatsächlich von Volk – in der Gestalt seiner Bürger, „auch einzelner Bürger“, in seine originären Rechte eintreten und die Freiheit gegen die Anmaßung der Mächtigen verteidigen. Das hat mir damals schon gefallen, heute erst recht.

Habermas würde sich im Grabe umdrehen, wenn er wüsste, wer sich heute auf ihn beruft.

@Sternenkind (12:45)

Wenn ich auf der Parkbank sitze, denke ich an die schönen Zeiten, da der Begriff Kontaktsperre ausreichte, um Heerscharen von jungen Leute auf die Straße zu treiben. Die jungen Leute sind älter geworden, wählen inzwischen grün und haben vergessen, was sie damals gelernt hatten.
Ich erinnere mich an das, was Habermas den Rebellen, die in Mutlangen gegen das Aufstellen amerikanischer Raketen auf deutschem Boden protestierten, zurief. Wenn die parlamentarische Demokratie, so sagte er, vor Herausforderungen, die die Interessen aller berühren, versage, dann müsse das Volk – er sprach tatsächlich von Volk – in der Gestalt seiner Bürger, „auch einzelner Bürger“, in seine originären Rechte eintreten und die Freiheit gegen die Anmaßung der Mächtigen verteidigen. Das hat mir damals schon gefallen, heute erst recht.

___

Von welchen Anmaßungen reden Sie? Die traurigerweise notwendigen Maßnahmen zum Seuchenschutz? Das Virus interessiert sich einen Scheiß für Ihre Freiheit.

12:44 von Horst21

"Absagen, Veranstalter subentionieren, fertig. Der Staat hat Geld für alles Mögliche, da sollte er auch seine Mitbürger unterstützen können, ohne großes Gedöns."

Nun, man koennte eigentlich ALLES absagen und jedem Buerger ein Grundeinkommen von 1000 Euro/Monat geben. Ab naechsten Monat. Per Kriegsrecht (das war ein Witz, aber wie sonst?) Corana ist nur mal eine Tatsache.

Dem Veranstaltungsgewerbe kann nur geholfen werden...

... Wenn z. B. in D Schnell-Tests (ggf auch Selbst-Schnell-Tests) als Zutrittsbefugnis Gültigkeit haben.

Im "Tübinger Modell" wird das gerade getestet.
Die Inzidenz in der Stadt Tübingen ist gestern bei ca. 82 gewesen. Geht doch.

Leider ist die Bundesregierung, die MPs und die sonst. Verantwortlichen zu lahm, um das "Tübinger Modell" auf das ges. Veranstaltungsgewerbe in D zu übertragen.
Wie vom Tübinger Bürgermeister Palmer zu lesen ist, ist das "Tübinger Modell" nicht gescheitert (so sehen das gerne die Dauer - Bejaherinnen/er für LockDown als Endlosschleife), sondern es wird gerade an die örtlichen Umstände angepasst.

Aber immer wieder LockDown Machen ist eben einfacher.
Dann fällt eben das ges. Veranstaltungsgewerbe hinten runter.
Mal sehen ob sich daß ab der Bundestagswahl ändert.

@heribix 14:13

"Ich weis ja nicht wie Sie das sehen, Ich jedenfalls finde mich schon in meinen Freiheitsrechten eingeschränkt wenn ich na 21 Uhr das Haus nur noch zum arbeiten verlassen darf, wenn Ich mich nicht weiter als 15km von meinem Wohnort entfernen darf außer ich gehe zur Arbeit."

Ich weiß ja nicht, wie Sie das sehen, aber ich finde die Freiheitsrechte von fathaland slim (und den Hunderttausenden, die seit einem ganzen Jahr (!!!) einem Berufsverbot ausgesetzt sind) viel, viel stärker eingeschränkt als die Ihren, wenn Sie für eine kleine Weile mal Ihr Haus nach 21 Uhr nicht mehr verlassen dürfen.

Mannomann, was muss man hier lesen ...

14:07, heribix

Sie wollen also Produktion und öffentlichen Nahverkehr einstellen.

Eine sehr zielführende Strategie.

Der Virus findet keine Opfer mehr, weil die Menschen verhungert und erfroren sind.

@ heribix um 14.13 Uhr , Klar, jedeR fühlt sich eingeschränkt

"@draufguckerin Ich weis ja nicht wie Sie das sehen, Ich jedenfalls finde mich schon in meinen Freiheitsrechten eingeschränkt wenn ich na 21 Uhr das Haus nur noch zum arbeiten verlassen darf, ..."
Klar, jeder fühlt sich eingeschränkt. Aber zur Zeit muss eben mal der Verstand über das Lustprinzip siegen. Wird ja auch wieder anders. Und die Zeit nach dem Lockdown wollen wir doch alle noch gesund erleben.
Ich fürchte, ich hab noch ein paar Monate bis zur Impfung.
Wir alle sitzen doch schon ein Jahr zu Hause. Ich habe mich entschieden, den Rest auch noch durchzuhalten - besser als die Radieschen von unten anzugucken.

@Horst21 14:08

"Da sind wir wieder an dem Punkt auszurechnen, was denn schlimmer ist: Eine kaputte Wirtschaft oder [1.000.000] Tote?"

Nein, an diesem Punkt waren wir vor langer Zeit.
Inzwischen ist längst klar, dass es auch für die Wirtschaft am billigsten ist, KEINE Toten zu akzeptieren.

"https://www.rnd.de/wirtschaft/studie-no-covid-lander-haben-ihre-wirtschaft-am-besten-geschutzt-I6TA2VIASZHTBFLFRPOT4U5DM4.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE"

@0_Panik 14:24

"Wie vom Tübinger Bürgermeister Palmer zu lesen ist, ist das "Tübinger Modell" nicht gescheitert (so sehen das gerne die Dauer - Bejaherinnen/er für LockDown als Endlosschleife), sondern es wird gerade an die örtlichen Umstände angepasst."

Habe ich Sie richtig verstanden, dass das "Tübinger Modell" gerade an die Umstände in Tübingen angepasst wird?
Das hätte nun wirklich eine Menge unfreiwilliger Komik ...

Am 10. April 2021 um 13:44 von Sternenkind

Zitat: Die Gründerväter legten 1948 den Föderalismus der Länder als Grundfeste des neuen Staates fest. Nicht ohne Grund.
Mehr als 70 Jahre später könnte mit einem Federstrich alles vernichtet werden. Unter dem Deckmantel einheitlicher Corona Maßnahmen soll das Infektionsschutzgesetz so verändert werden, dass der Bund die Macht übernehmen kann.

Niemand will grundsätzlich Hand an den Föderalismus anlegen, denn eine Änderung dieses Grundgesetzes, durch welche die Gliederung des Bundes in Länder, die grundsätzliche Mitwirkung der Länder bei der Gesetzgebung [ ..... ] berührt werden, ist unzulässig" (Art. 79 III GG).

Um ihm Rahmen seiner Kompetenzen zu handeln, braucht der Bund keinen Deckmantel.

Zitat: Die Länder haben sich zu fügen.

Die Länder haben über den Bundesrat die Möglichkeit der Einflussnahme. In der Tat wurden sie aber schon früher in die Entscheidungsfindung einbezogen

Kulturelle Wüste droht

Die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Kultur sind verheerend und im Ausmaß noch gar nicht abzusehen. Die großen Festivals sind ja nur die Spitze des Eisbergs. Es trifft mit der Veranstaltungsbranche eine ganze Industrie, die unter oft unsicheren Bedingungen arbeitet.
Nach ärger sind aber Kulturgut und unser Leben betroffen: Gerade wenn die Digitalisierung durch Corona einen Schub bekommt, wächst das Bedürfnis nach dem Live-Erlebnis mit Gleichgesinnten. Ob privat, im Kino, auf dem Konzert oder eben dem Festival.
Allerdings fielen Festivals und Konzerte eher unangenehm auf mit überhöhten Preisen als Ghetto für Betuchte, waren andererseits Reservat für Suff und Sexismus von Widerlingen. Da bräuchte es schon ein Update!
Ansonsten sind erfolgreiche Konzepte oft überlebensfähig bzw. wiederzubeleben.
Wenn aber erst der kulturelle Boden ausgedörrt ist, der musikalische Nachwuchs verschwunden, wächst selbst bei einsetzendem Nachfrage-Regen so schnell nichts mehr nach, wenn überhaupt!

14:04, DrBeyer

Ja, die Mutation von Manaus ist in der Tat besorgniserregend.

@Naturfreund 064 um 12.49 Uhr

Ich kann nur einen Fall aus Düsseldorf benennen, den habe ich hier im Forum schon mal zum Schmunzeln kundgetan.
Ein Barbetreiber musste von seiner Versicherung mit ca. 800.000 € für seinen Verdienstausfall (ca. 1 Jahr) entschädigt werden, weil er in der Versicherungsklausel Ausfall aufgrund von Virenerkrankungen etc. stehen hatte.
Natürlich hatte man wohl an eine Grippewelle, die die Belegschaft mal für 2 Wochen außer Gefecht setzen könnte, gedacht.
Den richtigen Wortlaut im Versicherungstext kann ich natürlich nicht zum Besten geben, dafür bin ich doch zu ungebildet.

@fathaland slim 14:27

" 14:07, heribix

Sie wollen also Produktion und öffentlichen Nahverkehr einstellen.

Eine sehr zielführende Strategie.

Der Virus findet keine Opfer mehr, weil die Menschen verhungert und erfroren sind."

Sie sind anscheinend kein großer Freund von No Covid.
Schade eigentlich. Ich halte es für die einzige Strategie, die den Namen "Strategie" auch verdient.
Und die bei einer Implementierung Anfang Januar dafür gesorgt hätte, dass Sie schon wieder vor Publikum spielen könnten.

Am 10. April 2021 um 13:56 von Dr. Cat

Zitat: Das einzige was mir dazu einfällt ist , das eine Gesellschaft die keine Kultur und Kunst mehr hat und nicht mehr danach verlangt, eine tote , egoistische , kalte Gesellschaft ist .

Deutschland war bereits ein Land der Dichter und Denker als es noch keine Festivals gab.

@nikioko

"In den USA sind 2/3 der Bevölkerung schon durchgeimpft, hier ist es nicht mal 1/6."

Bitte etwas mehr Sorgfalt:
In den USA sind, siehe Parallel Artikel, 1/3 erstgeimpft und 1/5 zweimal. Weit entfernt von 2/3 durchgeimpft.

Bei uns sind fast 1/6 einmal geimpft.

Ca. 1,5 Mio. Beschäftigte

Ca. 1,5 Mio. Beschäftigte allein in Deutschland leben von diesem Industriezweig?
Und wieviel Beschäftigte gibt der ach so Systemrelevante Zweig Automobilindustrie immer an?
Da sehe ich eine gewaltige Schieflage.
Autos kauft ja die Mittelschicht, zu Festivals gehen nur Hippies, oder auf welchem Vorurteil fußt die unterschiedliche Behandlung?
Crazy.

@nikioko 14:16

"Der "Impffortschritt" ist lachhaft und verliert sich in viel unnützer Bürokratie, wo Pragmatismus angebracht wäre."

Bitte sachlich bleiben!
Der Impffortschritt WAR vielleicht lachhaft, aber das hatte Gründe. Über die man diskutieren kann, aber er hatte Gründe.

Und seit dieser Woche ist der Impffortschritt, wenn ich mich nicht täusche, in etwa auf dem Niveau des Fortschritts der USA.

Übrigens ...

... sollte man ehrlicherweise auch erwähnen, dass unser Staat in dieser Situation viele Solo-Betroffene ohne Bedürftigkeitsprüfung in Hartz4 aufgefangen hat. (Habe ich so früher beim nicht beobachten können).
Ganz anders ist die Lage bei den kleinen/mittleren Unternehmern, die Verantwortung tragen, da ist die Unterstützung wohl leider ein undurchdringlicher Dschungel.

13:33 von fathaland slim

«Dieses Rentnerleben treibt mich in den Wahnsinn!

Ich werde zwar in zwei Monaten 65, aber unsereins arbeitet traditionell bis zum letzten Atemzug. Ein Musiker, der nicht mehr spielen kann, stirbt. Das war schon immer so.

Zum Glück kann ich es nach wie vor, darf bloß nicht.»

Fürchterliche Vorstellung, könnte ich zwar nach wie vor Photos machen, dürfte die aber niemand mehr zeigen, sondern nur noch selbst betrachten. Dann ist das tollste Photo seiner Magie beraubt, wie Musik ihrer Seele, die sie weiter gibt an andere.

Sogar meine beiden kleinen Nichten vermissen in Köln das Reggae-Festival: "Summer Jam" am Fühlinger See. Da gingen wir schon hin, als die gerade laufen konnten. Abenteuerspielpatz mit fröhlich gelaunten Erwachsenen, und vielen anderen Kindern auf der Wiese. 2020 habe ich denen gesagt … nächstes Jahr gehen wir wieder hin.

Mund zu voll genommen in Unwissenheit und jugendlicher Naivität.
Schon die Atmoshäre drumrum ist fast immer sehr angenehm bei Festivals.

14:32, waldkauz

>>Wenn aber erst der kulturelle Boden ausgedörrt ist, der musikalische Nachwuchs verschwunden, wächst selbst bei einsetzendem Nachfrage-Regen so schnell nichts mehr nach, wenn überhaupt!<<

Ja, diese Gefahr ist nicht von der Hand zu weisen.

Trotzdem rechne ich damit, daß sich viel neues entwickeln wird. Die Kunst schafft den Kunstschaffenden. Will sagen, ein Künstler hat keine Wahl. Er muss tun, was er tut. Das ist nur in sehr begrenztem Maße eine Willensentscheidung.

@Vaddern 14:38

"Ca. 1,5 Mio. Beschäftigte allein in Deutschland leben von diesem Industriezweig?
Und wieviel Beschäftigte gibt der ach so Systemrelevante Zweig Automobilindustrie immer an?
Da sehe ich eine gewaltige Schieflage."

Die sehen nicht nur Sie.

Als zu Zeiten, als noch über den Klimawandel diskutiert wurde, mal bekannt wurde, wie viele Leute in der angeblich ach so wichtigen Automobilindustrie beschäftigt sind, habe ich mich schon gefragt, warum diesem zwar großen, aber keineswegs allumfassenden Bereich in Deutschland, alles, aber auch wirklich alles untergeordnet wird.

Am 10. April 2021 um 14:24 von das ding

"Corana ist nur mal eine Tatsache."
Natürlich. Aber der Zeitraum ist doch überschaubar. Es scheint eine blöde Angewohnheit der Deutschen zu sein, dass man alles will, aber kosten darf es nix.

14:35, DrBeyer

>>@fathaland slim 14:27
" 14:07, heribix

Sie wollen also Produktion und öffentlichen Nahverkehr einstellen.

Eine sehr zielführende Strategie.

Der Virus findet keine Opfer mehr, weil die Menschen verhungert und erfroren sind."

Sie sind anscheinend kein großer Freund von No Covid.
Schade eigentlich. Ich halte es für die einzige Strategie, die den Namen "Strategie" auch verdient.
Und die bei einer Implementierung Anfang Januar dafür gesorgt hätte, dass Sie schon wieder vor Publikum spielen könnten<<

„No Covid“ ist ein komplett unrealistisches akademisches Konstrukt. Das nur weltweit funktionieren könnte, wenn überhaupt.

Oder wollen Sie Deutschland einen Monat lang komplett runterfahren und anschließend die Grenzen dauerhaft hermetisch schließen?

Dann anders ließe sich eine erneute Ausbreitung des Virus nicht verhindern.

Nein. Die einzig, wirklich einzig sinnvolle Strategie lautet impfen, impfen und noch mal impfen. Und notfalls den Impfstoff anpassen.

@ falsa Demonstration 14:36

Guten Tag . Ich habe es nicht nur auf die Festivals bezogen, sondern auf die komplette Kultur und Kunst Scene. Aber es wird jetzt der Boden ausgedörrt. Aber in einem haben Sie Recht : Deutschland war ein Land der Dichter und Denker . Und heutzutage?

@Horst21

"Dieses Problem bekommen wir doch halbwegs schadlos nur noch in den Griff, wenn wir es so lange aussitzen, bis der Durchsatz an Impfungen groß genug ist. Das dauert sicher noch 3,4,5 Monate. Bis dahin muss (!) ohne Wenn und Aber subventioniert werden."

Wenn Sie das mit einem Endlos-Lockdown aussitzen wollen, ist das nicht nur nicht mehr finanzierbar, sondern dann werden viele Leute durch die Maßnahmen psychisch und letztendlich auch körperlich krank. Es ist eben nicht endlos Geld da, und viele Leute hocken schon furchtbar lange allein daheim herum. Das alles mit dem Argument, dass an Corona Menschen sterben, quasi wegzubügeln, funktioniert jetzt nicht mehr. Und es geht hier nicht um Egoismus oder Rücksichtslosigkeit oder Vergnügungssucht. Der Mensch braucht Gesellschaft und Teilhabe.

14:44 von Horst21

"Aber der Zeitraum ist doch überschaubar. (...) kosten darf es ix"

Sicherlich, aber man kann auch einem ueberschaubaren Zeitraum die Existenzgrundlage verlieren. Ist sogar meistens so. Danach folgt dann kein ueberschauberer Zeitraum mehr sondern Endgueltigkeit. Ich weiss aber nicht so genau, ob ich weiss, was sie eigentlch sagen wollen..

Am 10. April 2021 um 14:28 von DrBeyer

Wohl kaum, denn wenn das so klar wäre, hätten wir längst einen konsequenten, 2-monatigen Lockdown incl. Subventionierung der Wirtschaft.

@waldkauz 14:32

„... Allerdings fielen Festivals und Konzerte eher unangenehm auf mit überhöhten Preisen als Ghetto für Betuchte, waren andererseits Reservat für Suff und Sexismus von Widerlingen. Da bräuchte es schon ein Update! ...“

Diesen Teil Ihres Statements kann ich so nicht unterschreiben. Wenn dem so wäre, hätte ich in fortgeschrittenem Alter keine passenden zum Besuch gefunden.

Festivals

Ja, diese Festivals sind Teil der Kultur, aber eigentlich nur ein kleiner, trotz der hohen jeweiligen Teilnehmerzahlen.
Viel wichtiger sind die unzähligen kleinen Veranstaltungsorte, wo insgesamt deutlich mehr "Kultur" geboten wird. Und die Künstler, die dort auftreten, sind keine Großverdiener. Diese beiden, Veranstalter und Künstler, sind ernsthaft bedroht.

@um 12:41 von Stern2100

Welche Triage meinen Sie? Das Problem, wenn man es denn so nennen will, ist momentan, daß die Patienten auf der Intensiv nicht mehr so häufig versterben und sich dadurch die durchschnitt. Liegedauer erhöht.
Eine Triage ist nicht vonnöten.

@Gast 13:09

„... z.b. Russland ist das feiern längst wieder erlaubt und lockdown in weiter Ferne. man hört nichts vom Zusammenbruch des russischen Gesundheitssystems und auch keine horrenden Todeszahlen...“

Allerdings dürfen dort viele kulturelle Veranstaltungen auch ohne Corona nicht stattfinden oder sie müssen sich in Privaträumen verstecken, geschweige denn dass Demos glimpflich ablaufen.

Wie wahr!

" ein Künstler hat keine Wahl. Er muss tun, was er tut. Das ist nur in sehr begrenztem Maße eine Willensentscheidung." (14:41 von fathaland slim)

Und da liegt der Grund, warum Kuenstler und das drumherum summasumarum eine Randerscheinung in einem Staate sind und bleiben werden; und in einer Krise unbeachtet bleiben. a) Man braucht Kuenstler nicht fuer die Produktion und sie existieren gewissermassen deswegen gar nicht, dito in einer Krise erst recht nicht. b) sie sind ausserhalb der Kontrolle von aussen.

Vorhersehbar

In dem Moment, wo jeweils die Entscheidung fiel, aus pseudowirtschaftlichen Gründen einen Weg gegen naturwissenschaftliche Gesetze zu suchen, war das Drama vorgezeichnet.
Merkel musste das wissen. Sie hat es wider besseren Wissens akzeptiert. Mit dem Infektionsschutzgesetz hat man sich in eine rechtliche Sackgasse begeben.
Es ist zu befürchten, dass es niemandem gelingt, den gordischen Knoten zu zerschlagen.

13:44, Sternenkind

>>Die Gründerväter legten 1948 den Föderalismus der Länder als Grundfeste des neuen Staates fest. Nicht ohne Grund.
Mehr als 70 Jahre später könnte mit einem Federstrich alles vernichtet werden. Unter dem Deckmantel einheitlicher Corona Maßnahmen soll das Infektionsschutzgesetz so verändert werden, dass der Bund die Macht übernehmen kann. Die Länder haben sich zu fügen.<<

Dies wiederum stammt wörtlich aus Jürgen Elsässers Compact-Magazin. Natürlich von Ihnen nicht mit Quellenangabe versehen.

Können Sie eigentlich auch eigene Texte formulieren?

Nun ja, auf jeden Fall wird deutlich, wo Sie denken lassen.

@nikioko 14:16

>>„...Der "Impffortschritt" ist lachhaft und verliert sich in viel unnützer Bürokratie, wo Pragmatismus angebracht wäre...“<<

Es ist nicht „Ruderschein“ und nicht „Ruderboot“ schuld, wenn das Ruder fehlt ist die Geschwindigkeit des Fortkommens eingeschränkt.

>>„...In den USA sind 2/3 der Bevölkerung schon durchgeimpft, hier ist es nicht mal 1/6.“<<
Auch diese Zahlen stimmen nicht.

dabei sein ist alles ?

jede äußerung zu covid wird scheinbar zuerst auf "das gute" nach der vorgabe der regierung beantwortet - veranstaltung mit 100.000 teilnehmer - quatsch - ich bin als bildender künstler unter auflagen in europa und anderen kontinenten eingeladen. der erste termin ist im juni 2021. gäste ca. 25.000. das geht. hier in deutschland wird jeder veranstalter - auch große Messegesellschaften - wie kleinkinder behandelt. bis zu 8 ämter geben ihr plazet ab. manches an abstrusität nicht zu überbieten - aber im kern - jede veranstaltung kann in über 100 ländern so organisert werden, dass nichts passiert - nur hier in deutschland tut man, als ob im Oktober die Impfungen keine Wirkung zeigen. beschämend - und jetzt dürfen die geimpften lehrer wieder loslegen ...

Hoffnung

es ist zu hoffen, dass in den Nachbarländer erkannt wurde, dass bis zu einer massiven Senkung der Infektionen durchgehalten werden muss.
Sonst nimmt das Unheil seinen Lauf.

14:41 von fathaland slim

«>>Wenn aber erst der kulturelle Boden ausgedörrt ist, der musikalische Nachwuchs verschwunden, wächst selbst bei einsetzendem Nachfrage-Regen so schnell nichts mehr nach, wenn überhaupt!<<»

«Ja, diese Gefahr ist nicht von der Hand zu weisen.

Trotzdem rechne ich damit, daß sich viel neues entwickeln wird. Die Kunst schafft den Kunstschaffenden. Will sagen, ein Künstler hat keine Wahl. Er muss tun, was er tut. Das ist nur in sehr begrenztem Maße eine Willensentscheidung.»

Künstler … gerade Musiker … und andere, die vor Publikum auftreten, sind aber sehr beschränkt, wenn sie das nicht können, oder nicht dürfen.

Wolfgang Niedecken äußerte sich anlässlich seines 70. Geburtstags auch sehr nachdenklich, eher wenig zuversichtsvoll zu diesem Aspekt.

Wie Sie selbst sagen, ist es auch Ihnen Qual, lange nicht mehr vor Publikum spielen zu können. "Internet-Home-Concert" ist nur schwacher Trost … und gar kein Ersatz.

Photos können in Büchern wirken.
Music nur ohne live ist doof.

Re Schabernack

2020 habe ich denen gesagt … nächstes Jahr gehen wir wieder hin...da gehen sie auch 2023 nicht hin. Es soll und wird nicht enden.

@fatherland slim @Stern2100

"Frank Ulrich Montgomery ist für überaus pointierte Aussagen bekannt".
Die stetige Zunahme der belegten Intensivbetten ist wohl nicht zu bestreiten und wird weiter ansteigen, selbst wenn ab heute alles dicht gemacht wird, weil die Infektionen bereits erfolgt sind. Dass ist der Preis für das Impfmanagement der Bundesregierung. Hätte Deutschland die Impfstoffbeschaffung selber in die Hand genommen, statt sie an die EU abzugeben, wäre alles besser gelaufen. Dieser Fakt wird leider beschwiegen, bleibt aber wahr.

an Horst21 um 13:54

Nein nicht nur bis ins nächste Jahr. Sondern solange, bis wir uns den naturgesetzlichen Notwendigkeiten beugen.
Es drohen immer neue Pandemien, die sich im Hintergrund einschleichen. Zumindest eine Mutation muss schon als Fluchtmutation gewertet werden.
Bei der hohen Inzidenz läuft die Viruszüchtung weiter. Es wird immer schwieriger

@Naturfreund 064

„Versicherungen gegen Pandemieausfälle gäbe es seit Corona nicht mehr.
Frage:
Gab es diese Versicherungen eigentlich vor Corona?“

Die Versicherungen gab es, aber die Versicherungen versuchen sich rauszureden (wie in so vielen Fällen).

14:35 von DrBeyer @fathaland slim 14:27

Sie sind anscheinend kein großer Freund von No Covid.
Schade eigentlich. Ich halte es für die einzige Strategie, die den Namen "Strategie" auch verdient.
Und die bei einer Implementierung Anfang Januar dafür gesorgt hätte, dass Sie schon wieder vor Publikum spielen könnten.

Wenn man sich da sicher sein könnte... dass ein kurzer (max. dreiwöchiger) strenger Lockdown tatsächlich wieder Kulturbesuch, wenigstens im Freien, in Kürze ermöglichen würde... wäre ich sofort dafür! Aber wenn diese Maßnahmen (welche auch immer) auch wieder dauert und dauert...
In Irland gab es einen mehrmonatigen knallharten Lockdown. Weihnachten wurde gelockert - die Menschen haben alles "nachgeholt" an Kontakten - die Inzidenz ist daraufhin erneut explosionsartig angestiegen.

Gerade diese Sorge hätte ich für D. auch. Und D. ist sehr weit vom 'Inseldasein' entfernt mit den vielen Außengrenzen und unser Straßennetz ist weit verzweigt (zwischen Orten, Kreisen, Stadtteilen etc.)

15:01 von Wolfes74: Triage ist nicht vonnöten

Wie Sie schon richtig bemerken, die Ärzte kämpfen länger um das Leben der 60-Jährigen, die noch mehr Reserven haben. Daher erhöht sich die Liegedauer.

Aktuell liegen auf den ITS noch einige Patienten aus der 2. Welle. Jetzt kommt die neuen Patienten der 3. Welle mit B.1.1.7 dazu, das ca. 50% tödlicher ist.

Wenn ein Patient länger liegt, dann macht er auch nicht so rasch das Bett für den nächsten frei. Und die Intensivmediziner senden Notsignale.

Was gibt es da nicht zu verstehen?

@ Gast, um 13:09

Wenn Sie von horrenden Todeszahlen in Russland nichts gehört haben könnte das auch daran liegen, dass man die nicht jedem auf die Nase bindet.

Nun haben viele Russen oftmals auch eine grundsätzlich andere Einstellung zu Gesundheitsfragen, ich lese das des öfteren, weiß das also nicht aus erster Quelle.

Aber seltsamerweise verhält man gegenüber dem dort entwickelten Impfstoff Sputnik V verhältnismäßig reserviert, wie gestern einem Fernseh-Bildbericht zu entnehmen war.
Auch das Eis am Stiel, das es dort zur Belohnung nach der Impfung gab, vermochte die Impfbereitschaft kaum zu erhöhen.
Also: Kasatschok wird dort auch nicht gerade getanzt.

Ja gut, das wäre im Zweifelsfall bei mir mit dem Eis auch nicht anders, da sollte es schon was Warmes sein...

Andererseits:
Ihre Überzeugungen teilt die Mehrheit ganz sicher nicht.

@fathaland slim Mag ja sein

@fathaland slim Mag ja sein das sie angst haben zu verhungern, ich jedenfalls mache mir keine Sorgen das ich verhungern muss nur weil die Auto Produktion, von der ich geschrieben habe, mal 4 wochen steht. Übrigens ist letztes Frühjahr in Deutschland auch nimand verhungert und da war 6 Wochen alles dicht.
@ draufguckerin Ich weiß was Sie meinen und mir geht es ähnlich. Nur nerft es mich zu hören das man mich mit Ausgangssperre schützen will und ich dann auf der Arbeit erfahre das sich wieder 2-3 Kollegen angesteckt haben und die waren eben auch nur arbeiten und nicht feiern.

12:52 von fathaland

12:52 von fathaland slim

Lieber fathaland slim, ich hoffe es geht Ihnen soweit gut !
Aber ich glaube den Intensivkräften, wenn Sie das sagen.
Stand jetzt auf DIVI :

In Behandlung Covid19 Pat. : 4.525
davon beatmet : 2.544
belegte ITS Betten : 20.571
freie ITS Betten : 3.137
Für Covid19 freie Betten : 1.366

Sie können sich vielleicht ausrechnen, wie viel Tage es noch dauert.
Dann ist " Ende Gelände ".

Quelle :
"https://www.intensivregister.de/#/aktuelle-lage/laendertabelle"

@Horst21 14:53

"Am 10. April 2021 um 14:28 von DrBeyer

Wohl kaum, denn wenn das so klar wäre, hätten wir längst einen konsequenten, 2-monatigen Lockdown incl. Subventionierung der Wirtschaft."

Dass die Politik oft genug nicht danach geht, was wissenschaftlicher Fakt ist, haben unsere Politiker seit ungefähr einem halben Jahr immer wieder unter Beweis gestellt.
Dass wir seit Anfang Januar dringend einen harten Lockdown machen müssten, ist allen Beteiligten schon lange klar.

Inzwischen haben auch genug Wissenschaftler sehr eindeutig gesagt, dass das Verhalten der Politiker schon seit Monaten vollkommen irrational ist.

Sommer ohne Festivals?

Also bei mehr als 75.000 toten und weiter steigen Infektionen wir das hoffentlich auch so bleiben.

Es wird hoffentlich kein zurück zur alten Event, Spass und Feiergesellchaft mehr geben.

. Das hat mir damals schon gefallen

von Sternenkind @

Mir hat gefallen des es damals noch Politiker gab die Demokratische Entscheidungen auch durchgesetzt haben und sich nicht von ein paar Menschen auf der Straße davon abgehalten haben.

Und die Geschichte hat mit dem zusammenbruch des Ostblock eine guten ausgang genommen. Als Spitze dieser Politik der Anschluß der DDR an die BRD.

14:13 von heribix Meinen Sie

14:13 von heribix

Meinen Sie tatsächlich, das Sie die einzige Person in ganz D. sind, der es so geht ?
Mein Mann hat bereits 2 Geburtstage
( 65 +66 ) " verpasst " und ich werde ebenfalls 2 Geburtstage nicht gefeiert haben ( 59+60).
So what ?
Es kommen auch wieder andere Zeiten.

@fathaland slim 14:48

"„No Covid“ ist ein komplett unrealistisches akademisches Konstrukt. Das nur weltweit funktionieren könnte, wenn überhaupt."

Es ist weder unrealistisch noch ein nur akademisches Konstrukt. Genug Länder zeigen, dass es auch regional funktioniert.

"Oder wollen Sie Deutschland einen Monat lang komplett runterfahren und anschließend die Grenzen dauerhaft hermetisch schließen?"

Ja, natürlich. Jedenfalls zu allen Nachbarn, die lieber auf Laissez-faire setzen.

"Nein. Die einzig, wirklich einzig sinnvolle Strategie lautet impfen, impfen und noch mal impfen. Und notfalls den Impfstoff anpassen."

Dann können wir nur hoffen, dass die 700.000 tgl. Impfungen noch nicht das Ende der Fahnenstange sind, da es sonst noch 180 Tage dauert, bis wir durch sind.

10. April 2021 um 14:51 von das ding

"Ich weiss aber nicht so genau, ob ich weiss, was sie eigentlch sagen wollen."
Ich glaube nicht.
Genau diese von Ihnen beschriebene Existenzgrundlage hat der Staat seinen Bürgern über einen überschaubaren Zeitraum bereitzustellen.

dass der Bund die Macht übernehmen kann?

Sternenkind @
Habe ich da was nicht richtig verstanden?

Der Bund legt dann mit seiner "neuen Macht" des Infektionsgesetzt dann auch die Hebesätze der Grundsteuer, die Tarife im ÖPNV den Müllgebühren, die Lehrpläne an allen Schulen usw fest`?

@13:09 von Gast

>> beruht auf der Annahme dass sich 2/3
>> impfen lassen. Das könnt ihr vergessen...
Ich gehe auch davon aus, daß es über 80% sein werden. oO

>> wie lange soll das noch weitergehen?
Solange, bis die WHO den 'Public Health Emergency of International Concern' für beendet erklärt. -.-

@falsa demonstratio, 14.18

"Habermas würde sich im Grabe umdrehen, wenn er wüsste, wer sich heute auf ihn beruft."
Allerdings würde er sich vermutlich auch wundern, dass man ihn bereits beerdigt hat, obwohl er sich, trotz 91, noch recht guter Gesundheit erfreut, soweit ich weiß...

Ist doch alles nur eine

Ist doch alles nur eine Frage, auf was man wert legt.
Es gibt bestimmt mehr Menschen als man denkt, die Festivals überhaupt nicht vermissen.
Darauf kann man selbst ohne Pandemie verzichten und gerade in der Coronazeit ist es absolut nachvollziehbar, dass man sie von der Liste, was man dringend braucht, streicht.

@Gast, 13.09

"lasst die Bevölkerung demokratisch abstimmen, wie es weiter gehen soll."
Es gibt eine sehr bekannte Beschreibung der Verhältnisse während der Pest in Florenz 1348 in der Einleitung zu Boccaccios "Decamerone".
Ich bin zunächst ausgesprochen froh, dass wir nicht nur medizinische, sondern auch politische Fortschritte gemacht haben, die vergleichbare Verhältnisse bei uns heute verhindern. Und ich stelle mir die Frage, was eine "demokratische Abstimmung" für Auswirkungen auf den Verlauf einer Epidemie haben sollten. Einfach nicht mehr wahrnehmen? Weggucken? Hoffen, dass es nur andere und nicht mich erwischt?

Keine Festivals

Aber wir werdens überleben.

15:30 von Sternenkind / @schabernack

«2020 habe ich denen gesagt … nächstes Jahr gehen wir wieder hin...da gehen sie auch 2023 nicht hin. Es soll und wird nicht enden.»

Die Glaskugel mit Schwarzlicht und dem Teufel drin hat bei uns Hausverbot, und bei Kindern schon ganz von Natur und Optimismus und Lebensfreude sowieso ohne extra Schild an der Tür.

Manchen scheint es inzwischen Lebenselixir zu sein, nur noch mit den 3 Farbtönen: dunkel-schwarz, mittel-schwarz, und hell-schwarz zu malen. Alles zu malen, was man nur malen und mahlen kann. Und Farben sind das dann noch gar nicht mal … nur die Graustufen von Trauer und trauriger Gestalt.

Wie langweilig und phantasielos.

@nikioto @stern2100

" die gesamte Kulturszene liegt brach".
Sie haben ja völlig recht und ich weiß, dass insbesondere die Solokünster*innen leiden. Meine Schwester ist freie Schauspielerin und lebte vor der Pandemie von gelegentlichen Filmrollen, Gastspielen auf freien Bühnen und Lesereisen in Buchhandlungen. Seit der Krise sind ihre Einnahmen weggebrochen und sie lebt von Geldüberweisungen ihrer Geschwister und ihren Ersparnissen, die eigentlich für ihre Altersversorgung bestimmt waren. Gleichwohl fordert sie keine Öffnungen, solange die Lage so ist, wie sie ist.

an logig um 15:32

Ich bin nicht sicher, ob ich Ihre Aussage richtig verstehe. Eine Pandemie ist kein Naturgesetz. Allerdings ist unsere Möglichkeit einer effizienten Einflussnahme ab einem bestimmten Zeitpunkt sehr beschränkt. Jetzt geht leider nur noch Schotten zu und aussitzen. Im Herbst ist eine Mehrheit geimpft. Dann ist in D halbwegs Ruhe bis zur nächsten Pandrmie. Die Einschläge werden sich häufen und der Mensch ist in entscheidenden Punkten leider wenig lernfähig.

@13:46 von schneegans

>> Schon eine seltsame Idee,...

Sie schreiben mir aus dem Herzen!

@Stern2100

"Hätte Deutschland die Impfstoffbeschaffung selber in die Hand genommen, statt sie an die EU abzugeben, wäre alles besser gelaufen. Dieser Fakt wird leider beschwiegen, bleibt aber wahr."

Das ist kein Fakt.
Niemand weiß, wie es gelaufen wäre, ob wir eine einzige Dosis bis jetzt mehr gehabt hätten.
Jeder für sich und der Herr Kurz wäre im Dreieck gesprungen, und mit ihm alle, die nur kleine Mengen bekommen hätten.
Und schauen Sie sich mal um: die Reichen, die Erste Welt hamstert....

@12:45 von Sternenkind

Eine Frage: Ihnen ist schon klar, dass Sie Jürgen Habermas vor keinen völkischen Karren spannen können, oder? Zu Mutlanger Zeiten war bei Habermas, Heinrich Böll und anderen mit "Volk" das gemeint, was heute die Bevölkerung, die Leute, die Bürgerinnen und Bürger meint. Und der zivile Ungehorsam, um den es damals ging, hat mit den Corona- und Klimaleugnern und den "Wir sind das Volk"-Gröhlern von heute absolut nichts gemeinsam.

15:31, Stern2100

>>Die stetige Zunahme der belegten Intensivbetten ist wohl nicht zu bestreiten und wird weiter ansteigen, selbst wenn ab heute alles dicht gemacht wird, weil die Infektionen bereits erfolgt sind. Dass ist der Preis für das Impfmanagement der Bundesregierung. Hätte Deutschland die Impfstoffbeschaffung selber in die Hand genommen, statt sie an die EU abzugeben, wäre alles besser gelaufen. Dieser Fakt wird leider beschwiegen, bleibt aber wahr.<<

Sie meinen, wenn wir uns egoistisch Impfstoff gesichert hätten, dann wäre alles gut? Und die anderen hätten das dann nicht auch gemacht?

Es ist so wie in einem Theaterstück. Jemand im Publikum hat keinen guten Blick auf die Bühne, also steht er auf. Dann sieht er besser. Aber auch nur so lange, wie die anderen sitzen bleiben. Stehen die auch auf, dann ist der schöne Vorteil weg.

Am 10. April 2021 um 12:49 von Naturfreund 064

Eine Frage

Versicherungen gegen Pandemieausfälle gäbe es seit Corona nicht mehr.
Frage:
Gab es diese Versicherungen eigentlich vor Corona?
_______
Ja. Mit sowas hat ja vermutlich nie jemand wirklich gerechnet; schon garnicht in diesem Ausmass. Ich habe gelesen, ein Kult-Gastronom aus Düsseldorf hatte diesen Geschäftsausfall, wohl mehr oder weniger zufällig in seinen Vers.-Bedingungen. Er hat auf € 800.000,-- Umsatzverlust geklagt (wie gesagt, sehr gutgehendes Kult-Lokal) und
hat vor Gericht, weil naturgemäß hat die Versicherung zunächst die Zahlung abgelehnt, obsiegt.

14:41 von fathaland slim 14:32, waldkauz

eine Frage der Prioritätensetzung
weiß nicht wie es aktuell aussieht
aber in meiner Jugendzeit waren mal Zahlen auf dem Tisch
dass jede Theaterkarte/Ballett mit 170 DM subventioniert wird.
So eine Priorisierung muß man erst mal nem Hartz4 ler verkaufen
oder einer Alleinerziehenden
die ohnehin glauben in unserem Sozialstaat zu kurz zu kommen

Am 10. April 2021 um 14:48 von Dr. Cat

Guten Tag . Ich habe es nicht nur auf die Festivals bezogen, sondern auf die komplette Kultur und Kunst Scene. Aber es wird jetzt der Boden ausgedörrt.

Zitat: Aber in einem haben Sie Recht : Deutschland war ein Land der Dichter und Denker . Und heutzutage?

Heutzutage sind wir immer noch eine Kulturnation, wenn auch z.Zt. ein wenig mit angezogener Handbremse.

Wäre wir das nicht, wäre es auch nicht schade um den Lockdown.

Am 10. April 2021 um 12:52 von Desinteresse 21

Also obwohl mich das
Also obwohl mich das eigentlich nicht tangiert find ich es in Anbetracht einer in 12 Ländern stattfindenden Fußball-EM schon traurig. Aber wie war das, Fußball ist systemrelevant!
_______
Also, so ganz vergleichbar ist das wohl nicht, weil man den Fussball gegebenenfalls auch die EM unter Ausschluss der Zuschauer bzw. nur begrenzte Anzahl stattfinden lassen kann.
Die TV-Rechte spielen genügend Geld ein, so dass sich das auch ohne Zuschauer oder mit nur wenigen Zuschauern lohnt.
Bei Festivals sieht das ja ganz anders aus. Ich würde mir kein Musikfestival im TV ansehen. Die Musikqualität ist bei CD o. Platte viel besser und die Athmosphäre kommt nicht rüber.
Ich bin nebenbei bemerkt ganz froh, dass es den Fussball u. die Bundesliga im TV gibt, sonst wäre mein Mann am Wochenende noch weniger amused, als er ohnehin schon ist aufgrund der ganzen Beschränkungen.
Wir hoffen auf die Impfung, wird aber noch dauern.

Am 10. April 2021 um 12:52 von fathaland slim

Die Kulturbranche ist die zweitumsatzstärkste Deutschlands.Nachrangig ist da jedenfalls gar nichts.

Und daß in wenigen Wochen triagiert werden müsse, das ist eine bloße Behauptung Ihrerseits. Solcherart Panikmache halte ich nicht für sinnvoll.
___
Ich bin voll und ganz Ihrer Meinung zumal da ja auch viele weitere Branchen mit dranhängen. Caterer, Brauereien, Elektrofirmen usw.
Eine ständige Panikmache halte ich genauso für überzogen, wie eine Ignoranz der Gefährdung. Ich stehe aber auch nicht mit dem Gedanken an die Corona-Gefahr auf und gehe damit schlafen. Ich verhalte mich regelkonform, hoffe auf eine baldige Impfung und freue mich auf Biergarten, Restaurant und eventuell Urlaub. Auch wenn's dieses Jahr vielleicht nur die dt. Inseln sind.

@ Stern2100 um 12.41 Uhr, Richtig

"In Anbetracht der in wenigen Wochen erforderlichen Triagen in unseren Krankenhäusern scheint mir der Ausfall von Musikfestivals ein nachrangiges Problem zu sein."
Richtig. Obwohl es natürlich schade ist. Aber zugunsten der noch nicht Geimpften, zugunsten der Jüngeren, der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter und zugunsten der Kinder, sollten wir gerne verzichten.
Ich freu mich auf die Zeit danach und wünsche uns allen, dass wir diese Zeit erleben können.

Am 10. April 2021 um 13:09 von Gast

in z.b. Russland ist das feiern längst wieder erlaubt und lockdown in weiter Ferne. man hört nichts vom Zusammenbruch des russischen Gesundheitssystems und auch keine horrenden Todeszahlen.
______
Ich finde ja sehr befremdlich, dass Sie ausgerechnet Russland zum Vergleich anführen, weil die Meldungen, die von dort kommen (allgemein gesehen) ja nun nicht immer vor Nachvollziehbarkeit des Wahrheitsgehaltes strotzen. Warum sollte ausgerechnet dieses Land, was uns weder in der Struktur noch in sonstiger Relation nun besonders ähnlich und damit vergleichbar ist, herangezogen werden.
--

Im übrigen haben wir eine repräsentative Demokratie. Da wird nicht für alles und jedes abgestimmt.
__
Die Coronastrategie der Regierung beruht auf der Annahme dass sich 2/3 impfen lassen. Das könnt ihr vergessen...
___
Stimmt. Es werden erheblich mehr sein.

Drohende Aus für Festivals?

"Und dann werden manche erst merken, dass der Mensch ein soziales Wesen ist - und Veranstaltungen eben doch systemrelevant."

Das wissen wir. Aber weiß das auch das Virus?

Am 10. April 2021 um 13:17 von Humanokrat

Es gab und gibt erprobte Konzepte für Veranstaltungen mit hohen Schutzauflagen und wenig Zuschauern. Dass hier dennoch nichts genehmigt wird zeigt, wie wenig man für diese Branche übrig hat.
____
Ich verstehe Sie voll und ganz. Sowohl was Ihre Bedenken hinsichtlich des Risikos angeht, als auch die der Branche insgesamt.
Ich fürchte nur, dass die Konzepte, die es, wenn überhaupt gibt, der Branche nicht helfen, da vermutlich der Aufwand die Einnahmen übersteigen würde. Das ist aber nur meine Meinung. De facto weiss ich es nicht.

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