Kommentare

Herrschaft der Kriminellen

Die Botschaft von Chinas Machthabern an die ganze Welt ist klar: Wer sich ihrem Willen nicht unterwirft, hat keine Chance. Und alle sind auf sie bzw. ihre „Gnade“ angewiesen *.

Bleibt abzuwarten, ob es der Weltgemeinschaft gelingt, sie eines Besseren zu belehren.

* Den Angeklagten wurde vorgeworfen, am 18. August 2019 an einer nicht genehmigten Protestaktion teilgenommen zu haben. Zu den Verurteilten gehören mehrere bekannte Demokratie-Befürworter wie der 82-jährige Rechtsanwalt Martin Lee und der Medienmagnat Jimmy Lai. Sie hatten auf nicht schuldig plädiert. Als Höchststrafe droht nun lebenslange Haft. >> Wann das Strafmaß bekannt gegeben wird, ist noch unklar“

Mögliche lebenslange Haft

für Demokratiebefürworter in CHINA - ein schlechteres demokratisches und damit mitmenschliches Zeugnis für Frieden konnte sich die heutige chinesische Regierung nicht ausstellen. Dabei hätte sie es mit Hongkong in der Hand gehabt, den Demokratien der Welt vorzuleben, was auch die noch nicht erreicht haben: Frieden im Miteinander. -

Ja, die Chinesen gehen gegen

Ja, die Chinesen gehen gegen ihre Aktivisten hart vor!

Was kann die Weltgemeinschaft dagegen tun?

Die Weltgemeinschaft kann eins tun: zuerst den Balken aus dem eigenen Auge entfernen, bevor sie den Splitter der Chinesen entfernt.

Verzicht

Ich wäre liebend gerne schon vor Jahrzenten zum Kailas in Tibet gewandert.

Habe aber damals schon auf Chinas Tibetpolitik reagiert und verzichtet. Verzicht gibt manchmal ein gutes Gefühl, auch wenn man in diesem Moment nicht wirklich viel bewirkt.

China und seine verkümmerte Menschenrechtsauffassung

Es ist eine sträfliche Schande, dass es im 21. Jahrhundert immer noch Staaten auf dieser Erde gibt, die gegen jegliches Rechtsverständnis menschenverachtend jeden, der sich den willkürlichen Ausblühungen diktatorischer Führung nicht unterwirft, von der Bildfläche verschwinden lässt.

Zitat: "Dabei hätte sie es

Zitat:
"Dabei hätte sie es mit Hongkong in der Hand gehabt, den Demokratien der Welt vorzuleben, was auch die noch nicht erreicht haben: Frieden im Miteinander."

soso - wenn einer der wichtigsten Anführer der Opposition ausdrücklich physische Gewalt für ein legitimes Mittel zur Durchsetzung seiner Ziele hält und rein gar nix zu einer Deeskalation beiträgt...
..sorry - so konnte das von vorherein nix werden

ich denke in solchen Tagen an 1989/90 zurück - ich hatte mich damals sehr in den "Herbst" eingebracht...
..eine Äusserung in der Art wie sie Herr Wong den (westlichen) Medien gegenüber getan hat - hätte mich sofort dazu bewegt die Bewegung zu verlassen
unser oberstes Motto (und nicht nur am 4.11. zur Demo in Berlin) war -> KEINE GEWALT
und damit meinten wir klar BEIDE Seiten!

Die chinesische Gier nach Macht

um 09:19 von Mene mene tekel...
"... Dabei hätte sie es mit Hongkong in der Hand gehabt, den Demokratien der Welt vorzuleben, was auch die noch nicht erreicht haben: Frieden im Miteinander."

Leider ist China nicht an diesem Miteinander interessiert. Zu groß ist die Gier nach Macht und die Lust, das eigene Volk zu unterdrücken. Proteste von außen werden als Einmischung interpretiert, wohlwissend, dass das eigene diktatorische System nur den Machthabern Wohlstand und Freiheit gewährt.

Chinas ganz normaler Kurs

Wer bei der Übergabe Hongkongs an China etwas anderes erwartet hat, ist ein Träumer.
Und da China für den gesamten Westen einer der wichtigsten Handelspartner ist, wird man die Augen schließen und (fast) so tun, als wäre nichts geschehen.
Shit happens.

Verblendete Ansichten.

um 09:22 von morgentau19
"Die Weltgemeinschaft kann eins tun: zuerst den Balken aus dem eigenen Auge entfernen, bevor sie den Splitter der Chinesen entfernt."
Es ist reichlich unklug, Höhle Phrasen zu dreschen. Oder steckt hinter Ihrer Aussage auch Substanz?

09:22 von morgentau19: Balken im eigenen Auge

"zuerst den Balken aus dem eigenen Auge entfernen, bevor sie den Splitter der Chinesen entfernt."

Was meinen Sie genau mit "Balken"?

Zumindest in meiner Wertewelt darf Unrecht, das irgendwo passiert oder passiert ist,
nie Rechtfertigung sein für das Unrecht, dass ich selbst begehe.

Zeitplan

Nachdem die KP letztes Jahr die nächsten Wahlen zum Parlament um ein Jahr verschieben ließ, liegen sie offenbar gut in ihrem Plan alle unliebsamen potenziellen Kandidaten und Demokratiefürsprecher auf Eis zu legen. Die nächsten Wahlen können sie sich zwar eigentlich schenken, aber irgendeine Restfassade wollen sie vielleicht noch aufrecht erhalten.
Als mögliche Höchststrafe lebenslange Haft für Verstöße gegen ein Versammlungsgesetzt klingt auch extrem erstaunlich.

Schrecklich

Diejenigen, die hier auf ihren Querdenkerdemos immer ihr Diktaturgefasel in Bezug auf Deutschland absondern, sollten sich mal in der Welt umsehen: Hongkong (hat eigentlich noch einen Vertrag für weitere 30 Jahre „ein Land, zwei Systeme“), Myanmar, Belarus, Katar ....
Endlos ist die Liste der verbrecherischen Regimes, die machen, was sie wollen. (Selbst die EU hat Staaten in ihren Reihen, die beginnen, ihre Unterdrückung auszubauen und trotzdem Gelder kassieren).
Die Entwicklung wird immer bedrohlicher und es werden noch immer Olympische Spiele, Weltmeisterschaften in diese Staaten vergeben, Wirtschaftsinterressen rücksichtslos untergeordnet, eigene Firmen und Werte verkauft, Sponsoring von Vereinen mit Handkuss genommen, sich immer abhängiger gemacht.
Und Exilanten sind selbst hier nicht mehr sicher.
Ich sehe wenig Licht für die Freiheit, wenn die Menschen den Rattenfängern weiter hinterher laufen.

@9:22 von morgentau19

„Die Weltgemeinschaft kann eins tun: zuerst den Balken aus dem eigenen Auge entfernen, bevor sie den Splitter der Chinesen entfernt.“

Sie halten also die demokratischen Defizite Chinas höchstens für einen Splitter, während die demokratischen Defizite der westlichen Welt ein Millionenfaches, nämlich einen Balken, davon betragen. Interessante, wenn auch sehr persönliche Interpretation von Demokratie, die Sie da aufweisen.

um 09:36 von Miauzi

Miauzi, wenn 1989 die Staatsmacht in der DDR sich für ein Vorgehen gegen die Protestierenden entschieden hätte, wie es die KPC in Peking getan hat, dann hätte Ihnen "Keine Gewalt" genauso wenig genützt, wie den friedlichen Demonstranten damals in Peking und heute in Hongkong, die in Hongkong ebenfalls mit Gewalt von der Polizei von der Straße vertrieben wurden.

@Ja, die Chinesen gehen gegen 9:22 von morgentau19

"zuerst den Balken aus dem eigenen Auge entfernen, bevor sie den Splitter der Chinesen entfernt."

Das ist nie schlecht sowas.
Allerdings sollte man sich immer die genau ansehen, die solche Sprüche klopfen
angesichts derartiger Menschenrechtsverletzungen.

Und was sehen wir schon am gewählten Namen verortbar,
geschichtsblinde, empathielose Provokateure.
An fast jedem Kommentar kann man sie erkennen.
Bei manchen ist eben der Splitter längst nach weiter oben gewandert ;-)

Auf Kommentar antworten...

Am 01. April 2021 um 09:22 von morgentau19

Ja, die Chinesen gehen gegen ihre Aktivisten hart vor!
Was kann die Weltgemeinschaft dagegen tun?

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Ja, die Hongkong Chinesen greifen hart gegen Oposition und Demonstranten durch. Eins darf man aber trotz der westlichen Kritik nicht vergessen. Hongkong gehört nun einmal zu China. Da kann die Weltgemeinschaft leider überhaupt nichts machen. Und Peking wird sich bestimmt nicht von seiner Politik abbringen oder reinreden lassen. Und glauben Sie nicht, das sich der Westen zu Sanktionen gegen China bewegen läßt. Damit würden sie sich eher nur selber schaden. Der Zug ist abgefahren. China ist bereits zu einer Wirtschaftlichen und Politischen Weltmacht aufgestiegen. Was soll der Westen denn jetzt noch machen. Nicht mehr als Kritik wird da nicht kommen...

@ um 09:29 von Parsec

"Es ist eine sträfliche Schande, dass es im 21. Jahrhundert immer noch Staaten auf dieser Erde gibt, die gegen jegliches Rechtsverständnis menschenverachtend jeden, der sich den willkürlichen Ausblühungen diktatorischer Führung nicht unterwirft, von der Bildfläche verschwinden lässt."

Z.B. Jugoslawien
Als Tito seinen dicken Daumen nicht mehr auf Jugoslawien drücken konnte, begannen Chaos und Krieg.

@morgentau19

„ Die Weltgemeinschaft kann eins tun: zuerst den Balken aus dem eigenen Auge entfernen, bevor sie den Splitter der Chinesen entfernt.“

Welche Balken sind denn in Ihren Augen?

Ganz ehrlich

Ich lebe seit 2004 in China, wir waren bis 2019 ca.l zweimal die Woche in Hongkong, da es von uns nur ca. eine Stunde entfernt ist. Wir waren im Dezember 2019 letztmalig dort und von den Zerstörungen entsetzt. Wir haben auch mit vielen Leuten dort gesprochen, wohl gemerkt mit normalen Bürgern, Taxifahrern, Angestellte in Restaurant und Geschäften und keiner hatte auch nur das geringste Verständnis für die Gewalt. Im Erdgeschoss einer grossen Mall saßen ca. 10 Demonstranten auf dem Boden; Menschenmassen strömten teilnahmslos vorbei und wir fragten die Sicherheitskräfte der Mall, und die meinten, wir müssen die hier sitzen lassen sonst kommen andere und schlagen alles kaputt. In der Mall waren sämtliche Glass-Geländer waren zerstört, ebenso sämtliche Geldautomaten und Fahrkartenautomaten. Nach einer Umfrage von Reuters aus diesem Zeitraum befürworteteren übrigens 90% aller Bürger in Hongkong die Zugehörigkeit Chinas. Hier versucht eine Minderheit, der Mehrheit seinen Willen aufzuzwingen.

Miaust, auf den Punkt gebracht

Sie habe es wirklich auf den Punkt gebracht; das ist nämlich der Unterschied, das es bei der friedlichen Revolution keine Gewalt gab und auch niemand dazu aufgerufen hat. Und in Hongkong baden es letztendlich die unteren Berufsgruppen aus. Man kann das Leben sowohl in Hongkong aber auch in China überhaupt nicht mit dem Leben in der DDR vergleichen; die Chinesen haben Reisefreiheit und so mancher Chinese ist vom hochgelobten Westen dann absolut enttäuscht. Im Übrigen schränkt ja die EU die Reisefreiheit der Chinesen durch Visavergabe ein, die USA gewähren Chinesen 10jährige Multi-Entry Visa, die EU maximal nur ein Jahr.

Bilder von Hongkong vor Augen

Ich habe diese Bilder von Hongkong noch vor Augen: für mein Erscheinungsbild grenzte es nahezu an einen Bürgerkrieg. Gegenstände in Flammen gesetzt, Gebäude zerstört, Straßenbahnen lahm gelegt, Flughafen besetzt... mit Massenstürmen. Und jedes Mal mit einer ordentlichen Substanz an Gewalt. Mit einer "Demonstration" hatte das für meinen Geschmack nichts mehr zu tun. "Einen demokratischen Staat mit Gewalt erzwingen?" Das konnte nix werden, so viel stand fest.
Besonders hierbei bin ich über folgenden Satz gestolpert: "...seit der Einführung des Sicherheitsgesetzes im Sommer - wurden zahlreiche bekannte Aktivisten wegen vergleichsweiser kleiner Vergehen zu langen Gefängnisstrafen verurteilt." In diesem Satz werden die Taten dahinter erheblich verharmlost. Die lebenslangen Haftstrafen sind hart, verwundern tun sie mich für China aber nicht.

Danke für Ihren differenzierenden Beitrag!

@09:36 von Miauzi
Ein Bekannter, der Jahrzehnte seines Lebens in China verbrachte, meinte, dass die kleinen Geschäftsleute in Hongkong es bei den äußerst knapp kalkulierten Gewinnen sich nicht leisten können, zu demonstrieren. Sie haben sogar Barrikaden der Demonstranten weggeräumt. Ihre Existenz wurde durch die teilweise gewalttätigen Demonstranten gefährdet.
Kein Vergleich mit '89 in D.

@Bauhinia 9:50

„... Als mögliche Höchststrafe lebenslange Haft für Verstöße gegen ein Versammlungsgesetzt klingt auch extrem erstaunlich.“

„Erstaunlich“ ist sehr milde ausgedrückt, genauso wie es auch ein zu mildes Wort für andere Strafmaße wär. Es ist ja nicht nur, dass in Unrechtsregimen die Meinung unterdrückt wird (durch Mediensperre ect.). Es sind ja auch außerdem noch die drakonischen, unverhältnismäßigen Strafen, die ausgesprochen werden.
Dafür gibt es vielerlei Beispiele:
Straflager für angebliche Meldepflichtverletzung,
Steinigung und Enthauptung für Ehebruch,
Androhung der Todesstrafe für Whistleblower,
....
Da wundert man sich über die „Machtzementierung“ von Despoten?

09:22, morgentau19

>>Ja, die Chinesen gehen gegen ihre Aktivisten hart vor!

Was kann die Weltgemeinschaft dagegen tun?

Die Weltgemeinschaft kann eins tun: zuerst den Balken aus dem eigenen Auge entfernen, bevor sie den Splitter der Chinesen entfernt.<<

Gehören China und Hongkong denn nicht zur Weltgemeinschaft? Oder wie definieren Sie diesen Begriff? Darf die Weltgemeinschaft erst dann etwas tun, wenn nichts mehr zu tun ist?

09:36, Miauzi

>>Zitat:
"Dabei hätte sie es mit Hongkong in der Hand gehabt, den Demokratien der Welt vorzuleben, was auch die noch nicht erreicht haben: Frieden im Miteinander."

soso - wenn einer der wichtigsten Anführer der Opposition ausdrücklich physische Gewalt für ein legitimes Mittel zur Durchsetzung seiner Ziele hält und rein gar nix zu einer Deeskalation beiträgt...
..sorry - so konnte das von vorherein nix werden

ich denke in solchen Tagen an 1989/90 zurück - ich hatte mich damals sehr in den "Herbst" eingebracht...
..eine Äusserung in der Art wie sie Herr Wong den (westlichen) Medien gegenüber getan hat - hätte mich sofort dazu bewegt die Bewegung zu verlassen
unser oberstes Motto (und nicht nur am 4.11. zur Demo in Berlin) war -> KEINE GEWALT
und damit meinten wir klar BEIDE Seiten!<<

Wollen Sie damit die Verurteilungen, um die es hier geht, rechtfertigen oder relativieren?

re 09:36 Miauzi: Gewalt und Demokratie

>>“Frieden im Miteinander."
soso - wenn einer der wichtigsten Anführer der Opposition ausdrücklich physische Gewalt für ein legitimes Mittel zur Durchsetzung seiner Ziele hält und rein gar nix zu einer Deeskalation beiträgt...
..sorry - so konnte das von vorherein nix werden<<

Was wollen Sie uns sagen? Wenn Herr Wong Herr Wang gewesen wäre, dann hätten wir heute eine Demokratie in HK? Aber so...

Über einzelne Personen kann und darf man immer unterschiedlicher Meinung sein. Aber was sagt das über die Legitimität der Unterdrücker?

Sie sagen, Sie wären „1989“ dabei gewesen? Nach Ihrer These hätte ein einziger „Herr Wong“ damals Sie auf die Seite der Stasi getrieben. Haben ich Sie da richtig verstanden? Haben Sie sich richtig verstanden? Darf Demokratie wirklich nur durch freiwillige Selbstaufgabe der „Staatsmacht“ eingeführt werden?

Darauf sollen die Unterdrückten dieser Welt warten? Ruhe als erste Bürgerpflicht? Was haben Sie 1989 ein Glück gehabt, dass kein „Wong“ dabei war...

Hatte jemand etwas

anderes erwartet, mir sagen die Namen zwar nichts, aber China macht nun mal andere Politik, und Hongkong gehört jetzt nun mal zu China.
Jedem war klar was kommt, und was passieren wird.

Die Allmachtsstrategie der KPC

führt uns wieder einmal vor, wie frei wir uns hier in der Demokratie , mit all Ihren durch die mangelhafte Pandemiebewältigung bloßgelegten Fehlern fühlen können.
Eine Diktatur, -von wem auch immer- ersetzt keine lebendige Auseinandersetzung verschiedener Lebens- & Meinungsrichtungen, die in demokratischen Staaten gelebt, zu den grundlegenden praktizierten Menschenrechten gehören.
Die KPC-Kader diktieren Ihre Meinung und unterdrücken per Diktat rechtswidrig durch eine politische "Rechtsprechung", was Ihnen gefährlich erscheint.
Ein gigantischer Rückschritt für diese große Nation, der extrem falsche Weg zu mehr internationaler Anerkennung der Leistung der chinesischen Bevölkerung und verbunden mit irreparablem Schaden.
Europas erste Reaktionen sollten nur der Anfang sein, die KPC-Kader deutlich zu warnen und Ihnen Ihre Schranken klar zu machen. Relativierungen auf unsere eigenen Schwächen helfen hier niemandem weiter! Spürbare weitere Sanktionen sollten folgen!

@Bauhinia 10:04

Ja, es ist schon niederschmetternd, wie manche Betrachter aus ihrem sicheren Sessel im Wohnzimmer eines freiheitlichen Staates die Protestierer gegen massive Staatsunterdrückung herabwürdigt.
Jeglicher Vergleich mit hier veranstalteten Demonstrationen verbietet sich von selbst.

09:56 von Egleichhmalf

//@9:22 von morgentau19
„Die Weltgemeinschaft kann eins tun: zuerst den Balken aus dem eigenen Auge entfernen, bevor sie den Splitter der Chinesen entfernt.“
Sie halten also die demokratischen Defizite Chinas höchstens für einen Splitter, während die demokratischen Defizite der westlichen Welt ein Millionenfaches, nämlich einen Balken, davon betragen. Interessante, wenn auch sehr persönliche Interpretation von Demokratie, die Sie da aufweisen.//

@morgentau19 hat nur etwas genauer hingesehen bzw. nachgelesen. Bzgl. der umsturzartigen Auswüchse während der Demonstrationen. Oder nehmen sie mal die Zustände während der brit. Besetzung Hongkongs: Demonstrationen wegen menschenunwürdiger Arbeitsbedingungen bis zur Kinderarbeit, oder die in dieser Zeit angeblich demokr. legitimierten Zustände der politischen Ordnung in Hongkong, u.a. Wahlsystem. Sie können googeln oder auch in Wikipedia nachschauen. Wenn Sie dann den Splitter nicht sehen, müssten Sie sich schnell um den Balken kümmern.

@krittkritt Danke

Danke, das decket sich genau mit meinem Einruck hier vor Ort; es waren in den Berichten mit Videos auch immer nur extrem gewaltsame Demonstranten zu sehen. U-Bahn Höfe wurden verwüstet, weil man aus Sicherheitsgründen Bahnhöfe gesperrt hatte, wenn aber morgens die Bürger mit der U-Bahn zur Arbeit fahren wollten, blockierten die Demonstranten die Züge. Nach deren Ansicht waren die Züge wohl nur dazu da, um Demonstranten zu Demonstrationen zu bringen. Es war wirklich eine sehr gewaltbereite Minderheit, die Demonstrationen wurden ja auch immer kleiner, weil sich viele davon distanziert haben.

@Baumgart67 Zitat: "Wir haben

@Baumgart67
Zitat:
"Wir haben auch mit vielen Leuten dort gesprochen, wohl gemerkt mit normalen Bürgern, Taxifahrern, Angestellte in Restaurant und Geschäften und keiner hatte auch nur das geringste Verständnis für die Gewalt."

das hätten die Arbeiter in meinem Betrieb auch nicht - wenn ich als Ing. mich an einer Demo beteiligt hätte die in solche Gewalt-Exzesse geendet hätte wie sie im ARD-TV zu sehen waren...
..klar haben die mich gefragt was ich mir von einer friedlichen Demo verspreche - ob ich denn glaube das SED-Regime so ablösen zu können.
axo - mal als Hinweis - die Teilnahme an einer nicht genehmigten (angemeldeten) Demo hätte mich bis zu 10 Jahre ins Zuchthaus bringen können!

Verurteilen

Na dann werden die freien Staaten es verurteilen und in die Osterferien gehen. Da wird China Angst bekommen.

10:42 von teachers voice

//Darauf sollen die Unterdrückten dieser Welt warten? Ruhe als erste Bürgerpflicht? Was haben Sie 1989 ein Glück gehabt, dass kein „Wong“ dabei war...//

@Miauzi
Dass die Wiedervereinigung (heute, nach 30 Jahren noch nicht abgeschlossen!)unblutig möglich war, haben wir Gorbatschow und den besonnenen Demonstranten zu verdanken. „Wir sind das Volk“ war die stärkste Waffe. Und wer sagt Ihnen, dass die Hongkonger mehrheitlich die Demokratie wollten, in dem heutigen Zustand (siehe z.B. USA)? Darf es, neben der Demokratie, keine andere Staatsform geben? Das wäre dann schon wieder Diktatur, oder nicht?

@Reinhard Libuda

"Spürbare weitere Sanktionen sollten folgen"
Glauben Sie wirklich, dass das China beeindrucken wird?

um 10:19 von baumgart67

baumgart, ich habe auch mit vielen Leuten in Hongkong gesprochen, mit normalen Bürgern, und ja, viele waren entsetzt über die Gewalt die die Regierung/Polizei gegen die Demonstranten einsetzte.
Übrigens, die Mehrheit der Hongkonger befürwortet ganz klar Demokratie, das haben die letzten Kommunalwahlen gezeigt.

Wertegemeinschaft

Was kann die Wertegemeinschaft dagegen tun?
Nichts wird sie machen, sanktioniert werden nur schwache Länder (Russland, Venezuela usw.) von denen man wirtschaftlich nicht abhängig ist - Doppelmoral eben.

Zitat: "Sie sagen, Sie wären

Zitat:
"Sie sagen, Sie wären „1989“ dabei gewesen? Nach Ihrer These hätte ein einziger „Herr Wong“ damals Sie auf die Seite der Stasi getrieben. Haben ich Sie da richtig verstanden? Haben Sie sich richtig verstanden? Darf Demokratie wirklich nur durch freiwillige Selbstaufgabe der „Staatsmacht“ eingeführt werden? "

ich finde es immer wieer sehr aufschlussreich als was ich alles in den Augen eines "Westlers" gelte...
..jetzt wird mir schon unterstellt das ich zur Stasi gewechselt hätte wenn meinen Mitdemonstranten Gewalt angewendet hätten
danke für die Lehrstunde in politischen Disput...
..ich habe in 30 Jahren westliche Demokratie gelernt das es legitim und üblich ist den Diskussionsgegener mit allen Mittel zu diskreditieren wenn einem dessen Meinung nicht passt und man selbst keine anderen Argumente mehr hat
*sarkasmus*

Zitat: "Wollen Sie damit die

Zitat:
"Wollen Sie damit die Verurteilungen, um die es hier geht, rechtfertigen oder relativieren?"

es reicht mir so langsam mit Unterstellungen - auch westliche Linken haben dies mir gegenüber zu unterlassen

Am 01. April 2021 um 08:50 von Nettie

Zitat:
"...Bleibt abzuwarten, ob es der Weltgemeinschaft gelingt, sie eines Besseren zu belehren..."

Sie meinen bestimmt die westliche Wertegemeinschaft, denn die Weltgemeinschaft (Die es offensichtlich nicht gibt) hat ganz andere Probleme zu lösen oder ist die auch an ihnen vorbeigegangen.

Am 01. April 2021 um 09:22 von morgentau19

Zitat:
"...Die Weltgemeinschaft kann eins tun: zuerst den Balken aus dem eigenen Auge entfernen, bevor sie den Splitter der Chinesen entfernt..."

...oder wie ES in einem asiatisches Sprichwort heißt;

"Bevor du dich daran machst, die Welt zu verbessern, geh dreimal durch dein eigenes Haus."

Am 01. April 2021 um 09:40 von Parsec

"...um 09:22 von morgentau19
"Die Weltgemeinschaft kann eins tun: zuerst den Balken aus dem eigenen Auge entfernen, bevor sie den Splitter der Chinesen entfernt." Es ist reichlich unklug, Höhle Phrasen zu dreschen. Oder steckt hinter Ihrer Aussage auch Substanz?"

Es kommt halt auf sein eigenes Ich an und was Sie hier anderen Usern vorwerfen, leben Sie doch selbst vor. Ihre Beiträge strotzen doch vor hasserfüllter Kritik gegen über der chinesischen Führung.

@baumgart67

Da in Hongkong ein volles DRITTEL der Gesamtbevökerung gegen die chin. Diktatur auf die Straße gegangen ist, kann man davon ausgehen, daß diejenigen, die hier "Entsetzen" geheuchelt haben, chinesische U-Boote waren. In der Mehrheit waren sie sicherlich nicht.

Am 01. April 2021 um 09:41 von Wombat Warlock

""zuerst den Balken aus dem eigenen Auge entfernen, bevor sie den Splitter der Chinesen entfernt."

Was meinen Sie genau mit "Balken"?

Zumindest in meiner Wertewelt darf Unrecht, das irgendwo passiert oder passiert ist,
nie Rechtfertigung sein für das Unrecht, dass ich selbst begehe..."

Deshalb wurde wohl die "Wertewelt" noch nie vor dem internationalen Gerichtshof zur Rechenschaft gezogen, Beispiele gefällig?

um 11:06 von baumgart67

Interessant, baumgart, ich habe in 2019 viele Videos aus Hongkong gesehen, in denen die Polizei ganz offenkundig unverhältnismäßige Gewalt anwendet um jeglichen Protest, natürlich auch völlig friedlichen Protest, im Keim zu ersticken.

@Miauzi: Richtig so

Ich denke, das war auch ein wesentlicher Grund, warum alles so erfolgreich gelaufen ist, weil es eben keine Gewalt gab. Gewalt provoziert immer Gegengewalt. In Hongkong wurde ja genau das Gegenteil von dem erreicht, was man eigentlich wollte. Und man kann das Leben in China oder Hongkong auch überhaupt nicht mit dem Leben in der DDR vergleichen, sonst würde ich hier auch nicht so lange und gerne leben. Was mir in China auffällt, ist, dass die Gesellschaft sich doch eher dem Gemeinwohl verpflichtet fühlt und es nicht so viel Egoismus gibt. Das sieht man auch sehr schön in der Bewältigung der Pandemie.

@baumgart67

Behaupten kann man Vieles, tun die autokratischen Machthaber auch immer.
Und wenn gar nichts mehr hilft, schleusen sie ihre Provokateure ein, um den Protest gegen die Beseitigung der Opposition zu verunglimpfen.
Wenn nur eine Minderheit Freiheit wollen würde, müsste man Vertreter dieser Minderheit ja nicht mit dem Staatsmachtapparat unterdrücken.

Pro und Kontra

Ich amüsiere mich köstlich über pro-chinesische Kommentare und Statements, welche suggerieren sollen, dass alles prima und in bester Ordnung wäre. Solch ein gefärbter Unsinn kann nur aus einer einzigen Richtung kommen. Die Realität sieht jedenfalls anders aus. Leider haben es die "Mächtigen" dieser Welt bis heute versäumt (werden es auch noch weiter versäumen?), konsequent gegen diese bewusste und gewollte Vertragsverletzung seitens China vorzugehen.

Thema Einmischung

Für Kritik an solchen Führungen ist eigentlich die UNO zuständig.
Leider ist dort der Sicherheitsrat mit seinen Vetomächten ein total stumpfes Schwert.So lange dort Russland,China und die USA mit ihrem Veto alles blockieren können,wird das wohl leider nichts mit einer humanen,demokratischen Weltordnung.
Auch für die dringenden Klima und Umweltpropleme wäre eine reformierte und übergeordnete UNO sehr wichtig.
So lange es nur um Macht,Unterdrückung,geopolitische Interessen und so etwas,anstatt ein gemeinsames Miteinander und gemeinsame Lösung der Probleme geht,sehe ich es leider nicht so rosig mit unserer Zukunft.
Bei gutem Willen und mit etwas Verstand ist es aber möglich.Ich bin auch davon überzeugt dass es in China sehr viele Menschen gibt die es wissen und genau so denken.

11:18, Theodor Storm

>> Und wer sagt Ihnen, dass die Hongkonger mehrheitlich die Demokratie wollten, in dem heutigen Zustand (siehe z.B. USA)?<<

Sie versuchen, die Demokratie als solche zu diskreditieren, indem Sie auf ihre Unvollkommenheit Staaten, die sich auf sie berufen, hinweisen.

Sie übersehen oder unterschlagen, daß Demokratie kein Zustand, sondern ein Prozess ist. Ohne eine aktive Zivilgesellschaft funktioniert das nicht. Auch in den USA gibt es die. In Hongkong wird sie, auch mit Hinweis auf gewalttätige Auswüchse in der momentan höchst aufgeheizten Situation, unterdrückt.

>>Darf es, neben der Demokratie, keine andere Staatsform geben? Das wäre dann schon wieder Diktatur, oder nicht?<<

Ja sicher. Eine andere Staatsform als die Demokratie ist die Diktatur oder der Feudalismus. Andere fallen mir nicht ein. Sich gegen Diktatur und Feudalismus zu positionieren wäre auch schon wieder Diktatur? Was für ein toller dialektischer Purzelbaum.

11:22, hofer andreas

>>Wertegemeinschaft
Was kann die Wertegemeinschaft dagegen tun?
Nichts wird sie machen, sanktioniert werden nur schwache Länder (Russland, Venezuela usw.) von denen man wirtschaftlich nicht abhängig ist - Doppelmoral eben.<<

Es wäre schön, wenn wir uns von dem Sonntagsredenbegriff "Wertegemeinschaft" verabschieden könnten.

Und Sie haben aber schon mitbekommen, daß es Sanktionen der EU gegen China wegen der Uigurenproblematik gibt, oder?

Abgesehen davon halte ich Sanktionen nicht unbedingt für ein erfolgversprechendes diplomatisches Mittel.

schuldig gesprochen ?

Eingentlich logisch wenn "Mann" gegen Gesetzte verstößt und Sicherheitskräfte angreift.

@11:51 von Bauhinia

>> ich habe in 2019 viele Videos aus
>> Hongkong gesehen, in denen die Polizei
>> ganz offenkundig unverhältnismäßige
>> Gewalt anwendet um jeglichen Protest,
>> natürlich auch völlig friedlichen Protest, im
>> Keim zu ersticken.

ich habe in 2017 viele Videos aus Hamburg gesehen, in denen die Polizei ganz offenkundig unverhältnismäßige Gewalt anwendet um jeglichen Protest, natürlich auch völlig friedlichen Protest, im Keim zu ersticken.

So besser? oO

12:04, baumgart67 @Miauzi: Richtig so

>>Ich denke, das war auch ein wesentlicher Grund, warum alles so erfolgreich gelaufen ist, weil es eben keine Gewalt gab. Gewalt provoziert immer Gegengewalt. In Hongkong wurde ja genau das Gegenteil von dem erreicht, was man eigentlich wollte. Und man kann das Leben in China oder Hongkong auch überhaupt nicht mit dem Leben in der DDR vergleichen, sonst würde ich hier auch nicht so lange und gerne leben. Was mir in China auffällt, ist, dass die Gesellschaft sich doch eher dem Gemeinwohl verpflichtet fühlt und es nicht so viel Egoismus gibt. Das sieht man auch sehr schön in der Bewältigung der Pandemie.<<

Bei Ihren Posts kann man wirklich den Eindruck gewinnen, Sie wären bei der chinesischen Botschaft angestellt. Jedenfalls profilieren Sie sich hier in jedem Thread zu China (in anderen liest man kaum mal etwas von Ihnen) als so gut wie kritikloser Anwalt des Vorgehens der chinesischen Führung.

Der Umsturz in der DDR verlief gewaltlos, weil die staatliche Seite auf Gewalt verzichtete.

@ Postquestioner um 11:47

>Deshalb wurde wohl die "Wertewelt" noch nie vor dem internationalen Gerichtshof zur Rechenschaft gezogen, Beispiele gefällig?<

Aber unbedingt!

Das würde mich schon interessieren welcher Internationale Gerichtshof die Innere Überzeugung eines TS-Foristen als verhandlungswürdig betrachtet.

11:51, Bauhinia (ein wunderschöner Blütenbaum!)

>>um 11:06 von baumgart67
Interessant, baumgart, ich habe in 2019 viele Videos aus Hongkong gesehen, in denen die Polizei ganz offenkundig unverhältnismäßige Gewalt anwendet um jeglichen Protest, natürlich auch völlig friedlichen Protest, im Keim zu ersticken.<<

Und wie der Forist, dem Sie antworten, um 12:04 selbst schrieb: Gewalt provoziert immer Gegengewalt.

Nun kann man natürlich die Diskussion auf die Frage verengen, wer angefangen hat. Dazu sollte man sich aber vor Augen führen, daß es an den Rändern einer jeden Demonstration immer zu einzelnen Gewalttaten kommt. Das war selbst 1989 in Deutschland so, auch wenn es nicht groß publiziert wurde, da es nur einzelne Vorfälle waren.

Die Frage ist dann, wie geht die Staatsmacht als Inhaberin des Gewaltmonopols damit um? Eskaliert sie oder deeskaliert sie?

In Hongkong tut sie definitiv ersteres und schafft sich damit die Rechtfertigung für drakonische autoritäre Maßnahmen selbst.

11:43, Postquestioner

>>Am 01. April 2021 um 09:40 von Parsec
"...um 09:22 von morgentau19
"Die Weltgemeinschaft kann eins tun: zuerst den Balken aus dem eigenen Auge entfernen, bevor sie den Splitter der Chinesen entfernt." Es ist reichlich unklug, Höhle Phrasen zu dreschen. Oder steckt hinter Ihrer Aussage auch Substanz?"

Es kommt halt auf sein eigenes Ich an und was Sie hier anderen Usern vorwerfen, leben Sie doch selbst vor. Ihre Beiträge strotzen doch vor hasserfüllter Kritik gegen über der chinesischen Führung.<<

Während Sie sich eher in liebevollem Verständnis für Autokratien und Diktaturen jeglicher Art, Hauptsache sie sind nicht "westlich" orientiert, üben.

Scharfe Kritik an den Führungen autoritär regierter Länder hat übrigens nicht unbedingt mit Hass zu tun.

12:42 von Leser_Home

>>Ich amüsiere mich köstlich über pro-chinesische Kommentare und Statements, welche suggerieren sollen, dass alles prima und in bester Ordnung wäre. Solch ein gefärbter Unsinn kann nur aus einer einzigen Richtung kommen.
<<

Was verstehen Sie unter "pro-chinesischen Kommentaren?" Wo lesen Sie, das alles prima und in bester Ordnung ist? Diese Art von "Demonstrationen" zu verurteilen, heißt für mich nicht, mit der chinesischen Regierung einer Meinung zu sein und diese zu befürworten. Wenn Sie meinen, dass dieser "gefärbte Unsinn" nur aus einer einzigen Ecke kommen kann, gebe ich diese Meinung gerne als ungefärbten Unsinn zurück. Die einen anderen Blickwinkel auf bestimmte Dinge haben, immer in eine Ecke zu stellen, ist mir mit Verlaub zu billig...

re 11:18 Theodor Storm: Demokratie gg. Diktatur

>>Und wer sagt Ihnen, dass die Hongkonger mehrheitlich die Demokratie wollten, in dem heutigen Zustand (siehe z.B. USA)?<<

Fragen Sie mich das ernsthaft? Wer das sagt? Natürlich die Hongkonger! Die dürfen es jetzt aber nicht mehr! Wegen der Sicherheit und der Ordnung! Sagt China!

>>Darf es, neben der Demokratie, keine andere Staatsform geben? Das wäre dann schon wieder Diktatur, oder nicht?<<

Genau so ist es! Welchem Bürger wollen Sie denn sein Recht auf Mitbeteiligung an den Entscheidungen der Gesellschaft absprechen?

Um „Demokratie“ zu verstehen, dürfen Sie diese nicht als einen Zustand betrachten, sondern als einen Anspruch.

Ein Anspruch, der jeden Tag neu verwirklicht werden muss. Gegenüber denen, die sich der Gesellschaft überlegen fühlen und sich deshalb von dieser nicht hereinreden lassen wollen.

Dieser Prozess ist so alt wie die Menschheit und erscheint immer wieder in neuen Ausprägungen. Eben Demokraten gegen Autokraten.

Auf wessen Seite stehen Sie?

11:30, Miauzi

>>Zitat:
"Wollen Sie damit die Verurteilungen, um die es hier geht, rechtfertigen oder relativieren?"

es reicht mir so langsam mit Unterstellungen - auch westliche Linken haben dies mir gegenüber zu unterlassen<<

Ihre Kommentare erwecken definitiv den Eindruck, daß Sie das wollten. Insofern hat die Frage durchaus ihre Berechtigung.

Daß Sie auf diese Feststellung dünnhäutig reagieren, Unterlassungsverfügungen aussprechen und auch noch die deutsche Ost-West-Problematik bemühen, zeugt von bemerkenswert unsouveräner Diskussionskultur.

@Naturfreund 064

Solange sogar die EU ihre Mitgliedsstaaten-Verträge so abfasst, dass sie nur ein stumpfes Schwert gegen Autokraten besitzt, nimmt der Rest nicht Wunder.

Vielleicht

sollte die EU darüber nachdenken, wie das neu mit den KPC-Kadern geschlossene Wirtschaftsabkommen zu "interpretieren" ist und in Bezug auf die Wahrung internationaler Abkommen, Eigentumsrechte und der Menschenrechte durch diese Diktatoren nur eingeschränkt anwenden. Auch auf dem Markt finanzieller Transaktionen sollte man über Restriktionen der handelnden Personen deutlich fühlbarer vorgehen.
Ohne jedweden ausgeübten Druck werden diese Werte sicher den Interessen der KPC-Kader geopfert.

"...eines Besseren zu belehren."

Wer genau will China, zu was genau belehren? China ist ein souveräner Staat und tut halt was China so tut. Und der Vorwurf der ständigen Einmischung ist doch mehr als nur angebracht, stellen Sie sich das Ganze mal umgekehrt vor, wenn China uns Deutsche "belehren" wollte. Weder ist es die Aufgabe der hier kommentierenden Nutzer, noch ist es angebracht. Wir haben in DE genug eigene Probleme, solange diese nicht gelöst sind sollten wir lieber die Füße stillhalten und andere, souveräne Staaten, ihre Angelegenheiten selbst klären lassen!

@Leser home 12:42

„ Ich amüsiere mich köstlich über pro-chinesische Kommentare und Statements, welche suggerieren sollen, dass alles prima und in bester Ordnung wäre. Solch ein gefärbter Unsinn kann nur aus einer einzigen Richtung kommen ...“

Wenn sie nur nicht so traurig wäre diese Ecke, aus der man hier sonst nach Datenschutz schreit, von Corona- und Impfbevormundung spricht, sich als Opfer stilisiert ...

Eigentlich kann man das nicht ernst nehmen, muss man aber leider.

@Miauzi 9:36

Das hätte auch (ohne das „Zwischentauwetter“ in der Sowjetunion) wie der „Prager Frühling“ enden können, Glück gehabt.

Hongkong: Sieben Aktivisten schuldig gesprochen....

Ob BILD-Zeitungs Wong oder der Medienmogul Jimmy Lai. Was ist das für ein Personal ?
Was haben ärmere Bevölkerungsschichten in Hongkong von ihnen zu erwarten ?
Vielleicht so viel wie früher unter den Briten ?

re miauzi: Unterstellungen und Hypothesen

>>ich finde es immer wieer sehr aufschlussreich als was ich alles in den Augen eines "Westlers" gelte...<<

Danke für den „Westler“! Allerdings würde mich noch interessieren, wer denn für Sie als „Östler“ gilt. Oder...

>>..jetzt wird mir schon unterstellt das ich zur Stasi gewechselt hätte wenn meinen Mitdemonstranten Gewalt angewendet hätten<<

Da haben Sie etwas falsch verstanden. Auf der „anderen“ Seite der Demonstranten stand die Stasi als Vertreterin der Staatsmacht. Und der hätten Sie das Feld überlassen. Mit „Unterstellungen“ hat das gar nichts zu tun - und mit „West“ auch nicht. Es gibt einfach Situationen im Leben, wo man seinen Standpunkt behaupten muss um ihn nicht zu verraten.

Ich musste dies noch nie unter Einsatz meines Lebens tun. Und dafür bin ich denen dankbar, die diesen Zustand unter Einsatz ihres Lebens ermöglicht haben. Und dafür als Terroristen verleumdet und verfolgt wurden und z.T. noch werden.

Wie jetzt in Hongkong!

um 13:17 von werner1955

werner55, sagen Sie doch mal genau wer, wann, wo und wie von den jetzt Verurteilten irgendwelche Sicherheitskräfte angegriffen hat. Da bin ich gespannt.

Solange ich...

...gezwungenen bin, bei fast allem außer Nudeln und Klopapier "Made in China" zu kaufen - manchmal, weil die Alternativen unfassbar teuer sind, meistens aber, weil es gar keine Alternativen gibt - kann ich über die chinesische Politik denken, was ich will, finanzieren muss ich sie auf jeden Fall.
Wenn mir jemand zeigt, wie ich das umgehen kann, bin ich dabei. Die regelmäßigen Diskussionen alleine reichen jedoch nicht aus. Schlimmstenfalls nutzen sie sich sogar ab.

@Postquestioner, 11:33

"Sie meinen bestimmt die westliche Wertegemeinschaft, denn die Weltgemeinschaft (Die es offensichtlich nicht gibt)"

Ich schrieb "die Weltgemeinschaft" und meinte genau die (die Weltgemeinschaft).
Sie wollen ja wohl nicht allen Ernstes behaupten, dass hier auf der Erde keine Menschen leben würden?

14:07, Bernd Kevesligeti

>>Hongkong: Sieben Aktivisten schuldig gesprochen....
Ob BILD-Zeitungs Wong oder der Medienmogul Jimmy Lai. Was ist das für ein Personal ?
Was haben ärmere Bevölkerungsschichten in Hongkong von ihnen zu erwarten ?
Vielleicht so viel wie früher unter den Briten ?<<

Ja, die Wohlfahrt der Arbeiterklasse rechtfertigt jegliche Unterdrückungsmaßnahme.

Eine aus Zeiten des so genannten real existierenden Sozialismus hinreichend bekannte Erzählung.

Wobei die "ärmeren Bevölkerungsschichten" dort durchaus eher wenig zu lachen hatten. Und wehe, sie leisteten sich eine eigene Meinung. Das ging gar nicht.

Tolles Arbeiterparadies. Bestimmt genau das, was der olle Marx im Sinn hatte...

Einhaltung von Verträgen

Hier sieht man mal dass man sich auf die chinesische Führung nicht verlassen kann. Sie halten keine Verträge ein.
Warum drehen die Engländer hier nicht den Spieß um und machen den Vertrag über Honkong rückgängig. Trauen die sich das nicht? China hält sich ja anscheinden nicht an die Vereinbarungen!

14:17, teachers voice

>> Es gibt einfach Situationen im Leben, wo man seinen Standpunkt behaupten muss um ihn nicht zu verraten.

Ich musste dies noch nie unter Einsatz meines Lebens tun. Und dafür bin ich denen dankbar, die diesen Zustand unter Einsatz ihres Lebens ermöglicht haben. Und dafür als Terroristen verleumdet und verfolgt wurden und z.T. noch werden.

Wie jetzt in Hongkong!<<

Danke für diese Worte, denen ich mich vollumfänglich anschließe.

Eigentlich ist damit alles gesagt.

@teachers voice, 14:17

"Es gibt einfach Situationen im Leben, wo man seinen Standpunkt behaupten muss um ihn nicht zu verraten.

Ich musste dies noch nie unter Einsatz meines Lebens tun. Und dafür bin ich denen dankbar, die diesen Zustand unter Einsatz ihres Lebens ermöglicht haben. Und dafür als Terroristen verleumdet und verfolgt wurden und z.T. noch werden"

Danke für diese klaren Worte. Von denen ich jedes einzelne mit unterschreibe.

Da bin ich gespannt.

von Bauhinia @
https://www.welt.de/politik/ausland/article203520436/Proteste-In-Hongkon..

14:48, Cometa Stern°chen

>> Als mit jedem anderen Menschen auf dem Planeten verwandt, nehme ich mir heraus, mich überall einzumischen, ob mit Genehmigung oder ohne .<<

Ich auch.

Es ist erstens unser Recht und zweitens unsere Pflicht.

@09:29 von Parsec

"Staaten auf dieser Erde gibt, die gegen jegliches Rechtsverständnis menschenverachtend jeden, der sich den willkürlichen Ausblühungen diktatorischer Führung nicht unterwirft, von der Bildfläche verschwinden lässt."

Dieses Gesetz macht auch nach unserem Rechtsverständnis durchaus Sinn. War ja bereits im Vertrag mit GB so vorgesehen, das HK selbst ein Sicherheitsgesetz mit ziemlich genau den selben Tatbeständen erlässt.Die Kritik zielt deshalb auch nur darauf ab, dass die Anwendung angeblich willkürlich wäre.
Vor der Erlassung war es ja offensichtlich noch legal, dass Herr Wong auf unserer Bundespressekonferenz in Berlin offen zu einem neuen Kalten Krieg gegen sein eigenes Land, was China ist, aufruft und sich noch mit dem Aussenminister trifft. Mit expliziten Vergleichen HK=Berlin als Hotspot des ehemaligen Systemkonflikts.
Eigenartiges Rechtsverständnis.

seinen Standpunkt behaupten muss ?

von Nettie @
Und dazu akzepieren Sie "Gewalt" oder halten Sie für erfolgversprechend so wie Herr Wong ?

Zitat: Aktivist Joshua Wong verteidigt den Einsatz von Gewalt.

https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-11/hongkong-demonstranten-poliz...

11:30 von Miauzi

«Zitat:
"Wollen Sie damit die Verurteilungen, um die es hier geht, rechtfertigen oder relativieren?"»

«es reicht mir so langsam mit Unterstellungen - auch westliche Linken haben dies mir gegenüber zu unterlassen.»

Die Sätze mit dem "?" am Ende dran nennt man: "Fragesatz".
Kann man dann drauf antworten mit:
"Ja … ich will" oder: "Nein … ich will nicht.".

Der Satz mit der Unterstellung ist der: "Indikativsatz".
"Sie wollen unterstellen dass …".
Evtl. noch mit "!" hinten dran.

Immer sehr hellhörig muss man werden, wenn wer daher kommt, und Fragen zu unterlassen fordert. Kann man so gut wie sicher sein, dass entweder 1. unsouverän, oder 2. unwilig, oder 3. verbieterisch die Motivation dahinter ist.

Fragen stellen ist Schule des Lebens von Kindesbeinen an, sobald das Kind seine allererste Frage auch verbal äußern kann. Und das hört bis ins hohe Alter auch nicht auf, solange der Mensch noch sprechen kann.

Schriftlich diskutieren ist was schwieriger als mündlich.
Mimose nie gut.

13:37 von teachers voice

//Um „Demokratie“ zu verstehen, dürfen Sie diese nicht als einen Zustand betrachten, sondern als einen Anspruch.//

Richtig, nur Anspruch reicht nicht, wenn zwischen Anspruch und Wirklichkeit deutliche Lücken klaffen. Beispiele gibt es allein in Europa genug. Ich selbst lebe übrigens in dem Land, in dem die Demokratie „erfunden“ wurde.
China ist sich selbst treu geblieben. Früher hatte man auf den Kaiser gehört, heute ist es die Partei ( und das wird auch nur solange gut gehen, wie die Partei eine gesunde wirtschaftliche Entwicklung gewährleistet. In den vergangenen 40 Jahren hat sie das Pro-Kopf-Einkommen vervierzigfacht. Kein Wunder, dass ich dort überwiegend zufriedene, ja glückliche Menschen gesehen habe. Letzteres braucht keine Demokratie.
Sollte sich das ändern, wird auch die Partei Probleme bekommen.

von fathaland slim 14:45

Wieso soll die "Wohlfahrt der Arbeiterklasse jede Unterdückungsmaßnahme rechtfertigen" ?

Aber so viel sollte doch klar sein: Ein "Arbeiterparadies" würde mit Wong und Lai nicht kommen. Eher das Gegenteil.
Und die Motivation hier wegen Hongkong wird am besten wohl durch das Buch von Jörg Kronauer ausgedrückt: Der Aufstieg Chinas und die Gegenwehr des Westens, konkret-Verlag.

@Cometa Stern°chen (14:03)

Eine Frage fehlt, die baumgart67 aber leider schon immer ignoriert hat:
Was würde ihm passieren, wenn er in China eine derart konträre Position so vehement vertreten würde?

@werner1955, 15:02

"Und dazu akzepieren Sie "Gewalt"?"

Nein. Und wenn Sie sich etwas ausführlicher über Herrn Wong und seine Motive informieren würden (z.B. hier: de.wikipedia.org/wiki/Joshua_Wong) müssten Sie feststellen, dass die Behauptung, dass er "Gewalt" befürworten würde eine böswillige Unterstellung ist.

@14:45 von gloecke

"Hier sieht man mal dass man sich auf die chinesische Führung nicht verlassen kann. Sie halten keine Verträge ein.
Warum drehen die Engländer hier nicht den Spieß um und machen den Vertrag über Honkong rückgängig. Trauen die sich das nicht? China hält sich ja anscheinden nicht an die Vereinbarungen!"

Weil die den Vertrag genau kennen und wissen, dass HK dazu verpflichtet war ein sehr ähnliches Gesetz zu erlassen, und mit der Unterlassung quasi selbst den Vertrag verletzte.
Das dies nun China selbst in die Hand nahm ist allerdings auch nicht so vorgesehen und kritisch zu betrachten.

14:07 von Bernd Kevesligeti

«Ob BILD-Zeitungs Wong oder der Medienmogul Jimmy Lai.
Was ist das für ein Personal ?»

Muss ja ein Unhold sein, der BILD-Zeitungs Wong.
Was gibt er denen denn überhaupt ein Interview.

Der Medienmogul Jimmy Lai ist der ganz kleine Bruder vom Medienmogul Staatspresse in China. Oder eher der gerade eben geborene Enkel.

»Was haben ärmere Bevölkerungsschichten in Hongkong von ihnen zu erwarten?»

Was haben diese Bevölkerungsschichten vom Mogul Big Brother Social Credit zu erwarten? Bspw. ein mehr teures Ticket für die Bahn bei Nicht-Wohlverhalten, wie es der Mogul gerne wohl hätte. Oder Probleme mit der Wohnung, oder solche an der Arbeitsstelle.

Ansonsten bin ich zu wenig Chinese oder Hongkonger, um das mit den Erwartungen in CHN so genau beurteilen zu können.

Grandios fand ich den Vorschlag, die 2 putzigen Bären als Leihgabe aus CHN im Zoo in Berlin "Hong & Kong" zu taufen. Hätte aber dem Mogul gar nicht gefallen. Humorlosigkeit ist auch eine Aussage ohne Worte, die redet.

Am 01. April 2021 um 12:42 von Leser_Home

Zitat:
"...Ich amüsiere mich köstlich über pro-chinesische Kommentare und Statements, welche suggerieren sollen, dass alles prima und in bester Ordnung wäre. Solch ein gefärbter Unsinn kann nur aus einer einzigen Richtung kommen. Die Realität sieht jedenfalls anders aus..."

Dem kann ich nur zustimmen, man nehme nur eine Inhaftierung in den USA ohne richterlichen Beschluss her oder Guantanamo. Von den unzähligen, geheimen CIA-Gefängnissen weltweit ganz zu schweigen. Die getöteten Zivilsten durch US-Drohnen ist ein anderes Thema, aber Realität.

um 14:57 von werner1955

werner55, Ihr zitierter Artikel dort bezieht sich ja nun nicht auf die Personen die gerade verurteilt wurden. Sie haben aber mit Ihrer ersten Aussage in den Raum gestellt, dass die jetzt Verurteilten irgendwelche Sicherheitskräfte angegriffen hätten. Wir können also feststellen, dass dies nicht zutrifft.

Am 01. April 2021 um 13:31 von Der Lenz

"...Das würde mich schon interessieren welcher Internationale Gerichtshof die Innere Überzeugung eines TS-Foristen als verhandlungswürdig betrachtet..."

Die Vereinigten Staaten von Amerika haben in 231 Jahren seit ihrer Gründung, insgesamt 219 mal selbst Krieg geführt, militärisch interveniert oder waren in kriegsähnliche Handlungen verwickelt, beispielsweise über eine Geheimdienstbeteiligung an Terroranschlägen, Putsch- und Umsturzversuchen auf dem Territorium eines anderen Staates.

Verhandlungswürdig in Den Haag?

Fatou Bensouda hatte am Internationalen Strafgerichtshof Ermittlungen zu Kriegsverbrechen des US-Militärs ermöglicht. Jetzt steht sie auf der Sanktionsliste der USA.

um 15:09 von Bernd Kevesligeti

Zitat: "Aber so viel sollte doch klar sein: Ein "Arbeiterparadies" würde mit Wong und Lai nicht kommen. Eher das Gegenteil."

Wo gibt es denn ein Arbeiterparadies? Also in der Volksrepublik China bestimmt nicht. Die 300 Millionen Wanderarbeiter, die kaum eine Sozialversicherung haben, geschweige denn einen vernünftigen Lohn oder gar einen Arbeitsvertrag würden es wohl kaum als Paradies bezeichnen.

@13:46 von Reinhard Libuda

"Vielleicht sollte die EU darüber nachdenken, wie das neu mit den KPC-Kadern geschlossene Wirtschaftsabkommen zu "interpretieren" ist und in Bezug auf die Wahrung internationaler Abkommen, Eigentumsrechte und der Menschenrechte durch diese Diktatoren nur eingeschränkt anwenden. Auch auf dem Markt finanzieller Transaktionen sollte man über Restriktionen der handelnden Personen deutlich fühlbarer vorgehen.
Ohne jedweden ausgeübten Druck werden diese Werte sicher den Interessen der KPC-Kader geopfert."

Bestrafung ohne selbst direkt oder indirekt Schaden zu erleiden ist im Falle von China nicht mehr möglich.
Da sind wir dann sofort bei der Frage was uns die Durchsetzung unserer Werte "wert" ist - respektive, wieviel darf´s denn kosten.

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von schabernack 15:22

Nee, um das Wohl der ärmeren Bevölkerungsschichten in Hongkong geht es hiesigen nicht. Und auch nicht den "Aktivisten".
Eher fürchtet man den Rivalen auf dem Weltmarkt und in der Welt. Und den Bedeutungsverlust der Platzhirsche...

14:45 von fathaland slim

Wobei die "ärmeren Bevölkerungsschichten" dort durchaus eher wenig zu lachen hatten. Und wehe, sie leisteten sich eine eigene Meinung. Das ging gar nicht.

Tolles Arbeiterparadies. Bestimmt genau das, was der olle Marx im Sinn hatte...
-

Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenken
wie hieß die gleich welche das sagte ....
Als Sozialist ist man ja in der tollen Situation sich nicht rechtfertigen zu müssen
bei jedem Beispiel welches man bringt :
"das ist nicht der Wahre" Sozialismus"

und was der "olle Marx im Sinn hatte" das wissen wir beide nicht

15:09 von Bernd Kevesligeti

«Aber so viel sollte doch klar sein: Ein "Arbeiterparadies" würde mit Wong und Lai nicht kommen. Eher das Gegenteil.»

War oder ist oder wird Hongkong auf andere Art zum: "Arbeiterparadies"?

Das Paradies der Arbeiter war bisher immer die Fata Morgana derer, die irgendwas an System als: "Arbeiterparadies" lackierten, um zu verheimlichen, dass unter der dünnen Farbschicht sich was ganz anderes als: "Arbeiterparadies" verbirgt, und mit schöner bunter Farbe versteckt werden soll.

Was ist das Gegenteil von: "Arbeiterparadies"?
"Arbeiterhölle", oder "Schinderhannes", oder "Demokratie".

@15:09 von Bernd Kevesligeti

"Und die Motivation hier wegen Hongkong wird am besten wohl durch das Buch von Jörg Kronauer ausgedrückt: Der Aufstieg Chinas und die Gegenwehr des Westens, konkret-Verlag."

In grösseren Zusammenhängen zu denken kann ab und an nicht schaden. Die unzähligen Opfer der maoistischen Kulturrevolution und was dort sonst noch menschenverachtendes gelaufen ist, gehörte damals definitv nicht zur täglichen Berichterstattung.
Die Korrelation zwischen wirtschaftlichen wie geopolitischem Aufstieg und westlicher Kritik sollte man tatsächlich mal unabhängig von den vorgeblich einzig relevanten Diskussionsgegenständen betrachten.

von Bauhina 15:32

Den Begriff "Arbeiterparadies" brauchte Fathaland slim ins Spiel.
Und wenn schon, sollten Sie aber sehen, daß hunderte Millionen in China aus der Armut geholt wurden. Auch sollten die Ausgangsbedingungen gesehen werden. Im übrigen, wer verhinderte dort im Jahre 2006 Verbesserungen im Arbeitsrecht ?

15:40 von schabernack

ja das Paradies ...
zumeist bringen diese Heilslehrer einem die Hölle auf Erden

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