Kommentare - Ost-West-Bilanz nach 30 Jahren: Vier Millionen Menschen wanderten ab

28. März 2021 - 13:11 Uhr

Zuletzt haben die neuen Bundesländer immer wieder mehr Menschen angezogen als verloren. Dennoch bleibt die Bilanz nach 30 Jahren eindeutig: Viel mehr Menschen sind in den Westen gegangen als von dort gekommen.

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Kommentare

@16:59 von falsa demonstratio

"Ich bin froh, noch einmal in Dresden gewesen zu sein, bevor diese PEGIDA-Sache los ging.

Ich setze keinen Fuß mehr auf den Boden der ehemaligen DDR so lange die Rechtsradikalen dort so stark sind."

So geht die Strategie der ganz rechts Stehenden von "national befreiten Zonen" natürlich auf, die auf dem Lande teils schon existieren.
National befreit bedeutet in diesem Zusammenhang auch befreit von Deutschen mit der "falschen Einstellung".

15:50 von Leipzigerin59

«Eines kommt noch hinzu, was ich zumindest nicht herausgelesen habe,
die z.T. maßlose Arroganz einiger
- die die DDR nur aus den (Springer-)Medien,
vom Hören-Sagen ewiger Meckerer u.ä. kennen,
und voller Unwissen sind,
Unsinn behaupten
u.v.m.
-
gegenüber den ehemaligen DDR-Bürgern.
Ich weiß nicht, wann das mal aufhören wird,
glaube nicht, dass ich das noch erleben werde.»

Das könnte prinzipiell enden, würden nicht weiter Legenden gehätschelt & getätschelt. Auf beiden Seiten der Mauer, die das Land so viele Jahre teilte.

Es sind doch heute längst ganz andere Legendäre unterwegs in politischen Landen als diejenigen, die es in den Jahren nach dem Mauerfall waren.

Denen ist sehr daran gelegen, das Gegeneinander nicht vergehen zu lassen. Die AfD im Osten strickt Legenden weiter, die einst Ex-SED-Kader + Gummiohren begannen, zu häkeln. Die Uninformierten von aus der BILD werden nie aussterben.

Weil das so ist, wird auch das Wenig-Verständnis erhalten bleiben.
Mies & traurig !

16:21 von Olivia59

Das geht so nun wirklich nicht... diejenigen die den Osten nicht verlassen haben so zu deklassieren
.
wer tut das ?
Was sie betreiben ist Wortklauberei,
ebenso könnten sie mir vorwerfen, ich schriebe
die Ostbürger, die in den Westen kamen als "Glücksritter" zu diffamieren !
Es gibt ehrgeizige Menschen und es gibt weniger ehrgeizige Menschen
Einer der Tag und Nacht arbeitet, damit er ne 300 qm Villa sich leisten kann,
ist doch nicht besser oder schlechter als einer dem ne 2 Zimmer Wohnung genügt

um 16:59 @ falsa demonstratio

"... ehemaligen DDR so lange die Rechtsradikalen dort so stark ..."

Bedauerlicherweise wurde viele Führungskader und Amtsinhaber mit AfD-naher Haltung in den Osten importiert.
Die müssten mit weg.

@15:37 von frosthorn: bei der nächsten Gelegenheit

"Wie bei so vielen unkaputtbaren Legenden haben auch 30 Jahre immer noch nicht ausgereicht, das Gerücht aus der Welt zu schaffen, nur die Westbürger hätten den Soli bezahlt."

Selbstverständlich haben auch die Bürger in den Ost-Bundesländern den Soli bezahlt.
Allerdings dürfte nur das Land NWR mehr in die Soli-Kasse eingezahlt haben als die fünf Ost-Bundesländer zusammen einzahlten.

Der Westen hat den Osten mit dem Soli finanziert. Der Osten hat ein bisschen dazu beigesteuert und Geld an sich selbst gezahlt.

15:34 @ passdscho "...

15:34 @ passdscho

"... Ohne Korruption war in der DDR nichts zu bekommen, was ein bisschen Richtung Konsum ging."

Was ist Richtung Konsum?

Manches war schwer zu bekommen, manches nicht.
Meine Eltern waren nicht besonders reich.
Meine Familie hatte nie Devisen.
Wir hatten also nichts zum Korrumpieren.
Was wir wollten,
haben wir ohne Korruption bekommen.

Am 28. März 2021 um 14:16 von XYund

Ja da ist es wieder, Ossi und Wessi.

" Die "Wessis" haben ihren erheblichen Teil dazu beigetragen, vor allem finanziell (Soli) mit vielen Milliarden, den auch der kleine Steuerzahler aufbringen mußte (also auch mehr wie die Kugel Eis prognostiziert). "

Das mit der Kugel Eis war beim Strom und vom Herrn Trittin.

Soli haben alle Bürger in Deutschland gezahlt, auch die Ossis, und wie und warum er eingeführt wurde, und dann nochmal neue angefangen, sollten Sie mal nachlesen.
Und der Soli war nie speziell, sondern ging immer in das Gesamtsteuereinkommen, kann man auch überall nachlesen.

Also über den Soli gibt es immer viele Unklarheiten, auch nach 30 Jahren noch.

Das Ossi und Wessi wird erst weggehen, wenn die Alten die es erlebt haben, weg sind. Ein Teil der Jugend im Beitrittszeitraum, haben es noch von Ihren Eltern mitbekommen, das geht aber nach und nach verloren.
Es wird also noch eine Weile dauern, bis sich das ändert, mehr Platz ist doch nichts schlimmes würde ich sagen.

@NeNeNe So waren wir?

Zitat:"Ich bin mit Schulfreunden in die DDR gereist. Dann wurde die harte Währung herausgeholt und in den Gaststätten und Hotels großkotzig mit der Westmark gewunken. Für 1 Westmark gab es 12 DDR-Mark. Wir waren die Könige im Osten und so haben wir uns auch benommen."

Falls Sie sich so benommen haben sollten.... täten Sie mir im Herzen leid. Aber ich kaufe Ihnen den bescheuerten Wessi-Angeber einfach nicht ab.
Ich denke ihr Beitrag sollte provozieren, bewusst spalten und den fiesen Wessi an die Wand malen.

Hat leider nicht geklappt. Versuchen Sie es einfach nochmal.

17:02 von schiebaer45 des Pudels Kern

"""Was die meisten schon vergessen haben, die Menschen haben damals mit den Füßen abgestimmt, die Politik konnte nur noch hinterherhecheln.....
#
Ja das habe ich nicht vergessen den Spruch; Kommt die DM nicht zu mir,dann gehe ich zu ihr."""
Ohne die Kursbegünstigung der Ostmark waren die Betriebe in der DDR nicht mehr wettbewerbsfähig, bekamen keine Aufträge mehr.
Die Tragik dabei ist, "denn sie( die DDRler) wussten nicht was sie tun" als sie den DM Spruch formulierten. Aber man muss sie entschuldigen, woher sollten sie denn wissen, wie eine Marktwirtschaft funktioniert.

17:01 von Olivia59

«… doch kann man getrost davon ausgehen, dass die Menschen damals nicht erwartet haben, was für ein Umbruch mit entsprechenden Folgen auf sie zu kommt. Was sie kannten war Westfernsehen und Sprüche von "blühenden Landschaften".»

Für Helmut Kohl damals der Spruch, der die Wahl gewann.

Längerfristig im Namen des ganzen Landes, und nicht nur der Partei CDU, ein ganz verheerender Spruch. Niemand konnte genauer ermessen, wie so was Vereinigung zweier Länder werden könnte und würde.

Ich habe damals wahrlich geflucht über so viel Märchen, das Erwartungen weckt, die nur enttäuscht werden können. Die eine Seite.

Die andere Seite war die Währung DM in den neuen Bundesländern. Sehr schnell, sehr wenig Spielraum aufgrund des weit überwiegenden Willens der Bürger der DDR, dass sie kommen muss nach hier … sonst gehen wir zu ihr.

Boshaft könnte man es "Erpressung" nennen, was es aber nie war. Es war nichts anderes als der erweckte Wunsch nach besser muss es werden.

Schwierig seit 30 Jahren.

Meine bescheidenen ersten (Er-)Kenntnisse...

der DDR sammelte ich mit 14 oder 15 Jahren.
Damals fuhren meine Eltern mit ihren 4 Kindern - eins davon ich - nach Freital, wo meine Mutter herstammte.
Mein Vater stammte aus Radebeul (Karl May), das ich später ebenfalls sah.
Am Sonntagmorgen sah ich aus dem Fenster und beobachtete einen Mann, der unbeirrt stundenlang ein Stück Wiese umgrub und die Quecken entfernte.

Auf meine naheliegende Frage erhielt ich die Antwort von meiner Tante, er erhielt dafür zwar kein Geld, aber irgendeine Anerkennung, also eine Urkunde und einen Anstecker.
Das hatte mich damals außerordentlich beeindruckt, weil ich daraus schloss, dass die Menschen gern für die Allgemeinheit arbeiteten.

die Deindustralisierung nach der Wende

besonders in Mitteldeutschland wird noch lange Zeit fortwirken.
Dank Planwirtschaft war die Industrie in der DDR nicht wettbewebsfähig ( Bilanzierung, Materialwirtschaft, staatliche Eingriffe). das entfiel nach der Wende zwar aber dem Osten fehlte das Geld. Dann kam die Teuhand.....
Die mangelnde Finanzkraft ist bis heute ein Investitionshemmschuh hier.
Es fehlt an flächigen moderen, Arbeitsplätzen mit hoher Wertschöpfung. Besonders die Hochqualifizierten in der Forschung finden oft keine passende Anstellung.
Auch die Abwanderung der Jugend wirkt sich aus ( es fehlt eine Generation und dernen Kinder). Wenn ich mich umschaue im Bekanntenkreis sind viele unserer Kinder in der ganzen Welt verstreut. Sie verdienen zwar in Topunternehmen und Eliteunis ( die nahmen gerne Leute die an DDR Unis studierten) viel Geld und haben spannende Aufgaben aber eine Heimat im eigentlichen Sinn haben sie nicht. Viele Ostkinder sind moderene Nomaden geworden. Einzig Jena ist für Einige eine Opti

14:29 von VictorJara

immerhin sie hätten die Option sich ne neue Heimat zu suchen
wenn ihnen die aktuelle nicht zusagt

und die Menschlichkeit die sie hierzulande vermissen,
können sie in der Gauck Behörde nachlesen

Höhere Löhne, höherer Mindestlohn

Ich kann mir richtig vorstellen (Ironie), wie Unternehmern der Mund wässerig wird zu investieren, wenn sie solche Vorschläge der Linken hören. Fakt ist, ob links oder rechtsgestellt, es kann auf Dauer nur ein so großer Kuchen verteilt werden, wie man in der Lage ist zu backen. Wenn dabei noch die Verteilungsgerechtigkeit eingehalten wird, gibts nichts zu kritisieren.

Zitat: "...Symbolisch steht

Zitat:
"...Symbolisch steht dafür für mich, der Abriss des Palasts der Republik .
Aber der war ja Asbestverseucht , und das war der Grund für den Abriss ,
aber sicher, aber Klar..."

z.B. Mehr als 40.000 Wohnungen der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften in Berlin sind mit Asbest belastet, am stärksten betroffen ist Neukölln. Und weiter,

ICC: Wurde 1994 bei laufendem Betrieb schon teilweise saniert.

Staatsoper: Die Sanierung würde 123 Mio. Euro kosten.

Schwielowsee-Grundschule, Schöneberg: Statt Sanierung wird sie abgerissen.

Teufelsberg: Die alte Abhörstation gilt als hoch verseucht.

Viel mehr von dieser Aussprache

Es bräuchte wohl viel mehr dieser Art von Aussprachemöglichkeiten zwischen Ost- und Westdeutschen. Das kommt in allen Foren eindeutig zu kurz.

Man redet viel über die 'andere Himmelsrichtung', weiß aber wenig von den menschlichen Lebensläufen und Schicksalen hinter dem Horizont.

16:55 von GeMe | Das ist dann ein Paradefall

Sie beschreiben einen Paradefall von Produktionsverschiebung zwischen Ost und West.

Ohne Zweifel an diesem Einzelfall zu haben verweise ich auf die Statistik, die nach wie vor ein Gefälle in der Produktivität zwischen Ost und West ausweist und die im Westen eben höher ist. Das hat viele Gründe, ist aber die Wirklichkeit, an der gearbeitet werden muss, wenn sich die Lebensverhältnisse angleichen sollen.

Zu fathaland slim um 17.01

Die DDR-Wirtschaft war 1989 nach massiven Finanzproblemen seit Ende der 70iger Jahre pleite und nicht mehr konkurrenzfaehig in der westeuropaeischen Marktwirtschaft. Sie arbeitete in ihrem letzten Jahrzehnt nur noch auf Verschleiss mit einigen wenigen Leuchttuermen von eher untergeordneter Bedeutung. Dass die 1989 konkursreife DDR nicht mit der vorhandenen Leistungsfaehigkeit der Menschen mit guter Bildung und Ausbildung im Osten gleichgesetzt werden darf, ist eine ganz andere Sache.

16:14 von rr2015 gut erkannt

"Z. B. in Pößneck Kugelfischer war damals wirtschaftlich am Ende. Seine Rettung war die Wende."
Es gab einige Fälle, wo die Aufbauchance nicht gewährt wurde und der Ostbetrieb nur ausgebeutet/ausgeschlachtet wurde. Das lag aber an der Überforderung des Westens, den Wirtschaftsaufbau im Osten sachgerecht zu gestalten. Es fehlte sehr oft an dem Investitionskapital um den Betrieb auf die Erfordernisse der neuen Marktgegebenheiten umzustellen. Allerdings gabs auch keine Lehrbücher oder Erfahrung, wie eine solche Umgestaltung zur Marktwirtschaft schonend gemacht werden könnte. Das Chaos/die Schiefentwicklung war auch in Rußland so, obwohl sie hochrangige Berater aus dem Westen dort hingeschickt hatten.

von schabernack 17:24

Nach "grinsen" fühlen sich Ihre Kommentare nicht an. Sie ärgern sich, sind sauer.

Und zur Wirtschaftsgeschichte hat der Autor Jörg Roesler einiges veröffentlicht.

@Sisyphos3 - Korruption?

15:41 von Sisyphos3:
"das Paradebeispiel von Korruption [...] an Zement und Fliesen kam man besonders schnell, wenn man ein paar Wurstwaren hatte zum Tauschen"

Ist das nicht eher ein Paradebeispiel für den Tauschhandel in einer Mangelwirtschaft?

Wenn man Helmut Kohl kritisiert ...

Die blühenden Landschaften stellten sich ja ein , ...aber Jahre später .

Die Treuhand als Idee der damaligen Ostdeutschen verhalf der westdeutschen Industrie durch Tricks und Hinterhältigkeit den erwarteten Gewinn an " volkseigenem Besitz " , ..den es aber so gar nicht gegeben hat .
Der Deutsche im damaligen Osten wollte in der Mehrheit die Wohlstandskultur der Westseite , ..mehr Gefühl als Verstand .
Aber wer sollte es ihnen übel nehmen , ..die DDR war selber schuld , ..denn diese Kleinbürgermentalität war man so satt ...

16:59 von falsa demonstratio

«Ich setze keinen Fuß mehr auf den Boden der ehemaligen DDR so lange die Rechtsradikalen dort so stark sind.»

Damit täten Sie aber ungewollt den Nationbefreiten Bekloppten ganz genau den Gefallen, den man den Bekloppten nun gar nicht tun sollte.

Also ich war noch nicht so häufig in der Ex-DDR nach 1989, nachdem auch ich da mal hin darf. Ich war wohl seltener dort, als ich es hätte tun sollen. Die Gegend ist von Köln aber zu weit weg für Tagesausflüge.

Kürzlich waren Freunde von mir in Dresden.
Extra nicht an einem Montag, dem Tag der Bekloppten in der Stadt.

«Sehen wir ab Dienstag wen von denen auf der Straße parolieren.
Sagen wir dem … geh nachhause … du hast erst am Montag nächste Woche wieder Ausgang.»

Den Nicht-Bekloppten dort tut man keinen Gefallen, wenn man nun alle der 5 Bundesländer dort meidet. Zum Gar-Nicht-Mehr-Hinfahren sind die auch viel zu schön, zu interessant, und vor allem landschaftlich viel zu attraktiv bis richtig klasse toll.

@17:43 von Sisyphos3

"Olivia: >>Das geht so nun wirklich nicht... diejenigen die den Osten nicht verlassen haben so zu deklassieren<<

wer tut das ? Was sie betreiben ist Wortklauberei,..."

Ich schätze ihre Beiträge im allgemeinen sehr doch
den folgenden Text von Ihnen kann ich auch bei nochmaligem Lesen nicht anders interpretieren...
"Vermute die Klientel die darauf warteten, dass jemand an der Türe klingelte, "ich habe nen Job für dich" blieben drüben, aktuell und damals"

Bei Familie und Wurzeln zu bleiben lässt keinen unmittelbaren Rückschluss auf die Leistungsbereitschaft zu.

Zu fathaland slim um 17.01

Das Gebiet der DDR war in grossen Teilen insbesonders im mitteldeutschen Raum von Dessau ueber Magdeburg und Halle/Merseburg Leipzig hin nach Karl-Marx-Stadt / Chemnitz Dresden sowohl vor und nach dem zweiten Weltkrieg alles andere als strukturschwach, sondern ein Industriegebiet auf Augenhoehe mit dem Ruhrgebiet. Es hatte richtigerweise starken Aderlass durch die sovjetische Demontage zu bewaeltigen und damit schlechtere Startchancen als die Bundesrepublik. Das ist unbestritten. Bis in die 70iger Jahre konnte die Industrie Mitteldeutschlands dies aber trotz schlechterer Rah menbedingungen als in Westdeutschland dies ganz ordentlich wettmachen.

Hinter dem Horizont ....

Die Schicksale kann niemand mehr abschließend beurteilen , ..man darf nicht vergessen , dass sich im Westen überwiegend die Zahl der interessierten Menschen für das Schicksal der DDR-Deutschen schon vor dem Mauerfall niemanden interessierten .
Die Verwandtschaftsgrade hielten halbwegs bis zum Fall der Mauer zusammen, ..das war auch schon alles .

Rückkehrprämie

Verstößt die Rückkehrprämie in den Osten nicht gegen den Gleichheitsgrundsatz? Ob das beim BVerfG Bestand hätte?
Ich bin von Hannover nach Köln gezogen und könnte mir mit einer Prämie von 75.000 € eventuell vorstellen, wieder zurück zu kehren.

19:00, Grossfamilienberater Zu fathaland slim um 17.01

>>Die DDR-Wirtschaft war 1989 nach massiven Finanzproblemen seit Ende der 70iger Jahre pleite und nicht mehr konkurrenzfaehig in der westeuropaeischen Marktwirtschaft.<<

Der gesamte Ostblock war pleite. Deswegen ja sein Zusammenbruch. Die DDR war da noch in einer vergleichsweise komfortablen Situation, dank Strauß und Schalck-Golodkowski.

@19:00 von Grossfamilienberater

>> und nicht mehr konkurrenzfaehig in der
>> westeuropaeischen Marktwirtschaft

Ach, deswegen hat die Treuhand erstmal alles plattgemacht, was Konkurrenz (Robotron, Foron, Neptun-Werft, ...) sein könnte? oO

Nationale Identität ..

Man fährt nicht in die ehemalige DDR weil es dort so viele Rechtsradikale gibt ?
Mal überlegen Kollege , ..die nationale Identität war nach der Wende schlicht nicht einfach !
Diese permanente Solidarität mit den Volksgenossen überall in der Welt nach sowjetischem Muster führte zur völligen Nichtwahrnehmung der eigenen nationalen Identität !
Folge :
Endlich konnte man sich ab 1991 im öffentlichen Raum auch national äußern ; ...also jetzt ohne die Gewaltexesse gegenüber anderen Nationen im eigenen Land ; das war und ist eine Straftat .
Der Wille sich national zu äußern war in der DDR unterdrückt worden .

Wanderung

Dass hier wieder Anhänger der SED-Rechtnachfolgerin PDS/Linke von der Leistungsfähigkeit der DDR sprechen, zeigt mir, dass es eben Unbelehrbare gibt, über die die Geschichte lächelnd hinweg gehen wird. Die "guten" Zahlen waren von der SED gefälscht, die Läden leer und die Städte und Dörfer verfallen. Wer das wie ich gesehen hat wundert sich, dass so viele geblieben sind.

19:23, Grossfamilienberater

>>Zu fathaland slim um 17.01
Das Gebiet der DDR war in grossen Teilen insbesonders im mitteldeutschen Raum von Dessau ueber Magdeburg und Halle/Merseburg Leipzig hin nach Karl-Marx-Stadt / Chemnitz Dresden sowohl vor und nach dem zweiten Weltkrieg alles andere als strukturschwach, sondern ein Industriegebiet auf Augenhoehe mit dem Ruhrgebiet.<<

Jetzt übertreiben Sie aber wirklich maßlos.

Sicherlich gab und gibt es in dem von Ihnen beschriebenen Gebiet industrielle Kerne, mit dem Ruhrgebiet war und ist das aber nicht zu vergleichen.

um 19:14 von Nachfragerin doch Korruption??

>>15:41 von Sisyphos3:
"das Paradebeispiel von Korruption [...] an Zement und Fliesen kam man besonders schnell, wenn man ein paar Wurstwaren hatte zum Tauschen"

Ist das nicht eher ein Paradebeispiel für den Tauschhandel in einer Mangelwirtschaft?>>
M.E. doch Korruption nämlich Gewährung von Lieferungsbevorzugung gegen Wurstprovision.
Tauschhandel wäre es m. E., wenn Waren aus eigenem Besitz (war wohl hier nicht so) gegen Waren aus dem eigenen Besitz eines Anderen getauscht würden.

@16:59 von falsa demonstratio

>> Ich setze keinen Fuß mehr auf den Boden
>> der ehemaligen DDR so lange die
>> Rechtsradikalen dort so stark sind.

Ähh, der größte Teil (besonders in der Chefetage) dieser Rechtsradikalen sind aber Westimporte. -.-

17:11 von Michael Will

Ich sehe dennoch hoffnungsvoll auf die Zukunft, was gegenseitigen Ausgleich in Lebensqualität ausmacht. Durchaus vorstellbar, in Ostdeutschland zu leben, der Rentenversicherung ist sicher egal, wohin sie das Geld überweist. Liebe Grüße aus Trier,
#
Danke für Ihren Kommentar.Ich selber habe Verwandte in Jena und seid kurzen einen Schwiegersohn aus Lutherstadt- Wittenberg. In sofern bin ich schon gut in den neuen Ländern herum gekommen und staune jedesmal was sich alles dort tut. Auch liebe Grüße aus Hamburg

Aufschwung-Vergleich in Osteuropa

Vergleicht man die Ausgangslage vor Ort, nicht nur aus Publikationen, in den diversen Osteuropäischen Ländern bezüglich Gesellschaft, Lebensverhältnisse, Kaufkraft, reale Einkommen, Freiheit, Berufschancen usw. so muss man korrekterweise feststellen die ehem. DDR hat trotz allem mit großem Abstand am besten abgeschnitten, auch der einzelne Bürger. Es gibt Länder in Osteuropa wo 30 bis 40% unterhalb oder am Rande der Armutsgrenze leben. Viel informiert wird hier nicht drüber.

Am 28. März 2021 um 17:35 von Nachfragerin

Zitat: Und die wettbewerbsfähigen wurden unter Wert verkauft und geschlossen, weil man keine Konkurrenz wollte. Das legte den Grundstein für Probleme, die bis heute anhalten.

Die Treuhandanstalt wurde noch von der DDR errichtet.

Der Einigungsvertrag wurde von der letzten DDR-Regierung ausgehandelt, nicht von der BRD-Regierung diktiert.

Wie die ersten gesamtdeutschen Wahlen ausgingen, brauche ich nicht zu sagen.

Den Spruch "Kommt die DM nicht zu mir,dann gehe ich zu ihr." hat schiebaer45 ( um 17:02) schon zitiert.

Jeder ist seines Glückes Schmied.

Viele unterschiedliche Puzzleteile

In der Nachkriegszeit der „alten“ BRD und in der DDR war vor allem das Land im Vergleich zu den Städten und Ballungsgebieten benachteiligt.
In späteren Jahren der „alten“ BRD sprach man von einer Benachteiligung der nördlichen Regionen im Vergleich zu den südlichen (besonders zu Bayern und Baden-Württemberg). (Ist auch noch nicht gegessen).
Seit dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik (1990) wurde das so genannte Ost-West-Gefälle dominierend.
Neben den vorhandenen „Hypotheken“ der relativ darniederliegenden Wirtschaft des Ostteils während der Vereinigungsphase als schwierige Aufgabenbewältigung, waren aber auch eine Menge Fehler und Ungerechtigkeiten entscheidend. (Was sich in der „heißen Phase“ abspielte, füllt Bände). Außerdem gab es unzählig viele „Goldgräber aus dem Westen“, die die neoliberale DNA flux zu ihrem Nutzen auslebten.
Und auch noch heute gibt es Investitionsentscheidungen, die die „Westgewichtung“ zeigen.

Propaganda wirkt.

Bestimmt war der Osten "pleite" - das kam so in der Tagesschau, nicht wahr?

De facto hatte die DDR ein etwas anderes Geldsystem. Geld ist Kredit, es gibt immer so viel Geld, wie es Schulden gibt. Irgendjemand muss die Schulden also nehmen:
Während die BRD ihre Bürger mit "Staatsschulden" beglückt, um die Konten der Millionäre und Milliardäre zu füllen, hatte die DDR ihre Betriebe zwangsweise belastet, um z.B. Betriebswohnungen zu bauen. Diese Buchungen blieben mehr oder weniger unverzinst, machten in den Büchern also nichts.

Als die Westbanken die Ostbanken übernahmen und diese "Schulden" entdeckten, wollten sie in Tietmeyers damaliger Hochzinsphase zweistellige Zinssätze dafür haben. Die Ostwirtschaft hätte sonst sicherlich in vielen Bereichen bestehen können. Aber so war sie natürlich bankrott.
Mission erfüllt.

Am 28. März 2021 um 17:45 von Leipzigerin59

Zitat: Bedauerlicherweise wurde viele Führungskader und Amtsinhaber mit AfD-naher Haltung in den Osten importiert. Die müssten mit weg.

Was stricken Sie denn da für eine Legende?

Bernd Höcke ist die fünfte Kolonne des Westens, die den Osten unterwandert und rerchtsradikal macht?

Das ging halt damals...

...alles viel zu schnell. Wäre es so gekommen, wie man es Ende 89 noch in Bonn gesehen hat - man rechnete mit zehn Jahren bis zu Wiedervereinigung - wäre es vermutlich besser gewesen. Aber die Dinge haben nun mal eine rasante Eigendynamik entwickelt. Und auch wenn ich die Absetzbewegung für grundsätzlich falsch halte, verstehe ich die Leute trotzdem.

19:13 von Bernd Kevesligeti / @schabernack, 17:24

«Nach "grinsen" fühlen sich Ihre Kommentare nicht an.
Sie ärgern sich, sind sauer.»

Hätten Sie gerne, aber über immer wieder belanglose Zweizeiler als Antwort auf Diskussionsangebot kann man sich gar nicht ärgern. Man muss nur aufpassen, dass der Kopf nicht auf der Tischplatte aufschlägt + dann noch Migräne zum Grinsen macht.

«Und zur Wirtschaftsgeschichte hat der Autor Jörg Roesler einiges veröffentlicht.»

Auch wenn Sie es mal wieder mal nicht wahrhaben wollen werden. Es gibt ganze Bibliotheken zur Wirtschaftsgeschichte der DDR. Schon seit Jahrzehnten gibt es so was. Auch ich wurde schon geknebelt und gefesselt ud gezwungen, was über die Geschichte seit nach WK2 in der Besonderheit BRD / DDR / danach ein Land lesen zu müssen.

Sehr interessant, vielfältig, mitunter verworren.
Alles zusammen äußerst lehrreich als eindrucksvoller Beweis für die Nicht-Existenz von Schwarz vs. Weiß in Politik und Gesellschaft.

Sozusagen die Antithese zu Ihrer ewigen These von dessen Existenz.

Und noch einmal ...

... auf „Tagesschau“ lesen: „Viergeteiltes Land“.

Zu fathaland slim um 19.26

Ja. Die Einbindung der DDR in den von der Sowjetunion dirigierten osteuropaeischen Wirtschaftsraum mit weitreichenden Liefer- und Preisbindungen auf Beschaffungs- wie Veraeusserungsseite mit daraus resultierender zu geringer Durchlaessigkeit der Leistungsbeziehungen in den westweuropaeischen Raum verhinderte den noetigen Kapitalaufbau fuer zukunftstraechtige Investitionen. Das war ihr Schicksal trotz ihrer guten human ressources, wenn ich das mal neudeutsch so sagen darf.

Am 28. März 2021 um 17:49 von Leipzigerin59

Zitat: Manches war schwer zu bekommen, manches nicht. Meine Eltern waren nicht besonders reich. Meine Familie hatte nie Devisen.
Wir hatten also nichts zum Korrumpieren.
Was wir wollten, haben wir ohne Korruption bekommen.

Sie waren einfach genügsam, wenn Sie mit dem zufrieden waren, was sie auf geradem Wege für Ost-Mark bekommen haben. Das imponiert mir.

@17:56 von sikgrueblerxyz

>> bekamen keine Aufträge mehr.

Achso, deshalb hat die Vulkan-Werft Bremen die (vollen) Auftragsbücher der Neptun-Werft Rostock mitgenommen? oO

ein so großer Kuchen verteilt ?

von sikgrueblerxyz @
Wie so .

Immer sagen doch Politiker das die
"Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile."

Also können doch für jeden noch ein paar Teile übrig bleiben ohne das das "ganze" weniger wird.

19:20 von Olivia59

Bei Familie und Wurzeln zu bleiben lässt keinen unmittelbaren Rückschluss auf die Leistungsbereitschaft zu.
.
Wie interpretieren sie Leistungsbereitschaft ?

Vor allem wo erkennen sie in meinem Beitrag eine Kritik
in der Art fehlende Leistungsbereitschaft
Ist es positiv zu sehen, wenn einer Tag und Nacht arbeitet ?
Wenn einer lieber bei seiner Familie lebt, in seiner Heimat glücklicher ist,
dafür weniger Kohle verdient, was ist daran verwerfliches zu sehen ?
Es ist doch jedermans Sache, Zufriedenheit individuell zu finden
Zugegeben etwas in finanzieller Bescheidenheit sich wiederfindet
und auf das Zitat das sie wohl besonders störte
>an der Türe klingelte, "ich habe nen Job für dich"<
mit der Einstellung wären die Aldis oder so nicht zu seinem Firmenimperium gekommen
es stellt sich nur die Frage: ist das erstrebenswert für alle Menschen so ein Leben ?

das DDR System nicht für alle Menschen "untragbar,
nicht jeder sucht den Reichtum/Streß, Sicherheit / Beschaulichkeit genügt

Am 28. März 2021 um 19:26 von fathaland slim

Es wird mal Zeit zu erklären wie ein Land pleite gehen kann dessen Währung nicht mal irgendwelchen Kursspekulationen ausgesetzt war.
Pleite war eine Argumentation, das man so gut wie alles umsonst über nehmen konnte. Selbst Acker, Wald usw wurden mit Null beziffert.
Nachdem man es ubernommen hat, hatte es seltsamer Weise einen Wert.
Weiterhin, die geschätzten Auslandsschulden für freikonvertierbarer Währung beliefen sich auf 40 Milliarden, wozu es allerdings kaum nachprüfbare Belege gibt.
Gehe ich davon aus müsste doch die Heutige BRD, USA u. so manches andere Land schon lange Pleite sein. Müssen die jetzt Landesteile verkaufen oder sich mit anderen zusammenschließen?
Ich kenne kein Land in der Geschichte das sich aufgelöst hat wegen Pleite.
Diese immer wieder erwähnte Mär dient einzig und allein um die Leistung der Bürger zu schmälern, das es ihr Verdienst war die Vereinigung und zu schmälern was sie trotz Dikdatur geschafft haben

Der Westen als Sieger

Klar sind die Leute weggegangen. Im Osten wurde vieles platt gemacht. Und was neu entstand musste sich den Regeln westdeutscher Konzerne fügen.

Patente der DDR wurden vereinnahmt. Was einen Wirtschaftsboom auslöste. Gute Ideen, wie der FCKW freie Kühlschrank, kopiert um die „Ost-Konkurrenz“ kaputt zu machen.

@ Viktorjara - Erbarmen für die DDR?

... Ich denke man wollte jede Erinnerung an die DDR negieren , jede wie auch immer geartete Identität dem Erdboden gleich machen , Der Kapitalismus kennt halt kein Erbarmen.

Kannte die DDR Erbarmen mit Menschen, die Demokratie wollten?

18:07 von rr2015 Antwort Industrialisierung

"die Deindustralisierung nach der Wende

besonders in Mitteldeutschland wird noch lange Zeit fortwirken."
Kein Wunder, das Land wurde ja in weiten Bereichen entkernt. Dagegen hülfe Industrialisierung. Industrieaufbau braucht Jahrzehnte, Jahrhunderte, wenn man bei Null anfängt. Leicht ist es, wenn es gelingt, Industrie aus anderen Ländern zu überzeugen am Standort DDR zu investieren. Man erspart sich die Entwicklung von Know How, Produktionskapazitäten und Patent/ Rechteentwicklung. Wie kann man solche Industrieentwickler dazu bewegen, in der DDR zu investieren. Man muss attraktiv sein als Investitionsstandort. Nicht leicht in einer globalisierten Welt, wo jedes Land um Entwicklung buhlt.

19:25 von Käpt’n Schettino

die Rückkehrprämie ist ohnehin ein unrealistischer Vorschlag
wie stellt man sich vor, im Fall der Fälle,
dass einer diese Prämie zurückzahlt

Am 28. März 2021 um 19:20 von Olivia59

Bei Familie und Wurzeln zu bleiben lässt keinen unmittelbaren Rückschluss auf die Leistungsbereitschaft zu.
______
Nicht unbedingt. Es ist aber alles andere, als konstruktiv, wenn es für viele Branchen sowohl als AG als auch als AN als grosser Vorteil gilt, wenn man mobil und unabhängig ist. Das kann jeder priorisieren oder auch nicht. Nur dann bitte nicht die Schuld bei demjenigen suchen, dessen Bereitschaft zu Mobilität und Veränderung anders getaktet ist.

@Nachfragerin um 13:40 Uhr

"Man hätte es damals anders machen können"

Das stimmt! Z. Bsp. hätte man von den tausenden ehemaligen Beschäftigten in den hunderten teilweise sehr maroden Firmen wenigstens zirka hundert pro Firma fragen können, ob sie sich nicht zusammenschließen wollen, ihre Ex-Betriebe gemeinsam kaufen, sanieren und instandsetzen wollen. Statt windigen ausländischen oder westdeutschen Scheininvestoren alles hinterher zu werfen. Nur eine bessere Variante von vielen.

@fathaland slim

"Der gesamte Ostblock war pleite. Deswegen ja sein Zusammenbruch. Die DDR war da noch in einer vergleichsweise komfortablen Situation, dank Strauß und Schalck-Golodkowski."

Das ist wirklich zu unterkomplex. Noch pauschalisierender könnte man auch sagen der Ostblock ist wegen seiner Gründung zusammen gebrochen.
Die ökonomischen Umstände haben lediglich den gesellschaftlichen Druck auf die Politik erhöht, womit Reformen bewirkt wurden, die letztendlich dazu geführt haben, dass Gorbatschow als überzeugtem Kommunisten der ganze Laden weggerutscht ist und Machtpolitiker wie Jelzin und Kollegen die Souveränität von Ländern beschlossen, an deren Spitze sie ganz zufällig waren oder dann landeten. Den Rest haben natürlich die Bevölkerungen selbst erledigt.
Zum Glück ist es so gelaufen, denn die alten kalten Krieger hätten noch lange eisern die Faust drauf halten können.

13:32 von MRomTRom

"Leibzig und Dresden ganz vorne dabei

„ Leipzig“ leitet sich vom altsorbischen Lipa für Linde ab. Deswegen schreibt man es mit p."

Darstellung: