Kommentare - Corona-Nachhilfe: Lehrerverband rechnet mit zwei Milliarden Euro

Kommentare

@ JanRos um 19.44 Uhr "abgreifen was geht"

" Da werden ganze "Nachhilfeschulen" ohne Prüfung der Qualifikation aus dem Boden sprießen und abgreifen was geht...um danach im Nirvana zu verschwinden."
Das befürchte ich auch.
Deshalb bin ich für mehr unbürokratische Unterstützung der Schulen, aber erst, wenn die Impfungen angelaufen sind. Jetzt ist es noch zu gefährlich.
Jede Schulbehörde sollten dazu eine eigene Abteilung einrichten, damit die Hilfen nicht durch Zuständigkeiten der Abteilungen und durch Mitarbeiterempfindlichkeiten im Dschungel der etablierten Behördenhierarchie und -bürokratie versacken.
Eine eigene Abteilung, die mit SchulleiterInnen zusammenarbeitet und nur der Bezirksregierung oder dem Landesministerium gegenüber verpflichtet, das wär's. Handlungsfähig, schnell und effektiv.

21:26 von Anna-Elisabeth

«Da war ich das krasse Gegenteil. Ich hätte Corona als verlängerten Urlaub wahrgenommen.»

All zu sicher sollten Sie sich dabei rückblickend nicht sein.

Gerade für Kinder ist was nicht wollen was ganz anderes als was nicht dürfen.
In diesem Fall Schule nicht wollen oder Schule nicht dürfen.

Was die Pänz nicht dürfen. Das wollen sie erst recht. Auch dann, wenn sie es vor dem Nicht-Dürfen noch niemals wollten.

@21:21 von Kaneel 20:05 Anna-Elisabeth

//Es gibt wichtige Grundlagenkenntnisse in Mathe und Deutsch. Aber was kann weg? Bei mir wären es die Naturwissenschaften.//

Zeigt uns nicht gerade die Pandemie und auch der Klimawandel wie sehr wie auf die Naturwissenschaften angewiesen sind. Wenn und jemand aus der Misere heraushelfen kann, dann sind es die Wissenschaftler. (Beispiel Impfstoff). Da kann da Interesse nicht früh genug geweckt werden.

@schabernack, 19:19 (re 18:23 von VictorJara)

„Würde man doch auch die Kinder nach ihrer Meinung fragen.
Als wären die doof, weil sie klein sein“

Und als ob sie nicht von Natur aus an allem interessiert und wissbegierig seien. Oh Mann, wär‘ das schön, wenn da mal einer von den Entscheidern in der Bildungspolitik drauf käme....

@21:37 von Kaneel 19:56 von Anna-Elisabeth

//Es wird immer wieder kritisiert, dass Eltern ihre Kinder unbedingt aufs Gymnasium bringen möchten. Abgesehen davon, dass viele nichtakademische Berufe einfach nicht mehr die entsprechende Wertschätzung erfahren, ist Abitur mittlerweile für viele Arbeitgeber, also bereits seit den 1980ern Voraussetzung für einen Ausbildungsplatz, obwohl vorher ein "mittlerer" Bildungsabschluss ausgereicht hatte.//

Aus meiner Sicht wäre schon viel gewonnen, wenn die verschiedenen Schulabschlüsse wieder den "Wert" von vor 30 Jahren hätten.
Mit "Wert" meine ich einerseits den tatsächlichen Kenntnisstand und zum anderen auch die Anerkennung der mit dieser Bildung verbundenen Berufe.
Aber das ist ein Thema für sich.

@ LehrerFrankfurt um 21.17 Uhr, Stimmt, aber als Lehrer

" Die Würde des Menschen ... ich empfinde jegliche Art des Lehrerbashings als Verletzung des Artikel 1 GG!"
Stimmt, aber als Lehrer wissen Sie auch, dass das Schimpfen auf "die Lehrer" oft eine Reaktion auf (Schul-)versagen ist, um das eigene Ego zu schützen.

Eine sachliche Auseinandersetzung muss möglich sein. Dazu gehört es auch, anzuerkennen, dass es oft nicht rund läuft in der Schule. Zu viele Kinder "fallen hinten runter", verlassen mit zu geringen Kompetenzen nach der Schulpflichtzeit die Schulen. Die Gesellschaft braucht diese Kinder! Nicht jeder muss studieren, aber dass jedeR lesen, schreiben und rechnen kann, das ist notwendig.
Eins ist klar: Das Versagen der Schule ist ein gesellschaftliches, es liegt nicht an den LehrerInnen. Schule und LehrerInnen wurden lange nicht wertgeschätzt. Jetzt auf einmal sollen sie wichtig sein - aber selbst das ist verlogen. Viele Eltern und Institutionen rufen jetzt nach der Schule, weil sie sich von ihren Kindern gestört fühlenn.

@21:48 von schabernack 21:26 von Anna-Elisabeth

//Was die Pänz nicht dürfen. Das wollen sie erst recht. Auch dann, wenn sie es vor dem Nicht-Dürfen noch niemals wollten.//

Ja, da ist wirklich viel dran.

21:17 von LehrerFrankfurt

«Die Würde des Menschen … ich empfinde jegliche Art des Lehrerbahings als Verletzung des Artikel 1 GG!»

Lehrer-Prügeln ist doch hier so gut wie gar nicht.
Ansonsten ist es fast immer die nie vergangene Wut auf:
"Mein Lehrer Schlecht" aus der eigenen Erinnerung an die Schulzeit.

Oder genereller Neid auf irgendwen, mit dem man angeblich tauschen wollen würde, weil der es besser getroffen hätte im Leben, ohne überhaupt zu wissen, wie das bei dem anderen so ist.

Im Fall vom Lehrer, ob 3 Monate pro Jahr Hängematte nicht auch mal irgendwann langweilig wird. Ich weiß auch nicht, wo das genau herkommt, dass der Lehrer immer Büttel für alles oder nichts sein soll.

Es ist genug

Unsere ist seit 4,5 Monaten im Homescooling.

Wie will man die psychischen Beeinträchtigungen beseitigen? Den mangelhaften Kontakt zu Gleichaltrigen? Kann man das auch mit Milliarden auf schuldenfinanzierter Kohle zuschütten? Wohl kaum.

21:21 @ Kaneel

Mathematik und Naturwissenschaften sich selbst anzueignen ist schon schwieriger als sozial-orientierte oder musische Fächer.
Beides bleibt - praxisorientiert gelehrt - besser hängen, als Formeln, Merksätze oder sonstiges auswendig zu lernen. Für Mathematik und Naturwissenschaften braucht es vor allem die Fähigkeit des logischen Denkens, das viel zu wenig trainiert wird.

Dass der Geschichtsunterricht offenbar in den letzten Jahren zu kurz gekommen ist, insbesondere die NS-Zeit, sieht man bei einigen Demonstrationen, wenn sich manche mit den Opfern oder Widerstandskämpfer*innen vergleichen.

Sport, Musik, Kunst ohne Leistungsdruck (Noten) hielte ich für gut, um einen Ausgleich zu haben.
Vielleicht auch Geschichte oder Geographie ohne Noten.
Vielleicht auch in Abhängigkeit vom Berufs- oder Studienwunsch.
Fakt ist, die meisten Abgänger kommen mit Defiziten in Ausbildung oder Studium, dort wird nichts nachgeholt.

21:37 von Kaneel

«Dass Jugendliche aber auch nach der 10ten Klasse Haupt- oder Realschule in die gymnasiale Oberstufe wechseln können, scheint nicht so bekannt. Oder bin ich schlecht informiert und das gilt nur für NRW und NS?»

Das muss aus Gründen der Gleichstellung in allen 16 Bundesländern gelten. Alles andere erscheint mir verfassungswidrig.

So sehr bekannt ist dies tatsächlich immer noch nicht. Und in der Schule lernt man auch immer noch nicht, welche prinzipiellen Bildungswege vom Schüler zum Meister im Handwerk zum Studium offen stehen, wenn man einen solchen denn Weg gehen will.

//Es gibt wichtige Grundlagenkenntnisse in Mathe und Deutsch. Aber was kann weg? Bei mir wären es die Naturwissenschaften.//

Zeigt uns nicht gerade die Pandemie und auch der Klimawandel wie sehr wie auf die Naturwissenschaften angewiesen sind. Wenn und jemand aus der Misere heraushelfen kann, dann sind es die Wissenschaftler. (Beispiel Impfstoff). Da kann da Interesse nicht früh genug geweckt werden.

Wollte damit keineswegs zum Ausdruck bringen, dass die NW nicht sehr wichtig sind. Nur haben mich diese Themenbereiche sowie die entsprechenden Lehrenden damals nicht ansprechen können. Meine Interessen liegen einfach auf anderem Gebiet. Wie die Pandemie sich auf uns als Gesellschaft, auf die Einzelnen auswirkt, z.B. Wie wollen wir miteinander umgehen in Zukunft, wir erreichen wir mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt...

@ 22:12_ Leipzigerin59- Geschichte und Unterricht

„ Dass der Geschichtsunterricht offenbar in den letzten Jahren zu kurz gekommen ist, insbesondere die NS-Zeit, sieht man bei einigen Demonstrationen, wenn sich manche mit den Opfern oder Widerstandskämpfer*innen vergleichen.“

Ich finde genau das Gegenteil. Man kann das damals und heute zwar nicht 1:1 vergleichen. Aber so weit hergeholt ist es auch nicht

Widerstand und Ansichten sind subjektiv. Und man kann die Einschränkungen von Grundrechten nicht abtun als Banalität.

Sophie Scholl war sicherlich auch nicht von Anfang an klar, dass sie sterben würde.

Dass junge Menschen die Geschichten aus der NS-Zeit kennen ist doch ein gutes Zeichen.

Auch wenn manche das offenbar nicht als politisch korrekt ansehen.

PS: ich fand diese Aktionen allerdings auch etwas unpassend...

@ Der.Hans

Es ist genug
Unsere ist seit 4,5 Monaten im Homescooling.
Wie will man die psychischen Beeinträchtigungen beseitigen?

Wenn ich Lehrer wäre, würde ich die psychischen Defekte erst mit Impfung oder nach einer konsequenten Senkung der Inzidenz bekämpfen.
Sonst nicht. Keinen Lehrer kann man zwingen, bei dieser Ansteckungsgefahr zu unterrichten.

@frosthorn, 21:10 (re @schabernack, 20:45 re @VictorJara)

„lassen wir die Kinder über ihre Zukunft entscheiden . Leben wir die wahre Basisdemokratie .
Endlich .“
—-
>> „Bei Ihnen kann ich mir sogar vorstellen, dass Sie das ernst meinen. Ist ja auch ein sympathischer Gedanke.
Ich glaube, ich war so einer, dem man die Entscheidung Bildung ja/nein, Schule ja/nein, Ausbildung ja/nein gut hätte überlassen können. Ich wäre vermutlich da, wo ich jetzt auch bin.
Und dennoch bin ich der Überzeugung, dass (die meisten) Kinder mit solchen Entscheidungen überfordert sind.“ <<

Es geht ja gar nicht darum, dass die Kinder entscheiden sollen (damit dürften die meisten in der Tat überfordert sein), sondern darum, dass sie gefragt werden.

Klingt gut, oder?

Viel Geld, Förderung...
Aber was steckt dahinter? Die Schülerinnen und Schüler kämpfen jetzt. Unterrichtsausfall (jetzt egal was: Distanz- oder Präsenz) kam tatsächlich (zumindest in meinem Umfeld) kaum vor! Natürlich ist es etwas anderes (und anspruchsvoller), was den Kindern und Jugendlichen abverlangt wird.
Diese bräuchten jetzt Ruhe zum Lernen! Nicht zusätzlichen Stress durch ungewisse Planungen, Notendruck und zusätzliche Lernstandserhebungen! Sie brauchen auch künftig Freizeit zum Ausgleich und zum Nachgehen von Hobbys, die gerade nicht gehen oder nur sehr eingeschränkt sind. Warum wird auf Lehrplänen beharrt und immer gleich über Lernrückstände lamentiert. Die gab es auch vor Covid - vielleicht etwas weniger, aber da hat sich keiner dafür interessiert.
Wichtig wäre jetzt, jeden Druck rauszunehmen, die Lehrer*innen ihren Job machen lassen und ihnen nicht Aufgaben über Aufgaben aufbürden (Testen, Zusatzstunden,...). Die können das!

22:12 von Leipzigerin59

«Mathematik und Naturwissenschaften sich selbst anzueignen ist schon schwieriger als sozial-orientierte oder musische Fächer.»

Mir erscheint es aus der eigenen Erfahrung ausgesprochen wichtig, dass Eltern bereits beim Wechsel von Grund- zu weiterführender Schule sehr aufmerksam sind, welche Interessen beim Kind besonders im Vordergrund stehen.

Es is bei weitem nicht so, dass alle Schulen von Hauptschule bis Gymnasium im jeweiligen Bereich alle Einheisbrei sind, auf denen das gleiche ohne Schwerpunkte gelehrt wird.

Bei mir war es glückliche Fügung des Schicksals, dass ich auf ein Neusprachliches Gymnasium ging. Plan von Schulen hatten meine Eltern gar nicht. Aber die bei mir war schlicht am besten auf dem Weg mit div. Verkehrsmitteln zu erreichen. Auto durfte es nicht sein … meine Eltern hatten nie einen Führerschein.

Meiner älteren kleinen Nicht habe ich explizit zu dieser Schule geraten. Weil sie es ganz toll findet, Sprachen für Reisen zu lernen. Da geht sie fröhlich hin …

@22:23 von Kaneel 21:50 von Anna-Elisabeth

//Wie die Pandemie sich auf uns als Gesellschaft, auf die Einzelnen auswirkt, z.B. Wie wollen wir miteinander umgehen in Zukunft, wir erreichen wir mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt...//

Das sind natürlich extrem wichtige Fragen. Müssen aber nicht gerade da wir Erwachsenen erst einmal ernsthaft nach Antworten suchen, auch um den Kindern Vorbild sein zu können? Wenn wir beim Umgang miteinander nicht schon vor der Pandemie so viele Defizite angehäuft hätten, wäre vielleicht auch jetzt in der Pandemie manches leichter.

@Kaneel, 22:23


Wollte damit keineswegs zum Ausdruck bringen, dass die NW nicht sehr wichtig sind. Nur haben mich diese Themenbereiche sowie die entsprechenden Lehrenden damals nicht ansprechen können. Meine Interessen liegen einfach auf anderem Gebiet. Wie die Pandemie sich auf uns als Gesellschaft, auf die Einzelnen auswirkt, z.B. Wie wollen wir miteinander umgehen in Zukunft, wir erreichen wir mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt...

Nun ist aus mir ein Ingenieur geworden, Voraussetzungen: unbändige Neugier, Faulheit und ein ausgeprägter Spieltrieb. Die Natur und damit alle damit verbundenen Wissenschaften, besonders die Physik, hatten immer eine magische Anziehungskraft auf mich.
Aber "Wie wollen wir miteinander umgehen in Zukunft, wie erreichen wir mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt...", das sind Themen, denen auch mein ganzes Engagement gilt, wie jeder weiß, der meine Beiträge hier liest. Also durchaus kein Widerspruch.

Urlaubsanspruch

Moin rossundreiter,

ich bin der Meinung, dass auch Lehrerinnen und Lehrer ihren Urlaub, wie alle anderen Beschäftigten planen und beantragen können.

@22:29 von vriegel @ 22:12_ Leipzigerin59

//Sophie Scholl war sicherlich auch nicht von Anfang an klar, dass sie sterben würde.

Dass junge Menschen die Geschichten aus der NS-Zeit kennen ist doch ein gutes Zeichen.//

Ihr Kommentar ist ja fast so peinlich, wie die junge Frau, die sich mit Sophie Scholl verglich und ganz offensichtlich die Vorgänge während der NS-Zeit NICHT begriffen hat. Geschichten kennen und Geschichte begreifen ist nicht dasselbe.

@22:29 von vriegel

>> Man kann das damals und heute zwar
>> nicht 1:1 vergleichen.

Richtig:

Sophie Scholl -> Kampf gegen ein diktatorisches, menschenverachtendes Massenmordsystem, wurde hingerichtet
Jana aus Kassel -> Kampf für ihr Grundrecht(?) auf Party, Wellness, Shopping und Urlaub

Anne Frank -> Verfolgt und ermordet von den Nazis
Elfjährige in Karlsruhe -> leidet unter Corona-Regeln auf ihrer Geburtstagsfeier(!)

>> Aber so weit hergeholt ist es auch nicht
Ähh, doch? oO

Nachhilfe

Moin draufguckerin,

ich denke, dass Nachhilfe immer ein Angebot sein sollte.
Vielleicht werden aber auch Schülerinnen und Schüler von ihren Eltern dazu gezwungen.

Präsenzunterricht?

Bei der aktuellen Entwicklung der Inzidenz hat es keinen Sinn, Präsenzunterricht zu machen. Es ist viel zu gefährlich und es sind praktisch keine Lehrer geimpft. Wir müssen in einen Lockdown. Je früher desto besser und je härter desto besser.

@ Anna-Elisabeth

Aus meiner Sicht wäre schon viel gewonnen, wenn die verschiedenen Schulabschlüsse wieder den "Wert" von vor 30 Jahren hätten.

Haben sie, da hat sich im Wesentlichen nichts geändert.

22:53 von frosthorn

«Nun ist aus mir ein Ingenieur geworden, Voraussetzungen: unbändige Neugier, Faulheit und ein ausgeprägter Spieltrieb. Die Natur und damit alle damit verbundenen Wissenschaften, besonders die Physik, hatten immer eine magische Anziehungskraft auf mich.»

Faulheit im Ingenier hätte meinen in mir im Studium umgebracht. Faul durft man da gar nicht sein. Besonderes Interesse für Naturwissenschaften konnte sich in meiner Schulzeit gar nicht entwickeln. Als neusprachliche Schüler wussten wir immer schon, dass nur die Abgehalfterten als Naturwissenschafts-Lehrer überhaupt zu den Neusprachlern durften. Wie sehr recht wir doch hatten.

Den Ingenieur in mir haben Licht, Farben, und die Photographie erst wach geküsst. Ganz zu Ende der Schulzeit. Wäre Lehrer-Berufsaussicht Mitte der 1980-er nicht so mies gewesen. Wäre ich recht wahrscheinlich Lehrer geworden. Für Fremdsprachen.

So wenige Ingenieure sind es nicht.
Denen auch Gesellschaftl. Zusammenhalt am Herzen liegt.
Everything is nature !

@lehrer, 23:08

Je früher desto besser und je härter desto besser.

Reicht ab Mitternacht? Und dann das eigene Bett nicht mehr verlassen?

Darf man sich im Bett noch umdrehen, oder wäre das auch verboten?

@ Freddy Grün

Wie wäre es, wenn die Präsenzpflicht für Lehrerinnen und Lehrer dafür verwendet würde, um für kostenlose "Nachhilfe" in den Schulferien zur Verfügung zu stehen?

Was meinen Sie mit Präsenzpflicht?

@Anna Elisabeth

Als Geschichtslehrer herzlichen Dank!!!
Das Problem liegt in einem Geschichtsunterricht, der Wissen höher bewertet als das Verständnis, dass Geschichte individuelle Konstruktion der Vergangenheit ist...

@ JT___79

Nachhilfe in der Schule
Ich finde, dass die Länder ihre verbeamteten Lehrer verpflichten sollten, entsprechende Nachhilfe in den Schulen anzubieten.

Das kann nur freiwillig geschehen und ist getrennt zu vergüten.

22:53 von frosthorn @Kaneel, 22:23

Nun ist aus mir ein Ingenieur geworden, Voraussetzungen: unbändige Neugier, Faulheit und ein ausgeprägter Spieltrieb. Die Natur und damit alle damit verbundenen Wissenschaften, besonders die Physik, hatten immer eine magische Anziehungskraft auf mich.
Aber "Wie wollen wir miteinander umgehen in Zukunft, (...) gesellschaftlichen Zusammenhalt...", das sind Themen, denen auch mein ganzes Engagement gilt, wie jeder weiß, der meine Beiträge hier liest. Also durchaus kein Widerspruch.

Noch besser wenn wie bei Ihnen starke eigene Motivation und Begabungen miteinander verknüpft werden konnten (die Faulheit bekomme ich da nicht so ganz integriert), bzw. Ihnen gelingt über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Wenn Sie, wenn ich das richtig erinnere, andere durch Ihren Beruf ähnlich begeistern konnten (hoffe ich jedenfalls) klingt das nach einem sehr sinnreichen Tun.

23:08 von Lehrer eurer Gören

und es sind praktisch keine Lehrer geimpft.
.
also bei meiner Tochter sind 3 ihrer LehrerInnen geimpft
und da ist keineR über 80 !

22:12 von Leipzigerin59 21:21 @ Kaneel

Mathematik und Naturwissenschaften sich selbst anzueignen ist schon schwieriger als sozial-orientierte oder musische Fächer.Beides bleibt - praxisorientiert gelehrt - besser hängen, als Formeln, Merksätze oder sonstiges auswendig zu lernen. Für Mathematik und Naturwissenschaften braucht es vor allem die Fähigkeit des logischen Denkens, das viel zu wenig trainiert wird.

Da bin ich gar nicht so sicher, ob das so allgemeingültig ist. Mathematik mochte ich. Meine Noten variierten allerdings deutlich je nach Thema und Lehrkraft. Und interessanterweise fand ich gerade gut, dass Mathe abstrakt war/ist. Textaufgaben habe ich gehasst. Gleichzeitig fehlte mir in den Naturwissenschaften der Bezug, das Gelernte auf meinen(!) Alltag zu übertragen.

Nicht mehr Zeit, sondern mehr Wirkungsgrad

Nachhilfe zusätzlich zum laufenden Unterricht ist zeitlich kaum machbar.
Der Unterricht muß durch kleinere Gruppen effizienter werden.

Nachhilfe für Lehrer

Nachdem was sich in der Pandemie offenbarte, müssen Lehrer und Schulleiter vorerst Nachhilfe erhalten speziell in digitalem Unterrichten.
Generell sollte das Geld für Schulen investiert werden, in bessere Ausstattung, modernen Unterricht, genügend gut ausgebildete Lehrkräfte, Weiterbildung der Lehrer.
Wichtig ist der Präsenzunterricht zumindest im Wechsel, Lehrer sind geimpft oder haben Termine, Schüler machen jetzt Tests,
Reinen Lernstoff haben die meisten selbständig oder mithilfe der Eltern gepaukt, es sind eher andere Dinge auf der Strecke geblieben. Die man nicht nachholen kann.
Gelernt hat man viel in der Zeit.
Es ist wichtiger die sozialen Aspekte wieder zu lernen, Abstand, kein Kontakt, das dürfte Folgen haben.

Ich finde es auch schwierig,

Ich finde es auch schwierig, da eine Lösung zu finden, es gibt ja Überflieger, denen das Turbolernen gar nichts ausmacht und andere, die schon vor Corona überfordert sind. Ich hätte als Schulkind der Mittelstufe die Corona Auszeit sicher als Wohltat empfunden, kein Mobbing (damals hieß das noch Hänseln), kein Notendruck... Bin sogar freiwillig sitzengeblieben, weil ich aus der Klasse raus wollte.
Mit wachsendem Alter hätte sich das verschoben, meine Oberstufenjahre habe ich in guter Erinnerung und nach Wiederholung der 12. auch gute Noten erzielt, eine Wende um 180 Grad. Zu d e r Zeit hätte mich der Coronalockdown eher gestört.
In Niedersachsen lässt man den Kindern /Eltern die Wahl für eine Wiederholung. Mir hat die Wiederholung der 12. damals sehr gut getan. Ich empfinde es auch nicht als Makel, damals auch nicht.

22:59 @ Anna-Elisabeth

"Ihr Kommentar ist ja fast so peinlich, wie die junge Frau, die sich mit Sophie Scholl verglich und ganz offensichtlich die Vorgänge während der NS-Zeit NICHT begriffen hat. Geschichten kennen und Geschichte begreifen ist nicht dasselbe."

Dankeschön,
dass Sie mir das abnehmen.
Mir fehlten dazu die Netiquette einhaltenden Worte.

@23:19 von Lehrer eurer Gören

>> Was meinen Sie mit Präsenzpflicht?

War doch neulich auf NDR-Extra3:
Die SchülerInnen im Klassenraum, die Lehrerin im HomeOffice und vorne an der Tafel war ein TabletPC aufgestellt, über den die Lehrerin den Unterricht machte. oO

21:17 von LehrerFrankfurt

ich empfinde jegliche Art des Lehrerbahings als Verletzung des Artikel 1 GG!
.
Lehrerbahings => Lehrer Bashings
sind sie Lehrer ?

23:07 von Freddy Grün

«Ich denke, dass Nachhilfe immer ein Angebot sein sollte.
Vielleicht werden aber auch Schülerinnen und Schüler von ihren Eltern dazu gezwungen.»

Das gibt es auch. Aber das sind eher und mehr die Schüler, deren Eltern einen besonders guten Bildungsweg für die Kinder im Sinn haben. So was wie bei Familientradition Arzt oder Jurist.

Nun sind aber wegen Corona-Schulausfall auch viele Schüler in der Lernmisere, die es ohne Corona nie gewesen wären. Und deren Eltern in der Mehrzahl auch nie Zwang zur Nachhilfe auf ihre Kinder ausüben würden.

Eine ganz andere, und von Zeiten normal weit abweichende Situation zu Schulen, Lehren, und Lernen im ganzen Land.

@ Sisyphos3

also bei meiner Tochter sind 3 ihrer LehrerInnen geimpft und da ist keineR über 80 !

Grundschule oder BMI ü30 würde ich sagen. Also in jedem Fall Risikotruppe. Trifft auf mich aber alles nicht zu. Mann, dünn und Gymmi.

@23:25 von Kaneel

>> die Faulheit bekomme ich da nicht so ganz
>> integriert

Ich erkläre Ihnen das mal so:
Ein Ingenieur sitzt zu Hause und denkt: "Eigentlich müßte ich mal wieder saugen, bin aber zu faul."
Und 5min später: "Ich habe da doch noch ein paar Servomotoren"
Eine halbe Stunde später war der erste selbstfahrende Staubsaugerroboter konstruiert und der Prototyp im Testlauf. -.-

Lernstandserhebung

Als Mutter von zwei schulpflichtigen Kindern, die in Klassenstufen beschult werden, die auch in den letzten Wochen in Präsenz unterrichtet werden durften, stellen sich mir allein beim Wort Lernstandserhebung alle Haare auf. Anstatt die wenigen zur Verfügung stehenden Präsenzstunden zu nutzen, um die Kinder pädagogisch wertvoll zu unterrichten, werden nacheinander weg Arbeiten geschrieben. In einer idealen Welt würden zwei Förderstunden pro Woche von engagierten Pädagogen genutzt, um Kindern mit Lernrückstand und wenig familiärer Unterstützung diese Rückstände aufholen zu lassen. Hier sehe ich eine große Diskrepanz zwischen Realität und Vorstellung.

22:48 @ schabernack

"... Eltern bereits beim Wechsel von Grund- zu weiterführender Schule sehr aufmerksam sind, welche Interessen beim Kind besonders im Vordergrund stehen. ..."

Bei mir gab es diesen - sorry -
Firlefanz nicht.

Bis Klasse 8 alle zusammen, Unterschiede nur bei einer 2. Fremdsprache.
Danach 2 Jahre (Kl. 9/10) Vorbereitung auf das Abitur 11/12.

In die 2 Vorbereitungsjahren trennte sich die Spreu vom Weizen, wer es nicht schaffte, konnte an die Polytechnische Oberschule wechseln oder eben nach Klasse 10 mit Abschluss abgehen.

Ich bin ehrlich stolz wie Oskar auf meinen Abschluss, und bei dem heutigen, auch mit der Erfahrung bei meinen Kindern schütteln ich doch so manches Mal mit dem Kopf.

Der Wert der Abschlüsse ist von Bundesland zu Bundesland nicht gleich, "Bulimie-Lernen", wie Sie schrieben. Im allgemeinen sinkende Niveau, festgestellt bei 12 Jahren Unterricht bei Studenten.

@ bla234

… ich fand es schon befremdlich das die Kollegien der Republik nicht in die Gesundheitsaemter gerufen wurden um Kontaktnachverfolgung zu betreiben.

Wozu sollte man dort Lehrer*innen brauchen? Da muss man keine Gedichtinterpretation machen, keinen Tacitus übersetzen und keinen Satz des Pythagoras beweisen.
Das durch telefonieren der Kontakte kapieren die Aushilskräfte doch in ca. 10 Minuten.

17:31 von Advocatus Diabo...

während Kinder aus sozial schwächeren Schichten zuhause oft nicht so gut gefördert werden können
.
warum ?
Ich habe mit meiner Tochter noch nie zusammen die Hausaufgaben gemacht.
Also erklären sie mir mal was fördern heißt.
Schauen dass sie morgens zur Schule geht, diese nicht schwänzt ...

22:37 @ schwer gestört

"... Wenn ich Lehrer wäre, würde ich die psychischen Defekte erst mit Impfung oder nach einer konsequenten Senkung der Inzidenz bekämpfen. ..."

Als Lehrer können Sie da nicht viel,
denn das gehört in die Hand von Ärzten und Therapeuten.

@ Peter Schäfer

Der Unterricht muß durch kleinere Gruppen effizienter werden.

Wie soll das gehen, die Anzahl der Lehrer*innen können Sie ja kaum steigern. Woher nehmen und nicht stehlen?

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