Ihre Meinung zu: Corona-Nachhilfe: Lehrerverband rechnet mit zwei Milliarden Euro

27. März 2021 - 18:10 Uhr

Eine Milliarde Euro will Bildungsministerin Karliczek aufwenden, um Schüler mit Nachhilfe wieder auf den nötigen Lernstand zu bringen. Das findet der Lehrerverband zu wenig. Er rechnet mit der doppelten Summe.

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Kommentare

Geld allein reicht nicht

Mit digitalisierung erreicht man meist nur die Kinder die in der Schule besser dastehen während Kinder aus sozial schwächeren Schichten zuhause oft nicht so gut gefördert werden können und daher schlechter dastehen. Da hilft allein nur digitalisierung nichts sondern diese Kinder brauchen individuelle Unterstützung durch Präsenz

Erst impfen, dann Schule

Die Forderung des DLV ist gut und vielleicht dem Bedarf angemessen.
Aber alles steht und fällt mit den Impfungen. Es dürfte inzwischen jedem klar sein, dass auch Kinder infiziert werden können. Selbst wenn sie erst keine Symptome haben: Sie tragen die Infektion in die Familien. Auch wenn Oma und Opa nun nicht mehr daran sterben: Eltern und Geschwister sind auch betroffen.

Wer immer noch abstreitet, dass Kinder die Infektion leicht wegstecken, schaue sich das kurze Video vom 26.3. in den Nachrichten "buten un binnen" auf der Seite von radiobremen an. Das PIM-Syndrom, Folge einer Covid-Infektion, ist beängstigend.
Da ist mit Geld nicht dran zu drehen. Es war unverantwortlich, kleine Kinder in KiTas und Schulen zu stecken. Deshalb ist die Frage der Nachschulung erstmal zweitrangig.
Erst impfen, dann sehen wir weiter.

"Lernstandserhebungen in Kernfächern geplant"

Natürlich in Kernfächern.
Nebenfächer sind oft zugunsten der Kernfächer ausgefallen, da braucht man gar nicht erst eine Lernstandserhebung zu machen.

Jetzt den fehlenden

Jetzt den fehlenden Lernstoff, "früher sagten wir einzuprügeln" na für Familien mit Geld,..... .
Das bringt nur Stress, und dann psy. Krankheiten.
Ich warte schon 50 Jahre auf Reform.
Sport, Bewegung, Tanz, Musik, Instrument. gehört in den Morgen und Nachmittagsstunden.
Deutsch, Fremdsprache, Naturwissenschaft vlt Mathematik in der Kernzeit von 9-13 Uhr.
Der richtige Lehrer mit der richtigen Lernsoftware mit seinen erwählten Schülern, Individuell fördern gemeinsam lernen mit Motivation ohne nichtssagenden Zensuren. Im Berufsleben zählt das können, nicht Zensuren die etwas über die Beziehungen zwischen Lehrer Unfehlbar und Schüler Fauldumm aussagen.

Da nehmen sich ...

... die geschätzten (und nicht eingesetzten) 5 Mill. für wirkungsvolle Lüftungsgeräte in Schulen doch recht „preiswert“ aus.

lernschwache Schüler*innen

Die Ministerin will doch nur lernschwache Schüler*innen fördern. Da sich diese doch wohl ganz überwiegend Hauptschulen besuchen, ist 1.000.000.000 Euro für diesen Zweck viel Geld. Auch sollte die Nachhilfe von eigenen Lehrer*innen der Schulen geleistet werden, die hierfür Überstundenvergütungen erhalten.

Als ob ...

Bis zu 25% unserer Schüler mit stark erhöhtem, dramatischem Förderbedarf und „ ... Bedenken, ob sie überhaupt noch den verpassten Stoff aufholen können."
2,75 Millionen Schüler, von denen aber ca die Hälfte schon vorher kaum noch von ihren Lehrern oder Eltern erreichbar waren.
Da wird 1 Jahr dauernder, zusätzlicher Nachmittagsunterricht nicht ausreichen.
Da müssen ganze Heerscharen von Sozialarbeitern und Schulpsychologen ausschwärmen und diese Kinder zu Hause aufsuchen, da müsste an den Verhältnissen, in denen diese Kinder leben müssen, schon seit Jahrzehnten dramatische Verbesserungen durchgesetzt werden. Da ist nicht nur Nachhilfe gefragt, sondern langfristige pädagogische Konzepte.
Zumal die Zeit für die Nachhilfe von der Zeit für dringend nötige soziale Kontakte abgezogen wird, die unsere Kinder schon seit 1 Jahr schmerzlich vermissen müssen.
„Nach Corona soll doch alles anders werden“ wurde getönt.
Sogar noch kürzlich von Steinmeier.
Vielleicht besser als vorher? Nötig wäre es

Wie soll das funktionieren?

Neuen Lernstoff, der auf versäumten aufbaut, zu verstehen, und das parallel zu erarbeiten.
Sollen die Schüler*innen 16 h lernen?
Schuljahr stornieren und ab Herbst wiederholen ist wesentlich besser verkraftbar für alle Beteiligten und Betroffenen als permanente Doppelbelastung.
Letzteres wird zu sehr hohem Druck, vor allem bei den Leistungsschwächeren, führen, die Schere weiter auseinandertreiben.

Außerdem, kleinere Klassen und Lehrplan entrümpeln.

Kernfächer am wichtigsten

Es gibt ja tatsächlich Fächer die nicht sooo wichtig sind und auf die kein weiteres Wissen - wie z.B. bei Mathe der Fall - aufbaut. Hier sollte man Mut zur Lücke haben.

Bildungsminster bietet eine Milliarde, Lehrerverband schreit nach zwei. Da ist man mit Forderungen schnell bei der Hand. Naja - und das sollte jedem klar sein - irgendwann muss das Geld wieder reinkommen, Steuererhöhungen und neue Steuern werden reihenweise folgen.

Hier kommen auch wieder die enormen Versäumnisse der Regierung zu Tage. Hätte man schon früher in digitales Lernen investiert, die Zeiten zwischen den Corona-Wellen genutzt ... dann müsste man gar nicht so viel nachholen.

Warum zahlen ...

... das nicht die Länder? Bildung ist doch Länder Sache.

Lehrerverband

Meiner Meinung nach wäre es am besten die Kinder einfach ein zwei Jahre länger zur Schule gehen zu lassen . Das sind wir den Kindern schuldig . Erstens um ihnen eine Zeit nachholen zu lassen , die an Erfahrung im Konsens mit den gleichaltrigen egal in welchem alters von großer Bedeutung ist ,und nebenbei würden sie dann die Zeit, die Corona ihnen genommen hat , ersetzt bekommen .Das sind wir unseren Kindern schuldig ,in jeder Beziehung. Ich sehe überhaupt nicht ein, warum Kinder auf etwas verzichten sollen, wofür sie nichts können. Und wenn das 5 Milliarden kostet , die Wirtschaft kann warten . Es schadet den Kindern in keinster Weise sondern gibt ihnen das zurück worauf sie so lange verzichtet haben . Soziale Kompetenz zu erwerben und ihr Recht ihre Jugend so leben zu dürfen, wie sie es möchten . Systemrelevant ist das nicht , aber dies wäre eine Entscheidung die vom Humanismus geprägt und getragen wird und das würde dem wohlergehen unserer Kinder zugute kommen .

Geldsegen

Sollte man nicht einfach die Schulen besser ausstatten, statt den Nachhilfeinstituten diesen riesigen Geldsegen zu spendieren? Und haben die überhaupt qualifiziertes Personal?

Urlaubsanspruch

Auch wenn ich mich unbeliebt mache, möchte ich einen Vorschlag zur Diskussion stellen:
Wie wäre es, wenn die Präsenzpflicht für Lehrerinnen und Lehrer dafür verwendet würde, um für kostenlose "Nachhilfe" in den Schulferien zur Verfügung zu stehen?

unter einem Förderangebot

verstehe ich eigentlich, Schülern die Möglichkeit zu geben, Stoffdefizite - sei es nun aufgrund einer Lernschwäche oder wegen häufiger Fehlzeiten - aufzuarbeiten, bei Verständnisproblemen den "Groschen fallen" zu lassen und sie an die aktuellen Inhalte heranzuführen, damit sie wieder im eigenen Klassenverband erfolgreich am Unterricht teilnehmen können. Das Nachschieben des Lernstoffs eines ganzen Schuljahrs - und das noch für ganze Klassen - ist für mich etwas anderes.
Wir haben mit der Pandemie eine besondere Situation. Überall versuchen wir, damit umzugehen. Sollte es nicht möglich sein, für einen Jahrgang den Stoffumfang mal so zu kürzen, dass er bewältigt werden kann? Der Pythagoras und angemessene Konversation in einer Fremdsprache kann und soll ja bleiben. Aber alles?
Aus meiner eigenen Schulzeit kann ich definitiv sagen, dass ich für meine heutigen Fähigkeiten und Fertigkeiten bestimmt nicht 100% der Präsenz in der Schule gebraucht hätte.

Corona-Nachhilfe

Komisch, wenn irgendeine staatliche Institution, die ja normalerweise immer und für jegliche Misshelligkeiten verantwortlich gemacht wird, irgend etwas vorschlägt bzw. für irgend etwas Bereitschaft/Zustimmung zur Hilfe verlauten lässt, werden SOFORT Stimmen laut, denen das alles nicht genug, alternativ nicht schnell genug, nicht umfassend genug geht reflexartig und IMMER negativ.
Kann man nicht erst einmal abwarten, wie das ganze geplant ist UND was man eventuell selbst auch beitragen könnte. Ich könnte mir z.B. vorstellen, dass man die Sommerferien verkürzt, mit grossen Reisen gibt das eh nix. Viele Lehrer ( nicht alle !) haben in den letzten Monaten auch mehr Freizeit gehabt als üblich. Viele konnten sich aufgrund ihres Alters/Vorerkrankung freistellen lassen. Vielleicht könnte sich da auch der ein- oder andere einbringen.
Aber da wird bestimmt direkt ein Aufschrei erfolgen.
Warum kann dieses Schuljahr nicht wiederholt werden, zumindest von denen, die Defizite haben ?

Am 27. März 2021 um 17:33 von draufguckerin

Wer ist wir? Unterlassen sie es für mich mitsprechen zu wollen.

Nicht ins offene Messer laufen

@ Advocatus Diabo...
Da hilft allein nur digitalisierung nichts sondern diese Kinder brauchen individuelle Unterstützung durch Präsenz

Aber nicht bei Inzidenz 125 und Tendenz stark steigend.

@ um 18:24 von Keveslegeti

Wenn da qualifiziertes Personal vorhanden ist, muß das natürlich sofort als Lehrer eingestellt werden. Da ist die Personalnot auch schon groß.

Am 27. März 2021 um 18:08 von nie wieder spd Als ob ...

2,75 Millionen Schüler, von denen aber ca die Hälfte schon vorher kaum noch von ihren Lehrern oder Eltern erreichbar waren.
_______
Ist das jetzt auch "der Staat" oder "Corona" schuld ? Erziehung und Sozialverhalten ist zuallerst einmal Sache des Elternhauses und das hat mit Geld erst einmal nix zu tun.
Mir scheint, es wird fast alles auf die Gesellschaft bzw. die Schulen/Kitas abgewälzt. Ende der 60er/Anfang der 70er Jahre gab es auch Familien, die hatten mehr und andere weniger. Von einer Unerreichbarkeit selbst einzelner Kinder war da m.W. nie die Rede. Wir hatte weder Sozialarbeiter geschweige Schulpsychologen und aus den meisten Kindern ist "was geworden". Einen gewissen Anteil an Schülern, die man trotz aller Mühen nicht positiv beeinflussen kann, gab es immer und die wird es auch weiter geben. Da trägt aber Corona nun keine Schuld.

Egal, wieviel Geld jetzt noch nachträglich ins Bildungssystem

gepumpt wird.
Es wird sich nichts grundlegend verbessern.

Am 27. März 2021 um 18:15 von Giselbert

Es gibt ja tatsächlich Fächer die nicht sooo wichtig sind und auf die kein weiteres Wissen - wie z.B. bei Mathe der Fall - aufbaut. Hier sollte man Mut zur Lücke haben.
Bildungsminster bietet eine Milliarde, Lehrerverband schreit nach zwei. Da ist man mit Forderungen schnell bei der Hand. Naja - und das sollte jedem klar sein - irgendwann muss das Geld wieder reinkommen, Steuererhöhungen und neue Steuern werden reihenweise folgen.

Hier kommen auch wieder die enormen Versäumnisse der Regierung zu Tage. Hätte man schon früher in digitales Lernen investiert, die Zeiten zwischen den Corona-Wellen genutzt ... dann müsste man gar nicht so viel nachholen.
__
Bin Ihrer Meinung. Der letzte Passus hat allerdings was von "hätte, hätte, Fahrradkette". Kann man im Nachhinein nicht mehr ändern; nur jetzt priorisieren.

Systemisches Problem

An sich ist es gut, die Lerndefizite aufholen zu wollen. Ich glaube allerdings, dass dieses Vorhaben - sofern es überhaupt realisierbar ist - lediglich oberflächliche Symptome bekämpft. Die Einstufungstests der Mittelstufe offenbarten auch schon vor der Coronakrise erhebliche Wissensrückstände.

Das Problem sitzt viel tiefer und hat viele Ursachen: zu große Klassen, überlastete Lehrkräfte, Unterrichtsausfälle, schlechte Ausstattung der Schulen und nicht zuletzt die sozialen Probleme der Elternhäuser.

Mit etwas Nachhilfe ist es nicht getan.

Am 27. März 2021 um 18:05 von Stern2100

Auch sollte die Nachhilfe von eigenen Lehrer*innen der Schulen geleistet werden, die hierfür Überstundenvergütungen erhalten.
____
Warum ? Wenn es stimmt, dass Lehrer die meiste Arbeit nach dem Unterricht haben und täglich viele Stunden (?) Nach- bzw. Vorbereiten müssen, wird da keine Zeit für bleiben. Ich wüsste auch nicht, warum das besser sein sollte.

@Stern2100

"Die Ministerin will doch nur lernschwache Schüler*innen fördern. Da sich diese doch wohl ganz überwiegend Hauptschulen besuchen" Am 27. März 2021 um 18:05 von Stern2100

*

Nein, es gibt auch Teilleistungsschwächen im Rechnen, Lesen, Rechtschreiben, Sprechen oder der Motorik.

Die Kinder sind in diesen Bereichen manchmal nur Spätentwickler, was eine spätere Einschulung nicht gerechtfertigt. Oft ist es so, dass sie aus den Schwächen herauswachsen, aber bis dahin brauchen sie Unterstützung und regelmäßige Übung, was die Schule im Normalfall bietet.

So ein Zirkus im Lernen wie das ganze letzte Jahr ist im Bezug auf diese Schwächen dieser Kinder natürlich furchtbar gewesen.

Schulen/Kitas müssen auf bleiben...

... Sonst bringt die ganze Nachhilfe nichts.

18:23 von VictorJara

«Soziale Kompetenz zu erwerben und ihr Recht ihre Jugend so leben zu dürfen, wie sie es möchten . Systemrelevant ist das nicht , aber dies wäre eine Entscheidung die vom Humanismus geprägt und getragen wird und das würde dem wohlergehen unserer Kinder zugute kommen.»

Will man schon den Begriff: "systemrelevant" verwenden.
Dann ist es sehr systemrelevant, wie Kinder leben können, und was sie lernen.

Nicht so einfach ist es, festzulegen, was sie lernen sollen in der Schule. Das Problem, das zur momentan besonderen Schulsituation mit Corona hindert, ist nicht Föderalismus bei Bildung an sich.

Sind die 16 Problembären & -bärinnen aus 16 Kultusministerien. Nicht mal jetzt werden sich 16 Erwachsene im Namen von Mio. von Schülern einig, was wichtig sein solle. Wenn nicht jetzt … wann dann?

Initiative "Nachhilfe" ist sicher gut gemeint.
Entscheiden, was draus wird, müssen wieder die 16.

Würde man doch auch die Kinder nach ihrer Meinung fragen.
Als wären die doof, weil sie klein sein.

@weingasi1

"Erziehung und Sozialverhalten ist zuallerst einmal Sache des Elternhauses und das hat mit Geld erst einmal nix zu tun." Am 27. März 2021 um 18:54 von weingasi1

*

Die Eltern erziehen ihre Kinder ganz bestimmt, aber was Erziehung und Sozialverhalten angehet, da scheiden sich die Geister, was sein soll und was nicht. Was Sie für richtig erachten, das muss nicht für alle richtig sein.

Abgesehen davon kommt man an Teenager oft besser über andere Teenager ran (Gruppenzwang), als über die Eltern. Die Pubertät ist ein Kapitel für sich.

Reform 2

Es wird nicht gehen das eine ganze Schülergeneration, ein Jahr Lernstoff so nebenbei, .... da fällt der sozial schwächere über Bord das bringt die soziale Ungleichheit auf höhstes Niveau.
Schluss mit der Aussieberei, schluss mit unsinnigen Zensuren, es gibt Musische, Sportliche oder Handwerklich begabte Menschen. Es gibt 2 Sprachlich Aufwachsende Schüler. Es gibt Kopf und Bauchmenschen.
Es gibt viele die eine Mathematische Sprache, weder verstehen, noch erlernen wollen oder können. Warum diese unbedingte Gleichmacherei.
Viel wichtiger wäre eine gesunde Schulkantine, und Schutz vor Drogen, Gewalt, und Machismus.
Schule für Lernwillige und arrangierte Lehrer und Eltern.

Stornieren

"Schuljahr stornieren und ab Herbst wiederholen ist wesentlich besser verkraftbar für alle Beteiligten und Betroffenen als permanente Doppelbelastung."

-------

Und wie soll das praktisch funktionieren?
In den KiTas bildet sich dann ein Stau, weil der nächste Jahrgang nachrückt? Es sind jetzt schon zu wenig KiTa Plätze vorhanden, wie soll man da dann einen Jahrgang zusätzlich aufnehmen?

Und am anderen Ende entsteht dann eine Lücke. Arbeitsverträge mit Azubis, die Anfang 2020 für Sommer 2021 geschlossen wurden werden einfach storniert? Die Lehrwerkstätten machen dann einfach 1 Jahr Betriebsferien?

Komisch... erst fällt jede

Menge Unterricht aus. Manche Lehrer scheinen gar "verschwunden" zu sein. Und nun merkt man das jede Menge Schüler abgehängt sind?
In DE läuft gerade alles schief was nur schieflaufen kann. Und die Lehrer, Schuleitungen und Behörden haben massiv dazu beigetragen und sollten das auch selber korrigieren.

18:08 von nie wieder spd

«2,75 Millionen Schüler, von denen aber ca die Hälfte schon vorher kaum noch von ihren Lehrern oder Eltern erreichbar waren.»

Was'n das'n wieder für ‘ne Zahl aus welcher Quelle?
Ca. 50% für Ansprache verlorene Schüler im Land.
So was wie fast 1,4 Mio. Irrlichter auf dem Weg zum Untergang.

Kommen Ihnen solche Zahlen nicht wenigstens absurd vor, wenn Sie sowas schon meinen, schreiben zu müssen. "Kinderpraxis" scheint bei Ihnen gar nicht in der Nachbarschaft zu wohnen. Aber Düsternis vom Untergang schon.

«Da müssen ganze Heerscharen von Sozialarbeitern und Schulpsychologen ausschwärmen und diese Kinder zu Hause aufsuchen …»

Damit die Kinder zusätzlich zum Corona-Schlamassel noch wer heimsucht. Am besten vom Heer die Schar. Die gibt es nicht … genau so wenig wie 100.000 mehr Fachkräfte für Intensivstationen.

Man unterhalte sich mit Kindern … und schon ist es der Beginn von Nachhilfe.
Und Eltern-Entmündigung braucht auch niemand als Prinzip.
Kinder wollen das sowieso nicht !

@ Keveslegeti um 18.24 Uhr, Sicher, das wäre gut

"Sollte man nicht einfach die Schulen besser ausstatten, statt den Nachhilfeinstituten diesen riesigen Geldsegen zu spendieren?" Das wäre auf jeden Fall gut.
"Und haben die überhaupt qualifiziertes Personal?" Teil / teils.
Für neugegründete Institute würden erst einmal wieder Gelder für Ausstattung, Mieten, Reinigung, GeschäftsführerIn, Sekretariat ... anfallen, Honorare für Lehrpersonal natürlich auch.
Ich meine, dieses Geld wäre in unseren Schulen besser aufgehoben. Da ist eine Grundausstattung vorhanden, die man damit aufstocken sollte.
Selbst wenn man nicht-schulisches Personal einstellen wollte, wäre das in Schulgebäuden unter Aufsicht gut aufgehoben und anzuleiten.

@ um 18:54 von weingasi1

Wenn Sie nun wüssten, wer Schuld an der Misere vieler Kinder in prekären Verhältnissen ist, was würde das an deren Misere ändern?
Natürlich haben auch die Eltern Schuld. Aber die hatten als Kinder meistens selbst ähnliche Probleme. Und weil ihnen niemand wirklich geholfen hat, wirkt sich das wiederum auf deren Kinder aus.
Ich kenne Familien, die sind seit 1945 sozial nie wieder auf die Füße gekommen und Kinder, die schon im Alter von 7 Jahren vom Jugendamt volltrunken zu Hause angetroffen wurden.
Ganze Generationen, die in Obdachlosensiedlungen hausen mussten und für die Schule immer schon problematisch war.
Daran hatten Eltern Schuld, die der Krieg schon als Kinder psychisch fertig gemacht hat.
Das ist häufig ein Teufelskreis, aus dem Kinder erst recht nicht herausfinden. Und das seit über 75(!) Jahren. Kein Schwein hat denen jemals wirklich geholfen.
Und denen muss selbstverständlich endlich geholfen werden. 1 oder 2 Milliarden Euro reichen dafür bei Weitem nicht aus.

Auf die...

...Meldungen von Missbrauch und dem Versacken
großer Teile der 2 Milliarden kann sich jeder jetzt
schon gefasst machen bei den Zuständen die hier
mittlerweile herrschen.
Da werden ganze "Nachhilfeschulen" ohne Prüfung
der Qualifikation aus dem Boden sprießen und
abgreifen was geht...um danach im Nirvana zu verschwinden.
Dann war aber wieder keiner.

Mit Geld alleine ist es nicht

Mit Geld alleine ist es nicht zu schaffen, 1/4 der Schüler in Deutschland zu Hochleistungsschüler zu machen.

Berlin gibt von allen Ländern so ziemlich das meiste Geld aus, liegt aber im Vergleich so ziemlich hinten!

Die Ursachen müssen auch andere Gründe sein.

@victorjara, 18:23

Meiner Meinung nach wäre es am besten die Kinder einfach ein zwei Jahre länger zur Schule gehen zu lassen. (...) Ich sehe überhaupt nicht ein, warum Kinder auf etwas verzichten sollen, wofür sie nichts können.

Das Problem ist, dass das den Kindern auch nichts nützt. Dann strömt in einem Jahr die zwei- bis dreifache Anzahl an Schulabgängern auf die Straße.

Da sind die Arbeitslosen-Karrieren vorprogrammiert, die dann aber keinen mehr interessieren werden.

Das System ist (gerade in Deutschland) bis ins Kleinste fein geflochten, und es erschreckend, dass die Bundesregierung das überhaupt nicht zu wissen scheint.

Den

Defizite der Schüler sind teils selbst verschuldet.
Erfahrungen meines
Kindes nach haben viele ihrer Klassenkameraden während des Lockdowns einfach nicht genügend mitgearbeitet - es gab schließlich keine Bedrohung durch Klausuren oder unangesagte Kurzarbeiten.
Das Homeschooling fordert den Schüler diszipliniertes Arbeiten ab, wer dazu nicht bereit ist bzw. war, ist logischerweise zurückgefallen.
Aber diese Defizite werden mit viel (Steuer-)Geld bestimmt wieder auszugleichen sein.

@ um 17:51 von schneegans

Ein bisschen mehr als 5 Millionen kostet das schon.
Laut Herrn Lauterbach kostet die Ausrüstung eines jeden Klassenzimmers mit Corona - tauglichen Lüftern ca 1 Milliarde Euro.
Wenn man sämtliche Kiga - Räume dazurechnet, werden es vielleicht 2 Milliarden Euro sein. Für jedes Fahrzeug im ÖPNV wären es nochmal ein paar Milliarden.
Auf jeden Fall immer noch ein Schnäppchen im Vergleich zu den Folgekosten.
Aber unseren Kultusministern zu teuer für um unsere Kinder zu schützen.
Anfang März hat laut Westfälischer Zeitung der Düsseldorfer Landtag 42 solcher Geräte angeschafft.
Und viele MdB/L überall in Deutschland für ihre Büros.
Aber für unsere Kinder? Pustekuchen!

18:32 von frosthorn

«Wir haben mit der Pandemie eine besondere Situation. Überall versuchen wir, damit umzugehen. Sollte es nicht möglich sein, für einen Jahrgang den Stoffumfang mal so zu kürzen, dass er bewältigt werden kann? Der Pythagoras und angemessene Konversation in einer Fremdsprache kann und soll ja bleiben. Aber alles?»

Mit einer besonderen Situation müsste man auch besonders umgehen können.
Ich träume das schon als so was wie einen Alptraum:

Den Kindern alles als Nachholwissen eintrichtern, was in der Schule schon immer gewusst werden musste. Muss drin bleiben im Gedächtnis bis zur nächsten Prüfung gewusst. Kaum ist die Prüfung vorbei … ab in den Raum mit dem Klo drin. "Bullimie-Lernen" wird so was manchmal genannt.

Macht Unsinn für alle Beteiligten.
Aber gar nix Gutes für die Kinder.

Der Ansatz "Nachhilfe" ist sicher sinnvoll. Aber nicht wie immer aus dem Baukasten mit dem Standard drin. Möglich wäre Vieles … und vor allem sollte man auch die Kinder fragen, was sie für gut halten.

@ nie wieder SPD um 18.08 Uhr, Zustimmung

"Da müssen ganze Heerscharen von Sozialarbeitern und Schulpsychologen ausschwärmen und diese Kinder zu Hause aufsuchen, da müsste an den Verhältnissen, in denen diese Kinder leben müssen, schon seit Jahrzehnten dramatische Verbesserungen durchgesetzt werden. "
Das stimmt!
Bisher wurde das "Einmischen" in den Privatbereich durch Schulen, Sozial- und Jugendämter als übergriffige Kontrolle aufgefasst. Unter dem Motto: "Alle Eltern lieben ihre Kinder und wollen nur das Beste für sie" konnte man bequem wegschauen und Notaufnahmen, Kinderheime ... abschaffen.

Ich bin froh, dass Hilfe für Kinder nun als Notwendigkeit gesehen wird.

Nachhilfe, Unterstützung beim Lernen, soziale Unterstützung und Kommunikation, das brauchen viele Kinder. Schulen und LehrerInnen wünschen sich Sozialarbeiter, auch aufsuchende Hilfen für Kinder und Eltern. Bisher wurde das immer nur gekürzt. Es ist Zeit, dass sich da was dreht.

@freddygrün, 18:30

Wie wäre es, wenn die Präsenzpflicht für Lehrerinnen und Lehrer dafür verwendet würde, um für kostenlose "Nachhilfe" in den Schulferien zur Verfügung zu stehen?

Charmante Idee, und durchaus ein Vorschlag, den man nicht sofort "in die Binsen" werfen sollte. Schließlich haben die Lehrer bei vollem Staatsgehalt wochen- oder monatelang gebummelt.

Auf den zweiten Blick muss man aber erkennen, dass auch Lehrer ein Recht haben, ihr Leben selbstbestimmt zu planen und natürlich auch geplant in den Sommerurlaub fahren dürfen. Trotz Bummeln. Wird also nichts.

@ um 18:23 von VictorJara

Genau so wäre es gut und richtig.
Aber garantiert zu teuer für eines der reichsten Länder der Welt.

@17:42 von Theo Hundert.neu

//Im Berufsleben zählt das können, nicht Zensuren die etwas über die Beziehungen zwischen Lehrer Unfehlbar und Schüler Fauldumm aussagen.//

Schöne Träumerei. Ohne gute Noten bekommt man heutzutage nicht einmal mehr einen Ausbildungsplatz.
Man denke nur an den Numerus clausus. Ich halte das auch für falsch, ist aber nun mal so.

Wenn im Beruf das Können zählte... o weh - lassen wir das.

18:42 @ Keveslegeti

Unsere klugen Kultusminister*innen halten eine 7-Tage-Inzidenz erst ab
200 / 100.000 Einwohner bei Schüler*innen und Lehrer*innen für gefährlich.

Toll, nicht?

Warum die Länder das nicht bezahlen?

Weil es ein deutschlandweites Problem ist,
weil
Deutschland insgesamt im Bildungswesen nur noch Mittelmaß ist,
jahrelang versäumt wurde, ins Bildungswesen zu investieren,
Föderalismus im Bildungswesen ein geldfressendes Ungeheuer geworden ist,
...

Am 27. März 2021 um 17:42 von Theo Hundert.neu

Im Berufsleben zählt das können, nicht Zensuren die etwas über die Beziehungen zwischen Lehrer Unfehlbar und Schüler Fauldumm aussagen.
___
Diese Diskussion gab es vor nicht allzu langer Zeit schon einmal. Entgegen Ihrer Meinung waren seinerzeit die meisten potenziellen Arbeitgeber der Meinung, dass Zensuren wichtig und einen ersten Eindruck des AN in spe vermitteln, wobei es vermutlich unerheblich ist, wenn ich ein Studium bzw. eine Ausbildung zum Architekten anstrebe und in Biologie ein "mangelhaft" habe. Wenn ich nicht gerade einen künstlerischen Beruf anstrebe, wird es einem AG in spe aber vermutlich wurscht sein, ob ich meinen oder seinen Namen tanzen kann. Was IMMER wichtig ist, ist eine gute Allgemeinbildung. Hier zeigen meine (nicht sehr vielfältigen) Erfahrungen mit jungen Leuten allerdings ziemliche Defizite auf. In fast allen Bereichen.

@ WM-Kasparov-Fan

Egal, wieviel Geld jetzt noch nachträglich ins Bildungssystem gepumpt wird.
Es wird sich nichts grundlegend verbessern.

Genau deshalb hat man sich das Geld in der Vergangenheit auch gespart.

@18:32 von frosthorn

//Sollte es nicht möglich sein, für einen Jahrgang den Stoffumfang mal so zu kürzen, dass er bewältigt werden kann? Der Pythagoras und angemessene Konversation in einer Fremdsprache kann und soll ja bleiben. Aber alles?//

Ich denke auch, dass man z.B. Geographie und Geschichte bei entsprechendem Interesse auch gut als Erwachsener nachholen kann. Ich würde den Schwerpunkt auch auf Mathematik, Naturwissenschaften und Sprachen (auch Deutsch) legen.

Am 27. März 2021 um 18:32 von frosthorn

Aus meiner eigenen Schulzeit kann ich definitiv sagen, dass ich für meine heutigen Fähigkeiten und Fertigkeiten bestimmt nicht 100% der Präsenz in der Schule gebraucht hätte.
_____
Das geht mir ähnlich. Leider wissen die wenigsten Schüler zu diesem Zeitpunkt meist noch garnicht wissen, was sie überhaupt brauchen werden. Das kristallisiert sich doch frühestens mit der Sek.Stufe II heraus. Häufig noch viel später.

@ vweh

In DE läuft gerade alles schief was nur schieflaufen kann.

Vor allem in den Diskussionsforen.

@ Freddy Grün um 18.30 Uhr, Ihr Vorschlag bezügl. Präsenzpflicht

"Wie wäre es, wenn die Präsenzpflicht für Lehrerinnen und Lehrer dafür verwendet würde, um für kostenlose "Nachhilfe" in den Schulferien zur Verfügung zu stehen?"
Nein, ich glaube gar nicht, dass Sie sich damit so unbeliebt machen würden. Auch LehrerInnen wünschen sich mehr Zeit für Ihre SchülerInnen.
Aber die Präsenzpflicht der LehrerInnen wäre bei weitem nicht ausreichend für so ein großes Projekt.
Für "gute" Schülerinnen wäre es sicherlich schön, auch in den Ferien ab und zu in die Schule gehen zu dürfen, gerade nach dieser langen kontaktarmen Zeit.
Ich kann mir aber vorstellen, dass es für "schlechte" SchülerInnen Horror wäre, auch noch in den Ferien ihreN unbeliebten LehrerIn aufsuchen zu müssen. Da wäre Ansprache/Nachhilfe durch schulfremde Lehrpersonen oder andere LehrerInnen sicherlich effektiver.

Nachhilfe in der Schule

Ich finde, dass die Länder ihre verbeamteten Lehrer verpflichten sollten, entsprechende Nachhilfe in den Schulen anzubieten.
Paragraph 88 BBG bietet hier die nötige Grundlage und die Mehrarbeit kann in den Ferien wieder ausgeglichen werden. Das soll kein Angriff auf Beamte sein, aber hier bietet sich die Gelegenheit die Vorteile des teuren Systems zu nutzen.

@ um 19:35 von schabernack

Bevor ich in die Pflege wechselte, habe ich ca 25 Jahre als Erzieher in sozialen Brennpunkten und Jugendzentren gearbeitet und bis vor ca 3 Jahren auch noch ab und zu Ehrenamtlich.
„Kinderpraxis“ ist mir live und originalgetreu in nahezu jeder Situation bestens bekannt.

Am 27. März 2021 um 19:25 von Tada

Die Eltern erziehen ihre Kinder ganz bestimmt, aber was Erziehung und Sozialverhalten angehet, da scheiden sich die Geister, was sein soll und was nicht. Was Sie für richtig erachten, das muss nicht für alle richtig sein.
__
Das ist vermutlich bei Ihnen so und war mit Sicherheit bei mir so. Oft genug habe ich aber schon die These gehört "da soll sich die Schule/Kita/Lehrer drum kümmern". Zwar sind diese in nicht unmassgeblicher Form für das Sozialverhalten MIT zuständig aber in erster Linie sollen Schulen/Lehrer Bildung bzw. Wissen vermitteln. Für die anderen Belange, die natürlich auch wichtig sind, sind m.M. Eltern in erster Linie wichtig.
Bei Jugendlichen sind natürlich auch die Freunde und das Umfeld sehr wichtig und da müssen eben in erster Linie die Eltern draufschauen. Wer denn sonst ? Das kann Schule garnicht.

Alles was ich bis jetzt von

Alles was ich bis jetzt von Bekannten über den digitalen Unterricht in Deutschland gehört habe sollten die Lehrer*innen erst mal Nachhilfe bekommen. War für mich unglaublich zu höhren das es im Jahre 2021 Lehrer gibt die nich mit dem Tablet umgehen können. Dieses Defizit kann man auch mit viel Geld nicht bessern.

@ um 19:35 von schabernack

Sorry, da habe ich noch etwas vergessen.
Die Zahl von 2,75 Millionen basiert auf den im Bericht genannten Zahlen. 11 Millionen Schüler in Deutschland. Davon 25 % mit dramatischen Schwierigkeiten angeblich durch, mit oder wegen Coronabedingten Schulproblemen = 2,75 Millionen Kinder.
Haben Sie den Bericht nicht gelesen?

m 27. März 2021 um 19:27 von Theo Hundert.neu

Viel wichtiger wäre eine gesunde Schulkantine, und Schutz vor Drogen, Gewalt, und Machismus.
Schule für Lernwillige und arrangierte Lehrer und Eltern.
_________
Sie scheinen da so eher der musisch begabte Mensch zu sein. Ich bin der Meinung, dass man z.B. seine "Mutter"-Sprache schon in Wort und Schrift beherrschen sollte, auch wenn man die Integralrechnung eher nicht versteht und man kein Medizinstudium anstrebt.

@ Nachfragerin um 18.59 Uhr, Sytemisches Problem

"Das Problem sitzt viel tiefer und hat viele Ursachen: zu große Klassen, überlastete Lehrkräfte, Unterrichtsausfälle, schlechte Ausstattung der Schulen und nicht zuletzt die sozialen Probleme der Elternhäuser.
Mit etwas Nachhilfe ist es nicht getan."

Da stimme ich Ihnen zu. Die "Reformen" der letzten Jahre haben eigentlich immer nur ein Ziel gehabt: Weniger Geld auszugeben.
Die Abschaffung der Sonderschulen in Bremen hat z.B. zu einem dramatischen Anstieg des Bedarfs an psychologischer Betreuung, Logopädie, Familienhilfe ... geführt. Warum wohl?
Probleme, die z.B. in der Schule für soz-emotionale Förderung aufgefangen werden konnten, müssen nun auf Kosten der Krankenkasse (bzw. auf Kosten der Mitglieder) bearbeitet werden. Sprachheilschulen wurden abgeschafft, Folge: Mehr Bedarf an Logopädie, d.h. wieder muss die Krankenkasse herhalten.
Die Eltern sind oft selbst mit der Antragstellung überfordert. Also gibt es keine Hilfe, und die Kinder bleiben als "Schulversager" zurück.

Zwei Milliarden Euro um

Zwei Milliarden Euro um Schüler auf den notwendigen Lehrstand zu bringen wäre eigentlich endlich einmal richtig angelegtes Geld, wenn, ja wenn man davon nicht so viel Geld verlieren würde, weil es mittlerweile sehr viele Schüler gibt, die Schule eh nur als Treffpunkt sehen, wo man diesen Staat vorführen kann, indem man das ganze Schulsystem durch Blockieren, Lernverweigerung, dem alleinigen Nachkommen nach eigenen Ethnien und Bandgesetzen und oft eben auch völlige Bildungsunlust und -Unfähigkeit immer mehr zum Stocken bringt. Wenn man als Lehrer weiß, wieviel an Fördermitteln von den Schulträgern aufgebracht wird und was davon letztlich zielführend fördernd war, ... Es ist nicht auszuhalten, wie hier in (noch) unserem Land Geld vernichtet wird und man dabei dann auch noch, bei Benennung der Zu- und Umstände, verdächtig gemacht wird...

Solche Komplikationen ..

.. sind eigentlich vorhersehbar --- zumindest von Erwachsenen m i t Kindern. Die Lockdowns waren daher so veritable Reisen "ins Blaue", denn viele Entscheider haben selbst heute noch keine Vorstellungen von dem, was sie so anrichten. Im Frühjahr waren wir a l l e so ziemlich ahnungslos und man kann den Regierenden kaum/keine Vorwürfe machen, doch was dann so passierte - da schweigt des Sängers Höflichkeit !

schabernack

Sie haben Recht. lassen wir die Kinder über ihre Zukunft entscheiden . Leben wir die wahre Basisdemokratie .
Endlich .

@ um 19:54 von draufguckerin

„Bisher wurde das immer nur gekürzt. Es ist Zeit, dass sich da was dreht.“
Danke für Ihre Zustimmung.
Aber ich habe da keine Hoffnung auf positive Änderungen.
In der Sozialarbeit fingen die schlimmen Kürzungen ca Anfang der 1980er Jahre an und dauern bis heute.
Was glauben Sie, wo demnächst gespart wird, um die Coronakosten zu finanzieren?
Wieder bei den Schwächsten, die sich selbst nicht wehren können und denen auch dabei am wenigsten geholfen wird.
Wetten?
Es wird durch, von oder wegen Corona nämlich gar nichts geändert in diesem Land.
Alle arbeitet darauf hin, dass es mit oder ohne Corona genau so weitergeht, wie vor Corona.
Das sieht man ja schon bei der Coronabewältigung.
Und Kinder sind nach wie vor eben nicht das Wichtigste. Zumindest für
die Politik und die Eltern, die die desaströsen Zustände in Schulen seit Jahrzehnten dulden.

20:05 von Anna-Elisabeth

«Ich denke auch, dass man z.B. Geographie und Geschichte bei entsprechendem Interesse auch gut als Erwachsener nachholen kann. Ich würde den Schwerpunkt auch auf Mathematik, Naturwissenschaften und Sprachen (auch Deutsch) legen.»

Sicher eine sinnvolle Einstufung, will man Basiswissen aus den wichtigsten Bereichen für alle Schüler erhalten. Vor allem auch beim Fach Deutsch.

Sprachvermögen in der Umgangssprache des Landes ist gerade für Kinder aus Elternhäusern außerordentlich wichtig, in denen Deutsch nicht die Muttersprache ist. Nicht wenige dieser Kinder in jüngerem Alter sprechen, verstehen, und schreiben 2021 nach einem Jahr Schul-Unregelmäßig schlechter Deutsch, als sie das noch vor Corona konnten.

Gar nicht gut … und verkompliziert deren oft eh nicht einfache Lebenssituation noch mal mehr. Nicht nur im Hinblick auf "reines Wissen", aber auch psychologisch im Sinn von Sich-Ausgeschlossen-Fühlen.

Vermaledeite Misere das … mit Schule während hoher Corona-Inzidenz !

@schabernack, 20:45 re @VictorJara

lassen wir die Kinder über ihre Zukunft entscheiden . Leben wir die wahre Basisdemokratie .
Endlich .

Bei Ihnen kann ich mir sogar vorstellen, dass Sie das ernst meinen. Ist ja auch ein sympathischer Gedanke.
Ich glaube, ich war so einer, dem man die Entscheidung Bildung ja/nein, Schule ja/nein, Ausbildung ja/nein gut hätte überlassen können. Ich wäre vermutlich da, wo ich jetzt auch bin.
Und dennoch bin ich der Überzeugung, dass (die meisten) Kinder mit solchen Entscheidungen überfordert sind.
Sie erzählen oft von Ihrem Umgang mit Ihren Nichten, und Kinder sind zu beneiden, wenn sie solche Erwachsene an ihrer Seite haben wie Sie einer sind. Aber wer hat das schon?

Ich bin mir ziemlich sicher,

Ich bin mir ziemlich sicher, das nicht nur die sozial schwachen Kinder, sondern ALLE Kinder schulische Defizite haben. Alle sind unter ihren Möglichkeiten unterrichtet worden. Viele kommen deswegen auf dem Gymnasium nicht mehr mit. Schade drum, auch wenn es viele als Luxusproblem erachten. Von mir aus könnte ein Jahr wiederholt werden, um den Kindern den Lebensabschnitt nicht zu nehmen. Praktikas zu ermöglichen, Schüleraustausch, Klassenfahrten und letztendlich die soziale Entwicklung und nicht zuletzt die Bildung. Gegen verkürzte Ferien hätte ich auch nichts einzuwenden, da wir aber sehr engagierte Lehrer haben, gönne ich ihnen auch ihre Ferien.

Da die Kinder in der Pandemie

Da die Kinder in der Pandemie eh hinten runter gefallen sind, glaube ich, dass es auch weiterhin alles vor sich hindümpeln wird und jeder sehen muss, wo er bleibt. Nachhilfe zum zusätzlichen Unterricht ist für viele wie eine Bestrafung. Nachhilfe bringt nur dann etwas, wenn die Kinder auch wollen, bzw. Nach einem Schultag noch die Kraft dafür aufbringen. 1 zusätzliches Schuljahr würde alles entschärfen und alle betreffen, nicht nur die Spezies.

Die Würde des Menschen ...

ich empfinde jegliche Art des Lehrerbahings als Verletzung des Artikel 1 GG!

@18:23 von VictorJara

//Meiner Meinung nach wäre es am besten die Kinder einfach ein zwei Jahre länger zur Schule gehen zu lassen//

Das könnte man machen.

Aber:

//...,und nebenbei würden sie dann die Zeit, die Corona ihnen genommen hat , ersetzt bekommen.//

Ganz so einfach ist es nicht. Gerade in jungen Jahren ist das Hirn noch sehr flexibel und aufnahmebereit. Lern- und Denkfähigkeit darf da keine größere Pause machen. Auch bei den ganz Kleinen ist es wichtig - gaaanz wichtig, dass sie spielen können (möglichst auch mit anderen Kindern). Denn auch spielen bedeutet lernen.

20:20 von nie wieder spd / @schabernack, 19:35

«Die Zahl von 2,75 Millionen basiert auf den im Bericht genannten Zahlen … Davon 25 % mit dramatischen Schwierigkeiten angeblich durch, mit oder wegen Coronabedingten Schulproblemen = 2,75 Millionen Kinder.
Haben Sie den Bericht nicht gelesen?»

Die Artikel lese ich immer vorher, bevor ich überhaupt was kommentiere, oder was aus Eigenintiative schreibe.

2,75 Mio. Kinder mit "dramatischen Schwierigkeiten in der Schule" ist was ganz anderes als 50% von denen, die gar nicht mehr durch Ansprache erreichbar sein sollen.

Ganz so, als hätte sich jeder 2. Schüler mit vielen Problem schon aufgegeben, und würde nie mehr was lernen wollen. Und dann noch inkl. der Grundschüler. Unsinn.

Ich lehre als Corona-Nachhilfe privat auch Kinder mit gar nicht so guter Situation. Zugewandte Ansprache zum Besser-Lernen-Können hat noch nicht ein einziges Kind von sich gewiesen. Abgesehen von: "Momentan keine Lust".

Das vergeht aber wieder … und ist kein Dauerzustand von Ansprache-Verweigerung !

20:05 Anna-Elisabeth @18:32 frosthorn

Sollte es nicht möglich sein, für einen Jahrgang den Stoffumfang mal so zu kürzen, dass er bewältigt werden kann? Der Pythagoras und angemessene Konversation in einer Fremdsprache (...). Aber alles?

Ich denke auch, dass man z.B. Geographie und Geschichte bei entsprechendem Interesse auch gut als Erwachsener nachholen kann. Ich würde den Schwerpunkt auch auf Mathematik, Naturwissenschaften und Sprachen (auch Deutsch) legen.

Es gibt wichtige Grundlagenkenntnisse in Mathe und Deutsch. Aber was kann weg? Bei mir wären es die Naturwissenschaften. Da ist leider zu wenig hängengeblieben. Aber worauf ich nicht verzichten möchte ist alles was irgendwie mit dem Thema Menschenrechte und Nationalsozialismus zu tun hatte. U.a. die Analyse von Nazi-Propagandatexten, die Beschäftigung mit dem "Milgram-Experiment" und vieles mehr an sozialkritischer Lektüre. Also die Inhalte der Fächer Deutsch und Politik, auch Religion waren sehr prägend für mich. Alles andere eher nicht.

@21:10 von frosthorn @schabernack

//Ich glaube, ich war so einer, dem man die Entscheidung Bildung ja/nein, Schule ja/nein, Ausbildung ja/nein gut hätte überlassen können.//

Da war ich das krasse Gegenteil. Ich hätte Corona als verlängerten Urlaub wahrgenommen. Meine Eltern und Lehrer sind manchmal an mir verzweifelt. Mein Vater hatte mir von einem Gespräch mit meiner Klassenlehrerin erzählt, in dem er nur noch resigniert gesagt hatte: "Was soll ich denn machen? Ich kann das Kind doch nicht prügeln, damit es seine Hausaufgaben macht."
(Blödheit war es nicht, wie ich später beweisen konnte.)

Und am bedauerlichsten finde

Und am bedauerlichsten finde ich, dass die Kinder das nur für die älteren machen mussten, nie ernsthaft gefährdet waren und nun sehen können, wie sie klar kommen. Und ihre Eltern noch dazu.

21:10 von frosthorn / @schabernack, 20:45

«lassen wir die Kinder über ihre Zukunft entscheiden . Leben wir die wahre Basisdemokratie .
Endlich .

Bei Ihnen kann ich mir sogar vorstellen, dass Sie das ernst meinen. Ist ja auch ein sympathischer Gedanke.»

Ernst damit ist es mir in jedem Fall.
Aber Basisdemokratie der kleinen Blagen will ich nicht.

Ich meine auch nicht, die Kinder sollen entscheiden, was mit Schule (oder mit Nachhilfe) sein soll. Meine längjährige Erfahrung mit Kindern (Neffen und Nichten) ist allerdings (der Älteste ist nun 34 … ich bei seiner Geburt 21):

Kinder machen immer besser mit, wenn man sie fragt, was sie sich zu (x und y) aus ihrer Sicht vorstellen / wie sie es, oder was sie gerne hätten. Das kann von Nonsens oder Alberei bis richtig klug so gut wie alles sein. Vorher weiß man es nie, wenn man nicht fragt.

Bei Unwichtigem kann man auch mal dem Nonsens der Kinder folgen.
Nicht selten dann lustig.

Bei Wichtigem sind Erwachsene die Bestimmer.
Aber betroffene Kinder fragen ist nie verkehrt.

19:56 von Anna-Elisabeth @17:42 von Theo Hundert.neu

Schöne Träumerei. Ohne gute Noten bekommt man heutzutage nicht einmal mehr einen Ausbildungsplatz.
Man denke nur an den Numerus clausus. Ich halte das auch für falsch, ist aber nun mal so.

Wenn im Beruf das Können zählte... o weh - lassen wir das.

Es wird immer wieder kritisiert, dass Eltern ihre Kinder unbedingt aufs Gymnasium bringen möchten. Abgesehen davon, dass viele nichtakademische Berufe einfach nicht mehr die entsprechende Wertschätzung erfahren, ist Abitur mittlerweile für viele Arbeitgeber, also bereits seit den 1980ern Voraussetzung für einen Ausbildungsplatz, obwohl vorher ein "mittlerer" Bildungsabschluss ausgereicht hatte. Dass Jugendliche aber auch nach der 10ten Klasse Haupt- oder Realschule in die gymnasiale Oberstufe wechseln können, scheint nicht so bekannt. Oder bin ich schlecht informiert und das gilt nur für NRW und NS?

Verpasst ist verpasst

Man kann nicht plötzlich einfach doppelt so viel in die Kinderköpfe stopfen, um die verpasste Zeit aufzuholen. Den Kindern fehlt fast ein Jahr Schule - dieser Tatsache muss man ins Gesicht sehen.

@17:51 von schneegans

//Da nehmen sich ...
... die geschätzten (und nicht eingesetzten) 5 Mill. für wirkungsvolle Lüftungsgeräte in Schulen doch recht „preiswert“ aus.//

Ja, der Mangel an vorausschauendem Denken wird uns noch in vielen Bereichen teuer zu stehen kommen. Ich hatte kürzlich über einen Corona-Ausbruch in einer Obdachlosenunterkunft gelesen. Da könnte man auch sagen: Ein Intensiv-Bett ist teurer als ein Hotelzimmer.
(Von dem Leiden der Menschen will gar nicht erst anfangen.)

@ JanRos um 19.44 Uhr "abgreifen was geht"

" Da werden ganze "Nachhilfeschulen" ohne Prüfung der Qualifikation aus dem Boden sprießen und abgreifen was geht...um danach im Nirvana zu verschwinden."
Das befürchte ich auch.
Deshalb bin ich für mehr unbürokratische Unterstützung der Schulen, aber erst, wenn die Impfungen angelaufen sind. Jetzt ist es noch zu gefährlich.
Jede Schulbehörde sollten dazu eine eigene Abteilung einrichten, damit die Hilfen nicht durch Zuständigkeiten der Abteilungen und durch Mitarbeiterempfindlichkeiten im Dschungel der etablierten Behördenhierarchie und -bürokratie versacken.
Eine eigene Abteilung, die mit SchulleiterInnen zusammenarbeitet und nur der Bezirksregierung oder dem Landesministerium gegenüber verpflichtet, das wär's. Handlungsfähig, schnell und effektiv.

21:26 von Anna-Elisabeth

«Da war ich das krasse Gegenteil. Ich hätte Corona als verlängerten Urlaub wahrgenommen.»

All zu sicher sollten Sie sich dabei rückblickend nicht sein.

Gerade für Kinder ist was nicht wollen was ganz anderes als was nicht dürfen.
In diesem Fall Schule nicht wollen oder Schule nicht dürfen.

Was die Pänz nicht dürfen. Das wollen sie erst recht. Auch dann, wenn sie es vor dem Nicht-Dürfen noch niemals wollten.

@21:21 von Kaneel 20:05 Anna-Elisabeth

//Es gibt wichtige Grundlagenkenntnisse in Mathe und Deutsch. Aber was kann weg? Bei mir wären es die Naturwissenschaften.//

Zeigt uns nicht gerade die Pandemie und auch der Klimawandel wie sehr wie auf die Naturwissenschaften angewiesen sind. Wenn und jemand aus der Misere heraushelfen kann, dann sind es die Wissenschaftler. (Beispiel Impfstoff). Da kann da Interesse nicht früh genug geweckt werden.

@schabernack, 19:19 (re 18:23 von VictorJara)

„Würde man doch auch die Kinder nach ihrer Meinung fragen.
Als wären die doof, weil sie klein sein“

Und als ob sie nicht von Natur aus an allem interessiert und wissbegierig seien. Oh Mann, wär‘ das schön, wenn da mal einer von den Entscheidern in der Bildungspolitik drauf käme....

@21:37 von Kaneel 19:56 von Anna-Elisabeth

//Es wird immer wieder kritisiert, dass Eltern ihre Kinder unbedingt aufs Gymnasium bringen möchten. Abgesehen davon, dass viele nichtakademische Berufe einfach nicht mehr die entsprechende Wertschätzung erfahren, ist Abitur mittlerweile für viele Arbeitgeber, also bereits seit den 1980ern Voraussetzung für einen Ausbildungsplatz, obwohl vorher ein "mittlerer" Bildungsabschluss ausgereicht hatte.//

Aus meiner Sicht wäre schon viel gewonnen, wenn die verschiedenen Schulabschlüsse wieder den "Wert" von vor 30 Jahren hätten.
Mit "Wert" meine ich einerseits den tatsächlichen Kenntnisstand und zum anderen auch die Anerkennung der mit dieser Bildung verbundenen Berufe.
Aber das ist ein Thema für sich.

@ LehrerFrankfurt um 21.17 Uhr, Stimmt, aber als Lehrer

" Die Würde des Menschen ... ich empfinde jegliche Art des Lehrerbashings als Verletzung des Artikel 1 GG!"
Stimmt, aber als Lehrer wissen Sie auch, dass das Schimpfen auf "die Lehrer" oft eine Reaktion auf (Schul-)versagen ist, um das eigene Ego zu schützen.

Eine sachliche Auseinandersetzung muss möglich sein. Dazu gehört es auch, anzuerkennen, dass es oft nicht rund läuft in der Schule. Zu viele Kinder "fallen hinten runter", verlassen mit zu geringen Kompetenzen nach der Schulpflichtzeit die Schulen. Die Gesellschaft braucht diese Kinder! Nicht jeder muss studieren, aber dass jedeR lesen, schreiben und rechnen kann, das ist notwendig.
Eins ist klar: Das Versagen der Schule ist ein gesellschaftliches, es liegt nicht an den LehrerInnen. Schule und LehrerInnen wurden lange nicht wertgeschätzt. Jetzt auf einmal sollen sie wichtig sein - aber selbst das ist verlogen. Viele Eltern und Institutionen rufen jetzt nach der Schule, weil sie sich von ihren Kindern gestört fühlenn.

@21:48 von schabernack 21:26 von Anna-Elisabeth

//Was die Pänz nicht dürfen. Das wollen sie erst recht. Auch dann, wenn sie es vor dem Nicht-Dürfen noch niemals wollten.//

Ja, da ist wirklich viel dran.

21:17 von LehrerFrankfurt

«Die Würde des Menschen … ich empfinde jegliche Art des Lehrerbahings als Verletzung des Artikel 1 GG!»

Lehrer-Prügeln ist doch hier so gut wie gar nicht.
Ansonsten ist es fast immer die nie vergangene Wut auf:
"Mein Lehrer Schlecht" aus der eigenen Erinnerung an die Schulzeit.

Oder genereller Neid auf irgendwen, mit dem man angeblich tauschen wollen würde, weil der es besser getroffen hätte im Leben, ohne überhaupt zu wissen, wie das bei dem anderen so ist.

Im Fall vom Lehrer, ob 3 Monate pro Jahr Hängematte nicht auch mal irgendwann langweilig wird. Ich weiß auch nicht, wo das genau herkommt, dass der Lehrer immer Büttel für alles oder nichts sein soll.

Es ist genug

Unsere ist seit 4,5 Monaten im Homescooling.

Wie will man die psychischen Beeinträchtigungen beseitigen? Den mangelhaften Kontakt zu Gleichaltrigen? Kann man das auch mit Milliarden auf schuldenfinanzierter Kohle zuschütten? Wohl kaum.

21:21 @ Kaneel

Mathematik und Naturwissenschaften sich selbst anzueignen ist schon schwieriger als sozial-orientierte oder musische Fächer.
Beides bleibt - praxisorientiert gelehrt - besser hängen, als Formeln, Merksätze oder sonstiges auswendig zu lernen. Für Mathematik und Naturwissenschaften braucht es vor allem die Fähigkeit des logischen Denkens, das viel zu wenig trainiert wird.

Dass der Geschichtsunterricht offenbar in den letzten Jahren zu kurz gekommen ist, insbesondere die NS-Zeit, sieht man bei einigen Demonstrationen, wenn sich manche mit den Opfern oder Widerstandskämpfer*innen vergleichen.

Sport, Musik, Kunst ohne Leistungsdruck (Noten) hielte ich für gut, um einen Ausgleich zu haben.
Vielleicht auch Geschichte oder Geographie ohne Noten.
Vielleicht auch in Abhängigkeit vom Berufs- oder Studienwunsch.
Fakt ist, die meisten Abgänger kommen mit Defiziten in Ausbildung oder Studium, dort wird nichts nachgeholt.

21:37 von Kaneel

«Dass Jugendliche aber auch nach der 10ten Klasse Haupt- oder Realschule in die gymnasiale Oberstufe wechseln können, scheint nicht so bekannt. Oder bin ich schlecht informiert und das gilt nur für NRW und NS?»

Das muss aus Gründen der Gleichstellung in allen 16 Bundesländern gelten. Alles andere erscheint mir verfassungswidrig.

So sehr bekannt ist dies tatsächlich immer noch nicht. Und in der Schule lernt man auch immer noch nicht, welche prinzipiellen Bildungswege vom Schüler zum Meister im Handwerk zum Studium offen stehen, wenn man einen solchen denn Weg gehen will.

//Es gibt wichtige Grundlagenkenntnisse in Mathe und Deutsch. Aber was kann weg? Bei mir wären es die Naturwissenschaften.//

Zeigt uns nicht gerade die Pandemie und auch der Klimawandel wie sehr wie auf die Naturwissenschaften angewiesen sind. Wenn und jemand aus der Misere heraushelfen kann, dann sind es die Wissenschaftler. (Beispiel Impfstoff). Da kann da Interesse nicht früh genug geweckt werden.

Wollte damit keineswegs zum Ausdruck bringen, dass die NW nicht sehr wichtig sind. Nur haben mich diese Themenbereiche sowie die entsprechenden Lehrenden damals nicht ansprechen können. Meine Interessen liegen einfach auf anderem Gebiet. Wie die Pandemie sich auf uns als Gesellschaft, auf die Einzelnen auswirkt, z.B. Wie wollen wir miteinander umgehen in Zukunft, wir erreichen wir mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt...

@ 22:12_ Leipzigerin59- Geschichte und Unterricht

„ Dass der Geschichtsunterricht offenbar in den letzten Jahren zu kurz gekommen ist, insbesondere die NS-Zeit, sieht man bei einigen Demonstrationen, wenn sich manche mit den Opfern oder Widerstandskämpfer*innen vergleichen.“

Ich finde genau das Gegenteil. Man kann das damals und heute zwar nicht 1:1 vergleichen. Aber so weit hergeholt ist es auch nicht

Widerstand und Ansichten sind subjektiv. Und man kann die Einschränkungen von Grundrechten nicht abtun als Banalität.

Sophie Scholl war sicherlich auch nicht von Anfang an klar, dass sie sterben würde.

Dass junge Menschen die Geschichten aus der NS-Zeit kennen ist doch ein gutes Zeichen.

Auch wenn manche das offenbar nicht als politisch korrekt ansehen.

PS: ich fand diese Aktionen allerdings auch etwas unpassend...

@ Der.Hans

Es ist genug
Unsere ist seit 4,5 Monaten im Homescooling.
Wie will man die psychischen Beeinträchtigungen beseitigen?

Wenn ich Lehrer wäre, würde ich die psychischen Defekte erst mit Impfung oder nach einer konsequenten Senkung der Inzidenz bekämpfen.
Sonst nicht. Keinen Lehrer kann man zwingen, bei dieser Ansteckungsgefahr zu unterrichten.

@frosthorn, 21:10 (re @schabernack, 20:45 re @VictorJara)

„lassen wir die Kinder über ihre Zukunft entscheiden . Leben wir die wahre Basisdemokratie .
Endlich .“
—-
>> „Bei Ihnen kann ich mir sogar vorstellen, dass Sie das ernst meinen. Ist ja auch ein sympathischer Gedanke.
Ich glaube, ich war so einer, dem man die Entscheidung Bildung ja/nein, Schule ja/nein, Ausbildung ja/nein gut hätte überlassen können. Ich wäre vermutlich da, wo ich jetzt auch bin.
Und dennoch bin ich der Überzeugung, dass (die meisten) Kinder mit solchen Entscheidungen überfordert sind.“ <<

Es geht ja gar nicht darum, dass die Kinder entscheiden sollen (damit dürften die meisten in der Tat überfordert sein), sondern darum, dass sie gefragt werden.

Klingt gut, oder?

Viel Geld, Förderung...
Aber was steckt dahinter? Die Schülerinnen und Schüler kämpfen jetzt. Unterrichtsausfall (jetzt egal was: Distanz- oder Präsenz) kam tatsächlich (zumindest in meinem Umfeld) kaum vor! Natürlich ist es etwas anderes (und anspruchsvoller), was den Kindern und Jugendlichen abverlangt wird.
Diese bräuchten jetzt Ruhe zum Lernen! Nicht zusätzlichen Stress durch ungewisse Planungen, Notendruck und zusätzliche Lernstandserhebungen! Sie brauchen auch künftig Freizeit zum Ausgleich und zum Nachgehen von Hobbys, die gerade nicht gehen oder nur sehr eingeschränkt sind. Warum wird auf Lehrplänen beharrt und immer gleich über Lernrückstände lamentiert. Die gab es auch vor Covid - vielleicht etwas weniger, aber da hat sich keiner dafür interessiert.
Wichtig wäre jetzt, jeden Druck rauszunehmen, die Lehrer*innen ihren Job machen lassen und ihnen nicht Aufgaben über Aufgaben aufbürden (Testen, Zusatzstunden,...). Die können das!

22:12 von Leipzigerin59

«Mathematik und Naturwissenschaften sich selbst anzueignen ist schon schwieriger als sozial-orientierte oder musische Fächer.»

Mir erscheint es aus der eigenen Erfahrung ausgesprochen wichtig, dass Eltern bereits beim Wechsel von Grund- zu weiterführender Schule sehr aufmerksam sind, welche Interessen beim Kind besonders im Vordergrund stehen.

Es is bei weitem nicht so, dass alle Schulen von Hauptschule bis Gymnasium im jeweiligen Bereich alle Einheisbrei sind, auf denen das gleiche ohne Schwerpunkte gelehrt wird.

Bei mir war es glückliche Fügung des Schicksals, dass ich auf ein Neusprachliches Gymnasium ging. Plan von Schulen hatten meine Eltern gar nicht. Aber die bei mir war schlicht am besten auf dem Weg mit div. Verkehrsmitteln zu erreichen. Auto durfte es nicht sein … meine Eltern hatten nie einen Führerschein.

Meiner älteren kleinen Nicht habe ich explizit zu dieser Schule geraten. Weil sie es ganz toll findet, Sprachen für Reisen zu lernen. Da geht sie fröhlich hin …

@22:23 von Kaneel 21:50 von Anna-Elisabeth

//Wie die Pandemie sich auf uns als Gesellschaft, auf die Einzelnen auswirkt, z.B. Wie wollen wir miteinander umgehen in Zukunft, wir erreichen wir mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt...//

Das sind natürlich extrem wichtige Fragen. Müssen aber nicht gerade da wir Erwachsenen erst einmal ernsthaft nach Antworten suchen, auch um den Kindern Vorbild sein zu können? Wenn wir beim Umgang miteinander nicht schon vor der Pandemie so viele Defizite angehäuft hätten, wäre vielleicht auch jetzt in der Pandemie manches leichter.

@Kaneel, 22:23


Wollte damit keineswegs zum Ausdruck bringen, dass die NW nicht sehr wichtig sind. Nur haben mich diese Themenbereiche sowie die entsprechenden Lehrenden damals nicht ansprechen können. Meine Interessen liegen einfach auf anderem Gebiet. Wie die Pandemie sich auf uns als Gesellschaft, auf die Einzelnen auswirkt, z.B. Wie wollen wir miteinander umgehen in Zukunft, wir erreichen wir mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt...

Nun ist aus mir ein Ingenieur geworden, Voraussetzungen: unbändige Neugier, Faulheit und ein ausgeprägter Spieltrieb. Die Natur und damit alle damit verbundenen Wissenschaften, besonders die Physik, hatten immer eine magische Anziehungskraft auf mich.
Aber "Wie wollen wir miteinander umgehen in Zukunft, wie erreichen wir mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt...", das sind Themen, denen auch mein ganzes Engagement gilt, wie jeder weiß, der meine Beiträge hier liest. Also durchaus kein Widerspruch.

Urlaubsanspruch

Moin rossundreiter,

ich bin der Meinung, dass auch Lehrerinnen und Lehrer ihren Urlaub, wie alle anderen Beschäftigten planen und beantragen können.

@22:29 von vriegel @ 22:12_ Leipzigerin59

//Sophie Scholl war sicherlich auch nicht von Anfang an klar, dass sie sterben würde.

Dass junge Menschen die Geschichten aus der NS-Zeit kennen ist doch ein gutes Zeichen.//

Ihr Kommentar ist ja fast so peinlich, wie die junge Frau, die sich mit Sophie Scholl verglich und ganz offensichtlich die Vorgänge während der NS-Zeit NICHT begriffen hat. Geschichten kennen und Geschichte begreifen ist nicht dasselbe.

@22:29 von vriegel

>> Man kann das damals und heute zwar
>> nicht 1:1 vergleichen.

Richtig:

Sophie Scholl -> Kampf gegen ein diktatorisches, menschenverachtendes Massenmordsystem, wurde hingerichtet
Jana aus Kassel -> Kampf für ihr Grundrecht(?) auf Party, Wellness, Shopping und Urlaub

Anne Frank -> Verfolgt und ermordet von den Nazis
Elfjährige in Karlsruhe -> leidet unter Corona-Regeln auf ihrer Geburtstagsfeier(!)

>> Aber so weit hergeholt ist es auch nicht
Ähh, doch? oO

Nachhilfe

Moin draufguckerin,

ich denke, dass Nachhilfe immer ein Angebot sein sollte.
Vielleicht werden aber auch Schülerinnen und Schüler von ihren Eltern dazu gezwungen.

Präsenzunterricht?

Bei der aktuellen Entwicklung der Inzidenz hat es keinen Sinn, Präsenzunterricht zu machen. Es ist viel zu gefährlich und es sind praktisch keine Lehrer geimpft. Wir müssen in einen Lockdown. Je früher desto besser und je härter desto besser.

@ Anna-Elisabeth

Aus meiner Sicht wäre schon viel gewonnen, wenn die verschiedenen Schulabschlüsse wieder den "Wert" von vor 30 Jahren hätten.

Haben sie, da hat sich im Wesentlichen nichts geändert.

22:53 von frosthorn

«Nun ist aus mir ein Ingenieur geworden, Voraussetzungen: unbändige Neugier, Faulheit und ein ausgeprägter Spieltrieb. Die Natur und damit alle damit verbundenen Wissenschaften, besonders die Physik, hatten immer eine magische Anziehungskraft auf mich.»

Faulheit im Ingenier hätte meinen in mir im Studium umgebracht. Faul durft man da gar nicht sein. Besonderes Interesse für Naturwissenschaften konnte sich in meiner Schulzeit gar nicht entwickeln. Als neusprachliche Schüler wussten wir immer schon, dass nur die Abgehalfterten als Naturwissenschafts-Lehrer überhaupt zu den Neusprachlern durften. Wie sehr recht wir doch hatten.

Den Ingenieur in mir haben Licht, Farben, und die Photographie erst wach geküsst. Ganz zu Ende der Schulzeit. Wäre Lehrer-Berufsaussicht Mitte der 1980-er nicht so mies gewesen. Wäre ich recht wahrscheinlich Lehrer geworden. Für Fremdsprachen.

So wenige Ingenieure sind es nicht.
Denen auch Gesellschaftl. Zusammenhalt am Herzen liegt.
Everything is nature !

@lehrer, 23:08

Je früher desto besser und je härter desto besser.

Reicht ab Mitternacht? Und dann das eigene Bett nicht mehr verlassen?

Darf man sich im Bett noch umdrehen, oder wäre das auch verboten?

@ Freddy Grün

Wie wäre es, wenn die Präsenzpflicht für Lehrerinnen und Lehrer dafür verwendet würde, um für kostenlose "Nachhilfe" in den Schulferien zur Verfügung zu stehen?

Was meinen Sie mit Präsenzpflicht?

@Anna Elisabeth

Als Geschichtslehrer herzlichen Dank!!!
Das Problem liegt in einem Geschichtsunterricht, der Wissen höher bewertet als das Verständnis, dass Geschichte individuelle Konstruktion der Vergangenheit ist...

@ JT___79

Nachhilfe in der Schule
Ich finde, dass die Länder ihre verbeamteten Lehrer verpflichten sollten, entsprechende Nachhilfe in den Schulen anzubieten.

Das kann nur freiwillig geschehen und ist getrennt zu vergüten.

22:53 von frosthorn @Kaneel, 22:23

Nun ist aus mir ein Ingenieur geworden, Voraussetzungen: unbändige Neugier, Faulheit und ein ausgeprägter Spieltrieb. Die Natur und damit alle damit verbundenen Wissenschaften, besonders die Physik, hatten immer eine magische Anziehungskraft auf mich.
Aber "Wie wollen wir miteinander umgehen in Zukunft, (...) gesellschaftlichen Zusammenhalt...", das sind Themen, denen auch mein ganzes Engagement gilt, wie jeder weiß, der meine Beiträge hier liest. Also durchaus kein Widerspruch.

Noch besser wenn wie bei Ihnen starke eigene Motivation und Begabungen miteinander verknüpft werden konnten (die Faulheit bekomme ich da nicht so ganz integriert), bzw. Ihnen gelingt über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Wenn Sie, wenn ich das richtig erinnere, andere durch Ihren Beruf ähnlich begeistern konnten (hoffe ich jedenfalls) klingt das nach einem sehr sinnreichen Tun.

23:08 von Lehrer eurer Gören

und es sind praktisch keine Lehrer geimpft.
.
also bei meiner Tochter sind 3 ihrer LehrerInnen geimpft
und da ist keineR über 80 !

22:12 von Leipzigerin59 21:21 @ Kaneel

Mathematik und Naturwissenschaften sich selbst anzueignen ist schon schwieriger als sozial-orientierte oder musische Fächer.Beides bleibt - praxisorientiert gelehrt - besser hängen, als Formeln, Merksätze oder sonstiges auswendig zu lernen. Für Mathematik und Naturwissenschaften braucht es vor allem die Fähigkeit des logischen Denkens, das viel zu wenig trainiert wird.

Da bin ich gar nicht so sicher, ob das so allgemeingültig ist. Mathematik mochte ich. Meine Noten variierten allerdings deutlich je nach Thema und Lehrkraft. Und interessanterweise fand ich gerade gut, dass Mathe abstrakt war/ist. Textaufgaben habe ich gehasst. Gleichzeitig fehlte mir in den Naturwissenschaften der Bezug, das Gelernte auf meinen(!) Alltag zu übertragen.

Nicht mehr Zeit, sondern mehr Wirkungsgrad

Nachhilfe zusätzlich zum laufenden Unterricht ist zeitlich kaum machbar.
Der Unterricht muß durch kleinere Gruppen effizienter werden.

Nachhilfe für Lehrer

Nachdem was sich in der Pandemie offenbarte, müssen Lehrer und Schulleiter vorerst Nachhilfe erhalten speziell in digitalem Unterrichten.
Generell sollte das Geld für Schulen investiert werden, in bessere Ausstattung, modernen Unterricht, genügend gut ausgebildete Lehrkräfte, Weiterbildung der Lehrer.
Wichtig ist der Präsenzunterricht zumindest im Wechsel, Lehrer sind geimpft oder haben Termine, Schüler machen jetzt Tests,
Reinen Lernstoff haben die meisten selbständig oder mithilfe der Eltern gepaukt, es sind eher andere Dinge auf der Strecke geblieben. Die man nicht nachholen kann.
Gelernt hat man viel in der Zeit.
Es ist wichtiger die sozialen Aspekte wieder zu lernen, Abstand, kein Kontakt, das dürfte Folgen haben.

Ich finde es auch schwierig,

Ich finde es auch schwierig, da eine Lösung zu finden, es gibt ja Überflieger, denen das Turbolernen gar nichts ausmacht und andere, die schon vor Corona überfordert sind. Ich hätte als Schulkind der Mittelstufe die Corona Auszeit sicher als Wohltat empfunden, kein Mobbing (damals hieß das noch Hänseln), kein Notendruck... Bin sogar freiwillig sitzengeblieben, weil ich aus der Klasse raus wollte.
Mit wachsendem Alter hätte sich das verschoben, meine Oberstufenjahre habe ich in guter Erinnerung und nach Wiederholung der 12. auch gute Noten erzielt, eine Wende um 180 Grad. Zu d e r Zeit hätte mich der Coronalockdown eher gestört.
In Niedersachsen lässt man den Kindern /Eltern die Wahl für eine Wiederholung. Mir hat die Wiederholung der 12. damals sehr gut getan. Ich empfinde es auch nicht als Makel, damals auch nicht.

22:59 @ Anna-Elisabeth

"Ihr Kommentar ist ja fast so peinlich, wie die junge Frau, die sich mit Sophie Scholl verglich und ganz offensichtlich die Vorgänge während der NS-Zeit NICHT begriffen hat. Geschichten kennen und Geschichte begreifen ist nicht dasselbe."

Dankeschön,
dass Sie mir das abnehmen.
Mir fehlten dazu die Netiquette einhaltenden Worte.

@23:19 von Lehrer eurer Gören

>> Was meinen Sie mit Präsenzpflicht?

War doch neulich auf NDR-Extra3:
Die SchülerInnen im Klassenraum, die Lehrerin im HomeOffice und vorne an der Tafel war ein TabletPC aufgestellt, über den die Lehrerin den Unterricht machte. oO

21:17 von LehrerFrankfurt

ich empfinde jegliche Art des Lehrerbahings als Verletzung des Artikel 1 GG!
.
Lehrerbahings => Lehrer Bashings
sind sie Lehrer ?

23:07 von Freddy Grün

«Ich denke, dass Nachhilfe immer ein Angebot sein sollte.
Vielleicht werden aber auch Schülerinnen und Schüler von ihren Eltern dazu gezwungen.»

Das gibt es auch. Aber das sind eher und mehr die Schüler, deren Eltern einen besonders guten Bildungsweg für die Kinder im Sinn haben. So was wie bei Familientradition Arzt oder Jurist.

Nun sind aber wegen Corona-Schulausfall auch viele Schüler in der Lernmisere, die es ohne Corona nie gewesen wären. Und deren Eltern in der Mehrzahl auch nie Zwang zur Nachhilfe auf ihre Kinder ausüben würden.

Eine ganz andere, und von Zeiten normal weit abweichende Situation zu Schulen, Lehren, und Lernen im ganzen Land.

@ Sisyphos3

also bei meiner Tochter sind 3 ihrer LehrerInnen geimpft und da ist keineR über 80 !

Grundschule oder BMI ü30 würde ich sagen. Also in jedem Fall Risikotruppe. Trifft auf mich aber alles nicht zu. Mann, dünn und Gymmi.

@23:25 von Kaneel

>> die Faulheit bekomme ich da nicht so ganz
>> integriert

Ich erkläre Ihnen das mal so:
Ein Ingenieur sitzt zu Hause und denkt: "Eigentlich müßte ich mal wieder saugen, bin aber zu faul."
Und 5min später: "Ich habe da doch noch ein paar Servomotoren"
Eine halbe Stunde später war der erste selbstfahrende Staubsaugerroboter konstruiert und der Prototyp im Testlauf. -.-

Lernstandserhebung

Als Mutter von zwei schulpflichtigen Kindern, die in Klassenstufen beschult werden, die auch in den letzten Wochen in Präsenz unterrichtet werden durften, stellen sich mir allein beim Wort Lernstandserhebung alle Haare auf. Anstatt die wenigen zur Verfügung stehenden Präsenzstunden zu nutzen, um die Kinder pädagogisch wertvoll zu unterrichten, werden nacheinander weg Arbeiten geschrieben. In einer idealen Welt würden zwei Förderstunden pro Woche von engagierten Pädagogen genutzt, um Kindern mit Lernrückstand und wenig familiärer Unterstützung diese Rückstände aufholen zu lassen. Hier sehe ich eine große Diskrepanz zwischen Realität und Vorstellung.

22:48 @ schabernack

"... Eltern bereits beim Wechsel von Grund- zu weiterführender Schule sehr aufmerksam sind, welche Interessen beim Kind besonders im Vordergrund stehen. ..."

Bei mir gab es diesen - sorry -
Firlefanz nicht.

Bis Klasse 8 alle zusammen, Unterschiede nur bei einer 2. Fremdsprache.
Danach 2 Jahre (Kl. 9/10) Vorbereitung auf das Abitur 11/12.

In die 2 Vorbereitungsjahren trennte sich die Spreu vom Weizen, wer es nicht schaffte, konnte an die Polytechnische Oberschule wechseln oder eben nach Klasse 10 mit Abschluss abgehen.

Ich bin ehrlich stolz wie Oskar auf meinen Abschluss, und bei dem heutigen, auch mit der Erfahrung bei meinen Kindern schütteln ich doch so manches Mal mit dem Kopf.

Der Wert der Abschlüsse ist von Bundesland zu Bundesland nicht gleich, "Bulimie-Lernen", wie Sie schrieben. Im allgemeinen sinkende Niveau, festgestellt bei 12 Jahren Unterricht bei Studenten.

@ bla234

… ich fand es schon befremdlich das die Kollegien der Republik nicht in die Gesundheitsaemter gerufen wurden um Kontaktnachverfolgung zu betreiben.

Wozu sollte man dort Lehrer*innen brauchen? Da muss man keine Gedichtinterpretation machen, keinen Tacitus übersetzen und keinen Satz des Pythagoras beweisen.
Das durch telefonieren der Kontakte kapieren die Aushilskräfte doch in ca. 10 Minuten.

17:31 von Advocatus Diabo...

während Kinder aus sozial schwächeren Schichten zuhause oft nicht so gut gefördert werden können
.
warum ?
Ich habe mit meiner Tochter noch nie zusammen die Hausaufgaben gemacht.
Also erklären sie mir mal was fördern heißt.
Schauen dass sie morgens zur Schule geht, diese nicht schwänzt ...

22:37 @ schwer gestört

"... Wenn ich Lehrer wäre, würde ich die psychischen Defekte erst mit Impfung oder nach einer konsequenten Senkung der Inzidenz bekämpfen. ..."

Als Lehrer können Sie da nicht viel,
denn das gehört in die Hand von Ärzten und Therapeuten.

@ Peter Schäfer

Der Unterricht muß durch kleinere Gruppen effizienter werden.

Wie soll das gehen, die Anzahl der Lehrer*innen können Sie ja kaum steigern. Woher nehmen und nicht stehlen?

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