Kommentare - Corona-Nachhilfe: Lehrerverband rechnet mit zwei Milliarden Euro

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Geld allein reicht nicht

Mit digitalisierung erreicht man meist nur die Kinder die in der Schule besser dastehen während Kinder aus sozial schwächeren Schichten zuhause oft nicht so gut gefördert werden können und daher schlechter dastehen. Da hilft allein nur digitalisierung nichts sondern diese Kinder brauchen individuelle Unterstützung durch Präsenz

Erst impfen, dann Schule

Die Forderung des DLV ist gut und vielleicht dem Bedarf angemessen.
Aber alles steht und fällt mit den Impfungen. Es dürfte inzwischen jedem klar sein, dass auch Kinder infiziert werden können. Selbst wenn sie erst keine Symptome haben: Sie tragen die Infektion in die Familien. Auch wenn Oma und Opa nun nicht mehr daran sterben: Eltern und Geschwister sind auch betroffen.

Wer immer noch abstreitet, dass Kinder die Infektion leicht wegstecken, schaue sich das kurze Video vom 26.3. in den Nachrichten "buten un binnen" auf der Seite von radiobremen an. Das PIM-Syndrom, Folge einer Covid-Infektion, ist beängstigend.
Da ist mit Geld nicht dran zu drehen. Es war unverantwortlich, kleine Kinder in KiTas und Schulen zu stecken. Deshalb ist die Frage der Nachschulung erstmal zweitrangig.
Erst impfen, dann sehen wir weiter.

"Lernstandserhebungen in Kernfächern geplant"

Natürlich in Kernfächern.
Nebenfächer sind oft zugunsten der Kernfächer ausgefallen, da braucht man gar nicht erst eine Lernstandserhebung zu machen.

Jetzt den fehlenden

Jetzt den fehlenden Lernstoff, "früher sagten wir einzuprügeln" na für Familien mit Geld,..... .
Das bringt nur Stress, und dann psy. Krankheiten.
Ich warte schon 50 Jahre auf Reform.
Sport, Bewegung, Tanz, Musik, Instrument. gehört in den Morgen und Nachmittagsstunden.
Deutsch, Fremdsprache, Naturwissenschaft vlt Mathematik in der Kernzeit von 9-13 Uhr.
Der richtige Lehrer mit der richtigen Lernsoftware mit seinen erwählten Schülern, Individuell fördern gemeinsam lernen mit Motivation ohne nichtssagenden Zensuren. Im Berufsleben zählt das können, nicht Zensuren die etwas über die Beziehungen zwischen Lehrer Unfehlbar und Schüler Fauldumm aussagen.

Da nehmen sich ...

... die geschätzten (und nicht eingesetzten) 5 Mill. für wirkungsvolle Lüftungsgeräte in Schulen doch recht „preiswert“ aus.

lernschwache Schüler*innen

Die Ministerin will doch nur lernschwache Schüler*innen fördern. Da sich diese doch wohl ganz überwiegend Hauptschulen besuchen, ist 1.000.000.000 Euro für diesen Zweck viel Geld. Auch sollte die Nachhilfe von eigenen Lehrer*innen der Schulen geleistet werden, die hierfür Überstundenvergütungen erhalten.

Als ob ...

Bis zu 25% unserer Schüler mit stark erhöhtem, dramatischem Förderbedarf und „ ... Bedenken, ob sie überhaupt noch den verpassten Stoff aufholen können."
2,75 Millionen Schüler, von denen aber ca die Hälfte schon vorher kaum noch von ihren Lehrern oder Eltern erreichbar waren.
Da wird 1 Jahr dauernder, zusätzlicher Nachmittagsunterricht nicht ausreichen.
Da müssen ganze Heerscharen von Sozialarbeitern und Schulpsychologen ausschwärmen und diese Kinder zu Hause aufsuchen, da müsste an den Verhältnissen, in denen diese Kinder leben müssen, schon seit Jahrzehnten dramatische Verbesserungen durchgesetzt werden. Da ist nicht nur Nachhilfe gefragt, sondern langfristige pädagogische Konzepte.
Zumal die Zeit für die Nachhilfe von der Zeit für dringend nötige soziale Kontakte abgezogen wird, die unsere Kinder schon seit 1 Jahr schmerzlich vermissen müssen.
„Nach Corona soll doch alles anders werden“ wurde getönt.
Sogar noch kürzlich von Steinmeier.
Vielleicht besser als vorher? Nötig wäre es

Wie soll das funktionieren?

Neuen Lernstoff, der auf versäumten aufbaut, zu verstehen, und das parallel zu erarbeiten.
Sollen die Schüler*innen 16 h lernen?
Schuljahr stornieren und ab Herbst wiederholen ist wesentlich besser verkraftbar für alle Beteiligten und Betroffenen als permanente Doppelbelastung.
Letzteres wird zu sehr hohem Druck, vor allem bei den Leistungsschwächeren, führen, die Schere weiter auseinandertreiben.

Außerdem, kleinere Klassen und Lehrplan entrümpeln.

Kernfächer am wichtigsten

Es gibt ja tatsächlich Fächer die nicht sooo wichtig sind und auf die kein weiteres Wissen - wie z.B. bei Mathe der Fall - aufbaut. Hier sollte man Mut zur Lücke haben.

Bildungsminster bietet eine Milliarde, Lehrerverband schreit nach zwei. Da ist man mit Forderungen schnell bei der Hand. Naja - und das sollte jedem klar sein - irgendwann muss das Geld wieder reinkommen, Steuererhöhungen und neue Steuern werden reihenweise folgen.

Hier kommen auch wieder die enormen Versäumnisse der Regierung zu Tage. Hätte man schon früher in digitales Lernen investiert, die Zeiten zwischen den Corona-Wellen genutzt ... dann müsste man gar nicht so viel nachholen.

Warum zahlen ...

... das nicht die Länder? Bildung ist doch Länder Sache.

Lehrerverband

Meiner Meinung nach wäre es am besten die Kinder einfach ein zwei Jahre länger zur Schule gehen zu lassen . Das sind wir den Kindern schuldig . Erstens um ihnen eine Zeit nachholen zu lassen , die an Erfahrung im Konsens mit den gleichaltrigen egal in welchem alters von großer Bedeutung ist ,und nebenbei würden sie dann die Zeit, die Corona ihnen genommen hat , ersetzt bekommen .Das sind wir unseren Kindern schuldig ,in jeder Beziehung. Ich sehe überhaupt nicht ein, warum Kinder auf etwas verzichten sollen, wofür sie nichts können. Und wenn das 5 Milliarden kostet , die Wirtschaft kann warten . Es schadet den Kindern in keinster Weise sondern gibt ihnen das zurück worauf sie so lange verzichtet haben . Soziale Kompetenz zu erwerben und ihr Recht ihre Jugend so leben zu dürfen, wie sie es möchten . Systemrelevant ist das nicht , aber dies wäre eine Entscheidung die vom Humanismus geprägt und getragen wird und das würde dem wohlergehen unserer Kinder zugute kommen .

Geldsegen

Sollte man nicht einfach die Schulen besser ausstatten, statt den Nachhilfeinstituten diesen riesigen Geldsegen zu spendieren? Und haben die überhaupt qualifiziertes Personal?

Urlaubsanspruch

Auch wenn ich mich unbeliebt mache, möchte ich einen Vorschlag zur Diskussion stellen:
Wie wäre es, wenn die Präsenzpflicht für Lehrerinnen und Lehrer dafür verwendet würde, um für kostenlose "Nachhilfe" in den Schulferien zur Verfügung zu stehen?

unter einem Förderangebot

verstehe ich eigentlich, Schülern die Möglichkeit zu geben, Stoffdefizite - sei es nun aufgrund einer Lernschwäche oder wegen häufiger Fehlzeiten - aufzuarbeiten, bei Verständnisproblemen den "Groschen fallen" zu lassen und sie an die aktuellen Inhalte heranzuführen, damit sie wieder im eigenen Klassenverband erfolgreich am Unterricht teilnehmen können. Das Nachschieben des Lernstoffs eines ganzen Schuljahrs - und das noch für ganze Klassen - ist für mich etwas anderes.
Wir haben mit der Pandemie eine besondere Situation. Überall versuchen wir, damit umzugehen. Sollte es nicht möglich sein, für einen Jahrgang den Stoffumfang mal so zu kürzen, dass er bewältigt werden kann? Der Pythagoras und angemessene Konversation in einer Fremdsprache kann und soll ja bleiben. Aber alles?
Aus meiner eigenen Schulzeit kann ich definitiv sagen, dass ich für meine heutigen Fähigkeiten und Fertigkeiten bestimmt nicht 100% der Präsenz in der Schule gebraucht hätte.

Corona-Nachhilfe

Komisch, wenn irgendeine staatliche Institution, die ja normalerweise immer und für jegliche Misshelligkeiten verantwortlich gemacht wird, irgend etwas vorschlägt bzw. für irgend etwas Bereitschaft/Zustimmung zur Hilfe verlauten lässt, werden SOFORT Stimmen laut, denen das alles nicht genug, alternativ nicht schnell genug, nicht umfassend genug geht reflexartig und IMMER negativ.
Kann man nicht erst einmal abwarten, wie das ganze geplant ist UND was man eventuell selbst auch beitragen könnte. Ich könnte mir z.B. vorstellen, dass man die Sommerferien verkürzt, mit grossen Reisen gibt das eh nix. Viele Lehrer ( nicht alle !) haben in den letzten Monaten auch mehr Freizeit gehabt als üblich. Viele konnten sich aufgrund ihres Alters/Vorerkrankung freistellen lassen. Vielleicht könnte sich da auch der ein- oder andere einbringen.
Aber da wird bestimmt direkt ein Aufschrei erfolgen.
Warum kann dieses Schuljahr nicht wiederholt werden, zumindest von denen, die Defizite haben ?

Nicht ins offene Messer laufen

@ Advocatus Diabo...
Da hilft allein nur digitalisierung nichts sondern diese Kinder brauchen individuelle Unterstützung durch Präsenz

Aber nicht bei Inzidenz 125 und Tendenz stark steigend.

@ um 18:24 von Keveslegeti

Wenn da qualifiziertes Personal vorhanden ist, muß das natürlich sofort als Lehrer eingestellt werden. Da ist die Personalnot auch schon groß.

Am 27. März 2021 um 18:08 von nie wieder spd Als ob ...

2,75 Millionen Schüler, von denen aber ca die Hälfte schon vorher kaum noch von ihren Lehrern oder Eltern erreichbar waren.
_______
Ist das jetzt auch "der Staat" oder "Corona" schuld ? Erziehung und Sozialverhalten ist zuallerst einmal Sache des Elternhauses und das hat mit Geld erst einmal nix zu tun.
Mir scheint, es wird fast alles auf die Gesellschaft bzw. die Schulen/Kitas abgewälzt. Ende der 60er/Anfang der 70er Jahre gab es auch Familien, die hatten mehr und andere weniger. Von einer Unerreichbarkeit selbst einzelner Kinder war da m.W. nie die Rede. Wir hatte weder Sozialarbeiter geschweige Schulpsychologen und aus den meisten Kindern ist "was geworden". Einen gewissen Anteil an Schülern, die man trotz aller Mühen nicht positiv beeinflussen kann, gab es immer und die wird es auch weiter geben. Da trägt aber Corona nun keine Schuld.

Am 27. März 2021 um 18:15 von Giselbert

Es gibt ja tatsächlich Fächer die nicht sooo wichtig sind und auf die kein weiteres Wissen - wie z.B. bei Mathe der Fall - aufbaut. Hier sollte man Mut zur Lücke haben.
Bildungsminster bietet eine Milliarde, Lehrerverband schreit nach zwei. Da ist man mit Forderungen schnell bei der Hand. Naja - und das sollte jedem klar sein - irgendwann muss das Geld wieder reinkommen, Steuererhöhungen und neue Steuern werden reihenweise folgen.

Hier kommen auch wieder die enormen Versäumnisse der Regierung zu Tage. Hätte man schon früher in digitales Lernen investiert, die Zeiten zwischen den Corona-Wellen genutzt ... dann müsste man gar nicht so viel nachholen.
__
Bin Ihrer Meinung. Der letzte Passus hat allerdings was von "hätte, hätte, Fahrradkette". Kann man im Nachhinein nicht mehr ändern; nur jetzt priorisieren.

Systemisches Problem

An sich ist es gut, die Lerndefizite aufholen zu wollen. Ich glaube allerdings, dass dieses Vorhaben - sofern es überhaupt realisierbar ist - lediglich oberflächliche Symptome bekämpft. Die Einstufungstests der Mittelstufe offenbarten auch schon vor der Coronakrise erhebliche Wissensrückstände.

Das Problem sitzt viel tiefer und hat viele Ursachen: zu große Klassen, überlastete Lehrkräfte, Unterrichtsausfälle, schlechte Ausstattung der Schulen und nicht zuletzt die sozialen Probleme der Elternhäuser.

Mit etwas Nachhilfe ist es nicht getan.

Am 27. März 2021 um 18:05 von Stern2100

Auch sollte die Nachhilfe von eigenen Lehrer*innen der Schulen geleistet werden, die hierfür Überstundenvergütungen erhalten.
____
Warum ? Wenn es stimmt, dass Lehrer die meiste Arbeit nach dem Unterricht haben und täglich viele Stunden (?) Nach- bzw. Vorbereiten müssen, wird da keine Zeit für bleiben. Ich wüsste auch nicht, warum das besser sein sollte.

@Stern2100

"Die Ministerin will doch nur lernschwache Schüler*innen fördern. Da sich diese doch wohl ganz überwiegend Hauptschulen besuchen" Am 27. März 2021 um 18:05 von Stern2100

*

Nein, es gibt auch Teilleistungsschwächen im Rechnen, Lesen, Rechtschreiben, Sprechen oder der Motorik.

Die Kinder sind in diesen Bereichen manchmal nur Spätentwickler, was eine spätere Einschulung nicht gerechtfertigt. Oft ist es so, dass sie aus den Schwächen herauswachsen, aber bis dahin brauchen sie Unterstützung und regelmäßige Übung, was die Schule im Normalfall bietet.

So ein Zirkus im Lernen wie das ganze letzte Jahr ist im Bezug auf diese Schwächen dieser Kinder natürlich furchtbar gewesen.

18:23 von VictorJara

«Soziale Kompetenz zu erwerben und ihr Recht ihre Jugend so leben zu dürfen, wie sie es möchten . Systemrelevant ist das nicht , aber dies wäre eine Entscheidung die vom Humanismus geprägt und getragen wird und das würde dem wohlergehen unserer Kinder zugute kommen.»

Will man schon den Begriff: "systemrelevant" verwenden.
Dann ist es sehr systemrelevant, wie Kinder leben können, und was sie lernen.

Nicht so einfach ist es, festzulegen, was sie lernen sollen in der Schule. Das Problem, das zur momentan besonderen Schulsituation mit Corona hindert, ist nicht Föderalismus bei Bildung an sich.

Sind die 16 Problembären & -bärinnen aus 16 Kultusministerien. Nicht mal jetzt werden sich 16 Erwachsene im Namen von Mio. von Schülern einig, was wichtig sein solle. Wenn nicht jetzt … wann dann?

Initiative "Nachhilfe" ist sicher gut gemeint.
Entscheiden, was draus wird, müssen wieder die 16.

Würde man doch auch die Kinder nach ihrer Meinung fragen.
Als wären die doof, weil sie klein sein.

@weingasi1

"Erziehung und Sozialverhalten ist zuallerst einmal Sache des Elternhauses und das hat mit Geld erst einmal nix zu tun." Am 27. März 2021 um 18:54 von weingasi1

*

Die Eltern erziehen ihre Kinder ganz bestimmt, aber was Erziehung und Sozialverhalten angehet, da scheiden sich die Geister, was sein soll und was nicht. Was Sie für richtig erachten, das muss nicht für alle richtig sein.

Abgesehen davon kommt man an Teenager oft besser über andere Teenager ran (Gruppenzwang), als über die Eltern. Die Pubertät ist ein Kapitel für sich.

Reform 2

Es wird nicht gehen das eine ganze Schülergeneration, ein Jahr Lernstoff so nebenbei, .... da fällt der sozial schwächere über Bord das bringt die soziale Ungleichheit auf höhstes Niveau.
Schluss mit der Aussieberei, schluss mit unsinnigen Zensuren, es gibt Musische, Sportliche oder Handwerklich begabte Menschen. Es gibt 2 Sprachlich Aufwachsende Schüler. Es gibt Kopf und Bauchmenschen.
Es gibt viele die eine Mathematische Sprache, weder verstehen, noch erlernen wollen oder können. Warum diese unbedingte Gleichmacherei.
Viel wichtiger wäre eine gesunde Schulkantine, und Schutz vor Drogen, Gewalt, und Machismus.
Schule für Lernwillige und arrangierte Lehrer und Eltern.

Stornieren

"Schuljahr stornieren und ab Herbst wiederholen ist wesentlich besser verkraftbar für alle Beteiligten und Betroffenen als permanente Doppelbelastung."

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Und wie soll das praktisch funktionieren?
In den KiTas bildet sich dann ein Stau, weil der nächste Jahrgang nachrückt? Es sind jetzt schon zu wenig KiTa Plätze vorhanden, wie soll man da dann einen Jahrgang zusätzlich aufnehmen?

Und am anderen Ende entsteht dann eine Lücke. Arbeitsverträge mit Azubis, die Anfang 2020 für Sommer 2021 geschlossen wurden werden einfach storniert? Die Lehrwerkstätten machen dann einfach 1 Jahr Betriebsferien?

Komisch... erst fällt jede

Menge Unterricht aus. Manche Lehrer scheinen gar "verschwunden" zu sein. Und nun merkt man das jede Menge Schüler abgehängt sind?
In DE läuft gerade alles schief was nur schieflaufen kann. Und die Lehrer, Schuleitungen und Behörden haben massiv dazu beigetragen und sollten das auch selber korrigieren.

18:08 von nie wieder spd

«2,75 Millionen Schüler, von denen aber ca die Hälfte schon vorher kaum noch von ihren Lehrern oder Eltern erreichbar waren.»

Was'n das'n wieder für ‘ne Zahl aus welcher Quelle?
Ca. 50% für Ansprache verlorene Schüler im Land.
So was wie fast 1,4 Mio. Irrlichter auf dem Weg zum Untergang.

Kommen Ihnen solche Zahlen nicht wenigstens absurd vor, wenn Sie sowas schon meinen, schreiben zu müssen. "Kinderpraxis" scheint bei Ihnen gar nicht in der Nachbarschaft zu wohnen. Aber Düsternis vom Untergang schon.

«Da müssen ganze Heerscharen von Sozialarbeitern und Schulpsychologen ausschwärmen und diese Kinder zu Hause aufsuchen …»

Damit die Kinder zusätzlich zum Corona-Schlamassel noch wer heimsucht. Am besten vom Heer die Schar. Die gibt es nicht … genau so wenig wie 100.000 mehr Fachkräfte für Intensivstationen.

Man unterhalte sich mit Kindern … und schon ist es der Beginn von Nachhilfe.
Und Eltern-Entmündigung braucht auch niemand als Prinzip.
Kinder wollen das sowieso nicht !

@ Keveslegeti um 18.24 Uhr, Sicher, das wäre gut

"Sollte man nicht einfach die Schulen besser ausstatten, statt den Nachhilfeinstituten diesen riesigen Geldsegen zu spendieren?" Das wäre auf jeden Fall gut.
"Und haben die überhaupt qualifiziertes Personal?" Teil / teils.
Für neugegründete Institute würden erst einmal wieder Gelder für Ausstattung, Mieten, Reinigung, GeschäftsführerIn, Sekretariat ... anfallen, Honorare für Lehrpersonal natürlich auch.
Ich meine, dieses Geld wäre in unseren Schulen besser aufgehoben. Da ist eine Grundausstattung vorhanden, die man damit aufstocken sollte.
Selbst wenn man nicht-schulisches Personal einstellen wollte, wäre das in Schulgebäuden unter Aufsicht gut aufgehoben und anzuleiten.

@ um 18:54 von weingasi1

Wenn Sie nun wüssten, wer Schuld an der Misere vieler Kinder in prekären Verhältnissen ist, was würde das an deren Misere ändern?
Natürlich haben auch die Eltern Schuld. Aber die hatten als Kinder meistens selbst ähnliche Probleme. Und weil ihnen niemand wirklich geholfen hat, wirkt sich das wiederum auf deren Kinder aus.
Ich kenne Familien, die sind seit 1945 sozial nie wieder auf die Füße gekommen und Kinder, die schon im Alter von 7 Jahren vom Jugendamt volltrunken zu Hause angetroffen wurden.
Ganze Generationen, die in Obdachlosensiedlungen hausen mussten und für die Schule immer schon problematisch war.
Daran hatten Eltern Schuld, die der Krieg schon als Kinder psychisch fertig gemacht hat.
Das ist häufig ein Teufelskreis, aus dem Kinder erst recht nicht herausfinden. Und das seit über 75(!) Jahren. Kein Schwein hat denen jemals wirklich geholfen.
Und denen muss selbstverständlich endlich geholfen werden. 1 oder 2 Milliarden Euro reichen dafür bei Weitem nicht aus.

Auf die...

...Meldungen von Missbrauch und dem Versacken
großer Teile der 2 Milliarden kann sich jeder jetzt
schon gefasst machen bei den Zuständen die hier
mittlerweile herrschen.
Da werden ganze "Nachhilfeschulen" ohne Prüfung
der Qualifikation aus dem Boden sprießen und
abgreifen was geht...um danach im Nirvana zu verschwinden.
Dann war aber wieder keiner.

Mit Geld alleine ist es nicht

Mit Geld alleine ist es nicht zu schaffen, 1/4 der Schüler in Deutschland zu Hochleistungsschüler zu machen.

Berlin gibt von allen Ländern so ziemlich das meiste Geld aus, liegt aber im Vergleich so ziemlich hinten!

Die Ursachen müssen auch andere Gründe sein.

@victorjara, 18:23

Meiner Meinung nach wäre es am besten die Kinder einfach ein zwei Jahre länger zur Schule gehen zu lassen. (...) Ich sehe überhaupt nicht ein, warum Kinder auf etwas verzichten sollen, wofür sie nichts können.

Das Problem ist, dass das den Kindern auch nichts nützt. Dann strömt in einem Jahr die zwei- bis dreifache Anzahl an Schulabgängern auf die Straße.

Da sind die Arbeitslosen-Karrieren vorprogrammiert, die dann aber keinen mehr interessieren werden.

Das System ist (gerade in Deutschland) bis ins Kleinste fein geflochten, und es erschreckend, dass die Bundesregierung das überhaupt nicht zu wissen scheint.

Den

Defizite der Schüler sind teils selbst verschuldet.
Erfahrungen meines
Kindes nach haben viele ihrer Klassenkameraden während des Lockdowns einfach nicht genügend mitgearbeitet - es gab schließlich keine Bedrohung durch Klausuren oder unangesagte Kurzarbeiten.
Das Homeschooling fordert den Schüler diszipliniertes Arbeiten ab, wer dazu nicht bereit ist bzw. war, ist logischerweise zurückgefallen.
Aber diese Defizite werden mit viel (Steuer-)Geld bestimmt wieder auszugleichen sein.

@ um 17:51 von schneegans

Ein bisschen mehr als 5 Millionen kostet das schon.
Laut Herrn Lauterbach kostet die Ausrüstung eines jeden Klassenzimmers mit Corona - tauglichen Lüftern ca 1 Milliarde Euro.
Wenn man sämtliche Kiga - Räume dazurechnet, werden es vielleicht 2 Milliarden Euro sein. Für jedes Fahrzeug im ÖPNV wären es nochmal ein paar Milliarden.
Auf jeden Fall immer noch ein Schnäppchen im Vergleich zu den Folgekosten.
Aber unseren Kultusministern zu teuer für um unsere Kinder zu schützen.
Anfang März hat laut Westfälischer Zeitung der Düsseldorfer Landtag 42 solcher Geräte angeschafft.
Und viele MdB/L überall in Deutschland für ihre Büros.
Aber für unsere Kinder? Pustekuchen!

18:32 von frosthorn

«Wir haben mit der Pandemie eine besondere Situation. Überall versuchen wir, damit umzugehen. Sollte es nicht möglich sein, für einen Jahrgang den Stoffumfang mal so zu kürzen, dass er bewältigt werden kann? Der Pythagoras und angemessene Konversation in einer Fremdsprache kann und soll ja bleiben. Aber alles?»

Mit einer besonderen Situation müsste man auch besonders umgehen können.
Ich träume das schon als so was wie einen Alptraum:

Den Kindern alles als Nachholwissen eintrichtern, was in der Schule schon immer gewusst werden musste. Muss drin bleiben im Gedächtnis bis zur nächsten Prüfung gewusst. Kaum ist die Prüfung vorbei … ab in den Raum mit dem Klo drin. "Bullimie-Lernen" wird so was manchmal genannt.

Macht Unsinn für alle Beteiligten.
Aber gar nix Gutes für die Kinder.

Der Ansatz "Nachhilfe" ist sicher sinnvoll. Aber nicht wie immer aus dem Baukasten mit dem Standard drin. Möglich wäre Vieles … und vor allem sollte man auch die Kinder fragen, was sie für gut halten.

@ nie wieder SPD um 18.08 Uhr, Zustimmung

"Da müssen ganze Heerscharen von Sozialarbeitern und Schulpsychologen ausschwärmen und diese Kinder zu Hause aufsuchen, da müsste an den Verhältnissen, in denen diese Kinder leben müssen, schon seit Jahrzehnten dramatische Verbesserungen durchgesetzt werden. "
Das stimmt!
Bisher wurde das "Einmischen" in den Privatbereich durch Schulen, Sozial- und Jugendämter als übergriffige Kontrolle aufgefasst. Unter dem Motto: "Alle Eltern lieben ihre Kinder und wollen nur das Beste für sie" konnte man bequem wegschauen und Notaufnahmen, Kinderheime ... abschaffen.

Ich bin froh, dass Hilfe für Kinder nun als Notwendigkeit gesehen wird.

Nachhilfe, Unterstützung beim Lernen, soziale Unterstützung und Kommunikation, das brauchen viele Kinder. Schulen und LehrerInnen wünschen sich Sozialarbeiter, auch aufsuchende Hilfen für Kinder und Eltern. Bisher wurde das immer nur gekürzt. Es ist Zeit, dass sich da was dreht.

@freddygrün, 18:30

Wie wäre es, wenn die Präsenzpflicht für Lehrerinnen und Lehrer dafür verwendet würde, um für kostenlose "Nachhilfe" in den Schulferien zur Verfügung zu stehen?

Charmante Idee, und durchaus ein Vorschlag, den man nicht sofort "in die Binsen" werfen sollte. Schließlich haben die Lehrer bei vollem Staatsgehalt wochen- oder monatelang gebummelt.

Auf den zweiten Blick muss man aber erkennen, dass auch Lehrer ein Recht haben, ihr Leben selbstbestimmt zu planen und natürlich auch geplant in den Sommerurlaub fahren dürfen. Trotz Bummeln. Wird also nichts.

@ um 18:23 von VictorJara

Genau so wäre es gut und richtig.
Aber garantiert zu teuer für eines der reichsten Länder der Welt.

@17:42 von Theo Hundert.neu

//Im Berufsleben zählt das können, nicht Zensuren die etwas über die Beziehungen zwischen Lehrer Unfehlbar und Schüler Fauldumm aussagen.//

Schöne Träumerei. Ohne gute Noten bekommt man heutzutage nicht einmal mehr einen Ausbildungsplatz.
Man denke nur an den Numerus clausus. Ich halte das auch für falsch, ist aber nun mal so.

Wenn im Beruf das Können zählte... o weh - lassen wir das.

18:42 @ Keveslegeti

Unsere klugen Kultusminister*innen halten eine 7-Tage-Inzidenz erst ab
200 / 100.000 Einwohner bei Schüler*innen und Lehrer*innen für gefährlich.

Toll, nicht?

Warum die Länder das nicht bezahlen?

Weil es ein deutschlandweites Problem ist,
weil
Deutschland insgesamt im Bildungswesen nur noch Mittelmaß ist,
jahrelang versäumt wurde, ins Bildungswesen zu investieren,
Föderalismus im Bildungswesen ein geldfressendes Ungeheuer geworden ist,
...

Am 27. März 2021 um 17:42 von Theo Hundert.neu

Im Berufsleben zählt das können, nicht Zensuren die etwas über die Beziehungen zwischen Lehrer Unfehlbar und Schüler Fauldumm aussagen.
___
Diese Diskussion gab es vor nicht allzu langer Zeit schon einmal. Entgegen Ihrer Meinung waren seinerzeit die meisten potenziellen Arbeitgeber der Meinung, dass Zensuren wichtig und einen ersten Eindruck des AN in spe vermitteln, wobei es vermutlich unerheblich ist, wenn ich ein Studium bzw. eine Ausbildung zum Architekten anstrebe und in Biologie ein "mangelhaft" habe. Wenn ich nicht gerade einen künstlerischen Beruf anstrebe, wird es einem AG in spe aber vermutlich wurscht sein, ob ich meinen oder seinen Namen tanzen kann. Was IMMER wichtig ist, ist eine gute Allgemeinbildung. Hier zeigen meine (nicht sehr vielfältigen) Erfahrungen mit jungen Leuten allerdings ziemliche Defizite auf. In fast allen Bereichen.

@ WM-Kasparov-Fan

Egal, wieviel Geld jetzt noch nachträglich ins Bildungssystem gepumpt wird.
Es wird sich nichts grundlegend verbessern.

Genau deshalb hat man sich das Geld in der Vergangenheit auch gespart.

@18:32 von frosthorn

//Sollte es nicht möglich sein, für einen Jahrgang den Stoffumfang mal so zu kürzen, dass er bewältigt werden kann? Der Pythagoras und angemessene Konversation in einer Fremdsprache kann und soll ja bleiben. Aber alles?//

Ich denke auch, dass man z.B. Geographie und Geschichte bei entsprechendem Interesse auch gut als Erwachsener nachholen kann. Ich würde den Schwerpunkt auch auf Mathematik, Naturwissenschaften und Sprachen (auch Deutsch) legen.

Am 27. März 2021 um 18:32 von frosthorn

Aus meiner eigenen Schulzeit kann ich definitiv sagen, dass ich für meine heutigen Fähigkeiten und Fertigkeiten bestimmt nicht 100% der Präsenz in der Schule gebraucht hätte.
_____
Das geht mir ähnlich. Leider wissen die wenigsten Schüler zu diesem Zeitpunkt meist noch garnicht wissen, was sie überhaupt brauchen werden. Das kristallisiert sich doch frühestens mit der Sek.Stufe II heraus. Häufig noch viel später.

@ vweh

In DE läuft gerade alles schief was nur schieflaufen kann.

Vor allem in den Diskussionsforen.

@ Freddy Grün um 18.30 Uhr, Ihr Vorschlag bezügl. Präsenzpflicht

"Wie wäre es, wenn die Präsenzpflicht für Lehrerinnen und Lehrer dafür verwendet würde, um für kostenlose "Nachhilfe" in den Schulferien zur Verfügung zu stehen?"
Nein, ich glaube gar nicht, dass Sie sich damit so unbeliebt machen würden. Auch LehrerInnen wünschen sich mehr Zeit für Ihre SchülerInnen.
Aber die Präsenzpflicht der LehrerInnen wäre bei weitem nicht ausreichend für so ein großes Projekt.
Für "gute" Schülerinnen wäre es sicherlich schön, auch in den Ferien ab und zu in die Schule gehen zu dürfen, gerade nach dieser langen kontaktarmen Zeit.
Ich kann mir aber vorstellen, dass es für "schlechte" SchülerInnen Horror wäre, auch noch in den Ferien ihreN unbeliebten LehrerIn aufsuchen zu müssen. Da wäre Ansprache/Nachhilfe durch schulfremde Lehrpersonen oder andere LehrerInnen sicherlich effektiver.

Nachhilfe in der Schule

Ich finde, dass die Länder ihre verbeamteten Lehrer verpflichten sollten, entsprechende Nachhilfe in den Schulen anzubieten.
Paragraph 88 BBG bietet hier die nötige Grundlage und die Mehrarbeit kann in den Ferien wieder ausgeglichen werden. Das soll kein Angriff auf Beamte sein, aber hier bietet sich die Gelegenheit die Vorteile des teuren Systems zu nutzen.

@ um 19:35 von schabernack

Bevor ich in die Pflege wechselte, habe ich ca 25 Jahre als Erzieher in sozialen Brennpunkten und Jugendzentren gearbeitet und bis vor ca 3 Jahren auch noch ab und zu Ehrenamtlich.
„Kinderpraxis“ ist mir live und originalgetreu in nahezu jeder Situation bestens bekannt.

Am 27. März 2021 um 19:25 von Tada

Die Eltern erziehen ihre Kinder ganz bestimmt, aber was Erziehung und Sozialverhalten angehet, da scheiden sich die Geister, was sein soll und was nicht. Was Sie für richtig erachten, das muss nicht für alle richtig sein.
__
Das ist vermutlich bei Ihnen so und war mit Sicherheit bei mir so. Oft genug habe ich aber schon die These gehört "da soll sich die Schule/Kita/Lehrer drum kümmern". Zwar sind diese in nicht unmassgeblicher Form für das Sozialverhalten MIT zuständig aber in erster Linie sollen Schulen/Lehrer Bildung bzw. Wissen vermitteln. Für die anderen Belange, die natürlich auch wichtig sind, sind m.M. Eltern in erster Linie wichtig.
Bei Jugendlichen sind natürlich auch die Freunde und das Umfeld sehr wichtig und da müssen eben in erster Linie die Eltern draufschauen. Wer denn sonst ? Das kann Schule garnicht.

Alles was ich bis jetzt von

Alles was ich bis jetzt von Bekannten über den digitalen Unterricht in Deutschland gehört habe sollten die Lehrer*innen erst mal Nachhilfe bekommen. War für mich unglaublich zu höhren das es im Jahre 2021 Lehrer gibt die nich mit dem Tablet umgehen können. Dieses Defizit kann man auch mit viel Geld nicht bessern.

@ um 19:35 von schabernack

Sorry, da habe ich noch etwas vergessen.
Die Zahl von 2,75 Millionen basiert auf den im Bericht genannten Zahlen. 11 Millionen Schüler in Deutschland. Davon 25 % mit dramatischen Schwierigkeiten angeblich durch, mit oder wegen Coronabedingten Schulproblemen = 2,75 Millionen Kinder.
Haben Sie den Bericht nicht gelesen?

m 27. März 2021 um 19:27 von Theo Hundert.neu

Viel wichtiger wäre eine gesunde Schulkantine, und Schutz vor Drogen, Gewalt, und Machismus.
Schule für Lernwillige und arrangierte Lehrer und Eltern.
_________
Sie scheinen da so eher der musisch begabte Mensch zu sein. Ich bin der Meinung, dass man z.B. seine "Mutter"-Sprache schon in Wort und Schrift beherrschen sollte, auch wenn man die Integralrechnung eher nicht versteht und man kein Medizinstudium anstrebt.

@ Nachfragerin um 18.59 Uhr, Sytemisches Problem

"Das Problem sitzt viel tiefer und hat viele Ursachen: zu große Klassen, überlastete Lehrkräfte, Unterrichtsausfälle, schlechte Ausstattung der Schulen und nicht zuletzt die sozialen Probleme der Elternhäuser.
Mit etwas Nachhilfe ist es nicht getan."

Da stimme ich Ihnen zu. Die "Reformen" der letzten Jahre haben eigentlich immer nur ein Ziel gehabt: Weniger Geld auszugeben.
Die Abschaffung der Sonderschulen in Bremen hat z.B. zu einem dramatischen Anstieg des Bedarfs an psychologischer Betreuung, Logopädie, Familienhilfe ... geführt. Warum wohl?
Probleme, die z.B. in der Schule für soz-emotionale Förderung aufgefangen werden konnten, müssen nun auf Kosten der Krankenkasse (bzw. auf Kosten der Mitglieder) bearbeitet werden. Sprachheilschulen wurden abgeschafft, Folge: Mehr Bedarf an Logopädie, d.h. wieder muss die Krankenkasse herhalten.
Die Eltern sind oft selbst mit der Antragstellung überfordert. Also gibt es keine Hilfe, und die Kinder bleiben als "Schulversager" zurück.

Zwei Milliarden Euro um

Zwei Milliarden Euro um Schüler auf den notwendigen Lehrstand zu bringen wäre eigentlich endlich einmal richtig angelegtes Geld, wenn, ja wenn man davon nicht so viel Geld verlieren würde, weil es mittlerweile sehr viele Schüler gibt, die Schule eh nur als Treffpunkt sehen, wo man diesen Staat vorführen kann, indem man das ganze Schulsystem durch Blockieren, Lernverweigerung, dem alleinigen Nachkommen nach eigenen Ethnien und Bandgesetzen und oft eben auch völlige Bildungsunlust und -Unfähigkeit immer mehr zum Stocken bringt. Wenn man als Lehrer weiß, wieviel an Fördermitteln von den Schulträgern aufgebracht wird und was davon letztlich zielführend fördernd war, ... Es ist nicht auszuhalten, wie hier in (noch) unserem Land Geld vernichtet wird und man dabei dann auch noch, bei Benennung der Zu- und Umstände, verdächtig gemacht wird...

Solche Komplikationen ..

.. sind eigentlich vorhersehbar --- zumindest von Erwachsenen m i t Kindern. Die Lockdowns waren daher so veritable Reisen "ins Blaue", denn viele Entscheider haben selbst heute noch keine Vorstellungen von dem, was sie so anrichten. Im Frühjahr waren wir a l l e so ziemlich ahnungslos und man kann den Regierenden kaum/keine Vorwürfe machen, doch was dann so passierte - da schweigt des Sängers Höflichkeit !

schabernack

Sie haben Recht. lassen wir die Kinder über ihre Zukunft entscheiden . Leben wir die wahre Basisdemokratie .
Endlich .

@ um 19:54 von draufguckerin

„Bisher wurde das immer nur gekürzt. Es ist Zeit, dass sich da was dreht.“
Danke für Ihre Zustimmung.
Aber ich habe da keine Hoffnung auf positive Änderungen.
In der Sozialarbeit fingen die schlimmen Kürzungen ca Anfang der 1980er Jahre an und dauern bis heute.
Was glauben Sie, wo demnächst gespart wird, um die Coronakosten zu finanzieren?
Wieder bei den Schwächsten, die sich selbst nicht wehren können und denen auch dabei am wenigsten geholfen wird.
Wetten?
Es wird durch, von oder wegen Corona nämlich gar nichts geändert in diesem Land.
Alle arbeitet darauf hin, dass es mit oder ohne Corona genau so weitergeht, wie vor Corona.
Das sieht man ja schon bei der Coronabewältigung.
Und Kinder sind nach wie vor eben nicht das Wichtigste. Zumindest für
die Politik und die Eltern, die die desaströsen Zustände in Schulen seit Jahrzehnten dulden.

20:05 von Anna-Elisabeth

«Ich denke auch, dass man z.B. Geographie und Geschichte bei entsprechendem Interesse auch gut als Erwachsener nachholen kann. Ich würde den Schwerpunkt auch auf Mathematik, Naturwissenschaften und Sprachen (auch Deutsch) legen.»

Sicher eine sinnvolle Einstufung, will man Basiswissen aus den wichtigsten Bereichen für alle Schüler erhalten. Vor allem auch beim Fach Deutsch.

Sprachvermögen in der Umgangssprache des Landes ist gerade für Kinder aus Elternhäusern außerordentlich wichtig, in denen Deutsch nicht die Muttersprache ist. Nicht wenige dieser Kinder in jüngerem Alter sprechen, verstehen, und schreiben 2021 nach einem Jahr Schul-Unregelmäßig schlechter Deutsch, als sie das noch vor Corona konnten.

Gar nicht gut … und verkompliziert deren oft eh nicht einfache Lebenssituation noch mal mehr. Nicht nur im Hinblick auf "reines Wissen", aber auch psychologisch im Sinn von Sich-Ausgeschlossen-Fühlen.

Vermaledeite Misere das … mit Schule während hoher Corona-Inzidenz !

@schabernack, 20:45 re @VictorJara

lassen wir die Kinder über ihre Zukunft entscheiden . Leben wir die wahre Basisdemokratie .
Endlich .

Bei Ihnen kann ich mir sogar vorstellen, dass Sie das ernst meinen. Ist ja auch ein sympathischer Gedanke.
Ich glaube, ich war so einer, dem man die Entscheidung Bildung ja/nein, Schule ja/nein, Ausbildung ja/nein gut hätte überlassen können. Ich wäre vermutlich da, wo ich jetzt auch bin.
Und dennoch bin ich der Überzeugung, dass (die meisten) Kinder mit solchen Entscheidungen überfordert sind.
Sie erzählen oft von Ihrem Umgang mit Ihren Nichten, und Kinder sind zu beneiden, wenn sie solche Erwachsene an ihrer Seite haben wie Sie einer sind. Aber wer hat das schon?

Ich bin mir ziemlich sicher,

Ich bin mir ziemlich sicher, das nicht nur die sozial schwachen Kinder, sondern ALLE Kinder schulische Defizite haben. Alle sind unter ihren Möglichkeiten unterrichtet worden. Viele kommen deswegen auf dem Gymnasium nicht mehr mit. Schade drum, auch wenn es viele als Luxusproblem erachten. Von mir aus könnte ein Jahr wiederholt werden, um den Kindern den Lebensabschnitt nicht zu nehmen. Praktikas zu ermöglichen, Schüleraustausch, Klassenfahrten und letztendlich die soziale Entwicklung und nicht zuletzt die Bildung. Gegen verkürzte Ferien hätte ich auch nichts einzuwenden, da wir aber sehr engagierte Lehrer haben, gönne ich ihnen auch ihre Ferien.

Da die Kinder in der Pandemie

Da die Kinder in der Pandemie eh hinten runter gefallen sind, glaube ich, dass es auch weiterhin alles vor sich hindümpeln wird und jeder sehen muss, wo er bleibt. Nachhilfe zum zusätzlichen Unterricht ist für viele wie eine Bestrafung. Nachhilfe bringt nur dann etwas, wenn die Kinder auch wollen, bzw. Nach einem Schultag noch die Kraft dafür aufbringen. 1 zusätzliches Schuljahr würde alles entschärfen und alle betreffen, nicht nur die Spezies.

Die Würde des Menschen ...

ich empfinde jegliche Art des Lehrerbahings als Verletzung des Artikel 1 GG!

@18:23 von VictorJara

//Meiner Meinung nach wäre es am besten die Kinder einfach ein zwei Jahre länger zur Schule gehen zu lassen//

Das könnte man machen.

Aber:

//...,und nebenbei würden sie dann die Zeit, die Corona ihnen genommen hat , ersetzt bekommen.//

Ganz so einfach ist es nicht. Gerade in jungen Jahren ist das Hirn noch sehr flexibel und aufnahmebereit. Lern- und Denkfähigkeit darf da keine größere Pause machen. Auch bei den ganz Kleinen ist es wichtig - gaaanz wichtig, dass sie spielen können (möglichst auch mit anderen Kindern). Denn auch spielen bedeutet lernen.

20:20 von nie wieder spd / @schabernack, 19:35

«Die Zahl von 2,75 Millionen basiert auf den im Bericht genannten Zahlen … Davon 25 % mit dramatischen Schwierigkeiten angeblich durch, mit oder wegen Coronabedingten Schulproblemen = 2,75 Millionen Kinder.
Haben Sie den Bericht nicht gelesen?»

Die Artikel lese ich immer vorher, bevor ich überhaupt was kommentiere, oder was aus Eigenintiative schreibe.

2,75 Mio. Kinder mit "dramatischen Schwierigkeiten in der Schule" ist was ganz anderes als 50% von denen, die gar nicht mehr durch Ansprache erreichbar sein sollen.

Ganz so, als hätte sich jeder 2. Schüler mit vielen Problem schon aufgegeben, und würde nie mehr was lernen wollen. Und dann noch inkl. der Grundschüler. Unsinn.

Ich lehre als Corona-Nachhilfe privat auch Kinder mit gar nicht so guter Situation. Zugewandte Ansprache zum Besser-Lernen-Können hat noch nicht ein einziges Kind von sich gewiesen. Abgesehen von: "Momentan keine Lust".

Das vergeht aber wieder … und ist kein Dauerzustand von Ansprache-Verweigerung !

20:05 Anna-Elisabeth @18:32 frosthorn

Sollte es nicht möglich sein, für einen Jahrgang den Stoffumfang mal so zu kürzen, dass er bewältigt werden kann? Der Pythagoras und angemessene Konversation in einer Fremdsprache (...). Aber alles?

Ich denke auch, dass man z.B. Geographie und Geschichte bei entsprechendem Interesse auch gut als Erwachsener nachholen kann. Ich würde den Schwerpunkt auch auf Mathematik, Naturwissenschaften und Sprachen (auch Deutsch) legen.

Es gibt wichtige Grundlagenkenntnisse in Mathe und Deutsch. Aber was kann weg? Bei mir wären es die Naturwissenschaften. Da ist leider zu wenig hängengeblieben. Aber worauf ich nicht verzichten möchte ist alles was irgendwie mit dem Thema Menschenrechte und Nationalsozialismus zu tun hatte. U.a. die Analyse von Nazi-Propagandatexten, die Beschäftigung mit dem "Milgram-Experiment" und vieles mehr an sozialkritischer Lektüre. Also die Inhalte der Fächer Deutsch und Politik, auch Religion waren sehr prägend für mich. Alles andere eher nicht.

@21:10 von frosthorn @schabernack

//Ich glaube, ich war so einer, dem man die Entscheidung Bildung ja/nein, Schule ja/nein, Ausbildung ja/nein gut hätte überlassen können.//

Da war ich das krasse Gegenteil. Ich hätte Corona als verlängerten Urlaub wahrgenommen. Meine Eltern und Lehrer sind manchmal an mir verzweifelt. Mein Vater hatte mir von einem Gespräch mit meiner Klassenlehrerin erzählt, in dem er nur noch resigniert gesagt hatte: "Was soll ich denn machen? Ich kann das Kind doch nicht prügeln, damit es seine Hausaufgaben macht."
(Blödheit war es nicht, wie ich später beweisen konnte.)

Und am bedauerlichsten finde

Und am bedauerlichsten finde ich, dass die Kinder das nur für die älteren machen mussten, nie ernsthaft gefährdet waren und nun sehen können, wie sie klar kommen. Und ihre Eltern noch dazu.

21:10 von frosthorn / @schabernack, 20:45

«lassen wir die Kinder über ihre Zukunft entscheiden . Leben wir die wahre Basisdemokratie .
Endlich .

Bei Ihnen kann ich mir sogar vorstellen, dass Sie das ernst meinen. Ist ja auch ein sympathischer Gedanke.»

Ernst damit ist es mir in jedem Fall.
Aber Basisdemokratie der kleinen Blagen will ich nicht.

Ich meine auch nicht, die Kinder sollen entscheiden, was mit Schule (oder mit Nachhilfe) sein soll. Meine längjährige Erfahrung mit Kindern (Neffen und Nichten) ist allerdings (der Älteste ist nun 34 … ich bei seiner Geburt 21):

Kinder machen immer besser mit, wenn man sie fragt, was sie sich zu (x und y) aus ihrer Sicht vorstellen / wie sie es, oder was sie gerne hätten. Das kann von Nonsens oder Alberei bis richtig klug so gut wie alles sein. Vorher weiß man es nie, wenn man nicht fragt.

Bei Unwichtigem kann man auch mal dem Nonsens der Kinder folgen.
Nicht selten dann lustig.

Bei Wichtigem sind Erwachsene die Bestimmer.
Aber betroffene Kinder fragen ist nie verkehrt.

19:56 von Anna-Elisabeth @17:42 von Theo Hundert.neu

Schöne Träumerei. Ohne gute Noten bekommt man heutzutage nicht einmal mehr einen Ausbildungsplatz.
Man denke nur an den Numerus clausus. Ich halte das auch für falsch, ist aber nun mal so.

Wenn im Beruf das Können zählte... o weh - lassen wir das.

Es wird immer wieder kritisiert, dass Eltern ihre Kinder unbedingt aufs Gymnasium bringen möchten. Abgesehen davon, dass viele nichtakademische Berufe einfach nicht mehr die entsprechende Wertschätzung erfahren, ist Abitur mittlerweile für viele Arbeitgeber, also bereits seit den 1980ern Voraussetzung für einen Ausbildungsplatz, obwohl vorher ein "mittlerer" Bildungsabschluss ausgereicht hatte. Dass Jugendliche aber auch nach der 10ten Klasse Haupt- oder Realschule in die gymnasiale Oberstufe wechseln können, scheint nicht so bekannt. Oder bin ich schlecht informiert und das gilt nur für NRW und NS?

Verpasst ist verpasst

Man kann nicht plötzlich einfach doppelt so viel in die Kinderköpfe stopfen, um die verpasste Zeit aufzuholen. Den Kindern fehlt fast ein Jahr Schule - dieser Tatsache muss man ins Gesicht sehen.

@17:51 von schneegans

//Da nehmen sich ...
... die geschätzten (und nicht eingesetzten) 5 Mill. für wirkungsvolle Lüftungsgeräte in Schulen doch recht „preiswert“ aus.//

Ja, der Mangel an vorausschauendem Denken wird uns noch in vielen Bereichen teuer zu stehen kommen. Ich hatte kürzlich über einen Corona-Ausbruch in einer Obdachlosenunterkunft gelesen. Da könnte man auch sagen: Ein Intensiv-Bett ist teurer als ein Hotelzimmer.
(Von dem Leiden der Menschen will gar nicht erst anfangen.)

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