Proteste in Myanmar: "Die Sache ist es wert, dafür zu sterben"

12. März 2021 - 12:05 Uhr

Binnen eines Tages wurden in Myanmar bei Protesten gegen die Militärjunta sieben Menschen von Sicherheitskräften getötet. Dennoch gehen die Demonstrationen im Land weiter. Von Holger Senzel.

Artikel auf tagesschau.de
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

"Proteste in Myanmar: "Die Sache ist es wert, dafür zu sterben""

Sich unbewaffnet einer Armee entgegenzustellen und den Tod in Kauf zu nehmen ist eine aussichtslose Märtyrerposition. Also nein, diese Sache ist es nicht wert.
Als subjektive Einstellung ist es zu respektieren doch zur Überschrift erhoben und als Imperativ wahrgenommen absolut kritikwürdig.

Was diesen Fall Myanmar angeht, sehe ich es schon lange so, dass die UNO eigentlich längstens militärisch durchgreifen müsste und diese dortige Militärregierung absetzen muss. Denn diese Militärs haben schon viel zu viele Morde auf ihrem Gewissen! Diese Militärs gehören schon lange verhaftet, vor Gericht und für lange Jahre ins Gefängnis.

Aber auch diese Suu Kyi ist und bleibt mit Nichten ein Unschuldslamm bei dem was sie den Rohingya angetan hat. Da hat sie auch mit Rechtsextremisten zusammengearbeitet. Darüber gibt es Nachweise. Denn Suu Kyi hat inzwischen vor Gericht Kriegsverbrechen zugegeben:

https://tinyurl.com/vzu485ds
zeit.de: Myanmar muss Rohingya vor Völkermord schützen 23. Januar 2020, 11:10 Uhr Aktualisiert am 23. Januar 2020, 11:43 Uhr

Das UN-Gericht in Den Haag hat Myanmar angewiesen, einen Genozid an der muslimischen Volksgruppe zu verhindern. Inzwischen hat auch Aung San Suu Kyi Verbrechen zugegeben.

...dass Menschen für “ihre“ Demokratie bereit sind, sich erschießen zu lassen.

Wir können von hier aus nur mit geballten Fäusten in der Tasche zusehen und sollten uns sehr bewusst sein, dass wir das Glück haben, in einem demokratisch regierten Land zu leben - auch wenn längst nicht alles perfekt funktionieren mag.

Aber das hier stimmt so nicht:

https://www.tagesschau.de/ausland/asien/myanmar-proteste-159.html

"Militärjunta will Aung San Suu Kyi diskreditieren"

"Diese Anklage war zu erwarten", sagt sie. "Die Junta tut vom ersten Tag des Putsches an alles, um Aung San Suu Kyi zu diskreditieren. Das fing an mit der fehlenden Importlizenz für die Walkie-Talkies ihrer Bodyguards. Dann war die Rede von Wahlbetrug - und jetzt das. Es ist absolut lächerlich. Und sogar wenn es wahr wäre, ist das keine Entschuldigung für einen Militärputsch."

Wenn sie wirklich gegen Importvorschriften verstoßen hat, dann muss sie dafür belangt werden. Aber mich würde noch immer interessieren, gegen welche konkreten Vorschriften sie verstoßen hat. Weiterhin würde mich interessieren um was für konkrete Funkgeräte es geht.

Außerdem ist diese Anklage vor diesem UN-Gericht wegen Kriegsverbrechen auch im VStGB längstens verankert.

Und kein System, dessen Beseitigung es den unter ihm leidenden Menschen wert ist zu sterben es wert, von der Weltgemeinschaft unterstützt bzw. aufrechterhalten zu werden.

Das gilt nicht nur für die für ihren Mut und ihre Entschlossenheit (und Geschlossenheit) bewundernswerte Bevölkerung Myanmars, die der ganzen Welt das Versagen ihrer „Politik“ unübersehbar vor Augen führt, sondern für ebendiese (die ganze Welt).

Aber für diesen Wahlbetrug in Myanmar:

https://www.tagesschau.de/ausland/asien/myanmar-proteste-159.html

General Min Aung Hlaing - der neue starke Mann in Myanmar - hatte seinen Putsch mit angeblichem Wahlbetrug gerechtfertigt, ohne dafür Beweise vorzulegen. Er präsentiert sich nun als Retter der Verfassung und verspricht eine Rückkehr zur Demokratie und Neuwahlen innerhalb eines Jahres.

gibt es leider Belege. Aber das rechtfertigt immernoch keinen Putsch, weil für sowas die Wahlprüfungsbehörde und die Gerichte zuständig sind. Übrigens: auch die EU-Wahl 2019 in Deutschland ist per Bundesverfassungsgericht angefochten. Eine Verfassungsbeschwerde wurde erfolgreich angenommen! Dazu in der Jahresvorausschau 2021 vom Bundesverfassungsgericht gucken. Auch eine weitere erweiterte Klimaklage wurde ebenfalls erfolgreich angenommen.

Hier mal so einige Belege zu den Wahlmanipulationen in Myanmar:

https://tinyurl.com/ydmathzz
dw.com: Parlamentswahl in Myanmar bedingt demokratisch 07.11.2020

Problematisches Wahlrecht

Zum dritten begünstigt das Mehrheitswahlrecht Myanmars große nationale Parteien. Bei den Wahlen von 2015 eroberte die NLD 79 Prozent der Sitze mit nur 57 Prozent der Stimmen, während die von den Militärs unterstützte USDP zwar 28 Prozent der Stimmen erhielt, aber nur acht Prozent der Sitze erhielt. Freilich stehen ohnehin nur 75 Prozent der Sitze im Parlament zur Wahl. Das Militär setzt ein Viertel der Parlamentarier direkt ein, was ihm eine Sperrminorität für Verfassungsänderungen garantiert.

Schon das darf so nicht sein. Schon das ist Wahlmanipulation. Aber es geht auch darum dass Minderheiten von der Wahl ausgeschlossen waren was eine weitere Wahlmanipulation ist.

Dann hier zu den weiteren Wahlmanipulationen:

https://tinyurl.com/ydmathzz
dw.com: Parlamentswahl in Myanmar bedingt demokratisch 07.11.2020

Wegen der vom Militär eingebauten Sicherungsmechanismen ist nach Horsey und anderen Experten nicht zu erwarten, dass es an den Urnen zu Wahlfälschungen kommt. Dennoch hat die UN-Sonderbeauftrage für Menschenrechte, Ravina Shamdasani, Ende Oktober in Genf erhebliche Bedenken bezüglich der Wahlen geäußert. Wegen der andauernden Gewalt in Teilen des Landes habe die Wahlkommission in insgesamt fast 60 Gemeinden (Townships) die Wahlen gestoppt, außerdem seien die im Land verbliebenen Rohingya von der Stimmabgabe ausgeschlossen worden, obwohl sie an vergangenen Wahlen teilnehmen durften.

Von daher musste die Wahl annulliert werden.

Es sind bereits sieben Menschen bei dem Protest ums Leben gekommen! Ist es das wert?
Ich denke nicht!
Das menschliche Leben ist das Wertvollste, was es zu schützen gilt!
Und nicht ein politisches Konzept oder ein Regime. Auf die Menschen ist das Augenmerk zu richten, auf das wir den Fokus legen sollten. Für eine Sache zu sterben, lohnt sich nicht. Möge die Politik und Diplomatie, andere Wege finden, Neuwahlen in Myanmar, bzw. den Weg zur Demokratie finden. Ansonsten würde man der Leitlinie folgen: Der Zweck heiligt die Mittel!- Das aber sei Ferne-

Von daher sollte ein gewaltsamer Aufstand mit Toten, von einer an Werten orientierte EU nicht unterstützt werden. Das Konzept „Regime Change“ hat sich auch nicht bewährt.

Zusätzlich konnte in einigen Landesteilen gar kein Wahlkampf stattfinden wegen Corona, weder Online noch offline wegen Internet-Abschaltungen:

https://tinyurl.com/ydmathzz
dw.com: Parlamentswahl in Myanmar bedingt demokratisch 07.11.2020

Hinzu kommt, dass COVID-19 das Land hart getroffen hat. Wahlveranstaltungen sind seit Wochen nicht mehr gestattet. Der Wahlkampf findet im Internet statt, wo die NLD Vorteile hat, da sie über eine bessere Vernetzung verfügt. Aung San Suu Kyis Facebook-Seite ist eine der populärsten im ganzen Land. In einigen Landesteilen (Rakhine- und Chin-Staat) dauert seit Monaten ein Internet-Shutdown an. Hier gibt es praktischen gar keinen Wahlkampf – weder online noch offline.

Auch das ist undemokratisch. Wahlkampf muss für alle Parteien - mit Ausnahme von extremistischen Parteien (islamistischer Extremismus, Rechtsextremismus, Linksextremismus, sonstiger Extremismus) möglich sein. Auch das ist eine Wahlmanipulation.

"Sich unbewaffnet einer Armee entgegenzustellen und den Tod in Kauf zu nehmen ist eine aussichtslose Märtyrerposition. Also nein, diese Sache ist es nicht wert"

Offensichtlich ist es den Menschen in Myanmar doch wert, ihre verlorengegangene Demokratie wieder zu erlangen. Man kann über Aaung San differenzierter Meinung sein. Dies ist legitim. Die Bevölkerung in Myanmaar hatte früher jahrzehnte lang unter einer Militärdiktatur gelitten. Menschen, welche ihr Leben riskieren um frei zu sein, verdienen meinen persönlichen Respekt. I

Auch wenn es möglicherweise Unstimmigkeiten bei den Wahlen gegeben hat, rechtfertigt dies nicht das Vorgehen des Militärs in dieser brutalen Form. Es ist eh schon ein Unding, dass sich das Militär 25% der Sitze im Parlament gesichert hat, statt dafür zu sorgen, dass möglichst alle wählen können, es soweit wie möglich frei und fair zugeht bei den Wahlen.
Dem Militär geht es doch nur um die Macht, um den Einfluss und ums Geld. Und sie haben sich ja sicher viele geistige Hilfe aus China geholt, wie man ein Volk unterdrückt.
Die gesamte westliche Welt sollte absolut keine Geschäfte mehr mit Myanmar, bzw. mit Firmen tätigen, die mit dem Militär verbunden sind oder das Militär profitiert.
Das werden aber wieder einige aus reiner Gier umgehen, und somit den Verbrechern weiter helfen !

Zitat:
"...Wir können von hier aus nur mit geballten Fäusten in der Tasche zusehen..."
Aber warum zeigen wir hier nicht auch eine geballte Faust, wie ES der Westen schon mehrfach praktiziert hat?

Oder geht Es doch bei der Bewertung von Krisenherden, nur um die eigenen Interessen?

">>Olivia: Sich unbewaffnet einer Armee entgegenzustellen und den Tod in Kauf zu nehmen ist eine aussichtslose Märtyrerposition. Also nein, diese Sache ist es nicht wert<<

Offensichtlich ist es den Menschen in Myanmar doch wert, ihre verlorengegangene Demokratie wieder zu erlangen. Man kann über Aaung San differenzierter Meinung sein. Dies ist legitim. Die Bevölkerung in Myanmaar hatte früher jahrzehnte lang unter einer Militärdiktatur gelitten. Menschen, welche ihr Leben riskieren um frei zu sein, verdienen meinen persönlichen Respekt. I"

Wie ich es selbst sagte ist es als subjektive Einstellung zu respektieren. Allerdings halte ich es für eine Minderheitsposition. In abgeschwächter Form erinnert es an die sich selbst verbrennenden Mönche in Asien. Wenn ein politisches Konzept kategorisch über das Leben gestellt wird finde ich es problematisch. Vor allem wenn wir das von unseren bequemen Stühlchen hier in DE tun.

"Es sind bereits sieben Menschen bei dem Protest ums Leben gekommen! Ist es das wert?
Ich denke nicht!
Das menschliche Leben ist das Wertvollste, was es zu schützen gilt!"

Grundsätzlich gebe ich Ihnen recht, was die Wertung des menschlichen Lebens betrifft. Ich denke aber, wir müssten versuchen, uns in die Gedankenwelt der Bevölkerung hineinzudenken, was für die meisten von uns schlichtweg unmöglich ist.
84% der" Burmesen" sind Buddhisten. Der Glaube an die Widergeburt ist hierin stark verankert und auch der Glaube nach jedem Leben belohnt zu werden, wenn man denn Gutes getan hat. Das soll natürlich nicht heißen, dass man nicht gerne leben möchte, jedoch ist der Einsatz des Lebens um seiner Familie und Nächsten die Freiheit zu erhalten in diesem Kulturkreis eher anzuteffen als in Europa.

wer nicht wagt der nicht gewinnt !
und wenn man Änderungen wünscht
muß man sich diese erkämpfen
in den Schoß fallen sie einem seltenst

Sich unbewaffnet einer Armee entgegenzustellen und den Tod in Kauf zu nehmen ist eine aussichtslose Märtyrerposition.

Als Einzelschicksal ist jedes vergossene Blut und jedes gewaltsam genommene Menschenleben ein Verlust. Es ist die Entscheidung des Einzelnen, ob er bereit ist dieses Opfer für etwas zu erbringen, das den eigenen Lebenshorizont übersteigt und der Gemeinschaft dienen soll. Respekt für den, der dieses Risiko eingeht.

Also nein, diese Sache ist es nicht wert.

Als Imperativ ist diese Aussage genauso wenig akzeptierbar. Als Ihre persönliche Bewertung und Meinung schon.

doch zur Überschrift erhoben

In Anführungszeichen gesetzt ist doch klar, dass das eine wörtliche Rede zitieren soll und keine Aufforderung darstellt.

und als Imperativ wahrgenommen

Wahrnehmung ist der springende Punkt. Die ist subjektiv.
Zum Imperativ wird hier nix erhoben.

einen Sturm zu ernten.

Keine Sache der Welt ist wert zu sterben, es gibt immer einen anderen Weg als Ausweichmöglichkeit.

Was dort vorgeht ist schlimm, aber sterben sollte nach Möglichkeit niemand.

hi Traumfahrer

Ich schließe mich Ihnen bei dem hier absolut an:

Auch wenn es möglicherweise Unstimmigkeiten bei den Wahlen gegeben hat, rechtfertigt dies nicht das Vorgehen des Militärs in dieser brutalen Form. Es ist eh schon ein Unding, dass sich das Militär 25% der Sitze im Parlament gesichert hat, statt dafür zu sorgen, dass möglichst alle wählen können, es soweit wie möglich frei und fair zugeht bei den Wahlen.
Dem Militär geht es doch nur um die Macht, um den Einfluss und ums Geld. Und sie haben sich ja sicher viele geistige Hilfe aus China geholt, wie man ein Volk unterdrückt.

Das hatte ich auch schon geschrieben, wurde aber gelöscht. Ich weiss nicht warum. Diese Militärregierung gehört von der UNO abgesetzt und die UNO muss in Myanmar selbst übernehmen. Diese Militärs sind Kriegsverbrecher und Mörder und gehören längst ins Gefängnis.

Für mich ist das nur Hilflosigkeit mit scharfer Munition auf Demonstranten zu schießen.

Die gesamte westliche Welt sollte absolut keine Geschäfte mehr mit Myanmar, bzw. mit Firmen tätigen, die mit dem Militär verbunden sind oder das Militär profitiert.
.
sollte man dann nicht konsequent sein ?
bzw. mit wem wollen sie zukünftig noch Geschäfte machen
Belarus Russland ... China

hi Sisyphos3

stimmt, ganz besonders dann wenn

a) Wahlen nichts mehr ändern weil sie manipuliert sind von dieser Partei von Suu Kyi und durch das Militär
b) wenn die Justiz nichts unternimmt und wegschaut
c) wenn einfach das Internet abgeschaltet wird ohne Rechtsgrundlage sodass keinerlei Kommunikation, freie Meinungsäußerung und keinerlei Wahlkampf mehr möglich ist
d) demokratische Grundrechte und internationales Recht und Völkerrecht missachtet wird.
e) man für die eigene freie Meinungsäußerung - solange es kein Extremismus ist - einfach willkürlich verhaftet oder dauergesperrt wird.

Von mir werden Sie keinen Sturm ernten. Jedem Menschen seine Meinung.

" Keine Sache der Welt ist wert zu sterben, es gibt immer einen anderen Weg als Ausweichmöglichkeit."

Wäre schön, wenn das so wäre. Meistens gibt es gar keinen Weg. Hongkong? Weissrussland?

Ich befürchte, dass es auch in Myanmar letztlich bei der Übernahme des Militärregimes bleiben wird. Allerdings, wer aufgibt hat schon verloren.

hi OpaKlaus

Sie haben mit dem hier recht:

Wäre schön, wenn das so wäre. Meistens gibt es gar keinen Weg. Hongkong? Weissrussland?

Denn auch Armenien, Hongkong, Belarus und andere müssen aus den Händen von solchen Despoten befreit werden. Armenien wird von Aserbaidschan komplett zerstört (das Staatsgebiet von Armenien wird von Aserbaidschan völlig zerstört was nicht völkerrechtskonform sein kann), Hongkong wird von China annektiert und die Demokratie dort beseitigt was ebenfalls nicht völkerrechtskonform sein kann genauso wenig wie es völkerrechtskonform sein kann dass die Menschen in China unter dieser Diktatur leben müssen (UN-Menchenrechts-Charta Artikel 29).

Gleiches in Belarus und Russland. Auch da müssen diese Despotien weg und Erdogan und Netanjahu, Assad, Duterte und so viele mehr.

@ Opa Klaus

Von daher hoffe ich für Myanmar, Hongkong, China, Belarus, Russland und viele andere, dass sie diese Despoten endlich loswerden und das das hier nicht so bleibt:

Ich befürchte, dass es auch in Myanmar letztlich bei der Übernahme des Militärregimes bleiben wird.

Myanmar braucht - genauso wie wir und viele andere - eine anderen demokratischere Regierung.

Aber mit diesem letzten Satz haben Sie recht:

Allerdings, wer aufgibt hat schon verloren.

Von daher dürfen die Menschen in Myanmar, die Kurden, die Palästinenser, die Menschen im Iran, in Belarus, in Russland, in Hongkong, in China und auch in Taiwan nicht aufgeben. Der Kampf muss weitergehen bis diese Despoten weg sind hinter Gitter in den Gefängnissen.

Außerdem müssen auch alle politischen Häftlinge befreit werden. Auf change.org tut sich da die letzten Tage wieder viel.

@ Naturfreund 064

Auch wenn es weiterhin gelöscht wird, schreibe ich es immer wieder neu:

Nein, das ist keine Hilflosigkeit:

Für mich ist das nur Hilflosigkeit mit scharfer Munition auf Demonstranten zu schießen.

sondern vorsätzlicher Mord und Massenmord. Denn Demonstrationsfreiheit ist per internationalem Recht geschützt:

https://www.zivilpakt.de/versammlungsfreiheit-3373/

Artikel 21
Das Recht, sich friedlich zu versammeln, wird anerkannt. Die Ausübung dieses Rechts darf keinen anderen als den gesetzlich vorgesehenen Einschränkungen unterworfen werden, die in einer demokratischen Gesellschaft im Interesse der nationalen oder der öffentlichen Sicherheit, der öffentlichen Ordnung (ordre public), zum Schutz der Volksgesundheit, der öffentlichen Sittlichkeit oder zum Schutz der Rechte und Freiheiten anderer notwendig sind.

Von daher verstößt das Militär in Myanmar fortgesetzt gegen internationales Recht.

Ich finde es immer wieder bewundernswert, wie Sie die komplette Mutter Erde politisch umkrempeln wollen.

@ Naturfreund 064

Oder siehe UN-Menschenrechts-Charta Artikel 20:

https://www.un.org/depts/german/menschenrechte/aemr.pdf

Artikel 20

1. Alle Menschen haben das Recht, sich friedlich zu versammeln und zu Vereinigungen zusammenzuschließen.
2. Niemand darf gezwungen werden, einer Vereinigung anzugehören.

Von daher kann das Demonstrationsrecht nicht verboten werden, weil es ein Grundrecht ist!

@ Opa Klaus

Aus dem Grund verstoßen alle diese Despoten und die Regierungen die diese Despoten unterstützen auch gegen die UN-Menschenrecht-Charta Artikel 29:

https://www.un.org/depts/german/menschenrechte/aemr.pdf

Artikel 29
1. Jeder hat Pflichten gegenüber der Gemeinschaft, in der allein die freie und volle Entfaltung seiner Persönlichkeit möglich ist.
2. Jeder ist bei der Ausübung seiner Rechte und Freiheiten nur den Beschränkungen unterworfen, die das Gesetz ausschließlich zu dem Zweck vorsieht, die Anerkennung und Achtung der Rechte und Freiheiten anderer zu sichern und den gerechten Anforderungen der Moral, der öffentlichen Ordnung und des allgemeinen Wohles in einer demokratischen Gesellschaft zu genügen.
3. Diese Rechte und Freiheiten dürfen in keinem Fall im Widerspruch zu den Zielen und Grundsätzen der Vereinten Nationen ausgeübt werden.

Und wie stellen Sie sich das "Zeigen der geballten Faust" durch den Westen konkret vor? In Myanmar?

Und um welche eigenen Interessen soll sich das handeln?

>>Sich unbewaffnet einer Armee entgegenzustellen und den Tod in Kauf zu nehmen ist eine aussichtslose Märtyrerposition. Also nein, diese Sache ist es nicht wert.<<
Und das behaupten Sie hier einfach so „imperativ“? Und dann auch noch „vom Sofa zuhause“, wie Sie später ergänzen?

>>Als subjektive Einstellung ist es zu respektieren doch zur Überschrift erhoben und als Imperativ wahrgenommen absolut kritikwürdig.<<

Jede „subjektive Einstellung“ ist zu respektieren. Auch Ihre. Das ist doch eine absolute Selbstverständlichkeit. Zumal eine „objektive“ Eiinstellung ein Widerspruch in sich wäre.

Was Sie allerdings als „Imperativ wahrnehmen“ - das ist absolut subjektiv. „Respektieren“ kann ich das - nachvollziehen aber nicht.

Die zitierte Aussage allerdings - die ist für mich eine Nachricht! Und was für eine! Und erinnert mich daran, wie lebensexistentiell Demokratie und damit die Freiheit für Menschen ist! Oder auch: „Imperativ“!

@ Opa Klaus

Ich finde es immer wieder bewundernswert, wie Sie die komplette Mutter Erde politisch umkrempeln wollen.

Wenn Sie mir Systemumsturz unterstellen wollen, dann liegen Sie falsch. Dasist nicht mein Ziel. Ich will lediglich die Grundrechte (die Menschenrechte) durchsetzen. Sowas kann nicht illegal sein. Denn die Grundrechte gelten überall weltweit und sind universell. Siehe auch in der Präambel zur UN-Menschenrechts-Charta.

Siehe weiterhin zum Minderheitenschutz im UN-Zivilpakt:

https://www.zivilpakt.de/minderheitenschutz-3409/

Artikel 27
In Staaten mit ethnischen, religiösen oder sprachlichen Minderheiten darf Angehörigen solcher Minderheiten nicht das Recht vorenthalten werden, gemeinsam mit anderen Angehörigen ihrer Gruppe ihr eigenes kulturelles Leben zu pflegen, ihre eigene Religion zu bekennen und auszuüben oder sich ihrer eigenen Sprache zu bedienen.

Und ohne Menschenrechte endet alles sehr schnell in einem nuklearen WK3.

"In Anführungszeichen gesetzt ist doch klar, dass das eine wörtliche Rede zitieren soll und keine Aufforderung darstellt." ... "Wahrnehmung ist der springende Punkt. Die ist subjektiv. Zum Imperativ wird hier nix erhoben."

Das ist nun mal die ambivalente Eigenschaft von Überschriften – Anführungszeichen hin oder her. Auf die Idee darin sonstige extreme Minderheitenpositionen zu setzen kommt doch auch Niemand wie z.B. ...
"Corona-Massnahmen – "Die Sache der uneingeschränkten Freiheit ist es wert, dafür zu sterben""

re @ Naturfreund 064

Haben Sie immer noch nicht mitbekommen, dass Diktatoren sich einen feuchten Kehricht um Grundrechte scheren?
Die wischen sich mit Art. 20 den Allerwertesten ab.

Denn die Grundrechte gelten überall weltweit und sind universell.

Leider falsch. Sie meinen sicherlich: sollten gelten überall weltweit.

Gegen überlegene despotische Waffengewalt ziehen Gesetze und Chartas immer den Kürzeren.

>> Auf die Idee darin sonstige extreme Minderheitenpositionen zu setzen kommt doch auch Niemand wie z.B. ...<<

Pardon, aber ich denke, Sie haben sich hier einfach vergaloppiert.

Wenn es eine „extreme Minderheitenposition“ wäre, für Demokratie und Freiheit sein Leben einzusetzen, dann hätten wir bis heute nirgendwo Demokratie und Freiheit!

"Sich unbewaffnet einer Armee entgegenzustellen und den Tod in Kauf zu nehmen ist eine aussichtslose Märtyrerposition."
Wenn man in der Lage ist als unpolitische Person ein normales Leben zu führen, ist die eigene Glücksbilanz wahrscheinlich besser als bei einem Leben als Revolutionär. Aber diese Alternative wird manchmal auch nicht geboten.

.. Ihr Engagement ist erfreulich, allein, mit Gesetzestexten wird man die Welt nicht verändern können.

Wäre alles friedlich und problemlos, würden wir im Paradies leben. Allerdings leben wir auf Mutter Erde, welche viele Herausforderungen an uns in diesem Leben stellt.
Ob es der Kampf um Demokratie und Freiheitsrechte geht, Umweltschutz oder aber auch das Verständnis und die Toleranz anderen Religionen und Kulturkreisen gegenüber. An der Bewältigung dieser Aufgaben werden wir uns letztlich messen lassen müssen. Wir können unbeteiligt zusehen oder aber uns proaktiv an Veränderungen versuchen zu beteiligen. Machen wir es doch mit dem Kopf und dem Herz. Oftmals beeindruckt dies undemokratische Herrscher mehr als Gesetzestexte

,,...Wie ich es selbst sagte ist es als subjektive Einstellung zu respektieren. Allerdings halte ich es für eine Minderheitsposition. In abgeschwächter Form erinnert es an die sich selbst verbrennenden Mönche in Asien. Wenn ein politisches Konzept kategorisch über das Leben gestellt wird finde ich es problematisch. Vor allem wenn wir das von unseren bequemen Stühlchen hier in DE tun."

In Würde zu leben und zur Not dafür zu sterben kann nie ein poltisches Konzept sein. Was für eine skurrile Unterstellung, den Kampf gegen eine Diktatur als ein Konzept zu diffamieren. Es scheint Ihnen neben Ihrem Zitatsirrtum beim Titel vor allem an Kenntnissen und Erfahrungen zu fehlen im Bereich von Existenzkampf und Leidensmut, was in D leider normal ist. Das ließ sich schon beobachten, als es die tapferen Frauen in Belarus schafften, so viel Neid und Verdrossenheit ob der eigenen fehlenden Unabhängigkeit im Leben von Meinungsverwaltern in den Foren freizukitzeln, daß ich es kaum glauben konnte.

Die Oppositionellen und die Demonstrant*innen sowie die Streikenden in Myanmar haben in ihrem Kampf für Demokratie und gegen den Putsch und die Willkür der Militärs meine ganze Hochachtung. Kritikwürdig ist es, aus deutschen Landen dieses Engagement mit "ist es nicht wert" niederzumachen.

Man mag an der Rolle und den Stellungnahmen Aung San Suu Kyi's zur Vertreibung der Rohingya einiges kritikwürdig finden: Ihr ist es maßgeblich zu verdanken, dass der Wille zu einem Leben unter demokratischen Verhältnissen so stark in der Bevölkerung verankert ist, dass Hunderttausende trotz der brutalen Gewalt des Militärs weiter für ihre demokratischen Rechte und Freiheiten auf die Straßen gehen.

"Pardon, aber ich denke, Sie haben sich hier einfach vergaloppiert."

Ich befürchte, dass Sie damit tatsächlich recht haben könnten. Ob diejenigen, die dieser Meinung sind, es in entsprechender Situation auch auf das eigene Leben anwenden würden wäre die interessantere Frage.

"Wenn es eine „extreme Minderheitenposition“ wäre, für Demokratie und Freiheit sein Leben einzusetzen, dann hätten wir bis heute nirgendwo Demokratie und Freiheit!"

Der Weg zur Demokratie führt nicht zwangsläufig über Leichen. Kann ich als ehemalige DDR-Bürgerin bezeugen.
Übrigens hat selbst Stalin die vielen Opfer von Terror mit dem Zweck der Industrialisierung zur Wehrhaftigkeit gegen westlichen Imperialismus/Invasion gerechtfertigt. Opferbereitschaft für den guten Zweck, gerade als Fremdbestimmung, ist als mit Vorsicht zu geniessen.

"Man mag an der Rolle und den Stellungnahmen Aung San Suu Kyi's zur Vertreibung der Rohingya einiges kritikwürdig finden: Ihr ist es maßgeblich zu verdanken, dass der Wille zu einem Leben unter demokratischen Verhältnissen so stark in der Bevölkerung verankert ist, dass Hunderttausende trotz der brutalen Gewalt des Militärs weiter für ihre demokratischen Rechte und Freiheiten auf die Straßen gehen."

Absolute Zustimmung. Zumal viele User nicht wissen dass der politische Einfluß von Aung San Suu Kyi nur begrenzt möglich war. Da sie mit einem Engländer verheiratet ist, wurde ihr die Position der Präsidentin verweigert. Die Vertreibung der Rohingya ging von paramilitären Gruppen aus und war von ihr kaum zu beeinflussen.

man sollte sich aber auch daran erinnern wieviel Menschen gestorben sind unter der Herrschaft von Aung San Suu Kyi.
besonders von Minderheiten.

Würden die Demonstranten die jetzt geltenden Regeln und Gesetzte achten und nicht mit Steinen oder Feuer gegen die Sicherheitskräfte los gehn, würde Ihn ja nicht passieren.

Was würde wohl in diesem Land passieren wenn alle Polizisten sich nicht mehr an Recht und Gesetzt halten würden?

"Der Weg zur Demokratie führt nicht zwangsläufig über Leichen. Kann ich als ehemalige DDR-Bürgerin bezeugen"

Sie gehen in Ihrer Argumentation immer von der Situation in Europa in der heutigen Zeit aus. So klein ist die Welt jedoch nicht. Denken Sie doch mal an die französische Revolution. Wieviele Menschen sind damals gestorben, um Freiheit, Brüderlichkeit und Gesetzesgleichheit zu erlangen?

Zitat:
"...Und wie stellen Sie sich das "Zeigen der geballten Faust" durch den Westen konkret vor? In Myanmar?

Und um welche eigenen Interessen soll sich das handeln?..."

Versuchen Sie doch selbst eine Antwort darauf zu finden, aber hier ein Buch-Tipp von mir;

"Die militärischen Auslandsinterventionen der USA seit 1945 - Sicherung des Friedens oder Neo-Imperialismus?"

Nils Fischer

"In Würde zu leben und zur Not dafür zu sterben kann nie ein poltisches Konzept sein. Was für eine skurrile Unterstellung, den Kampf gegen eine Diktatur als ein Konzept zu diffamieren."

Ich wiederhole mich gezwungenermassen... Als individuelle Einstellung hat es Respekt verdient. Doch als Maxime oder gar kategorischer Imperativ ist es zu verurteilen. Niemand hat darüber zu entscheiden wofür man sein Leben einzusetzen hat. Genau dies verletzt die Würde des Individuums. So etwas kennt man Gesellschaften, in denen das Kollektivwohl oder eine etwaige Ideologie über dem Einzelnen steht.
Derartige Konflikte von unserer Seite aus ungeachtet der Konsequenzen zu befördern ist erfahrungsgemäss verheerend. Da braucht es noch nicht einmal martialische Waffengänge wie in Afghanistan oder Irak.
Aus dieser geopolitischen Perspektive wird es eindeutig als "Konzept" oder "Systemkonflikt", wobei die Betroffeneen leicht unter den Tisch fallen.

"Die militärischen Auslandsinterventionen der USA seit 1945 - Sicherung des Friedens oder Neo-Imperialismus?"

Etwas von beiden, aber eher Ersteres. Ohne die USA würden heute hunderte Millionen Menschen unter noch schlimmeren sozialistischen Diktaturen, als das heutige linke burmesische Militärregime, leiden.

,,...Übrigens hat selbst Stalin die vielen Opfer von Terror mit dem Zweck der Industrialisierung zur Wehrhaftigkeit gegen westlichen Imperialismus/Invasion gerechtfertigt. Opferbereitschaft für den guten Zweck, gerade als Fremdbestimmung, ist als mit Vorsicht zu geniessen."

,,Selbst" Stalin? Der Mann aus Georgien hatte nicht erst nach heutigem Stand der Geschichtsdeutung in allen Disziplinen faktisch faschistische Denkmuster zur Staatsdoktrin gemacht mit Staatsterror, geheimen ,,Säuberungen", Steuerung und Gleichschaltung aller ökonomischen, kulturellen und gesellschaftlichen wie militärischen Strukturen in einer Hand incl. Führerkult und Imperialismus. Es gab auch da Opposition. Leben im Faschismus oder Folter und Tod riskieren. Wer darf das auf dem ,,Stühlchen" ehrlich von sich sagen? Ich kann es nicht. Merkwürdig ist es aber schon, daß Sie das ,,Stühlchen" anführen, auf dem Sie selbst sitzen.

>>Wenn man in der Lage ist als unpolitische Person ein normales Leben zu führen, ist die eigene Glücksbilanz wahrscheinlich besser als bei einem Leben als Revolutionär.<<

So lange Sie den Wert Ihrer Freiheit versuchen, mit einer „Glücksbilanz“ zu messen, solange - pardon - haben Sie den Wert und das Wesen der Freiheit nicht verstanden.

Und nennen Sie mir einen einzigen Menschen, der sein „normales Leben“ nicht dem Kampf und dem Leben vieler vieler anderer Menschen zu verdanken hat.

Und noch einen Satz eines weisen Menschen: „Wenn Sie nichts haben, für das Sie Ihr Leben riskieren würden - dann haben Sie nichts“.

Darstellung: