Kommentare - Russischer Impfstoff: Sputnik V soll in Italien produziert werden

09. März 2021 - 13:05 Uhr

In der EU ist der russische Corona-Impfstoff Sputnik V noch nicht zugelassen. Trotzdem will ein italienisch-schweizerisches Unternehmen mit der Produktion des Vakzins beginnen. Die italienischen Behörden müssen noch zustimmen.

Artikel auf tagesschau.de
Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

15:48 von Barbarossa 2

Wenn ich es richtig verstanden habe, werden nun die Testergebnisse für den russischen Impfstoff geprüft, obwohl noch nicht alle Ergebnisse vorliegen und auch noch kein Zulassungsantrag gestellt wurde.

Finde es mühselig über einen so langen Zeitraum immer wieder rätseln zu müssen, ob überhaupt ein Zulassungsantrag vorliegt. Das sollte doch eindeutig belegbar sein. Warum sollte die EMA hier keine korrekten Angaben machen?

Es sollte zudem bedacht werden, dass die russische Bevölkerung selbst eher Vorbehalte gegenüber diesem Impfstoff zu haben scheint („https://www.mdr.de/nachrichten/osteuropa/politik/russland-corona-impfun…“) und das in diese Diskussion mit einfließt.

Es gibt übrigens noch zwei weitere Impfstoffe aus Russland:

"https://www.tagesschau.de/ausland/asien/russland-covivac-101.html"

Außerdem sollten die Impfstoffe weltweit so gerecht wie möglich verteilt werden.

Am 09. März 2021 um 14:25 von Werner40

Richtig. " Politisiert " hat hier Russland durch seinen Versuch die EU zu spalten und Verträge nur mit einzelnen EU Ländern abzuschliessen, statt dem Hersteller zu erlauben, einen Zulassungsantrag für alle EU-Staaten bei der EMA zu stellen. Dies ist erst kürzlich erfolgt, nachdem der Spaltversuch nur bei ein paar ex-Ostblockländern Erfolg hatte. Das gleiche Propaganda- und Spaltmuster wie auch bei China zu erkennen ist.
_______
Haben Sie für Ihre Behauptungen auch einen Nachweis ? Ansonsten null und nichtig.

@Tremiro - Antrag auf Zulassung

14:44 von Tremiro:
"Es wurde hier doch schon oft genug erwähnt dass der Hersteller die Zulassung erst beantragen muss."

Nur weil etwas oft erwähnt wird, muss das nicht richtig sein.

"Allerdings entscheiden der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) und die Covid-19-Taskforce der EMA darüber, ob ein Hersteller den Antrag auf ein Rolling-Review-Verfahren einreichen darf." (Pharmazeutische Zeitung vom 10.02.2021)

Direktlink: https://kurzelinks.de/e6sz

16:21 von Wolfgang GA

>>Adenauer lehnte ab, weil er darin nur einen "miesen Trick der Russen" erkannte.<<

Ohne dass ich diese Geschichte kenne.
Sie wissen vermutlich dass Adenauer nicht mehr Bundeskanzler sondern vor etlichen Jahrzehnten verstorben ist.

@16:22 von Der_Europäer

>> Genauso sehe ich das auch! Russland und
>> China lassen keine Gelegenheit aus um die
>> EU "blöd da stehen zu lassen"

Das Selbe sehe ich allerdings aber auch von Seiten USA und UK. -.-

Guter Stoff

Auf jeden Fall ist der russische Sputnik V besser als der AstraZeneca-Impfstoff.

Auf Kommentar antworten Am 09. März 2021 um 14:47 von Wolfes74

Was Sie zurecht bemängeln - die "westl." Konkurrenz wehrt sich mit Händen und Füßen dagegen, die Lizenzen bzw. Patente rauszurücken, um div. und oft ärmeren Staaten die eigene Impfproduktion zu verwehren. Aus reinem Gewinnstreben....
__________
Soweit ich weiss, sperrt sich Biontech nicht grundsätzlich gegen Lizenzen, will aber die entsprechenden Produktionsstätten prüfen, ob diese den Standarts entsprechen. Denn wenn es Zwischenfälle jedweder Art gibt, dann fällt das zuerst auf den Impfstoff zurück.
Wobei ich eine Inspektion durch die EU im Falle Sputnik für anmaßend halte, wenn das nicht ein Standart-Procedere ist.

@16:21 von Wolfgang GA

"Wer das bestreitet, der hat eben eine gute US-Sozialisierung nach dem 2. WK erleben dürfen"

Nur die Ruhe. Ich bin 1960 im Westen geboren und ich kann mich an keine US-Propaganda erinnern, die verhindert hätte, dass ich erfahre, dass die Sowjetunion den ersten Satelliten, den ersten Hund, den ersten Menschen im All hatten usw. War immer klar, dass die USA bis zur Mondlandung hinterher liefen.

Das mit dem Polio-Impfstoff habe ich gestern auch gesehen und das war mir tatsächlich neu. Allerdings war mir auch schon immer klar, dass zu Zeiten des kalten Krieges solche Entscheidungen getroffen wurden. "Der Russe" war der Feind. Das fand ich als Anti-Pershing-Demonstrant schon damals ein wenig hysterisch und heute könnte man sich sich auf beiden Seiten ruhig mal ein wenig locker machen. So ganz unkritisch, wie manche hier, sehe ich Putin nämlich nicht.

Und mit Impfstoff hat das für mich gar nichts zu tun. Man kann auch russischen Wodka trinken ohne glühender Putin-Fan zu sein

@grübelgrübel - Woher kommt das Misstrauen?

16:24 von grübelgrübel:
"Bei Impfstoffen geht es auch um Vertrauen."

Dann erklären Sie mal ihr Misstrauen gegenüber einem Impfstoff, der seit einem halben Jahr erprobt wird, seit drei Monaten für Massenimpfungen eingesetzt wird und dessen Wirksamkeit wissenschaftlich bestätigt wurde.

Sind Sie anderen Impfstoffen gegenüber genauso kritisch eingestellt oder hat es vielleicht doch politische Gründe?

16:21, Wolfgang GA

>>Gutes Beispiel: gestern Abend auf dem Ersten zur Impfstoffentwicklung.
Polio-Epidemien in BRD waren in den 50er leider. Viel zu oft!
Impfstoff aus SU von DDR eingesetzt, löste das Polio-Problem im Osten.
Ulbricht (!) bot Adenauer 3 Mio. Dosen des Impfstoffs an.
Adenauer lehnte ab, weil er darin nur einen "miesen Trick der Russen" erkannte.
Er war eben gut sozialisiert worden. Allerdings hatten viele Kinder in der BRD dann den Schaden.

Gruß, Wolfgang<<

Ja, das war die hohe Zeit des kalten Krieges.

Wahlkampfslogan der Union 1953: „Alle Wege des Marxismus führen nach Moskau“ mit passendem Wahlplakat dazu. Mit Marxismus meinte man nicht nur die noch nicht verbotene KPD, sondern auch die SPD.

Ich wurde jedenfalls mittels Schluckimpfung gegen Kinderlähmung geimpft, Anfang der 60er. Wo der Impfstoff herkam, das weiß ich nicht. Es war mir damals und ist mir heute auch egal. Weswegen ich auch keinerlei Probleme hätte, mich mit Sputnik V impfen zu lassen.

@DrBeyer - Fakten ignorieren.

16:07 von DrBeyer:
"Die sollen aufhören zu draengeln und lieber die nötigen Anträge stellen und Daten liefern."
> Das ist alles längst passiert.

"Es wäre schön, wenn Sie nicht aus lauter Russophilie die Fakten ignorieren würden. Solange Russland keinen Antrag auf Zulassung stellt, kann die EMA nichts zustimmen."
> Die EMA entscheidet, ob ein Hersteller die Zulassung beantragen darf, weil auch die EMA entscheidet, ob ihr die vorliegenden Daten genügen. Das sind die Fakten, die Sie ignorieren.
Quelle: https://kurzelinks.de/e6sz

um 14:04 von Dennis K. Es

um 14:04 von Dennis K.
Es muss aufgehört werden, Impfstoffe zu politisieren!
Ja, Russland ist ein Problemland.
_____

Ich stimme Ihnen in beiden Punkten absolut zu.
Umso eigenartiger fand ich es gestern, dass ein Land, das bisher selbst keine Impfstoffe hergestellt hat, aber sehr viele empfangen, nun Impfstoffe verschenkt.
An Tschechien und zwei afrikanische Staaten, die offensichtlich als Dank dafür in die etwas umstrittene neue "unteilbare Hauptstadt" ihre Botschaft verlegen. Tschechien eröffnet nur ein Konsulat, erstmal.

Gruß, Wolfgang

Am 09. März 2021 um 15:41 von odoaker

Wenn "man" sich nicht traut, Zwangslizenzen zu vergeben, muss "man" neue Hersteller finden, um die Produktion im eigenen Land auszuweiten.
Zu "man" gehört m.E. Minister Spahn - als Hauptverantwortlicher.
____
Glauben Sie etwa, das ginge schneller mit Zwangs-Lizenzen ? Das würde ohne ein entsprechend langwieriges Verfahren doch kein Hersteller mitmachen. Mit Recht ! Wo leben Sie, dass Sie von Zwangslizenzen reden ?
Warum auch ? Es wird produziert ohne Unterlass. Dass die EU geträumt bzw. gefeilscht hat bis zum Exzess und dass die Bundesländer es nicht schaffen, das Vakzim in die Bürger bzw. deren Arme zu bringen, ist doch nicht Schuld der Hersteller.
Ich möchte KEINE Planwirtschaft. Noch nicht einmal, wenn es um Impfstoff geht.

Sputnik V

Sollte der Impfstoff von der EMA zugelassen werden, nehme ich den Impfstoff gerne an. Dass russische Wissenschaftler*innen hier in kurzer Zeit ihr ganzes Können unter Beweis gestellt haben, war mir immer klar. Chapeau ihnen allen! Bedenken hatte ich nur wegen des Auslassens der 3. Phase im Zulassungsverfahrens. Aber dieser Mangel ist bei Zulassung dann ja geheilt.

@saschamaus75 - Zeitverschwendung

15:48 von saschamaus75:
"Da haben Sie die Antwort doch schon selbst geschrieben: Das bisherige Standard-Notzulassungsverfahren (egal, ob BioNTech, Astra Zeneca, Moderna,...) betrug 4-6 Wochen. -.-"
> Bei Sputnik V dauerte es schon mehrere Wochen, bis die EMA das Notzulassungsverfahren überhaupt erst begonnen hat. Das ist eine unnötige Zeitverwendung.

"Jetzt muß die Zulassung von SputnikV nur noch ohne(!) Komplikationen ablaufen. oO"
> Eben.

Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte User,

die Meldung wurde bereits sehr stark diskutiert.

Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen.

Deshalb haben wir beschlossen, die Kommentarfunktion zu schließen.

Die Moderation

Darstellung: