Ihre Meinung zu: Chinas Fünfjahresplan: Keine Überraschungen beim Klimaschutz

6. März 2021 - 9:13 Uhr

Chinas Führung gibt sich in ihren Fünfjahresplänen gerne ehrgeizig - vor allem im Bereich Wirtschaft. Beim Klimaschutz wirken die Ziele der KP allerdings wenig ambitioniert. Von Werner Eckert.

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Kommentare

Chinas Fünfjahresplan

Da China offensichtlich nicht wirklich ambitioniert Klimaschutz betreiben will, sollte sich die EU mal überlegen, ob Gegenmaßnahmen nicht notwendig werden.
Europäische Unternehmen werden mit steigenden Energiepreisen konfrontiert und wandern teilweise nach China ab, während China von ihrem Klima-/Umweltdumping wirtschaftlich profitiert.
An dieser Stelle wäre ein "Kohlepfennig" angebracht, um China stärker zu größeren Anstrengungen im Klimaschutz zu motivieren.
Gleichzeitig könnte mit den zusätzlichen Einnahmen die EU in zukunftträchtige Technologien investieren, durch zusätzliche Forschung und Bereitstellung von Risikokapital.

Gruß Hador

China

China deckt nur 5% mit Atomkraftwerken ihres Energieverbrauchs ab . Der Rest muss dann wohl mit Fossilen - Brennstoffen abgedeckt werden . Dies liest sich als ob Atomkraft die Lösung aller Probleme wäre . Ist es aber bei weitem nicht ,das Risiko eines atomaren Supergaus liegt mindestens genauso schwer für die Menschheit ,wie der ständige CO2 Zuwachs durch Fossile - Brennstoffe . Die Menschheit ist meiner Meinung nach nur zu retten wenn sie endlich begreift ,das alternative Energien wie Solar und Windenergie z. b. ,die einzige Lösung sind . Die nächste atomare Katastrophe ist bei der ständigen Zunahme an Atomkraftwerken die Weltweit neugebaut werden vorprogrammiert. Auch der CO2 Ausstoß hat meines Wissens wieder zugenommen . Solange wir von der Doktrin des ständigen Wachstums nicht endlich Abstand nehmen . Wird die Welt nicht zu retten sein . Wir haben nicht die Fähigkeiten die Natur zu beherrschen , auch wenn einige Wissenschaftler das uns weis machen wollen .

Was macht eigentlich der Volkskongress?

Was macht der Volkskongress außer klaschen? Wird dort auch mal was abgestimmt? Kommt dort auch mal eine überraschende Mehrheit zustande? Lehnt der auch mal etwas ab, was die Regierung vorschlägt?

Kernkraft soll steigen?

China will die Kernkraft weiter steigern? Warum das denn? Uran ist weltweit schon extrem knapp und kann nur unter massiven Umweltschäden gewonnen werden. Der Uranabbau hinterlässt durch Verelendung ungeheure Naben in der sozialen Stuktur Afrikas.

Anderer Eindruck vor Ort

Da ich seit 17 Jahren in China lebe habe ich doch einen etwas anderen Eindruck. Zumindest in den großen Metropolen Peking, Shanghai, Shenzhen und Guangzhou fahren seit Jahren nur noch Busse mit Elektroantrieb, was man nun in Deutschland garnicht sieht. Man sieht auch insbesondere in den ländlichen Regionen sehr viele Solaranlagen für die Warmwasserversorgung. Auch gibt es zumindest hier im Süden wenig Kohlekraftwerke, die aber alle mit großen Filteranlagen ausgestattet sind, dazu viel Windengergie und Wasserkraft. Was mich einmal interessieren würde ist, wieviel CO2 man hier eigentlich herausrechnen müsste, da hier ja ein ganz großer Anteil der Wirtschaftsleistung für den Export benötigt wird, das wäre einmal interessant zu wissen. Mein Eindruck ist auf jeden Fall, dass hier sehr viel für die Umwelt getan wird, auch z.B. durch den Bau des Hocheschwindigkeitsnetzes, das im Inland viele Autofahrten und Inlandsflüge überflüssig gemacht hat, da man einfach viel schneller unterwegs ist.

@ free Nawalny

Der Volkskongress ist im totalitären Parteistaat lediglich ein dekoratives Organ. Eine Legislative existiert nicht in der VR China.

China: Diktatur bleibt Diktatur

Keine Überraschungen...

...keine Rücksicht und keinen Respekt gegenüber der Bevölkerung.
...keine Rücksicht und keinen Respekt gegenüber der Umwelt.

...keine Überraschungen

v. Zabbalodt

Erstaunlich dass …

Chinas Fünfjahresplan nichts zum Einstieg in die H2 Technologie zu sagen scheint. Evtl. steht was drin, was im Artikel aber nicht erwähnt wurde.

Zukunftstechnologie entwickelt man jedenfalls nicht mit Kohle-Ausbuddeln und Verheizen. Die Luftqualität gerade im Winter bei Inversionswetterlagen in Peking ist auch von (sehr) mieser Güte. Strategische Technologie-Führerschaft geht anders. Im Winter in und um Peking (sowie andernorts im Land) Industrieproduktion immer wieder drosseln, damit man draußen noch was sehen kann. Macht kein Wirtschaftswachstum.

40% mehr AKW-Strom bei 5% AKW aktuell am Gesamtstrom.
Macht dann rechnerisch 7%, bliebe die Gesamtstrommenge gleich.
In 5 Tagen wird 10 Jahre seit Fukushima. Für die Folgekosten nur seither hätte Japan für Zig-Milliarden € oder $ was anderes viel Besseres machen oder kaufen können.

Sehr wenig phantasievoll der CHN 5-Jahres-Plan zur Energie.
Da werden die USA in 5 J. ganz anders viel besser aufgestellt sein.
Gar nix mit China ist besser …

Wir können China ja anhand unseres technischen

und allerorts praktizierten KnowHows klar machen wie man Stahl, Aluminium und Zement CO2 frei produziert und notfalls sanktionieren wenn China seine Technologie nicht in kürzester Zeit umstellt.

@ VictorJara

China deckt nur 5% mit Atomkraftwerken ihres Energieverbrauchs ab . Der Rest muss dann wohl mit Fossilen - Brennstoffen abgedeckt werden .

Nein, muss nicht.


Dies liest sich als ob Atomkraft die Lösung aller Probleme wäre .

Auch wenn sich China die gesamte Uranvorräte der Erde aneignen könnte, würde das nicht reichen. Kernkraft produziert außerdem nicht weniger CO2 als Kohle, wenn man alle Faktoren in die Rechnung einbezieht.

RE: free Nawalny um 08:46

***Uran ist weltweit schon extrem knapp und kann nur unter massiven Umweltschäden gewonnen werden. Der Uranabbau hinterlässt durch Verelendung ungeheure Naben in der sozialen Stuktur Afrikas.***

Was juckt's China, wenn sich die sozialen Strukturen in Afrika auflösen. Hauptsache die rücken ihre Rohstoffe heraus.
Diese schäbige Einstellung gilt ebenso für den sogenannten freien "Wertewesten" !

Gruß Hador

@ 08:39 von VictorJara

Dass wir nicht die Fähigkeiten haben, die Natur zu beherrschen, zeigen uns das Corona-Virus und seine Mutanten gerade überdeutlich; und es kränkt die Omnipotenzphantasien und den Unverletzbarglauben etlicher ganz beträchtlich.
Hoffentlich nutzen jetzt nicht etliche Forist*innen hier die "wenig ambitionierte Umwelt- und Klimapolitik Chinas für Relativierungen der Dringlichkeit dieses Themenkomplexes: Dann wird uns "die Natur" innerhalb weniger Jahrzehnte erst recht zeigen, dass wir sie mit unserer neokapitalistischen wachstumsideologischen Zerstörungsorgie erst recht nicht beherrschen.

Free

Sie reden über eine Diktatur . Sie wissen das China totalitär regiert wird , und dennoch ist dieses Land der wichtigste Handelspartner Deutschlands . Schon mehr als traurig das sich Demokratien nicht Weltweit einig sind ,sondern lieber dem Profit den Vorzug lassen . Wirklich Schade . Würden Demokratien untereinander Handel treiben und Diktaturen wie China , Russland oder die Türkei außen vorlassen , was ich für durchaus möglich halte , hätte ich wieder Hoffnung auf eine humanitäre Welt . Und vielleicht könnten dann die Demokratien vormachen was alles im Klimawandel möglich ist . Die Konkurrenz belebt vielleicht das Geschäft, aber leider befeuert sie auch den Klimawandel , weil Geiz und Profit immer noch so , sie wissen schon .

@ 08:57_Keveslegeti-Atomkraft ist (fast) CO2 frei

„ Kernkraft produziert außerdem nicht weniger CO2 als Kohle, wenn man alle Faktoren in die Rechnung einbezieht.“

Das ist schlicht falsch.

Versuchen Sie das mal zu belegen. Ich bin gespannt.

Im Vergleich zu PV ist Atomstrom sogar CO2 ärmer.

Lediglich Windkraft ist - minimal - besser.

Erst an die eigene Nase fassen..

Deutschland ist in sachen Umweltschutz auch nicht die hellste Leute. Ständig trudeln Briefe aus Brüssel ein, in denen gemahnt wird, die vorgaben einzuhalten, wie z.b zu viel Gülle, zu wenig Naturschutzgebiete, zu viel Luftverschutzung in deutschen Städten, Insekten sterben und so weiter und so weiter... Drum, erst selbst für richtigen Umweltschutz sorgen, dann kann man auch mal auf andere schauen.

RE: baumgart67 um 08:53

In der Tat sollte man man die Zahlen ins Verhältnis setzen.
Wie hoch ist der Pro-Kopf-Verbrauch ?
Wie hoch ist der konsumtive Inlandsverbrauch ?
Wie sieht die Entwicklung zu anderen Staaten aus ?

Auch der Vergleich sämtlicher OECD-Staaten zu China wäre da angebracht.

Gruß Hador

Disziplin

Wegen Umweltschutz, Klimaschutz, dem Vorgehen in Hongkong, Unterdrückung von Minderheiten, Vetos für Diktaturen im Sicherheitsrat, Bedrohung Taiwans und nicht zuletzt der verbrecherischen Verschleierung eines Pandemieausbruchs versuche ich, *mich zu disziplinieren und keine Produkte aus China zu kaufen*. Gelingt nicht immer. Freue mich immer wenn etwas aus Taiwan kommt. Eigentlich sollte sich jeder das mal durch den Kopf gehen lassen.
Zwei Dinge hat China aus meiner Sicht vorzuzeigen: Seidenstraßenprojekt und Pandemiebekämpfung, wobei letztere nicht zählt da sie’s selbst in die Welt gesetzt haben. Ich respektiere die Menschen in China, für die Regierung habe ich nichts übrig.

09:04 von VictorJara

Ja ja und nochmals ja. Und die große Abhängigkeit von China, weil man den Absatz maximieren möchte, und dabei ist es einem anscheinend ganz egal, woher das Geld kommt. Die Verbindung herzustellen aus den Vergehen, die man moralisch anprangert, und der Herkunft des Geldes (eben aus den Vergehen) ist wohl nicht drin.

@ Victor

Sie reden über eine Diktatur . Sie wissen das China totalitär regiert wird , und dennoch ist dieses Land der wichtigste Handelspartner Deutschlands .

Das ist ja kein Widerspruch. Wir handeln ja auch mit Saudi-Arabien, Russland oder Belarus.

08:54 von spax-plywood

«Wir können China ja anhand unseres technischen und allerorts praktizierten KnowHows klar machen wie man Stahl, Aluminium und Zement CO2 frei produziert und notfalls sanktionieren wenn China seine Technologie nicht in kürzester Zeit umstellt.»

Wie man prinzipiell-theoretisch Stahl & Co. mit weniger CO2-Ausstoß produzieren könnte, muss den Chinesen niemand verklickern.
Das wissen die längst selbst.

Sollen lieber mal zusehen in China, nicht so einen Export-Schrott von Stahl zu produzieren. Den dann die Geiz-ist-geil-Billigheimer u.a. auch in Deutschland kaufen. Die Sanierung der Leverkusener Autobahnbrücke ist wegen Einkaufs von China-Schrott jedenfalls erst mal verstorben. Nun muss man irgendwie reanimieren das ganze Gedöne.

Das Verkehrschaos im Großraum Köln wird immer nerviger, weil seit Jahren keine LkW mehr über die Brücke drüber dürfen. Aber billig war's in China Stahl gekauft.

Auch für China sind Ressourcen endlich.
Für Zement geeigneter Sand ist heute schon knappes Gut.

RE: VictorJara um 09:04; free Nawalny

***Sie wissen das China totalitär regiert wird , und dennoch ist dieses Land der wichtigste Handelspartner Deutschlands . Schon mehr als traurig das sich Demokratien nicht Weltweit einig sind ,sondern lieber dem Profit den Vorzug lassen . Wirklich Schade . Würden Demokratien untereinander Handel treiben und Diktaturen wie China , Russland oder die Türkei außen vorlassen , was ich für durchaus möglich halte , hätte ich wieder Hoffnung auf eine humanitäre Welt . Und vielleicht könnten dann die Demokratien vormachen was alles im Klimawandel möglich ist .***

Jeden einzelnen Satz von Ihnen würde ich sofort unterschreiben.
Ich möchte dazu noch hinweisen, dass Tunesien, als einzige reale Demokratie im arabisch sprechenden Raum, zur Zeit abschmiert, obwohl die EU ein massives Interess daran haben müsste, Tunesien zu stabilisieren. Wo sind die Wirtschaftsvertraäge, wo die Verträge für den Ausbau der Solarenergie in Tunesien ?
Außer wohlfeilen Worten kommt da von der EU nicht viel.

Gruß Hador

@spax-plywood 08:54 Uhr: kurios, aber interessant Ihre Idee

Die Fertigung von Stahl, Aluminium, Zement aber auch vieler chemischer Grundstoffe und Arzneimittel ist ja nicht ohne Grund nach China abgewandert.

Mal waren es deutsche Umweltauflagen, mal hohe Lohnkosten, mal hohe Energiekosten (Aluminium!).

Die Idee, durch Innovation „grüne“ Varianten dieser Produktion zu erfinden und diese dann nach Deutschland zurückzuholen (wenn Sie das nicht ohnehin ironisch gemeint haben ...), kann nicht funktionieren, weil wir 1. nicht das notwendige Volumen erreichen um dies wirtschaftlich herzustellen. 2. die Chinesen UNSERE Verfahren selbst optimiert haben. 3. Ich beim besten Willen beim Thema Innovation gegenwärtig eher sehe das die Chinesen und allmählich überholen, auch wenn „wir“ es ihnen beim Impfstoff noch einmal gezeigt haben.

China hat bei der Elektromobilität (Batterietechnologie) die Nase vorn. Derzeit NOCH setzt die deutsche Autoindustrie als Hauptabnehmer von Stahl noch gut in China ab, wie ehedem SIEMENS mit seinen ICE....

08:53 von baumgart67

>>in den großen Metropolen Peking, Shanghai, Shenzhen und Guangzhou fahren seit Jahren nur noch Busse mit Elektroantrieb, was man nun in Deutschland garnicht sieht.<<

Der letzte Halbsatz ist falsch. Vermutlich wollen Sie es nicht sehen.

EU Schreck

Was meinen sie genau , Wenn sie von ; einer Verbindung herstellen ; sprechen?

Die Fakten bitte....

China besitzt natürliche Ressourcen wie Wind, Sonne und Wasser, die zur Energiegewinnung genutzt werden können. Außerdem werden auch Biomasse und Erdwärme zunehmend zur Energiegewinnung verwendet. In Bezug auf die Entwicklung der Nutzungsmöglichkeiten und Investition liegt China in den Bereichen Wasser-, Sonnen- und Windenergie weltweit auf Spitzenplätzen.
Wer sich mit Fakten beschäftigen möchte, bitte auf Wikipedia informieren.
Bitte auch hier informieren:
Bezeichnung: Deutsch-Chinesische Energiepartnerschaft
Auftraggeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)
Land: Volksrepublik China
Oder auch bei EnergyBrainBlog: „China im Jahr 2019-wie gestaltet sich das Energie-System?“
Die Fakten geben ein anderes Bild ab. Ich will erst gar nicht die Pro-Kopf-Rechnung aufmachen, da sehen wir in Europa und erst recht in USA ganz schlecht aus. In D haben wir uns ein 20-Jahres-Programm zum Ausstieg aus der Kohle gegönnt-und wer hat erst vor 3 Monaten ein neues Kohlekraftw. gestartet??

Kompromisslose „Linientreue“

„"Enttäuschend", nennt Bill Hare, Chef der Denkfabrik "Climate Analytics", den Plan: China halte ganz stark an Kohle, Öl und Gas als Energieträger fest (...). Zwar wurden Xis Ankündigungen vom September wiederholt, aber Erwartungen, dass das Riesenreich den Höchststand an Emissionen schon vor 2030 anstreben könnte, haben sich nicht erfüllt“

Wieso ist er ernüchtert? Das war doch zu erwarten, dass Chinas KP an einer auf fossilen Energieträgern beruhenden Wirtschaftspolitik genauso festhalten wird wie an seiner Machtpolitik.

Sich vertraglich verpflichten

Sich vertraglich verpflichten Ziele zuerreichen, ohne zu wissen ob und wie diese erreichbar sind, ist keine seriöse Politik. Was in China möglich ist, haben wir doch gerade an der Manier wie dort Corona "besiegt" wurde, vorgeführt bekommen. Mit den gleichen Mitteln kann es dort gelingen die "vagen" Klimaziele zuerreichen: durch lückenlose Kontrolle und enge Steuerung der Bevölkerung.
Wer bei uns "nur" ein Dach über dem Kopf und kein Hunger hat gilt als bedauernswert arm. Aber selbst der ist für erhebliche CO2-Produktion verantwortlich- Durchschnittlich 11 jato CO2-Emission verursacht jeder Bundesbürger, den wer will frieren, kalt essen, braucht keine Verwaltung usw.? Eine Supertechnologie, die uns hilft emissionsfrei ohne irgendwelche Einschränkungen wie bisher zu leben, ist doch Science Fiction. Wann also endlich sprechen die "Grünen" die Wahrheit aus, dass wir hier eine planmäßige Entvölkerung brauchen. Wann hört zukünftig die Förderung von mehr als einem Kind pro Familie/Frau auf?

@ vriegel

Im Vergleich zu PV ist Atomstrom sogar CO2 ärmer.

Das stimmt.
Aber dazu muss man die Urangewinnung ausklammern und die Endlagerung.

In Fukushima hat die Bekämpfung der Umweltschäden durch die Katastrophe von vor zehn Jahren bisher schon ein Vielfaches der CO2-Menge gekostet, die das Kraftwerk zuvor eingespart hatte.
Und in ganz Japan wurde der gesamte Gewinn durch alle Kernkraftwerke seit dem 2. Weltkrieg von den Kosten aufgefressen, die nur diese eine Katastrophe verursacht hat.

RE: Keveslegeti um 09:20; @ Victor

***Sie reden über eine Diktatur . Sie wissen das China totalitär regiert wird , und dennoch ist dieses Land der wichtigste Handelspartner Deutschlands .
Das ist ja kein Widerspruch. ***

Natürlich ist es ein Widerspruch, wenn wir einen systemischen Rivalen einem demokratischen Partner vorziehen.
Die "Merkel-Doktrin" von "Wandel durch Handel" ist doch schon lange gescheitert. Die demokratischen Staaten weltweit sollten einander grundsätzlich den Vorzug vor diktatorisch-autokratisch geprägten Staaten geben.

Gruß Hador

Für eine Diktatur ist China enorm innovativ

Und stellt damit Lehrmeinungen westlicher Experten auf den Kopf.

In der Netzwerktechnik hat China schon einen Vorsprung. Und wenn sie es schaffen, den Durchbruch im Quanten Computing und der KI zu erreichen, dann rutscht Deutschland auf den Stand eines Entwicklungslandes ab.

Denn alles ist relativ, nichts ist ewig. In deutschen Köpfen sitzen die Klischees der 70er Jahre fest. Doch das heutige China oder zT auch Afrika spotten dieser vorgefassten Meinung.

Es gab eine Zeit als Schweden, die Niederlande oder Portugal Großmächte waren. Heute kaum vorstellbar, genauso wie damals für die Zeitgenossen, dass sich am Status Quo jemals etwas ändern könnte.

Wie machen das die Chinesen, sollte nicht die „kommunistische“ „Unterdrückung“ jeden kreativen Impuls im Keim ersticken?

Ja. Aber die Wahrheit sieht eben anders aus. China ist eine Meritokratie. Wer sich durch Exzellenz auszeichnet hat großen Spielraum. Die DDR hat Ähnliches versucht, war aber zu arm und litt unter westlichen Embargo

@ free Nawalny

"China will die Kernkraft weiter steigern? Warum das denn? Uran ist weltweit schon extrem knapp" Am 06. März 2021 um 08:46 von free Nawalny

*

Dass es knapp ist hindert etliche europäischen Staaten nicht daran es zu nutzen. Allen voran Frankreich.
Laut Wikipedia war 2016 USA der größte Uran-Verbraucher. Danach kam Frankreich, dann Russland und dann China. (Uran/Tabellen und Grafiken; Wikipedia)

Nordkorea ist reich an Bodenschätzen. Uran gehört dazu.

Den meisten Uran baut Kasachstan ab - ein direkter Nachbar von China.

Und in Afrika engagiert sich China ebenfalls wegen der Ressourcen.

@free Nawalny, 08.39h

Gegen die Regierung/partei zu stimmen, wird sich jeder Kongressabgeordnete mehrmals gründlich überlegen.

Keveslegeti

Die genannten Staaten waren stellvertretend für alle anderen Diktaturen genannt worden . Russland hatte ich schon erwähnt , leider gibt es da noch viel mehr von . ich denke nur wenn wir eine Humanitäre Welt wollen wäre mein Vorschlag ein gangbarer Weg . Warum nicht !

@vriegel

Gehen Sie mal von einem Uranvorkommen mit 0,1% Uran aus und folgenden Aufbereitungsschritten:

Zerkleinern, Flotieren, Chemie zum Extrahieren mit Maßnahmen zur Minderung der Umweltbelastung, Ammoniumdiuranat-Herstellung, UF6-Herstellung, Isotopenanreicherung, Metalloxid-Pelletierung, Zirkoniumherstellung, Brennelementfabrikation.....

da kommt einiges an Energie zusammen....

@08:39 von VictorJara: Der Rest muss dann wohl

"China deckt nur 5% mit Atomkraftwerken ihres Energieverbrauchs ab . Der Rest muss dann wohl mit Fossilen - Brennstoffen abgedeckt werden. "

Nein, das stimmt nicht. China investiert mehr in erneuerbare Energien als die USA, Japan und die EU zusammen investieren.

2018 hatte China eine Gesamtleistung von 711 GW an erneuerbaren Energien installiert, in Deutschand sind es 2020 ca. 120GW.
In China wurden 2019 888TWh Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt in Deutschland waren es im Rekordjahr 2020 233 TWh.

Wie man sieht, hat China noch viel aufzuholen, wenn man die erzeugte Energiemenge auf die Bevökerung umrechnet, aber im Vergleich zu Deutschland passiert in China etwas, während hier quasi Stillstand herrscht.

Weiterhin muss man berücksichtigen, dass der Stromverbraucht pro Kopf in Deutschland mit 7400 kWh mehr als doppelt so hoch ist wie in China mit 3500 kWh pro Kopf.

@Eu-Schreck, 09:20 (re 09:04 von VictorJara)

„Ja ja und nochmals ja. Und die große Abhängigkeit von China, weil man den Absatz maximieren möchte, und dabei ist es einem anscheinend ganz egal, woher das Geld kommt. Die Verbindung herzustellen aus den Vergehen, die man moralisch anprangert, und der Herkunft des Geldes (eben aus den Vergehen) ist wohl nicht drin“

Politiker bezeichnen diese Inkonsequenz der Bequemlichkeit halber gern als „Realpolitik“. Ganz so, als ob sich daran nichts ändern ließe. Ich bezeichne es als Verlogenheit. Denn natürlich ist auch bei den meisten Politikern genug Abstraktionsvermögen, um diese Zusammenhänge erkennen zu können „drin“. Dann müssten sie allerdings konsequenterweise nicht nur mit ein paar liebgewonnenen (da für sie durchaus bequemen) „Gewohnheiten“ brechen, sondern auch bereit sein, von der Macht abzulassen. Indem sie es den Bürgern „ermöglichen“, die Verantwortung für die institutionelle und infrastrukturelle Gestaltung ihres Gemeinwesens inklusive Wirtschaft und Umwelt selbst zu übernehmen.

Chinas Fünfjahresplan: Keine Überraschungen beim Klimaschutz....

Immerhin, Klimaleugner sind da nicht am Werk. Das Land ist dem Pariser Klimaabkommen beigetreten. 2017 betrug der CO2-Ausstoß pro Einwohner dort 7,7 Tonnen. Und damit weniger als die USA, Belgien, Deutschland, Japan, Luxemburg, Niederlande, Österreich.
Bei der Zulassung von Elektroautos liegt das Land vorn (579.000) , USA 195.140. 99 Prozent aller in der Welt fahrenden Elektrobusse fahren in China.

Russland „besetzte“ die Krim. Und wird sanktioniert.

China setzt quasi die Demokratie Hongkongs außer Kraft und es passiert - nichts!

Deutschland ist zu abhängig von China.

Dabei geht es nicht nur um Seltene Erden, wie die Diskussion um den G5 Standard gezeigt hat (in China feilt man schon an G6 und G7..).

Ein wachsender Anteil des deutschen BSP sind Investitionen deutscher Konzerne in China. Ein anderer Teil der Markt: VW hat in China sein Kerngeschäft. Kurioserweise ist DAS und NICHT die deutsche Energiewende was der eigentliche Treiber hinter Modellentwicklungen von E-Autos bei VW ist!

Die Stunde Chinas kommt noch: fahren heute auf deutschen Straßen viele „Japaner“, könnten es in 15 Jahren sogar noch mehr „Chinesen“ sein.

Dann ist Deutschland nicht mehr „Exportweltmeister“.

Ich finde es bitter, dass beim Punkt Innovation Deutschland zu sehr auf Kostenoptimierung vertraut. Es fehlt eine Strategie. China hat eine.

@09:14 von onkelbond: An jede Nase fassen!

...ich bin nicht Deutschland
und ich lasse es mir nicht vorgeben, wen ich kritisieren darf und wen nicht.
Weltweit wird zuwenig getan und Folgen sind jetzt schon deutlich sichtbar.
ALLE sind gefordert, keinen Dreck mehr zumachen. ALLE sind gefordert, den gemachten Dreck auch weg zumachen. ALLE.
Die gesamte Menscheit hat ein Recht darauf.ALLE.
Hier gehts allerdings erstmal um China, was Sie natürlich nicht daran hindern soll, an passender Stelle Ihre Kritik zu äußern, an unpassender Stelle klingt es allerdings nur nach Rechtfertigung für das Versagen anderer.

v. Zabbalodt

Wie wäre es...

...wenn die sog. westliche, zivilisierte Welt , allen voran die EU, auch Deutschland, mit besserem Beispiel (nicht nur was den Unweltschutz angeht...) voranginge?
Jeder einzelne Mensch von uns, der sooo gerne mit dem Finger auf andere zeigt, könnte durch sein Verhalten hinsichtlich des Unweltschutzes etwas ändern.
Also liebe Menschen , lasst uns an unsere eigene Nase fassen.

Chinas Fünfjahresplan...

"Enttäuschend". China halte ganz stark an Kohle, Öl und Gas als Energieträger fest... 

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Ironie... China setzt weiter auf die Kohleverstromung. Deutschland will alle seine Kraftwerke stilllegen... Ja Deutschland rettet die Welt im Alleingang während China und andere sie im Alleingang zerstören. Die Politik prahlt das in Chinas Städten Autos und Busse mit Strom angetrieben werden. Die gleiche Politik ignoriert aber auch das dieser Strom in über 1100 Chinesischen Kohlekraftwerken produziert wird. Tendenz steigend...Ironie pur !

@ free Nawalny, um 08:39

“Wird dort auch mal was abgestimmt? Kommt dort auch mal eine überraschende Mehrheit zustande? Lehnt der auch mal etwas ab, was die Regierung vorschlägt?“

Bei diesen Fragen würde unser in letzter Zeit ein wenig verstummter Mitkommentator sagen:
“Da schlägt man sich vor Lachen auf die Schenkel.“

Aber im Ernst:
Es geht um China, nicht um ein föderales demokratisches System.
Da wird nicht durch Mehrheitsbeschluss entschieden.
Da wird mitgeteilt, geklatscht, gemacht.
Was die Regierung für gut befindet, i s t gut...

Zabbalodt

Kein Respekt gegenüber der Umwelt ?
Das ist aber kein Alleinmerkmal von Diktaturen ,leider oder meinen sie Demokratien haben mehr Respekt vor der Umwelt ? Warum holzen wir dann Wälder ab und verbuddeln ganze Dörfer , ist das Respektvoll? Also den Faktor Umwelt sehe ich in einer Demokratie nicht unbedingt geschützt.
Die Demokratien schauen zu wie die Lunge der Welt ;so heißt das Gebiet am Amazonas zerstört wird , da bin ich echt den Tränen Na . Das macht mich zutiefst betroffen .

09:28 von KMK

//Wann hört zukünftig die Förderung von mehr als einem Kind pro Familie/Frau auf?//

Das hier so oft zu unrecht gescholtene China ist bisher das einzige Land auf dieser Erde, das eine Ein-Kind-Begrenzung durchgesetzt hat. Inzwischen hat man das gelockert, weil die Überalterung der Bevölkerung drückt. Wer finanziert die Renten in Zukunft, wer finanziert die Alterskosten für Gesundheit, Altenheime etc? Wo kommen die Fachkräfte für die Wirtschaft her, aus Deutschland?

@möbius

Ja, mein Beitrag enthielt Ironie. Es ist verlogen sich als Saubermann hinzustellen, einfach indem man seine schmutzige Grundproduktion "outsourced". Bei der DDR war es so, daß die einfach kein Öl mehr bekommen haben aus Russland, also haben die "dank" Braunkohle und "Reppes-Acetylen-Chemie" (s. Chemie-Museum Merseburg) was gezaubert. Dass dabei "Teerseen" entstanden sind gilt als Indiz für das marode System. Daß sowas hier nicht entstanden ist hängt allein am Potential des Erdöls, aber das will so recht auch keiner mehr wahr haben.

@ Bernd Kevesligeti, um 09:45

“Das Land ist dem Pariser Klimaabkommen beigetreten...“

Und nach Ihrer vergleichenden Aufzählung möchte man dieses Land ja beinah unter die klimatischen Saubermänner einreihen.
Was allerdings bei genauer Betrachtungsweise doch nicht ganz zutreffen dürfte.

Was ist sauber an Elektrofahrzeugen, deren Strom aus Kohle gewonnen wird?
Und nebenbei: Das ist hier ja auch (noch?) nicht viel anders.

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Am 06. März 2021 um 09:14 von onkelbond

Ständig trudeln Briefe aus Brüssel ein...
Drum, erst selbst für richtigen Umweltschutz sorgen, dann kann man auch mal auf andere schauen.

###

Hören Sie doch auf mit Brüssel und dieser EU und ihren Umweltschutz...Die EU hört nicht hinter der Elbe auf und auch dort pfeift man auf den Umweltschutz und Vorgaben...
In China hat die Führung in Peking einen neuen Fünfjahresplan vorgestellt. Und hoffen Sie nicht das Umweltschutz zur Erfüllung dieses Planes dort eine Rolle spielt. Was ich damit meine, ist das man sich zwar an die eigene Nase fassen kann, es aber aufgrund der Aktionen von solchen Staaten wie China global gesehen eben nicht ändern kann...

@10:06 von Theodor Storm: wer finanziert die Alterskosten

"Wer finanziert die Renten in Zukunft, wer finanziert die Alterskosten für Gesundheit, Altenheime etc? "

Die Mär, dass man viele junge Menschen braucht, um die Rentner zu finanzieren, hält sich ja auch bei uns.

Die Renten und sonstigen Kosten die für Kinder und Rentner anfallen, müssen von der Wirtschaft getragen werden.

Bei uns erfolgt dies über die Sozialabgaben der Arbeitnehmer. Aber es ist absehbar, dass dieses System in naher Zukuft nicht mehr funktioieren wird. Eine immer höhere Automatisierung und der immer größere Einsatz von KI wird in absehbarer Zeit immer mehr Arbeitsplätze überflüssig machen. Auch dann müssen noch Gelder z.B. für Renten vorhanden sein.
Die müssen dann aus anderen Quellen z.B. Steuern kommen.

"Wo kommen die Fachkräfte für die Wirtschaft her, aus Deutschland?"

Wer Fachkräfte braucht, wird immer welche finden, denn Menschen gibt es genug auf der Welt, man muss sie nur ausbilden (wollen).

von harry up 10:11

Sie bemühen sich jedenfalls. Das ist nicht abzustreiten. Aber offenbar soll das nicht so sein ? Oder sollen die Eletrobusse abgeschafft werden ?

09:40 von GeMe

@08:39 von VictorJara
//2018 hatte China eine Gesamtleistung von 711 GW an erneuerbaren Energien installiert, in Deutschand sind es 2020 ca. 120GW.
In China wurden 2019 888TWh Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt in Deutschland waren es im Rekordjahr 2020 233 TWh.//

Und China erzielt aktuell dreimal soviel Windenergie wie D, und will den aktuellen Stand bis 2030 nochmals verdreifachen. Während man in D seit 1 Jahr bei Windenergie auf der Leitung steht.
Die Chinesen haben sehr klare Pläne, auch was die Klimapolitik betrifft. Und was man immer im Blick haben muss: die chin. Wirtschaft wird auch in den nächsten 10 Jahren jährlich zwischen 5-10 % wachsen, das erhöht natürlich den Energiebedarf. Der TS-Bericht hier liest sIch so, als Aufforderung an China, sein Wirtschaftswachstum zu drosseln. Dann sollte Europa und die USA mal mit gutem Beispiel vorangehen!! Ach ja, unser „Wohlstand“ ist in Gefahr.

China will sich bei technischen Innovationen voranbringen.

So war es z. B. noch kürzlich in einem Filmbericht zu sehen.
Also Schluss mit dem Kopieren und techn. Ideenklau? Vorbei die Werkbank von Europa?

Natürlich entgeht den Chinesen nicht, dass anderswo nicht nur die Wasserstoff-Technologie erforscht und vorangetrieben wird, der aus meiner Sicht die Zukunft gehören wird, noch bevor jeder sein E-Auto vor der Tür stehen hat.

Noch interessanter wird die Kernfusion sein, die - sollte sie in 20 oder 30 Jahren beherrschbar sein - die Energieprobleme ein für allemal lösen könnte.

Was China jetzt macht, ist, die Zeit bis dahin gewinnbringend zu überbrücken, während man sich andernorts offensichtlich ernsthaftere Gedanken darüber macht, wie man Zeit bis dahin klimatisch möglichst wenig schädigend gestalten kann.

09:45 von Bernd Kevesligeti

«Immerhin, Klimaleugner sind da nicht am Werk. Das Land ist dem Pariser Klimaabkommen beigetreten. 2017 betrug der CO2-Ausstoß pro Einwohner dort 7,7 Tonnen. Und damit weniger als die USA, Belgien, Deutschland, Japan, Luxemburg, Niederlande, Österreich.»

In grober Nährungsrechnung (ohne Verfälschung) sind die 4 Staaten der Welt mit der ungünstigsten Relation Bevölkerungszahl / CO2-Ausstoß:

1. USA Faktor 4,0 (zu viel)
2. RUS Faktor 2,9
3. JAP Faktor 2,1
4. DEU Faktor 2,0

CHN liegt aktuell bei Faktor < 1,0.

Sieht man den CO2-Ausstoß nach Ländern aber als Entwicklung über den Zeitraum (x) Jahre. Dann sieht man, dass der Anteil bei den USA von 1970 bis 2018 um ± 20% geringer wurde.

In China wurde der Anteil im gleichen Zeitraum um ± 650% mehr.
Eine Konsequenz aus der Entwicklung eines nicht-industrialisierten Landes zu einem Industriestaat. In CHN soll das weiter gehen, die Relation wird ungünstiger < 1,0.

Setzen Sie E-Mobile CHN / USA in Relation zur Bevölkerung.
Mehr in USA.

@spax-plywood

China räumt der Umwelt „noch“ keine Priorität ein, so wie Deutschland in den 1970ern.

Man erinnere sich an unsere hypertrophierten Seen und Flüsse mit im Sommer kieloben treibenden Fischen ..

Das setzen auf E-Mobilität in China ist allerdings nicht so sehr dem unerträglichen Smog in Peking geschuldet, als vielmehr dem Wunsch, durch das „Neumischen“ der Karten den Westen im Fahrzeugmarkt auszubooten, so wie sie das schon bei Schnellzügen und Photovoltaik gemacht haben.

Die DDR war im Comecon führend in der Mikroelektronik. Allerdings hat ihr „Champion“ Manfred von Ardenne im Aktenkoffer dringend benötigte Bauteile aus West-Berlin in den Osten geschmuggelt....umgekehrt hat Westdeutschland auch profitiert von der Übernahme von DDR Patenten (Starkstromtechnik, FCKW freier Kühlschrank !).

Heute haben die Russen eigene Computerchips, die zT besser als die von Intel sind. Ein Ergebnis westlicher Embargos und russischer Paranoia.

RE: harry_up um 10:27

***Noch interessanter wird die Kernfusion sein, die - sollte sie in 20 oder 30 Jahren beherrschbar sein - die Energieprobleme ein für allemal lösen könnte.***

Den zeitlichen Rahmen würde ich doch deutlich großzügiger stecken, sofern das mit der Kerfusion überhaupt was wird.
Zudem ist die Kernfusionsforschung extrem teuer und der Betrieb wird womöglich kostengünstig gar nicht realisierbar sein.
Trotzdem hoffe ich ebenso wie Sie darauf.

Gruß Hador

@ Bernd Kevesligeti, um 10:23

re @ harry_up, 10:11

“Sie bemühen sich jedenfalls.“

Woher kennt man diesen Satz gleich noch?

Dass in chinesischen Großstädten E-Busse fahren, geschieht das gewiss nicht, um das Weltklima zu schonen, oder wollen Sie das ernsthaft glauben?

Wenn man die Hand wegen Dreck und Smog die Sonne nur noch erahnen und nicht mehr vernünftig atmen kann, wird es Zeit, sich Gedanken zu machen.

Natürlich sollen deswegen die E-Busse nicht abgeschafft werden, nur sollte man den Grund für deren Einsatz nicht mit dem “Umweltmäntelchen“ behängen.

09:31 von Hador Goldscheitel

//Die "Merkel-Doktrin" von "Wandel durch Handel" ist doch schon lange gescheitert. Die demokratischen Staaten weltweit sollten einander grundsätzlich den Vorzug vor diktatorisch-autokratisch geprägten Staaten geben.//

Das ist richtig, aber womit füttern wir dann die heilige Kuh, das Wirtschaftswachstum? Seriöse Prognosen weisen, für die kommenden 20 Jahre, Asien als Boomzone der Welt, aus. Und die Region Asien ist im Griff von China. Erst vor 2 Monaten wurde dort, im Asien-Pazifik-Raum, unter der Führung Chinas, der weltgrößte Handelspakt vereinbart (ohne Europa, ohne USA).

Chinas Fünfjahresplan...

Chinas gesteigerter Bedarf nach Kohle, Öl und Gas steht in scharfem Kontrast zu den ehrgeizigen Klimaversprechen der politischen Führung.

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Wobei das Klimaversprechen nur zweitrangig, eher wohl nur nebensächlich sein dürfte...

Energiepolitik ist in China ein strategischer Sektor

Susanne Dröge bei der Stiftung Wissenschaft und Politik: "Die Erneuerbaren Energien bleiben für China ein strategischer Sektor", sagt sie.
Auch die Kernenergie soll bis 2025 ausgebaut werden: Rund 40 Prozent mehr Kapazität in dieser Zeit sind geplant. Allerdings haben AKW derzeit einen Anteil von weniger als fünf Prozent an der chinesischen Stromversorgung. Hauptenergielieferant in China ist weiterhin Kohle. Die Braucht man auch für die Stahlproduktion.

Kernenergie und Kohle für China, Erneuerbare für den Rest der Welt.
Mit Akkus und anderen Trägern erneuerbarer Energie kann man wunderbar Abhängigkeiten schaffen.
Wenn man dann gleichzeitig noch die Produktion von alternativer Energie (Solarwolrd Deutschland u.a.) in den Zielländern durch Dumpingpreise kaputtmacht, hat man ein wunderbares Druckmittel, das der Abhängigkeit von Öl in nichts nachsteht.

von schabernack 10:29

Es gibt Aufstellungen über den pro Kopf-Ausstoß an CO2, bezogen auf die Länder.
Leider sind Statistiken über den historischen Ausstoß/Produktion von CO2 darin nicht enthalten. Seit Beginn der Industrialisierung. Da kann man sich denken, wer da besonders oben liegt....

09:31, Hador Goldscheitel

>>Die "Merkel-Doktrin" von "Wandel durch Handel" ist doch schon lange gescheitert.<<

Das ist keine Merkel-Doktrin, sondern uraltes diplomatisches Wissen.

Auf Kommentar antworten...

Am 06. März 2021 um 08:39 von free Nawalny

Was macht der Volkskongress außer klaschen? Wird dort auch mal was abgestimmt? Kommt dort auch mal eine überraschende Mehrheit zustande? 

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Sie vergleichen den Volkskongress mit westlichen Parlamenten... Nein dort kommt es nicht zu überraschende Abstimmungen. Die Vertreter kommen aus den Entferntesten Ecken in China und sind alle klar auf Linie der Kommunistischen Partei Chinas. Sonst würden sie ja nicht im Volkskongress sitzen... Die Vorgaben der Führung sind Staatspolitik...

10:23 von Bernd Kevesligeti

@harry_up

«Sie [China] bemühen sich jedenfalls. Das ist nicht abzustreiten. Aber offenbar soll das nicht so sein ? Oder sollen die Eletrobusse abgeschafft werden ?»

Nein … abgeschafft werden sollen die Elektrobusse in den vielen sehr großen Städten in China natürlich nicht. Niemand hier hat das "gefordert", auch nur angedeutet, dass dies sinnvoll sein könnte.

In Peking sind Elektrobusse "Waffe" gegen grauenhaft miese miese Luftqualität in der Stadt in den Wintermonaten. Wenn nicht Winter in Peking ist, ist es etwas besser. Peking liegt topographisch-mikro-klimatisch sehr benachteiligt.

In vielen der Mega-Cities in Asien fahren Elektrobusse. Und noch mehr Elektrotaxis. Dennoch verflüssigt sich alleine dadurch selbstverständlich nicht die Fragestellung ins Nirvana, mit welcher Art von Primärenergie der Strom erst mal erzeugt wurde, mit dem E-Mobile fahren. Wenn mit Kohle … dann mit (sehr) viel CO2-Ausstoß.

Nicht überall ist ein so ausgezeichnetes System an ÖPNV wie in Tokyo.

10:27 von harry_up

//Noch interessanter wird die Kernfusion sein, die - sollte sie in 20 oder 30 Jahren beherrschbar sein - die Energieprobleme ein für allemal lösen könnte.//

Ich würde Ihnen gern zustimmen, wenn nicht das Problem der Entsorgung wäre. Hier ist man seit Jahrzehnten, weder in Europa, noch anderswo, auch nur einen mm weitergekommen. Meine Hoffnung? China. Hier könnte das Problem, zum Nutzen der Welt, gelöst werden. Wir werden sehen.

Keine Überraschungen beim Klimaschutz?

Deutschland machte den besten und teuersten Umweltschutz. Deshalb werden jetezt ander Länder das langsam angehen lassen.

Geht es um Klimaschutz?

Geht es um Klimaschutz oder geht es darum, energiepolitisch die Oberhand zu gewinnen?
In China wird die meiste Energie aus Kohle gewonnen, zweiter Energielieferant ist Kernkraft.

Gleichzeitig wird in afrikanischen Ländern massiv der Abbau von Materialien zu Produktion von Akkus forciert, u.a. dadurch, dass China dort die nötigen Infrastrukturen aufbaut. Dafür bezahlen die afrikanischen Ländern mit der Arbeitskraft, Gesundheit (Bergbau, Abbau von Kobalt u.a.) und Ausbeutung ihrer Menschen.

Energieintensive Produktion in China wird mit Kohle erreicht, vor allem für Stahlproduktion.

In Westdeutschland wird allen Ernstes überlegt, Energie aus Solarelementen und Windkraft zu gewinnen.
Gute Idee, wenn nicht die Versuche dazu, der Aufbau entsprechender Produktion wie z.B. bei Solarworld Deutschland, durch China (Dumping) kaputtgemacht würde.
Auch der Traum von Windenergie für Deutschland ist ausgeträumt.

Was bleibt als Energieträger übrig?

09:49, Möbius

>>Erfolg Chinas zeigt sich an Flexibilität westlicher Politik
Russland „besetzte“ die Krim. Und wird sanktioniert.

China setzt quasi die Demokratie Hongkongs außer Kraft und es passiert - nichts!<<

Die sprichwörtlichen Äpfel und Birnen.

Hongkong ist kein Teil eines anderen Landes, welches von China besetzt wurde. Eher das Gegenteil. Es handelt sich um einen Landesteil Chinas, welcher von einer Kolonialmacht besetzt worden war und nun, vertraglich mehr oder weniger geordnet, zurückgegeben wird.

Die Anführungszeichen bei "besetzte" können Sie übrigens weglassen.

08:57 von Keveslegeti

Dies liest sich als ob Atomkraft die Lösung aller Probleme wäre .
.
aller Probleme sicherlich nicht !
aber es produziert kein CO2
übrigens die kleine Thunberg favorisiert die Kernkraft als Übergangslösung

08:46 von free Nawalny

"Kernkraft soll steigen?
Cina will die Kernkraft weiter? Warum das denn ? Uran ist weltweit schon extrem knapp und kann nun unter massiven Umweltschäden gewonnen werden.Der Uranabbau hinterlässt durch Verelendung ungeheure Naben der sozialen Struktur Afrikas."
Gut,dass sie das erwähnen.
Umweltschäden beim Uranabbau,wird oft beim Thema Kernkraft nicht erwähnt,habe ich aber beim Thema schon öfter geschrieben.
Hierbei werden Mengen an radioaktiven und auch nicht radioaktiven Giftstoffen frei gesetzt mit schweren gesundheitlichen Folgen für die Anwohner.Wie an Krebs erkrankte Ureinwohner austaliens .

von harry up 10:37

Das klingt irgendwie so: Die können machen was sie wollen, es ist und darf nur schlecht sein.

"Natürlich entgeht den

@ harry_up um 10.27 Uhr: "Natürlich entgeht den Chinesen nicht, dass anderswo nicht nur die Wasserstoff-Technologie erforscht und vorangetrieben wird, der aus meiner Sicht die Zukunft gehören wird, noch bevor jeder sein E-Auto vor der Tür stehen hat."
Wasserstofftechnologie, Energiegewinnung aus Wasserstoff, funktioniert doch nur, wenn sehr viel Energie eingesetzt wird, oder?

Ich habe davon wenig Ahnung, aber soweit ich weiß, ist für Energiegewinnung/Wasserstofftechnologie die Trennung von Wasserstoff und Sauerstoff ( Elektrolyse) nötig.

Für die Elektrolyse wird sehr viel Energie benötigt. Bei der anschließenden Nutzung des Wasserstoffes wird viel Energie frei.

Das ist ein umweltfreundliches Verfahren, denn bei der Energienutzung fallen nur die beiden Grundstoffe Wasserstoff und Sauerstoff an.

Aber woher kommt die Energie für die Elektrolyse, die ja die Voraussetzung für das Verfahren ist?

Wer oder was liefert den Strom für die Elektrolyse?

11:04 von Naturfreund 064

Cina will die Kernkraft weiter? Warum das denn ? Uran ist weltweit schon extrem knapp und kann nun unter massiven Umweltschäden gewonnen werden
.
was ist auf unserer Welt nicht knapp / wird knapp
wenn das mit Solar / E Auto etc. so weiter geht ?

und sollten sie es nicht wissen,
in den USA gewinnt man Uran aus der Asche von Kohlekraftwerken
der Anteil an Uran ist dort teilweise höher als in Uran Erzen

Kevelegesti

Danke für die Info. Atomkraft Nein Danke genau !

andereseits

ich denke wir sind einer Meinung . Schönes Wochenende.

@ Sisyphos3

aber es produziert kein CO2

Durch die Urangewinnung und die Endlagerproblematik wird wesentlich mehr CO2 produziert als bei jeder Form regenerativer Energie. Es ist nur in andere Länder und in die ferne Zukunft verschoben. Und die Rechnung geht davon aus, dass nie etwas passiert. Also kein Fukushima.


übrigens die kleine Thunberg favorisiert die Kernkraft als Übergangslösung

Nein, tut sie nicht. Der Narrativ ist nur schwer auszurotten.

08:54 von schabernack

Gar nix mit China ist besser …
.
es macht sich aber gut China hervorzuheben als (vermeintliches) "Vorbild" und darüber zu schreiben.

Die erzeugen pro Kopf 40 % mehr CO2 als beispielsweise Frankreich und die Schweiz aber 20 % weniger als wir
und was auch keinen interessiert,
in China verbrennt mehr Kohle durch Feuer in Kohleflözen die man nicht löschen kann
als hierzulande zur Stromerzeugung verwendet werden

Re : free Nawalny !

Ja es kommt schon mal vor, dass bei einer "Abstimmung" über einen Vorschlag nach chinesischer Sichtweise auch mal drei oder gar fünf Delegierten dagegen stimmen.
Die Hohen Herren wollen doch immer den Anschein wahren.
Leider setzt die KP nur auf Wachstum der Wirtschaft, ohne wirklich sich um den Klimaschutz zu kümmern. Was aber noch mehr traurig macht, sind all die großen und kleinen westlichen Firmen, die sich in China sehr gute Geschäfte mit hohen Gewinnen erhoffen, und auch keinen Deut besser sind als die Verbrecher der KP.
Leider wollen auch viele westliche Regierungen keinerlei Druck auf Peking ausüben, um mehr Klimaschutz zu erreichen, weil es wie immer nur um noch mehr Kohle geht, als endlich mehr Investitionen in neue Techniken und Energien, die dem Mensch, der Natur, der Umwelt und den Tieren zugute kommt.
Auch in D wir so eine dreckige und verlogene Politik betrieben, die immer nur dem Wachstum dient !!!

10:49 von Bernd Kevesligeti / @schabernack

«Es gibt Aufstellungen über den pro Kopf-Ausstoß an CO2, bezogen auf die Länder.»

Aus so welchen Statisken sind auch meine genannten Zahlen.
Selbst gemessen, und dann monatelang rumgerechnet habe ich nicht.

Die ungünstigste Relation aller Länder der Erde hat … Palau. Das Inselparadies in der Südsee. Weltweit gesehen eher unwichtig, da es nur sehr wenige Paulaner gibt. Für Indien ist die Relation ± 0,4 bezogen CO2-Ausstoß / Bevölkerungszahl an Weltbevölkerung. Indien hat fast gleich viele Einwohner wie China. Plus eine "Klimabilanz" um den Faktor ± 2,0 besser als China. Wegen weniger Industrie.

So habe ich diverse Näherungswerte im Kopf parat. Für die Relation der großen, bevölkerungsreichen, oder industrialisierten Länder der Welt. Ändert sich nicht wie das Wetter von Tag zu Tag.

«Leider sind Statistiken über den historischen Ausstoß/Produktion von CO2 darin nicht enthalten. Seit Beginn der Industrialisierung.»

Um 1800 konnte niemand CO2 messen, und statistisch verbraten.

@ fathaland slim

Sie meinen, China hat quasi das Heimrecht, Hongkong zu unterdrücken und bei Russland und der Krim ist das was ganz anderes?

realistische Ziele

"Beim Klimaschutz wirken die Ziele der KP allerdings wenig ambitioniert."

Das lässt sich auch positiv sehen: China setzt sich Ziele, die es auch erreichen kann. Bei uns ist es anders herum.

Außerdem tragen wir mit jedem Kauf eines "made in China"-Produktes zur Umweltbelastung in China bei.

Letztendlich bin ich positiv überrascht, dass sich China überhaupt mit dem Klima- und Umweltschutz befasst.

Zu Moebius um 10.34

Na ja. Die DDR als Hochtechnologieland zu bewerten, ist wohl ein wenig leicht uebertrieben. Da spielte die Bundesrepublik schon in einer anderen Liga.
Es stimmt auch nicht, dass die Wirtschaft und Politik ab den 70iger/80iger Jahren die wachsende Innovationskraft Chinas nicht erkannt haetten. Im Gegenteil haben die Unternehmen nicht nur durch Exporte, sondern auch durch Kooperationsprojekte den chinesischen Markt neben der EU und den USA fruehzeitig entdeckt. Ueberrascht war man von der Geschwindigkeit und auch - leider negativ - von den hoeflich ausgedrueckt anhaltenden Restriktionen der staatlichen Stellen fuer auslaendische Unternehmen.

11:22 von schwer gestört

Nein, tut sie nicht. Der Narrativ ist nur schwer auszurotten
.
Thunberg hatte noch am Wochenende geschrieben, Atomenergie könne
„ein kleiner Teil einer sehr großen neuen kohlenstofffreien Energielösung“ sein.
soweit zu Welt online 21.03.2019

Die trauen sich was,

die Wenigen auch in diesem Forum, die es wagen, die Entwicklung eines Landes vom Hungerzentrum der Welt zum Global Player wenigstens anzudeuten.
Ich erinnere mich an Berichte meiner Eltern über Besuche Chinas, die sich "freuten", dass am Ende der Kulturrevolution in den frühen 70ern, Frauen schon weiße Blusen tragen durften und Dauerwelle!
Was für eine Entwicklung.

11:27 von schabernack

Um 1800 konnte niemand CO2 messen, und statistisch verbraten.
.
aber es gibt Modellrechnungen zu dieser Zeit
(die Waldfläche wurde ja auch nicht statistisch erfasst
trotzdem kennt man so einigermaßen den Anteil)
immerhin weiß man ja was die in etwa zum Heizen brauchten

@Hador Goldscheitel, 08:36

„Da China offensichtlich nicht wirklich ambitioniert Klimaschutz betreiben will, sollte sich die EU mal überlegen, ob Gegenmaßnahmen nicht notwendig werden.
Europäische Unternehmen werden mit steigenden Energiepreisen konfrontiert und wandern teilweise nach China ab, während China von ihrem Klima-/Umweltdumping wirtschaftlich profitiert“

Sie haben m.E. Recht. Aber das (von seinem Klima-/Umweltdumping wirtschaftlich profitieren), und das auf Kosten der gesamten Weltgemeinschaft - denn eine Umwelt, von und in der er überleben kann braucht jeder - kann sich China (bzw. das dortige Regime) nur „erlauben“, weil Geld die Welt regiert.

Re : Möbius !

Solange ein solche exzellente Person sich im Rahmen des Parteibuches bewegen, hat diese Person sicher einen großen Spielraum. Nur dass dies auch ganz schnell vorbei sein kann, wurde erst vor Kurzem wieder mehr als deutlich, als ein erfolgreicher Mann, der es wagte die KP, vor allem die Führer öffentlich zu kritisieren, nach angeblichem Schuldeingeständnis zu mehreren Jahren Gefängnis verurteilt.
Durch die ständige Kontrolle und Überwachung kann ich auch sehr viel abwürgen, was an Kreativität und Innovationen vorhanden ist. Dass China in bestimmten Dingen führend ist, hat auch mit der immer stärker werdendem Machtanspruch und Expansionsgedanken zu tun. Vieles was die Chinesen betreiben, ist nicht nur für China selbst bestimmt, sondern auch ein starker subtiler Einfluss auf etlichen Ebenen, wie jetzt auch wieder zu beobachten ist durch die Lieferungen von Impfstoffen, ohne dass überhaupt dazu Informationen vorliegen und mit geliefert werden.

Wieder mal was zu China

und die Emotionen, Gefühle, Wünsche - nicht unbedingt das Wissen einiger Forenteilnehmer schlagen durch. Wenige, die mit Fakten aufwarten werden möglichst ignoriert.
Nein, ich habe keine Lust, mich an dieser sinnfreien "Diskussion" zu beteiligen.

Für die, die evtl. doch ein wenig mehr zu China und zum Umgang mit ihm lesen wollen, empfehle ich eine Monographie und einen Aufsatz von Eberhard Sandschneider.

"Anleitung zur Drachenpflege. Vom Umgang des Westens mit dem schwierigen Partner China" in Internationale Politik 60 (2005), 12, S 6-13;

"Der erfolgreiche Abstieg Europas: Heute Macht abgeben um morgen zu gewinnen." Hanser, München 2011.

Noch eins:
"Die ewige Angst vor dem Chinesen", Peter Dittmar, DIE WELT, 26.01.2020

Gruß, Wolfgang

@draufguckerin

Zur Herstellung von einem Kilo Wasserstoff H2 durch elektrolytische Wasserspaltung braucht man 55 kWh. Die gleiche Menge Wasserstoff aus der Erdgaspyrolyse zu Ruß und H2 benötigt 1/10 bis 1/5 der Energie.

@ Theodor Storm, um 10:55

re 10:27 von harry_up

Obwohl ich kein Fachmann bin, was die genaueren atomaren Abläufe in einer Fusionsanlage angeht, ist aber doch bekannt, dass der dort anfallende radioaktive Abfall weitaus weniger “langlebig“ und weniger strahlungsintensiv ist.

Während der Abfall der Kernkraftwerke Jahrtausende irgendwo unterirdisch abklingen soll, geschieht dies bei dem aus Fusionsanlagen vergleichsweise (!) dazu in wenigen Jahren.

Würde der also mit gelagert, fiele das so gut wie nicht ins Gewicht.

@ Nachfragerin

realistische Ziele
"Beim Klimaschutz wirken die Ziele der KP allerdings wenig ambitioniert."
Das lässt sich auch positiv sehen: China setzt sich Ziele, die es auch erreichen kann.

Nicht China, sondern die KP. Sie haben es doch selbst zitiert.


Bei uns ist es anders herum.

Bei Ihnen vielleicht. Ich möchte da nicht mitgezählt werden.

10:06 von Theodor Storm Bevölkerungsentwicklung

"Inzwischen hat man das gelockert, weil die Überalterung der Bevölkerung drückt. Wer finanziert die Renten in Zukunft, wer finanziert die Alterskosten für Gesundheit, Altenheime etc? Wo kommen die Fachkräfte für die Wirtschaft her, aus Deutschland?"
Die Ein Kind Politik Chinas wurde m. Wissens auch deshalb aufgegeben, weil wegen der Bevorzugung von Söhnen in China sich ein Männerüberschuss ergab. Es ist schon richtig, eine dünnere Besiedlung der Erde mit Menschen würde viele Probleme erleichtern/lösen. Es ist richtig, dass viele unsere Systeme auf Kinderzuwachs angewiesen sind (z.B. Renten). Es geschieht zuwenig Forschung auf dem Gebiet einer geringeren/schrumpfenden und dabei ethisch vertretbaren Bevölkerungungs-entwicklung, vermutlich weil man kein wirkliches Interesse daran hat.

11:31 von hbacc

die Wenigen auch in diesem Forum, die es wagen, die Entwicklung eines Landes vom Hungerzentrum der Welt zum Global Player wenigstens anzudeuten.
.
wie meinen sie das ?
jeder sieht doch wie Afrika vor 60 Jahren da stand und wie China
ebenso wie aktuell China da steht und wie Afrika
was gibt es da zu deuteln ?

@ free Nawalny um 08:46

>China will die Kernkraft weiter steigern? Warum das denn? <

China ist eine Atommacht.
Und jeder Staat der die Bombe will braucht dafür eine Nuklearindustrie. Energie ist dabei eines der Anfallenden Nebenprodukte (man kann es auch umgekehrt sehen, Bombenmaterial als Abfallprodukt, aber dann stehen die Folgekosten in keinem sinnvollen Verhältnis zum Hauptertrag).

11:30 von Grossfamilienberater

anhaltenden Restriktionen der staatlichen Stellen fuer auslaendische Unternehmen.
.
man läßt es sich ja bieten !

Re : draufguckerin !

Absolut richtig erfasst ! Hinzu kommt die unendliche Gier und Habsucht von vielen westlichen, gerade auch deutschen Firmen, die sich durch den Chinahandel ein goldenes Klo verdienen wollen.
Nicht nur viele westliche Firmen sind schon im Griff der chinesischen KP, sondern auch einige Regierungen, auch gerade D, dass deshalb jede Kritik an all den Menschenrechtsverletzungen, der fehlenden Meinungsfreiheit, der auf ein Minimum beschränkten Pressefreiheit immer ganz klein gehalten wird.
Die Chinesen wollen in einigen Jahren die bestimmende Weltmacht sein, und dafür tun sie alles, nur nicht wirklich für das Klima !!!

Zitat: "Uran ist weltweit

Zitat:
"Uran ist weltweit schon extrem knapp und kann nur unter massiven Umweltschäden gewonnen werden."

das mit den Umweltschäden stimmt - da bin ich voll bei Ihnen
aber
knapp ist Uran überhaupt nicht - auf dem Weltmarkt ist genügend im Angebot...
..sogar soviel das sich die Wiederaufbereitung "verbrauchter" Brennstäbe (MOX - Misch-Oxid) WIRTSCHAFTLICH seit Jahren gar nicht lohnt
Deren Umweltschäden muss man erst gar nicht erwähnen *seufst*

@ schabernack

Indien hat fast gleich viele Einwohner wie China. Plus eine "Klimabilanz" um den Faktor ± 2,0 besser als China. Wegen weniger Industrie.

Wie darf ich das ± interpretieren? Dass es besser oder schlechter sein kann und man es noch nicht so genau weiß?

11:11 von draufguckerin

«Wer oder was liefert den Strom für die Elektrolyse? [H2 als Energieträger]»

Prinzipiell regenerative Primärenergie wie Solarkraft, Windkraft, oder Wasserkraft. In großindustrieller Nutzung läufr dies aber weltweit erst in Kinderschuhen durch die Lande.

Am weitesten fortgeschritten mit dem am meisten fokussierten staatlichen Plan ist Japan. Das Olympische Dorf für Tokyo 2020 (not) Tokyo 2021 (maybe) ist ein Vorzeigeprojekt, dessen Energieversorgung für Licht machen, kochen, Warmwasser, Klimaanlage und Heizung komplett mit H2 ist (soll). Ungefähr 10.000 Wohneinheiten, die als Wohnungen bereits verkauft sind, oder als Mietwohnungen genutzt werden sollen.

Für die H2-Erzeugung für "Olymic Village" hat man extra einen Windpark gebaut, der nix anderes macht als das H2 für das Dorf.

Der Toyota "Mirai" (Japanisch für: "Zukunft") ist der meist verkaufte PkW mit H2-Antrieb. Bisher ± 11.000 Stück zum Stückpreis ab mind. ± 60.000 Euro.

Kinderschuhe noch … aber geplant mit Strategie dabei.

@ Bernd Kevesligeti, um 11:09

re von harry_up 10:37

“Das klingt irgendwie so: Die können machen was sie wollen, es ist und darf nur schlecht sein.“/cite>

Jetzt missverstehen Sie mich aber sehr.

Natürlich ist es ok., wenn dort E-Fahrzeuge eingesetzt werden.
Aber wie ich schon schrieb:

Hätte man dort - nicht zuletzt aus eigenem Verursachen! - bessere Luft, sähe man keinen Grund, diese teure Technologie dort einzusetzen.

Es ist die Motivation, aus der heraus das geschieht, daher schrieb ich das mit dem “Umweltmäntelchen“.

RE: fathaland slim um 10:51; 09:31, Hador Goldscheitel

***>>Die "Merkel-Doktrin" von "Wandel durch Handel" ist doch schon lange gescheitert.<<
Das ist keine Merkel-Doktrin, sondern uraltes diplomatisches Wissen.***

Wohl eher das "diplomatische Unwissen". Wenn wir schauen, in welchen Staaten sich die Menschenrechtslage verbessert hat, wo Demokratie und Rechtsstaat seit Ende des WK II auf dem Vormarsch sind, dann sehe ich nach 75 Jahre das Ergebnis als eher dürftig an.
Diesen Satz "Wandel durch Handel" ist wohl eher als Vorwand zu gebrauchen, mit jedem ins Geschäft zu kommen, und seien es noch so schlimme Verhältnisse in dem Land.

Gruß Hador

11:39 von Nettie

... Weltgemeinschaft - denn eine Umwelt, ...
.
Rücksichtnahme ist in China nicht in der Prioritätenliste vorne dran gelistet

Zitat: "Man sieht auch

Zitat:
"Man sieht auch insbesondere in den ländlichen Regionen sehr viele Solaranlagen für die Warmwasserversorgung. Auch gibt es zumindest hier im Süden wenig Kohlekraftwerke, die aber alle mit großen Filteranlagen ausgestattet sind, dazu viel Windengergie und Wasserkraft."

bemerkenswert ist vor allem das hier vor kurzem auf der "tagesschau" erst Artikel zur Ausbau der Windkraft zur Stromerzeugung gelesen hat

... wenn wir aus China Waren einkaufen.
Wir wissen, dass China es mit dem Umweltschutz nicht genau nimmt und sollten daher unser Einkaufverhalten überdenken.
Die Waren aus China wären viel teurer, wenn China Geld in den Umweltschutz investieren würde und wenn dazu noch venünftige Löhne bezahlt würden.
Es gibt nämlich nichts umsonst auf der Welt.

@VictorJara - Lieber Kernkraft als Kohle!

08:39 von VictorJara:
"[...] das Risiko eines atomaren Supergaus liegt mindestens genauso schwer für die Menschheit ,wie der ständige CO2 Zuwachs durch Fossile - Brennstoffe ."

Das ist falsch.
1954 ging das weltweit erste Kernkraftwerk ans Netz. Seitdem gab es zwei Supergaus, die in erster Linie eine lokal begrenze Katastrophe darstell(t)en. Die Folgen für die gesamte Menschheit sind sehr überschaubar. Das Risiko weiterer Unfälle besteht zwar, ist aber sehr gering.

Bei der Kohleverstromung ist es anders. Diese setzt kontinuierlich klimaschädliches CO2 frei und - was viele gar nicht wissen - auch die radioaktiven Stoffe Uran und Thorium. Während die radioaktive Belastung lokal begrenzt bleibt, beeinflusst das CO2 das weltweite Klima und betrifft somit die gesamte Menschheit.

Kernkraftwerke können lokal gefährlich werden. Kohlekraftwerke sind global schädlich.

@schabernack, "40% mehr

@schabernack,

"40% mehr AKW-Strom bei 5% AKW aktuell am Gesamtstrom.
Macht dann rechnerisch 7%, bliebe die Gesamtstrommenge gleich.
In 5 Tagen wird 10 Jahre seit Fukushima. Für die Folgekosten nur seither hätte Japan für Zig-Milliarden € oder $ was anderes viel Besseres machen oder kaufen können."

ich weiss - in Ihren Augen kann China nichts gut machen - denn es sind ja keine Japaner
*sarkasmus*

sorry - was macht denn Japan??
Die setzen weiter voll auf ihre Atom-Industrie
dabei hat gerade Japan wegen ihrer besonderen geologischen Situation die Chance den grössen Teil ihres Strombedarfes via Geo-Thermie zu produzieren!!

Und ja - ich bin was Japan betrifft keine "unwissende" Deutsche...
..also versuchen Sie erst gar nicht eine Argumentation dahin gehend aufzubauen - das nur sie aber niemand anderes Ahnung von diesem Land hat

@Bernd Kevesligeti um 10:49

>Leider sind Statistiken über den historischen Ausstoß/Produktion von CO2 darin nicht enthalten. Seit Beginn der Industrialisierung. Da kann man sich denken, wer da besonders oben liegt....<

Ein hoch auf die Moderne Wissenschaft !

Die kann diesen nämlich durch Vergleichsproben aus Eisbohrkernen, Sedimenten und Organischen Artefakten (Baumholz ist besonders ergiebig ) nachvollziehen. Und das bis in die Frühzeit des Planeten. Nicht nur Global. Lokale Unterschiede sind keine große Hürde, sondern eben durch Vergleiche ermittelbar.

Chinas Fünfjahresplan: Keine Ürraschungen beim Klimaschutz...

Nur ein integriertes Mobilitätskonzept.
So hat die Stadt Shenzen alle Dieselbusse verschrottet und mit den 16.300 Elektrobussen zudem das Liniennetz erweitert.
Der staatliche Autokonzern Bejing Automative Industry Corporation (BAJC) und der privatwirtschaftliche Konzern Build Your Dreams (BYD) sind weltweit die erfolgreichsten Hersteller von Elektroautos.
Bei den erneuerbaren Energien hat das Land 2017 126 Milliarden Dollar investiert. Gegenüber jeweils 40 Mrd. Dollar in den USA und in der EU.

@ Wolfgang GA um 11.40 Uhr, und noch etwas zur Ergänzung

... und noch etwas: Wikipedia "36 Strategeme" .
"Die 36 Strategeme sind in China Allgemeingut. Sie sind Schullesestoff und werden als Cartoons gedruckt."
Es handelt sich um traditionelle Strategien der Eroberung /Kriegsführung. Interessant sind die zeitgemäßen Erläuterungen zu jedem einzelnen Strategem, die lassen nachdenklich werden

Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte User,

die Meldung wurde bereits sehr stark diskutiert.

Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen.

Deshalb haben wir beschlossen, die Kommentarfunktion zu schließen.

Die Moderation

RE: fathaland slim um 10:51; 09:31, Hador Goldscheitel

***>>Die "Merkel-Doktrin" von "Wandel durch Handel" ist doch schon lange gescheitert.<<

Das ist keine Merkel-Doktrin, sondern uraltes diplomatisches Wissen.***

Wo sehen Sie die Fortschritte, bzgl. des Wandels bei China. Die Uiguren kommen ins "Umerziehungslager", Hongkong wird/ist gleichgeschaltet, und die tibetanische Kultur wird durch Ansiedlung auswärtiger Chinesen Stück für Stück zerstört. Dazu wird die Bevölkerung komlett überwacht und das Sozilpunktesystem auf Linie gebracht.
Den Wandel sehe ich nicht zum Positiven.

Gruß Hador

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