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Vertreibung

Friedensnobelpreisträger, sind kein Garant für Frieden, die einen lassen mit Drohnen schießen, die anderen , führen Kriege gegen Aufständige , derweil wird das Volk Opfer von Gewallt und Vertreibung . Und manche Politiker meinen immer noch, man solle den Menschen auf der Flucht auch nach Europa nicht helfen . Was für eine Welt .

Ein Bericht aus der Hölle

Und da gibt es tatsächlich Foristen, die den Standpunkt vertreten, die Menschen sollten nicht flüchten, sondern im Lande bleiben, um es wieder aufzubauen.

Das geht natürlich hervorragend, wenn man massakriert worden ist.

@VictorJara, 09.05h

Warum nicht einfach bei der Flucht, sondern bei der Flucht nach Europa?
Sie fragen, was für eine Welt und meinen nur Europa damit.
Die Welt ist viel, viel größer.

„Die Welthungerhilfe warnt vor einer Katastrophe“

„Warnt?“ Wenn das, was dort gerade passiert keine Katastrophe ist, was dann?

Festzustellen ist:

Es geht um die Macht Einzelner.

Die Gewalt geht von Militär und Milizen aus.
Sie richtet sich gegen die Zivilbevölkerung.

Das Internet ist abgestellt.

Für die, die vor dem Tod ins Elend fliehen konnten fehlt selbst für das Überlebensnotwendigste das Geld.

Für die „Ausrüstung“ des Militärs und der Milizen offensichtlich nicht.

wie muß man sich das vorstellen ?

auf der einen Seite "Rotkäppchen"
auf der anderen Seite "der böse Wolf".

Man spricht von Milizen, also keine reguläre Armee, sondern irgendwelche Leute, (Volksgruppen/Sippen/Clans)
die sich zum Plündern, Stehlen, Morden zusammenschlossen
Heute fällt der eine Clan über den anderen her, morgen der andere
Liegt es nicht einfach daran, dass in diesen Staaten keine Ordnungsmacht vorhanden ist

" "Wir waren überhaupt nicht

" "Wir waren überhaupt nicht darauf eingestellt, es kam viel zu wenig Geld von Spendern, das Bewusstsein fehlte für die Not der Menschen."

*

Wie kann das sein?
Weiter unter dem Text findet man Links, laut denen sich der Konflikt seit November zieht.

Kann es sein, dass die Corona-Maßnahmen dazu beitragen haben? Es wurden deshalb viele Projekte in den ärmsten Ländern gestoppt, darunter auch Impfungen für Kinder. Jede Impfung macht das Kind stärker, insbesondere dann, wenn die Hygiene katastrophal ist.

Man sollte daher Helfer als erste impfen. Am besten "gestern schon".

@ 28. Februar 2021 um 09:05

@ 28. Februar 2021 um 09:05 von VictorJara
„Vertreibung
Friedensnobelpreisträger, sind kein Garant für Frieden... . Und manche Politiker meinen immer noch, man solle den Menschen auf der Flucht auch nach Europa nicht helfen . Was für eine Welt“
Und manche Floristen meinen, am Elend und Gewalt der Welt sei nur Europa schuld.
Da wird von Kolonialismus gefaselt, auch wenn die betroffenen Regionen allenfalls wenige Jahre unter kolonialer Herrschaft standen. Von Waffenlieferungen, obwohl die Kämpfe dort mit Billigwaffen, wie kalashnikov gefochten werden. Von wirtschaftlicher Ausbeutung , obwohl das Problem beispielsweise Afrika‘s im genauen Gegenteil besteht, nämlich der mangelnden Verflechtung mit der Weltwirtschaft.
Nein. Das Elend herrscht überall dort, wo viel Glauben und viel Fertilität zusammen kommt. Daran müsste man arbeiten.

um 09:32 von DerVaihinger

>>
@VictorJara, 09.05h

Warum nicht einfach bei der Flucht, sondern bei der Flucht nach Europa?
Sie fragen, was für eine Welt und meinen nur Europa damit.
Die Welt ist viel, viel größer.
<<

Da haben Sie die Aussage des Foristen aber geschreddert und neu zusammengesetzt, um Ihr Narrativ pflegen zu können.

09:26 von fathaland slim

die Menschen sollten nicht flüchten, sondern im Lande bleiben, um es wieder aufzubauen.
.
Aufbauen wäre der 2. Stepp
zuerst sollte mal Ordnung im Land geschaffen werden.
Da es sich nicht um ausländische Truppen handelt, sondern Milizen,
Leute die sich zum Plündern zusammengefunden haben, ist das eher ein Polizeiproblem.
Wenn jetzt ausländische Truppen eingesetzt werden
gegen wen sollten die sich wenden ?
Gegen jeden der Plündert ?
Vermutlich wäre das aktuell jeder !

um 09:05 von VictorJara

> Friedensnobelpreisträger, sind kein Garant für Frieden...<
- Das sind sie bei Gott nicht. Aus geopolitischen Interessen, mit "der Fahne der Demokratie" bringen sie, mit Waffen, im Frieden lebende Länder um ihre Staatlichkeit und Sicherheit und hinterlassen dort Trümmerfelder, Zerstörung, Flucht, Verzweiflung und Feindschaft.
Der afrikanische Kontinent war für die reichen, wirtschaftlich fortschrittlichen Länder interessant und attraktiv als Kolonien. Ausgebeutet, wurde er, bildungsmässig auf Jahrzehnte zurückgeworfen, verlassen und sich selbst überlassen. Fühlt sich denn keine von diesen Kolonialmächten für diese leidtragenden, Schutz suchenden Menschen verantwortlich? Was für eine Welt!

Zu dieser bescheidenen

Zu dieser bescheidenen Pandemie auch noch das. Was sollen diese armen Menschen denn noch alles stemmen ?
Und wie in den meisten Flüchtlingslagern
" Zustände wie im alten Rom ".
Und hier bei uns wird sich über die vorübergehende, " mangelnde Bildung " bei den Kindern - so problematisch das ist - aufgeregt. Ich kann es kaum fassen.

09:26 von fathaland slim
// Ein Bericht aus der Hölle //

Das trifft es sehr gut.

@09:26 von fathaland slim: wieder aufzubauen

"Und da gibt es tatsächlich Foristen, die den Standpunkt vertreten, die Menschen sollten nicht flüchten, sondern im Lande bleiben, um es wieder aufzubauen."

Das ist ja auch nur eine Ausrede. Es ist denen, die fordern, dass die Menschen ihr Land wieder aufbauen sollen, letzten Endes völlig egal ob die Menschen in einem überfüllten Flüchtlingslager dahinvegitieren oder "ihr Land aufbauen".
Hauptsache die Menschen kommen nicht zu uns.

Frieden - Friedensnobelpreisträger -

"Es kann der Frömmste nicht in Frieden bleiben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt (Friedrich von Schiller)" - da liegt das Dilemma auch eines Friedensnobelpreisträgers. - Die kriegstreibenden Milizen, die Geschichte des Landes sind offensichtlich nicht so einfach zum Frieden zu bewegen. Dabei ist der "einzige Feind des Menschen auf Erden nur der Krieg" (frei nach Erich Kästner). - Jetzt sitzen gut 60.000 Menschen zwischen allen Stühlen; wollten die nach Europa? - Ich glaube eher, daß sie gerne im eigenen Land geblieben wären. Vielleicht erbringen Verhandlungen, daß sie zurückkehren dürfen? -

Vielleicht macht das doch den

Vielleicht macht das doch den ein oder die andere hier, die in den vergangenen Monaten oder auch Jahren seit 2015 unbesehen raushauen, "Europa könne ja nicht die ganze Welt aufnehmen", nachdenklich und vor allem berührt, von diesen grauenhaften Massakern und Verfolgungen zu hören bzw. zu lesen.
Dem Friedensnobelpreisträger EU stände eine gemeinsame humane solidarische Flüchtlingspolitik gut zu Gesicht.
Aber was ich hier nach einigen Wochen der Abwesenheit z.T. von Kommentierenden lese, lässt mich leider skeptisch sein.

@ DerVaihinger um 09:32

>Warum nicht einfach bei der Flucht, sondern bei der Flucht nach Europa?<

Warum nicht?

In Europa gibt es Sicherheit, Infrastruktur für die diese paar Gestallten kein Auftrag sind, und neben der Weltweit dominanten "diese Fremden sind nicht von hier" Ideologie auch daß wissen das Menschen nicht nur Kosten sondern auch Stärke sind.

Und noch viel wichtiger: wenn den Diktaturen und so weiter die Bevölkerung weglaufen könnte wären sie, und damit die Fluchtursachen bald Geschichte.

um 09:48 von Sisyphos3

>>
Liegt es nicht einfach daran, dass in diesen Staaten keine Ordnungsmacht vorhanden ist
<<

Mit dem Lineal gezogene Staatsgrenzen führen zu Abgrenzungen die keine Tradition und Historie haben. Sie zerschneiden Stämme, Sippen und Clan, die in vielen Gegenden der Welt die vorherrschende Form der Gemeinschaftsbildung darstellen.

@ GeMe

"Das ist ja auch nur eine Ausrede. Es ist denen, die fordern, dass die Menschen ihr Land wieder aufbauen sollen, letzten Endes völlig egal ob die Menschen in einem überfüllten Flüchtlingslager dahinvegitieren oder "ihr Land aufbauen"." Am 28. Februar 2021 um 10:06 von GeMe

*

Sind die Flüchtlingslager in der EU etwa nicht überfüllt?

Was ist falsch daran Menschen, die definitiv vertrieben wurden und absolut NICHT freiwillig gegangen sind, auch nicht aus wirtschaftlichen Gründen, eine Rückkehr zu ermöglichen?

@Sisyphos3 um 10:01

>Wenn jetzt ausländische Truppen eingesetzt werden
gegen wen sollten die sich wenden ?
Gegen jeden der Plündert ?
Vermutlich wäre das aktuell jeder !<

Deshalb obliegt einem Besatzer laut Völkerrecht nicht nur die Sicherheit der eigenen Truppen sondern auch die Versorgung und der Schutz der Bevölkerung - vor allem vor sich selber.
Nach WK2 haben sich die Deutschen für eine Handvoll Kartoffeln gegenseitig masssakriert; was glauben sie was hier losgegeben wäre ohne die Größte Konzentration von Besatzungstruppen die die Geschichte gesehen hat, Da könnten sie die bekannten Greuel mit Irak multiplizieren.

Ich glaube allerdings nicht das es derzeit zu einer Intervention kommend wird.
Selbst wenn sich eine Allianz fände..ungeimpfte Soldaten?

@DerVaihinger (re @VictorJara, 09.05)

„Sie fragen, was für eine Welt und meinen nur Europa damit“

Der Forist hat ausdrücklich „Flucht AUCH nach Europa“ geschrieben.
Was wollen Sie mit Ihrer Unterstellung bezwecken?

@ VictorJara

"Und manche Politiker meinen immer noch, man solle den Menschen auf der Flucht auch nach Europa nicht helfen . Was für eine Welt ."

Sorry, aber Flucht löst keine Probleme sondern erschafft neue! Stellen Sie sich vor die Resistancé wäre vor Nazideutschland geflohen.

Es gibt einfach irgendwann und -wo einen Punkt, an dem man bleiben und um seine Heimat kämpfen muss! Punkt! Bei allem Pazifismus eine Realität, der man sich irgendwann mal stellen muss!

Einzig: bei Frauen mit Kindern sowie Alten und Kranken ist Flucht da, wo Risiko besteht, richtig! Aber alle anderen im waffenfähigen Alter sollten den Kampf aufnehmen! Denn es ergibt keinen Sinn, auf andere zu hoffen, dass diese die Probleme lösen, wenn man selbst nicht bereit ist, das Problem zu lösen. Ist so! Und es ist in diesem Konflikt noch nicht einmal so schwer, sogar die richtige Seite zu wählen, für die man meiner Meinung nach kämpfen sollte. Und nein: es wäre nicht für die Volksbefreiungsfront von Tigray!

@ fathaland slim

"Und da gibt es tatsächlich Foristen, die den Standpunkt vertreten, die Menschen sollten nicht flüchten, sondern im Lande bleiben, um es wieder aufzubauen."

Schön, wenn Sie "Heimat" für sich so definieren, dass Sie sie im Stich lassen würden, wenn Sie gebraucht werden. Ich sehe es grundlegend anders.

Ich verweise gerne auf meine Analogie zur französischen Resistance u.a. Mit der gleichen pazifistischen Ideologie, die Sie und andere wie eine Monstranz vor sich hertragen, wäre jedenfalls dieser Krieg ziemlich anders ausgegangen und ich habe erhebliche Zweifel, dass uns allen das Ergebnis gefallen hätte (okay... die NPD, DVU und REPS hätten sich wahrscheinlich total gefreut).

10:04, Werneranerin

>>um 09:05 von VictorJara
> Friedensnobelpreisträger, sind kein Garant für Frieden...<
- Das sind sie bei Gott nicht. Aus geopolitischen Interessen, mit "der Fahne der Demokratie" bringen sie, mit Waffen, im Frieden lebende Länder um ihre Staatlichkeit und Sicherheit und hinterlassen dort Trümmerfelder, Zerstörung, Flucht, Verzweiflung und Feindschaft<<

Abiy Ahmed, der äthiopische Ministerpräsident und Friedensnobelpreisträger, ist meines Wissens nicht mit der Fahne der Demokratie in sein Land eingeritten und hat es auch nicht um seine Staatlichkeit gebracht..

@ Sisyphos3

Sowohl in Eritrea als auch in Äthiopien gäbe es jeweils eine Ordnungsmacht. Man könnte sich denen sogar als Zivilist anschließen und dadurch das Lebensrisiko für die eigene Familie deutlich senken (auch wenn es sich nicht gänzlich ausschließen lässt).

09:05 von VictorJara

>> Und manche Politiker meinen immer noch, man solle den Menschen auf der Flucht auch nach Europa nicht helfen . Was für eine Welt
<<

Besteht in Ihren Augen die Welt nur aus Europa? Was für ein enger Blick.

09:48 von Sisyphos3

«wie muß man sich das vorstellen ?
auf der einen Seite "Rotkäppchen"
auf der anderen Seite "der böse Wolf".»

Nö … muss man sich anders vorstellen.
Auf der einen Seite der Säbelzahntiger …
auf der anderen T. Rex.

«Liegt es nicht einfach daran, dass in diesen Staaten keine Ordnungsmacht vorhanden ist.»

"Diese Staaten" sind Äthiopien und der Sudan.
ÄTH das bevölkerungsreichste Binnenland der Welt.
Mit einer der größten & mächtigsten Armeen Afrikas.

SUD eines der ärmsten Länder der Erde, ± 5x so groß wie DEU. Bevor Südsudan vor ± 10 J. (nach langem Bürgerkrieg) ein unabhängiger Sttat wurde, war SUD das größte Land in AFR.

Ordnungsmacht ÄTH hat die Provinz "Tigray" mit Militär "abgeriegelt". Tigray ist von den Ethnien eher Eritrea, denn ÄTH. Da gab es einen langen Krieg, bevor auch ERI (wieder) ein unabhängiger Staat wurde. Als Ex-Kolonie von ITA.

Sie wollen gerade dort in der Region "Ordnungsmächte".
Die dem Säbelzahntiger + dem T. Rex Mores lehren.
Nichts leichter als das !

10:43 von Der Lenz

Deutsche Truppen dort ?
bei der Mentalität unserer Mitbürger aktuell

Sie sprachen den WK2 an und das Plündern,
da wurde scharf geschossen !
Sie erinnern sich noch an Afghanistan und die Diskussion um den Öllaster ?
und da will man dort auf Plünderer schießen
(wie in Ausnahmesituation eigentlich üblich??)

warum Europa?

@anderseits
Wir haben ü200 Staaten auf diesem Planeten und ich höre immer nur Europa!
...beschweren Sie doch bei den Russen, Japanern, Chinesen, Australier oder den saudischen Arabern!...die nehmen fast gar keinen auf!

@ zöpfchen

"Nein. Das Elend herrscht überall dort, wo viel Glauben und viel Fertilität zusammen kommt. Daran müsste man arbeiten."

Zustimmung!

Ich füge dem noch hinzu: Afrika muss allmählich mal anfangen, seine Probleme selbst zu lösen! Die Kolonialisierung kann nicht für alles als Ursache ausgemacht werden. Vorallem nicht für - zumal - ethnische Konflikte, die in dieser Weltgegend wohl schon 1000 Jahre währen!

Und wenn, dann ist es eher das aktuelle Wirtschaftsgebaren Europas & der USA, die den Kontinent dauerhaft destablisieren, indem z.B. den Menschen vor Ort die wirtschaftlichen Grundlagen entzogen werden! Aber auch hier: die afrikanischen Regierungen können solche Probleme lösen! Zölle auf europäische Importe! Keiner zwingt die Regierungen in Afrika Land an Heuschrecken wie Nestlé & andere zu verscherbeln!

Kurz: Afrika hat es selbst in der Hand. Go, Afrika, go! Es wird echt Zeit! Raus aus der selbstgewählten Unmündigkeit! Mit neuem frischem Selbstbewusstsein auf die Weltbühne!

11:04 von schabernack

Sie wollen gerade dort in der Region "Ordnungsmächte".
.
ich will überhaupt nichts !
es ist in deren Eigeninteresse Ordnung in irgendeiner Weise zu schaffen
oder eben so leben wie bisher

und da sie schon den Sudan ansprechen
weil es "Ärger" gab schuf man (UNO) den Südsudan
was hat das gebracht ?
jetzt haben die im Südsudan auch Krieg

@RoyalTramp um 10:44

> Stellen Sie sich vor die Resistancé wäre vor Nazideutschland geflohen.<

Immer eine beliebte Beispielepoche.

Stellen sie sich vor die Welt wäre bereit gewesen die Deutschen und Europäischen Juden, Sinti und Roma, Homosexuellen, Politisch anders denkenden usw. aufzunehmen.

Genau deswegen gibt es übrigens das Asylrecht.

re 09:48 Sisyphos3: Selber schuld?

>>Man spricht von Milizen, also keine reguläre Armee, sondern irgendwelche Leute, (Volksgruppen/Sippen/Clans)
die sich zum Plündern, Stehlen, Morden zusammenschlossen
Heute fällt der eine Clan über den anderen her, morgen der andere
Liegt es nicht einfach daran, dass in diesen Staaten keine Ordnungsmacht vorhanden ist<<

Vielleicht verstehe ich Sie ja falsch, aber Ihre Kommentare scheinen mir immer auf ein „selbst schuld“ hinauszulaufen.

Dieser Denkansatz trifft aber niemals - ich betone: niemals - den Kern eines Problems. Mehr noch: Diese Argumentation ist immer „vergiftet“ in dem Sinne, dass man sich selbst von einer „Schuld“ frei zu machen versucht.

Es geht aber weder um „Schuld“ noch um „Unschuld“. Es geht um Verantwortung und die trägt jeder Mensch immer für die ganze Welt.

Thematische Ausrichtung

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Mit freundlichen Grüßen

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P.S. Diese Mitteilung gilt allen TeilnehmerInnen dieser Diskussion

11:01, RoyalTramp

>>@ Sisyphos3
Sowohl in Eritrea als auch in Äthiopien gäbe es jeweils eine Ordnungsmacht. Man könnte sich denen sogar als Zivilist anschließen und dadurch das Lebensrisiko für die eigene Familie deutlich senken (auch wenn es sich nicht gänzlich ausschließen lässt).<<

Angesichts der Zustände in Tigray machen mich Ihre Kommentare fassungslos.

Mir fehlen die Worte.

10:04 von Werneranerin

«Der afrikanische Kontinent war für die reichen, wirtschaftlich fortschrittlichen Länder interessant und attraktiv als Kolonien.»

Äthiopien ist das einige Land in ganz Afrika, das niemals Kolonie von Irgendwem war. Das uralte Kaiserreich "Abessinien" mit Kaiser "Haile Selassie", der erst zu meinen Lebzeiten verstarb. In den 1990-ern (meine ich … nicht sicher bei dem Datum bin ich mir).

Der Konflikt um die Provinz "Tigray" in ÄTH ist ein inner-äthiopischer Machtkampf um Einfluss der 1.001 Ethnien in ÄTH. Bevor Abiy Ahmed zum Ministerpräsidenten gewählt wurde, lag das Machtzentrum im Vielvölkerstaat ÄTH bei der Ethnie der "Tigräer". Ahmed gehört einer anderen Ethnie an. Außerdem ist Tigray Grenzland zu Eritrea. Wo auch viele "Tigräer" leben.

Eine äußerst verworrene Gemengelage.
Unter der die nicht politische beteiligte Bevölkerung in Tigray zu leiden hat.

Niemand ritt jemals von außen in ÄTH ein.
Um was zu bringen, oder um was zu nehmen.

ÄTH ist Exception-Country in Afrika !

11:10 von Jon Schnee

Wir haben ü200 Staaten auf diesem Planeten und ich höre immer nur Europa!
.
dann sind wir bei meinem Lieblingsthema
wir wollen der gesamten Welt unseren Stempel aufdrücken

aber was soll´s hierzulande wird ja die These vertreten alle sind "unserer" Meinung
alle haben weltweit dieselben Ziele
bloß bei der Umsetzung stehen wir allein da

@ Der Lenz

"Und noch viel wichtiger: wenn den Diktaturen und so weiter die Bevölkerung weglaufen könnte wären sie, und damit die Fluchtursachen bald Geschichte."

Es gibt genug Menschen in der Bevölkerung, die von einer Diktatur auch profitieren und sich mit dieser solidarisieren. Diese werden alles tun, legal oder illegal, total egal, um das System weiter am "Laufen" zu halten. Oder anders gesagt: es wird einer Diktatur niemals an Unterstützung fehlen.

Und machen wir uns nichts vor: die einzige Diktatur, wo man glaubt, dass diese zusammengebrochen sei, weil die Menschen weggelaufen wären, sei die DDR gewesen. Aber die Wahrheit ist: die DDR ist nicht zusammengebrochen, weil die Menschen weggelaufen sind, sondern alleine nur weil Gorbatschow das Land gegen eine große Summe schnöden Geldes in die Freiheit entlassen hat!

Der Irrsinn hat „Methode“

Um feststellen zu können, dass die „Wirtschaftskraft“ des relativ zur gesamten Erdoberfläche flächenmäßig relativ winzigen Europas (wobei in Deutschland in der „Weltrangliste“ aktuell den vierten Platz einnimmt) nicht zuletzt auf Waffenexporten beruht, genügt ein Blick auf diese Seite: de.wikipedia.org/wiki/Waffenexport

Man könnte die ganze Absurdität des heutigen globalen Wirtschaftssystems so zusammenfassen: Um das Geld für die Versorgung der Opfer von Waffengewalt aufbringen zu können, muss dieses Geld erst einmal mithilfe der Produktion dieser Waffen bzw. der Rüstungsindustrie und ihrer Zulieferer „erwirtschaftet“ werden.

@ Klärungsbedarf

"Mit dem Lineal gezogene Staatsgrenzen führen zu Abgrenzungen die keine Tradition und Historie haben. Sie zerschneiden Stämme, Sippen und Clan, die in vielen Gegenden der Welt die vorherrschende Form der Gemeinschaftsbildung darstellen."

Glauben Sie mir, wenn ich Ihnen als historisch akademisierter Mitmensch sage, dass zumal in dieser Weltregion sich die Menschen auch schon vor der Grenzziehung mit dem Lineal durch die europäischen Kolonialmächte mächtig an die Gurgel gegangen sind.

Diese willkürliche Grenzziehung ist für viele Konflikte auf dem Planeten durchaus mit ursächlich, aber nicht hauptursächlich. Oder warum herrscht in Südamerika weitgehend Frieden? Was ist mit dem Südteil des afrikanischen Kontinents? Im Verhältnis zum Norden fast schon ein pazifistisches Paradies, TROTZ willkürlicher Grenzziehungen!

Familien & Clans wurden zerschnitten? Das stimmt! Und deswegen bekämpfen sich diese Familien jetzt auf beiden Seiten gegenseitig anstatt zusammenzuarbeiten? Häh?

Kein klar denkender Mensch ...

.. darf im Angesicht dieser Zustände in vielen Teilen der afrikanischen, nahöstlichen und asiatischen Welt seine Verwunderung über die Hunderttausenden von Flüchtlingen zum Ausdruck bringen.
Und da, gerade Europa, nichts wirklich hilfreiches dagegen unternimmt, dürfen wir uns eigentlich nicht einmal beklagen.
Ich frage mich was wir tun würden, wenn plötzlich 1 Mio. Menschen an unseren Außengrenzen stünden.
Wenn wir den Not in den Flüchtlingsländern nicht bald wirksam begegnen, kommt die Not unweigerlich zu uns. Denn die meisten Flüchtlinge haben außer ihrem Leben nichts zu verlieren ... wobei es natürlich immer Ausnahmen gibt.

@10:10 von andererseits

Sie schrieben:
>>Dem Friedensnobelpreisträger EU stände eine gemeinsame humane solidarische Flüchtlingspolitik gut zu Gesicht<<

Genau dieser Ansicht bin ich auch.
Nötig und angesagt ist eine massive Hilfe durch die gesamte EU. Und zwar in Form von Aufbau gut ausgestatteter, sicherer Flüchtlings-Unterkünfte vor Ort, inklusive Vollversorgung mit Nahrungsmitteln und medizinischer Versorgung. Gleichzeitig muss die EU sowie die Weltgemeinschaft dafür sorgen, wenn es sein muss militärisch, dass diese ständigen Gemetzel in Afrika aufhören und die Menschen wieder in ihre Heimat zurückkehren können.
Dann muss auch niemand mehr sein Leben auf der Flucht nach Europa riskieren, was sowieso nur einem Bruchteil gelingt, während die anderen weiter im Elend leben müssen.
Auf diese Weise könnte viel mehr Menschen geholfen werden.

um 11:39 von schabernack

>>
Niemand ritt jemals von außen in ÄTH ein.
Um was zu bringen, oder um was zu nehmen.

ÄTH ist Exception-Country in Afrika !
<<

Naja, das faschistische Italien hat schon mal kurz vorbeigeschaut (Abessinien-Krieg).
Wieviel dabei geritten wurde, ist mir leider nicht bekannt.

11:38 von fathaland slim

Angesichts der Zustände in Tigray machen mich Ihre Kommentare fassungslos.

Mir fehlen die Worte.
.
dann machen sie doch konkrete Vorschläge !

Runterfahren mit der Bundeswehr und bei Plünderungen und Vergewaltigungen gut zureden
ermahnen, oder wie in vergleichbaren Situationen Standgerichte einführen ?
um die Ordnung wieder herzustellen

Das sind innerstaatliche Probleme, von daher auch nur von denen zu lösen

11:15 von Sisyphos3 / @schabernack

«… und da sie schon den Sudan ansprechen
weil es "Ärger" gab schuf man (UNO) den Südsudan
was hat das gebracht ?
jetzt haben die im Südsudan auch Krieg.»

Im Südsudan ist nicht "jetzt auch" Krieg.
Sondern immer noch. Der Krieg war nie vorbei.
Einst Bürgerkrieg im Sudan um Einfluss und Unabhängigkeit.
Mit einer religiösen Komponente.
Sudan war und ist (Militär) Diktatur mit muslimischer Ausrichtung.
Im Südsudan sind eher Christentum + diverse animistische Religionen.

Nun sind im Südsudan ethnische Konflikte um Einfluss. Das eben ist "der Sargnagel", warum in der Region in Südost-Afrika kein Frieden wird. Viele Ethnien sind über Staaten verteilt … und Loyalität gilt der Ethnie, nicht aber dem Staat.

Die grauenhaften Massaker in Ruanda in den 1990-ern hatten ihren Ursprung in genau der gleichen Gemengelage von Zusammenleben von Ethnien "in überlieferter Stammestradition".

That's Africa im Südosten. Es ist so.
Ändert sich auch nicht von jetzt auf gleich von heute zu morgen.

teachers voice um 11.25 Uhr, sehr sehr missverständlich

"Es geht aber weder um „Schuld“ noch um „Unschuld“. Es geht um Verantwortung und die trägt jeder Mensch immer für die ganze Welt."
Nein.
Erstens: Mit dem, was Sie da sagen, kann man alles relativieren. Wenn jeder Verantwortung für alles Leid der Welt trägt, ist dann der Diktator, der Mafiaboss, der einzelne Folterer ebenso verantwortlich wie der Leidtragende selbst? Hat der Geschundene, der Hungernde, die Verantwortung für sein eigenes Leid? Dann ist ja eigentlich alles gut, oder?
Zweitens: Mit Ihrer Ansicht, die auch einen Vorwurf beinhaltet, machen Sie jeden Menschen hilflos. Verantwortung trägt jeder Mensch immer für die ganze Welt" - Was folgt daraus? Jeder trägt Verantwortung - dann muss ich nicht auch noch helfen - die ganze Welt ist ja zuständig.

11:25 von teachers voice / Nachtrag

Es geht um Verantwortung und die trägt jeder Mensch immer für die ganze Welt.
.
für die ganze Welt ?
Also ich bin froh wenn ich meine eigenen Probleme im Griff habe
da brauche ich nicht noch die der ganzen Welt auf meine Schultern zu laden

09:56, zöpfchen

>>Das Elend herrscht überall dort, wo viel Glauben und viel Fertilität zusammen kommt. Daran müsste man arbeiten.<<

Die Tigray sind äthiopisch-orthodoxe Christen.

Sie wollen den Menschen das Christentum austreiben?

11:39 von schabernack 10:04 von Werneranerin

Applaus , Applaus. Der erste Beitrag der sich tiefergehend mit der Problematik in ÄTH befasst. Ansonsten das übliche schwarz-weiß.

@ Der Lenz

"Stellen sie sich vor die Welt wäre bereit gewesen die Deutschen und Europäischen Juden, Sinti und Roma, Homosexuellen, Politisch anders denkenden usw. aufzunehmen."

Schiefes Beispiel: Diesen Gruppen fehlte die Unterstützung aus der Mehrheitsbevölkerung. Insofern war hier Flucht die einzige Möglichkeit, dem Schicksal zu entrinnen. Bleiben und Kämpfen wäre und war hierbei keine Option. Das hätten wenn, die Deutschen selbst übernehmen müssen, aber da fehlte es weitgehend an Integrität und Mut. Zumal: zu sehr profitierte man vom System. Die wenigen Versuche, die es dann aber doch gab, sind daher um so bedeutender in ihrem Scheitern!

Die Resistance konnte dagegen auf den breiten Rückhalt in der französischen Mehrheitsbevölkerung bauen. ABER - und das ist der entscheidende Punkt - immer auch angesichts der Möglichkeit trotzdem zu scheitern.

10:44 von RoyalTramp @ VictorJara

Es gibt einfach irgendwann und -wo einen Punkt, an dem man bleiben und um seine Heimat kämpfen muss! Punkt! Bei allem Pazifismus eine Realität, der man sich irgendwann mal stellen muss!

Sehe kein "Gesetz", dass man für seine Heimat kämpfen muss, wenn dies mit wenig Aussicht auf Erfolg und mit dem Bezahlen des Lebens verbunden ist. Ihr Beitrag kürzlich zum Wert des eigenen Lebens hat mich erschüttert. Das heißt nicht, dass ich es grundsätzlich nicht wichtig finde, wenn Menschen für die eigenen Werte einstehen. Aber dafür das eigene Leben aufs Spiel setzen...

In einem Interview sagte ein junger Künstler, der für Veränderungen auf die Straße gegangen war und dafür eingesperrt und gefoltert wurde, dass er sich nicht mehr an Protesten beteiligen werde, da er diese Ängste seinen Eltern nicht noch einmal zumuten wolle. Ich sähe mich da auch eher den Menschen, die mir nahestehen verbunden als dass ich um einen Ort als Heimat kämpfe, der schon lange kein Zuhause mehr ist.

um 11:12 von RoyalTramp

,,...Keiner zwingt die Regierungen in Afrika Land an Heuschrecken wie Nestlé & andere zu verscherbeln."

Kurz: Afrika hat es selbst in der Hand. Go, Afrika, go! Es wird echt Zeit! Raus aus der selbstgewählten Unmündigkeit..."

Das verstaubte ,,Prosit der Gemütlichkeit" mehrfach aufgehobener Aufklärung aus unserem Kontinenten, der organisierte Barbarei vor lauter Mündigkeit mit Brutalität und Hochmut in die Welt getragen hat, da in Europa nicht mehr Platz genug war und Gott seine Geistfunken nicht länger für failed philosophies von übersättigten Calvinisten und Unternehmern einem auf Schneeballsystemen beruhendem Wirtschaften zu verschwenden. Nur weil Aktionäre in Euopa und in allen diskreten Nischen, in denen Geldvermehrung ohne Arbeit möglich ist, nicht zu sehen bekommen (wollen) mit welcher Gier und krimineller Energie in Afrika das alte Geschäft (ein paar Korrupte finden sich überall) weiterläuft und autonome Strukturen für ein verbessertes Leben aller den Ertrag mindern...

11:43 von Sisyphos3

>>dann sind wir bei meinem Lieblingsthema
wir wollen der gesamten Welt unseren Stempel aufdrücken<<

Hatten wir schon. Ich sage nur Kolonialismus.
Hat doch super geklappt. Wer den Sarkasmus findet, darf ihn gerne behalten.

Übrigens gestern Ihre Frage um 20:25.
Nein, ich habe diesen Nick schon seit Jahren.
Ich lese viel und schreibe eher wenig.
Manchmal juckt´s halt in den Fingern.
Gruß nach Stuttgart.

@ fathaland slim

"Angesichts der Zustände in Tigray machen mich Ihre Kommentare fassungslos."

Ich habe mit Menschen auch aus Tigray zu tun, die vor der TPLF geflohen sind, nicht vor Äthiopien und auch nicht vor Eritrea.

Abgesehen davon möchte ich klarstellen, dass ich die Massaker an der Zivilbevölkerung durch hauptsächlich eritreische Milizen nicht gutheiße. Hier heißt es, nach Süden ausweichen und seine Familie in äthiopischem Gebiet in Sicherheit bringen, sich dann zum Waffendienst melden und gemeinsam mit der regulären Armee die Heimat von der TPFL befreien. Unter Umständen kann man auf diese Weise sogar die in der Heimat zurückgebliebenen vor Übergriffen beschützen und anschließend seine Familie zu sich zurückholen.

um 11:52 von Nettie

Der Irrsinn hat „Methode“
Um feststellen zu können, dass die „Wirtschaftskraft“ des relativ zur gesamten Erdoberfläche flächenmäßig relativ winzigen Europas (wobei in Deutschland in der „Weltrangliste“ aktuell den vierten Platz einnimmt) nicht zuletzt auf Waffenexporten beruht, genügt ein Blick auf diese Seite: de.wikipedia.org/wiki/Waffenexport
-------------
Der Anteil von Waffenexporten machen im Jahr 2016, gerade mal 0,21% der kommerziellen Exporte in Drittländer aus.
https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/sirius-2018-2004/html

@10:38 von Tada: Flüchtlingslager in der EU

"Sind die Flüchtlingslager in der EU etwa nicht überfüllt?"

In Deutschland stehen massenhaft Flüchtlingsunterkünfte leer. Da könnte man z.B. Flüchtlinge aus Lesbos aufnehmen.

Macht natrürlich niemand, weil man den Shitstorm der Rechtsextremisten fürchtet.

"Was ist falsch daran Menschen, die definitiv vertrieben wurden und absolut NICHT freiwillig gegangen sind, auch nicht aus wirtschaftlichen Gründen, eine Rückkehr zu ermöglichen?"

Wenn Menschen vertrieben wurden und dann, so es die Lage wieder zuläßt zurückkehren wollen, dann hindert sie niemand daran. Jeder geflüchtete Syrer oder Afghane kann jederzeit wieder in seine Heimat zurück.
Da gibt es von Deutschland sogar noch eine finenzielle Starthilfe.

Um diese Leute geht es aber hier gar nicht. Sondern es geht um Menschen, die vor der Wahl stehen aus ihrer Heimat zu flüchten der umgebracht zu werden.

12:10, Sisyphos3 @11:38 von fathaland slim

>>11:38 von fathaland slim
Angesichts der Zustände in Tigray machen mich Ihre Kommentare fassungslos.

Mir fehlen die Worte.
.
dann machen sie doch konkrete Vorschläge !

Runterfahren mit der Bundeswehr und bei Plünderungen und Vergewaltigungen gut zureden
ermahnen, oder wie in vergleichbaren Situationen Standgerichte einführen ?
um die Ordnung wieder herzustellen

Das sind innerstaatliche Probleme, von daher auch nur von denen zu lösen<<

Ja sicher. Not, Elend, Mord und Totschlag sind innerstaatliche Probleme. Das geht uns alles nix an. Bei unseren Reisen können wir ja einen Bogen um diese Regionen machen, dann sehen wir das Elend nicht und genießen auch bei unseren Weltreisen die von zu Hause gewöhnte Gefahrlosigkeit. Vielleicht gewürzt mit einer Prise lokalkolorittypischen Nervenkitzels, wenn aus der Ferne mal ein wenig Geschützdonner herüberklingt, in der Coctailbar unter Palmen...

11:43, Sisyphos3

>>dann sind wir bei meinem Lieblingsthema
wir wollen der gesamten Welt unseren Stempel aufdrücken<<

Wir wollen?

Ich bitte Sie.

Wir tun es seit Jahrhunderten.

Die Welt wäre eine grundlegend andere, hätte es die kolonialistische Expansion Europas nicht gegeben. Von Europa unbeeinflusste Kulturen haben nur in Nischen überlebt. In sehr kleinen Nischen.

>>aber was soll´s hierzulande wird ja die These vertreten alle sind "unserer" Meinung
alle haben weltweit dieselben Ziele
bloß bei der Umsetzung stehen wir allein da<<

In Ihrer Beschreibung der Welt erkenne ich die Welt, die ich kenne, nicht wieder.

11:43 von Sisyphos3

«dann sind wir bei meinem Lieblingsthema
wir wollen der gesamten Welt unseren Stempel aufdrücken.»

Menschen in großer Not in ihrem Land fliehen in Nachbarländer.
Wo sie sich Sichrheit erhoffen.

Afrikaner fliehen innerhalb von Afrika.
Rohingya aus Myanmar fliehen nach Bangladesh.
Venezuelaner fliehen nach Kolumbien oder Brasilien.

Wer jung, gesund, kräftig genug ist, mit genügend Geld.
Auch weiter in weiter entfernte nahe Länder.
Das größte Flüchtlingslager der Welt ist: "Daadab" in Kenia.
Auch dort unten in Südost-Afrika.
Nicht sehr weit von der Grenze zu Somalia.

Uganda hat 100.000-e Flüchtlinge aus dem Südsudan aufgenommen.
Uganda als sehr armes Land.

Ist Land (x) Inselstaat. Kommt wer als Flüchtling dort nicht so einfach hin wie in Nachbarland mit Landgrenze.

Die, für die Flucht noch weiter gehen soll auf einen anderen Kontinent.
Die machen sich aus Afrika nicht auf den Weg nach Russland, Südostasien, oder Australien.

Die kommen nach Europa.
Ist aber so was von logisch …

@ RoyalTramp

"Sowohl in Eritrea als auch in Äthiopien gäbe es jeweils eine Ordnungsmacht" Am 28. Februar 2021 um 11:01 von RoyalTramp

*

Ich entnehme dem Beitrag, auf dem Sie geantwortet haben dass Sie ausländische Truppen als Ordnungmacht meinen.

Würden Sie sich bei der Bundeswehr melden und dort Dienst tun, um auf der Welt die Aufgabe eines Polizisten zu übernehmen, Ihren Kopf dafür hinhalten, eventuell mit Ihrem Leben bezahlen?

Und das bei einer fremden Kultur, deren Gebräuche und Sprache Ihnen komplett fremd sind, wo Sie die Verhaltensweisen nicht einschätzen können?

Ein Beispiel: Menschen kommen mit Macheten auf Sie zu.
Machete ist ein normales Werkzeug für Feldarbeit.
Die Leute könnten von der Arbeit kommen oder Sie angreifen wollen - ohne Sprachkenntnisse und Kenntnisse der Gebräuche können Sie es nicht einschätzen.

Fremde Ordnungsmacht ist immer fehl am Platz, um die Aufgaben der Polizei zu übernehmen. Militär geht noch, aber das hat andere Aufgaben.

@ 11:10 von Jon Schnee

Es gibt Kommentare, die sind in meinen Augen einfach nur peinlich und beschämend.

10:44 von RoyalTramp @ VictorJara (Korrektur)

Einzig: bei Frauen mit Kindern sowie Alten und Kranken ist Flucht da, wo Risiko besteht, richtig!

Ein absolut hässliches Kriegsmittel sind Vergewaltigungen. Und Frauen bedürfen hier eines besonderen Schutzes. Davon abgesehen teile ich nicht die Auffassung einer geschlechtsspezifischen Wertigkeit, die Männer dazu verpflichtet sich als „Kanonenfutter“ zur Verfügung stellen zu müssen damit die Welt vielleicht eine bessere wird. Wir sollten andere Möglichkeiten für diesen Weg finden.

um 11:43 von Sisyphos3 11:10 von Jon Schnee

[,,Wir haben ü200 Staaten auf diesem Planeten und ich höre immer nur Europa!"]
.
,,dann sind wir bei meinem Lieblingsthema
wir wollen der gesamten Welt unseren Stempel aufdrücken."

Tut mir leid, daß Sie diesen großen Stempel die ganze Zeit alleine halten müssen und 'Wir' nicht helfen. Der Schwerpunkt des Themas ist trotz des Gewichts von diesem Stempel nicht der der durch Sie unterstellten Überforderung eines WIR, sondern die konkrete Not traumatisierter, verfolgter, hungernder Menschen in Ostafrika. Wenn andere Wir's, bestehend aus zig Millionen Einzelinteressen, in einer wie auch immer konstruierten Gesamtheit sich ignorant, schäbig und destruktiv verhalten, sollte das ein sinnvolles Muster sein für verantwortliches, erwachsenes Verhalten? Ich würde mich schämen, das in einem öffentlichen Forum als Handlungsform für Regierende und für die private Seele anzupreisen.

11:53, RoyalTramp

>>Glauben Sie mir, wenn ich Ihnen als historisch akademisierter Mitmensch sage, dass zumal in dieser Weltregion sich die Menschen auch schon vor der Grenzziehung mit dem Lineal durch die europäischen Kolonialmächte mächtig an die Gurgel gegangen sind.<<

Und ich möchte Ihnen als historisch interessierter, wenn auch nicht akademisierter Mitmensch zu bedenken geben, daß wohl kaum ein Volk sich untereinander und anderen mehr an die Gurgel gegangen ist als die Europäer.

>>Diese willkürliche Grenzziehung ist für viele Konflikte auf dem Planeten durchaus mit ursächlich, aber nicht hauptursächlich. Oder warum herrscht in Südamerika weitgehend Frieden? Was ist mit dem Südteil des afrikanischen Kontinents?<<

Südamerika wurde von Europäern nicht nur unterworfen, sondern auch besiedelt. Da war es dann schon ein singuläres Ereignis, als mit Evo Morales ein Nachfahre der Ureinwohner ein Land regierte.

In Afrika gibt es zahlreiche Länder, in denen Frieden herrscht, nicht nur im südlichen Teil.

Man hat zu wenig

Informationen, um den Konflikt wirklich verstehen zu koennen.

Die Berichte ueber Einzelschicksale sind mir zu wenig. Das kann so oder so sein.

Was passiert dort wirklich? Bringt doch einen ungefaerbten Bericht.

@RoyalTramp um 12:26

>Schiefes Beispiel: Diesen Gruppen fehlte die Unterstützung aus der Mehrheitsbevölkerung. Insofern war hier Flucht die einzige Möglichkeit, dem Schicksal zu entrinnen. Bleiben und Kämpfen wäre und war hierbei keine Option.<

Ich rate ihnen dringend sich noch einmal ein Schulllehrbuch zu der diskutierten Zeit zu Gemüte zu führen da eine Diskussion den hiesigen Rahmen sprengen würde. Ihre Grundannahmen sind nicht im Einklang mit den bekannten Historischen Fakten. Auch nicht bzgl der Resistance.

0:10 von andererseits Erst

0:10 von andererseits

Erst einmal willkommen zurück, ich hoffe Ihnen geht es gut.

Und Danke für den - wie immer sehr zutreffenden - Kommentar.

@ 11:43 von Sisyphos3 & Jon Schnee

Es scheint an der Zeit, wieder einmal auf die Fakten zu verweisen: Die weitaus meisten der mehr als 65 Millionen auf der Flucht befindlichen bzw. geflüchteten Menschen sind in ihren Heimatländern bzw. Nachbarländern unterwegs bzw. untergebracht. Nach Europa kommt ein niedriger einstelliger Prozentanteil der vor Krieg, Bürgerkrieg, Verfolgung und Folter geflohenen Frauen, Männer und Kinder.
Und trotz dieser allseits bekannten Tatsachen und bei den grausamen Schilderungen dieses Berichtes fällt manchen nichts anderes ein, als die abgestandene wie falsche Mär von "wir können nicht jeden nehmen" zu wiederholen. Zum Fremdschämen. Die Rückkehr ins Forum hier hätte ich mir anders gewünscht.

12:08 von Klärungsbedarf / @schabernack

«Niemand ritt jemals von außen in ÄTH ein.
Um was zu bringen, oder um was zu nehmen.
ÄTH ist Exception-Country in Afrika !»

«Naja, das faschistische Italien hat schon mal kurz vorbeigeschaut (Abessinien-Krieg). Wieviel dabei geritten wurde, ist mir leider nicht bekannt.»

"Abgeknappst" und kolonialisiert hat Mussolini-Italien dann Lowland Eritrea.
Aber im Hochland von Abessinien war nie wer Kolonialmacht.

That's Ethiopia im Herzen des Landes.
The Lowlands sind nur drumrum.
Der topographische Faustpfand Highlands.
Der Äthiopien vor Kolonialisierug bewahrte.

Wahrscheinlich für Pferde zum mit drauf Reiten auch zu dünne Höhenluft.

@ 12:17 von fathaland slim

Mindestens so geschmacklos wie den Christen ihren Glauben austreiben oder verbieten zu wollen, ist es, wenn diese User angesichts der Gräueltaten des Berichtes sich über "Fertitität" auslässt.
Und mit "geschmacklos" ist das noch milde ausgedrückt. Mir bleibt die Luft weg bei solchen Haltungen.

Zu viel Glaube, zu viel fertility

@ 28. Februar 2021 um 12:17 von fathaland slim
09:56, zöpfchen
>>Das Elend herrscht überall dort, wo viel Glauben und viel Fertilität zusammen kommt. Daran müsste man arbeiten.<<

„Die Tigray sind äthiopisch-orthodoxe Christen.
Sie wollen den Menschen das Christentum austreiben?“

Die Tigray führen einen Abwehrkampf gegen die wachsende Macht der anderen (meist) muslimischen Bevölkerungsteile wenn alle nicht so gläubig wären , gäbe es das Problem nicht.
Und ja, auch in Äthiopien reicht das Wirtschaftswachstum nicht aus, um die ständig wachsende Zahl der hungrigen Münder zu stopfen.

Die Problematik in Afrika sind viel komplexer

Es läßt sich mit 1000 Worten nicht fassen.
Ich streite in kleinster Weise ab das Hilfe notwendig ist.
Nur so wie es in Moment läuft sind alle Hilfen nur bekämpfen der Symptome und bekämpft nicht die Ursachen.
Ein ganz entscheidender Punkt ist dieses unselige Klan und Stammesdenken, wie man das ändern kann...in Kürze leider nicht, denn solcher Art von Denken haben wir ja selbst in hochmodernen Ländern, nur nennt man es dann halt anders.
Allen die flüchten, Europa zu öffnen verlagert auf Dauer die Problematik nur und fordert dann hier in Europa nationalistische Tendenzen.
Einsatz, Friedenstruppen dazu die Artikel über den Tschad lesen, in Afrika so wohl auch nicht das ideale.
So gesehen eigentlich kein Ausweg aus dem Dilemma, oder aber striktes Waffenembargo plus requirieren aller Waffen . Aber das bleibt eher Traum undWunsch

@ RoyalTramp um 11:46

>es wird einer Diktatur niemals an Unterstützung fehlen.<

Wäre dem so benötigte es die Diktatur nicht.
Ihre pure Existenz beweist das fehlen der Akzeptanz.
Natürlich gibt es in Diktaturen Profiteure. menschen die in der steilen Hierarchie oben stehen und von den darunter stehenden Profitieren. Ganz unten ist dann kein Profit mehr sondern nur noch zwang.
Und wenn dieses ganz unten weg ist ist die nächste Stufe ganz unten...bis keiner mehr da ist. Deshalb ja auch die Gewalt um die ganz unten auf die Knie zu zwingen: auf knien läuft sich schlecht weg.

Und das Geld für die DDR war vor allem das das Gorbatschow plante zu sparen durch abstoßen des enorm kostenaufwändigen Kolonialreiches... womit die Macht die Bevölkerung unter der knute zu halten nicht mehr da war. Ohne die SU hätte sich die DDR schon am 17 Juni 1953 erledigt gehabt...zumindest in Diktatorischer Form.

Am 28. Februar 2021 um 12:26 von RoyalTramp @ Der Lenz

[Stellen sie sich vor die Welt wäre bereit gewesen die Deutschen und Europäischen Juden, Sinti und Roma, Homosexuellen, Politisch anders denkenden usw. aufzunehmen."]

,,Schiefes Beispiel: Diesen Gruppen fehlte die Unterstützung aus der Mehrheitsbevölkerung. Insofern war hier Flucht die einzige Möglichkeit, dem Schicksal zu entrinnen. Bleiben und Kämpfen wäre und war hierbei keine Option. Das hätten wenn, die Deutschen selbst übernehmen müssen, aber da fehlte es weitgehend an Integrität und Mut."

Eine durchaus interessant wirkender Vergleich, wäre er zu begreifen. Die Juden waren also nicht wirklich zuhause hier innerhalb der
,, Mehrheitsbevölkerung". Und deshalb bekamen sie keine Unterstützung. Das ist die verwegenste und an Verdummung grenzendste Verfälschung, die ich hier bis jetzt über Jahre lesen musste.

Die Mehrheitsbevölkerung war verantwortlich und in Teilen begeisterte Meute und nicht Opfer fehlenden Mutes oder Integrität und das wirkt bis heute nach, wie ich sehe.

@ 12:07 von Sparer

Neben der Hilfe vor Ort und in den Nachbarländern, die es durch zahlreiche NGO's, Hilfswerke, UN- und auch deutsche Entwicklungshilfe gibt, ist sehr wohl eine solidarische Asyl-und Flüchtlingspolitik auf EU-Ebene geboten mit klaren Aufnahmeregelungen, und die scheitert an den nationalistischen und rechtspopulistischen Regierungen und Gruppierungen. Wer das nicht mit im Blick hat und vor allem sich für diese solidarische Aufnahmepolitik nicht stark macht, setzt sich dem Vorwurf aus, vor allem "aus dem Auge aus dem Sinn" zu priorisieren und nicht die notwendige Hilfe für betroffene geflüchtete Menschen.

re 12:12 Sisyphos3: Problem und Verantwortung

>>Also ich bin froh wenn ich meine eigenen Probleme im Griff habe<<

Ich auch! Aber sind das wirklich nur „Ihre“ Probleme? Und bekommen Sie die wirklich „ganz alleine“ in den Griff?

Vor allem: Selbst wenn es so wäre - würde es Ihnen was nützen?

>>da brauche ich nicht noch die der ganzen Welt auf meine Schultern zu laden<<

Sie tun es doch die ganze Zeit! Warum sonst suchen Sie ständig „Argumente“, sich zu „erleichtern“?

Kurz, genau dies ist der Unterschied zwischen „Schuld“ und „Verantwortung“: Verantwortung ist keine Belastung - sie ist Befreiung! Befreiung von der Illusion, man wäre „alleine“ alles „schuld“ und hätte „alleine“ nur Probleme!

@ 12:21 von Mass Effect

Eine Frage: Sie haben den Bericht gelesen? Er beschreibt kaum zu ertragende Grausamkeiten: "Seine Frau brachte gerade Zwillinge zur Welt, als Milizen in ihr Dorf einfielen, plünderten, das Vieh mitnahmen, Bewohner wahllos töteten. So schildert ihr Mann Abrah den schlimsten Tag seines Lebens. Seine Frau hatte schwere Blutungen, niemand kam ihr zu Hilfe. Die Familie musste mitansehen, wie sie starb."
Und Sie halten wirklich einen Kommentar zur Geschichte Äthiopiens für den Beitrag, der hier Applaus verdient, während alle, die sich mit den grausamen Taten und notwendiger Hilfe befassen, Ihrer Meinung nach das übliche schwarz-weiß darstellen?

re 12:11 draufguckerin: Welt undVerantwortung

>>Mit dem, was Sie da sagen, kann man alles relativieren.<<

Da scheine ich mich missverständlich ausgedrückt zu haben. Zur Relativierung ist „Verantwortung“ niemals zu gebrauchen. Es ist exakt das Gegenteil!

>>Wenn jeder Verantwortung für alles Leid der Welt trägt<<

Nicht für „alles Leid der Welt“! Für die „Welt“! Von der wir ein Teil sind. Ein winziges Teil - wir und alle anderen Menschen! Und nicht nur die!

Kurz:

13:03 von melancholeriker

Ich würde mich schämen,
.
das bleibt ihnen unbenommen

ich mische mich nirgendwo ein
nicht mit Waffenlieferungen, nicht mit zweifelhaften Verträgen
... nicht mit Ratschlägen

Die Quadratur des Kreises

Wie kommen diese Länder, in denen Krieg und Terror herrscht, aus diesem Dilemma heraus?
Sie wurden früher von den Kolonialstaaten brutal ausgebeutet und unterdrückt. Doch nun nur noch zu rufen, dass Europa helfen müsse, führt nicht zum Ziel. Wo landen denn die HIlfssendungen, die Spenden aus Europa, aus den USA - bei den korrupten Machthabern. Und was passiert mit den Geldern - ein Teil wird in Waffenkäufe aus China, Russland, USA und der EU eingesetzt, entweder direkt oder über Strohmänner.
Aber die Menschen dort können auch nicht nur immer sagen, dass sie Hilfe brauchen. Sie müssen bereit sein, sich selbst zu helfen, sich zu organisieren, dem Terror die Stirn zu bieten. Zu sagen, Deutschland oder die EU muss alle Flüchtlinge von dort aufnehmen, ist auch keine Lösung. Die Lösung muss vor Ort erfolgen, unter dem Schutz der UN. Nur müssen dann auch demokratische Strukturen aufgebaut und keine Diktatoren unterstützt werden.
Veränderung beginnt im Kopf der Völker - daran sollte man denken

Werneranerin

Wofür steht ihr Synonym ? Sie haben mit allem Recht . Ich kannte mal 2 Entwicklungshelferinnen . Die sahen auch in den willkürlichen Grenzziehungen ein großes Problem .

13:06, IBELIN

>>Man hat zu wenig
Informationen, um den Konflikt wirklich verstehen zu koennen.

Die Berichte ueber Einzelschicksale sind mir zu wenig. Das kann so oder so sein.

Was passiert dort wirklich? Bringt doch einen ungefaerbten Bericht.<<

Sie erwarten eine Geschichtsstunde?

So etwas kann eine Reportage nicht leisten.

Ich würde an Ihrer Stelle erst einmal Wikipedia oder ein gedrucktes Lexikon, so Sie noch eins besitzen, bemühen und dort die Begriffe "Äthiopien" und "Tigray" nachschlagen. Da finden Sie dann auch zahlreiche Querverweise, mit denen Sie sich noch kundiger machen können.

@ 13:14 von zöpfchen

Grausame Massenmorde an ganzen Familien und Dörfern auf die "wachsende Zahl der hungrigen Münder" zurückzuführen: mir bleibt schlicht die Luft weg bei soviel Zynismus.

13:14, zöpfchen

>>Die Tigray führen einen Abwehrkampf gegen die wachsende Macht der anderen (meist) muslimischen Bevölkerungsteile wenn alle nicht so gläubig wären , gäbe es das Problem nicht.<<

Äthiopien ist ein mehrheitlich christliches Land.

>>Und ja, auch in Äthiopien reicht das Wirtschaftswachstum nicht aus, um die ständig wachsende Zahl der hungrigen Münder zu stopfen.<<

Je entwickelter ein Land ist, desto mehr sinkt die Geburtenrate. Immer und überall. Und der Zusammenhang ist genau so herum und nicht andersherum. Das ist wissenschaftlicher Konsens. Der mag Ihnen egal sein, es ändert aber nichts an den Tatsachen.

um 11:53 von RoyalTramp

>>
Diese willkürliche Grenzziehung ist für viele Konflikte auf dem Planeten durchaus mit ursächlich, aber nicht hauptursächlich. Oder warum herrscht in Südamerika weitgehend Frieden?
<<

Die Frage amüsiert bezüglich des Themas dann doch schon. Sie vergessen offenbar, dass man die Ursprungsbevölkerung vor etwa 500 Jahren gründlich ausgerottet hat.

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