Kundus-Verfahren: Menschenrechtsgerichtshof entlastet Deutschland

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eine andere meinung ist, dass

eine andere meinung ist, dass das gesamte verfahren der zuständigen deutschen staatsanwaltschaft eine farce gewesen sei.

was aber nicht gleichbedeutend mit rechtswidrig oder rechtsirrig ist und auch keinen verfahrensfehler beinhalten muss.

kriegerische handlungen sind ja leider immer legal. vielleicht sollte man das mal ändern und sie unter strafe stellen.

...entlastet Deutschland

Der Mann hat seinen Job gemacht und zwar richtig. Das ist heute ja nicht mehr selbstverständlich. Daher ein zu begrüssendes Urteil. Wenn die Bundeswehr schon in Kriege ziehen muss, mit denen sie eigentlich nichts zu tun hat, dann möglichst verlustfrei. Und, nein, die Freiheit Deutschlands wird nicht am Hindukusch verteidigt.

wie war das gleich

da wird von den Taliban ein voller Tanklastzug in unmittelbarer Nähe eines Bundeswehrstandorts gekapert
dann machen sich Einheimische daran, den Sprit zu stehlen
was die Taliban tun .... wer weiß das schon
(wäre ich Taliban wäre ich ins/ans Camp gefahren und den Laster dort in die Luft gejagt)
wahrscheinlich dachte sich der Oberst Klein ähnliches, sorgte sich um seine Truppe,
reagierte entsprechend
Er ließ ihn von US Flugzeugen sprengen, dabei kamen Zivilisten ums Leben
die sich dort aus vorwiegend kriminellen Gründen aufgehalten haben
Wie man so einen Krieg führen soll mit einem Gericht im Rücken ist mir ohnehin ein Rätsel
ein Krieg ist von Natur aus immer ne widerliche und kriminelle Sache
am besten man fängt keinen an und so einen schon gar nicht !

11:56 von Bernd Kevesligeti

Der EGMR hat nicht darüber geurteilt, ob es mit deutschen Auslandseinsätzen nun weitergehen kann und auch der damalige Oberst Klein, war nicht Gegenstand der juristischen Einschätzung und Entscheidung. Es ging ausschließlich um die Frage, ob die Bundesrepublik Deutschland ausreichend genug ermittelt hat. Die Frage ob deutsche Auslandseinsätze sinnvoll sind oder nicht, steht dabei auf einem ganz anderen Blatt. Übrigens hat der deutsches Bundestag bereits vor diesem Urteil, das Mandat für den Bundeswehreinsatz in Afghanistan verlängert.

Traurig

Das ist eine sehr traurige Geschichte. Die Gerichte haben aber unabhängig geurteilt und Recht gesprochen.

Ja, das kann ich

Ja, das kann ich nachvollziehen.

Man stelle sich vor Oberst Klein hätte juristische Konsequenzen erleiden müssen, dass er die Bombardierung von 100 Zivilisten, inkl. kleinen Kindern, veranlasste.

Was das für eine Menschrechtsverletzung wäre!!!

Wie, wir werden nicht zu

Wie, wir werden nicht zu Zahlungen verurteilt? Kaum zu glauben. Ob das damit zusammenhängt, dass die europäische Menschenrechtsbehörde Bedenken hat, dass Deutschland dann am Ende von allen afghanischen Opfern bzw deren Angehörigen zu Ausgleichszahlungen herangezogen wird und wir am Ende als Dauerzahler in der EU ausfallen könnten?
Is ja was völlig Neues mal nicht zahlen zu müssen. Könnte mir aber durchaus vorstellen, dass unsere immer gegen uns angehenden eigenen Leute von grün-links jetzt ein weiteres Tohuwabohu starten mit dem letztlich dringlichen Apell, dass wir doch die moralische Verantwortung hätten, zu zahlen ?

Sie wollten den Brennstoff nicht holen, sondern stehlen.

Und das taten sie mit Wissen und wollen der Eltern. Wenn Kinder bei einer solchen Aktion mitten in der Nacht zu Schaden kommen, ist doch zuallererst an die Verantwortung der Eltern zu denken. Es war doch klar, dass ein solches Verhalten mitten im Krieg brandgefährlich war.

Warum nur Deutschland?

Warum verklagen die nicht die Amerikaner oder anderen nur von den Deutschen wollen sie Geld bekommen, wir hätten dort schon lange die "Fliege" machen sollen.

@ Bernd Kevesligeti, um 11:51

“Wenn das so ist. Dann kann es ja weiter gehen. Mit den Auslandseinsätzen sowieso.“

Sie waren nicht dabei, wie wohl niemand von uns, die wir zu dem Urteil Stellung nehmen.
Wohl aber hatten viele, auch ich, seinerzeit die Filmberichte über das Geschehen verfolgt.

Trotzdem ist es natürlich gewagt, auch aufgrund der Artikelüberschrift, zu sagen, “so könne es dann ja weitergehen,“ auch wenn Sie das sicher eher sarkastisch meinen.

Ist ein “Freispruch“, kein “Freibrief“.

Ob die Ermittlungen ausreichend waren,

kann ich nicht beurteilen. Dass Oberst Klein damals straffrei davon gekommen ist, ist nicht nachvollziehbar.

Die US-Piloten hatten angeboten die Zivilisten im Tiefflug zu warnen und dann erst Bomben zu werfen. Das wurde von Oberst Klein aber abgelehnt.

Man hätte die vielen zivilen Opfer vermeiden und trotzdem die Tank-Lastzüge zerstören können. Aber man wollte wohl "Härte zeigen".

Ich war auch Offizier bei der Bundeswehr und mir wäre das so nicht passiert. Aber vielleicht bin ich ja ein zu menschliches Weichei. OK, meine Bundeswehrzeit endete 1995, da waren wir ja noch nicht in Afghanistan.

Rechtstaatlichkeit

In einem Rechtstaat gibt es Regeln. Nach Prüfungen im Bereich des Strafrechtes, des Disziplinarrechtes und des bürgerlichen Rechtes sind die beteiligten Juristen zu der Erkenntnis gekommen, dass die Handlung des damaligen Oberst Klein juristisch nicht zu beanstanden waren und den behaupteten Opfern kein Schadensersatz zusteht.
Als der Fall am Tag nach dem Bombenangriff vor Ort untersucht werden sollte, befand sich übrigens außer einem Esel kein Opfer mehr auf der Sandbank.
Wenn Oberst Klein nicht zum Schutz der ihm anvertrauten Soldaten gehandelt hätte, wären diese erheblich gefährdet gewesen.
Ein halbvoller Tank ist gefährlicher als ein voller.

Diese Entlastung war ein großer Fehler

Diese Entlastung war ein großer Fehler. Denn Oberst Klein war in jener Nacht dienstunfähig laut seinem Arzt. Er hielt sich laut Businessinsider widerrechtlich in Afghanistan auf und hätte niemals diesen Einsatz befehligen dürfen:

https://tinyurl.com/1p52hez1
businessinsider: Die Akte Kundus: Bundeswehr-Arzt hielt Oberst Klein für dienstuntauglich 24 Jul 2019

„Klein war ohne jegliche Legitimation in Afghanistan“

Dem widerspricht Dittrich, Kleins damaliger Arzt. „Georg Klein war ohne jegliche Legitimation in Afghanistan“, sagt er Business Insider. Dass Dittrich sein Wissen nicht viel eher öffentlich gemacht hat, lag auch daran, dass er bis 2016 noch im Dienst der Bundeswehr beschäftigt war und dort gewissen Regeln unterlag. Dafür hat er versucht, die Kritik intern anzubringen.

Hier vom Bundeswehrarzt zu Oberst Klein

Hier vom Bundeswehrarzt zu der Wehrdienstunfähigkeit von Oberst Klein:

https://tinyurl.com/1p52hez1

Klein führte seinerzeit das Kommando über das deutsche Wiederaufbauteam in Kundus, war Befehlshaber der dort stationierten Truppen. Am Nachmittag des 9. August 2009, gut einen Monat vor dem Angriff auf die Tanklaster, wurde der Oberst bei Dittrich im Hospital zu einer medizinischen Untersuchung vorstellig. Die Diagnose, die Dittrich an jenem Tag stellte, hätte einschneidende Veränderungen nach sich gezogen, wäre er mit einer offiziellen Tauglichkeitsuntersuchung beauftragt gewesen, der sich jeder Soldat vor einem Auslandseinsatz unterziehen muss. Dittrich stufte Klein an jenem Tag aus gesundheitlicher Sicht als nicht wehrdienstfähig und für einen Auslandseinsatz als nicht verwendungsfähig ein.

Weiterhin sind die Toten keine Extremisten sondern Zivilisten und der Lkw war nicht entführt sondern hatte sich festgefahren und war verunfallt.

die familie

weggesprengt und dann auch noch einen tritt vom europäischen gerichtshof für menschenrechte hinterher. DAS nenne ich eine farce!

das man hier im forum auch noch menschen, die sich am tanklaster "bedienen", weil ihnen so ziemlich alles fehlt, um ein menschenwürdiges leben zu führen, als "kriminelle" abstempelt, ist unterirdisch und frei von jeglicher empathie!

Es ist zum Verzweifeln Krieg

Es ist zum Verzweifeln
Krieg bringt immernoch entsetzliches Leid vor allem der Zivilbevölkerung und alle Bemühungen Kriege zu bannen scheinen vergebens. Die "Krönung der Schöpfung" zeigt keine Einsicht. Unvorstellbare Grausamkeit ist an der Tagesordnung.
Gab es nach der großen Katastrophe des 2. Weltkrieges auch nur einen Tag ohne Krieg?
Sind Kriege "alternativlos"?
Das Wettrüsten geht weiter. Immer neue Waffentechnik kommt zum Einsatz und immer sind es die anderen, vor denen man glaubt, sich schützen zu müssen.
Der Bundeswehretat wird erhöht. Kaum jemand wagt es, dies zu hinterfragen. Achselzuckend wird hingenommen, was unvermeidbar zu sein scheint. Jeder Andersdenkende wird als naiv bezeichnet.
Mir fehlen die Worte.
Es ist zum Verzweifeln...

@12:24 von Sisyphos3 wäre ich Taliban

"(wäre ich Taliban wäre ich ins/ans Camp gefahren und den Laster dort in die Luft gejagt)"

Da die Tanklastzüge sich in einer Sandbank bei einer Flußdurchfahrt festgefahren hatten, konnten die nirgendwo mehr hinfahren.

"Wie man so einen Krieg führen soll mit einem Gericht im Rücken ist mir ohnehin ein Rätsel"

Dann können wir die Genfer Konvention ja abschaffen und Armeen als marodierende Banden durch die Länder ziehen lassen. Als Vorgesetzter (der Bundeswehr) haben Sie immer das Gericht im Rücken. Egal ob in der Kaserne in Deutschland oder im Einsatz in Afghanistan.

Das lernte man früher schon als Wehrpflichtiger.

Im juristischen Sinne nicht schuldig

@ Bernd Kevesligeti:
Und der damalige Oberst Klein ist inzwischen längst im Generalsrang.

Oberst Klein hat einen tragischen Fehler gemacht, verurteilen kann man ihn dafür aber nicht. Im Rahmen seiner Pflichten war seine Entscheidung nachvollziehbar.
General Klein ist mittlerweile im Ruhestand.

@ Sisyphos3 (12:24): Dieser Abwurf hätte niemals erfolgen dürfen

@ Sisyphos3

Dieser Abwurf hätte niemals erfolgen dürfen weil die Piloten die Rechtswidrigkeit des Befehl erkannt hatten.

https://tinyurl.com/23smd38f
zeit.de: Bomben, Lügen, Rücktritte

Und es hätte andere Möglichkeiten gegeben und es gab eine wahrheitswidrige Anweisung.

Noch trauen die Piloten der Sache nicht. 1.46 Uhr: "Dude 16" fragt per Funk, ob die Personen um die Tanker eine "unmittelbare Bedrohung" darstellen. "Red Baron" bestätigt die Anfrage wahrheitswidrig und legitimiert damit den Angriff. Oberst Klein will den Funkverkehr zwischen "Red Baron" und den amerikanischen Piloten nicht verfolgt haben.

Die amerikanischen Piloten glauben den Angaben aus dem Gefechtsstand schließlich. "Dude 15" fliegt den Angriff von Norden, "Dude 16" gibt Feuerschutz.

Und auch im Krieg gilt Völkerrecht weiter. Auch wenn die Lkws eventuell gestohlen waren, hätte die Polizei vor Ort geschickt werden müssen zur Festnahme.

@ bubu

kriegerische handlungen sind ja leider immer legal. vielleicht sollte man das mal ändern und sie unter strafe stellen.

Das wird bei den Taliban sicher auf großes Interesse stoßen.

Wer klaut nachts Benzin?

Ich würde meine Kinder sicherlich nicht in der Nacht zu einem havarierten Tanklastzug schicken, um Benzin zu klauen.

... viel zu tun

Wenn sich Gerichte mit allen Kriegshandlungen beschäftigen müssten , hätte sie viel zu tun .

Hätte Russland vor diesem Gericht

gestanden, hätte es bestimmt eine Verurteilung wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit gegeben, aber bei einem westlichen Staat und NATO-Mitglied ist dies natürlich eine andere Sachlage.

@ Sisyphos3 (12:24): Von daher haben Sie mit dem hier recht

@ Sisyphos3

Von daher haben Sie mit dem hier recht:

ein Krieg ist von Natur aus immer ne widerliche und kriminelle Sache

vollkommen korrekt! Zumindest solange es keine Mandatierung durch die UNO gibt.

am besten man fängt keinen an und so einen schon gar nicht !

Korrekt, zumindest nicht im Alleingang sondern NUR und ausschließlich auf Anordnung des UN-Sicherheitsrates (siehe UN-Statuten ab Artikel 40 folgende dazu).

Daraus ergibt sich, dass der EGMR Deutschland niemals hätte entlasten dürfen. Deutschland ist schuldig des Mordes an Zivilisten und hat dafür die Verantwortung zu tragen zusammen mit diesen us-Piloten, die den Einsatz hätten abbrechen müssen als sie die Rechtswidrigkeit des Befehls erkannten. Die hätten sofort zu ihrer Ausgangsbasis zurückkehren müssen und Meldung machen müssen. Das Ganze hätte dem UN-Sicherheitsrat vorgelegt werden müssen und Oberst Klein hätte unverzüglich aus Afghanistan ausgewiesen werden u. festgenomen werden müssen.

Am 16. Februar 2021 um 12:24 von Sisyphos3

"(wäre ich Taliban wäre ich ins/ans Camp gefahren und den Laster dort in die Luft gejagt)"

Dann war es ja gut, dass Sie kein Taliban sind.

@ Sisyphos3 (12:24): Siehe UN-Statuten ab Artikel 40 folgende

@ Sisyphos3

Siehe dazu UN-Statuten ab Artikel 40:

https://unric.org/de/wp-content/uploads/sites/4/2020/01/charta-1.pdf

Artikel 42
Ist der Sicherheitsrat der Auffassung, daß die in Artikel 41 vorgesehenen Maßnahmen unzulänglich sein würden oder sich als unzulänglich erwiesen haben, so kann er mit Luft-, See-oder Landstreitkräften die zur Wahrung oder Wiederherstellung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit erforderlichen Maßnahmen durchführen. Sie können Demonstrationen, Blockaden und sonstige Einsätze der Luft-, See-oder Landstreitkräfte von Mitgliedern der Vereinten Nationen einschließen.

Zahlungen

"Die Bundesregierung hatte den betroffenen Familien nach eigenen Angaben aber eine "humanitäre Hilfsleistung" in Höhe von je 5000 Dollar gezahlt."

Da hat bestimmt jemand Wert darauf gelegt, dass diese lächerliche Summe nicht als Schadenersatz und Schuldeingeständnis mit der Implikation von Verbrechen gewertet wurde.
Brisanterweise hat man für PKW´s den vollen Wert von bis zu 10.000 Dollar bezahlt.
Ist wohl wie in der Religion. Man muss einfach an Gerechtigkeit glauben.

Entlastet Deutschland ....

Rechtzeitig Einfluss geltend gemacht , ..und dann nach über 10 Jahren ein Urteil gesprochen ...
Das können sich nur Staaten erlauben ....
Der Privatmann wäre mit den Anwaltskosten längst am Ende ....
Was lernen wir :
Lege dich nicht mit einflussreichen Staaten an , ..nie wirst du gewinnen ...
Lege dich nie mit deinem Staat an , ...der treibt dich in die Armut ...

@ bene (12:18): Nein dieses Urteil kann nicht begrüßt werden

@ bene

Nein, dieses Urteil kann nicht begrüßt werden, weil diese Angriff

1. Missachtung der UN-Statuten (Artikel 39, 40, 41 und 44)
2. nicht vom UN-Sicherheitsrat mandatiert war
3. es laut den Piloten auch ein reiner Überflug getan hätte laut Funkverkehr.

Von daher ist dieses Urteil ein großer Fehler und hätte so nicht passieren dürfen. Deutschland ist in diesem Fall zusammen mit den USA schuldig des Mordes an diesen Zivilisten.

Nicht populär, aber richtig

@ bene:
Und, nein, die Freiheit Deutschlands wird nicht am Hindukusch verteidigt.

Der Spruch ist nicht populär, aber richtig. Wenn es irgendwo ein Regime gibt, das den Terror in die Welt trägt, dann ist es sicherlich vernünftig, das Regime stillzulegen. Dann müssen wir da hin, selbst dann, wenn's am Hindukusch ist.

is so

Wenn die Bundeswehr wegen jedem Kriegseinsatz Schadensersatz leisten müßte, wäre die Bundewehr schon längst pleite.

Zitat:"Der Mann hat seinen

Zitat:
"Der Mann hat seinen Job gemacht und zwar richtig. Das ist heute ja nicht mehr selbstverständlich. Daher ein zu begrüssendes Urteil. Wenn die Bundeswehr schon in Kriege ziehen muss, mit denen sie eigentlich nichts zu tun hat, dann möglichst verlustfrei. Und, nein, die Freiheit Deutschlands wird nicht am Hindukusch verteidigt."

interessante Begründung...
..vor allem wenn ich sie im Kontext zu der von mir gestern im ÖR-TV gesehenen Doku über den Vietmankrieg bringen -> ich meine das Massaker von My-Lai
https://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_M%E1%BB%B9_Lai

besonders die Prozesse gegen die Soldaten/Offiziere - die die Ermordung der Zivilisten anordneten bzw. daran persönlich beteiligt waren...
..diese endeten ja z.T. mit Freisprüchen (für den Kompaniechef) oder zwar mit einer Verurteilung der aber die sofortige Begnadigung folgte
ja - die Täter/Mörder haben sich im Prozess erfolgreich als Opfer inszeniert

hier wie dort wurden ausschliesslich Zivilisten getötet

12:24 von Sisyphon 3

Ihrem Beitrag kann ich vollinhaltlich nur zustimmen, Danke.

entlastet Deutschland ?

Se hätte nei zu eienem Verfahren kommen dürfen.
Und am sichersten ist wenn wir jetzt sofort und ganz uns aus Afganistan zurüchziehen. Wir haben da nicht zu suchen.

Dachte wir hätten eine Verfassung, die Angriffe verbietet

Mit welchem Mandat wären denn deutsche Soldaten im Krieg in Afghanistan? Es könnte sich also dann nur um einen Angriffskrieg von Deutschland / Nato handeln. Ein Verteidigungskrieg scheidet sicher aus. Oder hat Afghanistan etwa Deutschland oder die Nato angegriffen???
Wahrscheinlich war es ja nur eine kleine Friedensmission, in deren Auftrag deutsche Soldaten Ihren Beitrag leisten mussten.
Über 100 zu Tode verbrannte Kinder, Frauen und Männer, verursacht durch Befehl deutscher Soldaten in einem Land in dem wir nichts verloren haben außer unsere Ehre und Glaubwürdigkeit. Es ist zweifelsfrei ein Verbrechen nicht nur an der Menschlichkeit.
Dafür muss schon eine Beförderung vom Oberst zum General möglich sein. War ja schließlich ein hoher Verdienst für das Vaterland oder ?????

Zitat: "(wäre ich Taliban

Zitat:
"(wäre ich Taliban wäre ich ins/ans Camp gefahren und den Laster dort in die Luft gejagt)"

das war ja gar nicht mehr möglich - der Laster steckte bis zu den Achsen im Kiesbett des Flusslaufes fest...
..nur deshalb hatten überhaupt die Dorfbewohner die Möglichkeit dort bezin zu "organisieren"

zu dem Zeitpunkt bestand keinerlei Gefahr mehr für das Soldaten-Camp...
..und wenn das einem Führungsoffzier der obersten Ebene nicht klar ist - dann hat man seinen Job verfehlt
es lagen genügend Aufklärungsdaten vor

Zitat: "Wie man so einen

Zitat:
"Wie man so einen Krieg führen soll mit einem Gericht im Rücken ist mir ohnehin ein Rätsel"

nun - letztlich stimmt dann doch der Spruch "Soldaten sind Mörder" oder wie...

schaut man sich bei beiden grossen "heissen" Konflikte im Kalten Krieg an - den Korea- und den Vietman-Krieg an - dann sind in beiden vor allem Zivilisten getötet worden...
..bevorzugt aus der Luft durch Bomben, Napalm und Kinetischen Beschuss (Maschinengewehre von Hubschraubern)

ab einem gewissen Eskalationspunkt gibt es dann beim gezielten Ermorden von Zivilisten kein Halten mehr -> Bodycount in Vietman - da wurden selbst erschossene Säuglinge als Vietcon-Kämpfer gemeldet

saubere Kriege gibt es sowieso nicht - gab es nie - aber noch nie war das Verhältnis zw. totem Soldaten/Kämpfer und totem Zivilisten so krass wie in der "modernen" Kriegsführung...
..egal ob der Krieg "symetisch" oder "asymetrisch" ist
diese Eskalationsschraube könnte nur durch internationale Gerichte gestoppt werden...
..könnte...

Gerechtes Urteil

Wir führen einen Krieg in Afghanistan um die Bevölkerung vor dem Taliban zu befreien. Das ganze kostet uns hunderte von Millionen und tapfere Soldaten verlieren ihr Leben. Wenn die Bevölkering einen Tanklastzug mit Hilfe ihrer Kinder plündert und dieser eine potentielle Gefahr für die Soldaten darstellt muss man schon aus Selbstschutz den LKW sprengen. Es gab Opfer in der Zivilbevölkerung. Ja. Wer hat den Afganischen Bauern geraten die Deutsche Regierung zu verklagen? Wo ist die Einsicht seine Kinder aus reinem Eigennutz einer potentiellen Gefahr auszusetzen? Was würde deutschen Eltern widerfahren wenn die Kinder beim Diebstahl von Diesel zu Schaden kommen? Das Urteil ist gerecht. Der Prozess allerdings sinnfrei.

Afghanistan

Wenn Politiker nach der Mandatsverlängerung für Afghanistan gefragt werden was die Bundeswehr dort macht, wissen einige es noch nichtmal. Geht es der Afghanischen Bevölkerung nach 20 Jahren Krieg heute besser? 56 Tote Deutsche Soldaten. Warum? Wofür?
Ach ja, Peter Struck sagte mal, die Bundesrepublik Deutschland wird am Hindukusch verteidigt. Hoffen wir mal das die Afghanen Kabul nicht am Rhein verteidigen.
Mir tun unsere Soldaten und Soldatinen leid die dort verheizt werden.

Rang und Richtigkeit

Ein Befehl in einem diffusen Bürgerkriegsland ist anderer Qualität als in einem geordneten, strukturierten Krieg mit strategischer und berechenbarer Kriegsführung wie am Reißbrett. Untergrundkämpfer gehen unkonventionell und unberechenbar vor. Und bei der Abwägung eines Befehls trifft es im Kriegszustand auch (leider) oft Zivilisten. Das ist in Syrien der Fall wie in anderen Bürgerkriegsregionen. Es war aber wichtig, dass einem Vater das Recht auf Klage gewährleistet war und durch das Verfahren mittels zweier Instanzen einwandfrei belegt ist, dass es nicht um einen gezielten Angriff oder leichtfertigen Entschluss gegen Zivilisten ging. Es macht die Kinder nicht lebendig, aber es entlastet eine Schuldfrage.

Frage: verfügt Afghanistan über polizeiliche Spezialeinheiten??

Frage von mir dazu:

verfügt Afghanistan über entsprechende polizeiliche Spezialeinheiten die in der Lage sind, sowas zu klären (z.B. wie bei uns SEK oder BFE+ oder GSG9 oder KSK)?? Sowas könnte Afghanistan gebrauchen gegen diese Taliban. Aber auch die inländische Armee muss gegen die Taliban verstärkt werden.

Kundus-Verfahren...

Es ist nun mal so. Wenn eine Regierung seine Soldaten in einen Einsatz schickt, dann muß man auch mit Toten rechnen. In diesen Fall kam es nun zu einer Entscheidung die schnell getroffen werden mußte, wobei leider auch Zivilisten ums Leben kamen. Man mußte immer damit rechnen in eine solche Situation zu kommen. Das wird leider immer vergessen, wenn in Bundestag wieder einmal ein Auslandseinsatz beschlossen wurde...
Ich denke das sich auch Herr Maas dessen bewusst ist, wenn er erneut für eine Verlängerung des Afghanistanmandat plädiert.

@Sisyphos3

Klar, wenn niemand einen Krieg anfängt, dann wird man eher Friedenszeiten haben. Nur ist das ein hehrer Wunsch, den die meisten unserer Erdenbürger hegen, einige aber nicht einhalten wollen. Die Taliban sind eine Kampftruppe, der es um den Kleinkrieg bis aufs Messer geht. Wenn man die Verhandlungsgespräche und Brüche irgendwelcher Absprachen nimmt, zeigt das nur, diese Leute sind starr und verbissen bei ihrem Weltbild. Und wollen mittels Diktatur einen Gottesstaat nach altem Muster aufdrücken. Demokratie ist ein Fremdwort wie die Rücksichtnahme auf andere Meinungen und Weltbilder, selbst wenn es eine Mehrheit in Afghanistan will. Was machen wir aus dem Westen da, fragten schon viele. Wir versuchen, diesen Menschen der Mehrheit, die Demokratie und Freiheit wollen, zu helfen. Die Taliban wollen aber Krieg und ihren Kampf durchziehen auf Teufel komm raus. Sollen wir die Mehrheit der Afghanen allein lassen im Kampf um Frieden und Freiheiten? Ich denke, nein.

@ Sisyphos3, 12:24

Was sich an jenem Tag an dem Tanklaster abgespielt hat, ist hier gar nicht das Thema.
Auch nicht, ob das Herbeirufen der Flugzeuge durch Oberst Klein und die Folgen, dass ca. 100 Menschen durch die Bombardierung ums Leben kamen.

Gegenstand des Urteils ist, ob Deutschland später alles Notwendige getan hat, die Vorgänge umfassend aufzuklären.

Das wurde vom EGMR heute bestätigt.
Mehr nicht.

Im Wesentlichen stellen sich

Im Wesentlichen stellen sich die Ereignisse mir, aus damaligen Nachrichten und Presse, genauso dar wie von Sisyphos3 um 12:24 beschrieben. Aber wir waren nicht vor Ort und wissen vielleicht andere Aspekte und vielleicht wichtige Details nicht.
Mich interessiert eine Charakterisierung des Vaters der beiden getöteten Söhne. Gab es ähnliche Klagen gegen andere Teilnehmer an Friedens- oder Kampfmissionen?
Ich denke das an dieser Stelle auch allen Getöteten, oder an den Folgen ihres Einsatzes Leidenden, deutschen Soldat* ein Wort der Erwähnung geschulded ist. Grundsätzlich glaube ich, dass jeder Einsatz unserer Soldaten in ausländischen Bürgerkriegen nicht richtig ist. Dort sollen sich, durch Wirkung der inneren Kräfte, selbst stabile Gleichgewichte einstellen.

....es zeigt doch..

....wie sinnlos diese Kriege zum "Wohle" der Menschen sind.
Wer darunter leidet.
Wer die Zeche zahlt.

Und die Verursacher?
Die Verantwortlichen die gewählten Volksvertreter,
Die kommen IMMER davon. Ich schäme mich

Suche nach Gerechtigkeit

Ich empfinde es als gerecht, wenn von Kriegshandlungen Betroffene vor Gericht gehen, die eigentlich gar nicht das Ziel derjenigen waren, die am Joystick gesessen haben..

Klassischer Fall vom zynischem Kollateralschaden. Dazu sollten überstaatlich mal Grundsatzentscheidunen getroffen werden. Auch dazu sollte der Fall beitragen. Immerhin war über die Instanzen aus D heraus auf europ. Ebene dieser Weg offen.

Dass sich hier im Forum angemaßt wird, zu urteilen und zu wissen (!), wer sich da genau dem Tanklaster genähert hat, spricht natürlich Bände über das Weltbild der Rechtsaußenforisten.

Ein Muslim, egal ob nur neugieriger 6-Jähriger oder eine vllt. sich schnell persönlichen Gewinn von ergaunertem Treibstoff versprechende Person, egal ...beide haben den Tod verdient. "Sind ja auch 'nur Muslime" ...oder wie?

Im Übrigen, Trump hat bekanntlich die schon unter Obama fragwürdigen Dronenattacken nochmals um den Faktor 3 bis 3,5 eskaliert. US lehnt jede überstaatliche Jurisdiktion ab.

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