Kommentare

@Schattenschimmer um 09:01 Anderer Thread

>Das war eine politische Abstimmung, keine auf Fakten basierte Abstimmung.<

Natürlich war es eine politische Abstimmung, aber sie basierte durchaus auf Fakten: politischen Fakten.

Zu diesen Politische Fakten gehört das die Republikaner seit den 80ern nicht mehr in der Lage sind eine Mehrheit der Amerikaner hinter sich zu bringen; sie können nur noch mit gerrymandering, ungleichen Stimmgewichtungen und Ausschluss von Bevölkerungsteilen Wahlen gewinnen. Aber auch diese Optionen sind nicht endlos dehnbar.
Ohne den rechten Rand verlieren sie endgültig alles. Dann reicht es auch mit allen Tricks nicht mehr.

Und eine Reform? Auch die "Gemäßigten" Republikanischen Position sind längst zu weit rechts von der US-Mitte um noch eine Chance zu haben.

GOP: Partei der Vielfalt und Differenzierung

Statt neun oder zehn Minuten stehende Ovationen, war die Reaktion der Republikaner auf Trumps Handlungen sehr differenziert und abwägend. Wie das Ergebnis im Senat auch beweist.

Nirgends ist die Gefahr der Herdenmentalität so gering wie in den USA.
Das Land bleibt demokratisches Vorbild für die Welt, auch wenn man sich anderswo einbildet, man sei was besseres.

Wer glaubt die Demokratie sei in den USA in Gefahr (oder in Gefahr gewesen), der hat die langlebigste Demokratie der Welt einfach nicht verstanden.

re 09:36 Nachfragerin: Entscheidende Frage

>>@teachers voice - Sehen Sie nicht, was passiert ist?
09:15 von teachers voice:
"Sie brauchen sich nur zu fragen, wie es mit der ,Demokratie' nach einem erfolgreichen Sturm des Capitols weitergegangen wäre!"

Warum der Konjunktiv? Der Sturm auf das Capitol hat real stattgefunden. Mit der "Demokratie" geht es trotzdem weiter wie bisher, da die Typen genauso planlos waren wie ihr großes Vorbild Trump: Sie waren drin und haben nicht mehr hinbekommen, als sich in dämlichen Posen zu fotografieren.<<

Das ist genau die entscheidende Frage:
Wenn Sie Recht hätten, hätte der „gehörnte Mob“ verloren, die Demokratie gewonnen und Trump wäre eine Stolperer in der Geschichte.

Dabei blenden Sie und andere aus, dass es den „Stürmern“ und Trump darum ging, den „Verrätern“ im Kongress zu zeigen, wer im Land die Macht hat. Was wäre denn passiert, wenn die Stürmer nicht mit gezogenen Waffen vom Eindringen in die Sitzungssäle gehindert worden wären und damit die „Stürmer“ „erfolgreich“ gewesen wären?

@Vielfalt.um 09:58

>Nirgends ist die Gefahr der Herdenmentalität so gering wie in den USA.<

Nirgends ist die Gefahr größer als da wo man sich immun glaubt.

Die älteste Demokratie ...

... der Welt wurde mit dieser "Abstimmung" erneut mit Füßen getreten. Wäre sie geheim gewesen, hätte sie wohl zu einer Verurteilung Trumps geführt.
Bin mal gespannt, ob Trump die politischen Karrieren der Republikaner, die gegen ihn gestimmt haben, in Zukunft negativ zu beeinflussen versucht.
Für diesen schwarzen Tag für alle Demokratien dieser Welt sollten "demokratische" Flaggen heute eigentlich auf Halbmast.

Die Aufarbeitung des "Trumpismus" ...

... und seiner Hintergründe sind und bleiben jenseits der tagesaktuellen Impeachment-Ereignisse ein grundsätzliches Thema.

1. Die sozio-ökonomischen Treiber ...
für dessen Entstehung liegen in der Selbstblockade des Systems. Die Menschen im mittleren Westen, deren Jobs im Zuge von Automatisierung, Globalisierung und Produktivitätsfortschritt unter Druck kamen, rebellierten nicht pauschal gegen Globalisierung und Migration. Aber sie fühlten sich im Stich gelassen, weil ihnen die Politik weder Investitionen zur Strukturveränderung noch die soziale Abfederung gewährten.

2. Die kulturelle Drift der Gesellschaft...
zwischen Stadt und Land, gut und weniger Gebildeten, old & new Economy tat ein Übriges um eine Stimmung entstehen zu lassen, in dem das demagogische Messaging eines Wannabe-Despoten wie Trump mit "einfachen Wahrheiten" Anhänger fand.

Die Politik muss sich diesen komplexen Themen annehmen, was aber auch "bipartisanship" erfordert.

09:58 von Vielfalt.

was verstehen sie unter Demokratie ?
wie man Minderheiten behandelt
Beispiel "Schwarzen" ihre Bürgerrechte vorenthält
die McCarthy-Ära

Zitat "Herdenmentalität"
ist nicht gerade Trump ein Beispiel des vorhanden seins

Argumentation

Schön zu sehen, dass hier in den Kommentaren gute Argumente sind, auch finde ich es richtig, wenn jemand das Ergebnis als nicht dem eigenen bzw. dem eigenen Wunsch entsprechend tituliert. Wenn jedoch einigen Senatoren Attribute wie 'kriechen, rechtsirrtümlich, beschämend, feige, Versagen, verlogen' ‚keinen A. in der Hose‘' angehängt werden, dann verkennen diese Kommentatoren die verfassungsgemäße Situation, die kein Gerichtsverfahren ist, sondern eher mit der Wahl des Bundestagsvizepräsidenten in Deutschland zu vergleichen ist: es ist rein den Abgeordneten überlassen, wie sie entscheiden.
Wer das nicht akzeptiert, begibt sich stark spiegelbildlich in die Nähe derer, die er bekämpft, denn grundsätzlich sind verfassungsgemäß vorgesehene Abstimmungsprozesse zu respektieren, auch wenn sie einem überhaupt nicht passen.
Im übrigen kann und m.E.n. sollte es noch Gerichtsverfahren gegen den Expräsidenten Trump geben. Warten wir es ab.

Welche Art "Typen" waren

diese Kapitolstürmer? Vergleichbar mit Rechts/Linksradikalen in der Eu? Bei der Besetzung der Reichstagstreppe in Berlin war man bei uns auch schon fast so weit.

@09:25 von fathaland slim

"Daß die Leute Demagogen hinterherlaufen, weil die Etablierten, wer immer das auch sein mag, nicht liefern, das ist eine beliebte Erzählung in nicht ganz so intelligenten, dafür aber relativ lauten Kreisen. Wer mit der öffentlichen Persönlichkeit Donald Trump die letzten 35, 40 Jahre vertraut gewesen ist, sieht das allerdings wohl etwas differenzierter. Kleiner Tip zum weiter nachdenken: es gibt Menschen, die verwechseln Trash-Fernsehen und bunte Blätter mit dem richtigen Leben."

Das macht´s natürlich einfach, seinen Erfolg einfach auf die Popularität zu schieben. Dann braucht man natürlich auch nichts an seiner eigenen Politik ändern. Das ist ignorant und nicht intelligent.
Restriktivere Einwanderungspolitik war das Kernthema. Kann man kritisieren aber dann spielt es sich so aus.

"Nein, nicht wegen der Wähler, die sind diesen Abgeordneten wohl eher egal. Sondern wegen des Gewähltwerdens."
Das kommt doch auf´s selbe raus. Welchem Zweck dient diese Wortklauberei?

@Vielfalt

"Nirgends ist die Gefahr der Herdenmentalität so gering wie in den USA.
Das Land bleibt demokratisches Vorbild für die Welt, auch wenn man sich anderswo einbildet, man sei was besseres.

Wer glaubt die Demokratie sei in den USA in Gefahr (oder in Gefahr gewesen), der hat die langlebigste Demokratie der Welt einfach nicht verstanden."

Sie irren. Eine Herde von 74 Millionen Amerikaner ist dem Leitschaf Trump hinterhergelaufen, einem Lügner und egomanischen Despoten. Und wenn Sie glauben, das schiere Alter der Demokratie würde vor Despoten schützen, ist das ebenfalls ein fataler Irrtum, wie ein Blick in die Geschichte zeigt.

Eine Demokratie ist immer in Gefahr und man muß auf der Hut sein. Ich bin mir sehr sicher, wäre der Sturm auf das Capitol erfolgreich verlaufen, wäre Trump mit fliegenden Fahnen dorthin gezogen und hätte versucht, die Macht zu übernehmen und wir würden hier und jetzt nicht über das Impeachment reden, sondern über die möglichen vielen Toten eines Aufstandes.

Freispruch 2.Klasse

gibts nicht. Immerhin gab es ein Verfahren wegen schwerer Verfehlungen im Amt.
Frau v.d. Leyens Verfehlungen kosten tausende Menschenleben aber da ist alles gut. Ein Amtsenthebungsverfahren wäre das mindeste-sieht die EU Verfassung allerdings gar nicht vor und nun gibt es nicht mal einen Untersuchungsausschuss-dass nur für alle sie hier wieder von Krähen und Pattexpolitikern schreiben werden.

Sysi& co

Im gestrigen thread wurde mir vorgehalten, ich hielte das für einen Freispruch. Ja, denn alle wichtigen Redaktionen sehen das auch so. Sogar hier die TS. Auch ein 57/43 hilft da nicht. Freispruch bleibt Freispruch. Und das wird TS zu weiteren Größenwahn antreiben.
Er wird wieder kandidieren. Das ist 100% sicher.

Mal ehrlich

wer hat geglaubt daß das anders ausgeht?

09:59 von teachers voice Sie

09:59 von teachers voice

Sie haben sooooo recht, aber manch einer/eine sind zu diesem Gedankengang nicht fähig oder willens.
Es war irgendwie klar, das etwas passieren würde. Aber als ich die Bilder gesehen habe, stand ich doch unter Schock - und das mindestens 2 Tage. Heute ist das immer noch so, es gibt ja immer mal wieder andere Videos zu " bestaunen ".
Mit sowas habe ich nicht gerechnet.
Und nun sind die Reps weiter - trotz besseren Wissens ( Mcconnell hat es
gesagt ! ) auf der Seite von dem größten Lügner und Betrüger, der je US - Präsident war.
Für mich nicht nachvollziehbar - auch und gerade bei einigen Usern hier nicht.

Die Fragilität der US-Demokratie wurde der Öffentlichkeit ...

.. erst mit dem unheilvollen Wirken von Donald Trump bewusst.

Von außen kaum angreifbar offenbarten sich die Schwachpunkte der amerikanischen Verfassungsarchitektur gegen Angriffe eines Gegners von innen, der die Machtfülle der Exekutive ausschöpfen kann.

Die systematischen Versuche Trump's

• den Wahlprozess zu diskreditieren und zu schwächen
• Amtliche Insitutionen missbräuchlich für den illegalen Machterhalt einzusetzen
• Amtsträger und Bundesstaatenkongresse zu Verfälschung der Wahlergebnisse einzusetzen
• den Zertifizierungsprozess zu kapern

scheiterten diesesmal noch daran, dass
• der sonst so willige Justizminister Barr nicht mitspielte
• Die Secrataries of State wie Brad Raffensperger sich nicht zum Finden von 11.70 Stimmen missbrauche ließen
An Personen, nicht Mechanismen.

Nur: der Druck, das nächste Mal die "richtigen Leute" an diesen Schaltstellen sitzen zu haben, ist in der GOP, insbesondere in Georgia und Arizona jetzt schon spürbar.

Wann........

versteht man auch in Deutschland, daß das Impeachment den gleichen Wert wie ein Untersuchungsausschuss in Deutschland hat? Aussicht auf Erfolg hat ein Impeachment nur bei eindeutigen und schweren formellen Verstößen, die sogar Senatoren der eigenen Partei um ihre Senatsposten fürchten lassen. Moral sucht man bis einschließlich Clinton vergeblich. Trump war nicht der erste und wird nicht der letzte Präsident sein, dessen Verhalten für uns kritikwürdig ist, aber seine Einstellung und sein Denken deckt sich eben mit einem Großteil der Bevölkerung . Die war nämlich froh einen Mann an der Spitze zu wissen, der so dachte und so sprach, wie sie selbst es gerne täten. Trump verlängert nur die Liste der Heuchler und Lügner, die eben deswegen zum Präsidenten gewählt wurden.

Die Republikaner ...

... haben ihre Schuldigkeit getan. Mr. Trump wird nun eine rechtsorientierte - Entschuldigung: "patriotische" - Bewegung gründen, die er aus Wählerschichten der bisherigen republikanischen Partei speist. Diese wird vergehen, bzw. zumindest bedeutungslos werden.

Zitat: „Nirgends ist die

Zitat: „Nirgends ist die Gefahr der Herdenmentalität so gering wie in den USA.“

Hmmm, 74 mill. US Amerikaner wählen zum zweiten Mal eine notorischen populistischen Lügner zum Präsidenten? Sehr wenig einleuchtend was Sie da schreiben.

Zitat: „Wer glaubt die Demokratie sei in den USA in Gefahr (oder in Gefahr gewesen), der hat die langlebigste Demokratie der Welt einfach nicht verstanden.“

Ich bitte um Nachsicht, wenn ich in meiner simplen Einfalt das Erstürmen eines Parlaments durch Verehrer dieses notorischen Populisten als Gefährdung von Demokratie bewerte, erst recht, wenn dies durch seine Anhänger in jenem demokratischen Parlament dann nicht verurteilt wird.

Wenn man ihren Post liest scheint die Gefahr der Herdenmentalität jedenfalls höher denn je.

>>Ex-US-Präsident Trump ist

>>Ex-US-Präsident Trump ist im Amtsenthebungsverfahren freigesprochen worden. Allerdings stimmten gleich sieben Republikaner im Senat gegen ihn. Und nicht alle, die für ihn stimmten, halten ihn für unschuldig.<<

Das Spiel war enttäuschend und endete 1: 0!

>>Das war die nächste Stufe bei der größten Hexenjagd in der Geschichte unseres Landes. Kein Präsident musste jemals so etwas erdulden.<<

Stimmt!

>>die erschreckenden Bilder vom Sturm aufs Kapitol, <<...........war so stürmisch wie der Sturm auf den Reichstag.........wie in einem Wasserglas...

>>"Es besteht kein Zweifel daran, dass Präsident Trump praktisch und moralisch die Randale provoziert hat"<<

Doch!

Mehr muss ich zu diesem Verfahren nicht sagen.

@09:59 von teachers voice

"Dabei blenden Sie und andere aus, dass es den „Stürmern“ und Trump darum ging, den „Verrätern“ im Kongress zu zeigen, wer im Land die Macht hat. Was wäre denn passiert, wenn die Stürmer nicht mit gezogenen Waffen vom Eindringen in die Sitzungssäle gehindert worden wären und damit die „Stürmer“ „erfolgreich“ gewesen wären?"

Sagen Sie´s uns. Meine Meinung ist, dass man mit 500 Leuten? keine Revolution machen kann. Alle Trump-Wähler irgendwie bei Alt-Right, Q und sonst wie einzuordnen ist halt kontrafaktisch. ist halt Mittel zum Zweck um die Bedrohung der Bedrohung der Demokratie Nachdruck zu verleihen. Während des Wahlkamps hat das ja wenigstens noch strategisch Sinn ergeben.

Demokratiekrise

"Nirgends ist die Gefahr der Herdenmentalität so gering wie in den USA.
Das Land bleibt demokratisches Vorbild für die Welt, auch wenn man sich anderswo einbildet, man sei was besseres.

Wer glaubt die Demokratie sei in den USA in Gefahr (oder in Gefahr gewesen), der hat die langlebigste Demokratie der Welt einfach nicht verstanden."

Wenn bei den Trumpanhägern kein Herdentrieb deutlich wird, weiß ich nicht wie, er sich äußen sollte. Die veraltete Verfassung kann nun wirklich kein Vorbild sein. Langlebigkeit ist
keine Überlebensgarantie. Sie haben die Tiefe der Krise der liberalen Demokratien - nicht nur in den USA - niht erfasst und versuchen sie, mit Floskeln beiseite zu drängen.

Die "Takeaways" des Impeachmentverfahrens liegen auf ...

... der Hand:

  • den Opfern des Aufruhrs und ihren Angehörigen widerfuhr Gerechtigkeit indem die fatalen Vorgänge vom 6. Dezember öffentlich aufgearbeitet wurden
     
  • Die Verantwortung Trump's für die monatelang anhalten Versuche, die US-Verfassung zu umgehen und sich auf illegale Weise den Machterhalt zu sichern, wurden für die US-Öffentlichkeit transparent gemacht
     
  • Beide Kammern des US-Kongresses, also das Repräsentantenhaus und der Senat haben Trump mehrheitlich für seine Taten verurteilt.
  • @wolf 666, 9:24 (vorheriger Artikel)

    „[...] Warum also die zig Wochen währende Kampagne?
    Man wollte Rache üben und nachtreten, so meine ich.
    Nur das diese US-Demokraten und ihre Leitmedien in Übersee und Europa das Land damit noch weiter gespalten haben, steht für mich auch außer Frage.
    Schließlich hat man mit Trump auch seine Wähler (ca. 50% der US-Wahlberechtigten) sprich ca. die Hälfte der US-Bürger kriminalisiert und mit Dreck beworfen.“

    Das Verfahren diente dem Prüfung und ggf. Verurteilung von Trumps Taten am, aber auch schon vor dem 6.1.21. Die Probleme des Verfahrens, nämlich einer Jury der Senstor_innen, sollten kein Grund sein, die Prüfung zu unterlassen.

    Mit Rache hatte das in meinen Augen nur nachrangig zu tun. Und mit denen, die Trump gewählt haben, schon gar nicht. Niemand wird durch eine Anklage gegen den, den man gewählt hat, auch kriminalisiert. Zugleich könnte einem das zu denken geben.

    Das Impeachment war eine

    Das Impeachment war eine Farce. Erst einmal muss sich das Volk von der politischen und gesellschaftlichen Spaltung erholen. Dann werden die Republikaner mit Herrn Trump abrechnen müssen, um sich neu zu positionieren.

    @viefalt, 09:58

    Das schlechte Gewissen, das die Reps nach der Abstimmung trugen, war greifbar. Sie wussten genau, dass Trump zu einem Staatsstreich aufgerufen hatte und schuldig zu sprechen war. Allein das eigene Karrieredenken und die Angst vor Trumps gewalttätigen Schlägertrupps ließen sie untätig sein und nicht ihrem Gewissen folgen. Trump ist „verbrannt“ und geächtet, daran ändert auch sein Freispruch zweiter Klasse nichts. Die Demokratie und der Rechtsstaat haben aber gelitten, weil die Reps einmal mehr kein Rückgrat gezeigt haben. Ein Haufen von Opportunisten und Vasallen. Umso respektabler die kleine Zahl der Abweichler, die für den Schutz der Verfassung eingestanden sind. Es gibt sie also noch, die aufrechten Demokraten - auch unter den Reps.

    Am 14. Februar 2021 um 10:06 von pemiku

    Eine Demokratie kann man mit demokratischen Prozessen nicht mit Füßen treten. Was man hätte machen können oder wie man hätte abstimmen müssen ist nicht die Frage er wurde im für solche Fälle vorgesehenen Verfahren freigesprochen und gut. Das sollte jeder Demokrat dann auch akzeptieren.

    um 09:58 von Vielfalt

    > Nirgends ist die Gefahr der Herdenmentalität so gering wie in den USA.
    Das Land bleibt demokratisches Vorbild für die Welt, auch wenn man sich anderswo einbildet, man sei was besseres. <
    - Gott, Sie blenden aber viel aus!

    @didib57, 10:35

    Das impeachment war ein notwendiger Klärungsprozess. Das kriminelle Handeln von Trump wurde schonungslos offengelegt. Letztlich war klar, dass ihn nur das politische Kalkül und die Angst um Leib und Leben vor einer Verurteilung schützen würde.

    Äußerst erhellend

    Die gesamten Vorgänge rund um den 06.01.2021 sind für jeden, der nicht gerade einfachst gestrickter Hurra-Patriot ist, äußerst aufschlußreich.
    Angesichts des "kurzen Prozesse", hätte man das noch am selben Tag erledigen können, waren ja alle da. Soviel zu Lagebeurteilung und Reaktionsfähigkeit.
    Hypothetisch, aber brennend interessant, bleibt die Frage ob es bei vertauschten Rollen anders gelaufen wäre.
    Gerade durch die namentliche Abstimmung haben sich einige merkwürdige Auffassungen bescheinigt, die der Wähler an der Urne würdigen kann.

    10:35 von

    10:35 von Didib57

    Entschuldigung, aber für mich wird " genau anders herum ein Schuh " draus .
    Die Menschen müssen von der Partei ( Reps ) erfahren, das sie sich öffentlich und transparent mit dem Thema auseinander setzt. Dann erst können die Wähler entscheiden, was sie denken.

    09:09, Nachfragerin, geschlossener Thread

    >>"Trotzdem stellten die sieben Abweichler die größte gleichzeitige Unterstützung beider großer Parteien dar, die es jemals bei einer Amtsenthebung gab."

    > Das ist falsch.
    Im ersten Amtsenthebungsverfahren der USA (1868 gegen den 17. Präsidenten Andrew Johnson) stimmten 35 Senatoren (65%) für die Amtsenthebung und 19 dagegen. Gegen Trump haben sich lediglich 57 Prozent der Senatoren ausgesprochen.<<

    Andrew Johnson war Demokrat. Die Republikaner hatten im Senat eine Zweidrittelmehrheit. Trotzdem scheiterte das Impeachment. Deswegen ist die Aussage, die Sie als falsch bezeichnen, richtig. Lesen Sie den Satz, den Sie zitieren, doch bitte noch einmal.

    @teachers voice - Es bleibt wirklich nur die Hoffnung.

    09:35 von teachers voice:
    "Nichts ist vorbei - es fängt erst an!"
    > Das hat schon vor vielen Jahren angefangen. Sonst wäre Trump nie Präsident geworden.

    "Was bleibt, ist die Hoffnung auf eine Neuorganisation der gesellschaftlichen Führung und damit eine Überwindung der Zweiparteienlandschaft [...]"
    > Ja, das wäre wünschenswert. Aber dazu wird es wohl nie kommen. Denn dazu müsste sich das politische System selbst abschaffen. Die beiden Parteien setzen aber auf Machterhalt.

    Was ist z.Z. Fakt?

    Das Donald in 4 Jahren wieder antreten kann.

    Ist nicht von mir gewünscht.

    Fakt ist auch, ob Donald dann wieder eine Chance hat hängt von Joe ab, Genauso wie auch Barack nicht unschuldig war an Donalds Wahl.

    Fazit wer solche ..... verhindern will sollte ausgewogen regieren.

    Ein Freibrief für DT...

    ...aber es bleibt ein Makel. Nicht nur für ihn, auch für die GoP.
    Es war voraussehbar und insofern für mich auch keine Überraschung, da ich denke, dass irgendwelche Überraschungen noch folgen werden, die jedoch die USA betreffen. Mr. Biden hat also eine schwere Bürde zu tragen, um sein Bestreben zu verwirklichen. Er erinnert mich ein wenig an Jimmy Carter, der auch danach strebte aber nicht vollenden konnte. Das war vor gut 40 Jahren.
    Was jetzt geschieht, da muss ich mich bedeckte halten, da ich mich nicht in die Gesellschaft der Spekulierer und Märchenerzähler einreihen möchte. Ich kann warten und mir in Ruhe meine eigene Meinung bilden.

    10:35 von Adeo60 // Umso

    10:35 von Adeo60

    // Umso respektabler die kleine Zahl der Abweichler, die für den Schutz der Verfassung eingestanden sind. Es gibt sie also noch, die aufrechten Demokraten - auch unter den Reps. //

    Da habe Sie eindeutig recht.
    Möglicherweise sollten die Demokraten diese Kontrahenten mit in Ihre Arbeit einbinden und damit der Bevölkerung zeigen, das das so richtig war ?

    Ich sehe aber auch hier ein ähnliches Problem auf uns zu kommen. Die gleiche Masche wie bei " the great präsident ever "!

    "https://www.tagesschau.de/investigativ/kontraste/usa-afd-wahlbetrug-101.html"

    um 10:27 von karlheinzfaltermeier

    ,,Trump war nicht der erste und wird nicht der letzte Präsident sein, dessen Verhalten für uns kritikwürdig ist, aber seine Einstellung und sein Denken deckt sich eben mit einem Großteil der Bevölkerung . Die war nämlich froh einen Mann an der Spitze zu wissen, der so dachte und so sprach, wie sie selbst es gerne täten. Trump verlängert nur die Liste der Heuchler und Lügner, die eben deswegen zum Präsidenten gewählt wurden."

    Das versteht man schon in Deutschland, wenn ich die Meinungen hier zu diesem Thema auch nur ein wenig repräsentativ nehme. Daß sich Trumps Handeln und ,,Denken" mit den Zielen, Wünschen, Einstellungen und Hoffnungen von dem Teil des Wahlvolks deckt, das außer Jobs und Stolz auf die USA keine großen Ansprüche an seine Politik stellt, ist genauso bekannt wie sein unzuverlässiges und erratisches Verhalten. Das und genau das hatte auch Hitler erreicht in den 30ern und vielleicht kann der kritische Geist bei uns auch gerade deshalb sehr gut unterscheiden.

    Am 14. Februar 2021 um 10:18 von Emil67

    Es hat nicht mal jemand geglaubt, dass das anders ausgeht-es hat jeder genau gewusst.
    Aus diesem Grund nennt man so etwas Symbolpolitik. Nutzlos und teuer, denn am Ende bleibt ein Ex Präsident, der in zwei Impeachmentverfahren freigesprochen wurde.
    Im Umkehrschluss haben die Demokraten zwei mal verloren.

    Re: Vielfalt am 14. Februar 2021 um 09:58

    "...Wer glaubt die Demokratie sei in den USA in Gefahr (oder in Gefahr gewesen), der hat die langlebigste Demokratie der Welt einfach nicht verstanden."

    Die ist dann aber offensichtlich auch nicht leicht zu verstehen, sonst hätten Sie sie uns hier bestimmt mal ganz kurz und verständlich erklärt. Immerhin scheint es dort relativ viele zu geben, die glauben legitimiert zu sein Mehrheitsentscheidungen mit Waffengewalt umstoßen zu dürfen, wenn sie ihnen persönlich nicht gefallen. Ein originelles Verständnis von Demokratie. Bemerkenswert auch die Wertvorstellungen von Leuten wie diesem Jake Angeli, der das Kapitol mit gehörnter Coyotenfellmütze stürmte und sich dann darauf herauszureden versuchte, dass er sich darauf verlassen hätte im Zweifelsfall von seinem "Maximo Leader" Trump begnadigt zu werden. Er rechnete also mit einem Persilschein für Hochverrat - ausgestellt durch den gerade demokratisch abgewählten Präsidenten. So was kennt man sonst nur aus Bananenrepubliken.

    "Freispruch 2. Klasse" greift eine Klasse zu hoch ...

    ... weil eine Verurteilung Trump's durch Mehrheiten in beiden Kammern des Kongresses und Mitch McConnells explizite Benennung von Trump's Verantwortung für die Vorgänge an der Ellipse von D.C. und nachfolgend bei den Gewalttaten im Kapitol eine eindeutige Sprache spricht.

    Insofern entspricht das Ergebnis allenfalls einem "Freispruch 3. Klasse". Das weiß auch ein Donald Trump, der seinem öffentlichen Image immer besondere Beachtung schenkt, nur zu gut.

    "Freispruch" ist ein Euphemismus für einen verfahrenstechnischen Vorgang, welcher der öffentlichen Wahrnehmung in der US-Öffentlichkeit nach dem 57-43 Abstimmungsergebnis nicht entspricht.

    um 10:30 von morgentau19

    >"Es besteht kein Zweifel daran, dass Präsident Trump praktisch und moralisch die Randale provoziert hat"<<

    Doch!
    Mehr muss ich zu diesem Verfahren nicht sagen

    Man kann doch nicht ignorieren, dass Trump mit großer Mehrheit schuldig gesprochen wurde. Lediglich die Hürde einer 2/3-Mehrheit hat ihn vor einem Schuldspruch bewahrt. Sich aber jetzt als Sieger zu fühlen ist hochgradig paranoid.

    Trump will zurück kommen

    Eine schlimmere Drohung hätte er nicht aussprechen können.
    Bitte an die US Bürger,bewahrt die Welt vor diesem Unheil.

    Eigentor

    Wenn die Republikaner Trump hier schuldig gesprochen hätten, wäre er vermutlich innerhalb einiger Monate komplett aus den Medien verschwunden.
    Jetzt aber wird er auf Jahre hinaus das Schwergewicht der Partei bleiben, und solange er da ist, sind auch die 80+ Millionen Wähler zur Stelle, die ihn ablehnen.
    Und da die GQP sowieso nur von einer Minderheit der Amerikaner unterstützt wird (ohne das absurde Wahlsystem hätten die DEMs die letzten 20 Jahre ununterbrochen House, Senate und White House kontrolliert), und da diese Minderheit durch den demographischen Wandel auch noch schrumpft, isses wohl vorbei mit der GQP.

    Sie haben noch einmal soviel Schaden angerichtet, wie sie konnten, aber nu reicht es auch.

    Good Riddance.
    _

    10:10, Cosmopolitan_Citizen

    >>1. Die sozio-ökonomischen Treiber ...
    für dessen [des Trumpismus] Entstehung liegen in der Selbstblockade des Systems. Die Menschen im mittleren Westen, deren Jobs im Zuge von Automatisierung, Globalisierung und Produktivitätsfortschritt unter Druck kamen, rebellierten nicht pauschal gegen Globalisierung und Migration. Aber sie fühlten sich im Stich gelassen, weil ihnen die Politik weder Investitionen zur Strukturveränderung noch die soziale Abfederung gewährten.<<

    Weshalb beispielsweise im Ruhrgebiet, welches von ähnlichen Entwicklungen wie der "Rust Belt" und die US-Bergbaugebiete gebeutelt wurde, keine vergleichbare rechtspopulistische Bewegung entstand. Denn es gab Strukturprogramme, die die Umbrüche abfederten, und es gibt ein Sozialsystem, welches Leute auffängt. Auch wenn Gerhard Schröder mit seinen Reformen hinter Bismarck zurückgefallen ist, ist dies im Vergleich zu den USA fast paradiesisch zu nennen.

    10:14 von Anderes1961 | US- Geschichte und Realität als Beleg

    Und wenn Sie glauben, das schiere Alter der Demokratie würde vor Despoten schützen, ist das ebenfalls ein fataler Irrtum, wie ein Blick in die Geschichte zeigt.

    Nur, die Geschichte und die heutige Realität der USA belegen meine These.

    Ich bin mir sehr sicher, wäre der Sturm auf das Capitol erfolgreich verlaufen, wäre Trump mit fliegenden Fahnen dorthin gezogen und hätte versucht, die Macht zu übernehmen

    In echten Demokratien kann es manchmal chaotisch werden. Das ist auch ein Druckventil. Und das Vorhandensein dieses Druckventils erklärt die Langlebigkeit der US Demokratie. Das rechtfertigt in keiner Weise Gewalt, wie die Erstürmung der Innenstädte im Sommer oder des Kapitols im Januar. Sondern, dass die Alternativen zu diesem Druckventil viel schlimmer sind, nämlich Unterdrückung und/oder ein katastrophaler Knall.

    Menschen in Ländern, die letztere erlebt haben, projizieren diese Erfahrungen dann auf die USA. Dabei geht es eigentlich gar nicht um die USA

    um 10:36 von Hanno Kuhrt

    …Eine Demokratie kann man mit demokratischen Prozessen nicht mit Füßen treten. Was man hätte machen können oder wie man hätte abstimmen müssen ist nicht die Frage er wurde im für solche Fälle vorgesehenen Verfahren freigesprochen und gut. Das sollte jeder Demokrat dann auch akzeptieren.

    Sie meinen, wie Trump nach wie vor gebetsmühlenartig sein Mantra einer manipulierten Wahl verbreitet wäre vorbildlich und gut iss...?

    Am 14. Februar 2021 um 10:17 von Bender Rodriguez

    mag sein ! es wird kandidieren, ob es aber durch die vorwahlen kommt, ist eine andere frage !

    @ Old Lästervogel, um 10:13

    "Welche Art "Typen" waren

    diese Kapitolstürmer? Vergleichbar mit Rechts/Linksradikalen in der Eu? Bei der Besetzung der Reichstagstreppe in Berlin war man bei uns auch schon fast so weit."

    Ja sicher, schnell woanders hin zeigen, auch wenn es im Artikel nicht darum geht.
    Das mit Berlin wurde doch nun mehr als ausgiebig "behandelt" und verurteilt.

    der Fehler wird den Republikanern schwer schaden

    Trump wird so ein Alptraum ohne Ende und wie ein Untoter immer wieder auftauchen.
    In den nächsten Wahlen wird er Unfrieden schüren.
    Wankelmut und Angst sind schlechte Ratgeber. Leider haben das die Republikaner nicht begriffen.
    Weder rechts noch links der Mitte gewinnt man Wahlen.
    Wie oft lässt sich die Masse noch aufpeitschen und polarisieren, zu 75 Mio Wähler?
    Ich hoffe Biden macht endlich eine Politik für Alle.

    @10:36 von Hanno Kuhrt

    "Eine Demokratie kann man mit demokratischen Prozessen nicht mit Füßen treten. Was man hätte machen können oder wie man hätte abstimmen müssen ist nicht die Frage er wurde im für solche Fälle vorgesehenen Verfahren freigesprochen und gut. Das sollte jeder Demokrat dann auch akzeptieren."

    Ich verstehe was sie meinen. Allerdings halte ich dieses Instrument an sich für ziemlich demokratie-unwürdig. Hier wird ein Pseudo-Rechtsverfahren vorgeführt obwohl das politische Ergebnis bis auf die letzte Stimme vorher feststand. Recht und Politik getrennt zu halten wäre schlauer. Auch wenn bei uns das Instrument des Misstrauensvotums etwas anders funktioniert ist es zumindest ähnlich und wesentlich eleganter.
    Ich glaube in den USA sind gerade alle unzufrieden, trotz "Freispruch".

    Trump wurde freigesprochen

    Trump wurde freigesprochen und das muss eben akzeptiert werden. Ob es dem Deutschen Mainstream passt oder nicht.

    @10:12 von Ritchi

    „es ist rein den Abgeordneten überlassen, wie sie entscheiden.“

    Das halte ich für zu kurz gedacht. Ich würde dem voll und ganz zustimmen, wenn die Abstimmungen im Senat geheim wären. Sie sind aber namentlich.

    Während bei geheimer Abstimmung jeder frei nach seinem Gewissen, und zwar nach seiner Ansicht in der Sache, über die abgestimmt wird, entscheidet, spielen bei namentlicher Abstimmung nicht direkt zur Sache gehörende Aspekte u. U. sogar die Hauptrolle, besonders, wenn der Abstimmende Familie hat und befürchten muss, dass ihm Radikale (zu denen zähle ich den teils bewaffneten Trump- und MAGA-Mob) auch die private Zukunft und die seiner Kinder zu Hause zur Hölle macht.

    „keinen A in der Hose“ trifft in diesem Fall eindeutig zu.

    Mich würde wirklich interessieren, wie eine geheime Abstimmung ausgegangen wäre.

    „Allerdings stimmten gleich sieben Republikaner im Senat gegen ihn. Und nicht alle, die für ihn stimmten, halten ihn für unschuldig“

    Warum haben sie dann für ihn gestimmt?

    10:14, Olivia59 @09:25 von fathaland slim

    >>Das macht´s natürlich einfach, seinen Erfolg einfach auf die Popularität zu schieben. Dann braucht man natürlich auch nichts an seiner eigenen Politik ändern. Das ist ignorant und nicht intelligent.<<

    Trump ist aus den gleichen Gründen gewählt worden wie alle grob ähnlichen Figuren der Geschichte, auch unserer eigenen. Und immer behaupteten die nicht ganz so offenen Unterstützer dieser Gestalten, sie wären ja bloß gewählt worden, weil die so genannten Etablierten versagt hätten. Dies ist Teil der Propagandaerzählung. Einer antidemokratischen Propagandaerzählung. Gerichtet an Menschen, die nicht verstehen, daß Demokratie eine Küche und kein Buffet ist.

    >>"Nein, nicht wegen der Wähler, die sind diesen Abgeordneten wohl eher egal. Sondern wegen des Gewähltwerdens."
    Das kommt doch auf´s selbe raus. Welchem Zweck dient diese Wortklauberei?<<

    Nein, es ist ein Unterschied, ob jemand etwas wegen der Wähler oder wegen des Gewähltwerdens tut. Ersteres erwarte ich von einem Politiker.

    @10:55 von MartinBlank

    "Eigentor
    Wenn die Republikaner Trump hier schuldig gesprochen hätten, wäre er vermutlich innerhalb einiger Monate komplett aus den Medien verschwunden."

    Falsch.
    Nur die Medien können Donald aus den Medien verschwinden und somit unwichtig machen.
    Nur, Quote ist nun mal alles.

    Wenn die Medien, auch unsere Donald nicht mehr erwähnen und Joe ausgewogen regiert, ist alles im Lot.

    @ Hanno Kuhrt, um 10:15

    "Freispruch 2.Klasse
    gibts nicht. Immerhin gab es ein Verfahren wegen schwerer Verfehlungen im Amt.
    Frau v.d. Leyens Verfehlungen kosten tausende Menschenleben aber da ist alles gut. Ein Amtsenthebungsverfahren wäre das mindeste-sieht die EU Verfassung allerdings gar nicht vor und nun gibt es nicht mal einen Untersuchungsausschuss-dass nur für alle sie hier wieder von Krähen und Pattexpolitikern schreiben werden."

    Es ist doch immer wieder voraussagbar, dass aus der rechten pol. Ecke reflexartig die gleichen "Argumente" angeführt werden, indem sofort in eine andere Richtung gezeigt wird, die zwar nichts mit dem Thema zu tun hat, wo aber doch auch...

    Das beweist die Hilflosigkeit in der eigenen Argumentation, nichts weiter.

    Und ja:
    Das i s t ein Freispruch 2. Klasse, ganz sicher!
    Obwohl der an Trumps Selbstvertrauen nichts ändern wird; dafür müssen dann die Gerichte sorgen, bei denen die künftigen Verfahren gegen Ihren vorbildlichen Präsidenten verhandelt werden.

    @teachers voice - Die Erstürmung war erfolgreich!

    09:59 von teachers voice:
    "Dabei blenden Sie und andere aus, dass es den ,Stürmern' und Trump darum ging, den ,Verrätern' im Kongress zu zeigen, wer im Land die Macht hat."
    > Diese "Stürmer" sind reingekommen, weil das Capitol nicht geschützt wurde. Wenn man nur die Hälfte des Aufwands betrieben hätte, den es zur späteren Amtsübergabe gab, dann wäre das nie passiert.

    "Was wäre denn passiert, wenn die Stürmer nicht mit gezogenen Waffen vom Eindringen in die Sitzungssäle gehindert worden wären [...]"
    > Das ist nie passiert. Die laufende Sitzung wurde unterbrochen, der Saal evakuiert und später von diesem Mob besetzt.

    "[...] und damit die ,Stürmer' ,erfolgreich' gewesen wären?"
    > Die waren doch erfolgreich! Sie haben das Capitol erstürmt, herumrandaliert, Parolen geschrien und ihre kollektive Dummheit für die Nachwelt fotografiert und gefilmt.

    Dass unorganisierte Randale keinen Einfluss auf das Wahlergebnis haben können, sollten Sie wissen.

    So mancher Republikaner- und

    So mancher Republikaner- und Trump-Fan sollte sich zu Gemüte führen, was der republikanische Minderheitsführer im Senat, Mitch McConnell, sagte: Trump ist "praktisch und moralisch" für die Erstürmung des Kapitols durch seine Anhänger verantwortlich. An seiner Schuld bestehe kein Zweifel.
    Dass McConnell entgegen der geltenden Rechtslage das Impeachment-Verfahren für rechtswidrig hält, ist nicht nachvollziehbar und letztlich wohl nur reinem politischen Kalkül geschuldet.

    10:18, Emil67

    >>Mal ehrlich
    wer hat geglaubt daß das anders ausgeht?<<

    Niemand.

    Wirklich niemand.

    Sowohl hier als auch in den USA als auch im Rest der Welt.

    Trotzdem war der Prozess notwendig.

    Eines sollte hier mal

    klargestellt werden. Jetzt über die Republikaner herzuziehen was das Zeug hält, halte ich für äußerst gefährlich. Hat mit Diplomatie überhaupt nichts zu tun. Wer weiß denn, wer als nächstes gewählt wird. Man sollte dieses Hintertürchen nicht zerstören.

    Eine historisch beispiellose "Hexenjagd" fand tatsächlich ...

    ... statt. Aber nicht auf Donald Trump, der diesen Terminus der Auto-Viktimisierung bei jeder Gelegenheit aus der Kiste kramt.

    Es ist auch nicht der Sturm auf das Kapitol, nicht das Einbrechen von fanatisierten Gewalttätern, die mit Leitern, Rammböcken, Handschellen und Stricken "bewaffnet", "Hang Mike Pence!" skandierend in die Räume des Kapitols einbrachen. Dafür gibt es präzisere und juristisch fassbare Begriffe.

    Anwendbar ist der Terminus aber auf das, was das Messaging von Trump auf seine "Base" bewirkt.

    Standhafte, republikanische Beamte, wie der für die Wahlorganisation verantwortliche Secretary of State von Georgia, Brad Raffensperger wurden beschimpft, verfolgt und erhielten Todesdrohungen. Für die Tasache, dass er sich weigerte, für Trump 11.780 Stimmen zu er(finden).

    Der Govenor von Arizona, Doug Ducey, wurde von den Trump-Anhängern in Arizona's GOP mit einem "Censure" bestraft, weil er die Korrektheit der Wahl zerifizierte.

    That's witch hunt.

    Warum sollte es ein Freispruch 2.Klasse sein

    Fakt ist doch, dass die Demokraten keine Mehrheit für ein m.E. fragliches Verfahren bekommen haben. Einen Präsidenten nach dem Ende seiner Amtszeit abzuwählen ist ein sehr fragwürdiger Akt.

    Er zeigt eher, dass die Angst der Demokraten Trump könnte in 4 Jahren zurückkommen, riesig groß ist. Und vielleicht ist dies sogar berechtigt wenn viele feststellen, dass unter Biden der Ton zwar freundlicher und diplomatischer ist, letztendlich aber die Gräben in der Gesellschaft nicht zugeschüttet wurden.

    Wenn in einigen Monaten Corona in USA zu Ende ist, werden die Menschen dort ihren Präsidenten eher an den wirtschaftliche Erfolgen messen als am freundlicheren Ton. denn im Gegensatz zu einigen Ländern in Europa, ist der wirtschaftliche Fall dort bei Arbeitslosigkeit sehr tief. Und das zählt letztendlich für die Wähler und nicht die Befindlichkeiten der restlichen Welt.

    Ich wage zu prophezeien, das in 4 Jahren Trump wie Phönix aus der Asche aufsteigt und wir alle verdutzt schauen werden.

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    Marsch auf die Feldherrnhalle

    - diese Assoziation kam mir beim Sturm aufs Capitol.
    Es war der Probelauf, ob man diesen "lästigen Unsinn", wie Wahlen und Demokratie endlich sein lassen kann auf dem Wege zur absoluten Macht.
    Schließlich hatte er ja ein klares Programm: "America first", bei dem er die Mehrheit der US-Bürger hinter sich wusste. Sein politischer Vorgänger kämpfte gegen das "Schanddiktat von Versailles" - auch damit hatte er die Mehrheit in D. hinter sich. "Deutschland über alle(s)" war nur die logische Fortsetzung.

    In meinem Verständnis ist DT nur der Ausdruck einer Zerrüttung eines Systems, das viele Webfehler seit seinem Beginn eines angestrebten demokratischen Systems bis heute konservierte.

    DT ist nicht die Ursache, sondern die bisher deutlichste Erscheinung der Zerrüttung der Gesellschaft in den USA.
    Ich bezweifele, dass die gegenwärtigen "großen Persönlichkeiten" beider Parteien die Lösung sind.

    Gruß, Wolfgang

    @Bürger2013

    "
    Am 14. Februar 2021 um 11:02 von Bürger2013
    Trump wurde freigesprochen

    Trump wurde freigesprochen und das muss eben akzeptiert werden. Ob es dem Deutschen Mainstream passt oder nicht."

    Nein, wurde er nicht. Er wurde mit einfacher Mehrheit (57:43) für schuldig befunden. Es reichte nur nicht für die 2/3 Mehrheit um ihn künftig von allen Ämtern ausschließen zu können und das muß eben akzeptiert werden, auch wenn es den deutschen Trump-Fans nicht paßt.

    @Olivia59

    „[@fathaland slim, 9:25 ...]
    "Nein, nicht wegen der Wähler, die sind diesen Abgeordneten wohl eher egal. Sondern wegen des Gewähltwerdens."
    Das kommt doch auf´s selbe raus. Welchem Zweck dient diese Wortklauberei?“

    Ich sehe einen Unterschied, nämlich in der Perspektive, die die Senatoren einnehmen.
    Geht es ihnen um die Wähler, die sie vertreten, oder letztlich uns eigene Vorankommen und damit darum, nächstes Mal auch wieder gewählt zu werden, von wenn auch immer.

    Oder sehr zugespitzt um ein Staats- und Dienstverständnis: diene ich den Menschen und dem Staat oder benutze ich die Stimmungen der Menschen, um mir den Staat möglichst lang zur Beute zu machen?

    Wenn es so gemeint war, ist es weit mehr als Wortklauberei!

    Trump wurde freigesprochen

    und nun kann er sich neuen politischen Aktivitäten wieder zuwenden.

    11:02, Bürger2013

    >>Trump wurde freigesprochen und das muss eben akzeptiert werden. Ob es dem Deutschen Mainstream passt oder nicht.<<

    Der Deutsche Mainstream, was immer das auch sein soll, ist für das, was in den USA passiert, komplett irrelevant.

    Das dürfte allgemein bekannt sein.

    Allerdings darf jeder Mensch in Deutschland, ob Mainstream oder nicht, eine Meinung zu diesem Thema haben und diese auch kundtun. Das nennt sich Meinungsfreiheit. Die ist in Demokratien generell üblich. Beschäftigen Sie sich doch mal ein wenig mit diesem überaus interessanten Konzept. Es lohnt sich!

    Falls Sie das Konzept mißverstehen sollten:

    Aus der Tatsache, daß Sie das Recht haben, Ihre Meinung frei zu äußern, lässt sich keinerlei Verpflichtung für irgendwen ableiten, diese Ihre Meinung auch zu veröffentlichen. Dafür müssten Sie dann im Zweifelsfall schon selbst sorgen.

    @Nettie

    "Am 14. Februar 2021 um 11:05 von Nettie
    Machtkalkül oder Feigheit aus Angst vor den „Konsequenzen“?

    „Allerdings stimmten gleich sieben Republikaner im Senat gegen ihn. Und nicht alle, die für ihn stimmten, halten ihn für unschuldig“

    Warum haben sie dann für ihn gestimmt?"

    Weiß ich nicht, niemand kann in die Köpfe von Menschen gucken, ich auch nicht. Aber zum Beispiel weil sie - wie Mitch McConnell, der seine Entscheidung begründete - Trump zwar für schuldig halten, das nachträgliche Impeachmentverfahren aber dennoch für verfassungswidrig ansehen. Wäre eine mögliche Erklärung.

    @Humanokrat, 10:29

    „Zitat: ‚Nirgends ist die Gefahr der Herdenmentalität so gering wie in den USA.‘

    Hmmm, 74 mill. US Amerikaner wählen zum zweiten Mal eine notorischen populistischen Lügner zum Präsidenten? Sehr wenig einleuchtend was Sie da schreiben.

    Zitat: ‚Wer glaubt die Demokratie sei in den USA in Gefahr (oder in Gefahr gewesen), der hat die langlebigste Demokratie der Welt einfach nicht verstanden.‘

    Ich bitte um Nachsicht, wenn ich in meiner simplen Einfalt das Erstürmen eines Parlaments durch Verehrer dieses notorischen Populisten als Gefährdung von Demokratie bewerte, erst recht, wenn dies durch seine Anhänger in jenem demokratischen Parlament dann nicht verurteilt wird.

    Wenn man ihren Post liest scheint die Gefahr der Herdenmentalität jedenfalls höher denn je.“

    Ich stimme Ihnen in Ihren Ausführungen unbedingt zu.

    11:49, Wolfgang GA

    >>Ich bezweifele, dass die gegenwärtigen "großen Persönlichkeiten" beider Parteien die Lösung sind.<<

    Große Persönlichkeiten sind in einer Demokratie niemals die Lösung.

    11:08 von fathaland slim

    <<< 10:14, Olivia59 @09:25 von fathaland slim

    >>Das macht´s natürlich einfach, seinen Erfolg einfach auf die Popularität zu schieben. Dann braucht man natürlich auch nichts an seiner eigenen Politik ändern. Das ist ignorant und nicht intelligent.<<

    Trump ist aus den gleichen Gründen gewählt worden wie alle grob ähnlichen Figuren der Geschichte, auch unserer eigenen. Und immer behaupteten die nicht ganz so offenen Unterstützer dieser Gestalten, sie wären ja bloß gewählt worden, weil die so genannten Etablierten versagt hätten. Dies ist Teil der Propagandaerzählung. Einer antidemokratischen Propagandaerzählung. <<<

    .-.-.-.

    Das scheint mir ziemlich den Kern getroffen zu haben. Danke.

    Das Scheitern von Trump’s Versuch eines „kalten Putsches“ war …

    … seinem Dilettantismus geschuldet.

  • die Integrität der Wahlen ohne Beweise in Frage stellen wurde von Gerichten (noch) verhindert.
  • Verbündete in den Bundessstaaten-Kongressen bei der Feststellung der Electoral Votes am 14 Dec. zum Verfassungsbruch aufzurufen und Elektoren „auszutauschen“ scheiterte an wenigen standfesten Playern.
  • Senats-Mehrheitsführer M. McConnell/VP Pence zum Bruch ihres Eides aufzufordern und Elektoren zu tauschen, war Anstiftung zum Verfassungsbruch. Noch gescheitert.
  • die Erwägung, das Kriegsrecht auszurufen, wie es die Trump-Berater M. Flynn/R. Giuliani empfohlen haben, schafften es bis zu einer internen Beratung im Oval Office und scheiterte an den Signalen des Stabschefs der Streitkräfte M. A. Milley, dabei nicht mitzuspielen.
     
    Das Playbook, die „Fehler“ auf Personenebene zu „korrigieren“, ist im Gange. Expemplarisch erhält Brian Kemp, Governor von Georgia, für seine Standhaftigkeit einen Trump-selektierten Gegekandidaten.
  • 11:11 von dummschwaetzer //

    11:11 von dummschwaetzer

    // Fakt ist doch, dass die Demokraten keine Mehrheit für ein m.E. fragliches Verfahren bekommen haben. //

    Beide Häuser ( Repräsentantenhaus sowie Senat ) haben die Rechtmäßigkeit des Verfahrens bestätigt !
    Sollte man einfach mal akzeptieren.
    Ebenso, das Mr. Trump mit 57 zu 43 Stimmen schuldig gesprochen wurde.
    Corona in den USA vorbei ?? Hier heißt es immer , das ist nie vorbei - warum also in den USA ?

    Und " Ihre Prophezeiung " hat der EX bereits erfüllt - er hat " angedroht " in ein paar Monaten .... ( Artikel lesen soll helfen ! ).

    @11:08 von fathaland slim

    "Trump ist aus den gleichen Gründen gewählt worden wie alle grob ähnlichen Figuren der Geschichte, auch unserer eigenen. Und immer behaupteten die nicht ganz so offenen Unterstützer dieser Gestalten, sie wären ja bloß gewählt worden, weil die so genannten Etablierten versagt hätten. Dies ist Teil der Propagandaerzählung. Einer antidemokratischen Propagandaerzählung. Gerichtet an Menschen, die nicht verstehen, daß Demokratie eine Küche und kein Buffet ist."

    Erstmal halte ich die Gleichsetzung jedes nationalistischen Populisten mit Hitler und Holocaust für groben Unfug. Wenn man sich dennoch darauf einlösst, dass es sich um das selbe Phänomen handelt ist zu konstatieren, dass diese Figuren nur aus Krisensituationen heraus reüssieren können wo es Leute gibt, die vom anderen politischen Spektrum keine Antworten mehr für ihre Probleme erwarten. Das ist übrigens die Umschreibung für "etabliert" - damit sie sich nicht wieder "dumm" stellen um den Diskurs zu unterbrechen.

    @dummschwaetzer

    "
    Am 14. Februar 2021 um 11:11 von dummschwaetzer
    Warum sollte es ein Freispruch 2.Klasse sein

    Fakt ist doch, dass die Demokraten keine Mehrheit für ein m.E. fragliches Verfahren bekommen haben. Einen Präsidenten nach dem Ende seiner Amtszeit abzuwählen ist ein sehr fragwürdiger Akt. "

    Nein, ist es nicht. Ein Präsident ist bis zur letzten Minute seiner Amtszeit verantwortlich für das, was er tut. Daß das Verfahren nach seiner Amtszeit durchgeführt wurde, ist ein Zeitproblem, nicht ein Problem der Verantwortung.

    Der deutsche Mainstream?

    @ Bürger2013:
    Trump wurde freigesprochen und das muss eben akzeptiert werden. Ob es dem Deutschen Mainstream passt oder nicht.

    Der deutsche Mainstream lacht sich eins. Freispruch 2. Klasse für einen Anstifter, weil sich seine Wasserträger nicht trauen, Recht zu sprechen.

    11:02 von Bürger2013

    «Trump wurde freigesprochen und das muss eben akzeptiert werden.
    Ob es dem Deutschen Mainstream passt oder nicht.»

    Auch Sie haben es nicht verstanden, obwohl es so einfach ist.
    Mit dem Deutschen Mainstream hat es gar nichts zu tun.
    Nicht mal damit, wie man persönlich politisch zu Trump steht.

    Zu tun hat es was mit Zahlen und Mathe.

    Waren 100 Senatoren = Richter, die über eine Anklage zu entscheiden hatten.
    57 votierten für "schuldig" im Sinn der Anklage.
    43 stimmten mit "nicht schuldig".
    Also wurde er schuldig gesprochen, und nicht freigesprochen.
    Sehr simpel Mathe das.

    Für "impeached" hätten es allerdings 67 Senatoren = Richter sein müssen, die für "schuldig" votiert hätten. So viele haben das aber nicht getan.

    Ist wie bei einem letzen Spiel im Sport, bei dem Team (X) mit 17 Toren / Punkten Vorsprung gewinnen müsste, um Meister zu werden / den Abstieg zu vermeiden.

    Das Spiel gewinnen sie aber nur mit 7:0.
    Ziel nicht erreicht … aber erst recht nicht dieses Spiel verloren !

    Damit kann Trump einpacken

    57 zu 43 für schuldig der Anstiftung zur Gewalt.

    Damit braucht der Wahl Verlierer Trump nirgendwo mehr antreten.

    Darstellung: