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Wettkampf

Ist das jetzt die neue Europameisterschaft? Wer impft am meisten? Ist ja schön, so ein Ranking, aber 1,5% mehr Geimpfte in Dänemark entspricht ziemlich genau der Menge an Menschen, die in D pro Tag geimpft werden.

Angesichts des "Ruckelns" bei der Lieferung scheint mir das Zurücklegen der 2. Dosis eine gute Idee zu sein. Wer vor 3 Wochen alles damals Gelieferte weggeimpft hat, der hat diese Woche bei der Zweitimpfung ein Problem. So leer, wie die Impfzentren derzeit sind, kann man den Rückstand bei gesicherter Lieferung schnell aufholen. Wenn man z.B. nichts mehr zurücklegen muss.

Also zum Trost - vielleicht holt D in der 2. Halbzeit auf. Und ansonsten ist es, finde ich, echt egal, wenn Malta oder Dänemark eine Woche früher mit dem Impfen fertig sind.

Am "Einlademanagement" könnten so manche Bundesländer aber offensichtlich noch arbeiten.

Warum befindet man sich im

Warum befindet man sich im Mittelfeld? Ist wie im Sport und in der Schule. Weil andere es besser machen und andere es noch schlechter machen. Genau dann landet man im Mittelfeld

08:27 von dr.bashir

da teile ich Ihre Meinung. Ob Malta oder Dänemark eine Woche früher ist, ist nicht der Aufregung wert. Wenn aber Israel 2 Jahre früher mit der Impfung fertig ist, dann gibt mir dass zu denken.

„Warum liegt Deutschland beim Impfen nur im EU-Mittelfeld?“

Deswegen: „In Dänemark kommt dazu der Vorteil, dass alle Patientendaten digitalisiert sind. Die Behörden können schnell und einfach auf die zentral gespeicherten Daten zurückgreifen - auch bei der Terminvergabe“ -und bei uns nicht.

„... [Auch] die Grünen-Abgebordnete Paulus.
hat praktische Erfahrung im Gesundheitswesen, als approbierte Apothekerin. Und sie gehört zu den deutschen Abgeordneten, die Konsequenzen fordern aus den Fehlern beim Impfstart. "Für das zweite Quartal, wo ja mehr Impfstoff zu erwarten ist, wäre es aus meiner Sicht unabdingbar, einen Plan zu haben, wieviel Impfstoff brauche ich wo? Wo leben wie viele Menschen, die zu einer Risikogruppe gehören? Denn nichts wäre ärgerlicher, als dass wir endlich genügend Impfstoff haben, aber die Menschen, die ihn am meisten benötigen, bekommen ihn nicht"

„Ärgerlicher“ ist da noch eine sehr freundliche Umschreibung. Zumal sich o.g. Gründe leicht abstellen ließen, der Wille, Gemeinwohl vor Parteiinteressen zu stellen vorausgesetzt.

@Schaefer - Wenn Israel früher fertig ist

Der Staat Israel hat 8,8 Mio Einwohner
und Deutschland zum vergleich ?

Übrigens wird der Vatikanstaat
mit 825 Einwohnern bestimmt erster :-)

@08:44 von Schaefer

Wenn aber Israel 2 Jahre früher mit der Impfung fertig ist, dann gibt mir dass zu denken

Also an die 2 Jahre glaube ich nicht. Aber klar, die sind schneller. Die Gründe dafür sind aber hinlänglich diskutiert. Mit den Dosen die D bisher geliefert bekommen hat (und die für uns zu wenig sind) können Sie 50% der israelischen Bevölkerung 1x impfen. Das heißt nichts anderes als, Pfizer hat bisher an Israel etwa so viele Dosen geliefert, wie an uns. Da wirken sich Produktionsproblemen weniger aus.

Und natürlich ist die Sache mit der Weitergabe der Daten für Pfizer/Biontech großartig. Wie soll man sonst die allseits geforderten Langzeitdaten für den Impfstoff bekommen. Ich kann mir aber vorstellen, was hier los wäre, wenn die Bundesregierung so etwas vereinbart hätte.

Israel hat genug andere Problemen. Man muss auch gönnen können.

Schaut mal Richtung Schweiz...

Unsere südlichen Nachbarn haben später mit der Impfaktion gestartet und uns bei der Impfquote nun weit überholt. Und das, obwohl sie pro Einwohner viel weniger Impfdosen bestellt hat als die EU. Auch stockt der Impfstoffnachschub deutlich weniger als bei uns. Sicherlich zahlt die Schweiz mehr pro Dosis, was wir sicherlich auch könnten, und hat bessere Verträge mit den Herstellern. Wir sind ja in den schlechten "best effort"-Verträgen der EU gefangen, die vielleicht für einen Teil der EU Staaten wegen der billigen Preise passen, uns aber keine Liefersicherheit bringen. Auch hat die Schweiz erst alle Impfwilligen digital erfasst und damit einen viel besseren Überblick über die Anzahl der zu Impfenden in den verschiedenen Prioritätsgruppen und vergibt dann die Termine. Das macht den Planungsprozess robuster, erspart viele Anrufe bei Hotlines und jeder Impfwillige weiß früh wann er dran. Vielleicht eine gute Option für uns, wenn Priogruppe 1 durch ist.

Lernen für 2.&3. Impf-Welle

Die Impfstoffe kommen erstmal knapp, diese Phase muss genutzt werden für ein besseres Impfmanagement, wenn nachher mehrere Tausende am Tag geimpft werden müssen.

Digitalisierung ist das Stichwort.
Call Service Center, fremde Hilfe, Anschreiben der "Erstimpfer" mit 2 fixen Terminen vorgegeben . Kein Wunschkonzert - die Gruppen 1 &2 & 3 dürften flexibel sein- zumal im Lockdown.

Grobplan, wann die Impfdosen eintrudeln, sollte vorliegen ( mit leichter Flexibilität).
Doch ein Best Case/Worse Case Szenario dürfte abzustimmen sein.

Ein paar Wochen später als andere sind schlimm genug, doch wenn man´s in diesem Jahr nicht hinkriegt wäre es ein echtes Armutszeugnis.

08:27 von dr.bashir Ich

08:27 von dr.bashir

Ich schließe mich Ihrem Kommentar sehr gerne an.

Impfen als Olympische Disziplin?

Es ist doch reine Energieverschwendung nun herzugehen und ein Impf-Ranking europa- oder gar weltweit aufzustellen.

Jeder weiß oder wird noch erfahren, dass die Anmeldung zum Impfen, vorsichtig formuliert: noch verbesserungswürdig ist. Da muss noch gebessert werden.

Der nötige Impfstoff ist im Anrollen, daher einfach weiterhin Ruhe bewahren, Maske auf und Abstand halten, so gut es eben geht.

@Schaefer

Israel hat etwa 2,5 mal die Einwohnerzahl von Berlin.

Bei gleicher Geschwindigkeit beim impfen bräuchte Deutschland knapp 10 mal so lang wie Israel bis alle dran waren.

omg

Sicher, bei den verabreichten Impfdosen je 100 Einw. liegen wir nur im Mittelfeld der EU. Das liegt aber daran, daß Dtl. halt 83Mio. Einw. hat.

Bei den insgesamt verabreichten Impfdosen liegt Dtl. auf Platz 1 der EU vor Italien und Spanien.

Alles eine Frage der Betrachtungsweise. -.-

Bares für Rares

@ dr.bashir 08:27 „Wettkampf“
Unter simplem Marketing-Aspekt wirkt sich die Knappheit eines Produkts und die Darstellung eines „Runs“ auf dieses extrem positiv auf die Nachfrage aus. Es ist zu befürchten, dass in den Sommermonaten, in denen respiratorische Viren keine nennenswerte Rolle spielen die Impfnachfrage drastisch absinken wird. Ich komme auf diesen Aspekt, weil ich in diesen Tagen zunehmend Plakatwerbung für Corona-Impfungen sehe: „Deutschland krempelt die Ärmel hoch“ Auftraggeber: Bundesministerium für Gesundheit. Ich musste schmunzeln...

Am 03. Februar 2021 um 08:51 von Nettie

Wenn die Grünen-Abgebordnete Paulus so viel
praktische Erfahrung im Gesundheitswesen hat, als approbierte Apothekerin, warum hat Sie und ihre Partei nicht darauf gedrungen früher zu bestellen.
Es ist so das vers. Parteien Anfang November als bei Biontech bestellt wurde nochmal diskutieren wollten über das Bestellverfahren!!

Es wäre gut wenn die Medien mal ein bis zwei Wochen nichts übers impfen berichten sollten das Ruhe eintritt!!!!!!

Weil man zu langsam war

Das staendige favorisieren europaeischer Loesungen hat sich Al's Bremsklotz erwiesen.

Die EU hat im Moment kein einheitliches Notfallmanagement fuer solche Krisen. Bis es so weit ist, und abgestimmt mit 27 Mitgliedsstaaten, muss jeder seinen eigenen Weg gehen. Ansonsten wirds langsam.

Wieso so negativ?

Es ist doch erst einmal positiv, dass sich so viele Menschen in Europa und der Welt impfen lassen. Wieso muss man sich fragen, weshalb D. nicht weiter vorne beim impfen liegt? Die Unterschiede sind doch marginal. Wir können nicht überall auf Platz 1 liegen. Für Europa stellt sich mir generell die Frage wieso man nicht vielmehr die Gesamtimpfquote anschaut als die der einzelnen Länder, die sich minimal unterscheiden. Stattdessen könnte man heraustellen wie viel wir in einer so kurzen Zeit geschafft haben. Von der Entwicklung des Impfstoffes über die Herstellung bis zu den ersten Impfungen. Dass es bei so einem großen Vorhaben zwischenzeitich zu Problemen kommt, ist selbstverständlich. Schließlich war die Pandem. nicht geplant. Es stört mich, dass die Tagesschau nicht mehr darauf hinweist, wie gut wir es in Deutschland mit der Impfversorgung haben, im Vergleich zu nicht-Industriestaaten. Die Versorgung dieser Länder ist doch das größere Problem. Nicht, ob D. auf Platz 21 oder 12 liegt.

Deutschland schläft

Im Frühjahr 2020 hat man großartig getönt, die Digitalisierung (Gesundheitsämter, Schulen usw.) schnell voran zu treiben.
Was ist geschehen? Fast nichts.
Die Impf-Hotline ist in D eine "Buchbinder Wanninger" Aufgabe (Karl Valentin).
Also habe ich mich online registrieren lassen. Bin mal gespannt, ob ich eine SMS oder Mail mit einem Impftermin bekomme.
Die Hoffnung stirbt zuletzt. :-)

@09:00 von Merker3000

Ähh, die Schweiz hat 3,03 von 100 geimpft, Dtl. 3,11 von 100.

Also sehe ich, Dtl. liegt (noch) vor der Schweiz. -.-

Natürlich ist es Quatsch aus

Natürlich ist es Quatsch aus dem Impfen einen sportlichen Wettbewerb zu machen. Allerdings zeigt es auch auf wo die Probleme in Deutschland liegen und das nicht nur beim impfen. Bei der Digitalisierung liegt Deutschland um Jahre zurück was uns nicht nur beim impfen behindert. Wenn in diesem Punkt nicht endlich was passiert werden wir den Anschluss komplett verlieren, was auch für den Industriestandort Deutschland verheerende Folgen haben wird.

Zwang vs. Wohlwollen

Spahn machte beim "Impfstoff-Gipfel" deutlich, 'dass er wenig von einer erzwungenen Zusammenarbeit von Herstellern hält, um Impfstoff-Mengen zu steigern. ... Freiwillige Kooperationen und Technologie-Transfers seien besser als jeder Zwang.' (vgl. z.B. faz-net von gestern)

Immerhin erkennt Spahn damit an, dass "Zwang" möglich wäre. Also z.B. durch Lockerung des Patentschutzes und/oder Zwangslizenzen aufgrund der aktuellen Notlage.

Zwang könnte die BR allerdings sofort und direkt ausüben, Kooperationen aber allenfalls "wohlwollend" (also wohl mit dem Geld der Steuerzahler).

Eine Mischung aus Zwang und "Wohlwollen" könnte aber gerade aktuell wirken. Indem z.B. deutsche Impfstoffhersteller auf Sputnik "ausgerichtet" werden.

Konkurrenz - und das gerade ist Sputnik - belebt das Geschäft ...

@09:01 von Mika D

>> wenn nachher mehrere Tausende am Tag
>> geimpft werden müssen.

Außer am WE werden in Dtl. täglich 80.000-90.000 Menschen geimpft? oO

Eine Frage: Warum wird die

Eine Frage: Warum wird die Impfung wie ein nationaler Wettstreit gesehen? In einer Pandemie geht es um eine weltweite Strategie, gerade beim Impfen, dem es nutzt keinem Land, wenn das Virus dann in ärmeren Ländern wütet und von dort aus dann immer wieder auf andere Länder überspringt. Von den durch die Zerstörung von Wirtschaft und Infrastruktur in den ärmeren Ländern gar nicht zu reden.
Keine Partei in einem Mehrfamilienhaus würde bei einem Brand einen Wettstreit starten, dass unter Vernachlässigung der anderen Wohnungen nur die eigene gelöscht wird.

Nur Platz 21

Vielleicht ist es ja weniger peinlich, "nur" auf Platz 21 zu stehen.
WHO-Chef Tedros:
„Um es ganz klar zu sagen: Die Welt steht vor einem moralischen Versagen katastrophalen Ausmaßes, und der Preis dafür werden Menschenleben und Existenzen in den ärmsten Ländern der Welt sein. ...
Die Situation wird dadurch erschwert, dass die meisten Hersteller die Impfzulassungen zunächst in den Ländern beantragt haben, wo sie die größten Profite erwarten können, und nicht global bei der WHO. Das verzögert die Covax-Lieferungen und schafft genau die Lage, die Covax eigentlich verhindern sollte: einen chaotischen Markt, ein unkoordiniertes Vorgehen gegen das Virus und eine anhaltende soziale und wirtschaftliche Zerreißprobe.“

09:34 von pemiku Ich bin

09:34 von pemiku

Ich bin keine Fachfrau für Digitalisierung, aber was glauben Sie, wie lange das alles braucht. Einmal
" Finger schnippen " und schon ist alles passiert ?
Ich glaube kaum, das das so funktioniert. Sagt mir mein " gesunder Menschenverstand ".

Impfranking

Es ist einerseits sinnvoll die Tatsachen zu kennen, welche Faktoren bei der Produktion und Verteilung der Impfstoffe eine Rolle spielen.

Sinnvoll ist aber außerhalb der zum Teil skurillen Diskussionen um Ranking-Zahlen zu wissen, dass die Pandemie global in den Griff bekommen werden muss.
Und wenn man möchte in diesem Zusammenhang auch praktikable Ideen zu entwickeln, wie zur Erreichung dieses globalen Zieles auch "ärmeren Ländern" der Impfstoff in ausreichenden Mengen zur Verfügung gestellt werden kann.

Übrigens

Laut Aussage im Artikel liegt Deutschland weltweit auf Platz 21 beim Impftempo. Bei 195 Ländern ist 21 nicht das Mittelfeld. Die Aussage ist falsch und irreführend.

die Kernproblem werden nicht genannt

Es ist gut, dass hier einige Fehler genannt werden, daraus sollte man lernen. Nur die Kernprobleme wurden nicht genannt. Durch das zwanghafte suchen nach einer EU-Lösung wurde wertvolle Zeit verschwendet.

Leider scheint die EU-Administration nicht für schnelle und pragmatische Lösungen geeignet (könnte hierzu noch etliche andere Beispiele nennen). Dies hätte unsere Regierung erkennen u. entsprechend autark handeln müssen.

Elementare Markt-Mechanismen wurden ignoriert, wer zuerst kommt malt zuerst, Angebot und Nachfrage regeln den Preis.

Wie wär's mal mit Dankbarkeit?

Dass ein gutes Jahr nach Ausbruch der Pandemie bereits drei Impfstoffe zugelassen wurden und noch weitere hinzukommen werden, ist eine verdammt gute Nachricht, an die ich vor einem halben Jahr nicht in meinen kühnsten Träumen geglaubt hätte. Seien wir doch zur Abwechslung einfach mal dankbar dafür und nörgeln nicht - typisch deutsch! - darüber, dass wir im Impf-Ranking "nur" Mittelfeld sind. Die allermeisten Länder dieser Erde wären heilfroh, wenn sie unsere Probleme hätten. Wir werden es doch hoffentlich schaffen, uns jetzt noch für eine überschaubare Zeit zusammenzureißen.

@drbashir

Es geht um die Übermittlung von anonymisierter Daten, Alter, Geschlecht..Dieses Vorgehen ist elementar für die Allgemeine Forschung und "sicher" für die Patienten. Davon profitieren Alle, auch wir.
Richtig das Israel wenigen Menschen hat dennoch haben sie früher und im Vergleich zur Einwohnerzahl mehr Impfstoffe von Biontech erhalten. Die Impgstoff die auf "Halde" noch von der Zulassung gekauft wurden. Hier ist der Unterschied, weil EU Deutschland nicht gekauft haben, wohl aber mit Milliarden geförderte...

09:56 von Giselbert // Dies

09:56 von Giselbert

// Dies hätte unsere Regierung erkennen u. entsprechend autark handeln müssen.//

Nein, so wie es ist, ist es ( für mich ) ok.

// Elementare Markt-Mechanismen wurden ignoriert, wer zuerst kommt malt zuerst, Angebot und Nachfrage regeln den Preis. //

Eigentlich fällt mir schon wieder nichts mehr ein. Die ganze Welt braucht die Impfstoffe - nicht nur Deutschland. Was ist daran so schwer zu verstehen ?
Wir in D. sind nicht der Nabel der Welt - wenn das auch mancher gerne hätte.

Mittelfeld

Richtig es geht nicht um Meisterschaften.
Es bleibt aber dabei, dass die mislunge Einkaufspolitik D und der EU Hauptursache für die geringe Menge an Impfstoffen ist.
Andere Staaten haben mehr Interesse, mehr Geld bezahlt daher sind sie weit vorn.
Ob man alles wegimpft oder die Hälfte zurück hält ist eine interessante Frage.
Es gibt Anzeichen das nach der ersten Impfung mit mRNA nach 3 Wochen ein gereit hoher Schutz ~90% zu erreichen ist. Diese Frage sollte aber die Wissenschaft beantworten sollte es richtig sein müsste unsere Strategie angepasst werden

@09:56 von Giselbert

>> Angebot und Nachfrage regeln den Preis.

Auch das 1.000malige Wiederholen dieses Mantras macht diesen Satz nicht(!) richtiger!

Der Preis wird immer(!) durch die Preiskalkulation und nichts anderes bestimmt. -.-

@ 09:56 von Giselbert

Die medizinische Versorgung und Prävention sollte nicht reinen Markt-Mechanismen von Angbot und Nachfrage und dadurch gesteuerte Preisregulation unterworfen werden, denn wohin das führt, haben wir nicht zuletzt in unseren Kliniken bei Personal- wie Versorgungsengpässen seit Beginn der Pandemie gesehen.

Außerdem ist die Suche nach einer EU-Lösung und darüber hinaus einer weltweit solidarischen Lösung nicht "zwanghaft", wie Sie schreiben, sondern geboten, aus Vernunftgründen, aus Solidarität und nicht zuletzt aus christlichem Welt- und Menschenbild heraus, das die Wertvorstellungen unseres Grundgesetzes und unserer Gesellschaft immer noch prägt, in großer Übereinstimmung mit anderen religiösen und humanistischen Grundhaltungen.

Äpfel mit Birnen...

Immer diese ewigen Vergleiche...Dänemark hat nur soviel Einwohner wie Berlin und seine Umgebung, außer Kopenhagen nur ein paar Städte und von den Versicherungssystemen und dem Datenschutz her komfortabler strukturiert...Deutschland hat mit rd. 82 Millionen Einwohnern die größte Bevölkerung...man hat nun einmal entschieden alle EU-Länder entsprechend der Einwohnerzahl mit dem verfügbaren Impfstoff zu beliefern. Wir werden auch in den nächsten Monaten prozentual nicht mehr Impfstoffmengen erhalten als die anderen Länder. Das Jammern wird bei uns zwar weitergehen, hilft aber nicht...auch nicht der Hinweis, daß der Impfstoff bei Biontech in Mainz entwickelt wurde. Geduld und Gelassenheit sind angesagt...

@Carpe noctem 09:59

Diese Leute kennen keine Dankbarkeit. Nörgeln und Meckern ist eben Volkssport in Deutschland. Ich stimme Ihnen absolut zu. Es wird auf sehr sehr hohem Niveau rumgezetert und gemeckert. Ich wäre sehr froh wenn die Situation hier in Florida und in den gesamten USA nur halb so gut wäre wie in Deutschland.

@09:44 von Epilog

"Eine Frage: Warum wird die Impfung wie ein nationaler Wettstreit gesehen? In einer Pandemie geht es um eine weltweite Strategie, gerade beim Impfen, dem es nutzt keinem Land, wenn das Virus dann in ärmeren Ländern wütet und von dort aus dann immer wieder auf andere Länder überspringt."

Wenn hier die Herdenimmunität greift machen Einzel-Reimporte nichts mehr aus, sofern es keine extravaganten Mutationen sind. Wenn Sie etwas mehr zur ungleichen Verteilung weltweit wissen wollen lesen Sie hier:
"https://www.tagesschau.de/ausland/afrika/afrika-impfstoff-101.html"
Kommentierung dazu spare ich mir jetzt, wurde schon 2 mal geblockt. Bitte selbst reinschauen.

@ 09:44 von Epilog

Sie bringen es auf den Punkt: Die solidarische Unterstützung der schwächeren durch die stärkeren ist ein wichtiges Element in der Pandemiebekämpfung, weshalb auch die Entsendung von medizinischer Hilfe nach Portugal durch die Bundeswehr absolut begrüßenswert ist.

WHO eine neutrale Instanz?

Wie schwierig die erforderlichen Abstimmungen für ein weltweites Vorgehen wären, z.B. durch die WHO, kann leicht ermessen werden, wenn mit den "Problemen" in der viel kleineren EU vergleicht. In der Regel sind weniger arme Staaten auch besser organisiert- der mögliche Profit des Impfstoffherstellers ist also vielleicht garnicht die primäre Triebfeder. Was passiert, wenn in einigen Wochen größere Mengen nichtlagerfähiger Impfstoff, durch Überbestellungen, in den "reichen" Ländern vorhanden sind? Vielleicht werden sie an arme Länder gespendet.
Im Interview hat der CEO von Astra-Zeneca gesagt, dass ihr Impfstoff zum Selbstkostenpreis an die EU abgegeben wird. Wo ist hier der Profit, haben Sie andere Informationen?

Schnell

Jeder Tag der Verzögerung, jede Woche, jeder Monat hat große Bedeutung.
Es geht um Tod, Krankheit, Ökonomie, Arbeidslose, Bildung Soziales, "Freiheit" ++
Ich verstehe nicht was daran schwierig ist zu verstehen.

Ich halte nicht viel von all den Zahlen die

Tag täglich auf zu lesen sind. Noch weniger halte ich aber davon wenn man vorliegende Zahlen nutzt um Missstände zu kaschieren. Im Artikel werden eindeutig Prozentzahlen angegeben. Da spielt es keine Rolle wie viel Einwohner ein Land hat. Wenn, so wie von Seiten der Regierung immer auf Die EU Bestellungen verwiesen wird steht doch dann die Frage nach welchen S hlüssel die EU verteilt. Rein logisch müßte der Schlüssel dann die Einwohnerzahl sein. Da im Artikel nicht steht das z.B Dänemark nicht auch 2x impft, aber schon vor Wochenbegonben wurde, ergibt sich die Schlussfolgerung, das eben doch nicht wenige Ländser allein bestellt haben oder eben aber das die Fehler aufdt. Seite liegen.
Interessant das, wenn D mal an Vorreiterposition liegt es v.einigen Foristen hochgejubelt wird, zeigen aber nackte Zahlen, Mittelmass ist es auf einmal nicht mehr wichtig wo man liegt.
Da ich den Recherchen der Journalisten mehr traue als der Politik, ist die Frage wie wahr sind die Aussagen der R.

Langfristige Perspektiven

Ich glaube die Pharmaindustrie zieht nicht richtig mit, weil ihr die langfristigen Perspektiven fehlen. Das ist nicht Frau Merkel‘s Schuld.

@ um 09:48 von ich1961

Mein Sohn stattet u. a. Schulen und Unis in CH aus. Dort passiert viel.
Wie viele Gelder aus dem Digitalpakt wurden in D bisher in Anspruch genommen?
Verschwindend geringe Summen.
Wie an Schulen sind auch in Gesundheitsämtern die Fortschritte mehr als gering.
Wie gesagt, Deutschland schläft.

@Merker3000, 09:00 Uhr - Schweiz hat höhere Infektionszahlen

Wenn ich in Richtung Schweiz schaue, stelle ich freilich auch fest, dass im Ranking der Länder mit den meisten Corona-Infektionen die Schweiz eine Inzidenzrate von 133,6 aufweist, während Deutschland bei einem Wert von 94, 2 steht (Zahlen vom 02.02.20). Es ist im übrigen richtig, dass die Besorgung der Impfstoffe zentral über die EU erfolgt, dass die Impfstoffe ein ordnungsgemäßes Prüfverfahren durchlaufen und alle Länder in der EU bedacht werden. Es läuft sicherlich vieles in Sachen Impfverfahren noch nicht ganz rund in Deutschland, aber wir müssen uns weiß Gott nicht verstecken, wenn man sich das Infektionsgeschehen in den anderen Ländern ansieht. Dies ist unser aller Verdienst, aber auch die Politik hat durchaus ihren Anteil daran.

10:02 von sosprach // Hier

10:02 von sosprach

// Hier ist der Unterschied, weil EU Deutschland nicht gekauft haben, wohl aber mit Milliarden geförderte... //

Deutschland hat einen kleinen Teil
( wenn ich mich recht erinnere 30 Mio. Dosen beio Biontech ) selbst bestellt und die EU hat " groß " eingekauft.
Insgesamt ca. 2.2 Milliarden Dosen - gebraucht werden für jeden Bürger
( bei Biontech und Moderna ) 2 Dosen. Die EU hat ca. 450 Mio. Einwohner ( inkl. Kindern ). Es wurde also mehr als genug bestellt.

um 09:56 von Giselbert

>>
Elementare Markt-Mechanismen wurden ignoriert, wer zuerst kommt malt zuerst, Angebot und Nachfrage regeln den Preis.
<<

Gut, dass man sich nicht nach dieser Weisheit gerichtet hat. Es gibt zwar auch einen Markt für Kunstwerke. Um aber zu malen muss man sich nicht anstellen.

Ganz anders war es früher bei den Mühlen. Wer zuerst kam, der durfte auch zuerst sein Korn mahlen lassen. Heute sagen wir dazu. First to come, first to serve.

@Giselbert um 09:56

>Elementare Markt-Mechanismen wurden ignoriert, wer zuerst kommt malt zuerst, Angebot und Nachfrage regeln den Preis.<

Bei der Größten je getätigten staatlichen Intervention (nicht nur der EU sondern auch der USA und anderer) kann man wohl kaum von Markt sprechen. Der "Markt" hätte dies überhaupt nicht leisten können, entsprechend haben wir es hier auch nicht mit "Markt" sondern Politischen Phänomenen zu tun.
Und da war die EU die richtige Adresse.
Das eine Kleine Deutsche Firma mit US Partner als erste (und lange vor Plan) durchs ziel geht war sowenig planbar wie das eine relativ kleine Schwedisch-Britische es auf platz drei schafft während Champions wie Sanofi abgeschlagen hinterherhumpeln und nun als gute Verlierer Unterstützung anbieten.
Das der Riese Sanofi das Rennen macht war das auf das fast jeder gewettet hätte...und dann wären wir auf Lieferungen aus Frankreich angewiesen gewesen und froh das wir das über die EU geregelt haben.

um 08:51 von Nettie

Deswegen: „In Dänemark kommt dazu der Vorteil, dass alle Patientendaten digitalisiert sind. Die Behörden können schnell und einfach auf die zentral gespeicherten Daten zurückgreifen - auch bei der Terminvergabe“ -und bei uns nicht.
--------------
Wenn ich sehe was momentan bei der Versendung der Gutscheine für FFP2 Masken los ist, kann ich nur sagen, Digitalisierung ist nicht das Allheilmittel

um 10:09 von saschamaus75

>>
@09:56 von Giselbert

>> Angebot und Nachfrage regeln den Preis.

Auch das 1.000malige Wiederholen dieses Mantras macht diesen Satz nicht(!) richtiger!

Der Preis wird immer(!) durch die Preiskalkulation und nichts anderes bestimmt. -.-
<<

Beides stimmt natürlich in seiner Absolutheit nicht. Klassische Aufschlagskalkulation findet man heute aber nur noch im Handwerk und Kleingewerbe im relevanten Maße.

Am 03. Februar 2021 um 08:53 von Karl Klammer

Der Staat Israel hat 8,8 Mio Einwohner
und Deutschland zum vergleich ?
--------------------------------------------
Ach so-das erklärt natürlich alles-deshalb hat GB auch bereits 5x so viele Bürger geimpft (15%) wie Deutschland (3%) und die USA 3x so viele (10%).

@10:02 von sosprach

Es geht um die Übermittlung von anonymisierter Daten, Alter, Geschlecht.. Dieses Vorgehen ist elementar für die Allgemeine Forschung und "sicher" für die Patienten

Ich gebe Ihnen sofort recht. Ich hätte auch kein Problem damit.

Ich fürchte allerdings, dass ein Thread hier, in dem es um Datenweitergabe an Pfizer ginge, spätestens im 2. Post zu lesen wäre, dass man es skandalöse fände, dass wir hier zum Versuchskaninchen für eine US-Pharmamulti werden usw.

Ich glaube schlicht nicht, dass das hier funktionieren würde.

@ sosprach Wir können nicht duschen, ohne nass zu werden

Man muss zwei Dinge auseinander halten-

entweder man ist dafür, im EU-Verbund einzukaufen, dann dauert es länger, als wenn jeder nur für sich alleine verhandelt, oder man wählt die nationale Strategie und nimmt in Kauf, dass es zu einem Wettlauf der Nationen kommt mit entsprechend negativen Folgen für die schwächeren Länder.

Wir können aber nicht befürworten, dass wir gemeinsam mit den anderen Ländern der EU Impfstoffe beschaffen wollen, aber gleichzeitig verlangen, dass dies genauso schnell geht, wie bei einem Alleingang.

Und was für Folgen ein solcher auf den Zusammenhalt in der EU gehabt hätte, kann sich wohl jeder selbst vorstellen.

Zudem weiß jeder, wie eine Notfallzulassung sich gerade in D auf die Impfbereitschaft ausgewirkt hätte.

Meiner Meinung nach war der gewählte Weg richtig.

@berelsbub, 08:39 Uhr - Deutschland ist gut gerüstet

Sie haben recht mit der Feststellung, dass es durchaus Parallelen zum sportlichen Wettkampf gibt: wer fleißig und diszipliniert trainiert (= sich regelmäßig an die AHAL-Regeln hält), sich als ein gutes Team erweist (gegenseitige Motivation und Unterstützung) und über ein gutes Trainerteam (Regiering, Experten) verfügt, der hat gute Chancen, erfolgreich ins Ziel zu kommen (Corona zu meistern). Der Vergleich hinkt dann letztlich aber dennoch, weil der Kampf mit Corona kein Wettbewerb ist, der gegeneinander geführt, sondern miteinander ausgetragen werden muss. Wenn Spanien einen Inzidenzwert von 487 aufweist, Tschechien von 442, Großbritannien von 250, Frankreich von 214, Schweden von 191, Niederlande von 164, Belgien von 143, Österreich von 110 u.a., dann betrifft das auch uns, die wir mit 94,2 vergleichsweise gut dastehen (trotz verhaltenem Impfstart). Ich bin froh, in Deutschland leben zu können, auch weil die Politik sich um die Bürger kümmert.

@ saschamaus75

>>> Alles eine Frage der Betrachtungsweise. -.- <<<
.
Wie soll man denn so etwas betrachten, ohne mit dem Kopf zu schütteln?

Beispiel aus dem Artikel:
"Dass schnelles Impfen in Deutschland oft schon bei der Terminvereinbarung scheitert, weil die Hotline im entscheidenden Moment zusammenbricht - das hat bei Europa-Abgeordneten für Stirnrunzeln gesorgt..."

Deutschland wird immer mehr abgehängt, in allen Bereichen, nicht nur beim Corona Management. Digitalisierung, Innovationen, Großprojekte, Schulen, Bildung, ...
Aber unsere Politiker sind bestimmt völlig unschuldig daran.

08:51 von Nettie

>>Zumal sich o.g. Gründe leicht abstellen ließen, der Wille, Gemeinwohl vor Parteiinteressen zu stellen vorausgesetzt.<<

"Gemeinwohl vor Parteiinteressen" ist natürlich ein tolles Schlagwort. Da widerspricht Ihnen sicherlich niemand.
Aber erklären Sie mal warum irgendeine Partei Interesse daran haben sollte dass die Impfung langsamer gehen sollte als möglich?

@10:08 von ich1961

"Eigentlich fällt mir schon wieder nichts mehr ein. Die ganze Welt braucht die Impfstoffe - nicht nur Deutschland. Was ist daran so schwer zu verstehen ?
Wir in D. sind nicht der Nabel der Welt - wenn das auch mancher gerne hätte."

10:11 von Bruno14
"...solidarischen Lösung ..."

Ihre Selbstlosigkeit und Ihr Wunsch nach einer solidarischen Lösung in allen Ehren, aber ein gesunder Egoismus ist angebracht.

Hierzu gibt es in der Natur u. im Alltäglichen genügend Beispiele. Nur eins: wenn ich nach einem Vorstellungsgespräch ein Jobangebot bekomme, dann lehne ich nicht zugunsten der Mitbewerber ab, sondern sage zu, damit ich meine Familie ernähren kann.
Und wenn es meiner Familie u. mir gut geht, dann spende/helfe ich auch anderen.

@Sachamaus75, 09:36

Vor allem liegt Deutschland (94,2) auch in Sachen Inzidenzwert deutlich vor der Schweiz (133,6).

10:22 von pemiku Sehen Sie

10:22 von pemiku

Sehen Sie und mein Sohn macht das hier in Nds. Daher weiß ich auch, das
" alles nicht so heiß gegessen wie gekocht " wird. Es braucht alles seine Zeit - wie gesagt " Finger schnippen " reicht nicht.
Es hätte deutlich früher passieren sollen - aber wie heißt es so schön : hätte, hätte .....

um 10:15 von Olivia59

>>
Wenn hier die Herdenimmunität greift machen Einzel-Reimporte nichts mehr aus, sofern es keine extravaganten Mutationen sind.
<<

Bei vorhandener Herdenimmunität wird zwar die exponentielle Ausbreitung verhindert, nicht aber die Einzelansteckung. Ein individueller Krankheitsverlauf wird dadurch auch nicht besser, ebenso wenig wie die Sterberate der Erkrankten.

Ein Wort zur weltweiten Bekämpfung der Pandemie

Ohne einer weltweiten Strategie wird es nicht funktionieren. Es wird nicht reichen den Ländern den Impfstoff zukommen zu lassen ohne zu kontrollieren oder durch internationale Organisationen selbst zu impfen. Es ist mehr als zu befürchten das die Impfung politischen Machtintressen zum Opfer fällt oder gar ganze Bevölkerungsgruppen vorenthalten wird.
Ob sich da weltweite Organisationen wie die WHO durchsetzen kann wGe ich echt zu bezweifeln.
Was dann in Folge immer neue Ausbrüche ermöglicht ,wenn das Virus sich nicht selbst durch Mutation schwächt.

@10:11 von Bruno14, Giselbert

"Außerdem ist die Suche nach einer EU-Lösung und darüber hinaus einer weltweit solidarischen Lösung nicht "zwanghaft", wie Sie schreiben, sondern geboten, aus Vernunftgründen, aus Solidarität und nicht zuletzt aus christlichem Welt- und Menschenbild heraus, das die Wertvorstellungen unseres Grundgesetzes und unserer Gesellschaft immer noch prägt, in großer Übereinstimmung mit anderen religiösen und humanistischen Grundhaltungen."

Das klingt ja immer wunderbar und ist sofort so zu unterschreiben. Doch ich gehe jede Wette ein, dass zwischen diesem Anspruch und der Realität auch in einem Jahr noch Welten liegen werden, und eben nicht weil wir unser Bestes gegeben hätten und einfach nicht mehr drin war.
Virtue-signalling hat wenig Wert und ist vor allem kein Handlungsersatz.

10:33 von dr.bashir // Ich

10:33 von dr.bashir

// Ich gebe Ihnen sofort recht. Ich hätte auch kein Problem damit.//

Ich wäre dabei - bin aber noch nicht geimpft.
Und zu dem Rest : Zustimmung.

@landart, 10:12 - Deutlich weniger Neuinfektionen

Volle Zustimmung zu Ihrem Kommentar. Es ist absolut nachvollziehbar, dass Länder mit geringerer urbaner Struktur und ohne die hohe Zahl an Wirtschaftsbeziehungen wie in Zentraleuropa geringere Infektionsrisiken aufweisen. Und dennoch hat z.B. das vielgelobte Schweden mittlerweile einen Inzidenzwert von 191 aufzuweisen (Deutschland: 94). Nur wenige Länder stehen in der Zahl der Neuinfektionen besser da als Deutschland. Die Maßnahmen der Bundesregierung greifen. Dies ist aber vor allem ein Verdienst von uns, der Bürger, die sich nicht von Querdenkern und Corona-Leugnern verunsichern lassen. Ein ermutigendes Signal.

@ saschamaus75 10:09

„ Der Preis wird immer(!) durch die Preiskalkulation und nichts anderes bestimmt. -.-“
<>
Die Preiskalkulation besteht aus der Berechnung des Selbstkostenpreises sowie der hinzugefügten „angestrebten Gewinnmarge“.
Von gemeinnützigen Ausnahmen abgesehen, immer.

10:35 von Adeo60 Das haben

10:35 von Adeo60

Das haben Sie sehr schön " bildlich " dar gestellt.
Danke dafür und volle Zustimmung !

Verbesserung Terminvergabe

Unklar ist, wieso die Terminvergabe zum Corona-Impfen nicht über die Gesundheitskassen läuft.

Bei der Mammographie für Risiko-Pat. geht das auch so.
Die Frauen bekommen frühzeitig einen Termin zugesendet, u.a. auch mit der Adresse des Instituts, wo die Untersuchung stattfinden soll.

08:27 von dr.bashir

Ist das jetzt die neue Europameisterschaft? Wer impft am meisten?
-
sollte sie sich ihren Beitrag nicht noch mal durchlesen ?
vielleicht fällt ihnen was dabei auf!

Zitat : "aber 1,5% mehr Geimpfte in Dänemark entspricht ziemlich genau der Menge an Menschen,
die in D pro Tag geimpft werden
und was entspricht dann den 9.5 Millionen Menschen die wöchentlich in den UAS geimpft werden
... und dann geht es nicht um "Trost" sondern darum
dass jeden Tag Menschen sterben - in der Regel ungeimpfte

@Hanno Kuhrt 10:33

Herr Klammer liegt richtig. Israel hat alles Geld rausgeschmissen um die kleine Bevölkerung schnell zu impfen. Israel hat nicht mal so viele Einwohner wie NRW. Hören Sie mal mit den USA auf. Ich lebe hier in den USA, das Corona Handling hier ist eine totale Katastrophe. Wie Leute wie Sie dann auch noch kommen und mir erzählen wollen was angeblich besser funktioniere als in Deutschland. Seien Sie verdammt froh, dass Sie nicht in den USA und nicht in Florida leben!

09:22 von saschamaus75

Bei den insgesamt verabreichten Impfdosen liegt Dtl. auf Platz 1 der EU vor Italien und Spanien.

Alles eine Frage der Betrachtungsweise.
.
das ist wahr
und wenn wir uns mit den USA vergleichen (9,4 Mill/Woche)
wären wir schon fast fertig
und mit der Schweiz verglichen noch 100 Jahre beim Impfen
aber sie sagen es ja
alles ne Frage der Betrachtungsweise

@Tremiro, 10:36

"Aber erklären Sie mal warum irgendeine Partei Interesse daran haben sollte dass die Impfung langsamer gehen sollte als möglich?"

Ich habe nicht gesagt, dass irgendeine Partei Interesse daran habe, dass die Impfungen langsamer gehen als möglich, sondern dass "Parteien" (also Organisationen, die parteiische bzw. partikulare Interessen vertreten) dem Gemeinwohl "übergeordnete" Interessen haben könnten, die verhindern, dass die so schnell wie möglich gehen können.

2. Impfdosis

Ich halte es für einen Fehler die zweite Impftdosis zurückzuhalten. Bereits mit der ersten Impfung wird 80% Schutz erreicht. Doppelt so viel Menschen mit 80% Schutz als halb so viele Menschen mit 94 % Schutz bedeutet, dass auf erstere Personenzahl bezogen bei nur einer Impfung nur weniger als halb so viele Menschen keinen Schutz haben als bei der Doppelimpfung.
Die gerne behauptete Resistenzzüchtung trifft hier nicht zu. Viren sind keine Bakterien (diese kommunizieren) und die von Andrew F. Read et al beschriebene Studie (hochtötliches Virus, schneller Tod) liegt hier nicht vor.

Warum ?

Weil unsere Politiker wie Frau Merkel es festgestellt hat das Sie Frau VL und die MP festgestellt haben:

"Uns ist es entglitten" .

Tja, in Hessen ist kein Termin

für die Impfung meiner Eltern, beide ü80, zu bekommen.
Das ist nicht wirklich Mittelfeld...
Und es sieht auch nicht danach aus das signifikante Mengen Impfstoff nachkommen werden...

@10:38 von Klärungsbedarf

Bei vorhandener Herdenimmunität wird zwar die exponentielle Ausbreitung verhindert, nicht aber die Einzelansteckung.

Natürlich nicht. Wenn 30% ungeimpft sind, können die sich natürlich immer noch anstecken. Aber das passiert dann viel seltener als jetzt, weil man ja seltener einen Infizierten trifft. Ob und wie stark ein Geimpfter noch jemand anstecken kann ist zwar bislang nicht geklärt. Logisch wäre aber, dass das Risiko dafür stark reduziert ist, da sich die Viren in dem Menschen ja nicht vermehren.

Ein individueller Krankheitsverlauf wird dadurch auch nicht besser, ebenso wenig wie die Sterberate der Erkrankten

Ebenso korrekt. Wer sich infiziert und ungeimpft ist hat die gleiche Situation wie ohne Herdenimmunität. Die Sterberate bleibt gleich, aber x% von wenigen Infizierten sind deutlich weniger Tote als x% von vielen Infizierten.

Und wenn erst mal genug Impfstoff für alle da ist, ist es ja eine freiwillige Entscheidung, das Risiko einzugehen.

@ Giselbert um 10:37

Das private mag politisch sein aber man kann die Mechanismen nicht immer vom kleinen aufs große und umgekehrt projizieren.
Staatspolitik erfordert mehr Strategische Planung.
Es gibt das Experiment in dem man jemandem (gerne Kindern) einen Marshmallow (oder andere vergleichbare guter) vorsetzt und ihnen sagt das wenn sie diesen nicht essen sie noch einen zweiten dazu bekommt. Sogar Hunde und krähen kriegen das hin.
Sie hingegen bezeichnen gleich zuschlagen weil "was man hat hat man" als "Gesunden Egoismus".

Politisch profitieren wir von einer gerechten Verteilung mehr, was sich allerdings erst langfristig auswirkt.

Tja, da ist der Marshmallow auf dem Tisch, und ich geh jetzt aus dem Raum...

@ 0_Panik 10:46 nicht umsetzbar

"Unklar ist, wieso die Terminvergabe zum Corona-Impfen nicht über die Gesundheitskassen läuft.

Bei der Mammographie für Risiko-Pat. geht das auch so.
Die Frauen bekommen frühzeitig einen Termin zugesendet, u.a. auch mit der Adresse des Instituts, wo die Untersuchung stattfinden soll."

Weil es sich eben nicht um eine Mammo-Screening handelt.

Ihnen ist bekannt, wieviele gesetzliche und privaten KK es gibt? Unter denen müssten erstmal nach einem noch zu findenden Schlüssel die Impftermine (regional nach Impfzentren) aufgeteilt werden. Die Kassen müssen dann ihre Versicherten anschreiben und nach einem zu findenden Schlüssel die Termine vergeben.

Und dann dürfen sich die großen Kassen wie AOK etc. warm anziehen, weil die Leitungen heißlaufen mit Beschwerde über zu späte Termine, Terminverschiebungen etc.

Das ist schlicht nicht handhabbar.

@ um 08:27 von dr.bashir

"…
Angesichts des "Ruckelns" bei der Lieferung scheint mir das Zurücklegen der 2. Dosis eine gute Idee zu sein.
…"
Das Zurücklegen der zweiten Impftdosis (als Dosis wird die gesamte einem Individuum zugeführte Menge bezeichnet) ist dann akzeptabel, wenn fast niemand stirbt, also bei jüngeren Jahrgängen. Solange nicht alle ü70 geimpft sind, werden rein mathematisch betrachtet mit einer ausgesetzten zweiten Impftdosis mehr als doppelt so viele Menschenleben gerettet als mit dem jetzigen Procedere. Das liegt daran, dass bereits mit einer Impfung 80% Schutz erreicht wird.

@ um 10:38 von ich1961

Es geht nicht ums "Finger schnippen " .
Unsere "perfekte" Bürokratie und die Trägheit unserer Verantwortlichen verhindern ein schnelleres Vorankommen.
Ich spreche aus Erfahrung; war selbst Jahrzehnte in diesem System :-)

@10:14 von Magfrad

"... Es wird auf sehr sehr hohem Niveau rumgezetert und gemeckert ... "

Andere nennen das Kritik.

Und wie bekannt, wird aus Kritik auch schon mal eine gute Idee wie es besser werden kann.

Dazu muss aber die - begründete - Kritik auch veröffentlicht werden ... was hier nicht immer der Fall ist ...

@ 10:40 von Olivia59

Anspruch und Realität klaffen immer auseinander, denn der Anspruch definiert die Zielrichtung, wohin sich die Realität entwickeln soll. Und für die Formulierung von Ansprüchen oder Zieldefinitionen sind Grundhaltungen und Werte ein wesentlicher Bestandteil - das hat mit dem abwertenden Begriff "Virute-signalling" bzw. auf deutsch "Zurschaustellung der eigenen Tugendhaftigkeit" nichts zu tun.

Impfstrategie in Deutschland

Ich habe nur eine Frage an das Forum: Warum ist kein deutscher Politiker in der Lage, Kanzlerin, Gesundheitsminister und v.d. Leyen eingeschlossen, zu zugeben, dass sie Fehler gemacht haben und dass es schlecht läuft? Mit dieser Anerkenntnis entsteht doch die Chance, neu zu beginnen und nicht unendlich Vertrauen in der Bevölkerung zu verspielen, sondern zurück zu gewinnen. Einfach zu den Fehlern stehen, dass sollte doch möglich sein? Oder etwa nicht?

@ Embsener 11:06

Welche konkreten Fehler sollen denn zugegeben werden?

Was hätten Sie anders / besser gemacht?

Welches Vorgehen hätten Sie sich konkret gewünscht?

08:27 von dr.bashir

>>Ist das jetzt die neue Europameisterschaft? Wer impft am meisten? Ist ja schön, so ein Ranking, aber 1,5% mehr Geimpfte in Dänemark entspricht ziemlich genau der Menge an Menschen, die in D pro Tag geimpft werden.
<<

Diese Frage habe ich mir auch schon gestellt: welches Land schafft am meisten und welches ist das schnellste...? Der große internationale Impfwettkampf hat seit Dezember begonnen.

@Der Lenz 11:00

... Sie haben ja so recht !!!

Ein großes Problem ist fehlende Organisation.

Viele Bundesländer scheinen völlig damit überfordert, Impftermine zu organisieren. Da werden fast alle Dosen für mobile Impfteams zurückbehalten, die gar nicht so viel verimpfen können oder die Warteliste leer gehalten, weil es ja an Impfstoff fehlen könnte und am Ende des Tages Dosen statt an die Risiko- und Prioritätsgruppen an sonstige Leute verimpft, weil man nicht alles verimpfen konnte - schlimmstenfalls wird dann sogar Impfstoff weggeworfen, weil man die Organisation nicht hinbekommt.

08:53 von Karl Klammer

Übrigens wird der Vatikanstaat
mit 825 Einwohnern bestimmt erster :-)
.
sollten die mit derselben Geschwindigkeit impfen wie wir
also so 0,8 % der Bevölkerung / Woche ....

um 11:02 von pemiku

@ um 10:38 von ich1961
Es geht nicht ums "Finger schnippen " .
Unsere "perfekte" Bürokratie und die Trägheit unserer Verantwortlichen verhindern ein schnelleres Vorankommen.
Ich spreche aus Erfahrung; war selbst Jahrzehnte in diesem System :-)
-----------
Das schlimme an der Sache ist, das es jeder weis es, aber keiner ändert etwas.

Warum liegt Deutschland im Mittelfeld

Weil man nicht an den Impfstoff gekommen ist .... warum auch immer um es einfach zu sagen ! Aber außerdem gab es noch Probleme in der Planung der Situation !

@ 10:37 von Giselbert

Eine Frage: Haben Sie sich mal mit Evolution beschäftigt? Dann wüssten Sie vielleicht, dass der entscheidende Vorteil des homo sapiens darin lag, soziales Verhalten, Empathie und Solidarität auszubilden und Netzwerke bilden zu können. Und nicht nur die Sozialmedizin bestätigt, dass empathisches und solidarisches Verhalten die eigene Gesundheit stärkt, bis in das Immunsystem hinein. Sie sehen: Zwischen gesundem Selbstinteresse und Solidarität besteht kein Gegensatz sondern ein Zusammenhang. Das erkennt aber wohlmöglich ein Mensch nicht, für den Almosen aus Überfluss eine ausreichende solidarische Haltung sind.

@ 11:00 von Der Lenz

"man kann die Mechanismen nicht immer vom kleinen aufs große und umgekehrt projizieren."
Doch, dies geht verblüffend oft und gut, nur so wird es manchen verständlich.

"Politisch profitieren wir von einer gerechten Verteilung mehr, was sich allerdings erst langfristig auswirkt."

Das ist für jeden Fall entsprechend neu abzuwägen, in diesem Fall bezweifle ich es stark.

"Tja, da ist der Marshmallow auf dem Tisch, und ich geh jetzt aus dem Raum..."
Ihre Marshmallows können Sie sich gerne ganz behalten.

@Embsener, 11:06 Uhr - Impfstoffe werden von der EU geordert

Die Kanzlerin hat doch schon wiederholt deutlich gemacht, dass sie mit dem Impfprocedere nicht einverstanden ist. Und selbstverständlich hat die Politik reagiert und die Herstellerfirmen für deren reduzierte Liefermengen kritisiert. Und siehe da: Plötzlich klappt es ja mit zusätzlichen Lieferungen. Die Lieferverträge wurden im übrigen nicht durch die Bundesregierung, sondern durch die EU abgeschlossen, damit der Impfstoff durch die Sammelbestellung zum einen günstiger, zum anderen gerecht auf alle Mitgliedsstaaten verteilt werden kann. Jeder, der handelt, macht auch Fehler. Aber Sie sollten schon auch die Zuständigkeiten berücksichtigen.

@10:38 von Klärungsbedarf

"Olivia59: >>Wenn hier die Herdenimmunität greift machen Einzel-Reimporte nichts mehr aus, sofern es keine extravaganten Mutationen sind.<<

Bei vorhandener Herdenimmunität wird zwar die exponentielle Ausbreitung verhindert, nicht aber die Einzelansteckung. Ein individueller Krankheitsverlauf wird dadurch auch nicht besser, ebenso wenig wie die Sterberate der Erkrankten."

Die exponentielle Ausbreitung, die zu 2 Mio Infizierten führte ist aber das gesellschaftsgefährdende Problem.
Falls man Einzelfälle trotzdem vermeiden will kennen Sie doch jetzt schon die bewährte Methode. Ein Blick auf die Seite des AA >> Einreisebeschränkungen >> Risikogebiete genügt.
Was ich damit sagen will ist, dass wir uns durchaus unabhängig von der Problemlage in armen Ländern machen können und wohl vielleicht auch machen werden.
Um das Problem anzugehen braucht es tatsächlich Werteverbundenheit und Altruismus, denn ein Selbstzweck besteht nur bedingt.

@ritchi

Haben Sie bei Ihrer Berechnung auch die Abnahme der Immunisierung berücksichtigt und ab wann spätestens die zweite Dosis in Abhängigkeit vom Alter gegeben werden muss? Und ob sich, so gedacht, das Problem nicht nur nach hinten verlagert?

Management

Unser Impftempo ist ein Abbild der Qualität des Managements der Pandemie. Ob das nun die Beschaffung von Impfstoffen ist oder deren Verteilung oder das Finden einer einigermaßen klaren Linie nach einem Jahr Corona, nichts kann langsam noch für gutes Management bezeichnet werden.
Zwei ü80-jährige Freunde aus Niedersachsen haben mir letzte Woche erzählt: sie wurden angeschrieben sich am 28.01. ab 8:00 Uhr im Internet oder bei einer Hotline für eine Terminvergabe zu melden. Nicht nur, dass im Internet gar nichts möglich war, für die telefonische Vergabe stellte sich heraus, dass über 500.000 Berechtigte angeschrieben wurden, die sich für eine der 15.000 zu vergebenden Erstimpfungen melden durften. Wenn man fast nichts zu vergeben hat, dann schreibt man nicht 1/2 Mio Menschen an, die stundenlang sich die Finger wund wählen. Die ü95-jährigen hätten es auch getan. Der Frust wäre 30-fach geringer gewesen.

Natürlich ist Vieles alles andere als ...

optimal gelaufen.

Das konnte man noch gestern Abend bei Lanz sehen, als er Malu Dreyer fragte, wieso sie keine Ahnung davon gehabt habe, was sich im Pfizer Werk in ihrem Bundesland produktionsmäßig abspielt.
Da geriet sie arg ins Schwimmen und konnte nur mit Allgemeinplätzen antworten.

Gleichwohl:
Besser wird durch das Nachkarten nichts, der Fokus gehört jetzt auf die Abläufe vor und während dem Impfen gerichtet, da ist noch eine Menge zu tun.

Zu 09.56 von Giselbert

Ihr letzter Satz in Ihrem Beitrag stimmt und trifft auch den Sachverhalt um die konkurrierenden Impfstoffbestellungen im Sommer/Herbst letzten Jahres durch die Protagonisten im Kern. Etwas holzschnittartig formuliert, aber korrekt.

Verbesserung der Verteilung des Impfstoffes

(wie bei der Mammographie) : In der Annahme die Terminvergabe funktioniert über die Gesundheitskassen (derzeit nicht so), und die zu Impfenden bekommen frühzeitig einen Termin zugesendet, u.a. auch mit der Adresse des Impfzentrums, wo die Impfung stattfinden soll, und das jeweilige Impfzentrum bekommt frühzeitig für den jeweiligen Tag die Anzahl der Impfenden zugesendet, und ggf. wie viele 1.Impfungen und wie viele 2.Impfungen dabei sind, dann kann es für die Impfzentren nicht so schwierig sein um bei der Zentralen Verteilungsstelle der Impfstoffe die richtige Menge zu ordern.

Wer ist eigentlich die Zentrale Verteilungsstelle der Impfstoffe ?

@11:02 von Ritchi

Ihre Mathematik mag korrekt sein. Was Sie nicht einkalkulieren ist die Frage, wie lange der Impfschutz mit nur einer Dosis dann anhält. Es nützt ja nicht viel, wenn wir jetzt 4 Mio. Geimpfte mit einer Dosis hätten (mit einem akuten Schutz mit Ihren 80%). Das wären dann auch nur 5% der Bevölkerung und evtl. fangen wir dann bei denen nach einigen Monaten wieder von vorne an mit der Impfung.

Ich gebe zu das weiß keiner und so kann man beide Entscheidungen treffen und hinterher kann immer jemand sagen, er hätte das schon vor einem Jahr gesagt.

@Epilog

In det Theorie haben die Soziologen recht.
Können Sie erklären warum die Menschheit sich seit Anbeginn ständig gegenseitig auf die Mütze gehauen haben und weiterhin tun?
Wäre doch viel schöner wir würden uns alle liebhaben.

@Giselbert um 11:20

>Doch, dies geht verblüffend oft und gut, nur so wird es manchen verständlich.<

Ja, es gibt immer auch die Kinder die das Marshmallow gleich essen und hinterher wütend sind wenn sie das zweite "Versprochene" nicht bekommen und:

>Ihre Marshmallows können Sie sich gerne ganz behalten.<

gehört zusammen mit auf den Boden werfen und Zunge rausstrecken zum Reaktionsspektrum.

10:48 von Magfrad

«Israel hat alles Geld rausgeschmissen um die kleine Bevölkerung schnell zu impfen. Israel hat nicht mal so viele Einwohner wie NRW.»

"Rausgeschmissen" kann das Geld für die Impfstoffe gar nicht sein.

Hätte Israel bei ± 9 Mio. Einwohnern je 10 € pro Impfdosis ausgegeben.
Wären es insg. 180 Mio. €. für die zweimalige Impfung aller Israelis.

Selbst für eine relativ kleine Volkswirtschaft wie die in Israel ein Prozentsatz im Bereich von: "Peanuts". Im Vergleich zu den Kosten, die Corona in anderen Aspekten verursacht.

Kosten im Gesundheitssystem, Einbußen der Wirtschaft, Firmenpleiten, Tourismus & Co. Von Toten gar nicht zu reden.

Der Geiz des Dabobert Duck in er realen Welt.
Nur ja keinen Euro ausgeben, es wäre ja dann einer weniger im Geldspeicher.

Ohne Abstriche auf alle anderen Länder der Welt zu übertragen, die man zu den Industriestaaten zählt wie Israel und Deutschland. Gerade hierzulande hat Gerede: "Geiz ist geil" das finanziele Denken eh mit Bettern fest vernagelt.

Kopfschütteln

Das Tempo unserer Impfungen spiegelt das Bild der gesamten Organisation wieder. Lange habe ich das Vorgehen unserer Regierung verteidigt, jetzt überwiegt mein Kopfschütteln. Ob es milliardenfach bestellte FFP2 – Masken sind, die nicht abgenommen werden, ob es die Vergütung von FFP2 – Masken in Höhe von 6 Euro für Apotheken ist, wenn gleichzeitig diese Masken beim Discounter meines Vertrauens für 1 Euro erwerbbar sind, fehlende Gutscheine für Masken, völlig überlastete Hotline, der Artikel im Focus über die Zusammenarbeit mit Google… es schwindet mein Vertrauen in die Qualität des Managements dieser Krise durch unsere Regierung.

09:28, Michael O

>>Es wäre gut wenn die Medien mal ein bis zwei Wochen nichts übers impfen berichten sollten das Ruhe eintritt!!!!!!<<

Sollte die Bundesregierung eine Nachrichtensperre verhängen?

Meinen Sie, daß sechs Ausrufezeichen Ruhe in eine Diskussion bringen?

Wenn das Lachen im Halse stecken bleibt

Enkel Max wird heute sieben.

"Opa, wann bekomme ich mein Geschenk?"

"Wenn ich geimpft worden bin."

"Ja, wenn ich volljährig bin, spiel ich doch nicht mehr mit Lego!"

Das Lachen bleibt im Halse stecken, weil an jedem vergeudeten Tag Menschen sterben.

....im Übrigen auch 80-jährige bekommen in Deutschland derzeit z.T. keinen Termin.

Am 03. Februar 2021 um 08:55 von dr.bashir

Und natürlich ist die Sache mit der Weitergabe der Daten für Pfizer/Biontech großartig. Wie soll man sonst die allseits geforderten Langzeitdaten für den Impfstoff bekommen. Ich kann mir aber vorstellen, was hier los wäre, wenn die Bundesregierung so etwas vereinbart hätte.
________________

Im Allgemeinen schätz ich Ihre Beiträge sehr.
Hier bin ich allerdings der Meinung, dass allem Datenschutz zum Trotz, die (anonymisierten) Daten der Patienten an den Hersteller geliefert werden sollten. Ich wüsste nicht, was damit für ein "Schindluder" getrieben werden könnte/sollte. Im Gegenteil, sollte die Weitergabe von anonymisierten Daten an Forschungsinstitute u. dergl. selbstverständlich weitergegeben werden, damit mit daraus lernen bzw. weiterentwickeln kann. Sollte in Pandemiezeiten eigentlich selbstverständlich und ja auch NÜTZLICH sein !

09:40 von odoaker

>>Zwang könnte die BR allerdings sofort und direkt ausüben, Kooperationen aber allenfalls "wohlwollend" (also wohl mit dem Geld der Steuerzahler).
Eine Mischung aus Zwang und "Wohlwollen" könnte aber gerade aktuell wirken. Indem z.B. deutsche Impfstoffhersteller auf Sputnik "ausgerichtet" werden.
<<

Eine "Mischung" aus Zwang und Wohlwollen auf die Hersteller ausüben? Wie soll das funktionieren? Und wieso erwähnen Sie ausgerechnet nur "Sputnik"?

@Adeo

Die Zuständigkeit hat Merkel z.B. an die EU delegiert. Dann hat die EU vergessen rechtzeitig und genügend zu kaufen.
Nein die Pharmaindustrie produziert nicht mehr ist aber bemüht die Produktion hoch zu fahren.
Die Impfstoffe die jetzt fehlen, die andere Länder rechtzeitig eingekauft hat sind Produktionen vooor der Zulassung ( auf Halde produziert) Daher kann man nicht auf der Stelle mehr liefern. Ind er Zukunft z.B. einem Jahr haben wir sicher genügen bis zu viele.
Es bleibt dabei, jetzt zu wenig weil nicht rechtzeitig gekauft.

@ 10:15 von Olivia59

Eine Frage: Wollen Sie mit Ihrem Verweis auf die frühere Tagesschau-Meldung allen Ernstes die gewichtigen logistischen Probleme von Kühlketten, Lagerung und Transport zum entscheidenden Faktor der Impfquoten machen? Diese Herausforderungen vor allen in afrikanischen Ländern gilt es zu bewältigen statt sie als Begründung für Nichts-tun herzunehmen.
Wer etwas ändern will, sucht Wege. Wer etwas nicht will, sucht Gründe - um das Wort 'Ausreden' zu vermeiden.
Dass Ihnen darüber hinaus egal zu sein scheint, wie viele Todesopfer das Coronavirus in Ländern mit anhaltend niedrigen Impfquoten verursachen würde, kommentiere ich mal nicht weiter.

Impfstoffknappheit nutzen …

… und proaktiv handeln. Wenn jetzt nicht schleunigst die Strukturen und Prozesse optimiert werden, erleben wir mit dem Anrollen ordentlicher Impfstofflieferungen das nächste Desaster.
Beispiel BW: Bei 11, 1 Mio Ew. u. einer Impfquote von 75 % werden bei 1,8 Dosen pro Impfling 15 Mio Impfungen erforderlich. Der tägliche Durchsatz der bestehenden Impfzentren dürfte bei 40.000 liegen. Bei einer 7-Tage-Woche heißt das > 1 Jahr.

Nachdem die Zulassung des CUREVAC-Vakzins sehr wahrscheinlich erscheint, wäre da jetzt nicht eine Aufnahme der Massenprodktion bei Risikoabsicherung des Herstellers sinnvoll, wenn sie nicht schon läuft?

Ich hab - leider - vorhergesehen, daß Politik u. Bürokratie das Impfen Versemmeln. Nachdem es jetzt Fakt ist, schlägt meine Zuversicht in Resignation um.

Dringend geboten wäre auch eine verläßliche Kommunikation. SPAHN sagt allen Willigen einen Termin bis 30.06. zu, wenige Tage später MERKEL: 21.09., aktuell MERKEL: 1. Dosis bis 21.09. Sommer ade.

09:29, IBELIN

>>Das staendige favorisieren europaeischer Loesungen hat sich Al's Bremsklotz erwiesen.

Die EU hat im Moment kein einheitliches Notfallmanagement fuer solche Krisen. Bis es so weit ist, und abgestimmt mit 27 Mitgliedsstaaten, muss jeder seinen eigenen Weg gehen. Ansonsten wirds langsam.<<

Allein sind wir stark, gemeinsam sind wir schwach...

Sie meinen, wenn sich die siebenundzwanzig Mitgliedsstaaten jeder für sich um den knappen Impfstoff gekloppt hätten, dann wären wir jetzt weiter?

Ich wage das zu bezweifeln.

@ um 11:22 von spax-plywood

"@ritchi
Haben Sie bei Ihrer Berechnung auch die Abnahme der Immunisierung berücksichtigt und ab wann spätestens die zweite Dosis in Abhängigkeit vom Alter gegeben werden muss? Und ob sich, so gedacht, das Problem nicht nur nach hinten verlagert?"
.
Meine Datenlage habe ich von quarks.de. Zur Abnahme der Immunisierung im Laufe der Zeit liegen noch keine Daten vor. Bei einer Impfung kann man jedoch durchaus von einem mindestens sechsmonatigem Schutz ausgehen. Da mit der Zeit mehr Impfdosen geliefert werden und wir sowieso davon ausgehen müssen, dass wir nach spätestens zwei Jahren erneut impfen müssen, wird ein jetziges Aussetzen der zweiten Impfung und ein Nachholen nach mehr als sechs Monaten ganz sicher mehr Menschenleben retten als das jetzige Procedere.

@ich 1961, 10:46

Danke für Ihren zustimmenden Kommentar. Manchmal ist es in einem Forum wie diesem sinnvoll, komplizierte Vorgänge in einfachen Worten oder auch einmal in einer Bildersprache darzustellen. Viele Gesetzmäßigkeiten im Leben lassen sich auf die gleichen Kernaussagen zurückführen. Bleiben Sie gesund!

Was ich einfach nicht

Was ich einfach nicht verstehe beim Einlademanagement: Ich, Frau über 50 erhalte regelmäßig alle 2 Jahre einen Brief vom Mammografiecenter nebst Termin für die fällige Mammografie. KOMPLETT automatisch, ohne dass ich da mal die Initiative ergriffen habe. Da stand der Datenschutz also nicht im Wege. Warum also jetzt?
Warum geht sowas nicht auch mit den Ü-80ern, die zuhause leben? Warum müssen die sich durch Callcenter oder Webseiten quälen, und oft auch noch ohne Erfolg?

Eine gerechte Verteilung

Würde zur Folkge haben das jedes Land prozentual zur Einwohnerzahl den Impfstoff bekommt. Dann kann es im Grunde keine Unterschiede in der prozentualen Anzahl der geimpften geben. Es sei der Fehler liegt im nationalen Missmanagement oder aber in einer doch nicht so gerechten Verteilung
Wie doch nicht wenige Foristen hier ihr Unverständnis äußern warum man nicht vorhandene Strukturen aus dem privaten Wirtschaftsbereich nutzt, warum muss man alles "neu" erfinden und vielleicht noch wer verdient daran
Leider vergessen hier viele sehr schnell ansonsten einfach mal erinnern an das Maskenchaos so lange bis die Privatwirtschaft eingeschaltet wurde so wohl bei der Beschaffung als auch dann in Folge bei der Logistik..

@Magfrad

Ihnen ist bekannt wer das Land dem sie freiwillig leben in der Pandemi geführt hat? Wer den kleinen "Obama Zweig" zur öffentlichen Gesundheitversorgung gebrochen hat?
Die USA selbst kann mit demokratischen Mittel für Abhilfe sorgen.
Wenn es Ihnen nicht gut geht on den USA kommen welcome back in good old Germany

10:53 von Nettie @Tremiro, 10:36

>>Ich habe nicht gesagt, dass irgendeine Partei Interesse daran habe, dass die Impfungen langsamer gehen als möglich, sondern dass "Parteien" (also Organisationen, die parteiische bzw. partikulare Interessen vertreten) dem Gemeinwohl "übergeordnete" Interessen haben könnten, die verhindern, dass die so schnell wie möglich gehen können.<<

Sie haben jetzt genauer definiert was sie unter Parteien verstehen. Aber was das für Interessen sein sollen ist nach wie vor Ihr Geheimnis.

Corona-Impfen in der häuslichen Krankenpflege

Klar ist in vielen Fällen der Betagten und hoch Betagten, die von der häuslichen Krankenpflege betreut werden, dass diese Menschen u.U. nicht zu den Impfzentren hingelangen, - völlig egal ob sie einen Termin im Terminvergabechaos ergattert haben oder nicht - .

Hier bedarf es noch der Regelung der Transportmöglichkeiten und der Regelung der Kosten (können auch Taxis sein).

Da macht es z.B. Sinn mit der Zusendung des Impftermins auch gleich den Gutschein zum Transport dazu zu legen. Die Daten liegen bei den Gesundheitskassen vor, wer darauf Anspruch hat.
Und falls es mal nicht so klar sein sollte, kann es auch mal unbürokratisch zu gehen, indem mal auf das Alter geschaut wird. Bei ca. 80 J. der zu Impfenden darf auch mal davon ausgegangen werden das die Mobilität eh etwas eingeschränkt ist.

Und ist der Termin bei den zu Impfen eingegangen, und im Haushalt lebt die Ehefrau/der Ehemann, so kann ein Antrag an die Gesundheitskasse gestellt werden, dass er/sie als 2.Pers. auch geimpft wird

@ 11:31 von Der Lenz

"Ja, es gibt immer auch die Kinder die das Marshmallow gleich essen ... "

Jedem sein Weltbild, auch wenn's das von Marshmallows ist ...

@ um 11:29 von dr.bashir

"@11:02 von Ritchi
Ihre Mathematik mag korrekt sein. Was Sie nicht einkalkulieren ist die Frage, wie lange der Impfschutz mit nur einer Dosis dann anhält. Es nützt ja nicht viel, wenn wir jetzt 4 Mio. Geimpfte mit einer Dosis hätten (mit einem akuten Schutz mit Ihren 80%). Das wären dann auch nur 5% der Bevölkerung und evtl. fangen wir dann bei denen nach einigen Monaten wieder von vorne an mit der Impfung.
Ich gebe zu das weiß keiner und so kann man beide Entscheidungen treffen und hinterher kann immer jemand sagen, er hätte das schon vor einem Jahr gesagt."
Ja, genau weiß das niemand, von mindestens 6 Monaten darf man aber ausgehen. Das reicht auch aus, da wir davon ausgehen, dass wir in den nächsten Monaten deutlich mehr Impfdosen bekommen werden.
Gerade wenn man eine Datenlage nicht genau kennt, darf man nicht die unbekannte Größe zum Maßstab machen. Insofern ist die Frage, wie lange nur eine Impfung schützt nicht die richtige Frage, sondern wie wir mehr Menschenleben retten können

11:03 von 0_Panik

Wenn sich Forist Magfrad darüber beklagt, dass "auf sehr hohem Niveau rumgezetert und gemeckert" werde, so hat er einfach nur recht. Extra für Sie mal ein winziger (!!!) Auszug aus gestrigen Kommentaren zur Impfthematik:

"Wie selbstgerecht unsere Kanzlerin mittlerweile ist."
"Wir großen Europäer haben nur verpennt..."
"und wir das blöde Volk müssen darunter leiden."
"Dieser Gipfel war eine Frechheit, die ganze Welt lacht sich über uns kaputt."
"diese ignorante Kanzlerin"
"Fr. Merkel macht die deutsche Wirtschaft voll kaputt"
"wie lange sich das Volk dies noch gefallen läßt?"
"Es ist immer wieder erstaunlich, wie viele Worte Politiker brauchen, um nichts zu sagen."
"Wenn das Thema nicht so Ernst wäre , müsste Mann vor Lachen krumm werden . Und das alles auf Kosten der Bürger ."

Halten Sie das für konstruktive Kritik? Können Sie aus solchen Äußerungen irgendeine Idee ableiten, wie es besser werden kann?
Ich nicht.

09:56, Giselbert

>>Elementare Markt-Mechanismen wurden ignoriert, wer zuerst kommt malt zuerst, Angebot und Nachfrage regeln den Preis.<<

Sie meinen wirklich, man sollte die Bekämpfung einer weltweiten Pandemie den Kräften des Marktes überlassen?

Wer zuerst kommt, mahlt zuerst, wer kein Geld hat, geht leer aus und den letzten beißen die Hunde?

Das kann es doch wohl nicht sein.

10:48 von Magfrad

Seien Sie verdammt froh, dass Sie nicht in den USA und nicht in Florida leben!
.
also mein lieber Magfrad, möchte ihnen ja nicht zu nahe treten
aber was bewegt sie in diesem Land zu leben
warum kommen sie nicht nach Deutschland oder in die Schweiz
Zitat :"Israel hat nicht mal so viele Einwohner wie NRW."
und wohl auch nicht mehr Geld ....

um 10:59 von dr.bashir

>>
Ebenso korrekt. Wer sich infiziert und ungeimpft ist hat die gleiche Situation wie ohne Herdenimmunität. Die Sterberate bleibt gleich, aber x% von wenigen Infizierten sind deutlich weniger Tote als x% von vielen Infizierten.

Und wenn erst mal genug Impfstoff für alle da ist, ist es ja eine freiwillige Entscheidung, das Risiko einzugehen.
<<

Ich bin durchaus Optimist und sicher, dass man mit dem Virus umgehen kann. Es wird aber absehbar keine Basis für Leichtsinn geben. Neben den freiwillig Ungeimpften gibt es ja auch noch die, die nicht geimpft werden können und man darf auch nicht vergessen, dass die Impfstoffe keine 100%-ige Sicherheit bieten. Dann kommen noch die Mutationen und die Frage der Ansteckungsfähigkeit trotz Impfung und die Frage, wie lange die Wirkung anhält.
Ich plädiere daher für einen klugen Optimismus.

@11:06 von Bruno14

"Anspruch und Realität klaffen immer auseinander, denn der Anspruch definiert die Zielrichtung, wohin sich die Realität entwickeln soll. Und für die Formulierung von Ansprüchen oder Zieldefinitionen sind Grundhaltungen und Werte ein wesentlicher Bestandteil - das hat mit dem abwertenden Begriff "Virute-signalling" bzw. auf deutsch "Zurschaustellung der eigenen Tugendhaftigkeit" nichts zu tun."

Ich nehme das leider anders wahr. Frau Merkel hat davon gesprochen so viel Impfstoff zu besorgen wie möglich ist und eben nicht das Statement von WHO-Chef Tedros erwähnt wie user "Letztenburger" (09:47 Uhr)
Wenn der Anspruch was zählen würde müssten sich stimmen melden, die fordern, dass das marktwirtschaftliche Impfstoffgerangel gestoppt wird und wie geplant über die WHO läuft.

@Demokrat49/@Embsener

"Welche Fehler sollen den zugegeben werden?"

Ach kommen Sie; gleich zu Beginn das Chaos Masken ja, Masken nein. Dann die verschlafene Vorbereitung der Schulen während der Sommerferien. Dann das Chaos mit Beherbergungsverbot in einzelnen Ländern. Und jetzt noch die dilettantische Vorbereitung bzw. Organisation der ersten Impfwelle.

Das halten Sie alles für gut gemacht? Ich nicht.

Das Impftempo ist nur ein Schauplatz

Im Moment fixieren wir uns auf das Tempo der Impfungen. Dabei sollten wir aber alle anderen Punkte nicht aus den Augen verlieren. Dazu gehört, solange wir nicht genügend Impfdosen haben, insbesondere die Wirksamkeit der Maßnahmen zur Reduktion der Inzidenz an. Und da läuft wohl etwas schief. Sorgen macht mir, dass in allen Bundesländern die Inzidenzen nicht gegen 0 streben, sondern sich asymptotisch der 80 annähern (Abb. im täglichen pdf-Lagebericht des RKI).
Angesichts dieser Tatsache ist die Frage, auf welcher Position wir beim Impfttempo liegen, deutlich nachrangig.

@11:20 von Adeo60

"... Und siehe da: Plötzlich klappt es ja mit zusätzlichen Lieferungen ... "

Nur die Impfstoffe kommen in den Impfzentren nicht an.
Die Unternehmen müssen an der Produktion arbeiten. Die Logistik der Zulieferer ist hier und da mal unterbrochen.

Wie bekannt, läuft in den Impfzentren derzeit nix, u.a. wg. Impfstoffmangel.

In Israel geht die Zahl der

In Israel geht die Zahl der schweren Verläufe und der Todesfälle dank der Impfung der "Vulnerablen" rasant zurück, aber die Zahl der Neuinfektionen bleibt auf hohem Niveau.
Dies zeigt einerseits, wie wichtig die Impfung dieser Gruppe ist, andererseits aber auch, daß die Zahl der Neuinfektionen nach der Impfung dieser Gruppe nicht mehr im Vordergrund stehen darf.
Ich frage mich darüberhinaus, ob alle noch so strengen Maßnahmen tatsächlich die erwünschte Wirkung bringen, wenn die Zahlen in Schweden, das von Anfang an auf verpflichtende Einschränkungen verzichtete deutlich sinken, während sie in Frankreich steigen, wo die Freiheitseinschränkungen sehr streng sind? (7-Tage-Inzidenz seit 1.1.) Auch ist die Zahl der Toten pro Tausend in Frankreich mit 1,19 höher als in Schweden mit 1,16.- In Israel ist diese Zahl 0,56, in Deutschland 0,70.
Quelle: www.corona-in-zahlen.de/weltweit/

@10:45 von DüsselTom

>> Die Preiskalkulation besteht aus der
>> Berechnung des Selbstkostenpreises
>> sowie der hinzugefügten „angestrebten
>> Gewinnmarge“.

Am Schluß noch die Mehrwertsteuer obendrauf, aber ansonsten haben Sie mich richtig verstanden.

09:59 von Carpe noctem

Ein gut gelungener Kommentar bei den (meist enttäuschten) UserInnen. Da gibt es nichts hinzuzufügen.

11:30, sosprach

>>@Epilog
In det Theorie haben die Soziologen recht.
Können Sie erklären warum die Menschheit sich seit Anbeginn ständig gegenseitig auf die Mütze gehauen haben und weiterhin tun?
Wäre doch viel schöner wir würden uns alle liebhaben.<<

Liebhaben und auf die Mütze hauen sind beides seit Anbeginn Teil des menschlichen Verhaltensspektrums. Ich bin dafür, ersterem gegenüber letzterem den Vorzug zu geben. Und bin da nicht der einzige.

You may say I'm a dreamer, but I'm not the only one...

Den Kommentar des Foristen "Epilog" um 9:44, auf den Sie sich wahrscheinlich beziehen, finde ich übrigens ganz großartig.

11:36 von Marmolada

..im Übrigen auch 80-jährige bekommen in Deutschland derzeit z.T. keinen Termin.
.
dem möchte ich ja nicht generell widersprechen
wenn sie das behaupten

wundert mich aber trotzdem, dass ein Verwandter von mir im letzten Jahr das 1te
und vor 2 Wochen das 2te mal geimpft wurde
und er kennt den Gesundheitsminister nicht persönlich

@ Marmolada, um 11:36

“...im Übrigen auch 80-jährige bekommen in Deutschland derzeit z.T. keinen Termin.“

Kein Impfstoff - kein Termin.

Ob es daran liegt?

11:41 von fathaland slim

um den Impfstoff kloppen ?

hätte vielleicht mal seine Krämerseele beiseite gelassen
und etwas '"großzügiger" bestellt
aber bis man 27 Länder unter einen Hut bringt, manches macht man besser selber (und schneller)

Was bringt jetzt jede Menge Impfstoff ...

... in den Impfzentren, wenn die Betagten und hoch Betagten jede Menge Schwierigkeiten haben um überhaupt einen Impftermin zu bekommen.

Und selbst wenn sie einen Impftermin im Terminvergabechaos ergattert haben, bleibt die Frage, wie sie zum Impftermin in das Impfzentrum kommen sollen.

Und nicht alle zu Impfenden aus der Gruppe haben zu Hause die Möglichkeit, dass sie mal eben eine Begleitperson mit Auto genau dann zur Verfügung haben, wenn auch der Termin zum Impfen ist.

@10:53 von Sisyphos3

>> und wenn wir uns mit den USA
>> vergleichen (9,4 Mill/Woche)

Das ist eine riesige Leistung, die ich neidlos anerkennen kann.

Aber in den USA sehe ich ein anderes Problem:
Die, die jetzt geimpft werden, sind die, die es sich leisten können. Ich gehe aber von mind. 100Mio. US-Bürgern aus, die sich die Impfung nicht(!) leisten können.

11:38, sosprach

>>Nein die Pharmaindustrie produziert nicht mehr ist aber bemüht die Produktion hoch zu fahren.
Die Impfstoffe die jetzt fehlen, die andere Länder rechtzeitig eingekauft hat sind Produktionen vooor der Zulassung ( auf Halde produziert) Daher kann man nicht auf der Stelle mehr liefern. Ind er Zukunft z.B. einem Jahr haben wir sicher genügen bis zu viele.
Es bleibt dabei, jetzt zu wenig weil nicht rechtzeitig gekauft.<<

Ich bezweifle, daß es mehr Produktionskapazitäten gäbe, wenn auf Verdacht frühzeitig etwas bestellt worden wäre, das es noch gar nicht gab, geschweige denn zugelassen war.

Die Impfstoffentwicklung wurde mit großen Mengen Steuergeld gefördert. Es war also von vornherein klar, daß ein Impfstoff, der funktioniert, auch abgenommen würde. Die mangelnden Produktionskapazitäten sind gewiss nicht einer unsicheren Abnahmeerwartung geschuldet, sondern schlicht und einfach der Tatsache, daß sich die Produktionsinfrastruktur nicht von heute auf morgen aus dem Boden stampfen lässt.

11:23 von harry_up

«Gleichwohl:
Besser wird durch das Nachkarten nichts, der Fokus gehört jetzt auf die Abläufe vor und während dem Impfen gerichtet, da ist noch eine Menge zu tun.»

Zusätzlich nervt es ohne Ende, dass es gar keine Gesprächsrunde oder Talkshow im TV mehr gibt, bei denen Nachkarten wegen Bestellung und Lieferung der Impfstoffe nicht das überwiegende Hauptthema ist. Nicht nur wie gestern bei Markus Lanz. Auch sonstwo überall und andauernd.

Es nervt nicht nur, es bringt auch gar nichts an neuen Erkenntnissen, was irgendwen voran bringen könnte auf dem Weg der Besserung zu Corona im Land. Kann man als Zuschauer schon erfreut vor dem TV sitzen, wenn mal wer wie Herr Laumann als NRW-Gesundheiteminister in seiner unaufgeregten Art was sagt.

Oder Herr Kretschmann aus BW so eine Art von Anfall der Aufregung bekommt, weil auch er es nicht mehr fassen kann, in welcher Endlosschleife immer wieder das gleiche gefragt wird. Was sich nachträglich sowieso nicht mehr ändern lässt.

Großes Elend.

@11:54 von Olivia59

Eine Frage: Ist Ihnen entgangen, dass Kanzlerin Merkel auf dem virtuellen Weltwirtschaftsforum in Davos zu einer gerechten internationalen Verteilung von Impfstoffen aufgerufen hat? Zitat: "Es geht um die faire Verteilung des Impfstoffs..." gerade auch "in Zeiten der Knappheit". sie hat damit ausdrücklich die internationale Covax-Initiative unterstützt, um auch ärmere Länder mit Impfdosen zu versorgen.
Aber ich gebe Ihnen recht, dass das nicht eindeutig die Strategie der Beundesregierung im Umgang mit Impfstoffbesorgung und -verteilung zu sein scheint.

@Sisyphos3 11:53

Was mich bewegt in den USA zu leben? Hier ist nun einmal meine Familie. Meine Frau hat ihren unbefristeten Job in einer Klinik hier. Meine Kinder wohnen alle in den USA und ich will in der Nähe von ihnen sein. Ich komme immer gerne nach Deutschland und in die Schweiz um meine Geschwister und Freunde zu besuchen, ganz würde ich nie nach Deutschland kommen, weil ich dafür zu viel aufgeben müsste und meine Familie ist mir wichtiger als mein Wohnort.

11:47, Giselbert

>> 11:31 von Der Lenz
"Ja, es gibt immer auch die Kinder die das Marshmallow gleich essen ... "

Jedem sein Weltbild, auch wenn's das von Marshmallows ist ...<<

Kann es sein, daß Sie das Bild, das der Mitforist benutzt hat, gar nicht verstanden haben?

Die Tatsache, daß Sie es für ein Weltbild halten, lässt diesen Verdacht in mir aufkeimen.

Am 03. Februar 2021 um 12:09 von saschamaus75

Aber in den USA sehe ich ein anderes Problem:
Die, die jetzt geimpft werden, sind die, die es sich leisten können. Ich gehe aber von mind. 100Mio. US-Bürgern aus, die sich die Impfung nicht(!) leisten können.
-------------------------------------------
Von der Sorge kann ich sie erlösen. Die Impfung ist in den USA vollkommen kostenlos für jeden Bürger.

@11:14 von Sisyphos3

>> sollten die mit derselben Geschwindigkeit
>> impfen wie wir also so 0,8 % der
>> Bevölkerung / Woche ....

Ähh, warum sollten sie?

Der Vatikan hat lt. Wikipedia 618 Staatsbürger, davon 453 Einwohner im Staatsgebiet.

Also, bei mir macht das bei nur 2 Impfstraßen:
1 Woche lang alle Einwohner des Staatsgebiets impfen, 1 Woche Pause, in der 3. Woche Vollimpfung für Alle. -.-

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