Kommentare - Analyse: Wie geht es weiter in Myanmar?

01. Februar 2021 - 15:32 Uhr

Das Militär hat nach seinem Putsch in Myanmar Wahlen versprochen - doch wann werden sie kommen? Und wie demokratisch wird das Land dann sein? Viel hängt nun von China ab, analysiert Lena Bodewein.

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Kommentare

Myanmar

Diese Ablösung ist schon lange fällig. Diese Dame ist keine Demokratin. Siehe Ausweisung Andersgläubige.

13:06, 1A Polyglott, geschlossener Thread

>> Aus Myanmar wurden sie gewaltsam vertrieben, nachdem einige Angehörigen dieser vor ein paar Generationen eingewanderten Bevölkerungsgruppe Anschläge und Gräueltaten an den Burmesen begangen hatten.<<

Klassisches Victim Blaming.

Außerdem ist es historisch falsch, daß die Rohingya vor ein paar Generationen nach Myanmar/Birma/Arakan eingewandert wären.

12:46, RoyalTramp

>>Mich stört jedenfalls die einseitige mediale Darstellung der Rohingya als exklusives Opfer<<

Und mich stört Ihre Relativierung von Vorgängen, die durchaus völkermordähnlich zu nennen sind.

Es ist aber immer schon in manchen Kreisen üblich gewesen, verfolgten Gruppen eine Mitschuld an ihrer Verfolgung zuzuschreiben. Immer und überall.

Tatsache ist, daß die muslimische Bevölkerung des 1948 von den Briten neu geschaffenen Staates Burma/Birma, der jetzt Myanmar heißt, seitdem mehr als zwanzig Militäraktionen über sich ergehen lassen musste. Die erste im Gründungsjahr dieses Landes.

Erwarten Sie wirklich, daß eine seit mehr als siebzig Jahren brutal verfolgte Volksgruppe brav stillhält und all dies gottergeben erträgt?

Das wäre ein Novum in der menschlichen Geschichte.

"Angefangen" hat eindeutig das Militär dieses Landes, vor 73 Jahren.

15:36, HN

>>Diese Ablösung ist schon lange fällig. Diese Dame ist keine Demokratin. Siehe Ausweisung Andersgläubige.<<

Sie übersehen, daß die Verfolgung Andersgläubiger von genau dem Militär initiiert wurde, das "diese Dame" jetzt gestürzt hat. Und jetzt erst recht weitergehen wird.

Mir ist nicht klar, warum der

Mir ist nicht klar, warum der Putsch jetzt durchgeführt wurde.

Das Militär hatte doch schon die Kontrolle über wichtige Ministerien und viele Sitze im Parlament.

Warum hat das Militär jetzt so gehandelt?

@ 15:42 von fathaland slim

Es scheint mir, dass Sie noch nie in Myanmar/Birma gewesen sind und die tatsächlichen Verhältnisse dort nur ungenügend kennen.

„Wie geht es nun weiter in Myanmar?“

Der Einleitungstext zu diesem Artikel lässt doch schon auf die wahrscheinlichste Antwort auf diese und die andere Frage („Und wie demokratisch wird das Land dann sein?“) schließen: „Viel hängt nun von China ab“

Das lässt nichts Gutes ahnen.

„Ein einstmals stolzes Reich, kolonialisiert von den Briten, von den eigenen Militärs jahrzehntelang unterdrückt, und nach vorsichtigen Schritten in Richtung Demokratie wieder zurückgeworfen in finstere Zeiten - Myanmars Historie ist die eines drangsalierten Landes. Der Militärputsch ist ein Symptom für alles, was im früheren Burma an Konflikten schwelte, was nie geheilt wurde, was zu schwierig zu vereinen ist“

Vor allem, wenn diese Aufgabe ausgerechnet den Nachfolgern derer überlassen wird, die die Bürger dieses einstmals stolzen Reichs kolonialisiert, unterdrückt und drangsaliert haben.
Und die globale Rüstungsindustrie samt der von ihr abhängigen Zulieferer schon wegen der "Arbeitsplätze" ein elementarer Stützpfeiler der Weltwirtschaft bleibt.

Information an euch...

Die arbeitende Unterschicht,die ihr so sehr verachtet,pfeift aufgrund eures tun`s aus dem letzten Loch.

Deshalb geht ihr mit euren Pensionsansprüchen genauso unter,wie die Bürger die ihre so sehr verachtet...

16:02 von Gogolo

Es scheint mir, dass Sie noch nie in Myanmar/Birma gewesen sind

Brauch er auch nicht, er hat gewiss Freunde dort.

15:36 von HN - Hinweis

ob demokratisch oder nicht. Ob gewollt oder nicht,- das entscheiden nicht wir in Deutschland, sondern die Menschen vor Ort. Und selbst wenn es so wäre, wie Sie es hier schreiben, so ersetzt man nicht eine Diktatur durch eine andere.

Gott bewahre Myanmar ...

... und jedes andere Land dieser Welt vor einer Abhängigkeit von den USA! China mit seiner jahrtausendealten Hochkultur ist demgegenüber die einzige Weltmacht, der man (einschließlich Deutschlands!) wirklich vertrauen kann und die global geradezu selbstlos in jeder Hinsicht Gutes bewirkt...

Was sind denn die Hintergründe des Putsches?

Was sind denn die Hintergründe des Putsches?

Das geht aus den bisherigen Berichten noch nicht hervor.

Bisher hat Suu Kyi Myanmar in vorbildlicher Weise regiert.

16:02 von Gogolo

das werden ihm seine mitmusikanten von dort erzählt haben. den rest weis er wie sonst halt auch , alles aus erfahrung

Myanmar

Sehr geehrte Damen

Wie es dort weiter geht?
Nun, das wird in Peking entschieden wo den sonst.
Die Militärdiktatur, wird wieder das sagen haben und das Miltär hatte dort schon immer das sagen.
Bin oft in Südostasien und meiner Erfahrung nach hat auch in anderen Nachbarstaaten wie Thailand und Laos das Militär die Hosen an, ob es uns Westlern gefällt oder nicht, das war seit dem 2 Weltkrieg immer so.

Myanmar

Dem kann ich nur beistimmen

Frage: warum hängt das in Myanmar von China ab??

Frage zu der Sache:

warum hängen die Ereignisse in Myanmar von China ab??

https://www.tagesschau.de/ausland/asien/analyse-putsch-myanmar-101.html

China als Machtfaktor

Die Verflechtungen sind vielfältig: Aus China sind viele Drogenproduzenten nach Myanmar übergesiedelt, nachdem sie im eigenen Land aufgeflogen waren. Wildtier-, Waffen- und Menschenhandel blühen ebenso wie legale Großprojekte: Die "Neue Seidenstraße" läuft auch durch Myanmar.

Denn China muss schon selber dafür Sorge tragen, dass von dort aus keine Drogenproduzenten nach Myanmar umsiedeln. China muss selber bei sich Zuhause mehr gegen Drogen tun.

Außerdem muss Myanmar selbst entscheiden können, ob es bei dieser "Seidenstraße" mitmachen will oder nicht. Das ist Myanmars eigene freie Entscheidung. Das darf niemand anders für Myanmar entscheiden.

16:02, Gogolo

>>@ 15:42 von fathaland slim
Es scheint mir, dass Sie noch nie in Myanmar/Birma gewesen sind und die tatsächlichen Verhältnisse dort nur ungenügend kennen.<<

Waren Sie dort? Sprechen Sie die Sprache(n)? Wissen Sie über all die Volksgruppen in diesem künstlich geschaffenen Vielvölkerstaat Bescheid?

Dann diskutieren Sie bitte inhaltlich mit mir und nicht ad personam.

Das würde der Diskussion ungemein aufhelfen.

@gescheit wie ein Blitz, 16:22

Bisher hat Suu Kyi Myanmar in vorbildlicher Weise regiert.

Es überrascht mich nicht, dass für Sie die Vertreibung und Ermordung von Minderheiten, zumal wenn es sich um muslimische handelt, Kennzeichen einer "vorbildlichen" Regierung ist.

Myanmar muss doch entscheiden ob es diese Investitionen will

Weiterhin muss doch Myanmar selber frei entscheiden können, ob es diese Investitionen von China überhaupt will:

Chinas Billionenprojekt fördert Länder weltweit in Sachen Infrastruktur, in Bahnlinien, Häfen, Kraftwerken, und stürzt sie gleichzeitig in finanzielle Abhängigkeit.

Maynmar muss auch selber mehr in seine Infrastruktur investieren. Dann muss Myanmar ebenfalls frei entscheiden können, mit wem es Investitionsverträge macht oder nicht. Zusätzlich würde ich mich nicht auf diesen chinesischen Impfstoff verlassen:

Kein Wunder auch, dass der chinesische Außenminister im vergangenen Monat Myanmar einen Besuch abstattete und Gratis-Impfdosen des chinesischen Covid-19-Impfstoffes versprach.

Die Frage dabei ist doch: wie sicher und verträglich ist dieser Impfstoff aus China?? Denn auch über den habe ich so einiges fragwürdiges gelesen. Mayanmar sollte sich nicht von der chinesischen Propaganda einfangen lassen sondern unabhängig bleiben.

@jautealis, 16:04

Bitte Satire/Ironie auch als solche kennzeichnen.
Falls es keine war: oh weh, beschäftigen sie sich bitte mal mit den globalen Segnungen durch die Parteidiktatur der VRC.
Den afrikanischen ArbeiterInnen macht es vermutlich kaum einen Unterschied, ob sie von einem Kapitalisten aus dem Westen oder dem Osten ausgebeutet werden.

16:12, Barbarossa 2

>>16:02 von Gogolo
Es scheint mir, dass Sie noch nie in Myanmar/Birma gewesen sind

Brauch er auch nicht, er hat gewiss Freunde dort.<<

Weder noch.

@Barbarossa 2 & @Wilhelm Schwebe, wg. fathaland

Ich bin natürlich völlig überzeugt, dass ausgerechnet Sie beide anerkannte Koryphäen in burmesischer Geschichte und Landeskunde sind. Deshalb ist es nicht nur angemessen, sondern der Diskussion zuträglich, wenn Sie sich darin überbieten, anderen die Kompetenz oder gar die Berechtigung abzusprechen, dass sie hier mit diskutieren.
Nichtsdestoweniger würde ich es begrüßen, wenn Sie sich darüber hinaus noch zum Thema äußerten.

16:02 von Gogolo

@ 15:42 von fathaland slim

«Es scheint mir, dass Sie noch nie in Myanmar/Birma gewesen sind und die tatsächlichen Verhältnisse dort nur ungenügend kennen.»

Dann erzählen Sie als Myanmar-Kenner uns doch das Wichtigste in 1.000 Zeichen, wie es dort tatsächlich ist. Gerade über Länder in Asien erfährt man von den Echten Kennern immer wieder gerne was Neues und / oder Grundlegendes.

So schlecht sind meine Kenntnisse zu Asien gar nicht. Nie ist mir allerdings bisher persönlich wer begegnet, der jemals in Myanmar war.

Was ich aber kenne, ist der Film des deutschen "Comedian" Michael Mittermeier über seinen Kollegen und guten Bekannten aus Myanmar. Der versuchte, trotz großer Gefahren sogar solche Ereignisse wie Unterdrückung div. religiöser Minderheiten im Land "comedian-like" auf die Bühne zu bringen. Das brachte ihn selbst in den Knast.

Neben den Rohingya sind es noch die "Karen" als Christen, die auch von tlws. äußerst aggressiven buddhlstischen Mönchen sehr geschmäht werden.

@ fathaland slim

"Klassisches Victim Blaming."

Die Rohingya sind in diesem Konflikt aber nunmal nicht nur Opfer, sondern auch Täter zugleich. Allerdings Täter, die in der Wahl der Waffen den Birmesen deutlich unterlegen sind. Aber äußere Realitäten haben Autonomiebestrebungen noch nie von ihrem Ansinnen abgebracht, auf Gewalt zur Erreichung ihrer Ziele zu verzichten...

16:23 Wilhelm Schwebe

>>16:02 von Gogolo
das werden ihm seine mitmusikanten von dort erzählt haben. den rest weis er wie sonst halt auch , alles aus erfahrung<<

Ein Thema, bei dem manche meiner Mitforisten gern persönlich werden.

Es geht ja unter anderem um Moslems.

Nein, ich kenne keine Mitmusikanten aus dieser abgeschotteten Militärdiktatur. Lese allerdings viel und verfolge die Nachrichten, auch über Burma/Birma/Myanmar, seit vielen Jahrzehnten.

@ HN (15:36): Militärputsch ist inakzeptabel

hi HN

Bei aller Ablehnung für Suu Kyi - bei der ich Ihnen ja recht gebe - geht so ein Militärputsch trotzdem nicht. Sowas verstößt gegen internationales Recht und Völkerrecht.

Außerdem lese ich auch, dass es bei der Wahl nicht so ganz demokratisch zuging. Mehrere Minderheiten waren von der Wahl ausgeschlossen:

https://tinyurl.com/y3vrfkco
Salzburger Nachrichten: Wahl in Myanmar mit "grundlegenden Mängeln" 08. November 2020 18:37 Uhr

Internationale Beobachter hatten schon vor der Abstimmung befürchtet, dass die Wahl weder frei noch fair verlaufen würde. Grund: Die Wahlkommission hatte entschieden, dass in mehreren von ethnischen Minderheiten dominierten Konfliktregionen wegen Sicherheitsbedenken gar nicht gewählt werden durfte. Damit seien 1,5 Millionen Menschen von der Abstimmung ausgeschlossen worden, monierten Menschenrechtler. Zudem konnten Hunderttausende in Myanmar verbliebene Rohingya nicht teilnehmen - ihnen wurde 1982 die Staatsbürgerschaft entzogen.

@ Eislöwe (15:52): Exakt genauso ist es - Putschisten festnehmen

hi Eislöwe

Exakt genauso ist es!

Militärputsche sind immer illegal und niemals gerechtfertigt. Es gibt failed states. Aber niemals hat Militär Politik ersetzen können.

korrekt! Deswegen sind diese Militärputschisten festzunehmen und vor ein ordentliches Gericht zu bringen und in einem fairen Verfahren abzuurteilen.

16:24, Tapfertoaster

>>Bin oft in Südostasien und meiner Erfahrung nach hat auch in anderen Nachbarstaaten wie Thailand und Laos das Militär die Hosen an, ob es uns Westlern gefällt oder nicht, das war seit dem 2 Weltkrieg immer so.<<

Es wurde in diesen Ländern nach dem zweiten Weltkrieg, der auch das Ende der Kolonialzeit dort markierte, von Westlern, nämlich den alten Kolonialmächten, so eingerichtet.

um 16:41 von Demokratieschue...

>>
korrekt! Deswegen sind diese Militärputschisten festzunehmen und vor ein ordentliches Gericht zu bringen und in einem fairen Verfahren abzuurteilen.
<<

Sehr gut ! Könnten Sie das bitte erledigen und dann hier darüber berichten ? Danke !

16:37, RoyalTramp @ fathaland slim

>>Die Rohingya sind in diesem Konflikt aber nunmal nicht nur Opfer, sondern auch Täter zugleich. Allerdings Täter, die in der Wahl der Waffen den Birmesen deutlich unterlegen sind.<<

Unterlegene Täter?

Das müsste Sie eigentlich ein wenig zum Nachdenken bringen.

Weiteres dazu habe ich Ihnen bereits um 15:55 geschrieben.

schon wieder daneben geraten :-)

um 16:27 von Demokratieschue...
>>Frage: warum hängt das in Myanmar von China ab??
Frage zu der Sache:
warum hängen die Ereignisse in Myanmar von China ab??

>https://www.tagesschau.de/ausland/asien/analyse-putsch-myanmar-101.html
China als Machtfaktor ...<
Denn China muss schon selber dafür Sorge tragen, dass von dort aus keine Drogenproduzenten nach Myanmar umsiedeln. China muss selber bei sich Zuhause mehr gegen Drogen tun.<<
__________
1949 zog eine geschlagene Guomindang-Armee - also US-Verbündete - ins Goldene Dreieck und bauen bis heute dort Opium an und verkauften es ... lange, lange nach Übersee (Namen darf ich wohl nicht nennen - sonst gibt es wieder rot).

Die Drogenpolitik der VR China ist sehr, sehr deutlich und seit mehr als 50 Jahren betraf es nur schmuggelnde Ausländer. Mit der richtigen Menge und Qualität droht Ihnen die Todesstrafe.

Artikel der TS aus Singapore hat leider einige sachliche Lücken.

Gruß, Wolfgang

@ jautaealis

Das behaupten noch nicht einmal die Chinesen selbst, dass sie "selbstlos" helfen würden. Nein, da machen die Chinesen keinen Hehl aus ihren wirt. Interessen. Der Vorteil ist indes: Chinesen stellen keine polit. oder gesell. Vorbedingungen & deshalb gehen die meisten sehr gerne Verträge mit CN ein. Sie geraten dadurch zwar in eine gewisse Abhängigkeit, aber immerhin: dank chin. Beteiligungen geht es dann in den Ländern endlich vorwärts, wo jahrelang (auch trotz europ. Entwicklungshilfe) nur Stagnation herrschte. Die Chinesen sind halt "Macher" im wahrsten Sinne & knallen den Ländern schonmal ungefragt Krankenhäuser & 8-spurige Autobahnen in die Landschaft. Und anders als bei europ. Entwicklungshilfe geht es den Chinesen tatsächlich darum, den Lifestyle der Bevölkerung komplett auf Konsum umzustellen, um ihre Produkte absetzen zu können.

Nicht zuletzt: CN setzt - im Gegensatz zu anderen - seine Vorstellungen in diesen Ländern nicht mit Militärgewalt durch.

@ HN (15:36): Diese Wahl hatte grundlegende Mängel

@ HN

Da diese Wahl grundlegende Mängel hat, darf dieses Wahlergebnis so nicht anerkannt werden, wenn nicht alle Staatsbürger zur Wahl gehen dürfen. Wenn, dann müssen alle Staatsbürger wählen dürfen.

Und was diese Rohingya angeht, muss diese Sache geklärt werden. Denn Minderheitenunterdrückung ist per internationalem Recht verboten:

https://www.zivilpakt.de/minderheitenschutz-3409/

Artikel 27
In Staaten mit ethnischen, religiösen oder sprachlichen Minderheiten darf Angehörigen solcher Minderheiten nicht das Recht vorenthalten werden, gemeinsam mit anderen Angehörigen ihrer Gruppe ihr eigenes kulturelles Leben zu pflegen, ihre eigene Religion zu bekennen und auszuüben oder sich ihrer eigenen Sprache zu bedienen.

Aber: es geht auch um diese Frage, ob von diesen Rohingya Gewalttaten ausgegangen sind. Außerdem berichtet die Internationale Gemeinschaft für Menschenrechte über schwerste Kriegsverbrechen an den Rohingya.

@ HN (15:36): Dazu hier lesen

@ HN

Dazu hier lesen:

https://tinyurl.com/y6er7rpq
igfm.de: Rohingya in Myanmar: Opfer von Gewalt und ethnischen Säuberungen

Anti-muslimische Bewegung

Ein prominenter Mönch, U Wirathu, auch als „der buddhistische Bin Laden“ bekannt, ist Anführer der Bewegung „969“. Die drei Ziffern symbolisieren die Werte Buddhas, der buddhistischen Praktiken und der buddhistischen Gemeinschaft. Die Bewegung ist eine nationalistische, pro-buddhistische Gruppe, die maßgeblich für die anti-muslimische Bewegung verantwortlich ist und behauptet, die Muslime seien eine Bedrohung für Buddhisten. Obwohl er leugnet, zu Gewalt aufzurufen, ist sein Name in vielen Aufrufen zur Gewalt gegen Rohingya zu finden, die von der Organisation des Terrors „969“ verbreitet werden, und in seinen „friedlichen Ansprachen“ wird zur Bildung einer anti-muslimischen Bewegung ermutigt.

Weiterhin lese ich das ein Verfahren in Deen Haag anhängig ist.

@ HN (15:36): Deen Haag hat Myanmar verurteilt

@ HN

Wie ich das lese, wurde inzwischen auch ein Urteil gesprochen und Myanmar wegen Kriegsverbrechen an den Rohingya verurteilt:

https://tinyurl.com/yyt286ou
sueddeutsche.de: UN-Gericht: Myanmar muss Rohingya vor Völkermord schützen 23. Januar 2020, 11:30 Uhr

Im Völkermord-Verfahren gegen Myanmar hat der Internationale Gerichtshof das südostsiatische Land zu Sofortmaßnahmen zum Schutz der Rohingya verpflichtet. Damit gab das höchste UN-Gericht am Donnerstag in Den Haag einer Klage Gambias statt. Myanmar müsse alles tun, um einen Völkermord an der muslimischen Minderheit zu verhindern.

Die De-facto-Regierungschefin von Myanmar, Staatsberaterin Aung San Suu Kyi, hatte im Dezember vor dem Gericht die Vorwürfe bestritten. Nun räumte sie kurz vor dem Urteil in einem Artikel die Möglichkeit ein, dass Soldaten ihres Landes Kriegsverbrechen gegen die muslimische Rohingya-Minderheit begangen haben könnten.

@Blitzgescheit (16:22)

Die Frage nach den Hintergründen können am besten Leute beantworten, die Zugang zu Informationsquellen haben, die der Allgemeinheit nicht zur Verfügung stehen.
Fällt Euch da jemand ein...?

Die westl. Sicht auf die Rohingya estaunt mich immer wieder

Die Rohingya sind mitnichten nur die "armen" Opfer, als die sie in der westlichen Berichterstattung immer hingestellt werden.

Seit Jahrzehnten gibt es durch sie Autonomiebestrebungen, verbunden mit versuchter Geschichtsklitterung sowie einer bewaffneten und gewaltbereiten Rebellenorganisation, welche auch immer wieder Anschläge und Übergriffe verübt hat. Zudem sind die Rohingya Muslime, während fast alle anderen Einwohner Myanmars Buddhisten sind.

Inzwischen herrscht auch im Westen Konsens, dass die Rohingya zumindest größtenteils Einwanderer aus Belgalen sind.

Aber sie werden immer als die armen Opfer der "brutalen" myanmarischen Regierung / des Militärs hingestellt, und ihre eigene Beteiligung an diesem Konflikt wird aus irgendeinem Grund völlig ausgeblendet...

Neutralität sieht anders aus. Aber da hat sich der Westen ja schon fürher nicht mit Ruhm bekleckert. Leider. Es geht wohl eher wieder mal darum, die moralische Keule zu schwingen, um geopolitischen Einfluss zu behalten.

um 16:49 von RoyalTramp @

um 16:49 von RoyalTramp
@ jautaealis
>>Das behaupten noch nicht einmal die Chinesen selbst, dass sie "selbstlos" helfen würden. Nein, da machen die Chinesen keinen Hehl aus ihren wirt. Interessen. Der Vorteil ist indes: Chinesen stellen keine polit. oder gesell. Vorbedingungen & deshalb gehen die meisten sehr gerne Verträge mit CN ein. ....<<
_________

Danke für diesen Beitrag - endlich mal sachliche Fakten und keine Glaubensbekenntnisse oder Wunschvorstellungen.

Gruß, Wolfgang

16:31 von Demokratieschue...

«Weiterhin muss doch Myanmar selber frei entscheiden können, ob es diese Investitionen von China überhaupt will: …»

Nicht nur Myanmar, aber so gut wie alle direkt an China angrenzenden Länder können kaum bis gar nicht alleine entscheiden, in welcher Art China dort investiert, oder anderweitig aktiv ist / wird. Die Ausnahme ist Russland.

Im Vergleich zu China sind alle Länder in Asien "Zwerge". Territorial von der Landesgröße (hier Kasachstan die 2. Ausnahme). Bei der Bevölkerungszahl aber erst recht. Selbst Vietnam mit > 100 Mio. Einwohnern hat nicht mal 10% von China.

Sieht man dann auf die Wirtschaftskraft hin. Hätte Myanmar nicht in 10 Jahren das Geld, das China in nur 1 Jahr in Myanmar investiert. In Vietnam, Kambodscha, Laos ist das gar nicht anders. Und auf die Militärmacht Chinas ist noch gar kein Augenmerk gelenkt bei dieser Betrachtung.

Myanmar ist ein ausgesprochen finanziell armes Land.
Plus ist für China Silk Road 2.0 der Zugang zum Indischen Ozean quer durchs Land.

Auch die Süddeutsche distanziert sich von Suu Kyi

Außerdem distanziert sich auch die Süddeutsche schon von Suu Kyi:

https://tinyurl.com/y2te9and
sueddeutsche.de: Komplizin der Generäle 10. Dezember 2019, 4:50 Uhr

Früher trat Aung San Suu Kyi für Menschenrechte ein, jetzt geht es ihr nur noch um Macht. Anstatt Gewalt gegen die Rohingya anzuprangern, paktiert sie mit den Tätern.

Früher fiel es den meisten Menschen nicht schwer, Aung San Suu Kyi und Nelson Mandela in einem Atemzug zu nennen. Für viele Millionen Menschen, die Freiheit und Versöhnung ersehnten, waren diese beiden Menschen Vorbilder. Doch "die Lady", wie sie immer noch genannt wird, verteidigt inzwischen leider ganz andere Vorstellungen: Aus der Menschenrechtlerin ist eine Machiavellistin geworden, sie tritt nicht mehr für die Rechte der Geknechteten ein, sondern schmiedet Pläne, um ihre eigene Macht zu vermehren.

Wenn dem also so ist, dass Militärs Kriegsverbrechen an Rohingya begangen haben, dann muss das strafrechtlich verfolgt werden.

Da eine Hauptursache...

...für die instabilen Verhältnisse immer noch die Auswirkungen des britischen Kolonialismus sind, bezweifle ich doch sehr, dass die Lösung in chinesischem Kolonialismus zu finden ist, wie nett er auch verpackt wird.

16:35 von frosthorn

NEE, mein gutster. aber wir, zumindest ich, mischen nicht bei jedem thema als die experten überhaupt mit. wie es der forist fatha bei jedem tehma macht. er glaubt allwissend bei wirklich jedem thema zu sein

@ 16:22 von Blitzgescheit

Leider ist die Geschichte nicht so eindeutig: San Suu Kyi hat Verdienste für den Aufbau der Demokratie , aber sie spielt auch eine unrühmliche Rolle in der Verfolgung und Vertreibung der Rohingyas in ihrer unheiligen Allianz mit den Militärs, dessen Aktionen sie vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag sogar verteidigt hat. Amnesty International hat ihr wegen ihres Schweigens zur Rohingya-Vertreibung den Ehrentitel "Botschafterin des Gewissens" entzogen.

Und die Hintergründe des Putsches? Das Militär, das sich ein Viertel der Parlamentssitze und bestimmte Ministerämter gesichert hat, zweifelte die satte Mehrheit von San Suu Kyi und ihrer Partei Nationale Liga für Demokratie (NLD) bei der letzten Wahl an. Militärs mögen es nicht, wenn Demokratie mehr als ein Feigenblatt ist.

So sehr also das Militär und Saan Suu Kyi bei der Verfolgung der Rohingyas eine empörende Nähe zeigen, so wenig mag das Militär ihre demokratisch legimierte Mehrheit.

@ HN (15:36): Wahl in Myanmar muss wiederholt werden

@ HN

Von daher ist die Wahl in Myanmar zu wiederholen weil es Wahlmanipulation gab und mehrere Minderheiten von der Wahl ausgeschlossen waren.

Dafür muss ein neuer Wahltermin angesetzt werden und diese Putschisten vom Militär sind festzunehmen und vor ein ordentliches Gericht zu bringen und in einem fairen Verfahren abzuurteilen.

Aber auch diese Kriegsverbrecher an den Rohingya müssen identifiziert und ebenfalls vor Gericht abgeurteilt werden. Da muss mehr kommen. Auch bei uns in Deutschland können ausländische Kriegsverbrecher abgeurteilt werden:

https://tinyurl.com/yyo5gdva
lto.de: Mut­maß­liche Kriegs­ver­b­re­cher können in Deut­sch­land ver­ur­teilt werden 28.01.2021

Ausländische Armeeangehörige können für Kriegsverbrechen vor deutschen Gerichten verurteilt werden und sind nicht durch Immunität vor Strafverfolgung geschützt, entschied der BGH in einem Grundsatzurteil.

@ schabernack (16:58): das hier dürfte nicht legal sein

@ schabernack

Und das hier ist mit Sicherheit nicht legal:

Nicht nur Myanmar, aber so gut wie alle direkt an China angrenzenden Länder können kaum bis gar nicht alleine entscheiden, in welcher Art China dort investiert, oder anderweitig aktiv ist / wird. Die Ausnahme ist Russland.

Sowas dürfte gegen das Selbstbestimmungsrecht der Völker verstoßen:

https://www.zivilpakt.de/selbstbestimmungsrecht-der-voelker-3189/

Von daher hat China da überhaupt nichts zu fummeln.

@ 17:03 von Wilhelm Schwebe

Eine Frage: Haben Sie noch nicht mitbekommen, dass das hier ein Forum für inhaltliche Diskussionen ist? Warum greifen Sie hier andere so persönlich an? Interessanterweise lese ich Ihren Namen hier mit am häufigsten, leider seltenst mit Argumenten und begründeten Positionen. Was haben Sie von diesem Verhalten, das auf mich eher wie Spielchen wirkt?

16:23 von Wilhelm Schwebe

das werden ihm seine mitmusikanten von dort erzählt haben. den rest weis er wie sonst halt auch , alles aus erfahrung///

Immer noch besser als vorzugeben man lebe in Florida.

@FreierGeist (16:57)

Ja, die bösen Muslime. Die waren schon immer schuld. Also, wenn's nicht gerade die Juden waren. Oder die Christen. Da dann auch wahlweise mal gerade die Ketzer oder die Katholiken...

Kleiner geschichtlicher Nachhilfeuntericht: In den meisten Gegenden, wo wir heute Konflikte im Zusammenhang mit dem Islam sehen, ist die eigentliche Ursache europäischer Kolonialismus, der als Abschiedsgeschenk künstliche Staaten mit Grenzen hinterlassen hat, die so überhaupt nichts mit den ursprünglichen, jahrhundertealten Gemeinschaften und Traditionen zu tun hatten.

Wie es weiter geht weiß

Wie es weiter geht weiß warscheinlich niemand. Vieles in dem Artikel beschreibt den momentanen Zustand der Demokratie in dem Land, was mir aber fehlt ist der Umstand das der Präsidentin, wie im Deutschlandfunk heute morgen erklärt, Wahlbetrug vorgeworfen wird. Bei vielen ähnlichen Konstellationen wurde seitens der ARD sogar auf die Hilfe der Armee gehofft. (Venezuela, Weißrussland) Was ist hier anders?

17:03, Wilhelm Schwebe

>>16:35 von frosthorn
NEE, mein gutster. aber wir, zumindest ich, mischen nicht bei jedem thema als die experten überhaupt mit. wie es der forist fatha bei jedem tehma macht. er glaubt allwissend bei wirklich jedem thema zu sein<<

Ich bin genausowenig allwissend wie Sie.

Das verbindet uns.

Ich versuche aber, zu jedem Thema, das ich diskutiere, argumentativ beizutragen.

Das wiederum unterscheidet uns.

@ schabernack (16:58): die Größe eines Landes spielt keine Rolle

@ schabernack

Die Größe der Länder spielt dabei überhaupt keine Rolle:

Im Vergleich zu China sind alle Länder in Asien "Zwerge". Territorial von der Landesgröße (hier Kasachstan die 2. Ausnahme). Bei der Bevölkerungszahl aber erst recht. Selbst Vietnam mit > 100 Mio. Einwohnern hat nicht mal 10% von China.

Alle diese Länder haben ihr Recht auf ihre Souveränität und NICHT- Einmischung. China muss hier ganz deutlich zurückgezügelt werden. Siehe auch UN-Menschenrechts-Charta Artikel 2 Absatz 2:

https://www.un.org/depts/german/menschenrechte/aemr.pdf

Des weiteren darf kein Unterschied gemacht werden auf Grund der politischen, rechtlichen oder internationalen Stellung des Landes oder Gebietes, dem eine Person angehört, gleichgültig ob dieses unabhängig ist, unter Treuhandschaft steht, keine Selbstregierung besitzt oder sonst in seiner Souveränität eingeschränkt ist.

China hat sich in Myanmar rauszuhalten mit politischer Einmischung.

16:57, FreierGeist

>>Inzwischen herrscht auch im Westen Konsens, dass die Rohingya zumindest größtenteils Einwanderer aus Belgalen sind.<<

Diesen Konsens gibt es nicht. Auch wenn Menschen, die sich gern selbst als Islamkritiker bezeichnen, dies behaupten und damit die offizielle Lesart der Militärdiktatur übernehmen.

Für diese Menschen sind Moslems grundsätzlich Täter und an ihrer Verfolgung selbst schuld.

Antisemiten reden übrigens über Juden ganz genau so.

@fathaland slim, 15:55

"Erwarten Sie wirklich, daß eine seit mehr als siebzig Jahren brutal verfolgte Volksgruppe brav stillhält und all dies gottergeben erträgt?

Das wäre ein Novum in der menschlichen Geschichte"

In der Tat. Den Umgang vieler Staatsführungen mit Minderheiten - im Falle Myanmars der mit den Rohingya - kann man nur als Verbrechen gegen die Menschlichkeit bezeichnen. Die werden einfach irgendwo auf irgendwelchen Inseln "abgeladen" und ihrem Schicksal überlassen. Und es ist in der Tat überall auf der Welt schon immer das Militär bzw. sind es dessen jeweilige "oberste Befehlshaber" gewesen, die Menschen zu "uniformieren" und kulturelle Unterschiede mit Gewalt auszulöschen versucht haben und versuchen.

17:03 von Wilhelm Schwebe 16:35 von frosthorn

NEE, mein gutster. aber wir, zumindest ich, mischen nicht bei jedem thema als die experten überhaupt mit. wie es der forist fatha bei jedem tehma macht. er glaubt allwissend bei wirklich jedem thema zu sein

Naja, bei mir kommt das allerdings so an als verfügten Sie möglicherweise über mehr Wissen als @fathaland slim. Nur lese ich selten davon. Versuchen Sie doch den Foristen zukünftig eher inhaltlich zu stellen. Dann könnte man Sie vielleicht ernst nehmen. So gewinne ich den Eindruck des Neides Ihrerseits.

@Wilhelm Schwebe (17:03)

Also, ich finde, dass die Beiträge von Fathaland Slim auf deutlich mehr Hintergrundwissen aufzubauen scheinen als viele andere faktenfrei Schwebende Kommentare...

17:03 von Wilhelm Schwebe

«NEE, mein gutster. aber wir, zumindest ich, mischen nicht bei jedem thema als die experten überhaupt mit. wie es der forist fatha bei jedem tehma macht. er glaubt allwissend bei wirklich jedem thema zu sein.»

Nun ja … mir erscheint es viel mehr so, dass er (wie andere auch) seine Meinung / Einschätzung kundtut. Was anderes mache ich auch nicht, wenn ich hier was schreibe. All zu sehr "mono-thematisch" äußere ich mich hier ja auch nicht.

Zu manchem weiß man besser Bescheid, zu anderem weniger gut.
Dinge, Tiere, Länder, Politik, Naturwissenschaften & Co.

Weiß man was besser aus mehr eigener Erfahrung / Interesse / Beschäftigung mit Themen (x oder y). Kann man ja erwidernd reagieren … wenn man das denn auch will. Muss man ja nicht.

Toll wäre, erschiene hier zum Länder-Exot Myanmar wer mit einem Beitrag, der aus eigenem Erleben das Land gut kennt. Gar schon mal dort mehr als nur als Tourist war. Ist aber eher unmwahrscheinlich, da Myanmar eher so was wie: "Banned Country" ist.

17:12, Tinkotis

>>Kleiner geschichtlicher Nachhilfeuntericht: In den meisten Gegenden, wo wir heute Konflikte im Zusammenhang mit dem Islam sehen, ist die eigentliche Ursache europäischer Kolonialismus, der als Abschiedsgeschenk künstliche Staaten mit Grenzen hinterlassen hat, die so überhaupt nichts mit den ursprünglichen, jahrhundertealten Gemeinschaften und Traditionen zu tun hatten.<<

Das möchten aber die selbst ernannten Islamkritiker aber nun gar nicht hören.

Nicht zu vergessen übrigens auch die viktorianischen Moralvorsstellungen, ohne die der moderne islamische Fundamentalismus gar nicht denkbar wäre.

Zu Kolonialzeiten war die islamische Welt ja als sinnlich-lasziv und sittenlos verschrien.

Außerdem teile ich diese Auffassung des Militärs überhaupt nicht

Außerdem teile ich diese Auffassung des Militärs in Myanmar überhaupt nicht:

https://www.tagesschau.de/ausland/asien/analyse-putsch-myanmar-101.html

Das passt zur Linie des Militärs, das seine Aktion auch nicht als Putsch sieht, sondern als legitime Handlung in einer Verfassungsnotlage. Die USA machten dagegen deutlich, dass sie handeln werden, sollte das Militär seine Handlungen nicht rückgängig machen. Der Konflikt zwischen den Großmächten setzt sich in Südostasien fort.

Nein das ist keine Verfassungsnotlage. Das Militär handelt illegal. Es ist die Zuständigkeit der Wahlbehörde, die Wahl zu annullieren und dann muss ein neuer Wahltermin gemacht werden. Und dazu braucht Myanmar ein ordentliches Wahlgesetz das auch Minderheiten an den Wahlen beteiligt. Denn wenn, dann sind alle Staatsbürger wahlberechtigt und nicht nur einige Wenige.

Das bedeutet:
1. neues ordentliches Wahlgesetz
2. Rücktritt der Regierung
3. Auflösung des Parlaments
4. Neuwahlen!

17:12, Epilog

>>Eine Frage: Haben Sie noch nicht mitbekommen, dass das hier ein Forum für inhaltliche Diskussionen ist?<<

Immer, wenn es um Moslems geht, dann werden die selbsternannten Islamkritiker gern persönlich. Da geht es dann darum, die Glaubwürdigkeit des Gegenübers zu zerstören. Man ätzt herum und versucht, Diskussionspartner lächerlich zu zu machen. Ich kenne das nicht anders. Gleichzeitig beklagen sich solche Menschen gern, man höre ihnen nicht zu, mache sie mundtot.

17:16 von Demokratieschue... / @schabernack

«Die Größe der Länder spielt dabei überhaupt keine Rolle: …»

Und weil die Landesgröße auch bei so allem anderen gar keine Rolle spielt.
Sind ganz zufällig Russland (No. 1 Big One), die USA (No. 3), und China (No. 5) die 3 Großmächte der Welt.

Könnten aber genau so gut Myanmar, Liechtenstein, und Lesotho sein.
Es gibt aber zu wenige Lesother. Nur daran ist es gescheitert.

Wären es aber mehr Lesother.
Gäbe es nun Lesotho Silk Road 3.0. in Myanmar.

Real spielt Landesgröße immer eine Rolle.
Bei Bodenschätzen … und bei Wirtschaftsmacht.

@ fathaland slim

"Unterlegene Täter? Das müsste Sie eigentlich ein wenig zum Nachdenken bringen."

Nicht die Art der Waffe bestimmt, wer Täter oder Opfer ist. Oder um es anders zu sagen: Wenn ich mit meiner Bazooka herumstehe und von hinten erdrosselt mich jemand mit einer Strumphose, dann bin ich zwar mit meiner Bazooka dem anderen technisch überlegen, aber der andere trotzdem der Täter.

Und bevor sie mich bewusst missverstehen: nein, ich drücke die Rohingya nicht in die alleinige Täterrolle. Die burmesische Regierung hat mit dem Staatsbürgerschaftsgesetz von 1982 und der Entscheidung, Angehörigen der Rohingya die Staatsbürgerschaft nur über extremste Umwege zu ermöglichen, den Grundstein für diese Eskalation gelegt.

17:38, RoyalTramp @ fathaland slim

>>Und bevor sie mich bewusst missverstehen: nein, ich drücke die Rohingya nicht in die alleinige Täterrolle. Die burmesische Regierung hat mit dem Staatsbürgerschaftsgesetz von 1982 und der Entscheidung, Angehörigen der Rohingya die Staatsbürgerschaft nur über extremste Umwege zu ermöglichen, den Grundstein für diese Eskalation gelegt.<<

Es begann viel früher, nämlich mit der ersten von über zwanzig Militäraktionen gegen sie, im Jahre 1948. Da war der Staat, der damals Burma hieß, gerade mal ein paar Monate alt.

@ Tinkotis

"Kleiner geschichtlicher Nachhilfeuntericht: In den meisten Gegenden, wo wir heute Konflikte im Zusammenhang mit dem Islam sehen, ist die eigentliche Ursache europäischer Kolonialismus, der als Abschiedsgeschenk künstliche Staaten mit Grenzen hinterlassen hat, die so überhaupt nichts mit den ursprünglichen, jahrhundertealten Gemeinschaften und Traditionen zu tun hatten."

Kleiner gesellschaftlicher Nachhilfeunterricht: es ist egal wie die Linien gezogen sind, dass rechtfertigt nie und nimmer, dass man sich gegenseitig an die Gurgeln geht, westlicher Kolonialismus hin oder her! Der kann nicht für alles und jeden Konflikt immer als Ausrede herhalten.

Mein Fazit: Die Menschen haben es vor Ort immer selbst in der Hand, sich friedlich zu arrangieren, egal wie die Grenzen sind! Schaffen Sie es nicht, dann sind sie selbst das Problem und nicht die Geschichte vor fast 100 Jahren.

17:31 von Demokratieschue...

«Das bedeutet:
1. neues ordentliches Wahlgesetz
2. Rücktritt der Regierung
3. Auflösung des Parlaments
4. Neuwahlen!»

Wünschenswert wäre so was in dieser Richtung schon.
Wird aber nicht geschehen.
Passiert bspw. in Nordkorea ja auch nicht.

qAm 01. Februar 2021 um 16:28 von frosthornAm 01. Februar 2021 u

Zitat: "Es überrascht mich nicht, dass für Sie die Vertreibung und Ermordung von Minderheiten, zumal wenn es sich um muslimische handelt, Kennzeichen einer "vorbildlichen" Regierung ist."

Völliger Blödsinn.

Wie auch immer, gibt es auch in diesem Konflikt zwei Seiten der Medaille.

Dass die muslimische Rohingya das Zusammenleben durch durch Terroranschläge, Vergewaltigungen, Messermorde und Angriffe auf Polizeistationen unmöglich gemacht haben, blenden Sie mal wieder aus. Myanmar hat viele unterschiedliche religiöse Minderheiten, die alle friedlich zusammenleben.

17:12 von Tinkotis

"Die künstlichen Grenzen,Welche der europäische Kolonialismus hinterlassen hat."
Hier haben eine der Hauptursachen des ganzen Übels angesprochen.Nicht nur Myanmar sondern u.A auch der Irak und die anderen Nachfolgestaaten des osmanischen Reichs sind ein sehr gutes Beispiel für diese Fehlgestaltung.
Man stelle sich mal vor,in Europa würden einfach willkürlich neue Grenzen gezogen.
Genau das ist es,was hier stattgefunden hat.

17:47, RoyalTramp

>>Mein Fazit: Die Menschen haben es vor Ort immer selbst in der Hand, sich friedlich zu arrangieren, egal wie die Grenzen sind! Schaffen Sie es nicht, dann sind sie selbst das Problem und nicht die Geschichte vor fast 100 Jahren.<<

Sicherlich. In einer Militärdiktatur haben die Menschen bekanntermaßen alles selbst in der Hand.

17:47, Blitzgescheit

>>Dass die muslimische Rohingya das Zusammenleben durch durch Terroranschläge, Vergewaltigungen, Messermorde und Angriffe auf Polizeistationen unmöglich gemacht haben, blenden Sie mal wieder aus. Myanmar hat viele unterschiedliche religiöse Minderheiten, die alle friedlich zusammenleben.<<

Wie das eben Ihrer Ansicht nach die Art der Moslems ist. Vor allem die Messermorde.

Christen werden übrigens in Myanmar auch verfolgt.

@RoyalTramp (17:38)

Die Bazooka und die Strumpfhose sind ein schönes Beispiel. Man stelle sich diese Kombination 1943 in Frankreich vor.

Möchte dann wirklich jemand die Résistance als die bösen Täter und die Wehrmacht als das arme Opfer darstellen?

Wobei ich bei manchem, was ich hier in den letzten Jahren gelesen habe, befürchte, dass sich da so einige finden...

16:42 von fathaland slim 16:24, Tapfertoaster

Es wurde in diesen Ländern nach dem zweiten Weltkrieg, der auch das Ende der Kolonialzeit dort markierte, von Westlern, nämlich den alten Kolonialmächten, so eingerichtet.
Das stimmt so nicht. Thailand war nie Kolonie von irgendjemanden.
In Birma werden auch nicht ausschließlich nur Muslime diskriminiert wie von ihnen behauptet. (Karen)
Ich war auch schon 8mal in Birma und es ist schon anders wie hier dargestellt. Myanmars Regierungschefin Aung San Suu Kyi konnte nie gegen das Militär vorgehen wie hier manche glauben zu wissen. Sie hatte bei den Wahlen fast 80% Zustimmung. Trotzdem hatte das Militär alle Schlüsselpositionen inne.

@ schabernack (17:47): Bei uns geht es auch gerade darum

hi schabernack

Ich finde, man kann diese Diktatur Nordkorea nicht mit Myanmar vergleichen. In Nordkorea gibt es nicht mal freie Wahlen.

Von daher wäre es wünschenswert, dass das hier passiert:

1. neues ordentliches Wahlgesetz
2. Rücktritt der Regierung
3. Auflösung des Parlaments
4. Neuwahlen!»

Denn bei uns in Deutschland geht es auch gerade um das Wahlgesetz das die werte CDU/CSU zu Ihren Gunsten zurechtgestrickt hat was unzulässig ist. Außerdem gäbe es bessere Vorschläge. Und ich fand dieses Hesse-Modell am Besten:

https://tinyurl.com/y3ykrzvx
RND: Viele Ansätze zur Wahlrechtsreform: Wer was vorschlägt 25.08.2020, 12:18 Uhr

Wie wäre es damit??

@RoyalTramp (17:47)

Die Antwort darauf hat Naturfreund 064 um 17:50 bereits hervorragend gegeben.

@ schabernack (17:47): Hier zu diesem Hesse-Modell

@ schabernack

Hier zu diesem Hesse-Modell:

Hesse-Modell

Der Stuttgarter Mathematik-Professor Christian Hesse hat die Konzepte von CDU/CSU, SPD und FDP/Grünen/Linken zu einem Kompromissmodell zusammengeführt. Danach soll die Zahl der Wahlkreise von 299 auf 270 verringert werden. Bei der Sollgröße des Parlaments von 598 Sitzen soll es bleiben. Eine Obergrenze von Mandaten soll es nicht geben. Alle Überhangmandate sollen weiter ausgeglichen, das Mindestsitzzahlverfahren in seiner derzeitigen Form aber abgeschafft werden. Stattdessen sollen die Mindestsitzzahlen der Parteien durch deren bundesweite Direktmandate bestimmt werden.

Mindestsitzzahlverfahren

Das Mindestsitzzahlverfahren, auch Sitzkontingentverfahren genannt, bestimmt für jedes Bundesland und dort für jede Partei eine feste Mindestsitzzahl im Bundestag. Ausschlaggebend ist die Bevölkerungszahl. Im Ergebnis führt dieses Prinzip zu weiteren Ausgleichsmandaten.

17:47 von Blitzgescheit

«Myanmar hat viele unterschiedliche religiöse Minderheiten, die alle friedlich zusammenleben.»

Myanmar … mit anderen Worten Schlaraffenland, El Dorado, und Paradies in Personalunion für alle erdenklichen Minderheiten.

Sie haben genau so wenig Ahnung und Plan wie ich.
Wie friedlich genau die ± 125 Minderheiten in Myanmar wo genau, wie genau, und warum genau zusammenleben.

Das ganz große Problem in Myanmar ist gar nicht das Zusammenleben der vielen Minderheiten untereinander. Sondern die Drangsalierung der Minderheiten durch die Mehrheit.

In Staatstheorie ist das die Militärdiktatur.
In Religionstheorie sind es in Myanmar die aggressiven buddhistischen Mönche, die was gegen andere Religionen haben. Nicht nur gegen Muslime wie die Rohingya. Gegen die aber besonders. Auch gegen Christen wie u.a. die "Karen".

Eher ungewöhnlich für buddhistisch-religiöse Authoritäten.
Warum im Detail dies gerade in Myanmar so ist. Weiß ich nicht.

Extra geschrieben für den Boten der Weltverklärung.

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