Kommentare - Bundeswehr kommt Portugal zu Hilfe

31. Januar 2021 - 13:06 Uhr

Hohe Infektionszahlen, nur noch wenige freie Intensivbetten: In Portugal grassiert die britische Virusvariante besonders heftig. Nun will die Bundeswehr helfen - laut Medienberichten mit medizinischem Personal und Material.

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Kommentare

13:20 von DerOstbayer

Ich bin ganz ihrer Meinung. Ich bin Sanitätsreservist, leider nicht mehr unter Aufsicht der Wehrüberwachung. Ich habe mich freiwillig bei der ersten Welle gemeldet. Ich benötigte nur einen entsprechenden Marschbefehl. Bis heute fehlt eine Teilmobilmachung aller Sanitätssoldaten. Und dann kommt hinzu, dass die Landesbehörden es versäumen, Amtshilfe anzufordern, ohne die ein Einsatz der BW im Inland nun mal nicht möglich ist. Ich bin für den Einsatz ALLER Sanitätsreservist in ganz Europa. Es fehlen nur entsprechende Befehle. Freiwillige müssen ihren zivilen Beruf ausüben, auch wenn sie gerne helfen würden.

Kapitalismus am Tropf

Solange dort in Privatkliniken weiter gut Geld verdient wird, ist keine Hilfe gerechtfertigt!
Eigentum verpflichtet?
Ein Hohn: Kommerz geht über alles!

Am 31. Januar 2021 um 14:36 von nie wieder spd Klasse!

Dann sind ja noch immer über 180.000 Bundeswehrsoldaten übrig, um hier mitzuhelfen.
Warum nur tun sie das nicht
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Man muss die Unterstützung schon anfordern oder denken Sie, die schlagen morgens zu XXX
Leuten irgendwo auf und legen, mit welcher Tätigkeit auch immer, los ?
Die genaue Tätigkeit muss definiert werden, die Leistungsanforderung gestellt, die dafür geeigneten Soldaten ausgesucht und entsandt werden. Da gibt es mit Sicherheit auch wieder versicherungstechnische Fragen usw.
Manchmal bin ich echt verwundert, über die Naivität, die hier mitunter herrscht.

Bundeswehr kommt Portugal zu Hilfe....

Laut dem aerzteblatt musste Portugal die Gehälter im Gesundheitswesen einfrieren, Überstunden- und Feiertagszuschläge kürzen. 800 Millionen Euro im öffentlichen Gesundheitswesen kürzen. Zeitverträge
mit maximal 4,50 Euro/die Stunde einführen. Seit 2012 verließen 150.000 Angehörige des Gesundheitswesen das Land.
So ist es, wenn ein Land nur über eine begrenzte Souveränität verfügt.

Am 31. Januar 2021 um 14:29 von qpqr27

was für den Bürger gilt....

nämlich auf Auslandsreisen zu verzichten, muss auch für alle anderen Akteure gelten - andernfalls werden der Mutante Tür und Tor geöffnet
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Sie sind also der Meinung, dass med. Nottransporte/Notfallhilfe/Katastrophenhilfe und touristische Reisen den gleichen Stellenwert haben ?
Ihre meinung ist für mich unverständlich.
Hoffentlich werden Sie in Ihrem Leben niemals eine solche Hilfe benötigen !

um 15:26 von zabamoi

Ausreichenden und gut ausgerüsteten Katastrophenschutz wird es nie geben.
Der gerät in ruhigeren Zeiten regelmäßig in Bedrängnis durch "Sparfüchse", die dann beklagen, daß im Notfall kein Personal und Material vorhanden ist.
Material fällt nicht vom Himmel, muß gewartet werden und der Umgang damit geübt werden.
Den Aufwand spart man sich gerne, wird ja gerade nicht gebraucht.
Die nächste Katastrophe möge sich bitte zwei Jahre vorher anmelden.

Die Abwehr eines gemeinsamen Feindes ist auch Sinn einer Union

„Portugal ist derzeit besonders hart von der Corona-Pandemie betroffen. Die Zahl der Neuinfektionen ist hoch, die Lage in Krankenhäusern spitzt sich immer mehr zu. Laut Daten des Gesundheitsministeriums gibt es nur noch sieben freie Betten für die Intensivpflege“

Da sollte es für jeden, der die Möglichkeit und die Mittel hat zu helfen eine Selbstverständlichkeit sein, die auch einzusetzen: „Die Bundeswehr will nun Unterstützung schicken. "Wir werden mit medizinischem Personal und Material helfen", sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin. Details würden voraussichtlich Anfang der kommenden Woche bekanntgegeben. Die Regierung in Portugal hatte ein Hilfeersuchen an Deutschland gerichtet“

Gut. Praktische, tatkräftige Hilfe bringt tausendmal mehr und stärkt den Zusammenhalt mehr als jede Gipfelkonferenz über welches Thema auch immer es je könnte.
Wenn sie für solche Einsätze gerüstet ist, macht die Bundeswehr sogar für die Sinn, die bisher keinen in ihr erkennen konnten

@ um 15:16 von Willi Graf

Ja, und ca 500 sollen angeblich in Gesundheitsämtern helfen. Das ist aber noch nicht einmal ein Tropfen auf den heißen Stein.
Und der Rest sitzt rum.

Tolle Arbeit

Wenn es stimmt, dass wir lernen müssen mit dem Virus zu leben, kann man die tolle Arbeit der Bundeswehr nicht hoch genug einschätzen und sie für alle künftig zu erwartende Hilfe völlig vom Dienst an der Waffe freistellen.

... man wird doch noch träumen dürfen.

Helfen

Wir können ja auch ca. 30-50 Patienten aufnehmen, die EU/BRD kann ja viel mehr Beatmungsgeräte liefern als bisher vorgesehen!!

@Wanderfalke, 15:58

"...dass viele Kommunen und Heimbetreiber die Bundeswehreinsätze deswegen nicht angefordert haben, weil keine Klarheit darüber bestand, wer die Kosten dieser Einsätze zu tragen hat..."

Aha ja, stimmt ja, Geld ist wichtiger als evtl. Leben zu retten.

Wenn Helmut Schmidt als Innensenator in Hamburg so gehandelt hätte ( wobei der ja sogar noch absichtlich gegen geltende Gesetze verstoßen hat ! )...
Und die damaligen Soldaten in Führungspositionen haben auch einfach gehandelt, WEIL ES SINN machte.
Und sich nicht, wie heute, hinter irgendwelchen Vorschriften versteckt haben.

Wolfgang GA um 16-57 Uhr, "Mir deucht ..."

"Mir deucht, wir sind lernfähig ...andere Länder haben es vor einem Jahr - mit mehr oder minder großen propagandistischen Aufwand - vorgemacht, dass es der Reputation nicht schadet, wenn man hilft - auch über Systemgrenzen hinweg."
Ja, wer sich dafür interessiert, welche Staaten im Rahmen der COVAX (Corora-Impfstoff-Allianz) Geld einzahlen und damit andere ärmere Länder unterstützt, der kann sich das auf der Faktencheck- Seite der Deutschen Welle anschauen.
"dw.com Faktencheck: Kommen arme Länder beim Corona-Impfschutz zu kurz?" googlen.

Dort findet man auch interessante Details darüber, nach welcher Strategie verschiedene Staaten ihre Impfstoffe erfolgreich geordert haben, z.B. Kanada.

Und man sieht auf der Karte, welche Länder hilfebedürftig sind, welche Länder spenden und welche Länder gar nix machen.

17:22, Bernd Kevesligeti

>>Bundeswehr kommt Portugal zu Hilfe....
Laut dem aerzteblatt musste Portugal die Gehälter im Gesundheitswesen einfrieren, Überstunden- und Feiertagszuschläge kürzen. 800 Millionen Euro im öffentlichen Gesundheitswesen kürzen. Zeitverträge
mit maximal 4,50 Euro/die Stunde einführen. Seit 2012 verließen 150.000 Angehörige des Gesundheitswesen das Land.
So ist es, wenn ein Land nur über eine begrenzte Souveränität verfügt.<<

Ja, bei der so genannten Eurorettung wurden große Sünden begangen.

Hier passt übrigens der Begriff "neoliberal" ausnahmsweise mal.

Aber meinen Sie wirklich, Portugal stünde als Nicht-EU-Mitglied besser da?

Voll souverän in den Abgrund...

die Sache mit den Privatkliniken kann ich kaum glauben

Aber ich hörte sie auch im Fernsehen.
Da wäre eine offizielle Nachfrage angebracht.
Solidarität geht alle an. Es wäre eine Ungeheuerlichkeit wenn Menschen sterben und dort Betten frei wären.
Ansonsten ist es richtig wenn die Bundeswehr hilft unter strengsten Hygieneschutz. Besonders die brasilianische Variante ist wohl gefährlich, lt. Studienlage. Gibt es die auch in Portugal?

Am 31. Januar 2021 um 14:43 von Traumfahrer

Dies trifft aber auch auf D zu, wo es ja inzwischen viel zu viele private Klinikkonzerne gibt, wo nur eines zählt, die Rendite, je höher umso besser. Schamloser und rücksichtsloser geht es nicht mehr, wenn nur noch der Geldbeutel über die Gesundheit und das Wohl der Menschen gestellt wird.^
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Beide Systeme haben ihre Berechtigung. Ich persönlich bin freiwilliger Kassenpatient. Ich habe noch nie erlebt, dass ich in med. Hinsicht Patient 2. Klasse war oder mich so gefühlt habe. Natürlich hat man ohne Zusatzvers. kein EZ und vielleicht andere nicht unbedingt nötige Annehmlichkeiten. Bei Dringlichkeit bzw. med. Notwendigkeit habe ich weder Probleme einen Facharzt Termin noch eine KH-Einweisung zu bekommen. Bei aller Liebe, aber ich persönlich habe noch nie "schamloses oder rücksichtsloses" Verhalten in dieser Beziehung erfahren.
Bestimmt werden die priv. Kliniken in PO
auch Nothilfe leisten, sofern Sie es im Rahmen ihrer Möglichkeiten KÖNNEN.

16:11 von Gerd Hansen

"Ich finde es "faszinierend", daß Sie glauben, "die Bw-Soldaten wissen wie man sich schützt"."

Mein Wissen rührt von der Aussage eines mir bekannten Stabsarztes im Sanitätsdienst.

Der weiß sicherlich auch nicht alles, aber der kennt sich im Bereich Infektionskrankheiten sehr gut aus (durch seine medizinischen Auslandseinsätze z.B. in Afrika).

Er sagte mir auch, das man nach Portugal keine Anfänger schickt, sondern ausgebildete Spezialisten.

Trotz allem. Sie haben recht. Die Ausstattung der Bundeswehr lässt in vielen Bereichen zu Wünschen übrig.

Ein Jahr Corona und NICHTS gelernt

Als man zu Beginn der Pandemie Masken und Hilfsmittel nach Fernost schickte, da gab es Kritiker und die hatten recht; kurze Zeit später fiel Deutschland auf die Nase und hätte besser selbst Lagerhaltung betrieben.
Jetzt mit dem Einsatz der Bundeswehr für Spanien darf sich künftig niemand in Deutschland mehr beschweren, es gäbe auch nur irgendeinen Mangel an Personal/Material in Deutschland!

P.S.: Hieß es nicht vor kurzer Zeit nicht noch, dass die Bundeswehr strapaziert wäre und Personalsorgen, Materialprobleme und so weiter? Muss Deutschland wieder auf Kosten der Soldaten Katastrophen-/Entwicklungshelfer spielen?

Reserve hat Ruh (weil das Kreiswehrersatzamt schläft?)

"... Ich habe mich freiwillig bei der ersten Welle gemeldet. Ich benötigte nur einen entsprechenden Marschbefehl. ..." (13:20 von DerOstbayer).

Ja, hier ebenso. September gemeldet, nie eine Antwort außer "Sie hören von uns" bekommen. Scheint alles nicht so wild zu sein.

Am 31. Januar 2021 um 16:11 von Gerd Hansen

"Es bleibt zu hoffen, daß die SPEZIAL-Kräfte, die nach P gehen, das tatsächlich wissen ( davon gehe ich aus ! ) und daß sie auch entsprechend ausgestattet werden ( hoffe ich mal... ).
Für den "normalen Soldaten" ( ich gehöre seit 36 Jahren dazu ) sieht es bezüglich Ausstattung eher dürftig aus." (16:11 von Gerd Hansen)

Sie sind 36 Jahre bei der Bundeswehr und wissen nicht, dass Spezialkräfte nicht existieren? Es gibt Kommandospezialkräfte und spezialisierte Kräfte, aber keine dieser beiden Gruppen sind nun nach Portugal geschickt worden. Es scheint mir, als würden Sie hier nur Stimmung machen wollen.

Die BW kann helfen? Hat die

Die BW kann helfen? Hat die denn überhaupt Material dazu?
Im Inland will die auch keiner. Wobei nicht klar ist, warum die BW im inneren nicht eingesetzt werden darf.

@16:36 von schabernack 15:39 von Bernd Kevesligeti

Zahlen hin oder her: Über den aktuellen Zustand schreibt die SZ u.a.:

***Portugals Intensivmedizin ist im internationalen Vergleich besonders schlecht ausgestattet. Laut OECD-Statistik hat das Land mit seinen 10,3 Millionen Einwohnern nur 4,2 Intensivbetten pro 100 000 Einwohner. Deutschland belegt mit 38,2 Betten dagegen einen Spitzenplatz in der Statistik. Aufgrund der Pandemie sind auch zusätzlich geschaffene Intensivpflegeplätze nahezu komplett belegt, das Gesundheitsministerium verzeichnet derzeit 843 Intensivpatienten.***
31. Januar 2021, 16:36 Uhr

Am 31. Januar 2021 um 17:56 von Michael O

Wir können ja auch ca. 30-50 Patienten aufnehmen, die EU/BRD kann ja viel mehr Beatmungsgeräte liefern als bisher vorgesehen!!
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Grundsätzlich würde ich, so die Möglichkeit vorhanden ist, an Ort und Stelle, also in PO Hilfe leisten durch med. Personal der BW, Entsendung von techn. Geräten z.B. Beatmungsgeräte u.a. Eine Überführung der Patienten würde ich (auch im Sinne der Patienten ) nur als ultima ratio durchführen.

Am 31. Januar 2021 um 17:58 von Gerd Hansen

dass viele Kommunen und Heimbetreiber die Bundeswehreinsätze deswegen nicht angefordert haben, weil keine Klarheit darüber bestand, wer die Kosten dieser Einsätze zu tragen hat..."
.....Und sich nicht, wie heute, hinter irgendwelchen Vorschriften versteckt haben.
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Diesen Vorwurf müssen Sie in erster Linie an den tollen RRG-Senat in unserer smart regierten Hauptstadt richten.
Mann, bin ich froh, dass ich die, wo ich beheimatet bin, nicht ertragen muss.

18:56, Anna-Elisabeth

>>@16:16 von fathaland slim
//Woher wissen Sie, daß es dabei geblieben ist und daß die "privaten" Intensivbetten (es sind etwa 80, wie der Mitforist "schabernack" schreibt) nicht für Covidpatienten genutzt werden?

Ich habe jedenfalls bei meiner Recherche dazu nichts gefunden.//

Ich entnehme das der Aussage von Herrn Joao Proenca von der Ärztegwerkschaft Portugal in der Tagesschau.

(Habe eben hier geguckt bei 1:10 Min.: https://www.youtube.com/watch?v=R-reL0EValQ)<&lt;

Das wäre ein mittlerer Skandal. Ich würde mal sagen, daß sowohl die portugiesische Regierung als auch die Betreiber der Privatkliniken der Öffentlichkeit eine Erklärung schuldig sind.

Ich bin dann mal gespannt.

Ich halte die Bundeswehrmission trotzdem für sinnvoll. Es geht um 80 Betten mehr oder weniger, die im Lande vielleicht noch aufzutreiben sind. Samt den dazugehörigen Ärzten. Die machen den Kohl aber auch nicht fett. Die Situation ist wohl wirklich dramatisch.

Am 31. Januar 2021 um 18:50 von Hannah89 Ein Jahr Corona und NI

......Jetzt mit dem Einsatz der Bundeswehr für Spanien darf sich künftig niemand in Deutschland mehr beschweren......
__________________

Lesen Sie überhaupt den Bericht, um den es hier geht ? Es geht um Hilfe für PORTUGAL, nicht für Spanien, oder ist das in Ihren Augen das selbe ?

@Gerd Hansen

"... bezüglich Ablehnung von Hilfe durch die Bundeswehr war nicht, wie "rossundreiter" meinte, weil es gegen das Grundgesetz verstoßen würde ( tut es nicht ), sondern sehr wohl aus 'ideologischen' Gründen. Und zwar wurde in einigen ( Links regierten ) Stadtteilen von Berlin die Hilfe der Bw für z.B. Einsätze in Ämtern und Altenheimen abgelehnt!"

Ich lese nur von einem Stadtteil, Friedrichshain-Kreuzberg. Sollte dieser eine Stadtteil einer einzigen deutschen Stadt tatsächlich eine belastbare Grundlage für eine pauschale Kritik an "ideologischen Gründen" sein?

Zitat: "Weiß allerdings

Zitat:
"Weiß allerdings nicht, wie viele Intensiv-Betten das überhaupt sind."

die haben gar keine Intensiv-Betten

wenn - dann können da nur die "leichten" bis "mittleren" Fälle von den öffentlichen Kliniken hin verlegt werden - damit die dann DORT nun freie "normale" Betten in Intensiv-Betten umwandeln können

wobei sich dann allerdings die Frage stellt mit welchem personal das gemacht werden soll

Am 31. Januar 2021 um 17:51 von nie wieder spd @ um 15:16 von W

Ja, und ca 500 sollen angeblich in Gesundheitsämtern helfen. Das ist aber noch nicht einmal ein Tropfen auf den heißen Stein.
Und der Rest sitzt rum.
______________________

Warum zweifeln Sie an dieser Aussage ?
Weil SIE das nicht kontrollieren geschweige nachzählen können ? In welcher Position befinden Sie sich, dass Sie das auf eine derart süffisante Art und Weise anzweifeln ?
Das ist ja geradezu grotesk. Oder kommen Ihre Rückschlüsse daher, dass Sie auf Ihrer Arbeitsstelle nur "rumsitzen " oder kennen Sie einen BW-Angehörigen, der noch nicht zur Nothilfe einberufen wurde und dann können auch nur max 500 Soldaten tätig sein ?

19:12, Anna-Elisabeth

>> Laut OECD-Statistik hat das Land mit seinen 10,3 Millionen Einwohnern nur 4,2 Intensivbetten pro 100 000 Einwohner. Deutschland belegt mit 38,2 Betten dagegen einen Spitzenplatz in der Statistik. Aufgrund der Pandemie sind auch zusätzlich geschaffene Intensivpflegeplätze nahezu komplett belegt, das Gesundheitsministerium verzeichnet derzeit 843 Intensivpatienten.<<

Nach den OECD-Zahlen müsste Portugal dann also um die 420 Intensivbetten haben. Das hieße, daß bei 843 Patienten noch einmal die gleiche Anzahl an Intensivbetten geschaffen worden wäre. Innerhalb relativ kurzer Zeit. Ist das realistisch?

@offene Diskussion

"Und wieder winken unsere ,'Verantwortlichen" freudig alles gegen unsere Interessen durch"

Ich möchte Sie bitten, das Wort "uns" nicht so absolut zu verwenden. Dieser Hilfseinsatz zum Beispiel wird ganz bestimmt nicht gegen meinen Willen durchgeführt.

"Ja diese EU ist zu Aller Vorteil entstanden, bis auf einen und der hat das alles zu tragen ?"

Wen meinen Sie damit?

"Wie lange das die Täger [sic!] wohl noch mitmachen, wenn sie jetzt sehen, dass man sie in der Impfstoffsache betrügt, ihr Leben riskier [sic!]"

Wer betrügt wen?

@nie wieder spd

"Dann sind ja noch immer über 180.000 Bundeswehrsoldaten übrig, um hier mitzuhelfen.
Warum nur tun sie das nicht?"

Wie kommen Sie denn auf das dünne Brett? Bei uns helfen Bundeswehrsoldaten auf allen Ebenen, ob in den Krankenhäusern, in Pflegeheimen, bei den Impfteams oder in den Impfzentren.
Ich kann Ihre Frage nicht nachvollziehen.

@Bender Rodriguez

"Im Inland will die auch keiner. Wobei nicht klar ist, warum die BW im inneren nicht eingesetzt werden darf."

Ich bitte Sie, keine solch pauschalen Aussagen zu treffen.
Erstens darf die BW sehr wohl auch im Landesinneren eingesetzt werden, zum Beispiel bei Unwelt- und anderen Katastrophen, wozu diese Pandemie zählt.
Zweitens hilft die BW schon im Inneren und unterstützt Krankenhäuser, Pflegeheime, Impfteams und in Impfzentren.
Drittens freuen sich fast alle über diese Hilfe und nehmen sie auch dankend in Anspruch.

@Gerd Hansen - 17:58

@Wanderfalke:
...dass viele Kommunen und Heimbetreiber die Bundeswehreinsätze deswegen nicht angefordert haben, weil keine Klarheit darüber bestand, wer die Kosten dieser Einsätze zu tragen hat...

@Gerd Hansen:
"Aha ja, stimmt ja, Geld ist wichtiger als evtl. Leben zu retten."

Nach meinem Verständnis keineswegs.

Ich habe hier die Reaktion der Heimbetreiber wiedergegeben, warum die Anforderung der BW bei vielen Engpässen nicht genutzt worden ist.

Wenn wir die hier aufgeworfene Diskussion über das Verhalten der Privatkliniken in Portugal dazunehmen, dann zeigt das nur, wie weit die betriebswirtschaftliche / gewinnorientierte Dominanz bereits Einzug in Bereiche genommen hat, wo es schon um wichtige bis lebenswichtige Entscheidungen der Gesundheitsversorgung geht.

Ich erwarte im Nachgang der Pandemie hier dringend einen politischen Diskurs darüber, ob diese Art von Gesundheitspolitik so weiter zu betreiben ist.

von fathaland slim 18:22

Ohne Mitgliedschaft in der Euro-Währungszone hätte auch keine Troika dort solche Auflagen machen können.
Unsouverän in den Abgrund oder als Arbeitsemigrant nach....

Bundeswehr ebenfalls hier einsetzen

Warum wird die Bundeswehr nicht hier deutlich mehr eingesetzt?
Container Bzw BW-Zelte vor jedem Alten-Pflegeheim/Krankenhaus.
Bw Soldaten zum Testen. Jeder der rein möchte/Muss/will. Immer und jeden Tag.
Warum keine Reisebusse Bzw.Busunternehmen als Schulbusse einsetzen? Dann fahren mal 3,4 oder 5 hintereinander zur Schule. Entzerrt aber.
Soviel Fragen.
Warum sitzen nicht alle Parteien an einem Tisch?
Ging „früher“ in einer Krise(RAF) auch? Klar waren nur drei Parteien.
Wir wissen nicht, was wie weiter geht nach dem 14.02.
Kein Plan denkt man.
Seit Wochen, dass erste mal unseren Innenminister gehört und gesehen. Wo ist/war er?

@19:04 von Bender Rodriguez

//Die BW kann helfen? Hat die denn überhaupt Material dazu?
Im Inland will die auch keiner. Wobei nicht klar ist, warum die BW im inneren nicht eingesetzt werden darf.//

Nun, es gibt mehrere Bundeswehrkrankenhäuser in Deutschland und das BW-Krankenhaus hier in Hamburg hat einen durchaus guten Ruf. Zumindest ist die Ausstattung sicher nicht schlechter als in den Krankenhäusern der großen Klinik-Konzerne. Ich persönlich würde sogar das BW-Krankenhaus als Mitarbeiterin ebenso wie als Patientin vorziehen.

@19:35 von fathaland slim 18:56, Anna-Elisabeth

//Ich halte die Bundeswehrmission trotzdem für sinnvoll.//

Ich auch. Es geht ja um Menschen, die schnell Hilfe brauchen.
Den politischen Irrsinn kann man nebenher (hoffentlich) korrigieren. Wenn jemand mit akuter Atemnot ins Krankenhaus eingeliefert wird, gucke ich ja auch nicht, ob der oder die versichert ist, sondern leite umgehend alle nötigen Hilfsmaßnahmen ein.
Ob wohl ich hier die Einschränkung machen muss, dass es immer wieder vorkommt, dass Rettungswagen wegen Überlastung der Notaufnahmen auf "Reisen" geschickt werden. Da kommt dann manchmal jede Hilfe zu spät.

Zitat: "Warum sitzen nicht

Zitat:
"Warum sitzen nicht alle Parteien an einem Tisch?"

weil da nicht nur Parteien alleine sitzen dürften - sondern auch andere wichtige Organisationen wie z.B. THW, Ärtze-Gewerkschaften, Sozial-Verbände u.v.m.

zumindest haben wir in unserer Gesichte mit dem "Runden Tisch" 1989/90 gute Erfahrungen gemacht

@ Am 31. Januar 2021 um 14:40

@ Am 31. Januar 2021 um 14:40 von fathaland slim
14:25, offene Diskussion
Nein, wir werden nicht ausgenutzt.

Ihre "Deutschland armes Opfer"-Erzählung geht an der Sache vorbei.

Das sagt natürlich, wer zu denen gehört, die hier hereingeschneit, bisher selber zu geben, am wenigsten bereit sind und sich parasitär verhaltend, immer nur meinen, nur nehmen zu können. Sie können keine Ernst zu nehmende Instanz in dieser Diskussion sein, auch wenn Sie meinen, alle Themen in diesem Forum regieren zu können.

@19:44 von fathaland slim 19:12, Anna-Elisabeth

//Nach den OECD-Zahlen müsste Portugal dann also um die 420 Intensivbetten haben. Das hieße, daß bei 843 Patienten noch einmal die gleiche Anzahl an Intensivbetten geschaffen worden wäre. Innerhalb relativ kurzer Zeit. Ist das realistisch?//

Keine Ahnung. Der Text ist aus der SZ (online) kopiert.

Vielleicht ist aber das Interview in der Tagesschau, das ich erwähnt hatte nicht taufrisch und es haben sich tatsächlich Privatkliniken inzwischen bereit erklärt, ihre Pflicht zu erfüllen. Auch bei den Datumsangaben auf YT muss man vorsichtig sein.

@fathaland.slim

Hier noch der Link zu dem Bericht aus dem die Text-Kopie stammt. https://www.sueddeutsche.de/politik/portugal-corona-bundeswehr-hilfe-1.5191671

19:44 von fathaland slim / @ Anna-Elisabeth

«Nach den OECD-Zahlen müsste Portugal dann also um die 420 Intensivbetten haben. Das hieße, daß bei 843 Patienten noch einmal die gleiche Anzahl an Intensivbetten geschaffen worden wäre. Innerhalb relativ kurzer Zeit. Ist das realistisch?»

Das scheint mir auch unrealistisch.
Innerhalb eines Jahres Verdoppelung der Bettenzahl für Intensivmedizin.

In DEU wurde die Durchschnittszahl von ± 29 auf ± 34 / 100.000 Einwohner gesteigert als Folge / Vorbeitung von / auf Corona. Ca. 17% mehr Betten als davor. Aber 4,2 und 29,2 sind tatsächlich die beiden Zahlen am ganz unteren Ende (POR) und auf dem Spitzenplatz (DEU), die die OECD für Europa nennt. Für vor Corona für 2019.

Unter 5 ist sehr wenig. Bei ± 15 ist gut (dort sind auch S-KOR + JAP nach Aufstockung), mehr als 15 ist viel.

Eine Katastrophe für mein so sehr geliebtes Land Portugal. Bis vor ca. 6 Wochen noch mit nur wenig bedrohlichen Fallzahlen an Erkrankten und Toten. Ich leide im Herzen sehr mit.

Au weia … wie schnell das war !

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