Ihre Meinung zu: Weltspiegel-Reportage: Ein Wald für Generationen in Panama

31. Januar 2021 - 9:33 Uhr

Abholzung, Armut, Klimawandel sind in Panama ein Teufelskreis. Zwei Unternehmer setzen dem den "Generationenwald" entgegen: Sie forsten auf - und schaffen damit ein nachhaltiges Geschäftsmodell. Von Xenia Böttcher.

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Kommentare

Hochachtung vor dieser "

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" Frauenpower ". Für mich ist das aller Ehren - und der Unterstützung - wert.
So etwas sollte Schule machen - auch außerhalb Panamas.

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" Frauenpower ". Für mich ist das aller Ehren - und der Unterstützung - wert.
So etwas sollte Schule machen - auch außerhalb Panamas.

Aufforsten

WELTWEIT - nicht nur in Panama - wäre die Idee des Jahrhunderts.
Zunächst aber müsste die Abholzung und Brandrodung des Amazonas Regenwaldes gestoppt werden.
Auch hier in Europa sollten wieder mehr Mischwälder geschaffen werden, statt aus Gewinnsucht Nadelholz-Monokulturen.
Leider aber beschränken wir uns mehr oder weniger darauf, CO2-neutral zu werden. Hinzu kommt die stark wachsende Überbevölkerung, vor allem im afrikanischen und asiatischen Raum, die immer mehr Anbau- und Nutzflächen erfordert und Konflikte fördert.
Daher müssten alle Staaten dieser Erde in dieser Richtung zusammenarbeiten, was aber nicht mehr als ein frommer Wunsch bleiben wird.

Wer einen Anteil für knapp 1400 Euro kauft,

kann 500 Quadratmeter Tropenwald aufforsten und damit etwas gegen den Klimawandel tun.
-
kann er das ?
in 2 ... 3 Generationen, wenn der Tropenwald wieder aufgeforstet ist ...
wie will man reagieren, wenn die dann dort lebende Generation die Situation nutzt,
wieder abzuholzen es ist doch ihre Welt
und dann wird es bestimmt Stimmen geben, die denen Recht geben
dazu noch Verständnis heucheln.
Dieselbe Situation entsteht doch auch jetzt schon in den Reservaten in Afrika
Da freuen sich auch einige, dass es wieder Elefanten gibt ... zum Abschießen

um hier ein Missverständnis auszuräumen
es ist sicherlich gut was zu ändern versuchen, Engagement zu zeigen
aber es steht ja schon im Beitrag
"Abholzung, Armut, Klimawandel sind ein Teufelskreis"

Zukunftsweisendes Projekt

Schön, dass in den Nachrichten über Positives berichtet wird. M.E. leider viel zu selten, denn nicht nur „bad news“ sind „good news“. Gut, dass es so engagierte Menschen wie Iliana Armien und Andreas Eke gibt, die hoffentlich noch viele NachahmerInnen finden werden.

Möchte angrenzend zum Thema den Film „Unsere große kleine Farm“ empfehlen. In dieser Dokumentation erweckt ein Großstadtpaar mit unzähligen engagierten HelferInnen und einem exzellenten Berater ein 80 Hektar großes durch Monokultur verdorrtes Land in Kalifornien durch regenerative Landwirtschaft zu neuem Leben. Dabei haben sie mit unzähligen Rückschlägen und Plagen zu kämpfen. Aber mit viel Geduld, Optimismus und nach umweltverträglichen kreativen Lösungen suchend und diese probierend, bringen sie ihr Projekt voran.

Eine schöne Illusion.

"Mit dem Verkauf des gewachsenen Tropenholzes bekommt der Investor Geld zurück."
> Das wäre dann in 80 Jahren?

"Dadurch, dass man FSC-zertifiziertes Tropenholz kauft [...]"
> Das FSC-Siegel ist leider ziemlich wertlos. Die nachhaltige Waldwirtschaft sollte sich ein eigenes Siegel erstellen, bei dem die Holzindustrie kein Mitspracherecht hat.

So schön dieses Projekt auch klingt: Es ist nicht mehr als eine Illusion, den Raubbau an der Natur aufhalten zu können.

Wirksamer wäre ein Verbot der Massentierhaltung, Fleischverzicht und ein kontrolliertes(!) Handelsverbot für Produkte aus Tropenhölzern - dazu zählt insbesondere auch Holzkohle!

Weltspiegel-Reportage: Ein Wald für Generationen in Panama...

Und nicht nur für Generationen. Auch gut für das Grundwasser und gut in Bezug auf den CO2-Ausstoß.

Aber leider nur in Panama. Der Amazonas wird brandgerodet. Für Weideland (Rindfleisch) und Ackerland (Soja-Tierfutter).
Das passiert auch in Erwartung größerer Exporte nach Europa durch das angestrebte Mercosur.Abkommen...

@ich1961, 08:57

„So etwas sollte Schule machen - auch außerhalb Panamas“

Unbedingt (heißt: ohne „Bedingungen“). Zumal das erfolgreich erprobte und funktionierende Beispiel der in diesem Artikel vorgestellten Bürger Panamas („Armien und Eke wollen beweisen, dass es anders geht“) da im Grunde nur eines unter unzähligen anderen auf der ganzen Welt ist.

um 09:54 von Nachfragerin

So schön dieses Projekt auch klingt: Es ist nicht mehr als eine Illusion, den Raubbau an der Natur aufhalten zu können.

Da wäre ich nicht so Pessimistisch. Deutschland, das im Mittelalter nahezu komplett abgeholzt war hat genau das was die da wollen ja auch geschafft. Gut, erst nachdem mit der Magdalenenflut eine Katastrophe biblischen Ausmaßes, deren genaue schaden nur noch Archäologisch ermittelbar sind da die Aufzeichnungen über die Population ja mitsamt den Dörfern, Äscjkern, Berghängen etc weggespült wurden, aber letztlich sind hinterher genau die Einschränkungen gekommen, und noch in kraft, die sie für Illusorisch halten.

>Wirksamer wäre ein Verbot der Massentierhaltung, Fleischverzicht und ein kontrolliertes(!) Handelsverbot für Produkte aus Tropenhölzern - dazu zählt insbesondere auch Holzkohle!<

Brauchen wir natürlich auch, da bin ich ganz d'accord.

9.47 peniku

Ihr wunsch geht bereits in erfüllung. Hiesige waldbauern, insbesondere der staat setzen seit 20 jahren auf mischwälder. Agri forsting ist jetzt nicht nur in frankreich sondern auch in afrika populär. es werden auch immer mehr menschen die sich für eine nachhaltige bewirtschaftung unseres Planeten einsetzen. Von daher kann man auch einen positiven blick in die zukunft wagen.

09:55, Bernd Kevesligeti

>>Weltspiegel-Reportage: Ein Wald für Generationen in Panama...
Und nicht nur für Generationen. Auch gut für das Grundwasser und gut in Bezug auf den CO2-Ausstoß.

Aber leider nur in Panama. Der Amazonas wird brandgerodet. Für Weideland (Rindfleisch) und Ackerland (Soja-Tierfutter).
Das passiert auch in Erwartung größerer Exporte nach Europa durch das angestrebte Mercosur.Abkommen...<<

Das Mercosurabkommen ist so gut wie tot.

Aber mal ganz grundsätzlich:

Plädieren Sie dafür, die sich entwickelnden Länder ökonomisch zu isolieren? Keinen Handel zu treiben? Meinen Sie, das würde die Menschheit weiterbringen?

A

09:54, Nachfragerin

>>"Mit dem Verkauf des gewachsenen Tropenholzes bekommt der Investor Geld zurück."
> Das wäre dann in 80 Jahren?<<

In dreißig Jahren.

Steht im Artikel.

Tropische Bäume wachsen teilweise sehr schnell.

09:52 von Sisyphos3

«in 2 ... 3 Generationen, wenn der Tropenwald wieder aufgeforstet ist …
wie will man reagieren, wenn die dann dort lebende Generation die Situation nutzt, wieder abzuholzen es ist doch ihre Welt.
und dann wird es bestimmt Stimmen geben, die denen Recht geben
dazu noch Verständnis heucheln.»

Wenn erst wieder Tropenwald entstanden ist, kann man den auch zu anderen nachhaltigen + dauerhaften Einnahmquellen nutzen, als zum Einschlag von Tropenholz.

Ist Bewusstsein um diese Möglichkeiten erst einmal mit den Generationen der Kinder zusammen aufgewachsen. Kommt niemand mehr auf die Idee, wieder abzuholzen, wie man es zu früheren Zeiten gewohnt war. Auch in Mittelamerika wandelt sich die Einstellung zur Umwelt.

Das beste Beispiel ist das direkte Nachbarland Costa Rica. Auch dort ist kontrollierter Einschlag von Tropenholz. Viel mehr Lebensgrundlage für die Bevölkerung ist aber Tourismus in den vielen Nationalparks.

Das entwickelt sich gemeinsan,
und geht Hand in Hand in die Zukunft.

Das Projekt ähnelt aber mehr einer Holzplantage

als einem Regenwald. Und die Regenwaldzerstörung ist in Panama wohl eher nachrangig weil "der Kanal" viel Süßwasser aus den noch intakten Regenwäldern bezieht, also ohnehin schon ein großes wirtschaftliches Interesse an dessen Erhalt besteht. Auf der Karte sind die Aufforstungsgebiete eher Enklaven zwischen ohnehin geschützten Gebieten. Vergangene Projekte dieser Art sind oft mit betrügerischen Machenschaften einher gegangen, aber das möchte ich diesem erstmal nicht unterstellen.

10:25 von schabernack

hoffentlich behalten sie Recht !!
ob Costa Rica jetzt das Vorbild ist für Süd/Mittelamerika ?
oder Bhutan wo das Fällen von Bäumen unter Strafe steht in Asien ??

Zitat : "Wenn erst wieder Tropenwald entstanden ist"
schauen sie sich Brasilien an
statt den Tropenwald aufforsten zu wollen ... einfach stehen lassen
aber wie gesagt
vielleicht bin ich nur so pessimistisch und sie behalten recht

@Der Lenz - Mein Pessimismus ist (leider) berechtigt.

10:11 von Der Lenz:
"Da wäre ich nicht so Pessimistisch. Deutschland, das im Mittelalter nahezu komplett abgeholzt war hat genau das was die da wollen ja auch geschafft."

Die Waldfläche hat sich seit dem Mittelalter kaum verändert. Was Deutschland geschafft hat, ist die mittelalterlichen Wälder in Fichten-Monokulturen zu verwandeln. In meinen Augen sind das Maisfelder in großem Maßstab, aber keine Wälder. (Immerhin hat der Borkenkäfer in den letzten Jahren ein Umdenken angeregt.)

"[...] aber letztlich sind hinterher genau die Einschränkungen gekommen, und noch in kraft, die sie für Illusorisch halten."
> Laut WWF wird in jeder Minute eine Fläche von 35 Fußballfeldern abgeholzt - 13 Millionen Hektar Wald pro Jahr. Es ist völlig illusorisch, diesem massiven Raubbau mit langwierigen Aufforstungsprojekten begegnen zu wollen.

Eine nachhaltige Waldwirtschaft ist nur zu erreichen, indem man die Wälder stehenlässt.

09:55 von Bernd Kevesligeti

«Aber leider nur in Panama. Der Amazonas wird brandgerodet.
Für Weideland (Rindfleisch) und Ackerland (Soja-Tierfutter).»

Der Regenwald am Amazonas ist natürlich viel größer, als ganz Mittelamerika zusammen. Dementsprechend sind die Auswirkungen auf das Weltklima durch Abholzung auch gravierender.

Berichtet wird hier nun über ein Projekt in Panama. Dies ist aber nicht das einzige, was sich in Mittelamerika ereignet. Costa Rica wird seinen eigenen Energiebedarf in ca. 2 Jahren (geplant) zu 100% aus Regenerativen Energien decken können. Dennoch wird auch dort "Waldwirtschaft" betrieben. Aber eben nicht als Verheerung der Tropenwälder.

Was in Brasilien am Amazonas geschieht, lässt sich von Panama aus sowieso nicht beeinflussen. Das Soja dort wird angebaut zur Verfütterung an Rindviecher in Europa + den USA, deren Fleisch dann hier + dort auf Grills, in Bratröhren, und in Mägen von Essern landet.

So einfach ist es nicht, diese Kreisläufe im Handel zu verändern.
Oder gar zu beenden.

10:25, spax-plywood

>>Das Projekt ähnelt aber mehr einer Holzplantage
als einem Regenwald.<<

Ja, es handelt sich um einen Nutzwald.

Es wäre natürlich schön, wenn Panama zur Gänze ein Nationalpark würde, aber ärgerlicherweise leben dort Menschen.

Warum in die Ferne schweifen ?

Auch in Deutschland gibt es Arbeit. Vor etwa 20 Jahren kaufte ich einer alten Dame zwei Hektar "Windwurf" ab (ein Sturm hatte eine alte Monokultur aus Nadelhölzern völlig plattgemacht). Mindestens zehn Jahre war ich mit Aufräumarbeiten ausgelastet, um das Gröbste wegzuschaffen. Nebenher wurde Mischwald gepflanzt (Eiche, Buche, Ahorn, Erle, Birke sät sich selbst aus), dazwischen stehen auch noch Nadelbaume - und es sieht schon ganz nett aus. Profit kann ich jedoch nicht erhoffen - vielleicht meine Enkel ? Ich darf jährlich Beiträge an die Berufsgenossenschaft entrichten und immer mal wieder den Wildschutzzaun reparieren, den Jäger zerschnitten haben, um in der Schonung -unerlaubt!- Wild zu erlegen. Pacht zahlen sie nicht. Holz hat hier offenbar keinen großen Wert - und auch die Leistung meiner Bäume (CO2 Reduktion und Sauerstoffproduktion) wird nicht vergütet.

Einfach schön

Wie im Video gezeigt wird,wie die Natur sich wieder zurück entwickelt und auch die Tierwelt mit allem zu neuen Leben erwacht.Auch diese engagierten Menschen sind sehr lobenswert zu erwähnen und genau dies ist es,was vielen Menschen oft fehlt.
Eigeninitiative und auch selbst einmal nachdenken ist gefragt.
Auch sein eigenes Verhalten einmal kritisch zu betrachten und wie kann ich es zum besseren verändern.
Das geht wahrscheinlich nicht von heute auf morgen,aber dieser Gedanke sollte einen immer begleiten und so kommt man diesem Ziel auch immer näher.

10:45, Nachfragerin

>>Eine nachhaltige Waldwirtschaft ist nur zu erreichen, indem man die Wälder stehenlässt.<<

Und wo nichts mehr steht, da muss man aufforsten.

Hatte nicht Ecuador so etwas angeboten? D. wollte nicht.

Und die anderen Industrieländer.
"Für den Erhalt des Regenwalds wird kein Geld zur Verfügung gestellt. Ergebnis: Öl statt Regenwald. Ecuador baut nun in dem riesigen Nationalpark Yasuní, dessen Artenvielfalt als eine der größten der Welt gilt, eine Pipeline, Straßen und Ölförderungsanlagen."
"Und Präsident Correa erklärte sich vor gut zehn Jahren auch bereit, das Öl dort zu lassen, wo es jetzt ist. Bedingung: Die reichen Länder der Erde sollten rund 3,6 Milliarden Dollar in einen Fonds einzahlen, als Ausgleich für die entgangenen Einkünfte. Das hielten viele Länder zunächst auch für eine gute Idee, auch Deutschland, doch tatsächlich kam in den Jahren danach nicht einmal ein Prozent der Summe zusammen, so die Deutsche Welle."

10:25 von spax-plywood

«Und die Regenwaldzerstörung ist in Panama wohl eher nachrangig weil "der Kanal" viel Süßwasser aus den noch intakten Regenwäldern bezieht, also ohnehin schon ein großes wirtschaftliches Interesse an dessen Erhalt besteht. Auf der Karte sind die Aufforstungsgebiete eher Enklaven zwischen ohnehin geschützten Gebieten.»

Der ganze Süden von Panama ist sowieso quasi unzugängliches Sumpf- und Mangrovenland, wohin man nur per Boot, oder auf wenigen Flugpisten per Flugzeug gelangen kann. Die "Panamericana" von Alaska bis Feuerland hat in Panama eine Lücke, weil Straßenbau im Süden von Panama unmöglich ist. Und auch unmöglich bleiben wird.

Es geht auch nicht in erster Linie um die Fläche des wieder aufgeforsteten Waldes. Aber um den Wandel in Bewusstsein und Lebenseinstellung und Wertschätzung der Natur.

Jeder Baum, der nach Jahrzehnten von Wachstum ein Riese ist.
War mal ein kleines Geschöpf, als er zu wachsen begann.

Zitat: "Die Waldfläche hat

Zitat:
"Die Waldfläche hat sich seit dem Mittelalter kaum verändert. Was Deutschland geschafft hat, ist die mittelalterlichen Wälder in Fichten-Monokulturen zu verwandeln. "

sie lassen da aber einen Grossteil der Geschichte aussen vor

Natürlich hat der User Recht auf dessen Beitrag sie den oben zitierten Text geschrieben hatten.

Ich komme aus einer Gegend (Südharz-Vorland) welches selbst im frühen Mittelalter - als es die von ihnen erwähnten vielfältigen Urwälder dort gar nicht gab - nie gegeben hatte!
Die Aufforstung begann im 17. Jahrhundert mit Mischwald - Monokulturen entstanden erst im späten 19. Jahrh.
(das letzte Areal - der "Kahle Berg" - wurde Anfang 20. Jahrh. erstmalig bepflanzt)

In der Gesamtsumme mag ihr Vergleich vom Frühmittelalter (9. Jahhundert) zu heute (21. Jahrhundert) stimmen - aber heute stehen auf Flächen Wälder die damals Steppen waren
und
heutige Ackerflächen sind ehemalige Urwälder.

10:58 von krittkritt

«Hatte nicht Ecuador so etwas angeboten?
DEU wollte nicht. Und die anderen Industrieländer.
"Für den Erhalt des Regenwalds wird kein Geld zur Verfügung gestellt. Ergebnis: Öl statt Regenwald. Ecuador baut nun in dem riesigen Nationalpark Yasuní, dessen Artenvielfalt als eine der größten der Welt gilt, eine Pipeline, Straßen und Ölförderungsanlagen."»

Diese Behauptung ist in ihrer Platitüde schlicht Unsinn.

DEU war bereit, einen Beitrag entspreched der Wirtschaftskraft zu zahlen.
JAP + NOR waren das auch + andere. Es kam aber insg. nicht die Summe zusammen, die ECU als "angemessen + erforderlich" ansah, um die Erdölförderung im Amazonasgebiet einzustellen, bzw. sie nicht weiter zu planen.

"Riesig" ist der Yasuni-Nationalpark nicht. Ich war schon mal dort als touristischer Wanderer in der faszinierendsten Tropenwelt, die ich je sah.

Das Projekt "Yasuni-Erdöl" tritt auf der Stelle, weil der Widerstand der Indigenen Bevölkerung heute größer + besser organisiert ist als je zuvor.

@Nachfragerin um 10:45

>Die Waldfläche hat sich seit dem Mittelalter kaum verändert<

Oh doch, das haben sie. Im Mittelalter waren hier die Bannwälder in den Gebirgen abgeholzt, Aufgrund der niedrigen Ertrage pro Fläche wurde viel mehr Fläche benötigt, weshalb viele bebaut wurden die heute niemand würde nutzen wollen (oder könnte da dank Erosion heute nur noch Felsen aufragen, von Maschinen wollen wir gar nicht reden)
Das Romantische Bild vom Deutschen Wald im Mittelalter ist halt nur romantisch.

10:46 schabernack

"so einfach ist es nicht, diese Kreisläufe im Handel zu verändern......."

stimmt zu viele Lobbiisten sind da unterwegs.

Allerdings hat uns Corona gezeigt wieviel über nacht verändert werden kann was vorher undenkbar war, es gehört nur Mut und Risikobereitschaft dazu.

@fathaland slim - 30 Jahre klingen so wenig.

10:23 von fathaland slim:
"In dreißig Jahren. Steht im Artikel. Tropische Bäume wachsen teilweise sehr schnell."

Sie haben recht, das steht da. Mir kam es nur sehr kurz vor, da unsere Fichten um die 100 Jahre brauchen, bis sie "reif" sind. Wenn in den Tropen in nur 30 Jahren ein intakter und nachhaltig bewirtschaftbarer Urwald entstehen kann, wäre das natürlich super.

Weltspiegel-Reportage: Ein Wald für Generationen in Panama...

Zu befürchten ist, daß das positive Beispiel in Panama aber so ziemlich einzigartig bleibt.
Das schlechte Beispiel im Amazonas wurde hier schon genannt.
Und die angestrebten Freihandelsabkommen befeuern die Situation. Bolsonaro ist dafür und hier fordern BDI/BDA den Abschluss des Abkommens.

Idee sehr gut, Zahlen zweifelhaft

Für 1.400 € können in D rd. 1.400 m^2 hochwertiger Laubmischwald durch Pflanzung aufgeforstet werden (Ziel ist hier allerdings eine ± dauerwaldartige Bewirtschaftung, bei der via Naturverjüngung die Nachfolgebestockung kostenlos erzeugt wird - geeignete Ausgangsbestände vorausgesetzt). Eine Ausschüttung von 1.000 €/ha*a setzt einen entsprechenden Reinertrag voraus. Ein durchschnittlicher Nachhaltsbetrieb in D schafft ca. 100-140 €. Auch in Panama werden die Jungdurchforstungen eher Schwachholz erbringen, dessen Werthaltigkeit aufgrund beschränkter Verwendungsmöglichkeiten (Zellstoff, Papier, Holzkohle, Brennholz) gering ist. Die Wuchsleistung auf ehemaligen Brandrodungsflächen ist zudem sehr beschränkt, da aus den lateritischen Böden der Tropen mit geringer Sorptionskapazität bei gleichzeitig hohen Niederschlägen die Nährstoffe bereits nach 1 - 2 Jahren ausgewaschen sind.
Auch mit niedrigeren Zahlen: Weitermachen! Soziale, ökologische, klimatische Vorteile, daher am besten weltweit.

re 11:34 Nachfragerin: Zeit?!

>>@fathaland slim - 30 Jahre klingen so wenig.
10:23 von fathaland slim:
"In dreißig Jahren. Steht im Artikel. Tropische Bäume wachsen teilweise sehr schnell."

Wenn in den Tropen in nur 30 Jahren ein intakter und nachhaltig bewirtschaftbarer Urwald entstehen kann, wäre das natürlich super.<<

In 30 Jahren kann noch viel mehr wieder wachsen. Mir bedeutet dieses „Nach-vorne-gucken“ wahnsinnig viel und sehe auch Gründe für diese Art Optimismus. Wenn man auch manchmal gründlich suchen und tief graben muss!

Angesichts des neuen Formats hier und angesichts der mir sehr wichtigen Kommentarspalte im „off“ oder „mehr“ möchte ich mich sehr herzlich für die vielen Anregungen, Zusprüche und Widersprüche bedanken. Ich werde diesen „Ort“ in Zukunft wohl seltener finden!

11:35 von Bernd Kevesligeti

«Und die angestrebten Freihandelsabkommen befeuern die Situation.
Bolsonaro ist dafür und hier fordern BDI/BDA den Abschluss des Abkommens.»

Senhor Bolsonaro hätte gerne, würde "Mercosur" Realität.
Dass BDA / BDI auch den Abschluss fordern.
Ist genau so wenig überraschend, wie die Tatsache, dass auch heute gegen abend die Sonne wieder untergeht.

Senhor Bolsonaro ist aber nicht Mr. Südamerika. So sehr einig sind sich die Länder auf dem Kontinent nicht, wie genau "Mercosur" denn nun sein solle. Das hat nicht nur, aber viele zu tun mit der Rivalität der beiden Großen in Südamerika.

Brasilien und Argentinien. Um so mehr, wenn es um Exportfragen- und -vorgaben für landwirtschaftliche Erzeugnisse / Produkte geht. In beiden Ländern ein ganz wichtiger Aspekt, der sehr zu den Einnahmequellen beider Länder / Volkswirtschaften beiträgt.

Abgemacht und unterzeichnet ist da noch nichts "in trockenen Tüchern".

@Nachfragferin 11:34

"Mir kam es nur sehr kurz vor, da unsere Fichten um die 100 Jahre brauchen, bis sie "reif" sind. Wenn in den Tropen in nur 30 Jahren ein intakter und nachhaltig bewirtschaftbarer Urwald entstehen kann, wäre das natürlich super."

Im Regenwald gibt es keinen Winter im mitteleuropäischen Sinn, weshalb die Natur nicht gezwungen ist, eine so lange Pause einzulegen, und auch nicht einschlafen und wieder aufwachen muss.

11:35 von Bernd Kevesligeti

Zu befürchten ist, daß das positive Beispiel in Panama aber so ziemlich einzigartig bleibt.
Das schlechte Beispiel im Amazonas wurde hier schon genannt.

Glücklicherweise sind nicht alle Menschen dauerpessimistisch - es gibt auch welche, die Probleme angehen und handeln.

11:34, Nachfragerin

>> Wenn in den Tropen in nur 30 Jahren ein intakter und nachhaltig bewirtschaftbarer Urwald entstehen kann, wäre das natürlich super.<<

Natürlich entsteht in 30 Jahren kein Urwald. Aber nach dreißig Jahren können die ersten rasch wachsenden Bäume geerntet werden, die dann Platz machen für die Entwicklung langsamer wachsender Bäume.

Es geht bei dem Projekt, das hier vorgestellt wird, nicht darum, Urwald, sondern nachhaltig bewirtschafteten Nutzwald zu schaffen. Bewirtschafteter Urwald ist ein Oxymoron.

Wie ich schon schrieb, in Panama leben Menschen, und die haben ein Recht darauf, von etwas zu leben.

@ Nachfragerin um 10:45 PS

>Laut WWF wird in jeder Minute eine Fläche von 35 Fußballfeldern abgeholzt - 13 Millionen Hektar Wald pro Jahr. Es ist völlig illusorisch, diesem massiven Raubbau mit langwierigen Aufforstungsprojekten begegnen zu wollen.<

Nicht Illusorischer als diese Fläche zu Roden, würde man es sich als konzertierte Aktion vornehmen; es ist beides einfach Arbeit wobei mann für das wiederaufforstend weniger Schwere Transporte und damit weniger Infrastruktur braucht was es, ins Verhältnis gesetzt, zur leichteren Aufgabe macht, und das Abholzen wird ja auch geschafft. Es ist auch nichts anderes als Landwirtschaft, Plantagenwirtschaft, und genau wie bei dieser muss man halt zusehen das man den Reibungsverlust durch Bedarf der Anwohner möglichst klein hält.

09:54 von Kaneel Zukunftsweisendes Projekt

"Schön, dass in den Nachrichten über Positives berichtet wird. M.E. leider viel zu selten, denn nicht nur „bad news“ sind „good news“. "

Viel zu selten wird eine positive Meldung einfach zur Kenntnis genommen und auch positiv kommentiert.
Vielen Dank für den Tip, über den Film will ich mich mal informieren.
Manche "Fachleute" oder "Besserwisser" sollten darüber nachdenken, ob es wirklich jemandem weiterhilft, bevor sie die Tastatur an ihrem Computer bemühen.

12:22 von fathaland slim

Wie ich schon schrieb, in Panama leben Menschen, und die haben ein Recht darauf, von etwas zu leben.
.
und wenn heute 3 .. 4 mal so viele Menschen dort leben wie noch vor 50 Jahren
werden sie wohl entsprechend mehr Ressourcen verbrauchen
also wo sollte man ansetzen ?

@Naturfreund 064 10:52

"Auch diese engagierten Menschen sind sehr lobenswert zu erwähnen und genau dies ist es,was vielen Menschen oft fehlt."

Ich habe mal einen Bericht darüber gelesen, was mehr Menschen zum Spenden anregt. Es waren nicht die Bilder vom Elend, in dem ein afrikanisches Kind (um nur ein Beispiel zu nennen) vegetieren muss, sondern die Bilder von den Menschen, die diesem Kind helfen.

Nicht nur unter diesem Gesichtspunkt gesehen haben Sie also völlig recht.

Was man übrigens auch am Ton der hiesigen Diskussion sehen kann. Bei Artikeln, die über den Raubbau an der Natur berichten, ist die Farbe der Diskussion schwarz, während die Diskussion hier doch hellgrau mit leicht hellblauem Einschlag zu sein scheint.

Uralte Wurzeln, ein Modell für die Zukunft

Wie mancher Forstmann war Diplom-Forstwirt NEUBAUER zeitweise als Entwicklungshelfer tätig. Vor gut 35 Jahren auf Yucatan hat er sich auch intensiv mit ursprünglichen Landnutzungsformen der Indios beschäftigt. In einer lesenswerten Dissertation legt er dar, wie die indigene Bevölkerung die Hausgärten, die Felder u. den Tropenwald nachhaltig in sehr ausgeklügelter Weise bewirtschaftet hat. Die Hausgärten waren mehrschichtig aufgebaut, Gemüse bis fruchttragende Bäume. Die Felder wurden als Agroforstwirtschaft auf frisch brandgerodeten Flächen angelegt, die sich wegen der Nährstoffauswaschung nach kurzer Nutzungsdauer dann in einer viele Jahrzehnte andauernden Waldbrache erholen durften. Dazu gab es ein weitläufiges System zum Erfassung u. Speichern der Niederschläge.
Dann kamen die Spanier, haben den "Urwald", die Regenerationsflächen der Indionutzung, zum herrenlosen Gut erklärt, Weißen übereignet u. zu Großgrundbesitzern gemacht. Ergebnis: Wald weg, Viehweiden, Indios verarmt.

12:02 von teachers voice

In 30 Jahren kann noch viel mehr wieder wachsen. Mir bedeutet dieses „Nach-vorne-gucken“ wahnsinnig viel und sehe auch Gründe für diese Art Optimismus. Wenn man auch manchmal gründlich suchen und tief graben muss!

Das ist ein so wichtiger Ansatzpunkt ! Andernfalls kann man ja gleich den Kopf in den Sand stecken.

Angesichts des neuen Formats hier und angesichts der mir sehr wichtigen Kommentarspalte im „off“ oder „mehr“ möchte ich mich sehr herzlich für die vielen Anregungen, Zusprüche und Widersprüche bedanken. Ich werde diesen „Ort“ in Zukunft wohl seltener finden!

Hatte beide Orte als Lesezeichen gesetzt und mich mal aus der einen und mal aus der anderen Richtung den Themen genähert. Und hoffe auf umfangreiche Nachbesserung oder Zurücknahme.

@Der Lenz 12:25

Ich möchte Ihnen grundsätzlich rechtgeben, nur in einem Punkt nicht.

"wobei mann für das wiederaufforstend weniger Schwere Transporte und damit weniger Infrastruktur braucht was es, ins Verhältnis gesetzt, zur leichteren Aufgabe macht"

Mir ist bisher noch kein Bereich untergekommen, in dem das Konstruktive einfacher als das Destruktive wäre. Ein Haus einreißen ist viel einfacher als es wieder aufzubauen.
Fathaland slim wird mir vielleicht zustimmen, dass es lange gebraucht hat, um zu einer gewissen Fertigkeit auf seinem Gebiet zu gelangen, und wie einfach es ist, diese Fertigkeit wieder zu verlieren (zumindest geht es mir so).

Und auch hier scheint mir der Aufwand, ein Stück Regenwald zu roden, viel geringer als die Aufforstung zu sein.

von schabernack 12:07

Richtig, abgemacht und unterzeichnet ist da noch nichts "in trockenen Tüchern".

Dann sollte dafür eingetreten werden, daß das auch so bleibt. Sonst sieht es schlecht aus für viele dort.....

Plant for the Planet ...

... wirbt damit, eine Billion Bäume anzupflanzen, beginnend auf der Halbinsel Yucatan - eine Idee des Schülers Felix Finkelstein. Dieser Junge sprach schon vor den Vereinten Nationen, auf Postern warben Prominente für diese Initiative. Die Bundesrepublik stellte Geld für die Forschung zur Verfügung. Man kann spenden oder Schokolade kaufen. Hab ich gemacht.
Nun las ich in der Zeit, die mit NDR und WDR nachforschte über zweifelhafte Versprechen und fragwürdige Zahlen.
Hat jetzt nur ansatzweise mit diesem Projekt zu tun, aber ich wollte es erwähnt haben.

Diesem Projekt in Panama wünsche ich viel Erfolg und Unterstützung. Ich finde es gut. Und bei allem, was wir uns heute so leisten, kann man ggf. auch verschmerzen, 1.000 Euro nicht zurückzubekommen, sondern zu wissen, etwas Gutes verschenkt zu haben.

12:22 von fathaland slim

«Wie ich schon schrieb, in Panama leben Menschen, und die haben ein Recht darauf, von etwas zu leben.»

Gerade Panama ist in Mittelamerika so eine Art von "Exot".

Einerseits gibt es den Panama-Kanal mit den regelmäßig sehr verlässlichen Einnahmen für den Staat, und allen mit / in diesem Sektor Beschäftigten. Auch sind Hoheitsrechte über die Kanalzone für den Staat Panama heute größer als je zuvor.

Andererseits gibt es viel "Internationale Finanzindustrie" im Land. Nicht nur Dubioses wie das mit den "Panama Papers". Keine andere Stadt in Mittelamerika ist so sehr "Boomtown" mit Hochhäusern aus Stahl & Glas wie die Hauptstadt Panama-City. Dort gibt es die Superreichen, die Reichen … aber auch eine gar nicht so kleine "Mittelschicht", die finanziell recht auskömmlich leben kann.

3. sind die ländlichen Regionen im Land. Lebens- & Einkommensverhältnisse dort unterscheiden sich nicht prinzipiell von Sonstwo-Mittelamerika.

4. ist der Süden, wo fast nur (sehr) wenige Indigene leben.

@teachers voice 12:02 + Kaneel 12:34

"Angesichts des neuen Formats hier und angesichts der mir sehr wichtigen Kommentarspalte im „off“ oder „mehr“ möchte ich mich sehr herzlich für die vielen Anregungen, Zusprüche und Widersprüche bedanken. Ich werde diesen „Ort“ in Zukunft wohl seltener finden!

Hatte beide Orte als Lesezeichen gesetzt und mich mal aus der einen und mal aus der anderen Richtung den Themen genähert. Und hoffe auf umfangreiche Nachbesserung oder Zurücknahme."

Darf ich kurz nachfragen, worüber Sie da sprechen?

12:36 von DrBeyer

Und auch hier scheint mir der Aufwand, ein Stück Regenwald zu roden, viel geringer als die Aufforstung zu sein.
.
erscheint logisch
warum aufwendig aufforsten, wenn anderenorts man das Roden nur unterlassen müsste
und so sinnvoll aufforsten auch aktuell erscheint
die Freude ist, in 30 ... 40 Jahren groß, wieder neue Bäume zum Abholzen gefunden zu haben

@ DrBeyer um 12:36

>Mir ist bisher noch kein Bereich untergekommen, in dem das Konstruktive einfacher als das Destruktive wäre. <

Da gebe ich ihnen Recht. Aber bei viel Rodung handelt es sich ja weniger um einfache Zerstörung, auch wenn dies auf Brandrodung zutrifft, sondern viel mehr um "Holzernte".

es spielt sich auch im Kleinen ab

Was bleibt denn einem jungen Paar übrig, wenn sie heiraten wollen,
ne Familie gründen als Bäume umzuhauen, für ihre bescheidene Hütte,
für ihren kleinen Acker und Brennmaterial für ihre Herdstelle

12:28 von Fri-Bu 09:54 von Kaneel

Viel zu selten wird eine positive Meldung einfach zur Kenntnis genommen und auch positiv kommentiert.

Bei mir lösen zu viele negative Nachrichten ein Gefühl von Hilflosigkeit und Ohnmacht aus. Da wünschte ich mir gelegentlich eine ausgeglichenere Auswahl. Kein alles schönfärben, aber auch nicht den Fokus nur auf das Negative richten.

(Dazu passt, was DrBeyer um 12:30 schreibt)

Vielen Dank für den Tipp, über den Film will ich mich mal informieren.

Gerne. Der Film lief 2019 im Sommer einmalig im hiesigen Kino und aufgrund der Ferien mit viel zu wenig ZuschauerInnen. Ein wenig „amerikanisch“, aber sehr inspirierend und ermutigend bei Hürden nicht direkt aufzugeben. Wäre m.E. etwas für das arte-Programm.

12:50 von DrBeyer @teachers voice 12:02 + Kaneel 12:34

"Angesichts des neuen Formats hier und angesichts der mir sehr wichtigen Kommentarspalte im „off“ oder „mehr“ möchte ich mich sehr herzlich für die vielen Anregungen, Zusprüche und Widersprüche bedanken. Ich werde diesen „Ort“ in Zukunft wohl seltener finden!

Hatte beide Orte als Lesezeichen gesetzt und mich mal aus der einen und mal aus der anderen Richtung den Themen genähert. Und hoffe auf umfangreiche Nachbesserung oder Zurücknahme."

Darf ich kurz nachfragen, worüber Sie da sprechen?

Über die neue, m.E. ziemlich verhunzte (sorry), schwer lesbare neue tagesschau.de-Seite.

@Sisyphos3 um 12:29

>wenn heute 3 .. 4 mal so viele Menschen dort leben wie noch vor 50 Jahren
werden sie wohl entsprechend mehr Ressourcen verbrauchen
also wo sollte man ansetzen ?<

Bei der Ressourcenversorgung:
Land, Baustoff, Energie, Nahrung.
Natürlich könnte man das alles über Geld abhandeln aber da dieses einen Gewissen Herdentrieb hat und immer da landet wo schon mehr davon ist sollte man es erst sekundär setzen. Die obigen Punkte sind die an denen Menschen sich im Zweifel direkt aus ihrer Umgebung versorgen ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu entwickeln; sie wollen doch nur überleben...also roden sie und klauben sie und fällen für Balken, Bretter und Brennstoff, und werden das weiter tun bis man unten einen Boden eingezogen hat, da hilft kein Gewalt ( Der letzte in Berlin hingerichtete mordete für zwei Kilo Kartoffeln).

re 12:50 DrBeyer: Format

>>@teachers voice 12:02 + Kaneel 12:34
"Angesichts des neuen Formats hier und angesichts der mir sehr wichtigen Kommentarspalte im „off“ oder „mehr“ möchte ich mich sehr herzlich für die vielen Anregungen, Zusprüche und Widersprüche bedanken. Ich werde diesen „Ort“ in Zukunft wohl seltener finden!

Hatte beide Orte als Lesezeichen gesetzt und mich mal aus der einen und mal aus der anderen Richtung den Themen genähert. Und hoffe auf umfangreiche Nachbesserung oder Zurücknahme."

Darf ich kurz nachfragen, worüber Sie da sprechen?<<

Ich spreche darüber, dass ich bisher tagesschau.de genutzt habe, einen kurzen und prägnanten Überblick über wichtige Ereignisse des Tages, vor allem aber zu überdauernden Themen der Gesellschaft zu gewinnen. Dazu gehörten für mich immer auch die „Kommentare“, durch die ich wahnsinnig viel erfahren habe auch und gerade über das Denken der „Anderen“. Oft bin ich auch direkt in die Kommentare gegangen und habe dort eine beachtliche „Öffentlichkeit“ gefunden.

@Der Lenz 12:54

"Aber bei viel Rodung handelt es sich ja weniger um einfache Zerstörung, auch wenn dies auf Brandrodung zutrifft, sondern viel mehr um "Holzernte"."

Ja, durchaus, allerdings ist das, was bspw. in Brasilien betrieben wird, eben keine Holzernte, sondern großflächige Zerstörung, die zu beseitigen eine Aufgabe für viele Generationen sein dürfte.

Aber das, was die Genossenschaft in Panama propagiert, sortiere ich auch im Fall der Ernte von Bäumen keinesfalls unter 'destruktiv' ein.

@teachers voice 13:11

"Ich spreche darüber, dass ich bisher tagesschau.de genutzt habe, einen kurzen und prägnanten Überblick über wichtige Ereignisse des Tages, vor allem aber zu überdauernden Themen der Gesellschaft zu gewinnen. Dazu gehörten für mich immer auch die „Kommentare“, durch die ich wahnsinnig viel erfahren habe auch und gerade über das Denken der „Anderen“. Oft bin ich auch direkt in die Kommentare gegangen und habe dort eine beachtliche „Öffentlichkeit“ gefunden."

Ah, verstehe, auch im Zusammenhang mit Kaneel 13:05.
Zwar ist die Übersicht von tagesschau.de leider keineswegs mehr übersichtlich (sowohl Mobil als am Desktop, wie ich finde), und man kann aus dem Artikel heraus nur schwer erkennen, dass es auch eine Kommentarfunktion gibt, allerdings ist Meta immer noch gut zu erreichen über das Balkenmenü und "Mehr".
Ist der Weg, den ich jetzt meist nutze, weil alles andere, hm, nun ja, - an Funktionalität verloren hat, um es mal freundlich zu formulieren.

12:58 von Sisyphos3

«Was bleibt denn einem jungen Paar übrig, wenn sie heiraten wollen,
ne Familie gründen als Bäume umzuhauen, für ihre bescheidene Hütte,
für ihren kleinen Acker und Brennmaterial für ihre Herdstelle.»

Das glückliche neue junge Paar kann auch was anderes für ihre Herdstelle abholzen in den Tropen als den dicken Urwaldbaum. Da wächst ja so einiges anderes an kleiner Gehölz fast schneller, als man selbst gucken kann.

Außerdem hat sich sowas wie: "Elektrischer Strom" auch schon bis nach Panama verbreitet. Ganz allgemein schon bis in tropische Regionen. Zum Verfeuern für den Herd sind getrocknete Blätter der Bananenpflanze gerne genommen. Auch die sind nicht eben Mangelware dort, wo die Banane geboren wurde.

Die Banane, die ja auch Vater und Mutter frisches junges Paar evtl. selbst anbauen. Nicht für das eigene Kind dann später. Aber evtl. für Sie … oder für mich.

"Für die bescheidene Hütte" reichen ein bis max. zwei Bäume.
Würden nur die umgehauen … wucherte der Wald wild.

12:29, Sisyphos3

>>12:22 von fathaland slim
Wie ich schon schrieb, in Panama leben Menschen, und die haben ein Recht darauf, von etwas zu leben.
.
und wenn heute 3 .. 4 mal so viele Menschen dort leben wie noch vor 50 Jahren
werden sie wohl entsprechend mehr Ressourcen verbrauchen
also wo sollte man ansetzen ?<<

In Panama leben etwas mehr als doppelt so viele Menschen wie vor fünfzig Jahren. Das Bevölkerungswachstum beträgt 1,7% jährlich und fällt sein 50 Jahren kontinuierlich.

Ansetzen sollte man überall dort, wo es nötig ist.

12:34, Kaneel @12:02 von teachers voice

>>"Angesichts des neuen Formats hier und angesichts der mir sehr wichtigen Kommentarspalte im „off“ oder „mehr“ möchte ich mich sehr herzlich für die vielen Anregungen, Zusprüche und Widersprüche bedanken. Ich werde diesen „Ort“ in Zukunft wohl seltener finden!"

Hatte beide Orte als Lesezeichen gesetzt und mich mal aus der einen und mal aus der anderen Richtung den Themen genähert. Und hoffe auf umfangreiche Nachbesserung oder Zurücknahme.<<

Ja, auf umfangreiche Nachbesserung hoffe ich auch. Es ist ein Unding, daß die Tagesschau-Startseite auf meinem alten Mobiltelefon nicht mehr funktioniert, seit sie erneuert wurde.

Es gibt Menschen, die haben nicht immer das neueste Equipment. Ich bin so einer. Hat auch ein wenig mit Nachhaltigkeit zu tun.

12:36, DrBeyer

>>Mir ist bisher noch kein Bereich untergekommen, in dem das Konstruktive einfacher als das Destruktive wäre. Ein Haus einreißen ist viel einfacher als es wieder aufzubauen.
Fathaland slim wird mir vielleicht zustimmen, dass es lange gebraucht hat, um zu einer gewissen Fertigkeit auf seinem Gebiet zu gelangen, und wie einfach es ist, diese Fertigkeit wieder zu verlieren (zumindest geht es mir so).

Und auch hier scheint mir der Aufwand, ein Stück Regenwald zu roden, viel geringer als die Aufforstung zu sein.<<

Was mich anbetrifft, so möchte ich Ihnen Recht geben, was die Waldthematik betrifft eher dem Lenz.

Es ist sogar so, daß, wenn man ein Sück gerodeten Wald einfach in Ruhe lässt, dort dann bald neuer wächst. Ganz von selbst. Natürlich nicht unbedingt die Baumarten, die man gern nutzen möchte. Deswegen forstet man auf.

12:29 von Sisyphos3

«… und wenn heute 3 .. 4 mal so viele Menschen dort leben wie noch vor 50 Jahren.»

Panama (und ganz Mittelamerika … zu dem Mexiko nicht gehört) ist nicht Afrika, Afghanistan, oder woanders in Zentralasien. Bevölkerungswachstum ist dort gar nicht so, als dass sich die Bevölkerungen innerhalb von 50 Jahren verdreifachen oder vervierfachen.

10:50 von Quakbüdel Warum in die Ferne schweifen ?

Ich weiß es sehr zu schätzen sowohl private als auch Wälder in staatlicher oder Länderhand zum Spazieren gehen oder zum Wandern nutzen zu können und dürfen. Das sind wichtige Oasen für Körper und Seele. Die Probleme und Herausforderungen vor denen Waldbesitzer stehen, bekommt man dabei natürlich nicht unbedingt mit.

In einer Reportage/Doku wurden mehrere Waldbesitzer porträtiert, die aufgrund von massiven Baumschäden altes Holz günstig entsorgen und neu aufforsten mussten. Diese wollten unbedingt den seit Jahrzehnten in Familienbesitz vorhandenen Wald als Existenzgrundlage für sich und die nachfolgende Generation erhalten. Die eine Familie entschied sich dann dafür aus ihrem Wald einen Friedwald zu machen.

12:58, Sisyphos3

>>es spielt sich auch im Kleinen ab
Was bleibt denn einem jungen Paar übrig, wenn sie heiraten wollen,
ne Familie gründen als Bäume umzuhauen, für ihre bescheidene Hütte,
für ihren kleinen Acker und Brennmaterial für ihre Herdstelle<<

Ich fühle mich an ein Gemälde von Norman Rockwell erinnert.

31. Januar 2021 um 10:49 von fathaland slim

10:25, spax-plywood

>> >>Das Projekt ähnelt aber mehr einer Holzplantage
als einem Regenwald.<<

Ja, es handelt sich um einen Nutzwald.

Es wäre natürlich schön, wenn Panama zur Gänze ein Nationalpark würde, aber ärgerlicherweise leben dort Menschen. <<
.
.
Für mich ist das kein Nutzwald sondern eine
Baumplantage zur industriellen Holzernte. Qualitätsholz erhält man nicht nach 30 Jahren.
.
Bis man aus einem heute gepflanzten Wald
die besten Erlöse erzielt dauert es mindestens 100 Jahre. Das in der Zwischenzeit geschlagene Holz findet in der Regel nur als Industrieholz Verwendung.
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Einen gesunden Mischwald zu pflanzen oder auch nur zu erhalten erfordert sehr viel Arbeit und Zeit. Der Einsatz von "Vollerntern " ist nicht möglich wenn man die Natur schützen will.
.
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Gruß
K. E.

@teachers voice - Umdenken & Wiederaufforstung

12:02 von teachers voice:
"Mir bedeutet dieses ,Nach-vorne-gucken' wahnsinnig viel und sehe auch Gründe für diese Art Optimismus."
> Mir ist das auch sehr wichtig und ich bin grundsätzlich auch optimistisch eingestellt. Nur leider ist die Wiederaufforstung angesichts der massiven (und teils illegalen) Waldvernichtung nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Waldbestände wird man mit radikalem Umdenken retten können. Dafür sind solche Projekte natürlich unglaublich wichtig.

"Angesichts des neuen Formats hier und angesichts der mir sehr wichtigen Kommentarspalte im ,off' oder ,mehr' möchte ich mich sehr herzlich für die vielen Anregungen, Zusprüche und Widersprüche bedanken. Ich werde diesen ,Ort' in Zukunft wohl seltener finden!"
> Der Direktlink lautet: https://meta.tagesschau.de

13:51 von Kaneel

«Ich weiß es sehr zu schätzen sowohl private als auch Wälder in staatlicher oder Länderhand zum Spazieren gehen oder zum Wandern nutzen zu können und dürfen. Das sind wichtige Oasen für Körper und Seele.»

Wälder in den Tropen sind eher Abenteuer.

Schweißtreibende Abenteuer … man ist fix und foxi, wenn man wieder rauskommt aus dem Wald. Und zusätzlich so aufgeregt von all dem Gesehenen und Erlebten, dass man Stunden braucht, um alles einzuordnen.

Seien es die vielen bunten Vögel.
Allen voran diese schier unfassbaren Kolibris.
Und auch Tukane sind der Hit, die man stundenlang beobachten will.
Oder man huckt sich genau so lange dort hin, wo die Blattschneiderameisen langgehen. Man vergisst Zeit & Raum … fühlt sich winzig klein und riesengroß zugleich. Weil man so was Faszinierendes überhaupt sehen kann und darf !

Wald ist magisch. Jeder Wald ist anders.

Wälder sind das, was mich in Japan am allermeisten überrascht, geplättet, verzaubert hat. Die Wälder, wo "Waldbaden" wohnt.

Zitat: "Es ist sogar so, daß,

Zitat:
"Es ist sogar so, daß, wenn man ein Sück gerodeten Wald einfach in Ruhe lässt, dort dann bald neuer wächst. Ganz von selbst. Natürlich nicht unbedingt die Baumarten, die man gern nutzen möchte. Deswegen forstet man auf."

Ähm - also so einfach ist das nun wirklich nicht...
..es mag zutreffend das sich einige Gebiete mit umfänglichen Rodungen wieder zu Wald "regenereiren"
aber es gibt viele Gegenden (ich bin in so einer geboren) bei denen eine Rodung des Waldes zu einer Rückkehr des ursprünglichen Bewuchses führt - in meiner alten heimat (Nordthüringen) wäre dies -> eine Steppe
war zur Zeit Karl des Grossen eines der wichtigesten gebiete für Pferdezucht in Mittel-Europa

Wald-Biotope können sich selbst erhalten wenn sie ungestört sind und somit auch existieren wenn z.B. nach einer Klimaänderung ein Zustand eintritt in dem auf dem Gebiet gar kein Wald mehr wachsen würde

also vorsicht mit den "Automatismen" - auch in Bezug auf tropische Regenwälder

in der Pandemie.....

sollte der Fokus auf Dtl gerichtet bleiben - der Regenwald in Panama wächst auch ohne uns

@Sisyphos3 - Selbstversorger sind das kleinste Problem

12:58 von Sisyphos3:
"Was bleibt denn einem jungen Paar übrig, wenn sie heiraten wollen, ne Familie gründen als Bäume umzuhauen, für ihre bescheidene Hütte, für ihren kleinen Acker und Brennmaterial für ihre Herdstelle"

Ich bin mir sicher, dass nur ein winziger Bruchteil des Waldes für den Eigenbedarf abgeholzt wird. Kritisch wird es immer dann, wenn die Gewinnmaximierung im Vordergrund steht: Holz oder Rindfleisch für den Export. Die lokale Bevölkerung sieht von den Gewinnen natürlich nichts und muss weiterziehen, wenn alles zerstört ist.

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