Kommentare - Mögliche Korruption: Gamestop-Fall erreicht die Justiz

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Ins Wespennest gestochen.

"Es stinkt nach Korruption."

Tjaaa... das mögen die Großkapitalisten gar nicht.

Dass auch andere am kapitalistischen als sie selbst am kapitalistischen Bereicherungsmodell teilnehmen.

Absolut begrüßenswert, diese Ermittlungen. Hoffentlich werden sie auch ernsthaft betrieben.

labiles System Leerverkäufe

Tja, das haben die großen Hedgefonds mal ihren Meister gefunden und zittern. Auch wenn ich künstlich aufgebaute Hypes nicht schätze, ebenso wenig wie Insiderhandel oder gefakte Nachrichten/ Kaufempfehlungen ... in diesem Fall freut es mich doch ein ganz klein wenig, dass die Kleinanleger, die sich auf reddit verabredet hatten, den Großen mal gezeigt haben, was eine Harke ist.
Dass die Hedgefonds nun versuchen, in den Handel der Gamestop-Papiere einzugreifen/ ihn zu manipulieren, ist übergriffig.

Nun ist jedem klar, wie labil das System "Leerverkäufe" ist. Das sind nichts als Wetten, Gewinnchancen auf Papier, die nichts mit dem Wert einer Aktie/eine Unternehmens zu tun haben. Reines Buchgeschäft, oft zu Lasten unbedarfter Anleger.

Wenn die Hedgefonds damit durchkommen, kann man sich auf dem"freien Aktienhandel" ein Ei pellen. Ich glaube aber, dass zumindest die US-Behörden hier kräftig austeilen und sanktionieren werden. Der freie Markt ist das Herzstück der westlichen Wirtschaft.

16:43, draufguckerin

>> Der freie Markt ist das Herzstück der westlichen Wirtschaft.<<

...und gleichzeitig eine Illusion.

16:48 von fathaland slim

16:43, draufguckerin
>> Der freie Markt ist das Herzstück der westlichen Wirtschaft.<<

...und gleichzeitig eine Illusion.

Wie wäre es mit

„Der freie Markt ist die wichtigste Illusion eines Herzstückes der westlichen Wirtschaft.“ ...?

Gamestop-Fall erreicht die Justiz

Tja, Hedgefonds gegen Schwarmintelligenz.

Da hoffe ich doch, dass dies das Ende des Zeitalters für Hedgefons bedeutet. Die Zockerei mithilfe von Leerverkäufen findet womöglich nun ihr Ende und stellt kein Verlust für die Soziale Marktwirtschaft dar.
Die spekulative Finanzwirtschaft hat schließlich in der Vergangenheit schon für genügend Krisen gesorgt.

Gruß Hador

So richtig suspekt wurde mir ...

... „die Börse“, als ich mal im Radio die Börsennachrichten hörte. Es wurde berichtet, dass Microsoft seine Quartalszahlen veröffentlicht hatte und Umsatz und Gewinn waren um 25 bzw. 20% gestiegen. Die Aktie war aber um 3% gefallen. Warum? Die Analysten hatten mehr erwartet.

Die Analysten taugen nichts, liegen mit ihren Annahmen daneben und bestimmen doch den Kurs einer Aktie ins Minus, obwohl das Unternehmen glänzend gewirtschaftet hat?!

omg

Investmentbanking ist halt Glücksspiel. Und für Glücksspiel gibt es in den meisten Ländern rigorose (Steuer-)Gesetze. -.-

Diese Gesetze müßten nur halt mal (weltweit) auf die entsprechenden Tatbestände angewendet werden.

Leere

Es sollte generell verboten werden, mit etwas zu handeln, was man nicht hat. Spekulative Geschäfte gehören nicht ins Wirtschaftsleben sondern in das Spielcasino.

um 17:08 von saschamaus75

>>
Investmentbanking ist halt Glücksspiel. Und für Glücksspiel gibt es in den meisten Ländern rigorose (Steuer-)Gesetze. -.-
<<

Es gibt einen feinen Unterschied: Beim Glücksspiel spielen die Teilnehmer gegen ihresgleichen, also andere Spieler.
Bei Hedgefonds & Co werden die Gewinne in der Regel zu Lasten Dritter erzielt, z.B. Kleinanleger etc.

Für eine funktionierende Wirtschaft haben diese Aktivitäten keinerlei Wert. Dort werden Rieseneinkommen erzielt, die man getrost als Schmarotzertum bezeichnen kann.

Traderepublic

Hat mir ebenfalls untersagt die Aktien zu kaufen. Darüberhinaus liest man in diversen Foren, dass TR die Limit Verkaufsorder ihrer Kunden >1000€ gestrichen haben. Eine bodenlose Marktmanipulation.
Als Antwort liest man, zum Schutze des Kleinanlegers, ja genau... ich kann doch x-Hebelzertifikate kaufen und mich ruinieren, „das ist halt der Markt“ aber an „dem“ Markt durfte ich nicht teilhaben.
Darüberhinaus hat Google im Playstore Tausende von 1 Stern Bewertungen für die Apps gelöscht. Zensur vom Feinsten. Ebenfalls Facebook. Löscht die Facebook RobinHood Gruppe. Das stinkt gewaltig!

Mögliche Korruption: Gamestop-Fall erreicht die Justiz...

Die beiden Hedgefonds Melvin Capital und Citron Research betrieben Leerverkäufe mit Gamestop-Aktien. Das funktionierte zunächst gut für die Hedgefonds, der Wert der Aktie sank um 95 Prozent auf 2,57 Dollar. Aber die beiden Fonds übertrieben es, sagten öffentlich, daß sie im großen Stil auf fallende Aktien setzten.
Sie provozierten damit Gegenspekulanten, unter anderem den nicht gerde armen Elon Musk und eine große Fangemeinde auf dem Internetforum Wallstreetbets.
Das Ergebnis waren steigende Kurse, die Aktie stieg auf 432 Dollar. Die Spekulation der beiden Hedgefonds produzierte für sie Verluste. Melvin Capital musste sich über seinen Eigentümer Citadel 2,75 Milliarden Dollar beschaffen.

Es gibt mittlerweile 15 mal

Es gibt mittlerweile 15 mal mehr Geld als Werte und keine neue Anlagemöglichkeiten....jetzt einfach verschiedene Sachen verbieten führt dazu das von den Fonds reale Werte aufgekauft werden müssen. Und wenn z.b. immowelt einmal leergekauft ist, verstehen wohl die meisten das Problem.
Passt aber gut zum Plan des WEF.

Hedgefonds

Die Gesellschaft sollte sich überlegen, wie hoch die gesellschaftliche Achtung solch ein Gebaren hat. Wenn man bedenkt welche anderen Branchen mit Missachtung gestraft werden - teilweise zu unrecht - müsste diese Branche in einer Top-Listen weit oben stehen.

@DerOstbayer

Das mag vielleicht zu Ostbayrischen Verhältnissen passen, durch Shortmöglichkeiten kann man jedoch auch sein Depot absichern.
Ohne Leerverkäufe wäre der Wirecard Skandal nie aufgedeckt worden.
Warum auch so viel Energie investieren, wenn man am Ende dafür nicht entlohnt wird?
Im übrigen hat die BaFin das Shortselling auf Wirecard verboten. Wozu hat es geführt? Noch mehr Kleinanleger haben gedacht das wäre ein vertrauenswürdiges Unternehmen und haben investiert.
Aber bei Wirecard war von Politelite, bayrischer Polizeipräsident bis zum Geheimdienstmitarbeiter und sogar BaFin mit verwickelt.

um 17:25 von MausW

>>
Es gibt mittlerweile 15 mal mehr Geld als Werte und keine neue Anlagemöglichkeiten....jetzt einfach verschiedene Sachen verbieten führt dazu das von den Fonds reale Werte aufgekauft werden müssen. Und wenn z.b. immowelt einmal leergekauft ist, verstehen wohl die meisten das Problem.
<<

Seit Adam und Eva gibt es die Märchen, dass man irgendetwas nicht machen dürfte, weil sonst noch alle viel schlimmer werden würde.
Und leider wurde diese Geschichten immer von vielen geglaubt.

@Hedgefonds 17:25 von derOstbayer

Man kann tausendfach gewinnen oder einhundert Prozent verlieren.

Aber nur die 'Potenten' gewinnen mittelfristig.
Die Kleintrader verlieren zu 80%, Das ist statistisch belegt.
Ich höre Charly M. wieder scharren:
"Es gibt wahrscheinlich keinen größeren Humbug in der Welt
als das sogenannte Finanzwesen.
Die einfachsten Operationen werden von den Jüngern dieser „Geheimwissenschaft“
mit den abstrusesten Ausdrücken bezeichnet; in einer Weise, dass das
Publikum von dieser abscheulichen Börsenscholastik ganz verwirrt ist.
...
Jede neue Erfindung, welche es ermöglicht, in einer Stunde zu produzieren,
was bisher in zwei Stunden produziert wurde, entwertet alle gleichwertigen Produkte,
die sich auf dem Markte befinden. "

Das zum Thema: Hochgeschwindigkeitshandel und Optionenkreationen der Banken
zum Nutzen einer kleinen potenten Finanzkamarilla.

"Es stinkt nach Korruption"

Wo „gezockt“ - also um Geld gespielt - wird, ist Kriminalität generell nicht weit. Dazu sind die „Versprechungen“ bzw. die Verführungskraft des Geldes einfach zu groß.

Über Hedgefonds ...

lese ich nur dunkle Machenschaften auf Kosten unbescholtener Marktteilnehmer.
Diese einseitige Darstellung drängt die Frage auf, ob es nicht noch andere Sichtweisen geben könnte.
Was ist mit der regulativen Eigenschaft? Waren es nicht auch Hedgefonds, die die Unregelmäßigkeiten bei Wirecard aufgedeckt haben, als man hierzulande auch auf höchster Ebene noch stolz war, endlich ein innovatives Unternehmen aus der new financial economy von nennenswerter Größe in den Dax gekriegt zu haben?
Aasgeier haben eben auch ihre Lebensberechtigung, auch wenn sie einem nicht sympathisch oder sonstwie genehm erscheinen.

@Bernd Kevesligeti um 17:24 Uhr, Gamestop-Fall

"Die Spekulation der beiden Hedgefonds produzierte für sie Verluste. " Alles super verständlich zusammengefasst, wenn ich das mal sagen darf.
In diesem Fall freut es mich, dass die Geierfonds mit ihren eigenen Waffen geschlagen wurden - wenn es Ihnen nicht gelingt, jetzt über die Veräußerungsverbote ihre Verluste zu minimieren. Ich hoffe, das klappt nicht.

@17:20 von Klärungsbedarf

>> Es gibt einen feinen Unterschied
Definition Lotterie:
Einer oder mehrere setzen einen Geldbetrag auf ein Ereignis mit unbekanntem Ausgang. -.-

>> Beim Glücksspiel spielen die Teilnehmer
>> gegen ihresgleichen
Und was sind dann Tipp-Gemeinschaften? oO

17:25, MausW

>>Es gibt mittlerweile 15 mal
Es gibt mittlerweile 15 mal mehr Geld als Werte und keine neue Anlagemöglichkeiten....jetzt einfach verschiedene Sachen verbieten führt dazu das von den Fonds reale Werte aufgekauft werden müssen. Und wenn z.b. immowelt einmal leergekauft ist, verstehen wohl die meisten das Problem.
Passt aber gut zum Plan des WEF.<<

Meinen Sie den Übergang vom Shareholderkapitalismus zum Stakeholderkapitalismus, über den in Davos geredet wurde?

Oder gibt es noch andere finstere Pläne des World Economic Forum, auf die Sie sich hier beziehen?

Erbitte Aufklärung.

@am 30. Januar 2021 um 17:28 von Seneca - Wirecard

Auch Wirecard hat nicht am Wirtschaftsleben teilgenommen sondern Glückspiel gespielt. Die haben mit nicht vorhandenen (=leer) Konten agiert. M.E. sollte - wie bereits gesagt - jegliches wirtschaften mit der "Leere" verboten werden.

Hedgefonds „pervers“

Die Jongleure der Leergeschäfte und Co., ect.ect. : eine Handvoll von Leuten schieben schon seit langem das virtuelle Geld hin und her (mit maximalem Gewinn), während man einen Normalbürger immer weiter in ein transparentes Subjekt verwandelt.
In der Finanzkrise 2009 ließen sich Banker in unermesslichem Ausmaß retten, ohne dass am Grundsatz gravierende Änderungen stattgefunden hätten.
Wenn man sich vor Augen führt, worauf an den Finanzmärkten alles gewettet wird (Dürrekrisen, Weizenmärkte, Dürrekrisen ...), wird einem nur schlecht.

@Thomas D. 16:53

Das trifft‘s genau.

@Klärungsbedarf 17:20 @saschamaus 17:08

>>
Investmentbanking ist halt Glücksspiel. Und für Glücksspiel gibt es in den meisten Ländern rigorose (Steuer-)Gesetze. -.-
<<

„..Es gibt einen feinen Unterschied: Beim Glücksspiel spielen die Teilnehmer gegen ihresgleichen, also andere Spieler.
Bei Hedgefonds & Co werden die Gewinne in der Regel zu Lasten Dritter erzielt, z.B. Kleinanleger etc. ...
Für eine funktionierende Wirtschaft haben diese Aktivitäten keinerlei Wert. Dort werden Rieseneinkommen erzielt, die man getrost als Schmarotzertum bezeichnen kann. ...“

Und mit den rigorosen Steuergesetzen ist es auch nicht weit her.

@ Hador Goldscheitel um 16.54 Uhr, Gamestop-Fall

"Da hoffe ich doch, dass dies das Ende des Zeitalters für Hedgefonds bedeutet. Die Zockerei mithilfe von Leerverkäufen findet womöglich nun ihr Ende" - ja, schön wäre es, aber ich glaube es nicht. Wenn einer "baden geht", freuen sich die nächsten. Aber ein Warnschuss an die Branche ist es. Ich hoffe, New Yorks Generalstaatsanwältin Letitia James wird ermitteln.

Das Ende der Hedgefonds "...stellt keinen Verlust für die Soziale Marktwirtschaft dar." - seh ich auch so.

Vielleicht sollten die Hedgefonds
aus dem Bereich der Banken- und Geldwirtschaft ausgegliedert und der Wett- und Glücksspielsparte zugewiesen werden. Da gehören sie hin.

@DerOstbayer- Leerverkäufe haben auch eine regulierende Funktion

17:08 von DerOstbayer:
"Es sollte generell verboten werden, mit etwas zu handeln, was man nicht hat."

An sich klingt das logisch. Mathematisch betrachtet ist es aber egal, ob man erst Minus und dann Plus rechnet oder andersherum.

Tatsächlich haben die Leerverkäufe auch eine regulierende Funktion am Markt. Denn Sie können unbegründete Hypes ausbremsen und dadurch die Entstehung von Blasen vermeiden. Der massive Nachteil von Leerverkäufen besteht allerdings darin, dass sich der Kurs mit Falschmeldungen sehr viel einfacher nach unten ziehen lässt als mit positiven Nachrichten nach oben.

Schon bei anderen Gelegenheiten...

...habe ich es geschrieben und ich kann es nur wiederholen:
Das globale Finanzsystem ist ein gigantisches Ponzi-Scheme. Und der einzige Weg, den Zusammenbruch zu verzögern ist, so zu tun, als wäre dem nicht so. Bis auch das nicht mehr hilft..

17.28 Seneca - Wirecard Skandal Beteiligten

`Bei Wirecard war von der Politelite, bayrischer Polizeipräsident bis zum Geheimdienstmitarbeiter und sogar BaFin mit verwickelt.
Vollkommen richtig. Und alle prominente Beteiligten haben mit allen Mitteln versucht die Sache zu vertuschen auch als sie informiert waren und wussten das viele Kleinanleger ihr Geld verlieren würden.
Und keiner hat sich aufgeregt.
Und jetzt regt sich die halbe Nation über die Leerverkäufe auf und darüber das einige Muti-Milliardäre etwas verlieren und die Robin Hood Leute Spekulationsgewinne erzielen.
So wie man in der EU einige Aktien verbietet die von Superreichen frei gehandelt werden.

17:46, Finn Serene

>>Das System von dem wir hier sprechen ist produktiv. Mussten auch um die Jahrtausendwende z. B. bei uns die SPD und Die Grünen einsehen und zu weiteren Deregulierungen zu seinen Gunsten greifen.<<

Ja, sehr produktiv.

Es produzierte bspw. die Weltfinanzkrise, hier gern als Euro- oder Griechenlandkrise wahrgenommen.

@MausW, 17:25

„Es gibt mittlerweile 15 mal mehr Geld als Werte und keine neue Anlagemöglichkeiten....“

Wieviel mal mehr Geld als Werte es gibt, kann ich schon deshalb nicht beurteilen, weil ich nicht weiß, welche Art von Werten von unserem Geldsystem „abgebildet“ werden. Ich kann nur aufgrund des bereits Bekannten einigermaßen nachvollziehen, wer hier auf welcher Basis die Parameter für deren Bestimmung „festgelegt“ hat.

„... jetzt einfach verschiedene Sachen verbieten führt dazu das von den Fonds reale Werte aufgekauft werden müssen. Und wenn z.b. immowelt einmal leergekauft ist, verstehen wohl die meisten das Problem“

Sie meinen, dann werden wir (die gesamte Weltbevölkerung) endgültig und ganz offen („offiziell“) von Hedgefonds regiert? Ganz abwegig klingt diese Vorstellung unter den „Bedingungen“ des derzeitigen globalen Wirtschaftssystems leider nicht. Trotzdem: Bewahre.

17:49, draufguckerin

>>@Bernd Kevesligeti um 17:24 Uhr, Gamestop-Fall
"Die Spekulation der beiden Hedgefonds produzierte für sie Verluste. " Alles super verständlich zusammengefasst, wenn ich das mal sagen darf.<<

Finde ich auch.

Allerdings fehlt mir etwas:

Die Quellenangabe.

Denn der gesamte Post entspricht überhaupt nicht dem gewohnten Schreibstil des Foristen.

Ich bin ja nun altmodisch und deswegen dafür, daß Zitate als solche kenntlich gemacht werden. Samt Quelle. Offensichtlich zu viel verlangt heutzutage.

Leerverkäufe "verbieten"?

Ein sogenannter "Leerverkauf" ist nichts anderes ein Termingeschäft. Ich verspreche, dir in drei Monaten 5 Aktien abzukaufen, dafür zahlst du mir heute Betrag X.

Wie soll man so etwas verbieten? Und warum?

Da muss man schon den Kapitalismus abschaffen. Drunter wird's nicht gehen.

Short- und long-Positionen

Short- und long-Positionen finden sich nicht nur bei hedgefonds, sondern auch im Bereich des oeff.-rechtlichen Kreditgeschaefts. In ihrer Mischung verteilen und minimieren sie Anlagerisiken. Damit arbeiten Versicherungen, die oeffentliche Hand und und und. Damit sind auch Leerverkaeufe signifikant etwas anderes als Gluecksspiel. Es sind Finanzallokationen (-umsc hichtungen) im Zuge von Prognosen ueber die zukuenftigen Entwicklungen von Unternehmen, Staaten etc.. Hedgefonds sind hierfuer Katalysatoren. Die Gewinne aus Leerverkaeufen werden fast just in time in Unternehmen investiert, die als zukunftstraechtiger gelten. Insoweit betreibt bspw. auch blackrock ein serioeses Geschaeft - man koennte es mittlerweile als geradezu konventionell bezeichnen, weil es ueberall betrieben wird. Das, was bei Blackrock etc. im Ansatz nicht ganz zu Unrecht kritisch gesehen wird, ist die mit der gewaltigen Groesse korrellierte aehnlich gewaltige Informationsmacht, die
z.T. schon Insidercharakter hat.

@schneegans, 17:58

„Die Jongleure der Leergeschäfte und Co., ect.ect. : eine Handvoll von Leuten schieben schon seit langem das virtuelle Geld hin und her (mit maximalem Gewinn),
>> während man einen Normalbürger immer weiter in ein transparentes Subjekt verwandelt“

... und sich selbst vor diesem (dem „Normalbürger“) mittels immer komplexerer bzw. undurchschaubarerer „Geheimhaltungspflichten“ und „Datenschutzregeln“ vor dessen Interessen „absichert“.

Unruhe an den „Märkten“

Genauer müsste es heißen, dass gewisse mächtige „Market Maker“ nervös werden, weil ihr Geschäftsmodell in Frage steht.

Und was passiert?

Broker verbieten plötzlich den Kauf (!!!) bestimmter Aktien, während der Verkauf erlaubt bleibt!

„Soziale Medien“ wie zB Facebook haben eine User Group mit 157.000 Mitgliedern, über die sich Kleinanleger ausgetauscht haben, gelöscht, ohne Begründung !

Später hieß es, die Gruppe hätte „Regeln verletzt“. Welche Regel soll das denn gewesen sein ?

Verschiedene Medien haben die Organisatoren des Flash-Mobs als „Reddit Trolle“ bezeichnet.

Dies wunderte mich, weil man den Begriff „Troll“ bisher nur benutzte, um diejenigen zu verunglimpfen, die sich in Sozialen Medien zustimmend zur Politik von „Systemrivalen“ äußern.

Zum ersten Mal werden „soziale medien“ benutzt um eine konzertierte Aktion von Marktteilnehmern zu initiieren.

Was die Kleinanleger hier versuchen, ist zutiefst marktwirtschaftlich und demokratisch.
Aber offenbar nicht erwünscht

Börse ist Casino

Eine US Senatorin hat sich hierzu so geäußert, dass die „Börse nun zum Casino geworden“ sei.

Aber war sie das nicht immer?

In Deutschland ist das Glückspiel verboten, außer es findet unter staatlicher Aufsicht statt. Man sollte dabei nicht nur an Lotto und Baden-Baden etc. denken, sondern auch an die Börse.

Bisher war das Prinzip immer: „viele verlieren, damit wenige gewinnen können“.

Jetzt wird der Spieß umgedreht.

Und sofort wird Druck auf Politik und Unternehmen ausgeübt, dieses unerhörte „revolutionäre“ Treiben zu unterbinden. Wo kämen wir da hin, wenn Kleinanleger den mächtigen Hedgefonds Paroli bieten dürfen?

Gleich sehen manche hier das „Finanzsystem“ in Gefahr! Doch wem dient das Finanzsystem ?

18:27, Nettie

>>Wieviel mal mehr Geld als Werte es gibt, kann ich schon deshalb nicht beurteilen, weil ich nicht weiß, welche Art von Werten von unserem Geldsystem „abgebildet“ werden.<<

Ich auch nicht.

Und da sind wir beiden wohl nicht die einzigen.

Es mag Wissenschaftler geben, die das in Formeln fassen können. Aber ob die uns erkenntnismäßig so weit voraus sind, das weiß ich nicht.

„mögliche Korruption?“

Im Transparency Index wird nur staatliche Korruption erfasst.

Es ist fraglich ob Marktwirtschaft ohne Korruption überhaupt denkbar ist. Das beginnt bei der verbreiteten Vettern- und Günstlingswirtschaft bei der Besetzung von Positionen und endet bei der Akquise von Aufträgen durch Schmiergelder.

18:43, Möbius

>>Was die Kleinanleger hier versuchen, ist zutiefst marktwirtschaftlich und demokratisch.
Aber offenbar nicht erwünscht<<

Natürlich ist es von Großanlegern, Hedgefonds etc. nicht erwünscht.

Überrascht Sie das?

Mich nicht.

von draufguckerin 17:49

Ergänzend dazu noch, daß Citadel der Haupteigentümer von Robinhood ist.
Über Robinhood war der Großteil des Handels gelaufen.

Die Börsenaufsicht SEC vermerkte, sie werde die Angelegenheit genau beobachten. Die demokratische Senatorin Alexandria-Ocasia-Cortez will die Angelegenheit im Finanzausschuss behandeln.

@ Möbius

Dies wunderte mich, weil man den Begriff „Troll“ bisher nur benutzte, um diejenigen zu verunglimpfen, die sich in Sozialen Medien zustimmend zur Politik von „Systemrivalen“ äußern.

Trolle werden meist dafür bezahlt, dass sie in unseren freiheitlichen Medien autoritäre Systeme unterstützen.

Ein fairer und freier Markt ist der Normalfall

@ Möbius:
Es ist fraglich ob Marktwirtschaft ohne Korruption überhaupt denkbar ist.

Ich glaube, dass es eher eine sozialistische Wirtschaftsform ist, die nicht ohne Korruption denkbar ist.

@18:04 von schneegans

>> Und mit den rigorosen Steuergesetzen ist
>> es auch nicht weit her.

Doch, dann würden automatisch Glücksspielstaatsvertrag sowie Rennwett&LotterieGesetz gelten. D.h.:
* 5% Steuern auf jeden(!) Wetteinsatz
* max. € 1.000 pro Monat und Person
* Wer Glücksspiel anbietet: 1x pro Jahr Verlängerung der Konzession inkl. ordentliche(!) Betriebsprüfung durch das Finanzamt

Sind kleine, aber feine Unterschiede. -.-

Corona-Rallye

An den Börsen und auf dem Immobilienmarkt, wo „Betongold“ inzwischen zum Spekulationsobjekt geworden ist.

Der Staat möchte Leerverkäufe nicht verbieten.

Wieso eigentlich nicht?

Weil man so tut, als wäre eine Kursentwicklung ein objektiver Vorgang. Kauf und Verkauf. Angebot und Nachfrage.

Doch das ist eine Illusion. In Deutschland wurde zB durch eine Medienkampagne der Kurs der Mannesmann Aktie vor der Übernahme durch Vodafone in die Höhe getrieben. Der Staat schaute desinteressiert zu.

Ebenfalls gab es einen Short-Squeeze bei VW Vorzugsaktien im Rahmen einer versuchten Übernahme durch Porsche. Dies brachte mehrere Banken ins Trudeln, die sich verspekuliert hatten.

Auch die „Finanzkrise“ war ja keine solche, sondern eine Krise des Kapitalismus, in dem wertlose Hypotheken für viel Geld in den Büchern der Banken standen. Das Ergebnis ist bekannt: der Staat hat mit Steuergeldern die Spekulanten gerettet. Zur Rechenschaft gezogen wurde niemand.

@ MausW um 17.25 Uhr "Mittlerweile 15mal mehr Geld ..."

"Es gibt mittlerweile 15 mal mehr Geld als Werte und keine neue Anlagemöglichkeiten....jetzt einfach verschiedene Sachen verbieten führt dazu, dass von den Fonds reale Werte aufgekauft werden müssen. Und wenn z.b. immowelt einmal leergekauft ist, ..."

Es ist bekannt, dass Hedgefonds immobilien aufkaufen. Das machen sie aber nicht, weil sie keine lukrativeren Möglichkeiten zur Geldanlage hätten. Das machen Sie (meiner Ansicht nach), um ihre windigen Gewinne, die ersteinmal nur auf dem Papier (in den Büchern) existieren, zu realisieren. Geld, das in unsicheren Währungen auf irgendwelchen Konten liegt, soll gesichert werden. Die Fonds legen ihr Geld in realen handfesten Werten an, in Immobilien (Beton-Gold), in Gold, in Aktien ...

Hedgefonds kaufen bei uns gerne Immobilien, weil Deutschland als relativ sicher gilt. Insofern treiben Hedgefonds die Immobilienpreise hoch, da haben Sie recht.

Auch aus diesem Grund würde es mich freuen, wenn denen das Geschäft versalzen würde.

@ Möbius

Was die Kleinanleger hier versuchen, ist zutiefst marktwirtschaftlich und demokratisch.

Was hat das mit Demokratie zu tun? Wird ein Delegierter gewählt?
Auf der anderen Seite kann eine Verabredung zur Manipulation von Börsenkursen illegal sein.

um 18:09 von Nachfragerin

>>Tatsächlich haben die Leerverkäufe auch eine regulierende Funktion am Markt. Denn Sie können unbegründete Hypes ausbremsen und dadurch die Entstehung von Blasen vermeiden.
<<

Sicher haben Leerverkäufe eine regulierende Funktion. Sie regulieren, dass einige nach gewisser Zeit mehr und andere weniger haben.

Für das funktionieren einer Marktwirtschaft sind sie überflüssig wie ein Kropf. Sie müssen uns nicht erzählen wollen, das Leerverkaufen hätten sich Samariter zur Rettung der Wirtschaft ausgedacht. Und Blasen gibt es ja auch trotz Leerverkäufen.

um 19:05 von schwer gestört

>>
Es ist fraglich ob Marktwirtschaft ohne Korruption überhaupt denkbar ist.

Ich glaube, dass es eher eine sozialistische Wirtschaftsform ist, die nicht ohne Korruption denkbar ist.
<<

Keine Wirtschaftsform ohne Korruption. Warum ? Menschen sind beteiligt.

19:02, schwer gestört

>>@ Möbius
"Dies wunderte mich, weil man den Begriff „Troll“ bisher nur benutzte, um diejenigen zu verunglimpfen, die sich in Sozialen Medien zustimmend zur Politik von „Systemrivalen“ äußern."

Trolle werden meist dafür bezahlt, dass sie in unseren freiheitlichen Medien autoritäre Systeme unterstützen.<<

Beide Aussagen stimmen so nicht.

Ich empfehle, den Begriff nachzuschlagen.

@18:07 von draufguckerin

>> Vielleicht sollten die Hedgefonds...

Nope, besser ein Trennbankensystem einführen mit:
* Geschäftsbanken für OttoNormalBürger und ehrliche Firmen
* Investmentbanken, die der Glücksspielbesteuerung (s.o.) unterliegen

Es ist faszinierend !

Wenn man rauskriegt gegen wen einer der mächtigen Hedgefonds wettet, könnte man diesen ruinieren indem zum Beispiel 1 Mrd chinesische Kleinanleger jeder ein paar Dollar investieren !

Dadurch wird der Teil der kapitalistischen Wirtschaft, die nicht auf Produktion realer Werte zu fairen Marktpreisen abzielt, sondern auf Spekulation, ad adsurdum geführt.

Schon jetzt „befürchten“ manche das die Immobilienblase in Deutschland platzen könnte, wenn Home-Office Schule macht. Warum soll ich eine teure Innenstadtwohnung in München anmieten, wenn ich meinen Job auch von Holzkirchen aus machen kann?

Rebellische Marktteilnehmer können also durchaus das System beeinflussen! Jedenfalls solange bis das „Imperium“ zurückschlägt!

19:05, schwer gestört

>>@ Möbius:
"Es ist fraglich ob Marktwirtschaft ohne Korruption überhaupt denkbar ist."

Ich glaube, dass es eher eine sozialistische Wirtschaftsform ist, die nicht ohne Korruption denkbar ist.<<

Und auch hier möchte ich Ihnen beiden widersprechen und sagen:

Korruption ist eine zwar unangenehme, aber zutiefst menschliche Verhaltensweise. Man findet sie überall da, wo man Menschen findet.

RE: draufguckerin um 18:07@ Hador Goldscheitel

***Vielleicht sollten die Hedgefonds
aus dem Bereich der Banken- und Geldwirtschaft ausgegliedert und der Wett- und Glücksspielsparte zugewiesen werden.***

Die beste Lösung wäre, solche Geschäftsmodelle schlicht zu verbieten.Im Gegensatz zu Investition ist Spekulation für eine Volkswirtschaft kein Gewinn - ganz im Gegenteil.

Die nächstbeste Lösung wäre es dann, die Geldhäuser und die an sie angeschlossenen Betreiber von Spekulations- und Zockergeschäften in Vollhaftung zu nehmen. Wenn der Vorhang dann fällt, trifft es wenigsten die Richtigen ! Dazu wären aber auch halbstaatliche Kreditinstitute, wie Sparkassen oder Genossenschaftsbanken nötig, um dem "kleinen Mann" wie dem Vermögenden einen sicheren Hafen für das Geldvermögen zu bieten.

Im Gegensatz zum ersten Vorschlag bietet die zweite Variante keinen Schutz vor Finanzkrisen durch Spekulationsgeschäfte.
Dann wäre der Staat auch aus der Einlagensicherung raus.

Gruß Hador

@18:29 von rossundreiter

>> Da muss man schon den Kapitalismus
>> abschaffen. Drunter wird's nicht gehen.

Ähh, bin dabei. Wer noch? =)

um 18:40 von Grossfamilienberater

>>
Damit arbeiten Versicherungen, die oeffentliche Hand und und und. Damit sind auch Leerverkaeufe signifikant etwas anderes als Gluecksspiel. Es sind Finanzallokationen (-umsc hichtungen) im Zuge von Prognosen ueber die zukuenftigen Entwicklungen von Unternehmen, Staaten etc.. Hedgefonds sind hierfuer Katalysatoren.
<<

Netter Rechtfertigungsversuch, aber untauglich. Die Prognosen über die zukünftige Entwicklung stecken nämlich bereits im Aktienkurs. Das Prinzip des Leerverkaufs beruht ja gerade darauf, diese Kurse über diese Maß hinaus zu manipulieren, indem zum Beispiel eine Nachfrage vorgespiegelt, die es real so nicht gibt. Von Insiderkenntnissen mal ganz abgesehen. Wären Zukunftswetten immer an konkrete reale Geschäfte gebunden, gäbe es kein Problem.

Der Aktienmarkt ist in Gefahr...

... und gleicht einem Spielcasino, wenn Fundamentaldaten keine Rolle mehr spielen. Es macht sich eine gewisse Genugtuung breit, dass es diesmal die Hedgefonds erwischt hat und die Champagnerlaune dort vorübergehend mal vorbei ist. Doch kann die Schieflage eines oder mehrerer Hedgefonds den gesamten Kapitalmarkt betreffen. Die Hedgefonds ziehen dann ihr Kapital in Not aus anderen beliebten Aktien ab, die auch viele Kleinanleger für ihre Altersvorsorge gerne halten. Das haben wir in den vergangenen Tagen schon gesehen.
Fazit: Leerverkäufe sollten meiner Meinung nach stärker eingeschränkt werden.
Und bei den Neotrading Apps habe ich gerade den Eindruck, dass einige ihr Depot für ein Computerspiel halten.

RE: rossundreiter um 18:29

***Leerverkäufe "verbieten"?***

Mögen Sie mir den volkswirtschaftlichen Nutzen der Leerverkäufe bitte erklären ?

Bin sehr gespannt aus Ihre Antwort.

Gruß Hador

q Bernd Kevesligeti um 19.01, RobinHood ist von Citadel

"Ergänzend dazu noch, daß Citadel der Haupteigentümer von RobinHood ist.
Über RobinHood war der Großteil des Handels gelaufen."
Umso schlimmer. Wenn es wirklich stimmt, dass Handelsplattformen wie RobinHood die Hedgefonds durch Handelsbeschränkungen, -verlangsamungen … vor Verlusten geschützt haben, dann wäre das eine riesengroße Sauerei. Das werden die auf RobinHood vertretenen Kleinanleger hoffentlich nicht verzeihen und nicht mehr auf RobinHood handeln.

Es ist zwar verständlich, dass die Hedgefonds sich wehren wollten, aber mit RobinHood sind sie jetzt aufgeflogen. Mich freut das.
Ich bin auf der Seite der Gamestop-Kleinanleger.

17:58 von schneegans

schonmal eine aktie besessen? oder worauf beruht ihr wissen der lehrgeschäfte?

@Grossfamilienberater 18:40 Uhr: im Prinzip ja

(Radio Eriwan)

Sie haben „im Prinzip“ recht. Wenn man eine Position Long gehen kann (Kauf), dann muss man auch Short gehen können (Verkauf).

Allerdings reden wir hier über Optionen.

Und das bedeutet, das man heute behauptet etwas „in der Zukunft“ zu kaufen oder zu verkaufen.

Dies ist wichtig für das Hedging. Sonst würde das gesamte Kapitalmarktgeschäft kollabieren. Und dabei gibt es es selbst Stadtkämmerer und viele Altersvorsorge- und Versicherungsfonds die derartige Derivate zur Absicherung ihrer Positionen nutzen.

Auf die Krux dabei hat Elon Musk hingewiesen: wieso ist es erlaubt etwas zu verkaufen was man nicht hat ?

Zu 18.57 von Moebius

"Es ist fraglich, ob Marktwirtschaft ohne Korruption ueberhaupt denkbar ist." Nein, das ist nicht fraglich. Marktwirtschaft ohne Korruption ist nicht denkbar. Das ist eine sichere Erkenntnis. Ich kann es Ihnen auch leider nicht verheimlichen. Das ganze Leben ist nicht ohne Korruption denkbar. Dazu sind wir zu viele auf dieser Welt mit zu unterschiedlichen Interessen. Ich bin bereit, fuer diesen meinen Beitrag 5,- € ins Phrasenschwein zu zahlen. Sie es auch ?

@rossundReiter um 18.29 Uhr, Leerverkäufe "verbieten"

Es ging hier nicht darum, Leerverkäufe zu verbieten, eher darum, heiml. Marktmanipulation zu verbieten. Die Hedgefonds haben auf Verluste der Gamestop-Aktie gesetzt und diese spekulative Annahme verkauft. Gamestop war schon ziemlich am Ende, der Preis war gering, dadurch wäre der Wert der Aktie noch weiter gesackt.

Viele junge Börsenprofis, Gamer ... jüngere Leute, die zu Geld gekommen sind, wollten aber - vielleicht auch aus Nostalgie - "ihre" Gamestop-Läden schützen, sie wollten sie nicht kaputtspekulieren lassen. Deshalb haben sie alle ein paar Gamestop-Aktien gekauft, was zu einem enormen Anstieg des Aktienwertes führte. Weil aber die Hedgefonds auf "Verlust" gesetzt hatten, mussten sie ihren Gläubigern den gestiegenen Wert der vorher erworbenen Anteile (Leerverkäufe) auszahlen und sind dadurch in die roten Zahlen geraten - sehr rote Zahlen.

Das wollten sie durch heimliche Handelsbeschränkungen und -behinderungen verhindern. Das ist Marktmanipulation. Deshalb der Aufruhr

Geld als Werte

@ MausW:
Es gibt mittlerweile 15 mal mehr Geld als Werte

War das je anders?

@ saschamaus75

Da muss man schon den Kapitalismus abschaffen. Drunter wird's nicht gehen.
Ähh, bin dabei. Wer noch? =)

Es gibt ja auch sozialistische Länder, in die man auswandern könnte. Das wäre sicher die bessere Idee.

um 19:40 von Wilhelm Schwebe

>>
schonmal eine aktie besessen? oder worauf beruht ihr wissen der lehrgeschäfte?
<<

Es geht hier nicht um Lehrgeschäfte - im Volksmund auch Schule genannt -, sondern um Leerverkäufe.

Und falls Sie mich selbiges auch fragen wollen: Ja, reichlich.

19:26, saschamaus75

>>@18:29 von rossundreiter
>> Da muss man schon den Kapitalismus
>> abschaffen. Drunter wird's nicht gehen.

Ähh, bin dabei. Wer noch? =)<<

Ich. Mein Leben lang.

Wird aber nicht einfach.

re: Hedgefonds „pervers“ ?

um 17:58 von schneegans

>>Die Jongleure der Leergeschäfte und Co., ect.ect. : eine Handvoll von Leuten schieben schon seit langem das virtuelle Geld hin und her (mit maximalem Gewinn), während man einen Normalbürger immer weiter in ein transparentes Subjekt verwandelt ... <<
___________

Das ist mir etwas zu einseitig - nicht alle Hedgefonds sind "Heuschrecken" oder pervers.
Seit ca. 20 Jahren arbeite ich u.a. mit einem deutschen Finanzinvestor zusammen. Und nicht auf der Basis: schnell kaufen, ausschlachten und Teile verkaufen mit Gewinn. Das habe ich einmal mit einer britischen PLC erlebt - traurig.
Die deutsche Investmentgesellschaft kauft mittelständische Unternehmen, päppelt sie mit sehr viel Geld auf und entwickelt sie bis zu einem qualitativ und quantitativ neuem Niveau. Verkauf der Unternehmen - oft auch MBO oder MBI nach ca. 7 bis 8 Jahren: Gewinn für allen.

Gruß, Wolfgang

@schwer gestört 19:09 Uhr: Kleinanleger haben nicht manipuliert

Andernfalls müssten Sie auch Werbung und das Geschäftsmodell von Influencern verbieten!

Denn dadurch wird künstlich Nachfrage erzeugt, also die Kaufabsicht der Konsumenten manipuliert.

Eine gesteigerte Nachfrage ist immer echt, wenn dadurch ein Vertrag (Kauf einer Aktie) zustande kommt. Daraus ergibt sich der Kurs. Das ist keine Manipulation.

Andernfalls müsste generell das System der Kursfeststellung überarbeitet oder abgeschafft werden, zB durch eine staatliche Kontrolle des „Aktienpreises“. Die ersten die dagegen Sturm laufen würden sind Spekulanten, reiche Investoren und Banken!

Wie ich dieser Tage in

Wie ich dieser Tage in anderem Zusammenhang schon mal beschrieben: Kompetenzillusion, Sturheit, Geduld, Zufall, eine zumindest nah am pathologischen liegende Risikobereitschaft und interessanterweise Diversifikation prägen in Wahrheit die Börse. "Die erfolgreichsten Fonds eines beliebigen Jahres haben einfach das meiste Glück. Sie haben gut gewürfelt." sagt der Wirtschaftsnobelpreisträger Daniel Kahneman. Und der "Börsenheilige" Warren Buffett trifft den Nagel auf den Kopf: "Wer auf die Tipps von Brokern hört, kann auch einen Friseur fragen, ob er einen neuen Haarschnitt empfiehlt."
Mich hat die Gamestop-Aktion gefreut, und ich halte es für vollkommen verfehlt, sie aus durchsichtigen Gründen zu kriminalisieren.

@19:27 von Klärungsbedarf

>> Damit sind auch Leerverkaeufe signifikant
>> etwas anderes als Gluecksspiel.

Nope, alle Leerverkäufe sind per Definition Lotterien, und damit immer(!) Glücksspiel. -.-

20:03, schwer gestört

>>Es gibt ja auch sozialistische Länder, in die man auswandern könnte.<<

Nennen Sie mir eins, was nicht nur dem Namen nach sozialistisch ist. Mir fällt gerade keins ein.

Der Skandal ...

besteht doch nicht in dem Vorhandensein der Möglichkeit zu Leerverkäufen und auch nicht darin, dass sich viele Kleinanleger verabredet haben, solch eine Spekulation zu konterkarieren (wobei solch eine Verabredung hinsichtlich Insiderhandel problematisch ist).
Der Skandal besteht darin, dass dieser Kleinanlegerhandel möglicherweise durch gesteuerte Aktionen behindert wurde - nicht nur von den diesbezüglich wichtigen Handelsplattformen, sondern auch durch Facebook-Eingriffe und Weiteres. Es ist zu klären, warum Robinhood, Facebook etc. da mitgespielt haben und das durften.
Für mich ist jetzt die Facebook-Aktie mal Leerverkäufe wert. Es gibt auch Short-Möglichkeiten für Kleinanleger.

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