AstraZeneca und die EU: Machtprobe beim Impfstoff

29. Januar 2021 - 08:37 Uhr

Bei der EU liegen die Nerven blank: Weniger Impfstoff als erhofft und der Vorwurf, man habe zu wenig bestellt. Und nun AstraZeneca: Warum behandelt der Pharma-Riese die EU wie einen lästigen Geschäftspartner? Von H. Schmidt und H. Beckmann.

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Kommentare

Ultra posse Nemo tenetur

Wo nichts ist, gibts nichts zu holen.(jenseits der Moeglichkeiten kann keiner zur Verantwortung gezogen werden).
Wussten schon die Roemer.

Es gibt zu wenig Impfstoff und damit Lieferengpaesse. Da hilft vermutlich kein Vertrag und keine Diskussion. War auch vorab absehbar.

Die Gewinne stimmen.

"Wir verdienen kein Geld mit dem Mittel." (Soriot)
> Wer soll das glauben?

"Ein Unternehmen, das seinen Ruf auf dem größten Markt der Welt komplett ruiniert, wird langfristig Schaden davontragen." (Liese)
> Wenn das so wäre, gäbe es keine Pharmaunternehmen oder Rüstungskonzerne. An der Börse zählen die Gewinne bzw. der Glaube an diese.

Der Vertrag soll klare Mengen und Daten beinhalten

Es könnte dennoch abhängig von Zulassung der EU eine Klausel enthalten sein, die geschwärzt wird.
Dennoch hat sich Astra Zeneca übernommen?
Schon die Anmeldung zur Zulassung war verspätet und Daten fehlten.
Die Impfungen wurden mal voll, mal halb voll gespritzt.
Nun kann auch niemand erklären, warum die Studien nicht auch an älteren Teilnehmern getestet wurden.
Es musste schnell gehen,
die Preise sind extrem niedrig, das Unternehmen verdient angeblich nicht am Impfstoff, nur an Börsenwert.
Man darf gespannt sein wie es weitergeht.

Gelder zurück fordern 1

Wenn es so ist, wie die Mitteilung der öffentlichen es darstellt, dass Zeneca Fördermittel für die Entwicklung und spätere Lieferung im Vorfeld erhalten hat, dann mit aller Härte einfordern was vertraglich geschuldet.
Ich glaube hier wir gepokert.
Biontec sein Wirkstoff laut ARD Morgenmagazin 10 bis 12 Euro , Zeneca 1,30 Euro.
UPS: Hat Zeneca gerade endeckt das man diesen Impfstoff auch teurer verkaufen kann?
Hinzu kommt die wohl berechtigte Frage, warum der Impfstoff von Biontec , trotz Staatlicher Hilfe bei der Entwicklung so teuer ist? Wenn man das liest und hört, ist das gerade eine Gelddruckmaschine, mit Förderung der Steuerzahler. Ja wir benötigen diesen Impfstoff, aber zu jedem Preis??????
Jedes Menschenleben ist wichtig und die Zeit von Lockdowns nervt, aber ist das Umherwerfen mit Steuergelden, egal wieviel die richtige Strategie?
Wie immer steckt der Teufel im Detail und was richtig ist sehen wir erst später.

Gelder zurück fordern 2

Ich hoffe nur, dass dadurch die die Corona überlebt haben nicht später daran zerbrechen, da irgend jemand die Zeche bezahlen muss.

Der Hersteller kann/will nicht liefern?

Ok dann heißt es doch eigentlich "Geld zurück"? Mal abgesehen von den Zweifeln am Produkt an sich, ist es doch besser gleich auf die Lieferung zu "verzichten" und das Geld zurück zu verlangen. Was bringt den älteren vunerablen Menschen ein zweifelhafter Impfwirkstoff? Tja und "Jüngere" werden beim Impfen vielleicht den Gedanken haben: "Bekomme ich das gute Zeug oder nur den zweitklassigen?"

wie Hochwasser oder Sturm

nicht Corona und die Einschränkungen ärgern mich, es ist die Politik. Man muss den Vertrag mit AstraZeneca nicht komplett veröffentlichen, meinetwegen schwärzt man Preise und was auch immer. Ich möchte nur wissen, stehen Zahlen hinsichtlich Menge und Termin in dem Vertrag. Zahlen, nicht "so viel wie möglich" und "so schnell wie es geht".
Die Enttäuschung über die Politik ist bei mir kaum noch zu steigern.

@Finn Serene, 00:35 (Vorgängerthread),

„Wenn Politiker Menschen sind, Menschen Fehler machen, können wir Politiker für nichts kritisieren. Dann können wir Ihnen nur vorhalten, dass Sie Menschen sind. Ergo, können wir einpacken.
Davon abgesehen, haben wir überhaupt keine Ahnung, was vertraglich konkret vereinbart wurde; wir werden auch nicht erfahren, was nun vor Veröffentlichung der Verträge von welcher Seite aus, geschwärzt werden wird. Es sei denn, uns hilft ein wistlblower. Dann haben wir eine Erweiterung der Diskussion“

Wäre schön. Aber was Whistleblowern blüht bzw. was passiert, wenn vermeintlich Mächtige ihre Macht bedroht sehen (und Wissen ist bekanntlich Macht), wissen Sie sicher auch.

Konsequenzen aus der Corona Politik

Am Beginn des neuen Jahres scheint für die Kanzlerin angesichts weiterhin hoher Infektionszahlen klar: „Die Menschen“ waren nicht folgsam genug. Von der „Bild“-Zeitung frisch kolportierte Sätze aus einer Runde Merkels mit den Fraktionschefs von CDU und CSU geben diesem Eindruck einen apokalyptischen Zug. „Wir leben durch die Mutationen auf einem Pulverfass“, soll die Kanzlerin intern gesagt haben, „Uns ist das Ding entglitten“, „Das ist alles furchtbar“, „Die Gesundheitsämter haben keine Fähigkeit mehr zur Kontaktnachverfolgung“, „Wir brauchen ein härteres Grenzregime“. Fielen solche Sätze öffentlich, bliebe danach eigentlich nur der Rücktritt. Es wäre das Eingeständnis, nichts bewirkt zu haben, eine politische Kapitulation.

Gastkommentar der NZZ im deutschen Focus

Ich finde es wurde sehr viel bewirkt. Vor allem im Bereich der Kolatteralschäden.

Und im Bereich der Einschränkung von Grundrechten.

Solche Verträge sind super.

Solche Verträge sind super. Ich werde dann mit VW einen Kaufvertrag über 10 Autos schließen. Bezahlen werde ich nicht. Und VW darf diesen Vertrag niemandem zeigen. Also auch vor Gericht keine Chance.
Ich glaube nicht, damit durchzukommen. Warum macht die EU dann solche Amateurfehler? Wohl weil bei AC Profis sitzen und in der EU eigentlich nur Amateure als Quereinsteiger.
Ich hoffe doch sehr, dass ich mich irre.

merkwürdiges Ansinnen der Öffentlichkeit

Dass ein Unternehmen seine Verträge und Geschäftsinterna veröffentlicht, das ist für mich undenkbar. Wer lässt schon die konkurrierenden Bewerber und Kunden in die Papiere schauen? Vielleicht auch noch die Bezugsquellen und Produktionsvorgänge? Kaum vorstellbar.

Sofern die EU

die Entwicklung des Impfstoffes vorfinanziert hat, gibt es darueber hoffentlich einen Nachweis und eine Klausel, dass die Summe zurueckgezahlt werden muss.

Alles andere waere hahnebuechern, auch die Annahme, dass man mit der Vorfinanzierung Impfstoffdosen gekauft hat.

Lieferengpässe kommen in der

Lieferengpässe kommen in der Industrie immer wieder vor. Best effort ist Standard. Ebenso wie voraussichtliche Liefertermine und Mengen.

Was ist mit den 7 Milliarden aus Steuermitteln?

@ 08:47 von Heiko.H
Wichtiger Beitrag! Danke!
Die EU hat 7 Milliarden "eingesammelt". Wurden die an die Pharmafirmen "verschenkt"? Wurden Bedingungen an den Empfang der Unterstützung geknüpft?
Ich habe den leisen Verdacht, die Intransparenz ist nicht allein den Firmen anzulasten.

Angebot und Nachfrage - Grundprinzip der Wirtschaft

Offenbar haben die Verhandler nur rudimentäre Kenntnisse von wirtschaftlichen Grundgesetzen.

Kein Vernünftiges Unternehmen wird Kapazitäten schaffen, wenn keine Nachfrage besteht.

Wird anfangs zu wenig bestellt, dann entstehen weniger Kapazitäten.

Hätte man also frühzeitig mehr bestellt, dann gäbe es jetzt schon mehr Kapazitäten.

So einfach ist das im Grunde genommen.

Vermutlich sollte man die Entscheidungen lieber von Experten, anstatt von Politikern treffen lassen..?

Und fällt das nur mit auf? Überall wo Kanzlerin Merkel zumindest mit entscheidet, läuft was schief...

09:09 von draufguckerin

Dass ein Unternehmen seine Verträge und Geschäftsinterna veröffentlicht, das ist für mich undenkbar.
.
wer verlangt das ?
Die Frage lautet doch lediglich, wie viele Impfdosen wurden zu welchem Liefertermin vereinbart
Vielleicht noch, was passiert wenn nicht geliefert wird
Was ist daran unbillig

Für den Aufbau der Produktion wird Geld gebraucht

VAE, Großbritannien, USA, Israel, Bahrain und andere haben sich vertraglich festgelegt, sofort bestellt und auch bezahlt.
Die Pharmafirmen haben in diesem Fall ein exklusives Wissen und Kompetenzen. Sie sitzen als Monopolist am längeren Hebel, das ist nun mal so. Insbesondere, wenn der Monopolist die betreffenden Produktionsstätten mit dem Geld der Vorauszahlungen aufbauen muss, werden auch Vorauszahlungen fällig.
Ohne Geld keine Produktionsstätten, ohne Produktionsstätten kein Impfstoff.

Da tun sich Abgründe auf

"Warum werden nur die Lieferungen für die EU gedrosselt, während Großbritannien seine Impfstoffdosen im vollen Umfang bekommt?"

*

Umgekehrt wäre es aber OK?

Ich denke, GB hat einfach die besseren Steueroasen. Sonst hätte sich die EU nicht beim Brexit von GB auf der Nase herumtanzen lassen.

@08:49 von Carina F

Tja und "Jüngere" werden beim Impfen vielleicht den Gedanken haben: "Bekomme ich das gute Zeug oder nur den zweitklassigen?"

*

Auch bei dem Impfstoff von Biontech ist die Wirksamkeit in der Studie bei Personen über 75 (die wir jetzt bevorzugt impfen) nicht belegt, da trotz insgesamt 40000 Probanden die Anzahl derer, die in der Altersgruppe infizert wurden, derart gering ist (null bei den geimpften ca. 800 Personen Ü75 und 5 in der etwa gleich starken placebo-Gruppe), dass man daraus statistisch eine Effektivität der Impfung in einem Bereich von -13% bis 100% ableiten kann.

Nachzulesen ist dies im Epidemiologischen Bulletin 02/2021 des RKI.

Gut gemeint

Frau Merkel und auch die EU-Kommission hatten guten Willen, sie wollte keinen EU-Mitgliedstaat allein lassen. Aber wem nützt das letztlich? Glaubt jemand ernsthaft, dass der Impfstoff in korruptionsgefährdeten Staaten (die es auch in der EU gibt) zuerst an die armen Leute ausgegeben wird? Militärs, sehr reiche Menschen ... werden die ersten sein. Und die werden dafür auch zahlen, aber nicht in die Kasse der EU.

Was für eine Posse!

Bei diesem hin und her soll nun derjenige der geimpft werden soll, dem Produkt, welches offensichtlich nur halherzig erprobt wurde, vertrauen.
Es geht hier um die Gesundheit von Millionen, da kann man doch professionelles, verantwortungsvolles Handeln erwarten. So hat man den Eindruck, dass ein hochqualifizierter Konzern zu einem Hinterhofdealer mutiert und das Produkt minderwertig ist.

Merkwürdiger Vorgang

Wenn es Probleme mit Lieferanten gibt, dann setzt man sich normalerweise zusammen und versucht Lösungen zu finden. Das passiert sicherlich auch in der Politik i.d.R. so.

Dass man einen Streit dermaßen in die Öffentlichkeit zerrt ist schon ungewöhnlich. Dass man die Genervtheit mit der anderen Seite über die Medien so deutlich zu erkennen gibt, ist sicherlich unüblich und zeigt mir das Ausmaß des Zerwürfnisses.

Selbst wenn die Verträge jetzt öffentlich wären, würden Juristen sicherlich weiter darüber streiten, wer im Recht ist. Und erst ein Gericht müsste klären, wer nun Recht bekommt.

AZ ist darauf angewiesen, auch in Zukunft mit der Politik zusammenzuarbeiten. Der Markt mit verschreibungspflichtigen Medikamenten unterliegt in allen Ländern staatlichen Regulierungen und da ist es unklug, sich Regierungen zum Feind zu machen.

Einen großen Gewinn kann ein Impfstoff für 1,80€ nicht abwerfen, gemessen an dem, was Firmen wie AZ in anderen Bereichen verdienen.

Dann eben...

... Geld zurück und anderen Unternehmen zur Verfügung stellen. GB ist aus der EU raus und ein britisches Unternehmen. Was kümmert B. Johnson die EU und Hr. Soriot hat vermutlich gleiche Ansichten. Das englische Pharmaunternehmen beliefert halt seine eigene Nation zuerst. Ist für uns zwar sehr bitter aber hier zeigt sich auch, dass es ohne EU auch schneller geht.
Die EU ist ein aufgeblasener, träger und langsamer Verwaltungskoloss dem es nicht möglich ist flexibel und schnell Entscheidungen zu treffen.

... wir verdienen kein Geld

Wenn diese Pandemie vorüber ist und wir wieder endlich zu einer gewissen Normalität zurück kehren können, werden diese Pharmaunternehmen in den " Himmel " erhoben und als Retter der Menschheit hin gestellt und diese ganze Diskussion ist dann vergessen . Aber wie sagte schon der Chef eines Pharmaunternehmen: Wir verdienen kein Geld .

@IBELIN

Zumindest sollte man sich mal damit befassen ob nicht die Produktionsprozesse derzeit die "bottlenecks" darstellen. Während man einerseits das berüchtigte "N" als etwas so kompliziertes hinstellt dass nur Groß- Akteure dahinter stehen können glaubt man bei den Impfstoffen wohl, es reichten ein paar Rührbehälter mit angeschlossener Reinigungsanlage mit einem Bretterverschlag drumherum aus für die Produktion.

@ 08:47 von Heiko.H Gelder zurück fordern

Sie übersehen, dass nahezu keine öffentlichen Mittel geflossen sind in den letzten 15 Jahren bei der Biontech.

Das Unternehmen wurde mit Private Equity Milliarden finanziert, bis erste Erfolge im Bereich der personifizierten Krebsimmuntherapie sichtbar wurden.

Dann ist auch big pharma dazu gestoßen und hat weitere Milliarden bereit gestellt. Es gab auch bereits eine Cooperation zwischen Biontech und Pfizer zur Entwicklung eines Influenza Impfstoffes.

Und dann erst kam Corona. Und dann hat Prof Sahin in Eigenregie den Impfstoff entwickelt. Und dann wurden klinische Studien begonnen.

Erst als man dann schon relativ weit war, kam der Staat mit einem Vorschuss und einem Zuschuss (!) zur Beschleunigung der klinischen Studien und zum schnelleren Errichten einer weiteren Produktionsstätte.

In diesem Licht betrachtet sieht das schon ganz anders aus, oder..?

@draufguckerin um 09:20

>Glaubt jemand ernsthaft, dass der Impfstoff in korruptionsgefährdeten Staaten (die es auch in der EU gibt) zuerst an die armen Leute ausgegeben wird?<

Meldungen entsprechender Skandale und Skandälchen erreichen uns ja aus dem grenznahen Ausland. Mann kann sich auch sicher sein das es auch hier Menschen gibt die entsprechend handeln, nur ist es bisher nicht bekannt geworden.
Wenn es denn bekannt wird und als Skandal betrachtet ist übrigens schon viel gewonnen.

@ Tada um 9.18 Uhr, "da tun sich Abgründe auf" - nein

"Ich denke, GB hat einfach die besseren Steueroasen. Sonst hätte sich die EU nicht beim Brexit von GB auf der Nase herumtanzen lassen."
Kann sein. Kann aber auch sein, dass GB schneller war. Die EU hat viel Zeit verloren, weil alle mit ins Boot geholt werden sollten. Es musste verhandelt werden, wer was und wieviel bezahlt ... das hat gedauert.Erinnert sich noch jemand an das Hin und Her?
In diesem Fall gab es für GB weniger bürokratische Hürden, sofort Entscheidungen treffen zu können.

@ 08:45 von Nachfragerin

Weder Gewinne noch der Glaube daran sind letztlich relevant für die Börse, sondern Kompetenzillusion, Sturheit, Geduld, Zufall, eine zumindest nah am pathologischen liegende Risikobereitschaft und interessanterweise Diversifikation. "Die erfolgreichsten Fonds eines beliebigen Jahres haben einfach das meiste Glück. Sie haben gut gewürfelt." sagt der Wirtschaftsnobelpreisträger Daniel Kahneman. Oder noch klarer der Börsenheilige Warren Buffett: "Wer auf die Tipps von Brokern hört, kann auch einen Friseur fragen, ob er einen neuen Haarschnitt empfiehlt."

Wo ist das Problem?

Es gibt doch ganz sicher einen schriftlichen Liefervertrag. Und wenn eine Seite ihren Teil des Vertrags nicht erfüllt, wird eine Vertragsstrafe fällig.

Schildbürger-Posse

Entweder waren die EU-Verantwortlichen zu dumm, einen für beide Seiten verbindlichen Vertrag auf die Beine zu stellen, oder Soirot hält wenig von der Wahrheit.
Wie immer aber haben die vielen Millionen Unschuldiger darunter zu leiden, was die sog. "Elite" an ihnen verbricht.

@ dr.bashir um 9.23 Uhr, "AZ muss in Zukunft mit Politik .."

"AZ ist darauf angewiesen, auch in Zukunft mit der Politik zusammenzuarbeiten. Der Markt mit verschreibungspflichtigen Medikamenten unterliegt in allen Ländern staatlichen Regulierungen und da ist es unklug, sich Regierungen zum Feind zu machen."
Ich fürchte, das ist nicht so. AstraZeneca kann seine Produktion jederzeit auslagern.
Dass ein Unternehmen auf das Wohlwollen der Politik angewiesen ist, das mag für viele Bereiche stimmen: Das fängt beim Straßenbau und der Energiepolitik ( muss von Politik angeschoben werden) an und hört beim Genehmigen und Finanzieren von bestimmten Schulbüchern auf.
Aber in diesem Falle muss man doch sagen: AZ kann sein Produkt verkaufen, ohne die Politiker / EU-Beauftragten zu pampern. Wer nicht will, der hat schon.

Welcher Impfstoff @09:19 von Chekow

Ich halte mich da eher an die Empfehlungen der STIKO!
Und falls später (nächstes Jahr (lach) Impfwillige einen bestimmten Impfstoff X wünschen (sofern in der EU zugelassen!) Kein Thema, die müssen ihre Impfe dann halt selbst bezahlen!
Somit, kann dann "gewählt" werden. Aber nur, wenn die Impfung eben vom Impfwilligen privat getragen wird!

um 09:09 von draufguckerin

merkwürdiges Ansinnen der Öffentlichkeit
Dass ein Unternehmen seine Verträge und Geschäftsinterna veröffentlicht, das ist für mich undenkbar. Wer lässt schon die konkurrierenden Bewerber und Kunden in die Papiere schauen? Vielleicht auch noch die Bezugsquellen und Produktionsvorgänge? Kaum vorstellbar.
--------------
Der Vertragspartner EU repräsentiert die Menschen in Europa, von daher finde ich es merkwürdig, das der Bevölkerung Europas diese wichtigen Informationen vorenthalten werden.
Über Bezugsquellen und Produktionsabläufe will doch niemand informiert werden.

08:44 von IBELIN

>>Wo nichts ist, gibts nichts zu holen.(jenseits der Moeglichkeiten kann keiner zur Verantwortung gezogen werden).
Es gibt zu wenig Impfstoff und damit Lieferengpaesse. Da hilft vermutlich kein Vertrag und keine Diskussion. War auch vorab absehbar.
<<

Dann müsste aber noch geklärt werden, warum es nur für die EU Lieferengpässe zu geben scheint... Das ist ja vermutlich der große Stein des Anstoßes...

Karl Marx - Das Kapital

Kann man solchen Ländern wie Israel und GB einen Vorwurf machen, daß sie Verträge aushebeln und Kraft ihres Geldes bevorzugt beliefert werden?
Auch wenn das Profitstreben dieser Pharmafirmen Menschenleben kostet, die Aktionäre werden begeistert sein.
"Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn.
...für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß;
300 Prozent und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf die Gefahr des Galgens.“

@ nikioko um 9.34 Uhr Liefervertrag

"Es gibt doch sicher einen schriftlichen Liefervertrag. Und wenn eine Seite ihren Vertrag nicht erfüllt, wird eine Vertragstrafe fällig."
Ich fürchte, so einfach ist das nicht. Als die Verträge abgeschlossen wurden, war das Medikament noch nicht zugelassen. Insofern wird AstraZeneca keinen Liefervertrag abgeschlossen haben, konnten sie auch nicht. Im Höchstfall gibt es einen "Letter of Intent", eine Absichtserklärung.
Ob diese Absichtserklärung bindend ist, das können Gerichte gerne klären. Dann haben wir vielleicht in 10 Jahren eine Entscheidung.
In der Zwischenzeit verdient AZ soviel Geld, da lässt sich eine Vertragsstrafe locker wegstecken.

8:48 von Heiko.H

>>Gelder zurück fordern 2
Ich hoffe nur, dass dadurch die die Corona überlebt haben nicht später daran zerbrechen, da irgend jemand die Zeche bezahlen muss.
<<

Früher oder später wird die Zeche zurückgezahlt werden müssen. Das vermuten auch Wirtschaftsexperten (welt.de). Heute noch gelesen.

Krieg dem Virus

Wir befinden uns nach meiner Einschätzung im Krieg. Im Krieg gegen ein erbarmungsloses und tückisches Virus, das jede Lücke findet und nutzt, sich auf Kosten der Menschen zu vermehren.

Deshalb muss m.E. eine kriegsentscheidende Abwehr aktiviert werden:

alle Betriebe, die das irgendwie können, müssen Imfstoffe produzieren bzw. zu deren Produktion beizutragen.

Notfalls auch durch die Vergabe von Zwangslizenzen und unter weitestmöglicher Ausschöpfung des Patentrechtes.

Bis das Virus besiegt ist.

@09:40 von Carina F

Ich halte mich da eher an die Empfehlungen der STIKO!

*
Auch die STIKO hat keine anderen Zahlen als die, die in der Studie (die Rede ist vom Biontech-Impfstoff, der gemäß eines Kommentares hier ein Impfstoff erster Klasse sein soll) mit 40.000 Probanden, davon die Hälfte geimpft) erhoben wurden.

Tatsache ist, dass die Fallzahlen sowohl der PCR-Positiven als auch die der schwer Erkranten in beidne Gruppen derart niedrig sind, dass eine statistische Aussage nur mit ganz großen Fehlerbändern gemacht werden kann.

Da man ja mittlerweile schon ziemlich viele Leute geimpft hat, klönnte man daraus etwas mehr Informationen bekommen, nur werden diese wohl nicht erhoben. Wieviele Geimpfte starben im Vergleich zu den nicht Geimpften gleichen Alters?
Das weiß man eben nicht. Ob man es je erfahren wird, ist fraglich.

Warum ?

Also ich glaube das des an den Personen und Forderungen seitens der EU liegt.

Erst wird lange gewartet, wo ander Länder zügig und selbstbestimmt schnelle gute und notwendige Entscheidungen für Ihre kranken Bürger getroffen haben.

Ist das nicht der Impfstoff

Ist das nicht der Impfstoff, der noch keine EU Zulassung hat ?
Wenn ja, wer kommt dann für etwaige Schadenersatzforderungen auf ?

...und lt. Deutschlands populärster Tageszeitung ...

.. steht Frau v. d. Leyen für ein Interview zu Corona nicht zur Verfügung ... man (oder Frau) ist da wohl eher der Industrie als dem Bürger und Wähler verpflichtet.
Für mich hat es den Anschein, ich kann mich natürlich Täuschen, als wenn sich jetzt verstärkt das Phänomen "Trumpeln" auch bei uns etabliert: "Nebelkerzen zünden und Fake News" fürs Volk.
"Schaut in die, sicherlich, tolle Zukunft, nicht auf Fehler, die wir 'eh nie zugeben werden." Und Tote reden ja auch nicht schlecht...
Dieses kollektive Versagen der Gesammteuropäischen Politik spiegelt die derzeitige Unfähigkeit deutlich wieder. Nur kostet das diesmal tausende Menschenleben.
Wer ist eigentlich auf die Idee gekommen, dass in ihren Herkunftsländern gescheiterte Politiker die EU regieren können?
Wer wundert sich noch über Politikverdrossenheit oder EU- Müdigkeit?
Die nächsten Wahlen lassen nichts gutes erahnen ...

Ein wenig Gier? @ 09:41 von Jacko08

>>>Dann müsste aber noch geklärt werden, warum es nur für die EU Lieferengpässe zu geben scheint... Das ist ja vermutlich der große Stein des Anstoßes...>>>

Weil beim Hersteller die Gier nach Einnahmen größer war, als die produzier u lieferbare Menge? Und der Hersteller das auch wusste, aber trotzdem das Geld einstreichen wollte?
Kann man nur als Frage formulieren, aber eine die ja passiert sein kann....(erfahren werden Wir das eh nicht!)

sicher einen schriftlichen Liefervertrag?

nikioko @

Leider sind Verträge die von Politiker abgeschlossen oft nicht sehr gut.
Maut, S21, BER, A1 Lebverkusen usw sind dan nur die schlechtesten Beispiele. Immer wenn Politiker sehr sorglos mit stuergelder der Bürger umgehen muss nachher hoch, lange und teuer nachgearbeitet werden.

@09:37 von draufguckerin

So paradiesisch, wie Sie es schildern, ist die Welt für die Pharmaindustrie auch wieder nicht.

AstraZeneca kann seine Produktion jederzeit auslagern

Klar könnten sie das. Aber erstens tun alle Industrien das sowieso. Es wird in der globalisierten Wirtschaft dort produziert, wo es die meisten Vorteile bringt. Viele unsere Medikamente kommen auch heute schon sonst wo her. Aber AZ will seine Produkte ja auch hier verkaufen, nicht nur den Impfstoff.

AZ kann sein Produkt verkaufen, ohne die Politiker / EU-Beauftragten zu pampern

Wenn das so wäre, bräuchten große Pharmakonzerne nicht viel Geld für teure Lobbybüros in allen Hauptstädten ausgeben (was sie tun). Der Pharmamarkt ist in jedem Land stark reguliert (in jedem anders). Medikamente brauchen Zulassungen, Preise werden ausgehandelt und genehmigt. Man nennt das "Market Access" und der kann schwieriger werden.

Die Frage ist nur, ob "die Politik" willens wäre, diese Daumenschrauben zumindest mal auf den Tisch zu legen.

09:03 von vriegel

Wieder Frau Merkel diesbezüglich die Schuld zuzusprechen, obwohl diese mit der Bestellung von AstraZeneca genau soviel zu tun hatte, wie Sie selbst oder ich, macht vermutlich Spaß, oder? Der Boxsack ist vollkommen deplatziert. Es geht um die Bestellung, die von der EU aus gemanagt wurde.

Na so was

"Auszüge aus dem Vertrag zwischen der EU und Astra-Zeneca scheinen das zu bestätigen. Darin ist nach Angaben des Deutschlandfunks vereinbart, „dass anders als vom Unternehmen behauptet, auch zwei Werke in Großbritannien für die Produktion von Impfstoffen für die EU eingeplant sind“.

Astra-Zeneca versichert nach Angaben des Senders in dem Vertrag sogar, „dass der Konzern keine Abmachungen mit Dritten geschlossen“ habe, die der Auslieferung der ersten Impfstofftranchen an die EU entgegenstehen. Damit widerspreche der Vertrag den Aussagen des Astra-Zeneca-Chefs Pascal Soriot, der gesagt habe, dass die britischen Werke exklusiv für die Versorgung Großbritanniens mit Impfstoffen reserviert seien."
Quelle FAZ

Wenn das stimmt kann man der EU keinen Vorwurf machen.

Vertrag und Liefermengen hin oder her ...

Entscheidend ist - derzeit - dass der Impfstoff besser nur für Menschen bis - 64 J. - verabreicht werden sollte. Eine bedingte Zulassung darf doch hier das Hindernis nicht sein.

Zudem sollte dann mal in D. und in der EU überlegt werden, ob die Prioritätenliste hier zu ändern ist.
Der Impfstoff von AstraZeneca wird dann eben für jüngere Menschen verwendet. Auch hier gibt es Risiko-Gruppen, die genauso gut auch in der 1.Gruppe sein könnten, die aber nur deswegen nicht in der 1.Gruppe sind weil sie nicht zu den Betagten und sehr Betagten gehören.

Das kann ja Alles nicht so schwer sein ...

Also wieso wird seitens der EU hier so happig auf die Einhaltung des Vertrages gepocht, wenn die Impfstoffe ohnehin allen Orts Mangelware sind.

ShowDown wäre hier besser als dauerhaft LockDown ... Schließlich ist die gesamte EU in der Pandemie, und EU-Show ist in der Pandemie keine Strategie im Kampf gg. Corona.

@IBELIN Falsch. Es gibt nicht

@IBELIN

Falsch.

Es gibt nicht zu wenig Impfstoff, siehe Israel, dort sind die Lager mit Deutschem Impfstoff angeblich voll.

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