Kommentare - Wie ein türkisches Recycling-Projekt Not lindert

Kommentare

Sehr gut!!!

Das ist eine tolle Sache.Hut ab!

Gutes Projekt

Leider müssen sich die armen Menschen mit der Chip-Karte zum Punktesammeln als arme Menschen und Müllsammerlerinn/er im Supermarkt outen.

In D. ist dies ggf. wg. Unzumutbarkeit und Diskriminierung (fast) undenkbar.

Aber so weit entfernt ist D. auch nicht.
Es gibt viele arme Menschen, die sich mittels Pfandflaschen-Sammeln etwas Geld verdienen müssen.
Sie holen die Pfandflaschen aus den Mülltonnen, oder falls welche in der Gegend rumliegen werden diese mitgenommen.
Manche sind in den DB-Zügen unterwegs.

Hier ist das Arm-Sein-Outing in der Öffentlichkeit direkt sichtbar.

Wir sollten das auch (wieder) einführen.

Angesichts der flaschensammelnden Altersarmut sollte man dieses Recyclingsystem auch bei uns einführen. (Die früheren DDR-Bürger kennen es ja bereits.)

Ambivalent

So wird eine ganze notleidende Bevölkerungsschicht zu Müllsammlern gemacht. Das bleibt ja nicht dabei, das man nur die eigene Wohnung aufräumt sondern wird zum degradierenden Hungerlohnjob mangels Alternativen. Wenn man als Kiddy mit dem Bollerwagen rumzieht und bei den Nachbarn Zeitungen einsammelt um sich ein bisschen Taschengeld zu verdienen ist das ja vertretbar, kenne ich noch aus der DDR.

@0_Panik - Kartenzahlung

15:27 von 0_Panik:
"Leider müssen sich die armen Menschen mit der Chip-Karte zum Punktesammeln als arme Menschen und Müllsammerlerinn/er im Supermarkt outen."

Ich denke nicht, dass die Kartenzahlung in der Türkei ein Alleinstellungsmerkmal der Müllsammler ist.

Die Armut ist das Problem. Die sieht man den Betroffenen so gut wie immer an. (Egal ob sie nun Müll sammeln oder nicht.)

@15:36 von Nachfragerin

"Wir sollten das auch (wieder) einführen.
Angesichts der flaschensammelnden Altersarmut sollte man dieses Recyclingsystem auch bei uns einführen. (Die früheren DDR-Bürger kennen es ja bereits.)"

Der Grund warum das keine gute Idee ist:
In der DDR haben das nur die Kinder zum Taschengeldverdienen gemacht. Erwachsene hatten es wirtschaftlich nicht nötig und für die wäre es degradierend bei fremden Leuten zu klingeln und nach Müll zu fragen.
Man sollte dieses Notverdienstmodell der flaschensammelnden Rentner nicht noch staatlich durch Sammelstellen institutionalisieren sondern etwas gegen die Armut tun.

Ich würde das auch machen

Ich würde das auch machen, auch wenn ich damit kein Geld verdienen muss.
In meinem Heimatort liegt sehr viel Müll in der Gegend herum. Ich habe mich sonntags schon öfter mit einem Mann unterhalten, der - mit Greifer und Müllsack "bewaffnet" - Müll in den Anlagen in Bahnhofsnähe aufsammelt - ohne Lohn. Das einzige, was gut ist: Er kann den Kram kostenlos entsorgen und muss nicht noch selbst Gebühren dafür bezahlen.
In unseren schwierigen Wohngebieten gibt es Quartiersmanager, die das Müllentsorgen organisieren. Leider muss man sagen, dass es gerade dort auch viele Leute gibt, die ihren Müll überall hinwerfen. Wenn man mit Müll Geld verdienen könnte, wäre das vielleicht ein Anreiz, nicht mehr so viel in die Gegend zu keilen.
Wie gesagt: Ich würde mithelfen. Wenn Menschen, die das ehrenamtlich machen, das Geld bzw. die Sammelpunkte spenden würden, hätte man auch kein Problem mit einem diskriminierenden Image. Es gibt genug Projekte, die einen Zuschuss gebrauchen können

Selbstbild

"Die 57-jährige Havva Akar hat am Vormittag ebenfalls Müll abgegeben und ist direkt in den Supermarkt gegangen. Sie habe Reis, Linsen, Eier, Milch und Butter gekauft, erzählt sie. Das sei natürlich gut, aber das Wichtigste, so Akar, sei dass die Natur weniger unter dem Müll leide."

Klingt für mich eher danach, als wenn die Dame versucht ihr Selbstbild aufrecht zu erhalten indem Sie den Umweltaspekt in den Vordergrund rückt. So kann man das Notgeschäftsmodell auch prima verkaufen – beim Wörtchen "Umwelt" bekommt man ja sofort leuchtende Augen.
Allerdings bezweifle ich, das zB. hier in Hamburg umweltbewusste Damen aus Blankenese müll- und flaschensammelnd die Umwelt retten.

@Olivia59 - Papier und Glas spenden

15:55 von Olivia59:
"Erwachsene hatten es wirtschaftlich nicht nötig und für die wäre es degradierend bei fremden Leuten zu klingeln und nach Müll zu fragen."

Es könnte ein gesellschaftlicher Gewinn sein, wenn Kinder oder ärmere Mitbürger durch solche Spenden unterstützt würden. Es reicht ja, wenn sich das in der Nachbarschaft etabliert.

Als Lösungstrategie gegen die Altersarmut darf Müllsammeln natürlich nicht in Betracht gezogen werden.

Super Idee

Und ja, in vielen Ländern verdienen Menschen sich Geld, indem sie die Mülltonnen ausräumen und den gesammelten Müll verkaufen. Dieses Geschäftsmodell liegt dann auf Eis. Aber deswegen auf solche Projekte zu verzichten, hieße die falschen Signale zu setzen. Vielleicht kann die Regierung des Viertels ja auch ein Projekt gegen die Armut starten und nicht nur für die Umwelt. Dann hätten auch die Müllsammler etwas davon.

@16:13 von Nachfragerin

"Es könnte ein gesellschaftlicher Gewinn sein, wenn Kinder oder ärmere Mitbürger durch solche Spenden unterstützt würden. Es reicht ja, wenn sich das in der Nachbarschaft etabliert.

Als Lösungstrategie gegen die Altersarmut darf Müllsammeln natürlich nicht in Betracht gezogen werden."

Sicher ist den Leidenden damit zunächst geholfen doch wenn erstmal so ein System etabliert ist, wie zB. auch die Tafeln hierzulande, dann scheint das Problem gelöst und niemand kümmert sich mehr um die Ursache: Armut.

Flaschen u. Dosen

die in der Gegend rumliegen nehme ich immer auf und gebe sie im Supermarkt bei uns ab.Den Bon dafür stecke ich in eine Bocks für Hilfsgüter die an arme Menschen verteilt werden.

Gelbe Tonne, Gelber Sack, Blaue Tonne

um 15:36 von Nachfragerin:
"Wir sollten das auch (wieder) einführen.
Angesichts der flaschensammelnden Altersarmut sollte man dieses Recyclingsystem auch bei uns einführen."
Wir haben doch schon den Gelben Sack. Oder die Blaue Tonne. Wozu braucht es dann weitere Müllsammler?
Ausserdem möchte ich nicht, dass jemand in meinen Mülltonnen wühlt, wenn ich hinterher verstreuten Unrat wieder aufheben muss.
Und selbst wenn: die Tonnen sind in der Regel gar nicht zugänglich.

16:11 von Olivia59

«Klingt für mich eher danach, als wenn die Dame versucht ihr Selbstbild aufrecht zu erhalten indem Sie den Umweltaspekt in den Vordergrund rückt.»

Niemand mag, wenn vor der eigenen Haustür, oder in der Umgebung em Veedel, in dem man wohnt / sich regelmäßig aufhält, der Müll auf der Straße, oder im Gebüsch rumlungert.

Müll ist so was wie ein Magnet. Liegt wo erst was, dauert es nicht lange, und der Magnet zieht weiteren Müll an. Weil die Leute meinen … wo schon was liegt, kann man noch was dazu schmeißen / stellen. Sieht ja eh schon doof aus … und auf was dazu kommt es nicht mehr an.

«Allerdings bezweifle ich, das zB. hier in Hamburg umweltbewusste Damen aus Blankenese müll- und flaschensammelnd die Umwelt retten.»

In Stadtteilen wie HH-Blankenese oder K-Marienburg (als Entsprechung) liegt auch kein Müll am Straßenrand rum, stehen keine (magnetischen) Haufen mit Sperrmüll.

Wer Müll verständig entsorgt, tut sowieso was für die Umwelt.
Dies muss auch das Ziel für alle sein.

@Olivia59 16:11

„... Klingt für mich eher danach, als wenn die Dame versucht ihr Selbstbild aufrecht zu erhalten indem Sie den Umweltaspekt in den Vordergrund rückt. So kann man das Notgeschäftsmodell auch prima verkaufen – beim Wörtchen "Umwelt" bekommt man ja sofort leuchtende Augen. ...“

Warum soll sich nicht auch ein armer Mensch für die Umwelt interessieren? Das ist doch eine unsinnige Einordnung. Natürlich kommt „erst das Fressen, dann die Moral (Brecht)“, aber das schließt sich nicht aus.
Natürlich ist das Müllsammeln kein Ersatz für eine gerechtere Welt. Wenn aber sonst das Notwendigste nicht da ist, ich ein Träumen von einer anderen Weltordnung auch nicht angesagt. (Die Tafeln in D sind auch keine Rechtfertigung für die vorherrschende Kapitalverteilung bzw. existierende Ungerechtigkeiten).
Aber nützliche Einfälle von Kommunen sollte man als solche betrachten, egal „wie verkauft“.
Jeder überprüfe sich, was er selber für Arme tut.

@16:25 von iforkanzlerin

"Und ja, in vielen Ländern verdienen Menschen sich Geld, indem sie die Mülltonnen ausräumen und den gesammelten Müll verkaufen. Dieses Geschäftsmodell liegt dann auf Eis. Aber deswegen auf solche Projekte zu verzichten, hieße die falschen Signale zu setzen. Vielleicht kann die Regierung des Viertels ja auch ein Projekt gegen die Armut starten und nicht nur für die Umwelt. Dann hätten auch die Müllsammler etwas davon."

Sie können es drehen und wenden wie Sie wollen. Durch das Punktesystem wird ein minimaler finanzieller Anreiz geschaffen, den nur die Notleidenden nutzen. Deswegen ist es kein Umweltprojekt mehr, es sei denn die Ansage ist: Die Armen sollen die Umwelt retten um dieses Problem auch für Wohlhabendere zu lösen.
Und das zum Discountpreis: 70 Tonnen für 4400 Euro – da können sie sich ja ausrechnen wie viel man sammeln muss für einen schlappen Euro.

@schiebaer45

Man kann in vielen Supermärkten den Pfandbon für irgendein soziales Projekt in eine Box werfen. Das kann man auch gut für das eigene Leergut (empfehle ich jedem, der nicht unter eigener Armut leidet) nutzen. Da kommen durch kleines Geld nebenbei erstaunliche, nützliche Beträge zusammen.
(Das gilt auch für die Kleingeldboxen an der Kasse).
Wie sprach damals meine Mutter: „Kleinvieh macht auch Mist.“

Super Idee

Wäre was für unsere Tafeln.

win win

Ich kann kein Problem darin sehen, dass man sich im Supermarkt indirekt als Mülltrenner und -sammler outet. Das ist ökologisch sinnvoll und man kann durchaus stolz drauf sein.

Natürlich ist das keine Lösung fürs Armutsproblem als solches. Das behauptet auch niemand. Andere Anstrengungen in Richtung ökonomische Besserstellung werden nicht behindert. Aber für manche Leute ist es ein willkommener kleiner Zustupf. Eine typische win win-Situation.

@17:11 von schneegans

"Warum soll sich nicht auch ein armer Mensch für die Umwelt interessieren? Das ist doch eine unsinnige Einordnung. Natürlich kommt „erst das Fressen, dann die Moral (Brecht)“, aber das schließt sich nicht aus."

Wenn dem so wäre, dass es viele arme und reiche Menschen geben würde, die ihren Müll der Umwelt zuliebe trennen, sammeln und zu diesen Stellen bringen könnte man den finanziellen Anreiz streichen. Dann wäre es ein tolles aber absehbar erfolgloses Projekt.
Hier werden arme Menschen zu Müllsammlern gemacht. Um auf den hiesigen Mindestlohn zu kommen müsste man pro Stunde 150 Kilo sammeln, trennen und abgeben. Da bricht ihnen ihr Bollerwagen zusammen.

@16:39 von schiebaer45

>> Den Bon dafür stecke ich in eine Bocks für
>> Hilfsgüter die an arme Menschen verteilt
>> werden.

Ihnen ist schon klar, daß diese Bons mit Ladenschluß ihre Gültigkeit verlieren? oO

Das Systen.....

funktioniert aber nur, wenn man Abnehmer für recyclingbaren Müll hat, auch wenn das staatlich subventioniert werden muß. Verlierer sind dann aber,wie der Artikel zeigt, die bisherigen Müllsammler, die in den Tonnen nichrs verwertbares mehr finden. Es zeigt sich leider wieder, daß die besonders u.a. von Journalisten gerne benutzte Phrase der sogenannten "win-win"-Situarion eben doch nur Phantasie und eben eine Phrase ist. Irgendjemand oder irgendetwas ist immer der "Verlierer".

@Parsec - Recyclingquote & Kooperation

16:55 von Parsec:
"Wir haben doch schon den Gelben Sack. Oder die Blaue Tonne. Wozu braucht es dann weitere Müllsammler?"

Gegenfrage: Wen sollte es stören, wenn einige Privatpersonen den Müll anderer zu Geld machen?

Eine Sensibilisierung für das Thema Müllvermeidung und -trennung wäre ohnehin dringend geboten. Denn viele sind sich zu bequem (oder zu doof), ihren Müll in die richtige Tonne zu werfen. Und selbst wenn das gelingt, ist die Recyclingquote für Kunststoffabfälle mit unter 20% noch immer viel zu gering. (Sie wird allerdings schöngerechnet, indem jedes Plastikteil als "recycelt" gilt, sobald es in der richtigen Tonne landet - auch wenn es letztendlich in der Verbrennung landet.)

"Ausserdem möchte ich nicht, dass jemand in meinen Mülltonnen wühlt, wenn ich hinterher verstreuten Unrat wieder aufheben muss."
> Sagen Sie das den Waschbären.

Ich würde mich freuen, wenn alle paar Tage jemand klingelt, um meinen Müll abzuholen.

Realität

Wenn ich sehe was in meiner Umgebung so alles in die Natur an Müll rumliegt, könnte es ja ein lukratives Geschäftsmodell sein.

An vielen Glas- und Papiercontainer schaffen es ja viele nicht einmal den Müll in die richtige Öffnung zu werfen, so wie manchmal dort alles herumliegt.

Einige Menschen benehmen sich, als hätten wir noch irgendwo eine Ersatzerde.

17:22 von ablehnervonallem

Super Idee ... Wäre was für unsere Tafeln.
.
eher nicht
da ist verschenken angesagt !
nicht was sinnvolles davor tun
oder kommt in unserer Gesellschaft Pfandflaschen sammeln an ?

@ ablehnervonallem

Super Idee Wäre was für unsere Tafeln.

Warum lehnen Sie die Tafeln ab?

Warum eigentlich werden Tugenden meist erst in der Not entdeckt?

„Die beiden Mitarbeiter der Stadtverwaltung fahren täglich durch Zeytinburnu und warten an verschiedenen Orten auf Bürger, die getrennten, verwertbaren Müll bringen. Vor zwei Monaten startete das Projekt, und es kommen täglich mehr, um ihren recyclebaren Müll in Punkte einzutauschen. Das dürfte auch etwas mit der zunehmend schwierigen wirtschaftlichen Lage der Türkei in der Pandemie zu tun haben“

Zweifellos.

„Selbst ein Brot mehr sei schon eine große Hilfe (...) Deshalb finde sie das Recycling-Projekt großartig“

Das ist auch großartig. Auch wegen seiner nachhaltigen „Nebenwirkungen“:
„Doch das Bewusstsein in der gesamten Bevölkerung für einen umweltschonenderen Umgang mit Müll könne nur entstehen, wenn alle mitmachten“

„(...) hat ebenfalls Müll abgegeben und ist direkt in den Supermarkt gegangen. Sie habe Reis, Linsen, Eier, Milch und Butter gekauft, erzählt sie. Das sei natürlich gut aber das Wichtigste, so Akar, sei dass die Natur weniger unter dem Müll leide“

Da hat sie Recht.

@ Parsec

Angesichts der flaschensammelnden Altersarmut sollte man ...

Das mit den alten Leuten, die Flaschen sammeln ist wohl mehr so ein Narrativ, denn bei uns im Ort macht das niemand.


Wir haben doch schon den Gelben Sack. Oder die Blaue Tonne. Wozu braucht es dann weitere Müllsammler?

Sie müssen nicht mitmachen, es ist freiwillig. Es ist nur eine Initiative von engagierten Leuten. Ein Glück ist noch nicht jeder frustriert.

7:58 von saschamaus75 @16:39 von schiebaer45

Ihnen ist schon klar, daß diese Bons mit Ladenschluß ihre Gültigkeit verlieren? oO
#
Das ist mir nicht bekannt.Wo bleibt denn das Geld der Wertmarken ?

@18:22 von Nachfragerin

"Ich würde mich freuen, wenn alle paar Tage jemand klingelt, um meinen Müll abzuholen."

Wie wär´s wenn Sie ihren Müll einfach selbst entsorgen oder den regulären sozial gerechten Tarif-Preis der Müllwerker bezahlen.
Sorry wenn das etwas schroff klingt aber für mich ist das wirklich Zynismus oder einfach nur nicht nachgedacht.

@ Olivia59, um 16:11

Es ist sehr schade, dass Sie der Aktion in der Türkei so wenig Positives abgewinnen können und das gleich in mehreren Kommentaren mit unterschiedlichen “Argumenten“ unterlegen.

Weder die Verhältnisse in der DDR noch sonst eines Landes können doch ein Grund dafür sein, die heutigen Zustände in der Türkei einfach nur schlechtzureden.

Leider wie so oft in Deutschland:
Beurteilen - verurteilen.
Schade.

@ Parsec, 16:55

re 15:36 von Nachfragerin

“Außerdem möchte ich nicht, dass jemand in meinen Mülltonnen wühlt...“

Sie haben ja Sorgen.
Schmeißen Sie nichts weg, das noch Wert hat, und das Problem ist bald erledigt.
Aber Sie haben Ihre Tonnen ja “safe“ abgestellt, was also sorgen Sie sich?

Offenbar

brauchen Manche extreme Anreize, um sich für Umweltschutz zu interessieren.
Zum Mülltrennen sollte man niemanden mehr, der dazu die Gelegenheit hat, anhalten müssen.

@18:23 von Sisyphos3 17:22 von ablehnervonallem

//Super Idee ... Wäre was für unsere Tafeln.
.
eher nicht
da ist verschenken angesagt !
nicht was sinnvolles davor tun
oder kommt in unserer Gesellschaft Pfandflaschen sammeln an ?//

Ja, dass der Reichere dem Ärmeren etwas schenkt, geht natürlich gar nicht. Wo kommen wir denn dahin?

Sie wissen doch gar nicht, was die Menschen an den Tafeln tun oder lassen KÖNNEN!

17:58 von saschamaus75

«>> Den Bon dafür stecke ich in eine Bocks für
>> Hilfsgüter die an arme Menschen verteilt
>> werden.»

«Ihnen ist schon klar, daß diese Bons mit Ladenschluß ihre Gültigkeit verlieren? oO»

Dies ist aber unerheblich, da die Aufsteller der Sammelboxen bei Geschäftsschluss wen vorbei schicken an die Aufstellungsorte, und die geammelten Bons werden an der Kasse in Bargeld umgetauscht. Gar nicht anders, als hätte es jeder einzelne Käufer / Einwerfer selbst so gemacht.

Zusätzlich mag es Übereinkommen der Boxenaufsteller mit den Händlern geben, dass an Orten (x) so eine Sammelbox 1x / Woche geöffnet, und das Geld 1x dem Wert aller Bons entsprechend ausgezahlt wird.

Ganz so phantasielos muss man es nun auch nicht betrachten.
Dafür haben Menschen sprechen gelernt.

Von selbst nur durch Einwurf verwandelt sich nicht ein einziger Bon zu was anderem, was man dann an Bedürftige als Hilfsgüter verteilen könnte.

Nix mit … oO.
Was das sowieso immer soll am Ende von jedem 2. Kommentar.

@ aua am popo, um 18:35

re @ Parsec

Sie sollten sich vielleicht daran erinnern:

Es geht um ein Sammlerprojekt in der TÜRKEI, nicht um Altersarmut in Deutschland (die es gibt, hier aber nicht zur Debatte steht).

@18:50 von harry_up

"Es ist sehr schade, dass Sie der Aktion in der Türkei so wenig Positives abgewinnen können und das gleich in mehreren Kommentaren mit unterschiedlichen “Argumenten“ unterlegen.

Weder die Verhältnisse in der DDR noch sonst eines Landes können doch ein Grund dafür sein, die heutigen Zustände in der Türkei einfach nur schlechtzureden."

In der DDR war dies auch kein System zur Ausbeutung von armen Menschen zur billigen Umweltrettung oder vorgeblich zur Armutsbekämpfung. Möglicherweise war es Teil dafür da Kinder in die gesellschaftlichen Prozesse zu integrieren die natürlich alle mehr oder weniger ideologisch verbrämt waren. Gehen Sie gerne auf meine Argumentation – mit ihrem unspezifischen Statement kann ich wenig anfangen.

@ Sisyphos3, 17:53

“und wenn hierzulande Leute Flaschen sammeln ?
wie wird da argumentiert ?“

Sie können auch auf Kinder in Afrika verweisen, die auf Müllhalden nach Essbarem suchen oder die die Isolierung von Kupferkabeln verbrennen und dabei die entstehenden Dämpfe einatmen.

Nichts davon ist human, auch das Flaschensammeln, das es hier sehr wohl gibt, nur:

Es geht hier um die Idee in dem türkischen Ort Zeytinburnu, obwohl ich den ebenso wenig kenne wie Sie vermutlich auch.

@Olivia59 - kein Zynismus

18:44 von Olivia59:
"Wie wär´s wenn Sie ihren Müll einfach selbst entsorgen oder den regulären sozial gerechten Tarif-Preis der Müllwerker bezahlen."
> Das mache ich bereits. Aber danke für den Vorschlag. :)

"Sorry wenn das etwas schroff klingt aber für mich ist das wirklich Zynismus oder einfach nur nicht nachgedacht."
> Ich fürchte Sie verstehen mich falsch.
Ich stelle mir vor, dass der Nachbarsjunge 1x die Woche vorbeikommt und nach Altpapier, Glas und Dosen fragt. Das würde ich ihm gern geben, weil ich a) nicht selbst zur Tonne müsste und b) ihm bei der Aufbesserung seines Taschengeldes geholfen hätte. Den verdreckten Plastikmüll würde ich hingegen niemandem zumuten wollen.

Und dass Menschen auf's Müllsammeln angewiesen sind, darf in einem reichen Land wie Deutschland nicht vorkommen.

@ Nachfragerin - - - das ist das Problem

Die Armut ist das Problem. Die sieht man den Betroffenen so gut wie immer an.

Bei Reichtum ist das aber auch oft so.

@ Sisyphos3 - - - Pfandflaschen sammeln

oder kommt in unserer Gesellschaft Pfandflaschen sammeln an ?

Ich find's gedankenlos und arrogant, Pfandflschen einfach wegzuwerfen. Narürlich sollte jeder die sammeln.

18:35 von aua am popo

«Angesichts der flaschensammelnden Altersarmut sollte man ...»

«Das mit den alten Leuten, die Flaschen sammeln ist wohl mehr so ein Narrativ, denn bei uns im Ort macht das niemand.»

Sie mögen auf dem Land in einem Dorf, in einer kleineren Stadt leben.
Wo dies nicht, nur wenig, nur selten, unsichtbar ist.

Bezieht man es aber auf große Städte wie meine Stadt Köln. Dann ist es keine Erzählung, die wer anhand einiger weniger Fälle per TV oder Printmedien in die Welt verbreitet hätte.

Nicht an jeder Ecke in Köln läuft jeden Tag zu jeder Zeit wer rum, sammelt liegen gebliebene Pfandflaschen ein. Sind auch nicht immer nicht nur "alte" Menschen. Aber recht viele Obdachlose unter denen in eher jüngerem Alter. Durch Corona ist aller derer Leben noch mal schwieriger geworden.

Schon im Sommer, als weniger Betrieb auf Wiesen in Parks + am Rhein war. Je nachdem, welche Wiese es ist. Kamen die "Wiesensammler" zu ihrer Zeit mit dem Einkaufswagen, nahmen parat gestellte leere Pullen mit.

@saschamaus75, 17.58h

Wo soll das sein?
Bei uns gelten die Pfandbons auch Wochen später noch.

18:44 von Olivia59

«Ich würde mich freuen, wenn alle paar Tage jemand klingelt,
um meinen Müll abzuholen.»

«Wie wär´s wenn Sie ihren Müll einfach selbst entsorgen oder den regulären sozial gerechten Tarif-Preis der Müllwerker bezahlen.
Sorry wenn das etwas schroff klingt aber für mich ist das wirklich Zynismus oder einfach nur nicht nachgedacht.»

Was stänkern Sie eigentlich derart unablässig griesgrämig gegen alles nur im Ansatz Positive an, was man "mit dem Müll in der Türkei", oder auch an Müllerei in Deutschland erkennen könnte?

Man ist (= ich bin) geneigt, anzunehmen, die Müllwerker hätten sich bei Ihnen kützlich geweigert, die Tonne mit dem Grüner-Punkt-Müll mitzunehmen, weil einer der Nachbarn dort wieder was reinwarf, was eigentlich in den "Restmüll" gehört. War auch bei uns im Haus dicker Knatsch. Gerade noch verhindert, dass Tobende Mülldetektive engagieren.

Schmunzeln:

塵  chiri (tschiri)・Müll
 外 soto・Außen
塵外 jingai (dschin-gai)・Müll Draußen|Das Schlaraffenland

Das war Japanisch.

@18:27 von aua am popo

***** Warum lehnen Sie die Tafeln ab? *****

Wie kommen Sie denn auf das schmale Brett, dass ich Tafeln ablehne? Leute die sich von dort umsonst etwas zu Essen besorgen, könnten auch einen kleinen Beitrag zur Finanzierung beitragen. Mehr habe ich nicht gemeint

15:27 von 0_Panik

ist zu arbeiten unehrenhaft
fast gewinnt man den Eindruck

Zitat: "Arm-Sein-Outing " tut das nicht jeder der arbeitet ?
oder macht jeder der arbeitet das aus Langeweile und Spass ?

Ist auch nicht so...

Schade, das tagesschau.de angeblich jeden Beitrag nach diversen Regeln prüft - aber Falschinformationen einfach durchgehen.

Suchbegriff: "Pfandbon gültigkeit" - Ergebnis: mindestens drei Jahre gültig!
Und mal ehrlich: niemand würde eine Pfandbon-Spendenbox in einem Getränke-/Supermarkt aufstellen, wenn nicht geklärt ist, dass das Geld auch ankommt...

Und zum Thema:
Wenn sich jemand mit Flaschen- oder Müllsammeln Geld dazuverdienen muss, ist das definitiv falsch. Deshalb muss ich aber denjenigen nicht herabwürdigen, sondern muss auf die wahren Verantwortlichen sauer sein.
Bringt den Sammlern entsprechenden Respekt entgegen (so einem Flaschensammler kann man eine Pfandflasche auch mit einem freundlichen Lächeln geben, statt sie mit einem verächtlichen Blick tief in die Tonne zu stopfen), dann ist das keine Mitleidsnummer, kein Herabschauen. Wer weiß schon, warum derjenige in der Situation ist...
Und hey - alles was der Umwelt hilft...

Eigentlich eine Selbstverständlichkeit

Dass man keinen Müll einfach in die Gegend wirft.
Traurig dass so etwas wie Müll aufsammeln erst gemacht wird,wenn es den Menschen nicht mehr so gut geht.
Ich sehe es beim Fahrrad fahren entlang der Straße oder an Parkplätzen immer wieder was für eine Gleichgültigkeit bei vielen immer noch herrscht.

@Sparer

Herrgott nochmal - es ist doch trotzdem eine gute Idee, auf diese Weise 2 Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, besonders bei Menschen, die kaum noch Brot zahlen können, weil es jetzt ca. 20 Cent kostet. (eine Kaufkraftdiskussion brauchen wir jetzt nicht - 20 ct. sind auch in der Türkei wenig).

Und zuvor wurde der Müll durch "Müllsammler" getrennt; die sind die einzigen, die durch dieses Anreizsystem verlieren. Da wüsste ich jetzt gerne, wovon die nun leben.

18:22 von Willi Graf

//Wenn ich sehe was in meiner Umgebung so alles in die Natur an Müll rumliegt, könnte es ja ein lukratives Geschäftsmodell sein.//

Bin eben von einem kurzen Einkauf im Supermarkt zurück. Wenn ich sehe, mit welcher Selbstverständlichkeit der Mundschutz einfach auf den Bürgersteig oder den Parkplatz geworfen wird, kommt mir die Galle hoch. Das ist Müll, den ich nicht einsammeln möchte.

@Olivia59, 19.14h

Nicht nur in der DDR wurde gesammelt.
Auch ich und andere haben Ende der 40er Jahre alles gesammelt, was sich zu Geld machen ließ.
Besonders begehrt waren Metalle und Papier.
Das hat niemand aus Übermut gemacht und Umweltschutz war damals ebenso wenig bekannt wie in der DDR bis zu deren Ende.
Dass nur Kinder gesammelt haben in der DDR, die für ihren Überfluss bekannt war, nehme ich Ihnen nicht ab.
Wenn in der Türkei das gemacht wird und offensichtlich notwendig ist, dann ist das für mich in Orndung.

19:14 von Olivia59

«In der DDR war dies auch kein System zur Ausbeutung von armen Menschen zur billigen Umweltrettung oder vorgeblich zur Armutsbekämpfung. Möglicherweise war es Teil dafür da Kinder in die gesellschaftlichen Prozesse zu integrieren die natürlich alle mehr oder weniger ideologisch verbrämt waren.»

In der Ex-BRD vor 1990 gab es auch Kinder.
Auch wenn Sie das nun überraschen mag.
Und Sie es so gar nicht erwartet hatten.

Eines dieser Kinder in Köln war ich.
Aufgewachsen im Stadtteil "Kalk", vor dem heutzutage so mache in DEU durch Medienberichte schon Angst bekommen, obwohl sie selbst niemals näher als 200 km an Köln dran waren.

Wir waren ideologisch komplett "unverbrämte" Kinder verschiedener Nationen. Aber alle Kölner. Wir hatten einen Bollerwagen im Gemeinschaftskeller bei den Fahrrädern.

Haben wir Altpapier + Metalle an Haustüren gesammelt + zum Schrottmann gebracht. Dann haben wir vom Geld Eis, oder Kinder-Knabberkram gekauft.

Abends sahen wir dreckig aus wie die Sau. Toll ne ?

@ Olivia59, um 19:14

Was ist an meinem Statement denn unspezifisch?

Es wird von einem Projekt in der Türkei berichtet, und Sie rücken mit 30 Jahre zurückliegenden Verhältnissen in der DDR an.

Sehen Sie nicht, dass Sie

a. am Thema vorbeiproblematisieren

b. diese Verhältnisse in der damaligen DDR hier und jetzt überhaupt nicht interessieren?

Recyclingquote?

m 18:22 von Nachfragerin:
"Gegenfrage: Wen sollte es stören, wenn einige Privatpersonen den Müll anderer zu Geld machen?"
Ich weiß ja nicht, was Ihnen vorschwebt. Aber an der Abholung des Mülls hângen ja auch Arbeitsplátzd.
Ausserdem bezweifle i h, dass Sie genügend Bedürftige motivieren können, in anderer Leute Restmúll zu wühlen.
Ausserdem ist ja schon alles sortiert. Was soll es da noch rauszufischen geben?

Bei "uns" nicht sinnvoll

um 18:57 von harry_up
@ Parsec, 16:55
re 15:36 von Nachfragerin

“Außerdem möchte ich nicht, dass jemand in meinen Mülltonnen wühlt...“

Sie haben ja Sorgen.
Schmeißen Sie nichts weg, das noch Wert hat, und das Problem ist bald erledigt.
Aber Sie haben Ihre Tonnen ja “safe“
//
Nicht nur ich. Das dürfte auf 95% aller Haushalte zutreffen.
Deshalb nochmal: wo ist der Sinn, das System bei uns zu etablieren? Wir haben ein fertiges, funktionierendes System. Die Türkei nicht.

Zukunft

Entweder schafft Erdogan wieder Devisen ins Land zu bekommen durch Tourismus oder Erschließung von Ölfeldern vor der griechischen Küste oder das Land wird in die Insolvenz rutschen. Anders wird er die Schulden in Euro oder Dollar nicht refinanziert bekommen.

Aua nicht richtig gelesen

m 19:13 von harry_up
@ aua am popo, um 18:35
re @ Parsec

Sie sollten sich vielleicht daran erinnern:

Es geht um ein Sammlerprojekt in der TÜRKEI, nicht um Altersarmut in Deutschland (die es gibt, hier aber nicht zur Debatte steht).//
//
Sie müssen das richtig lesen. Jemand fände es toll, dass das bei uns auch gemacht wird. Ich hatte Gründe genannt, dass das bei uns relativ sinnfrei ist.

17:58 von saschamaus75 @16:39 von schiebaer45

>> Den Bon dafür stecke ich in eine Bocks für
>> Hilfsgüter die an arme Menschen verteilt
>> werden.

Ihnen ist schon klar, daß diese Bons mit Ladenschluß ihre Gültigkeit verlieren? oO

Also, ich konnte meinen vergessenen Leergutbon Tage später noch einlösen.

Die Türkei

wurde u.a. von Deutschland als Ersatzland für die Recyclingmüllentsorgung entdeckt, nachdem China nichts mehr abnehmen wollte. Dabei gibt es in der Türkei gar kein vernünftiges Entsorgungs- und Trennsystem. Müll wird i.d.R. nicht getrennt, oft illegal abgeladen oder verbrannt. Auch die in Deutschland getrennten Müllimporte wurden schon auf großen, illegalen Deponien gefunden. Ist wohl die neue Form von Entwicklungshilfe?

@auaampopo

"Das mit den alten Leuten, die Flaschen sammeln ist wohl mehr so ein Narrativ, denn bei uns im Ort macht das niemand."

Schön und danke, dass Sie das mal ansprechen.
Ich beobachte es immer wieder, dass die große Mehrheit der Flaschensammler keine Rentner sind. Einige wenige gibt es, ja, aber wie gesagt, meistens sind es andere Menschen, die sich dadurch ein klein wenig Geld zusätzlich verschaffen.

Passt halt gut, dies immer zu behaupten, um alles in diesem Land schlecht zu reden.

@20:02 von schabernack, Nachfragerin

"Nachfragerin: «Wie wär´s wenn Sie ihren Müll einfach selbst entsorgen oder den regulären sozial gerechten Tarif-Preis der Müllwerker bezahlen.
Sorry wenn das etwas schroff klingt aber für mich ist das wirklich Zynismus oder einfach nur nicht nachgedacht.»

Was stänkern Sie eigentlich derart unablässig griesgrämig gegen alles nur im Ansatz Positive an, was man "mit dem Müll in der Türkei", oder auch an Müllerei in Deutschland erkennen könnte?"

Sie können das als Stänkerei bezeichnen – für mich ist es die Befürchtung, dass Müllverschenken an arme Leute zu Charity und Umweltrettung stilisiert wird. Zumindest bin ich froh, dass es sich bzgl. dem Statement von "Nachfragerin" nur um ein Missverständnis gehandelt hat.
Im Übrigen habe ich keine Probleme mit meiner Müllentsorgung aber danke für ihre Fürsorge ;-)

@ ablehnervonallem

Wie kommen Sie denn auf das schmale Brett, dass ich Tafeln ablehne?

Na, das ist jetzt aber ziemlich offensichtlich.

20:14 von Anna-Elisabeth 18:22 von Willi Graf

//Wenn ich sehe was in meiner Umgebung so alles in die Natur an Müll rumliegt, könnte es ja ein lukratives Geschäftsmodell sein.//

Bin eben von einem kurzen Einkauf im Supermarkt zurück. Wenn ich sehe, mit welcher Selbstverständlichkeit der Mundschutz einfach auf den Bürgersteig oder den Parkplatz geworfen wird, kommt mir die Galle hoch. Das ist Müll, den ich nicht einsammeln möchte.

Das ist sehr unappetitlich. Außerdem wäre ich sehr dafür, dass das Wegwerfen von Zigarettenkippen in die Gegend verboten würde. Die Filter sind weder umweltfreundlich, noch erkenne ich darin irgendeine Verschönerung der Landschaft. Dabei gibt es Taschenaschenbecher und man könnte die Kippen später sachgerecht entsorgen.

@20:15 von DerVaihinger

"Dass nur Kinder gesammelt haben in der DDR, die für ihren Überfluss bekannt war, nehme ich Ihnen nicht ab."

Das sehe ich Ihnen angesichts der weit verbreiteten kenntnislosen Urteile nach.
In der DDR war absolut Niemand zum Überleben auf Müllsammeln angewiesen doch gab es leider auch nicht viel zu kaufen für´s Geld, Luxusgüter waren unverhälnismässig teuer.

20:14 von Anna-Elisabeth

«Bin eben von einem kurzen Einkauf im Supermarkt zurück. Wenn ich sehe, mit welcher Selbstverständlichkeit der Mundschutz einfach auf den Bürgersteig oder den Parkplatz geworfen wird, kommt mir die Galle hoch. Das ist Müll, den ich nicht einsammeln möchte.»

Grauenhaft … fürchterlich … mega-mies.

Und die mobilen Müllwerker in den Städten, die auch die Mülleimer leeren, müssen das Zeug dann mit den Greifern aus Metall irgendwie aufsammeln, eintüten, und zur Entsorgung bringen.

Und deren Tätigkeit ist dennoch als Beruf angesehen, den nur wer macht, der beim PISA-Test nicht mal "PISA" richtig buchstabieren konnte.

Sometimes times are very strange this time …

@ Sisyphos3

oder macht jeder der arbeitet das aus Langeweile und Spass ?

Wer sich einen Beruf gewählt hat, der ihm keinen Spaß macht, der sollte sich mal Gedanken machen.

So war das nicht!

«Möglicherweise war es Teil dafür da Kinder in die gesellschaftlichen Prozesse zu integrieren die natürlich alle mehr oder weniger ideologisch verbrämt waren.»
Wo haben Sie das denn her? Altstoffe sammeln war eine gute Möglichkeit sein Taschengeld aufzubessern, hat Spaß gemacht und alle machten mit. Viele Haushalte sammelten Zuhause Flaschen, Gläser, Papier und Lumpen. Das war selbstverständlich, aber für die Leute nicht wirtschaftlich notwendig. Die Industrie brauchte das Zeug und das war sehr vernünftig und ökologisch. Es war nicht alles schlecht und hatte mit individueller Armut nichts zu tun. Auch nicht mit Ideologie, sondern mit Umsicht und Ressourcenschonung.

Als erstes führen wir mal

Als erstes führen wir mal Pfand auf alles ein, was rumliegen kann. Das darf gesammelt und abgegeben werden. Der Hersteller zahlt.
Zb 5€ für irgendwas von Mac Donald. Das Zeug liegt überall rum. Mcd macht wohl nicht nur dick
Mal sehen, wie lange die dann noch massenweise Müll zum Lebensmittel ausgeben

Das geht auch mit Marlboro, Becks, Jägermeister, etc, was halt so gerne am Straßenrand rumliegt.

@ saschamaus75 - - - juristisch betrachtet

Ihnen ist schon klar, daß diese Bons mit Ladenschluß ihre Gültigkeit verlieren? oO

Nein, tun sie nicht. Ein Pfandbon muss zeitlich unbegrenzt eingelöst werden, sonst nennt sich das ungerechtfertigte Bereicherung. Dazu gibt es Urteile.

20:15 von DerVaihinger

Dass nur Kinder gesammelt haben in der DDR, die für ihren Überfluss bekannt war, nehme ich Ihnen nicht ab.///
Doch. Meine Frau ist 1971, ich 1960 in Dresden geboren. Nur wir Kinder haben gesammelt. Unsere Eltern oder Großeltern wären nie auf so einen Gedanken gekommen. Warum auch. Miete, Lebensmittel waren spottbillig. Damalige Luxusartikel wie Fernseher, Auto waren teuer. Da hätte man ewig Flaschen sammeln müssen.

Dumm aber

"Wer sich einen Beruf gewählt hat, der ihm keinen Spaß macht, der sollte sich mal Gedanken machen."
Warum? Vielleicht machen die das für sehr viel Geld. Zb als Schalke Trainer.

Und au h wenn der Job passiert macht, nicht arbeiten macht immer viel mehr Spass.

Deshalb Grundgehalt für Alle und Arbeit für die workaholics.

Bedauerlich

ist es einerseits, dass in der Türkei der Gedanke an Mülltrennung und Recycling, geschweige denn an Müllvermeidung, noch sehr zu wünschen übrig lässt. Auch deshalb sollte man diese Initiative positiv betrachten, auch wenn es sicherlich keine befriedigende Lösung ist. Aber auch durch solche Dinge kann ein Bewusstsein geweckt werden.

@ Olivia59 - - - Armut im Sozialismus

In der DDR war absolut Niemand zum Überleben auf Müllsammeln angewiesen

In der DDR gab es per Definition keine Armut. Die Illusion war dem Regime ungeheuer wichtig.


... doch gab es leider auch nicht viel zu kaufen für´s Geld, Luxusgüter waren unverhälnismässig teuer.

Nein, es gab sie einfach gar nicht.

20:31 von Parsec

«Deshalb nochmal: wo ist der Sinn, das System bei uns zu etablieren?
Wir haben ein fertiges, funktionierendes System. Die Türkei nicht.»

Dieses System will doch in DEU gar niemand etablieren. Aber dort (wie am Ort TÜR), wo es noch kein großflächig organisiertes System zur Mülltrennung gibt. Ist doch besser, damit so zu beginnen, als "recyclingfähigen" Müll weiter wie gewohnt irgendwo auf die Mülldeponie zu kippen.

Nun ist es Corona + noch mehr Armut für eh schon finanziell Arme, die dafür den Anstoss gab. Krisenzeiten waren auch in der Vergangenheit nicht selten Auslöser / Beschleuniger von Entwicklungen, die heute selbstverständlich erscheinen / sind.

Nicht nur bei Trennung + Wiederverwertung von Abfallstoffen. Eines der größten Felder, die bei Ressourcenverschwendung noch wenig beackert sind.

Ob das in DEU alles so toll klappt. Da gibt es die Story vom Kölsche Klüngel + maga-überdimensionierter Müllverbrennungsanlage. Inkl. regelmäßiger Müll-Import aus den NL. Ganz toll …

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