Ihre Meinung zu: Wirkung der Corona-Maßnahmen: Deutschland im Blindflug

14. Januar 2021 - 16:08 Uhr

Selbst nach vier Wochen ist unklar, welchen Einfluss der Lockdown auf das Infektionsgeschehen hat. Auch über die Ausbreitung der neuen Mutation ist nichts bekannt. Warum wissen wir so wenig? Von Dominik Lauck.

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Kommentare

"Wir haben keinen vollen Überblick über die Varianten"

Wie auch !
Es wird nicht auf die verschiedenen Mutationen getestet.
Sonden nur allgemein auf Corona.

Ich gehe davon aus, das sich die Mutationen aus England/Südafrika längst hier durchs Land kämpfen und deshalb die Zahlen trotz Lockdown nicht runtergehen.

Aber anscheinend interessiert das die Politik nicht.

Wir müssen noch härter schließen

Unser Lockdown ist immer noch zu leicht. Wir haben zwar die Zunahme gestoppt, in Schweden beispielsweise ist die Inzidenz mehr als doppelt so hoch (417 im Vergleich zu 169, laut Tagesspiegel), aber wir können mit dem zu schwachen Lockdown die Zahl nicht senken. Also muss möglichst sofort nachjustiert werden. Diemal aber bitte richtig.

"Warum wissen wir so wenig?"

Weil die penible Einhaltung von Regeln jeder Art (u.a. Datenschutz) hier offenbar wichtiger ist als ihr Sinn und Zweck.

und weil man keine Daten hat...

und im Nebel stochert verläßt man sich auf eine kleine Schar ausgewählter Virologen die unisono in einseitiger Sichtweise genau das vorschlagen was man schon lange selber geplant hat weil man ansonsten gar nichts hätte und zugeben müßte dass man nichts weiss und nichts machen kann

Hohe Todeszahlen in den USA

@ steuer.mann:
Und wenn die Sterblichkeit mittlerweile Höher ist als die in den USA - wäre es vielleicht doch besser keine Masken zu tragen?

In den USA tragen viele Leute ja auch keine Maske und müssen dann auch die wesentlich höhere Sterblichkeit in Kauf nehmen: Stand heute 393.961 laut https://www.worldometers.info/coronavirus/country/us/

Deutschland im Blindflug

Vor allem aber kann niemand erklären, weshalb die Zahlen nicht signifikant sinken.

Doch kann ich. Bei uns wird alles zu locker gesehen. Donnerstag ist unser Einkaufstag. E- Center. Da rennen Leute ohne Maske rum mit einem Schild um den Hals welches erklärt, daß sie ein ärztliches Attest haben. Ich behaupte, daß diese Leute mich trotzdem anstecken können. Und dann das Gedränge. So läuft das nicht.

Struktur von Daten

"Es müssten mehr Daten erfasst werden, fordert der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, Michael Hüther. "Warum hat das RKI nicht eine Struktur von Daten erhoben, wo man beim einzelnen Infektionsfall Alter, Geschlecht, Beruf, Bildungsgrad, Arbeits- und Wohnort sowie Familienstand weiß?", fragte er in der ARD. "

*

Da hat dieser Mensch Recht.
Jede Werbung wird nach besserer Datenerhebung und -auswertung auf die Zielgruppe zugeschnitten, als die Schutzmaßnahmen gegen Corona.

Die Einschläge kommen näher

Leider haben wir jetzt den ersten Corona-Toten im Bekanntenkreis. Die Tage ist ein Mann aus unserer Straße an Covid-19 gestorben. Er hatte Vorerkrankungen, nämlich geringes Übergewicht und Bluthochdruck, war aber erst Mitte 50. Es muss ein schlimmer Tod sein, weil man ja praktisch erstickt, weil man den ganzen Sauerstoff wieder ausatmet und er nicht in den Lungenbläschen ins Blut gelangen kann.

Prioritäten?

Was hat Priorität: Infektionschutz oder Datenschutz?
In Deutschland offenbar der Datenschutz. Damit nimmt man die beschriebenen Informationsdefizite in Kauf - mit den entsprechenden Folgen.
Eine Korrektur ist offenbar nicht erwünscht, also wird es dabei bleiben. Anonymisierte Studien, deren Ergebnisse in der fernen Zukunft zur Verfügung stehen, sind nur zur Vergangenheitsbewältigung geeignet.

>>Seit mehr als zehn Wochen

>>Seit mehr als zehn Wochen gelten in Deutschland scharfe Einschränkungen, seit vier Wochen ein harter Lockdown - und noch immer bleiben die Corona-Fallzahlen hoch. Heute wurden so viele Corona-Tote wie nie zuvor gemeldet. Vor allem aber kann niemand erklären, weshalb die Zahlen nicht signifikant sinken. <<

Wenn der Lockdown nicht hilft, dass sich die Ansteckungsgefahr und die Zahl der Toten dadurch nicht verringert, stellt sich die Frage, ob ein Lockdown überhaupt Sinn ergibt.

Diese und andere Fragen einer Studie (Bewertung der Auswirkungen der Quarantäne und der Schließung von Unternehmen auf die Verbreitung von COVID-19) wurde vom Stanford Forscher und Medizinprofessor John Ioannidis ebenfalls gestellt mit der Antwort, dass der Lockdown keinen signifikanten nachweisbaren Nutzen bringt....

https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/eci.13484

und "Experten" wie....

Lauterbach, Leopoldina und die anderen immer gleichen Namen die glauben alles genau zu wissen und sich jetzt noch im Scheinwerferlicht sonnen werden nur benutzt und als erste fallengelassen wenn alles anders ausgeht als man es herbeisehnt und -betet

Über die Ausbreitung der neuen Mutation ist nichts bekannt

weil Positiv-Proben in D so gut wie nicht sequenziert werden. Trotzdem wird in totaler Unkenntnis über weitere Verschärfungen diskutiert - totaler Blindflug!
Insofern ist Herrn Lauterbachs Erkenntnis dass doch der Arbeitsplatz ein Infektionstreiber sein könnte immerhin ein erster Schritt in die richtige Richtung. Die gehäuften Ansteckungen in der Fleischindustrie sowie in Paketverteilzentren haben doch schon längst die Schwachstellen aufgezeigt.
Und warum immer noch über eine Pflicht für FFP2-Masken in Öffentlichen Verkehrsmitteln diskutiert wird erschließt sich mir nicht. In Österreich ist das schon längst umgesetzt.

Die Datenschutzhysterie ....

... hierzulande dürfte auch einen Einfluss haben.

@Nettie

""Warum wissen wir so wenig?"
Weil die penible Einhaltung von Regeln jeder Art (u.a. Datenschutz) hier offenbar wichtiger ist als ihr Sinn und Zweck." Am 14. Januar 2021 um 15:19 von Nettie

*

Mit Datenschutz hat das nichts zu tun.
Man kann eh nicht immer absolut alles auswerten, das schafft man nicht und es wird nur konfus.

Aber wenn man bei den Tests, die ja nun stattfanden, die Möglichkeit hätte freiwillig seine Daten zu hinterlassen (und prüfen zu lassen), dann wäre schon eine representative Gruppe zusammengekommen.

dass ein lockdown hilft

sieht man an den ländern, die diesen auch durchgesetzt haben: z.b. china, taiwan, japan, neu seeland.
man kann auch in den statistiken sehen, dass wenn es lockerungen gab, die infektionen wieder anstiegen.
obwohl auch china erst seit kurzem impft: kaum infektionen. dort hat man allerdings auch keinen datenschutz, sondern apps die wirkluch etwas bringen. uns ist halt der datenschutz scheinbar wichtiger.

warum steigen die zahlen derzeit/ oder sinken nicht?
weil wie jedes jahr die sterberate bis mitte januar steigt.
kann jeder nachlesen.

Weiter so, kann ja nicht die

Weiter so, kann ja nicht die Lösung sein.
Da es keinen Vergleich gibt, muss man probieren.
-Alles lockern
-kompletter lockdown inclusive. Arbeit.
Das geht bundesweit, oder gleichzeitig in verschiedenen Ländern.
Versuch macht kluch, sagt man doch. Die Theorie hat jetzt bald mal sendepause

@15:18 von und die ganze Corona

"Also muss möglichst sofort nachjustiert werden. Diesmal aber bitte richtig"
Aber die richtigen Maßnahmen bitte - und die liegen mittlerweile weniger im privaten Bereich sondern eher dort wo wirklich viele Menschen zusammenkommen; das sind der ÖV und die Arbeit (nicht nur Fleischereibetriebe und Paketverteilzentren).

Wann wird umgedacht..

... auch wenn mich dieser Lockdown wenig beeinträchtigt (arbeite im Homeoffice; aus dem Partyalter bin ich raus), sollte nach fast 8 Wochen klar sein, dass das nicht der entscheidende Weg ist. Ich kann auch die Stimmen nach noch mehr Kontakteinschränkungen nicht mehr hören... Wenn ich mich umschaue, haben in unserem Kreis (Inzidenz über 200) die meisten Infektionen ihren Ursprung in Pflegeheimen oder aus dem Krankenhaus selbst plus deren engen Kontakte, dann am Arbeitsplatz (Polizei, Physiotherapie...) und einige wenige von Partys (im Herbst)... Wo also soll eine weitere Einschränkung hier helfen? Schützt die Pflegeheime und vulnerablen Menschen besser und impft, impft, impft...

Eigentlich wissen wir, was zu tun ist

@ qpqr27:
... weil man ansonsten gar nichts hätte und zugeben müßte dass man nichts weiss und nichts machen kann

Man weiß sehr viel, man will nur nicht auf die Wissenschaft hören und die richtigen und harten Konsequenzen ziehen. Politiker haben die Tendenz zu glauben, es sei schon alles nicht so schlimm und man könne dem Wähler nicht so viel zumuten. Das ist aber genau falsch.

Am 14. Januar 2021 um 15:26 von Barbarossa 2

Das Attest hat den Sinn, das auch gesundheitlich (psychisch und körperlich) angeschlagene Leute sich mit Lebensmitteln versorgen können und nicht ganz vereinsamen. Wie hoch die Ansteckungsgefahr ist, wenn mir mal jemand für ein paar Sekunden zu nahe kommt, überlasse ich den Virologen.

Wie oft und wie lange gehen die Leute arbeiten. Wie oft und wie lange kaufen sie Lebensmittel ein ? Aber alle wundern sich, warum die Zahlen nicht heruntergehen. Dabei sind doch die Schuhgeschäfte und die Frisörläden geschlossen.

Ursachen unklar? Von wegen...

Ich nehme an, wir sind zu blöd, um uns gegen das Virus zu wehren.
Beispiel:
gestern in der Selbstbedienung der Sparkasse: ein älterer Mann mit Hut und Maske steht vor dem Bankautomaten. Zuerst nimmt er den Hut ab, dann die Maske ab, schneuzt sich heftig in ein Papiertaschentuch, setzt dann den Hut und die Maske wieder auf und tippt anschließend in den Automaten Zahlen ein.
Falls der Mann infiziert war, wäre das Virus so auf die Tasten gelangt.
Let's hope the best.

Jetzt muss gehandelt werden

@ Hennes Conrad:
Weiter so, kann ja nicht die Lösung sein.

Genau. Jetzt muss der richtig konsequente Lockdown kommen.

Wenn Datenschutz die Erhebung

Wenn Datenschutz die Erhebung wichtiger Daten zu Corona verhindert, dann sollte die Politik das schleunigst ändern.

Ich würde stark vermuten,

Ich würde stark vermuten, dass sich a. neue, ansteckendere Varianten hier bereits verbreitet haben und b. wie an andere Stelle bereits geschrieben, wir durch den Anteil asymptomatischer Carrier so etwas wie ein endemisches Reservoir seit dem Sommer haben.

Letzteres wäre unschön, da hier nur der komplette Stillstand für mehrere Wochen oder das Durchtesten der gesamten Bevölkerung helfen könnte (+ Isolierung Fälle) und weder das eine noch das andere machbar ist.

Mehr ginge noch, aber 100% uff...das sehe ich nicht.

Hoffen wir, dass ein stärkerer Druck in Richtung Homeoffice sich durchsetzt und zumindest lindernd wirkt.

Wissen ist Macht,

nichts Wissen macht an der Stelle auch nichts.
Es würde nichts an den empfohlenen Maßnahmen ändern.
Am Verhalten der Menschen auch nicht.
Interessant wäre es nur für die Wirksamkeit der vorhandenen Impfstoffe.

Blindflug

ja, guter Begriff.
Fehlende Laborkapazitaet zur Virus Sequnzierung, weil keine Geld = Mangel, Daher kann der englische/suedafrikanische Virus sich schon laengst etabliert haben - der bekanntlich sich rascher Verteil, da hilft nur Lockdown, gehen die Zahlen wie erwartet nicht zurueck - Dauer Lockdown.
Dann noch Mangel an Impfstoffen als Sahnehaeubchen. = Totalversagen.
Die natuerlich Immunitaet wird am Ende das Problem mit dem mangelnden Impfstoff ausgleichen.
Ich hoffe til Intensivkapazitaeten, die Aerzte und Pflegekraefte halten noch ein wenig durch.
Geduld - Wir schaffen das.

@Barbarossa 2 15:26

„Doch kann ich. Bei uns wird alles zu locker gesehen. Donnerstag ist unser Einkaufstag. E- Center. Da rennen Leute ohne Maske rum mit einem Schild um den Hals welches erklärt, daß sie ein ärztliches Attest haben. Ich behaupte, daß diese Leute mich trotzdem anstecken können. Und dann das Gedränge. So läuft das nicht.“

Das hört sich nicht gut an, habe ich so jedoch noch nicht beobachtet. Meine seltenen Einkäufe lege ich allerdings auf die letzte dreiviertel Stunde vor Ladenschluss.

@15:22 von qpqr27

"verläßt man sich auf eine kleine Schar ausgewählter Virologen"
bzw. Mathematiker und Physiker die von Praxis auch keine Ahnung haben und nur Theorien in ihren Instituten nachgehen.
So hatte die Leopoldina Irland als Musterbeispiel für eine Inzidenz 25 genommen weil man dort (aufgrund kompletter Schließung der Industrie und massiven Ausgangssperren) kurzfristig diesen Wert erreicht hatte. Nach Wiedereröffnung an Weihnachten (man kann nicht alles ewig schließen ohne alles komplett kaputtzumachen) schossen die Zahlen auf 1000 hoch (Jo-Jo-Effekt).
Sonntag bei Anne Will wurde von Leopoldina die Schließung der Kantinen verteidigt weil Menschen zusammen essen würden. In unserer Kantine gibt es nun Essen-to-Go mit dem Erfolg dass man in der Kantine immer 2-3m Abstand gehabt und auch jeder 1 Tisch für sich hatte - und nun die Leute ihr in Pausenräumen essen müssen wo vielleicht gerade 1m Abstand ist (selbst wenn man in 2 Schichten isst).
Theorie trifft auf Wirklichkeit

@ und die ganze Corona

"Die Einschläge kommen näher
Leider haben wir jetzt den ersten Corona-Toten im Bekanntenkreis. Die Tage ist ein Mann aus unserer Straße an Covid-19 gestorben. Er hatte Vorerkrankungen, nämlich geringes Übergewicht und Bluthochdruck, war aber erst Mitte 50." Am 14. Januar 2021 um 15:27 von und die ganze Corona

*

Ich habe auch aktuell (immer noch) ein "geringes Übergewicht" mit BMI 28.
In Zahl sind es aktuell noch 8kg zum Abnehmen bis ich BMI 25 erreiche.

Aber ich wartete keinen "Einschlag" ab, ich habe beschlossen abzunehmen. Schließlich wurde schon im Frühjahr bekannt, dass Übergewichte stark von Corona betroffen sind. (Dass sie auch vom Bluthochdruck betroffen sind ist schon lange bekannt).

Keine Ausreden mehr, das Gewicht muss runter.

***

Da laut Impf-Listen alle mit BMI ab 30 geimpft werden sollen, sind offensichtlich alle ab diesem BMI schon stark übergewichtig.

15:27 von Tada Da stellt sich

15:27 von Tada

Da stellt sich mir nur die Frage : Was hat das alles mit der Erkrankung zu
tun ?
Alter, Geschlecht, Arbeits- und Wohnort sowie Familienstand sind ok und werden vermutlich auch erhoben.
Aber was hat der Beruf und der Bildungsgrad mit der Covid19 Infektion zu tun ?

Herr Lauterbach

"Nach Meinung des SPD-Politikers könnte es ein Fehler gewesen sein, sich bei den strengeren Regeln auf das Privatleben und die Schulen zu konzentrieren "Es ist stark anzunehmen, dass sich viele Menschen im Beruf anstecken"
Damit dürfte er wohl Recht haben!
Obwohl etliche Länder in Europa viel schärfere Restriktionen hatten (haben) als wir (zB Frankreich, Irland) konnten diese das 50-er Ziel auch nicht erreichen oder dauerhaft halten. Privat ist bei uns eh schon fast alles heruntergefahren und auch in Frankreich hat die Einschränkung des Bewegungsfreiheit auf 1,5km (nur 1 Std draussen) auch nichts gebracht so dass man kaum erwarten kann dass es in D etwas bringt.
Und damit bleibt doch nur noch maximales Home Office übrig um die Risiken am Arbeitsplatz und die drangvolle Enge im ÖV zu reduzieren.

Mehr Informationen helfen bessere Entscheidungen zu treffen...

"Warum hat das RKI nicht eine Struktur von Daten erhoben, wo man beim einzelnen Infektionsfall Alter, Geschlecht, Beruf, Bildungsgrad, Arbeits- und Wohnort sowie Familienstand weiß?" Exakt das ist die richtige Fragestellung und nur mit diesen Informationen kann man strukturiert und erfolgreich gegen die Ausbreitung einer Pandemie ankämpfen. Ich bin sehr überrascht, dass diese Daten nicht vorhanden sind und wundere mich auf welcher Basis Entscheidungen getroffen werden. Man könnte die Daten noch ergänzen mit Bewohner eines Heimes oder einer Pflegestation, Blutgruppe, Vorerkrankungen, etc. - all dies würde helfen, gezielter zu agieren...

Schützt Bildung vor einer Infektion?

@ Tada:
"Warum hat das RKI nicht eine Struktur von Daten erhoben, wo man beim einzelnen Infektionsfall Alter, Geschlecht, Beruf, Bildungsgrad, Arbeits- und Wohnort sowie Familienstand weiß?", fragte er in der ARD. "

Aber wieso ist das interessant? Warum will man das wissen? Schützt eine feinere Wohngegend oder eine bessere Bildung vor der Infektion?
Was das RKI erhebt und was ich merkwürdig finde ist, dass sich in jeder Altersgruppe mehr Frauen infizieren als Männer. Dafür ist bei Männern die Impfbereitschaft bekanntlich höher.

@FritzF

zu einer strukturierten Problemlösung gehören nun mal Daten um ein Problem gezielt zu bekämpfen. Wer daran kein Interesse hat, wählt das Gießkannenprinzip und wundert sich, dass es nicht wirkt, wer lösungsorientiert arbeitet, kämpft um maximal verfügbare Daten um schneller und besser ein Problem zu lösen.
Das aktuelle Problem ist Corona - wenn sie das nicht lösen wollen, verzichten sie auf Daten...

@ Tada

Keine Ausreden mehr, das Gewicht muss runter.

Ja, das ist glaube ich auch ohne Corona eine gute Idee. Ich will auch ein wenig abnehmen.
Aber was mich stutzig macht ist, dass der Nachbar, der an Covid-19 gestorben ist, nicht mehr Vorerkrankungen hatte als die meisten von uns. Es kann jeden treffen.

@und die ganze Corona

aber exakt das ist doch der Punkt. Wenn sich mehr Frauen interessieren ist doch gerade u.a. auch der Beruf wichtig. Wahrscheinlich arbeitenden die in Pflegenden Berufen oder sitzen im Lebensmittelhandel an der Kasse - tendenziell Berufsfelder, bei denen mehr Frauen als Männer aktiv sind. Wenn man da eine Korrelation herstellen kann, kann man viel besser schützen...

@15:43 von ich1961

Aber was hat der Beruf und der Bildungsgrad mit der Covid19 Infektion zu tun ?

*

Naja, es wäre vielleicht schon interessant, ob sich bevorzugt die Bäckereiverkäuferin, der Busfahrer, der Lehrer oder sonstwer infiziert.
Das könnte schon einen Hinweis auf die Orte der Infektionen geben ... jedenfalls in der Statistik.

Noch interessanter wäre, ob und in welchem Maße die Infizierten eigentlich erkrankten, und wieviele Infektionen es in einer zufällig ausgewählten Gruppe gibt (zur Abschätzung der Dunkelziffer). diese Zahlen werden aber anscheinend nicht erhoben. Stattdessen wird zum x-ten Mal die Teststrategie angepasst, um nachher Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

@15:48 von Non-Partisan

So viel ich weiss hat der RKI eigentlich sogar eine Software - die in Nigeria eingesetzt wird (wie H.Spahn letztes Jahr bei einem Besuch erfahren durfte) allerdings in nur ganz wenigen deutschen Gesundheitsämtern.
Überhaupt ist die schlechte Ausstattung der Gesundheitsämter mit zahlreichen unterschiedlichen, inkompatiblen Software-Lösungen (oder noch auf Papier) ein ganz erheblicher Flaschenhals in der Pandemie-Bekämpfung.
Ich erinnere mich dass die Gesundheitsämter letztes Jahr bei einer Inzidenz von 50 überfordert waren.

Solange nicht durch

Solange nicht durch kostenlose Massentests, Personen, die den Virus übertragen, selbst aber nichts davon wissen, da sie keine Symptome haben. diese einer Quarantäne zu geführt werden, wird sich an den Hohen Zahlen Infizierte Menschen nichts ändern.

15:32 von Hennes Conrad //

15:32 von Hennes Conrad

// Die Theorie hat jetzt bald mal sendepause //

Dann sollten hier einige sofort aufhören zu schreiben !
Ich für meinen Teil hoffe auf eine Verschärfung des Lockdowns. Das im übrigen von " gestandenen
Virologen "ebenfalls angemahnt wird.
Entgegen der hier gerade vorherrschenden Meinung kenne ich die Zahlen von Worldometers und die sagen, das es - schon auf hohem
Niveau - sinkende Zahlen gibt .

@und die ganze Corona

"Aber wieso ist das interessant? Warum will man das wissen? Schützt eine feinere Wohngegend oder eine bessere Bildung vor der Infektion?" Am 14. Januar 2021 um 15:48 von und die ganze Corona

*

Wo waren denn die ersten Hotspots?
In Villen-Gegenden oder da wo Menschen in Beengten Verhältnissen lebten? Die Arbeitsbedingungen entsprechen vermutlich auch den Wohnbedingungen.

Jeder Einzelne von uns...

Ich beobachte meinen Alltag und stelle fest, dass ich täglich sogar als Rentner mindestens einen spontanen Kontakt habe, bei dem ohne Maske ein Alarmsignal in mir schrillen müsste, so wie bei einem Versuch in Gedanken, die Straße zu überqueren. Ich gehe garantiert nicht los, bevor ich mich nicht vergewissert habe, dass keine Gefahr droht. Bei Corona schrillt nichts. Gestern klingelt es und meine Nachbarin bringt mir ein schweres Paket. Ich sage nicht, danke, stell mal auf den Boden, ich hole es mir. Nein, ich trete ohne Maske nahe an sie heran und nehme ihr das Paket aus dem Arm. Sie ohne Maske. Oder heute: ich will bei jemandem einen Zettel in den Briefkasten werfen, da ist seine Tür offen. Er steht da und raucht eine. Ich grüße und frage, ob ich mir schnell eine Maske holen soll. Er schaut mich verwundert an und weiß nicht einmal, wovon ich rede. Also rede ich drauf los, ohne dass wir uns einer Gefahr bewusst sind. Wir müssen die echte Gefahr als Gefahr werten. Das ist der Punkt...

@ ich1961

"Aber was hat der Beruf und der Bildungsgrad mit der Covid19 Infektion zu tun ?" Am 14. Januar 2021 um 15:43 von ich1961

*

Noch nie von Corona-Ausbrüchen auf Schlachthöfen gehört?

Und dass man in manchen berufen mehr Reisen muss oder mehr Menschen trifft?

15:38 von die-hexe

Mehr ginge noch, aber 100% uff...das sehe ich nicht.
Hoffen wir, dass ein stärkerer Druck in Richtung Homeoffice sich durchsetzt und zumindest lindernd wirkt.

Dass nicht mal alle Krankenkassen Homeoffice ermöglich(t)en, was dazu führte, dass viele MitarbeiterInnen einer KK sich infiziert haben / erkrankt waren - ist irgendwie schwach. Und wahrscheinlich kein Einzelfall in Bezug auf andere Unternehmen.

Ich würde stark vermuten, dass sich a. neue, ansteckendere Varianten hier bereits verbreitet haben und b. wie an andere Stelle bereits geschrieben, wir durch den Anteil asymptomatischer Carrier so etwas wie ein endemisches Reservoir seit dem Sommer haben.

Das denke ich auch. Möglicherweise waren wir/viele im Sommer zu "sorglos". Auf jeden Fall zu spät mit Maßnahmen. Eine Zeitlang habe ich im Herbst das Durchschnittsalter der Infizierten in meiner Region verfolgt. Anfangs lag es bei 30, später bei knapp 50.

z.B. Herkunft, Bildungsstand und Beruf.....

glaubt eigentlich im Ernst jemand dass man diese Daten wissen geschweige denn öffentlich publizieren will

Technologiestandort Deutschland

Untersuchungsergebnisse werden per Fax gesendet. Hintergrunddaten zu Ansteckungswegen werden wegen Datenschutz und Personalmangel gar nicht erst gesammelt (was ist eigentlich aus der elektronischen AU geworden?). Sequenzierungen werden nicht durchgeführt. Labore und Intensivstationen sind am Anschlag. Impfstoff gibt es auch nicht genügend. Dazu funktioniert Onlineunterricht nur auf dem Papier (im wahrsten Sinne des Wortes), weder gibt es eine tragfähige Infrastruktur, noch passende Konzepte. Und es werden Ratschläge verteilt, wie man Einwegschutzausrüstung (zB. FFP2-Masken) notdürftig wiederaufbereiten soll.

Das ist kein Technologiestandort, das ist eine traurige Lachnummer.

Die einzige sinnvolle

Die einzige sinnvolle Konsequenz aus der Beobachtung, dass die Infektionszahlen nicht genügend sinken, ist, die Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen zu verschärfen. Da sind sich Fachleute einig, das zeigen auch alle relevanten Szenario-Beechnungen.

Selbst mit nur einer Stichprobe pro 900 Infektionen

lässt sich schon abschätzen wie groß der Anteil der neuen Variante ist. Das sind immerhin rund 15 bis 20 Untersuchungen pro Tag.

@16:00 von Tada

Wo waren denn die ersten Hotspots?

Die ersten Hotspots waren Karnelvalsveranstaltungen, Arbeitsplatzschulungen und Urlaubsorte. Zumindest in Europa.

Bisher gibt es, was Verbreitungswege angeht, weitaus mehr Raterei als handfeste Daten. In anderen Ländern (zB Israel) wurden beispielsweise die Schulen frühzeitig als wesentliche Hotspots erkannt und geschlossen, während man das hier lange Zeit, und eigentlich immer noch, leugnet. Wer hat Recht?

15:32 von Hennes Conrad

"Kompletter Lockdown inklusive Arbeit".
Würde bedeuten, dass keiner mehr zur Arbeit geht und als Folge keine Waren und vor allem
keine Lebensmittel mehr zur Verfügung stünden. Auch keine erstrebenswerte Lösung.
Wenn sie aber für Arbeitsstop bei nicht relevanten Branchen sind, dann macht es Sinn.

@ 15:32 von Tada

Das hat sehr viel mit Datenschutz zu tun. Jede Datensammlung von Behörden wird so sehr mit Misstrauen beäugt, dass es dafür kein Geld von den Parlamenten gibt. Zudem genügt es nicht, dass man irgendwo eine Zustimmung gibt - jeder, der mit den Daten umgeht, muss Zugriff auf diese Zustimmung haben. Schon bei der Zustimmung muss festgelegt werden, von wem und für welche Zwecke die Daten verwendet werden. Letztlich schützen wir unsere Daten zu Tode. Nicht dass ich gegen Datenschutz bin - ich war mal eine Zeitlang Datenschutzbeauftragter einer öffentlichen Einrichtung - aber es muss irgendwo auch sowas wie vernünftige Grenzen und vor allem ein gewisses Vertrauen in den Staat geben. Wir hinterlassen eine solch intensive Datenspur im täglichen Leben - aber der Staat weiß über uns weniger, als der Schutzmann an der Ecke vor 150 Jahren.

@16:04 von qpqr27

"z.B. Herkunft, Bildungsstand und Beruf.....

glaubt eigentlich im Ernst jemand dass man diese Daten wissen geschweige denn öffentlich publizieren will"

Meinen Sie, um eventuell das Risiko für bestimmte Berufe (zB. Kindergärtner*, Supermarkt-Kassierer*, Haushaltshilfe...) besser einschätzen zu können oder worauf möchten Sie hinaus?

Ich fasse mich kurz

viele, viele Baustellen in Deutschland!

@Kaneel 16:04

"Dass nicht mal alle Krankenkassen Homeoffice ermöglich(t)en, was dazu führte, dass viele MitarbeiterInnen einer KK sich infiziert haben / erkrankt waren - ist irgendwie schwach. Und wahrscheinlich kein Einzelfall in Bezug auf andere Unternehmen. "

Oh ja - ich selbst arbeite in einem Unternehmen der Gesundheitsberufe und es stand nie zur Diskussion... hätte ich mir schon allein wegen der Vorbildfunktion gewünscht.

(PS, ich hoffe ich konnte Ihre Fragen zur Medikationsdosis in einem vorhergegangenen Thread beantworten)

Dateberhebungen

Forderungen nach besseren Daten und Möglichkeiten, wie man diese Erheben kann, gab es bereits im April letzten Jahres durch Prof. Schnell und Menno Smid des infas Institutes.

https://coronasoziologie.blog.wzb.eu/tag/rainer-schnell/

@Schweriner1965

„ Das Attest hat den Sinn, das auch gesundheitlich (psychisch und körperlich) angeschlagene Leute sich mit Lebensmitteln versorgen können und nicht ganz vereinsamen.“

Mit dem Attest wird eine Menge Schindluder getrieben. Es gibt kaum Menschen, die eine kurze Einkaufszeit mit Maske nicht aushalten können. Aber da es für manche Menschen auch Ärzte mit willfährigen Krankschreibungen gibt, wird es auch Ärzte mit willfährigen Attesten geben.

@ riewekooche

"In anderen Ländern (zB Israel) wurden beispielsweise die Schulen frühzeitig als wesentliche Hotspots erkannt und geschlossen, während man das hier lange Zeit, und eigentlich immer noch, leugnet." Am 14. Januar 2021 um 16:10 von riewekooche

*

Und warum hatte dann Israel trotz Schulschließungen weiter so hohe Ansteckungsraten gehabt?

Und das bei der Datensammelwut

Und das, wo unser Staat andauernd die Überwachung ausbauen möchte und den Datenschutz immer weiter untergräbt. Da fehlen nun die entsprechen Daten? Können sich ja welche aus der Vorratsdatenspeicherung oder Kennzeichen Scanning holen. Ach nee, wurde ja gekippt. ;)

Mal im Ernst, man muss ja nicht auf diese polemischen Aussagen wie "Leben sind wichtiger als Datenschutz" hören und sollte stattdessen freiwillige Möglichkeiten zum Daten teilen anbieten (z.B. u.a. in der App). Dann kann jeder für sich entscheiden. Aber nicht mal das ist möglich.

Digital und Daten ist hier immer noch ein Synonym für Neuland...

@ 15:35 und die ganze Corona

>> Man weiß sehr viel, man will nur nicht auf die Wissenschaft hören und die richtigen und harten Konsequenzen ziehen. Politiker haben die Tendenz zu glauben, es sei schon alles nicht so schlimm und man könne dem Wähler nicht so viel zumuten. ...<<

Solche Worte aus Ihrer Tastatur?
Sie bestätigen doch unseren Politiker/innen permanent ein (sehr) gutes Krisenmanagement.

Zu Kekulé von Ihnen:
>>... Virologen, der aber mehr repräsentiert und verwaltet, der häufig in Talkshows zu Gast ist, aber in den letzten Jahren kein Labor mehr ... <<

Es war ca. ein halbes Jahr sehr still um Kekulé, weil er seinen Podcast zu Corona zu Papier gebracht hat.

Außerdem hat Kekulé Vorwürfe wie die Ihrigen zurückgewiesen, man hat diesem Forschungsbereich die Mittel gekürzt bzw. verweigert.
Ihre Schelte gegen Kekulé ist unterirdischem Niveau.

Im Übrigen wollte Prof. Kekulé schon am 24.02.2020 die kleine Flamme austreten,
doch ...

Den Rest wissen Sie sicher besser als
Mrs. Dalloway

Traurig...

da werden Milliarden im Lockdown versenkt, Existenzen vernichtet und Menschen in die Arbeitslosigkeit und Verzweiflung getrieben.
Den ganzen Sommer über war es relativ ruhig - wo ist die Vorbereitung und das Konzept für den Unterricht zuhause, wie sind die Gesundheitsämter ertüchtigt worden?

Warum konzentriert man sich nicht auf sinnvolle Alternativen?
- Schnelltests für jeden: 5 Stück bekommt jeder Bürger kostenlos, weitere zum Selbstkostenpreis in der Apotheke. Vor jedem Kontakt machen alle Beteiligten einen Schnelltest.
- FFP2-Pflicht in geschlossen Räumen bei mehr als 1 Person (außer Wohngebäuden) - z.B. beim Einkauf und im Büro. Bei den dadurch notwendigen Pausenzeiten schicken die Chefs die Mitarbeiter soweit möglich freiwillig ins HO.

Vermutlich könnte man sich Ausgangssperren, 15km und den Lockdown mit einigen Zielgerichteten(!) Maßnahmen sparen.

Die Überschrift ist korrekt,

nur sind vor allem Politik und Behörden im Blindflug und das Land muss darunter leiden. Dass der Lockdown nicht die erhoffte Wirkung zeigt, liegt daran, dass er ein untaugliches Mittel ist, das auch die WHO allenfalls als ultima ratio empfiehlt.

Dagegen wurde komplett versäumt, die hauptsächlich von schweren Verläufen Betroffenen (Pflegebedürftige, Kranke) zu schützen. Die zahlreichen Todesfälle der letzten Wochen sind eindeutig auf diese Versäumnisse zurückzuführen.

Im Winter einen wesentlich niedrigeren Inzidenzwert kleiner 50 zu erhoffen, ist zudem Wunschdenken, zumal diese Kennziffer weitgehend willkürlich gewählt wurde.

Erstaunlich auch, dass niemand die Frage stellt, wieso Länder wie Südkorea oder Taiwan die Pandemie problemlos durch effiziente Gegenmaßnahmen gestoppt haben.

@ riewekooche

Labore und Intensivstationen sind am Anschlag. Impfstoff gibt es auch nicht genügend. Dazu funktioniert Onlineunterricht nur auf dem Papier (im wahrsten Sinne des Wortes), weder gibt es eine tragfähige Infrastruktur, noch passende Konzepte.

In der Schule meiner Kinder klappt der Onlineunterricht gut.
Und dass es beim Anlaufen der Produktion weltweit noch zu wenig Impdstoff gibt, ist ja nicht ungewöhnlich. Das wird sich in Kürze einspielen.

"Ergebnisse werden erst in einigen Monaten erwartet"

Traurig aber wahr.

Wer benötigt "in einigen Monaten" Ergebnisse über die Wege der Ansteckung?

Es ist "unentschuldbar", mittlerweile nicht mal die Übertragung der Zahlen an das RKI hinzubekommen, das RKI ist -mit Verlaub- hinter der Zeit- immer sehr weit hinterher.

Zum "harten" Lockdown möchte ich nur anmerken, dass fast überall "normal"gearbeitet wird- nur Einzelhandel, Schulen und Kultur, Restaurants haben zu.

Dafür ist bei Aldi, Lidl, DM und Rossmann sowie auch im ÖTNV die Hölle los.
Und die Feiertage zählen jetzt erst - da gab es private Treffen. Wie weit entfernt leben Politiker vom Rest der Bevölkerung?

Desweiteren will Wieler verschärfen, in den KH erkennt man bereits einen hinter uns liegenden Höhepunkt? Was stimmt?

@16:12 von B. Pfluger - Relevanz

Wenn sie aber für Arbeitsstop bei nicht relevanten Branchen sind, dann macht es Sinn.

Hier wäre dann die Frage, welche Branchen nicht relevant sind.

Ist ein Kunststoff- oder Stahlhersteller, der Material für medizinische Geräte oder Behälter herstellt, relevant? Brauchen die Menschen Schuhe und Kleidung, oder können sie auch eine Zeitlang in Lumpen und barfuß gehen? Sind Busfahrer relevant, Bankangestellte, Drogerien, Elektronikläden (was, wenn der Bildschirm im Homeoffice den Geist aufgibt?)?

Es kommt auch nichts mehr per Internetbestellung und Paket, wenn es einen Arbeitsstop gibt. Das Zeug verpackt und verschickt sich nicht von alleine.

Ich finde die Differenzierung nicht so einfach.

@ riewekooche

In anderen Ländern (zB Israel) wurden beispielsweise die Schulen frühzeitig als wesentliche Hotspots erkannt und geschlossen, während man das hier lange Zeit, und eigentlich immer noch, leugnet. Wer hat Recht?

Ich finde, dass man die Schulen schließen und die Kinder online unterrichten sollte.
Aber Israel hat glaube ich immer noch eine drei bis vier mal so hohe Inzidenz wie Deutschland.

16:18 von die-hexe @Kaneel 16:04

Oh ja - ich selbst arbeite in einem Unternehmen der Gesundheitsberufe und es stand nie zur Diskussion... hätte ich mir schon allein wegen der Vorbildfunktion gewünscht.

Darf ich nach den Gründen fragen? Liegt es am nicht zu gewährleistenden Datenschutz oder ist es anderweitig zu schwierig umzusetzen ?

(Danke, jein, meine Ausführungsversuch gestern scheiterte)

@ ich1961, um 15:43

re Tada, 15:27

“Aber was hat der Beruf und der Bildungsgrad mit der Covid19 Infektion zu tun?“

Ist sicher etwas verzwickelter, aber ein Motorenentwickler z. B. wird seinen Job seltener auf dem Land ausüben, wird also eher im Team arbeiten, wo die Ansteckungsgefahr größer ist.

Wegen Lockdown geschlossen

Heute haben wir ja die neuesten Zahlen aus der Wirtschaft bekommen. Mit 5 % minus geht es nun erst einmal hinunter. Es gibt mittlerweile immer mehr Firmen, die unter den permanenten Schließungen sehr leiden bzw. vor der Insolvenz stehen. Nicht selten gehören dazu verschiedene Läden, die eben nicht zu Lebensmittelketten gehören, weil sie nicht die Privilegien haben öffnen zu dürfen. Eine der vielen verschiedenen Unternehmen ist zum Beispiel die Modekette ADLER. Doch hier könnten vermutlich noch viele andere Namen genannt werden.
In der aktuellen Ausgabe der Januar-Befragung eines bekannten deutschen Forschungsinstituts ist bereits eine der allerersten Fragen auf der ersten Seite die sich aufdrängende Frage, wie der bzw. die Interviewte die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland sehe. Werde sie steigen oder fallen oder bleibe sie gleich. Der größte Optimist werde vermutlich selbst sich für Lösung Nr. 2 entscheiden müssen.
Auch wenn es da noch 60 weitere Fragen, meist zu Corona gibt

Es gibt Licht!

Dass wir einen Nebelflug machen, war doch uns klar. Wo und wann haben die zitierten Lotsen bitte vor Start auf einen anderen Kurs gedrängt?

Dass die Zahlen nur bedingt vergleichbar sind, ist ebenfalls seit Monaten der Fall. Oder gehen diese "Experten" plötzlich davon aus, dass in Laboren/Ämtern an Weihnachten oder an Wochenenden eine Vollbeschäftigung herrscht?

Die aktuelle Todeszahl im Bericht wurde bereits 3-4 Wochen vorher definiert. Und die heutigen Neu-Infektionen werden wieder ein zukünftiges Tribut generieren.

Unaufhaltbar und schlimm, wir sollten uns daher auf den Trend der Verbreitung konzentrieren. Und der hatte Ende des Jahres 2020 seinen Wendpunkt (BRD-Vergleichs-Inzidenz > 200).

Jetzt ist jeder Wert < 200 eine gute Nachricht (wenn auch viel zu hoch). Im Nov. Lockdown hatten wir nur eine Stagnation auf hohem Niveau.

Verifizieren kann man den abnehmenden Trend mit sinkenden Zahlen der DIVI Neuaufnahmen. Gehe davon aus, dass wenigstens diese Werte ajour sind.

@Morgentau19 - 15:29

"Wenn der Lockdown nicht hilft, dass sich die Ansteckungsgefahr und die Zahl der Toten dadurch nicht verringert, stellt sich die Frage, ob ein Lockdown überhaupt Sinn ergibt."

Was sagt denn die von Ihnen angeführte Studie darüber, wie sich die Zahl der Corona- Toten ohne Lockdown darstellen würde?

Weniger, gleichbleibend oder mehr?

Ein logischer Abgleich könnte auch helfen.

@Tada 15:43

Es ist sicher nicht verkehrt, sich vernünftig zu ernähren, zu leben und ein akzeptables Gewicht anzusteuern, aber ganz so einfach ist die Gleichung nicht.
Wieviele Gesundheitsfreunde habe ich rundherum schon erkranken oder versterben sehen müssen ...
So wie wirtschaftlich nicht jeder seines Glückes Schmied ist, liegt auch die Gesundheit nicht nur in der individuellen Hand.

von und die ganze Corona 15:35

Sie plädieren für härtere Maßnahmen ?
Gut, dann sind Sie doch sicher auch für den Lockdown in Bereichen, wo er jetzt noch nicht ist ?
Wo aber viele Mitarbeiter infiziert sind und "die Politik" nicht hin guckt: Fleischindustrie, BASF und AMAZON-Zentren(Garbsen, Winsen).

16:08 von SinnUndVerstand

16:08 von SinnUndVerstand

Mehr ist dazu nicht zu sagen !
Danke !

Kaffeesatzleserei

"noch immer eine Folge der Feiertage am Jahresende. In dieser Zeit seien Corona-Fälle nur verzögert entdeckt, erfasst und gemeldet worden, so das RKI."

Offenbar war dem RKI und der Lockdown-Regierung unbekannt, dass an Feiertagen Ärzte weniger und Ämter meist gar nicht arbeiten. Nun ja...

Der Ausschuss für Biologische Arbeitsstoffe BMAS meint mit Bezug auf die Heinsbergstudie "die Zahl der tatsächlich Infizierten diejenige der Personen, die durch eine Labordiagnose identifiziert und registriert wurden, um etwa das Zehnfache übersteigt".

Insofern ohnehin tägliche Zahlen-Kaffeesatzleserei.

Lesenswert (Websuche hilft):
-> Beschluss 1/2020 des ABAS – Aktualisierung vom 8.12.2020
-> Einstufung des Virus SARS-CoV-2 (nur) in Risikogruppe 3

@16:22 von und die ganze Corona

In der Schule meiner Kinder klappt der Onlineunterricht gut.

Bei meiner Tochter klappte am Montag nicht mal der Login in die HPI-Cloud - die Schule war eines von gut 3000 DDos-Opfern. Jetzt gibt es Arbeitsblätter zum Download, die bearbeitet und zurückgeschickt werden müssen (Onlineunterricht auf Papier). Für den Sportunterricht sollen (immerhin digital!) Schritte gezählt werden...

Als Softwareentwickler hätte ich mir da mehr Interaktivität gewünscht, aber bislang zeigt sich da wenig bis nichts. Nicht einmal eine Videokonferenz oder ähnliches gab es bislang. Die Schülerlizenzen für Teams und Office 365 sind noch in Verhandlung. Vom Job bin ich da deutlich Besseres gewohnt.

Wo da mündliche Noten herkommen sollen, ist mir schleierhaft. Klausuren werden geschrieben (Sek2).

Und komisch, daß es zB in Israel von Anfang an genügend Impfstoff gibt, in der EU aber (u.a. aus Kostengründen) nicht.

Noch mehr vom Falschen hilft nicht...

Die Corona-Regierung steuert sozusagen das "Immunsystem" der Gesellschaft - und sie probiert dabei dies oder jenes aus. Das ist zunächst einmal OK, wenn die Wirkung gemessen und angemessen reagiert wird.

Kompliziert wird es, wenn gut gemeinte Ideen dazu kommen, die die Messbarkeit des Ganzen allerdings immer konfuser machen.

Jetzt soll auch noch "die Wirtschaft" liefern - also das Herz der Gesellschaft. Und es soll "runter fahren"?

Nun - das könnte eine typische dramatische Überreaktion eines aus dem Ruder gelaufenen Immunsystems darstellen.

Eigentlich - nach aller Logik - sind die Super-Ansteckungsquellen eher die vollen Verkehrsmittel im Berufsverkehr. Warum gehen wir hier nicht ran? Erhöhung der Fahrzeugzahl, Taxi-Gutscheine, Umsteigen auf eigenen PKW...ständige Desinfektion usw.

Die Wirtschaft abzuwürgen (wo Hygienekonzepte existieren) um den ÖPNV zu entlasten (wo keine Hygiene-Konzepte existieren) ist eindeutig irreal...

@15:19 von Nettie

>> "Warum wissen wir so wenig?" > Weil die penible Einhaltung von Regeln jeder Art (u.a. Datenschutz) hier offenbar wichtiger ist als ihr Sinn und Zweck. <<
_
Dem möchte ich widersprechen. Denn selbst bei einer "orwellschen" = App-basierten Durchorganisation und Erfassung aller Neuinfektionen wäre die Ausbreitung = potenziertes Anwachsen von CoV-2-Infektionen schon wegen der Masse gar nicht zu stoppen. Der Zug ist "raus"... Wenn überhaupt wäre künftig viell. denkbar, Geimpfte prophylaktisch per App zu erfassen, um deren Immunisierungsdauer zu ermitteln.

Mut!

ÖPNV,Industrie,Handwerk etc.-nichts steht still.Alle arbeiten fleißig weiter.Auch der jetzt z.T.geschlossene Einzelhandel lässt die Mitarbeiter/innen zum größten Teil arbeiten.Inventuren oder Umbau Maßnahmen werden getätigt.Also ist es ja schon fast lächerlich,sich privat mit nur einer haushaltsfremden Person zu treffen.Oh je...da ist ein coronafall im Kollegium des Ehemannes und als Ehefrau darf man(ohne getestet zu werden)weiter fleißig zur Arbeit gehen.Findet den Fehler!!Ohne Symptome kann man (egal welche Form des Virus')weitergeben.Wundert mich also nicht,dass die zahlen nicht runtergehen.
MUT zum wirklich harten Lockdown und für ALLE Ausgangsbeschränkungen.dann haben wir es in 4 Wochen geschafft.

Deutschland im Blindflug...

Wieler zeigte sich heute zuversichtlich, dass das Coronavirus im Jahresverlauf durch die Impfungen in den Griff zu bekommen sei...

###

Das wäre allerdings auch dringend nötig ! Kaum auszudenken was ein noch längerer Lockdown für Gesellschaft, Schulen und Wirtschaft bedeuten würde...

verpaßte Chance?

Inzwischen dürfte allen klar sein, daß die Chancen zur effektiven Eindämmung der Pandemie mehrfach verpaßt wurden. Wenn alle Aussagen stimmen, daß das Virus eine maximale Ansteckungszeit von 2 Wochen hat, was spricht dann mit gesundem Menschenverstand dagegen, einen kompletten (wirklich komplett ohne politische Ausnahmen) Lockdown (bis auf Notdienste) für 3 Wochen durchzuziehen mit der Option 1 Woche oder 2 Wochen zu verlängern, falls die Inzidenz nicht deutlich unter 20 gefallen ist. Die Wirtschaft kann und darf hier nicht das Argument sein, denn in großen Bereichen leidet sie so oder so und das Ende des Schreckens ist immer noch nicht absehbar. Danach wird alles wieder geöffnet und bei steigenden Fallzahlen lokal reagiert.

Da fährt wohl nicht nur

Da fährt wohl nicht nur Deutschland sondern eher fast die ganze Welt auf Blindflug. Liegt eventuell daran, dass dies für die jetzt lebenden Menschen eine noch nicht gemachte Erfahrung ist. Die ewige Schuldsuche macht auch nicht schlauer.

@ich1961

„Aber was hat der Beruf und der Bildungsgrad mit der Covid19 Infektion zu tun ?“

Die schlechter bezahlten Berufe können wesentlich seltener auf home-office und anderen Berufsschutz umsteigen.
Wer besser bezahlt großzügigere Wohnverhältnisse hat, Haus, Garten ...
Andererseits ist auch Reisetätigkeit davon abhängig (beruflich wie privat).
Es gibt bestimmt noch so einiges.

Der Lockdown

reduziert eindeutig zum größten Teil nur private Kontakte. Die Arbeitswelt wurde kaum angetastet. Und die größte Zahl der Berufe (mit der größten Anzahl von Beschäftigten) ist nicht im Homeoffice durchzuführen.

Alles dicht geht nicht

Oder braucht ihr keine Gas, Wasser, Strom, Ärzte, Polizei, Feuerwehr, Handwerker für die kaputte Heizung, Lebensmittel???
Wenn nicht, dann ist ja alles gut.

@ hkoerner - Unfairer Vorwurf

Dagegen wurde komplett versäumt, die hauptsächlich von schweren Verläufen Betroffenen (Pflegebedürftige, Kranke) zu schützen.

Nein, das ist ja nicht ganz richtig, das wird nicht versäumt. Das Virus wird fast immer durch Pflegepersonal ins Altenheim eingetragen. Das sind Menschen mit Kindern in der Schule, mit Kontakten zu anderen Menschen. Daher ist es doch völlig richtig, die alten Menschen zu impfen und das Personal. Das Pflegepersonal muss aber auch wirklich komplett geimpft werden.

So läuft es... leider falsch

Unser Sohn kam heute von seiner Präsenz Schulung (Ganztags) nach Hause. Nächste Woche mündliche Prüfung. Anfang der Woche eine Schulung um eine Kompetenz zu erwerben (14 Personen), Mittwoch Vormittag Schulung, nachmittags Arbeit und Donnerstag Zeugnisübergabe in Präsenz. So kann das nur in die Hose gehen. Und hier ist nicht der kleine Bürger Schuld, sondern der uneinsichtige Arbeitgeber.

@ Der freundliche...

Kaum auszudenken was ein noch längerer Lockdown für Gesellschaft, Schulen und Wirtschaft bedeuten würde...

Das ist zwar richtig, aber der Verzicht auf den Lockdown ist für die Gesellschaft, Schule, Wirtschaft noch wesentlich schlimmer.

Anonymisierte Daten reichen

Man kann die besagten soziologischen Daten selbstverständlich erfassen - wenn man sie anonymisiert. Dann gibt es kein Datenschutzproblem. Für die wissenschaftliche Auswertung braucht man nämlich keine Daten, welche auf einzelne identifizierbare Personen schließen lassen. Da will man wissen, welche Gruppen besonders gefährdet sind und nicht, welche Einzelpersonen.

15:29 von morgentau19

«Wenn der Lockdown nicht hilft, dass sich die Ansteckungsgefahr und die Zahl der Toten dadurch nicht verringert, stellt sich die Frage, ob ein Lockdown überhaupt Sinn ergibt.»

Kontaktreduzierung macht dem Corona das Leben mies. Ob durch verordneten "Lockdown", oder ob durch freiwilliges Verhalten ist für das Ergebnis egal.

100 Leute in 1 Raum = 100 x 99 mögl. Kontakte = 9.900.
4 x 25 Leute in 4 Räumen = 4 x 25 x 24 = 2.400 MK.
Reduzierung um minus 75,75%.
Der Wert Reduktion, den "Mathe-Virologie" seit Monaten vorschlägt.
Anhaltspunkt, wie Infektionsketten wirkungsvoll "gekappt" werden könnten.

Suche nach "Schlupflöchern" durch einzelne, was gerade noch so geht (knapp an Verodnetem vorbei) = kontraproduktiv + treibt Infektion.

In 7 von 47 Präfekturen in JAP ist (wieder + vorerst) "Notstand".
Bis zum 07.02. Lockdown ist gar nicht mögl. + Zahlen (rel.) hoch.
Rest. + Kneipen sollen (!) um 20:00 Uhr zu.
Viele freiwillig = ganz zu.

Gestern: 3.550 Neu-INF (pro 83 Mio. Ew.) + 88 Tote.

Hört, hört

„Selbst nach vier Wochen ist unklar, welchen Einfluss der Lockdown auf das Infektionsgeschehen hat...“

Hört, hört.

Klar ist hingegen, welchen Einfluss der Lockdown auf unsere Gesellschaft und die Wirtschaft hat nämlich einen katastrophalen Einfluss. Diese werden also mehr und mehr ruiniert, ohne klar zu wissen, ob der Lockdown das Infektionsgeschehen überhaupt bremst. Grauselig.

Ansteckung - im Einzelhandel / im Auto

Nach bald einem Jahr tauge ich als lebender Beweis, dass der Punkt - maskierter Aufenthalt in Einzelhandelsgeschäften - kein treibender Faktor ist - inkl. manche Regeln dort. (ausreichend bzw. ich mit dem blau-weißen Atemschutz wie im Gesundheitswesen u.a. )

wer 1 und 1 und 2 und 2 zusammenzählt, kann nach den ersten 10 Monaten schon selbst drauf kommen. Einigen war das bereits bis spätestens Mitte 2020 klar.

nur mal den Punkt zum Vergleich: Ansteckungsgefahr unmaskiert in Autos - zwei und mehr Haushalte in einem Auto sind natürlich wesentlicher und dann mal maskiert checken...

@Kaneel 16:28

"Darf ich nach den Gründen fragen? Liegt es am nicht zu gewährleistenden Datenschutz oder ist es anderweitig zu schwierig umzusetzen ?"

Nun, der einzige Grund der uns (mit viel Nachdruck und Zorn) kommuniziert wurde war "es gibt keine Endgeräte", was schlichtweg Unsinn ist. Es ist ziemlich klar, dass es lediglich um Anwesenheitskultur geht, leider. Ich denke, dass auch bei einer Homeoffice Pflicht unsere Leitung Wege finden würde, diese zu umgehen.

Datenschutz wäre unproblematisch, da gibt es Konzepte, die auch bereits zur Anwendung kamen.

Ursachen und Bekämpfungen

Ein generelles Thema wird, aus meiner Sicht, überhaupt nicht verfolgt. Die Maßnahmen müssen ja auch alle durchgesetzt und überwacht werden! Das scheint ja überhaupt nicht zu funktionieren.
Wer einreist muss in Quarantäne, aber niemand überwacht die Einhaltung! Die Pflegeheime sollen 2x die Woche testen - haben aber kein Personal. Ergo wird nicht getestet. Endlich muss man sagen holt man nun BW Soldaten zur Unterstützung. Zeit wird es!
Anfang Dezember häuften sich die Berichte über überforderte Gesundheitsämter. Wie ist der Stand heute? Hat sich da was verändert bzw. verbessert? Sind die Ämter schneller geworden oder laufen sie immer noch der Kontaktverfolgung hinterher? Warum sind viele Ämter scheinbar heute, 2 Wochen nach Neujahr, immer noch nicht in der Lage alle Infektionszahlen richtig abzubilden?
Ich denke, Kontaktvermeidung ist der wichtigste Baustein. Aber ohne weitere Hilfsmittel kann er alleine nicht funktionieren!

16:29 von Robert Wypchlo

>>Heute haben wir ja die neuesten Zahlen aus der Wirtschaft bekommen. Mit 5 % minus geht es nun erst einmal hinunter.<<

Bitte, bitte. Lesen Sie doch die Berichte sorgfältiger.
Es geht nicht mit 5% erst einmal hinunter.
Sondern im Jahr 2020 ist die deutsche Wirtschaftsleistung um 5,0 Prozent eingebrochen.
Das ist ein gewaltiger Unterschied, den Sie leider übersehen haben.

@16:44 von Dionis - richtig- verpasst

Richtig, nur warum ist dieser wirklich echte harte Lockdown nicht in den Weihachtsferien geschehen?

Vorausschauende haben das bereits vor 1 Monat vehement vorgeschlagen, wo es das kleinste Übel gewesen wäre.

Aber unsere Entscheider incl. RKI zaudern und zögern und verschlafen den Vorlauf.
Wir laufen so dem Virus hinterher, unsere Beamtenmentalität mag Vorteile haben, aber wenn es brennt, muss man löschen, nichts zerreden.

Industrie und Wirtschaft mal 2 Wochen zu - und man sieht die Zahlen sicher sinken..
2 Wochen Quarantäne - streng und überprüft.
Das Virus trocknet nur so aus.

Kita&Handel dagegen danach auf, das wäre eine effektivere Variante.

Was genau soll bei einem Schuhgeschäft ansteckender sein als bei DM? Ärzte und Optiker sind näher am Patient als eine Fachkraft im Bekleidungsgeschäft jemals sein wird. Kitas + Grundschule sind für Kinder essenziell.

Auf Kommentar antworten...

Am 14. Januar 2021 um 16:18 von T.Notz

Ich fasse mich kurz
viele, viele Baustellen in Deutschland!

###

Richtig ! Man kann es auch schlechtes Krisenmanagement nennen !

Einfluss der Berufe

Am Beispiel Brasiliens hat man da einiges sehen können:

Zwar machten die Menschen mit besseren Berufen Homeoffice, aber auf die Hilfe ihrer Haushaltshilfe wollten viele nicht verzichten.
Die Haushaltshilfen kamen also wie gehabt mit überfüllten Bussen aus den Armenvierteln angefahren. Wer das Risiko nicht eingehen wollte, der bezahlte seiner Aushilfe ein Taxi.
Oft arbeiteten etliche Mitglieder einer Familie als Haushaltshilfen in verschiedenen Haushalten.

Nur wenige haben ihre Aushilfen bei Lohnfortzahlung zu Hause bleiben lassen.

@transarena, 15:08

Wieso kommen Sie darauf, dass die Politik kein Interesse an den Mutationen in Südafrika/England zeigt und daran, wie sich die Zahlen vor Ort entwickeln? Niemand auf der Welt kann dies aktuell genau einschätzen.

Vergleiche beim Impfen

Man sollte mal überlegen was passiert wäre, wenn z.B. die USA + Kanada sowie die EU + GB + EWR genau so gehandelt hätten wie die Israel. BionTech hätte sofort (nicht irgendwann sondern sofort) etwa 2 Milliarden Impfdosen liefern müssen. Die Schlussfolgerungen daraus überlasse ich jeden selber.

Deutschland im Blindflug

Eine lange Liste kritischer Beiträge der Tagesschau

wie
>> Deutschland
Kopflos Ind die zweite Welle <<
>> Die verlorenen Wochen <<
>> Masken gegen Corona"Hätten Todesfälle verhindern können" <<

Wir diskutieren gerade über den Sinn von FFP2-Masken, die viele Experten schon lange fordern.

Wissenschaftler/innen und Ärzte/innen
(Drosten, Ciesek, Brinkmann, ..., Lauterbach)
fordern in offenen Briefen und Petitionen größte Anstrengungen zu ZeroCovid

u.a. Mit
- RapidTests für jedermann für den Privatgebrauch auf Basis von Studien,
mehr
- mehr Test, vor allem an Flughäfen mit anschließender konsequenter Hygiene
bis eindeutig negative Ergebnisse vorliegen

...

Sie fordern auch, konsequenter die Schwurbeleien, Verdrehungen gewisser Profs. und Doktoren zu widerlegen.

Ich nenne die Namen nicht, hab schlechte Erfahrungen gemacht,
vielleicht richtig so, eher nicht -
es gibt immer einen Kontext.

Augen auf beim Algorithmus.

Mrs. Dalloway

@ qpqr27 15.29

Nein, Prof. Lauterbach, die Leopoldina und andere Experten wissen und teilen ihr Wissen mit. Gerade Lauterbach macht das auf eine ganz uneitle Art: Sehr verständlich und sehr am Wohl der Menschen orientiert - wohl ausnahmslos waren seine Warnungen / Empfehlungen richtig. Nur leider ignoriert ein großer Teil der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft die Fachleute...das Ergebnis ist allzu offensichtlich.

@die ganze Corona

"Das Virus wird fast immer durch Pflegepersonal ins Altenheim eingetragen. Das sind Menschen mit Kindern in der Schule, mit Kontakten zu anderen Menschen" Am 14. Januar 2021 um 16:48 von und die ganze Corona

*

Das sind Menschen, die "Erweiterte Quarantäne" bekommen. Das heißt sie mussten (und müssen) in ihrer Quarantäne weiterhin zur Arbeit gehen und die Heimbewohner dem Risiko aussetzen weil: sonst käme gar keiner.

Ansonsten gilt für sie dasselbe wie für Menschen in normalen Quarantäne: kein Einkaufen und kein Tanken, um zur Arbeit zu kommen. (Da hätte ich ehrlich gesagt gar kein Bock auf solche Arbeit.)

@Barbarossa2, 15:26 Uhr - Unvernunft mancher Bürger

Sehr zutreffend, Ihr Kommentar. Auch ich erlebe leider allzu oft, dassmanche sich nicht an die AHAL-Regeln halten. Ich eise dann immer dezent, aber bestimmt darauf hin. Wir alle sollten unseren Beitrag leisten, damit die Zahlen emndlich nach unten gehen. Die Politik kann dies nicht für uns umsetzen, was sie beschließt.

Was heißt 'bis zu'

"Mehr Daten erforderlich

Das soll sich nun ändern. Die Bundesregierung kündigte kürzlich an, die Anstrengungen zu verstärken. Labore sollen wöchentlich bis zu fünf Prozent ihrer Corona-Tests molekular untersuchen…"
.
Was heißt denn bis zu 5 %? Weiterhin nur jede 900. Probe?

@Autograf 16:12

Ja, es ist wirklich zum Kringeln. Im Internet, auf facebook und Co. entblättern sich die Leute bis zum Äußersten, dass man es kaum in Wort fassen kann. (freiwillig!!!)
Aber bei wichtigen Daten wird Geschrei erhoben.
Es passt nicht.

@ qpqr27

"verläßt man sich auf eine kleine Schar ausgewählter Virologen die unisono in einseitiger Sichtweise genau das vorschlagen was man schon lange selber geplant hat weil man ansonsten gar nichts hätte und zugeben müßte dass man nichts weiss und nichts machen kann"

Sie zäumen das Pferd von Hinten auf. Die Experten und Virologen, die Sie hier verbal kritisieren, plädieren schon seit 6 Monaten für schärfere Maßnahmen. Es ist die falsche Rücksicht der Politik auf die Wirtschaft sowie auf Bedenkenträger wie Sie, warum da so lange geeiert wurde und immer noch wird. Mit den mittlerweile bekannten katastrophalen Folgen für viele Familien, die dadurch einen geliebten Menschen verloren haben.

Corona-Regeln einhalten, dann schaffen wir das!

Wir können es drehen und wenden, wie wir wollen. Fakt ist: Durch die konsequente Einhaltung der AHAL-Regeln, insbesondere der Abstanbsregel hat es jeder von uns in der Hand, sich und andere wirkungsvoll vor einer Infektion zu schützen. Wenn dem nicht so ist, zeigt dies, dass viele von uns einfach (noch) zu nachlässig sind.

Der Lockdown wirkt ...

... zumindest in unserem Landkreis hat sich die 7-Tage-Inzidenz in den letzten drei Wochen halbiert.

Auch die n-tv Statistik der intensiv- und/oder beatmungspflichtigen Patienten nimmt seit 03.01. stetig ab.

Und: Unser Nachbar, der als Arzt im benachbarten Klinikum arbeitet ist inzwischen auch wieder deutlich entspannter ... allerdings kommt ein Grossteil "seiner" Coronapatienten weiterhin aus Senioren- oder Pflegeheimen.

Wenn wir mehr erreichen wollen müssen wir ganz klar dort ansetzen und nicht versuchen, aus dem trockenen Schwamm der bisherigen Massnahmen noch mehr herauszupressen!

Die ersten Hotspots

Ich kann mich noch erinnern:

Da waren Recaro in Süddeutschland, Karnevalsitzungen im Westen, Kirchenkonzerte z.B. in Hohenlohe oder der Apres-Ski in Ischgl.

Also hat das weniger mit engen Wohnbedingungen zu tun. Ich glaube also nicht, dass im Ansatz v.a. die Underdogs zur Verbreitung beitrugen. Es waren wohl eher die Priviligierten mit gehobener Freizeitgestaltung.

Deutschland im Blindflug

um 15:26 von Barbarossa 2:
"Donnerstag ist unser Einkaufstag. E- Center. Da rennen Leute ohne Maske rum mit einem Schild um den Hals welches erklärt, daß sie ein ärztliches Attest haben....So läuft das nicht."
Halte ich in dieser Form für ein Gerücht.
Habe ich auch noch nie beobachtet.
Sie stellen das so da, als ob Sie von diesen Ausnahmen jede Menge gesehen hätten. Das ist Quatsch.
Die Anzahl derer, die ein ärztl. Atest haben, dürfte verschwindend gering sein.
Und selbst wenn es so wäre: diejenigen, die sich irgendwo privat angesteckt haben, müssen noch lange nicht die mit Atest sein. Es ist Unfug zu behaupten, dass die Nichtträger mit Atest infiziert seien.

Ob es vielleicht, möglicherweise, eventuell...

... wohl einen saisonalen Einfluss auf das Infektionsgeschehen geben können könnte? (Ein geradezu revolutionärer Gedanke, man muss da sehr vorsichtig sein.)

Anonymisierte Daten

zu erheben ist nicht verboten, wenn ich das als Volljuristin mal so in den Raum stellen darf.

kein Wunder

Die besten Erfahrungen bisher: Massentest, strenge Einschraenkung und Nachfolgerung. Nichts wurde hier in Deutschland ernsthaft durchgefuehrt.

16:59 von die-hexe @Kaneel 16:28

Nun, der einzige Grund der uns (mit viel Nachdruck und Zorn) kommuniziert wurde war "es gibt keine Endgeräte", was schlichtweg Unsinn ist. Es ist ziemlich klar, dass es lediglich um Anwesenheitskultur geht, leider. Ich denke, dass auch bei einer Homeoffice Pflicht unsere Leitung Wege finden würde, diese zu umgehen.

Danke für die Antwort. Da fehlt mir wirklich das Verständnis dafür, dass Unternehmen teilweise so unflexibel agieren und gewohnte Pfade nicht verlassen wollen oder ihren MitarbeiterInnen misstrauen. In meinem Freundeskreis profitiert eine Person sehr davon, ein anderer freut sich auf die Bürowoche (immer im Wechsel).

Vielleicht ergibt sich doch noch eine Veränderung in Ihrem Unternehmen. Drücke Ihnen die Daumen und lese gerne wieder von Ihnen !

Jetzt gibt es doch nur noch ein Ziel:

Impfen, was das Zeug hält.
Den ganzen formalen Sermon mit Aufklärungsgespräch usw. kann man auch verschriftlichen und unterschrieben zur Impfung mitbringen. Und wenn das anders vorgeschrieben ist, dann muss man das halt anpassen.
Ich weiß gar nicht, warum wir hier in D so lahm sind.
Bürokratie ohne Ende.

Soeben im Münchner Merkur....

... gelesen, dass man bereits laut darüber nachdenkt, auch auf Empfehlung des RKI alsbald einen totalen Lockdown mit Ausgangssperre zu verhängen. Geöffnet würden dann nur noch die Geschäfte zur Grundversorgung sein. Ausgang nur zum Einkaufen, Arztbesuch etc. Nicht relevante Produktionsbetriebe vorübergehend geschlossen. Handwerkliche Dienstleistungen nur im Notfall. Ich kann mich damit anfreunden und würde dies begrüßen. Auch denke ich nicht, dass ich dann nur noch barfuß und in Lumpen umherlaufen müsste.

@Punk66

Nicht komplett, aber man müsste es doch wenigstens so auf das Nötigste reduzieren, dass z.B. Abstände eingehalten und ÖPNV nur noch zu sagen wir mal 10% belegt sein muss. Deshalb wäre es natürlich weiterhin wichtig zu wissen, in welchen Bereichen sich besonders viel angesteckt wird. Kommt raus dass z.B. Großschlachthöfe ein Hotspot sind, macht man die halt für ne Weile zu. Bin zwar auch fast täglicher Fleischesser, wäre aber durchaus bereit mal ein paar Wochen zu verzichten, wenn ich wüsste, dass es stark zu einer Verbesserung beitragen könnte

Wieso 100% Pflegepersonal impfen ?

WENN ALLE Heimbewohner geimpft sind ( wären... ), dann könnten selbst positive Mitarbeiter diese nicht mehr ernsthaft gefährden.

Da sich, je nach Umfrage, 30-70 % des Pflegepersonals ( erstmal ) nicht impfen lassen wollen ( die dürften im Gegensatz zu den Heimbewohnern eventuell mögliche, wenn auch wohl sehr unwahrscheinliche LANGZEIT-Folgen fürchten ), wäre eine schnelle Durchimpfung der Heimbewohner / Risikogruppe wohl effektiver.

Ach ja, oben schrieb jemand von "Im E-Center viele ohne Maske aber mit Schild um den Hals".

Da würde ich dann als erstes mit dem Geschäftsführer reden, und wenn der solche Kunden weiterhin reinlässt, dann hat er mindestens einen ( mich ! ) weniger.
Als noch "offen" war war auch im Laden meiner Frau KONSEQUENTE MASKENPFLICHT. Ohne Maske kein reinkommen => Hausrecht.

Die meisten sahen es ein, da sie ja so evtl. andere Kunden und Mitarbeiter infizieren könnten.

Ware wurde denen dann nach draußen gebracht. Geht, wenn man will.

Man hätte so viel machen können

Für den Infektionsschutz in der Arbeitswelt. Doch das war offenbar politisch nicht opportun.

Das rächt sich nun allmählich.

Es mag unerfreulich klingen, aber bis die Impfung sich maßgeblich auf die Epidemie auswirkt, ist diese beim jetzigen Tempo der Ausbreitung auch schon fast von selbst vorbei.

Das ist natürlich kein Argument gegen die Impfung, es zeigt aber, mit welcher Blauäugigkeit in Deutschland argumentiert wird.

Mag schon sein, dass das Virus eine „Naturkatastrophe“ ist. Die Auswirkungen der Pandemie hierzulande allerdings ist Menschenwerk.

das ist kein Blindflug

das ist ein Sturzflug. In zwei Wochen haben wir 1% geimpft. In ca. 2 Jahren haben wir dann 100% geimpft. Falls die Impfung jährlich wiederholt werden muss, schaffen wir es nie.
Wo ist eigentlich die "weltbeste App" geblieben? Lange nichts mehr davon gehört. Vergessen wir die Vergangenheit und packen wir es an. Das Problem wird größer.

Am 14. Januar 2021 um 16:19 von schneegans

"Mit dem Attest wird eine Menge Schindluder getrieben."

Das mag sein. Aber keinem steht es auf der Stirn geschrieben. Ich glaube an das Gute im Menschen. Das zumindest 90% der Atteste korrekt ausgestellt wurden.

Der "Blindflug"...

... ist wohl eher politisch selbstgemacht! Siehe >> Zitat: > Michael Hüther. "Warum hat das RKI nicht eine Struktur von Daten erhoben, wo man beim einzelnen Infektionsfall Alter, Geschlecht, Beruf, Bildungsgrad, Arbeits- und Wohnort sowie Familienstand weiß?", fragte er in der ARD. <<
_
So isses..! Die Politik erlaubt Internetgiganten (und Adressenhändlern) per Algorithmen zielgruppengenaue Auswertungen und Werbung, schafft es aber in einer bedrohlichen Pandemielage (angeblich) nicht, staatseigenen Verwaltungen detaillierte Personengruppen-Infos zu ermöglichen..!? Das kann man freilich glauben... muß man aber nicht...

Warum wissen wir so wenig

Weil wir den Datenschutz über den Schutz de Lebens stellen. Mit einer richtigen Tracking App, wüsste man wo die Infektionen statt finden und man könnte direkt einwirken. Ausserdem, dass in manchen Bundesländern man die Adressen der Impfberechtigten über die Post ermitteln muss, weil die Einwohnerämter diese nicht mitteilen dürfen, das grenzt schon an Pappenheim.

@Marmolada

Das mag damals ja so gewesen sein. Aber seit März gibt es bekanntlich (außer ÖPNV und manchen Fabrikhallen, Großraumbüros etc.) keine Massenveranstaltungen mehr. Spätestens seit Tönnies im Juni wissen wir, dass Arbeitsstätten eben nicht per se "sicher" sind. Trotzdem - das Märchen von den "hauptsächlich privaten" Infektionen wurde von vielen in der Politik bis weit ans Jahresende heran gebetsmühlienartig wiederholt, da man sich wohl an die Großwirtschaft - gemäß dem Motto "wes Brot ich ess des Lied ich sing" - nicht herangetraut hat. Und jetzt haben wir den Salat

17:27 von Kaneel

" In meinem Freundeskreis profitiert eine Person sehr davon, ein anderer freut sich auf die Bürowoche (immer im Wechsel).
Vielleicht ergibt sich doch noch eine Veränderung in Ihrem Unternehmen. Drücke Ihnen die Daumen und lese gerne wieder von Ihnen !"

Ich danke Ihnen.
Des Öfteren lese ich auch Kommentare in Richtung "nicht jeder kann oder will Homeoffice" und diese verstehe ich nicht ganz, denn genau wie sie sagen ist jeder anders - ABER wenn auch nur ein Teil der Leute zuhause bleiben KANN dann ist doch schon geholfen. Einige meiner Mitarbeiter bevorzugen sicherlich den Büroplatz und auch ich würde meinen Stehtisch vermissen, aber es ist ja nun mal nicht so, dass eine Maßnahme 100 Prozent umgesetzt sein muss um auch nur ein WENIG zu wirken.

Ich hatte auch schon als Alternative zum Homeoffice eine Art Wechsel zwischen Präsenz und Freistellung in den Raum gestellt, aber das ist natürlich noch weniger gewünscht :) etwas Narrenfreiheit.

@Travelling Thomas,17:22

"...Der Lockdown wirkt ...

... zumindest in unserem Landkreis hat sich die 7-Tage-Inzidenz in den letzten drei Wochen halbiert. ..."

In meinem Landkreis ist der Wert innerhalb einer Woche von 50 auf 177 gestiegen.

Warum ? Pflegeheim mit 41 neu infizierten alleine gestern. Bei 55.000 EW im Landkreis haut das schon gewaltig rein...

Notfalls die Corona-App verpflichtend machen

Mehr Ehrlichkeit würde helfen. Wer erkrankt, sollte sich nicht aus Selbstschutz dumm stellen und abstreiten, überzählige Kontakte gehabt zu haben. Egal, ob man selbst erkrankt oder ob es jemand aus dem Bekannten- /Verwandtenkreis ist: Die Behörden müssen die Infektionsherde kennen und verfolgen können.

Die Installation der Corona-App würde dazu beitragen, mögliche Infektionen schnell aufzudecken, aber solange sie freiwillig ist, stellen gerade die, die ihre freizügigen Aktivitäten verbergen wollen, die App einfach ab.

Datenschutz gut und schön, aber wenn es um Leben und Tod geht, sollte es vorübergehend möglich sein, die App verpflichtend zu machen.

@17:25 marvin

"Ob es vielleicht, möglicherweise, eventuell...

... wohl einen saisonalen Einfluss auf das Infektionsgeschehen geben können könnte? (Ein geradezu revolutionärer Gedanke, man muss da sehr vorsichtig sein.)"

Mit Sicherheit hat die Saison Einfluss auf das Infektionsgeschehen! Allerdings wären wir ohne jegliche Maßnahmen oder mit Maßnahmen auf Sommerniveau sicherlich, zweifelsohne, gewiss mit ganz anderen Zahlen konfrontiert.

Wenn Lauterbach und Co. sich im letzten Sommer

mal mit den "Kollegen" von "Heizung, Lüftung und Filterung" kurzgeschlossen hätten statt jetzt die "Kollegen" Soziologen zum Filtern von Datenbanken zu animieren ständen wir besser da. Aber so, Theoretiker unter sich, gehobene Kommunikation, valide Statements, prost Mahlzeit sage ich.

@17:36 von Zwicke

//Der "Blindflug"...
... ist wohl eher politisch selbstgemacht! Siehe >> Zitat: > Michael Hüther. "Warum hat das RKI nicht eine Struktur von Daten erhoben, wo man beim einzelnen Infektionsfall Alter, Geschlecht, Beruf, Bildungsgrad, Arbeits- und Wohnort sowie Familienstand weiß?", fragte er in der ARD. <<
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So isses..! Die Politik erlaubt Internetgiganten (und Adressenhändlern) per Algorithmen zielgruppengenaue Auswertungen und Werbung, schafft es aber in einer bedrohlichen Pandemielage (angeblich) nicht, staatseigenen Verwaltungen detaillierte Personengruppen-Infos zu ermöglichen..!? Das kann man freilich glauben... muß man aber nicht...//

Ich glaube es nicht. Der Datenschutz wurde auch schon längst in Bereichen ausgehebelt bzw. ignoriert, wo er immer noch wünschenswert wäre. Wenn, wie hier im Forum gestern zu lesen war, Psychotherapeuten Patientendaten in einer Cloud speichern sollen, dann ist alles andere ohnehin nur noch Makulatur.

@travellingThomas, 17:22 Uhr

Auch in meinem Landkreis ist die 7-Tage-Inzidenz in den letzten twei Wochen deutlich zurückgegangen. Ich bin zuversichtlich, dass dieser Trend sich fortsetzen wird, wenn die Impfungen der 1. Gruppe abgeschlossen sind, die bei den Pflegebedürftigen und Demenzkranken vergleichsweise längere Zeit in Anspruch nehmen wird.

@draufguckerin: Pokemon-Suche?

"Notfalls die Corona-App verpflichtend machen" Am 14. Januar 2021 um 17:41 von draufguckerin

*

Ich bitte Sie!
Wer soll mich zwingen die App zu installieren, das Handy anzuschalten oder das Ding mitzunehmen?

Meine Schwester hat die App und das Ding hat bislang zu nichts weiter genutzt, außer dass sie sich aufgeregt hatte, weil sie an jemanden vorbeigelaufen ist. Getestet wird je eh nicht, wenn man einen "Corona-Pokemon" vorbeigelaufen ist.

Als jetzt nach Weihnachten mein Schwager positiv getestet wurde (vorsorglich von der Arbeit aus, sonst symptomlos), da wurde niemand von der Familienfeier getestet, weil alle: komplett symptomlos (auch Wochen danach).

Es wird so gehandhabt: Nur der Haushalt der positiven Person wird in Quarantäne geschickt, der Rest wird links liegen gelassen.

@15:27 von Tada

//Da hat dieser Mensch Recht.
Jede Werbung wird nach besserer Datenerhebung und -auswertung auf die Zielgruppe zugeschnitten, als die Schutzmaßnahmen gegen Corona.//

Ich fürchte, da ist nur mangelnder Wille und/oder mangelnde (digitale) Kompetenz im Spiel. Wurden nicht die Daten, um die es hier geht, nicht schon früher mit einer Riesenselbstverständlichkeit bei Volkszählungen erhoben?

Im Zusammenhang mit Corona wären aber aus meiner Sicht die Wohnverhältnisse (z.B. wie viele Personen pro Quadratmeter und Haus) mindestens genauso interessant wie das Einkommen.

Na,

das ist aber mal so richtig wissenschaftlich. Wie kommen denn dann führende Wissenschaftler auf gegenteilige Aussagen?
So kann man sich die Welt auch zusammenbasteln.

Wir wissen nur, dass wir nichts wissen...

So kann man die Erfassung aller Daten im Zusammenhang mit den Infektionen beschreiben.
Wir wissen nicht, ob wir die Mutationen aus GB oder Südafrika in größerem Umfang haben und welche Mutationen wir überhaupt haben.
Das setzte voraus, dass man die Testergebnisse sequenziert.
Das wiederum kostet Geld. Geld, das wir lieber für anderes ausgeben.
Wir kennen keine statistischen Daten wie Arbeitsplatzort, Beruf etc. von Infizierten. Man kann daher das Infektionsgeschehen nicht beurteilen.

Deutschland will ein führendes Land sein?
Ich glaube, dass wir nicht mal Mittelmaß sind.
Wer nichts ausgibt, wird reich und Deutschland gilt als reiches Land.
Aber ist dieser Geiz (siehe "schwarze Null") sinnvoll bei einer Industrienation mit einem hohen Anspruch der Bürger an eine gute Versorgung?

@15:29 von morgentau19

Meinung ist keine Wissenschaft!

"Wenn der Lockdown nicht hilft, dass sich die Ansteckungsgefahr und die Zahl der Toten dadurch nicht verringert, stellt sich die Frage, ob ein Lockdown überhaupt Sinn ergibt."

Das ist absolut falsch, wo wären wir ohne Lockdown?

Oder anders gefragt, warum schnallen sie sich beim Autofahren an, wenn sie noch keinen Unfall hatten?

Weil sie wissen dass ein Gurt bei einem Unfall ihr Leben retten kann!

@17:41 von draufguckerin

//Datenschutz gut und schön, aber wenn es um Leben und Tod geht, sollte es vorübergehend möglich sein, die App verpflichtend zu machen.//

Das würde bedeuten, dass man die Leute auch zum Erwerb eines entsprechenden Smartphones zwingt. Abgesehen davon, dass viele ältere Menschen damit kaum noch zurechtkommen, halte ich einen solchen Kaufzwang für eine ganz schlechte Idee. Wenn man einfache, kostenlose Geräte zur Verfügung stellen würde, die nichts weiter als diese App "können", wäre das eine Überlegung wert.

@ 16:48 und die ganze Corona

Seit langem fordern das Pflegepersonal selbst sowie andere Experten, ,dass das Pflegepersonal täglich getestet wird.

Vor Dienstantritt.

Lange Zeit
- Keine Antigentests verfügbar
- immer noch nocht genügend Personal, das Tests vornehmen kann.
Sowohl für Bewohner wie Personal.
- Ständiges Hin- und Herschieben der Finanzierung.

Seit den Warnungen vor der 2. Welle

Mangelhafte TestVO's,
die dann noch nicht mal umgesetzt wurden.

Aber
gutes Krisenmanagement.

Sommerschlaf
bis zu Beginn des Winterschlafes.

Nur wenige Heime haben das bis jetzt aus eigener Kraft gestemmt.

Götzendämmerung

Mrs. Dalloway

So ganz komme ich nicht mehr...

... klar mit der Situation in Deutschland. Kopfkino: wir sitzen in einem brennenden Haus. Anstatt aus dem Haus zu flüchten und der Feuerwehr beim Löschen zu helfen, bilden wir einen Stuhlkreis und diskurieren darüber, ob da überhaupt was brennt, falls ja, wer an dem Feuer schuld ist und ob die Feuerwehr überhaupt befugt ist und den nötigen Sachverstand hat, den Brand zu löschen. Strenger Lockdown ist unumgänglich, auch wenn es hart klingen mag. Und ja es werden Menschen in den KUG-Bezug fallen oder auch arbeitslos werden. Und ja, es wird viele Insolvenzen geben. Aber irgendwann wird sich alles wieder normalisieren und dort wo Betriebe kaputt gegangen sind, werden neue entstehen, weil der Bedarf ja nicht verschwindet. Arbeitslose und KUG-Bezieher haben dann wieder eine Perspektive. Wer stirbt, ist für immet tot und hinterlässt vielleicht Ehepartner und Kinder. Wo ist da die Perspektive? Es sterben nicht nur ü80! Die Zeit für Diskussionen ist vorbei. Meine Meinung.

@15:32 von Hennes Conrad

"Versuch macht kluch, sagt man doch."

Nur dass ihr Versuch Tausende Menschenleben kostet.

@16:47 von Punk66

>> Alles dicht geht nicht > Oder braucht ihr keine Gas, Wasser, Strom, Ärzte, Polizei, Feuerwehr, Handwerker für die kaputte Heizung, Lebensmittel??? > Wenn nicht, dann ist ja alles gut. <<
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Sorry ... das ist leider zu kurz gesprungen.! Im Gegensatz zu bisherigen Lockdowns würden im Fall eines konsequenten "Shutdown" die von Ihnen genannten Bereiche (und einige andere) natürlich weiterlaufen... aber zB. Großraumbüros von Dienstleistern und Industrieproduktionen plus Zulieferer wären vorübergehend geschlossen. Oder braucht jemand dringend auf Halde produzierte SUVs oder E-Automobile..?

@ Opa Klaus

"Kopfkino: wir sitzen in einem brennenden Haus. Anstatt aus dem Haus zu flüchten und der Feuerwehr beim Löschen zu helfen, bilden wir einen Stuhlkreis und diskurieren darüber, ob da überhaupt was brennt," Am 14. Januar 2021 um 18:58 von Opa Klaus

*

Falsche Darstellung!
Richtig ist: Es brennt in der Küche und manche wollen die Küche löschen, andere fordern das ganze Haus zu fluten.

sehr hohe Ansteckungen

Für falsch parken gibt es die Ordnungsdienste, aber wer kontrolliert denn die Menschen ob Quarantäne eingehalten wird.
Wenn nur jeder vierte bis fünfte weiter einkaufen geht, Freunde besucht oder weiter zur Arbeit geht weil man fast keine Symptome hat, ist das verheerend, es weiß ja keiner das man Corona hat, deshalb kann man ja weiter seinen Alltag leben.

Das liberale Getue von Selbstverantwortung darf bei einer Pandemie nicht an erster Stelle stehen, sondern das Allgemeinwohl!

Das RKI sollte mal eine Modellrechnung aufmachen was dies für eine Wirkung hast!

Die Zahlen bleiben hoch, weil sie so hoch sind.

"Vor allem aber kann niemand erklären, weshalb die Zahlen nicht signifikant sinken."

Im Frühjahr gab es 5000 Neuinfektionen pro Tag. Die Chance einen Neuinfizierten zu treffen lag bei 5000 zu 80 Mio (1 zu 16.000). Nun haben wir 25.000 Neuinfektionen pro Tag und die Chance liegt fünf Mal höher (1:3200).

Die Kontaktbeschränkungen müssten also 5x konsequenter sein, um denselben Effekt zu erzielen. Das ist praktisch nicht möglich.

@15:26 von Barbarossa 2

//Da rennen Leute ohne Maske rum mit einem Schild um den Hals welches erklärt, daß sie ein ärztliches Attest haben.//

Diese Leute sollten überprüft werden. Ein solches Attest kann man eigentlich nur bei einer ernst zunehmenden Herz- oder Lungenerkrankung bekommen. Damit gehört man aber zur Risikogruppe. Angehörige dieser Gruppe müssten aber schon ziemlich bescheuert sein, wenn sie sich ungeschützt ins Gewimmel begeben. In meiner Umgebung gibt es viele junge Leute, die Hilfe beim Einkaufen anbieten. Wer Probleme mit dem Mundschutz hat kann diese Angebote auch mal annehmen. Mit der FFP2-Maske habe ich selbst große Probleme (weil COPD III) aber für einen kurzen Einkauf im Supermarkt geht's.

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