Kommentare - Großbritannien: Die Brexit-Übergangsphase endet

31. Dezember 2020 - 11:02 Uhr

Jahre nach dem Referendum zum Brexit endet heute dessen Übergangsphase. Dann ist der Austritt Großbritanniens aus der EU endgültig vollzogen. Die Mehrheit der Briten ist froh, dass das Gezerre um die künftigen Regeln ein Ende hat. Von Jenny Beyen.

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Kommentare

11:23 von Sternenkind

Ihr Wissen über die Geschichte des Verhältnisses zwischen EU und UK ist äusserst mangelhaft.
Der Brexit fing schon mit Margret Thatcher an und hat rein gar nichts mit "der (angeblich) von Merkel geförderten Massenmigration" zu tun.

@Sternenkind

Ich hoffe ja das Sie wissen, das der Durchschnittalter in der EU immer weiter älter wird, wie soll man das nur ohne Migration grade biegen?

@DLGPDMKR um 11:32Uhr

An welchem Stammtisch verkehren Sie, denn der Kommentar hat das entsprechende Niveau! Was sind übrigens EU-Mandarine? Und was ist eine Brüsseler Regulierungswut? Vermutlich glauben Sie wirklich, daß es Qualitätsstandarts auch ohne Definition gibt, oder? Aber fordern tun Sie die Standarts schon? Diese Regulierungen und Vorschriften waren übrigens nur nötig, weil eben jeder Staat meinte seine eigenen Standarts haben zu müssen. Mal sehen, wie lange die Briten aushalten, wenn ihre wenigen Waren nicht mehr in die EU exportiert werden dürfen, weil sie nicht den Standarts der EU entsprechen.

@SydB um 12:58

>Ich schätze mal in so etwa 2 Legislaturperioden im UK.<

Zeiteinschätzungen sind in unser zimmerschneller werdenden Welt so eine Sache : Vor hundert Jahren dauerten Tausend noch Zwölf aber vor dreissig Jahren waren Hundert (Die die Mauer noch stehen sollte) schon auf 3 Monate Geschrumpft....
In Anbetracht dessen sind wir entweder bei Dienstag nach dem Tee, oder die Gesprächsanbahnung begann zehn Minuten nach der Verkündigung durch die Queen.

13:04 von Hackonya2

Ich hoffe ja das Sie wissen, das der Durchschnittalter in der EU immer weiter älter wird, wie soll man das nur ohne Migration grade biegen?
.
also ich sehe darin kein Problem !
baut man eben statt Kindergärten Altenheime
irgendwann stabilisiert sich das auch auf vielleich 40 Mill Menschen und selbst wenn es nur 30 Mill sind
schon mehr Lebensqualität für alle und weniger Resourcenverbrauch
und selbst in China beträgt das Durchschnittsalter 35 nicht wie in Afghanistan 16
wo selbst 1 Kind pro Familie einen Bevölkerungswachstum führt

@um 12:23 von Advokat76

Sie haben ein etwas eigenwilliges Verständnis von Demokratie. Alle die also nicht pro Referendum (gut 48%) waren sind Antidemokraten, nicht Teil des Volkes und nur knapp 52% sind ok?

Nein ganz und gar nicht. Da haben Sie etwas völlig falsch verstanden. Selbstverständlich gehören auch die Abstimmungsverlierer zum Volk. Die haben das Resultat ja auch akzeptiert.

Ich meinte diejenigen Politiker und Journalisten, welche den Entscheid einfach nicht umsetzen wollten, resp. gegen die Umsetzung angeschrieben haben. Hier hat man sogar von der irren Idee gelesen, die Abstimmung einfach zu wiederholen weil das Resultat nicht passte. Noch bevor überhaupt etwas davon umgesetzt wurde. Das ist höchst gefährlich für die Demokratie.

Das Schlagwort von der "Souveränität" ...

... wurde zu einem inhaltsfreien Popanz gemacht, der Reflexe aber nicht den Kopf anspricht.

Bei der Anwendung dieses Begriffes in der EU-Diskussion stellt sich dem kritischen Zeitgenossen die Frage, in welche granulare Tiefe dann Souveränität gehen sollte. Wo ist die Untergrenze ?

Die Schweiz ist eine EU im Kleinen. Sie hat keine gemeinsame Sprache, keine homogene Bevölkerung, keine gemeinsame Kultur. Dennoch ist sie als Willensbund zu einer Gemeinschaft zusammengewachsen, die über ihre Kantone und Landesteile hinaus höhere Werte als Gemeinsamkeit wahrt und schützt.

Deutschland ist als Bund nicht vom Himmel gefallen sondern unter Aufgabe der Souveränität von 39 Königreichen, Fürstentümern, Herzogtümern gewachsen.

Die Vereinigten Staaten sind nicht als homogenes Gebilde sondern bundesstaatlich gewachsen. Texas hat 1845 mit dem US-Beitritt seine "Souveränität" aufgegeben und hat dennoch seine Autonomie als Staat.

12:18 von Sternenkind

>>Wenn Europa so weitermacht, werden die Briten nicht die letzten gewesen sein, die sich von ihm abwenden.<<

Genau, als nächstes werden sich Polen und Ungarn verabschieden. Erwartet die böse EU doch Rechtsstaatlichkeit bei ihren Mitgliedern.
Das ist ein unzulässiger Eingriff in deren Souveränität.
Ironie aus.

rer Truman Welt

Bereits in 3 Jahren schätze ich, werden die Briten besagten Brexit mit großer Mehrheit völlig anders bewerten als zum Zeitpunkt des Referendums 2016. Gespannt bin ich dann darauf, wie viele Briten sich dann dazu noch offen bekennen, für den Brexit gestimmt zu haben. Ich schätze kein Drittel der Bevölkerung mehr. Viele werden sich betrogen fühlen. Die Briten werden ab morgen ihren Gürtel nochmals kräftig enger schnallen dürfen. Ich konnte mir auch wirtschaftspolitische Szenarien vorstellen wie Anfang der 80er Jahre in England. Das Jammern wird sehr laut werden!

@Ich hoffe ja das Sie wissen, das der ... 13:04 hackonya2

"Durchschnittalter in der EU immer weiter älter wird... "

Gelassen ausgesprochen.
Mir wird besonders heute auch bewusst:
Die Vergangenheit ist spätestens seit gestern vorbei
und die Zukunft ist morgen auch nicht das,
was sie heute vorgibt zu sein.

In diesem Sinne:
Heute bitte nicht ausrutschen, es wischt morgen keiner weg ;-)

@um 13:01 von teachers voice

Und genau deshalb sind nur wiederkehrende Wahlen zu immer wieder den gleichen Fragen demokratisch.

Wahlen reichen nicht! Sie brauchen eine ständige Kontrolle von Exekutive und Legislative durch das Volk. Das fehlen derselben ist doch genau Ausdruck für die Politikverdrossenheit von immer mehr Bürgern.

Es gibt durchaus Sachthemen - ganz wichtige - die im Wahlkampf nicht thematisiert werden, bei denen Politiker mal gewählt anders entscheiden als versprochen, oder die einfach im Verlaufe der Zeit auf's Tapet kommen. Da müssen sie doch - ganz demokratisch - den Willen des Volkes abfragen.

Und ja, Sachentscheide sollte das Volk natürlich auch von Zeit zu Zeit korrigieren/bestätigen können.

@Korell um 12:11Uhr

Do you imagine the kind of fear in the british medias, if Germany would demonstrate the same kind of proudness? Of course, every people can chose their future, but can you explain, why it should be wrong not to follow the british way? And please explain, why Scotland is forbidden to get independent! And please don´t deny, that majority of "english" people is still dreaming fom Queen Victoria and Empire a.s.o. Imagine, german people would do the same f.e. with Wilhelm II.

@ Grayhawk um 12:14

> ein zweites Mal Sonderrechte für die Briten darf es nicht mehr geben.<

Natürlich wird es auch beim zweiten mal Sonderrechte für die Briten geben, einfach weil es wie beim ersten Mal sinnvoll sein wird als sie als "kranker Mann Europas" dringend der Unterstützung bedurften um auf die Beine zu kommen. Das sie das Komplet falsch verstanden als Ergebnis ihrer überlegenen Verhandlungsstrategie betrachteten liegt natürlich daran wie ihnen ihre Politiker das verkauften. Daher der Irrwitz eines Cameron, der sich den Titel des schlechtesten Britischen Politikers aller Zeiten redlich verdient hat, zu versuchen an diese vorgeblichen "Erfolge"anzuknüpfen...mit bekanntem Ausgang.
Tja, und jetzt werden sie halt wieder auf Start gesetzt und ziehen keine 4000€ ein....da werden sie hinterher genau die selbe Unterstützung brauchen wie vorher.

Der Brexit wird uns noch lange beschäftigen

"Was den eigentlichen Brexit angeht, bleiben die Briten übrigens laut YouGov weiterhin gespalten. Auf die Frage, ob der EU-Austritt im Nachhinein gesehen ein Fehler war, sagten 51 Prozent: Ja."

Es wäre interessant zu erfahren, wie eine solche Umfrage nur für Schottland ausgesehen hätte.
Im Mai 2021 sind in Schottland Parlamentswahlen. Sollte die Scottish National Party die absolute Mehrheit erringen (wonach es aktuell aussieht), wird das (noch) Vereinigte Königreich nicht zur Ruhe kommen.
Das Brexit-Kapitel ist noch längst nicht zu Ende.

13:39 von Cosmopolitan_Citizen

und das Vereinigte Königreich

die haben in Schottland, Wales, Nordirland, England zum Teil unterschiedliche Rechtssystem
das stelle man sich mal vor !

13:00 von Bernd Kevesligeti

«Der Brexit ist also durch. Und es zeigt sich, daß immer noch deutsche Kommentatoren ihre Unzufriedenheit darüber in die Tasten geben.»

Hier in diesem Kommentarbereich sind es (mal wieder) mehr deut. Kommetatoren, die irgendwelche EU-Verwünschungen in wirren und zusammenhanglosen Worten in Tastaturen klimpern. Helden sind die Briten, die scheinbar einer Art von Sklavenhaltung in Kombination mit Martern am Pfahl + Skalpieren entronnen sind.

Morgen ist Tag 1 vom Brexit. Kann man nun spelulieren oder mutmaßen oder beides, was dann ab morgen für wen besser oder schlechter wird. Bei so was sehr Grundlegendem wie dem Brexit wird man aber erst zu Sylvester 2021/22 eine vorläufige Bilanz ziehen können, was tatsächlich wurde.

Gewisse Leitlinien aber sind, an denen man sich orientieren kann. Für GB viel besser, Brexit mit Vertrag als No-Deal-Brexit. Sonst hätte sich Boris J. das Freihandelsabkommen mit Japan schenken können … und Toyota & Co. wären definitiv auf den Kontinent umgezogen.

@11:23 von Sternenkind: Politik der geförderten Massenmigration

"Durch ihre Politik der geförderten Massenmigration hat die deutsche Kanzlerin grossen Anteil daran. Das wollten die Briten nicht ertragen. Gute Entscheidung der stolzen Briten."

Inwiefern hat denn unsere Kanzlerin dafür gesorgt, dass bis 900.000 Polen nach GB migriert sind und dort gearbeitet haben? Könnten Sie das vielleicht etwas näher erläutern?

Ca. 370.000 Polen haben einen Antrag auf Bleiberecht in GB gestellt. Die restlichen gut 530.000 werden sich einen neuen Arbeitsplatz in der EU suchen. Nach Polen werden sie sicher nicht zurück gehen, dort gibt es keine Arbeit und vor allem keinen mit GB vergleichbaren Lohn.

11:05 von Mario Frey-Ritter

"Bye Bye Great Britain.
..... Nun ist das Ende da und irgendwie bedauere ich dies, denn ich war sehr gerne in London und anderen Orten der Insel auch beruflich."

Was hindert Sie daran auch kuenftig nach London zu fahren. Sie muessen nur den Pass vorzeigen. Da hat sich nichts geaendert.

11:20 von SydB

"11:08 von Der Lenz
"Dann können die B(r)eitrittsgespräche ja endlich beginnen"

Die werden nach Wahrung einer gewissen "Anstandsfrist" auch folgen, dass glaube ich auch."

Glaub ich nicht.!!!!

Der Anfang vom Ende befürchte ich

Ich befürchte, dass die EU, so jedenfalls wie wir diese aktuell erleben, nicht mehr viel Rückhalt hat. Wir hätten die Briten halten müssen. Warum sind die Briten mehrheitlich gegen die EU. Bitte um eine ehrliche Analyse. Auch um vielleicht andere Abzuhalten, einen ähnlichen Weg zu gehen. War es in letzter Konsequenz wirklich 2015 ?

Brexit Übergang

Die Briten haben nie zu Europa gehört und werden es auch nie .
Wer die Briten in der Nachkriegszeit in NRW
erlebt hat weis was ich meine.
Das Ausbeuten der EU hat nicht funktioniert also raus aus dem Verein.
Ich hätte mir gewünscht das die Briten ohne Vertrag ausscheiden und einmal seit bestehen
des Königreichs für sich selber sorgen müsse.
Die Briten können es nicht wie die Blockade
gezeigt hat.

@11:57 von Sternenkind: Deutschland gehorchen

"Großbritannien solle entweder Deutschland gehorchen oder die EU verlassen."

Mit den Entscheidungsprozessen in der EU haben Sie sich noch nie beschäftigt, denn sonst kämen Sie nicht zu solchen Aussagen.

@Teachers voice re Messi 13:01 - Demokratie ist immer nur die ..

... die eigene Vorstellung von selbiger, während die der anderen "Demokratieverhinderung" ist. Ein klassisches einfaltspopulistisches Verständnis von ("Nur) Wir sind das Volk".

Das EU-Referendum in UK war als "konsultativ" angesetzt, das aber keine Rechtsbindung haben sollte, wie es z.B. 2011 für das Referendum über das "Alternative Vote System" galt.

Insofern hat ersteres insbesondere die jungen Remainbefürworter eingelullt, die leichtsinnigerweise lieber an den Strand als an die Wahlurne gingen. Sie verließen sich darauf, dass das Unterhaus das letze Wort in der Causa EU haben und "vernüftig" abstimmen würde.

Nachdem die vorher unbekannte Brexit-Option in der Debatte Gestalt angenommen hatte, wäre ein erneutes Referendum über die konreten Alternativen ein höchst demokratischer Akt gewesen mit der Deklaration als "rechtsverbindlich".

Den Brexiteers hätte das nichts genommen, der Demokratie aber eine reale Chance gegeben.

Der Brexit ist noch lange nicht done

Die britischen Populisten werden wo immer es geht versuchen, europäische Arbeits-, Sozial- und Umweltstandards zu unterlaufen. Als vertragstreu gelten sie ja nicht gerade.

re 13:39 Messi: Akzeptanz?

>>Selbstverständlich gehören auch die Abstimmungsverlierer zum Volk. Die haben das Resultat ja auch akzeptiert.<<

Allerdings haben Sie das - was angesichts der Startlügen von Farage, Johnson und Co sehr beachtlich ist. Ich frage mich ernsthaft, was hier passiert wäre, wenn 50,1 % „Alte“ beschlossen hätten, in unsere „alte“ „Souveränität“ zurückzukehren.

Aber gut - war ja nur die Entscheidung „eines“ Volkes. Wann aber darf das nächste „Volk“ entscheiden? Und wie lange hält dann diese Entscheidung? Und werden die „Brexiteers“ diese Entscheidung dann auch akzeptieren?

Kurz: Eine parlamentarische Demokratie lässt sich nicht so einfach an- und ausknipsen. Jedenfalls nicht mit 50,1% Mehrheiten. So schwer ist das eigentlich nicht zu verstehen. Man muss aber auch akzeptieren wollen. dass es in einem Volk auch ganz ganz viele Volkers gibt.

13:01 von Schabernack an 11:53 Messi

Ihr Beitrag passt wie Faust aufs Auge!
Messi wettert seit langem intensiv gegen die EU und vergisst dabei. dass die Schweiz einen Grossteil ihrer Exporte in die EU liefert.
Was wäre die kleine Schweiz ohne die EU?
Abgeschnitten von Europa.
In den 40 Jahren, die ich in der Schweiz gelebt habe konnte ich viel über die Mentalität der Schweizer lernen - Das Grundverständnis ist die Eigenständigkeit, nichts und niemand ist besser als die Schweiz. Dass das Land aber schon seit vielen Jahren von Europa abhängt wird verdrängt. Die Schweizer wollen nicht wahrhaben, dass sie längst mit EU Regeln leben, bedingt durch die Bilateralen Verträge mit der EU und auch die SVP wird daran nichts ändern.
(SVP: Schweizer Volks Partei = am äusseren rechten Rand).

11:38 von AufgeklärteWelt

>>lange wurde in der EU geschwätzt dass es Freihandel nur unter den Bedingungen der EU geben könne. Der jetzige Vertrag zeigt, dass die Interessen der EU, insbesondere Deutschlands, größer sind als ihre idelogische Großspurigkeit. Das ist gut so, kommt aber zu spät, da man um einen geringeren Preis den Brexit leicht hätte verhindern können. Es ist ein doppelter Sündenfall Merkels: ein Desaster unnötig ideologisch herbeiführen, nur um es pragmatisch abzufeddern. Wer wird aus solcher Politik des Herumeierns klug?<<

Aha, sehr interessant.
Sie haben also die 1.200 Seiten des Vertrages gelesen und haben auch den Sachverstand, das im Detail und in der ganzen Tragweite beurteilen zu können?
Wie gesagt: sehr interessant.

@12:10 von Sternenkind: Referendum einfach verboten

".in der BRD würde ein solches Referendum einfach verboten wo kämen wir denn da hin."

So ein Referendum kann bzw. braucht man in Deutschland nicht zu verbieten, weil es keinerlei gesetzliche Grundlage gibt, um ein solches Referendum überhaupt beantragen zu können.

Und das ist gut so, denn mindesten 70 bis 80% der Wähler wären gar nicht in der Lage, die Folgen eines Dexit auch nur im entferntesten zu Beurteilen.

Nur die 10%, die den rechtsextremen Populisten folgen, wären begeistert. Ihnen reicht "der Stolz auf das Vaterland" als Argument für einen Dexit.

von schabernack 13:55

Aber nein, hier ist man doch unzufrieden damit, daß es den Brexit gibt.

Aber für Freunde des skurrilen wäre doch mal die Frage interessant, warum sich Tony Blair oder Gordon Brown nicht durchsetzen konnte ? Oder warum die deutsche Anzeige in der britischen Presse offenbar keine Resonanz bei der Bevölkerung fand. Bedford-Strohm, Kamp-Karrenbauer, Campino, die Vorsitzenden Von BDI/BDA und DGB baten da um den Verbleib in der EU.

@ Bernd Keveslegeti

Der Brexit ist also durch. Und es zeigt sich, daß immer noch deutsche Kommentatoren ihre Unzufriedenheit darüber in die Tasten geben.

Ganz einfach, in GB werden es wohl vornehmlich britische Kommentatoren sein, die mit dem Brexit unzufrieden sind. Und in Diskussionsforen wird erfahrungsgemäß mindestens 90 Prozent gekrittelt. Das ist alles andere als repräsentativ.

In der britischen und in der deutschen Gesellschaft hat der Vertrag sicherlich eine große Mehrheit.

@ sternkind

In GB gab es Arbeitsplätze im Niedriglohnsektor. Dass dort viele Arbeitskräfte aus Osteuropa hin migriert sind, sollte man nicht von oben herab abtun, das ist nicht fair. Und die deutsche Kanzlerin ist zur Abwechslung mal völlig unschuldig.

@GeMe um 13:56

>Inwiefern hat denn unsere Kanzlerin dafür gesorgt, dass bis 900.000 Polen nach GB migriert sind und dort gearbeitet haben? <

Hat sie nicht mit Gauk und Gysi damals im Hinterzimmer des Politbüros die Übernahme der BRD geplant?
Ich glaube ich habe da mal einen Investigtivbericht gelesen in einem Vertrauenswürdigen Magazin. Wenn ich mich recht erinnere war es die Titanic,

13:58 von Mattheo S.

>>Ich befürchte, dass die EU, so jedenfalls wie wir diese aktuell erleben, nicht mehr viel Rückhalt hat. Wir hätten die Briten halten müssen. Warum sind die Briten mehrheitlich gegen die EU. Bitte um eine ehrliche Analyse. Auch um vielleicht andere Abzuhalten, einen ähnlichen Weg zu gehen. War es in letzter Konsequenz wirklich 2015 ?<<

Voraussetzung für eine 'ehrliche Analyse' ist, zunächstmal die Fakten zu betrachten:
Nur 17% der Briten halten die jetzt getroffene Vereinbarung für gut.
51% der Briten halten den Brexit insgesamt für einen Fehler.

Wer profitiert vom Brexit?

Der einzig wirkliche Profiteur beim Brexit und der Uneinigkeit in Europa ist Putin.

Am 31. Dezember 2020 um 12:05 von Demokratieschue...

Zitat: das hier:

Jahre nach dem Referendum zum Brexit endet heute dessen Übergangsphase. Dann ist der Austritt Großbritanniens aus der EU endgültig vollzogen. Die Mehrheit der Briten ist froh, dass das Gezerre um die künftigen Regeln ein Ende hat.

nehme ich der Tagesschau nicht ab weil die Mehrheit in England gegen den Brexit war. Der ganze Brexit beruht auf Lügen und Vorspielung falscher Tatsachen.

Ich könnte mir vorstellen, dass auch jemand der gegen den Brexit war, "froh [ist] , dass das Gezerre um die künftigen Regeln ein Ende hat", wie es in dem S-Artikel heißt.

Kein Grund,..

..hier weiter die gleichen fruchtlosen Diskussionen zu führen, wie in den letzten Jahren. Es gibt einen provisorischen Vertrag, den keiner liest aber dem alle zustimmen. Danach wird weiter ohne Zölle gehandelt und „die Wirtschaft“ auf beiden Seiten wird schon dafür sorgen, dass die Feinheiten in Zukunft so geregelt werden, dass es läuft.

Wenn die Briten ArbeiterInnen brauchen werden sie genauso viele einlassen, wie bisher. Wenn es dem Export dient, werden sie sich an die EU-Regeln halten. Geld war noch immer wichtiger, als Ideologie. Allemal bei Konservativen.

Good bye UK. Mir wäre lieber, ihr wärt geblieben.

Und liebe EU-Hasser - lehnt Euch zurück und genießt, wie UK erblüht.

@GeMe 13:56 Uhr: das war damals entscheidend

Nicht Merkel, sondern Thatcher (!) hat Hunderttausende Rumänen und Polen nach GB geholt. Diese Menschen waren dem britischen Sozialsystemen in der Krise eine Last, was den Brexit mächtig beflügelte und die Debatte zeitweise sogar bestimmte!

Übergangsfristen nach dem geopolitisch erwünschten Beitritt dieser osteuropäischen Länder 2003, und wie sie fast alle EU Staaten verhängten, gab es im damals boomenden GB nicht.

Ich hatte Gelegenheit kurz vor dem Beitritt die Stimmung in Polen aufzunehmen: eigentlich die meisten saßen auf gepackten Koffern, wobei die jungen Leute am liebsten in die USA wollten, welche aber trotz polnischer Gefälligkeit und vieler Bitten, BIS HEUTE keine Visafreie Einreise erlauben!

Verblüfft war ich vor allem, dass den meisten Polen die ich sprach ihre eigene Heimat schnurzpiepe war, während den Russen denen es zT noch dreckiger ging, das Herz vor Patriotismus schwoll.

13:53 von Carpe noctem

Da dürften sie Recht behalten.
Schottland liebäugelt ja bereits mit einem
Referendum zum Austritt aus UK und
Eintritt in die EU.
Das könnte diesmal funktionieren, denn der Brexit hat das Land tief gespalten und Schottland war immer dafür in der EU zu verbleiben.
Dann könnte das Vereinigte Königreich nur noch aus England und Wales bestehen.
Die nahe Zukunft UK's sieht düster aus.

Am 31. Dezember 2020 um 11:56 von Mister_X

" Ebenso wird natürlich das "Ende der Massenmigration gefeiert".
Dass dem britischen Arbeitsmarkt nun Arbeitskräfte fehlen werden (Stichwort Erntehelfer und Altenpfleger) wird natürlich ebenso ignoriert. "

Nur ein kleiner Hinweis, Massenmigration und zum Arbeiten nach GB kommen, sind zwei verschiedene Schuhe.
Menschen die zum Arbeiten benötigt werden, werden auch in Zukunft von Polen und so weiter nach GB fahren, und gerne genommen werden.

Und der neue Vertrag ist für die GB nicht so schlecht, sondern eher sehr günstig ausgefallen.
Auch in der EU sind die Wettbewerbsbedingungen sehr unterschiedlich ausgeprägt, wird viel Geld in die Wirtschaft gepumpt als Unterstützung.
Also Vorsicht mit den jungen Pferden.

Am 31. Dezember 2020 um 12:10 von Sternenkind

Zitat: in der BRD würde ein solches Referendum einfach verboten wo kämen wir denn da hin

Unsere Verfassung sieht Volksabstimmungen nicht vor, sodass sie auch niemand verbieten kann. Sähe die Verfassung Volksabsatimungen vor, könnten sie auch nicht im Einzelfall verboten werden.

Auf der Ebene der Länder und der Kommunen finden Volksabstimmungen statt. Keiner will und kann sie verbieten.

Re GeMe

Und das ist gut so, denn mindesten 70 bis 80% der Wähler wären gar nicht in der Lage, die Folgen eines Dexit auch nur im entferntesten zu Beurteilen...na sie halten ihre Landsleute*innen ja für dumm.

Die Ernüchterung der Briten hat bereits eingesetzt ...

... was sich in den Zustimmungswerten zu den Tories und zu Boris Johnson niederschlägt.

Lagen beide im ersten Quartal nach Johnsons Wahlsieg noch bei "Honeymoon-Werten" von deutlich über 50 %, so liefern sich dieser Tage Tories und Labour bereits ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Nimmt man die Libdems, SNP, Greens, Plaid Cymru hinzu, dann drücken sich in der Wählerpräferenz eine deutliche Mehrheit gegen die Politik von Boris Johnson aus. Der Brexit-Kurs wäre vom Wähler zumindest korrigiert worden.

UK hat 2011 die Chance verpasst, sich ein moderneres Wahlrecht, wie es in anderen Teilen des Commonwealth - etwa Australien oder Neusseland gilt - zu geben. Das "first past the post" System fördert eine "extremere", an Wählermehrheiten vorbeigehende Politik, die in den genannten Ländern so nicht mehr möglich ist.

Denoch gilt: die Entscheidung ist gefallen - jetzt gilt es, auch dem Zweitbesten eine vernüftige Chance zu geben.

@ SydB

„Wenn ich hier Ihren Namen lese muss ich immer an des WM Endspiel von 2014 denken, insbesondere an das säuerliche Gesicht ihres Namenspatrons nach der verdienten Niederlage.“

Was soll uns das sagen, außer, dass sie etwas neidisch auf einen der besten fünf Fußballer schauen, den der Planet je gesehen hat.
Herr Messi ist nicht umsonst mehrfacher Weltfussballer und ein Idol einer ganzen jungen Fußballbegeisterten Generation.
Oder um es mit den Worten einer noch aktiven Fussballlegende zu sagen:

Das, was sie SydB mit einem Fußball können, kann Herr Messi mit einer Orange

@messi

Bei all Ihren "Das Volk!" Litaneien unterschlagen Sie konstant, daß das unverbindliche Referendum in GB, welches vom damaligen Premier aus machtpolitischen Gründen mal eben ohne jegliche Rechtsgrundlage, weswegen es ja unverbindlich war, verfügt wurde, mit einem geordneten plebiszitären Prozess nicht das allergeringste zu tun hat.

Sie als Schweizer wissen das natürlich. In der Schweiz ist ein solcher Prozess genauestens geregelt und sehr zeitaufwändig. Da wird nicht mal eben, aus einer Laune heraus, von irgendwelchen Politikern "das Volk gefragt".

Da Sie das alles wissen, unterstelle ich Ihnen hiermit nicht zum ersten Mal eine unredliche Argumentation.

13:48 von Messi

>>Da müssen sie doch - ganz demokratisch - den Willen des Volkes abfragen.<<

So wie die Schweiz?
Die Schweiz hat ja schon immer Volksabstimmungen. Der Tatsache haben die Schweizer Frauen zu verdanken, dass Sie erst seit März 1971 wählen dürfen. Viele Jahrzehnte nach den Nachbarstaaten. Denn über das Wahlrecht der Frauen haben ja immer nur die Männer abgestimmt.

@ SydB, um 12:37

re 11:53 von Messi

Das was Sie dem User Messi schreiben, wurde ihm ja schon diverse Male vorgehalten.
Leider geht er auf die berechtigten Einwände nie angemessen ein, statt dessen kommt bei nächster Gelegenheit ein gleichlautender Beitrag.

Woher sich seine EU-Aversion nährt, bleibt rätselhaft.

Bald ist Zahltag

Nein, nicht für die angeblich illusorischen Brexiteers, sondern für die Händler an den Devisentischen der Banken rund um den Globus.

Egal ob GB ein Handelsabkommen mit USA schließt, sie werden tun was sie angekündigt haben und was jeder erwartet: sie werden die Unternehmenssteuern noch weiter senken (was die EU verschmerzen kann) und sie werden das Pfund massiv abwerten (was die EU nicht verschmerzen kann und mit deutlichen Strafzöllen beantworten wird).

Diese Pfundabwertung kommt so sicher, das Leerverkäufe auf Devisenfutures und Put-Orders im Moment eine „sichere Wette“ sind.

@ Bernd Keveslegeti

... baten da um den Verbleib in der EU.

Da zitieren Sie aber nur Personen und Institutionen, die der Völkerverständigung gegenüber aufgeschlossen sind. Wundert es Sie wirklich, dass die gegen den Brexit sind?

Unsere Bekannten und Freunde in GB sind auch international aufgeschlossen und gebildet und vermutlich daher auch gegen den Brexit. Der wurde mit einer 51 Prozent Zufallsmehrheit der Rechten durchgepeitscht.

Erleichterung bei den Briten?

Bei mir auch.

Und ich bin sicher das wir jetzt erkennen werden das die ganzen Vorhersagen zum Niedrgang sich nicht einstellen werden.

Viel Erfolg und alles Gute.

14:04, Weltbürger2015

>>Es ist ein doppelter Sündenfall Merkels: ein Desaster unnötig ideologisch herbeiführen, nur um es pragmatisch abzufeddern. Wer wird aus solcher Politik des Herumeierns klug?<<

Angela Merkel, die große Ideologin, die dann pragmatisch abfeddert.

Daraus kann natürlich niemand klug werden.

@um 14:01 von Cosmopolitan_Citizen

Sie verließen sich darauf, dass das Unterhaus das letze Wort in der Causa EU haben und "vernüftig" abstimmen würde.

Alles hypothetisch und völlig irrelevant. "Vernünftig"? Also u.U. gegen das Volk? Sie sind mir ja ein schöner Demokrat. Sie haben sicher mitbekommen dass es einen monatelangen Abstimmungskampf zu genau diesem einen Thema gegeben. Die Frage war eindeutig gestellt. Und die Beteiligung an der Abstimmung war höher als bei Unterhauswahlen. Auch bei der jungen Generation. Antidemokraten ignorieren das gerne.

Nachdem die vorher unbekannte Brexit-Option in der Debatte Gestalt angenommen hatte, wäre ein erneutes Referendum über die konreten Alternativen ein höchst demokratischer Akt gewesen mit der Deklaration als "rechtsverbindlich".

Eine Volksabstimmung über den ausgehandelten Handelsvertrag wäre tatsächlich höchst demokratisch. Das ist aber ein anderer Abstimmungsgegenstand als derjenige über Austritt/Verbleib über den 2016 entschieden wurde.

@ schabernack, um 12:44

re 11:32 DLGPDMKR

Er meint vielleicht Mandarinenten, die sind nämlich monogam...

@GeMe um 14:07

>Nur die 10%, die den rechtsextremen Populisten folgen, wären begeistert. Ihnen reicht "der Stolz auf das Vaterland" als Argument für einen Dexit.<

Das seltsame ist doch das gerade die die von "Stolz" tönen, am wenigsten Stolz auf die realen Zustände und Fortschritte sind sondern "Stolz" auf irgendetwas dauergesponnenes Projizieren, und sich dann noch beschweren wenn niemand ihren "Stolz" teilen will, während sie nichts als Verachtung allem anderen, wie z.b. der Realität gegenüber präsentieren.

ohne Migration grade biegen?

von Hackonya2 @
Dann werden wir ebenen kein "Nettozahler" mehr sein.

@kritt. 14:15 Uhr: herrlich !

Da reden einige davon „Putin sei ein Profiteur des Brexit“, was ebenso unsinnig wie falsch ist - und auf der anderen Seite sieht man der schleichenden Dominanz der VR China über die deutsche Wirtschaft gelassen entgegen. Dabei ist Russland sogar eine Demokratie (und Moskau und Peking sind enger verbunden als Washington und Berlin).

@ Sternenkind, um 11:57

Wo haben Sie diesen Quatsch abgeschrieben?
“Humus“ - die Vorform davon trifft auf diesen geistigen Erguss eher zu.

14:08 von Bernd Kevesligeti / @schabernack

«Aber nein, hier ist man doch unzufrieden damit, daß es den Brexit gibt.»

Unzufrieden ist … Der Kleine Mann, die Erben von Thomas Mann, der Mann im Mond, das Mantra, oder die wenigen verbliebenen Manta-Fahrer …?

Zufrieden über den Brexit wenigstens mit Vertrag ist die große Mehrheit aller Unternehmen beiderseits vom Ärmelkanal. Unzufrieden sind die britischen Fischer. Weil man denen irgendwas in die Netze faselte, was nun so plump-parolig nicht sein wird. Wussten sogar die Fische schon vor den Fischern, dass nur heiße Luft aus dem Fön der Brexiteers rauskommt.

Komplett gehonkt ist Ausstieg aus dem Erasmus-Programm zum Studentenaustausch. Aber Boris J. scheint GB im internationalen Austausch ganz gezielt geistig verarmen zu wollen. Bedauerlich für britische Studenten.

Ich bin immer unzufrieden, wenn ich wen Politiker mit planlosem Gedöne + Gebrassel rumfuhrwerken sehe, der dicke Backen macht, wo dann nur heiße Luft rauspfeift. Boris J. ist ein solcher Pfeifer von viel Weltruhm.

Am 31. Dezember 2020 um 13:00 von Bernd Kevesligeti

Zitat: Das Thema Leave bleibt aber auch weiter spannend: Zum Beispiel nach der Amtszeit von Macron oder vielleicht auch in manch südeuropäischem Land.

Es könnte der Eindruck entstehen, Sie sympathisierten mit Marine Le Pen und ihrer Rassemblement National.

@ SydB

„Sie sind doch wohl Schweizer Staatsbürger?

Die Schweiz ist kein EU Mitglied!

Dann ist doch alles klar für Sie. Daher ist es nicht nur für mich unverständlich dass Sie sich immer hier EU Kritisch einbringen wollen.“

Sie sind also der Meinung, man darf sich nur kritisch zu Themen äußern, von denen man unmittelbar betroffen ist oder man Teil des Problems ist?
Das ist zwar auch eine Meinung, aber keine schlaue

@ Sternkind

In der BRD würde ein solches Referendum einfach verboten wo kämen wir denn da hin.

Es ist ja auch keineswegs unstrittig, dass ein solches Referendum mit nur 51 Prozent auch schon automatisch zum Brexit führen muss. Das ist ja verfassungsrechtlich gar nicht geregelt und deshalb hat das politische London so laviert. Und ob das jetzt Ausgehandelte so von der Bevölkerung gewünscht war, ist ja völlig unklar.

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