Kommentare - Großbritannien: Die Brexit-Übergangsphase endet

31. Dezember 2020 - 11:02 Uhr

Jahre nach dem Referendum zum Brexit endet heute dessen Übergangsphase. Dann ist der Austritt Großbritanniens aus der EU endgültig vollzogen. Die Mehrheit der Briten ist froh, dass das Gezerre um die künftigen Regeln ein Ende hat. Von Jenny Beyen.

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Kommentare

Bye Bye Great Britain.

Ja was soll man schreiben, wir haben uns und England hat sich an uns abgearbeitet seit Beginn der Mitgliedschaft. Nun ist das Ende da und irgendwie bedauere ich dies, denn ich war sehr gerne in London und anderen Orten der Insel auch beruflich.
So my best regards and a happy new years eve.

Splendid

Dann können die B(r)eitrittsgespräche ja endlich beginnen

11:08 von Der Lenz

"Dann können die B(r)eitrittsgespräche ja endlich beginnen"

Die werden nach Wahrung einer gewissen "Anstandsfrist" auch folgen, dass glaube ich auch.

Nun ja

Durch ihre Politik der geförderten Massenmigration hat die deutsche Kanzlerin grossen Anteil daran. Das wollten die Briten nicht ertragen. Gute Entscheidung der stolzen Briten.

Glückwunsch an Frau von der

Glückwunsch an Frau von der Leyen und PM Boris Johnson ! Da sieht man mal was alles möglich ist wenn man die Bundesregierung außen vor läßt.

Schauen wir mal, wann dieses

Schauen wir mal, wann dieses Handelsabkommen nachverhandelt wird, das ist noch nicht das Ende. Zumal Norwegen und die Schweiz fast einheitliche
Bedingungen haben. Das sollte auch für die Briten gelten, anstatt in diesem Vertragswerk bessere Konditionen einzuräumen.

@11:04 Mario Frey-Ritter

„… und irgendwie bedauere ich dies, denn ich war sehr gerne in London und anderen Orten der Insel auch beruflich.“

Ob Sie in Ihrer Arbeitshierarchie schon so weit oben sind, dass Sie allein über Ihre Dienstreisen entscheiden dürfen, vermag ich nicht zu beurteilen.
Aber eine gute Nachricht habe ich für Sie: Sie werden auch in Zukunft zumindest privat ebenso viel und fast ebenso einfach nach GB reisen können - so wie in sehr sehr viele Länder dieser Erde, die alle nicht zur EU gehören.

Es hat nie gepasst

Im Grunde hat es nie gepasst, daher ist es so wie es ist. Bedauerlich, aber so ist es.

Ein Rückschritt Par excellence, doch in Krisen besinnen sich leider - nur zu menschlich - viele auf das vermeintlich Bekannte, das Alte, das angeblich Vertraute und scheinbar Bewährte.

Die Zukunft wird es nun zeigen.

Es lebe die Zukunft. Wo Türen zugehen, gehen andere Türen auf.

Glückwunsch nach GB

Ihr habt es geschafft. Die Fesseln der Brüsseler Schad-Union sind gesprengt und die Versuche der €U-Imperialisten mit dem GB-Feind Barnier an der Spitze, EU-Unrecht und EU-Gerichtsbarkeit in einem souveränen, unabhängigen GB durchzusetzen sind genauso gescheitert, wie der Versuch die irre Brüsseler Regulierungswut zu oktroyieren.

Im Falle von Nordirland hätte London anders handeln müssen. Den EU-Spaltern wurde ein Mittel an die Hand gegeben, um weiterhin Destruktion zu betreiben.
Ich würde euch dazu raten, die Nordirlandabmachung so zu handhaben, wie Brüssel das damalige Referendum der Franzosen und Niederländer zur "EU-Verfassung": Einfach ignorieren.

Vertragsbruch ist für die EU-Mandarine ja Alltag.

lange wurde in der EU geschwätzt

dass es Freihandel nur unter den Bedingungen der EU geben könne. Der jetzige Vertrag zeigt, dass die Interessen der EU, insbesondere Deutschlands, größer sind als ihre idelogische Großspurigkeit. Das ist gut so, kommt aber zu spät, da man um einen geringeren Preis den Brexit leicht hätte verhindern können. Es ist ein doppelter Sündenfall Merkels: ein Desaster unnötig ideologisch herbeiführen, nur um es pragmatisch abzufeddern. Wer wird aus solcher Politik des Herumeierns klug?

Da sollte.....

Mr. Keir Starmer etwas vorsichtiger sein, wenn er davon spricht, daß "wir" immer Europäer sein werden. Für mich war Edward Heath der letzte pro-europäische Premier znd ihm folgte meistens das Gegenteil. Man sagt zwar, daß Großbritannien die älteste Demokratie in Europa sei, mir ist aber nur in Erinnerung, daß das Vereinigte Königreich nur mit Gewalt entstanden und zusammengehalten wird. Die Briten, oder besser die Engländer, Waliser und Nord-Iren waren schon immer Egoisten und Egozentriker und die Geschichte beweist es, auch wenn vieles schön gefärbt und verklärt wird. Aus unverständlichen Gründen findet man Gefallen an einem Staat, der sich für den Naben der Welt hält.

Schade, aber...

Wettbewerb hat grundsätzlich etwas Gutes, bringt er das Beste im Menschen hervor. Insbesondere dann, wenn das moralisch ethische Handeln berücksichtigt bleibt! Der Sportler würde dazu das Wort der Fairniss einbringen, ein Wort, das in England besonderen Stellenwert genießt. Es ist gut für Europa, wenn Länder wie das UK, die Schweiz, etc, in Zukunft hoffentlich öfter als bisher der europäischen Verwaltung immer wieder den Spiegel vorhalten, hoffentlich Dampf machen, wenn die Bürokraten in Brüssel/ Straßburg wieder einmal demonstrieren, dass sie hinterherlaufen!
Europa muss insgesamt wettbewerbsfähiger werden. Von nix kommt nix oder wer nichts reinlegt bekommt auch nichts heraus. So ist das! Wer nix reinlegen kann, weil nicht gebildet genug, weil geistig und körperlich zu träge, der hat einfach schlechte Karten, es sei denn, man/ frau strengen sich an. Genau das braucht Europa! To the UK : I keep my fingers crossed and good luck, yr always welcome!

@ 11:23 von Sternenkind

Eine Frage: Worauf sollen die Briten da stolz sein? Ich jedenfalls bin stolz darauf, wie viele Menschen bei uns Flüchtlinge bis heute unterstützen.

@11:23 von Sternenkind „Durch

@11:23 von Sternenkind

„Durch ihre Politik der geförderten Massenmigration hat die deutsche Kanzlerin grossen Anteil daran. Das wollten die Briten nicht ertragen. Gute Entscheidung der stolzen Briten.“

So ein Quatsch.
Immer der gleich Slang der EU-Basher.
Sie vergessen, das Sie überall ausserhalb der deutschen Grenzen selbst ein Ausländer sind.
Im Urlaub oder im Auslands-Job wollen Sie doch auch nicht „von oben herab“ angesehen werden.

Für viele Brexit Befürworter

Wird es ein böses Erwachen geben, wenn sie erstmal die Nachteile des Austritts zu spüren bekommen.

Antwort auf den Kommentar

>Vertragsbruch ist für die EU-Mandarine ja Alltag<

Im Großen und Ganzen ist die EU schon in einem ganz großen Dilemma, da sie seit 1952 mit der EGKS von Deutschland und Frankreich im Jahre 2020 das erste Mal um ein Mitglied kleiner wurde.
Großbritannien ist aber noch lange nicht das einzige Problem. Das liegt vielmehr darin, dass die EU am 1. Mai 2004 sofort zehn Mitglieder auf einmal laut Vertrag von Nizza aus dem Jahre 2000 aufgenommen hatte und von der EU der 15 zur EU der 25 anwuchs.
Oder andersrum gesagt: die EU nahm auf einmal einen riesigen Schluck aus der Flasche, von dem sie sich bis heute nicht erholt hat.
Großbritannien und Brexit ist Ablenkung pur.

Brexit got done!

Schön zu sehen wenn dann der Wille des Volkes doch noch umgesetzt wird. Hat zwar etwas Zeit gebraucht. Nicht zuletzt wegen vielen Antidemokraten hüben wir drüben die den Entscheid des Volkes torpedieren wollten. Boris Johnson hat sein Wort gehalten - "Get Brexit done". Über die Demokratie-Verhinderer spricht nun niemand mehr. Und das ist gut so. Es ist heute leider nicht selbstverständlich, dass politische Eliten Entscheide des Volkes respektieren. Umso mehr sollte das hier gewürdigt werden.

Zu hoffen bleibt, dass das Beispiel nun auch in anderen Staaten Schule macht und man sich getraut, bei solch wichtigen Sachfragen das Volk entscheiden zu lassen.

Wünsche allen Foristen-/innen ein gesundes 2021!

Grüsse aus der Schweiz

Jubel

Unter den einschlägigen Usern herrscht natürlich hier jetzt Jubel.
Von "Souvernität" ist viel die Rede.
Dass sich die Briten laut Vertrag auch weiterhin an Wettbewerbsbedingungen der EU zu halten haben, wird ignoriert.
Ebenso die Tatsache, dass zwischen Nordirland und dem Rest von GB nun die Grenze verläuft. Also das, was Johnson einst als völlig inakzeptabel bezeichnet hatte.

Ebenso wird natürlich das "Ende der Massenmigration gefeiert".
Dass dem britischen Arbeitsmarkt nun Arbeitskräfte fehlen werden (Stichwort Erntehelfer und Altenpfleger) wird natürlich ebenso ignoriert.
Aber gut, diverse User zeigen ja auch u.a. in den Corona-Threads, dass sie mit der Realität so ihre Problemchen haben und daher lieber in eine Parallelwelt flüchten...

Nun ja

Die Berliner Ultimaten an Griechenland und Merkels Beharren darauf, Europa solle die Willkommenspolitik für Migranten übernehmen – das alles war der Humus für die von Martin Schulz’ Auftritten genährte Stimmung, Großbritannien solle entweder Deutschland gehorchen oder die EU verlassen.

Na endlich!

Nach dem, was Großbritannien mit seiner Brexit-Wahl alles an Zeit, Geld und Ressourcen beansprucht und verschlungen hat, Ressourcen, die die EU eigentlich für die großen Herausforderungen der Zukunft dringend benötigt hätte, bin ich froh und erleichtert, dass die Briten endlich die EU verlassen. Das macht zwar die EU etwas kleiner und die anderen Probleme lösen sich nicht einfach in Luft auf aber an dieser Front ist jetzt hoffentlich endlich Ruhe eingekehrt. Bye, bye England, welcome Scotland.

"Massenmigration" von Sternenkind

Sie erzählen Märchen. Wenn man die Zusammenarbeit zwischen EU und GB seit Jahrtehnten verfolgt konnte man sehr gut verfolgen, wie GB immer wieder mit der Mitgliedschaft fremdelte, immer wieder Ausnahmen von Regeln wollte und sie meist auch bekam. D.h. den Brexit ging schon eine lange Entfremdungsphase voraus und das war weit bevor, "ihre Massenmigration", die ja derzeit gar nicht stattfindet, erfolgt sein soll.

Großbritannien: Die Brexit-Übergangsphase endet

Na, viel Spaß dann als Nicht-EU-Mitglied heute mit dem Sektschlürfen!
Und lasst es richtig krachen! Das wird ein neues Rekordfeuerwerk, das alle bisherigen Feuerwerke zu Silvester weit in den Schatten stellt.

Das hier nehme ich der Tagesschau nicht ab

Ganz offen zum Artikel

das hier:

Jahre nach dem Referendum zum Brexit endet heute dessen Übergangsphase. Dann ist der Austritt Großbritanniens aus der EU endgültig vollzogen. Die Mehrheit der Briten ist froh, dass das Gezerre um die künftigen Regeln ein Ende hat.

nehme ich der Tagesschau nicht ab weil die Mehrheit in England gegen den Brexit war. Der ganze Brexit beruht auf Lügen und Vorspielung falscher Tatsachen. Von daher gehe ich davon aus, dass aus dem Brexit schon sehr bald ein Re-Join wird.

Und mit dem hier:

Johnson: Neues Kapitel beginnt

Damit beginne ein neues Kapitel, betonte der britische Premier Boris Johnson gestern nochmal im Unterhaus: "Wir nutzen jetzt diesen besonderen Moment, um eine neue, fantastische Beziehung zu unseren europäischen Nachbarn aufzubauen - beruhend auf freiem Handel und freundlicher Kooperation."

macht Johnson sich lächerlich. Er wird bald von seinem Sessel fliegen. England wird ihn abwählen.

@ SydB um 11:20

" Wahrung einer gewissen "Anstandsfrist""

Also...
Nächstes Wochenende?

BRD aussen vor von Colin Fichler

Das liegt doch eher neben der Sache. Über ein Handelsabkommen oder eine freiwillige Loslösung von der Union entscheidet und verhandelt immer die EU und keine einzelne nationale Regierung. Ausserdem, die Briten wollten raus, was sie beim Referendum und den letzten Parlamentswahlen mehrheitlich gezeigt haben und das bekommen sie jetzt mit einer mutmaßlich eher milden Vereinbarung. Wo ist jetzt das Problem?

Re Messi

Schön zu sehen wenn dann der Wille des Volkes doch noch umgesetzt wird. Hat zwar etwas Zeit gebraucht. Nicht zuletzt wegen vielen Antidemokraten hüben wir drüben die den Entscheid des Volkes torpedieren wollten...in der BRD würde ein solches Referendum einfach verboten wo kämen wir denn da hin.

@11:42 von karlheinzfaltermeier

Excuse me? I thought we had overcome that kind of attitude! Generalising does not help! It never helped nor will it help to explain anything! If you think otherwise, please do not forget WHO has helped to assure that Western Europe today is a democratically operating continent? I am sure you may recall
some episodes of Germany's history because of which many British, and other countries' finest men/women sacrifised their lifes!
Every country has the right to chose their future, fortunately. Do therefore, not dispair! See you in the UK!

11:23 von Sternenkind

>>Durch ihre Politik der geförderten Massenmigration hat die deutsche Kanzlerin grossen Anteil daran. Das wollten die Briten nicht ertragen. Gute Entscheidung der stolzen Briten.<<

Klar, Frau Merkel ist schuld am Brexit. Außerdem noch an den sehr vielen Coronatoten in GB.
Aber durch den Brexit wird ja in GB jetzt der breite Wohlstand ausbrechen.

Good bye GB

Schade dass Ihr geht, trotz aller Rosinenpickerei .
Viel Glück, aber vergesst bitte nicht, Ihr seid trotz allem auch Europäer und gehört zu uns.
Euren BJ werdet auch Ihr bald los werden, so wie die USA seinen Lehrmeister.

11:23 von Sternenkind

Zitat:"Durch ihre Politik der geförderten Massenmigration hat die deutsche Kanzlerin grossen Anteil daran. Das wollten die Briten nicht ertragen."

Völliger Unsinn. GB war nie im Schengenraum und hat die Zuwanderung nach GB stets selbst gesteuert. Die meisten Briten mit "Migrationshintergrund" stammen aus dem ehemaligen Empire / heute Commonwealth. Was die nationalistischen (!) Briten nicht ertragen wollten, war die Zuwanderung von EU-Bürgern, z.B. aus Polen, obwohl viele von denen in GB die Drecksarbeit mach(t)en. Und obwohl GB die Arbeitnehmerfreizügigkeit in der EU noch vor Deutschland stets massiv gefordert hatte.

Jetzt wollen wir .......

.....erst einmal abwarten und Tee trinken und die Briten ihren Brexit genießen lassen. Und wenn dann der Katzenjammer auf der Insel so groß ist, das den dann so souveränen Insulanern im trüben Alltag der Verstand zurück kommt, können wir Europäer uns genüsslich zurücklehnen und abwarten, bis sie die weiße Fahne hissen und an unsere Tür klopfen. Bei den dann folgenden Gesprächen brauchen wir Verhandler mit Prinzipien und Standvermögen; ein zweites Mal Sonderrechte für die Briten darf es nicht mehr geben.

Geschwätz von aufgeklärte Welt 11:38

Die ideologische Grossspurigkeit liegt wohl eher bei Johnson und Konsorten, der mehr und minder die Rückkehr des großen Empire und der grandiosen zu erwartenden märchenhaften Freiheit versprochen hat. Man kann Merkel oder vdL einiges vorwerfen, aber ideologisch oder grossspurig sind sie nicht. GB wollte schon aus der Union raus, trotz der vielen Ausnahmen und Sonderbehandlungen, die es durch die Union erfahren hat. Daher war die Trennung letztlich unvermeidlich, nur die Konditionen waren bis zuletzt noch unklar.

@ Sternenkind, um 11:23

Man ist ja von Ihnen gewohnt, dass Sie grundsätzlich anderer Meinung sind - gleichgültig um was es geht.

Nur verraten Sie:
Warum nennen Sie die Briten “stolz“?

Eine stolz getragene Niederlage kann man natürlich auch als Sieg verkaufen...

um 11:56 von Mister_X

Ebenso wird natürlich das "Ende der Massenmigration gefeiert".
Dass dem britischen Arbeitsmarkt nun Arbeitskräfte fehlen werden (Stichwort Erntehelfer und Altenpfleger) wird natürlich ebenso ignoriert.
Aber gut, diverse User zeigen ja auch u.a. in den Corona-Threads, dass sie mit der Realität so ihre Problemchen haben und daher lieber in eine Parallelwelt flüchten...
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Warum sollte GB ein Problem mit Erntehelfern haben, die gibt es auch in der Ukraine.
Und das Abwerben von Fachpersonal im Gesundheitswesen aus Entwicklungsländer, ist etwas, wofür man sich innerhalb der EU schämen sollte. Vielmehr sollten die EU Mitgliedsstaaten diese Arbeitsplätze durch die Ausbildung von Flüchtlingen abdecken.

Fare well and good luck!

Ich wünsche den Briten alles erdenklich Gute und viel Glück auf ihrem weiteren Weg.
Und wenn das neue Jahr dann angefangen hat, wenn Corona durch die Impfungen etwas in den Hintergrund tritt, dann können sie mit den ernsthaften Verhandlungen für eine zukünftige wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der EU und dem Rest der Welt anfangen. Denn das was man jetzt ausgehandelt hat, ist bestenfalls als ein Rahmenabkommen zu verstehen. Ein echtes Handelsabkommen, und das haben alle bisherigen Verhandlungen gezeigt, braucht zwischen 8 und 10 Jahren, bis es wasserdicht formuliert ist. Und ich sehe irgendwie keinen Grund, dass das hier anders sein sollte.
Also freuen wir uns in den kommenden Jahren auf die weiter fortschreitenden, permanenten Verhandlungen mit dem Vereinigten Königreich. Wie groß es dann auch immer noch sein wird.

Nun ja

Anders als Merkel, die 2015 zum Entsetzen der meisten Briten erklärte, sie könne Deutschlands Grenzen nicht vor Migranten schützen, schickt sich die neue Regierung in Athen an, Schleuserkriminellen mit schwimmenden Barrieren in der Ägäis das Geschäft zu erschweren. Und die deutsch geführte EU, die das kleine Land in seinem Kampf gegen die anschwellende irreguläre Migration im Stich lässt, runzelt schon wieder die Stirn. Wenn Europa so weitermacht, werden die Briten nicht die letzten gewesen sein, die sich von ihm abwenden.

11:32 von DLGPDMKR

>>Im Falle von Nordirland hätte London anders handeln müssen. Den EU-Spaltern wurde ein Mittel an die Hand gegeben, um weiterhin Destruktion zu betreiben.
Ich würde euch dazu raten, die Nordirlandabmachung so zu handhaben, wie Brüssel das damalige Referendum der Franzosen und Niederländer zur "EU-Verfassung": Einfach ignorieren.

Vertragsbruch ist für die EU-Mandarine ja Alltag.<<

Vertragsbruch, Falschinformationen und dergleichen sind Boris Johnson ja völlig unbekannt.

11:25 von Colin Fichtler

Zitat:"Da sieht man mal was alles möglich ist wenn man die Bundesregierung außen vor läßt."

Was hat die Bundesregierung mit den Verhandlungen um den Handelsvertrag zu tun? Richtig: nichts. Aber immer einen mitgeben geht immer...

re 11:46 Epilog: Stolz und Scham

>>Worauf sollen die Briten da stolz sein? Ich jedenfalls bin stolz darauf, wie viele Menschen bei uns Flüchtlinge bis heute unterstützen.<<

Da möchte ich mich aus tiefster Überzeugung anschließen.

Und gleichzeitig erfüllt mich tiefe Scham, wenn ich die aktuellen unsäglichen Zustände in den Flüchtlingslagern sehe.

Wir alle müssen uns der Tatsache stellen, dass in der Nachbarschaft unserer EU und teilweise IN dieser EU Zustände herrschen, die es sehr sehr vielen Menschen nicht ermöglichen, menschenwürdig zu leben und vor allem ihren Kindern eine Zukunft zu ermöglichen.

Nein, ich habe kein Patentrezept! Aber eines weiss ich genau:
Augen und Grenzen zu gefährdet all das, was wir zur Zeit noch genießen können.

Leben heisst Verantwortung übernehmen! Wir alle haben dies unseren Kindern zu vermitteln versucht. Aber sind wir selber wirklich „erwachsen“ geworden, wenn wir Abgrenzung zur Weisheit erheben?

um 12:00 von Advokat76

"Massenmigration" von Sternenkind
Sie erzählen Märchen. Wenn man die Zusammenarbeit zwischen EU und GB seit Jahrtehnten verfolgt konnte man sehr gut verfolgen, wie GB immer wieder mit der Mitgliedschaft fremdelte, immer wieder Ausnahmen von Regeln wollte und sie meist auch bekam. D.h. den Brexit ging schon eine lange Entfremdungsphase voraus und das war weit bevor, "ihre Massenmigration", die ja derzeit gar nicht stattfindet, erfolgt sein soll.
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Sehr viel Wahrheit in Ihrem Kommentar, aber ich glaube nicht das Sternenkinder das verstehen.

11:38 von AufgeklärteWelt

Machen Sie doch bitte Ihrem Namen Ehre und klären Sie Ihre Welt auf.
Und schon wissen Sie dass die Briten bei der Umfrage auf die Lügen von Farage und Johnson hereingefallen sind.

@ Messi, um 11:53

“Boris Johnson hat Wort gehalten.“

Diese Worte erinnern fatal an die diesbezüglichen Lobeshymnen für den scheidenden Greatest ever.

Und immer wieder kamen die gleichen Fragen:

Was ist am Einlösen unsinniger Versprechen so Lobenswertes?

"Antidemokraten" von messi 11:53

Sie haben ein etwas eigenwilliges Verständnis von Demokratie. Alle die also nicht pro Referendum (gut 48%) waren sind Antidemokraten, nicht Teil des Volkes und nur knapp 52% sind ok? Johnson als Eton-Boy ist also auch kein Teil des Establishments? Das sind doch sehr ideologische Erzählungen, die Sie pflegen.

11:32 von DLGPDMKR

Zitat:"Die Fesseln der Brüsseler Schad-Union sind gesprengt und die Versuche der €U-Imperialisten mit dem GB-Feind Barnier an der Spitze, EU-Unrecht und EU-Gerichtsbarkeit in einem souveränen, unabhängigen GB durchzusetzen sind genauso gescheitert, wie der Versuch die irre Brüsseler Regulierungswut zu oktroyieren."

Eine Nummer kleiner haben Sie es nicht? Polemische Schlagworte ohne Substanz ersetzen keine Argumente.

Zitat:"Ich würde euch dazu raten, die Nordirlandabmachung so zu handhaben, wie Brüssel das damalige Referendum der Franzosen und Niederländer zur "EU-Verfassung": Einfach ignorieren."

Abgesehen davon, dass Sie hier zum Völkerrechtsbruch aufrufen, stimmt Ihre Aussage auch nicht. Nach den von Ihnen genannten Referenden wurde der Entwurf einer EU-Verfassung nie in Kraft gesetzt.

Die Unvernunft hat sich vorerst durchgesetzt ...

... aber zumindest konnte ein Rest ein Rationalität gewahrt werden, indem ein Deal über eine Zusammenarbeit jenseits des harten Brexit ein Mindestmaß an Zusammenarbeit ermöglicht.

Nicht "die Briten" haben diesen Zustand 2016 hebeigeführt, sondern eine etwas größere Hälfte, die auch deswegen zustande kam, weil viele Remain-Befürworter das "konsultative Referendum" nicht ernst genommen haben.

Bei den Unterhauswahlen im Dezember 2019 haben die Remain-Parteien zusammen eine Mehrheit über die Brexiteers erzielt, aber in einem "first past the post system" fällt nun mal ein Teil der Willenserklärung der Wählermehrheit unter den Tisch.

Nun gilt es, das beste aus der Situation zu machen. Die Träume und Schäume der Brexiteers werden mit der harten Realität konfrontiert und daraus erwachsen neue Chancen für eine intensivere Zusammenarbeit in der Zukunft.

11:57 von Sternenkind

>>Die Berliner Ultimaten an Griechenland und Merkels Beharren darauf, Europa solle die Willkommenspolitik für Migranten übernehmen – das alles war der Humus für die von Martin Schulz’ Auftritten genährte Stimmung, Großbritannien solle entweder Deutschland gehorchen oder die EU verlassen.<<

Kurze aber ernst gemeinte Frage: Ist Ihnen das nicht selbst peinlich was da steht?

11:38 von AufgeklärteWelt

Zitat:"Es ist ein doppelter Sündenfall Merkels: ein Desaster unnötig ideologisch herbeiführen, nur um es pragmatisch abzufeddern."

Leider doppelt falsch. Der Brexit resutierte aus einem politischen Vabanque-Manöver des damaligen Premiers Cameron. Und das "Abfedern" ist auch nicht Fr. Merkel zuzuschreiben, sondern dem Verhandlungsgeschick der EU-Kommission. Aber Fr. Merkel ist ja an allem schuld...

Das waren doch nie Europäer.

Großbrittannien hat ein eigenes Großreich, die alten Kolonien, den "Commonwealth" (also den "gemeinsamen Reichtum"), wie er so schön heißt. Unter einer Krone. Seit das Imperium nicht mehr GB sondern USA heißt, spielen sie vor allem deren U-Boot: Als "Five-Eyes" bilden sie weiterhin eine überwachungsstaatliche Kriegsgemeinschaft. Orwell hatte seine dystopische Welt in "1984" nicht umsonst nicht nach Kontinenten geteilt, sondern in "Ozeanien" (incl. GB und USA) und "Eurasien" (wozu auch Rußland gehört).
Es war immer so.

Traurig über das Gehen der großen europäischen Verhinderer jenseits des Ärmelkanals sind vor allem die, die am Neoliberalismus und den großen Steuerparadiesen hängen, die zumeist pro Forma "unabhängige" britische Kleinst-Kolonien sind. Also die Art Superreichen, die Staatlichkeit ohnehin ablehnen.
Weshalb die EU bis heute nicht demokratisch ist...

Tschüß auch, GB, und Danke für den Fisch.
Und Freiheit für Julian Assange!

@Messi - Wille des (belogenen)Volkes

Warten Sie es mal ab, bis das belogene Volk
und der vielen welche nicht wählen konnten,
noch reagieren wird.

@ DLGPDMKR, um 11:32

Meine Güte, da sitzt bei Ihnen der Stachel aber tief!

Aus welchem außereuropäischen Land twittern Sie? In der EU können Sie ja unmöglich (noch) wohnen.
Und wenn doch, so haben Sie mein tiefes Mitgefühl, denn Sie müssen kreuzunglücklich sein...

11:32 von DLGPDMKR

Es klingt so, als würden Sie die EU abgrundtief hassen. Aber beeindruckt haben mich persönlich Ihre Worte nicht. Nur eine Frage habe ich mir dennoch die ganze Zeit gestellt: wie kann man so blind vor Hass und Zorn werden, dass man nur die Nachteile sieht?

11:38 von AufgeklärteWelt

>>Der jetzige Vertrag zeigt, dass die Interessen der EU, insbesondere Deutschlands, größer sind als ihre idelogische Großspurigkeit. Das ist gut so, kommt aber zu spät, da man um einen geringeren Preis den Brexit leicht hätte verhindern können.
<<

Und wie hätte der Brexit verhindert werden können? Es gab in UK eine Volksabstimmung.

Typisch Boris

Nichts als schöne Worte - doch das dicke Ende kommt noch.
Im kommenden Jahr werden wir sehen können, wie UK mit sich selbst kämpft.
Der vollzogene Austritt heute Nacht um
00.00 h dürfte für UK der Anfang von immensen Problemen werden.
Wetten dass..

Gratulation den Briten - es wird ein Leben nach dem Brexit geben

Meine ersten Besuche in England waren als Schüler vor dem EU Beitritt es UK. Auch da war kein Visum sondern lediglich der Pass notwendig . UK hatte sich auch in der europäischen Forschung bestens verankert (CERN, EMBL ) und hervorragende Beiträge dort geleistet .... auch ohne EU Beitritt. Zugegeben, zu der Zeit litt das Nahrungsmittelangebot etwas unter fehlenden Handelsverbindungen mit dem Kontinent , aber der zollfreie Handel ist ja nun auch nach dem BREXIT garantiert. Dafür hat das UK keinen Beitrag mehr an die EU zu zahlen ( UK war Nettozahler) , kann seine staatliche Souveränität geniessen und entscheiden wem es nach wie vor welches Visum gibt , inklusive Arbeitsvisen für EU Bürger , wenn nötig. Wo also Nachteile des BREXIT ??????.

11:53 von Messi

Sie sind doch wohl Schweizer Staatsbürger?

Die Schweiz ist kein EU Mitglied!

Dann ist doch alles klar für Sie. Daher ist es nicht nur für mich unverständlich dass Sie sich immer hier EU Kritisch einbringen wollen.

(Ihnen ist aber sicherlich nicht entgangen dass die Schweiz sehr viel mit der EU zusammen arbeitet und einen nicht unerheblichen Obolus nach Brüssel überweist? Nach Ihrer Meinung ist die ganze EU doch schädlich, also warum arbeitet Ihre geliebte und vorbildliche Schweiz mit dieser, von Ihnen verhassten Union zusammen und beteiligt sich finanziell?)

Johnson und sein Brexitgefolge ...

... hatten letzlich mit einem Konglomerat an Unwahrheiten und Halbwahrheiten eine Brexit-Kmapagne geführt, welche an Bauchgefühle und Ressentiments appellierte, nicht an Logik und europäische Zusammenarbeit.

"Take back Control" ist ein Schlachtruf, der einen Gewinn an Souveränität insinuiert, die niemand in Frage gestellt hat.
In jeder bundesstaatlichen Föderation - und davon ist die EU noch weit weg - ist es Normaliät, dass die Mitgliedstaaten und der "Bund" an der Spitze eine Zusammenarbeit praktizieren, welche den Gliedern ein Höchstmaß ein Autonomie aber der Gemeisnchaft das Supremat erteilt, wenn es zum Vorteil aller gereicht.

In der EU betrifft das

• die Sicherstellung der Freiheiten aller EU-Bürger und Unternehmen
• ein gemeinsames Regelwerk, zu dem sich alle bekennen
• Institutionen, wie dem Parlament, der Kommission und dem Gerichtshof

das für gleiche Rechte und Bedingungen sorgt.

Die Briten waren besser daran, als sie noch "inside" waren.

11:32 von DLGPDMKR

«Glückwunsch nach GB
Ihr habt es geschafft. Die Fesseln der Brüsseler Schad-Union sind gesprengt und die Versuche der €U-Imperialisten mit dem GB-Feind Barnier an der Spitze, EU-Unrecht … sind genauso gescheitert, wie der Versuch die irre Brüsseler Regulierungswut zu oktroyieren … Vertragsbruch ist für die EU-Mandarine ja Alltag.»

Was für eine hübsch aufgeplusterte Phrasenparade mit Melone und Pfefferminzsoße noch so kurz vor Jahresende.

Ob es wohl noch wer schafft … so viel inhaltsleeres Nirvana in so tollen Phrasen statt Sylvesterböller abzufeuern.

Gerade das mit den "EU-Mandarinen" ist toll. Ich denke … bei uns gibt es zum Jahreswechsel nun Obstsalat mit EU-Mandarinen. Natürlich mit welchen, die 2020 noch in GB angebaut wurden.

GB-Mandarinen waren ja schon immer viel mehr lecker als die doofen EU-Mandarinen vom Kontinent, die von EU-Schergen geknechtet wurden. Wie eigentlich alles … außer den freiwilligen Geschmacksverwirrungen anderer Art von den Empire-Insulanern.

Bingo!

Wie bestellt.

Der Niedergang des GB wird furchtbar sein.

Was haben die Insulaner der Welt denn zu bieten, außer ein paar schwer verdauliche Biersorten?

Boris wird dem Kontinent bald wieder an die Tür klopfen, wie einst Heinrich IV zu Canossa.

Aber gut, sie haben's ja so gewollt.

Aber vielleicht findet die EU ja noch einen Weg, den idiotischen Willen des britischen Volkes zu ignorieren, ist ja noch ein paar Stunden Zeit.

Welche großen Nachteile hat den nun der Deal für GB ?

Anscheinend hat, wenn man die engl. Presse und die Statements der GB-Regierung liest ja anscheinend die EU klein beigegeben.

Beispiel so Johnson: "Die Menschen in Großbritannien wussten in ihren Herzen von Anfang an, dass das hier möglich ist - obwohl uns immer wieder gesagt wurde, wir könnten nicht alles haben. Wie oft hat uns die EU das gesagt? Dass wir nicht einerseits weiter wie bisher mit unseren europäischen Nachbarn Handel betreiben und andererseits die Kontrolle über die Gesetze und das Schicksal unseres Landes zurückbekommen könnten?" Aber genau das habe man geschafft, davon ist Johnson überzeugt.

Hat den nun GB eine bessere Ausgangslage ohne der EU anzugehören ?
Konnten sie sich die Rosinen doch rauspicken ?
Welche großen ( !!!! ) Nachteile hat den nun GB gegenüber der EU ??

Da wird meines Erachtens in der EU-Presse nicht drauf hingewiesen. Alle sagen nur noch : Tolle Deal ( mit den Rosinen für GB ??? )

@ 11:50 von Francis Ricardo

"Für viele Brexit Befürworter
Wird es ein böses Erwachen geben, wenn sie erstmal die Nachteile des Austritts zu spüren bekommen."

Den größten Nachteil sehe ich für die verbliebenen EU-Nettozahler, insbesondere für D (derzeit liegt unser Beitragssatz schon bei 25% des EU-Budgets, bei 28 Staaten wohlgemerkt). Anstatt die exorbitanten Ausgaben etwas zurückzuschrauben werden diese wahrscheinlich gleich bleiben, eher noch steigen. Entsprechend wird sich deutschlands Löwenanteil weiter erhöhen!

11:53 von Messi

Wenn ich hier Ihren Namen lese muss ich immer an des WM Endspiel von 2014 denken, insbesondere an das säuerliche Gesicht ihres Namenspatrons nach der verdienten Niederlage.
Auch fällt mir immer wieder diese Sachen, was war es noch, irgendwas mit dem Finanzamt in Spanien und mit irgendwelchen Konten in Mittelamerika ein.

Ist dieser Mann Ihr Idol? Das kann doch nicht sein?

Wenig überraschend

Wundert mich nicht, dass die einschlägigen Mitforisten wieder die Gelegenheit nutzen, um undifferenziert Kritik an der EU, Brüssel und nebenbei noch Berlin zu üben.
Argumente gibt es wenig bis keine, aber dafür viele "gefühlte" Wahrheiten.

Johnson wird als Gewinner verklärt, obwohl die bisherigen Vereinbarungen diesen Schluss gar nicht zulassen.

Man kann sicherlich sagen, dass im politischen Gefüge der EU-Organe und der dazugehörigen Verwaltung noch einiges zu verbessern wäre oder anders laufen könnte. Aber ich kann nicht behaupten, dass durch diese Vereinigung mein Leben schlechter wäre. Wir genießen vielmehr einen Wohlstand und Freiheiten, die Generationen vor uns so nicht kannten. Auch wenn diese Freiheiten, im Hinblick auf einige östl. Mitgliedsstaaten verteidigt werden müssen.

Ob GB es jetzt besser haben wird, wird man zukünftig sehen.
Aber für mich ist dies ein letzter Akt in einer bedauerlichen Entscheidung.

....ich bleib dabei...

Ich bleibe dabei, wenn sich die EU nicht ändert, weg von Turbokapitalismuss hin zu einer wahren sozialen Union, wird die EU zerfallen.
Wie zur Zeit, jeder spielt jeden aus, jeder darf abkassieren, so kann es nicht weitergehen.
Wir brauchen eine Union für die Menschen und nicht für die Gierigen.

@Mister_X 11:56 - Die Mehrheit der Vernünftigen, auch und ...

... vor allem in UK wissen, das es hier nicht um die Befriedigung rationaler Bedürfnisse sondern um unterschwellige Ressentiments ging. Es gibt kaum einen Briten, der in einer exportintensiven Branche arbeitet, der dem Brexit irgendetwas abgewinnen kann. Geschweige denn die Unternehmen.

Das Drama ist, dass viele Menschen in NO-England, die im Zuge der Globalisierung und der Rationalisierung ihre Unternehmen haben abwandern sehen, sich nur durch einen "Protest-Akt" im Brexit-Referendum Luft verschafft haben, obschon ihnen die Gemeinschaft eher Perspektiven auf sozialen Strukturwandel verschafft hat, als die 10 Jahre Austeritätspolitik der Tories.

Schon früher wollte GB ...

... eigentlich am liebsten nur die Rosinen vom Kuchen. Nun haben wir Ungarn und Polen, die die Rosinen essen.

@Für viele Brexit Befürworter 11:50 von Francis Ricardo

"Wird es ein böses Erwachen geben, wenn sie erstmal die Nachteile..."

Aber selbst dann werden sie es nie zugeben, sondern neue Sündeböcke suchen.
Solange solche 'Politikdarsteller' wie Johnson über die Massen reüssieren können
- man beachte die schelmische Mehrdeutigkeit
ist nicht nur Polen verloren.

Ich setze trotzdem auf die Vernunft der Physik.
Jede Blase platzt irgendwann
und mit ihr die Blagen,
die glaubten die Menschen täuschen zu können

Man ist an dieses Zitat erinnert:
"Die Wahrheit ist der Todfeind der Lüge,
und daher ist die Wahrheit der größte Feind des Staates."

Hat sogar ein Deutscher gesagt, ein 'Bote der Wahrheit' ;-)

...ich bleibe dabei...

Ich bleibe dabei, wenn sich die EU nicht ändert, weg von Turbokapitalismuss hin zu einer wahren sozialen Union, wird die EU zerfallen.
Wie zur Zeit, jeder spielt jeden aus, jeder darf abkassieren, so kann es nicht weitergehen.
Wir brauchen eine Union für die Menschen und nicht für die Gierigen

11:53 von Messi

"Der Wille des Volkes umgesetzt".
Sie übersehen völlig, dass knapp die Hälfte der Briten GEGEN den Austritt gestimmt hat.
Es ist also nur der "Wille" von 51,x % der Briten und bei weitem nicht der des gesamten Volkes.
Schule machen wird das Beispiel UK sicher nicht - es wird eher ein abschreckendes Beispiel sein. Keines der verbleibenden Mitgliedsländer kann es sich, schon aus finanziellen Gründen, leisten aus der EU auszutreten, allen voran Ungarn und Polen.
Als Schweizer sollten sie wissen, wie es der Schweiz ergangen ist, als das Volk 1992 den
Beitritt zur EG abgelehnt hat. Nachdem es die EFTA nicht mehr gab und der Beitritt zur EG abgelehnt wurde hatte die Schweiz keinerlei Zugang mehr zur EU und verfiel in eine tiefe Rezession - es hat Jahre gebraucht um die Bilateralen Verträge unter Dach und Fach zu bringen.

Antidemokratie ? So so !

@11:53 von Messi

„Brexit got done!
Schön zu sehen wenn dann der Wille des Volkes doch noch umgesetzt wird. Hat zwar etwas Zeit gebraucht. Nicht zuletzt wegen vielen Antidemokraten hüben wir drüben die den Entscheid des Volkes torpedieren wollten.“

Die Brexit-Verhinderer sitzen alle jenseits des Kanals in Irland, Schottland und England.
Der „Rest“ der EU hat den Briten Zeit genug gelassen, den Ausstieg kontrolliert ablaufen zu lassen. Diese Misstöne der EU-Hasser sind frei erfunden und passen in der Gesamtbild von Demokratieverständnis.
Nicht DIE Briten wollten den Abschied sondern nur eine hauchdünne Mehrheit !

12:05 von Der Lenz

"Nächstes Wochenende?"

Ich schätze mal in so etwa 2 Legislaturperioden im UK. Dann wird man über eine Rückkehr nachdenken.

Großbritannien: Die Brexit-Übergangsphase endet....

Der Brexit ist also durch. Und es zeigt sich, daß immer noch deutsche Kommentatoren ihre Unzufriedenheit darüber in die Tasten geben.

Das Thema Leave bleibt aber auch weiter spannend: Zum Beispiel nach der Amtszeit von Macron oder vielleicht auch in manch südeuropäischem Land.

Syd

Welche Anstandsfrist meinen sie ?
In Polen kostet ein Fenster 1 Meter x 2 Meter 150 ,- Euro . das selbe Fenster kostet aus deutscher Produktion cirka 500 ,- Euro . Was meinen sie warum ? . Und vor allem was hat das mit Anstand zu tun . Solche Preise reichen den Polen auch nicht zum Leben . Es geht doch letztlich nur um die billigste Produktionsmöglichkeit . Das ist das einzige Ziel der EU ,ich sehe da keinen höheren Wert mehr . Oder irgendein wie auch immer geartetes Ideal ,geschweige denn Moral und Ethik . Der Konsens trifft sich am untersten Ende der Sozialstandards . Max. profitorientiert . Vielleicht haben die Engländer jetzt die Chance dies in pos. Ausrichtung zu bringen und mehr für die Menschen auf ihrer Insel zu erreichen . Denn vielen geht es dort grottenschlecht

Johnson ist ein Schwätzer und Blender

„Damit beginne ein neues Kapitel, betonte der britische Premier Boris Johnson gestern nochmal im Unterhaus: "Wir nutzen jetzt diesen besonderen Moment, um eine neue, fantastische Beziehung zu unseren europäischen Nachbarn aufzubauen - beruhend auf freiem Handel und freundlicher Kooperation."

„... neue, fantastische Beziehung... freier Handel und freundlicher Kooperation...“.
Was für seltsame Worte aus dem Mund eines Schwätzers, Blenders und auch Lügners (u. a. vor der Brexit Abstimmung vor 4 Jahren).
Die Briten werden schon noch merken, wem sie da auf dem Leim gegangen sind (so meine Einschätzung, aber schau mer mal...). Tut mir für die jungen Briten leid, die das ja mehrheitlich nicht wollten, aber wären sie damals zur Wahl gegangen, es würde heute anders aussehen.

re messi: Das Volk?

>>Zu hoffen bleibt, dass das Beispiel nun auch in anderen Staaten Schule macht und man sich getraut, bei solch wichtigen Sachfragen das Volk entscheiden zu lassen.<<

Demokratie heisst zwar wörtlich „Volksherrschaft“ und soll dies auch sein. Demokratie geht aber eben nicht von „dem“ Volk aus. Sondern davon, dass Jedermann und Jedefrau eines Volkes jederzeit an der Gestaltung der Gesellschaft „des Volkes“ teilhaben und mitwirken können.

Und genau deshalb sind nur wiederkehrende Wahlen zu immer wieder den gleichen Fragen demokratisch. Weil „das Volk“ nämlich kein statischer Haufen ist, sondern eine sich ständig verändernde Gesamtheit aller - wirklich aller - Menschen innerhalb einer Grenze.

Und „Demokratieverhinderer“ sind immer Diejenigen, denen die Vielfalt einer Gesellschaft und die Vielfalt der Probleme und die Vielfalt der Lösungen schlicht zu „vielfältig“ sind und diese durch „Einfalt“ ersetzen wollen. Oder Zukunft durch Vergangenheit.

11:53 von Messi

«Zu hoffen bleibt, dass das Beispiel nun auch in anderen Staaten Schule macht und man sich getraut, bei solch wichtigen Sachfragen das Volk entscheiden zu lassen.»

Und dann rennen sie im Null Komma Nix alle in Scharen wie die aufgescheuchten Hühner in alle Himmelsrichtung kopflos davon.

Ganz Osteuropa flüchtet nach Osten, um endlich wieder beim Großen Bruder Väterchen Frost am Tisch sitzen zu dürfen. Nur die Balten werden bleiben, und schon 2025 mit DEU / FRA + dem Juncker + dem Asselborn aus LUX eine ganz neue EU bilden.

Alle anderen hatten sowieso immer nur Nachteile vom Moloch. Zu wenig krumme Gurken, und zu sehr gerade Bananen mussten sie auch noch essen.

Fürchterlich … das muss ein Ende haben.
Stecht alle einzeln in See zum Ahoxit.
Und darauf den dicksten Polen-Böller zum Jahreswechsel.
Den krachermächtgsten, den man nur auftreiben kann.
Zu hören bis in die Schweiz.

Die Schweiz … die sich dann auch endlich mal aus der ganzen Kumpanei mit der EU verabschieden muss !

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