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"Rosinenpickerei ?!" "Out is

"Rosinenpickerei ?!"

"Out is out!"- Freihandel ist sichergestellt. EU- Recht gilt auf der Insel nicht mehr. Freie Umzugsmöglichkeit und somit Migration ist nicht mehr möglich. GB ist nicht länger Nettozahler. Fischerei für EU- Schiffe ist stark eingeschränkt.
(fast) Alles erreicht!
Ein Sieg für Johnson auf ganzer Linie.

12:40, bolligru

>>"Rosinenpickerei ?!"

"Out is out!"- Freihandel ist sichergestellt. EU- Recht gilt auf der Insel nicht mehr. Freie Umzugsmöglichkeit und somit Migration ist nicht mehr möglich. GB ist nicht länger Nettozahler. Fischerei für EU- Schiffe ist stark eingeschränkt.
(fast) Alles erreicht!
Ein Sieg für Johnson auf ganzer Linie.<<

Die britischen Fischer und ihre Verbände sind da anderer Ansicht.

Steht im Artikel, auf den Sie allerdings inhaltlich gar nicht eingehen. Stattdessen eine Jubelarie auf Johnson, die Sie überall posten können und dies wahrscheinlich auch tun werden.

...Umfaller...

Ich habe immer gesagt, die EU wird vor Johnson in die Knie gehen. Die EU hätte viel mehr Angst vor einem No Deal als GB.
Meine Prognose ist, die EU wird sich stark verändern müssen sonst war das nicht der letzte Austritt.
Die Gründe, so denke ich, liegen auf der Hand.

@ bolligru, um 12:40

Wenn man bloß schlau würde aus Ihrem Kommentar...

Der letzte Satz lässt allerdings auf Ironie schließen.

Abwarten. Die Auswirkungen zeigen sich viel später

@12:40 von bolligru

„Ein Sieg für Johnson auf ganzer Linie.“

Ein Pyrrhussieg wird es sein mit allem Schikimicki.
Die Briten werden den Brexit noch bitter bereuen.

@ Knorlo, um 13:30

Die 5 Gesichter auf dem Foto sehen für mich nicht wie Sieger aus :-)

@ Am 28. Dezember 2020 um 13:38 von harry_up

>>Am 28. Dezember 2020 um 13:38 von harry_up
@ bolligru, um 12:40
Wenn man bloß schlau würde aus Ihrem Kommentar...

Der letzte Satz lässt allerdings auf Ironie schließen.<<

Der Kommentar hat m. E. nichts mit dem Artikel zu tun. Er sollte nur aus bestimmten Gründen gesetzt werden. Der Inhalt hierzu spielt keine Rolle.

Brexit ist voller Erfolg für GB

Mögen die Fischer unzufrieden sein, so hat sich dieser schon bereits gelohnt:
Mehr als 600000 Impfungen in Großbritannien gibt es bereits.
Also war der Brexit ein Riesenerfolg für GB.

@bolligru, 12:40 Uhr

Das sehe ich anders. Der Druck auf Boris Johnson wurde so groß, dass er erhebliche Zugeständnisse machen musste. Von seinen vollmundigen Ankündigungen ist wenig geblieben. Kein Wunder, dass er nun die Geister, die er rief, nicht mehr los wird. Die Zölle wurden nicht generell gestrichen. Die "Herstellungsregel" wirkt sich vor allem im Textilgewerbe und der Autoindustrie aus. Die Lieferketten für Lebensmittel werden länger und damit auch teurer ausfallen. Die Chemie- und Pharmaindustrie wird darunter leiden, dass Zulassungsprozesse für das jeweils andere Land anstehen. Auch können Zölle verhängt werden, wenn durch Billiglohn Wettbewerbsnachteile für die EU drohen. Nein, Leidtragende der Entwicklung werden die Engländer sein. Corona war nur ein erster Vorgeschmack. Johnson ist lediglich zweiter Sieger in den Brexit Auseinandersetzungen. Darauf kann er nicht stolz sein.

@ 13:38 von harry_up

Ich hoffe auch, dass das Ironie ist. Die Fischwirtschaft macht immerhin fast 1 Promille der britischen Wirtschaftsleistung aus - also ein ganz wesentlicher Wirtschaftszweig. Zumal dort vor allem Fisch gefangen wird, der auf dem Kontinent verzehrt wird, während der Fisch für fish&chips vom Kontinent kommt ... Aber es bekommen ja nicht nur die Fischer nicht das, was ihnen einst in strahlenden Worten in Aussicht gestellt wurde. Einer der wichtigsten Industrien, die Finanzwirtschaft, wurde im Abkommen völlig außen vor gelassen. D.h. der seit Monaten stattfindende Exodus von Unternehmen und Fachleuten auf den Kontinent geht damit weiter. Die Leute schreien allerdings nicht lauthals, die handeln einfach. Also das genaue Gegenteil von Boris Johnson. Bislang hat, außer dem Gefühl wieder selbstständig zu sein, noch niemand auch nur irgendeinen konkreten Vorteil beziffern können. Nettozahler? Die Subventionen für die Bauern kommen jetzt so wie versprochen aus dem UK-Säckel - oder doch nicht?

@ Margitt., um 13:52

“Mehr als 600000 Impfungen in Großbritannien...Also war der Brexit ein Riesenerfolg für GB.“

Aber es sind nicht die Fische geimpft worden. Um die geht's doch hier.

13:52, Margitt.

>>Brexit ist voller Erfolg für GB
Mögen die Fischer unzufrieden sein, so hat sich dieser schon bereits gelohnt:
Mehr als 600000 Impfungen in Großbritannien gibt es bereits.
Also war der Brexit ein Riesenerfolg für GB.<<

Aufgrund einer Notfallzulassung hat GB etwa zwei Wochen vor Deutschland mit dem Impfen begonnen.

Diese Notfallzulassung hätte auch Deutschland erteilen können. Trotz EU-Mitgliedschaft. Man hielt sich aber an das gesetzlich vorgeschriebene Procedere, wohl auch deswegen, weil mit einer solchen übergesetzlichen Maßnahme der Impfstoffhersteller komplett aus der Haftung entlassen worden wäre. In GB und auch den USA ist das jetzt so.

Nicht nur die Fischer wurden betrogen

Die Fischer fühlen sich betrogen, die anderen Wirtschaftszweige werden folgen.
Die Briten werden den Brexit verfluchen...wenn sie es nicht schon bereits tun.
Johnson wird in die Geschichte eingehen, aber nicht so, wie er sich das wünschen würde.

@Margitt, 13:52

"Mögen die Fischer unzufrieden sein, so hat sich dieser schon bereits gelohnt:
Mehr als 600000 Impfungen in Großbritannien gibt es bereits.
Also war der Brexit ein Riesenerfolg für GB." -

Wenn sie mir jetzt noch erklären würden, was die Impfungen in GB mit dem Brexit zu tun haben? Und nein, die Impfungen sind in GB nicht durch den Brexit eher begonnen.

So wird Meinung gemacht...

Da wird ein für die Gesellschaft völlig irrelevanter Bereich aufgegriffen und in den Vordergrund gestellt - nur damit man sich nicht mit dem Kern des Deals den BJ hervorragend ausgehandelt hat auseinandersetzen muss.

Auch den Fischern wird's besser gehen, ein Blick auf die gesteigerten Fangquoten reicht vollkommen. Der Deal ist noch nicht mal in Kraft und Vereinzelte (die gibt es sowieso immer) nörgeln bereits, dass es ihnen jetzt schlechter gehe. Unglaubwürdig hoch zehn.

Was ist mit den Kernpunkten der Einigung? Dass z.B. die Personenfreizügigkeit wegfällt war eines der Hauptargumente zugunsten des Brexits damals. Warum wird nicht näher darauf eingegangen dass die Wiedererlangung der Souveränität bzgl. Zuwanderung eine echte Chance bietet?

Der Brexit wird GB noch sehr viel kosten

@ Margitt:
Mehr als 600000 Impfungen in Großbritannien gibt es bereits.
Also war der Brexit ein Riesenerfolg für GB.

Die EU setzt zum Überholvorgang an und wird dazu nur wenige Tage brauchen. Aber am Brexit wird GB noch nach Jahren knabbern.

Schlecht für die Verbraucher in GB

@ bolligru:
"Out is out!"- Freihandel ist sichergestellt. EU- Recht gilt auf der Insel nicht mehr.

Für die Verbraucher ist das jedenfalls Mist. Die Verbraucherrechte haben die Konservativen aber gern geopfert.

re messi

"Warum wird nicht näher darauf eingegangen dass die Wiedererlangung der Souveränität bzgl. Zuwanderung eine echte Chance bietet?"

Sie meinen eine echte Chance für die Briten, jetzt endlich die heiß begehrten Jobs in der Erntehelfer- und Pflegebranche selbst besetzen zu können?
Ja, darauf sollte tatsächlich näher eingegangen werden...

Mal sehen wann der Groschen fällt

Das einzig positive ist die Erkenntnis, dass Europa sich in den Verhandlungen nicht hat spalten lassen. Außerdem hat man in letzter Zeit von so gut wie keinem weiteren EU Land von Austritt sprechen hören. Nicht unwahrscheinlich, dass die Politik größtenteils verstanden hat, wie hart die Verhandlungen über anschließende Beziehungen ausfallen würden. Trotz allen Mantras, dass ein Deal in jedem Fall besser sei als ein No-Deal frage ich mich doch, ob es nicht mittelfristig gesünder gewesen zumindest kurzfristig einen harten Brexit zu akzeptieren. Damit wäre das Narrativ der ganzen Leaver nämlich auf die härteste Probe gestellt worden. Ich hoffe in jedem Fall, dass die EU gegebenenfalls tatsächlich gewillt ist, ein Level-Playingfield auch einzufordern und Notfalls mit Zöllen durchzusetzen.

Verlierer sind beide Seiten.

Jeder will sich als Gewinner darstellen - bitteschön!
Doch verloren haben eigentlich beide Seiten. Die EU verliert den zweitgrößten Nettozahler und GB verliert das Mitspracherecht in der EU.
Doch was ist jetzt eigentlich mit der Nordirlandgrenze, die uns immer als der große Knackpunkt genannt wurde? Kein Wort mehr davon. Also muß man annehmen, das es nur ein vorgeschobener Konflikt war, um GB in der EU zu halten.

@ harrys

Die Briten werden den Brexit verfluchen...wenn sie es nicht schon bereits tun.

Sie sind den rechten Brexiteers auf den Leim gegangen, die es mit einer hauchdünnen Zufallsmehrheit geschafft haben GB zurück in die "gute alte Zeit" der Isolation zu katapultieren.

14:10, Messi

>>So wird Meinung gemacht...
Da wird ein für die Gesellschaft völlig irrelevanter Bereich aufgegriffen und in den Vordergrund gestellt - nur damit man sich nicht mit dem Kern des Deals den BJ hervorragend ausgehandelt hat auseinandersetzen muss.<<

Ach so. Deswegen hatte sich Johnson bis zum Schluss an der Fischereiproblematik festgebissen?

>>Auch den Fischern wird's besser gehen, ein Blick auf die gesteigerten Fangquoten reicht vollkommen. Der Deal ist noch nicht mal in Kraft und Vereinzelte (die gibt es sowieso immer) nörgeln bereits, dass es ihnen jetzt schlechter gehe. Unglaubwürdig hoch zehn.<<

Sie wissen, daß die Fischereiwirtschaft in GB großindustriell organisiert ist und sich in den Händen weniger Familien befindet?

>>Was ist mit den Kernpunkten der Einigung? Dass z.B. die Personenfreizügigkeit wegfällt war eines der Hauptargumente zugunsten des Brexits damals.<<

Sie vergleichen ja immer gern GB mit der Schweiz. Zwar kein EU-Mitglied, aber trotzdem Personenfreizügigkeit...

@Messi

Ich versuche wirklich verzweifelt, irgendeinen Vorteil für die Briten zu finden, aber ich bin wohl schlicht zu kleingeistig um diesen zu erkennen! Der Finanzsektor wandert ab, die Lieferketten für egal was, werden länger und wohl auch teurer, die abgeschaffte Freizügigkeit wird zu Arbeitskräftemangel führen, da plötzlich auch im UK viele Arbeitsplätze frei werden, die kein Brite machen will (z.B. in der Hotellerie) - also beim besten Willen, wo sehen Sie einen Vorteil für GB? Ich wäre Ihnen sehr dankbar für eine Erläuterung...

@ Karl der Kühle

Doch was ist jetzt eigentlich mit der Nordirlandgrenze, die uns immer als der große Knackpunkt genannt wurde? Kein Wort mehr davon. Also muß man annehmen, das es nur ein vorgeschobener Konflikt war, um GB in der EU zu halten.

Nein, ich gehe davon aus, dass sich Nordirland langfristig der Republik Irland und damit der EU anschließen wird.

14:24, KarlderKühne

>>Jeder will sich als Gewinner darstellen - bitteschön!
Doch verloren haben eigentlich beide Seiten. Die EU verliert den zweitgrößten Nettozahler und GB verliert das Mitspracherecht in der EU.<<

Deutschland zahlte bisher etwa 2% des Bundeshaushaltes netto an die EU, in Zukunft werden es etwa 2,2% sein.

>>Doch was ist jetzt eigentlich mit der Nordirlandgrenze, die uns immer als der große Knackpunkt genannt wurde? Kein Wort mehr davon. Also muß man annehmen, das es nur ein vorgeschobener Konflikt war, um GB in der EU zu halten.<<

Dieser Knackpunkt wurde schon vor Wochen einigermaßen aus dem Weg geräumt. Das müsste Ihnen eigentlich aufgefallen sein, wenn Sie die Nachrichten verfolgt haben.

Näheres hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Backstop_(Brexit-Abkommen)

@Margitt, 13:52 Uhr - ohne Zusammenhang

Sorry, aber ich verstehe nicht den Zusammenhang zwischen den Impfungen und dem Brexit und weshalb dieser ein "Riesenerfolg" für GB sein soll.

von danke Wuhan 14:16

Wenn das so ist, wie Sie schreiben, ja dann braucht man sich über den Brexit nicht aufzuregen.

Was haben die Fischer denn

Was haben die Fischer denn erwartet?
Keine Kompromisse hieße no Deal - an wen hätten sie Ihren ganzen tollen Fisch dann verkaufen wollen?
Eine weitere Frage, die ich mir stelle - die Quotenregelungen sind doch alle nicht neu: wie haben die Fischer denn zuvor überlebt?
Und: Gibt es wirklich keinerlei Anzeichen (Gewerkschaftliche) Verbrüderung von Fischern über die Grenze hinaus? Selbst Nachbarn gleichen Berufsstandes gönnt man die Butter auf dem Brote nicht, wenn sie einem im Keller fehlen könnte. Das gilt selbstverständlich nicht nur für die Briten und auch nicht nur für die Fischer. Leider. Schade.

@ Margitt, am 28. Dezember 2020 um 13:52:

"Brexit ist voller Erfolg für GB
Mögen die Fischer unzufrieden sein, so hat sich dieser schon bereits gelohnt:
Mehr als 600000 Impfungen in Großbritannien gibt es bereits.
Also war der Brexit ein Riesenerfolg für GB"

Was die Höhe der Corona-Impfungsrate in GB mit dem "Brexit" zu tun haben soll, werden Sie uns sicherlich noch erklären können!? Und ob der Brexit zu einem Erfolg oder Misserfolg wird, kann im Moment noch niemand wirklich sicher oder gar abschließend einschätzen. Im Moment ist noch nicht mal das Handelsabkommen mit der EU wirklich in Kraft, insofern werte ich Ihren Kommentar mal als bloße Kaffeesatzleserei. Oder, ist es doch eher einfach nur Wunschdenken?

Brexit-Abkommen:

Fischer werfen Johnson Betrug vor.

Hat jemand ernsthaft etwas anderes erwartet. Fischers Fritze wird auch nicht der letzte Enttäuschte bleiben. Vor allem da auch die Quoten regelmäßig verhandelt werden.
Das UK hat sich verpflichtet, die EU-Standards beizubehalten und falls die Herschaften von der Insel dies unterlaufen wollen kann die EU Zölle verhängen.
Und desweiteren ist noch nicht geregelt, in wie weit sich die UK-Finanzwirtschaft von der EU abkoppeln kann.

BJ musste sich, nicht nur aus Sicht vieler Briten, auf einen faulen Kompromiss einlassen. Und nun, nachdem der erste Brexit-Rausch verflogen ist, beginnt das Zetermordio.

Als guter Europäer überlasse ich daher BJ gerne seinen zweifelhaften Sieg.

Gruß Hador

@ 13:52 von Margitt.

Die Impfzulassung für den deutschen Impfstoff von BioNTech wurde aufgrund einer nationalen Notfallzulassung ausgeprochen. Diese hätte auch ausgesprochen werden können, wenn UK noch EU-Mitglied gewesen wäre. Und sie hätte auch von Deutschland ausgesprochen werden können. Es sind die Länder mit dem bislang höchsten Todeszoll, UK und USA, die hier besonders unter Druck standen. Das hat nichts mit der EU zu tun. Ein wesentliches Brexit-verursachtes Problem ist, dass man vielleicht ein paar mehr Fische hat, wenn auch nicht so, wie versprochen, aber immer weniger Finanzfachleute, die abwandern, und medizinisches Personal, dass in die Heimatländer zurückgeht.

13:30 von Knorlo

>>Ich habe immer gesagt, die EU wird vor Johnson in die Knie gehen. Die EU hätte viel mehr Angst vor einem No Deal als GB.
Meine Prognose ist, die EU wird sich stark verändern müssen sonst war das nicht der letzte Austritt.
<<

Nach dem ganzen Brexit-Chaos und Wirrwarr wird das erstmal nicht zu erwarten sein. Das war eher abschreckend als dass es mehr Staaten veranlassen würde, dem gleich zu tun.

Kompromiss um Zeit zu gewinnen

Beide Seiten haben Zugeständnisse gemacht. Wie man aus dem vorliegenden Vertrag allerdings ableiten kann, dass die EU vor Johnson eingeknickt ist, ist mir schleierhaft. Das offensichtliche Zugeständnis von Johnson geht zu Lasten der britischen Fischer. Es ist deshalb verständlich, dass sie sich beschweren. Was hat Johnson dafür bekommen? Den freien Zugang zum europäischen Markt unter der Bedingung, dass er europäische Standards einhält. Und das gilt nur für Waren. Er musste sich zwar jetzt noch nicht verpflichten auch zukünftige Entwicklungen zu akzeptieren, aber dafür wird es den gemeinsamen Partnerschaftsrat geben, der prüft, ob die Wettbewerbsbedingungen fair sind. Es ist also noch gar nicht sicher, das Großbritannien europäische Standards unterlaufen kann. Zusätzlich wird für Finanzdienstleistungen bis Ende März weiterverhandelt.
Letztlich ist es ein Kompromiss der Zeit gewinnt. Das war beiden Seiten wichtig.

RE: Bernd Kevesligeti um 14:40; von danke Wuhan 14:16

***Wenn das so ist, wie Sie schreiben, ja dann braucht man sich über den Brexit nicht aufzuregen.***

In erster Linie erregen sich jetzt die brit. Fischer über das Abkommen.
Zweifellos auch jene, die die Chancen sehen, welche die EU bietet und den Brexit als Schuss der Briten ins eigene Knie empfinden.
Ich empfehle daher auch die "Wutkolumne" von Nikolaus Blome im Der Spiegel. Lesenswert.

Gruß Hador

13:51 von harry_up

>>Die 5 Gesichter auf dem Foto sehen für mich nicht wie Sieger aus :-)<<

Eher wie 5 Leute, die sich nun einen blöden Fisch teilen müssen und eigentlich mit mehr gerechnet haben ;-)

@Am 28. Dezember 2020 um 13:52 von Margitt.

Mehr als 600000 Impfungen in Großbritannien gibt es bereits.
Also war der Brexit ein Riesenerfolg für GB.

Und? Weil GB nun mit einer Notzulassung etwas früher mit den Impfungen begonnen hat?

Ein Thema übriges, was beim Brexit-Referendum noch völlig unbekannt war.

Und achso... es benötigt beim Biontech-Mittel zweier Impfungen, um vollen Schutz zu erhalten. "Durchgeimpft" ist also noch niemand...

Soviel zum Thema der Brexit ist erfolgreich und ganz toll

Die ganzen Leute die hier im Forum Boris Johnson lobten und ihn feierten sind jetzt bestimmt gaaaanz leise. Das ist erst der Anfang liebe Briten! Euer Premierminister hat euch von hinten und vorne belogen was den Brexit angeht und dies werdet ihr noch ganz bitte spüren. Jetzt ist es eben zu spät. Mein Mitleid hält sich in Grenzen!

@14:24 von KarlderKühne

"Jeder will sich als Gewinner darstellen - bitteschön!
Doch verloren haben eigentlich beide Seiten. Die EU verliert den zweitgrößten Nettozahler und GB verliert das Mitspracherecht in der EU."

Viele sehen es genau umgekehrt und das Glas als "halbvoll":
+Keine Bevormundung mehr aus Berlin bei der Vergemeinschaftung von Schulden oder der Armutsmigration.
+Der Niedriglohnsektor für die englischen Geringqualifizierten.
+Keine Aufbau-(Netto-)zahlungen mehr für großspurige Osteuropäer.
+Keine Zölle auf Importe oder Exporte in die Rest-EU.
+Besinnung auf die eigene Kultur und die englischen Stärken.

Die einzigen, die den Brexit ständig schlecht reden, sind die Bonzen aus Brüssel und Berlin. Manchmal ist es einfach besser und friedlicher, wenn man etwas Abstand zueinander hält.

RE: HäuptlingOrm um 14:44

***Was haben die Fischer denn erwartet?***

Vermutlich, dass sich die Lügenmärchen des BJ von goldenen Luftschlössen erfüllen.
Wird aber nix draus !
Stattdessen bekommen jetzt viele Briten einen Kater aufgrund der maßlosen Selbstüberschätzung.

Gruß Hador

Noch ist doch nichts entschieden, oder?

Am Mittwoch ist der Tag ob, oder ob nicht!

Und dann warten wir mal ab, so ein oder Zwei Jahre, dann sieht man was ist.

Beim Mindestlohn wurde auch vom Untergang spekuliert......

@bolligru 12:40

Deswegen sind die britischen Fischer auch super Happy weil Johnson auf ganzer Linie siegt was? Vielleicht lesen Sie mal den Artikel durch, dann werden Sie nie wieder behaupten Johnson hätte irgendwo gesiegt!

@Messi 14:10

Sie reden alles schön, Hauptsache es passt zu Ihrer Meinung und zur Bejubelung des Brexits und dient dazu Ihrem EU Hass weiterverbreiten zu können. Den Fischern wird es nicht besser gehen und sie wissen es bereits. Es handelt sich nicht um Vereinzelte. Boris Johnson hat gar nichts hervorragend ausgehandelt. Er hat Großbritannien verraten und verkauft und Sie werden dies irgendwann auch zugeben müssen, weil Ihnen keine Wahl mehr bleiben wird.

mal im Ernst....

was kümmern uns britische Fischer - Hauptsache die deutschen Fischer bekommen noch einen Fisch an den Haken was um so wahrscheinlicher ist je mehr britische Fischer für immer vom Markt verschwinden

von Hador Goldscheitel 14:55

Ja, gut, wenn sich die Briten "ins eigene Knie schiessen", warum erregen sich dann die Deutschen ?
Und wenn sich britische Fischer über das Abkommen erregen, dann doch eher über Johnsons Zugeständnisse.

Johnson verrät und verkauft die britischen Fischer

Die britischen Fischer haben es jetzt als erste gecheckt. Dieser Mann hat die britische Fischerei mit seinem kopflosen Deal ruiniert und die britischen Fischer betrogen. Er hat im Übrigen nicht nur die Fischer in UK betrogen sondern jeden UK Bürger. Dieser Deal schadet den Briten, er schadet Großbritannien und er wird zum Ende des Königreichs führen. Boris Johnson wird als Totengräber Großbritanniens in die Geschichte gehen!

Unsanftes Erwachen bzw. Konfrontation mit der harten Realität

"Johnson habe versprochen, dass es keinem Fischer schlechter gehen werde. Aber nun gebe es "eine beträchtliche Anzahl", denen es deutlich schlechter gehe als vor dem Deal"

Das Märchen, dass es keinem schlechter gehen würde, haben Johnson und seine Kollegen aus dem Lager der Betreiber (und Profiteure) des Brexits schon vor Jahren nicht nur den Fischern, sondern der gesamten britischen Bevölkerung erzählt.

RE: fathaland slim um 14:27 ; 14:10, Messi

***Sie vergleichen ja immer gern GB mit der Schweiz. Zwar kein EU-Mitglied, aber trotzdem Personenfreizügigkeit...***

Zwischen der Schweiz und EU wird zur Zeit ein neues aktualisiertes Rahmenabkommen verhandelt. Einige Politiker wie Hans-Peter Portmann wittern Morgenluft und wollen jetzt (auch?) Zugeständnisse seitens der EU. Natürlich ist die sowohl die Stärke der eigenen Position, wie auch die Art des Abkommens eine zum UK völlig unterschiedliche.
Aber auch da hoffe ich, dass wir ein ordentliches Ergebnis erzielen werden.
Wobei ich den Brexit als Niederlage für beide Seiten begreife.

Gruß Hador

Wo ist das Problem?

"Unter der gemeinsamen Fischereipolitik der EU hätten britische Fischer nur Zugang zu 50 Prozent der Fische in britischen Gewässern gehabt. Diese Zahl steige nun bis 2026 auf zwei Drittel, sagte Gove."

Ich verstehe das Problem der britischen Fischer nicht. Im Prinzip bekommen sie jetzt deutlich mehr, als unter der gemeinsamen Fangquote der EU. Klar, wenn man mit 100% Maximalforderungen in die Verhandlungen geht, dann sind natürlich auch 66% statt 50% eine gefühlte Niederlage. Naja... Gier frisst bekanntlich...

RE: Jacko08 um 14:55; 13:51 von harry_up

***>>Die 5 Gesichter auf dem Foto sehen für mich nicht wie Sieger aus :-)<<

Eher wie 5 Leute, die sich nun einen blöden Fisch teilen müssen und eigentlich mit mehr gerechnet haben ;-)***

Ich glaube ja, dass dieser Fisch durch Heterosuggestion entstanden ist. Und nun merken die Herschaften, dass sie nur eine zur Hälfte abgenagt Makrele in den Händen halten.

Gruß Hador

Man sollte auch alles lesen

Jetzt haben die britischen Fischer 50% der Fische in "Ihrer" Fischereizone. Später sind es dann zwei Drittel (lt. Tagesschau sind dies 25% weniger für die EU...). Also haben die britischen Fischer eine höher Fangqote als zu EU-Zeiten. Sie sollten sich freuen. Doch sie wollten 100 % - wie in der Zeit der britischen Weltmacht.
Letztendlich haben sich die Briten die Rosinen herausgepickt. Wenn sie clever sind, Verträge mit den Asean-Staaten schließen, USA, Kanada und Mercosur, dann haben sie in einigen Jahren "blühende Landschaften" bei sich, während die EU an ihrer eigenen Bürokratie zugrund geht und an der irrigen Idee der "Vereinigten Staaten von Europa".
Europa besteht aus Nationalstaaten. Diese sollten gestärkt werden, um als ein starkes Europa freier und unabhänigiger Nationalstaaten mit gemeinsamer Außengrenze und gemeinsem Zoll aufzutreten. Das wäre ein Zukunft. Einheitsmenschen und Einheitsbrei mit Regeln aus Brüssel werden die EU zerstören.

15:03 von AbseitsDesMains...

Zitat:"+Keine Bevormundung mehr aus Berlin bei der Vergemeinschaftung von Schulden oder der Armutsmigration.
+Der Niedriglohnsektor für die englischen Geringqualifizierten.
+Keine Aufbau-(Netto-)zahlungen mehr für großspurige Osteuropäer.
+Keine Zölle auf Importe oder Exporte in die Rest-EU.
+Besinnung auf die eigene Kultur und die englischen Stärken.
...Bonzen aus Brüssel und Berlin"

Vor dem Ersten Weltkrieg nannte man solche Sprüche im Britischen Empire "jingoism". Auf deutsch: chauvinistisch.

RE: Bernd Kevesligeti um 15:14;von Hador Goldscheitel 14:55

***Ja, gut, wenn sich die Briten "ins eigene Knie schiessen", warum erregen sich dann die Deutschen ?***

Sie kennen doch den Begriff des fremdschämens. Das funktioniert hier ähnlich. Sich gegen jede Vernunft in eine ungewisse Zukunft zu werfen, womöglich in einen Abgrund, ist nicht wirklich schlau. Ich muss dazu sagen, dass mir hier noch ganz andere Begriffe in den Sinn kommen, die ich hier aber nicht niederschreiben möchte.

Mich freut nur, dass den Lügnern und "Falschen Fünfzigern" nun ihr falsches Spiel um die Ohren fliegt !

Gruß Hador

Zum Thema Handel

Großbrittannien exportiert 47% des Gesamtexportes in die EU, die EU exportiert 4% (über alle Mitgliedsstaaten) nach GB. Wer hat hier "gewonnen"?

Dumm gelaufen

Das sehe ich nicht so Johnson's Image scheint zwar eher positiv davon gekommen zu sein, dass der Brexit für die Briten aber insgesamt einen Verlust bedeuten wird steht für mich pers. zu 100% fest. Die Bedingungen werden für sie schlechter, Freihandel hin oder her. Die Verhandlungsbasis GB's ist einfach deutlich schlechter als zuvor, als kleines Land lässt es sich einfach weniger druckvoll verhandeln, als als 450 Millionen Kontinent.
Trotzdem nach wie vor schade und eine unendliche Dummheit - allein schon symbolisch- die EU zu verlassen, diese ist sowohl als Institution (gegenüber den Großmächten),als auch als friedenstiftende Säule unerlässlich. Für Johnson mag das ein paar Monate mehr im Sessel bedeuten, insgesamt wird sich diese Fehlentscheidung aber wirtschaftlich und diplomatisch bemerkbar machen. Das "wir" wird wieder zum "die und wir" und das bedeutet Konflikt.

Am 28. Dezember 2020 um 15:14 von Bernd Kevesligeti

Zitat: Ja, gut, wenn sich die Briten "ins eigene Knie schiessen", warum erregen sich dann die Deutschen ?

Wer erregt sich denn?

"Das Bundeskabinett unter Leitung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sei sich in einer Telefonkonferenz "einig in der positiven Würdigung des Abkommens" gewesen, teilte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer in Berlin mit", liest man allenthalben.

Erregung sieht anders aus.

Ich sehe noch viel Ärger in GB um den BREXIT

Die britische Bevölkerung wurde während der gesamten BREXIT-Kampagne mit offenen und verschleierten Lügen und unhaltbaren Versprechungen über Luftschlösser, Goldenen Zeiten und Britania Rules the Waves geködert, bei denen die Politiker die sie aussprachen schon wussten, dass sie sie nicht einhalten können. Angefangen mit Camerons parteitaktischem Wahlversprechen: "Wenn ihr mich wählt lasse ich Euch über den BREXIT abstimmen", über die folgenden Desinformationskampagnen mit der Feststellung "BREXIT ist so einfach wie Unterwäsche wechseln" bis hin zu den letzten Versprechungen Johnsons. Das ist ein Paradebeispiel wie Demokratie NICHT funktionieren sollte. Kann der einie die Versprechungen nicht einhalten, dann tritt er eben zurück und überlässt es seinem Nachfolger, siehe Cameron, May und vielleicht auch demnächst Johnson. Und wer will sie dann im Nachhinein schon für die eine oder andere kleine Wahlkampfflunkerei haftbar halten???

@ Margitt

*Brexit ist voller Erfolg für GB
Mögen die Fischer unzufrieden sein, so hat sich dieser schon bereits gelohnt:
Mehr als 600000 Impfungen in Großbritannien gibt es bereits.
Also war der Brexit ein Riesenerfolg für GB.*

Es geht hier um die Regelung für den Fischfang. Haben Sie offenbar nicht verstanden oder Thema verfehlt 6 - setzen?
Zum Thema Impfungen: Die zuklassung in der EU ist eine ordentliche, die In GB und den USA eine Notfallzulassung, die den Hersteller aus der Haftung entlässt. Das kann im Zweifelsfall für die Gesellschaft sehr teuer werden.

Am 28. Dezember 2020 um 13:52 von Margitt.

Wenn man sich die Covid zahlen in GB anschaut ist das alles andere als ein Erfolg.
Und mit dem Bericht hat das auch nichts zu tun, Johnson hat viel versprochen ,gehalten nicht so viel.

15:30 von Kritikunerwünscht

Zitat:"Einheitsmenschen und Einheitsbrei mit Regeln aus Brüssel werden die EU zerstören."

Dann hat die EU ja eine lange und gute Zukunft. Denn den "Einheitsmenschen und Einheitsbrei mit Regeln aus Brüssel" gibt es nur in der Fantasie der EU-Ablehner.

Zitat:"Doch sie wollten 100 % - wie in der Zeit der britischen Weltmacht."

Und diese Zeiten sind gottseidank vorbei. Für die Briten genauso wie für die Deutschen oder die Franzosen. Ein "Zurück in die Vergangenheit" ist für die meisten Europäer aufgrund eben dieser Vergangenheit keine Option mehr. Wenn die Brexiteers glauben, alleine auf der Welt wieder eine Großmachtrolle in Handel und Politik spielen zu können, täuschen sie sich gewaltig.

@ 15:03 von AbseitsDesMains...

Ich bin weder Bonze aus Brüssel oder Berlin und ich rede den Brexit auch nicht schlecht, sondern ich sage das, was auch meine britischen Kollegen aus der Finanzwirtschaft sagen: Der Brexit wird UK wirtschaftlich (und leider auch politisch) um Jahrzehnte zurückwerfen. UK wird genug mit seinen eigenen Schulden zu tun haben, wenn die bisher aufgebauten Staatsschulden bleiben, die Landwirtschaft dringend Subventionen braucht und die Finanzwirtschaft abwandert. Hauptprobleme sind qualifizierte Jobs im Gesundheitswesen und in der Produktion, die auf dem britischen Arbeitsmarkt nicht besetzt werden können. In der Landwirtschaft ist harte körperliche Arbeit gefragt, dazu ist die Mehrzahl der geringqualifizierten Stadtbewohner nicht in der Lage. UK hat auch schon vor deren EU-Eintritt osteuropäische Länder (insbes. Polen) als zukünftige Absatzmärkte gefördert. Zölle bleiben nur solange aus, wie sich UK an die EU-Regeln hält. Das will man ja gerade nicht. Worin besteht die spezifische UK-Kultur?

Am 28. Dezember 2020 um 13:52

Am 28. Dezember 2020 um 13:52 von Margitt.
Brexit ist voller Erfolg für GB

Sie wollen doch nur Ihre vorgeschriebene Anti EU polemik thematisieren!

von Hador Goldscheitel 15:34

Na, wenn da nicht andere Gründe eine Rolle spielen ? Man weiß natürlich, wer es in Bündnissen (EWG-EU) vom Underdog zum Global Player gebracht hat. Ist kaum glaubwürdig, wenn sich hier auf das "Wohl" anderer, von britischen Fischern oder Arbeitern berufen wird.
Und es bleibt ja auch in Zukunft spannend: Zum Beispiel nach der Amtszeit von Macron oder vielleicht auch in manchem südeuropäischem Land......

RE: Bernd Kevesligeti um 15:14;von Hador Goldscheitel 14:55

***Und wenn sich britische Fischer über das Abkommen erregen, dann doch eher über Johnsons Zugeständnisse.***

Das eine bedingt das andere. Die Fischer merken jetzt als erste von den Brexiteers, dass sie hinters Licht geführt wurden.
Wir kennen doch auch das Märchen von den blühenden Landschaften, welches sich so langsam als Prophezeiung erfüllt.
Bei den Brite n sieht es so aus:
Für die Fischer einen vollen Fangkorb !
Für die Kranken ein bis zum Anschlag funktionierendes Gesundheitssystem !
Für die Finanzbranche glänzende Geschäfte !
Usw, usw.
Erst in der etwas ferneren Zukunft werden wir erkennen können, ob der Brexit ein Erfolg für die Briten war.
Bis dahin wird sich noch so mancher Brite verraten fühlen.

Gruß Hador

15:14 von Bernd Kevesligeti

«Und wenn sich britische Fischer über das Abkommen erregen, dann doch eher über Johnsons Zugeständnisse.»

Sie (die britischen Fischer) werden nun gewahr, dass es ein Unterschied zwischen vollmundigen Ankündigungen von Boris J. ist zu dem, was aus Verkündungs-Weltmeisterei dann auch wurde.

Ein Unterschied sehr viel breiter und tiefer als das Wasser im Ärmelkanal. Fischerei, Fischgründe, Fischereirechte sind zwar ein emotional stark belasteter Aspekt vom Brexit. Gerade zw. den britischen und französischen Fischern. Die rammten sich ja auch schon mal auf See, kappten gegenseitig Netze. Und man konnte froh sein, dass man heutzutage nicht mehr mit Kanoneboten zum Fischfang ausläuft.

"Das Herz" der Witschaft im UK ist die Fischerei aber gar nicht. So hat es letztlich auch Boris J. eingeordnet. Doch keinen No-Deal-Brexit gemacht, nur damit die Fischer auch all das Versprochene bekommen, was man zu versprechen ihnen einst grob fahrlässig vorgaukelte.

War Versprecher falscher Worte …

wenn die britischen Fischer....

den Fisch jetzt plötzlich billiger auf die deutsche Fischtheke bringen als die deutschen Fischer ists für letztere natürlich dumm gelaufen

@ 15:30 von Kritikunerwünscht

"während die EU an ihrer eigenen Bürokratie zugrund geht" Sie kennen das Mutterland der Bürokratie? Das ist nicht Preussen sondern England, insbesondere die wenig leistungsfähige Variante. Die Briten werden die Fischfangrechte, unvermeidlich um eine Überfischung zu vermeiden, mit ihrer eigenen Bürokratie überziehen. Gleiches gilt für die Landwirtschaft (da sollen ja die gleichen Subventionen fließen wie zu EU-Zeiten), nur die Finanzindurstrie soll noch weiter "dereguliert" werden, womit sie dann nicht mehr EU-kompatibel ist. Wobei "Deregulierung" hier im britischen Sinne bedeutet, sehr viele Vorschriften zu erlassen, sehr viele Daten zu erheben, es aber den Unternehmen zu überlassen, sie zu beurteilen (prudent man principle). Wir können nur hoffen, dass die EU die diesbezüglich vom UK in der EU erzwungene Bürokratie wieder abschaffen kann. Wie ein Farmer in einem Beitrag so schön sagte: Die Bürokratie war immer unsere eigene, nicht aus Brüssel.

Mee first too!

Die paar Leute in meinem Bekanntenkreis, die sich in dieser Angelegenheit ohne detaillierte Begründungen auf der Seite der Brexitiere wohlfühlen, haben alle 1 gemeinsam. Probleme mit Unabhängigkeit zuhause oder bei der Arbeit. Sicher führt es nicht automatisch zu so einer Haltung, wenn man sich in Beziehungen unfrei fühlt, aber so lässt es sich möglicherweise ein bißchen leichter ertragen. Wer auch immer Freiheit mit der Abwesenheit von Regeln verwechselt, wenn man mal in nicht so guten Zeiten Entscheidungen zu treffen hat, wird sich gern mit Johnson identifizieren.

Hallo fatherland,

Danke für den Link. Aber Sie sagen es selbst - "einigermaßen".

Wegen Umwelt- und Artenschutz....

kommt Fisch in Zukunft sowieso aus der chinesischen Aquakultur - da braucht man sich um das Auslaufmodell Hochseefischer keine Gedanken mehr machen

Verloren hat der Fisch

Nicht nur der Fisch auf dem Bild sondern der Fisch im Meer im allgemeinen.
Nicht (nur) die Politik sondern die Fischer betrügen sich doch seit Jahren selbst.
Sie überfischen die Meere gnadenlos für eine kurzfristigen
Profit.
In wenigen Jahren wird die Frage nicht mehr lauten wer darf wo wieviel Fisch fangen sondern wo gibt es überhaupt noch etwas zu fangen.
Darüber sollten sich Politik und Fischer Gedanken machen

@Am 28. Dezember 2020 um 13:30 von Knorlo

„Ich habe immer gesagt, die EU wird vor Johnson in die Knie gehen.“

Ach so? Und weil die EU vor Johnson in die Knie gegangen ist fühlen sich die britischen Fischer jetzt verraten? Bin nur ich nicht in der Lage, diese Logik zu verstehen oder ist das doch eher ein Form von alternativer Realität?

@Am 28. Dezember 2020 um 13:52 von Margitt.

„Mehr als 600000 Impfungen in Großbritannien gibt es bereits.“

Fragt sich nur, ob es die trotz oder wegen des Brexits gibt. Ist Ihnen entgangen, dass es der NHS war (National Health Service = Nationaler Gesundheitsdienst), der angesichts des drohenden No-Deal Szenarios um eine Verlängerung der Übergangszeit regelrecht gefleht hat? Die werden wohl wissen warum.

RE: Bernd Kevesligeti um 15:47; von Hador Goldscheitel 15:34

Da brauch ich mir nur die Brexiteers anschauen.
Zum Beispiel den "Staubsaugervertreter" Dyson. Der verlagert seinen Laden schnell nach Süd-Ost-Asien.

Oder nehmen wir Jim Ratcliffe, der seinen Produktionsstadort für Landrover nach Frankreich verlagern will (lt. Die Zeit), und seinen Firmensitz nach Monaco verlagert, um dort 4 Mrd. brit. Pfund einzusparen (lt. Münchener Merkur).

Echte Patrioten, die für den Brexit standen !

Gruß Hador

15:41 von Peter Meffert

«Zitat:"Doch sie wollten 100 % - wie in der Zeit der britischen Weltmacht."»

«Und diese Zeiten sind gottseidank vorbei. Für die Briten genauso wie für die Deutschen oder die Franzosen. Ein "Zurück in die Vergangenheit" ist für die meisten Europäer aufgrund eben dieser Vergangenheit keine Option mehr.»

Dazu kommt mir ein Zitat in den Sinn.
Hörte ich einer "Doku-Fiction-History".

Sah ich in Ermangelung einer besseren Idee zur Zeitverwendung über die Weihnachtstage bei ZDF-Info. Doku war über Life of Queen Elzabeth I.

Zu deren Zeit der Regentschaft war The British Empire ja bei der größten Ausdehnung, mit dem weitesten Einfluss der Briten in der Geschichte.
Ist das Zitat eben von Queen Elizabeth I:

«You cannot rule an Empire without constantly leading wars.»

Mit Königs ist das ja immer so'ne Sache.
Häufig ist es Klatsch oder Tratsch, oder Belanglos mit Uninteressant.

Manchmal ist es aber auch gutes Wissen um Zusammenhänge.
Wie es mal war … und wie es nicht wieder wird.

@Am 28. Dezember 2020 um 14:10 von Messi

„Auch den Fischern wird's besser gehen, ...“

Ach so, Sie wissen also besser, wie es den Fischern künftig gehen wird, als die Fischer selber. Klingt plausibel.

@15:45 von Autograf

Erinnern Sie sich noch an den Start des EU-Binnenmarkts am 01.01.1993 oder an die Einführung dees Euros am 01.01.2002?

Was wurden uns nicht alles bezüglich der beiden politischen Maßnahmen an Wohlstand und Wirtschaftswachstum versprochen?!

Sehen Sie, man muss sehr kritisch sein, bei den Auftrags- und Gefälligkeitsstudien und verlautbarten Zahlen der EU. Es ist politische PR aka Propaganda und es kommt garantiert anders.

@Kritikunerwünscht 15:30

Ihr Nickname ist bei Ihnen wohl Programm. Die bösen bösen Einheitsmenschen und die bösen Regeln aus Brüssel. Nur so für Sie und jeden anderen Kritiker zum mitschreiben: Kein Land profitiert mehr von der EU als Deutschland. Wenn die EU nicht mehr existiert, dann schadet dies Deutschland extrem. Die Kritiker der EU in diesem Forum haben aber offensichtlich nicht die Kenntnisse um dies zu begreifen!

@Knorlo 13:30

Die EU ist vor niemandem in die Knie gegangen. Die EU hat kein Problem mit einem No Deal gehabt. Johnson wollte unbedingt einen Deal weil er genau weiß, dass UK ohne Deal noch schlimmer dasteht. Ihre Prognose ist von Ihrer EU Abneigung und Ihrem EU Hass getrieben, wie soll man solche Prognosen ernst nehmen? Die EU hat absolut richtig gehandelt. In die Knie gegangen ist Johnson vor der EU und darum wird er gerade von den britischen Fischern fertig gemacht und dies zurecht!

15:03, AbseitsDesMains...

>>+Keine Bevormundung mehr aus Berlin bei der Vergemeinschaftung von Schulden oder der Armutsmigration.<<

GB war weder Mitglied des Euro- noch des Schengenraums. Weswegen es bei den von Ihnen genannten Punkten keinerlei Bevormundung gab. Erst recht nicht aus Berlin.

>>+Der Niedriglohnsektor für die englischen Geringqualifizierten.<<

Oha.

Die werden sich aber freuen!

@Am 28. Dezember 2020 um 14:10 von Messi

„Warum wird nicht näher darauf eingegangen dass die Wiedererlangung der Souveränität bzgl. Zuwanderung eine echte Chance bietet?“

Welche denn? Ich sehe eher eine Chance für Frankreich. Welche Verpflichtung und welches Interesse haben die Franzosen den jetzt noch, die Flüchtlinge in Calais festzuhalten? Frankreich kann jetzt mit GB umgehen wie die Türkei mit der EU: Entweder ihr spielt nach unseren Regeln oder wir machen die Grenzen auf. Das Problem hätte dann Johnson.

@mehr als 600000 Impfungen...

wie man beim Thema Fisch und Brexit jetzt wieder Covid hineinrühren kann - anscheinend greift es tatsächlich das Gehirn an

@Am 28. Dezember 2020 um 14:24 von KarlderKühne

Doch was ist jetzt eigentlich mit der Nordirlandgrenze, die uns immer als der große Knackpunkt genannt wurde? Kein Wort mehr davon. Also muß man annehmen, das es nur ein vorgeschobener Konflikt war, um GB in der EU zu halten.

Nein, muß man nicht annehmen.

Man kann auch einfach die Berichterstattung in den Medien verfolgen, z.B. hier auf tagesschau.de - dann wüßte man, daß die "innerirische" durchaus Thema ist und war.

@Nico Walter 16:19

Laut Forist "Messi" ist alles besser als die böse böse EU und den Fischern geht es sowieso besser. Da fragt man sich schon warum die alle so blöd sind und Forist "Messi" widersprechen. Vielleicht ist der Forist doch nicht so allwissend wie er es uns glauben machen will.

15:56, KarlderKühne

>>Hallo fatherland,
Danke für den Link. Aber Sie sagen es selbst - "einigermaßen".<<

Im Brexitvertrag wird die Lösung vieler Probleme in die Zukunft verschoben, wohl in der nicht unbegründeten Hoffnung, daß sie sich irgendwann von selbst erledigen werden. Das ideologische Gebrüll wird nach einiger Zeit verstummen, und dann wird auf leisen Sohlen der Pragmatismus Einzug halten. Selbst Herrn Kevesligeti wird irgendwann klar werden, daß der Brexit die Arbeiterklasse dem Sieg nicht einen Schritt näher gebracht hat.

@Am 28. Dezember 2020 um 15:14 von Bernd Kevesligeti

„Ja, gut, wenn sich die Briten 'ins eigene Knie schiessen', warum erregen sich dann die Deutschen ?“

Über den Brexit regt sich hier niemand auf. Die Briten sind ein freies Volk, das seinen Weg selbst bestimmen kann und Reisende soll man bekanntlich nicht aufhalten. Was mich erregt sind Deutsche, die den Weg in die Sackgasse als eigene Perspektive verklären wollen.

von Hador Goldscheitel 16:17

Aber Verlagerungen sind doch normal im Kapitalismus. Kritisieren Sie das denn sonst ?
Und "echte Patrioten" ? Nun, vielleicht sind das die nordenglischen Arbeiter, die überproportional für Leave gestimmt haben ?

@Am 28. Dezember 2020 um 15:52 von qpqr27

wenn die britischen Fischer....
den Fisch jetzt plötzlich billiger auf die deutsche Fischtheke bringen als die deutschen Fischer ists für letztere natürlich dumm gelaufen

Klar, mit weniger Marge geht es einem viel besser. War doch so, oder? Oder vielleicht doch nicht? ;-)

Oder anders: Warum sollten die englischen Fischer jetzt auf einmal beginnen, ihren Preis zu senken? Wenn sie es vorher nicht getan haben?

Tja

das hat die EU erreicht. Freihandel fuer Grossbritanien mit der EU ohne Nettozahlungen an dieselbe ( vor dem Brexit mit Nettozahlungen) Dafuer hat man die Fischereirechte im Kanal bekommen.

Die britischen Fischer werten dies als schlechten Handel. Ich wuerde sagen, sehr gut fuer Grossbritanien. Man behaelt die Vorzuege der EU ohne finanzielle Verpflichtungen. Schon vor dem Brexit konnen die Franzosen im Kanal fischen. Man kann ja die Milliarden, die man jetzt spart den britischen Fischern geben.

von schabernack 15:50

Dann hat Boris Johnson zu viele Zugeständnisse gemacht ?

Ihre Argumente, sind schlecht gewählt

Landrover ist schon seit Jahren nicht mehr im Besitz britischer Mehrheitseigner. Über MBMW, Ford sind sie nun Eigentum mitMehrheit der indischen Tata group. So das man über haupt noch erfreut sein kann das sie in Europa produzieren aber wohl eher weil es in Asien kein Markt für die Marke gibt.
Was Dyson betrifft ist es eher fraglich ist die Ursache der Brexit oder mehr der allgemeine Trennt in Billigasien oder billig Südamerika ohne Umweltauflagen zu produzieren . wo ja Deutschland als gutes EU Land eine Spitzenposition belegt bei produzieren im Ausland.

Die Briten werden den Brexit noch bitter bereuen.

Die Briten werden den Brexit noch bitter bereuen. Ja das glaube ich auch das war der außenpolitische größte Fehler der in Europa nach 1945 begangen wurde.

Zurück in die Vergangenheit...

Der beitritt zur EU rettete England damals vor einer größeren Inflation & schweren Arbeitsmarktsituationen. Hohe Arbeitslosenquoten & schlechte Schulausbildungen etc.!
England wird quasi gezwungen werden sich wieder mit Zöllen & Handelsstreitigkeiten auseinander zu setzen.
Letztendlich wird es zu lasten des Verbrauchers gehen, bei denen sich eine generelle Preissteigerung bemerkbar machen wird. Zölle, erschwerte Lieferbedingungen führen zwangsläufig zu einer Verknappung am Markt & dies zwangsläufig zu einer Verteuerung. Der Fisch wird dagegen im Preis fallen, da die englische Nachfrage kaum das Überangebot abgreifen wird.
Durch die Zölle wird dieser nicht konkurrenzfähig an die EU abgegeben werden können. Das Resultat wird eine Kriese der Fischereiindustrie nach sich ziehen.
& dies wird garantiert nicht der einzige Industriezweig bleiben. Eine befürchtete Inflation könnte dagegen den Tourismus stärken.

von Nico Walter 16:45

Das klingt aber ganz anders.
Und Deutsche, je wohlhabender sie sind verklären da natürlich ihre Geschäftsgrundlage.........

@Bernd Kevesligeti

"Nun, vielleicht sind das die nordenglischen Arbeiter, die überproportional für Leave gestimmt haben ?"

Weil diese von Johnson, Farage &Co gnadenlos verar...t worden sind, und noch werden.

@Am 28. Dezember 2020 um 15:30 von Kritikunerwünscht

„Wenn sie clever sind, Verträge mit den Asean-Staaten schließen, USA, Kanada und Mercosur, dann haben sie in einigen Jahren 'blühende Landschaften' bei sich, ...“

Ja, dieses Johnsonsche Ammenmärchen klingt zweifellos verlockend. Es setzt nur leider voraus, das der Rest der Welt irgendwie mitspielt. Wer aber spielt schon gerne mit einem Kind, das alles Spielzeug für sich haben und immer der Bestimmer sein will? China erwartet für ein Abkommen britisches Stillhalten in Menschenrechtsfragen und bezüglich Hong Kong. Die USA haben nach Trump erst einmal deutlich gemacht, dass Europa in erster Linie die EU ist und GB sich erst einmal hinten anzustellen hat. Viele andere Länder werden das ähnlich sehen. Wenn sie zwischen EU und GB wählen müssen wird die EU meistens wohl die lukrativere Alternative sein, nicht nur bezüglich Wirtschaftskraft, sonder vor allem auch mit Blick auf Verlässlichkeit.

@ Nico Walter

"Ach so, Sie wissen also besser, wie es den Fischern künftig gehen wird, als die Fischer selber. Klingt plausibel."

Dann erklären Sie, warum es den Fischern bei einer Gebietszuteilung von 66% der britischen Gewässer schlechter gehen sollte, als zu EU-Zeiten und nur 50% der britischen Gewässer.

Ich verstehe es ehrlich gesagt nicht, denn: wenn das Fischereigebiet ausgedehnt wird - und 16% mehr sind schon eine ganze Menge! - gibt es mehr Fischgründe zum Erjagen und damit größere Mengen für die britischen Hochseefischer, die gefischt werden können. Wo ist da jetzt der "Verlust", weswegen die britischen Fischer protestieren?

Richtig ist: die brit. Fischer wollten die kompletten 100% des brit. Seegebietes zu ihrem exklusiven Fanggebiet erklären. Da fühlen sich 66% natürlich als "Verlust" an, auch wenn es faktisch einen deutlichen Zugewinn darstellt!

16:46 von Bernd Kevesligeti

« Und "echte Patrioten" ? Nun, vielleicht sind das die nordenglischen Arbeiter, die überproportional für Leave gestimmt haben ?»

Und diese Patrioten haben nun genau welche Vorteile nach dem Brexit?

Dass nun bald kein Klempner mit dem polnischen Akzent im Englischen mehr kommt, wenn der Patriot den Wasserrohrbruch doch nicht alleine wieder zusammengefrickelt bekommt?

16:46, Bernd Kevesligeti

>>von Hador Goldscheitel 16:17
Aber Verlagerungen sind doch normal im Kapitalismus. Kritisieren Sie das denn sonst ?
Und "echte Patrioten" ? Nun, vielleicht sind das die nordenglischen Arbeiter, die überproportional für Leave gestimmt haben ?<<

So wie die deutschen Arbeiter überproportional AfD wählen.

Der Untergang einer einst stolzen Klasse. Wo früher Proletariat war, ist heute Lumpenproletariat.

Wer Marx und Marcuse versteht, der versteht, warum das so ist. Der lohnarbeitsbasierten Gesellschaft geht die Arbeit aus. Akkumulation, Rationalisierung, Automatisierung undsoweiter. Die Verlierer dieser dem Kapitalismus immanenten Entwicklung driften nach rechts. Sehr deutlich sieht man das auch in den USA.

RE: Bernd Kevesligeti um 16:46;von Hador Goldscheitel 16:17

***Aber Verlagerungen sind doch normal im Kapitalismus. Kritisieren Sie das denn sonst ?***

Bei Konzernzusammenschlüssen wird im allgemeinen eine Zentrale geschleift. Konzernverlagerungen mit steuerlichem Hintergrund kritisiere ich schon seit langem. Und international Tätige Konzernen stehen ja sowieso schon genügend Schlupflöcher zur Verfügung.

***Und "echte Patrioten" ? Nun, vielleicht sind das die nordenglischen Arbeiter, die überproportional für Leave gestimmt haben ?***

Nun, da haben sich viele von dem national-patriotischem Geschwätz in die Irre führen lassen, auch von diesen erfolgreichen "Vorzeigeunternehmern". Aber die verfolgen bloß ihre eigene Agenda, und der einfache Bürger steht am Ende als der Dumme da.
Und die Fischer sind jetzt die ersten, nach den Gegnern des Brexit, die aufwachen !

Gruß Hador

von schabernack 17:11

Es geht also weiter so: Da wird sich von den Deutschen scheinbar um "den englischen Arbeiter" gesorgt.

Oder geht die Sorge nicht um etwas anderes ?

RE: um 16:55 von Magic.fire

***Im Jahr 2016 wurde Ineos Automotive gegründet. Dieses Unternehmen plant ab 2021 in Großbritannien mit dem Ineos Grenadier einen Geländewagen im Stile des 2016 eingestellten Land Rover Defender und mit Motoren von BMW zu bauen. Bei der Entwicklung zur Serienreife des Fahrzeugs wird das Unternehmen von Magna International unterstützt. Im Dezember 2020 hat Daimler-Benz angekündigt, das Smart-Werk in Hambach (Frankreich) an Ineos zu verkaufen. Ab Ende 2021 soll der Grenadier ebenfalls dort hergestellt werden.***
Quelle: Wiki

Was Dyson und Radcliff angeht sind das beide "Falsche Fünfziger" die den Brexit herbeireden, um sich dann schnellstens aus dem Staub zu machen. Für diese Verlogenheit sind das Paradebeispiele !

Gruß Hador

Ich sehe den Brexit ...

.. als Experiment - mit noch unklarem Resultat. Und wenn dieses mißlingen sollte , werden die Briten ganz sicher ihren Wiedereintritt anstreben. Und es werden ebenso sicher ganz viele EU-Bürger das sehr begrüßen !

von fathaland slim 17:13

Aber das, was Sie da aufzählen am und im Kapitalismus- in wie fern steht dann die EU dagegen ?

Aber hier geht es doch noch um das Phänomen: Warum sich wohlhabende Deutsche auf die Interessen von englischen Arbeitern oder Fischern berufen ? Ist das nicht erstaunlich ?

Es ist erstaunlich, wegen der Meinung einiger

Unzufriedender Fischer zu "erkennen " wie schlecht es den Briten ergehen wird.
Vielleicht sollte man doch mehr den eigenen Kopf benutzen als einfach nachplappern was man irgent wo liest.
1. sicherlich wird es nicht allen besser gehen, so etwas wird es nie geben. Das beste Beispiel ist D. selber
2. der Brexit ist für beide Seiten eine Niederlage. Wenn es der EU nicht eben so wichtig wäre hätten sie schon lange die Reißleine gezogen. Kein Politiker macht irgend ein Handschlag aus Mitleid.
3. das Abkommen umfaßt 2000 Seiten, keiner der Foristen weiß was im Detail drin steht, dann urteilen zu wollen ist wie der berühmte Blick in die Glaskugel
4. was bisher durch sickerte..beidseitige Zollfreiheit und freier Handel...ergo ändert sich diesbezüglich nichts. Tja und EU Standarte, nichts kann man einfacher Umgehen, 2000 dt.Firmen in China machen es vor
5. Freizügigkeit, wen betrifft es mehr GB oder der EU. Siehe Status der Menschen der ehemaligen kolonien

@Am 28. Dezember 2020 um 16:19 von AbseitsDesMains...

„Was wurden uns nicht alles bezüglich der beiden politischen Maßnahmen an Wohlstand und Wirtschaftswachstum versprochen?!“

Wollen Sie damit sagen, uns in der EU (und vor allem uns in Deutschland) ginge es schlecht? Ganz sicher ist längst nicht alles perfekt und sowohl Euro als auch Binnenmarkt haben ihre Probleme. Da gibt es ganz sicher viel Raum für Verbesserung, aber durch weglaufen hat noch nie jemand etwas verbessert. Das ist meistens die schlechteste aller Lösungen. Ruiniert haben Euro und Binnenmarkt die EU jedenfalls nicht, für den Brexit und UK steht diese Feuerprobe noch aus.

17:13 von fathaland slim

So wie die deutschen Arbeiter überproportional AfD wählen.
.
was soll´s
jede Zeit hat eben so ihre Vorbilder
Marx und Engels sind eben nicht mehr sehr populär
das ganze Klassenkampfgetue entspricht wohl nicht mehr ganz dem Zeitgeist

17:02 von Bernd Kevesligeti

Zitat:"Und Deutsche, je wohlhabender sie sind verklären da natürlich ihre Geschäftsgrundlage...."

Ich bin, wie allgemein bekannt ist, pensionierter Lehrer für Deutsch und Geschichte. Meine "Geschäftsgrundlage" war u.a. der Versuch, meinen Schüler/innen zu zeigen, auf welche Irrwege Nationalismus, Chauvinismus, Rassismus usw. Europa in den letzten Jahrhunderten geführt haben. Schon allein aus diesem Grund ist mir eine schlecht funktionierende EU tausendmal lieber als lauter perfekt funktionierende Nationalstaaten. Wie dünn das Eis ist, haben wir u.a. im ehemalige Jugoslawien gesehen, wo nach fast einem Jahrhundert die alten nationalistischen Streitpunkte wieder hervorgeholt wurden und zu einem mörderischen Bürgerkrieg mit Folgen bis heute geführt haben. Oder die stärker werdenden nationalistischen Kräfte in D, F, GB, I, den USA und anderswo. Wir dürfen diese Kräfte nie wieder so stark werden lassen, dass sie Europa oder die Welt wieder ins Unglück stürzen können. Deshalb EU!

@ IBELIN, um 16:54

Tja, wenn die Welt bloß so einfach wäre, wie Sie das offensichtlich vorstellen...

Am 28. Dezember 2020 um 13:28 von fathaland slim

Die britischen Fischer und ihre Verbände sind da anderer Ansicht.

Steht im Artikel, auf den Sie allerdings inhaltlich gar nicht eingehen. Stattdessen eine Jubelarie auf Johnson, die Sie überall posten können und dies wahrscheinlich auch tun werden.
------------------------------------------------
Die britischen Fischer sind vollkommen unbedeutend, -Ihr Umsatz 0,05% vom BIP etc-genau das hat uns doch die EU bis kurz vor dem Deal ständig mitgeteilt-jetzt sind sie natürlich plötzlich von entscheidender Bedeutung, da sie beim Kompromiss nicht alles bekommen haben, was sie wollten?
Ja wie schnell sich doch Prioritäten ändern können.
bolligru hat Recht-Johnson hat in Summe mehr gewonnen, als die EU -davon soll das Dilemma der britischen Fischer nur ablenken.

@ fathaland slim

"So wie die deutschen Arbeiter überproportional AfD wählen."

Ist das so? Gibt es dazu Statistiken? Würde mich sehr wundern. Bisher hatte ich die AfD immer im bürgerlich-akademischen Milieu angesiedelt, eben eine FDP mit bräunlichem Anstrich, und nicht mit der Arbeiterschaft assoziiert.

RE: fathaland slim um 17:13

***Wer Marx und Marcuse versteht, der versteht, warum das so ist. Der lohnarbeitsbasierten Gesellschaft geht die Arbeit aus. Akkumulation, Rationalisierung, Automatisierung undsoweiter. Die Verlierer dieser dem Kapitalismus immanenten Entwicklung driften nach rechts. Sehr deutlich sieht man das auch in den USA.***

Ich stimme mit Ihnen absolut überein, auch ohne Marx und Marcuse gelesen zu haben.
Diese Entwicklung, bei Wohlstandsverlusten einer Gesellschaft mit der Hinwendung zu den radikalen Polen zu reagieren, konnte man schon in den 30er Jahren beobachten.
Nun sind wir vor Jahren schon über die Schwelle der Globalisierung getreten, mit ähnlichen Effekten. Dann fehlt nur noch der Sündenbock, im Falle des UK waren das die "bösen Eliten" in Brüssel, wie auch der Zuzug der vielen kontinental-europäischen Arbeitskräfte. Und das UK reagiert darauf reaktionär !

Gruß Hador

@Am 28. Dezember 2020 um 17:11 von RoyalTramp

„Dann erklären Sie, warum es den Fischern bei einer Gebietszuteilung von 66% der britischen Gewässer schlechter gehen sollte, als zu EU-Zeiten und nur 50% der britischen Gewässer.“

Aber gerne. Das stand doch eigentlich eindeutig im Artikel: „Als Großbritannien noch EU-Mitglied war, hätten die Fischer mit der Gemeinschaft handeln können. 'Wir haben Dinge, die wir nicht gebraucht haben, gegen Fisch getauscht, den sie nicht gebraucht haben. Und das hat uns ermöglicht, einen Jahresplan aufzustellen', sagte Locker. Nun müssten die britischen Fischer schwer kämpfen, um ihre Existenz zu erhalten.“ Ganz vereinfacht zusammengefasst: Sie dürfen jetzt zwar mehr Fisch fangen, können aber nur noch weniger bzw. zu schlechteren Bedingungen verkaufen. Es gibt eben immer mehrere Faktoren in der Gleichung.

Am 28. Dezember 2020 um 13:45 von OlliH

@12:40 von bolligru

„Ein Sieg für Johnson auf ganzer Linie.“

Ein Pyrrhussieg wird es sein mit allem Schikimicki.
Die Briten werden den Brexit noch bitter bereuen.
---------------------------------------------------
Na ja-aktuell konnten sie ja schon mal Wochen vor den EU-Mitgliedern mit den Impfungen anfangen und auch unabhängig von der EU ausreichend Impfstoff bestellen.

17:32, Bernd Kevesligeti

>>von fathaland slim 17:13
Aber das, was Sie da aufzählen am und im Kapitalismus- in wie fern steht dann die EU dagegen ?<<

Warum sollte die EU sich denn gegen den Kapitalismus positionieren?

Die EU ist ein Zusammenschluss kapitalistischer Länder. Aus dem das kapitalistische Großbritannien auf Betreiben einiger britischer Oberklässler gerade ausgetreten ist. Die dabei ganz gewiss nicht die Interessen der immer weniger werdenden traditionellen britischen Arbeiter im Blick hatten. Und auch ganz sicher nicht das Vereinigte Königreich weniger kapitalistisch machen wollen.

>>Aber hier geht es doch noch um das Phänomen: Warum sich wohlhabende Deutsche auf die Interessen von englischen Arbeitern oder Fischern berufen ? Ist das nicht erstaunlich ?<<

Welche wohlhabenden Deutschen tun das denn?

um 17:32 von Magic.fire

>>
4. was bisher durch sickerte..beidseitige Zollfreiheit und freier Handel...ergo ändert sich diesbezüglich nichts.
<<

Irgendwo stand mal etwas von "überwiegend zollfrei". Weiß jemand genaueres ?

28. Dezember 2020 um 17:26 von Hador Goldscheitel

Ein Lächeln huscht über mein Gesicht weil nach ihrem Beitrag sind dann deutsche Manager und Vorstände von Firmen wie Adidas, VW oder Banken usw. alles "falsche Fünfziger", weil sie für ein geeintes Europa als Absatzmarkt sind aber schnell noch ihre Produktion ins Ausland verlegen.
Oder gar Politiker welche bei Staatsbesuchen in China für deutsche Investitionen usw werben,..natürlich alles zum " Wohle " der europäischen Arbeiter.

Am 28. Dezember 2020 um 17:31 von Quakbüdel

Ich sehe den Brexit ...
.. als Experiment - mit noch unklarem Resultat.
-------------------------------------------
Sehe ich genauso-wenn es den Briten wie hier offensichtlich von den EU-Fans herbeigesehnt wirklich ganz furchtbar schlecht geht, werden sie Boris Johnson zum Teufel jagen und mit Freuden wieder zahlendes Mitglied der EU werden.
Also abwarten und Tee trinken.

Am 28. Dezember 2020 um 13:55 von Adeo60

Das sehe ich anders. Der Druck auf Boris Johnson wurde so groß, dass er erhebliche Zugeständnisse machen musste. Von seinen vollmundigen Ankündigungen ist wenig geblieben. Kein Wunder, dass er nun die Geister, die er rief, nicht mehr los wird.
--------------------------------------------------
Nun war es ihnen ja möglich alle Nachteile aus dem Kompromiss für GB aufzuzählen. Die Nachteile der EU passen leider nicht in das Kommentarfenster.

17:44, RoyalTramp

>>@ fathaland slim
"So wie die deutschen Arbeiter überproportional AfD wählen."

Ist das so? Gibt es dazu Statistiken? Würde mich sehr wundern. Bisher hatte ich die AfD immer im bürgerlich-akademischen Milieu angesiedelt, eben eine FDP mit bräunlichem Anstrich, und nicht mit der Arbeiterschaft assoziiert.<<

Doch, das ist wirklich so. Statistiken können Sie googeln. Das bürgerlich-akademische Milieu wählt eher grün. Die AfD wird hauptsächlich von Modernisierungsverlierern gewählt, weswegen sie IMHO auch im Osten so stark ist. Von Leuten, die Abstiegsängste haben.

Fischer werfen Johnson Betrug vor

das kann noch lustig werden
womöglich akzeptieren die 2 Dutzend EU Staaten das Abkommen
aber die Briten lehnen es ab
was dann
beginnt das Theater dann von neuem ?

von Peter Meffert 17:38

Sie erwähnen Jugoslawien. An der Zerstörung dieses Landes waren auch bestimmte europäische Länder beteiligt (1999).
Und mit dem Nationalismus ist das so eine Sache: Hier weiß man ganz genau, welche Bedeutung die EU für die Exportüberschüsse hat.

Und zur Friedensfrage ist noch zu bemerken, daß im Lissabonner Vertrag Artikel 42 die militärische Komponente festgeschrieben ist. Und in Gestalt von PESCO Realität ist.

Bin mal gespannt

Wahrscheinlich hat kaum jemand von uns den Deal gelesen, geschweige denn verstanden, was die Formulierungen darin im Alltag bedeuten werden.

Ich frage mich, ob nach den Fischern die britischen Bauern in der Realität ankommen werden. Vermutlich lebten die bisher, wie die deutschen u.a. Zu einem großen Teil von Zahlungen aus Brüssel. Die Preise für deren Produkte sind ja in der Regel zu niedrig.

Ob die Regierung in GB schon dafür gesorgt hat, diese Subventionen 1:1 zu ersetzen?

Würde mich mal interessieren und ehrlich gesagt überraschen.

RE: Klärungsbedarf um 17:50

***Irgendwo stand mal etwas von "überwiegend zollfrei". Weiß jemand genaueres ?***

Keine Ahnung, in welchem Zusammenhang Sie dies gelesen haben.
Soweit ich weiß müssen brit. Güter zu 80 Prozent im UK gefertigt worden sein, um zu verhindern, dass sich das UK als trojanisches Pferd für die EU erweist und Produkte aus Drittstaaten in die EU einschleußt.
Desweiteren kann die EU Zölle beschließen, wenn sich das UK nicht an die vereinbarten Regeln, bzw. auch Fangquoten hält.

Gruß Hador

@Am 28. Dezember 2020 um 17:54 von Hanno Kuhrt

„ … wenn es den Briten wie hier offensichtlich von den EU-Fans herbeigesehnt wirklich ganz furchtbar schlecht geht, werden sie Boris Johnson zum Teufel jagen und mit Freuden wieder zahlendes Mitglied der EU werden.“

Richtig, nur die Industrien, die dann weg sind, sind weg und werden so schnell nicht wieder kommen.Ebenso (hoffentlich) die bisherigen britischen Privilegien.

Abgesehen davon, wer schlechtes Wetter voraussagt muss es sich deshalb noch lange nicht wünschen. Die wenigsten hier werden sich die britische Tragödie „herbeisehnen“. Die Gewitterwolken über dem Land sind nur leider zu offensichtlich.

@fathaland slim um 14:27Uhr

Es überrascht mich sehr, daß Sie die Gründe für Johnsons Sturheit bei den Fischereirechten nicht erkannt haben. Ich glaube, er kennt den Einfluß der britischen Medien ziemlich genau, und hier ging es nicht um Fischerei! Die ist sowohl wirtschaftlich, als auch hinsichtlich des Wählerpotential vernachlässigbar. Aber ein perfektes Vehikel für die angebliche Souveränität und befriedigt den britischen Hang zum Nationalstolz. Wenn Johnson nicht auf dem Punkt bestanden hätte, wäre er von den Medien (die ja doch irgendwie die Denkweise eines Großteils der Bevölkerung widergeben) in der Luft zerrissen worden. Ich verstehe nur immer noch nicht, warum den Briten ein Nationalstolz genehmigt wird, aber ein bestimmtes anderes Land dafür verdammt wird bzw. warum die EU sich vor den Karren der britischen Innenpolitik spannen läßt.

17:53 von Magic.fire

Zitat:"Ein Lächeln huscht über mein Gesicht weil nach ihrem Beitrag sind dann deutsche Manager und Vorstände von Firmen wie Adidas, VW oder Banken usw. alles "falsche Fünfziger", weil sie für ein geeintes Europa als Absatzmarkt sind aber schnell noch ihre Produktion ins Ausland verlegen."

Das eine schließt das andere nicht aus. Kapitalistische Gewinnmaximierung ist kein Alleinstellungsmerkmal von Dyson oder Ratcliffe. Auffällig an den beiden ist aber, dass sie bis zum Brexit in GB produziert haben, für den Brexit geworben haben und dann das Weite gesucht haben. Aber im Prinzip stimme ich Ihnen zu: Wo es um den Gewinn geht, hört der Patriotismus ganz schnell auf. Die einzige größere Ausnahme, die ich kenne, ist Trigema.

Am 28. Dezember 2020 um 16:52 von faktenfrei.de

Oder anders: Warum sollten die englischen Fischer jetzt auf einmal beginnen, ihren Preis zu senken? Wenn sie es vorher nicht getan haben?
------------------------------------------------
Vielleicht, weil sie keine EU-Fangquoten mehr einhalten müssen und größere Gebiete befischen können?

von Hador Goldscheitel 17:14

"Da haben sich viele in die Irre führen lassen, aber sie wachen jetzt auf".

Klingt aber ein bisschen abgehoben.
Und dann der "einfache Bürger", der der
Dumme ist ? Und der Dumme ist er nicht, wenn er nach Brüssel guckt ?

Am 28. Dezember 2020 um 17:54 von Hanno Kuhrt

Zitat: wenn es den Briten wie hier offensichtlich von den EU-Fans herbeigesehnt wirklich ganz furchtbar schlecht geht, werden sie Boris Johnson zum Teufel jagen und mit Freuden wieder zahlendes Mitglied der EU werden.

Ich bin EU-Fan, habe aber nicht die geringste Veranlassung, zu hoffen, dass es GB schlecht gehen wird, zumal den vielen Brexitgegnern. Wer sollte das wollen und warum.

Umgekehrt kann ich aber den Abgesang einiger Foristen auf die EU auch nicht teilen. Wer sollte so etwas wollen und warum.

Zitat: Also abwarten und Tee trinken.

Dieser Haltung schließe ich mich an und hoffe, dass es beiden, GB und EU, zukünftig gut gehen möge.

RE: Magic.fire um 17:53

Wo haben die von Ihnen genannten Unternehmen ihren Firmensitz.
Addidas, VW, Dt. Bank usw. ... aah, in Deutschland ! Nichts mit Firmensitzverlagerung.

Auch die Produktionsstandorte liegen noch in Deutschland. Natürlich werden international tätige Konzerne international Werke betreiben. Und das ist auch gut und richtig so.
Warum sollen dt. Kfz's nicht in Brasilien, USA, China oder Mexiko gefertigt werden ? Dafür hat Ford in Deutschland Werke aufgebaut.

Außerdem haben deutsche Konzernvorständ noch nie! den Deuxit gefordert !

Ihr Kommentar zielt ins Leere !

Gruß Hador

Fischers Fritz

Es gibt kaum jemand der mir so schnurz ist wie die britischen Fischer. Ob vor, während oder nach dem Brexit. Wahrscheinlich haben sie zum größten Teil damals jubelnd dem Brexit zugestimmt. Hamse halt jetzt Pech.

18:01 von Bernd Kevesligeti

Zitat:"Sie erwähnen Jugoslawien. An der Zerstörung dieses Landes waren auch bestimmte europäische Länder beteiligt (1999)."

Und wer hat sich von 1991 bis 1998 gegenseitig abgeschlachtet? Millionen Menschen aus ihrer Heimat vertrieben? Sagen Ihnen Srebenica oder Sarajewo etwas? Da waren keine "bestimmten europäischen Länder" beteiligt, höchstens als hilflose "Friedenstruppen" im Rahmen der UNO.

Zitat:"Und zur Friedensfrage ist noch zu bemerken, daß im Lissabonner Vertrag Artikel 42 die militärische Komponente festgeschrieben ist"

Wer wird denn dadurch bedroht? Welche effektiven Streitkräfte hat denn die EU? Und was die "EVU" (PESCO) angeht: das ist doch bis jetzt eine bloße Absichtserklärung und wird vermutlich auch nie mehr sein. Auf jeden Fall richtet sich das alles nicht gegen europäische Nachbarstaaten und auch gegen sonst niemanden auf der Welt.

Am 28. Dezember 2020 um 17:50 von fathaland slim

>>Aber hier geht es doch noch um das Phänomen: Warum sich wohlhabende Deutsche auf die Interessen von englischen Arbeitern oder Fischern berufen ? Ist das nicht erstaunlich ?<<

Welche wohlhabenden Deutschen tun das denn?
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Offensichtlich haben deutsche Journalisten plötzlich ihr Herz für die Anliegen der britischen Fischer entdeckt.
Die könnte hier dann ja auch mal schreiben, wie es den deutschen Fischern Dank EU Fangquoten und Fangebietsbegrenzungen geht. Die hat unsere Presse völlig schmerzfrei und ohne jede Empathie im wahrsten Sinne "untergehen" lassen.

@ Nico Walter

Achso... die britischen Fischer sind also zu bequem, neue Distributionswege zu gehen, neue Märkte zu aquirieren.

Sorry, die jammern nur herum. Das ist lächerlich. Aber klar: wenn man seinen Popo so schön mit dem EU-Markt eingerichtet hat, dann ist es natürlich zu viel von den brit. Fischern verlangt, denselbigen dann auch zu bewegen! Das hätte denen aber auch vorher klar sein können...

Bolligru

Mir scheint die engl. Fischer sehen das anders . Mich würde nicht wundern, wenn die EU den englischen Fischern genau wie den Westafrikanischen Fischern das Essen vom Tisch wegfischt und einige wenige davon aus diesen Ländern von diesen Deals ihre Profite generieren . Das Volk bleibt auf der Strecke.

Die Fischereiwirtschaften ...

... der britischen Inseln sowie des europäischen Kontinents sollten sich lieber umgehend selbst auflösen als noch lang herumzulamentieren! Fischfang ist nicht mehr zeitgemäß, Fischverzehr zudem eine der ungesundesten Ernährungsweisen überhaupt und Fischfleisch für den menschlichen Organismus nicht wirklich irgend geeignet...

Am 28. Dezember 2020 um 18:03 von dr.bashir

Ich frage mich, ob nach den Fischern die britischen Bauern in der Realität ankommen werden. Vermutlich lebten die bisher, wie die deutschen u.a. Zu einem großen Teil von Zahlungen aus Brüssel. Die Preise für deren Produkte sind ja in der Regel zu niedrig.
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Auf jeden Fall können sie wohl keine Agra -Produkte mehr zu Dumpingpreisen in Afrika verkaufen, wie die anderen EU-Staaten-gut für afrikanische Bauern.

Große Reden

Das kommt davon -
Einer verspricht, was er nicht halten kann
Und auf der andern Seite sind viele, die alles glauben, was das Großmaul verspricht
Und solange die Vielen das nicht durchschauen macht der Eine immer so weiter

RE: Hanno Kuhrt um 17:47

***Na ja-aktuell konnten sie ja schon mal Wochen vor den EU-Mitgliedern mit den Impfungen anfangen und auch unabhängig von der EU ausreichend Impfstoff bestellen.***

Das hätte jedes Mitgliedsland auch tun können auch ohne Exit.
Aber die EU handelt hier wenigstens gemeinsam und einigermaßen solidarisch.
Und die brit. Regierung hat den Teufel in Form von Corona im Nacken.
Letzte Meldung im tagesschau-Blog:

***Großbritannien hat mehr als 40.000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages verzeichnet - ein neuer Höchstwert.**

Im UK regiert die blanke Not !

Gruß Hador

@ fathaland slim

Ich fragte, weil ich auf den Seiten der BPB (Bundeszentrale für politische Bildung) folgende Info finde:

"Arbeiter und Arbeitslose sind unter den Wählern zwar überdurchschnittlich vertreten, machen aber nur ein Viertel der AfD-Gesamtwählerschaft aus, während die übrigen drei Viertel auf Angestellte, Beamte und Selbständige entfallen."

Sieht mir eher nicht nach einer neuen Arbeiterpartei aus. Aber so genau bin ich da nicht im Bilde... würde mich jedenfalls ziemlich überraschen, wenn ausgerechnet Arbeiter einer Partei des Großkapitals ihre Stimmen geben würden.

@wahrscheinlich hat keiner den Deal gelesen....

ha,ha, haa - weder den Deal noch den Artikel noch sonst was zu dem Thema - wäre auch noch schöner wenn sich der Biedermann nicht auch so seine Meinung bilden könnte

Am 28. Dezember 2020 um 18:11 von Nico Walter

Abgesehen davon, wer schlechtes Wetter voraussagt muss es sich deshalb noch lange nicht wünschen. Die wenigsten hier werden sich die britische Tragödie „herbeisehnen“. Die Gewitterwolken über dem Land sind nur leider zu offensichtlich.
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Na ja- so ein bisschen Rachegelüste sind bei einigen Usern, wie auch bei vielen Beiträgen der TS schon herauszulesen.
Jedes Ende ist ein neuer Anfang-vielleicht ist die Zeit einfach noch nicht reif, für die vereinigten Staaten von Europa-auch wenn ich persönlich das für die einzig zukunftsfähige Lösung halte, um Wohlstand und Lebensqualität in Europa langfristig zu sichern.

@Am 28. Dezember 2020 um 17:47 von Hanno Kuhrt

Na ja-aktuell konnten sie ja schon mal Wochen vor den EU-Mitgliedern mit den Impfungen anfangen und auch unabhängig von der EU ausreichend Impfstoff bestellen.

"Wochen" suggeriert in Ihrem Kontext mehr Zeit, als sich GB mit ihrer Notzulassung erkauft hat.

Und wie bestellt so gestellt?

Haben Sie tieferen Einblick in die laufende Produktion und Auslieferung des Impstoffes von Biontech? Und anderer Impfstoffe, die ggf. nicht einmal eine Notzulassung vorweisen können?

Und wo war da jetzt noch gleich der Zusammenhang zum Brexit und zum Artikel bzgl. Fischerei?

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