Ihre Meinung zu: Anschlag auf Synagoge: Höchststrafe für Halle-Attentäter

21. Dezember 2020 - 13:06 Uhr

Im Prozess zum rechtsterroristischen Anschlag von Halle ist der Angeklagte zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Die Entscheidung traf auf breite Zustimmung.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
3.42857
Durchschnitt: 3.4 (7 votes)
Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Solch

eine konsequente Anwendung der jeweiligen Höchststrafe -oder wenigstens der vom jeweils zuständigen Staatsanwalt geforderten Strafe- würde ich mir für alle Straftaten wünschen, bei denen vorsätzlich Menschen verletzt oder zu Tode gebracht werden.

Absolut richtiges Urteil

hoffentlich dient das auch zur Abschreckung anderer Geistesgestörter dieses Schlages.

Sehr gut ...

... zusammengefasst, Sparer.
Ein solcher Hass ist an und für sich schon schlimm genug, doch wenn er derart ausufert, dann müssen die Gesetze konsequent genutzt werden - so wie hier geschehen.

Traurig ist es nur, dass dafür erst Menschen sterben mussten.

Nachfrage

Eine Nachfrage zum folgenden Satzteil:
,,fuhr mit dem Fluchtwagen einen Schwarzen an“
Ist das in diesem Zusammenhang irgendwie relevant, dass diese Person dunkelhäutig war? Also hat er das extra gemacht aus rassistischen Gründen o.ä.? Es klingt nicht demnach, also sollte in dem Satz vielleicht besser ein neutrales „Mann“ stehen statt „Schwarzer“?

Ich danke für eine Antwort.

Man staunt und ist froh...

Endlich handelt der Rechtsstaat und schöpft der Schwere der Tat angemessen das volle Strafmaß aus! Ich wünschte mir nur, es würden bei Gewaltverbrechen gegen das Leben anderer Menschen deutlich öfters derlei harte Strafen ausgesprochen, insbesondere bei Vergewaltigungen!

Wegsperren... wenn's nach mir ginge: für immer!

Kritik an der Beschreibung

„[...] fuhr mit dem Fluchtwagen einen Schwarzen an [...]“
Warum wird hier „Schwarzen“ als Bezeichnung genutzt und nicht einfach Mann/ Person/ Mensch? Warum muss man die Hautfarbe hier als einziges Merkmal nennen, obwohl sie gar nichts zur Sache tut? Zudem bei allen anderen Betroffenen die Hautfarbe gar nicht zur Sprache kommt.

Re : Sparer !

Das würde ich mir auch wünschen. Denn zu oft wird zu sehr auf einen Täter ein gegangen, bei dem "Warum" gibt es zu viele Abstufungen, und zu oft werden Opfer bei alle dem vergessen.
Würde endlich konsequent jede brutale Attacke gegen Leib und Leben als solche auch beurteilt und die jeweiligen Täter danach genauso rücksichtslos verurteilt, wie sie ihre Verbrechen begingen, dann könnte dies eine Signalwirkung geben.
All diese Abstufungen sind in meinen Augen einfach nur Mist und helfen lediglich den Tätern, werden aber keinem Opfer gerecht !

Zustimmung?

Seit wann ist es denn von Belang, ob ein Urteil Zustimmung oder keine Zustimmung erfährt?

15 Minuten fragwürdigen Ruhms - dann nichts mehr

Ein extrem bizarres Phänomen, diese Spinner, die zur Legende zu werden glauben indem sie ihre Frustrationen und abnormen Gewaltfantasien in einem relativ kurzen Moment ausleben, um dann für den Rest ihres Lebens dieses hinter dicken Mauern und in zunehmender Vergessenheit zu fristen. Besonders bizarr in diesem sich selbst entlarvenden Fall, in dem der Täter bei seiner Tat, seinem vorgeblichen Fanal, auf ganzer Linie versagte und dann einfach irgend jemanden ermordete, der ihm gerade vor die Flinte lief. Hauptsache morden. Ein nahezu beispielloses Fanal geistiger Degeneration.

@12:34 von ubk

"Absolut richtiges Urteil
hoffentlich dient das auch zur Abschreckung anderer Geistesgestörter dieses Schlages."

Tut es natürlich nicht. Wie Sie richtig bemerken muss man schon "geistesgestört" sein um nicht nur Menschen töten zu wollen sondern eine Straftat zu begehen, bei der man unweigerlich geschnappt oder selbst getötet wird.
Die Abschreckungswirkung von Strafverschärfungen ist generell unwesentlich.

Das Urteil kann man nur

Das Urteil kann man nur begrüßen. Was wäre noch passiert, wenn der Täter in die Synagoge eingedrungen wäre.
Rechtsexteme Täter gehören dauerhaft hinter Schloss und Riegel.

einen aufgehetzten Täter

hat man also verurteilt. Die Anstifter machen nahezu unbehelligt weiter.

"Stephan B.", so wird er nach unseren medialen Regeln genannt, ist auch grade hinsichtlich seiner Anonymität, seines Verschwindens in der Menge, der Tatsache, dass man ihn nicht zuzuordnen vermochte, sinnbildlich für das, was in unserer Gesellschaft geschieht. Die Brandstifter wählen das Gebäude und gießen das Benzin aus, legen die Lunte, die Streichhölzer müssen sie gar nicht erst übergeben, sie legen sie nur an der richtigen Stelle zurecht. Irgendein Verblendeter wird sicher kommen und das Feuer entfachen.

Halle, Hanau und ähnliche Schauplätze sind längst keine Einzelfälle mehr. Und die Motive, die die Attentäter nennen, lesen sich wie aus dem Parteiprogramm einer Partei, über die hier so oft darauf hingewiesen wird, dass sie "demokratisch gewählt" sei. Dort wäscht man die Hände in Unschuld und will nichts zu tun haben mit den Verbrechen.
Gut, dass wir hier in letzter Zeit immer aufmerksamer werden.

Jedes andere Urteil wäre ein erneuter Anschlag auf die...

...überlebenden des damaligen Anschlags.

---

Natürlich war es Mord.
Und natürlich mußte auch die besondere Schwere der Schuld festgestellt werden.
-
Wer so einen Anschlag plant und dann auch durchführt,
darf und kann doch nicht erwarten ein milderes Urteil zu erhalten.
-
Meine Hoffnung besteht darin, daß die Opfer das Erlebte irgendwann überwinden können,
um dann ein normales Leben, wie es jedem Menschen zusteht, zu führen.

@Der_Mahner um 12:47 Uhr

Die Zustimmung hat keinen Belang, das Urteil ist halt keine Empörung, wie es bei manch anderen Urteilen der Fall ist.

Ich finde das Urteil ebenfalls gerecht, ein antisemitischer Akt sollte meiner Meinung nach immer die Höchststrafe bekommen.

@12:38 von Mardiha: Warum wird hier „Schwarzen“

"Warum wird hier „Schwarzen“ als Bezeichnung genutzt und nicht einfach Mann/ Person/ Mensch? Warum muss man die Hautfarbe hier als einziges Merkmal nennen, obwohl sie gar nichts zur Sache tut?"

Könnte es vielleicht sein, dass die Hautfarbe des angefahrenen Menschen, hier das entscheidende Kriterium gewesen sein könnte, warum der Rechtsextremist den Menschen angefahren hat?

wohl schon relevant

hierzu gab es einen Beitrag in einem der ARD-Politmagazine. Nach Aussage des Angefahrenen selbst hatte dieser selbst den Eindruck, daß er gezielt angefahren wurde.
Die (in der BRD nicht unabhängige) Staatsanwaltschaft war von dieser Sichtweise weniger angetan (meiner Erinnerung nach, was den Bericht betrifft).

Hautfarbe sehr wohl relevant

" Warum muss man die Hautfarbe hier als einziges Merkmal nennen, obwohl sie gar nichts zur Sache tut?"

In diesem Fall tut sie sehr wohl etwas zur Sache, weil man hier eher von einer bewussten Tat im Kontext des Anschlags ausgehen kann - eben weil das Opfer schwarz ist. Nach Ihrer Argumentation hätte man nicht erwähnen sollen, dass die Angegriffenen in der Synagoge Juden sind? Im Übrigen ist es nicht das einzige erwähnte Merkmal. Aus der Formulierung "einen Schwarzen" ergibt sich doch schon, dass das Opfer männlich ist.

@ Olivia59

"Wie Sie richtig bemerken muss man schon "geistesgestört" sein um nicht nur Menschen töten zu wollen sondern eine Straftat zu begehen, bei der man unweigerlich geschnappt oder selbst getötet wird."

Und warum muss man "geistesgestört" sein? Ich sehe da keine intrinsisch notwendige Verbindung.

Gerechte Strafe

Hallo, moin moin und einen wunderschönen guten Tag meine Damen und Herren. Ja, die Strafe ist gerecht! Die Abschreckung ist sehr wahrscheinlich nicht sehr hoch! Also, ist nach wie vor der Kampf gegen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit angesagt! Mit hanseatischen Grüßen
Werner O. Kramer

Standards für extremistischen Terror

Der Prozess setzt die Standards für extremistischen Terror. Extremistische Terroristen wollen Töten. Sie dürfen nicht wieder entlassen werden um neue Morde zu begehen sondern müssen generell in Sicherheitsverwahrung verwahrt werden.

Weitere Morde der extremistischen Terroristen sind nicht zu akzeptieren.

@Maria14

Ja es war rassistisch motiviert. Wenn Sie die Berichterstattung über den Fall nachlesen, werden Sie feststellen, dass der Täter explizit gesagt hat, für einen Weißen wäre er ausgewichen.

12:37 von Huhn

>>Traurig ist es nur, dass dafür erst Menschen sterben mussten.<<

Es ist in einem Rechtsstaat nicht möglich, Jemand zu verurteilen bevor er einen Gestzesverstoß begangen hat

Hat er sich verdient.

Mord hat immer so bestraft zu werden und erst recht wenn es aus so einem bescheuerten Vorwand geschieht.

Hoffentlich gibt es später

Hoffentlich gibt es später keinen verständnisvollen Richter so nach dem Motto: schwere Kindheit, schwere Jugend und so, der ihm die Strafe wegen guter Führung verkürzt.

@Mardiha vom 21. Dezember 2020 um 12:38

> Kritik an der Beschreibung

> „[...] fuhr mit dem Fluchtwagen einen Schwarzen an [...]“
> Warum wird hier „Schwarzen“ als Bezeichnung genutzt und nicht einfach Mann/ Person/
> Mensch? Warum muss man die Hautfarbe hier als einziges Merkmal nennen, obwohl sie gar
> nichts zur Sache tut? Zudem bei allen anderen Betroffenen die Hautfarbe gar nicht > zur Sprache kommt.

Frage: Warum soll diese Aussage "gar nichts zur Sache" tun ?
Beweist diese Zusatzinformation nicht nochmals das rassistische Weltbild des Täters ?

Zeitenwende in Sachsen-Anhalt

MP Haseloff ist -hinsichtlich der dargestellten Wehrhaftigkeit der Demokratie - zuzustimmen. Das war gerade dort nicht immer in aufdringlich auffälliger Weise der Fall. Da denke ich an mindestens drei Tote
in und im Umkreis der Wolfgangstraße 25 in Dessau und die bisher angewandten Modalitäten bei den "Ermittlungen". Frei von jedem erkennbaren Ansatz von Gewaltenteilung.

Und die geistigen Mittäter?

Jetzt müßten noch die geistigen Mittäter, die mit Ihren Hassbotschaften zu diesen Morden beigetragen haben, auf die Anklagebank.

Einzeltäter ohne Mittäter

Das Gericht bestätigt die These vom Einzeltäter. Er plante u führte die Tat ohne Mitwisser oder Unterstützerumfeld aus.

Terror von Menschen mit schweren Persönlichkeitsstörungen die alleine Handeln können leider nicht verhindert werden.

Politische Gewalt muss aktiv geächtet werden. Politische Gewalt ist antidemokratisch u Menschenfeindlich.

@12:58 von frosthorn

"""Und die Motive, die die Attentäter nennen, lesen sich wie aus dem Parteiprogramm einer Partei, über die hier so oft darauf hingewiesen wird, dass sie "demokratisch gewählt" sei. """

Könnten Sie auf diese Stellen in dem Parteiprogramm zeigen?
Ich weiß von keinem Parteiprogramm wo Terrorismus und Attentate auf Synagogen befürwortet werden, nicht mal bei den Parteien, die behaupten sie seien die "demokratischen Parteien".

12:21, Sparer

>>Solch
eine konsequente Anwendung der jeweiligen Höchststrafe -oder wenigstens der vom jeweils zuständigen Staatsanwalt geforderten Strafe- würde ich mir für alle Straftaten wünschen, bei denen vorsätzlich Menschen verletzt oder zu Tode gebracht werden.<<

Das heißt, Sie möchten den Strafrahmen für Mord verändern und den Gerichten weniger Spielraum geben.

Mord ist Mord, unterschiedslos, alles dasselbe...

12:34, ubk

>>Absolut richtiges Urteil
hoffentlich dient das auch zur Abschreckung anderer Geistesgestörter dieses Schlages.<<

Tut es natürlich nicht. Solche fanatisch verblendeten Überzeugungstäter ließen sich auch durch eine drohende Todesstrafe nicht abschrecken.

@13:06 von RoyalTramp

">>Olivia: Wie Sie richtig bemerken muss man schon "geistesgestört" sein um nicht nur Menschen töten zu wollen sondern eine Straftat zu begehen, bei der man unweigerlich geschnappt oder selbst getötet wird.<<

Und warum muss man "geistesgestört" sein? Ich sehe da keine intrinsisch notwendige Verbindung."

Nun ja, alleine jedwede Ideologie, die dazu führt einem persönlich unbekannte Menschen töten zu wollen ist Ausdruck von "geistesgestört". Wenn Sie wirklich das kleine Karo mustern wollen nennen wir es schlicht "irrational". Der Gang zur Jurabibliothek für die sorgfältige Abwägung des Strafmaßes war wohl kaum Teil der Tatplanung.

13:04, Niel Püsch

>>Die (in der BRD nicht unabhängige) StaDie (in der BRD nicht unabhängige) Staatsanwaltschaft (...)<<

Die Staatsanwaltschaft ist nirgendwo unabhängig. Sie vertritt bei einem Prozess den Staat, wie schon ihr Name sagt.

Gutes Urteil + Kommentar bzgl. Nennung "Schwarzer"

Das Urteil klingt sehr vernünftig, auch vor dem Hintergrund der komplett fehlenden Reue.

Zudem finde ich die explizite Erwähnung der Hautfarbe des mit dem Auto Angefahrenen sinnvoll, da es eine kurze Zusammenfassung des Motives gibt, welches sicherlich auch vor Gericht herausgearbeitet wurde: Es handelte sich eben nicht um einen unbeabsichtigten Kollateralschaden während der Fluchtfahrt, sondern um einen weiteren gezielten Mordversuch. Sicher hätte man auch schreiben können: "... fuhr mit dem Fluchtwagen eine weitere Person an, die aufgrund ihrer Hautfarbe offenkundig aus rassistischen Motiven heraus während der Fahrt als nächstes Opfer ausgewählt wurde...". Aber auch die Bezeichnung als "Schwarzer" bereitet mir hier keine Bauchschmerzen, da sie das Wesentliche wertneutral auf den Punkt bringt.

Würde es..

nicht zusätzlich Sinn machen, diese Art von Tätern nicht mehr mit Namen zu benennen, um ihn der Vergessenheit zu übergeben?

Höchststrafe für Halle-Attentäter

... und das zurecht !

Aber eines war er sicherlich nicht, ... geistesgestört !!!

Der Mann hat diese Tat akribisch geplant und auch durchgeführt.

Nein, dieser Mann ist in sich vollkommen gescheitert. Er hat sein Studium geschmissen und wohnte noch mit 27 Jahren bei Mutti. Von Hass zerfressen gegen Ausländer, Juden und Muslime, gegen alles Fremde, plante und setzte er seine Gewaltphantasien nach dem Attentat von Christchurch Stück für Stück in die Tat um.
Nun hat er die angemessene Strafe erhalten und wir den Rest seines Lebens dort verbringen und in Vergessenheit geraten. Interessieren wird sich niemand mehr für ihn, auch jene nicht, die ihn mit Hass und Hetze dazu aufgestachelt haben.

Gruß Hador

13:20, Enlightenment. @12:58 von frosthorn

>>
"""Und die Motive, die die Attentäter nennen, lesen sich wie aus dem Parteiprogramm einer Partei, über die hier so oft darauf hingewiesen wird, dass sie "demokratisch gewählt" sei. """

Könnten Sie auf diese Stellen in dem Parteiprogramm zeigen?
Ich weiß von keinem Parteiprogramm wo Terrorismus und Attentate auf Synagogen befürwortet werden, nicht mal bei den Parteien, die behaupten sie seien die "demokratischen Parteien".<<

Natürlich finden Sie dies in keinem Parteiprogramm. Es würde ja auch zu einem sofortigen Verbotsverfahren dieser Partei führen. Wenn aber das Parteiprogramm sozusagen "grassrootsmäßig" aus den Äußerungen der Funktionsträger, Mitglieder und Unterstützer von Parteien zusammengeschrieben würde, dann würde genau das im Programm der Partei, auf die der User "frosthorn" anspielt, stehen.

Die Satzbausteine, die sich im Manifest des Täters finden, sind aus Foren, die dieser Partei nahestehen, sowie aus Äußerungen einiger ihrer Funktionäre hinreichend bekannt.

Gibt es auch NICHT feige Anschläge?

Das Strafmaß sollte für alle Attentäter ob links, rechts, oder religiös motiviert so ausfallen.

StrafeINordnung

Für manche genügt es, wenn Täter bestraft werden.
Und schon ist die Welt in Ordnung?
Einfallsreich ist etwas anderes...

RE:Sparer um 12:21

***Solch eine konsequente Anwendung der jeweiligen Höchststrafe -oder wenigstens der vom jeweils zuständigen Staatsanwalt geforderten Strafe- würde ich mir für alle Straftaten wünschen, bei denen vorsätzlich Menschen verletzt oder zu Tode gebracht werden.***

Falls Sie mal in die Situation gekommen sind, einen Menschen im Straßenverkehr verletzt zu haben, wünsche ich Ihnen auf jeden Fall nicht, dass Ihre eigener Vorschlag hier zum tragen kommt, und das Gericht ohne Würdigung des Sachverhalts die geforderete (Höchst-)Strafe des Staatsanwaltes übernimmt.

Gruß Hador

Ein angemessenes Urteil...

...aber kein Schritt weiter in Richtung einer Lösung des Problems, dass sich ein Teil der Menschen immer wieder in ihrem Hass gegenseitig aufstachelt und manche Gruppierungen genau dies auch noch programmatisch ausnutzen.
Vielleicht sind wir tatsächlich nicht dazu in der Lage, uns mehrheitlich richtig zu verhalten, ohne dass permanent jemand daneben steht, um uns im Zweifel auf die Finger zu klopfen.

@ 12:21 von Sparer

>>eine konsequente Anwendung der jeweiligen Höchststrafe -oder wenigstens der vom jeweils zuständigen Staatsanwalt geforderten Strafe- würde ich mir für alle Straftaten wünschen, bei denen vorsätzlich Menschen verletzt oder zu Tode gebracht werden.<<

Stellen Sie sich folgenden Fall vor.
Eine Frau wird von ihrem Mann ständig schwer misshandelt. Er droht ihr, sie und die Kinder umzubringen, wenn sie ihn verlässt. Sie erschlägt ihn im Schlaf. Wegen des Merkmals der Heimtücke ist dies ein Mord und kein Totschlag.

Ist hier lebenslänglich die einzig angemessene Bestrafung?
Und warum soll nur der Staatsanwalt und nicht der Richter ein anderes Strafmaß wählen dürfen?

Die Strafe folgt ja erst ...

.. jetzt "sonnt" er sich noch in der ihm und seiner Tat zugewandte Aufmerksamkeit.
Doch sein Erwachen kommt noch, wenn nicht gleich dann schleichend.
Iwann kommt die Erkenntnis, dass man nie wieder frei sein wird ... eingesperrt bis ans Lebensende, kein noch so kleines Licht am Ende des Tunnels.
Und das ist die eigentliche Strafe. Die Aussichtslosigkeit macht sie so hart; denn er wird ja auch viele sehen, die nach Verbüßung die Haftanstalt wieder Verlassen.
Deshalb ziehe ich dieses finale Wegsperren der Todesstrafe in jedem Falle vor.

Justitia hat maximal zugefasst - auch international gesehen

Immer wieder wird u.a.in "Sozialen" Medien gefordert, man solle solche Täter vom Weiterleben ausschließen,weil diese ja auch das Recht auf Leben völlig Unbeteiligter missachtet haben, d.h. es wird eine Hinrichtung gefordert.

Ich persönlich lehne die Todesstrafe aus vielen Gründen ab,aber in diesem Fall vor allem auch,weil sie nicht nur völlig inakzeptabel und aus dem Mittelalter wäre,sondern auch schlicht eine viel zu milde Strafe wäre:

Was sind die kurzen Stress- und Verzweiflungsmomente eines Todeskandidaten gemessen daran, dass jemand für immer in der Dämmerwelt der Gefängnismauern zwar nicht aus dem Leben, jedoch trotzdem aus der Welt genommen ist? Jeden Tag kann er sich beim Altern im Spiegel zusehen und weiss dabei,er wird nie wieder sein Leben gestalten dürfen.Er muss die Zeit bis zu seinem natürlichen Ende nahezu sinnlos absitzen, die er anderen genommen hat.

Es geht hier nicht um Rache, sondern,dass ernsthafteste Konsequenzen auf solche Täter einstürzen, die Höchststrafe.

RE: 91541matthias um 13:35

***Würde es nicht zusätzlich Sinn machen, diese Art von Tätern nicht mehr mit Namen zu benennen, um ihn der Vergessenheit zu übergeben?***

Absolut.
Die Verteidigung hat ja schon durchblicken lassen, dass sie in Revision gehen will. Und bevor die Medien diesem Verbrecher eine weitere Möglichkeit zur Selbstdarstellung geben, wäre mir nur recht, dass ich gar nicht mehr davon höre außer eine Mitteilung zu Halle-Urteil in der steht: "Revision gescheitert, Urteil bestätigt".

Gruß Hador

@Enlightenment 13:20

„Könnten Sie auf diese Stellen in dem Parteiprogramm zeigen?
Ich weiß von keinem Parteiprogramm wo Terrorismus und Attentate auf Synagogen befürwortet werden, nicht mal bei den Parteien, die behaupten sie seien die "demokratischen Parteien".“
Schriftlich wird es vorsichtshalber vermieden oder geschickt umschrieben. Die mündlichen Äußerungen muss man nur mal aufmerksam verfolgen (ohne Kommentar, Phönix), dann weiß man, wer „Biedermann und Brandstifter“ ist.

Re : fathaland slim !

Ja Mord ist Mord ! Aber wie oft passiert es denn, dass genau da doch zu viel auf die Persönlichkeit des Täters geschaut wird, von wegen schwere Kindheit oder sonstigem.
Dann kommt hinzu, geschah die Tat im Affekt, oder war sie geplant, und wie oft wird aus einem Mord ein Totschlag und so weiter.
Wenn ein Mensch einem anderen Menschen das Leben nimmt durch eine Gewalttat, ohne dass diese Person sich wehren kann, dann sollte dieser "Mörder" auch genau danach bestraft werden und jegliche Unterscheidungen unterlassen werden. Wie oft passiert es, dass ein Mann seine Frau oder EX tötet, weil er nicht will, dass sie mit einem anderen zusammen ist, oder weil sie ihn verlassen hat, dann ist dies Mord, der auch als solcher gesehen werden muss und die Höchststrafe verdient, ohne Aussicht, jemals wieder frei zu kommen.
Und wenn ich heute so mitkriege, wie viele Idioten mit Messern draußen rumlaufen und bei nächster Gelegenheit zu stechen ohne Rücksicht, dann ist die Gesellschaft echt krank !

13:27, fathaland slim

Ich bitte, den Wortsalat zu entschuldigen. Keine Ahnung, wie das passiert ist.

Rechtsextremer Geistesgestörter

Rechtsextremer Geistesgestörter
Zitat: "Im Prozess zum rechtsterroristischen Anschlag von Halle ist der Angeklagte zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Die Entscheidung traf auf breite Zustimmung."

Dieser rechtsextremer Geistesgestörte hat die gerechte Strafe erhalten.

Wie soll man denn sonst mit einem Täter umgehen, der das Leben anderer in derartig bösartiger Weise auslöscht bzw. auszulöschen plant?

RE: frosthorn um 12:58

***einen aufgehetzten Täter hat man also verurteilt. Die Anstifter machen nahezu unbehelligt weiter.***

So sieht's aus. Der Narr, der sich anstiften ließ und die scheußliche Tat begangen hat, hält den Kopf dafür hin, währenddessen die geistigen Brandstifter feiern und ihr übles Spiel weiterbetreiben.

Gruß Hador

um 12:47 von Der_Mahner

,,Zustimmung?
Seit wann ist es denn von Belang, ob ein Urteil Zustimmung oder keine Zustimmung erfährt?"

Seit wann ist es von Belang, ob und wieviel Sie einer Zustimmung zustimmen oder nicht?!

Wenn Sie damit andeuten wollen (und Sie lassen wg. fehlender Präzision Alles mögliche an Vermutungen zu), besonders Juden (im Artikel besonders erwähnt) müssten nicht weiter beachtet werden in diesem Zusammenhang und deren Urteil über das Urteil wäre ,,ohne Belang", sind Sie auf einem nahezu 90 jährigen Holzweg.

Und dabei geht es nicht primär um Außerenwirkung (mit Ausnahme der Regierung), sondern um die Realität einer Verdrängung von organisierten Verbrechen inmitten von Nachbarschaften, deren Nichtsühnung nach dem Holocaust hier viele Leute animiert zu glauben, der Krieg wäre doch noch nicht verloren. Heftig.

RE: Blitzgescheit um 14:13

***Rechtsextremer Geistesgestörter ***

Dieser Typ ist ein rechtsextremer Gewaltverbrecher und Mörder, der das Ganze geplant und gezielt durchgeführt hat.
Nichts mit geistesgestört. Das hat das Gericht genauso befunden, die Schwere der Schuld festgestellt, und den Verbrecher nicht in eine psychiatrische Anstalt, sondern in den Knast gesteckt.

Gruß Hador

Höchststrafe

Gut so.
Dann können wir nur hoffen das Ärtzt Gutachter oder Richter die nach der Haftstrafe jedes Jahr die Schicherheitsverwahrung neu prüfen müssen dann nicht anders entscheiden.

14:12, Traumfahrer

>>Ja Mord ist Mord ! Aber wie oft passiert es denn, dass genau da doch zu viel auf die Persönlichkeit des Täters geschaut wird, von wegen schwere Kindheit oder sonstigem.
Dann kommt hinzu, geschah die Tat im Affekt, oder war sie geplant, und wie oft wird aus einem Mord ein Totschlag und so weiter.<<

Das mit der schweren Kindheit werden Sie in kaum einem Gerichtsurteil lesen, dafür aber umso öfter von Leuten hören, die unser Justizsystem verächtlich machen wollen. Wenn eine Tat im Affekt geschah, dann ist sie kein Mord, insofern kann aus Mord auch kein Totschlag werden.

>>Wenn ein Mensch einem anderen Menschen das Leben nimmt durch eine Gewalttat, ohne dass diese Person sich wehren kann, dann sollte dieser "Mörder" auch genau danach bestraft werden und jegliche Unterscheidungen unterlassen werden.<<

Jeder Fall ist anders. Gehen Sie doch bitte mal zu Gerichtsverhandlungen, bei denen es um Tötungsdelikte geht. Die sind bei uns immer öffentlich. Da bekommen Sie ein realistisches Bild.

für alle Straftaten wünschen?

von Sparer @
Das geht mit unserem Jutissystem so nicht. Hier muss im jedem einzelfall für die Täter und Verbrecher alles abgewogen werden.

Von Kindheit, Eltern, Religion oder Etnie.

@ ubk

hoffentlich dient das auch zur Abschreckung anderer Geistesgestörter dieses Schlages.

Unwahrscheinlich.
Aber das ist auch gar nicht der Sinn eines Urteils.

Anschlag auf Synagoge: Höchststrafe für Halle-Attentäter....

Der Täter erhält die Höchststrafe. Eine Haftentlassung nach 15 Jahren ist damit unmöglich.
Seine Tat und auch vorher der NSU zeigen, daß ein kluger Mensch leider recht hatte: Mit seinem vor Jahrzehnten getätigten Ausspruch: "Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem daß kroch" . Aus, "der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui".

@ ubk

>>Absolut richtiges Urteil
hoffentlich dient das auch zur Abschreckung anderer Geistesgestörter dieses Schlages.<<

Die Realität zeigt, dass es anders ist. Denn jede Art von religiösem / rassenfeindlichen Terror hat bisher immer genügend Nachahmer gefunden. Europa ist ja fast noch der Ort der Glückseligkeit. In Asien und Afrika haben sie täglich Anschläge, die aus absolut irren Motivationen heraus begangen werden

@13:20 von fathaland slim

Mord ist Mord, ganz recht, und hat einen Menschen das Leben gekostet. Das Opfer kann weder aus seiner Haft entlassen noch resozialisiert werden.
Diese ständigen Ankündigungen, bestimmte medienwirksame Straftaten würden „mit der ganzen Härte des Gesetzes bestraft“, und dann gibt es wieder mal ein mildes Urteil weit unter Höchststrafe, gehen mir gelinde gesagt gegen den Strich.

@ Bernd Kevesligeti

... daß ein kluger Mensch leider recht hatte: Mit seinem vor Jahrzehnten getätigten Ausspruch: "Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem daß kroch" . Aus, "der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui".

Bei Brecht heißt es jedoch "das".

15:30, werner1955

>>für alle Straftaten wünschen?
von Sparer @
Das geht mit unserem Jutissystem so nicht. Hier muss im jedem einzelfall für die Täter und Verbrecher alles abgewogen werden.

Von Kindheit, Eltern, Religion oder Etnie.<<

Vor allem fließen die Umstände der Tat in ein Urteil ein. Zwei der vier von Ihnen genannten Merkmale zählen nicht unbedingt dazu. Die anderen beiden, nämlich Religion und Ethnie, überhaupt nicht.

@15:30 von werner1955

Wozu bitte muss Religion und Ethnie beim Strafmaß abgewogen werden ?
Mord durch einen Christen ist schlimmer/weniger schlimm als durch einen Angehörigen einer anderen Religion, oder wie ?

@ werner1955

Dann können wir nur hoffen das Ärtzt Gutachter oder Richter die nach der Haftstrafe jedes Jahr die Schicherheitsverwahrung neu prüfen müssen dann nicht anders entscheiden.

Warum sollen wir das hoffen? Wissen wir es besser als der Richter?

@Enlihgtment, 13:20 re @frosthorn

Könnten Sie auf diese Stellen in dem Parteiprogramm zeigen?
Ich weiß von keinem Parteiprogramm wo Terrorismus und Attentate auf Synagogen befürwortet werden, nicht mal bei den Parteien, die behaupten sie seien die "demokratischen Parteien".

Sagen wir mal so: dann dürften wir auch nicht schlecht über die Nazis im dritten Reich denken. In deren Parteiprogramm stand nämlich weder etwas von Völkermord noch von Weltkrieg, als sie gewählt wurden.
Vielleicht geht ja aber beides ebenfalls auf das Konto von psychisch gestörten Einzeltätern. Dann müssten wir die Geschichtsbücher eben noch mal umschreiben.

@Olivia59

Die Vermutung das der Terrorist Stephan B. geistesgestört ist wurde hier ja bereits mehrfach von qualifizierten Internet-Kommentatoren geäußert.

Das Gericht hat festgestellt das er zusätzlich auch noch rechts, ein Rassist und ein Antisemit ist.

Das sollte bei der Diskussion über seine Motivation für die Tat ebenfalls nicht unerwähnt bleiben.

@13:45 von Hador

Wenn ich im Straßenverkehr jemanden VORSÄTZLICH verletze (und nur von Vorsatz hatte ich gesprochen), dann muss ich akzeptieren, wenn ich die vorgesehene Höchststrafe erhalte.

@ Huhn

Traurig ist es nur, dass dafür erst Menschen sterben mussten.

Könnte man einen Täter denn vor der Tat verurteilen?

Man sollte mal kurz klarstellen,

das dieses Urteil auch hätte Fallen müssen, wenn der Angeklagte den selben Anschlag auf eine Moschee, eine Kirche, ein Jugenheim, ein Asylheim, ein Frauenhaus usw. durchgeführt hätte.

Die Tat wäre genauso abscheulich, die Opfer und deren Hinterbliebenen nicht minder beklagenswert...

@Blitzbot

"
Am 21. Dezember 2020 um 14:13 von Blitzgescheit
Rechtsextremer Geistesgestörter

[...]
Dieser rechtsextremer Geistesgestörte hat die gerechte Strafe erhalten.

Wie soll man denn sonst mit einem Täter umgehen, der das Leben anderer in derartig bösartiger Weise auslöscht bzw. auszulöschen plant?"

Es ist kein rechtsextremer Geistesgestörter. Es ist ein ganz normaler rechtsextremer, völkisch-rassistisch denkender Mensch und voll schuldfähig. Ein "Geistesgestörter" (auch so ein Wort aus dem rechtsextremistischen Sprachgebrauch) wäre zu einer solchen Tat nicht fähig.

Und wie soll man mit Ihm umgehen? Ganz normal, wie es das Gesetz vorsieht. Und das ist geschehen.

Daß Sie sich als ganz normaler AfD-Fan durch den Wortgebrauch von dem Täter distanzieren wollen, verstehe ich. Ist ja auch zu schrecklich der Gedanke, daß dieser Mensch sich durch die ganz normalen völkisch-rassistischen Ideen der Blaunen hat inspirieren lassen. Kurz gesagt: Einmal mehr ein Selbstverharmlosungsversuch.

@Bernd Kivesligeti 15:36

„Seine Tat und auch vorher der NSU zeigen, daß ein kluger Mensch leider recht hatte: Mit seinem vor Jahrzehnten getätigten Ausspruch: "Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem daß kroch" . Aus, "der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui".“
Richtig, Glückwunsch, dieses Zitat wurde mir neulich mit rotem Balken versehen, habe ich nicht verstanden.

Zum Halle-Urteil

Ich finde es schon bemerkenswert und gleichzeitig verstörend, dass sich hier einige Mitforisten darüber echauffieren, dass beim Tagesschau-Artikel darauf hingewiesen wurde, dass der Attentäter einen farbigen Mitbürger angefahren hat. Dies zeigt doch gerade auch! die fremdenfeindlichen Absichten dieses rechtsextremen Verbrechers.

Gruß Hador

Am 21. Dezember 2020 um 14:12 von Traumfahrer

Zitat: Ja Mord ist Mord ! Aber wie oft passiert es denn,

Bei Mord gibt es lebenslänglich --- ganz, ganz ganz selten weniger.

Zitat: dass genau da doch zu viel auf die Persönlichkeit des Täters geschaut wird, von wegen schwere Kindheit oder sonstigem.

Meinen Sie nicht, dass es gerade bei Gewalttaten darauf ankommt, ob der Täter in seiner Kindheit und Jugend zu Hause Gewalterfahrung genacht, d.h. fast nichts anderes gelernt hat als Gewalt zur Durchsetzung seiner Ziele oder ob er aus einem behüteten, gutbürgerlichen Haus stammt?

Zitat: Dann kommt hinzu, geschah die Tat im Affekt, oder war sie geplant, und wie oft wird aus einem Mord ein Totschlag und so weiter.

Der Unterschied zwischen Mord und Totschlag liegt in den sog. Mordmerkmalen. Liegen diese nicht vor, war's halt Totschlag. Der Versuch von Heiko Maas als Bundersjustizminister diese Art der Unterscheidung abzuschaffen, ist gescheitert.

Warum

wird sein Gesicht unkenntlich gemacht?

Am 21. Dezember 2020 um 15:48 von Sparer

Zitat: Diese ständigen Ankündigungen, bestimmte medienwirksame Straftaten würden „mit der ganzen Härte des Gesetzes bestraft“, und dann gibt es wieder mal ein mildes Urteil weit unter Höchststrafe, gehen mir gelinde gesagt gegen den Strich.>/em>

Solche Ankündigungen gibt es nicht. Nur das erkennende Gericht könnte das tun. Dann wäre es aber wegen Besorgnis der Befangenheit nicht mehr lange das erkennende Gericht.

@ IchUndDuMuellersKuh

"Jetzt müßten noch die geistigen Mittäter, die mit Ihren Hassbotschaften zu diesen Morden beigetragen haben, auf die Anklagebank."

Und wie wollen Sie derer habhaft werden? Ermittlungsbehörden haben keinen Zugriff auf die Server von 4chan oder 8chan, denn die sind im Ausland.

Ach... sie meinen die AfD. Nur zu dumm, dass der Täter gegenwärtigen Wissenstandes keinen Bezug zur AfD aufweist, sondern sich von Christchurch in Neuseeland und Breivik in Norwegen zu seiner Tat inspirieren ließ! Aber egal... wen interessiert's? Hauptsache AfD.

Dann spinne ich mal Ihre gedankliche Logik weiter: wenn Sie die AfD für die Tat des Mörders in Mithaftung sehen, wer trägt eigentlich die Schuld daran, dass sich die AfD gründete und etablierte? Ui... die CDU und SPD mit ihrer Bankenrettung 2008. Also: da müssen dann aber ganz schön viele auf die Anklagebank...

15:48, Sparer

>>@13:20 von fathaland slim
Mord ist Mord, ganz recht, und hat einen Menschen das Leben gekostet. Das Opfer kann weder aus seiner Haft entlassen noch resozialisiert werden.
Diese ständigen Ankündigungen, bestimmte medienwirksame Straftaten würden „mit der ganzen Härte des Gesetzes bestraft“, und dann gibt es wieder mal ein mildes Urteil weit unter Höchststrafe, gehen mir gelinde gesagt gegen den Strich.<<

Noch einmal:

Jeder Fall, und das gilt auch für jedes Tötungsdelikt, ist anders.

Wäre das nicht so, dann bräuchten wir keine Staatsanwälte, Richter und Anwälte.

...testEineMeinung #Mittäter?

@21. Dezember 2020 um 13:19 von Initiative Neue... :
"...Einzeltäter. Er plante u führte die Tat ohne Mitwisser oder Unterstützerumfeld aus..."

Im Sinne der Justiziabilität?
Ja.

Im Sinne von Verantwortung?
Nein.

Dieser Tat liegen Ideen zugrunde, die nicht vom Täter stammen.
Er macht sie sich nur zu Eigen, um sich wichtiger zu machen als er sich fühlt. Am Anfang als Opfer, dann als Rächer und wenn es um die Strafe geht als Märtyrer.

Mitverantwortlich sind geistige Brandstifter in all diesen Phasen.
Alle, die sich Verschwörungsreligionen ausdenken und verbreiten.
Alle, die zustimmen wenn jemand sich radikal und menschenverachtend äussert und die Filterblase bilden, in der der Täter sich immer mehr abkapseln und radikalisieren kann.
Und alle, die die Tat glorifizieren.

Bestrafen wir den Täter und dann vergessen wir ihn.
Er ist Täter, weil er sonst NICHTS ist. So wie die, die ihm das Gefühl gaben wichtig zu sein.

Denken wir an die Opfer und an die Menschlichkeit.
DAS ist wichtig.

@Sparer, 15:48

Diese ständigen Ankündigungen, bestimmte medienwirksame Straftaten würden „mit der ganzen Härte des Gesetzes bestraft“, und dann gibt es wieder mal ein mildes Urteil weit unter Höchststrafe, gehen mir gelinde gesagt gegen den Strich.

Was ist, Ihrer Meinung nach, die Aufgabe von Gerichten? Grundsätzlich die Höchststrafe zu verhängen? Warum heißt diese dann wohl "Höchststrafe" und nicht einfach "Strafe"?
Ein Gericht hat alle Umstände zu würdigen, die bei der Tat eine Rolle spielten. Das ergibt sich aus dem Rechtsstaatsprinzip, das übrigens auch für Sie als möglichen Beschuldigten gilt. Hier hat das Gericht dies getan und eine Strafe verhängt, für die es keine weitere Steigerung gibt. Was wollen Sie eigentlich noch?

@ fathaland slim

"Jeder Fall ist anders. Gehen Sie doch bitte mal zu Gerichtsverhandlungen, bei denen es um Tötungsdelikte geht. Die sind bei uns immer öffentlich. Da bekommen Sie ein realistisches Bild."

Natürlich ist jeder Fall anders, aber das Resultat bei Tötungsdelikten (und ich rede hier nicht von fahrlässiger - z.B. bei einem Unfall - sondern beabsichtigter Tötung) ist immer gleich: ein Mensch ist umgebracht worden (ungleich "gestorben").

Dafür nur eine Strafe und zwar die maximal mögliche! Immer! Ohne Ausnahme!

Am 21. Dezember 2020 um 15:27 von werner1955

Zitat: Dann können wir nur hoffen das Ärtzt Gutachter oder Richter die nach der Haftstrafe jedes Jahr die Schicherheitsverwahrung neu prüfen müssen dann nicht anders entscheiden.

Sicherungsverwahrung ist keine Strafe.

Fraglich ist in diesem Zusammenhang (nicht zu verwechseln mit der feststellung der besonderen Schwere der Schuld) allein, ob von dem Täter noch Gefahr ausgeht.

13:44 von realy18 Was wäre

13:44 von realy18

Was wäre denn für Sie in Ordnung ?
Das man den Straftäter / Mörder
" pampert " ?
Selbstverständlich gehörte diese unmenschliche Tat bestraft - und das es das Höchstmaß wurde ( im Übrigen für meine Begriffe nicht unmenschlich ) - ist nur angemessen .

...ttestEineMeinung #Redundanz

@21. Dezember 2020 um 14:13 von Blitzgescheit :

"Dieser rechtsextremer Geistesgestörte"

Darf ich sie auf eine Redundanz in ihrem Text hinweisen?

Die Begriffe sind zwar nicht synonym, aber "rechtsextrem" ist Teil der Menge "geistesgestört"!

Falls sie auf eine besondere Qualität von Geistesstörung abzielen, hätte im Übrigen auch ein "sehr rechtsextrem" ausgereicht.

Am 21. Dezember 2020 um 15:57 von Sparer

Zitat: Wenn ich im Straßenverkehr jemanden VORSÄTZLICH verletze (und nur von Vorsatz hatte ich gesprochen), dann muss ich akzeptieren, wenn ich die vorgesehene Höchststrafe erhalte.

Würde man bei Vorsatz immer die Höchststrafe aussprechen, bräuchte man keine Strafrahmen. Es wären dann sog. "kurze Prozesse" gemacht.

Ein beruhigendes Urteil

und die anschließende Sicherungsverwahrung ist ein gutes und deutliches Zeichen, das die Richter/innen hier an alle Gewaltverbrecher senden. Die allermeisten Morde kommen von Rechts. Seit langem. Nun sollte für alle - hier im Forum und überall in der Gesellschaft - Schluss sein, mit dieser gelassenen Toleranz gegenüber Rechtsextremisten. Sie sind das aktuelle Geschwür unseres Landes.

RE: von Sparer um 15:57; @13:45 von Hador

***Wenn ich im Straßenverkehr jemanden VORSÄTZLICH verletze (und nur von Vorsatz hatte ich gesprochen), dann muss ich akzeptieren, wenn ich die vorgesehene Höchststrafe erhalte.***

Für eine Verurteilung reicht es schon, wenn Sie einen Menschen unter Alkohleinfluss (auch Restalkohol )verletzen, und was wenn Sie es eilig haben und vorsätzlich zu schnell fahren und die Gefahr für Mitmenschen in Kauf nehmen ? - Höchststrafe ! ... aus Ihrer Sicht.

Gruß Hador

um 16:10 von Anderes1961

Ihr Kommentar trifft den Nagel auf den Kopf.

@15:54 von frosthorn

">>Enlightenment: Könnten Sie auf diese Stellen in dem Parteiprogramm zeigen?
Ich weiß von keinem Parteiprogramm wo Terrorismus und Attentate auf Synagogen befürwortet werden, nicht mal bei den Parteien, die behaupten sie seien die "demokratischen Parteien.<<

Sagen wir mal so: dann dürften wir auch nicht schlecht über die Nazis im dritten Reich denken. In deren Parteiprogramm stand nämlich weder etwas von Völkermord noch von Weltkrieg, als sie gewählt wurden."

Nein. Der Punkt ist, dass Sie mit dem unverfänglichen Parteiprogramm entgegen ihrer Behauptung einfach garnix anfangen wenn Sie AfD=Nazis sagen wollen.

@Hador Goldscheitel

"
Am 21. Dezember 2020 um 16:14 von Hador Goldscheitel
Zum Halle-Urteil

Ich finde es schon bemerkenswert und gleichzeitig verstörend, dass sich hier einige Mitforisten darüber echauffieren, dass beim Tagesschau-Artikel darauf hingewiesen wurde, dass der Attentäter einen farbigen Mitbürger angefahren hat. Dies zeigt doch gerade auch! die fremdenfeindlichen Absichten dieses rechtsextremen Verbrechers.

Gruß Hador"

Das wundert mich überhaupt nicht. Denn es sind die Gleichen, die vehement fordern, die Nationalität eines Tatverdächtigen zu nennen, wenn der nicht bis mindestens 5 Generationen zurück oder so "deutsche Wurzeln" nachweisen kann und trotzdem deutscher Staatsbürger ist. Honi soit qui mal y pense.

Gruß zurück

@ Blitzgescheit - Irrtum.

Der Täter ist ausdrücklich nicht "Geistesgestört", sondern war klar bei Verstand und wusste, was er tat. So wie Sie immer genau wissen, was Sie schreiben und meinen. Mit jedem Ihrer rechten Postings.

Sollte der Angeklage wirklich Revision einlegen,...

...so hoffe ich doch, daß das Urteil zu 100% wasserdicht ist und der Angeklagte
nicht doch noch am Ende als Sieger ins Gefängnis geht.

---

Denn jegliche Strafmilderung wäre ein fatales Signal in die Gesellschaft.
Und mit Gesellschaft meine ich nicht die als Ganzes, sondern nur die Gesellschaft der Gleichgesinnten.
-
Vielleicht wirkt dieses Urteil doch als Hemmschwelle, für diejenigen, die meinen unseren Staat zerstören zu wollen.
Denn leider gibt es immer noch zuviele von denen, die so denken.

Am 21. Dezember 2020 um 16:20 von efri

Zitat: Warum wird sein Gesicht unkenntlich gemacht?

Weil sein Urteil noch nicht rechtskräftig ist.

Warum interessiert Sie sein Gesicht?

16:20, efri

>>Warum
wird sein Gesicht unkenntlich gemacht?<<

Warum wollen Sie es sehen? Was gewinnen Sie dadurch?

Wissen wir es besser als der Richter?

von kritt. @
Nein,
Aber auch ein Richter weiß es nicht, darf dann entscheiden.

@efri, 16:20

Warum
wird sein Gesicht unkenntlich gemacht?

Aus welchem Grunde, außer aus reiner Sensationsgier / Schaulust, wollen Sie denn das Gesicht des Täters sehen? Um zu sehen, wie "so einer" aussieht? Damit Sie die Straßenseite wechseln können, wenn Ihnen jemand entgegen kommt, der ihm ähnelt?
Oder in der Hoffnung, ihn vielleicht zu kennen und dann damit angeben zu können, dass man weiß, wo seine Mutter wohnt?

15:48 von Sparer

>>@13:20 von fathaland slim
Mord ist Mord, ganz recht, und hat einen Menschen das Leben gekostet. Das Opfer kann weder aus seiner Haft entlassen noch resozialisiert werden.
Diese ständigen Ankündigungen, bestimmte medienwirksame Straftaten würden „mit der ganzen Härte des Gesetzes bestraft“, und dann gibt es wieder mal ein mildes Urteil weit unter Höchststrafe, gehen mir gelinde gesagt gegen den Strich.<<

Da es bei uns eine Gewaltenteilung gibt, werden Sie von keinem Richter vernommen haben, dass er vor Verkündung des Urteils eine ganz besonders harte Strafe verhängen wird. Der wäre umgehend wegen Befangenheit zu recht vom Fall abgelöst.

Warum?

Jeder vermeintliche Straftäter hat einen Anspruch darauf, dass sein Vergehen ganz individuell beurteilt wird und alle Umstände zur Bemessung des Strafmaßes herangezogen werden.

Die Politik - von der Sie solche Forderungen ständig hören - gibt den Strafrahmen vor, innerhalb dessen aber ein Gericht die Strafe fällt. Ihr Strich wäre Willkür.

Am 21. Dezember 2020 um 16:22 von RoyalTramp

Zitat: wer trägt eigentlich die Schuld daran, dass sich die AfD gründete und etablierte? Ui... die CDU und SPD mit ihrer Bankenrettung 2008. Also: da müssen dann aber ganz schön viele auf die Anklagebank...

Ein interessanter Gedanke, den Sie da äußern. Mir hat sich im Zusammenhang mit der Gründung der AfD nie die Schuldfrage, die Frage nach der Verwerflichkeit, gestellt.

16:25, RoyalTramp

>>@ fathaland slim
"Jeder Fall ist anders. Gehen Sie doch bitte mal zu Gerichtsverhandlungen, bei denen es um Tötungsdelikte geht. Die sind bei uns immer öffentlich. Da bekommen Sie ein realistisches Bild."

Natürlich ist jeder Fall anders, aber das Resultat bei Tötungsdelikten (und ich rede hier nicht von fahrlässiger - z.B. bei einem Unfall - sondern beabsichtigter Tötung) ist immer gleich: ein Mensch ist umgebracht worden (ungleich "gestorben").

Dafür nur eine Strafe und zwar die maximal mögliche! Immer! Ohne Ausnahme!<<

Sie wollen den Strafrahmen unserer Gesetze durch eine von Einzelfall unabhängige gesetzlich festgelegte Strafe ersetzen?

Alles schön einfach?

Dann gäbe es keine maximal mögliche, sondern nur noch eine Einheitsstrafe, egal wie sich der Fall abseits der von Ihnen genannten Merkmale darstellt.

Wortwahl „Schwarzer“

Die Wortwahl der Verfasser*in zu einem der Opfer des Anschlags ist fatal aussagekräftig...

16:33, Olivia59

>>@15:54 von frosthorn
">>Enlightenment: Könnten Sie auf diese Stellen in dem Parteiprogramm zeigen?
Ich weiß von keinem Parteiprogramm wo Terrorismus und Attentate auf Synagogen befürwortet werden, nicht mal bei den Parteien, die behaupten sie seien die "demokratischen Parteien.<<

Sagen wir mal so: dann dürften wir auch nicht schlecht über die Nazis im dritten Reich denken. In deren Parteiprogramm stand nämlich weder etwas von Völkermord noch von Weltkrieg, als sie gewählt wurden."

Nein. Der Punkt ist, dass Sie mit dem unverfänglichen Parteiprogramm entgegen ihrer Behauptung einfach garnix anfangen wenn Sie AfD=Nazis sagen wollen.<<

Ihren Satz verstehe ich nicht.

Religion und Ethnie, überhaupt nicht?

von fathaland slim @
Leider gibt es sehr wohl Richter die "Rabatt" geben.

https://www.faz.net/aktuell/politik/staat-und-recht/empoerung-ueber-urte...

Und das ist kein Einzelfall sonder durchaus öfter der Fall.

Gut so!

Was so alles geht, wenn der politische Wille da ist bei unserer unabhängigen Justiz. Den Hinterbliebenen der zwei Opfer wird es eine, wenn auch kleine, Genugtuung sein. Das würde man sich regelmäßig wünschen.

Religion und Ethnie beim Strafmaß abgewogen werden ?

von Sparer @
Das müssen Sie den Richter fragen.

https://www.faz.net/aktuell/politik/staat-und-recht/empoerung-ueber-urte...

Aber meiner persönliche Meinung nach ist das kein Einzelfall in den Gerichtsentscheidungen

ob von dem Täter noch Gefahr ausgeht.

falsa demonstratio @
Richtig.

Und wenn Ärtzte, Gutachter oder Richter das bei Ihrer jährlichen Prüfung nicht so sehn kommt er frei.

Und wenn Sie sich irren?

um 16:20 von efri

wird sein Gesicht unkenntlich gemacht?
.
Persönlichkeitsrechte
wir leben doch nicht im Mittelalter wo man Straftäter an den Pranger stellt
wobei was im Internet gelegentlich abgeht
da ist das an den Prangerstellen noch human

Woher kommt...

...bei einem noch so jungen Menschen dieser abgrundtiefe Hass?

So etwas lernt man doch nicht als Autodidakt.
Und wenn er sich doch allein mit Hilfe des Internet radikalisiert hat:
Irgendwann muss das doch irgendwie angefangen haben.

Für mich ist ein derartiges Verhalten einfach nur unbegreiflich.

anderer Geistesgestörter

von ubk @

Affekttaten oder durch "Geistesgestörter" kann man durch solche oder auch ander Urteile nicht verhindern.

16:20 von efri

>>Warum wird sein Gesicht unkenntlich gemacht?<<

Aus dem Artikel:"Der Attentäter filmte seine Taten und streamte sie live im Internet."

Woran Sie erkennen können, dass er sich seiner Taten rühmt. Zudem könnte er für potenzielle Nachahmer ein Held sein. Da ist es sicherlich angemessen, diese "Heldenverehrung" nicht auch noch durch sein Abbild in der Öffentlichkeit zu fördern.

Die Öffentlichkeit wird den Täter vergessen, die Tat hoffentlich nicht.

15:57 von Sparer

Wenn ich im Straßenverkehr jemanden VORSÄTZLICH verletze (und nur von Vorsatz hatte ich gesprochen), dann muss ich akzeptieren, wenn ich die vorgesehene Höchststrafe erhalte.
.
auch da kann man sich strafverschärfendes vorstellen.
Vorsätzlich einen umfahren
vorsätzlich einen umfahren und dabei 1 ... 2 ... 3 mal zurücksetzen weil er noch lebt ....

sind nicht zu akzeptieren.

Initiative Neue... @
Aber schon garnicht durch solche Urteile zu verhindern.

Hier muss der Rechstaat viel früher und durch bessere Überwachung und mehr Rechte für die Sicherheitsbehörden eingreifen.

Wir sehen ja das bei fast allen Straftaten zu extremistischen Terror die Täter "polizeibekant" waren.

Amri oder Dresden waren die negativ Beispiele dafür.

@Bild, blabla

"Die Begriffe sind zwar nicht synonym, aber "rechtsextrem" ist Teil der Menge "geistesgestört"!"

Was ist das denn für Westentaschenpsychologie?
Rechtsextrem hat mit Geistesstörung absolut nichts zu tun.
Aber das schreibt sich so schön, gell?

13:36 von Hador Goldscheitel Höchststrafe für Halle-Attentäter

Ihren Kommentar darf ich mich anschließen.

16:48 von kopftigerin

Wortwahl „Schwarzer“ ... Die Wortwahl
.
warum man sagt doch auch gelegentlich "Weißer"

Mord ist Mord, Traumfahrer um 14.12 Uhr

Beschäftigen Sie sich doch mal als Beispiel mit dem Fall Jürgen Bartsch, so "von wegen schwere Kindheit oder sonstigem" und man möge doch beim Urteil über einen Mörder "jegliche Unterscheidungen unterlassen".

Der Mann hat vier Kinder umgebracht, das ist grausam und abscheulich und muss bestraft werden.

Dennoch lehne ich Ihren alttestamentarischen Ansatz - Auge um Auge, Zahn um Zahn - entschieden ab.

Bartsch wurde auch von anderen Menschen (Adoptiveltern, Pfarrer) das Leben genommen, Jahre bevor er starb. Und so etwas lässt man dann bei Motivsuche und Urteilsfindung einfach unter den Tisch fallen?

Höchststrafe für Halle Attentäter...

Zu Lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Das Urteil erging unter anderem wegen zweifachen Mordes, vielfachen Mordversuchs und Volksverhetzung. Das Gericht stellte zudem die besondere Schwere der Schuld fest.
###
Man sollte meinen, dieser Mensch kommt wirklich nie wieder auf freien Fuß aufgrund dieser Tat...
So das jedenfalls das Urteil der Gerichte. Richtig so. Nur, das hat man vor 30 Jahren bei den Geiselnehmern von Gladbeck auch übereinstimmend gesagt. Gerichte, Politiker und Presse waren sich damals einig ! Diese Menschen haben ihr Urteil erhalten und dürfen nie nie wieder auf freien Fuß ! Heute ist einer von ihnen wieder ein freier Mann... Das Urteil der besonderen Schwere der Tat muß auch in 30 Jahren noch gelten !

RE: Anderes1961 um 16:34; @Hador Goldscheitel

***Honi soit qui mal y pense.***

Da haben Sie wohl recht.
Ich möcht auf Ihr alfranzösisches Zitat lateinisch mit "Aequis aequus"! antworten, was in diesem Zusammenhang sogar einen doppelten Boden hat.

Gruß Hador

Êin gerechtes aber sehr humanes Urteil!

Gerecht deswegen, weil diese Tat ein "beabsichtigtes Verbrechen" war, und sehr human, weil sein Leben in der BRD juristisch nicht gefährdet ist, daher aber wird er lebenslänglich mit guten und ausreichenden Lebensmittel und medizinisch erstklassig versorgt wird! Besser kann es ihm nicht gehen!
In den nächsten Jahren wird er sich bereits sehr wohl fühlen, ein Buch schreiben über seine Tat! Auch hat er eine Chance in der nächsten Generation oder in der übernächsten
seine Freiheit zurück zu erhalten, wenn wir alle nicht mehr da sind! Persönlich trage ich dieses Urteil nicht! Auch eine Demokratie hat Grenzen, auch wenn sie relativ sind!

Mörderische rechte Gamer

Die Spitze eines Eisbergs rechter Hetze im Netz, Verschwörungstheoretiker, rechte Gamer, Killerspieler, Hasser und Volksverhetzer, die sich auf einer digitalen Spielwiese austoben. Und die sich einer bemerkenswerten Toleranz und Ignoranz ihrer Gefährlichkeit erfreuen: die wollen doch nur spielen!
Nur wird aus dem ganzen "E-Sport" leider bisweilen mörderische Realität. Das Gericht hat daher richtig geurteilt. Nur sollte das Urteil eben auch die Konsequenz haben, besser hinzuschauen - was denn so alles gezockt wird am PC. Und ob für solche "Partys" Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden müssen.
Und zum anderen wünschte man sich etwa bei den vielen Femiziden ebenso eine entsprechende Verurteilung mit besonderer Schwere der Schuld. Anstelle dass es nur magere Verurteilungen wegen Totschlag gibt, Taten als "Familiendrama" und "Beziehungstat" verharmlost und bagatellisiert werden.
Aufwachen und Aufstehen gegen den rechten Hass! Nicht erst bei Morddrohungen aus dem Polizeicomputer.

@Maria14

Es hätte absolut ausgereicht "... fuhr einen Mann an" zu schreiben. Das wäre korrekt und weniger rassistisch. Die Hautfarbe des Opfers spielt hier keine Rolle, da wohl Opfer eher zufällig ausgesucht wurde. Und selbst wenn gibt es passendere Formulierungen als "ein Schwarzer".

Wegsperren

Ich frage mich immer wieder warum ist lebenslang bei uns in Deutschland 15 Jahre, in Frankreich wurde ein Attentäter zu 30 Jahren verurteilt, was ich für richtig halte.

So einer darf nie mehr frei kommen!!

Am 21. Dezember 2020 um 16:49 von werner1955

von fathaland slim @
Leider gibt es sehr wohl Richter die "Rabatt" geben.

Zitat: https://www.faz.net/aktuell/politik/staat-und-recht/empoerung-ueber-urte...

Und das ist kein Einzelfall sonder durchaus öfter der Fall.

Jurisprudenz ist keine exakte Wissenschaft. Es menschelt überall.

Umgekehrt gibt es nämlich Richter, die ganz schön zulangen, was das Strafmaß betrifft Ich erinnere an "Richter Gnadenlos" aus Hamburg. Da wird die Ethnie allerdings gelegentlich ein ungeschriebenes und unausgesprochenes Strafzumessungskriterium.

Am 21. Dezember 2020 um 17:11 von Der freundliche...

Zitat: Nur, das hat man vor 30 Jahren bei den Geiselnehmern von Gladbeck auch übereinstimmend gesagt. Gerichte, Politiker und Presse waren sich damals einig ! Diese Menschen haben ihr Urteil erhalten und dürfen nie nie wieder auf freien Fuß ! Heute ist einer von ihnen wieder ein freier Mann...

Kein Gericht in Deutschland würde so etwas sagen, denn so eine Aussage wäre rechtswidrig.

besondere Schwere der Schuld fest?

Der freundliche... @
Das gilt nur für die zeit der eigentlich Haftstarfe also max. 25 Jahre.

Zitat:
Das Bundesverfassungsgericht verlangt daher ...... dass sich die Verbüßung der Sicherungsverwahrung vom Strafvollzug positiv unterscheidet .

Deshalb wir dann Jährlich geprüft ob er raus kommt.

@ RosaLux (17:10): Mit dem hier haben Sie recht

hi RosaLux

Mit dem hier haben Sie recht:

Dennoch lehne ich Ihren alttestamentarischen Ansatz - Auge um Auge, Zahn um Zahn - entschieden ab.

Auch ich lehne das ab. Todesstrafe ist überall verboten (UN-Zivilpakt Artikel 6, UN-Menschenrechts-Charta Artikel 5, VStGB §§ 4, 5, 6, 7, 8, 11, 12, 13, 14 und 15.

Der Mann hat vier Kinder umgebracht, das ist grausam und abscheulich und muss bestraft werden.

richtig, und das Strafmaß ist auch richtig. Aber mich würde es interessieren ob es so ein Urteil auch bei Anschlägen auf andere Religionsgemeinschaften in Deutschland geben würde. Denn die zählen genauso wie jüdische Synagogen (aktueller Tatort). Es ist egal, welcher Religionsgemeinschaft ein Gotteshaus gehört.

Am 21. Dezember 2020 um 16:56 von werner1955

Zitat: falsa demonstratio @: Und wenn Ärtzte, Gutachter oder Richter das bei Ihrer jährlichen Prüfung nicht so sehn kommt er frei.

Das Zitat stammt nicht von mir.

allein mit Hilfe des Internet radikalisiert hat?

harry_up @

Das ist sehr unwarscheinlich.

Die Erziehung im Elterhaus, persönliches Umfeld und die Bildung sind die prägenden Elemente meiner meinung nach bei so jungen Menschen.

So wie sein Vater jetzt "agiert" erklärt das für mich viel mehr als das "Internet".

@ Traumfahrer (14:12): Auch Sie haben mit dem hier teilweise rec

hi Traumfahrer

Auch Sie haben mit dem hier - teilweise - recht:

Ja Mord ist Mord ! Aber wie oft passiert es denn, dass genau da doch zu viel auf die Persönlichkeit des Täters geschaut wird, von wegen schwere Kindheit oder sonstigem.

Aber Sie müssen unterscheiden zwischen geplantem Mord und Tötung aus Notwehr sowie Affekt-Tat. Zum Beispiel gerade bei solchen Ehestreits. Ich lese fast jeden Tag solche Fälle, wo Jugendliche die Gewalt von Mutter oder Vater nicht mehr aushalten und den Gewalttäter töten.

Außerdem ist es richtig, zwischen Mord einerseits und Totschlag andererseits zu unterscheiden:

Dann kommt hinzu, geschah die Tat im Affekt, oder war sie geplant, und wie oft wird aus einem Mord ein Totschlag und so weiter.

Denn Mord ist eine geplante Tat. Totschlag dagegen ist ein Mord ohne vorherige Planung. Und Tötung im Affekt ist, wenn der Täter/die Täterin den Tod des Opfers NICHT wollte sondern es versehentlich passiert ist (Affekt).

@fathaland slim, 13.27h

Die Staatsanwaltschaft ist aber nicht in jedem Land weisungsgebunden.
Vielleicht wollte der User das sagen?

13:14 von Klausewitz

Hoffentlich gibt es später keinen verständnisvollen Richter so nach dem Motto: schwere Kindheit, schwere Jugend und so, der ihm die Strafe wegen guter Führung verkürzt.

Das ist bei dieser Ausprägung des Urteils nicht zu erwarten. Im Übrigen entscheidet dergleichen ein Richter nicht beim Nachmittagskaffee.

Auf Kommentar antworten...

Am 21. Dezember 2020 um 16:37 von Biocreature

Vielleicht wirkt dieses Urteil doch als Hemmschwelle, für diejenigen, die meinen unseren Staat zerstören zu wollen.
Denn leider gibt es immer noch zuviele von denen, die so denken.
###
Zu hoffen ist es. Nur der glaube fehlt mir...

@RoyalTramp 16:22

Schön weiter die AfD schützen. Sie sagen der Täter hat absolut keinen Bezug zu AfD? Man weiß aber, dass sich der Täter in der rechten Szene aufhielt, man weiß,, dass er sich von Christchurch und Breivik inspierieren ließ.
Die AfD schafft den Boden für solche Taten, auch wenn Sie und andere es nicht verstehen und begreifen wollen. Die AfD ist etabliert? Das hätten Sie wohl gerne. Die AfD ist von ihrem 14% Hoch sehr weit entfernt und wenn die Partei so weitermacht wie bisher verliert sie noch die 7% und stürzt auf unter 5 % und fliegt aus dem Bundestag. Die CDU trägt keine Schuld an der AfD und die SPD auch nicht. Diese billige Ausrede wird immer wieder von AfD Sympathisanten genutzt, sie funktioniert nicht.

Am 21. Dezember 2020 um 17:12 von rimitino

Zitat: Auch eine Demokratie hat Grenzen, auch wenn sie relativ sind!

Ich könnte mir vorstellen, dass auch oder gerade der Täter und seine politischen Animateure diesen Satz unterschreiben würden.

@Hador Goldscheitel

"
Am 21. Dezember 2020 um 17:12 von Hador Goldscheitel
RE: Anderes1961 um 16:34; @Hador Goldscheitel

***Honi soit qui mal y pense.***

Da haben Sie wohl recht.
Ich möcht auf Ihr alfranzösisches Zitat lateinisch mit "Aequis aequus"! antworten, was in diesem Zusammenhang sogar einen doppelten Boden hat.

Gruß Hador"

Da haben Sie Recht Jetzt hätten wir sogar einen dreifachen Boden. :-)

Bleiben Sie gesund.

17:06 von werner1955

>>Hier muss der Rechstaat viel früher und durch bessere Überwachung und mehr Rechte für die Sicherheitsbehörden eingreifen.

Wir sehen ja das bei fast allen Straftaten zu extremistischen Terror die Täter "polizeibekant" waren.

Amri oder Dresden waren die negativ Beispiele dafür.<<

Sie schreiben doch selber, dass mehr Überwachung und Ausforschungsrechte offenbar nicht zum Erfolg führen. Nicht nur über Amri sondern auch über mehrere andere Attentäter waren die Sicherheitsbehörden bestens im Bilde. Was die Vermutung nahe legt, dass da keine mangelnde Überwachung vorlag.

Eher kann man annehmen, dass sie nicht fähig waren, die Gefahrensituation entsprechend ihren Hinweisen zu beurteilen. Vielleicht haben sie einfach schon zu viele Informationen, die sie nicht zu Erkenntnissen und nötigen Handlungen verarbeiten können. Der Wald ... die Bäume.

Da helfen auch keine erweiterten Rechte.

Allerdings maße ich mir auch nicht an, beurteilen zu können, was da zu tun ist.

Es ist immer wieder erschreckend zu sehen

Es ist immer wieder erschreckend zu sehen
- wieviele Menschen Strafe mit Rache verwechseln
- Richtern ihre Befähigung absprechen und sich selbst damit quasi zum Ober-Richter erheben
- nicht erkennen, daß der Übergang von extrem rechts zu rechtsextrem fließend ist und auf dem gleichen ideologischen Hintergrund basiert.

Langsam verliert man ...

... jegliches Vertrauen in den Rechtsstaat, wenn die Justiz wie hier in geradezu haarsträubender Weise rein populistische Urteile fällt, anstatt der Gerechtigkeit zum Durchbruch zu verhelfen!

Am 21. Dezember 2020 um 17:30 von Demokratieschue...

Zitat: Todesstrafe ist überall verboten

Das ist falsch.

Zitat: (UN-Zivilpakt Artikel 6, UN-Menschenrechts-Charta Artikel 5, VStGB §§ 4, 5, 6, 7, 8, 11, 12, 13, 14 und 15.

Aus keiner dieser Normen ergbt sich das von Ihnen Behauptete.

Waldkauz

"Mörderische rechte Gamer
Die Spitze eines Eisbergs rechter Hetze im Netz, Verschwörungstheoretiker, rechte Gamer, Killerspieler, Hasser und Volksverhetzer, die sich auf einer digitalen Spielwiese austoben. Und die sich einer bemerkenswerten Toleranz und Ignoranz ihrer Gefährlichkeit erfreuen: die wollen doch nur spielen!"
Würdest du mal erläutern, wie die genannten Gruppen zusammen hängen sollen?
Und Killerspiele gefährlich?
Das haben wir früher auch alle gespielt. Nannte sich Räuber und Gendarm.
Das das nicht zwangsläufig zu hirnfurz führt, wurde schon so oft bewiesen.

17:20 von Michael O

Ich frage mich immer wieder warum ist lebenslang bei uns in Deutschland 15 Jahre, in Frankreich wurde ein Attentäter zu 30 Jahren verurteilt ...

„Lebenslang“ bedeutet in Deutschland, dass die Strafe frühestens nach 15 Jahren zur Bewährung (5 Jahre) ausgesetzt werden kann. Die Sicherungsverwahrung kann aber auf einen lebenslangen Entzug der Freiheit hinauslaufen.

16:49, werner1955

>>Religion und Ethnie, überhaupt nicht?
von fathaland slim @
Leider gibt es sehr wohl Richter die "Rabatt" geben.

https://www.faz.net/aktuell/politik/staat-und-recht/empoerung-ueber-urte...

Und das ist kein Einzelfall sonder durchaus öfter der Fall.<<

Ihr Link ist nicht zu öffnen, egal wie ich es anstelle.

Ich nehme aber an, es handelt sich um ein Urteil auf Amtsgerichtsebene, welches vor Jahren mal große Empörung auslöste.

Solche Urteile waren damals schon die absolute Ausnahme und sind es jetzt erst recht.

15:52 von Sparer

>>Wozu bitte muss Religion und Ethnie beim Strafmaß abgewogen werden ?
Mord durch einen Christen ist schlimmer/weniger schlimm als durch einen Angehörigen einer anderen Religion, oder wie?

Dies ist nicht der Fall. Sie sind dem Foristen den Sie zitieren auf den Leim gegangen.
Leider werden immer wieder solche Unwahrheiten verbreitet um Unfrieden zu stiften.

16:59 von harry_up

«Woher kommt … bei einem noch so jungen Menschen dieser abgrundtiefe Hass?
So etwas lernt man doch nicht als Autodidakt.
Und wenn er sich doch allein mit Hilfe des Internet radikalisiert hat:
Irgendwann muss das doch irgendwie angefangen haben.»

"Wo fängt das an … wo kommt das her".

Kann man dies überhaupt genau benennen, wo Anfang war, und wo Fortsetzung wurde. Ein Elternhaus, wo Toleranz wenig Stellenwert hatte. "Falsche Freunde", die ähnlich dachten, und noch bestärkten.

Im Internet ist man dann ja auch nicht alleine mit einer schon so geprägten Weltsicht. Dort trifft man dann erst recht auf die Radikalen. Die weiter verstärken … und die Labilen auf Sinnsuche verleiten, mit mehr als nur Worten aktiv zu werden.

Irgendwann ist man nicht mehr "ganz jung". Wenn in der Zeit Noch-Jung-Genug niemand im Leben war, wer zeigte, dass Leben, Respekt, Toleranz, Wertschätzung auch anders sein kann … und muss.

Dann isset irgendwann zu spät.
Solcher Tat der Boden bereitet. So kann es …

...ttestEineMeinung #gestörter Geist.

@21. Dezember 2020 um 16:37 von Eislöwe

Ich verstehe worauf sie hinaus wollen und stimme ihnen in der Sache zu.

Aber ein gestörter Geist ist nicht das Selbe wie Unzurechnungsfähigkeit.

16:20 von efri

>>Warum wird sein Gesicht unkenntlich gemacht?<<

Das Hauptziel des Täters ist Aufmerksamkeit zu erheischen. Das muss man nicht unterstützen.

Auf Kommentar antworten...

Am 21. Dezember 2020 um 17:28 von falsa demonstratio

Kein Gericht in Deutschland würde so etwas sagen, denn so eine Aussage wäre rechtswidrig.
###
In keinster Weise ! Rechtstaatlichkeit gab es auch vor 30 Jahren und dieser Fall hat damals für weltweite Aufmerksamkeit und Schlagzeilen gesorgt. Unter Juristen, Politikern und Presse. Genau wie bei den heutigen Urteil.

@ Enlightenment, am 21. Dezember 2020 um 13:20:

"Könnten Sie auf diese Stellen in dem Parteiprogramm zeigen?
Ich weiß von keinem Parteiprogramm wo Terrorismus und Attentate auf Synagogen befürwortet werden, nicht mal bei den Parteien, die behaupten sie seien die "demokratischen Parteien"."

Im offiziellen Parteiprogramm der AgD (Alternative gegen Deutschland) zwar nicht, aber z.B. auf der FB-Seite des AfD-Landtagsabgeordneten Roland Ulbrich, wo dieser behauptet hatte, dass es sich bei dem Anschlag auf die Synagoge von Halle/S. schließlich nur um eine bloße "Sachbeschädigung" gehandelt habe. Zitat von seiner FB-Seite: „Es liegt noch nicht einmal der Versuch eines Tötungsdelikts an den Besuchern des Gottesdienstes in der Synagoge vor.“
Zugegeben: Keine ausdrückliche "Befürwortung", aber angesichts der Monstrosität der Tat eine ungeheuerliche, unerträgliche Relativierung allemal! Schlimm und abstoßend genug!

14:00 von H. Hummel Die Strafe folgt ja erst ...

Irgendwann kommt die Erkenntnis, dass man nie wieder frei sein wird ... eingesperrt bis ans Lebensende, kein noch so kleines Licht am Ende des Tunnels.
Und das ist die eigentliche Strafe. Die Aussichtslosigkeit macht sie so hart; denn er wird ja auch viele sehen, die nach Verbüßung die Haftanstalt wieder Verlassen.
Deshalb ziehe ich dieses finale Wegsperren der Todesstrafe in jedem Falle vor.
#
Da ich ein Gegner der Todesstrafe bin ist das wegsperren für immer m.M.n. die harte angebrachte Strafe.

16:50, Wegelagerer34

>>Gut so!
Was so alles geht, wenn der politische Wille da ist bei unserer unabhängigen Justiz. Den Hinterbliebenen der zwei Opfer wird es eine, wenn auch kleine, Genugtuung sein. Das würde man sich regelmäßig wünschen.<<

Können Sie mir denn einen, unabhängig von der politischen Ausrichtung des Täters, vergleichbaren Fall nennen, wo milder geurteilt wurde?

Unserer Justiz politische Urteile zu unterstellen, das ist schon infam.

@12:58 von frosthorn

>> "Stephan B.", so wird er nach unseren
>> medialen Regeln genannt,

Auf wikipedia wird der Mörder mit Klarnamen genannt. Aber wäre es nicht besser, wenn sein Name (so wie der vom Mörder von John Lennon) für alle Ewigkeit in Vergessenheit gerät?

17:36, DerVaihinger

>>@fathaland slim, 13.27h
Die Staatsanwaltschaft ist aber nicht in jedem Land weisungsgebunden.
Vielleicht wollte der User das sagen?<<

In welchem Land denn nicht?

Was die Weisungsgebundenheit der deutschen Staatsanwaltschaft betrifft, so macht sich eine Regierung strafbar, die der Staatsanwaltschaft befiehlt, eine Straftat nicht zu verfolgen. Und der Staatsanwalt, der einer solchen Weisung Folge leistet, macht sich ebenfalls strafbar.

17:49 von jautaealis

>>Langsam verliert man ...
... jegliches Vertrauen in den Rechtsstaat, wenn die Justiz wie hier in geradezu haarsträubender Weise rein populistische Urteile fällt, anstatt der Gerechtigkeit zum Durchbruch zu verhelfen!<<

Welches Urteil hätte denn nach Ihrer Ansicht der Gerechtigkeit zum Durchbruch verholfen?

@16:49 von fathaland slim

"frosthorn : >>Sagen wir mal so: dann dürften wir auch nicht schlecht über die Nazis im dritten Reich denken. In deren Parteiprogramm stand nämlich weder etwas von Völkermord noch von Weltkrieg, als sie gewählt wurden.<<

Olivia: >>Nein. Der Punkt ist, dass sie mit dem unverfänglichen Parteiprogramm entgegen ihrer Behauptung einfach garnix anfangen wenn Sie AfD=Nazis sagen wollen.<<

Ihren Satz verstehe ich nicht."

Es sollte heissen: "anfangen können"... Ein unverfängliches Parteiprogramm ist nun mal kein Beleg für Nazi-Verortungen. Die Argumentation, dass jenes der NSDAP auch unverfänglich gewesen sei ist einfach nur grotesk. Demnach sind alle anderen Parteien ebenso verkappte Nazis?!"

Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte User,

die Meldung wurde bereits sehr stark diskutiert. Alle wesentlichen Argumente sind genannt. Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen. Deshalb haben wir, beschlossen die Kommentarfunktion zu schließen.

Die Moderation

@ RoyalTramp, am 21. Dezember 2020 um 16:22:

"Ach... sie meinen die AfD. Nur zu dumm, dass der Täter gegenwärtigen Wissenstandes keinen Bezug zur AfD aufweist, sondern sich von Christchurch in Neuseeland und Breivik in Norwegen zu seiner Tat inspirieren ließ! Aber egal... wen interessiert's? Hauptsache AfD."

Wie heißt es doch so schön: Der Täter mag vielleicht alleine gehandelt haben. Aber, allein GEDACHT hat er ganz gewiss nicht! Und das ist das Entscheidende an dieser Tat und ihrem ideologischem Hintergrund!

" wenn Sie die AfD für die Tat des Mörders in Mithaftung sehen, wer trägt eigentlich die Schuld daran, dass sich die AfD gründete und etablierte?"

Irgendwie widersprüchlich: Von "Schuld" am Entstehen der AFD zu schreiben, um dann andauernd Werbung für diese Partei zu machen und sie mutmaßlich auch selber zu wählen! Übrigens: Niemand wird dazu gezwungen, eine rassistische und rechtsextremistische Partei zu wählen! Die 'Schuld' dafür müssen Sie wohl bei den Wählern dieser Partei selbst suchen, nicht bei anderen!

Darstellung: