Kommentare - Erfolg afghanischer Geschäftsfrau beeindruckt Männer

20. Dezember 2020 - 07:11 Uhr

Zahra Kazimi hat als Unternehmerin Erfolg - in Afghanistan keine Selbstverständlichkeit. Sie befürchtet, dass eine Machtbeteiligung der Taliban das Land in dunkle Zeiten zurückwirft. Von Sibylle Licht.

Artikel auf tagesschau.de
Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

12:04 von fathaland slim 11:56, saschamaus75

Sie meinen, es mache für die Menschen einen Unterschied, ob sie völkerrechtskonform oder völkerrechtswidrig gefoltert und abgeschlachtet werden?

Für ihn schon!!

Re : Sisyphos3 !

Klar, es liegt vieles auch an den Männern, die immer noch glauben und sich auch so verhalten, sie seien der Nabel der Welt. Dies ist äußerst traurig und in gewisser Weise mehr als beschämend für die Männerwelt, es immer noch nicht hin zu kriegen, jeden Menschen, vor allem die Frauen, zu achten, respektieren und akzeptieren wie er/sie sind.
Bei uns hat zumindest schon vor Jahren ein Umdenken und eine Besserung statt gefunden, aber leider halt nicht überall. Vor allem in islamischen Ländern steht zwar auch im Koran die Gleichheit von Mann und Frau, aber die zu sehr konservativen Strukturen und fest gefahrenen Denkweisen der Männer verhindern diese Gleichheit.
Viele Männer dort werden leider noch immer so erzogen, wie vor hunderten von Jahren, wo die Frau nichts anderes als ein austauschbares Möbelstück war. Und die Frauen werden zu Scham und Gehorchen erzogen, von ihren Eltern, und nicht zum freien Denken, wie es sein sollte !

12:06 von saschamaus75

"Wenn man ein geordnetes Feindbild hat, hat der Tag Struktur." ((c) by Volker Pispers)

Möglicherweise trifft dies auch auf Sie und die USA zu, ohne dass ich deren Eingreifen in etlichen Kontexten rechtfertigen möchte. Im Gegenteil. Nur, die Motive und Rechte einer anderen Seite (SU) schön zu reden und sich selbst als den Einzigen mit Durchblick zu begreifen, empfinde ich als schwach und wenig überzeugend. Hauptsache auf dem Etikett, das man verteidigt, steht Kommunismus?! Ohje.

OHO!

Die Tonalität dieser Diskussion über die Diskrimierung der 6.000 km entfernt lebenden Frauen offenbart einigen Machismo. Für den einen oder anderen Foristen dürfte demnach ein bisschen mehr Taliban hier bei uns gar nicht so unwillkommen sein.

11:58, Sausevind @08:45 von Sisyphos3

>>"also ich betrachte es nicht als unsere Aufgabe unser Weltbild am Hindukusch zu etablierten.
Vor allem nicht gegen den entschiedenen Willen eines Teils der Bevölkerung"

,.,.,

Gut - Sie haben das jetzt so formuliert, als ob es antidemokratisch sei, Frauen vor Gewalt zu schützen - falls diese nicht in unserem Land leben.

Weiterhin klingt Ihre Aussage in meinen Ohren so:

wenn die meisten Männer ("der entschiedene Teil der Bevölkerung") Gewalt gegen Frauen befürworten:
dann hätte unsere Nation keinerlei Rechte, die Frauen zu schützen, sondern stattdessen das Recht der Männer, Gewalt an Frauen zu verüben, entschieden zu unterstützen? Oder zumindest wegzugucken?

Ich vermisse, dass Sie Opfer und Täter nicht unterscheiden, sondern einfach der Mehrheit das Recht geben, Frauen und Kinder zu quälen.

Ich denke, als Mensch hätte man hier die verdammte Pflicht, die MINDERHEIT zu schützen, nicht die gewaltverliebte Mehrheit.<<

Danke für Ihre klaren, wahren, deutlichen Worte!

Re : Berliner Bratze !

Wie soll dies den gelingen, wenn nicht einmal hier dieses Patriarchat wirklich beendet ist.
Sicher hier wird von Gleichberechtigung viel geredet, aber tatsächlich ist dem eben nicht wirklich so.
Ein einfaches Beispiel : Wenn ein Mann mit hundert Frauen schläft, wird er als der große Hecht gefeiert, wenn eine Frau mit hundert Männern schläft, wird sie als Hure verschrien.
Ein Mann geht einem Job nach, die Frau auch einem und kümmert sich noch um die Kinder, hat es nach Geburten schwer, wieder zurück zu kommen, weil zu oft der Mann nicht wirklich sich beteiligt, zum anderen der Chef Probleme bereitet.
Und nicht nur in Afghanistan, sondern anderen speziellen muslimischen Ländern muss die Frau noch fragen, wenn sie arbeiten gehen will. Da fehlt den Männern in ihrer Eitelkeit und Selbstverliebtheit der Geist zu erkennen, dass dies erhebliche Vorteile bringen kann und wird. In diesen Ländern muss sich in Sachen Gleichberechtigung und Respekt noch sehr viel tun !

>> Buch von Howard Marks,

>> Buch von Howard Marks, "Mr. Nice"?
Werde ich mir demnächst mal zu Gemüte führen, vielleicht war das ja der Mentor für die Drehbuchautoren von 'Rambo III' u.ä.? oO

>> Ronald Reagan hat auch versucht...
Indem die CIA mit ihren eigenen Flugzeugen das Kokain ins Land brachte? Ergo den Dreck für die Welt und für uns den 'good stuff'? oO

>> Ich redete vom 20. Jahrhundert...
Und blenden die (UK-)Zeit vorher völlig aus? -.-

12:10 von fathaland slim 11:57, saschamaus75

Sehe das genauso wie sie fathaland slim. Wer in einer Filterblase lebt wie saschamaus75 Akzeptiert die Wahrheit nicht auch wenn sie erwiesen ist.

10:18 von fathaland slim

finden sie solche Unterstellungen angemessen ? Warum hacken sie immer damit auf mir rum
Ich stehe zu unseren westlichen Werten, uneingeschränkt
nur im Gegensatz zu ihnen erwarte ich dass sich diesen Werten jeder der hier lebt unterwirft,
Schwule akzeptiert und keine 5 Frauen hat
Wer am Hindukusch wohnt ... kann nach seinen Werten leben
könnten sie das vielleicht mal diesen meinen Standpunkt zur Kenntnis nehmen ?

09:21 von Sisyphos3

>>Menschenrechte sind nicht westlich, sondern allgemein verbindlich.
.
dass der Kaiser von Gottes Gnaden ist doch auch ?
Sklavenhaltung wann wurde die abgeschafft,
Schwulenrechte, Todesstrafe,
nichts ist beständiger als der Wandel
und wir der Westen gibt an was gilt !<<

Hier stimme ich Ihnen voll umfänglich zu. Der Westen (die Amis) sind bereits vor vielen Jahren (17 J.) in den Irak marschiert... das Ergebnis kennen wir alle. Dort, und auch in im Afghanistan ist es seit dem nicht besser geworden. Wie also sollen wir "Werte" verteilen, die nicht anerkannt werden?

@ fathaland slim um 12:10

>Ronald Reagan hat auch versucht, den Drogenimport in die USA zu unterbinden...<

Sind sie sich da sicher?
Das er das getan hat?
Mr. Iran-Contra-Deal? Mr. Finanzierung durch CIA-Kokaintransport durch Armeeinfrastruktur?

War ne Dicke Nummer damals in den Medien...nach seinem Abgang, aber die Beteiligten wurde natürlich bestraft: mit Orden
Oliver North: Patriotic Hero.

Die "Die SU wollte nur das Opium beseitigen" Erzählung ist allerdings auch recht fadenscheinig und wurde erst viel später eingefügt: der Export nach Westen brachte immer den höheren Ertrag.

Re : michaeldc !

Natürlich sollten wir in keiner Weise diese Unterdrückung von Menschenrechten jemals akzeptieren.
Die Taliban wollen nur mit brutaler und rücksichtsloser Gewalt ihre Macht und ihre Vorstellungen durch drücken, ihre ideologischen und religiösen Ansichten allen aufzwängen, also einen Art "Gottesstaat" errichten, ähnlich wie im Iran, wo ein Mann alles vorgibt, seine eigene Armee unterhält, die ihm und sich selbst zu viel Macht und Geld sichert und so die Herrschaft für längere Zeit zimmert.
Auch da haben im Grunde, bis auf wenige Ausnahmen, die Männer das Sagen, lediglich skandiert durch einige super konservative Frauen, die auch noch geistig im 17. Jahrhundert leben !

11:56, saschamaus75

>>Die Einzigen, die in den letzten 200 Jahren völkerrechtswidrig in Afghanistan agiert haben, waren UK, USA und Pakistan.<<

Das, was heute als Völkerrecht bezeichnet wird, gibt es erst seit dem 26. Juni 1945.

12:24, Der Lenz

Wieder einmal haben Sie die Sache treffend auf den Punkt gebracht.

Chapeau!

12:35, NoName.

>>OHO!
Die Tonalität dieser Diskussion über die Diskrimierung der 6.000 km entfernt lebenden Frauen offenbart einigen Machismo. Für den einen oder anderen Foristen dürfte demnach ein bisschen mehr Taliban hier bei uns gar nicht so unwillkommen sein.<<

Ja, dieser Eindruck drängt sich auf.

@Traumfahrer um 12:39

>Ein einfaches Beispiel : Wenn ein Mann mit hundert Frauen schläft, wird er als der große Hecht gefeiert, wenn eine Frau mit hundert Männern schläft, wird sie als Hure verschrien.<

Kommt auf die Kreise an in denen Mann/Frau so (verzeihen sie das Bonmot) verkehrt

Aber ja, auch hierzulande treffe ich immer wieder auf Menschen mit Problemhintergründen die meine Urgroßmutter als "Vorsintflutlich" deklariert hätte...(ich glaube 100 hätten nicht gereicht) und sie war eine "hochgeehrte Dame"

@12:25 von Mass Effect

>> Außer einseitiger Propaganda die es das
>> ZK-Büro nicht besser hätte machen
>> können haben sie eine blühende
>> Phantasie.

Nope, aber Sie haben echt anscheinend zu oft Rambo III geguckt oder Brzezinski gelesen? oO

12:39, saschamaus75

>> "Buch von Howard Marks, "Mr. Nice"?
Werde ich mir demnächst mal zu Gemüte führen, vielleicht war das ja der Mentor für die Drehbuchautoren von 'Rambo III' u.ä.? oO"<<

Oh je. Ich scheine Sie wirklich sträflich überschätzt zu haben.

>> "Ronald Reagan hat auch versucht..."
Indem die CIA mit ihren eigenen Flugzeugen das Kokain ins Land brachte? Ergo den Dreck für die Welt und für uns den 'good stuff'? oO<<

Ja, auf die Iran-Kontra-Affäre wies ich weiter oben selbst hin. Um Heuchelei zu verdeutlichen. Ihre Drogenbewertung teile ich nur bedingt. Ein guter Freund hätte ohne Morphin einen furchtbar schmerzhaften Tod gehabt. Warum kaufen die Pharmakonzerne der Welt den afghanischen Bauern nicht ihre Ernte ab? Der Bedarf ist definitiv vorhanden. Prohibition schafft die Probleme erst, die sie lösen möchte. Ein Blick in die Geschichte zeigt das.

>>"Ich redete vom 20. Jahrhundert..."
Und blenden die (UK-)Zeit vorher völlig aus? -.-<<

Sie ist für das hier diskutierte Thema nicht relevant.

12:44 von Jacko08

also sollen wir "Werte" verteilen, die nicht anerkannt werden?
.
Kolonialismus Version 2020
vor 150 .... 500 Jahren unterstützten wir den Sklavenhandel
heute bekämpfen wir ihn
jedes mal soll die Welt entsprechend mitziehen
wer das nicht tut wird bestraft
Der Westen begann den Opiumkrieg, Zwang des Opiumverkaufs in China
jetzt wieder, nur jetzt werden Länder die Opium handeln oder anbauen bestraft
damals wie heute fühlten sich der Westen dabei "wohl"
er das Maß aller Dinge

Militärischer Einmarsch war ein Verbrechen

@ krittkritt:
Der Einmarsch der UdSSR war völkerrechtskonform.

Dann wäre der Einmarsch der USA in Irak ja auch völkerrechtskonform gewesen. Ich finde, dass der Einmarsch in ein anderes Land nie völkerrechtskonform sein kann. Ob es um die Großmachtansprüche der UdSSR geht oder der USA ist doch eigentlich egal.

Erfolg afghanischer Geschäftsfrau beeindruckt Männer....

Und mit einer eventuellen erneuten Machtergreifung durch die Taliban wird es damit vorbei sein.
Aber warum sind diese Dschihadisten so stark ?
Hat man sie nicht mindestens zehn Jahre unterstützt ? Gegen eher laizistische Regierungen. Von 1980 bis in die 90er Jahre. Der Name Zbigniew Brezinski sollte dazu ins Gedächtnis gerufen werden.

12:48, Der Lenz @ fathaland slim um 12:10

>>
>Ronald Reagan hat auch versucht, den Drogenimport in die USA zu unterbinden...<

Sind sie sich da sicher?
Das er das getan hat?
Mr. Iran-Contra-Deal? Mr. Finanzierung durch CIA-Kokaintransport durch Armeeinfrastruktur?

War ne Dicke Nummer damals in den Medien...nach seinem Abgang, aber die Beteiligten wurde natürlich bestraft: mit Orden
Oliver North: Patriotic Hero.<<

Ja, darauf habe ich ja weiter oben hingewiesen.

Reagan führte diese Geheimoperation, die nicht geheim blieb, aus, während er offiziell mit riesigem Propagandagetöse seinen "War on Drugs" deklarierte. Assistiert von seiner Frau Nancy mit ihrem "Just say no!". Ein Spruch, den wir uns damals, 1982/83, ich war in Chicago, zuriefen, wenn wir an der Pfeife mit den knisternden Kristallen zogen. Daß ich noch lebe ist ein Wunder...

Kleiner Tipp: schlagen Sie mal Barry Seal nach. Es lohnt sich.

Immer, wenn martialische Maßnahmen gegen Drogenkonsum propagiert werden, kann man davon ausgehen, daß ungeheuer geheuchelt wird.

@ saschamaus75

Nope, aber Sie haben echt anscheinend zu oft Rambo III geguckt oder Brzezinski gelesen? oO

Ich mag keine Militärfilme. Aber was ich noch weniger mag, ist die offenkundige Einseitigkeit: UdSSR gut - USA böse.

um 11:57 von saschamaus75

> was glauben Sie, wo die Briten(!) das ganze Opium für China her hatten?<

Indien, Südostasien, Afrika ...das Zeug wächst fast überall wie Unkraut wenn man es mal anbaut; und damals war es auch im Britischen Weltreich ein positiv gesehenes Handelsgut; eine Wundermedizin mit der man Schwere Operationen überleben kann, viel weniger Giftig als der Teufel Alkohol: Queen Viktoria verbrachte den Großteil ihres Lebens unter beträchtlichen Dosen Laudanum. -> Die Briten Produzierten nicht "extra für China" um dort Schaden anzurichten, es war bloß das erste Handelsgut das sie dort überhaupt los wurden, und als ihnen dieser einzige "Marketopener" verboten werden sollte...naja, ist bekannt.
Die Problematisieren der "Morphinisten" begann erst im Nachklang des Krimkrieges wo zum ersten mal massive medizinische Versorgung der Soldaten (Nightinggale) zum Masseneinsatz des "Wundermittels" geführt hat, mit uns allen geläufigen folgen.

Afghanistan exportierte vorher mehr Haschich als Opium, und Obst.

Es ist noch nicht so lange her

da die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau auch bei uns in D. stattgefunden hat.Auch in meiner Familie hatte Opa immer noch das Sagen.

das Land in dunkle Zeiten zurückwirft?

Das ist mit Sicherheit so.

Alle Länder sollten sich vollständig aus diesem Land und seinen Kriegen zurückziehen.

Wir besonders nach dem auch die Bundeswehr mit Ihrem "kriegseinsatz" nichts erreicht hat.

13:02, saschamaus75

>>@12:25 von Mass Effect
>> Außer einseitiger Propaganda die es das
>> ZK-Büro nicht besser hätte machen
>> können haben sie eine blühende
>> Phantasie.

Nope, aber Sie haben echt anscheinend zu oft Rambo III geguckt oder Brzezinski gelesen? oO<<

Was haben Sie eigentlich immer mit Rambo III?

Und warum nennen Sie diesen Trashfilm im Zusammenhang mit Zbigniew Brzezinski? Es lohnt sich wirklich, ihn zu lesen und sich mit ihm zu beschäftigen. Kritisch natürlich.

Aber bitte verschonen Sie uns mit dem albernen Filmchen.

die Einwohner müssen es jetzt ausbaden?

Hennes Conrad @
Das Eingreifen des Westen hatte gute und richtige Gründe.

So wie uns die USA von den Nazis befreit haben und wir das durch den Aufbau einer guten leistungsbereiten demokratischen Gesellschaft der Welt gedankt haben, hat es in diesem Land leider nicht geklappt.

Sehr schade.

13:09, Sisyphos3

>>Kolonialismus Version 2020
vor 150 .... 500 Jahren unterstützten wir den Sklavenhandel
heute bekämpfen wir ihn
jedes mal soll die Welt entsprechend mitziehen
wer das nicht tut wird bestraft<<

Sie setzen also den Sklavenhandel mit dem Kampf gegen ihn gleich.

Da fehlen mir die Worte.

@12:35 von Kaneel

>> und sich selbst als den Einzigen mit
>> Durchblick zu begreifen

Dieses behaupte ich auch nicht.
Aber ich finde es erschreckend, wie viele in diesem Forum aus Afghanistan das Thema Opium rausdoktorn.

* UK braucht massenweise Opium aus Afghanistan für China
* UK fliegt aus Afghanistan raus
* Afghanistan hat immer noch viel Opium, vertickt es jetzt an die Russen
* der Oberste Sovjet schickt die Rote Armee, um das Problem zu klären
* die Mohnplantagen werden (größtenteils) vernichtet
* die USA interveniert gegen die UdSSR und schaffen dafür massenweise Islamisten nach Afghanistan und bewaffnen diese
* die USA lassen hinterher Afghanistan wie eine 'heiße Kartoffel' fallen
* Afghanistan hat jahrelang große Probleme
* Die Taliban kommen an die Macht und vernichten die Mohnplantagen
* Osama bin-Laden zerstört das WTC

Was habe ich jetzt Ihrer Meinung nach vergessen? oO

@ Sisyphos3

Es kann nicht immer ein ausländischer Soldat neben "der Frau" stehen und ihre neuen (westlichen) Rechte verteidigen.

Die Gleichberechtigung von Mann und Frau ist kein westliches Recht, das sich die Menschen im freien Westen ausgedacht haben und das in besserwisserischer Absicht auf alle Menschen übertragen werden soll.

Die Gleichberechtigung von Mann und Frau ist ein allgemeines Menschenrecht, das in der UN-Charta festgelegt ist. Menschenrechte sind unmittelbar, unteilbar und nicht verhandelbar.

@krittkritt

Auch für Sie
Einmarsch der Roten Armee: 1979
Nadschibullah Präsident: 1987

Der Grund für den Einmarsch war die Befürchtung, das der Afghanistankonflikt auf die islamischen Sowjetrepubliken überspringt.
Und natürlich auch: Ausbau des Machteinflusses.

13:14, Der Lenz @11:57 von saschamaus75

>>um 11:57 von saschamaus75
> was glauben Sie, wo die Briten(!) das ganze Opium für China her hatten?<

Indien, Südostasien, Afrika ...das Zeug wächst fast überall wie Unkraut wenn man es mal anbaut; <<

Papaver sominiferum, der Schlafmohn, wächst sogar in Deutschland, als alteingebürgerte Pflanze. Vor allem an Ruderalstandorten, also Baustellen, frischen Böschungen etc. wächst er gern in Massen. Man kann ihn auch als Laie vom Klatschmohn unterscheiden, an der blasslila Blütenfarbe.

Der Mohn auf den Mohnbrötchen und im Mohnkuchen sind übrigens die Samen dieser Pflanze. Die, ebenso wie der Hanf, vielfältig nutzbar ist und in sehr vielen Ländern dieser Erde angebaut wird.

Ihre übrigen Ausführungen im Kommentar, auf den ich hier antworte, sind wieder einmal treffend und kenntnisreeich.

13:15 von schiebaer45

Auch in meiner Familie hatte Opa immer noch das Sagen.
.
stellte die Gesellschaft - speziell die Oma das in Frage ?
würde die das heutzutage auch noch so akzeptieren ?
Bei meiner ersten Freundin war ich beim Beratungsgespräch über die Pille dabei
ich wurde wie ein Exot betrachtet, in der Arztpraxis,
man stelle sich vor ich wollte im Fall der Fälle im Kreißsaal dabei sein
Heute muß man sich rechtfertigen wenn man nicht dabei sein will

@ um 12:10 von fathaland slim

Wenn man die Ursprünge der Auseinandersetzung in Afghanistan in den letzten Jahrzehnten ergründen möchte, muß man natürlich auch auf die Zeit der Opiumkriege zurückgehen.
Denn die Briten haben nicht nur ihr Opium in Afghanistan produzieren lassen um China in die koloniale Knechtschaft zu zwingen, sondern sie haben zeitgleich auch versucht, strategische Vorteile gegenüber das dort angrenzende Russland zu erhalten, mit dem sie im Krieg lagen. Nahezu sämtliche alten und neuen Kriege in Asien oder Afrika sind auf die idiotischen Familienstreitigkeiten der verbrecherischen europäischen Monarchien zurückzuführen, die allesamt schon damals zu dem gleichen Familieclan gehörten. (Insofern gibt es da sogar Übereinstimmungen mit anderen Familienclans in Europa und Asien.)
Die europäischen Länder sind so entstanden und sogar die USA sind ein Ergebnis dieses Familienzwists. Zumindest der 1. WK war ebenfalls ein Produkt davon. Und die darauf folgende Aufteilung der Welt.

12:44 von Sisyphos3

>> Wer am Hindukusch wohnt ...
kann nach seinen Werten leben <<

Ob diese Werte wohl so auch von den
Afghaninnen definiert werden würden?

13:16 von fathaland slim

Aber bitte verschonen Sie uns mit dem albernen Filmchen.
-
also ich finde Rambo Filme sehr interessant
zeigen sie doch die USA in ihrem Selbstverständnis wie sie sich sehen
2 oder 3 dieser "Helden" der Vietnamkrieg hätte anders geendet
ebenso die Sache am Hindukusch

@ werner1955

So wie uns die USA von den Nazis befreit haben und wir das durch den Aufbau einer guten leistungsbereiten demokratischen Gesellschaft der Welt gedankt haben, hat es in diesem Land leider nicht geklappt.

In Deutschland hat es ja auch nur im Westen geklappt. Nur dort gab es nach dem Krieg Demokratie.

@ saschamaus75

* Afghanistan hat immer noch viel Opium, vertickt es jetzt an die Russen
* der Oberste Sovjet schickt die Rote Armee, um das Problem zu klären
* die Mohnplantagen werden (größtenteils) vernichtet

Umgesetzt wurde das aber nicht. Die russische Armee hat unter der Hand auch am Mohnanbau verdiente und beim Abzug waren über die Hälfte der russischen Soldaten süchtig.

13:20, werner1955

>>die Einwohner müssen es jetzt ausbaden?
Hennes Conrad @
Das Eingreifen des Westen hatte gute und richtige Gründe.

So wie uns die USA von den Nazis befreit haben und wir das durch den Aufbau einer guten leistungsbereiten demokratischen Gesellschaft der Welt gedankt haben, hat es in diesem Land leider nicht geklappt.

Sehr schade.<<

Sie unterschlagen, daß die USA die afghanischen Islamisten mit ihrer "Operation Cyclone" maßgeblich gefördert haben.

"Der Westen", also die USA, haben das Problem, das sie jetzt erfolglos bekämpfen, selbst geschaffen.

Afghanistan war vorher, ich schrieb es immer wieder, ein weltoffenes, gastfreundliches Land.

@12:41 von Mass Effect

>> Wer in einer Filterblase lebt wie
>> saschamaus75...
Diese "Filterblase" nennt sich übrigens Realität. -.-

>> ...Akzeptiert die Wahrheit nicht auch wenn
>> sie erwiesen ist.
Ähh, Sie haben bisher nur irgendwelche Behauptungen aufgestellt. Von welcher "Wahrheit" schreiben Sie? oO

10:47 von Sisyphos3

>>um hier vielleicht einem Mißverständnis vorzubeugen.
Ich stehe zu unseren Werten, 100 %
Nur erwarte ich nicht unbedingt, dass Menschen 6.000 km entfernt das auch tun
Außer sie verlegen ihren Lebensmittelpunkt hierher, wo meine/unsere Werte zu gelten haben
<<

Auch diese Ansicht, -obwohl nicht an mich gerichtet -, unterschreibe ich gern.

13:36, Sisyphos3

>>also ich finde Rambo Filme sehr interessant
zeigen sie doch die USA in ihrem Selbstverständnis wie sie sich sehen<<

Ihre krachenden Verallgemeinerungen sind unzutreffend.

Die meisten US-Amerikaner, die ich kenne, finden ihr Selbstverständnis in Sylvester Stallones Filmen nicht wieder.

Die USA sind ein höchst vielfältiges Land, welches sich Ihren Vorstellungen von Nationalcharakter etc. entzieht.

@ saschamaus75

* der Oberste Sovjet schickt die Rote Armee, um das Problem zu klären
* die Mohnplantagen werden (größtenteils) vernichtet

Der Sowjetunion ging es nicht um Drogen sondern um geostrategische Interessen, daher die völkerrechtswidrige Militärintervention in Afghanistan.
Die Sowjetarmee war im Endeffekt einer der größten Abnehmer für Drogen aus Afghanistan.

Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte User,
die Meldung wurde bereits sehr stark diskutiert. Alle wesentlichen Argumente sind genannt. Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen. Deshalb haben wir, beschlossen die Kommentarfunktion zu schließen.
Die Moderation

Darstellung: