Kommentare - Erfolg afghanischer Geschäftsfrau beeindruckt Männer

20. Dezember 2020 - 07:11 Uhr

Zahra Kazimi hat als Unternehmerin Erfolg - in Afghanistan keine Selbstverständlichkeit. Sie befürchtet, dass eine Machtbeteiligung der Taliban das Land in dunkle Zeiten zurückwirft. Von Sibylle Licht.

Artikel auf tagesschau.de
Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Es kann nicht immer ein

Es kann nicht immer ein ausländischer Soldat neben "der Frau" stehen und ihre neuen (westlichen) Rechte verteidigen.

Die Unzahl der Toten gerechtfertigt das nicht.

Afghanische Gesellschaft bedarf einer Neuerung oder wir müssen es endlich akzeptieren, dass es auch andere Gesellschaftsformen gibt.

Das ist das Ergebnis des Eingreifens der USA.

Der langjährige Präsidentenberater Brzezinski wurde von einem Reporter angesichts der IS-Gräuel im Nahen Osten gefragt, ob es das - die Unterstützung von Islamisten in Afghanistan vor vielen Jahren - wert gewesen sei. Er meinte, das Vorgehen hätte doch Erfolg gehabt, dadurch sei die Sowjetunion geknackt worden.
Einem Feature des Bayer. Rundfunks vor vielen Jahren zufolge, haben die USA ca. 6 Milliarden DM dafür aufgewendet, Islamisten nach Afghanistan zu holen.
Die haben dann die vergleichsweise modernen Errungenschaften des Regierung Nadschibullah - Mädchen in Schulen, Möglichkeit zu westlicher Bekleidung etc. - rückgängig gemacht.

Zukunft

Der Großteil der Afgahnen wehrt sich wohl nicht gegen die Taliban-deshalb haben sie dort auch einen festen Boden.
Von daher kann ich nur sagen, das mir das sehr leid tut.
Aber -was soll es,viel Erfolg der Frau

Wer hat denn die Mujahedin

Wer hat denn die Mujahedin gegen die Sowjets unterstützt?
Die Usa sind nicht Lösung, sondern Teil des Problems in Afghanistan. Das war die Saat für die Taliban.
Und die Einwohner müssen es jetzt ausbaden.

07:54 von traurigerdemokrat

Es kann nicht immer ein ausländischer Soldat neben "der Frau" stehen und ihre neuen (westlichen) Rechte verteidigen.
.
sollte man meinen !

also ich betrachte es nicht als unsere Aufgabe unser Weltbild am Hindukusch zu etablierten.
Vor allem nicht gegen den entschiedenen Willen eines Teils der Bevölkerung

Die Taliban ist auf Macht aus.

"Dass die Regierung in Kabul mit den Taliban nicht nur über Frieden, sondern auch über Machtteilung spricht, befremdet die Frauen."

Wer eine friedliche Zukunft für Afghanistan anstrebt, kommt an der Taliban nicht vorbei. Sie sind zu stark, gut vernetzt und in der Region fest verwurzelt.

Man wird sich also mit der Taliban arrangieren müssen, aber auch können. Denn wie der florierende Opiumanbau zeigt, geht es dieser Organisation vor allem um Geld. Die Religion ist - wie schon immer in der Geschichte der Menschheit - ein Vorwand, um politische Ziele durchsetzen zu können.

Es besteht also durchaus die Möglichkeit, dass die gut laufenden Geschäfte der Frauen von den Taliban akzeptiert werden, wenn es ihnen Geld einbringt. Die Geschäftsleitungen könnten notfalls auch alibimäßig von Männern übernommen werden.

Ich wünsche den Frauen jedenfalls, dass sich ihre Befürchtungen nicht bestätigen.

@08:10 von skydiver-sr

"Der Großteil der Afgahnen wehrt sich wohl nicht gegen die Taliban-deshalb haben sie dort auch einen festen Boden." Woher wissen Sie das alles, haben sie schon mit Afghanen persöhnlich gesprochen? Bedenken sie eines, dort geht es über Leib und leben. Wer dort pro westlich ist wird von den Talliban verfolgt und getötet. Auf dieser Weise wurden auch schon Familien vernichtet (ausgerottet). Wer dort nicht für die Taliban ist, ist gegen sie und dem entsprechend handeln sie und wie die Taliban das macht, können sie ja von den Berichten erfahren.

Geeignete Reaktion auf Militäraggression

@ Hennes Conrad:
Wer hat denn die Mujahedin gegen die Sowjets unterstützt?

Das war damals aber richtig und eine gute geostrategische Reaktion auf die militärische Intervention der Sowjets in Afghanistan.

krittkritt

Die ursprüngliche Aggression, also das militärische Eingreifen der Sowjetunion in Afghanistan war der Fehler, nicht die verständliche Reaktion der USA darauf.

@ traurigerdemokrat

Es kann nicht immer ein ausländischer Soldat neben "der Frau" stehen und ihre neuen (westlichen) Rechte verteidigen.

Menschenrechte sind nicht westlich, sondern allgemein verbindlich. Die Menschenrechte hatte damals auch die Sowjetunion unterschrieben.

Nichts genutzt

Was DE betrifft hat hat sich der Einsatz nicht gelehnt und war bzw. ist ein Fehlschlag.
Militärisch hat die BW keinerlei Erfolge vorzuweisen und die Lage hat sich nicht zum Besseren gewendet.
Dieser Einsatz hat nur Geld des Steuerzahlers und Leben unserer Soldaten gekostet.
Keinerlei Gegenwert für uns bzw. für die Leute dort.
Überlässt sie sich selbst-sie sollen ihre Sachen regeln

Frauen für den Fortschritt

Fortschritt kann auch Rückschritt bedeuten !
Was man ja täglich in unserer westlich geprägten Welt sehen kann.
Die Anzahl der Autos steigt, wie auch der Mülls und das CO2
und dass die gute Frau nur Frauen beschäftigt,
wen wundert ?
Ob dort ein Mann von einer Frau Anweisungen bereit ist anzunehmen ?
Wann erhielt ne Frau hierzulande das Recht ein eigenes Konto zu haben,
gar zum Arbeiten zu gehen ?
ohne den "Pascha" zu Haus fragen zu müssen

@ kritt.

Die haben dann die vergleichsweise modernen Errungenschaften des Regierung Nadschibullah - Mädchen in Schulen, Möglichkeit zu westlicher Bekleidung etc. - rückgängig gemacht.

Während der sowjetischen Besatzung wurden Menschenrechte (auch die Rechte von Frauen und Mädchen) systematisch mit Füßen getreten.

@ skydiver-sr

Was DE betrifft hat hat sich der Einsatz nicht gelehnt und war bzw. ist ein Fehlschlag. Militärisch hat die BW keinerlei Erfolge vorzuweisen und die Lage hat sich nicht zum Besseren gewendet.

Das ist doch bestenfalls Ihr Eindruck. Woran wollen Sie das denn festmachen? Am verbreiteten Narrativ des Foren-Mainstreams?

Wie sich die Zeiten

ändern. In den 60ern wohnten meine Eltern in Warschau. Nebenan gab es einen im Viertel bekannten, wohl öfter auch alkoholisierten Herrn Kassem aus Afghanistan. Das waren die Zeiten nach Amanullah und noch vor Nadjibullah.
Da durften auch Mädchen noch zur Schule gehen, bis unsere lieben Mitglieder der Wertegemeinschaft meinten, man müsse doch den ach so schrecklichen Einfluss aus dem Norden mit Hilfe islamistischer Horden und Geld und Waffen endlich beseitigen.
Und nun haben wir eine Gegenwart, die nicht einmal die Vergangenheit erreichen kann.

Brzezinski sagt, dass die Islamisten die Ursache waren.

@09:02 von Demokratieschue...
Er sah es als - auch seinen - Erfolg an, dass mit Hilfe der Islamisten die Sowjetunion zum Eingreifen - und zu ihrem Desaster - gezwungen wurde.
Man sollte auch unterscheiden zwischen den lokalen Taliban, und den vor allem aus dem Nahen Osten (Marokko etc.) hereingeholten Islamisten.
Der Bruder eines guten Bekannten war als christlicher Helfer dort beim Aufbau einer Schule wesentlich beteiligt. Die Taliban duldeten zumindest eine zeitlang auch Unterricht mit Mädchen. Er musste allerdings dann - unter ziemlich spektakulären Umständen - das Land verlassen.

09:06 von Demokratieschue...

Menschenrechte sind nicht westlich, sondern allgemein verbindlich.
.
dass der Kaiser von Gottes Gnaden ist doch auch ?
Sklavenhaltung wann wurde die abgeschafft,
Schwulenrechte, Todesstrafe,
nichts ist beständiger als der Wandel
und wir der Westen gibt an was gilt !

Eintreten für die Zerschlagung des Patriarchats

Wir haben so viele westliche Truppen in Afghanistan und das kostet uns so viel Geld, da können wir doch einfach mal verlangen, dass die das Patriarchat in Afghanistan mal zerschlagen und den Weg für kluge und engagierte Frauen frei machen.

@ krittkritt

Brzezinski sagt, dass die Islamisten die Ursache waren.

Diesem Brzezinski glaube ich kein Wort. Wer ist das eigentlich?

Militärischer Einmarsch war ein Verbrechen

@ krittkritt
Er sah es als - auch seinen - Erfolg an, dass mit Hilfe der Islamisten die Sowjetunion zum Eingreifen - und zu ihrem Desaster - gezwungen wurde.

Die Sowjetunion war ein militaristischer und undemokratischer Staat und der sowjetische Einmarsch in Afghanistan war gegen das Völkerrecht. Mal ganz abgesehen von der Menschenrechtsverletzung.

@ krittkritt

Also wenn ich das richtig verstehe, heißen Sie den sowjetischen Einmarsch in Afghanistan gut, die amerikanische Reaktion darauf verurteilen Sie aber? Welchen Sinn hat das denn? Können die USA Ihnen überhaupt was recht machen?

>> Das war damals aber

>> Das war damals aber richtig und eine
>> gute geostrategische Reaktion auf die
>> militärische Intervention der Sowjets in
>> Afghanistan.

Ähh, wir erinnern uns:
Der Oberste Soviet hatte (gelinde gesagt) 'die Schnauze voll', daß permanent Opium und Heroin über die Südgrenze ins Land kommt.
Daraufhin marschierte die Rote Armee in Afghanistan ein und vernichtete alle(!) Mohnplantagen.
DAS war der Kriegsgrund: Krieg gegen Drogen. Nur für die, die das nicht(!) wußten.

@ krittkritt

Sie zitieren hier Brzezinski, wenn es Ihnen passt, ignorieren aber wie treffend Brzezinski die fatalen Menschenrechtsverletzungen unter sowjetischer Herrschaft in Afghanistan beschreibt.

Die Wegbereiter der Taliban waren nicht die Amerikaner, das waren die Sowjets. Und es gab bis heute keinerlei Wiedergutmachung von Russland.

@ krittkritt

Man sollte auch unterscheiden zwischen den lokalen Taliban, und den vor allem aus dem Nahen Osten (Marokko etc.) hereingeholten Islamisten.

Sie haben ja keine Ahnung, Marokko liegt nicht im Nahen Osten, sondern in Nordafrika.

Die Geschichte, dass die

Die Geschichte, dass die afghanische Bevölkerung zu großen Teilen die Taliban unterstützen wird gerne eingeworfen. Eher ist es so, dass der große Teil der Bevölkerung schlicht und ergreifend Angst hat. Sicher hat das Land einen Rückschritt durch die Taliban gemacht , gerade auch in Hinblick auf Bildung und Chancengleichheit. Das hat auch Spuren in manchen Köpfen hinterlassen. Meine Erfahrung durch die Betreuung junger Afghanen hat gezeigt, dass die meisten sehr wohl offen sind, sich mit anderen Sitten auseinanderzusetzen. Natürlich nicht alle.@krittkritt Marokko liegt nicht im Nahen Osten.

@09:13 von Demokratieschue...

>> Während der sowjetischen Besatzung
>> wurden Menschenrechte (auch die Rechte
>> von Frauen und Mädchen) systematisch
>> mit Füßen getreten.

Nope, es wurden nur(!) alle Mohnplantagen zerstört. oO

Für alle spürbare unmittelbare Verbesserungen durch erfolgreiche

Vorbilder sind Voraussetzung für nachhaltige Verbesserungen: „Kazimis Erfolg bringt Männer zum Umdenken - Dass sie so erfolgreich ist, beeindruckt auch die Männer. (...) "Wir konnten uns nicht vorstellen, dass Frauen so wie Männer arbeiten können, weil wir eine sehr konservative Gesellschaft sind", gibt einer ihrer Kunden zu.
>> Aber seitdem die Leute sehen, dass es den Familien wirtschaftlich viel besser geht, wenn Frauen mit zum Einkommen beitragen, habe ein Umdenken eingesetzt <<

Zu „Auf die Frage, warum sie nur Frauen einstellt, sagt die Unternehmerin: "Für Männer ist es vergleichsweise einfach, Arbeit zu finden, für Frauen aber nicht": DAS verstehe ich unter wirklicher, Demokratie: Die selbstverständliche („erlaubnisunabhängige“) Chance, aktiv an der Beseitigung von gesellschaftlichen Missständen, insbesondere Chancenungleichheit, mitzuwirken.
Aber ganz bestimmt nicht die „systematische“ Beteiligung von Gewaltherrschern (der Taliban), die genau das verhindern wollen an der Macht.

@Demokratieschülerin

Was ist das Narrativ des Foren-Mainstreams? Bitte um Erklärung.

um 07:54 von traurigerdemokrat

Warum müssen wir Menschenrechtsunterdrückung akzeptieren? Mindestens die Hälfte der afghanischen Gesellschaft, nämlich die Frauen, will nicht akzeptieren, das sie von einer brutalen Minderheit, nämlich den Taliban, unterdrückt und an der Ausübung ihrer Menschenrechte gehindert werden.

09:28 von Berliner Bratze

@ krittkritt
Brzezinski sagt, dass die Islamisten die Ursache waren.

Diesem Brzezinski glaube ich kein Wort. Wer ist das eigentlich?

Ist das Ihr Ernst? Sie wissen nicht, wer der Mann ist, glauben ihm aber kein Wort?

@ saschamaus75 - auf den Leim gegangen

Ähh, wir erinnern uns:
Der Oberste Soviet hatte (gelinde gesagt) 'die Schnauze voll', daß permanent Opium und Heroin über die Südgrenze ins Land kommt.
Daraufhin marschierte die Rote Armee in Afghanistan ein und vernichtete alle(!) Mohnplantagen.

Daran stimmt leider nur der Einmarsch in ein souveränes Land. Die Mohn-Geschichte war nur vorgeschoben. Da gehen Sie einer Propaganda und Kriegsrechtfertigung auf den Leim.

@saschamaus75

Ich glaube da reden Sie gerade die Gründe der damaligen Sowjetunion zum Einmarsch in Afghanistan schön. Es ging um Macht und Einfluss in der Region.

@krittkritt, 08.00h

Das waren damals aber nicht die Taliban.
Dass die SU zuerst eine demokratische gewählte Regierung gegen eine moskauhörige ausgetauscht hat, um dann dort einzumarschieren verschweigen Sie schamhaft.

@ Sisyphos3, 09:08

“Wann erhielt ne Frau hierzulande das Recht ein eigenes Konto zu haben, gar arbeiten zu gehen ? ohne den “Pascha“ zu Haus fragen zu müssen“

Sie haben mit Ihrem Hinweis vollkommen recht.

Nur allzu gern empfinden wir unsere “Errungenschaften“ als die natürlichsten und erstrebenswertesten, so dass wir meinen, sie allen und jedem “überstülpen“ zu müssen.
Und das auch noch mit dem Brustton der Überzeugung, Jahrhunderte alte Traditionen ignorierend - Anzug statt Kaftan...

Von jetzt auf gleich kann das nicht funktionieren.

Etwas mehr Bescheidenheit und Fingerspitzengefühl wären da häufig angebracht.

09:41, saschamaus75

>>Ähh, wir erinnern uns:
Der Oberste Soviet hatte (gelinde gesagt) 'die Schnauze voll', daß permanent Opium und Heroin über die Südgrenze ins Land kommt.
Daraufhin marschierte die Rote Armee in Afghanistan ein und vernichtete alle(!) Mohnplantagen.
DAS war der Kriegsgrund: Krieg gegen Drogen. Nur für die, die das nicht(!) wußten.<<

Ja, der Krieg gegen die Drogen.

An dem hat sich ja auch Reagan versucht.

Mit dem gleichen Erfolg wie dem der Sowjets in Afghanistan, nämlich null.

Jeder Krieg führt zu unendlichem Leid.

Bei der Vielzahl ...

... Stämmen und Stammesinteressen halte ich es für nicht wahrscheinlich, dass es in Afghanistan in absehbarer Zeit zu tragfähigen Verhandlungsergebnissen kommt. Es wird immer irgendeinen Warlord geben, dem sein Drogengeschäft wichtiger ist. Und die Taliban werden nie eine nennenswerte Regierungsbeteiligung säkularer Gruppen akzeptieren.

Das Land wird entweder von den Taliban beherrscht oder im Bürgerkrieg zerstört und eben dann von den Taliban beherrscht werden.

@Berliner Bratze um 09:32

>der sowjetische Einmarsch in Afghanistan war gegen das Völkerrecht. <

Das ist historisch falsch.
Die International anerkannte Regierung (übrigens die letzte die diesen Namen trug) bat die SU um Unterstützung im Bürgerkrieg der durch massive Aufrüstung der Modernisierungsverlierer vom Landadel (Vulgo Stammesführer /Warlords /Mudjaheddin /Islamisten /Ultraconservative / etc) durch dritte (wer könnte das gewesen sein?) ausgelöst wurde.

Ob es eine gute Idee war oder die SU eine Diktatur (Ja natürlich war sie das) steht auf eine anderen Blatt und beeinflusst das Völkerrecht nicht im geringsten.

Das Finanzieren von Aufständischen um diese erst zu solchen zu machen hingegen ist zwar gute Tradition bei der jeder mal mitmacht, aber durchaus durch das Völkerrecht verboten.

09:21, Sisyphos3

>>09:06 von Demokratieschue...
Menschenrechte sind nicht westlich, sondern allgemein verbindlich.
.
dass der Kaiser von Gottes Gnaden ist doch auch ?
Sklavenhaltung wann wurde die abgeschafft,
Schwulenrechte, Todesstrafe,
nichts ist beständiger als der Wandel
und wir der Westen gibt an was gilt !<<

Warum reden Sie denn von "wir"?

Ihnen liegen doch Menschenrechte und das ganze Gedöns überhaupt nicht am Herzen, wie Sie hier mehr als oft genug deutlich machen. Sie scheinen also, im Gegensatz zu der Frau, die im Artikel vorgestellt wird, nicht zum "Westen" zu gehören.

@ Berliner Bratze, um 09:28

re @ krittkritt

“Diesem Brzezinski glaube ich kein Wort. Wer ist das eigentlich?“

Sie kennen ihn nicht und glauben ihm also kein Wort.

Mit Usern, die derartige Äußerungen von sich geben, soll man ernsthaft diskutieren?
Möglicherweise erwarten Sie das ja auch gar nicht.

@ um 09:32 von Berliner Bratze

Die Sowjetunion wurde von der damaligen Regierung Afghanistans um Hilfe gebeten, da die USA Verbrecherbanden in Pakistan dafür bezahlt und ausgerüstet hat, in Afghanistan Unruhe zu stiften. Die Absicht der USA lag darin, die Sowjetunion einzukreisen und so unter Druck zu setzen und zu zerstören.
In etwa so, wie es die USA und NATO heute mit Russland tun.
Warum auch immer.
Solange die Welt mit solch unnützen Gewalttaten in Atem und Uneinig gehalten wird, können die USA offensichtlich mit jedem anderen Verbrecher gute Geschäfte machen.
Amerika First ist keine Erfindung von Donald Trump.

@09:32 von Berliner Bratze

>> der sowjetische Einmarsch in Afghanistan
>> war gegen das Völkerrecht.

Nope, Präsident Nadjibullah hat die Rote Armee darum gebeten, daß "kleine" Opiumproblem zu lösen. Damit also kein Verstoß gegen das Völkerrecht.

Gleichberechtigung

Nur eine wirtschaftlich unabhängige Frau ist eine dem Mann gleichberechtigte Frau.

Das war schon immer so und so wird es auch bleiben.

(Meine Urgroßmutter wurde noch von meinem Urgroßvater verprügelt, wenn sie vor ihm das durch Feldarbeit eigenhändig verdiente Geld versteckt und er es gefunden hatte. Scheidung gab es nicht.)

09:53, saschamaus75

>>@09:13 von Demokratieschue...
>> Während der sowjetischen Besatzung
>> wurden Menschenrechte (auch die Rechte
>> von Frauen und Mädchen) systematisch
>> mit Füßen getreten.

Nope, es wurden nur(!) alle Mohnplantagen zerstört. oO<<

Da muss ich Sie leider berichtigen. Es fand eine brutale Verfolgung von Menschen mit abweichenden Meinungen statt. Das ist gut dokumentiert.

Es wurden auch nicht alle Mohnplantagen zerstört. Das ist in einem derart unzugänglichen Land wie Afghanistan überhaupt nicht möglich. Außerdem hat der Mohnanbau dort eine über tausendjährige Tradition. So etwas beendet eine ausländische Besatzungsmacht nicht mal eben einfach so. Der Export von Opium wurde erst 1979 wirklich wichtig, als Finanzquelle der so genannten Mujahedin, die als Reaktion auf die sowjetische Intervention groß wurden.

Es kann nicht immer sein

Leider wurde mein eigener Kommentar, der die Netiquette nicht verletzte, von der Moderation unerklärlicherweise abgelehnt.

Also kommentiere ich gerne Ihren Beitrag:

Die Sowjetunion und in der Folge die westlichen Demokratien hatten nicht verstanden, dass Afghanistan ein künstlich und vielleicht sogar imperialistisch geschnittener Staat ist, in dem archaische Sippenverbünde (unter der Leitung der sog. War-Lords) das Sagen haben.

Um die radikal-islamischen Taliban, die den Koran so auslegen, wie es ihnen gerade passt, im Zaum zu halten, wäre es nötig die Warlords an einen Tisch zu bringen.

Die Frauen könnten ein Schlüssel sein: Wer erzieht die übergriffigen Söhne? Wer erzieht die unterwürfigen Töchter? Es sind die Mütter, die aus dem Schatten ihrer eigenen Existenz heraustreten, wenn ein Sohn ein Kämpfer wird. Oder eine Tochter möglichst früh an einen Kämpfer verheiratet wird.

Stärkt man die Frauen und Mütter, dann wird sich nachhaltig etwas ändern.

@Keveslegeti - Bitte informieren Sie sich.

09:42 von Keveslegeti:
"Die Wegbereiter der Taliban waren nicht die Amerikaner, das waren die Sowjets."

Es war nicht die Sowjetunion, die im Rahmen der CIA-Operation Cyclone afghanische Islamisten ausgerüstet und unterstützt hat. Die Macht der Taliban basiert dieser damals erhaltenen Unterstützung der USA. Der US-Angriff 2001 hat den Taliban ebenfalls in die Karten gespielt.

Falls Sie sich informieren wollen, könnten Sie das bei der Zeit tun: "Akten belegen westliche Hilfe für Islamisten in Afghanistan" (30.12.2010).

@Demokratiesch...

Das mache ich an meiner militärischen Erfahrung von 10Jahren Dienstzeit in einer sehr exclusiven BW Einheit und an den blanken Zahlen der Bundesregierung fest.
Alles klar ?

10:06 von Keveslegeti @ saschamaus75 - auf den Leim gegangen

Daraufhin marschierte die Rote Armee in Afghanistan ein und vernichtete alle(!) Mohnplantagen.

Daran stimmt leider nur der Einmarsch in ein souveränes Land. Die Mohn-Geschichte war nur vorgeschoben. Da gehen Sie einer Propaganda und Kriegsrechtfertigung auf den Leim.

Gebe ihnen zu 100% recht.

10:12, harry_up @ Sisyphos3, 09:08

>>“Wann erhielt ne Frau hierzulande das Recht ein eigenes Konto zu haben, gar arbeiten zu gehen ? ohne den “Pascha“ zu Haus fragen zu müssen“

Sie haben mit Ihrem Hinweis vollkommen recht.

Nur allzu gern empfinden wir unsere “Errungenschaften“ als die natürlichsten und erstrebenswertesten, so dass wir meinen, sie allen und jedem “überstülpen“ zu müssen.
Und das auch noch mit dem Brustton der Überzeugung, Jahrhunderte alte Traditionen ignorierend - Anzug statt Kaftan...

Von jetzt auf gleich kann das nicht funktionieren.

Etwas mehr Bescheidenheit und Fingerspitzengefühl wären da häufig angebracht.<<

Der Mitforist hätte Recht, wenn Afghanistan nicht früher schon einmal wesentlich weiter gewesen wäre. Nicht aufgrund "westlicher" Intervention, sondern weil es Station auf der Seidenstraße war und dadurch mit Menschen aus aller Welt in Berührung kam. Das reaktionär-fundamentalistische Talibanregime ist ein "Erfolg" des Wirkens der USA. Bitte mal "Operation Cyclone" nachschlagen.

10:21 von Tada

Meine Urgroßmutter wurde noch von meinem Urgroßvater verprügelt
.
auch wenn es andere Zeiten waren ....

meine Urgroßmutter wurde nicht geschlagen
und Geld verwaltete mein Großmutter
damit wollte er nichts, absolut nichts zu tun haben
(und ist ziemlich gut damit gefahren)
auch das Modell gab es vor 100 Jahren

@ Tada, um 10:21

“Meine Urgroßmutter wurde noch von meinem Urgroßvater verprügelt...“

...Und er, wie alle seine damaligen Zeitgenossen hätten sich ganz sicher sehr verwundert die Augen gerieben, hätte da plötzlich ein Soldat gestanden, der ihn abgewatscht und ihm gesagt hätte, das würde sich nicht gehören, und im Wiederholungsfalle gäbe es gehörig was...

Veränderungen brauchen Zeit, das meinte ich auch in einem meiner obigen Kommentare.

@krittkritt

Das „Eingreifen“ der USA war viel mehr die Bewaffnung der Vorgänger der jetzigen Taliban durch die CIA, gegen die sowjetischen Truppen in Nordafghanistan.

Das die Taliban jetzt wieder stärker werden hat tatsächlich auch mit einem Entscheidungsträger in den USA zu tun, namentlich der orange Friedensfürst im weißen Haus. Danke Trump!

10:12 von harry_up

um hier vielleicht einem Mißverständnis vorzubeugen.
Ich stehe zu unseren Werten, 100 %
Nur erwarte ich nicht unbedingt, dass Menschen 6.000 km entfernt das auch tun
Außer sie verlegen ihren Lebensmittelpunkt hierher, wo meine/unsere Werte zu gelten haben

re 07:54 traurigerdemokrat: Wessen Akzeptanz?

>>Afghanische Gesellschaft bedarf einer Neuerung oder wir müssen es endlich akzeptieren, dass es auch andere Gesellschaftsformen gibt<<

Meinen Sie wirklich „uns“ oder meinen Sie nicht vielleicht doch, dass die Frauen in Afghanistan „endlich akzeptieren“ müssen, dass es „auch andere Gesellschaftsformen“ gibt?

Oder meinen Sie vielleicht, dass Frauen „eigentlich“ ganz gerne unter einem Patriarchat stehen und die wenigen „Emanzen“ dies „endlich akzeptieren“ sollen?

Oder meinen Sie, dass die universellen Menschenrechte nur im „Westen“ Gültigkeit haben?

Oder meinen Sie vielleicht etwas „ganz anderes“?

Zweistaatenlösung

"Sie befürchtet, dass eine Machtbeteiligung der Taliban das Land in dunkle Zeiten zurückwirft."

Das befürchte ich leider auch. Am besten wäre eine Zweistaatenlösung, sonst gibt es keinen dauerhaften Frieden. Zu groß sind die Unterschiede zwischen den Lebensphilosophien.

@10:06 von Keveslegeti

>> Da gehen Sie einer Propaganda und
>> Kriegsrechtfertigung auf den Leim.

Nope, leider nicht. -.-
Die Einzigen, die in den letzten 200 Jahren völkerrechtswidrig in Afghanistan agiert haben, waren UK, USA und Pakistan.

Aber evl. sind Sie ja zu oft den Kriegspropagandafilmen wie 'Rambo III' u.ä. "auf den Leim gegangen"? oO

10:47, Sisyphos3

>>10:12 von harry_up
um hier vielleicht einem Mißverständnis vorzubeugen.
Ich stehe zu unseren Werten, 100 %<<

Daß Sie dies tun, das verbergen Sie höchst geschickt.

>>Nur erwarte ich nicht unbedingt, dass Menschen 6.000 km entfernt das auch tun<<

Sie haben noch nie davon gehört, daß die allgemeine Erklärung der Menschenrechte von der UN-Vollversammlung, also sämtlichen Staaten dieser Erde, verabschiedet wurde?

>>Außer sie verlegen ihren Lebensmittelpunkt hierher, wo meine/unsere Werte zu gelten haben<<

Und immer wieder frage ich mich, wen Sie mit "uns" meinen. Es gibt sehr viele Menschen, die ihren Lebensmittelpunkt immer schon in Deutschland hatten, die mit meinen Werten wenig anzufangen wissen. Ich weiß allerdings nicht, inwiefern sich meine Werte mit Ihren Werten decken, siehe oben.

@@10:27 von fathaland slim

>> Das ist gut dokumentiert.
In Filmen wie Rambo III?

>> Es wurden auch nicht alle
>> Mohnplantagen zerstört.
Aber es wurde wenigstens versucht. -.-

>> Der Export von Opium wurde
>> erst 1979 wirklich wichtig
Nope! Oder was glauben Sie, wo die Briten(!) das ganze Opium für China her hatten? oO

08:45 von Sisyphos3

"also ich betrachte es nicht als unsere Aufgabe unser Weltbild am Hindukusch zu etablierten.
Vor allem nicht gegen den entschiedenen Willen eines Teils der Bevölkerung"

,.,.,

Gut - Sie haben das jetzt so formuliert, als ob es antidemokratisch sei, Frauen vor Gewalt zu schützen - falls diese nicht in unserem Land leben.

Weiterhin klingt Ihre Aussage in meinen Ohren so:

wenn die meisten Männer ("der entschiedene Teil der Bevölkerung") Gewalt gegen Frauen befürworten:
dann hätte unsere Nation keinerlei Rechte, die Frauen zu schützen, sondern stattdessen das Recht der Männer, Gewalt an Frauen zu verüben, entschieden zu unterstützen? Oder zumindest wegzugucken?

Ich vermisse, dass Sie Opfer und Täter nicht unterscheiden, sondern einfach der Mehrheit das Recht geben, Frauen und Kinder zu quälen.

Ich denke, als Mensch hätte man hier die verdammte Pflicht, die MINDERHEIT zu schützen, nicht die gewaltverliebte Mehrheit.

10:46, Sternenrindviech

>Das die Taliban jetzt wieder stärker werden hat tatsächlich auch mit einem Entscheidungsträger in den USA zu tun, namentlich der orange Friedensfürst im weißen Haus. Danke Trump!<<

So ist es.

Die Taliban betrachten die so genannten Friedensverhandlungen als Kapitulationsverhandlungen der USA mit ihnen, den Siegern. Das haben sie sehr deutlich gemacht.

11:56, saschamaus75

>>Die Einzigen, die in den letzten 200 Jahren völkerrechtswidrig in Afghanistan agiert haben, waren UK, USA und Pakistan.<<

Sie meinen, es mache für die Menschen einen Unterschied, ob sie völkerrechtskonform oder völkerrechtswidrig gefoltert und abgeschlachtet werden?

omg

>> 10:36 von Mass Effect
>> Gebe ihnen zu 100% recht.
Nope. -.-

>> 11:48 von Mass Effect
>> Ihre Aussage entspricht der Tatsache.
Nope. -.-

"Wenn man ein geordnetes Feindbild hat, hat der Tag Struktur." ((c) by Volker Pispers)

11:57, saschamaus75

>>@@10:27 von fathaland slim
"Das ist gut dokumentiert."
In Filmen wie Rambo III?<<

Solche Filme gucke ich nicht. Ich informiere mich aus anderen Quellen. Kennen Sie bspw. das Buch von Howard Marks, "Mr. Nice"? Wenn nicht, dann lesen Sie es mal.

>> "Es wurden auch nicht alle Mohnplantagen zerstört."
Aber es wurde wenigstens versucht. -.-<<

Ronald Reagan hat auch versucht, den Drogenimport in die USA zu unterbinden...

>> "Der Export von Opium wurde erst 1979 wirklich wichtig"
Nope! Oder was glauben Sie, wo die Briten(!) das ganze Opium für China her hatten? oO<<

Ich redete vom 20. Jahrhundert und da insbesondere von der Zeit des kalten Krieges. Was sich aus dem Diskussionszusammenhang eigentlich ziemlich eindeutig ergibt.

@Sisyphos3 (10:44): vor 100 Jahren

Ihre Urgroßmutter hat das Geld verwalten - und? Kleopatra gab es schon vor Tausenden vor Jahren. Die meisten Frauen sind aber nicht in dieser Position.

Das alles ändert nichts daran, dass der Mann die Entscheidungsgewalt hatte und die Frau ihm auf Gedeih und Verderb ausgeliefert war.
Je ärmer die Familie war, desto mehr.

Ich habe schon in der Schule ein Referat über Frauen in islamischen Ländern gehalten und habe dafür 2 autobiografischen Bücher gelesen. Eins von einer saudischen Prinzessin und eins einer ägyptischen Prostituierten (nicht selbst geschrieben). Die erste konnte ihren Mann dazu zwingen nicht ein 2. Mal zu heiraten. Die 2. erhielt Todesstrafe, weil sie einen Zuhälter in Notfall (in meinen Augen) getötet hatte.

Auch da spielte Geld eine große Rolle. (Wirtschaftliche Unabhängigkeit -> Hilfe bezahlen können.)

@12:02 von DerVaihinger

>> Eine schöne Legende

Nope, dieses nennt sich Realität. -.-

@saschamaus75

"Nope, Präsident Nadjibullah hat die Rote Armee darum gebeten, daß "kleine" Opiumproblem zu lösen. Damit also kein Verstoß gegen das Völkerrecht."

Falsch!
Die Rote Armee kam 1979 nach Afghanistan, Nadjibullah wurde 1987 Präsident von Afghanistan.

Re : Jimi58 !

So manches was die Taliban tun, mag man noch mit uralten Traditionen verstehen, in denen diese "Glaubensbrüder" stecken. Dies stimmt aber nicht ganz, denn sonst würden sie nicht mit dem Opiumanbau all ihre Waffen und Munition finanzieren.
Ich denke heute geht es wie einigen anderen Durchgeknallten nur um die Macht, viel Geld und Einfluss. Und mit ihrer rücksichtslosen Brutalität steuern sie etliches, nur um zu zeigen, wer das Sagen hat.
Leider haben viele fremde Soldaten es nicht geschafft, den Taliban den Zugang zu den Waffen ab zu graben, die vielen Soldaten es nicht hin gekriegt, sich auf deren Kampftaktik der Guerilla ein zu stellen oder es gleich zu tun, um sie nachhaltig zu schwächen.
Und leider haben zu viele am Geschäft mit den Waffen und den Drogen zu viel verdient und scheren sich ein Dreck um die Folgen.
Und was Trump mit seinem Deal wollte, bleibt wohl ewig sein Geheimnis, denn dies war der letzte Sargnagel für viele Afghanen !

@12:04 von fathaland slim

>> Sie meinen, es mache für die Menschen
>> einen Unterschied, ob sie
>> völkerrechtskonform oder
>> völkerrechtswidrig gefoltert und
>> abgeschlachtet werden?

Das macht natürlich keinen(!) Unterschied, ABER das China, Russland und Europa weiterhin permanent mit Opium bzw. Heroin geflutet werden.

Der Einmarsch der UdSSR war völkerrechtskonform.

@09:32 von Berliner Bratze
@09:36 von Keveslegeti
Die USA haben mit der Einschleusung von großenteils ortsfremden Islamisten die Nadschibullah-Regierung unter Druck gesetzt. Die hat die verbündete UdSSR um das Eingreifen gebeten. Damit war das zumindest formal gesehen völkerrechtskonform.

Dass die säkulare Nadschibullah-Regierung vor allem in islamischen Kreisen in Afghanistan umstritten war, steht auf einem anderen Blatt.
Deshalb hatten es die fremden Islamisten und die einheimischen War-Lords relativ leicht, Gefolgsleute zu rekrutieren.

12:06, DerVaihinger

>>Offiziell hat die afghanische Regierung die SU um Hilfe gebeten.
Tatsächlich war die rote Armee schon in Afghanistan einmarschiert, bevor der befohlene Hilferuf aus Kabul in Moskau eingetroffen war.<<

So ist es.

Das Völkerrecht lässt sich, wie jedes juristische Konstrukt, mit gewieften Juristen auf vielfältige Weise instrumentalisieren und mißbrauchen. In jüngerer Zeit hauptsächlich von der Putinadministration, die damit nichts anderes sagt als auch die US-Administration, der im Zweifelsfall internationale Regeln und Vereinbarungen komplett egal sind, was sie dann auch so kommuniziert. Putin hingegen heuchelt Rechtstreue, nachdem er das Recht in seinem Sinne hingebogen hat. Praktischerweise erkennen beide Staaten den internationalen Gerichtshof nicht an. Wo es keinen Richter gibt, kann es auch keinen Kläger geben. Um das alte Sprichwort mal umzudrehen.

12:06, saschamaus75

>>"Wenn man ein geordnetes Feindbild hat, hat der Tag Struktur." ((c) by Volker Pispers)<<

Wenn ich mir Ihre Kommentare hier im Thread durchlese, dann scheinen Sie sich Volker Pispers heute sehr zu Herzen genommen zu haben.

Schade. Ich kenne Sie eigentlich nachdenklicher.

"Daraufhin marschierte die

"Daraufhin marschierte die Rote Armee in Afghanistan ein und vernichtete alle(!) Mohnplantagen."

"Daran stimmt leider nur der Einmarsch in ein souveränes Land. Die Mohn-Geschichte war nur vorgeschoben. Da gehen Sie einer Propaganda und Kriegsrechtfertigung auf den Leim."
"Gebe ihnen zu 100% recht."

Stimmt. Drogenkrieg ist ja nicht vergleichbar mit Krieg gegen Terror.
Die Amerikaner machen Afghanistan wegen eines Saudis platt, der in Pakistan haust, nachdem auch der Irak dran glauben musste.
Wie stringent ist das denn?
Wieso "darf" USA in A. einmarschieren, die UdSSR aber nicht?
Die sollen sich raushalten. Beide.

@ 10:12 von DerVaihinger

>Dass die SU zuerst eine demokratische gewählte Regierung gegen eine moskauhörige ausgetauscht hat,...<

Klingt gut, isses aber nicht.
Die Letzte nicht von Moskau gestützte Regierung dort war die Monarchie, die mit Wahlen nichts am Hut hatte. Schon die die dort die Republik ausriefen versicherten sich der Unterstützung der SU, war ja auch der Nachbar, damit war es naheliegend. Als diese dann von der nächsten, Regierung abgelöst wurden war das mit der Ablösung Ulbrichts durch Honender zu vergleichen. Wenn es Wahlen gab dann solche nach "Asterix in Korsika"-manier: die Urnen werden gefüllt und ins Meer geworfen, danach holt man die Messer raus und klärt die Sache "traditionell".
Das die SU nach Einmarsch den Amtierenden "zum Rücktritt bewegte" hatte etwas mit seiner erwiesenen Unfähigkeit zu tun; erwiesen durch die Eskalation des Bürgerkrieges. das ist so wie Napoleon Bayern Tirol wieder wegnahm nachdem Bayrische Politik dort einen Aufstand ausgelöst hat.

11:57 von saschamaus75

Nope! Außer einseitiger Propaganda die es das ZK-Büro nicht besser hätte machen können haben sie eine blühende Phantasie. Eine schöne Legende die sie uns auftischen wollen.

Darstellung: