Ihre Meinung zu: Erfolg afghanischer Geschäftsfrau beeindruckt Männer

20. Dezember 2020 - 8:11 Uhr

Zahra Kazimi hat als Unternehmerin Erfolg - in Afghanistan keine Selbstverständlichkeit. Sie befürchtet, dass eine Machtbeteiligung der Taliban das Land in dunkle Zeiten zurückwirft. Von Sibylle Licht.

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Kommentare

Es kann nicht immer ein

Es kann nicht immer ein ausländischer Soldat neben "der Frau" stehen und ihre neuen (westlichen) Rechte verteidigen.

Die Unzahl der Toten gerechtfertigt das nicht.

Afghanische Gesellschaft bedarf einer Neuerung oder wir müssen es endlich akzeptieren, dass es auch andere Gesellschaftsformen gibt.

Das ist das Ergebnis des Eingreifens der USA.

Der langjährige Präsidentenberater Brzezinski wurde von einem Reporter angesichts der IS-Gräuel im Nahen Osten gefragt, ob es das - die Unterstützung von Islamisten in Afghanistan vor vielen Jahren - wert gewesen sei. Er meinte, das Vorgehen hätte doch Erfolg gehabt, dadurch sei die Sowjetunion geknackt worden.
Einem Feature des Bayer. Rundfunks vor vielen Jahren zufolge, haben die USA ca. 6 Milliarden DM dafür aufgewendet, Islamisten nach Afghanistan zu holen.
Die haben dann die vergleichsweise modernen Errungenschaften des Regierung Nadschibullah - Mädchen in Schulen, Möglichkeit zu westlicher Bekleidung etc. - rückgängig gemacht.

Zukunft

Der Großteil der Afgahnen wehrt sich wohl nicht gegen die Taliban-deshalb haben sie dort auch einen festen Boden.
Von daher kann ich nur sagen, das mir das sehr leid tut.
Aber -was soll es,viel Erfolg der Frau

Wer hat denn die Mujahedin

Wer hat denn die Mujahedin gegen die Sowjets unterstützt?
Die Usa sind nicht Lösung, sondern Teil des Problems in Afghanistan. Das war die Saat für die Taliban.
Und die Einwohner müssen es jetzt ausbaden.

07:54 von traurigerdemokrat

Es kann nicht immer ein ausländischer Soldat neben "der Frau" stehen und ihre neuen (westlichen) Rechte verteidigen.
.
sollte man meinen !

also ich betrachte es nicht als unsere Aufgabe unser Weltbild am Hindukusch zu etablierten.
Vor allem nicht gegen den entschiedenen Willen eines Teils der Bevölkerung

Die Taliban ist auf Macht aus.

"Dass die Regierung in Kabul mit den Taliban nicht nur über Frieden, sondern auch über Machtteilung spricht, befremdet die Frauen."

Wer eine friedliche Zukunft für Afghanistan anstrebt, kommt an der Taliban nicht vorbei. Sie sind zu stark, gut vernetzt und in der Region fest verwurzelt.

Man wird sich also mit der Taliban arrangieren müssen, aber auch können. Denn wie der florierende Opiumanbau zeigt, geht es dieser Organisation vor allem um Geld. Die Religion ist - wie schon immer in der Geschichte der Menschheit - ein Vorwand, um politische Ziele durchsetzen zu können.

Es besteht also durchaus die Möglichkeit, dass die gut laufenden Geschäfte der Frauen von den Taliban akzeptiert werden, wenn es ihnen Geld einbringt. Die Geschäftsleitungen könnten notfalls auch alibimäßig von Männern übernommen werden.

Ich wünsche den Frauen jedenfalls, dass sich ihre Befürchtungen nicht bestätigen.

@08:10 von skydiver-sr

"Der Großteil der Afgahnen wehrt sich wohl nicht gegen die Taliban-deshalb haben sie dort auch einen festen Boden." Woher wissen Sie das alles, haben sie schon mit Afghanen persöhnlich gesprochen? Bedenken sie eines, dort geht es über Leib und leben. Wer dort pro westlich ist wird von den Talliban verfolgt und getötet. Auf dieser Weise wurden auch schon Familien vernichtet (ausgerottet). Wer dort nicht für die Taliban ist, ist gegen sie und dem entsprechend handeln sie und wie die Taliban das macht, können sie ja von den Berichten erfahren.

Geeignete Reaktion auf Militäraggression

@ Hennes Conrad:
Wer hat denn die Mujahedin gegen die Sowjets unterstützt?

Das war damals aber richtig und eine gute geostrategische Reaktion auf die militärische Intervention der Sowjets in Afghanistan.

krittkritt

Die ursprüngliche Aggression, also das militärische Eingreifen der Sowjetunion in Afghanistan war der Fehler, nicht die verständliche Reaktion der USA darauf.

@ traurigerdemokrat

Es kann nicht immer ein ausländischer Soldat neben "der Frau" stehen und ihre neuen (westlichen) Rechte verteidigen.

Menschenrechte sind nicht westlich, sondern allgemein verbindlich. Die Menschenrechte hatte damals auch die Sowjetunion unterschrieben.

Nichts genutzt

Was DE betrifft hat hat sich der Einsatz nicht gelehnt und war bzw. ist ein Fehlschlag.
Militärisch hat die BW keinerlei Erfolge vorzuweisen und die Lage hat sich nicht zum Besseren gewendet.
Dieser Einsatz hat nur Geld des Steuerzahlers und Leben unserer Soldaten gekostet.
Keinerlei Gegenwert für uns bzw. für die Leute dort.
Überlässt sie sich selbst-sie sollen ihre Sachen regeln

Frauen für den Fortschritt

Fortschritt kann auch Rückschritt bedeuten !
Was man ja täglich in unserer westlich geprägten Welt sehen kann.
Die Anzahl der Autos steigt, wie auch der Mülls und das CO2
und dass die gute Frau nur Frauen beschäftigt,
wen wundert ?
Ob dort ein Mann von einer Frau Anweisungen bereit ist anzunehmen ?
Wann erhielt ne Frau hierzulande das Recht ein eigenes Konto zu haben,
gar zum Arbeiten zu gehen ?
ohne den "Pascha" zu Haus fragen zu müssen

@ kritt.

Die haben dann die vergleichsweise modernen Errungenschaften des Regierung Nadschibullah - Mädchen in Schulen, Möglichkeit zu westlicher Bekleidung etc. - rückgängig gemacht.

Während der sowjetischen Besatzung wurden Menschenrechte (auch die Rechte von Frauen und Mädchen) systematisch mit Füßen getreten.

Schon sind sie da - mit “selbst schuld“

Ich kann mich nicht erinnern, dass die afghanische Regierung seinerzeit nach ausländischen Truppen gerufen hat. Noch weniger kann ich mich erinnern (07:54 von traurigerdemokrat), dass “die afghanische Frau“ einen ausländischen Soldaten neben sich verlangt hat. Alle ausländischen Regierungen sind wegen eigener/unterschiedlicher Motive vor Ort. Herr Köhler hatte “unsere“ Motivation (warum Verteidigung am Hindukusch) laut ausgesprochen.

08:10 von skydiver-sr
Ja, die Mär, dass der größte Teil der afghanischen Bevölkerung neben den Taliban steht. Sicher gibt es die, aber es sind die wenigsten. Da Sie offensichtlich wissen, welches Verhalten gegen diese Terroristen an den Tag gelegt werden muss, stellen Sie doch ein paar Verhaltensregeln vor und wie man Angst überwindet. Warum ist eigentlich Trump so erpicht darauf, die Taliban an der Regierung zu beteiligen? Von daher verhöhnen Sie mit “viel Erfolg der Frau“ auch noch diese Menschen.

@ skydiver-sr

Was DE betrifft hat hat sich der Einsatz nicht gelehnt und war bzw. ist ein Fehlschlag. Militärisch hat die BW keinerlei Erfolge vorzuweisen und die Lage hat sich nicht zum Besseren gewendet.

Das ist doch bestenfalls Ihr Eindruck. Woran wollen Sie das denn festmachen? Am verbreiteten Narrativ des Foren-Mainstreams?

Wie sich die Zeiten

ändern. In den 60ern wohnten meine Eltern in Warschau. Nebenan gab es einen im Viertel bekannten, wohl öfter auch alkoholisierten Herrn Kassem aus Afghanistan. Das waren die Zeiten nach Amanullah und noch vor Nadjibullah.
Da durften auch Mädchen noch zur Schule gehen, bis unsere lieben Mitglieder der Wertegemeinschaft meinten, man müsse doch den ach so schrecklichen Einfluss aus dem Norden mit Hilfe islamistischer Horden und Geld und Waffen endlich beseitigen.
Und nun haben wir eine Gegenwart, die nicht einmal die Vergangenheit erreichen kann.

Brzezinski sagt, dass die Islamisten die Ursache waren.

@09:02 von Demokratieschue...
Er sah es als - auch seinen - Erfolg an, dass mit Hilfe der Islamisten die Sowjetunion zum Eingreifen - und zu ihrem Desaster - gezwungen wurde.
Man sollte auch unterscheiden zwischen den lokalen Taliban, und den vor allem aus dem Nahen Osten (Marokko etc.) hereingeholten Islamisten.
Der Bruder eines guten Bekannten war als christlicher Helfer dort beim Aufbau einer Schule wesentlich beteiligt. Die Taliban duldeten zumindest eine zeitlang auch Unterricht mit Mädchen. Er musste allerdings dann - unter ziemlich spektakulären Umständen - das Land verlassen.

09:06 von Demokratieschue...

Menschenrechte sind nicht westlich, sondern allgemein verbindlich.
.
dass der Kaiser von Gottes Gnaden ist doch auch ?
Sklavenhaltung wann wurde die abgeschafft,
Schwulenrechte, Todesstrafe,
nichts ist beständiger als der Wandel
und wir der Westen gibt an was gilt !

09:00 von Nachfragerin

“Denn wie der florierende Opiumanbau zeigt, geht es dieser Organisation vor allem um Geld.“
Sie wissen schon, dass unter der ersten Talibanherrschaft der Mohnanbau gegen Null tendierte. Die US-Amerikaner haben dieses Geschäftsmodell und seinen gigantischen Umsatz angekurbelt. Die Taliban wollten das Geschäftsfeld nicht anderen überlassen und sind eingestiegen. Was die Sache aber nicht besser macht.
Sie können davon ausgehen, dass sich die Befürchtungen der Frauen bewahrheiten werden, sollten die Taliban in Regierungsverantwortung kommen. Sie müssen denen nur genau zuhören, wie sie Fragen ausländischer Journalisten beantworten.

Eintreten für die Zerschlagung des Patriarchats

Wir haben so viele westliche Truppen in Afghanistan und das kostet uns so viel Geld, da können wir doch einfach mal verlangen, dass die das Patriarchat in Afghanistan mal zerschlagen und den Weg für kluge und engagierte Frauen frei machen.

@ krittkritt

Brzezinski sagt, dass die Islamisten die Ursache waren.

Diesem Brzezinski glaube ich kein Wort. Wer ist das eigentlich?

09:02 von Demokratieschue...

“Das war damals aber richtig und eine gute geostrategische Reaktion auf die militärische Intervention der Sowjets in Afghanistan.“

Sie können das beurteilen ob gut oder schlecht? Mit welchem Recht? Wurden die Afghanen in irgendeiner Weise befragt, ob sie zum Spielball werden möchten? Es sollte laut Aussage eines US-Politikers “das Vietnam der SU“ werden.
Sie würden es also befürworten, wenn (Beispiel!) Großbritannien eine “gute geostrategische Reaktion“ gegenüber Italien militärisch in Deutschland “verteidigen“ würde? Verstehe ich Sie da richtig'

Militärischer Einmarsch war ein Verbrechen

@ krittkritt
Er sah es als - auch seinen - Erfolg an, dass mit Hilfe der Islamisten die Sowjetunion zum Eingreifen - und zu ihrem Desaster - gezwungen wurde.

Die Sowjetunion war ein militaristischer und undemokratischer Staat und der sowjetische Einmarsch in Afghanistan war gegen das Völkerrecht. Mal ganz abgesehen von der Menschenrechtsverletzung.

09:04 von Demokratieschue...

“Die ursprüngliche Aggression, also das militärische Eingreifen der Sowjetunion in Afghanistan war der Fehler, nicht die verständliche Reaktion der USA darauf.“

Bitte, wieviele solcher “Fehler“ gab es von den USA? Was waren gab es “verständlichen“ Reaktionen darauf - von irgendjemanden? Wieso erfolgen solche “Reaktionen“ der USA grundsätzlich auch dort, wo sie garnichts verloren hat? Gerne auch mit Lügen und Betrügen?

@ krittkritt

Also wenn ich das richtig verstehe, heißen Sie den sowjetischen Einmarsch in Afghanistan gut, die amerikanische Reaktion darauf verurteilen Sie aber? Welchen Sinn hat das denn? Können die USA Ihnen überhaupt was recht machen?

>> Das war damals aber

>> Das war damals aber richtig und eine
>> gute geostrategische Reaktion auf die
>> militärische Intervention der Sowjets in
>> Afghanistan.

Ähh, wir erinnern uns:
Der Oberste Soviet hatte (gelinde gesagt) 'die Schnauze voll', daß permanent Opium und Heroin über die Südgrenze ins Land kommt.
Daraufhin marschierte die Rote Armee in Afghanistan ein und vernichtete alle(!) Mohnplantagen.
DAS war der Kriegsgrund: Krieg gegen Drogen. Nur für die, die das nicht(!) wußten.

@ krittkritt

Sie zitieren hier Brzezinski, wenn es Ihnen passt, ignorieren aber wie treffend Brzezinski die fatalen Menschenrechtsverletzungen unter sowjetischer Herrschaft in Afghanistan beschreibt.

Die Wegbereiter der Taliban waren nicht die Amerikaner, das waren die Sowjets. Und es gab bis heute keinerlei Wiedergutmachung von Russland.

09:19 von hbacc

Schreiben Sie doch nicht so etwas. Es kann nicht sein, was nicht sein darf Afghanistan, ein modernes und fortschrittliches Land. Aus Erzählungen meines Schwiegervaters weiss ich von Frauen in kurzen Kleidern und Röcken, von Kaffeehäusern in denen man gemischt beisammen sass, von weltoffenen und neugierigen Menschen.
Ja, und so lange ist das noch nicht her.

@ krittkritt

Man sollte auch unterscheiden zwischen den lokalen Taliban, und den vor allem aus dem Nahen Osten (Marokko etc.) hereingeholten Islamisten.

Sie haben ja keine Ahnung, Marokko liegt nicht im Nahen Osten, sondern in Nordafrika.

Die Geschichte, dass die

Die Geschichte, dass die afghanische Bevölkerung zu großen Teilen die Taliban unterstützen wird gerne eingeworfen. Eher ist es so, dass der große Teil der Bevölkerung schlicht und ergreifend Angst hat. Sicher hat das Land einen Rückschritt durch die Taliban gemacht , gerade auch in Hinblick auf Bildung und Chancengleichheit. Das hat auch Spuren in manchen Köpfen hinterlassen. Meine Erfahrung durch die Betreuung junger Afghanen hat gezeigt, dass die meisten sehr wohl offen sind, sich mit anderen Sitten auseinanderzusetzen. Natürlich nicht alle.@krittkritt Marokko liegt nicht im Nahen Osten.

@09:13 von Demokratieschue...

>> Während der sowjetischen Besatzung
>> wurden Menschenrechte (auch die Rechte
>> von Frauen und Mädchen) systematisch
>> mit Füßen getreten.

Nope, es wurden nur(!) alle Mohnplantagen zerstört. oO

Vorbilder sind Voraussetzung für nachhaltige Verbesserungen: „Kazimis Erfolg bringt Männer zum Umdenken - Dass sie so erfolgreich ist, beeindruckt auch die Männer. (...) "Wir konnten uns nicht vorstellen, dass Frauen so wie Männer arbeiten können, weil wir eine sehr konservative Gesellschaft sind", gibt einer ihrer Kunden zu.
>> Aber seitdem die Leute sehen, dass es den Familien wirtschaftlich viel besser geht, wenn Frauen mit zum Einkommen beitragen, habe ein Umdenken eingesetzt <<

Zu „Auf die Frage, warum sie nur Frauen einstellt, sagt die Unternehmerin: "Für Männer ist es vergleichsweise einfach, Arbeit zu finden, für Frauen aber nicht": DAS verstehe ich unter wirklicher, Demokratie: Die selbstverständliche („erlaubnisunabhängige“) Chance, aktiv an der Beseitigung von gesellschaftlichen Missständen, insbesondere Chancenungleichheit, mitzuwirken.
Aber ganz bestimmt nicht die „systematische“ Beteiligung von Gewaltherrschern (der Taliban), die genau das verhindern wollen an der Macht.

@Demokratieschülerin

Was ist das Narrativ des Foren-Mainstreams? Bitte um Erklärung.

um 07:54 von traurigerdemokrat

Warum müssen wir Menschenrechtsunterdrückung akzeptieren? Mindestens die Hälfte der afghanischen Gesellschaft, nämlich die Frauen, will nicht akzeptieren, das sie von einer brutalen Minderheit, nämlich den Taliban, unterdrückt und an der Ausübung ihrer Menschenrechte gehindert werden.

@09:15 von Margareta K.

>> Ich kann mich nicht erinnern, dass die
>> afghanische Regierung seinerzeit nach
>> ausländischen Truppen gerufen hat.

Ähh, meinen Sie jetzt:
* 1979 -> DOCH!
* 2001 -> Da haben Sie Recht. -.-

09:28 von Berliner Bratze

@ krittkritt
Brzezinski sagt, dass die Islamisten die Ursache waren.

Diesem Brzezinski glaube ich kein Wort. Wer ist das eigentlich?

Ist das Ihr Ernst? Sie wissen nicht, wer der Mann ist, glauben ihm aber kein Wort?

@ saschamaus75 - auf den Leim gegangen

Ähh, wir erinnern uns:
Der Oberste Soviet hatte (gelinde gesagt) 'die Schnauze voll', daß permanent Opium und Heroin über die Südgrenze ins Land kommt.
Daraufhin marschierte die Rote Armee in Afghanistan ein und vernichtete alle(!) Mohnplantagen.

Daran stimmt leider nur der Einmarsch in ein souveränes Land. Die Mohn-Geschichte war nur vorgeschoben. Da gehen Sie einer Propaganda und Kriegsrechtfertigung auf den Leim.

@Margareta K. - Nicht alle Befürchtungen werden sich bestätigen.

09:22 von Margareta K.:
"Sie können davon ausgehen, dass sich die Befürchtungen der Frauen bewahrheiten werden, sollten die Taliban in Regierungsverantwortung kommen."

Dass es für die Frauen nicht besser wird, steht außer Frage. Ich denke bzw. hoffe, dass sich aber nicht alle Befürchtungen bestätigen werden.

@saschamaus75

Ich glaube da reden Sie gerade die Gründe der damaligen Sowjetunion zum Einmarsch in Afghanistan schön. Es ging um Macht und Einfluss in der Region.

@krittkritt, 08.00h

Das waren damals aber nicht die Taliban.
Dass die SU zuerst eine demokratische gewählte Regierung gegen eine moskauhörige ausgetauscht hat, um dann dort einzumarschieren verschweigen Sie schamhaft.

@ Sisyphos3, 09:08

“Wann erhielt ne Frau hierzulande das Recht ein eigenes Konto zu haben, gar arbeiten zu gehen ? ohne den “Pascha“ zu Haus fragen zu müssen“

Sie haben mit Ihrem Hinweis vollkommen recht.

Nur allzu gern empfinden wir unsere “Errungenschaften“ als die natürlichsten und erstrebenswertesten, so dass wir meinen, sie allen und jedem “überstülpen“ zu müssen.
Und das auch noch mit dem Brustton der Überzeugung, Jahrhunderte alte Traditionen ignorierend - Anzug statt Kaftan...

Von jetzt auf gleich kann das nicht funktionieren.

Etwas mehr Bescheidenheit und Fingerspitzengefühl wären da häufig angebracht.

@09:22 von Margareta K.

>> Sie wissen schon, dass unter der ersten
>> Talibanherrschaft der Mohnanbau gegen
>> Null tendierte.

Ähh, bin ich der Einzige, dem das Folgende auffällt:
* 1979: die Rote Armee marschiert ein und vernichten alle(!) Mohnplantagen -> die USA interveniert
* 2001: die Taliban kommen an die Macht und vernichten alle(!) Mohnplantagen -> die USA interveniert

09:41, saschamaus75

>>Ähh, wir erinnern uns:
Der Oberste Soviet hatte (gelinde gesagt) 'die Schnauze voll', daß permanent Opium und Heroin über die Südgrenze ins Land kommt.
Daraufhin marschierte die Rote Armee in Afghanistan ein und vernichtete alle(!) Mohnplantagen.
DAS war der Kriegsgrund: Krieg gegen Drogen. Nur für die, die das nicht(!) wußten.<<

Ja, der Krieg gegen die Drogen.

An dem hat sich ja auch Reagan versucht.

Mit dem gleichen Erfolg wie dem der Sowjets in Afghanistan, nämlich null.

Jeder Krieg führt zu unendlichem Leid.

Bei der Vielzahl ...

... Stämmen und Stammesinteressen halte ich es für nicht wahrscheinlich, dass es in Afghanistan in absehbarer Zeit zu tragfähigen Verhandlungsergebnissen kommt. Es wird immer irgendeinen Warlord geben, dem sein Drogengeschäft wichtiger ist. Und die Taliban werden nie eine nennenswerte Regierungsbeteiligung säkularer Gruppen akzeptieren.

Das Land wird entweder von den Taliban beherrscht oder im Bürgerkrieg zerstört und eben dann von den Taliban beherrscht werden.

@Berliner Bratze um 09:32

>der sowjetische Einmarsch in Afghanistan war gegen das Völkerrecht. <

Das ist historisch falsch.
Die International anerkannte Regierung (übrigens die letzte die diesen Namen trug) bat die SU um Unterstützung im Bürgerkrieg der durch massive Aufrüstung der Modernisierungsverlierer vom Landadel (Vulgo Stammesführer /Warlords /Mudjaheddin /Islamisten /Ultraconservative / etc) durch dritte (wer könnte das gewesen sein?) ausgelöst wurde.

Ob es eine gute Idee war oder die SU eine Diktatur (Ja natürlich war sie das) steht auf eine anderen Blatt und beeinflusst das Völkerrecht nicht im geringsten.

Das Finanzieren von Aufständischen um diese erst zu solchen zu machen hingegen ist zwar gute Tradition bei der jeder mal mitmacht, aber durchaus durch das Völkerrecht verboten.

09:21, Sisyphos3

>>09:06 von Demokratieschue...
Menschenrechte sind nicht westlich, sondern allgemein verbindlich.
.
dass der Kaiser von Gottes Gnaden ist doch auch ?
Sklavenhaltung wann wurde die abgeschafft,
Schwulenrechte, Todesstrafe,
nichts ist beständiger als der Wandel
und wir der Westen gibt an was gilt !<<

Warum reden Sie denn von "wir"?

Ihnen liegen doch Menschenrechte und das ganze Gedöns überhaupt nicht am Herzen, wie Sie hier mehr als oft genug deutlich machen. Sie scheinen also, im Gegensatz zu der Frau, die im Artikel vorgestellt wird, nicht zum "Westen" zu gehören.

@ Berliner Bratze, um 09:28

re @ krittkritt

“Diesem Brzezinski glaube ich kein Wort. Wer ist das eigentlich?“

Sie kennen ihn nicht und glauben ihm also kein Wort.

Mit Usern, die derartige Äußerungen von sich geben, soll man ernsthaft diskutieren?
Möglicherweise erwarten Sie das ja auch gar nicht.

@ um 09:32 von Berliner Bratze

Die Sowjetunion wurde von der damaligen Regierung Afghanistans um Hilfe gebeten, da die USA Verbrecherbanden in Pakistan dafür bezahlt und ausgerüstet hat, in Afghanistan Unruhe zu stiften. Die Absicht der USA lag darin, die Sowjetunion einzukreisen und so unter Druck zu setzen und zu zerstören.
In etwa so, wie es die USA und NATO heute mit Russland tun.
Warum auch immer.
Solange die Welt mit solch unnützen Gewalttaten in Atem und Uneinig gehalten wird, können die USA offensichtlich mit jedem anderen Verbrecher gute Geschäfte machen.
Amerika First ist keine Erfindung von Donald Trump.

@09:32 von Berliner Bratze

>> der sowjetische Einmarsch in Afghanistan
>> war gegen das Völkerrecht.

Nope, Präsident Nadjibullah hat die Rote Armee darum gebeten, daß "kleine" Opiumproblem zu lösen. Damit also kein Verstoß gegen das Völkerrecht.

Gleichberechtigung

Nur eine wirtschaftlich unabhängige Frau ist eine dem Mann gleichberechtigte Frau.

Das war schon immer so und so wird es auch bleiben.

(Meine Urgroßmutter wurde noch von meinem Urgroßvater verprügelt, wenn sie vor ihm das durch Feldarbeit eigenhändig verdiente Geld versteckt und er es gefunden hatte. Scheidung gab es nicht.)

09:53, saschamaus75

>>@09:13 von Demokratieschue...
>> Während der sowjetischen Besatzung
>> wurden Menschenrechte (auch die Rechte
>> von Frauen und Mädchen) systematisch
>> mit Füßen getreten.

Nope, es wurden nur(!) alle Mohnplantagen zerstört. oO<<

Da muss ich Sie leider berichtigen. Es fand eine brutale Verfolgung von Menschen mit abweichenden Meinungen statt. Das ist gut dokumentiert.

Es wurden auch nicht alle Mohnplantagen zerstört. Das ist in einem derart unzugänglichen Land wie Afghanistan überhaupt nicht möglich. Außerdem hat der Mohnanbau dort eine über tausendjährige Tradition. So etwas beendet eine ausländische Besatzungsmacht nicht mal eben einfach so. Der Export von Opium wurde erst 1979 wirklich wichtig, als Finanzquelle der so genannten Mujahedin, die als Reaktion auf die sowjetische Intervention groß wurden.

Es kann nicht immer sein

Leider wurde mein eigener Kommentar, der die Netiquette nicht verletzte, von der Moderation unerklärlicherweise abgelehnt.

Also kommentiere ich gerne Ihren Beitrag:

Die Sowjetunion und in der Folge die westlichen Demokratien hatten nicht verstanden, dass Afghanistan ein künstlich und vielleicht sogar imperialistisch geschnittener Staat ist, in dem archaische Sippenverbünde (unter der Leitung der sog. War-Lords) das Sagen haben.

Um die radikal-islamischen Taliban, die den Koran so auslegen, wie es ihnen gerade passt, im Zaum zu halten, wäre es nötig die Warlords an einen Tisch zu bringen.

Die Frauen könnten ein Schlüssel sein: Wer erzieht die übergriffigen Söhne? Wer erzieht die unterwürfigen Töchter? Es sind die Mütter, die aus dem Schatten ihrer eigenen Existenz heraustreten, wenn ein Sohn ein Kämpfer wird. Oder eine Tochter möglichst früh an einen Kämpfer verheiratet wird.

Stärkt man die Frauen und Mütter, dann wird sich nachhaltig etwas ändern.

@Keveslegeti - Bitte informieren Sie sich.

09:42 von Keveslegeti:
"Die Wegbereiter der Taliban waren nicht die Amerikaner, das waren die Sowjets."

Es war nicht die Sowjetunion, die im Rahmen der CIA-Operation Cyclone afghanische Islamisten ausgerüstet und unterstützt hat. Die Macht der Taliban basiert dieser damals erhaltenen Unterstützung der USA. Der US-Angriff 2001 hat den Taliban ebenfalls in die Karten gespielt.

Falls Sie sich informieren wollen, könnten Sie das bei der Zeit tun: "Akten belegen westliche Hilfe für Islamisten in Afghanistan" (30.12.2010).

@Demokratiesch...

Das mache ich an meiner militärischen Erfahrung von 10Jahren Dienstzeit in einer sehr exclusiven BW Einheit und an den blanken Zahlen der Bundesregierung fest.
Alles klar ?

09:42, Margareta K.

>> Aus Erzählungen meines Schwiegervaters weiss ich von Frauen in kurzen Kleidern und Röcken, von Kaffeehäusern in denen man gemischt beisammen sass, von weltoffenen und neugierigen Menschen.
Ja, und so lange ist das noch nicht her.<<

Afghanistan war in den 60ern ein sehr beliebtes Reiseziel "westlicher Sinnsucher" und für seine Weltoffenheit und Gastfreundschaft bekannt. Ich habe Freunde, die das Land damals besucht haben. Aber dann wurde es Stellvertreterkriegsschauplatz im kalten Krieg, wovon es sich, wie viele andere dieser Schauplätze, bis heute nicht erholt hat.

Die Führungen der USA und der UdSSR haben große Schuld auf sich geladen.

10:06 von Keveslegeti @ saschamaus75 - auf den Leim gegangen

Daraufhin marschierte die Rote Armee in Afghanistan ein und vernichtete alle(!) Mohnplantagen.

Daran stimmt leider nur der Einmarsch in ein souveränes Land. Die Mohn-Geschichte war nur vorgeschoben. Da gehen Sie einer Propaganda und Kriegsrechtfertigung auf den Leim.

Gebe ihnen zu 100% recht.

10:12, harry_up @ Sisyphos3, 09:08

>>“Wann erhielt ne Frau hierzulande das Recht ein eigenes Konto zu haben, gar arbeiten zu gehen ? ohne den “Pascha“ zu Haus fragen zu müssen“

Sie haben mit Ihrem Hinweis vollkommen recht.

Nur allzu gern empfinden wir unsere “Errungenschaften“ als die natürlichsten und erstrebenswertesten, so dass wir meinen, sie allen und jedem “überstülpen“ zu müssen.
Und das auch noch mit dem Brustton der Überzeugung, Jahrhunderte alte Traditionen ignorierend - Anzug statt Kaftan...

Von jetzt auf gleich kann das nicht funktionieren.

Etwas mehr Bescheidenheit und Fingerspitzengefühl wären da häufig angebracht.<<

Der Mitforist hätte Recht, wenn Afghanistan nicht früher schon einmal wesentlich weiter gewesen wäre. Nicht aufgrund "westlicher" Intervention, sondern weil es Station auf der Seidenstraße war und dadurch mit Menschen aus aller Welt in Berührung kam. Das reaktionär-fundamentalistische Talibanregime ist ein "Erfolg" des Wirkens der USA. Bitte mal "Operation Cyclone" nachschlagen.

10:21 von Tada

Meine Urgroßmutter wurde noch von meinem Urgroßvater verprügelt
.
auch wenn es andere Zeiten waren ....

meine Urgroßmutter wurde nicht geschlagen
und Geld verwaltete mein Großmutter
damit wollte er nichts, absolut nichts zu tun haben
(und ist ziemlich gut damit gefahren)
auch das Modell gab es vor 100 Jahren

@ Tada, um 10:21

“Meine Urgroßmutter wurde noch von meinem Urgroßvater verprügelt...“

...Und er, wie alle seine damaligen Zeitgenossen hätten sich ganz sicher sehr verwundert die Augen gerieben, hätte da plötzlich ein Soldat gestanden, der ihn abgewatscht und ihm gesagt hätte, das würde sich nicht gehören, und im Wiederholungsfalle gäbe es gehörig was...

Veränderungen brauchen Zeit, das meinte ich auch in einem meiner obigen Kommentare.

@krittkritt

Das „Eingreifen“ der USA war viel mehr die Bewaffnung der Vorgänger der jetzigen Taliban durch die CIA, gegen die sowjetischen Truppen in Nordafghanistan.

Das die Taliban jetzt wieder stärker werden hat tatsächlich auch mit einem Entscheidungsträger in den USA zu tun, namentlich der orange Friedensfürst im weißen Haus. Danke Trump!

10:12 von harry_up

um hier vielleicht einem Mißverständnis vorzubeugen.
Ich stehe zu unseren Werten, 100 %
Nur erwarte ich nicht unbedingt, dass Menschen 6.000 km entfernt das auch tun
Außer sie verlegen ihren Lebensmittelpunkt hierher, wo meine/unsere Werte zu gelten haben

re 07:54 traurigerdemokrat: Wessen Akzeptanz?

>>Afghanische Gesellschaft bedarf einer Neuerung oder wir müssen es endlich akzeptieren, dass es auch andere Gesellschaftsformen gibt<<

Meinen Sie wirklich „uns“ oder meinen Sie nicht vielleicht doch, dass die Frauen in Afghanistan „endlich akzeptieren“ müssen, dass es „auch andere Gesellschaftsformen“ gibt?

Oder meinen Sie vielleicht, dass Frauen „eigentlich“ ganz gerne unter einem Patriarchat stehen und die wenigen „Emanzen“ dies „endlich akzeptieren“ sollen?

Oder meinen Sie, dass die universellen Menschenrechte nur im „Westen“ Gültigkeit haben?

Oder meinen Sie vielleicht etwas „ganz anderes“?

10:27 von fathaland slim 09:53, saschamaus75

Ihre Aussage entspricht der Tatsache.

Zweistaatenlösung

"Sie befürchtet, dass eine Machtbeteiligung der Taliban das Land in dunkle Zeiten zurückwirft."

Das befürchte ich leider auch. Am besten wäre eine Zweistaatenlösung, sonst gibt es keinen dauerhaften Frieden. Zu groß sind die Unterschiede zwischen den Lebensphilosophien.

@10:06 von Keveslegeti

>> Da gehen Sie einer Propaganda und
>> Kriegsrechtfertigung auf den Leim.

Nope, leider nicht. -.-
Die Einzigen, die in den letzten 200 Jahren völkerrechtswidrig in Afghanistan agiert haben, waren UK, USA und Pakistan.

Aber evl. sind Sie ja zu oft den Kriegspropagandafilmen wie 'Rambo III' u.ä. "auf den Leim gegangen"? oO

10:47, Sisyphos3

>>10:12 von harry_up
um hier vielleicht einem Mißverständnis vorzubeugen.
Ich stehe zu unseren Werten, 100 %<<

Daß Sie dies tun, das verbergen Sie höchst geschickt.

>>Nur erwarte ich nicht unbedingt, dass Menschen 6.000 km entfernt das auch tun<<

Sie haben noch nie davon gehört, daß die allgemeine Erklärung der Menschenrechte von der UN-Vollversammlung, also sämtlichen Staaten dieser Erde, verabschiedet wurde?

>>Außer sie verlegen ihren Lebensmittelpunkt hierher, wo meine/unsere Werte zu gelten haben<<

Und immer wieder frage ich mich, wen Sie mit "uns" meinen. Es gibt sehr viele Menschen, die ihren Lebensmittelpunkt immer schon in Deutschland hatten, die mit meinen Werten wenig anzufangen wissen. Ich weiß allerdings nicht, inwiefern sich meine Werte mit Ihren Werten decken, siehe oben.

@@10:27 von fathaland slim

>> Das ist gut dokumentiert.
In Filmen wie Rambo III?

>> Es wurden auch nicht alle
>> Mohnplantagen zerstört.
Aber es wurde wenigstens versucht. -.-

>> Der Export von Opium wurde
>> erst 1979 wirklich wichtig
Nope! Oder was glauben Sie, wo die Briten(!) das ganze Opium für China her hatten? oO

08:45 von Sisyphos3

"also ich betrachte es nicht als unsere Aufgabe unser Weltbild am Hindukusch zu etablierten.
Vor allem nicht gegen den entschiedenen Willen eines Teils der Bevölkerung"

,.,.,

Gut - Sie haben das jetzt so formuliert, als ob es antidemokratisch sei, Frauen vor Gewalt zu schützen - falls diese nicht in unserem Land leben.

Weiterhin klingt Ihre Aussage in meinen Ohren so:

wenn die meisten Männer ("der entschiedene Teil der Bevölkerung") Gewalt gegen Frauen befürworten:
dann hätte unsere Nation keinerlei Rechte, die Frauen zu schützen, sondern stattdessen das Recht der Männer, Gewalt an Frauen zu verüben, entschieden zu unterstützen? Oder zumindest wegzugucken?

Ich vermisse, dass Sie Opfer und Täter nicht unterscheiden, sondern einfach der Mehrheit das Recht geben, Frauen und Kinder zu quälen.

Ich denke, als Mensch hätte man hier die verdammte Pflicht, die MINDERHEIT zu schützen, nicht die gewaltverliebte Mehrheit.

10:46, Sternenrindviech

>Das die Taliban jetzt wieder stärker werden hat tatsächlich auch mit einem Entscheidungsträger in den USA zu tun, namentlich der orange Friedensfürst im weißen Haus. Danke Trump!<<

So ist es.

Die Taliban betrachten die so genannten Friedensverhandlungen als Kapitulationsverhandlungen der USA mit ihnen, den Siegern. Das haben sie sehr deutlich gemacht.

@saschamaus75, 09.41h

Eine schöne Legende

11:56, saschamaus75

>>Die Einzigen, die in den letzten 200 Jahren völkerrechtswidrig in Afghanistan agiert haben, waren UK, USA und Pakistan.<<

Sie meinen, es mache für die Menschen einen Unterschied, ob sie völkerrechtskonform oder völkerrechtswidrig gefoltert und abgeschlachtet werden?

@Margarwete K., 09.15h

Doch.
Offiziell hat die afghanische Regierung die SU um Hilfe gebeten.
Tatsächlich war die rote Armee schon in Afghanistan einmarschiert, bevor der befohlene Hilferuf aus Kabul in Moskau eingetroffen war.

omg

>> 10:36 von Mass Effect
>> Gebe ihnen zu 100% recht.
Nope. -.-

>> 11:48 von Mass Effect
>> Ihre Aussage entspricht der Tatsache.
Nope. -.-

"Wenn man ein geordnetes Feindbild hat, hat der Tag Struktur." ((c) by Volker Pispers)

11:57, saschamaus75

>>@@10:27 von fathaland slim
"Das ist gut dokumentiert."
In Filmen wie Rambo III?<<

Solche Filme gucke ich nicht. Ich informiere mich aus anderen Quellen. Kennen Sie bspw. das Buch von Howard Marks, "Mr. Nice"? Wenn nicht, dann lesen Sie es mal.

>> "Es wurden auch nicht alle Mohnplantagen zerstört."
Aber es wurde wenigstens versucht. -.-<<

Ronald Reagan hat auch versucht, den Drogenimport in die USA zu unterbinden...

>> "Der Export von Opium wurde erst 1979 wirklich wichtig"
Nope! Oder was glauben Sie, wo die Briten(!) das ganze Opium für China her hatten? oO<<

Ich redete vom 20. Jahrhundert und da insbesondere von der Zeit des kalten Krieges. Was sich aus dem Diskussionszusammenhang eigentlich ziemlich eindeutig ergibt.

@Sisyphos3 (10:44): vor 100 Jahren

Ihre Urgroßmutter hat das Geld verwalten - und? Kleopatra gab es schon vor Tausenden vor Jahren. Die meisten Frauen sind aber nicht in dieser Position.

Das alles ändert nichts daran, dass der Mann die Entscheidungsgewalt hatte und die Frau ihm auf Gedeih und Verderb ausgeliefert war.
Je ärmer die Familie war, desto mehr.

Ich habe schon in der Schule ein Referat über Frauen in islamischen Ländern gehalten und habe dafür 2 autobiografischen Bücher gelesen. Eins von einer saudischen Prinzessin und eins einer ägyptischen Prostituierten (nicht selbst geschrieben). Die erste konnte ihren Mann dazu zwingen nicht ein 2. Mal zu heiraten. Die 2. erhielt Todesstrafe, weil sie einen Zuhälter in Notfall (in meinen Augen) getötet hatte.

Auch da spielte Geld eine große Rolle. (Wirtschaftliche Unabhängigkeit -> Hilfe bezahlen können.)

@12:02 von DerVaihinger

>> Eine schöne Legende

Nope, dieses nennt sich Realität. -.-

@saschamaus75

"Nope, Präsident Nadjibullah hat die Rote Armee darum gebeten, daß "kleine" Opiumproblem zu lösen. Damit also kein Verstoß gegen das Völkerrecht."

Falsch!
Die Rote Armee kam 1979 nach Afghanistan, Nadjibullah wurde 1987 Präsident von Afghanistan.

Re : Jimi58 !

So manches was die Taliban tun, mag man noch mit uralten Traditionen verstehen, in denen diese "Glaubensbrüder" stecken. Dies stimmt aber nicht ganz, denn sonst würden sie nicht mit dem Opiumanbau all ihre Waffen und Munition finanzieren.
Ich denke heute geht es wie einigen anderen Durchgeknallten nur um die Macht, viel Geld und Einfluss. Und mit ihrer rücksichtslosen Brutalität steuern sie etliches, nur um zu zeigen, wer das Sagen hat.
Leider haben viele fremde Soldaten es nicht geschafft, den Taliban den Zugang zu den Waffen ab zu graben, die vielen Soldaten es nicht hin gekriegt, sich auf deren Kampftaktik der Guerilla ein zu stellen oder es gleich zu tun, um sie nachhaltig zu schwächen.
Und leider haben zu viele am Geschäft mit den Waffen und den Drogen zu viel verdient und scheren sich ein Dreck um die Folgen.
Und was Trump mit seinem Deal wollte, bleibt wohl ewig sein Geheimnis, denn dies war der letzte Sargnagel für viele Afghanen !

@12:04 von fathaland slim

>> Sie meinen, es mache für die Menschen
>> einen Unterschied, ob sie
>> völkerrechtskonform oder
>> völkerrechtswidrig gefoltert und
>> abgeschlachtet werden?

Das macht natürlich keinen(!) Unterschied, ABER das China, Russland und Europa weiterhin permanent mit Opium bzw. Heroin geflutet werden.

Der Einmarsch der UdSSR war völkerrechtskonform.

@09:32 von Berliner Bratze
@09:36 von Keveslegeti
Die USA haben mit der Einschleusung von großenteils ortsfremden Islamisten die Nadschibullah-Regierung unter Druck gesetzt. Die hat die verbündete UdSSR um das Eingreifen gebeten. Damit war das zumindest formal gesehen völkerrechtskonform.

Dass die säkulare Nadschibullah-Regierung vor allem in islamischen Kreisen in Afghanistan umstritten war, steht auf einem anderen Blatt.
Deshalb hatten es die fremden Islamisten und die einheimischen War-Lords relativ leicht, Gefolgsleute zu rekrutieren.

12:06, DerVaihinger

>>Offiziell hat die afghanische Regierung die SU um Hilfe gebeten.
Tatsächlich war die rote Armee schon in Afghanistan einmarschiert, bevor der befohlene Hilferuf aus Kabul in Moskau eingetroffen war.<<

So ist es.

Das Völkerrecht lässt sich, wie jedes juristische Konstrukt, mit gewieften Juristen auf vielfältige Weise instrumentalisieren und mißbrauchen. In jüngerer Zeit hauptsächlich von der Putinadministration, die damit nichts anderes sagt als auch die US-Administration, der im Zweifelsfall internationale Regeln und Vereinbarungen komplett egal sind, was sie dann auch so kommuniziert. Putin hingegen heuchelt Rechtstreue, nachdem er das Recht in seinem Sinne hingebogen hat. Praktischerweise erkennen beide Staaten den internationalen Gerichtshof nicht an. Wo es keinen Richter gibt, kann es auch keinen Kläger geben. Um das alte Sprichwort mal umzudrehen.

12:06, saschamaus75

>>"Wenn man ein geordnetes Feindbild hat, hat der Tag Struktur." ((c) by Volker Pispers)<<

Wenn ich mir Ihre Kommentare hier im Thread durchlese, dann scheinen Sie sich Volker Pispers heute sehr zu Herzen genommen zu haben.

Schade. Ich kenne Sie eigentlich nachdenklicher.

"Daraufhin marschierte die

"Daraufhin marschierte die Rote Armee in Afghanistan ein und vernichtete alle(!) Mohnplantagen."

"Daran stimmt leider nur der Einmarsch in ein souveränes Land. Die Mohn-Geschichte war nur vorgeschoben. Da gehen Sie einer Propaganda und Kriegsrechtfertigung auf den Leim."
"Gebe ihnen zu 100% recht."

Stimmt. Drogenkrieg ist ja nicht vergleichbar mit Krieg gegen Terror.
Die Amerikaner machen Afghanistan wegen eines Saudis platt, der in Pakistan haust, nachdem auch der Irak dran glauben musste.
Wie stringent ist das denn?
Wieso "darf" USA in A. einmarschieren, die UdSSR aber nicht?
Die sollen sich raushalten. Beide.

@ 10:12 von DerVaihinger

>Dass die SU zuerst eine demokratische gewählte Regierung gegen eine moskauhörige ausgetauscht hat,...<

Klingt gut, isses aber nicht.
Die Letzte nicht von Moskau gestützte Regierung dort war die Monarchie, die mit Wahlen nichts am Hut hatte. Schon die die dort die Republik ausriefen versicherten sich der Unterstützung der SU, war ja auch der Nachbar, damit war es naheliegend. Als diese dann von der nächsten, Regierung abgelöst wurden war das mit der Ablösung Ulbrichts durch Honender zu vergleichen. Wenn es Wahlen gab dann solche nach "Asterix in Korsika"-manier: die Urnen werden gefüllt und ins Meer geworfen, danach holt man die Messer raus und klärt die Sache "traditionell".
Das die SU nach Einmarsch den Amtierenden "zum Rücktritt bewegte" hatte etwas mit seiner erwiesenen Unfähigkeit zu tun; erwiesen durch die Eskalation des Bürgerkrieges. das ist so wie Napoleon Bayern Tirol wieder wegnahm nachdem Bayrische Politik dort einen Aufstand ausgelöst hat.

11:57 von saschamaus75

Nope! Außer einseitiger Propaganda die es das ZK-Büro nicht besser hätte machen können haben sie eine blühende Phantasie. Eine schöne Legende die sie uns auftischen wollen.

12:04 von fathaland slim 11:56, saschamaus75

Sie meinen, es mache für die Menschen einen Unterschied, ob sie völkerrechtskonform oder völkerrechtswidrig gefoltert und abgeschlachtet werden?

Für ihn schon!!

Re : Sisyphos3 !

Klar, es liegt vieles auch an den Männern, die immer noch glauben und sich auch so verhalten, sie seien der Nabel der Welt. Dies ist äußerst traurig und in gewisser Weise mehr als beschämend für die Männerwelt, es immer noch nicht hin zu kriegen, jeden Menschen, vor allem die Frauen, zu achten, respektieren und akzeptieren wie er/sie sind.
Bei uns hat zumindest schon vor Jahren ein Umdenken und eine Besserung statt gefunden, aber leider halt nicht überall. Vor allem in islamischen Ländern steht zwar auch im Koran die Gleichheit von Mann und Frau, aber die zu sehr konservativen Strukturen und fest gefahrenen Denkweisen der Männer verhindern diese Gleichheit.
Viele Männer dort werden leider noch immer so erzogen, wie vor hunderten von Jahren, wo die Frau nichts anderes als ein austauschbares Möbelstück war. Und die Frauen werden zu Scham und Gehorchen erzogen, von ihren Eltern, und nicht zum freien Denken, wie es sein sollte !

12:06 von saschamaus75

"Wenn man ein geordnetes Feindbild hat, hat der Tag Struktur." ((c) by Volker Pispers)

Möglicherweise trifft dies auch auf Sie und die USA zu, ohne dass ich deren Eingreifen in etlichen Kontexten rechtfertigen möchte. Im Gegenteil. Nur, die Motive und Rechte einer anderen Seite (SU) schön zu reden und sich selbst als den Einzigen mit Durchblick zu begreifen, empfinde ich als schwach und wenig überzeugend. Hauptsache auf dem Etikett, das man verteidigt, steht Kommunismus?! Ohje.

OHO!

Die Tonalität dieser Diskussion über die Diskrimierung der 6.000 km entfernt lebenden Frauen offenbart einigen Machismo. Für den einen oder anderen Foristen dürfte demnach ein bisschen mehr Taliban hier bei uns gar nicht so unwillkommen sein.

11:58, Sausevind @08:45 von Sisyphos3

>>"also ich betrachte es nicht als unsere Aufgabe unser Weltbild am Hindukusch zu etablierten.
Vor allem nicht gegen den entschiedenen Willen eines Teils der Bevölkerung"

,.,.,

Gut - Sie haben das jetzt so formuliert, als ob es antidemokratisch sei, Frauen vor Gewalt zu schützen - falls diese nicht in unserem Land leben.

Weiterhin klingt Ihre Aussage in meinen Ohren so:

wenn die meisten Männer ("der entschiedene Teil der Bevölkerung") Gewalt gegen Frauen befürworten:
dann hätte unsere Nation keinerlei Rechte, die Frauen zu schützen, sondern stattdessen das Recht der Männer, Gewalt an Frauen zu verüben, entschieden zu unterstützen? Oder zumindest wegzugucken?

Ich vermisse, dass Sie Opfer und Täter nicht unterscheiden, sondern einfach der Mehrheit das Recht geben, Frauen und Kinder zu quälen.

Ich denke, als Mensch hätte man hier die verdammte Pflicht, die MINDERHEIT zu schützen, nicht die gewaltverliebte Mehrheit.<<

Danke für Ihre klaren, wahren, deutlichen Worte!

Re : Berliner Bratze !

Wie soll dies den gelingen, wenn nicht einmal hier dieses Patriarchat wirklich beendet ist.
Sicher hier wird von Gleichberechtigung viel geredet, aber tatsächlich ist dem eben nicht wirklich so.
Ein einfaches Beispiel : Wenn ein Mann mit hundert Frauen schläft, wird er als der große Hecht gefeiert, wenn eine Frau mit hundert Männern schläft, wird sie als Hure verschrien.
Ein Mann geht einem Job nach, die Frau auch einem und kümmert sich noch um die Kinder, hat es nach Geburten schwer, wieder zurück zu kommen, weil zu oft der Mann nicht wirklich sich beteiligt, zum anderen der Chef Probleme bereitet.
Und nicht nur in Afghanistan, sondern anderen speziellen muslimischen Ländern muss die Frau noch fragen, wenn sie arbeiten gehen will. Da fehlt den Männern in ihrer Eitelkeit und Selbstverliebtheit der Geist zu erkennen, dass dies erhebliche Vorteile bringen kann und wird. In diesen Ländern muss sich in Sachen Gleichberechtigung und Respekt noch sehr viel tun !

>> Buch von Howard Marks,

>> Buch von Howard Marks, "Mr. Nice"?
Werde ich mir demnächst mal zu Gemüte führen, vielleicht war das ja der Mentor für die Drehbuchautoren von 'Rambo III' u.ä.? oO

>> Ronald Reagan hat auch versucht...
Indem die CIA mit ihren eigenen Flugzeugen das Kokain ins Land brachte? Ergo den Dreck für die Welt und für uns den 'good stuff'? oO

>> Ich redete vom 20. Jahrhundert...
Und blenden die (UK-)Zeit vorher völlig aus? -.-

12:10 von fathaland slim 11:57, saschamaus75

Sehe das genauso wie sie fathaland slim. Wer in einer Filterblase lebt wie saschamaus75 Akzeptiert die Wahrheit nicht auch wenn sie erwiesen ist.

10:18 von fathaland slim

finden sie solche Unterstellungen angemessen ? Warum hacken sie immer damit auf mir rum
Ich stehe zu unseren westlichen Werten, uneingeschränkt
nur im Gegensatz zu ihnen erwarte ich dass sich diesen Werten jeder der hier lebt unterwirft,
Schwule akzeptiert und keine 5 Frauen hat
Wer am Hindukusch wohnt ... kann nach seinen Werten leben
könnten sie das vielleicht mal diesen meinen Standpunkt zur Kenntnis nehmen ?

09:21 von Sisyphos3

>>Menschenrechte sind nicht westlich, sondern allgemein verbindlich.
.
dass der Kaiser von Gottes Gnaden ist doch auch ?
Sklavenhaltung wann wurde die abgeschafft,
Schwulenrechte, Todesstrafe,
nichts ist beständiger als der Wandel
und wir der Westen gibt an was gilt !<<

Hier stimme ich Ihnen voll umfänglich zu. Der Westen (die Amis) sind bereits vor vielen Jahren (17 J.) in den Irak marschiert... das Ergebnis kennen wir alle. Dort, und auch in im Afghanistan ist es seit dem nicht besser geworden. Wie also sollen wir "Werte" verteilen, die nicht anerkannt werden?

@ fathaland slim um 12:10

>Ronald Reagan hat auch versucht, den Drogenimport in die USA zu unterbinden...<

Sind sie sich da sicher?
Das er das getan hat?
Mr. Iran-Contra-Deal? Mr. Finanzierung durch CIA-Kokaintransport durch Armeeinfrastruktur?

War ne Dicke Nummer damals in den Medien...nach seinem Abgang, aber die Beteiligten wurde natürlich bestraft: mit Orden
Oliver North: Patriotic Hero.

Die "Die SU wollte nur das Opium beseitigen" Erzählung ist allerdings auch recht fadenscheinig und wurde erst viel später eingefügt: der Export nach Westen brachte immer den höheren Ertrag.

Re : michaeldc !

Natürlich sollten wir in keiner Weise diese Unterdrückung von Menschenrechten jemals akzeptieren.
Die Taliban wollen nur mit brutaler und rücksichtsloser Gewalt ihre Macht und ihre Vorstellungen durch drücken, ihre ideologischen und religiösen Ansichten allen aufzwängen, also einen Art "Gottesstaat" errichten, ähnlich wie im Iran, wo ein Mann alles vorgibt, seine eigene Armee unterhält, die ihm und sich selbst zu viel Macht und Geld sichert und so die Herrschaft für längere Zeit zimmert.
Auch da haben im Grunde, bis auf wenige Ausnahmen, die Männer das Sagen, lediglich skandiert durch einige super konservative Frauen, die auch noch geistig im 17. Jahrhundert leben !

11:56, saschamaus75

>>Die Einzigen, die in den letzten 200 Jahren völkerrechtswidrig in Afghanistan agiert haben, waren UK, USA und Pakistan.<<

Das, was heute als Völkerrecht bezeichnet wird, gibt es erst seit dem 26. Juni 1945.

12:24, Der Lenz

Wieder einmal haben Sie die Sache treffend auf den Punkt gebracht.

Chapeau!

12:35, NoName.

>>OHO!
Die Tonalität dieser Diskussion über die Diskrimierung der 6.000 km entfernt lebenden Frauen offenbart einigen Machismo. Für den einen oder anderen Foristen dürfte demnach ein bisschen mehr Taliban hier bei uns gar nicht so unwillkommen sein.<<

Ja, dieser Eindruck drängt sich auf.

2020 um 12:20 von fathaland slim 12:06, DerVaihinger

Gebe ihnen beiden zu 100% recht.

@Traumfahrer um 12:39

>Ein einfaches Beispiel : Wenn ein Mann mit hundert Frauen schläft, wird er als der große Hecht gefeiert, wenn eine Frau mit hundert Männern schläft, wird sie als Hure verschrien.<

Kommt auf die Kreise an in denen Mann/Frau so (verzeihen sie das Bonmot) verkehrt

Aber ja, auch hierzulande treffe ich immer wieder auf Menschen mit Problemhintergründen die meine Urgroßmutter als "Vorsintflutlich" deklariert hätte...(ich glaube 100 hätten nicht gereicht) und sie war eine "hochgeehrte Dame"

@12:25 von Mass Effect

>> Außer einseitiger Propaganda die es das
>> ZK-Büro nicht besser hätte machen
>> können haben sie eine blühende
>> Phantasie.

Nope, aber Sie haben echt anscheinend zu oft Rambo III geguckt oder Brzezinski gelesen? oO

12:39, saschamaus75

>> "Buch von Howard Marks, "Mr. Nice"?
Werde ich mir demnächst mal zu Gemüte führen, vielleicht war das ja der Mentor für die Drehbuchautoren von 'Rambo III' u.ä.? oO"<<

Oh je. Ich scheine Sie wirklich sträflich überschätzt zu haben.

>> "Ronald Reagan hat auch versucht..."
Indem die CIA mit ihren eigenen Flugzeugen das Kokain ins Land brachte? Ergo den Dreck für die Welt und für uns den 'good stuff'? oO<<

Ja, auf die Iran-Kontra-Affäre wies ich weiter oben selbst hin. Um Heuchelei zu verdeutlichen. Ihre Drogenbewertung teile ich nur bedingt. Ein guter Freund hätte ohne Morphin einen furchtbar schmerzhaften Tod gehabt. Warum kaufen die Pharmakonzerne der Welt den afghanischen Bauern nicht ihre Ernte ab? Der Bedarf ist definitiv vorhanden. Prohibition schafft die Probleme erst, die sie lösen möchte. Ein Blick in die Geschichte zeigt das.

>>"Ich redete vom 20. Jahrhundert..."
Und blenden die (UK-)Zeit vorher völlig aus? -.-<<

Sie ist für das hier diskutierte Thema nicht relevant.

12:44 von Jacko08

also sollen wir "Werte" verteilen, die nicht anerkannt werden?
.
Kolonialismus Version 2020
vor 150 .... 500 Jahren unterstützten wir den Sklavenhandel
heute bekämpfen wir ihn
jedes mal soll die Welt entsprechend mitziehen
wer das nicht tut wird bestraft
Der Westen begann den Opiumkrieg, Zwang des Opiumverkaufs in China
jetzt wieder, nur jetzt werden Länder die Opium handeln oder anbauen bestraft
damals wie heute fühlten sich der Westen dabei "wohl"
er das Maß aller Dinge

Militärischer Einmarsch war ein Verbrechen

@ krittkritt:
Der Einmarsch der UdSSR war völkerrechtskonform.

Dann wäre der Einmarsch der USA in Irak ja auch völkerrechtskonform gewesen. Ich finde, dass der Einmarsch in ein anderes Land nie völkerrechtskonform sein kann. Ob es um die Großmachtansprüche der UdSSR geht oder der USA ist doch eigentlich egal.

Erfolg afghanischer Geschäftsfrau beeindruckt Männer....

Und mit einer eventuellen erneuten Machtergreifung durch die Taliban wird es damit vorbei sein.
Aber warum sind diese Dschihadisten so stark ?
Hat man sie nicht mindestens zehn Jahre unterstützt ? Gegen eher laizistische Regierungen. Von 1980 bis in die 90er Jahre. Der Name Zbigniew Brezinski sollte dazu ins Gedächtnis gerufen werden.

12:48, Der Lenz @ fathaland slim um 12:10

>>
>Ronald Reagan hat auch versucht, den Drogenimport in die USA zu unterbinden...<

Sind sie sich da sicher?
Das er das getan hat?
Mr. Iran-Contra-Deal? Mr. Finanzierung durch CIA-Kokaintransport durch Armeeinfrastruktur?

War ne Dicke Nummer damals in den Medien...nach seinem Abgang, aber die Beteiligten wurde natürlich bestraft: mit Orden
Oliver North: Patriotic Hero.<<

Ja, darauf habe ich ja weiter oben hingewiesen.

Reagan führte diese Geheimoperation, die nicht geheim blieb, aus, während er offiziell mit riesigem Propagandagetöse seinen "War on Drugs" deklarierte. Assistiert von seiner Frau Nancy mit ihrem "Just say no!". Ein Spruch, den wir uns damals, 1982/83, ich war in Chicago, zuriefen, wenn wir an der Pfeife mit den knisternden Kristallen zogen. Daß ich noch lebe ist ein Wunder...

Kleiner Tipp: schlagen Sie mal Barry Seal nach. Es lohnt sich.

Immer, wenn martialische Maßnahmen gegen Drogenkonsum propagiert werden, kann man davon ausgehen, daß ungeheuer geheuchelt wird.

@ saschamaus75

Nope, aber Sie haben echt anscheinend zu oft Rambo III geguckt oder Brzezinski gelesen? oO

Ich mag keine Militärfilme. Aber was ich noch weniger mag, ist die offenkundige Einseitigkeit: UdSSR gut - USA böse.

um 11:57 von saschamaus75

> was glauben Sie, wo die Briten(!) das ganze Opium für China her hatten?<

Indien, Südostasien, Afrika ...das Zeug wächst fast überall wie Unkraut wenn man es mal anbaut; und damals war es auch im Britischen Weltreich ein positiv gesehenes Handelsgut; eine Wundermedizin mit der man Schwere Operationen überleben kann, viel weniger Giftig als der Teufel Alkohol: Queen Viktoria verbrachte den Großteil ihres Lebens unter beträchtlichen Dosen Laudanum. -> Die Briten Produzierten nicht "extra für China" um dort Schaden anzurichten, es war bloß das erste Handelsgut das sie dort überhaupt los wurden, und als ihnen dieser einzige "Marketopener" verboten werden sollte...naja, ist bekannt.
Die Problematisieren der "Morphinisten" begann erst im Nachklang des Krimkrieges wo zum ersten mal massive medizinische Versorgung der Soldaten (Nightinggale) zum Masseneinsatz des "Wundermittels" geführt hat, mit uns allen geläufigen folgen.

Afghanistan exportierte vorher mehr Haschich als Opium, und Obst.

Es ist noch nicht so lange her

da die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau auch bei uns in D. stattgefunden hat.Auch in meiner Familie hatte Opa immer noch das Sagen.

das Land in dunkle Zeiten zurückwirft?

Das ist mit Sicherheit so.

Alle Länder sollten sich vollständig aus diesem Land und seinen Kriegen zurückziehen.

Wir besonders nach dem auch die Bundeswehr mit Ihrem "kriegseinsatz" nichts erreicht hat.

13:02, saschamaus75

>>@12:25 von Mass Effect
>> Außer einseitiger Propaganda die es das
>> ZK-Büro nicht besser hätte machen
>> können haben sie eine blühende
>> Phantasie.

Nope, aber Sie haben echt anscheinend zu oft Rambo III geguckt oder Brzezinski gelesen? oO<<

Was haben Sie eigentlich immer mit Rambo III?

Und warum nennen Sie diesen Trashfilm im Zusammenhang mit Zbigniew Brzezinski? Es lohnt sich wirklich, ihn zu lesen und sich mit ihm zu beschäftigen. Kritisch natürlich.

Aber bitte verschonen Sie uns mit dem albernen Filmchen.

die Einwohner müssen es jetzt ausbaden?

Hennes Conrad @
Das Eingreifen des Westen hatte gute und richtige Gründe.

So wie uns die USA von den Nazis befreit haben und wir das durch den Aufbau einer guten leistungsbereiten demokratischen Gesellschaft der Welt gedankt haben, hat es in diesem Land leider nicht geklappt.

Sehr schade.

13:09, Sisyphos3

>>Kolonialismus Version 2020
vor 150 .... 500 Jahren unterstützten wir den Sklavenhandel
heute bekämpfen wir ihn
jedes mal soll die Welt entsprechend mitziehen
wer das nicht tut wird bestraft<<

Sie setzen also den Sklavenhandel mit dem Kampf gegen ihn gleich.

Da fehlen mir die Worte.

@12:35 von Kaneel

>> und sich selbst als den Einzigen mit
>> Durchblick zu begreifen

Dieses behaupte ich auch nicht.
Aber ich finde es erschreckend, wie viele in diesem Forum aus Afghanistan das Thema Opium rausdoktorn.

* UK braucht massenweise Opium aus Afghanistan für China
* UK fliegt aus Afghanistan raus
* Afghanistan hat immer noch viel Opium, vertickt es jetzt an die Russen
* der Oberste Sovjet schickt die Rote Armee, um das Problem zu klären
* die Mohnplantagen werden (größtenteils) vernichtet
* die USA interveniert gegen die UdSSR und schaffen dafür massenweise Islamisten nach Afghanistan und bewaffnen diese
* die USA lassen hinterher Afghanistan wie eine 'heiße Kartoffel' fallen
* Afghanistan hat jahrelang große Probleme
* Die Taliban kommen an die Macht und vernichten die Mohnplantagen
* Osama bin-Laden zerstört das WTC

Was habe ich jetzt Ihrer Meinung nach vergessen? oO

@ Sisyphos3

Es kann nicht immer ein ausländischer Soldat neben "der Frau" stehen und ihre neuen (westlichen) Rechte verteidigen.

Die Gleichberechtigung von Mann und Frau ist kein westliches Recht, das sich die Menschen im freien Westen ausgedacht haben und das in besserwisserischer Absicht auf alle Menschen übertragen werden soll.

Die Gleichberechtigung von Mann und Frau ist ein allgemeines Menschenrecht, das in der UN-Charta festgelegt ist. Menschenrechte sind unmittelbar, unteilbar und nicht verhandelbar.

@krittkritt

Auch für Sie
Einmarsch der Roten Armee: 1979
Nadschibullah Präsident: 1987

Der Grund für den Einmarsch war die Befürchtung, das der Afghanistankonflikt auf die islamischen Sowjetrepubliken überspringt.
Und natürlich auch: Ausbau des Machteinflusses.

13:14, Der Lenz @11:57 von saschamaus75

>>um 11:57 von saschamaus75
> was glauben Sie, wo die Briten(!) das ganze Opium für China her hatten?<

Indien, Südostasien, Afrika ...das Zeug wächst fast überall wie Unkraut wenn man es mal anbaut; <<

Papaver sominiferum, der Schlafmohn, wächst sogar in Deutschland, als alteingebürgerte Pflanze. Vor allem an Ruderalstandorten, also Baustellen, frischen Böschungen etc. wächst er gern in Massen. Man kann ihn auch als Laie vom Klatschmohn unterscheiden, an der blasslila Blütenfarbe.

Der Mohn auf den Mohnbrötchen und im Mohnkuchen sind übrigens die Samen dieser Pflanze. Die, ebenso wie der Hanf, vielfältig nutzbar ist und in sehr vielen Ländern dieser Erde angebaut wird.

Ihre übrigen Ausführungen im Kommentar, auf den ich hier antworte, sind wieder einmal treffend und kenntnisreeich.

13:15 von schiebaer45

Auch in meiner Familie hatte Opa immer noch das Sagen.
.
stellte die Gesellschaft - speziell die Oma das in Frage ?
würde die das heutzutage auch noch so akzeptieren ?
Bei meiner ersten Freundin war ich beim Beratungsgespräch über die Pille dabei
ich wurde wie ein Exot betrachtet, in der Arztpraxis,
man stelle sich vor ich wollte im Fall der Fälle im Kreißsaal dabei sein
Heute muß man sich rechtfertigen wenn man nicht dabei sein will

13:16 von fathaland slim 13:02, saschamaus75

Gebe ihnen recht. saschamaus75
scheint ein großer Liebhaber solcher Filme zu sein. Daraus bezieht er sein Wissen.

@ um 12:10 von fathaland slim

Wenn man die Ursprünge der Auseinandersetzung in Afghanistan in den letzten Jahrzehnten ergründen möchte, muß man natürlich auch auf die Zeit der Opiumkriege zurückgehen.
Denn die Briten haben nicht nur ihr Opium in Afghanistan produzieren lassen um China in die koloniale Knechtschaft zu zwingen, sondern sie haben zeitgleich auch versucht, strategische Vorteile gegenüber das dort angrenzende Russland zu erhalten, mit dem sie im Krieg lagen. Nahezu sämtliche alten und neuen Kriege in Asien oder Afrika sind auf die idiotischen Familienstreitigkeiten der verbrecherischen europäischen Monarchien zurückzuführen, die allesamt schon damals zu dem gleichen Familieclan gehörten. (Insofern gibt es da sogar Übereinstimmungen mit anderen Familienclans in Europa und Asien.)
Die europäischen Länder sind so entstanden und sogar die USA sind ein Ergebnis dieses Familienzwists. Zumindest der 1. WK war ebenfalls ein Produkt davon. Und die darauf folgende Aufteilung der Welt.

12:44 von Sisyphos3

>> Wer am Hindukusch wohnt ...
kann nach seinen Werten leben <<

Ob diese Werte wohl so auch von den
Afghaninnen definiert werden würden?

13:16 von fathaland slim

Aber bitte verschonen Sie uns mit dem albernen Filmchen.
-
also ich finde Rambo Filme sehr interessant
zeigen sie doch die USA in ihrem Selbstverständnis wie sie sich sehen
2 oder 3 dieser "Helden" der Vietnamkrieg hätte anders geendet
ebenso die Sache am Hindukusch

@ werner1955

So wie uns die USA von den Nazis befreit haben und wir das durch den Aufbau einer guten leistungsbereiten demokratischen Gesellschaft der Welt gedankt haben, hat es in diesem Land leider nicht geklappt.

In Deutschland hat es ja auch nur im Westen geklappt. Nur dort gab es nach dem Krieg Demokratie.

@ saschamaus75

* Afghanistan hat immer noch viel Opium, vertickt es jetzt an die Russen
* der Oberste Sovjet schickt die Rote Armee, um das Problem zu klären
* die Mohnplantagen werden (größtenteils) vernichtet

Umgesetzt wurde das aber nicht. Die russische Armee hat unter der Hand auch am Mohnanbau verdiente und beim Abzug waren über die Hälfte der russischen Soldaten süchtig.

13:20, werner1955

>>die Einwohner müssen es jetzt ausbaden?
Hennes Conrad @
Das Eingreifen des Westen hatte gute und richtige Gründe.

So wie uns die USA von den Nazis befreit haben und wir das durch den Aufbau einer guten leistungsbereiten demokratischen Gesellschaft der Welt gedankt haben, hat es in diesem Land leider nicht geklappt.

Sehr schade.<<

Sie unterschlagen, daß die USA die afghanischen Islamisten mit ihrer "Operation Cyclone" maßgeblich gefördert haben.

"Der Westen", also die USA, haben das Problem, das sie jetzt erfolglos bekämpfen, selbst geschaffen.

Afghanistan war vorher, ich schrieb es immer wieder, ein weltoffenes, gastfreundliches Land.

@12:41 von Mass Effect

>> Wer in einer Filterblase lebt wie
>> saschamaus75...
Diese "Filterblase" nennt sich übrigens Realität. -.-

>> ...Akzeptiert die Wahrheit nicht auch wenn
>> sie erwiesen ist.
Ähh, Sie haben bisher nur irgendwelche Behauptungen aufgestellt. Von welcher "Wahrheit" schreiben Sie? oO

10:47 von Sisyphos3

>>um hier vielleicht einem Mißverständnis vorzubeugen.
Ich stehe zu unseren Werten, 100 %
Nur erwarte ich nicht unbedingt, dass Menschen 6.000 km entfernt das auch tun
Außer sie verlegen ihren Lebensmittelpunkt hierher, wo meine/unsere Werte zu gelten haben
<<

Auch diese Ansicht, -obwohl nicht an mich gerichtet -, unterschreibe ich gern.

13:36, Sisyphos3

>>also ich finde Rambo Filme sehr interessant
zeigen sie doch die USA in ihrem Selbstverständnis wie sie sich sehen<<

Ihre krachenden Verallgemeinerungen sind unzutreffend.

Die meisten US-Amerikaner, die ich kenne, finden ihr Selbstverständnis in Sylvester Stallones Filmen nicht wieder.

Die USA sind ein höchst vielfältiges Land, welches sich Ihren Vorstellungen von Nationalcharakter etc. entzieht.

@ saschamaus75

* der Oberste Sovjet schickt die Rote Armee, um das Problem zu klären
* die Mohnplantagen werden (größtenteils) vernichtet

Der Sowjetunion ging es nicht um Drogen sondern um geostrategische Interessen, daher die völkerrechtswidrige Militärintervention in Afghanistan.
Die Sowjetarmee war im Endeffekt einer der größten Abnehmer für Drogen aus Afghanistan.

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ein weltoffenes, gastfreundliches Land?

fathaland slim @
Und warum hat Russland das dann besetzt?

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