Wissenschaftler fordern europäische Strategie

Kommentare

rer Truman Welt

So lange jeder mein, zu wissen, was zutun ist, aber nicht belegen kann, wo die Infektionsherde tatsächlich sind, bleibt alles letztlich ein "Hütchenspiel" - "try and error" wie unsere amerikanischen Freunde dazu sagen.

Fantasmagorien

Ich glaube nicht, dass dieses Vorgehen durchführbar weil verhältnismässig sein kann. Es gibt Länder, die öffnen ihre Gebiete zu einer Zeit wo andere Länder gerade inmitten der Infektionswelle sind. Alles gleichzuschalten würde, weil es um Reduktion der Infektionsfälle ginge und nicht um Rettung der Wirtschaft - den gemeinsamen Nenner darin finden, nach den Ländern zu gehen, wo es hohe Fallzahlen gibt, und erst nach einem jahr würde sich das einpendeln,dass überall die Fallzahlen gleich hoch wären. Bis dahin ist mehr Schaden entstanden als mache es jeder nach eigenen Gestus. Nein, der Grenzverkehr muss gestoppt werden, wo es nur geht. Man hatte auch schon zu anderen Zeiten geschlossene Grenzen.

Personal oder Arbeitskräfte können ja ausgenommen werden... es muss strikter geregelt sein.

Europäische Strategie?

Und was ist mit der Schweiz, die keinen harten Lockdown will?
Optimal in der Mitte Europas gelegen, freut sich der Virus schon darauf, von dort aus weiter erfolgreiche Pandemien in Europa zu verursachen.

Ganz abgesehen davon, dass es bei der großen Bandbreite der politischen Ausrichtung der Regierungen der Mitgliedsstaaaten der EU wenig wahrscheinlich ist, eine gemeinsame einheitliche Strategie zu definieren und diese dann auch durchzuhalten, bis der Virus in Europa nicht mehr auftritt.

Ein weiterer wichtiger Punkt, über den es auch keine Einigung geben wird, ist die Sicherung der Grenzen, um zu vermeiden, dass der Virus erneut eingeschleppt wird.
Wenn man liest, dass am größten Deutschen Flughafen immer noch Passagiere aus Risikoländern nur über die Quarantäne informiert werden und dann einfach so durch die Kontrollen spazieren können...

Ein ganz richtiger Punkt.

Ein ganz richtiger Punkt. Nach schlimmer Situation ist es nun in Belgien gelungen, eine Kehrtwendung einzuleiten. Gefahr droht durch deutsche Touristen und Einkaufende. Tschechien, Sachsen, wären ein weiteres Beispiel, und derer gibt es zu viele. Also entweder synchronisiert, und ehrlich wenn die Situation entgleitet (also nicht erst verischgln), oder alle Grenzen dicht. Wäre eine Option. Doof für Berufspendler denen dann die Basis wegbricht usw..

Und Geld ist in shutdown gut angelegt, spart mehr als es schadet, aber jedes Mal wieder das Erreichte aufs Spiel zu setzen und zu verlieren ist etwas was uns wirtschaftlich und sozial kaputt macht. Und die Welt dreht sich weiter. Viele Teile Asiens handeln konsequent, die Schwächung, die wir uns durch Inkonsequenz selbst verpassen, wird Jahrzehnte Folgen haben. Meine Meinung.

Und wie soll die Strategie genau aussehen ?

Ein Punkt leuchtete schon mal durch:
Viel Testen

Und dann ... Re-Import von Corona vermeiden ...
Wie ? Durch stetiges striktes Reiseverbot ?

Und dann ... kam nix mehr ...

Konkreter wäre z.B. gewesen:
A) eine tatsächliche Quarantäne, wenigstens als Angebot, wie Hotels als Quarantäne-Häuser, wg: bringt nix, wenn d. Quarantänepflichtigen zu Hause m. d. Fam.-Mitgliedern wohnen, + Kurkliniken f. d. gesunden Seniorinnen/er a. Alten- u. Pflegeheimen
B) Corona-Schnell-Test-Zentren v. allen Alten- u. Pflegeheimen in d. EU, f. Personal, externes Personal + Besucher + d. häuslichen Krankenpflege v. Ort, auch in anderen Massenunterkünften, u. auch im Hospiz etc.
C) strenges Hygienekonzept im ÖPNV in d. EU wie in Hotels, Gaststätten u. Restaurants + Schnell-Tests d. aussteigenden Fahrgäste + Begleitpersonal
D) d. in den letzten 20 J. vergraulte Krankenpflege- u. Ärztepersonal wieder zurück zu gewinnen m. Top-Bezahlung+Arbeitsbedingungen (keine Arbeitsüberlastung)

+ Personalstrategie !

Da scheint etwas dran zu sein

Im Gegensatz zu anderen "Experten" unter den Kommentierenden hier kann ich das nicht bis ins Detail beurteilen, aber da scheint etwas dran zu sein.

Außerdem sind sich mit diesem Aufruf 300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wie Melanie Brinkmann und Christian Drosten einig.

Verquerdenker werden natürlich behaupten, die hätten sich alle verabredet, um uns unsere demokratischen Rechte wegzunehmen.

Ratlos, ahnungslos, hilflos.

Wir schaffen es nicht, innerhalb Deutschlands eine einheitliches Vorgehen der Länder durchzusetzen. Deshalb versuchen wir es jetzt europaweit. Da fehlt mir mindestens eine Gehirnwindung um dies zu verstehen.

Wirklichkeit

Schon auf nationaler Ebene wird abwechselnd nach übergreifenden Regelungen und dann wieder nach regionalen, gar lokalen Sonderstrategien gerufen. Im steten Wechsel, sogar bisweilen von den selben "Verantwortlichen". Hier von einer europäischen Ebene zu träumen grenzt an Realitätsverlust.

@11:03 von Der_Mahner - mahnen ist keine Träumerei

"Hier von einer europäischen Ebene zu träumen grenzt an Realitätsverlust."

An der Durchführbarkeit kann man berechtigte Zweifel haben, aber deshalb ist das Konzept von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nicht falsch.

Diese machen das, was Sie mit Ihrem Nickname aussagen wollen, sie mahnen.

Wenn europäische Strategien ...

..nur gut sind wenn die EU in Teilen am Boden liegt, kann man sie dem Bürger nicht vermitteln. Wenn es um Geld, oder wie jetzt um Impfmittel, geht, müssen wir (wer ist dann "wir") plötzlich "gemeinsam", in der übrigen Zeit hat da so mancher Staat seine eigene Meinung ... die er dann auch knallhart durch- und umsetzt; z. B. bei der Verteilung der Flüchtlinge, dem Rettungsschirm u.v.m..
GEMEINSAM muss wie in einer Ehe sein... "in guten wie in schlechten Zeiten ... "
Und die EU kann noch lange nicht "gemeinsam" wenns nur in schlechten Zeiten passt.

Details bitte

Ich wäre ebenfalls an genaueren Angaben zum Plan der Wissenschaftler interessiert.
Und sind die genannten Zahlen wirklich pro Million oder eher pro 100.000 Einwohner?

Impfung ignoriert?

In dieser "Empfehlung" wird die Impfung gänzlich ignoriert. Was soll das? Zuerst einmal volle Kraft voraus auf Impfschutz, nicht auf Lockdown. Zweitens, auch wenn die EU Länder unterschiedliche Wege gehen, den Virus beeindruckt das nicht. Beleg: Deutschland aktuelle Übersterblichkeit 9%, Schweden 10%. Dabei ist doch Schweden SO unterschiedlich in den Covid-19 Maßnahmen. Was soll die ganze Propaganda? Wer will was verkaufen?

Und in Deutschland......?

.....haben wir in 16 Bundesländern 16 unterschiedliche Corona-Regelungen angesichts einer Pandemie, die, wie das Wort schon sagt, „um die Welt“rast, und das Virus, um das es hier geht, tritt überall gleich auf (von ein paar wenigen Mutationen abgesehen).
Was ich hier immer wieder gefordert habe: eine einheitliche Strategie für ganz Deutschland! (Das Versagen des letzten Lockdowns ist auch darauf zurückzuführen).Und der nächste Schritt ist, richtig, eine europäische Strategie. Auf jeden Fall muss, noch vor Ende dieser Pandemie, ein Aufarbeiten der Erfahrungen in Brüssel stattfinden mit dem Ziel, für die nächste Pandemie viel besser vorbereitet zu sein und ein koordiniertes Handeln für Europa/EU auf den Weg zu bringen.
Ob sich das noch für diese Pandemie kurzfristig realisieren lässt? Ich bin skeptisch, nach den Erfahrungen mit unseren Landesfürsten und der Bundeskanzlerin. Da ist einfach zu viel Eigeninteresse im Spiel.

"aus anderen Ländern"

"Re-Import des Virus aus anderen europäischen Ländern"

*

Und was ist mit Ländern außerhalb der EU? Die EU ist nicht abgeschottet. Glücklicherweise.

Aber langfristiger sollte die Planung sein.
Das Verbot Feuerwerk zu verkaufen, das 1 Woche vor dem Verkaufsstart ausgesprochen wird ist nicht durchdacht gewesen.
Das hätte viel früher oder gar nicht kommen sollen.

Jetzt sind die Lager voll mit Pyrotechnik und jedes Lager ein potentielles Anschlagsziel.
Dann besser das Zeug verkaufen und wie üblich von der Bevölkerung in die Luft jagen lassen.

Eine europäische Strategie? Schön wäre es

Es wäre schön, wenn hier eine Übersetzung des Aktionsplans anwesend wäre, damit wir alle wissen können, worauf genau sich der Bericht bezieht.
Haben sich die beteiligten Wissenschaftler denn schon an ihre jeweiligen eigenen Regierungen gewendet?
Wollte Frau VdL nicht für ein einheitliches Vorgehen sorgen?
Was genau tut denn die EU - Administration dafür?
Außer „Wir tun alles für unsere (eigene) Wirtschaft, der Rest ist uns ziemlich egal“ gibt es doch bisher gar nichts, auf das sich die EU - Staaten einigen können.
Wenn ein EU - Staat die demokratischen Rechte und die Menschenrechte nicht einhalten will, wird er gepampert und mit jahrelangen Gerichtsverfahren unterstützt, die erst zum Sankt Nimmerleinstag vielleicht eine Entscheidung hervorbringen.
Die Pandemie zeigt sehr deutlich, dass fast sämtliche Regierungen in Europa Teil des Problems sind.
Die Wissenschaftler haben sicher recht.
Doch die Politiker erschaffen höchstens Nebenkriegsschauplätze um von ihrer Unfähigkeit abzulenken.

ja bitte an Redaktion Kernpunkte ergänzen

aus der vorgeschlagenen Strategie der Wissenschaftler wie diese niedrigen Infektionszahlen erreicht werden sollen!

Da wird sicher nicht ausbleiben
- auch Industrie und Zulieferbetriebe für Luxusgüter (Automobilindustrie, Konsumerindustrie) zeitweise für mehrere Wochen in harten Lockdown zu versetzen

- vernünftige FFP2 Masken zu tragen ohne Ventil die beim Ein- und Ausatmen selbst und andere Schützen. Es müssen Masken ohne gefälschte Zertifikate am besten Made in EU sein

- Lokal und Regional sich einzuschränken und nicht Global zu reisen und Handel treiben. Ggf. wenige Ausnahmen zulassen

Übrigens Ausgleichszahlungen/Kurzarbeitergeld in diesen Industriebereichen müssen anders aussehen und weitgehend von staatlicher Seite reduziert werden denn es sollte da ja nicht fürs zuhause bleiben mehr Geld geben als in der Pflege und Krankenhaus sich krumm zu machen.

TS: >>Eine Gruppe

TS: >>Eine Gruppe renommierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Europa hat ... eine gemeinsame europäische Strategie im Kampf gegen die hohen Corona-Infektionszahlen gefordert und einen Aktionsplan vorgelegt.<<

Mit einem Egebnis, das treffend mit "geballter Sachverstand" benannt werden kann. Ihr Wort in "Gottes" Ohr!

Weit ab von der Patchwork-Stategie (mal dies , mal das und erst mal sehen und dann mal gucken).

Jetzt konsequent handeln

Wir brauchen einen europaweiten harten Lockdown, bis die 7-Tage-Inzidenz deutlich unter 50 ist.

Von einer europäischen Ebene zu träumen ...

grenzt an Realitätsverlust.
Da muß ich einem Vorkommentar recht geben.
Solange die Menschen überall nur ihrem Egoismus fröhnen, ob in Zielen oder mit Meinungen das ist egal, solange sie sich nicht als Teil des Ganzen sehen und endlich kapieren, daß ihre Meinung zwar gut und schön ist, aber letztlich völlig unbedeutend, und endlich die Entscheidungen annehmen, die wenige Leute, die dafür gewählt worden sind und von Fachleuten beraten werden, solange wird nirgendwo nichts funktionieren.
Ich bin Zeit meines Lebens schon eine Anhänger der Idee des europäischen Gesamtstaats und seiner demokratischen Ordnung. Aber dazu gehört mMn auch, daß jeder seine Pflichten akzeptiert und sich in der Krise zurücknimmt, statt alles besser wissen zu wollen. Stattdessen kommen immer neue Vorschläge und Forderungen, von jedem, der sich dazu berufen fühlt. Wie soll da jemals !eine! klare Linie daraus werden. Alles, wirklich alles wird Vor- und Nachteile haben. Und am Ende wird kaum etwas so sein wie es war.

Teil des Problems

Was kann man hier in den meisten Kommentaren dazu lesen?

1. Pauschalablehnung , 'geht ja eh nicht weil ....' (Schweiz, Uneinigkeit in D..)
2. 'Ich weiß es besser' (gegen 300 Wissenschaftler)
3. Fatalismus ('Ratlos, hilflos') Dabei gibt es ja gerade einen Rat.

Wohlgemerkt hat hier wohl kein Kommentator das ganze Strategiepapier gelesen und in Folge auch nicht im Detail verstanden. Aber bereits fertige 'kompetente' Meinungen dazu.

Im Übrigen kann man auf guter Grundlage auch Änderungen fordern und bewirken, z.B. im Verhalten der Schweiz, der Bundesländer etc. Nur vom Sofa aus posten 'das bringe ja eh nichts' wird tatsächlich gar Nichts bringen.

Mir tun die Leute leid (Politiker, Wissenschaftler, Mediziner, Pfleger ...), die sich wirklich in harter Arbeit um Bewältigung der Krise und um Lösungen bemühen und dafür von den Realitätsverweigern regelmäßig und teils sehr aggressiv angegangen werden. Was hier gepostet wird ist in seiner Mehrheit Teil des Problems, nicht der Lösung.

Wichtig wäre

die Erforschung, wo und wie die meisten Ansteckungen passieren. Wenn sich jemand ansteckt, obwohl alle Masken trugen, nur der Abstand nicht ganz gewahrt bleiben konnte, dann läge das Problem in Bereichen wie Schulbussen, S- und U- Bahnen und auch an Fließbändern. Oder in wieweit spielt die Schmierinfektion eine Rolle? Wenn 75 Prozent nicht wissen, wo und wie sie sich angesteckt haben (auch Herr Spahn sagte dies), dann liegt da wohl das größte Problem.

Eine ...

europäische Strategie fordern.
Wie realitätsfremd muss die Wahrnehmung des Zustandes der EU bei den fordernden Wissenschaftlern sein?
Kommen die mal wieder aus ihren Laboren raus und von ihren Modellrechnungen weg, nämlich dem realen Leben zugewandt?

Das wird nie auf Europäischer

Das wird nie auf Europäischer Ebene funktionieren, dafür sind viel zu viele Profilneurotiker unterwegs die meinen alles zerreden zu müssen und es besser zu können. Leider!

@11:26 von 3rd PO Ellen Ripley

"... Wir brauchen einen europaweiten harten Lockdown, bis die 7-Tage-Inzidenz deutlich unter 50 ist ..."

Super Idee !

Und was kommt dann ?

Immer wieder LockDown zum größer werdenden LochDown in den Kassen ?

Und mal langsam mit dem Corona-Impfen anfangen ?

Da muss mehr auf den Tisch.

Da ist aber bisweilen so gut wie nix passiert.

Das Volk in der EU müsse zu 100% die AHA-Regeln+Lüften einhalten.
Mehr war da nicht.

Das Ergebnis sehen wir ja jetzt in D. und in der EU.

@11:16 von Paul Falke - Impfen wird nicht "ignoriert"

"In dieser "Empfehlung" wird die Impfung gänzlich ignoriert."

Das ist ihre Interpretation; ich glauben kaum, das Christian Drosten und Melanie Brinkmann die Impfung ignorieren. Die Impfung kann auch nicht in kurzer Zeit alles ändern.

"auch wenn die EU Länder unterschiedliche Wege gehen, den Virus beeindruckt das nicht. Beleg: Deutschland aktuelle Übersterblichkeit 9%, Schweden 10%. Dabei ist doch Schweden SO unterschiedlich in den Covid-19 Maßnahmen."

Sie vergleichen die Übersterblichkeitszahlen lediglich für den November. In Schweden gab es im Frühjahr mehr Coronatote pro Million Einwohner als bei uns. Inzwischen gibt es auch in Schweden stärkere Kontaktbeschränkungen, die natürlich erst mit Verzögerung wirken.

Noch komplexer und undurchführbarer geht es kaum!

Warum nicht eine ganz einfache Strategie der Eigenverantwortung: Wer sich schützen will, trägt überall eine FFP2-Maske und alle anderen läßt man in Ruhe mit Corona-Maßnahmen.
Und wie verhindert man dann eine Überlastung der Krankenhäuser? In der Grippewelle 2017/2018 gab es eine Übersterblichkeit von mehr als 5000 pro Woche (Quelle: Destatis)! Die Überlastung der Krankenhäuser liegt also offenbar nicht an der Anzahl der Kranken/Sterbenden, sondern an den Corona-Maßnahmen, die die Arbeit behindern und Personal in Quarantäne schicken.

Endlich es ist vollbracht,

Endlich es ist vollbracht, nehmen ein paar vernünftigere Leute die Pandemie so, wie sie eigentlich von Anfang an hätte angegangen werden müssen. Es wird auf Dauer keine andere Möglichkeit geben, als wie von den drei Wissenschaftlerinnen gefordert, die Sache gemeinsam und vor allem dann auch gleich getaktet anzugehen. Die bisherigen Lockdowns haben auf Dauer doch auch deshalb nichts gebracht, weil dann gerade der Nachbarstaat aus seinem abgeschlossenen Lockdown herauskam und seine Bürger als Teil der neuen wiedergewonnen Freiheit die Nachbarstaaten dann als Kunden oder Arbeitskräfte besuchte und das Virus so immer wieder am Laufen hielt. Diese Brücken können zukünftig nur durch gemeinsames Takten der gleichen Maßnahmen angegangen werden, um das Virus so die Ziel zu nehmen und es so immer mehr auszutrocknen. Warum man das zu erkennen so lange braucht, ist mir ein Rätsel- Dass dies nicht gleich angegangen wird, liegt an den verschiedenen Egoismen der einzelnen Länder!

@11:27 von Humanokrat - Was sollte daran falsch sein?

"Wohlgemerkt hat hier wohl kein Kommentator das ganze Strategiepapier gelesen und in Folge auch nicht im Detail verstanden. Aber bereits fertige 'kompetente' Meinungen dazu."

Volle Zustimmung!

Wissenschaftler setzen ihr Wissen ein, um zu mahnen, dass ein gemeinsames Handeln angebracht wäre. Was sollte daran falsch sein?

Klingt etwas wie:

„Das beste Mittel gegen Armut wäre, wenn man immer genug Geld hätte.“

Aber klar stimmt das. Wir haben schon im Sommer tatenlos zugesehen wie die Zahlen erst langsam und dann immer schneller gestiegen sind. Dabei wäre es sehr viel einfacher gewesen, die Zahlen niedrig zu halten als sie jetzt erst wieder zu drücken.

Das war aber eigentlich schon lange klar, wollte nur keiner wissen. Wird jetzt auch nicht anders laufen. Prävention wirkt immer wie „unnötig früh“, bis es dann zu spät ist.

Profilneurotiker ....

Mit Sicherheit gibt es diese Spezie ....
Aber langsam kann man es nicht mehr hören , Corona und kein Ende in der Diskussion .
Abwarten und sich vom Gesundheitsamt informieren lassen wenn man selber dran ist , ..es muss auch mal gut sein .
Aber die Tagesschau beteiligt sich selber an den ewigen Fragestellungen , ..gibt es auch noch relevantere Themen , ..nein ?

@Vriegel - schwedischer Weg

Weil Sie immer wieder den schwedischen Weg propagieren:

In Schweden sind im vergangenen Monat sogar so viele Menschen gestorben wie in keinem November der letzten 100 Jahre. Im November 2020 starben demnach 8088 Menschen. Dies entspreche einer Übersterblichkeit von zehn Prozent im Vergleich zu den entsprechenden Monaten 2015 bis 2019, teilte die schwedische Statistikbehörde mit.
Quelle: tagesshau.de

@ Humanokrat 11:27

Da bin ich ganz bei Ihnen!

27 Staaten und ein Gedankengut...

Der Gedanke daran scheint an sich sinnvoll, aber 27 Staaten hier mit dem gleichen Gedankengang anzutreffen ist bisher bei allen Projekten kläglich gescheitert (Ob bei der Verteilung der Flüchtlinge, Sichern der EU-Grenzen, bei der Idee, ein 2/3- Mehrheit- Prinzip auf die Beine zu stellen...usw.)
Wenn andere Staaten offensichtlich gegen sämtliche Regeln brechen und selbst dem EUGH die Hände gebunden sind (außer abzumahnen), dann ist damit schon alles gesagt.

Parteipolitik

Um solche Maßnahmen durchzusetzen müsste man erst mal die Profilierungssucht der einzelnen Parteien in den Griff bekommen. Also, träumt weiter, leider.

@ um 11:27 von Humanokrat

Freundlicherweise wurde bei t-online etwas näher auf den Inhalt des Strategiepapiers eingegangen.
Nichts desto weniger kennt doch jeder aufmerksame Zeitgenosse die Fähigkeiten der EU. Alles muß Einstimmig beschlossen werden oder es wird nichts beschlossen. Und immer hat die Wirtschaft vorrang.
Wenn nur wenigsten alle(!) deutschen Politiker die Risikoanalyse des RKI zu Pandemieausbrüchen von 2012/13 gelesen hätten - sie wurde als Bundesdrucksache auch im Bundestag veröffentlicht - hätte es schon in der BRD kaum eine Diskussion zur Notwendigkeit eines harten Lockdown gegeben, zu Schulschliessungen oder Schließung des ÖPNV.
Ich wünsche mir sehr, dass in der EU vernünftige Politik für 550 Millionen Menschen gemacht wird.
Aber selbst innerhalb eines einzelnen Landes scheint das unmöglich, wie wir selbst jeden Tag, seit ca 10 Monaten leidvoll miterleben müssen.
In der BRD müssten eigentlich sämtliche verantwortlichen Politiker zurücktreten.
Die haben nur an ihre Selbstdarstellung gedacht.

Jedes Land ist anders

Jedes Land ist anders strukturiert und sucht nach einem eigenen Gleichgewicht.
Das wollen die „Theoretiker“ wohl nicht einsehen.
Zuerst müssen dazu die Grenzen dicht gemacht werden. Der Virus kennt nämlich sonst deshalb keine Grenzen, weil es keine Grenzen für die Viruseinschlepper gibt! Dies hat nämlich durch Pendler zu Hotspots in den grenznahen Gebieten zu Österreich, Tschechien und Polen, aber auch Frankreich und Belgien geführt. Merkels starre Verweigerung von Grenzschließungen innerhalb der EU hat verheerende ideologische Gründe.
Ein- und Ausreise, egal auf welchem Wege, darf bei geschlossenen Grenzen nur mit Negativtest oder später Impfnachweis möglich sein, auch für Pendler. Durch die Grenzschließungen im Frühjahr und den Lockdown hat Deutschland doch vorbildlich seine Bewohner geschützt, aber dann wieder aufs Spiel gesetzt.
Zum Umdenken gehört überall eine staatlich geförderte Teststrategie, nicht eine private.

um 11:44 von Jacko08

Ich glaube nicht, dass es ein Problem ist, hier eine gemeinsame Linie zu finden. Von Anfang an waren sich die meisten EU-Staaten einig, und die beiden Staaten, die ausgeschert sind - GB und Schweden - naja, der eine ist nicht mehr Mitglied der EU, und der andere hat gerade offiziell das totale Scheitern seines Sonderwegs anerkannt. (Wobei es immer noch keinen Rücktritt der Regierung gibt ... komische Zustände.)

Die anderen 26 waren sich vor Monaten schon einig.
_

@ Dr. Walter Grote 11:37

Ihr kommentar läßt einen wieder mal daran zweifeln, daß in unserem Bildungswesen so alles ganz richtig läuft. Wenn sich ein Mensch, der sich vermeintlich der Wissenschaft verschrieben hat, solche Ansichten absondert, dann kann man sich eigentlich nur noch fremdschämen.
Haben Sie einen Moment darüber nachgedacht, wieviele Menschen es bei uns gibt, die sich nicht selber schützen können? Wohl kaum. Ein Post mit weniger Empathie geht kaum noch!

Lockdown und Reisen

Während sich die meisten braven Bürger an den harten lockdown halten, reisen andere munter in der Welt herum, treffen mehr als 2 Haushalte, gehen im Restaurant essen und müssen bei Rückkehr nach Deutschland nicht einmal in Quarantäne ? Das ist ungerecht und macht zornig. Einige wenige geniessen Sonderrechte und der, der sich an die Regeln hält ist der Dumme. Also Quarantänepflicht (am besten direkt am Flughafen in ein Quarantänehotel) für alle Reiserückkehrer !

um 11:47 von paule2

Der Sinn der Grenzschließungen liegt in der einfacheren Nachverfolgung der Kontakte einer infizierten Person. Darüber hinaus hat die Grenzschließung keinerlei Nutzen.
_

An die, die glauben nach der Impfung ist alles OK:

Ganz abgesehen davon, dass die Wirksamkeit der Impfung zur Zeit bei 80 - 90% liegt, genügt einfaches Kopfrechnen, um zu sehen, dass es länger als 3 Monate dauert, bis alle geimpft sind.
Ganz grob:
Wir haben über 80 Millionen (gemeldete) Einwohner.
Jeder muss 2 mal geimpft werden = 160 Millionen Impfvorgänge.
Jetzt stellen wir uns vor, es gelänge mit aller Anstrengung, jeden Tag deutschlandweit 1 Million Impfungen durchzuführen, dann sind wir bei 160 Tagen, also knapp bei einem halben Jahr.

In der Realität wird nicht jeden Tag geimpft werden können und wir können froh sein, wenn wir am Tag 500.000 Impfungen hinkriegen.

Mir ist aber klar, dass mit jedem erfolgreich Geimpften, die Möglichkeit von Infektionen verringert wird, dass sich also schon bei einer Durchimpfung von 50% erste Erfolge einstellen können.

Trotzdem ist die Vorstellung, durch Impfungen in wenigen Wochen wieder so leben zu können, wie vor der Pandemie, reine Illusion.

@Dr. Walter Grote - alles wie gehabt?

"Warum nicht eine ganz einfache Strategie der Eigenverantwortung?"

Weil diese Strategie überall gescheitert ist, wo sie angewendet worden ist.

Sie argumentieren, 2017/18 habe es auch ein hohe Übersterblichkeit gegeben (woran die lag, ist übrigens eine Vermutung). Haben Sie Zahlen, wie stark damals dadurch die Intensivstationen belastet waren?

Anders als 2017/18 ist unter anderem, dass ein Covid-19-Patient „statistisch gesehen“ mehr als ein Bett „verbraucht“, weil die Behandlung ganz erheblich personalintensiver ist.

Und je größer der Anteil der Covid-Patienten auf den Intensivstationen wird, desto größer wird der Arbeitsaufwand selbst bei gleichbleibenden Patienten-Gesamtzahl, diese wächst aber.

Warum zentralisieren ?

Sollte man nicht langsam einmal innehalten (nicht jeden Tag eine neu Sau durchs genervte Dorf treiben) und abwarten, was Impfbeginn, weitere Impfstoffe, bessere Schutzmaßnahmen und Ausstattungen schon ermöglichen ?

Oder geht es hier nur um den nächsten Versuch der EU-Utopisten die "allgemeine Verunsicherung" zu nutzen,...um die Dinge wieder an sich zu reißen und den Nationalstaaten wieder ein Stück der Souveränität zu nehmen ? Man weiß es nicht !

Sollte sich in breiten Teilen der europäischen Bevölkerung auch nur der leiseste Verdacht durchsetzen, dass "hier weder etwas von der EU versucht wird",...ist das Vorhaben bereits für die Tonne, kann sofort begraben werden !
Und Strategien, die wieder überwiegend nur auf "Lockdowns und Beschränkungen" fußen, werden keinen langfristigen Erfolg bringen.

Man sollte jetzt erst einmal HIER (im Kleinen) in Deutschland damit beginnen, eine Strategie (NEBEN dem Lockdown) zu entwickeln, örtliche Schutzmaßnahmen und Ausrüstung zu verbessern.

@Schaefer, 11:02 Uhr - Gute Idee

Die Grundidee einer gesamteuropäischen Lösung auf wissenschaftlicher Basis ist absolut zielführend. Auch in Deutschland haben sich die Bundesländer nun endlich zusammengerauft, eine - im wesentlichen - einheitliche Linie in der Pandemiebekämpfung zu fahren. Wir müssen das scheinbar Unmögliche wagen. Dabei sind nicht nur wir Deutsche, sondern letztlich alle Europäer gefordert.

11:47 von paule2

Zitat:"Merkels starre Verweigerung von Grenzschließungen innerhalb der EU hat verheerende ideologische Gründe."

Immer wieder die gleiche alte Leier. Grenzschließungen hätten - vielleicht - im Januar und Februar gegenüber China geholfen. Seither hat sich das Virus mehr oder weniger stark über die ganze Welt ausgebreitet. In meinem Landkreis gibt es keinen internationalen Pendlerverkehr, keinen Flughafen , keinen großen Bahnhof, die Zahlen steigen trotzdem rasant an. Die ständige Forderung nach Grenzschließungen hat verheerende ideologische Gründe ohne jede sachliche Grundlage.

Sie haben ja Recht - aber ......

Ich gebe Ihnen vollkommen Recht, der Zustand der EU und ihre 'Entscheidungsfähigkeit' lässt nicht viel Hoffnung. Aber ich verstehe nicht, wieso das nicht umso mehr Grund sein sollte, Änderungen zu fordern. Evt. ist ja diese Krise sogar ein 'Gamechanger'?

Sie merken schon, ich habe Hoffnung, fühle mich dabei aber schon wie der 'falsche Fuffziger' im Kreis der bessenen Pessimisten und Fatalisten. Nein, ohne Vision geht gar nichts. Selbst die EU ist eine Vision so wie Frieden, Bekämpfung der Armut, der Klimakrise etc.

Wenn man es nicht angeht - und sinnvolle Forderungen von der richtigen Seite sind ein Anfang - dann wird sich nichts bewegen. Die Fatalisten werden sich vielmehr darin suhlen, dass sich ihre Negativvorhersagen bestätigen.

Dabei handelt sich überwiegend bloß um die bekannten 'Self-fulfilling Prophecies''.

Es gibt

nicht "die Wissenschaft"!
Wer des Englischen mächtig und in den wissenschaftlichen Datenbank liest, stellt schnell fest, dass es da sehr unterschiedliche Meinungen gibt. Das ist ein vollkommene irrige Annahme, die leider so verbreitet wird. Es gab vorher auch schon Zusammenschlüsse von Wissenschaftlern, die genau in die andere Richtung zeigen (Barrington etc.). Man sollte sich immer hinterfragen, wer möchte aus welchem Grund beeinflussen. Letztendlich lese ich meistens ungesicherte Statements und hohle Phrasen. Es ist nun eine politische Sache. Was ist die Gesellschaft bereit zu tragen? Wenn es dann so ist, dass der Lockdown, egal was er auch wirtschaftlich anrichten kann, bis in den Sommer hinein wirken soll, dann macht es einfach!

@ Humanokrat, am 19. Dezember 2020 um 11:27:

"Mir tun die Leute leid (Politiker, Wissenschaftler, Mediziner, Pfleger ...), die sich wirklich in harter Arbeit um Bewältigung der Krise und um Lösungen bemühen und dafür von den Realitätsverweigern regelmäßig und teils sehr aggressiv angegangen werden. Was hier gepostet wird ist in seiner Mehrheit Teil des Problems, nicht der Lösung."

Ich stimme Ihrem sehr klugen und differenzierten Kommentar zu 100% zu, vor allem auch dem letzten Abschnitt Ihrer Ausführungen!
Mir geht dieses ständige, pauschale Schlechtmachen und Schlechtreden von allem und jedem durch selbst ernannte 'Experten' hier in den Kommentarspalten auch zunehmend auf den Senkel. Manche scheinen das hauptberuflich oder doch zumindest als Hobby zu betreiben . . .

11:37 von Dr. Walter Grote

Zitat:"Die Überlastung der Krankenhäuser liegt also offenbar nicht an der Anzahl der Kranken/Sterbenden, sondern an den Corona-Maßnahmen, die die Arbeit behindern und Personal in Quarantäne schicken."

Sagen Sie diesen Satz doch bitte einmal einer Intensivpflegekraft oder einem Arzt auf einer Coronastation. Ich habe gerade eine Reportage über ein Klinikum in Stuttgart gelesen, bei dem nicht nur die Intensivstation, sondern auch der "normale" Aufwachraum mit Coronapatienten belegt ist. Der interviewte Pfleger wollte seinen Namen nicht nennen, weil KollegInnen nach solchen Interviews Drohbriefe und Beleidigungen von "Querdenkern" bekommen hatten. Unglaublich, dass es heute immer noch Menschen (mit Dr.-Titel !) gibt, die so etwas schreiben.

11:37 von Dr Walter Grote

„ Warum nicht eine ganz einfache Strategie der Eigenverantwortung: Wer sich schützen will, trägt überall eine FFP2-Maske und alle anderen läßt man in Ruhe mit Corona-Maßnahmen.“

Haben Sie ein Beispiel, wo, in einem Fall ähnlicher Größenordnung, die Eigenverantwortung funktioniert hat? Nach meiner Erfahrung scheitert die Eigenverantwortung überall dort, wo die Eigeninteressen größer sind, als die Nachteile, die man durch das Problem in Kauf nehmen müsste. Dies gilt erst recht dann, wenn es eine gewisse Wahrscheinlichkeit dafür gibt, dass man von dem Problem garnicht betroffen sein wird. Es trifft eh nur die anderen. Das Umdenken, im Sinne von Eigenverantwortung tritt dann ein, wenn man selbst von dem Problem betroffen ist (siehe Premier Johnson in GB). Dann ist es aber i.d.R. zu spät!

Darstellung: