Kommentare

Lass Sie mal machen....

bis zum Handelsabkommen ist es pure Spekulation und Wahlkampf auf allen Seiten.

"Johnson muss jetzt Farbe bekennen, wieviel Fisch die EU in Zukunft in britischen Hoheitsgewässern fangen darf. Und inwieweit das Vereinigte Königreich die Standards des EU-Binnenmarktes akzeptiert und sich im Streitfall einem EU-Schiedsgericht beugt."

Also lass uns spekulieren: Ich denke er wird ein no-deal BrExit machen und dann bis zum 20 Januar ein Handelsabkommen mit den USA.

Was die EU nicht so alles will

Schiedsgerichte, Fischereirechte usw.
Ich sehe da schwarz, das würde ich auch nicht unterschreiben. Warum auch ?

Die unterschreiben schon

Irgend ein Papier unterschreiben die EU und GB schon noch. Vermutlich nach einer dramatischen Nachtsitzung mit einer PK im Morgengrauen und übernächtigten Verhandlern. Gehört zu Folklore.

Johnson stimmt Bedingungen zu, die er bisher immer abgelehnt hat. Genau wie beim letzten Abkommen. Die werden aber so kompliziert formuliert, dass die Meisten es nicht mitbekommen. Dafür bekommt er jede Menge Fischereirechte, die er gut verkaufen kann, die aber wirtschaftlich bedeutungslos sind. Die französischen Fischer werden dafür aus Brüssel mit Ausgleichszahlungen ruhig gestellt. Sind ja nicht so viele.

Mein Tipp

erinnert mich an meine Jugendzeit

irgend eine Aufgabe, Prüfung etc.
Termin in wegen mir 3 Monaten
nicht getan
aber am Vorabend
.... hektische Betriebsamkeit

Deal oder nicht?

Die Frage bleibt, wer profitiert von einem No-Deal - das wird die Entscheidung bringen. Profitiert nämlich keiner, dann wird ein Minimal-Light-Abkommen geschlossen, um die Gesichter zu wahren.

Johnson ist Hardliner ...

und er wird seinen Plan nicht ändern. No-deal..egal um welchen Preis.
Die EU sollte harten Kurs fahren und sich nicht von Johnson gängeln lassen.

Europa muss das beenden

Die unendliche Geschichte muss jetzt endgültig noch vor Weihnachten beendet werden. Die Grenz- und Zollbehörden müssen aufgestockt werden.

Die EU macht sich seit Jahren lächerlich. Meiner Meinung nach macht kein Politiker das falsche Spiel wegen der Bürger mit, hier geht es ausschließlich um Gewinne für Konzerne, Banken und Spekulanten. Nie ging es um den Willen von Bürgern. Es ist nur der Schutz des Großkapitals. Und Nein, ich bin kein Sozialist, Kommunist oder sonst irgendwie stark links ausgerichtet!!!!!

alles richtig

Ich habe keine Bedenken, dass die Briten insbesondere Mr. Johnson schon alles richtig machen werden. In wenigen Jahren wird man sehen, dass der Ausstieg für GB ein Erfolg war und dass es das EU-Konstrukt für ein vernünftiges Miteinander nicht braucht und nebenbei noch viel Geld spart.

Wozu das ganze Theater?

Die gesamten Regelungen hier zu erklären wäre wahrscheinlich zu umfangreich.
Aber wenn das Problem der Fischereirechte immer wieder genannt wird, könnte mal erklärt werden, warum französische Fischer in britischen Gewässern fischen und warum das nicht britische Fischer tun?
Wenigstens würden in GB ein paar Arbeitsplätze entstehen.
Wenn es sich aber nur um wenige Arbeitsplätze auf beiden Seiten handelt, stellt sich Frage, ob es bei den Verhandlungen nicht auch um wichtigere Dinge geht, die aber in den Medien nicht zur Sprache kommen?
ZB ist mir immer noch nicht klar, was genau sich für mich ändert, wenn die Briten die EU verlassen?
Was benötige ich persönlich unbedingt aus GB, so dass sich ein EU - Austritt von GB auf mich auswirkt?
Mir fällt nichts ein.
Ich könnte auf GB verzichten. Der Rest der Welt sicher auch.

Argumente soll man abwägen, nicht aufzählen

nähmen wir mal an, es gibt einen no-deal:

• die Fischer der EU haben ein schweres 2021 vor sich (Pluspunkt für GB)

• Irland wird zum Terrorhotspot werden (Malus GB), wer weiß, vielleicht gibt es ja doch ein Referendum für einen greenExit...

• Schottland wird ein Referendum starten und einen McExit versuchen (Malus)

• Norwegen zahlt für jeden einzelnen Polizeiwagen 1,75 x so viel wie Schweden, trotz fast identischer Ausrüstung. So etwas wird England auch mit allen EU-Importen passieren (Malus)

• der britische Export wird einbrechen, auch der Fisch, da Zölle fällig werden (Malus)

• Da große Firmen, vor Allem Banken abwandern werden, wird die Wirtschaft deutlich schwächer werden (Malus)

• Es zeichnet sich jetzt schon bei der Zulassung des Coronaimpfstoffes ab, GB wird bald andere Standards haben, was eine weitere Abschottung zur Folge hat (Malus)

Alles in Allem spricht m.E. mehr für einen no-deal, lassen wir GB ein Weile vor der Tür im Regen stehen, die kommen reumütig wieder.

Nee Herr Sina ...

... nicht Johnson, es ist die EU, die von ihrem hohen Ross runterkommen muss.

Das UK ist KEIN Vasallenstaat. Die EU hat keine Macht über Drittländer, einseitig ihre Wünsche durchzudrücken.

Akzeptiert es endlich, dass das UK frei ist, auf Augenhöhe zu verhandeln und überhaupt nichts abnicken muss.

@Giselbert: Sehr weitsichtig...

...denn wenn es so kommt wie Sie es in Ihrer Glaskugel schon voraussehen, dann wäre es nur logisch, dass die EU zerfällt.

Wir hätten also wieder viele kleine Länder die auf der Weltbühne nichts, aber auch gar nichts zu sagen hätten.

Wenn einer dieser Länder etwas machen würde, was China, Russland oder den USA nicht gefällt, dann wird sanktioniert bis das Land klein beigibt. Was es tun müsste, denn die Nachbarn ducken sich nur weg, um nicht selbst in den Focus zu kommen.

Ich möchte nur ungern von China, Russland oder den USA unterdrückt werden. Deshalb ist mir eine schwerfällige EU lieber, als ein schwaches Land, was sich nicht behaupten kann.

Wenn ich sehe...

...wie viel Waren zweifelhafter Qualität, aber auch hochwertige Waren aus aller Herren Länder nur einen Mausklick entfernt sind, dann frage ich mich, ob ich wirklich einen No-Deal-Brexit "fürchten" soll.
Die Kaufleute werden Wege finden, den Handel weiterzuführen. Und GB wird ja nicht "zum Feind".
Zumindest von Bürger zu Bürger sollte alles beim Alten bleiben: Ich gedenke, nach Corona in GB Urlaub zu machen.
Ich kann beide Standpunkte nachvollziehen. Sogar die Idee mit den Schiedsgerichten.
Und ich denke, das Schlimmste, was jetzt passieren könnte, das sind anti-britische Ressentiments bei den Bürgern.
Ich könnte gut auf die EU verzichten. Aber nie nie nie wieder möchte ich mir Parolen anhören müssen, die "bösartig" die anderen Länder um mich herum doch seien.
Wir Bürger können die Verhandlungen nicht beeinflussen. Aber wir können Aversionen gegen andere Länder und Völker verhindern.
Das beginnt bei "Ich könnte auf GB verzichten. Der Rest der Welt sicher auch."

Genauso wie mit den höheren

Genauso wie mit den höheren Zöllen auf US - Autos gegenüber den US - Zöllen auf EU - Autos, hat es doch mal einen Grund dafür gegeben, dass französische Fischer den Briten die Heringe wegfangen dürfen.
Warum ist das so?
Irgendetwas müssen sich die Wirtschaftspolitiker der beteiligten Staaten doch dabei gedacht haben. In den USA oder in GB wird man ja nicht schlechter rechnen können, als in der EU.

@ 08:54 von uwtra

Eine sehr durchschaubare rabulistische Argumentationskette die Sie hier verwenden. Sie stellen das extreme Gegenteil dar, wie es auch ohne EU nicht eintreten wird. Handelsverträge Militärbündnisse kann u. würde es auch ohne EU geben!

um 08:38 von Giselbert

Zitat:" In wenigen Jahren wird man sehen, dass der Ausstieg für GB ein Erfolg war und dass es das EU-Konstrukt für ein vernünftiges Miteinander nicht braucht und nebenbei noch viel Geld spart."

Das glaube ich nicht. Ich denke eher, die EU wird sich anpassen und optimieren.
Ich mag vieles in der EU auch nicht. Diesen ganzen Zentralismus.
Schengen bräuchte ich auch nicht. Obwohl ich gerne reise. Aber am Grenzposten "Hallo, hier bin ich" zu sagen, das finde ich nicht störend sondern eher höflich.
Aber es gibt auch Gutes in der EU. Das hat GB nun nicht mehr.

Was ich sagen will: Ich wünsche den Briten eine gute Zukunft und Erfolg. Aber ganz schwarz - weiß lässt sich die EU nicht beschreiben.

In England

wurde Politikversagen häufig auf die EU geschoben....
Aber war es nicht wegen der komplizierte EU Bürokratie das die Hilfsmittel für Corona die nicht ausgezahlt werden konnten... gute Entschuldigung. Also, auch hier wird auf die EU geschimpft um innenpolitisch Punkte zu machen und Versagen zu übertünken.... und dann wundert man sich das mehr und mehr Personen die EU ablehnen.

No deal means no deal.Es

No deal means no deal.
Es gibt so viele Länder, mit denen wir keinen Deal haben.
Dann muss GB sich ganz hinten anstellen, wenn die was hier her exportieren wollen. Und beim Import ebenso. Das bisschen Fisch kann auch anderswo gefangen werden.
Und dann schauen wir mal, was Biden zu bieten hat. Wird nicht viel sein.
Aber da die EU so zahnlos ist, wird BJ sie wohl über den Tisch ziehen können.
Würde ich auch so machen.

eine Fischfangquote....

von 8 % in den eigenen Hoheitsgewässern ! da kann man mal sehen wie ungerecht das ganze war.....

@ 09:07 von paganus65

"Was ich sagen will: Ich wünsche den Briten eine gute Zukunft und Erfolg. Aber ganz schwarz - weiß lässt sich die EU nicht beschreiben."

Auch ich möchte nicht schwarz-weiß malen, eine EU finde ich nicht per se schlecht, aber nicht in dieser Form, sie bedarf einer Reform. Da aber keine Reformwille absehbar ist, hat GB rechtzeitig die Notbremse gezogen.

EU wird einknicken

Es wird so sein, dass es doch in letzter Minute zu einem Abkommen kommt, um die Interessen der Wirtschaft und Unternehmer zu wahren. Die EU wird einknicken und die Standards absenken -- Frankreich hat das ja bereits angedeutet. Für den Verbraucherschutz bedeutet das auch nichts Gutes. Wieder einmal wird die EU auf ihre Werte verzichten, damit die Firmen weitherhin ihre Geschäfte machen können. Die EU ist vor allem eine Wirtschaftsgemeinschaft, aber eine Wertegemeinschaft mehr und mehr nur noch auf dem Papier.

@Giselbert, 08:38 Uhr - Sin now, pay later

Ich denke, der Brexit wird für GB schlimme wirtschaftliche Folgen haben. Mit der Abwahl von Donald Trump werden für Johnson auch die angestrebten Handelsbeziehungen zu den USA schwieriger verlaufen, das Pfund hat deutlich an Wert verloren, qualifizierte Arbeitnehmer haben der Insel den Rücken gekehrt, die Schotten werden stärker nach Unabhängigkeit streben. Anders als Sie sehe ich die EU vor großen Herausforderungen, die sie auch meistern wird. Deutschland verdankt ihr einen Großteil unseres Wohlstandes. Ohne eine starke EU würden die europäischen Staaten zwischen China und den USA aufgerieben. Die Partnerschaften der asiatischen Staaten mit China zeigen, das mit Einzelstaaterei im globalen Wettbewerb kein Blumentopf zu gewinnen ist. GB wird am Ende zu den Verlierern einer tumben Ideologie gehören - sin now, pay later...!

Näher hinschauen und verstehen

Der mögliche No-Deal ist von London gewünscht. Wir vergessen oftmals, das "der Kontinent" in fast allen britischen Medien, in fast der gesamten Politik und damit auch in sehr weiten Teilen der Bevölkerung seit vielen, vielen Jahren immer wieder als verachtenswerter Feind dargestellt wird und wurde. Das war und ist von Seiten der Londoner Politik (beider Parteien) immer das Feigenblatt gewesen. Läuft etwas schief im Lande UK? Dann liegt und lag das selbstverständlich immer an der EU, am Kontinent. Der imaginäre Feind war immer Europa. Das die Londoner Regierungen selbst es immer waren, die dieses Land mit brutalstem Neoliberalismus gegen die Wand gefahren haben, fiel so nicht weiter auf. Nun kommt Corona noch obendrauf. Die Witrschaft wird krachend zu Boden gehen, das ist ziemlich klar. Also braucht London schon jetzt das gut eingeübte und bestens erprobte Märchen von der Schuld des Kontinents schon jetzt. Ein No-Deal käme der Londoner Führungs-Kaste wie ein Halleluja gelegen.

sonnenbogen 08:13 | Spekulation aus Unwissen

"Also lass uns spekulieren: Ich denke er wird ein no-deal BrExit machen und dann bis zum 20 Januar ein Handelsabkommen mit den USA."

Für ein Handelsabkommen mit den USA benötigt es die Zustimmung des Kongresses. Dort gibt es keine Mehrheit für ein schnelles Handelsabkommen, weder bei den Demokraten noch bei den Republikanern. Schon gar nicht, wenn das Karfreitagsabkommen in Irland nicht gesichert ist.

Die Spekulation endet also hier.

08:13 von sonnenbogen

>>Also lass uns spekulieren: Ich denke er wird ein no-deal BrExit machen und dann bis zum 20 Januar ein Handelsabkommen mit den USA.<<

Dann wird GB aufblühen! (Ironie)

Bei Verhandlungen mit den USA hat Boris Johnson ja alle Trümpfe in der Hand. (immer noch Ironie)

@ 09:22 von Adeo60

"Deutschland verdankt ihr einen Großteil unseres Wohlstandes. "
Das sehe ich ganz anders, der Wohlstand ohne wäre größer (nur ein Stichwort: siehe Geld-Abfluss in die EU ohne Gegenwert/-Leistung, usw. würde aber jetzt den Rahmen sprengen).

"Ohne eine starke EU würden die europäischen Staaten zwischen China und den USA aufgerieben." Auch dies sehe ich anders, außerdem siehe mein anderer Kommentar, ich bin nicht grundsätzlich gegen eine EU. Eine reformierte EU könnte dies ebenso leisten.

"GB wird am Ende zu den Verlierern einer tumben Ideologie gehören - sin now, pay later...!"
Warten wir's ab und reden in ein paar Jahren wieder drüber.

08:38 von Giselbert

Sie haben zweifellos recht. In einigen Jahre wird man sehen wieviel Geld GB gespart hat. Aber auch wieviel Arbeitsplätze "gespart" wurden.

Same Procedure as Everytime

Es läuft gut für Boris Johnson. Wenn die Briten im Verlaufe ihrer langen Mitgliedschaft eines gelernt haben: In Brüssel wird immer lange verhandelt und am Ende gewinnen die Briten. Seit der Eisernen Lady Thatcher hat sich dieses Szenario bewährt und es war klar, dass Boris Johnson genau darauf erfolgreich setzt. Zum Schluss werden die Iren mit einer harten Grenze zum Norden und weggefallenen Fischfangrechten für den Brexit bezahlen. Die deutschen Unternehmen werden sich in den nächsten Jahren aber auch auf Dumping aus GB einstellen müssen.

08:38 von Giselbert Woher

08:38 von Giselbert

Woher haben Sie Ihre Glaskugel, ich bekomme nirgends eine ?? !!

Was hat man nicht alles versucht, Johnson zu diskreditieren?

Man hat ihn wahlweise in die Nähe Trumps oder Putins gerückt etc.

Auf die Stimmungslage und Motivation der Brexiteers war man im Establishment Kontinentaleuropas ebensowenig bereit einzugehen und zuzuhören, wie man nicht in der Lage ist die Motivation der Trump-Wählerschaft zu ergründen.

"Was die EU nicht so alles will"

08:18 von Karin Mustermann

Sie müssen ja auch nichts unterschreiben.
Die "EU" oder Boris Johnson bzw. dessen Vertreter auch nicht.

Man muss nur mit den Folgen leben ...

08:51 von Einfach

08:51 von Einfach Unglaublich

einfach unglaublich wie sich manch einer das alles " schön redet ".
Die Briten können sich aber auch nicht nur die " Rosinen " raus picken und für sich alles verlangen ohne etwas dafür zu geben .
Wenn schon " Augenhöhe " - dann richtig !!

@08:38 von Giselbert: viel Geld gespart

"In wenigen Jahren wird man sehen, dass der Ausstieg für GB ein Erfolg war und dass es das EU-Konstrukt für ein vernünftiges Miteinander nicht braucht und nebenbei noch viel Geld spart."

Das mit dem Erfolg müssen wir alle abwarten. Ich persönlich bezweifele das stark. Erst letzte Woche wurde berichtet, dass 2020 über 500 japanische Unternehmen ihren Hauptsitz von GB nach NRW verlagert haben und in GB nur noch kleine Büros behalten werden.

Die von Boris Johson versprochenen Zahlungen an den NHS, an Landwirte usw. übersteigen bei weiten das, was GB durch den EU Austritt einsparen wird. Also bleibt da auch kein Geld in der Kasse.

Heute früh wurde berichtet, dass der Corona Impfstoff ab Januar mit Militärmaschinen aus der EU nach GB gebracht werden soll, weil man sonst aufgrund der Zollabwicklungen die Kühlkette nicht aufrecht halten kann.

Auch so ein Erfolg des Brexit.

"Second-best" Option als Sieg von Ratio über Ideologie ...

Ein No-Deal Brexit schadet allen Beteiligten …

    sowohl den Briten als auch den EU-Staaten. Ersteren allerdings stärker. Wenn sich die Vernunft gegen
    die Hardliner, welchen den Brexit aus ideologischen Gründen wollen, durchsetzt, dann mildern sich
    die Folgen des EU-Austritts des UK für Unternehmen und Arbeitnehmer zumindest ab.
    Johnson weiß, dass er nicht einfach EU-Standards unterlaufen und dann trotzdem auf den Kontinent
    exportieren kann. Das muss er aber den Beton-Köpfen bei den Tories verkaufen

Logik statt Emotion

    In einer Welt, die sich weiter globalisiert und durch große Handelsblöcke, insbesondere in Asien und
    auf dem gesamten amerikanischen Kontinent geprägt wird, ist das Gewicht, das ein eine Staaten-
    Gemeinschaft wie die EU einbringt im Hinblick auf die Verhandlungsmacht logischerweise stärker.

zu spät

Die "last-minute"-Strategie sollte verlassen werde. Ein Hard-Brexit ohne Deal und eine neue Verhandlung nach dem Rückfall auf die WTO ist meines Erachtens die einzige Möglichkeit noch zu einem "anständigen" Ergebnis zu kommen, denn nur dann wissen beide Seiten wo sie ohne den anderen stehen und können fair verhandeln.
Augen auf und durch!

@ 09:51 von GeMe

"Die von Boris Johson versprochenen Zahlungen an den NHS, an Landwirte usw. übersteigen bei weiten das, was GB durch den EU Austritt einsparen wird."

Das ist schlichtweg falsch! UK war mit 6,8 Milliarden € zweitgrößter Nettozahler (NETTO: da sind die Zahlungen an die Landwirte schon längst abgerechnet).

Hohes Ross

Wer einer Gemeinschaft beitritt, oder Vereinbarungen mit einer Gemeinschaft machen will, muss die Regeln der Gemeinschaft anerkennen. Wer das nicht tut will die Gemeinschaft (zer-)stören.

Wer glaubt, der eine oder andere säße hierbei auf einem hohen Ross, hat nichts verstanden.

Brexit mit Johnson-Deal - Nein Danke.

Johnson muss Farbe bekennen?

Ist wohl eher so, dass die EU Farbe bekennen muss. Mir scheint, dass es von Seiten der EU das größere Interesse gibt einen Deal zu erreichen, nachdem man uns ein Jahr lang erzählt hat-wir bleiben hart-es wird keine Kompromisse geben-jetzt auf einmal doch? Jetzt auf einmal sind die britischen Fischgründe doch wichtig, will man die 40Mrd für gemeinsame EU-Projekte doch noch gerne von GB kassieren. Der Brexit ist der Anfang vom Ende der EU in ihrer derzeitigen Konstellation.

@ nie wieder spd, 08:47

“Ich könnte auf GB verzichten. Der Rest der Welt sicher auch.“

Ihre Sicht ist vergleichbar mit einer Sicht aus einer Froschperspektive.
Weil Sie meinen, persönlich aus GB nichts zu benötigen, wie vielleicht 'fish&chips and vinegar', bedeutet das keineswegs, dass sich das aus der “Vogelperspektive“ genauso verhält.
Um das hier auch nur ansatzweise aufdröseln zu wollen, würden die 1000 Zeichen nicht ausreichen.

Auf jeden Fall sollten Sie Ihr egozentrisches Weltbild ad acta legen, denn die Sonne dreht sich nicht um die Erde. :-)

@09:18 von bav: EU wird einknicken?

"Es wird so sein, dass es doch in letzter Minute zu einem Abkommen kommt, um die Interessen der Wirtschaft und Unternehmer zu wahren. Die EU wird einknicken und die Standards absenken -- Frankreich hat das ja bereits angedeutet."

Gerade heute früh wurde auf WDR5 zum Brexit berichtet, dass es nach einem Einknicken von Frankreich nicht aussieht. Im Gegenteil dazu hat Präsident Macron wohl schon angedeutet, dass Frankreich sein VETO gegen einen Vertrag einlegen wird, wenn die französischen Fischer keine Fangrechte für die britischen Gewässer erhalten.

Dazu macht man sich in der EU Verhandlungsgruppe überhaupt große Sorgen, denn der Vertrag muss einstimmig angenommen werden.
Sollte nur ein EU-Land nicht zustimmen, dann war es das mit einen Ausstiegsvertrag und wir bekommen den von B. J. gewünschten No-Deal-Brexit.

@Möbius 09:42 - "Diskreditierung" ist im Zusammen mit Johnson ..

... ein Kampfbegriff, der die in einer demokratischen Gesellschaft normale Kritik an den Regierenden diskreditieren soll. Nein, kein seriöses Medium hat Johnson diskreditiert, als es ihn mit seinen Widersprüchen und Falschaussagen konfrontiert hat. Von Trump gar nicht zu reden.

Das gilt für Johnson's

• Falschausage zur Höhe des britischen EU-Beitrags
• Versprechen, den EU-Beitrag in das NHS zu investieren
• mehr Polizei einzustellen
• ... you name it.

Der ganze Punkt ist einfach: Johnson nimmt es mit der Wahrheit genausowenig genau wie sein gegenwärtiges Alter Ego jenseits des Atlantiks.

Brexit

Ich vermute einmal, die EU und GB werden sich bis zum 31.12 noch nicht einigen. Dann werden halt wie in den Tarifverhandlungen die Uhren am 31.12. um 23:59 angehalten, dann hat man noch einmal unendlich viel Zeit zum Verhandeln.

Fischereirechte

Ich denke, die Briten werden nach wie vor nur den Teil fischen, der früher mal den 8% entsprach. Weil sie nicht mehr Bedarf haben und wegen zu hoher Erzeugerpreise auch nicht ins Ausland exportieren können.

Französische Fischer waren da wohl billiger. Egal was passiert: Der mögliche Verkaufspreis wird durch Angebot und Nachfrage reguliert. Es wird weniger Hering geben; der wird dadurch teurer und vielleicht rechnet sich das in UK, vielleicht auch nicht, weil dann durch Zölle ein Verkauf in EU unmöglich wird.

Damit wird wohl weniger Hering gefischt, der sich dadurch besser vermehren kann und dann auch aus den britischen Gewässern auswandern muss, um Nahrung zu finden. Dann können wieder andere Fischer was anlanden.

um 09:17 von Giselbert

Zitat:"Auch ich möchte nicht schwarz-weiß malen, eine EU finde ich nicht per se schlecht, aber nicht in dieser Form, sie bedarf einer Reform. "

Ja, so sehe ich das auch.
Aber ich bin Entwicklungsingenieur. Als solcher kenne ich Entwicklungen immer "Vom Primitiven über das Komplizierte hin zum Einfachen und Guten".
Ich hoffe, daß sich die EU unter dem Eindruck des Brexit da hin entwickeln wird.
Daß man wieder zur echten Subsidiarität zurückkehrt, aber einander in Krisen beisteht.

Brexit Berichterstattung

Erst wurde uns erzählt GB zahle gar nicht so viel EU-Beitrag, sondern im Gegenteil-über Subventionen würde mehr nach GB zurückfließen, als sie einzahlen.
Genau ein Jahr später soll Deutschland 8,5 Mrd. mehr EU Beitrag zahlen, da ja GB als Nettozahler ausfällt.

Na ja 8,5 Mrd-da kann man sich ja schon mal vertun-bei den Summen, mit denen die EU Kommission jongliert....

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/eu-beitrag-deutschland-1.4668581

Der mögliche No-Deal ist von London gewünscht.

Nein lieber Mainthal! Sonst wären die Briten schon lange vom Verhandlungstisch verschwunden. Die Briten suchen einen Sündenbock für ihre desaströse Politik - und der soll mit aller Macht und Hinterlist die EU sein.

Die Briten

haben nur rumgemeckert, wollten sich stets die Rosinen aus dem Kuchen picken, sind faktisch gesehen kein Nettozahler, wollten keine Migranten von Frau Merkel abnehmen, wollten kein Kindergeld nach Rumänien überweisen etc...
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All das hat man uns ja nun 2 Jahre lang serviert-warum verhandelt man dann plötzlich so fieberhaft.
Stimmt davon etwa irgend was nicht?

hoffentlich wird Johnson....

nicht schwach - er ist der einzige der sich jetzt noch gegen den Multilateralismus stellt

RE: 9:16 von qpqr27

Sie verdrehen das Ganze ein bisschen. Denn keiner hat den Briten verboten, in den eigenen Hoheitsgewässern zu fischen. Sie haben es nur nicht getan. Jetzt kenne ich mich bei Fischerei nicht aus, aber es kann zusätzlich noch sein, dass einige Firmen (vielleicht auch britische?) ohnehin lieber von Frankreich oder den Niederlanden aus operiert haben, weil es von dort leichter ist, den Fisch auf den Kontinent zu verteilen. Das ist ja das schöne am Binnenmarkt - letzten Endes ist es egal, was wo hergestellt / gefangen wird und von wem.

Jetzt muss man eben neu denken. Und sich auf teureren Fisch einstellen. Das ist schade, aber nunmal nicht zu ändern. Deswegen Standards aufzuweichen fände ich nicht richtig. Und auf hohen Fischfangquoten zu bestehen, finde ich auch nicht richtig. Eher die Zölle auf Hering senken. Ich kann den Frust der Bretonen natürlich verstehen. Aber dass es bei Brexit auf vielen Seiten Verlierer geben würde, war ja klar...

@von paganus65 um 08:38 von Giselbert

Schengen ist eine der Errungenschaften, die den Bürgern der EU zum direkten Vorteil gereicht. Ohne EU und Schengen würden sie für alle Staaten ein Visum beantragen müssen, eine ziemliche Rennerei von Konsulat zu Konsulat.
Der Zentralismus findet dort statt, wo die Staaten einstimmig beschlossen haben, dass Dinge gemeinsam geregelt werden müssen/sollen. Es geht um einheiltliche Regeln und damit (hoffentlich) gleiche, bessere Lebensbedingungen für alle.
Solche Prozesse sind z.T. langwierig und mit vielen Kompromissen verbunden, aber lohnenswert.
GB will nicht mehr mitmachen, aber die ganzen vertraglichen Regelungen müssen ja irgendwie gelöst und vernünftig geregelt werden. Das war viel Arbeit und bis auf wenige Knackpunkte scheint das ja auch gelungen zu sein. Leider ist einer der Knackpunkte die innerirische Grenze, die nach Willen der Befürworter eines harten Brexit wieder eine feste Grenze werden wird, wenn es keine Regelungen gibt, und die scheinen in London nicht gewollt.

@ paganus65, um 08:58

“Ich könnte gut auf die EU verzichten.“

“Ihr sprecht ein großes Wort gelassen aus!“

Da bewundere ich beinahe Ihre Meinung, denn ich wäre nicht ansatzweise in der Lage, zu beurteilen, ob ich durch die EU mehr Vor- bzw. Nachteile habe oder umgekehrt.

So pickt man sich gern das subjektiv Augenfälligste heraus, und: Schwupps, ist die EU verzichtbar.
Ich denke, ganz so einfach ist das Ganze nicht, deshalb sollte man es sich auch nicht ganz so einfach mit der eigenen Sichtweise machen.

Ich möchte z. B. höchst ungern wieder mit 6 oder 7 Währungen im Gepäck durch Europa reisen, wie ich das vor Gründung der EU gemacht habe; doch das allein ist umgekehrt auch kein hinreichender Grund, die EU deshalb für unverzichtbar zu halten.

Am 07. Dezember 2020 um 08:32 von Deutscher Waehler

Die EU sollte harten Kurs fahren und sich nicht von Johnson gängeln lassen.
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Wenn die EU in der Position wäre einen harten Kurs zu fahren, würde sie das ganz sicher tun.
Sieht im Moment nur so aus, als hätte die EU bei einem "No Deal" mehr zu verlieren als GB - oder warum wird so plötzlich fieberhaft verhandelt?

@09:42 von Möbius

>Auf die Stimmungslage und Motivation der Brexiteers war man im Establishment Kontinentaleuropas ebensowenig bereit einzugehen und zuzuhören, wie man nicht in der Lage ist die Motivation der Trump-Wählerschaft zu ergründen.<

Zum Paartanz gehören Zwei.
Die Brexiteers Jonson und Trumpwähler etc nutzen die Motivation, Meinung und Position der nicht-Brexiteers und nicht Trump oder Jonson Wähler ja höchstens um dagegen zu sein. Das ist zwar an sich schon sehr vorhersagbar, was die Planung erleichtert, macht zuhören aber obsolet. Von Kommunikation will man garnicht erst anfangen: Brexiteers, Jonson und Trumpwähler und ihre Äquivalente hier strahlen ja nicht gerade durch Offenheit sondern fordern schlicht die Überhahme ihrer Position durch die deren Position sie nutzten um sich ihr durch Umkehrung entgegenzustellen. Etwas das natürlich nicht passieren wird; was als Beweis dafür genutzt wird das niemand auf sie eingeht...
So kommt man nie aufs Parket.

@ Tremiro, um 09:36

re 08:13 von sonnenbogen

Ich darf (ironisch selbstverständlich) ergänzend spekulieren:

Nur um die EU zu schädigen wird Trump noch vor seinem Abtritt mit GB ein Handelsabkommen schließen, selbst wenn es aus Sicht der USA “unfair“ wäre.

Nicht für Fisch

Man kann doch nicht im Ernst so einen Handelsvertrag wegen der Interessen von ein paar Fischern platzen lassen. Da muss sich auch nicht Herr Johnson bewegen, sondern die EU. Sollen die französischen Fischer doch in der Biskaya fischen.

Am 07. Dezember 2020 um 08:47 von nie wieder spd

Aber wenn das Problem der Fischereirechte immer wieder genannt wird, könnte mal erklärt werden, warum französische Fischer in britischen Gewässern fischen und warum das nicht britische Fischer tun?
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Dann erkläre ich mal kurz:
Die EU Kommission legt fest, wie viele Fische jedes Land in den EU-Gewässern fangen darf-GB darf entsprechend in seinen eigenen Hoheitsgewässern 8% der (ebenfalls von der EU Kommission festgelegten) Fangquote fangen.
Französische Fischer dürfen in GB Gewässern 60% der Fangquote fangen, polnische 12 %, deutsche 10%-etc...
Nur die Briten sitzen ganz hinten im Bus.
Im Gegenzug erlaubt die EU GB 100% der Fangquote in österreichischen Hoheitsgewässern zu erbeuten.

Gespräche abbrechen

Ich befürchte, dass die EU aus wirtschaftlichen Gründen nachgeben wird. Das sollte man jedoch nicht machen, wenn man die EU weiterhin bestehen lassen will. Deshalb ist es notwendig, die Gespräche abzubrechen.

@10:14 von Taeler: Uhren angehalten

Die Uhren anzuhalten, wie Sie schreiben, wäre kein Problem. Dazu müsste B. J. nur einen Antrag stellen und der würde sicher angenommen. Allerdings würde sich B. J. dann komplett unglaubwürdig machen, denn er hat mehrfach betont, dass es keine Verlängerung mehr geben wird.

um 10:24 von StepHerm

Zitat:"Schengen ist eine der Errungenschaften, die den Bürgern der EU zum direkten Vorteil gereicht. Ohne EU und Schengen würden sie für alle Staaten ein Visum beantragen müssen, eine ziemliche Rennerei von Konsulat zu Konsulat."
Nun ja, ich erinnere mich, als ich ein Kind war, da sind wir immer nach Frankreich in den Urlaub gefahren. Siebziger Jahre.
Wir brauchten kein Visum und an der Grenze war es sehr einfach, höflich, Gruß und durch.
Und zu dieser Zeit waren in der Bretagne noch in manchen Kleinstädten die Einschußlöcher deutscher MGs in Häusern zu sehen. Erst war Versöhnung, dann Schengen.
Ich bin VOR Schengen mit den Eltern durch ganz Europa getingelt, danach mit meiner Freundin. Ein Visum habe ich nur in den Ostblock gebraucht. Selbst als ich nach Namibia bin, habe ich kein Konsulat gebraucht. Und Namibia ist nicht im Schengenraum.
Und: Ich sage nur, daß ICH Schengen nicht brauche. Ich habe aber nichts dagegen. Sehe es nur als keine so große Last in Bezug auf GB an.

@ 08:51 von Einfach Unglaublich

Nein, UK ist kein Vasallenstaat. Wenn aber UK wie bisher ohne Zölle in der EU verkaufen möchte, so darf sie keine Dumping-Preise anbieten, die dadurch möglich werden, dass in der EU unzulässige Subventionen oder Mitarbeiterkonditionen angewendet werden. Genau das will UK aber - im EU-Binnenmarkt verkaufen aber sich dabei Vorteile verschaffen, die bei uns Arbeitsplätze kosten. Die britischen Arbeitnehmer werden nach dem Brexit froh sein, wenn sie noch einen Job haben und alles akzeptieren, was die Oberschicht ihnen aufbürdet. Zudem ist UK bekannt dafür, Verträge sehr kreativ auszulegen. Nicht nur jetzt bzgl. der irischen Grenzregelung, sondern auch früher. Z.B. hat man es nie für nötig befunden, selbst auch nur die Schmalspurverbraucherschutzregeln für Versicherungen, die die Briten der EU aufgezwungen haben, im eigenen Land umzusetzen, was Milliardenverluste für die Verbraucher bedeutet hat, die UK bis heute nicht ausgeglichen hat.

@ 10:33 von harry_up

Wenn Trump noch einen Handelsvertrag mit UK vor dem 20.1. hinbekommen möchte, muss er aber aufhören, den ganzen Tag Golf zu spielen. So ein Vertrag wird über Monate wenn nicht Jahre ausgehandelt und hat Tausende von Seiten, da mehr oder weniger für jedes betroffene Produkt eigene Regelungen getroffen werden müssen. Außerdem müssten die Verträge auch noch ratifiziert werden, bis Trump weg ist, das ist gar nicht mehr zu schaffen.

GB ist souverän - aber muss sich schon entscheiden...

Ein Handelsabkommen mit den USA verhandelt sich nicht über Nacht. Und ob ein solches Abkommen auf Augenhöhe verhandelt wird, auch mit einer neuen Administration, wage ich zu bezweifeln. Solange sich die Standards der USA und der EU stark unterscheiden, werden sich die Briten entscheiden müssen - gehen sie einen Handelsvertrag mit den USA ein u akzeptieren bestimmte amerikanische Standards wird zwangsläufig der Handel mit der EU darunter leiden. Das hat rein gar nichts damit zu tun, dass die EU die Souveränität GBs nicht akzeptieren würde. Es gibt nunmal Standards hier u die müssen eingehalten werden, wenn man in die EU importieren will. Wenn man diese auf nationaler Ebene ändern will (z.B. beschliesst, dass man mehr Pestizide einsetzen darf), dann muss man damit leben, dass man diese Produkte eben nicht mehr in die EU verkaufen kann. Das ist dann Teil der souveränen Entscheidung. Von der EU zu verlangen, dann die EU Standards zu ändern, weil es anders doch gemein wäre ist hanebüchen.

@ Hanno Kuhrt, um 10:29

Glauben Sie, Boris Johnson bzw. sein Unterhändler säßen auf der Relaxliege und hätten weniger zu verlieren als die EU?

Bei allem Respekt für Ihre EU-Skepsis...

@ qpqr27 10:21 - Der "Multilateralismus" ist globale Realität ..

... weil er

• stärkere Synergien als ein ineffizientes Kartesisches Produkt von Einzelrelationen generiert
• als "regelbasiertes System" vs. "Dealmaker Attitüde" für größere Entscheidungssicherheit aller Beteiligten steht.

Die Welt wird sich weiter in diese Richtung bewegen. Wer zuspät kommt oder abgehängt wird, "den bestraft das Leben."

Statt sich auszuklinken wäre die bessere Strategie für die EU, zusammen mit den USA einen multilateralen Block zu bilden, der in der Lage ist, Verhandlungsmacht für die globale Einhaltung von Standards in den Bereichen

• Umwelt
• Verbraucherschutz und Gesundheit
• Arbeitnehmerrechte
• Produktsicherheit
• Währungssicherheit
• Marktwirtschafltiche Regeln vs. Abschottung und IP-Klau

einzubringen. Zwerge haben in dieser Welt nichts zu bestellen.

um 10:26 von harry_up

Zitat:"So pickt man sich gern das subjektiv Augenfälligste heraus, und: Schwupps, ist die EU verzichtbar."
Nun ja: Die EU ist verzichtbar, hinter die EG möchte ich nicht zurück.
Frieden und Zusammenarbeit sind auch nicht verzichtbar. Aber es muß nicht DIESE Form sein, die für viele zu zentralistisch ist. Es wird sich entwickeln...
Zitat:"Ich möchte z. B. höchst ungern wieder mit 6 oder 7 Währungen im Gepäck durch Europa reisen, wie ich das vor Gründung der EU gemacht habe"
EURO ist nicht EU. Und: Ich habe selbst in den USA keinen Dollar gebraucht. Meine EC-Karte reicht. Bei Ihnen nicht? Und ich bin jedes Jahr in Schweden und Dänemark. Beide nicht im Euro. Kronen habe ich nie. Selbst an der Parkuhr geht die Karte.
Ich sage ja: Es muß nicht DIESE Zusammenarbeit sein. Hauptsache, man rauft sich zusammen und arbeitet zusammen.
Und ja: Das spreche ich gelassen aus... Frieden ist immer gut, oder? Und Wenn die EU zu Streit führt, wird sie durch das nächst bessere ersetzt werden.

warum immer noch an diesem...

Barnier als Chefverhandler festgehalten wird, obwohl der noch nie irgendwas erreicht hat ist ein weiteres Geheimnis von dem man nicht mal weis wer es verraten könnte

/// Am 07. Dezember 2020 um

///
Am 07. Dezember 2020 um 10:29 von Hanno Kuhrt
...
Wenn die EU in der Position wäre einen harten Kurs zu fahren, würde sie das ganz sicher tun.
Sieht im Moment nur so aus, als hätte die EU bei einem "No Deal" mehr zu verlieren als GB - oder warum wird so plötzlich fieberhaft verhandelt?///
.
Dem ist nicht so. GB's Exporte gehen etwa zur Hälfte in die EU. Die Exporte der EU nach GB liegen bei etwa 10%. GB wird sehr viel mehr verlieren als die EU.

Der Brexit wird die EU Schwächen

Und es wird Folgen haben.

VdL hatte eine Antrittsrede gehalten, die sehr stark den geopolitischen Anspruch der EU unterstrichen hat.

Ich brauche so etwas nicht, genausowenig wie eine nur vorgeblich demokratische Direktwahl von Kandidaten zum EU Kommissionspräsidenten.

Großbritannien hat recht mit seiner fundamentalen Kritik an der EU.

@Autograf 10:43 -Sachlich auf den Punkt gebracht ...

"Wenn aber UK wie bisher ohne Zölle in der EU verkaufen möchte, so darf sie keine Dumping-Preise anbieten, die dadurch möglich werden, dass in der EU unzulässige Subventionen oder Mitarbeiterkonditionen angewendet werden. Genau das will UK aber - im EU-Binnenmarkt verkaufen aber sich dabei Vorteile verschaffen, die bei uns Arbeitsplätze kosten"

Bei allem Verständnis für auf den eigenen Vorteil bedachte Verhandlungspositionen der Johnson-Regierung: an dieser Grenze ist Schluss.

Noch einen schönen Tag !

EU und Großbritannien: High Noon im Brexit-Streit....

Es zeigt sich, daß offenbar die EU (von der Leyen) viel mehr an einem Abkommen interessiert ist, als daß britische Establishment. Da stellt sich die Frage warum das so ist. Geht es da ausschließlich um die französische Fischerei ?
Oder nicht vielmehr darum, daß die Regeln der EU auch weiter für Großbritannien gelten sollen ? Also keine Zölle oder staatliche Industrieförderung in Großbritannien.

10:21 von qpqr27

«hoffentlich wird Johnson....
nicht schwach - er ist der einzige der sich jetzt noch gegen den Multilateralismus stellt.»

Und weil er ja so strikt gegen "Multilateralismus" ist. Hat er (mittels Unterhändlern) auch hurtig mit Japan verhandelt, damit GB das Freihandelsabkommen der EU mit Japan auch nach dem Brexit für das UK alleine erhalten bleibt. Ist mit marginalen Abstrichen auch gelungen.

Dies alleine wird aber nicht ausreichen, um mittelfristig die japanischen Autohersteller mit Europasitz im UK zu halten. Allen voran Toyota als den größten unter denen. Aber nicht der einzige ist das. Viele Arbeitsplätze im UK. Die Hersteller fertigen fast alle PkW & Co. für den Markt in Europa im UK.

Noch tun sie dies …
aber erste weitere Produktionskapazitäten in DEU wurden schon errichtet.

Englisch als Sprache reicht nicht, um die Japaner im UK zu halten.
Wenn sie ihre PkW dann beim Export von GB in die EU verzollen müssen.
Was Konkurrenten VW & Co. nicht müssen.

Unilateralismus halt …

@Der Lenz 10:32 Uhr: das ist Blödsinn

Mit Verlaub, Sie meinen allen Ernstes die Brexit Voter oder Trump Wähler seien allesamt nur Querulanten die „gegen“ „alles“ seien, weil sie nicht verstünden „wie gut“ es der Mainstream mit ihnen meint?

Ich bitte Sie !

Das ist mehr als naiv oder es ist polemisch.

/// Am 07. Dezember 2020 um

///
Am 07. Dezember 2020 um 10:20 von Hanno Kuhrt
...warum verhandelt man dann plötzlich so fieberhaft....///
.
Weil es ein Zeitlimit bis Ende diesen Jahres gibt.

@10:29 von Hanno Kuhrt

"Wenn die EU in der Position wäre einen harten Kurs zu fahren, würde sie das ganz sicher tun."

Die EU denkt eben ein bisschen weiter als B.J.

Nehmen Sie z.B. die Versorgung mit Medikamenten.

Tausende Medikamente die in GB bzw. in der EU verwendet werden, wurden nur in einem EU-Land zugelassen und durften aufgrund des EU-Rechtes in allen EU Ländern verwendet / verkauft werden.

Mit dem Brexit müssen alle diese Medikamente entweder in GB oder in der EU neu zugelassen werden. Das betrifft in der EU ca. 3600 Medikamente in GB sind es aber wesentlich mehr. Dies wird einige Zeit brauchen, vor allem weil es in GB im Gegensatz zur EU nur eine Zulassungstelle gibt.

Z.B. hat GB keine eigene Insulin Produktion. Da machen sich Diabetiker schon große Sorgen.

Aber vielleicht gibt es dann ja auch Notzulassungen wie beim Covid-19 Impfstoff.

Am 07. Dezember 2020 um 10:51 von Werner40

Wenn die EU in der Position wäre einen harten Kurs zu fahren, würde sie das ganz sicher tun.
Sieht im Moment nur so aus, als hätte die EU bei einem "No Deal" mehr zu verlieren als GB - oder warum wird so plötzlich fieberhaft verhandelt?///
.
Dem ist nicht so. GB's Exporte gehen etwa zur Hälfte in die EU. Die Exporte der EU nach GB liegen bei etwa 10%. GB wird sehr viel mehr verlieren als die EU.
-------------------------------------
Woher wissen sie das-von den selben Experten, die ausgerechnet haben, dass GB viel mehr Subventionen erhält, als es EU-Beiträge zahlt?
Dann muss Deutschland ab kommendem Jahr wohl auch nicht 8,5Mrd mehr EU Beitrag zahlen, um die britischen Nettobeiträge zu kompensieren-weil eigentlich sparen wir ja nur, wenn die Briten gehen.

@ Hanno Kuhrt, um 10:16

“Erst wurde uns erzählt GB zahle gar nicht so viel EU-Beitrag, sondern im Gegenteil-über Subventionen würde mehr nach GB zurückfließen, als sie einzahlen.“

Woher haben Sie dieses Ammenmärchen?
Die Brexitbefürworter haben den Menschen irgendwas vorgelogen, dass GB jede Woche(!) mehrere hundert Millionen an die EU zahlen würden.
Letztlich stellte sich heraus, dass GB tatsächlich immer ein Nettozahler war und ist, jedoch “nur“ etwas mehr als 1 % seines Haushaltes zahlt.

Dass Deutschland nach dem Brexit mehr zahlen werden muss, war auch von Anfang an klar, das kommt keineswegs überraschend.

Ihre Ironie ist also unangebracht.

Ich finde,......

man sollte sehr vorsichtig sein bei der Antwort, wem ein harter BREXIT mehr schaden würde, der EU oder dem UK. Genau sagen können das nicht einmal die diversen Interessenverbände oder Journalisten, die meist auch nur die Wirtschaftszeitungen durchblättern. Johnson fürchtet die Rache der Fischer und der Anhänger von "Britain rules the waves", während Macron vor den bretonischen Fischern zittert, obwohl beide wissen, daß der Fischfang angeblich nur 1% der gesamten Wirtschaftsleistung ausmacht. Gleiches gilt für nordirische Wurtswaren etc. Wichtig ist, ob die EU auf die Einhaltung der Qzalitätsstandarts in allen Bereichen besteht!

/// Am 07. Dezember 2020 um

///
Am 07. Dezember 2020 um 10:50 von qpqr27
warum immer noch an diesem...

Barnier als Chefverhandler festgehalten wird, obwohl der noch nie irgendwas erreicht hat ist ein weiteres Geheimnis von dem man nicht mal weis wer es verraten könnte///
.
Weil er ein kompetenter Verhandler für diese Angelegenheit ist und das Vertrauen von 27 EU-Mitgliedsstaaten geniesst.

um 10:24 von StepHerm

Zitat:"Schengen ist eine der Errungenschaften, die den Bürgern der EU zum direkten Vorteil gereicht. Ohne EU und Schengen würden sie für alle Staaten ein Visum beantragen müssen, eine ziemliche Rennerei von Konsulat zu Konsulat."
-------------------------------------------
So ein Quatsch-den visafreien Grenzverkehr zwischen fast allen heutigen EU-Staaten gab es schon lange vor Schengen und der EU.

///Am 07. Dezember 2020 um

///Am 07. Dezember 2020 um 10:21 von qpqr27
hoffentlich wird Johnson....
nicht schwach - er ist der einzige der sich jetzt noch gegen den Multilateralismus stellt///
.
Nationalismus verhindert Wohlstand.

@ Autograf, um 10:45

Sie haben natürlich Recht.
Das war mir ebenso klar, drum hatte ich meinen Kommentar auch mit “ironisch“ versehen.

Am 07. Dezember 2020 um 10:38 von Kritikstar

Ich befürchte, dass die EU aus wirtschaftlichen Gründen nachgeben wird. Das sollte man jedoch nicht machen, wenn man die EU weiterhin bestehen lassen will. Deshalb ist es notwendig, die Gespräche abzubrechen.
----------------------------------------------
Die EU ist in erster Linie eine Wirtschaftsgemeinschaft und natürlich muss sich auch die EU bewegen, um einen Austrittsvertrag zu erreichen-es ist ja der Sinn von Verhandlungen einen Kompromiss zu finden.
Gibt keiner nach, gibts keinen Vertrag.

Französische Europapolitik.

Mich erstaunt die sehr einseitige französische Haltung in Bezug auf Fischereirechten. Insbesondere die Unbeweglichkeit ihrer Diplomatie. Wenn die Britten bislang nur zu 9% ihre Rechte wahrgenommen haben ist hier wohl deutlich mehr Beweglichkeit angesagt, zu mehr die Franzosen anscheinend zu 80% der einseitige Vorteilerhascher sind.
Etwas mehr französische Beweglichkeit in der übrige EU Politik täte sowie Europa gut. Vielleicht könnte hier etwas mehr drüber berichtet werden.

Diffamierung als Machtpolitik ?

Also ich habe so viele ARD Reportagen gesehen, die versucht haben die Brexiteers als weltfremde Spinner hinzustellen das es mir wirklich schwerfällt den ÖR Medien Objektivität zuzuschreiben.

London pokert bis zur letzten Sekunde ...

.. denn sie wissen: Am Ende wird die ängstliche EU wieder einknicken. Das hat sie nicht nur schon immer gemacht, sie werden es auch zukünftig tun. Als nächstes in Sachen Polen und Ungarn ... die dreist die EU erpressen und in den finanziellen Stillstand treiben.
England hat in der EU bekanntlich immer "Extrawürste" bekommen. Und sie werden sie noch nach ihrem Austritt bekommen.
Außer ein EU- Mitglied hat das Kreuz "nein" zu diesem Kuhhandel zu sagen ... .
Zugeständnisse werden Nachahmer produzieren ... Italien steht da meiner Meinung nach ganz weit vorne...

@10:49 von paganus65: EU zentralistisch

"Frieden und Zusammenarbeit sind auch nicht verzichtbar. Aber es muß nicht DIESE Form sein, die für viele zu zentralistisch ist. Es wird sich entwickeln..."

Die EU ist eine Ewigkeit vom Zentralismus entfernt. Gäbe es diesen Zentralismus, dann wäre manches einfacher.

Z.B. könnte die EU Steuergesetze erlassen, an die sich die Mitgliedsstaaten halten müssten.

Leider ist das Gegenteil vom Zentralismus die Realität. In allen wichtigen Fragen müsse 27 EU-Regierungen ihre Zustimmung geben. Das führt regelmäßig dazu, dass der kleinste gemeinsame Nenner das Ergebnis bestimmt.

Wie man das dann Zentralismus nennen kann, erschließt sich wohl nur den Eingeweihten.

Fischer?

Wer über Fischer redet, löst ganz romantische Vorstellungen aus, vielleicht vom Fischkutter, auf dem gemütliche Männer mit einfachen Methoden einige kg Fisch entnehmen. In Wirklichkeit handelt es sich auf beiden Seiten um industrielle Fischfang-Flotten, die auf extrem nicht-nachhaltige Weise die letzten Bestände für unsere Hedonistenbäuche plündern. Fischer? Kaum.

@ um 09:16 von qpqr27

"eine Fischfangquote....
von 8 % in den eigenen Hoheitsgewässern ! da kann man mal sehen wie ungerecht das ganze war....."
.
Durch verkürzte Wiedergabe und verändern von Tatsachen kann man natürlich auch Stimmung machen.
"Premier Johnson … Die Zeiten, da französische Kutter zum Beispiel über 80 Prozent des Kabeljau im Ärmelkanal für sich reklamierten und der Anteil der britischen Fischer bei gerade mal neun Prozent lag, sind ab dem 1. Januar endgültig vorbei."
9 % sind nicht 8 % und wenn Sie sich den Ärmelkanal ansehen, dann stellen Sie fest, dass weit mehr als die Hälfte der Wasserfläche französisches Fischereigebiet ist. Im Ausgleich hatten die Briten dafür auch andere Vorteile. Es kommt ja nicht von ungefähr, dass die deutschen milliardenschwere EU-Nettozahler sind, über unsere Exporte holen wir das dicke wieder rein. Aus dem Zusammenhang gerissene Zahlen sagen nichts.

@Möbius um 10:59

> Sie meinen allen Ernstes die Brexit Voter oder Trump Wähler seien allesamt nur Querulanten die „gegen“ „alles“ seien,<

Nein, nicht "alles" sondern explizit gegen das "wofür" ihr Feindbild zu stehen scheint.

Dieses Feindbild führen sie ja im nächsten Teilsatz an:

>weil sie nicht verstünden „wie gut“ es der Mainstream mit ihnen meint?<

Der Mainstream, auch das Establishment genannt.
Unter diese Worthülse fassen sie dann alle anderen zusammen, egal wie spinnefeind diese anderen einander sind wodurch auf rein rhetorischem weg die Position des "Aufrechten Rebellen" erschaffen wird:
Eine Position die Jeder Teenager mit Herz zumindest zeitweise überzeugt sein eigen nennt, was etwas ist wo man auch bei Rentnern noch andocken kann. Das klappt großartig, vor allem gegen Positionen die der Rest teilt, was ja beweist dass die alle dasselbe sind, also Sachen wie Schwerkraft, Medizinische oder Atmosphärische Notwendigkeiten, oder transnationale Cooperation...
Da ist Musik drin, und Geld!

@harry_up, 10:33 (re @Tremiro um 09:36/re 08:13 von sonnenbogen)

"Nur um die EU zu schädigen wird Trump noch vor seinem Abtritt mit GB ein Handelsabkommen schließen, selbst wenn es aus Sicht der USA “unfair“ wäre"

Bitte lesen Sie dazu die Antwort von 09:35 von @MRomTRom (ebenfalls auf den Kommentar von sonnenbogen von 08:13).

„Die Stimmung in Brüssel ist düster“

Die in Großbritannien vermutlich nicht minder. Jedenfalls unter der großen Mehrheit der „ganz normalen“ Bürger, die selbst zusehen müssen, wie sie weiter klarkommen.

10:50 von qpqr27

>>warum immer noch an diesem...
Barnier als Chefverhandler festgehalten wird, obwohl der noch nie irgendwas erreicht hat ist ein weiteres Geheimnis von dem man nicht mal weis wer es verraten könnte<<

Weil er offensichtlich erfolgreich verhandelt.
Er hat erreicht dass sich die EU nicht von Johnson über den Tisch ziehen lässt.
Das sollte Sie als (vermutlicher) EU-Bürger erfreuen.

13:38, Der Lenz

>>Der Mainstream, auch das Establishment genannt.
Unter diese Worthülse fassen sie dann alle anderen zusammen, egal wie spinnefeind diese anderen einander sind wodurch auf rein rhetorischem weg die Position des "Aufrechten Rebellen" erschaffen wird:
Eine Position die Jeder Teenager mit Herz zumindest zeitweise überzeugt sein eigen nennt, was etwas ist wo man auch bei Rentnern noch andocken kann. Das klappt großartig, vor allem gegen Positionen die der Rest teilt, was ja beweist dass die alle dasselbe sind, also Sachen wie Schwerkraft, Medizinische oder Atmosphärische Notwendigkeiten, oder transnationale Cooperation...
Da ist Musik drin, und Geld!<<

Klasse. Besser kann man die Sache gar nicht auf den Punkt bringen.

Oder wie ein Mitforist es immer wieder ausdrückt: Ich könnte es nicht in so schöne Worte kleiden.

08:38 von Giselbert

Ach ja, alles richtig?
Wohl kaum, wenn GB jetzt schon Versorgungsengpässe verzeichnet.
No Deal bedeutet Isolation und der Deal mit den USA dürfte sich unter den gegebenen
Umständen (Trump ist weg) als Traum entpuppen - Biden war immer gegen den
Brexit!

08:51 von Einfach Unglaublich

Es ist wieder mal einfach unglaublich
was sie da zum Besten geben.
Sie verkennen die Tatsache, dass die EU
der grösste Binnenmarkt ist und UK im Vergleich ein kleiner Fisch.
Zudem vergreifen sie sich im Ton, es gibt in
Europa keine Vasallenstaaten, jedes Land ist
souverän und hat in der EU ein verbrieftes
Stimmrecht.
Und UK FREI? Wohl kaum, sie sind sowohl von Export als auch von Import ABHÄNGIG und somit auf Gedeih oder Verderb auf die EU angewiesen da 46% ihrer Exporte in die EU gehen. Erst mal die Fakten betrachten und sich nicht in wilden Behauptungen ergehen.

10:43 von Autograf

BRAVO!!!

11:10 von Werner40 an 10:21 qpqr27

"Nationalismus verhindern Wohlstand".
Richtig, kann man in den USA gut sehen.

13:44 von Nettie

die selbst zusehen müssen, wie sie weiter klarkommen.
.
kommen die Schweizer nicht klar,
haben die Norweger Probleme ?
Traurig dass uns die Briten verlassen
aber die werden sicherlich, für sie, gewichtige Gründe haben, sich zu trennen,
ebenso wie wir oder die Ungarn in der EU zu sein

@08:47 von nie wieder spd

>> könnte mal erklärt werden, warum
>> französische Fischer in britischen
>> Gewässern fischen

Also, den Briten steht an ihrer Südküste die 12-Meilen-Zone zu, genauso wie den Franzosen an ihrer Nordküste. Aber der Ärmelkanal ist halt keine 24 Meilen breit, dadurch überschneidet sich das.

Soll heißen, es sind GLEICHZEITIG britische und französische Gewässer. -.-

14:09 von B. Pfluger - BRAVO!

Sie haben alles kurz und deutlich zusammengefasst und es auf den Punkt gebracht. Alleine wird UK ein kleiner Spielball zwischen den großen Märkten werden. Und auch die (schlechte) Idee einer Steueroase wird UK nicht vor massivem wirtschaftlichen Schaden bewahren, denn die gibt es längst und sind bereits jetzt viel größer, als es UK jemals schaffen könnte. Der britische Stolz verkam mehr und mehr zum Irrwitz und Nationalismus. Und das ist in der heutigen Zeit immer der Totengräber des Wohlstandes, denn wir leben weder im viktorianischem Zeitalter, noch im zaristischen (wie es jene Worthülsendrescher, die ständig von "Vasallenstaat in der EU" fabulieren) von sich geben. Es ist genau genommen ein Paradebeispiel für das was geschieht, wenn aus innenpolitischen Gründen ständige Desinformationen zur scheinbaren Rückkehr ins alte, damalige System folgen soll. UK war nie mächtiger und selbstbestimmter, als innerhalb eines der größten Wirtschaftszonen dieser Erde.

10:53 von Möbius

Sie geniessen alle Vorteile der EU wie z.B.
freier Person- und Warenverkehr.
Jeder Bürger der EU kann sich in jedem EU Land nieder lassen, wenn er das möchte, was schon seit langem viele Deutsche Rentner machen, die in Frankreich oder Spanien leben.
Im Übrigen ist kein Staatenbündnis
perfekt, aber die EU hat über Jahrzehnte
viel für ihre Bürger getan.

@08:48 von Jan Petersen

>> • die Fischer der EU haben ein schweres
>> 2021 vor sich (Pluspunkt für GB)
Ähh, das strittige Gebiet ist <500 km². -.-

>> • Irland wird zum Terrorhotspot werden
>> (Malus GB), wer weiß, vielleicht gibt es ja
>> doch ein Referendum für einen greenExit...
Und die EU steht auf der Seite der Iren! oO

@11:07 von Hanno Kuhrt um 10:24 von StepHerm

"So ein Quatsch-den visafreien Grenzverkehr zwischen fast allen heutigen EU-Staaten gab es schon lange vor Schengen und der EU."

Lag dann wohl an Verträgen zwischen den Staaten. Aber die Briten wollen ja alles ohne Vertrag machen ...

14:20, Sisyphos3

>>13:44 von Nettie
die selbst zusehen müssen, wie sie weiter klarkommen.
.
kommen die Schweizer nicht klar,
haben die Norweger Probleme ?<<

Sowohl die Schweizer als auch die Norweger sind den Regeln der EU unterworfen. Sonst könnten sie gar nicht am EU-Binnenmarkt teilnehmen. Was sie tun.

Sie können diese Regeln allerdings nicht mitbestimmen.

Das wurde hier schon so oft geschrieben, daß Sie es eigentlich wissen müssten.

Die Brexit-Gründe basieren auf Desinformationen

und diese Fallen den Briten nun mehr und mehr auf die Füße. Und die Desinformationskampagne gegen Europa begann bereits unter Margret Thatcher, die Print-Medienlandschaft tat ihr übriges. So ist das, wenn der seit Jahrzehnten EU-weit brutalste Neoliberalismus sich hinter Lügen und Ausreden flüchtet (Europa ist an allem Schuld), um nicht klar als die eigentliche Ursache des Niedergangs Großbritanniens, seiner Infrastruktur und Gesellschaft zu sehen. Wir sind auch in der EU und uns geht es gut. Das hat aber Gründe, genau wie es Gründe hat, das Estland als leuchtendes Beispiel dasteht oder es auch den Niederländern nicht sonderlich schlecht geht. Wer seine Hausaufgaben nicht machen will, und ständig abschreibt oder die Fehler bei anderen (Brüssel) sucht, der fällt auf die Nase. Und genau das passiert gerade mit Großbritannien. Ich hoffe nur für die vielen Millionen pro-EU-Briten, das auch ihre Zeit irgendwann kommt, und Großbritannien wieder ein Teil der EU wird

14:32 von fathaland slim

Sie können diese Regeln allerdings nicht mitbestimmen.
Das wurde hier schon so oft geschrieben, daß Sie es eigentlich wissen müssten
.
denke das weiß jeder hier !
auch wenn sie es nicht zum xten Mal bringen

und was widerspricht das meiner Aussage
die Schweizer und Norweger kommen ohne EU Mitgliedschaft zurecht
die zahlen eben "ihren" Preis

@08:54 von uwtra

>> Deshalb ist mir eine schwerfällige EU
>> lieber, als ein schwaches Land, was sich
>> nicht behaupten kann.

Sie schreiben mir aus dem Herzen!

14:20 von Sisyphos3

Die Schweiz und Norwegen haben bilaterale Verträge mit der EU, die Briten jedoch nicht.
Also kein Wunder, dass sowohl die Schweiz als auch Norwegen "klar kommen".
Selbst wenn die Briten solche Verträge abschliessen könnten würde es Jahre dauern bis die in Kraft treten und bis dahin ist das
Land bei einem harten Brexit völlig auf sich allein gestellt - mit üblen Folgen.
Ihr Kommentar zeugt von einem Mangel an Kenntnissen.

14:39, Sisyphos3

>>14:32 von fathaland slim
Sie können diese Regeln allerdings nicht mitbestimmen.
Das wurde hier schon so oft geschrieben, daß Sie es eigentlich wissen müssten
.
denke das weiß jeder hier !
auch wenn sie es nicht zum xten Mal bringen

und was widerspricht das meiner Aussage
die Schweizer und Norweger kommen ohne EU Mitgliedschaft zurecht
die zahlen eben "ihren" Preis<<

Sie sind de facto EU-Mitglieder. Aber ohne Rechte, nur mit Pflichten.

14:43 von B. Pfluger

hatten die Briten nicht Zeit genug entsprechende Verträge abzuschließen
offensichtlich wünschen sie das nicht, glauben so zurecht zu kommen

Visafreier Reiseverkehr vs. Schengen

Es zeugt schon von gewisser Unkenntnis, den Vertrag von Schengen mit bilateralen visafreiem Reiseverkehr vergleichen zu wollen.

Das "visa-frei" ist nämlich nur ein Aspekt von Schengen. Wichtiger ist, dass alle Schengen-Staaten untereinander auf Grenzkontrollen verzichten können (jedenfalls unter normalen, Nicht-Pandemie- und Nicht-Migrationszeiten). Grenzkontrollen zwischen Schengen-Staaten ist nur die Ausnahme, bei bilateralen visafreiem Reiseverkehr ohne Schengen aber die Regel.

Wem das ausreicht und meint, dass er auf Schengen verzichten könnte, der kann sich ja mal schon auf kilometerlange Warteschlangen an den Grenzkontrollpunkten einstellen. Vor allem, wenn er mit dem Auto über mehrere Transit-Länder zu seinem Urlaubsort am Mittelmeer will.

@Giselbert 08:38

Ich werde Sie an Ihre Worte erinnern. Ich sage Ihnen Boris Johnson wird als der Mann in die Geschichte gehen der UK den größten wirtschaftlichen Schaden eingebrockt hat. Vernünftiges Miteinander? Darauf würde ich nicht setzen. Die EU braucht UK nicht so sehr wie andersherum und dies werden die Briten noch sehr sehr schnell merken. Die Briten haben sich mit dem Brexit ein Eigentor geschossen auch wenn Sie und andere EU-Hasser dies nicht wahrhaben wollen.

@09:16 von qpqr27

>> in den eigenen Hoheitsgewässern
1. Sind das gleichzeitig auch FRANZÖSISCHE Hoheitsgewässer
2. das strittige Gebiet <500km²

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