Kommentare - Burkina Faso: Wahlen im Schatten der Gewalt

22. November 2020 - 11:35 Uhr

In Burkina Faso werden heute ein neues Parlament und ein neuer Präsident gewählt. Sollte die Abstimmung nicht friedlich ablaufen, befürchten Experten ein Erstarken der Dschihadisten, die das Land seit Jahren terrorisieren.

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Kommentare

Typisches Beispiel für verfehlten Kapitalismus

Burkina Faso ist ein Beispiel für all das, was am sog. "Freihandel" nicht stimmt.
Knapp 90% der Bevölkerung sind von der Baumwolle dort abhängig - 10% der Arbeitsplätze * ca. 9 Leute, die vom Einkommen abhängig sind.
Die Baumwolle ist auf den internationalen Märkten gut gefragt, weil sie einen hohen Reinheitsgrad hat.
Die USA (auch Baumwollproduzenten) dominieren durch ihre Subventionen aber die int. Preise. Dagegen kann B.F. nicht mithalten und verarmt. Könnte B.F. zu marktorientierten Preisen verkaufen, wäre genug Geld da, um eine vernünftige Wirtschaft aufzubauen, Infrastruktur usw.
Stattdessen wird es mit Hilfskrediten abgespeist, das kaum positive Effekte zeigt. Der ideale Nährboden für Radikalismus.
Bestes Zitat eines Landmanns:" Die USA fordern Liberalismus von den Armen und betreiben Protektionsmus für sich. Darunter leiden wir. Gebt uns nichts, hört auf, uns zu bestehlen!" Mehr ist dazu nicht zu sagen.

Wahlen

Es ist der Klimawandel, der auch mit dafür verantwortlich ist ,das Burkina Faso immer ärmer wird . Armut treibt die Menschen in die Hände von Islamischen Terroristen . Der Westen schaut schon viel zu lange zu, wie IS und andere Terroristen als Heilsbringer ihre Menschen verachtenden Glaubenswahn unter die Leute bringt . Unterstützt werden diese Terrorgruppen von Saudi- Arabien , alles bekannt ,dennoch arbeitet der Westen mit den Saudis zusammen . Siehe G20 treffen das gerade jetzt stattfindet . Einfach nur absurd , wie der Westen die Menschen in Afrika im stich lässt. Gerade die Außenpolitik zeigt doch das versagen des Westens . da passt dann wieder bestens der Satz . Wer Frieden will darf keine Waffen verkaufen .

Ich sage an die Bevölkerung: geht wählen!!

Zu dieser Wahl sage ich zur Bevölkerung in Burkina Faso:

geht wählen!! Lasst euch von niemandem einschüchtern, auch nicht von solchen Dschihadisten und anderen Extremisten!! Nutzt euer Recht zur Stimmabgabe!!

Allerdings muss aufgepasst werden dass es keinen Wahlbetrug gibt. Sind OSZE-Wahlbeobachter vor Ort??

Hauptursache der Armut

ist doch das starke Wachstum der Bevölkerung. Wenn das Bevölkerungswachstum 6-8% pro Jahr beträgt, muss das Sozialprodukt mindestens ebenfalls in dieser Höhe wachsen, damit die Menschen nicht noch ärmer werden. So ein Wachstum schaffen nicht einmal die besten Industriestaaten. Es ist wahr, dass der Protektionismus der Industriestaaten zur Armut beiträgt. Aber solange das Bevölkerungswachstum nicht eingeschränkt wird, müssen die Menschen verhungern.

Solche gezielten Einschüchterungen sind nicht legal

Außerdem sage ich zu dem hier:

Wie die Wahlkommission des Landes mitteilte, sind durch die Gewalt mindestens 166.000 Neuwähler nicht dazu in der Lage gewesen, sich zu der Abstimmung zu registrieren. Sechs Prozent der Wahllokale blieben wegen der schlechten Sicherheitslage geschlossen.

Einigen Bewohnern in der Region Sahel soll laut der Nachrichtenagentur AP von Dschihadisten mit Folgen gedroht worden sein, sollten sie wählen. Die Wahlergebnisse werden in den kommenden Tagen erwartet.

solche Einschüchterungen sind illegal. Sowas muss unterbunden werden. Und denjenigen die bislang nicht wählen konnten, muss die Möglichkeit zur Stimmabgabe gegeben werden. Die Sicherheitslage muss verbessert werden. Und die Schließung von Wahllokalen - und damit gezielter Ausschluss von Wählern von der Wahl - ist nicht in Ordnung.

Burkino Faso !

Nicht nur die USA, sondern auch die EU trägt mit Schuld an dem ganzen Dilemma. Würden die EU sich endlich dazu durchringen, gemeinsam gegen den Terrorismus und dem globalen Ungleichgewicht zu kämpfen, könnte einiges erreicht werden. Aber die EU- Staaten überfluten den afrikanischen Markt lieber mit ihren Waren, als sich dort jeweils für einen fairen Handel ein zu setzen. Auch dürften keine Waffen mehr an Länder und Personen verkauft werden, die in irgend welche Konflikte sich einmischen und mit mischen.
So aber wird wird es den islamistischen Terroristen leicht gemacht. Und es ist ja nicht alleine BF, sondern auch andere Staaten wie Somalia, wo das Volk alleine gelassen wird. In meinen Augen ein totales Versagen der westlichen Politik auf Kosten der Menschen in Afrika !

Keine Frage der Durchsetzungsfähigkeit sondern der Unterstützung

„Sollte die Abstimmung nicht friedlich ablaufen, befürchten Experten ein Erstarken der Dschihadisten, die das westafrikanische Land seit Jahren terrorisieren“

Die natürlich „wie immer“ alles in ihrer Macht stehende tun werden, um zu „erstarken“ und sich so ihre „Macht“ über alle Bürger, die nicht bereit sind, sich ihnen zu unterwerfen zu „erhalten“. Im Klartext: Schon dafür „sorgen“ werden, dass die Abstimmung NICHT friedlich abläuft. Das alles der großzügigen Unterstützung anderer „erfahrener“ Machthaber und ihrer „bewährten“ Instrumente (Geld, Waffen, Religionsmissbrauch etc.) im Hintergrund.

Gerade ist es also die Bevölkerung Burkina Fasos, die - wie eigentlich die jedes anderen Landes auf der Welt auch - dringend auf die tatkräftige (wirksame, einfallsreiche und gewaltlose) Unterstützung ihrer friedliebenden Mitbürger überall auf der Welt angewiesen ist. Wenn denen die hier gelingen sollte, wäre das schon wegen ihrer rein zahlenmäßigen Übermacht eine „Blaupause“ für die Zukunft.

um 12:02 von VictorJara

Ist es nicht etwas zu einfach, alles auf den Klimawandel zu schieben.
Im Jahr 1960 hatte Burkina Faso 4,89 Mio Einwohner,
2019 waren es 20,32 Mio. EW. 4x soviel Menschen zu ernähren ist eine Herausforderung.
Der Terror der islamischen Banden führt , genau wie in den Nachbarstaaten, ebenso wenig dazu bei, das in Burkina Faso Normalität einkehrt.
Auch ein neu gewählter Präsident hat keine Handwerkzeuge die Staatskrise zu beenden.

um 12:23 von blueturtle1898

Da das Bevölkerungswachstum in Burkina Faso seit Jahrzehnten (knapp) unterhalb von 3% liegt, stellt sich hier die Frage, warum Sie von "6-8%" sprechen.
_

12:23 von blueturtle1898

Wenn das Bevölkerungswachstum 6-8% pro Jahr beträgt,
-
es beträgt "nur" 3 %

12:27 von Traumfahrer

In meinen Augen ein totales Versagen der westlichen Politik auf Kosten der Menschen in Afrika !
.
sie setzen auf Kolonialitätspolitik ?
weil die Afrikaner alleine nichts gebacken kriegen ?

Wesensmerkmal

des Kapitalismus ist Gewinne zu machen . Egal um welchen Preis. Wie die Waffenlieferungen an Unrechtsstaaten eindeutig belegen . Nicht zuletzt ist dies auch eine Folge des Kapitalismus das auch hier Menschen in Mülleimern nach Essen suchen weil sie nicht mehr genug zum Leben haben . Wie soll dies denn erst in Burkina -Faso sein ,wo die Lebensbedingungen noch ungleich schwerer sind .

So darf, kann (und wird es daher auch nicht) mehr weitergehen

„Sollte die Abstimmung nicht friedlich ablaufen, befürchten Experten ein Erstarken der Dschihadisten, die das westafrikanische Land seit Jahren terrorisieren“

Die natürlich alles in ihrer Macht stehende tun werden, um zu „erstarken“ und sich so weiter ihre „Macht“ über alle Bürger, die nicht bereit sind, sich ihnen zu unterwerfen zu „sichern“. Im Klartext: Schon dafür sorgen werden, dass die Abstimmung NICHT friedlich abläuft.

Wie immer mit der großzügigen Unterstützung „erfahrener“ Vertreter der sogenannten globalen Politik und ihrer bewährten Instrumente - Geld, Waffen, Religionsmissbrauch etc. - im Hintergrund.

Im Moment ist es v.a. die Bevölkerung Burkina Fasos, die - wie die jedes anderen Landes auf der Welt auch - dringend auf die tatkräftige (wirksame und clevere, d.h. gewaltlose) Unterstützung ihrer friedliebenden Mitbürger überall auf der Welt angewiesen ist. Wenn diesen das hier gelingen sollte, wäre das schon wegen ihrer rein zahlenmäßigen Übermacht eine Blaupause für die

2020 um 13:13 von VictorJara

"Wesensmerkmal

des Kapitalismus ist Gewinne zu machen . Egal um welchen Preis. Wie die Waffenlieferungen an Unrechtsstaaten eindeutig belegen ."

,.,.,

Die Waffenlieferungen seien Beweis dafür, was das Wesen des Kapitalismus ist?

Besser, Sie schlagen erst einmal in einem seriösen Lexikon - ginge auch bei Wikipedia - nach, was "Kapitalismus" genau ist, bevor Sie ihm etwas Unbelegbares in die Schuhe schieben.

Und auch, wozu er einst erfunden wurde.

Ich gewinne den Eindruck, Sie halten den Kapitalismus für einen Menschen, der ein bestimmtes unmoralisches Ziel hat.

Bei uns in Deutschland gibt es schon lange keinen reinen Kapitalismus mehr.

Ich selber bin allerdings auch dafür, dass er - soweit möglich - durch eine verbesserte Wirtschaftsform ersetzt wird.

Ich bin auch gegen Waffenlieferungen.
Aber eine Wirtschaftsform ist nicht verantwortlich dafür.

Islamisten/Dschihadisten

scheinen die Geissel des 21igsten Jahrhunderts zu werden.

Und das nicht nur in Afrika.

Gibt es da nichts um dieser radikalen Bewegung Einhalt zu gebieten.

///Laut UN-Daten sind mehr

///Laut UN-Daten sind mehr als 40 Prozent der Einwohner jünger als 14 Jahre.///
.
Jede Regierung, auch in Europa, hätte große Probleme für Wohlstand in einer so schnell wachsenden Bevölkerung zu sorgen.

@ VictorJara 13:13

>>Wesensmerkmal des Kapitalismus ist Gewinne zu machen . Egal um welchen Preis. Wie die Waffenlieferungen an Unrechtsstaaten eindeutig belegen . <<

Entschuldigung, aber das ist Unsinn aus der Epoche der Klassenkämpfe, die wir hoffentlich überwunden haben.
Dabei stimme ich Ihnen zu, daß Gewinne in der Idee des Kapitalismus eine wesentliche Rolle spielen. Nichtsdestotrotz sind Gewinne eine wichtige Antriebsfeder für menschliches Handeln. Oder möchten Sie nicht auch, daß aus Ihrer Arbeit ein Gewinn entspringt? Dabei ist es egal, ob der in Mark und Pfennig (entschuldigung in Euro und Cent natürlich) oder in anderer Form anfällt.
Es ist aber schlicht falsch, zu behaupten, daß der dafür notwendige Einsatz oder die Folgen im Kapitalismus egal seien. Es sind Menschen, denen das egal ist. Nicht abstrakte Philosophien. Und es sind auch Menschen, die Waffen herstellen und liefern. Menschen, die auch mitten unter uns leben, und bei ihrem Tun nur an ihren eigenen Nutzen denken..

@14:11 von Sausevind

>> Ich gewinne den Eindruck, Sie halten den
>> Kapitalismus für einen Menschen, der ein
>> bestimmtes unmoralisches Ziel hat.

"Der Kapitalismus basiert auf der merkwürdigen Überzeugung, dass widerwärtige Menschen aus widerwärtigen Motiven irgendwie für das allgemeine Wohl sorgen werden" ((c) by John Maynard Keynes)

Bei einem Erstarken

der Islamistischen Bewegungen in Burkina Faso werden Vertreibungen und Massaker a la Boko Haram in Nigeria sehr wahrscheinlich. Es tut mir so leid, dass man hilflos zusehen muss, wie das naechste afrikanische Land in das islamistische Messer laeuft.

2020 um 12:44 von MartinBlank

Sie behaupten, das der Bevölkerungswachstum in Burkina Faso seit Jahrzehnten (knapp) unterhalb von 3%.
Im Jahr 1960 hatte Burkina Faso 4,89 Mio Einwohner,
2019 waren es 20,32 Mio. EW. 4x soviel Menschen.
Wie passt das zu ihrer Aussage?

@ blueturtle1898 12:23

>>Hauptursache der Armut ist doch das starke Wachstum der Bevölkerung. <<

Das ist wie mit der Henne und dem Ei. Was war zuerst da? Oder wollen Sie mit dieser Aussage behaupten, wie einst Fürstin Gloria, die Ursache allen Übels läge darin, daß die eben "halt gern schnackseln"?
Viele arme Menschen in den Entwicklungsländern sehen nur Kinder, die später mit verdienen, als Chance mehr für den täglichen Überlebenskampf zu haben. Und in der Summe dieser Kinder führt dies zur Verarmung, weil der Teil am Ganzen für jeden einzelnen kleiner wird, da nichts unternommen wird, den verteilbaren Kuchen zu vergrößern.
Mmn wäre es wichtiger, daß die Menschen der 1. Welt mehr dazu bereit sind, den Nutzen, der durch Fortschritt und Technik entsteht, zu teilen und selber zu verzichten. Aber wer hier bei uns ist dazu bereit? Wie uns "Corona" zeigt, empfinden viele Menschen Verzicht als Einschränkung ihrer Freiheit und müssen über Gesetze und Strafen zu diesem Verzicht gezwungen werden.

@saschamaus75 14:33

„Der Kapitalismus basiert auf der merkwürdigen Überzeugung, dass widerwärtige Menschen aus widerwärtigen Motiven irgendwie für das allgemeine Wohl sorgen werden" ((c) by John Maynard Keynes)“.
Manchmal ist dies Forum zu mehr als entsetzter Kenntnisnahme da. Danke für dieses Zitat.

@Demokratieschue... 12:19

Was soll so ein Aufruf hier? Ein Einwohner liest nicht in diesem Forum und hat außerdem andere Probleme (und das sind nicht die Wahlbeobachter).
Das sind die, die @Fleming u.a. hier benennen. Im Gegensatz zu unserem verwöhnten Dasein sind sie existentiell und überwiegend keineswegs hausgemacht.

14:29 von European Son

@ VictorJara 13:13

"Nichtsdestotrotz sind Gewinne eine wichtige Antriebsfeder für menschliches Handeln. Oder möchten Sie nicht auch, daß aus Ihrer Arbeit ein Gewinn entspringt?"

.-.-.-.

Im Prinzip freue ich mich sehr über Ihren Beitrag. Er deckt sich in großen Teilen mit dem meinen von vorhin.

Bei dem Zitierten aber möchte ich einhaken.
Früher war ich strikt dagegen, dass man etwas nur darum tut, weil es Gewinn bringt.

Auch Freude, so entgegneten einige, sei ja ein Gewinn, also tue man niemals etwas selbstlos.

Was aber eben nicht heißt, dass man unterdrückten Menschen anderer Nationen nur darum beisteht, damit man Freude kriegt.

Meinem heutigen Verstehen nach sind die Individuen grundsätzlich mit anderen Menschen seelisch verbunden, von Natur aus.

Wenn es ihnen anfängt aufzufallen, dann unterstützen sie andere automatisch. Jenseits allen Gewinnbedürfnisses.
Solange es ihnen nicht auffällt, sind sie eher verknurrte Individuen.

Darum muss man nicht an "Gewinn" appellieren.

14:13, IBELIN

>>Islamisten/Dschihadisten
scheinen die Geissel des 21igsten Jahrhunderts zu werden.

Und das nicht nur in Afrika.

Gibt es da nichts um dieser radikalen Bewegung Einhalt zu gebieten.<<

Doch, gibt es:

Bildung, Entwicklung, Teilhabe.

15:04, schneegans

>>@saschamaus75 14:33
„Der Kapitalismus basiert auf der merkwürdigen Überzeugung, dass widerwärtige Menschen aus widerwärtigen Motiven irgendwie für das allgemeine Wohl sorgen werden" ((c) by John Maynard Keynes)“.
Manchmal ist dies Forum zu mehr als entsetzter Kenntnisnahme da. Danke für dieses Zitat.<<

Das Zitat ist wunderschön und trifft den Nagel auf den Kopf, hat aber einen kleinen Schönheitsfehler: nirgendwo ist verbürgt, daß Keynes es gesagt hätte.

Trotzdem klasse.

um 14:33 von saschamaus75

<< @14:11 von Sausevind
>> Ich gewinne den Eindruck, Sie halten den
>> Kapitalismus für einen Menschen, der ein
>> bestimmtes unmoralisches Ziel hat.

"Der Kapitalismus basiert auf der merkwürdigen Überzeugung, dass widerwärtige Menschen aus widerwärtigen Motiven irgendwie für das allgemeine Wohl sorgen werden" ((c) by John Maynard Keynes) <<

,.,.,

Das ist meine Meinung NICHT, sondern, wie es sich anhört, die persönliche Meinung eines Verbiesterten.

Falls das Zitat nicht aus dem Zusammenhang gerissen wurde.

@14:50 von European Son

>> Und in der Summe dieser Kinder führt dies
>> zur Verarmung,

Und die Religionen (egal, ob Islam oder Christen) mit ihrer Verhütungs- und Abtreibungspolitik tun noch ihr Übriges. -.-

@ Mass Effect 14:37 + @ MartinBlank 12:44

Das zeigt mal wieder, daß man nicht alle Zahlen, die geboten werden, einfach glauben sollte. Besser wäre es selber mal zu rechnen. Das sollte man aber auch können.
Nebenbei: wenn es 1960 ~4,9 Mill gab sind das bei einem jährlichen Zuwachs von 2,85% Ende 2019 gut 25,5 Mio. Um 2019 besagte in etwa 20,32 Mio bedarf es einer Steigerung von ca. 2,5%.
Moderne Rechenmaschinen machen mir diese Aussage möglich.

14:50 von European Son

"@ blueturtle1898 12:23
>>Hauptursache der Armut ist doch das starke Wachstum der Bevölkerung. <<

Das ist wie mit der Henne und dem Ei."

Nein das ist es nicht. Die Bevoelkerung der meisten afrikanischen Staaten hat sich in den vergangenen 20 Jahren nahezu verdoppelt. Kein Wirtschaftssystem haelt das aus. Das dient kaum dem Ueberlebenskampf, schafft aber Kapazitaeten fuer Radikalisierung.

Man kann das nicht mit Allegorien schoenreden. Man muss den Menschen ernsthaft erklaeren, dass 2-3 Kinder genug sind , gerade auch fuer die eigenen Absicherung. Man muss den Leuten die Angst nehmen und Minderheiten pflegen und Ausgrenzung vermeiden. Man muss als Volksstamm nicht die Mehrheit sein, um zu ueberleben. Ich denke da liegen die Ursachen.

um 14:50 von European Son

Das Problem sind nicht die Menschen der "1Welt".
Das größte Problem sind die Korrupten von der 1. Welt geduldeten Politiker und die von den ehemaligen Kolonialherren mutwillig gezogenen Grenzen.

um 12:55 von Sisyphos3 12:27 von Traumfahrer

In meinen Augen ein totales Versagen der westlichen Politik auf Kosten der Menschen in Afrika !
.
,,sie setzen auf Kolonialitätspolitik ?
weil die Afrikaner alleine nichts gebacken kriegen ?"

,,Nichts gebacken kriegen" ist ziemlich grob und ,,die Afrikaner" grob ungenau.
Ich kenne viele Afrikaner hier und bewundere sehr, wie schnell die sich in der anderen Wirklichkeit einer Gesellschaft zurechtfinden und definieren, in der Geld Beziehungen ersetzt. Das liegt nicht am Sozialstaat, wie Sie sich jetzt spontan äußern würden, sondern an sozialer Intelligenz. Ein Deutscher, der auf dem großen Markt von Lagos ohne Verlust von Papieren und Geld alleinegelassen würde, würde schon nach wenigen Minuten weinen.

Nicht aus Angst, sondern wieder wegen der sozialen Intelligenz der Einwohner.

Eurozentrische Arroganz lässt sich noch ertragen. Die peinliche Lässigkeit, mit der das oft passiert, ist widerwärtig.

Dass sich hier manche über

Dass sich hier manche über den Westen beschweren, verwundert mich stark. 2010 wurde mit Hilfe Frankreichs und der UN ein Burkina Be in Cote d'Ivoire an die Macht geputscht. Damit wurde ein Weg für all die Wirtschaftsflüchtlinge aus Mali und Burkina bereitet, die Einwohnerzahl der Cote d'Ivoire ist seither um 30% gestiegen. Der Westen hat also durchaus gut vorgesorgt, damit die armen Menschen aus der Sahelzone ihrer Not entfliehen können. Nur leider wurden die Ivorer nicht gefragt, ob sie das so wollen. Seither von Versöhnung und Frieden auch in CI keine Spur. Vor während und nach der Wahl am 31Okt. 2020 starben mehr als 50Menschen bei trotz Versammlungsverbot abgehaltenen Protesten. Nur wurde davon leider bei Tagesschau nicht ausreichend berrichtet. Wäre ja auch zu peinlich, den Europäern über die blutigen Konsequenzen ihrer eigenen Politik die Wahrheit zu sagen!!!

14:37 von Mass Effect

@Martin Blank, 12:44

«Sie behaupten, das der Bevölkerungswachstum in Burkina Faso seit Jahrzehnten (knapp) unterhalb von 3%.
Im Jahr 1960 hatte Burkina Faso 4,89 Mio Einwohner,
2019 waren es 20,32 Mio. EW. 4x soviel Menschen.
Wie passt das zu ihrer Aussage?»

Bevölkerungswachstum kann man angenähert mit der mathematischen Formel zum "Zinseszins" berechnen, wenn man den Prozentsatz des Zuwachses als konstant annimmt. Dies sei der Fall, der Prozentsatz sei = 3%.

Die Formel ist:

K (0) = Ausgangskapital = Bevölkerung 1960 ≈ 5 Mio.
K (n) = Endkapital = Bevölkerung 2020
(n) = Anzahl Jahre = 60
(p) = Zinssatz = Bevölkerungswachstum = 3%

K (n) = K (0) x [1 + (p/100)] hoch (n)

K (n) = 5 Mio.. x [1,03] hoch 60
K (n) ≈ 29,5 Mio.

Mit den Ungenauigkeiten bei der mathematischen Rundung liegt das Resultat nahe bei der Aussage von @Martin Blank. Zuwachsraten von bspw. 5% (oder mehr) / Jahr zeigen über Jahrzehnte beständig ganz andere Endwerte bei einem Ausgangswert von 5 Mio. Bevölkerung.

14:50 von European Son

Viele arme Menschen in den Entwicklungsländern sehen nur Kinder, die später mit verdienen, als Chance mehr für den täglichen Überlebenskampf zu haben
.
durchaus ein Gesichtspunkt
wenn man mehr Esser um den Tisch sitzen hat,
dann jeder Einzelne die Chance hat mehr zu kriegen

ob da der Grund des Übels im übermäßigen Schnackseln liegt ...
das sollte man auch denen überlassen, das zu entscheiden
ich würde denen nicht reinquatschen

@European Son

Sie denken sich das so einfach. Dazu gehört aber zuallererst mal der Wille der dort lebenden Menschen. Oder wollen sie diese zu ihrem Glück zwingen. Hatte neulich meiner Nachbarin in Agboville/CI einen Hackklotz besorgt, damit sie Rückenschonender Holz hacken kann. Hab ihr auch vorgeführt, wie es geht. Am nächsten Tag hatte sie den Klotz schon zerlegt und verfeuert. So können Sie sich das auch für den Rest der Entwicklungshilfe vorstelle. Gratiskondome von UN werden verkauft, moderne Hilfsmittel aus unwissen Beschädigt. Einzige Möglichkeit wäre eine massive Einwanderung durch Menschen der westlichen Sphäre, wie in Südafrika. Aber bei dem hier vorherschenden Rassismus und der arrogant/selbstherrlichen Ignoranz von einem Grossteil der Menschen hier, will das ja kaum jemand!!

15:33, IBELIN

>>Man muss den Menschen ernsthaft erklaeren, dass 2-3 Kinder genug sind , gerade auch fuer die eigenen Absicherung. Man muss den Leuten die Angst nehmen und Minderheiten pflegen und Ausgrenzung vermeiden. Man muss als Volksstamm nicht die Mehrheit sein, um zu ueberleben. Ich denke da liegen die Ursachen.<<

"Man" muss "den Menschen" gar nichts erklären. Der paternalistische Ansatz ist nie zielführend. Die Geburtenrate kennt weltweit nur eine Richtung, und zwar nach unten. Die entsprechenden Statistiken finden Sie u.a. bei Statista.

Das Bevölkerungswachstum wird sich verlangsamen, je mehr Bildung, Entwicklung und Teilhabe ermöglicht werden.

Da gibt es sogar einen nachschlagbaren Fachbegriff für:

"Demografisch-ökonomisches Paradoxon"

15:40 von melancholeriker

was wollen sie mir mit ihrem Beitrag sagen ?
Sagen sie mir ganz einfach weshalb es hierzulande klappt
im großen und ganzen zumindest, in "Afrika" eben nicht

und ein Sozialstaat ist eine Sache, die damit verbundene soziale Kompetenz ohnehin ...
der verantwortungsvolle Umgang damit, ne ganz andere

@Am 22. November 2020 um 11:57 von Alexander Fleming

Zitat: "Typisches Beispiel für verfehlten Kapitalismus"

????

Sie versuchen mal wieder holzschnittartige, als würden Sie gerade den größten Unsinn vom letzten Stammtisch der Grünlinken rezitieren dem "bububösen Kapitalismus" die Schuld in die Schuhe zu geben, widersprechen sich aber in Ihrem Kommentar bereits:

Zitat: "Die USA (auch Baumwollproduzenten) dominieren durch ihre Subventionen aber die int. Preise. Dagegen kann B.F. nicht mithalten und verarmt. Könnte B.F. zu marktorientierten Preisen verkaufen, wäre genug Geld da, um eine vernünftige Wirtschaft aufzubauen, Infrastruktur usw."

Sie sagen es! Weil der Staat in den USA in die freie Marktwirtschaft (=Kapitalismus) eingreift, indem er Subventionen verteilt, kommt es zu Marktverzerrungen, untern denen die Menschen in B.F. zu leiden haben.

Wenn Sie schon richtigerweise die staatlichen Subventionen als mögliche Ursache ausmachen, wieso reden Sie dann von einem "verfehlten Kapitalismus"??

Wie wäre es mal mit Logik?

15:48, Sisyphos3

>>14:50 von European Son
Viele arme Menschen in den Entwicklungsländern sehen nur Kinder, die später mit verdienen, als Chance mehr für den täglichen Überlebenskampf zu haben
.
durchaus ein Gesichtspunkt
wenn man mehr Esser um den Tisch sitzen hat,
dann jeder Einzelne die Chance hat mehr zu kriegen

ob da der Grund des Übels im übermäßigen Schnackseln liegt ...
das sollte man auch denen überlassen, das zu entscheiden
ich würde denen nicht reinquatschen<<

Manchmal sind Ihre Kommentare unerträglich frivol.

Vor hundert Jahren gab es auch in Deutschland ganz erheblich mehr Kinder als heutzutage. Und ohne das, was Gloria von Tut und Taugtnix als Schnackseln bezeichnete, gibt es meist keine Kinder.

Schweizer Rohstoffkonzerne

Was wenige Wissen: Burkina Faso ist im Aussenhandel total von der Schweiz abhängig. Von $6 Mrd. total gehen $4Mrd. in Form von Gold in die Schweiz. Ein Bekannter von mir arbeitet als Entwicklungshelfer in Ouagadougu. Er sagte das Ausmass der Umweltverschmutzung und sozialem Elend, dass der Goldabbau dort verursacht ist schlimm. Einen funktionierenden Staat gibt es nicht. Jedoch gibt es einen grossen Markt für das unter Missachtung von Menschenrechts- und Umweltstandards billigst, ergo profitabelst geförderten Goldes. Und dementsprechende Interessen gewisser Wirtschaftszweige, diesen Status Quo beizubehalten.
Etwa 70% (!) des gesamten weltweiten Goldes wird physisch in die Schweiz transportiert und dort raffiniert. Nächstes Wochenende kommt dort eine Volksinitiative zur Abstimmung, die in der Schweiz ansässige Konzerne und Unternehmen für Nichteinhaltung von Menschenrechts- und Umeweltstandards haftbar machen würde. Daumen drücken und hoffen, dass auch in D das Lieferkettengesetz kommt

@14:37 von Mass Effect

>> Im Jahr 1960 hatte Burkina Faso 4,89
>> Mio Einwohner,
>> 2019 waren es 20,32 Mio. EW. 4x soviel
>> Menschen.
>> Wie passt das zu ihrer Aussage?

Sie sollten sich mal mit Exponentialfunktionen auseinandersetzen. Dann wüßten Sie wieviel bei 3% Wachstum nach 60 Jahren rauskommt. Ist ganz einfach. -.-

15:54 von fathaland slim

Die Geburtenrate kennt weltweit nur eine Richtung, und zwar nach unten
.
dann seien sie mal da ehrlich
wenn in Japan oder Deutschland wo der Altersdurchschnitt bei 46 Jahren liegt
kann man sich "mehr" Kinder leisten was das Bevölkerungswachstum betrifft
da befinden sich ja kaum welche im gebärfähigen Alter
In Afghanistan und weiten Teilen Afrikas wo das Durchschnittsalter bei 14 ... 15 Jahren liegt
führt selbst 1 Kind zu nem Bevölkerungswachstum
Klar kann man auf ihr Demografisch-ökonomisches Paradoxon warten
bis dahin hat sich deren Bevölkerung aber verdreifacht

Demokratie in Ausbildung

Burkina Faso ist eine junge Demokratie. Als es in Deutschland die ersten Wahlen gab, da gab es auch Straßenkämpfe zwischen den politischen Lagern und mit Gegnern der Demokratie.
Wir sollten Burkina Faso zu den freien Wahlen gratulieren und Glück wünschen.

15:54 von fathaland

"Man" muss "den Menschen" gar nichts erklären. Der paternalistische Ansatz ist nie zielführend."

Das haben Sie mir aber schoen erklaert

15:48 von Sisyphos3

«ob da der Grund des Übels im übermäßigen Schnackseln liegt ...
das sollte man auch denen überlassen, das zu entscheiden
ich würde denen nicht reinquatschen»

Der Grund ist nicht übermäßiges Schnackseln.
Sondern untermäßiger Zugang zu Verhütungsmitteln.
Und vorher noch das Wissen darum.
Ob es übermäßiges Schnackseln überhaupt gibt.
Müssen Sie Fürstin Gloria die Taxlerin fragen.

Wäre ja auch noch schöner, wenn Sie den Schnackslern ins Schnackseln reinquatschen täten. Können Sie u.U. beim Geräuschpegel der Schnackselei Ihrer Nachbarn zwischen 22:00 und 06:00 Uhr tun.

15:44 von WasWeissIch1

Nur wurde davon leider bei Tagesschau nicht ausreichend berrichtet
.
Frage !
wieviel Stunden am Tag wollen sie über die Probleme in der Welt informiert werden ?
A wie Afghanistan beginnend bis Z wie Zypern

@15:17 von Sausevind

>> sondern, wie es sich anhört, die
>> persönliche Meinung eines Verbiesterten.

Verbiestert sein gehört wahrscheinlich dazu, wenn man einer der größten Ökonomen des letzten Jahrhunderts war. -.-

15:17, Sausevind

>>Das ist meine Meinung NICHT, sondern, wie es sich anhört, die persönliche Meinung eines Verbiesterten.<<

Nein, ist es nicht.

Es ist die polemisch zugespitzte Beschreibung einer unbestreitbaren Tatsache. Nämlich der, daß das Prinzip des Kapitalismus auf dem Gewinnstreben des einzelnen beruht, wodurch dann wie durch Zauberhand ein großer Gewinn für die Gemeinschaft entstehen soll.

Man kann es auch ungeheuer wurstig und weniger anspruchsvoll ausdrücken:

"Wenn alle an sich denken, ist an alle gedacht."

15:59, Peter Nauer

Danke dafür, daß Sie ein Schlaglicht auf diese Zusammenhänge werfen.

Auch ich drücke die Daumen, daß die Schweizer Volksabstimmung so ausgeht, wie Sie es wünschen. Wobei ich leider nicht sehr optimistisch bin. Aber wäre es nicht schön?

@Alexander Fleming um 11:57Uhr

Na, dann verbieten Sie Gewinnsteben und diktieren die Preise. Können Sie garantieren, daß auchg in Burkina Faso niemand nach Gewinn und Reichtum oder Wohlstand strebt? Vermutlich wissen Sie nicht, daß Ihre Ansichten automatisch eine Benachteiligung anderer Menschen in anderen Staaten zur Folge hat? Vermutlich interessiert Sie das nicht, hauptsache Ihr Weltbild ist befriedigt, auch wenn es nur mit einer Diktatur realisierbar ist.

15:30 von European Son

Im Prinzip haben sie recht. Die Unbekannte in der Rechnung sind die Sterbefälle. Deshalb kann ca. 2,5%. nicht stimmen.

16:05, IBELIN

>>15:54 von fathaland
"Man" muss "den Menschen" gar nichts erklären. Der paternalistische Ansatz ist nie zielführend."

Das haben Sie mir aber schoen erklaert<<

Ja. Und zwar auf Augenhöhe. Im Rahmen einer gleichberechtigten Diskussion, ohne Oben und Unten.

Oder unterstellen Sie mir einen paternalistischen Ansatz im Umgang mit Ihnen?

Dann haben Sie etwas sehr, sehr mißverstanden.

Jeder wird gewählt , ..der ..

Diese Länder haben kein Muster einer reformierten Einbindung strukturierter Institutionen , ..somit auch kein Wert den es zu verteidigen gilt .
Wer viel verspricht gewinnt !
Was der einelne Kandidat eigentlich will ist nicht das
Maß der Dinge , ..verspreche uns bloss eine bessere Lebensgrundlage , ..und wir sind dabei .
Wirft auch ein bizarres Bild auf die sogenannte Entwicklungshilfe , augenscheinlicher Versuch sich als Unterstützer der Elenden darzustellen , ..ist nur Sand in die Augen streuen .

16:07 von schabernack

Sondern untermäßiger Zugang zu Verhütungsmitteln.
.
ja das wird gerne behauptet
also meine Uroma Jahrgang 1892 hatte 2 Kinder
wie hat die das hinbekommen ?
Pille gab es noch nicht, Knaus Ogino ... ? Kondome ... sehr unpopulär falls verfügbar
zugegeben sie war so verklemmt nicht, als sie vor 60 Jahren mal aus dem Nähkästchen plauderte
bei nem entsprechenden Bericht über die Spirale, als modernes Verhütungsmittel
die Hebamme (Ärzte kannte man nur vom Hörensagen) setzte den Frauen nen Kupferdraht ein ....
über die Nebenwirkungen weiß ich nichts ... man war früher auch nicht ganz so empfindlich diesbezüglich
Was ich damit sagen will etwas kreativität wäre schon gefordert
auf den Philippinen zum Beispiel wäre ne Spirale kostenlos ebenso ist die Pille dort kostenlos

16:03, Sisyphos3

>>In Afghanistan und weiten Teilen Afrikas wo das Durchschnittsalter bei 14 ... 15 Jahren liegt
führt selbst 1 Kind zu nem Bevölkerungswachstum
Klar kann man auf ihr Demografisch-ökonomisches Paradoxon warten
bis dahin hat sich deren Bevölkerung aber verdreifacht<<

Und dann schrumpft sie wieder. Nämlich dann, wenn die Menschen, die jetzt jung sind, alt werden.

Rechenmodelle gehen davon aus, daß der Scheitelpunkt der Weltbevölkerungszahl etwa um das Jahr 2050 herum liegen wird.

So lange muss man sich noch in Geduld üben. Wenn man nicht Zwangssterilisierungen oder Maßnahmen wie in Dänemark mit den Nerzen das Wort reden möchte.

Und nein, das ist nicht weit hergeholt. Bei der Rechten sind solcherart Denkansätze nicht unpopulär. Hier im Forum werden sie dank der Moderation nicht so deutlich ausgesprochen, auf den einschlägigen Seiten aber schon.

15:59 von fathaland slim

meine Uroma hatte wie gesagt 2 Kinder
meine Oma 1 Kind
wie haben die ihre Geburtenregelung hinbekommen ??

15:57, Breiter Blitzbote

Wenn ich den Begriff "bububöse" lese, dann lese ich nicht weiter.

Ich bin sicher, daß das nicht nur mir so geht.

@Sisyphos

Es geht doch gar nicht um die Menge, sondern um den Inhalt. Und es ist erstaunlich, was in unseren Medien als nicht erwähnenswert gilt. Gerade was Frankreich und seine Post-Kolonialpolitik angeht, wird vieles geheim gehalten. Nur ein anderes Beispiel wäre der Fcfa, die Währung, die auch in Burkina Faso benutzt wird. Wenn man nicht gerade in W-Afrika lebt, bekommt man sowas gar nicht mit. Ausser natürlich, es wird in den Medien davon berichtet. Hin und wieder, aber Wahrheitsgetreu!

Waffenlieferungen sind kein Merkmal von Kapitalismus

@ VictorJara:
Wesensmerkmal des Kapitalismus ist Gewinne zu machen . Egal um welchen Preis. Wie die Waffenlieferungen an Unrechtsstaaten eindeutig belegen .

Sozialistische Staaten haben im Laufe ihrer Geschichte allerdings auchimmer schon Waffen in Unrechtsstaaten geliefert (UdSSR und DDR nach Syrien z.B.).

@ Sausevind 15:13

>>Im Prinzip freue ich mich sehr über Ihren Beitrag. Er deckt sich in großen Teilen mit dem meinen von vorhin.<<

Die Freude lag auch bei mir. Wir schrieben wohl zeitgleich.

>>Darum muss man nicht an "Gewinn" appellieren.<<

Da haben Sie mich leider ein wenig mißverstanden. Ihre Ausführung zuvor gebe ich Recht. Ich würde auch nicht an das "Gewinnstreben" appellieren, sondern sehe es als Triebfeder bevor oder ohne das die Begebenheiten erkannt werden von denen Sie hauptsächlich schrieben. Es wäre vieles einfacher, wenn der Mensch erkennen würde, daß das "miteinander" der einzige Weg und das "Gegeneinander" überhaupt keiner ist. Dann wäre das "Gewinnstreben" ein Gewinn für alle.

@Am 22. November 2020 um 15:59 von Peter Nauer

Zitat: "Etwa 70% (!) des gesamten weltweiten Goldes wird physisch in die Schweiz transportiert und dort raffiniert. Nächstes Wochenende kommt dort eine Volksinitiative zur Abstimmung, die in der Schweiz ansässige Konzerne und Unternehmen für Nichteinhaltung von Menschenrechts- und Umeweltstandards haftbar machen würde."

Inwiefern sind Schweizer Unternehmen für die Nichteinhaltung von Menschenrechts- und Umweltstandards haftbar zu machen?

In Japan, in Alaska, in Südamerika und anderen Ländern der Erde wird auch Gold abgebaut und es kommt dort nicht zu Verletzung von Menschenrechts- und Umweltstandards.

Woran liegt es?

@hesta15 15:36

Soll das nun heißen, mdaß alle Politiker korrupt seien? Ich hoffe nicht, denn ich könnte Ihnen da nicht folgen.
Und " die von den ehemaligen Kolonialherren mutwillig gezogenen Grenzen" sind historische Tatsachen. Leider. Aber man muß lernen damit umzugehen.
Ich persönlich bin, wie man wohl am Nick ablesen kann, eher gegen Grenzen, ganz gleich von wem gezogen.

Schnatterenten ...

Wie bitte , ..Burkina Faso eine Demokratie ?
Nie gewesen , ..das kann auch gar nicht sein .
Ältestenräte in Stammesgefügen regieren .
Die Abhängigkeit von wirtschaftlichen Interessen machte dieses Land zum Bittsteller .
Stammesgefüge der unterpräsentierten Islamischen Hardliner sehen den Verrat am Volk !
Dabei interessiert diese Dschiadisten das Volk auch nicht .

16:37 von WasWeissIch1

Es geht doch gar nicht um die Menge, sondern um den Inhalt
-

ich verstehe schon !
aber das ist eben die Freiheit unserer Medien festzulegen
unter der Vielzahl von Informationen
was wichtig für uns ... und was weniger wichtig ist

16:20 von fathaland slim

"Man" muss "den Menschen" gar nichts erklären. Der paternalistische Ansatz ist nie zielführend."

Das haben Sie mir aber schoen erklaert<<

Ja. Und zwar auf Augenhöhe. Im Rahmen einer gleichberechtigten Diskussion, ohne Oben und Unten.
Oder unterstellen Sie mir einen paternalistischen Ansatz im Umgang mit Ihnen?
Dann haben Sie etwas sehr, sehr mißverstanden."

Unterstellen Sie etwa mir einen paternalistischen Ansatz im Umgang mit anderen? Ich denke, dass man mit allen Menschen auf Augenhoehe sprechen kann. Gleichberechtigt. Ohne Oben und Unten. Warum auch. Was ist an Menschen ausserhalb Europas so anders? Auch heikle Themen wie Islamismus und Bevoelkerungswachstum koennen auf Augenhoehe und ohne Oberlehrerschaft eroertert werden.

@15:54 von fathaland slim 15:33, IBELIN

//Das Bevölkerungswachstum wird sich verlangsamen, je mehr Bildung, Entwicklung und Teilhabe ermöglicht werden.//

Wenn Sie sich in der Welt umgucken, haben Sie den Eindruck, dass die Entwicklung dauerhaft in diese Richtung geht?
Ich nicht.
Was das Wachstum der Erdbevölkerung angeht, kann man noch so viel rechnen, es gibt zu viele unbekannte Variablen: z.B. Klimawandel, künftige Pandemien (verheerender als Corona).

(Bei Tageslichtmangel bekomme ich immer schlechte Laune und sehe dann alles etwas schwarz.)

@ WasWeissIch1 15:54

>>Sie denken sich das so einfach. <<

Sie müssen mich mißverstanden haben. Ich denke mir so ziemlich nichts einfach und habe überhaupt keine einfachen Lösungen.

@16:31 von Sisyphos3 15:59 von fathaland slim

//meine Uroma hatte wie gesagt 2 Kinder
meine Oma 1 Kind
wie haben die ihre Geburtenregelung hinbekommen ??//

Sehr oft regelt das die individuelle Natur. Hat dann nichts mit eigenem Willen zutun.

@Sausevind, 14:11

Besser, Sie schlagen erst einmal in einem seriösen Lexikon - ginge auch bei Wikipedia - nach, was "Kapitalismus" genau ist, bevor Sie ihm etwas Unbelegbares in die Schuhe schieben.
Und auch, wozu er einst erfunden wurde.

Wozu er erfunden wurde? Sie machen mich neugierig. Wozu wurde denn der Kapitalismus erfunden? Und: von wem eigentlich?

@Am 22. November 2020 um 16:33 von fathaland slim

Zitat: "Wenn ich den Begriff "bububöse" lese, dann lese ich nicht weiter.

Ich bin sicher, daß das nicht nur mir so geht."

Ja. Mir geht es genauso.

Den Begriff "bububöse" verwende ich ja auch nur als einen Seitenhieb auf Grünlinke, die solche infantilen und infantilisierenden Worte ständig verwenden, weswegen ich "bububöse" meist in Anführungszeichen schreibe.

@ fathaland slim 15:59

Ich verstehe in genanntem Beitrag nicht, wessen Beiträge Sie oft als "frivol" empfinden, und wen Sie mit Ihrer Darlegung meinen.
Mir zumindest liegt eine Verurteilung (ich finde im Moment kein besseres Wort) über derartige Verhaltensweisen, wie sie zuvor als Grund aufgeführt wurden, völlig fern. Für viele Menschen sind Kinder die einzige Hoffnung, dem Elend entgegentreten zu können. Ich fühlte mich allerdings durch den Beitrag, auf den ich geantwortet habe, an einschlägige Aussagen der Fürstin zu Regensburg (nicht im Positiven) erinnert. Das liegt wohl an meiner Heimat. Ich hätte auch die Aussagen eines gewissen Thönnies zitieren können, die wohl auf das gleiche hinauslaufen. Beides empfinde ich als zutiefst rassistisch.

16:31, Sisyphos3

>>15:59 von fathaland slim
meine Uroma hatte wie gesagt 2 Kinder
meine Oma 1 Kind
wie haben die ihre Geburtenregelung hinbekommen ??<<

Meine Uroma hatte 13 Kinder, meine Oma eins.

Meine andere Oma hatte fünf Kinder.

Ich möchte weder über das Sexualleben meiner noch Ihrer Vorfahren spekulieren. Es soll aber Eheleute gegeben haben, die fast nie miteinander schliefen. Und immer noch geben, egal wo und aus welchen Gründen auch immer.

Möchte aber bemerken, daß alle drei erwähnten Vorfahren meinerseits deutsche Staatsbürger ohne außereuropäischen Migrationshintergrund waren.

Burkina Faso: .. Schatten der Gewalt

Ja, ja Gewalt gibt's zunehmend, weil Junge Männer im regen stehen gelassen werden.
11:57 von Alexander Fleming Der Kollege hat ja eindeutig Recht mit seiner Analyse - auch der ökonomische Liberalismus ist letztlich nur ein Instrument der Ausbeutung - und wer hats erfunden??
Der fehlgeleitete Vermehrungswahn ist auch so eine Falle - in der Theorie lässt sich mit einem mehr an Mensch trefflich Krieg führen, Lohndruck betreiben und Transfährleistungen erbetteln - wenn Krieg aber nicht mehr passt, dann kommt es halt zum Bürgerkrieg (Bandenbildung) um die Massen zu regulieren. Das mag schade so sein, ist aber nur ein Weg des sich gegenseitig Auffutterns. Die Welt ist so reich, aber zu arm für all die Sehnsüchte der zu vielen.
Demokratie mag da ja Freude machen, aber unter diesen Vorzeichen wird sie nicht viel helfen.

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