Kommentare - Uruguay: Gras vom Staat

18. Oktober 2020 - 08:47 Uhr

In Uruguay kann man Marihuana ganz legal in Apotheken kaufen. Die Regierung will mit der Legalisierung der Droge den illegalen Handel und den Einfluss der Mafia eindämmen. Das Problem: Die Nachfrage ist zu hoch. Von Anne Herrberg.

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Kommentare

Hintergrundinformationen?

Warum sorgt der Staat nicht für mehr Unternehmen, die Cannabis anbauen und für mehr Apotheken, die Cannabis verkaufen?
Welche Auswirkungen auf die Gesellschaft hat die Legalisierung mit sich gebracht, außer dass Verbrecher ein paar Millionen $ weniger kassieren? Fließen diese Millionen $ nun in die Staatskasse und wie wird diese Summe verwendet? Ist sie Erwähnenswert, gemessen am gesamten Staatshaushalt Uruguays?
Hat die Legalisierung dazu geführt, dass der Konsum anderer, gefährlicherer Drogen, wie zB Alkohol, zurückgegangen ist?
Welche Rückschlüsse können gezogen werden, um eine Legalisierung in der BRD/EU voranzutreiben?

@ um 09:15 von der Gerötete

Genau zu ihren Behauptungen sollte die ARD eine Sondersendung oder gleich eine ganze Sendereihe produzieren.
Mit dem Umsetzen unserer bestehenden Gesetze könnten in Bezug auf Legalisierung von Cannabis die meisten Probleme verhindert werden. Wenn dazu noch die gefährlichen Drogen verboten werden, ist Cannabis definitiv kein Problem.
Es stellen sich so viele Fragen, von denen im Bericht keine einzige beantwortet wird.
Noch nicht einmal Uruguay betreffend.

Die Regierung will den Einfluss der Drogenmafia eindämmen

„Das Kalkül: Den Drogenbanden sollte die Geschäftsgrundlage entzogen werden,. Uruguay wurde zum Pionier in einer Region, in der die Prohibition zu mehr Gewalt und größerer Macht der Mafias geführt hat.
>> Und tatsächlich (...)
Das heißt, in die Kassen der organisierten Kriminalität flossen etwa 22 Mio. US-$ weniger. Kiffen ist in Uruguay heute zwar so normal wie das Feierabendbier, dafür aber ein sehr viel strenger regulierter Genuss (...)“

„Das Problem: Die Nachfrage ist zu hoch“

Die Zeiten sind auch zu deprimierend. Und Uruguay und somit der Angebotsmarkt zu klein.

"Ein Experiment, das die Rückwärtsgewandten wahrscheinlich erschrecken wird", sagte Uruguays Präsident Mujica, dessen Regierung das Gesetz 2013 verabschiedete“

Eine Prognose, die die „Rückwärtsgewandten“ eindrucksvoll bestätigt haben: Jedwelche Maßnahme, die der Macht des Kapitals (bzw. dessen „Recht“, sein Vermögen auszubauen) gefährlich werden könnte, wird aufs Entschiedenste und mit wirklich allen Mitteln bekämpft.

@Gerötete

Überdramatisierung. Cannabis ist harmloser als Alkohol. Eine Legalisierung bringt mehr Vorteile als Nachteile. Man schaue sich die Räuberhölen Niederlande und co in Europa an. Und ein Verbot das nicht konsequent durchgesetzt wird bringt was? Nichts. Die Kosten bei einer Legalisierung werden geringer und von den Konsumenten getragen statt wie bisher von allen. Diese christlich konservative Schauermärchen nimmt niemand mehr ernst. Aber solange die CSU mit ihren "Fachpersonal" (Mörtler, Scheuer) braucht nichts sinnvolles erwarten....

@Gerötete

Ja das THC-Gespenst geht um. Allerdings Frage ich mich, wo Sie den ganzen Quatsch her haben. Halluzinationen? Da muss man aber anderes Konsumieren, als Cannabis. Vereinzelt können Psychosen auftreten, allerdings würde mich interessieren, inwiefern das auch auf Alkohol zutrifft, der bewiesenermaßen körperlich und psychisch abhängig macht. Die Zahl der Alkoholtoten jährl. liegt bei 74.000 (Bei Cannabis 0). Auch Alkohol verursacht hohe Kosten für unser Gesundheitssystem. Übrigens ist THC ein sehr nützlicher Stoff, der auch zu medizinischen Zwecken eingesetzt werden kann, sollte und wird. Einfach mal schlau machen, statt - aus Unkenntnis oder reiner Verbohrtheit - zu hetzen. Denn folgte man Ihrer Argumentation, müsste Alkohol schon lange verboten sein.

09:19 von nie wieder spd

«Warum sorgt der Staat nicht für mehr Unternehmen, die Cannabis anbauen und für mehr Apotheken, die Cannabis verkaufen?»

Der Grund, dass Uruguay diesen Weg der Legalisierung geht, ist, der Drogenmafia hier das Wasser abzugraben. Werden es zu viele Unternehmen und Apotheken, ist der ganze Komplex für den Staat nicht mehr zu kontrollieren. Die div. Drogenmafias in S-AME haben mehr Geld + Einfluss als der ganze Staat URU. Sie sollen ja nicht wieder ihre Finger in die staatl. Struktur stecken können.

URU ist ein kleines Land, mit ARG & BRA als direkte Nachbarn. Flächenmäßig das 8. bzw. 5. größte Land der Welt. Montevideo ist so groß wie Köln, ± 50% der ± 5 Mio. Urugayer leben in der Hauptstadtregion. Buenos Aires ist "direkt gegenüber" am Rio de la Plata … und hat 13 Mio. Einw.

Ein ambitioniertes Experiment in URU.
Mit zu erwartenden Schwierigkeiten.

«Fließen … Mio. $ … in die Staatskasse & wie wird diese Summe verwendet?»

Ja, fließen in die Staatskasse. Soll für Medizin sein.

@Gerötete: Konsequenz für Alkohol?

Sie argumentieren mit gesundheitlichen Bedenken gegen eine Legalisierung von Cannabis.

Wie stehen sie denn dann zu Alkohol? Sollte dieser ihrer Meinung nach nun verboten werden? Immerhin sterben jährlich zehntausende an den Folgen ihrer Alkoholerkrankung, oder leiden unter vielfältigen dauerhaften körperlichen Alkohol-Schäden, und die Therapiezentren sind voll von Alkoholikern. Laut Bundesgesundheitsministerium belaufen sich die volkswirtschaftlichen Kosten hierfür auf ca. 40 Milliarden EUR jährlich.

Bislang gibt es keinen einzigen Cannabis-Toten, aber natürlich durchaus psychische Schäden bei radikalem dauerhaften Überkonsum.

Cannabis ist, wie jedes "Genussmittel", nicht ungefährlich. Aber die Dosis macht das Gift, sowie das Konsumentenalter.
Bei gut kontrollierbaren Drogen wie dieser sollte es mündigen Bürgern erlaubt sein, für sich selbst zu entscheiden.

Übrigens: Ich kiffe seit Jahrzehnten nicht mehr, sondern bevorzuge Alkohol. Trotzdem befürworte ich die Legalisierung.

@karlheinzfaltermeier

Opfer von Cannabis stellen sich dar? Ich habe noch gehört, das ursächlich an Cannabis gestorben ist. Das Kostenargument ist auch Quatsch. Glauben Sie ernsthaft das ein arbeitsloser Alkoholiker seine Suchtfolgekosten selber bezahlt? Da geht viel der Alkoholsteuer rein... Und das Mär der Einstiegsdroge ist schon lange widerlegt. Konsumenten bei uns kommen deswegen mit harten Drogen in Kontakt, weil der Dealer diese zusätzlich anbietet. Aber nicht in den Niederlanden und Portugal, wo der staatlich regulierte Laden nur Cannabis anbietet. Und nur das.

09:25 von nie wieder spd

«Es stellen sich so viele Fragen, von denen im Bericht keine einzige beantwortet wird. Noch nicht einmal Uruguay betreffend.»

URU ist weit südlich in S-AME. Kein tropisches Land, im Norden subtropisch. An der Küste wie in S-FRA, S-ESP, S-ITA. Im Winter (dort Juni -Aug.) kann es frisch werden wg. Luftmassen aus der Antarktis. Die ist gar nicht so weit weg. Im Sommer auch nicht zu heiß, sehr angenehm mit Wind. Jahres-Ø-Temp. Montvideo = 21,5°C.

Quasi überall im Land ist das Klima geeignet, um irgendwo auf Feldern / in Gärten Marihuana anzubauen. El Dorado für die Drogenmafia. Ländliches URU dünn besiedelt … wer soll das alles kontrollieren?

In ganz S-AME ist Marihuana ganz anders quasi überall verfügbar als in EUR. Und noch viel mehr Abzockerei auf der Straße in hoch-kriminellem Ambiente. Selbst wenn man gut ESP spricht, lässt man da die Finger weit von weg. Teils drastische Strafen kommen hinzu. Bis zu in miserablen Knästen vegetieren.
Gar nicht lustig.

Ein wenig Hintergrund.

@ nie wieder was

Welche Auswirkungen auf die Gesellschaft hat die Legalisierung mit sich gebracht,

Es gibt mehr Suchterkrankungen. Drogen führen immer zur Vereinzelung und zum Zerfall einer Gesellschaft.


... außer dass Verbrecher ein paar Millionen $ weniger kassieren? Fließen diese Millionen $ nun in die Staatskasse und wie wird diese Summe verwendet?

Nein, das Geld fließt nicht in die Staatskasse (wie denn auch?) und der Staat kann es daher nicht verwenden.

Mrs. M - Sicher sperrt sich niemand gegen

den medizinischen Einsatz von Cannabis.
Warum wir aber noch mehr Süchtige und geistig Unreife produzieren sollten, weiß ich nicht.
Seit ca. 35 Jahren ist bekannt, dass der regelmäßige Cannabis-Konsum bei jungen Menschen die Hirnreifung stoppt - und zwar als Langzeitschaden, nicht als Momentanausfall.

Zudem liest man, dass Cannabis heute 10 x stärker ist als die Droge der 70er Jahre. Das erklärt auch, warum es so bestialisch stinkt, wenn es sich Leute im Park gönnen.
Sie fahren dann in ihrem benebelten Kopf im Auto heim - Hasch-Tests gibt's nicht; sie fallen also erst auf, wenn etwas passiert. Hasch-Rauchende ziehen Dealer an - großartig!

Das Liberalitätsgefasel bringt ja nichts, wenn wir noch mehr junge Leute an Drogen verlieren - und viele von ihnen Sozialfälle werden.
Als Anschauungsunterricht dient mir übrigens ein kleiner Park - inzwischen an den "Hasch-Stellen" eine Müllkippe - und aus den Mündern kommt vulgärste Gossensprache: Gegen Abend meiden Anwohner den Park. Schön oder?

@karlheinzfaltermeier: Recht auf Rausch

> Daß Cannabis sehr häufig eine Einstiegsdroge ist für "härtere" Drogen wird garnicht erwähnt.

Doch, wird es, nur andersherum: Durch die Legalisierung kommt die Breite der Konsumenten nicht mehr in Berührung mit dubiosen unlustigen Personen, die neben einfachem Straßen-Hasch auch anderen Kram anpreisen und verkaufen, und dafür Hasch gerne als Einstieg verwenden.

> Die Befürworter der Legalisierung übersehen, daß dann die unausweichlichen Opfer hinzukommen.

Cannabis-Konsumenten konsumieren weniger Alkohol. Da Cannabis körperlich harmloser als Alkohol ist, wird es insgesamt also ganz sicher nicht zu mehr Opfern kommen, sondern eher umgekehrt. "Kiffen statt Kippen" heißt sogar ein TS-Artikel vom 16.10.

Im Grundsatz ist der Kern der Diskussion folgender:
Es gibt Menschen, die ein Recht auf kontrollierten Rausch für mündige Bürger einfordern, und sich dem Dogmatismus anderer, die ihnen dieses Recht untersagen wollen, entgegenstellen.

10:23, kleiner Bankert

>>Haschisch greift das Nervensystem an
... zerstört Selbstbewusstsein und Ehrgeiz und macht die Gesellschaft gleichgültig.<<

"Haschisch", also THC, ruft keinerlei organische Schäden hervor. Mein Selbstbewusstsein ist gut entwickelt, Mein Ehrgeiz war es noch nie, und gleichgültig bin ich nun wirklich nicht.

Das, was Sie schreiben, habe ich aber schon oft gehört. Auch gern so auf den Punkt gebracht: "Cannabis ist nicht mit unserer Leistungsgesellschaft kompatibel."

Na ja, das Hamsterrad sieht von innen aus wie die Karriereleiter. Kann sein, daß diese Illusion nach einem Joint verfliegt...

Verfassungsmäßigkeit

Egal wie man zu Cannabis steht, stellt sich nach der Neueinstufung der Gefährlichkeit durch die WHO die Frage nach der Verfassungsmäßigkeit des Verbots. Da die Schädlichkeit deutlich geringer ist als bei Alkohol, ist die Prohibition eindeutig verfassungswidrig und muss beendet werden. Unabhängig von der persönlichen Einstellung dazu!

Immer schon Drogen

Solange die Menscheit existiert wurden von uns Drogen konsumiert.
Der Unterschied: Heute entscheidet der Staat welche Drogen konsumiert werden dürfen und seien sie auch noch so schädlich z.B. Zigaretten / Alkohol.
Wer aber bei uns am Samstagabend statt einem oder vielen Feierabend Bierchen / Weinchen und vielleicht noch ein / mehrere Schnäpschen konsumiert, einen oder auch zwei Joint raucht ist ein Straftäter. In vielen Ländern ist dies heute legal.
Meine Meinung ist dennoch: Die beste Droge ist die, die du nicht nimmst !

10:46, schabernack

>>Marihuana in Uruguay wird nicht wie Kamelle beim Rosenmontagszug in die Menge geworfen, und jeder jeden Alters, der was auffängt, setzt sich kurz darauf 'ne Spritze mit Marihuana in einer dunklen Ecke hinter'm Bahnhof.<<

Ich bitte Sie. Wie oft steckt der Joint noch im Arm, wenn wieder mal ein Haschischopfer gefunden wird.

@10:23 von kleiner Bankert

>> Haschisch [...]
>> zerstört Selbstbewusstsein und Ehrgeiz

Nach 30-jährigerer Selbsterfahrung: NOPE! Kompletter Unsinn.

@kokolores2017

> Hasch-Tests gibt's nicht; sie fallen also erst auf, wenn etwas passiert

Diese Behauptung ist grob falsch und macht daher Ihrem Usernamen alle Ehre. Es gibt schon lange seeeehr fein anschlagende Rundum-Drogen-Tests inkl. THC, die nach kurzem Speichelabstrich innerhalb 1 Minute das Ergebnis liefern. Tatsächlich hat sogar bei mir schon mal einer davon angeschlagen (obwohl ich seit Jahrzehnten nicht kiffe), nur weil ich den Abend über am Lagefeuer neben Kiffern saß. Die nachgelagerte Urinprobe konnte den Verdacht aber sofort entkräftigen, und die freundlichen Polizisten ließen mich meine Kumpels nach Hause bringen. Alles alles gut und genau so, wie es sein sollte.

Ich stimme ihnen vollkommen zu, dass Autofahren nach Drogenkonsum streng geahndet werden muss, gerade im Hinblick auf all die alkoholbedingten Verkehrstoten.

@10:29 von kleiner Bankert

>> Drogen führen immer zur Vereinzelung

Können Sie das irgendwie belegen?

@ saschamaus75

Alle Menschen, die ich kenne und die regelmäßig kiffen, sind beruflich nicht erfolgreich teilweise auf die Tafel angewiesen oder sogar obdachlos.

10:55, saschamaus75

>>@10:23 von kleiner Bankert
>> Haschisch [...]
>> zerstört Selbstbewusstsein und Ehrgeiz

Nach 30-jährigerer Selbsterfahrung: NOPE! Kompletter Unsinn.<<

Ich pflichte Ihnen bei. Nach fast fünfzigjähriger Selbsterfahrung.

@kleiner Bankert um 10:23

>>Haschisch greift das Nervensystem an

... zerstört Selbstbewusstsein und Ehrgeiz und macht die Gesellschaft gleichgültig.<<

Jetzt ersetzen Sie mal das böse "Haschisch" mit "Alkohol" und machen sich bewußt, welche Auswirkungen der hat.

Einige hier haben ihren Wissensstand aus der gleichen Quelle wie die Ex-Drogenbeauftragte der Bundesregierung.

Unfassbar!

Statt mehr gegen Drogen zu unternehmen, wirft man nun also die Flinte ins Korn.

Nicht nur die Gesundheitsgefährdung steigt, nein auch die Zurechnungsfähigkeit nimmt mit erhöhtem Drogenkonsum ab.

Wenn das die Zukunft auch anderswo oder gar hier sein sollte ... dann mal gute Nacht.

Auch der Vergleich mit Alkohol hinkt. Ich kann doch nicht eine schlechte Sache mit der anderen vergleichen. Genau andersherum müsste es laufen. Drogen und Alkohol zu vermindern sollte und muss das Ziel sein.

Bei derartigen Artikeln und Entwicklungen kann ich nur noch mit dem Kopf schütteln.

Die Leute, die hier über Gesundheitsgefahren meckern

Sollten in der Selben Art gegen den Genuss von Alkohol vorgehen.

Der gelegentliche Genuss von Cannabis geht eher nicht auf die Gesundheit.

Es sei denn, man raucht es (es gibt andere Verabreichungsformen als einen Joint).

Der Konsument bleibt in der Regel friedlich und ist gut gelaunt.

Anders als im Suff....

Sofern der Konsument nicht psychisch labil ist, gibt es keine Suchtbildung.

Cannabis den Leuten zugänglich zu machen ist schon OK.

Wegen der Gefahren für labile Persönlichkeiten sollten man aber in betracht zziehen, eine Herausgabe an solche Menschen zu blockieren.

Das gilt aber im selben Masse auch für stark suchtbildende Drogen wie zb Alkohol.

Cannabis ist gefährlich

... wesentlich gefährlicher jedenfalls als die Verharmloser uns glauben machen wollen. Ich will nicht sagen, dass es einen kausalen Zusammenhang gibt, aber Tatsache ist, dass bei steigendem Cannabis-Verbrauch in einer Gesellschaft auch der Verbrauch an harten Drogen steigt.

Legalisierung

sämtlicher Drogen ist die einzige Lösung, würde dies doch den Kartellen die Grundlage entziehen. Legalisieren und Regulieren von Drogen ist der einzige Weg aus dem 'Drogenkrieg', und damit aus tausenden Toten JEDES Jahr. Problem dabei: Die Moralapostel rechts werden dies niemals zulassen, da sie sich dann nicht mehr moralisch überlegen fühlen können, da Sucht dann als medizinisches Problem, und nicht mehr moralisches betrachtet werden müsste.

Allein der Beginn des Drogenkrieges war eine einzige Katastrophe, ging es doch vor allem darum, das Konsumverhalten von Minderheiten aus purem Rassismus zu kriminalisieren. Zur weiteren Information über dieses Thema ist das Buch "Chasing the Scream" von Johan Hari zu empfehlen.

11:02, kleiner Bankert

>>@ saschamaus75
Alle Menschen, die ich kenne und die regelmäßig kiffen, sind beruflich nicht erfolgreich teilweise auf die Tafel angewiesen oder sogar obdachlos.<<

Das muss an Ihrem Bekanntenkreis liegen.

Ich bin weder auf die Tafel angewiesen noch obdachlos und lebe davon, daß ich mit meinen eigenen Händen Geld verdiene, ohne jemals auf Transferleistungen angewiesen gewesen zu sein.

Märchenstunde

Es werden mal wieder "wahre Geschichten" über mordende und Staatswesen zersetzende Cannabis Konsumenten erzählt die auf wahren Erfindungen beruhen. Toll das die Realität dem lügen straft. Trumpismus at is best.

@Kokolores2017 um 10:31

>>Zudem liest man, dass Cannabis heute 10 x stärker ist als die Droge der 70er Jahre.<<

Lesen kann man viel. Tatsächlich ist der THC/CBD-Gehalt gestiegen, aber maximal um den Faktor 3. Es wird aber auch entsprechend weniger konsumiert. Und "in den 70ern" war Cannabis auch meistens gestreckt, heute ist das reiner und besser dosierbar.

>>Als Anschauungsunterricht dient mir übrigens ein kleiner Park - inzwischen an den "Hasch-Stellen" eine Müllkippe - und aus den Mündern kommt vulgärste Gossensprache: Gegen Abend meiden Anwohner den Park. Schön oder?<<

Da tippe ich mal auf härtere Drogen.
Betrunkene benehmen sich übrigens genauso, ich persönlich würde lieber Ärger mit einem Bekifftenals mit einem Besoffenen haben.

11:06, kleiner Bankert

>>aber Tatsache ist, dass bei steigendem Cannabis-Verbrauch in einer Gesellschaft auch der Verbrauch an harten Drogen steigt.<<

Das ist keine Tatsache, sondern kompletter Unsinn.

Konsequentes Verbot

Warum die Flinte ins Korn schmeißen. Ich finde Cannabis sollte konsequent verboten bleiben und Alkohol würde ich durch klare Maßnahmen wie deutlich höhere Steuern auch weiter zurück drängen. Drogen können den Einzelnen und die Gesellschaft zertören.

11:06 von kleiner Bankert

«… aber Tatsache ist, dass bei steigendem Cannabis-Verbrauch in einer Gesellschaft auch der Verbrauch an harten Drogen steigt.»

Wer kifft, muss weniger saufen, bis wer breit ist.
Und schon sinkt der Verbrauch an harten Drogen.
Das ist eine Tatsache.

@10:31 von Kokolores2017

>> inzwischen an den "Hasch-Stellen"

Was bitteschön sind 'Hasch-Stellen'?

@Kokolores2017 - Die Schwarzmalerei der Rückwärtsgewandten

10:31 von Kokolores2017:
"Seit ca. 35 Jahren ist bekannt, dass der regelmäßige Cannabis-Konsum bei jungen Menschen die Hirnreifung stoppt - und zwar als Langzeitschaden, nicht als Momentanausfall."
> Daran wird kein Verbot und keine Freigabe etwas ändern, da sich "junge Menschen" ihre Drogen schon immer illegal besorgen mussten.

"Zudem liest man, dass Cannabis heute 10 x stärker ist als die Droge der 70er Jahre."
> Wo kann man sowas lesen?

"Hasch-Rauchende ziehen Dealer an - großartig!"
> Sie meinen so wie die Döner-Esser die Dönerläden anziehen?

"Das Liberalitätsgefasel bringt ja nichts, wenn wir noch mehr junge Leute an Drogen verlieren - und viele von ihnen Sozialfälle werden."
> Das Verbotsgefasel bringt auch nichts, wenn wir noch mehr junge Menschen an Drogen verlieren - und viele von ihnen Sozialfälle werden.

Zum Glück besteht da kein Zusammenhang. (Und wenn doch, sollten wir sofort ein striktes Alkoholverbot durchsetzen!)

Gras vom Staat

Feinste Qualität, alle ordentlich bedruckt mit staatlichem Gütesiegel.
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Eins vorweg. Selbst Marihuana ist und bleibt eine Droge. Genauso wie die Volksdrogen Tabak und Alkohol.
Ob aber das der richtige Weg ? Ich denke nicht... Es gibt's aber Länder wie in Südostasien, die gehen selbst bei weichen Dogen ganz anders vor. Die Frage ist allerdings, welches ist hier der bessere Weg um gegen Drogenkriminalität und Suchtfolgen vorzugehen ?

11:16, kleiner Bankert

>>Konsequentes Verbot
Warum die Flinte ins Korn schmeißen. Ich finde Cannabis sollte konsequent verboten bleiben und Alkohol würde ich durch klare Maßnahmen wie deutlich höhere Steuern auch weiter zurück drängen. Drogen können den Einzelnen und die Gesellschaft zertören.<<

Können Sie mir erklären, warum Sie für den entschieden giftigeren Alkohol kein konsequentes Verbot fordern?

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Am 18. Oktober 2020 um 10:23 von kleiner Bankert

Haschisch greift das Nervensystem an

... zerstört Selbstbewusstsein und Ehrgeiz und macht die Gesellschaft gleichgültig.

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Richtig !

@11:06 von kleiner Bankert

"aber Tatsache ist, dass bei steigendem Cannabis-Verbrauch in einer Gesellschaft auch der Verbrauch an harten Drogen steigt."
Als ich 1982 in Nepal war, war das Kiffen "halblegal". Niemand wurde bestraft, wenn er in Kathmandu vor ´nem Tempel ein Chillum geraucht hat. Fast jeder Erwachsene Nepali hat geraucht, wie fast jeder Bayer (der Vergleich sei erlaubt) Bier trinkt. Allerdings gabs unter den Nepalis keine Junkies. Die rekrutierten sich aus den westlichen Rucksacktouris waren aber auch nicht zu zahlreich.

11:06 von kleiner Bankert

Cannabis ist gefährlich
.. wesentlich gefährlicher jedenfalls als die Verharmloser uns glauben machen wollen. Ich will nicht sagen, dass es einen kausalen Zusammenhang gibt, aber Tatsache ist, dass bei steigendem Cannabis-Verbrauch in einer Gesellschaft auch der Verbrauch an harten Drogen steigt.<<

Mit Verlaub. Sie verbreiten hier Märchen.
Dies ist ein ururaltes Ammenmärchen.
Ich habe mal Soz.- Päd. studiert. Meine Diplomarbeit ging über das Thema Methadon als Substitution für Heroin.
Schon damals gab es keine signifikanten Gemeinsamkeiten.

Legalisierung der Droge ?

Praktisch Lösung wenn man diesen Verbrechern nicht mehr Herr wird.

Welche Verbrechen sollen dann als nächstes legalisiert werden?

wo liegt das Problem

das kann man in den Niederlanden doch auch

ob das jetzt sinnvoll ist ?

ich glaube! nicht
aber man kann ja alles erklären und rechtfertigen
und sei es dass schon Steinzeitmenschen Halluzinogene in Form von Fliegenpilzen zu sich nahmen
und sich so den Kopf volldröhnten
Nur ist es bei Robinson Privatsache wenn er sich betäubt das Bein bricht
in unserer modernen Gesellschaft muß die Gesellschaft einspringen
wie bei Alkohol und Nikotin (Übergewicht/ungesunde Ernährung)
wo es ja auch regelmässig zu Diskussionen kommt

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Am 18. Oktober 2020 um 11:02 von LifeGoesOn

Unfassbar!

Statt mehr gegen Drogen zu unternehmen, wirft man nun also die Flinte ins Korn.
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Sehe ich Absolut genauso !
Einen Virus bekämpft man doch auch. Drogen (konsum) und ganz besonders die Drogenkriminalität sowie der Handel sollten daher konsequent bekämpft werden. Weltweit !

Warum sorgt der Staat,

nie wieder spd @
nicht für die Opfer die durch Drogengewalt und Verbrechen lebenslang leiden müssen?

und im übrigen ...

der Wahlspruch aus meiner Jugend
morgens ein Joint
und der Tag ist dein Freund
:-)

nie wieder SPD

Sehe ich genauso . Und wer sich Sorgen über den THC Gehalt macht ,der sollte darüber nachdenken ,das man solche Pflanzen nimmt indem der THC Gehalt niedrig ist . Viel Unheil könnte so vermieden werden . Alkoholismus die Volksdroge Nr1 .
Beschaffungskriminalität , Prostitution . Es ist besser, diese Droge unter Kontrolle des Staates zu stellen, als sie bei der Kontrolle der Mafia zu belassen . Mit diesem Geld könnten wir dann Alkoholikern zum Ausstieg verhelfen .

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Am 18. Oktober 2020 um 11:38 von Sisyphos3

wo liegt das Problem

das kann man in den Niederlanden doch auch

ob das jetzt sinnvoll ist ?

###

Falsch ! Drogenbesitz ist auch in den Niederlanden verboten ! Nur für den Eigenbedarf dürfen kleinste Mengen (Max.5 g) in Shops abgegeben werden. Und auch im liberalen Holland steht dieses Gesetz schon immer in der Kritik !

Was viele vergessen...

... oder nicht wissen ist, dass Cannabis bis in die 20er Jahre des letzten Jahrhunderts nicht illegal war! Die Kriminalisierung begann mit dem Ende der Prohibition in den USA, und zwar um bei der Polizei Arbeitsplätze zu erhalten, denn viele Polizisten, die vorher Alkoholschmuggler gejagt und illegale Kneipen überprüft hatten, waren jetzt mehr oder weniger arbeitslos.

@fathalandslim

>>11:06, kleiner Bankert
aber Tatsache ist, dass bei steigendem Cannabis-Verbrauch in einer Gesellschaft auch der Verbrauch an harten Drogen steigt.

Das ist keine Tatsache, sondern kompletter Unsinn<<

Danke, dem kann ich nur zustimmen - diese Tatsachen-Behauptung ist kompletter Unsinn! 45 Jährchen Erfahrung - kreativ - selbstständig - und noch nie auf irgendwelche sozialen Transverleistungen angewiesen ;)

@schabernack
Ihre Kommentare begeistern mich immer wieder: "liegt der Kiffer irgendwo hinterm Bahnhof - noch mit nem Joint im Arm" - herrlich!!! :)))

11:40 von Sisyphos3

>>der Wahlspruch aus meiner Jugend
morgens ein Joint
und der Tag ist dein Freund<<

Mein Spruch war immer: Haste Haschisch in de Dasche, haste immer was zu nasche.

Ich bin für die Legalisierung. Ich wohne im ländlichem Raum und da ist es immer schwierig mit den Lieferanten. Und einen Nutzgarten habe ich auch nicht.
Aber 2 Apotheken im Ort.

@ kleiner Bankert am 18. Oktober 2020 um 11:06 Uhr

@ kleiner Bankert am 18. Oktober 2020 um 11:06 Uhr
"... aber Tatsache ist, dass bei steigendem Cannabis-Verbrauch in einer Gesellschaft auch der Verbrauch an harten Drogen steigt."

An der Aussage dürfte Einiges dran sein. Wer nämlich die Hemmschwelle zu Drogen erst einmal durchbrochen hat, sucht sich schnell den Weg zu "härteren" Sachen ... ergo ist das am Ende ein Fass ohne Boden ... und ein sehr gefährliches Fass. Auch deshalb ist schon allein der Gedanke daran, Drogen zu legalisieren, verwerflich!

Die Menschheit hat schon

Die Menschheit hat schon immer Drogen konsumiert, ob legale oder illegale. Cannabis sollte legalisiert werden. Alles andere wäre meines Erachtens Heuchelei angesichts der hiesigen legalen Drogen wie Alkohol. Natürlich darf nicht jede illegale Droge zugelassen werden - wie z.B. Kokain oder Heroin, welche erheblich gefährlicher sind.

11:37, werner1955

>>Legalisierung der Droge ?
Praktisch Lösung wenn man diesen Verbrechern nicht mehr Herr wird.

Welche Verbrechen sollen dann als nächstes legalisiert werden?<<

Ich bin Cannabiskonsument. Seit vielen Jahren übrigens Selbstversorger, da gärtnerisch begabt.

Sie bezeichnen mich als Verbrecher?

Danke.

11:40, werner1955

>>Warum sorgt der Staat,
nie wieder spd @
nicht für die Opfer die durch Drogengewalt und Verbrechen lebenslang leiden müssen?<<

Tut er das nicht?

Was meinen Sie mit "Drogengewalt"?

11:38 von Sisyphos3

«wo liegt das Problem
das kann man in den Niederlanden doch auch
ob das jetzt sinnvoll ist ?
ich glaube! nicht»

Es ist immer mehr sinnvoll, Drogen unter kontrollierbaren Umständen an Konsumenten abzugeben, die diese Drogen sowieso konsumieren würden. Auch dann zu sich nähmen, überließe man den Vertrieb ausschließlich halbseidenen bis hoch-kriminellen Dealern von irgendwo auf der Straße.

In Uruguay kommt hinzu, dass das Land in Südamerika liegt. Der Kontinent der vielen Drogenmafias, die auch das Marihuana nach Europa bringen, welches man in den NL auf den Straßen kaufen kann. Nicht nur in Coffeeshops gibt es das dort im Land zu kaufen. Muss man nur mal aus dem Bahnhof in Amsterdam raus kommen, und auf die Straße treten.

«aber man kann ja alles erklären und rechtfertigen
… sei es dass schon Steinzeitmenschen Halluzinogene in Form von Fliegenpilzen zu sich nahmen»

Was ist da "zu rechtfertigen"? Man nahm es ein … und aus die Maus.
Manche Affenarten nehmen berauschende Früchte.

Traumwelt

"Das Kalkül: Den Drogenbanden sollte die Geschäftsgrundlage entzogen werden, zumindest beim Cannabis-Handel."

Ich muss gerade grinsen: indem man die Geschäftsgrundlage der Drogenbanden legalisiert, wird ihnen diese entzogen? Wie dumm und naiv ist das? Jetzt verschieben die Banden also 20 t Cannabis nicht mehr illegal in den Häfen, sondern ganz legal ...und zwingen dann Apotheker das Zeug auf- und weiterzuverkaufen.

"Uruguay wurde zum Pionier in einer Region, in der die Prohibition zu mehr Gewalt und größerer Macht der Mafias geführt hat."

Nicht die Prohibition, sondern die Korruption bzw. die Verflechtung zwischen Staat und Drogenbanden.

"Und tatsächlich soll der illegale Hanf-Handel zwischen 2014 und 2018 um ein Fünftel zurückgegangen sein, heißt es im Bericht der staatlichen Beobachtungsstelle für Drogen."

Klar! Dafür ist der legale Hanf-Handel um 200% angestiegen! Für Drogenbanden eine Win-Win-Situation, ihrem Treiben jetzt auch gewerblich attestiert nachgehen zu können! Irre!

@11:02 von kleiner Bankert

>> Alle Menschen, die ich kenne und die
>> regelmäßig kiffen, sind beruflich nicht
>> erfolgreich

Also, alle Kiffer, die ich kenne, sind beruflich erfolgreich. oO

11:54, LifeGoesOn

>>Wer nämlich die Hemmschwelle zu Drogen erst einmal durchbrochen hat, sucht sich schnell den Weg zu "härteren" Sachen ... ergo ist das am Ende ein Fass ohne Boden ... und ein sehr gefährliches Fass. Auch deshalb ist schon allein der Gedanke daran, Drogen zu legalisieren, verwerflich!<<

Die beste Droge, um Hemmschwellen jeder Art zu überwinden, ist der Alkohol.

Durchgedreht

Wenn es um die Legalisierung von Haschisch geht, drehen Spießbürger, also gerade die Menschen, die keine Erfahrung und keine Ahnung von dem haben, über das sie sprechen, durch.

Kapitulieren ist keine Alternative

Weil man Cannabis nie ganz zurück drängen kann, soll es einfach legalisiert weren? Wir sollen also einfach kapitulieren?
Tolle Idee, dann schaffen wir auch gleich die Steuerfahndung ab, weil man Steuerhinterziehung auch nie ganz bekämpfen kann?

11:36 von nepal82

Als ich 1982 in Nepal war, war das Kiffen "halblegal". Niemand wurde bestraft
.
wenn sie in Bolivien oder Peru in den Anden unterwegs sind
haben viele Leute Probleme mit der Höhenkrankheit.
Abhilfe schafft ein Tässchen Tee aus Coca Blättern
in jedem Hotel stehen Kannen von dem Zeug rum
(und illegal ist es dort ab 3.000m ohnehin nicht, das Zeug gibt es säckeweise frei auf dem Markt zu kaufen).
Also vor gut 35 Jahren hat es mir in Cuzco, als ich dort ankam, sehr geholfen
ob man es mir hier glaubt oder nicht, ein Wundermittel
die letzten paar Jahre als ich die Länder regelmässig besuchte, konnte ich auf das bittere Zeug verzichten
(auch auf die 2 Viagra, die mir mein Arzt aus gleichem Grund mitgab
- die habe ich immer noch unangebrochen)

@LifeGoesOn - Kriminalisierung hilft nicht

11:02 von LifeGoesOn:
"Statt mehr gegen Drogen zu unternehmen, wirft man nun also die Flinte ins Korn."
> Richtig. Wenn man mit Waffengewalt nichts erreichen kann, muss man andere Mittel wählen. Die Legalisierung ist eine wirksame Möglichkeit im Kampf gegen Drogenkriminalität und deren Folgen.

"Wenn das die Zukunft auch anderswo oder gar hier sein sollte ... dann mal gute Nacht."
> Ja. Dann haben wir hier niederländische Verhältnisse. Überall Kanäle, Windmühlen, Fahrräder und Drogenopfer. Kennt man ja...

"Auch der Vergleich mit Alkohol hinkt. Ich kann doch nicht eine schlechte Sache mit der anderen vergleichen."
> Man kann alles vergleichen. Und wenn es sich bei beiden Dingen um Alltagsdrogen handelt, ist der Vergleich nicht nur möglich, sondern auch notwendig.

"Drogen und Alkohol zu vermindern sollte und muss das Ziel sein."
> Das ist richtig. Aber die Erfahrung lehrt uns, dass Kriminalisierung nicht hilft.

@11:06 von kleiner Bankert

>> Tatsache ist, dass bei steigendem
>> Cannabis-Verbrauch in einer Gesellschaft
>> auch der Verbrauch an harten Drogen
>> steigt.

Nope.

@ fathaland slim

"Ich bin Cannabiskonsument. Seit vielen Jahren übrigens Selbstversorger, da gärtnerisch begabt. Sie bezeichnen mich als Verbrecher?"

Nein! Sie verstehen die Implikationen nicht, die die Legalisierung in Bezug auf Drogenbanden mit sich bringt. Denn deren Geschäfte werden dadurch staatlich legalisiert! Verstehen Sie? Verbrechen zahlt sich also am Ende doch aus!

Und wenn sie glauben, die Drogenbanden jammern gerade... wundert es Sie denn nicht, dass z.B. in Uruguay die Drogenbanden nicht zu den Waffen gegriffen haben, um sich der Legalisierung entgegenzustellen, weil diese angeblich deren Geschäft bedrohe? Die Wahrheit ist: Die Drogenbanden feiern geradezu Urstände ob der Legalisierung: weniger Aufwand, weniger Risiko, weniger Verluste. Was waren das noch für Zeiten, in denen sich Drogenbanden gegenseitig bekämpfen mussten, um ihre Claims abzustecken, persönliches Risiko inklusive?

Und DAS ist dann auch der einzige Vorteil der Legalisierung: es gibt keine blutigen Revierkämpfe mehr.

11:52 von Rimutotara

Ich bin für die Legalisierung.
.
ich eher nicht
aber was ist dabei ner alten Oma bei ihren Altersgebrechen oder seelischen Problemen
nicht nen Haschkeks zu geben statt einen Medikamentencocktail
Ebenso soll es ja auch in der Schmerztherapie Erfolge zeigen
aber vorurteilsfrei über das Thema zu sprechen scheint unmöglich

mich als Verbrecher?

fathaland slim @

Ja, Menschn die Gesetzte nicht achten sind das nach unserem Rechtssystem.

Habt Ihr aufgegeben?

@ analytiker
Die Menschheit hat schon immer Drogen konsumiert, ob legale oder illegale. Cannabis sollte legalisiert werden. Alles andere wäre meines Erachtens Heuchelei ...

Die Menschheit hat auch schon immer Geldgeschäfte gemacht, ob legale oder illegale. Soll das jetzt auch alles legalisiert werden? Ist das sonst Ihres Erachtens auch Heuchelei?

Ich will Ihnen mal sagen, wie ich Ihre Haltung finde. In dieser Haltung sehe ich eine beschämende Kapitulation. Dann haben wir nämlich aufgegeben.

Ich empfehle mal die

Ich empfehle mal die Suchmaschine ihrer Wahl nach Harry J. Anslinger zu befragen. Bei Wiki z. B. ist ein interessanter Artikel mit welchen Mitteln und von wem damals Cannabis kriminalisiert wurde. Es ist erschreckend das sich der Glaube an diese erfundenen Argumente bis heute gehalten hat.

11:56, der Gerötete

>>Es wird viele Leute geben, die sich die Apothekenpreise nicht leisten können. Wie bei Alkohol... nicht jeder kann sich den nicht ganz so schädlichen Ethanol leisten.<<

Ethanol ist Alkohol, und Alkohol ist Ethanol. Die Schädlichkeit ändert sich nicht, wenn man den Begriff wechselt.

>>Wenn bei Kartellen Marktsegmente wegbrechen, werden diese Alles erdenkliche tun, um sich neue Märkte zu erschließen. Es wird Keinen interessieren, ob sie krank und süchtig werden, das Geschäft zählt.<<

Es gibt kein Cannabiskartell. Sie scheinen das mit dem Kokaingeschäft zu verwechseln. Die Gewinnspanne ist lange nicht so groß, weswegen mit Cannabis keine Milliarden verdient werden. Das in Deutschland konsumierte Gras wird dezentral von ganz vielen Growern angebaut. Wer gärtnerisch einigermaßen begabt ist, kann mühelos ein paar Pflanzen im Garten oder auf dem Balkon für den Eigenbedarf ziehen.

Könnte, wenn es nicht verboten wäre.

Sind nur Süchtige kompetent?

@ Ritchi:
Wenn es um die Legalisierung von Haschisch geht, drehen Spießbürger, also gerade die Menschen, die keine Erfahrung und keine Ahnung von dem haben, über das sie sprechen, durch.

Wie lächerlich dieses Argument ist, sieht man, wenn man es etwas weiter denkt.
Denn dann dürfen über die Legalisierung von Heroin auch nur die Junkies bestimmen. Die anderen sind ja vielleicht spießig und haben keine Erfahrung mit Heroin.

niemals nicht auch nur mit einem Finger

habe ich Cannabis angerührt.

Hätte ich das lieber mal getan. Ein massives Alkoholproblem (das ich glücklicherweise überwunden habe), hätte ich dann niemals gehabt. Wenn ich jemals in Gefahr war, "abzurutschen" und, wie viele hier an die Wand malen, als willenloser Suchtbolzen der Gesellschaft zur Last zu fallen, dann damals während der unseligen Sauferei in meiner Wehrpflichtzeit. Nicht wenigen ging es so.

Andere waren schlauer und haben gekifft. Vielleicht auch ein Aspekt.

@12:14 von kleiner Bankert

"Die Menschheit hat auch schon immer Geldgeschäfte gemacht, ob legale oder illegale. "
Sorry, aber das ist insofern Unsinn, dass es Geld erst seit ca. 3000 Jahren gibt, aber berauschende Pflanzen schon lange vor den Menschen auf der Erde existierten.

12:11, RoyalTramp

Es gibt zumindest in Deutschland keine Cannabis-Drogenbanden. Die Gewinnspanne ist zu gering. Das mag in Uruguay anders sein, ich weiß es nicht.

12:05 von RoyalTramp

«Ich muss gerade grinsen: indem man die Geschäftsgrundlage der Drogenbanden legalisiert, wird ihnen diese entzogen? Wie dumm und naiv ist das? Jetzt verschieben die Banden also 20 t Cannabis nicht mehr illegal in den Häfen, sondern ganz legal ...und zwingen dann Apotheker das Zeug auf- und weiterzuverkaufen.»

Lesen Sie den Artikel … und auch Sie werden geholfen.

Bisher 2 staatl. kontrollierte Unternehmen mit staatl. Lizenz bauen in URU das Marihuana an, das in den Apotheken verkauft wird.

Um dies unter Kontrolle zu halten, und eben nicht wieder die Drogenmafia darin mitwirken zu lassen, sind es bisher nur die 2 Unternehmen + 14 lizensierte Apotheken in ganz URU. Alle 14 im Großraum Montevideo. Im Rest des Landes ist Verkauf von Marihuana "wie immer". Wenn man sich als Uruguayer nicht auf den Weg nach Montevideo zum Einkauf machen will.

Marihuana gibt es in Südamerika noch mehr überall zu kaufen als in Europa. Als Tourist müssten Sie es in URU weiter beim Dealer ums Eck kaufen.

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