Kommentare - Polens Regierung weist Kritik an LGBT-Politik zurück

29. September 2020 - 11:00 Uhr

In einem offenen Brief hatten 50 Botschafter an Polen appelliert, die Rechte von sexuellen Minderheiten zu respektieren. Die Regierung in Warschau reagiert empört: Toleranz gehöre "zur polnischen DNA". Von Jan Pallokat.

Artikel auf tagesschau.de
Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

re 12:11 werner1955: Was mache ich nur?

>>Was machen Sie wenn Kulturen, Mehrfach, Kinder oder ander Reechte fordern weil das Ihre Art vom "Menschenrechten" sind?<<

Dann versuche ich Ihnen zu erklären, dass es keine „Ihre Art von Menschenrechten“ gibt! Das dies gerade die Verneinung von „Menschenrechten“ ist, weil sich diese eben nicht auf „Kulturen“ beziehen, sondern auf alle Menschen.

Und damit können Sie dann gleichzeitig verstehen oder gar begreifen, worin die „Gleichheit aller Menschen“ jenseits aller kulturellen, körperlichen, persönlichen und ... Unterschiede besteht.

Am 29. September 2020 um 12:18 von wynto

Zum Glück ist die überwiegende Mehrheit der Forist*innen hier geschichtlich und politisch beschlagen und kann dies einordnen und zurückweisen.
-----
Sie können diese gegenderte Hetze darbringen, weil es der Meinung des Propagandisten entspricht und daher erlaubt wird.
Es ist hier schon länger so, daß Andersdenkende diffamiert und zensiert werden.

Verbogen?

Der Artikel spricht einmal von "Regenbogenbewegung", ein anderes Mal von "Regenbogen-Bewegung".
Mir scheint in diesem Fall die zweite Variante eher geeignet.
Die erste beschäftigt sich doch wohl mit der Bewegung von (am Himmel zu bestaunenden) Regenbogen.
(Viel Bewegung habe ich selbst allerdings noch nie bei Letzteren beobachten können.)

zur polnischen DNA

gehrt aber leider auch, dass sich jede regierung seit fall des eisernen vorhangs immer wieder der katholischen kirche verbunden gefühlt hat. und nach den äusserungen führender geistlicher zu homo-ehe, gleichgeschlechtlicher liebe usw. ist es geradezu ein hohn, dass die politik jetzt meint, den unterzeichnern des offenen briefes ein "wir sind tolerant" entgegenzurufen und auf beleidigt zu machen.

@ 12:11 von Werner1955

Was versuchen sie hier zu konstruieren?
Wollen sie sagen, dass wenn in der Verfassung stünde, Homosexuelle sind Menschen zweiter Klasse, dieser Umstand eine unumstößliche und nicht umkehrbare Größe ist?
Verfassungen sind von Menschen geschaffen und können auch zum besseren geändert werden.

Und welche Rechte sollen andere Kulturen verlangen? Was meinen sie konkret?
Beziehen Sie sich auf einen speziellen Vorgang?

Na klar

In Polen gibt es große Probleme für lgtb. Das kann jeder Betroffene bestätigen. Wenn sich 50 Diplomaten zu so einem Brief hinreißen lassen, sollte zumindest ein nachdenken einsetzen. „Die Polen“ gibt es nicht, weil da die Schere der Toleranz weit auseinander geht. Unbestritten ist der Einfluss der Kirche . Das ist in vielen Ländern zu beobachten. Die Trennung von Staat und Religion klappt zum einen nicht, zum anderen wird aktiv nicht genug getan um Menschen aufzuklären. Dass einem Staatsoberhaupt der EU erklärt werden muss , es geht Menschenrechte und nicht um Ideologie, spricht Bände.

Polens Regierung

Ich möchte da mal den Vergleich zur Deutschen Bundesregierung ziehen.

Ehe für alle gibt es in Deutschland seit 2017. Wir sind da sicherlich kein besonders leuchtendes Beispiel für die Rechte von LGBTI.
Auch weil sich die Bundesregierung 2017 sich nicht in der Lage sah, einen eigenen Vorschlag zur Abstimmung dem Bundestag vorzulegen. Auch Bundeskanzler Merkel stimmte gegen das Gesetz !

Aber immerhin gibt es Fortschritte in Deutschland und ich habe die Hoffnung, dass die LGBTI nicht mehr um Toleranz oder Akzeptanz betteln müssen, sondern dass jede Form von gemeinsamen Miteinander seinen alltäglichen Platz in unserer Gesellschaft findet.

Gruß Hador

@Blitzgescheit, 12:35

Auch an sie noch einmal die Frage: was verstehen sie in diesem Zusammenhang unter 'Sonderrechten', die angeblich (wo und wem denn bitte?) eingeräumt werden?

was viele der Komentatoren hier nicht verstehen

ist eine ganz einfache Tatsache.

Polen ist Mitglied der EU. Fakt

Sie haben bei Beitritt unterschrieben sich an die Werte der EU zu halten. Fakt

Die Werte der EU beinhalten unter Anderem wörtlich, dass niemand aufgrund der sexuellen Orientierung diskriminiert werden darf. Fakt

Polen hält sich an viele der Regeln und Statuten der EU nicht und behauptet die EU dürfe sich nicht in nationale Belange einmischen...
Auf de anderen Seite werden fröhlich alle EU-Fördermittel eingestrichen.

Dieser Umstand alleine macht, frei von moralischer Wertung, die polnische Regierung schon zu habgierigen Heuchlern.

Das ihre systematische Diskriminierung moralisch unter aller Kanone ist, steht dann noch mal auf einem anderem Blatt.

re 12:10 Tralafit: Entschuldigung oder Alarmglocke

>>Tatsächlich hatten sich Gemeinden gegen LGBTI-Ideologie ausgesprochen, nicht gegen LGBTI-Menschen und ihre sexuelle Orietierung. Das ist ein substanzieller Unterschied.<<

Danke, dass Sie uns so deutlich diese Haltung vor Augen führen.
Wenn ich also „Schwulsein“ als „Ideologie“ ablehne, bin ich kein „Ideologe“ und lehne auch keinen „Schwulen“ ab?

>>...dass man die antiliberalen Auswüchse westlicher LGBTI-Ideologie fressen muss und dem Rest der Bevölkerung aufdrücken.<<

Welche „antiliberalen Auswüchse“ meinen Sie? Was verstehen Sie unter „westlich“? Was beinhaltet „LGBTI-Ideologie“?

Vor allem: Was müssen Sie „fressen“ und warum drücken Sie sich derart aggressiv aus, wenn Sie doch sagen wollen, dass die „Maßnahmen“ überhaupt nicht aggressiv oder gar diskriminierend gemeint wären?

>>Insofern wäre es Zeit für Entschuldigungen an Polen aufgrund des Fehlalarms.<<

Pardon, wenn Sie hier die Position der polnischen Regierung wiedergeben, läuten bei mir alle Alarmglocken!

11:36 von GDN

>>Der Staat, das sind (sollten sein) die Menschen, die darin leben. Das gilt für alle Staaten. Und wenn auf religiöser Seite missioniert wird, dann ist es erst recht für freie, humanistisch geprägte Menschen rechtens, ja sogar Pflicht, auf andere einzuwirken, die gegen den Humanismus und die Toleranz agieren und andere, die selbst Toleranz üben, zu unterdrücken.<<

Alles so weit in Ordnung. Sie schreiben: das gilt für alle Staaten. Wie wollen Sie dann die asiatischen Staaten belehren und deren Pflicht einfordern? Da werden Sie auf so manches Granit beißen. Begonnen in Russland (ich weiß, gehört zu Europa), weiter in die Türkei... von Aserbaidschan, Afghanistan, Saudi-Arabien, Irak, Iran... etc. will ich gar nicht erst reden.

@c4--

"Es findet keine Diskriminierung statt."

dann haben sie null ahnung, wie das leben von homosexuellen in Polen aussieht. ich spreche hier nicht von den großstädten, sondern von ländlichen gebieten!

und ihr "LGBTABCDEF " zeigt leider auch nur, wie wenig sie mit diesen menschen zu tun haben wollen. ich finde das schon ein starkes stück, die betroffenen mit so einer flappsigen schreibweise zu verhohnepiepeln. hat auch mit der ansonsten gültigen Netiquette hier nichts zu tun.

Vorübergehende Schließung der Kommentarfunktion

Liebe User,

wegen der hohen Anzahl der Kommentare auf meta.tagesschau.de kann diese Meldung im Moment nicht kommentiert werden.
Wir bitten um Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation

um 12:16 von Autograf

Weil Polen ein sehr armes Land ist,

Deshalb können sie keine Arbeitskräfte gebrauchen, die den Wohlstand steigern würden?

Ich habe schon bessere Ausreden gesehen. Fakt ist: Toleranz geht anders.

Darstellung: