Ihre Meinung zu: Interview zu Corona-Demos: "Der Protest muss deradikalisiert werden"

31. August 2020 - 17:43 Uhr

Wie lassen sich die mit den Corona-Maßnahmen der Bundesregierung Unzufriedenen wieder erreichen? Durch Transparenz und Debatte, sagt Protestforscher Grande. Aber nicht, indem man mit dem Finger auf Extremisten zeige.

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Kommentare

wow, ein solches Interview

hätte ich von der TS gestern noch nicht erwartet. Die Zeiten ändern sich offensichtlich.

Die Beobachtungen des Protestforschers decken sich mit meinem privatem Umfeld, wo fast jeder sich zumindest die Frage stellt, ob es mit den Massnahmen nicht langsam etwas übertrieben ist, bei dem niedrigen Krankenstand durch Corona.

"Der Protest muss deradikalisiert werden"

Das mag man in diversen Kreisen gänzlich anders sehen. Es geht den Hanseln doch nicht um die Sache, sondern die Sache ist die Destabilisierung unseres Staates und diesem Ziel haben die verschiedenen Ansatzpunkte zu dienen.

im großen und ganzen

bin ich mit den Maßnahmen einverstanden. Was ich unsinnig finde sind die Kontaktdaten z.B. in Cafes. Bis da mal einer Symptome zeigt, und dann mal die Kontakte nachvollzogen sind, vermutl. noch per Post weil nicht jeder ständig per Telefon erreichbar ist, dauert viel zu lange. Bis dahin ist man gar nicht mehr ansteckend.Dazu kommt noch, bei 30 Tischen draußen, wer hat wann und wo gesessen.

Aber deshalb würde ich wohl kaum auf die Idee kommen, auf eine Demo zu gehen. Was sind das für Leute auf den Demos ?

Bin mal gespannt was passiert, wenn Prof. Streeck Recht behält. Er vermutet ja, das im Winter die tägl. Neuinfizierten auf bis zu 20000 ansteigen (dreimal mehr als im März). Warum ihm das keine Sorge macht, bleibt ein Rätsel. Vielleicht weiß er mehr und darf nichts sagen. Seiner Karriere würde das wohl nicht förderlich sein, gegen den mainstream zu arbeiten.

Verbieten kann man Demos nicht, nur an die Vernunft appelieren. Aber das ist wohl zwecklos

Endlich ...

.. ein sachlicher Kommentar zu den Geschehnissen des Wochenendes - Danke !! Die meisten Stellungnamen waren schrill und wenig hilfreich. Soweit ich - trotz Dienst über das Wochende - mitbekommen habe, gab es keine Toten und auch der Reichstag ist völlig unbeschädigt- und ich bin sicher, daß die Demonstranten der Bitte unseres Herrn Bundespräsidenten unverzüglich Folge geleistet hätten, die Treppen zu räumen und sich wieder in den Protestzug einzureihen, - doch er war leider nicht vor Ort.

Positiv und negatives berichten

Drei Helden haben das Reichstagsgebäude verteidigt.

Einer ohne Helm, ohne Maske, ein anderer mit Helm, spritzschutz aber ohne MNS, der dritte folgte Coronaregeln, des tragen eines MNS falls nicht gewährleistet werden kann das der Abstand eingehalten wird.

Also, eigentlich nur ein Held... der Erfolg der beiden anderen durch nicht Einhaltung von Dienstvorschriften ist höchst fragwürdig.

der Irrtum

Eine Demonstration ist eine MEINUNGSÄUSSERUNG und als solche grundgesetzlich geschützt. Aber nach Sachlage war diese Demonstration eben nicht mehr nur eine Meinungsäußerung, sondern durch ihre speziellen Bedingungen hinsichtlich der Virusbekämpfung automatisch eine AKTION - die die Absicht der demokratisch getroffenen Entscheidung aushebeln würde. Genau das ist unzulässig und mit den Regeln unserer Demokratie unvereinbar - das ist Revolution. Das ist außerhalb der Verfassung. Mit Demonstrationsverbot hat das zunächst gar nichts zu tun. Da aber abzusehen war, daß die Demonstrationen gegen die politische Entscheidung zu großen Menschenansammlungen auf engem Raum führen würden blieb gar nichts anderes übrig als die Demonstration in der angekündigten Form (!) zu verbieten.. Das Gericht hätte es wissen müssen.Es hat die Verfassung mißachtet, der Berliner Innensenator mit seiner Entscheidung aber gerade nicht. Und es ehrt ihn, daß er bei seiner Entscheidung auch nach dem Gerichtsurteil.

ein Versehen?

Liebe TS, dieses Interview haben Sie vermutlich versehentlich veröffentlicht.
Aber wo es schonmal "draussen" ist:

-ja, es gibt sehr viele Normalos, die einzelnen oder vielen Maßnahmen kritisch gegenüberstehen. Diese Meinungen werden aber konsequent diabolisiert - eine Debatte ist offenbar unerwünscht

-"Die Aktion vor dem Reichstag hat enorme Wellen geschlagen" - erinnert mich an "Ich stehe im Stau" vs "Du bist der Stau". Hier hat kein abstraktes Etwas für Wellenschlag gesorgt, sondern die Medien - und ganz vorneweg (=mit der größten Reichweite) die Tagesschau. Obwohl der "Reichtagsssturm" (welch absurde Übertreibung!) nur eine Randnotiz einer weitestgehend friedlichen Demo war

-die erneute Spaltung der Gesellschaft ist das Ergebnis der Ausgrenzung von Meinungen, die seitens der politischen Führung nicht gewollt sind. Das ist höchst gefährlich. Gerade in den neuen Bundesländern sind die Menschen gegenüber Maulkörben, Meinungs- und Denkverboten sehr sensibel

-youtube gucken hilft

Danke!

Hervorragend erläutert, rein sachlich. Das sollten sich auch die Redaktionen mal ganz tief verinnerlichen, denn nicht wenige Kommentatoren sogar der öffentlich-rechtlichen Medien differenzieren viel zu wenig und tragen somit zur unreflektierten Spaltung der Meinungsbildung in der Gesellschaft bei.

Klappt nicht

" Durch Transparenz und nicht, indem man mit den Finger auf Extremisten zeige, sagt Protestforscher Edgar Grande. "

Weil die Reaktionen von Politik und Gericht von vielen, nicht nachvollziehbar sind.
Dann immer die Rede von der Mitte, wo geht Mitte los, und wo ist sie zu Ende.
Menschen die gegen Corona auf die Straße gehen, haben wenig begriffen was so ein Virus ist. Die kann man nicht erreichen, egal mit was, gilt auch für Impfgegner und viele weitere Gruppen.

Chaoten lassen sich nicht überzeugen

Man darf die friedlich demonstrierenden Corona Zweifler nicht mit den rechtsextremistischen Chaoten gleichsetzen.
Letztere dürften weitestgehend beratungsresistent sein. Es wäre Sache der AFD, sich endlich klar von Gruppierungen wie NPD und Identitärer Bewegung zu distanzieren. Bezeichnend, dass sich Höcke und Co. zu den schändlichen Vorgängen in Berlin bislang nicht geäußert haben. Von den Organsiatoren derartiger Großveranstaltungen muss mehr Professionalität und Verantwortungsbewußtsein eingefordert werden. Rechtsextremisten mussten sich förmlich eingeladen fühlen. Besonders dreist der Versuch des Veranstalters, der Polizei die Schuld an den Gewaltexzessen geben zu wollen. Der Ruf unseres Landes wurde schwer beschädigt. Angebliche Patrioten outeten sich als tumbe Chaoten.

Vor allem ehrlich bleiben

Die Kette von Polizisten stand vor dem Reichstag mit dem Rücken zu den "Eindringlingen". Das zeigt, dass die Polizisten die eingedrungenen Demonstranten für recht harmlos halten. Die drei "Helden" bzw. Polizisten konnten mit Worten und etwa herumfuchteln mit dem Gummiknüppel rund 400 Demonstranten zurück halten, weil diese einsichtig waren und Respekt vor der Polizei hatten.

Wir sollten mit Begriffen wie Skandal, ekelhaft und "die Republik in ihren Grundfesten erschüttert" mal etwas sparsamer umgehen. Die Unehrlichkeit fällt doch auch neutralen Beobachtern auf und lässt sie mit den Regierungskritikern sympathisieren!

@18:56 von Duzfreund

">>Der Protest muss deradikalisiert werden<<
Das mag man in diversen Kreisen gänzlich anders sehen. Es geht den Hanseln doch nicht um die Sache, sondern die Sache ist die Destabilisierung unseres Staates und diesem Ziel haben die verschiedenen Ansatzpunkte zu dienen."

Der Punkt, den den er dazu machte ist ja eben, dass diejenigen, die mittlerweile das ganze System stürzen wollen nicht erst seit Sonntag so unterwegs sind, sondern eigentlich seit 2015 zunehmend ihre Wut ausgebaut und organisiert haben. Eben weil die Diskursfähigkeit in unserer Gesellschaft immer mehr abnimmt und man nie mit den "Hanseln" diskutieren wollte sondern sie immer gleich als Fehlgeleitete ansprach, die man maximal noch "mitnehmen" oder zurückholen kann. Auf den politisch korrekten Kurs natürlich, was soll dieses "mitnehmen" sonst heissen.
Sehr interessantes Interview.

Am 31. August 2020 um 18:54 von chris 189

..............wo fast jeder sich zumindest die Frage stellt, ob es mit den Massnahmen nicht langsam etwas übertrieben ist..............

Diese Gruppe gibt es natürlich auch. Die leugnen nicht das es Corona gibt, sondern finden die Maßnahmen übertrieben. Aber welche Maßnahmen finden Sie und Ihr Umfeld denn übertrieben ?

Mein Reden

Das ist genau mein Reden in den unzähligen threads hier der vergangenen Tage. Schön, dass der Herr Protestforscher meine Meinung teilt. Es wäre an der Zeit für mehr Transparenz in allen Entscheidungen. Das heißt nicht, dass ich grundsätzlich gegen Schutzmaßnahmen bin!

kein Betreff

"Zu dieser Verunsicherung hat sicherlich auch beigetragen, dass die Experten in den Medien mit teilweise ganz unterschiedlichen Meinungen zu Wort kamen."

Ist völlig normal im wissenschaftl. Prozess, so läufts nun mal, hier gibt es keine Wahrheit, maximal eine Annäherung.

Was die Demo angeht, man kann sich seine Gäste nicht immer aussuchen, ich halte einfach die Versammlungs und Demonstrationsfreiheit hoch.
Was manch einem nicht präsent scheint ist, dass ihre Idealvorstellung von Demokratie, einfach so gegeben sei. Mit nichten, da sollte man ganz genau drauf schauen, Tag für Tag.
Kriege und Epedemien sind ideale Vorraussetzungen für die Macht, wenn ichs mal so undifferenziert in den Raum stellen mag.

Argumentieren, nicht agitieren - informieren, statt ign

Man sollte die Hoffnung nicht aufgeben, die friedlichen Demonstranten von der Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit der Corona-Maßnahmen überzeugen zu können. Ein Blick ins Ausland, die Einschätzung der Experten, die hohen Zustimmungswerte in der Bevölkerung und nicht zuletzt der Erfolg des bisherigen Krisenmanagements der Bundesregierung, um den uns die Welt beneidet, sollten schwer zu entkräften sein. Kaum nachvollziehbar, warum Björn Höcke mit seiner absurden Behauptung, das Corona-Virus sei verschwunden, noch immer Zuspruch findet. Das gleiche gefährliche Spiel wie mit dem Klimawandel, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

Ich gratuliere zu diesem

Ich gratuliere zu diesem hervorragenden Interview. Nur so kann man die Spaltung der Gesellschaft überwinden. Dieses Interview sollten die Politiker aller Couleur gewissenhaft lesen und ihr eigenes Reden und Tun mal kritisch überdenken.

Bei so harmlosen, wie

Bei so harmlosen, wie wichtigen "Einschränkungen" bei Coronaregeln, gehen unsere Brainiacs demonstrieren. Dass Strom unbezahlbar wird, das über Fahrverbote schleichend enteignet wird, das Wasser demnächst konzessioniert werden könnte, all das lässt sie kalt.
Diese Demos sind unnütz und gefährlich, darum sollte man sie, wie Konzerte, sportpublikum oÄ, nicht zulassen.
Dass da immer irgendwelche Spinner kommen, die radikal sind, ist so sicher, wie das Amen in der Kirche.

Toleranz für Intolerante?

Toleranz, setzt Gegenseitigkeit voraus. Ein frommer Gedanke, Leben und Leben lassen. Was aber, wenn mir der Andere nach dem Leben trachtet? Wenn er mich und meine Familie bedroht? Seine Bedürfnisse ausdehnt, bis er meine beschneidet und sich noch .... voll und ganz im Recht wähnt?

Muss man Schulschläger auf dem Schulhof gewähren lassen?
Steckt hinter dieser Frage nicht bereits die Angst, einzustehen für die eigene Überzeugung. Kante zu zeigen, - selbst wenn es eins auf die Nase geben könnte? Kante zeigen, das fiel selbst unseren Lehrern schwer. Hasenfüssiges Wegschauen -wesentlich bequemer.

Der Begriff Toleranz wurde in den vergangenen Jahren immer stärker ausgedehnt. Bevorzugt von Gruppierungen, die weder unsere Demokratie, noch unser Gemeinwesen stützen.
Eine wirkungsvolle Deradikalisierung radikaler Gruppen ist nur möglich, wenn man ihnen Toleranz der Gemeinschaft entzieht. Unsere Demokratie muss sich und seine Bürger schützen.

Kante zeigen, jetzt!

„Wie lassen sich die Unzufriedenen mit den Corona-Maßnahmen der Bundesregierung wieder erreichen? Durch Transparenz und nicht, indem man mit den Finger auf Extremisten zeige“

Exakt. Die Leute wollen umfassend informiert werden. Nicht erzogen.

„Hier demonstriert zum großen Teil eine misstrauische Mitte, die unzufrieden mit der aktuellen Politik ist, die das Vertrauen in die Regierung verloren hat und (...)
ts: „Wer ist diese "misstrauische Mitte"?
Grande: Es sind eben nicht nur extreme Spinner, sondern (...). Also Menschen, die auf spezifische Weise von den Corona-Maßnahmen betroffen sind, sei es durch Kurzarbeit oder Schließungen der Schulen“

Und die sich mit den daraus ergebenden Problemen alleingelassen fühlen.

„Es ist bedenklich, dass es extremen Gruppierungen wie den Reichsbürgern gelungen ist, diesen Protest für sich einzunehmen“

Solche widerlichen Auftritte sind nicht zuletzt wegen der Symbollastigkeit der Politik möglich: Zuviel Form, zuwenig lösungsorientierte Sachpolitik.

Entscheidender Unterschied

Meiner Meinung nach darf kritisches Nachdenken über einzelne Maßnahmen gegen die Pandiemie, wie sie in der Studie aus Mannheim gezeigt wird, niemals gleichgesetzt werden mit der Teilnahme an Protesten, deren Planung und Durchführung unter maßgeblicher Beteiligung Rechtsextremer für jeden klar erkennbar ist. Wer daran teilnimmt, der tut dies unter bewusster Inkaufnahme der Unterstützung verfassungsfeindlicher Kreise und entlarvt sich dadurch als Gegner einer demokratischen und humanistischen Gesellschaft.
Auch diesmal werden sie wieder sagen, sie hätten nichts gewusst und auch diesmal wird es wieder gelogen sein!

Ein gutes und für die ts

Ein gutes und für die ts recht mutiges und ungewöhnliches Interview.
Differenzierung ist nach wie vor angesagt. Dass da plötzlich über 30.000 Nazis, Reichsbürger, Impfgegner... was behauptet man noch alles ? rumlaufen, glauben nur die Fanatiker hier.
Ich warne gerne nochmal davor, die anderen in die Arme genau jener zu treiben, die hinter der Demo stehen. Und das tut man, wenn man sie andauernd beleidigt oder ihnen (es vermutlich sogar besser wissend) Dinge unterstellt, die nicht stimmen.
Die AfD war eigentlich erledigt, aber sie wird gerade wieder groß gemacht. Und das nicht von ihr selbst.
Augenmaß, Differenzierung, Entspanntheit im Umgang mit Corona, dann ersparen wir uns so einige Probleme.

Gutes, sachliches Interview

"Es ist aber ein unverdienter Medienerfolg dieser Extremisten, die mit ihren Aktionen und Bildern die öffentliche Berichterstattung und Kommentierung dominieren. Dadurch wird die große Bandbreite des Protests nicht mehr sichtbar. [...] es könnte aber auch zu einer weiteren Radikalisierung des Protests führen."

Sehr haarscharf beobachtet. Es sind die Medien, die mit Ihrer Einengung auf den Skandal zu einer Polarisierung der Gesellschaft zunehmend mit beitragen! Hier versagt die 4. Instanz zunehmend!

Da sind aber auch Politiker zu nennen, die sich keine Mühe mehr machen, zwischen dem Unmut gegen Coronamaßnahmen einerseits & Rassisten andererseits zu unterscheiden & dann alle über einen Kamm scheren! Dass die "Unzufrieden" sich dann radikalisieren, kann doch dann niemanden mehr überraschen. Was erwartet man denn auch von einem Familienvater? Dass er dem Nazi neben sich eine runterhaut, damit die Medien & Politiker wahrnehmen, dass eben nicht alle "Nazimitläufer" sind?

Ach ja wieder Dialog ...

... und ins Boot holen ... Ich kann es nicht mehr hören. Da gibt es massenhaft Leute, die phantasieren sich ein Zeug zusammen - verweigern sich jeglicher Argumentation. (Ich habe schon Fransen am Mund). Diese Webseiten und Youtube-Videos mit skurrilsten Bekundungen sind der Oberhammer und Familien mit Kindern (unter den Demonstranten) sind schon gar kein Argument. Seit wann sind Familien mit Kindern automatisch mit Verstand gesegnet? (Habe genug Kinder unter ihren Eltern leiden sehen).

Was ich schwierig finde...

...ist, dass sich auf den Demonstrationen Menschen mit so vielen unterschiedlichen Interessen befinden.

Wenn Menschen sich vorgeblich Sorgen um ihre wirtschaftliche Existenz machen, warum organisieren diese keine eigene Kundgebung? Wenn man die Antworten der Politik auf die Herausforderungen der Krise sachlich kritisieren möchte, warum läuft man bei einer Demo mit, die von Verschwörungstheoretikern begleitet wird, die von einer „neuen Weltordnung“ sprechen und/oder davon überzeugt sind, dass ihre jetzige Situation mit der von Verfolgten z.Zt. des NS-Regimes gleichzusetzen sei?

Da scheint doch jegliches Maß der Dinge verloren oder nie vorhanden gewesen zu sein. Mal ganz abgesehen davon, dass auch die Anwesenheit von s.g. Reichsbürgern, Identitären und Rechtsextremisten von vornherein bekannt war. Da hilft doch ein „Gegen Nazis“ Schild als Abgrenzung nicht wirklich.

Und wie kommt man darauf in einer Diktatur zu leben, anstatt diese Krise als vorübergehende Phase zu begreifen?

Jeder hat das Recht ...

Jeder hat das Recht, seine Meinung zu den Hygieneregeln zu äußern und für diese Meinung zu demonstrieren, und es kann vor Gericht gegen die Maßnahmen geklagt werden.

Aber es gibt kein Recht, geltende Regeln einfach beiseite zu wischen weil man glaubt, im Besitz der absoluten Wahrheit zu sein

Diejenigen, die here Motive haben, sollten sich klar darüber sein, dass sie mit ihrem Verhalten ihrem Anliegen eher geschadet haben.

Wer neben Rechtsradikalen läuft und diese gewähren lässt, dem nimmt man eben nicht ab, dass es ihm um demokratische Rechte geht!

Wo ist den Rechtsradikalen klar gesagt worden, dass sie nicht erwünscht sind? Wo sind sie aufgefordert worden, ihre Fahnen einzurollen?

Hinterher ein paar distanzierende Worte sind zu wenig.

Aktuelle

Aktuelle Infektions-Entwicklungen in anderen Ländern wie z.B. Frankreich sollten eine Warnung sein. Es ist leicht, auf das Präventionsparadoxon hereinzufallen. Ob man die Protestierer mit Transparenz und Debatte wirklich erreichen und überzeugen kann ? " Die Politik " macht ja genau dies. Erklären, warum eine Massnahme jetzt nötig, nicht mehr nötig ist oder geändert werden muß.

Am 31. August 2020 um 19:26 von Nordbraut

............Es wäre an der Zeit für mehr Transparenz in allen Entscheidungen.......

Da fällt mir glatt die Maskenpflicht für Schüler ein. Herr Lauterbach erklärte das Masken im Klassenraum nichts bringen, weil sie die Aerosole nicht aufhalten. Nur lüften alle 30 Minuten wäre die Lösung. Im Grunde dürfte in Klassenräumen, die man nicht anständig lüften kann, gar kein Unterricht stattfinden. Was pasierte ? Schüler mit Maskenpflicht im Klassenraum.

Erreichen? Die?

Wollen die denn erreicht werden? Wollen die denn diskutieren? Wollen die irgendwas anderes hören, als dass "die Politiker" und "die Staatsmedien" ihre Feinde sind? Wie kann man denn überhaupt Gruppen, die sich gleichzeitig als "das Volk" und "nicht dem Mainstream folgend" (der Widerspruch fällt denen ja nicht mal auf) bezeichnen, in eine Diskussion einbeziehen? Die "meine Sorgen sollen ernst genommen werden" sagen und "die anderen sollen tun, was ich will" denken?
Die monate- und jahrelang durch ihr Bekunden unter Beweis gestellt haben, dass sie die Verfassung, die sie angeblich beschützen wollen, nicht ansatzweise begriffen haben? "Ich, mich, meins, so steht es mir laut Grundgesetz zu", weiter muss (und kann) man nicht denken. Und genau deshalb ist es auch keine Wunder, wenn man "ohne es zu wollen" gemeinsame Sache mit den bereits organisierten Demokratiefeinden macht.
Ich habe die längste Zeit versucht, auch das verquerteste Denken nachzuvollziehen, aber jetzt wird es mir zu blöd.

Ausnahmezustand noch gerechtfertigt..?

"Der Bundestag hatte die „epidemische Lage“ am 25. März 2020 festgestellt und einem Gesetzentwurf „zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ zugestimmt. Damit traten eine Reihe von Rechtsverordnungen und Anordnungen in Kraft, um die Covid-19-Pandemie zu bekämpfen. Im Infektionsschutzgesetz (IfSG) steht, dass der Bundestag diese Lage wieder aufhebt, „wenn die Voraussetzungen für ihre Feststellung nicht mehr vorliegen“ (§5 Abs. 1 IfSG)."

Der Bundestag und die Regierung sollte regelmäßig begründen, weswegen sie es noch für nötig halten diesen Zustand aufrecht zu halten. Dies würde sicher Vertrauen schaffen.

Die reinen Zahlen an Infizierten sind jedenfalls nicht geeignet dafür.

Vielmehr sollte die Anzahl der schweren Fälle und der Todesfälle als Massstab heran gezogen werden.

Prof Streeck hat hierzu ja schon einen Vorschlag gemacht:

https://www.n-tv.de/wissen/Keine-Angst-vor-den-Infektionszahlen-article2...

Und dennoch

sehe ich in Deutschland keine übertriebenen und überzogenen Einschränkungen für den Durchschnittsbürger. Abstandsregeln, Maske, Kontaktdaten hinterlegen. Und Fußball, - o.k., dass mag natürlich für einige ein echter Grund zum Protest sein!

Francis Fortune

Am 31. August 2020 um 18:56 von Duzfreund

>>s geht den Hanseln doch nicht um die Sache, sondern die Sache ist die Destabilisierung unseres Staates und diesem Ziel haben die verschiedenen Ansatzpunkte zu dienen.<<

Also mir ging es um die Sache und NICHT um die Destabilisierung des Staates

Respekt!

Es geschehen doch noch Zeichen und Wunder. Bei der Tagesschau ein Interview, in dem den Demonstranten Verständnis entgegengebracht wird. Ich bin zutiefst verunsichert.

@Quarkbüdel, 19:04 Uhr

Sorry, aber das Bild, welches die rechtsextremen Chaoten im Ausland gezeichnet haben ist verheerend. Da sollte man nichts beschönigen. Die Demonstrationsfreiheit wurde dreist mißbraucht und damit das an sich verständliche Anliegen der Demonstranten pervertiert. Wer Absperrgitter einreißt und Polizisten attakiert, zeigt, dass er ein völlig falsches Verständnis von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit hat. Auch wer gemeinsam mit den Feinden unseres Staates durch die Strassen marschiert, muss ich fragen lassen, wem er damit eine Plattform bietet. Aufarbeitung ist wichtig, aber einhergehend mit der Suche nach Ursachen und Verantwortlichkeiten. Eine Bagatellisierung der Ereignisse wäre völlig unangebracht.

rer Truman Welt

Mein ein Gott, es gibt sie doch noch: Wissenschaftler/ Forscher mit Verstand und Intelligenz. Danke!
Während Herr Grande noch sehr höflich und diplomatisch die Fehler und Missstände in Politik und Medien vorsichtig andeutet, teile ich komplett seine Interpretation der beschriebenen Wirklichkeit. Das Gros der friedlichen Demonstranten in die Ecke der kleinen Gruppe von Faschisten, Nazis, Weltfremden und Spinnern und jetzt auch der "Demokratie-Gefährder" zu schieben, trägt zur Radikalisierung aller anderen bei, die sich weder (richtig) gesehen, noch gehört und verstanden fühlen (müssen). Weder der Fokus der Politik noch der Medien entspricht bei diesen Demonstrationen der Abbildung der Realität. Sie geben den Falschen ihre fast volle Aufmerksamkeit. Herr Grande macht das in seinen Ausführungen diplomatisch sehr klar. Hoffentlich wird das jetzt endlich mal zur Kenntnis genommen und notwendige Korrekturen vorgenommen.

Re: peter04 am 31. August 2020 um 19:10

"...Obwohl der "Reichtagsssturm" (welch absurde Übertreibung!) nur eine Randnotiz einer weitestgehend friedlichen Demo war..."

Mag wohl mengenmäßig gesehen so gewesen sein. Wenn man die Lügenkampagnen hinzu nimmt, wie z.B. die, dass Trump mit Militär in Deutschland sei um gemeinsam mit den Demonstranten die Regierung zu stürzen, dann ergibt sich allerdings schon ein deutlich kriminelles Bild. Damit wollte man offensichtlich die Demonstranten über den Tisch ziehen um sie für einen Putsch zu instrumentalisieren. Dass der Großteil der Demonstranten darauf nicht reingefallen ist, spricht natürlich für sie. So tief ist die Verworfenheit dann offenbar doch nicht. Zumindest muss man aber doch noch bemängeln, dass sich sehr viele nicht an die Corona-Schutzmaßnahmen gehalten haben, womit sie die öffentliche Sicherheit gefährdet haben und weitergefährden. Auch das ist kein Ruhmesblatt. Und die Spaltung geht dabei ganz von ihnen aus.

Noch ist die Zustimmung im

Noch ist die Zustimmung im Volk relativ groß, was die Politik insgesamt in Bezug auf Corona betrifft. Deshalb ist Deutschland bislang recht gut durch die Pandemie gekommen. Wenn die Zustimmung nachlässt und sich mehr und mehr Widerstand regt, wird es schwierig. Das gilt es unbedingt zu vermeiden! Ich hatte heute Vormittag schon geschrieben, dass diese Diskussionslosigkeit sämtliche Maßnahmen betreffend eine große Gefahr für Deutschland ist. Ich hoffe, die Bundesregierung wacht bald mal wieder auf was das betrifft.

Am 31. August 2020 um 19:11 von wenigfahrer

>>Die kann man nicht erreichen, egal mit was, gilt auch für Impfgegner und viele weitere Gruppen.<<

Es gibt Impfgegner...und es gibt Impf-Zwangs-Gegner... merken Sie den Unterschied ?

Filterblasen verhindern das

was im Interwiev aus meiner Sicht zu kurz kam: die Politik war noch niemals in der Geschichte zuvor so transparent und offen, wie heute. Und auch die Möglichkeiten eìner öffentlichen Debatte nie zuvor so einfach, wie heute. Aber sowohl TV, als auch Zeitungen und das Radio erreichen immer weniger Menschen. Uns fehlt schon der Konsenz des Faktischen, wenn zigtausende Menschen heute verblendet und gefangen sind in den Filterblasen von Facebook/Twitter und Co. sowie leichtes Opfer der Propaganda von RT, Compact und so weiter sind. Es rächt sich immer mehr, das vielen heute einfachste Medienkompetenzen fehlen. Zeit, ein Schulfach daraus zu machen. Dialoge zwischen Filterblasen können nämlich nicht stattfinden. Der Konflikt entfesselt sich polarisiert dann irgendwann auf der Strasse

Volle Zustimmung, Herr Grande!

"Seit Mitte März bis Anfang Juli beobachten wir eine kontinuierliche Zunahme der Ablehnung von Corona-Maßnahmen von circa 25 auf 40 Prozent."
> Ich schreibe hier von geschätzten 10 Prozent und werde als weltfremd bezeichnet...

"Man überzeugt unzufriedene Bürger nicht, in dem man mit dem Finger auf die Extremisten zeigt."
> Herr Grande bringt es auf den Punkt. Diesen Leitsatz sollten sich alle Politiker und Medienschaffenden zu jeder Gelegenheit in Erinnerung rufen.

"Aber es liegt natürlich auch am Veranstalter, [...] extremistische Gruppen auszuschließen."
> Ich frage mich, wie ein Veranstalter das umsetzen soll. Mit Hilfe der Polizei ginge das vielleicht, aber die hat sich ja von Anfang an gegen diese Demo gestellt.

Vielleicht haben sich einige Demonstranten besser informiert als

der Durchschnitt?
@19:11 von wenigfahrer
Zumindest einige der Reden, die ich nachgehört habe, hatten gute Hintergrundinformationen.
Z.B. die Hinweise auf die Bedeutung der Tests (70 zugelassene Tests, keiner "validiert", nur "Vermutungen", wenn auch "substantiiert", also nicht reine Spekulation) etc.

Impfgegner: Es wurde darauf verwiesen, wie lange eine solide Entwicklung braucht - bisher mind. 5 Jahre - was die Gefahren der Veränderung in körpereigenem Genmaterial sein könnten, die bisherigen erheblichen Nebenwirkungen, die den Optimismus auf einen baldigen Impfstoff dämpfen etc.

Verrückte und Nazis:

eine gefährliche Verbindung, denn die Verrückten
realisieren nicht, dass sie die Nazis zu solchen Sachen, wie am Reichstag, förmlich einladen. Wenn die "Querdenker" nur mal einen Moment richtig denken würden, kämen sie schnell zur Erkenntnis, dass sie für ihre Forderungen nur von den Nazis missbraucht werden. Also Der Wortteil: DENKER - im Wort Querdenker ist da völlig danebengegriffen.

@ Esche999

Das ist eben das Problem in einem "Rechtsstaat": zwei unterschiedliche Gerichte, können bei identischer Sachlage und identischer Gesetzeslage zu zwei völlig unterschiedlichen Entscheidungen gelangen.

"Am Vorabend hatte die Stadt Hanau die Demonstration jedoch wegen stark gestiegener Corona-Infektionszahlen untersagt. Lediglich eine Kundgebung „im kleinen Rahmen“ mit maximal 249 Personen war gestattet."

Verrückt... und in Berlin wird eine mit 20.000 Teilnehmern angekündigte Demo tatsächlich höchstrichterlich erlaubt? Sorry, aber das sind Dinge, die das Misstrauen in diesen Rechtsstaat mehr als nur rechtfertigen! Das hat mehr was von Willkür, statt von Rechtssicherheit...

Am 31. August 2020 um 19:39 von Seebaer1

>>Es geschehen doch noch Zeichen und Wunder. Bei der Tagesschau ein Interview, in dem den Demonstranten Verständnis entgegengebracht wird<<

Ich sah ca 90% Demonstranten(in) die eindeutig nicht extrem waren. Auf der Strasse des 17.Juni ging es freidlich zu. Leider gibt es immer Chaoten, sowohl am 29.8. in Berlin, als auch beim G20 in HH, die die Sache in Verruf bringen...

Antwort auf den Kommentar

>Die AfD war eigentlich erledigt, aber sie wird gerade wieder groß gemacht<
Oder andersrum gesagt: Make AfD Great Again
Die AfD hat ja eigentlich 2013 als die Lucke-Partei angefangen, mit dem in den ostdeutschen Ländern 2014 einige Landesparlamente geentert wurden. Und als aus der Lucke-Partei 2015 die Petry-Partei wurde und sie im September 2017 ist sie im Grunde genommen das erste Mal ernst genommen worden, auch weil in den vier Jahren GroKo von 2013-2017 ein ganz großes Vakuum im Bundestag herrschte mit den Grünen und der Linken als kleine Opposition. Seit die AfD im Bundestag sich befindet sind Debatten im Bundestag auch mal zur Abwechslung mal wieder spannend, weil man eben heute nicht weiss, was im Bundestag alles gleich passiert.

@19:29 von r0lt0

"Eine wirkungsvolle Deradikalisierung radikaler Gruppen ist nur möglich, wenn man ihnen Toleranz der Gemeinschaft entzieht. Unsere Demokratie muss sich und seine Bürger schützen.
Kante zeigen, jetzt!"

Mangelnde Toleranz und fehlende Gesprächsbereitschaft bezog sich auch nicht auf radikale Straftäter, um die sich die Polizei kümmert, sondern auf diejenigen, die wegen nonkonformer Meinungen alle mit den Rechtsextremen in einen Sack gepackt werden und einen Stempel auf die Stirn bekommen um sich einer Diskussion entziehen zu können bzw. durch Ausgrenzung aus der Gruppe der "vernünftigen Mehrheit" diese zu stärken und die Dogmen oder harmloser die gesellschaftskonformen Meinungen zu schärfen. Diese Spaltung der Gruppen verschärft Gruppenidentifikation und Radikalisierung.

19:11 von Poliwatch

Sehe ich auch so.

Am eigenen Leib

Wieviel Teilnehmer der Demo hatten eigentlich vorher eine Corona-Infektion mit schweren Symptomen?

Die Kirche im Dorf lassen

"Welche Verantwortung kommt dann der Politik zu, diese Menschen wieder stärker in den Diskurs einzubeziehen und eine weitere Spaltung zu verhindern?"
Das ist sicherlich eine berechtigte Frage aber viel lieber hätte ich die Frage gelesen, welche Verantwortung den Medien zukommt. Egal welches Nachrichtenportal man sich anschaut, überall gibt es seit Tagen eine Unmenge an Texten und Meinungen zu dem Thema. Ich finde, hier macht man eine Sache größer als sie ist. Klar, es waren 40.000 Menschen oder so ungefähr da, aber das entspricht 0,05% der Bevölkerung. Ich komme aus einem 2.000-Seelen-Dorf, das heißt, statistisch war einer aus unserem Ort dort. Ganz ehrlich, da würde man eher wenig Aufriss im Ort drum machen. Natürlich weiß ich, wie das Mediengeschäft funktioniert und das solche Themen super für die Tagespresse sind. Aber ich persönlich finde, wir haben schon bei der AfD und Pegida gesehen, dass zu viel unnötige Aufmerksamkeit auch zu viel unverdiente Popularität bringen kann.

Am 31. August 2020 um 19:41 von Monty_Burns

>> Wenn man die Lügenkampagnen hinzu nimmt, wie z.B. die, dass Trump mit Militär in Deutschland sei um gemeinsam mit den Demonstranten die Regierung zu stürzen, dann ergibt sich allerdings schon ein deutlich kriminelles Bild. <<

Während der Demo ist diese Nachricht nicht bei mir angekommen. Es sprachen aber Robert.F.Kennedy jr. (auf Englisch) und einer von der Partei 'die Grünen', Herr Siber aus Flensburg vor ein paar tausend Leuten

Wenn ich mich wiederholen darf ...

30. August 2020 um 10:29 von Phonomatic
„Die Rechten - vor allem die Rechtsradikalen - finden seit geraumer Zeit schon Wege, sich unter Proteste egal welcher politischer Colouer zu mischen und tun dies auch geschickt. Mit der neuerlichen Unart, dass diese Proteste dann allenthalben als quasi rechte Zusammenkünfte geframet werden, erreichen sie das Ziel, ihre Bedeutung hochzuspielen nach innen, zu den Mitdemonstranten, und nach außen, zur Medienöffentlichkeit. Bei den nichtrechten wird dadurch zudem noch eine Trotzreaktion ausgelöst, die ihre Sicht weiter vernebelt.
Ich denke diese rechtsextremen Gruppierung wissen sehr genau, was sie da tun.“

30. August 2020 um 16:37 von Phonomatic
„Ich warne davor, die anderen Teilnehmer der Demonstration allein aus der Perspektive zu beurteilen, dass da auch Rechtsradikale dabei waren. Man muss die nichtradikalen Inhalte ernst nehmen und politisch diskutieren, um die Menschen nicht zu verlieren - so viel sollte man aus der Entwicklung der AfD gele..

Am 31. August 2020 um 19:37 von vriegel

................Prof Streeck hat hierzu ja schon einen Vorschlag gemacht.............

Ja, das betrifft aber wenn die Zahlen evtl. um das 10fache steigen, trotz Maßnahmen. Er sieht darin kein großes Problem. Aber das ab sofort alle Maßnahmen beendet werden sollen, hat er nicht gemeint.

Der erste Schritt-Danke

Seit vielen Monaten endlich ein Bericht der differenziert und einen Schritt auf die Menschen zugeht.
Genau so und nicht anders.
Laden Sie kritische Bürger, Ärzte,Anwälte ein und hören Sie zu.
Demokratie ist Meinungsvielfalt und Diskussion.
Alle Seiten möchten öffentlich gehört werden.
Und jeder könnte etwas davon lernen.
Danke für diesen Bericht und die Forschung!

 19:37 @Francis Fortune

Für den Einzelnen nicht,
jedoch für die Wirtschaft (KMU), zumindest einige Branchen mit vielen Beschäftigten -
Siehe Thema von heute Vormittag.

Die Frage ist, wie viele Demonstranten nur sich sehen (Maske, Abstand) oder wirklich das große Ganze.

Am 31. August 2020 um 19:43 von Thomas Mainthal

>>Uns fehlt schon der Konsenz des Faktischen, wenn zigtausende Menschen heute verblendet und gefangen sind in den Filterblasen von Facebook/Twitter und Co. sowie leichtes Opfer der Propaganda von RT, Compact und so weiter sind. <<

Facebook, Twitter usw gab es in den 1930er Jahren nicht....trotzdem sind die Menschen auf Propaganda reingefallen.... mit übelsten Folgen. Hirn einschalten war schon immer gefragt.

@Duzfreund - Destabilisierung

18:56 von Duzfreund:
"Es geht den Hanseln doch nicht um die Sache, sondern die Sache ist die Destabilisierung unseres Staates [...]"

Wenn Sie mit den Hanseln die Reichsflaggenschwenker meinen, ist das politisch bedeutungslose Minderheit. Wenn sie aber die 25-40% der Bevölkerung meinen, von denen im Interview die Rede ist, sollte man von einer Pauschalisierung dringlichts absehen. Denn das könnte unseren Staat wirklich destabilisieren.

„Bloß nicht mit dem Finger ...

... auf Extremisten zeigen“ . Na toll, so macht man sich zum Spielball dieser Leute. Manchmal muss man einsehen, dass Worte die Gegenüber nicht mehr erreichen und nur noch ein deutliches „Nein, bis hierhin und nicht weiter“ angesagt ist.
Es ist ja nichts gegen Transparenz einzuwenden, aber ein „ Nullachtfünfzehn“ ist nun mal nicht drin, wir probieren und lernen.
Aber mancher verweigert das Lernen.
Meine Beobachtung über viele Jahre: Wer echte Sorgen hat, verplempert seine Zeit nicht mit Extremisten.

Was da am Reichstag passiert

Was da am Reichstag passiert ist sollte kritisch hinterfragt werden, denn es gibt definitiv Videos und Belege, dass die Stimmung durch die sehr fragwürdige Rednerin mit Lügen auf unglaubliche Weise aufgeheizt wurde (trotzdem dumm, wer sich davon leiten lässt).
Die Querdenker-Initiative hat sich schon vorher ganz klar - und auf jeder ihrer Demos - von jeglichem Extremismus distanziert, ob links oder rechts (ja, auch Linksextremismus ist nicht zu unterschätzen). Zu sagen, die Distanzierung käme zu spät, ist Hohn und Spott! Und im Übrigen ist es auch belegt, dass die Polizei friedliche Gruppen, die am Umzug teilnehmen wollte, am Weitergehen gehindert hat. Die Menge staute sich auf, und dann wird den Menschen vorgeworfen, sie würden die Sicherheitsabstände nicht einhalten? Bitte, liebe Mitmenschen, es geht hier schon lange nicht mehr um ein Virus. Wir dürfen uns nicht so spalten lassen. Denn nichts anderes geschieht hier.

19:39 von SchleswigHolsteiner

"Also mir ging es um die Sache und NICHT um die Destabilisierung des Staates."

Um was wollen wir wetten, dass das auch alle anderen Demoteilnehmer in der Öffentlichkeit behaupten würden?

In einem TV-Beitrag war eine

In einem TV-Beitrag war eine Dame auf der Show-Bühne zu sehen, die laut kreischend dazu aufforderte, sich auf die Stufen vor dem Reichstagsgebäude zu setzen, denn jetzt habe man "Trump besiegt". Sie hatte die Mär verbreitet, dass Trump nach Berlin gekommen sei. Bei allem Respekt vor der Meinungsfreiheit sollte der Veranstalter eines solchen Großevents doch darauf ein klein wenig darauf achten, dass
Menschen nicht von Verschwörungstheoretikern oder -mit Verlaub - Quacksalbern manipuliert und provoziert werden. Auch dieser völlig ungesteuerte Mix aus abenteuerlichen und absurden Stimmungsbildern hat zur Eskalation beigetragen.

@ 19:31 von boidsen

"Wer daran teilnimmt, der tut dies unter bewusster Inkaufnahme der Unterstützung verfassungsfeindlicher Kreise und entlarvt sich dadurch als Gegner einer demokratischen und humanistischen Gesellschaft."

Diesen Schuh mussten sich die vielen friedlichen G20-Demonstranten doch auch nicht anziehen obwohl sie natürlich wussten, dass auch Radikale vom schwarzen Block nach Hamburg kommen würden.
Das sind doppelte Standards. Man will sich mit den möglicherweise sehr diversen Anliegen und Forderungen der Demonstranten aus Berlin sachlich garnicht auseinandersetzen.

@tagesschau.de

//tagesschau.de: Muss unsere Demokratie die Proteste auch mit diesen Bildern vom Wochenende aushalten?//

Natürlich muss Sie das. Aber die ÖR könnten aus meiner Sicht auch zu einer Deeskalation beitragen, indem sie nicht so ausschließlich auf die Übeltäter fokussiert berichtet. Das gilt auch (vielleicht noch mehr) für die Fotos. Ich habe mir inzwischen verschiedene Videos und Interviews auf YT angesehen. Da waren z.B. in einer sehr großen Menschenmenge kaum die berüchtigten Symbole zu sehen und stinknomale Mitbürger kamen zu Wort. Ich war darüber sehr verwundert.
Dass ich persönlich Demonstrationen, bei denen man auf die geltenden Regeln verzichtet, für völlig daneben halte, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Donnerwetter

Na endlich mal ein vernünftiger Vorschlag zur Deeskalation. Transparenz der Entscheidungen, einbeziehen unterschiedlicher Expertenmeinungen, nicht Ausgrenzung und Stigmatisierung von Andersdenkenden oder Skeptikern. So leicht würde man 90% dieser normalen Menschen, die da protestiert haben wieder ins Boot holen....wenn man es denn wirklich wollte. Miteinander statt gegeneinander. Aber nicht zu Bedingungen, die, gegen die Meinung etlicher Experten, von Politikern und Halb-Experten (zB Herr Lauterbach) diktiert wurden, sondern nach grünglicher, evidenzbasierter Klärung der Bedrohungslage unter Einbeziehung sämtlicher medizinisch, soziologisch, ökonomisch und psychologisch fachlicher Kompetenz

Am 31. August 2020 um 19:48 von Mathias Beyer

>>Klar, es waren 40.000 Menschen oder so ungefähr da, aber das entspricht 0,05% der Bevölkerung<<

40.000 Menschen zu mobilisieren...das finde ich schon viel. Ich gehe auch davon aus, dass sich dort ein "gewisser" Durchschnitt der Bevölkerung befand, eben auch mit dem Spektrum an Extremisten (leider)

Bildung....

schützt vor Dummheit nicht....
Das Problem ist und bleibt der Egoist im Menschen, die meisten Argumente der Corona- Maßnahmen Kritiker drehen sich dabei nicht wirklich um die Existenz, sondern um das materielle und physische Empfinden.
Der Hedonismus einer Spaßgesellschaft wird zutiefst erschüttert. Jedes "Märchen" wird dann geglaubt nur um sich nicht mit der Realität des eigenen Seins auseinander setzen zu müssen...
Es mangelt vielen Menschen an Bildung in ethischer, moralischer und philosophischer Hinsicht, das ist das Problem.
Corona bietet eine Chance sich endlich einmal mit den tiefen des Seins zu befassen, aber wer das nie gelernt hat (Bildung) der wird verzweifeln, dabei ist genau das eine Spielart des menschlichen Lebens.

Hier allerdings liegt er

Hier allerdings liegt er daneben:

Aber es liegt natürlich auch am Veranstalter, zwischen legitimem Protest und extremistischen Positionen eine Grenze zu ziehen und extremistische Gruppen auszuschließen. Genau das war am Wochenende aber nicht erkennbar. Sicher auch, weil die Veranstaltung inzwischen zu groß und unübersichtlich geworden ist, um sie noch steuern zu können. Jedoch wohl auch, weil der Veranstalter im Vorfeld erst gar nicht so viel Wert darauf gelegt hat.

Die extremistischen Gruppen waren ja der Veranstalter. Standen nicht Hildmann und dieser Sellner auch auf der Rednerbühne ?
Die werden sich wohl kaum selbst ausschließen.

Wir müssen diszipliniert bleiben

@ chris 189:
... decken sich mit meinem privatem Umfeld, wo fast jeder sich zumindest die Frage stellt, ob es mit den Massnahmen nicht langsam etwas übertrieben ist, bei dem niedrigen Krankenstand durch Corona.

Ja, die Aufmerksamkeit sinkt sehr schnell, man wird schnell leichtsinnig und gedankenlos. Die Massengräber in New York? Die LKWs mit Särgen in Bergamo? Schnell vergessen?

Dabei kann das Infektionsgeschehen rasch wieder umschlagen. Man sollte nicht vergessen, dass diese Infektion quasi im Handumdrehen über 850.000 (!) Menschen das Leben gekostet hat. Und es geht ja weiter. Außerdem vermutlich mehrere Millionen Menschen behalten bleibende Schäden - leichte, aber auch sehr schwere.

Danke - Genau so Geht es

Endlich , nach Monaten ein Bericht der differenziert .
Demokratie lebt von der Vielfalt der Meinungen, Die Bürger möchten gehört werden, die Ärzte die Anwälte , die Ladenbesitzer, die Schüler,die andere Meinungen haben.
Ja und es werden immer mehr.
Ladet Sie ein und hört zu.
Wir können alle noch etwas dazu lernen.

19:41 von Nordbraut Noch ist die Zustimmung im

Da sprechen sie wohl wahre Worte aus.

Misstrauische Mitte?

Mit Verlaub, aber ich kann bei dieser wunderbaren Veranstaltung in Berlin noch nicht mal ansatzweise irgendeine Mitte detektieren.

Von daher vollste Zustimmung zu frosthorn (19:37) & r0lt0 (19:29).

Am 31. August 2020 um 19:52 von yassina

>>Die Menge staute sich auf, und dann wird den Menschen vorgeworfen, sie würden die Sicherheitsabstände nicht einhalten? Bitte, liebe Mitmenschen, es geht hier schon lange nicht mehr um ein Virus<<

Wenn sie die volle Breite der Strasse "Unter den Linden" nutzen und Richtung Alexanderplatz maschieren, dann nach links in eine erheblich schmalere Strasse abbiegen, dann kommt es immer zu Stauungen. Ich fand das verhalten der Polizei ok.

Re: SchleswigHolsteiner am 31. August 2020 um 19:48

"Während der Demo ist diese Nachricht nicht bei mir angekommen..."

Seien Sie froh. Dadurch sind Sie dem Pfefferspray (und der Lächerlichkeit) entgangen.

"...Es sprachen aber Robert.F.Kennedy jr. (auf Englisch) und einer von der Partei 'die Grünen', Herr Siber aus Flensburg vor ein paar tausend Leuten"

Und was wollen Sie uns damit sagen?

Berechtigter Protest

Protestforscher Grande nennt in dem Interview einige Punkte, denen ich zustimme.
Er sagt u. a.: "Es darf aber nicht sein, dass nun diejenigen, die legitimen Widerspruch zu den Corona-Maßnahmen artikulieren, zurückweichen müssen."
Das heißt: Vonseiten der Politik und der Medien muss endlich anerkannt und wertgeschätzt werden, dass es überhaupt einen breiten legitimen Protest um Grund- und Bürgerrechte besorgter Demonstranten gegen die Corona-Maßnahmen gibt, die aus ihrer Sicht abgeschafft gehören.
Das heißt weiter: Schluss mit der Pauschaldiffamierung von 38.000 Demonstrationsteilnehmern als "rechts", "Corona-Leugner", "Verschwörungstheoretiker".
Die "Querdenken"-Demonstranten an der Siegessäule hatten mit den 300 bis 400 Personen vor dem Reichstagsgebäude nichts am Hut, was in der Berichterstattung weitgehend verwischt wird.
Und war der "Sturm auf den Reichstag" - wenn man sich das ungekürzte Video „Aktivist Mann“ mal anschaut - nicht eher ein "Sturm im Wasserglas" der Medien?

Am 31. August 2020 um 19:56 von Silverfuxx

>> Standen nicht Hildmann und dieser Sellner auch auf der Rednerbühne ?<<

Nein stand er nicht....es wurde in Höhe der russischen Botschaft abgeführt. Dort hatte die Polizei auch ein paar Extremisten festgesetzt

@19:30 von Nettie

//„Es ist bedenklich, dass es extremen Gruppierungen wie den Reichsbürgern gelungen ist, diesen Protest für sich einzunehmen“

Solche widerlichen Auftritte sind nicht zuletzt wegen der Symbollastigkeit der Politik möglich: Zuviel Form, zuwenig lösungsorientierte Sachpolitik.//

Ich möchte hinzufügen, dass es den von Ihnen schon genannten Gruppen auch immer wieder gelingt, die Medien zu kapern.

//Grande: Es sind eben nicht nur extreme Spinner, sondern (...). Also Menschen, die auf spezifische Weise von den Corona-Maßnahmen betroffen sind, sei es durch Kurzarbeit oder Schließungen der Schulen“//

Sich damit auseinanderzusetzen ist natürlich auch viel schwieriger als seine Abscheu gegenüber Extremisten und Systemgegnern zu äußern.

@ krittkritt

Ja, aber es sind halt Binsenweisheiten, die man da von sich gegeben hat!

Selbstverständlich sind Impfungen nicht das Allheilmittel! Auch mit einer Impfung, ist es immer noch möglich, sich einen Infekt einzufangen & gar daran zu sterben, wenn es ganz dumm läuft! & natürlich sind Impfungen immer auch ein gewisses Risiko, denn immerhin wird der Körper einem Angriff durch Virenmaterial ausgesetzt, in der bloßen Hoffnung, es würde schon zu einer "gesunden" Antireaktion kommen. Aber was, wenn diese ausbleibt oder sogar eine Autoimmunreaktion hervorgerufen wird?

Das sind alles bekannte Risiken durch eine Impfung. Dennoch! Die Wahrscheinlichkeit, dass eine solche Wirkung nach einer Impfung auftritt ist vergleichsweise gering & kann daher kein Argument sein.

Die Grippe ist übrigens auch deshalb so "harmlos", weil sich etliche Mio. Menschen jedes Jahr dagegen impfen lassen! & dadurch auch aktiv ihr Umfeld schützen! Das sollte man den Impfgegnern vielleicht auch mal "einimpfen"!

@Nachfragerin (31.08.20 19:43): Weltfremd?

zu "Ich schreibe hier von geschätzten 10 Prozent und werde als weltfremd bezeichnet..."

Nun ja, das mag u.a. an derartig kruden Aussagen wie "Ich frage mich, wie ein Veranstalter das umsetzen soll. Mit Hilfe der Polizei ginge das vielleicht, aber die hat sich ja von Anfang an gegen diese Demo gestellt." liegen.
Rechte einfordern, aber Pflichten verneinen.

@frosthorn 13:37

Mir auch.
Ich wüsste gerne, ob/welche Diskussionen der studierte Theoretiker mit dieses Volkes Stimmen führt.
(Gespräche vermutlich ähnlich erfolgreich wie mit Trump u.a.)

Geht doch, Tagesschau

Nachdem ich die Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen über die Corona-Demos in den vergangenen Tagen als wirklich verfehlt und unfair empfunden habe möchte ich hier ausdrücklich ein Lob aussprechen. Dieses Interview ist wirklich gelungen. Objektiv, sachlich, fair, umfassend. So muss das sein.

Grüsse aus der Schweiz

Wir müssen reden

Der politische Konsens, die Gemeinsamkeit und die Vernunft, das sind deutsche Stärken, die man in Osteuropa, wo es viel mehr mit Ellbogen geht, immer sehr bewundert hat. Aber wo sind sie hin? Wenn man diese Ich-Gesellschaft, diese Corona-Leugner und letztlich Demokratie-Verweigerer sieht, macht man sich schon seine Gedanken.

Wir müssen diese Menschen wieder in die Gemeinschaft integrieren, mit ihnen reden, sie in die Pflicht nehmen. Aber ich sage auch klar, dass wir bei FakeNews und Verschwörungsmythen manche sozialen Netzwerke auch besser mal abschalten sollten.

19:50 von SchleswigHolsteiner

und es gab kein Abgeordneten-watch, kein politisch unabhängiges öffentlich-rechtlichen Rundfunk, keinen Föderalismus usw.
Sie müssen mich schon komplett zitieren.

Am 31. August 2020 um 19:58 von Milarepa

>>Die Bürger möchten gehört werden, die Ärzte die Anwälte , die Ladenbesitzer, die Schüler,die andere Meinungen haben.
Ja und es werden immer mehr.<<

Auch die kurzarbeitenden alleinerziehenden Mütter, die mit 67% Nettogehalt auskommen müssen, wollen gehört werden

Menschen aus einem breiten politischen Spektrum

Natürlich waren die Demoteilnehmer größtenteils Menschen aus einem breiten politischen Spektrum, aber wenn man für Freiheit eintreten will, muss man das glaubhaft tun.

In der Demokratie hat jeder das Recht, seine Meinung zu sagen. Es hat aber auch jeder andere das Recht zu entscheiden, wem man zuhört und wem nicht.

Die Demonstranten vom Samstag haben viel dafür getan, dass man ihnen nicht zuhören will.
Statt gegen Regeln zu demonstrieren haben sie Regeln gebrochen, weil sie meinen. im Besitz der absoluten Wahrheit zu sein.

18:56 von Duzfreund

imGroßen und Ganzen: Ja! Sie haben völlig Recht. Vielen geht es nicht um Diskussion, sondern um Destruktion. Und auch hier sah ich wieder russische Flaggen. Wieso eigentlich?

Vorschriften wegen Corona

Es ist der größte Schwachsinn aller Zeiten, wenn ich auf der Terrasse oder in einem Biergarten in entsprechendem Abstand Platz nehme, daß ich meine Daten angeben muß. Zumal geht jeder weg ohne sich auszutragen, was soll das ganze also. Einige Kneipen oder Cafes desinfizieren, andere kümmert das überhaupt nicht. Was unverständlich ist, wenn an Flughäfen etc. kontrolliert wird und - wie mehrfach genannt viele falsche Angaben machen - warum wird in diesen Fällen nicht die Vorlage des Personalausweises verlangt, dann wäre dieses Theater in Bayern nicht passiert. Die Leute sind auch sauer über den ganzen Hick-Hack, erst Masken bringen nichts - ist ja klar waren ja keine da - dann Masken doch wichtig etc. Die AHA Regeln hätten ausgereicht und man hätte keinen Lockdown gebraucht und die Wirtschaft kaputt gemacht. Dann die untersch. Regelungen in jedem Bundesland, irgendwo stimmt es hier nicht mehr.

Das Interview ist ...

... sehr interessant und sollte zum Nachdenken anregen,
ich denke noch nach.

Ich verurteile, was am Bundestagsgebäude passiert ist.

Jegliche Verharmlosung ist mir suspekt.

Was ich auch bisher schon kritisch gesehen habe, ist die Kommunikation der Bundesregierung und einzelner Ministerien, die sich teils arg widerspricht.

Die Menschen brauchen eine Perspektive,
verschiedene Szenarien,
> was passiert wenn, ... <.

Im Projektmanagement nennt man das Changemanagement plus Risikomanagement
(-analyse)

Diese Ergebnisse müssen plausibel und verständlich kommuniziert werden
- eine (langfristige) Strategie und taktische Maßnahmen über kürzere Zeiten entsprechend der Entwicklungen - .

Ich denke, da ersteres fehlt, bekommt man auch die 16 MP jetzt nicht unter einen Hut.

Ich hoffe und wünsche, dass wir alle vernünftig aus der Krise konmen.

Gruß
Leipzigerin59

Am 31. August 2020 um 20:01 von Monty_Burns

"...Es sprachen aber Robert.F.Kennedy jr. (auf Englisch) und einer von der Partei 'die Grünen', Herr Siber aus Flensburg vor ein paar tausend Leuten"

Und was wollen Sie uns damit sagen?
-------------------------------------------
Auch "Linke" hielten dort Reden

Wir sollten alle mal über Narzissmus nachdenken.

Bin mir sicher, wir würden ein gutes Stück an die Wurzeln des Geschehens kommen.

Seit langem mal

Seit langem mal ein Interview mit einem, der das Wort „Experte“ zu Recht trägt. Endlich kein schwarz / weiß, Null / eins sondern eine ganzheitliche Betrachtung! Chapeau!

Zum einen versteht es sich von selbst, dass man sich von Nazis abgrenzt, wenn man etwas erreichen möchte. Denn Nazis stehen nicht gerade für "etwas erreichen", wie die Geschichte zeigt. Ging früher auch, sollte immer noch funktinieren.

Zum anderen ist die "Berichterstattung" auf einem Niveau angelangt, das das Etiket "Stammtischniveau" verdient. Dieser reflexartige und mittlerweile omnipräsente Versuch, Coronamaßnahmenkritiker in die Nähe von "Nazis" und "Verschwörungstheoretikern" zu rücken, in dem man immer beide in einem Satz/Absatz/Bericht nennt. "Eine Frau, es soll sich um eine Heilpraktikerin handeln, stachelte..." - Was gegen Heilpraktiker, ARD? Mutmaßungen in "Berichten", ARD? Sag ich doch: Stammtischniveau.

@ RoyalTramp

... natürlich sind Impfungen immer auch ein gewisses Risiko, denn immerhin wird der Körper einem Angriff durch Virenmaterial ausgesetzt

Nein, natürlich nicht. Ich bitte Sie, soweit kann man sich doch dann auch mal informieren, statt Legenden zu verbreiten.

@19:58 von Milarepa

//Demokratie lebt von der Vielfalt der Meinungen, Die Bürger möchten gehört werden, die Ärzte die Anwälte , die Ladenbesitzer, die Schüler,die andere Meinungen haben.
Ja und es werden immer mehr.
Ladet Sie ein und hört zu.
Wir können alle noch etwas dazu lernen.//

Ich stimme Ihnen zu. Dennoch: Während einer Pandemie MUSS es Regeln geben an die sich wirklich ALLE halten. Da muss man seinen Egoismus mal zügeln. Natürlich gibt es Verbesserungsbedarf bei der Kommunikation der Regeln und der Umsetzung bzw. Unterstützung bei der Umsetzung (z.B. in Schulen) und natürlich darf man meckern - aber bitte mit Anstand, Abstand und MNS.

Am 31. August 2020 um 20:05 von Thomas Mainthal

>>und es gab kein Abgeordneten-watch, kein politisch unabhängiges öffentlich-rechtlichen Rundfunk, keinen Föderalismus usw.
Sie müssen mich schon komplett zitieren.<<

Verzeihen sie mir die Kürze, da manchmal die Anzahl der Wörter nicht reicht. Ich habe immer in der Kopfzeile den Verweis auf den Kommentar, so dass jeder ihn nachlesen kann

19:44 @ krittkritt

" ... Hinweise auf die Bedeutung der Tests (70 zugelassene Tests, keiner "validiert", nur "Vermutungen", wenn auch "substantiiert", also nicht reine Spekulation) ..."

Das haben Sie doch vorher schon zig Mal geschrieben, davon wird es auch nach der Demo nicht wahrer.

Ich habe Ihnen darauf schon mehrfach geantwortet und Sie nach den genauen Quellen Ihrer Infos befragt. Da war es dann still.

Also welche Quellen außer der Demo?

19:45 von SchleswigHolsteiner

Am 31. August 2020 um 19:39 von Seebaer1

>>Es geschehen doch noch Zeichen und Wunder. Bei der Tagesschau ein Interview, in dem den Demonstranten Verständnis entgegengebracht wird<<

Ich sah ca 90% Demonstranten(in) die eindeutig nicht extrem waren. Auf der Strasse des 17.Juni ging es freidlich zu. Leider gibt es immer Chaoten, sowohl am 29.8. in Berlin, als auch beim G20 in HH, die die Sache in Verruf bringen...
////
*
*
Die Sache, so, so?

19:53 von Anna-Elisabeth @tagesschau.de

Sehe ich genauso wie sie. Ist schon befremdlich wenn man sich erst über YT eine eigene Meinung bilden kann.

Am 31. August 2020 um 20:01 von Monty_Burns

Re: SchleswigHolsteiner am 31. August 2020 um 19:48

"Während der Demo ist diese Nachricht nicht bei mir angekommen..."

Seien Sie froh. Dadurch sind Sie dem Pfefferspray (und der Lächerlichkeit) entgangen.
-----------------------------------------------
Den Zusammenhang verstehe ich jetzt nicht

Überraschung!

Es gibt noch Interviews mit Menschen, die differenzieren können und das sogar bei der TS! Bravo!
Man hat sich ja fast schon dran gewöhnt, dass jedes Hinterfragen Tabu ist und Jede(r) der die Angemessenheit oder Verhältnismäßigkeit der Corona-Maßnahmen bezweifelt direkt als Coronaleugner (auch so ein Neusprech) oder direkt Aluhutträger oder , noch schlimmer "Covidiot" abgestempelt wird. Da konnten sich doch bisher die Diskussionsunwilligen ganz leicht ohne Transparenz und Debatte durchwursteln.

Um 19:56 von unbutu77

Zustimmung!

Aber... wie sollen die Menschen das auch anders sehen?

Seit den 00er Jahren wurden nahezu alle Bereiche des alltäglichen Lebens brachial ökonomischen Sachzwängen untergeordnet und unser aller Leben bis ins kleinste Detail auf Effizienz durchökonomisiert. Kann es da verwundern, wenn also ein nicht unerheblicher Teil unserer Gesellschaft ihre persönlichen ökonomischen Umstände vor die Belange der Gesellschaft als Ganzes stellen? Ich vermeine: Nein! Sowas kommt nämlich nicht einfach vom Himmel gefallen.

@ krittkritt

Zumindest einige der Reden, die ich nachgehört habe, hatten gute Hintergrundinformationen.
Z.B. die Hinweise auf die Bedeutung der Tests (70 zugelassene Tests, keiner "validiert", nur "Vermutungen", wenn auch "substantiiert", also nicht reine Spekulation) etc.

Das ist nicht mehr als gepflegtes Halbwissen. Wenn Sie den PCR-Test meinen, dann ist er selbstverständlich sehr gut validiert und sehr genau. Die PCR ist der mit Abstand genaueste Nachweis für Viren und arbeitet mit dem genetischen Fingerabdruck des Virus.

20:13 von SchleswigHolsteiner

dann macht ihr Beitrag noch weniger Sinn. Oder Sie konnten den Inhalt nicht ganz erfassen. Dafür entschuldige ich mich.

19:59 von Detektor Misstrauische Mitte?

Wer natürlich am äußersten Linken Rand steht hat Probleme die Mitte zu sehen.

19:15 @AbseitsDesMains...

" ... Kette von Polizisten stand vor dem Reichstag mit dem Rücken zu den "Eindringlingen". ..."

Halbwahrheit,
die Verstärkung kam eben erst später
und musste sich erst einmal hinter die "Eindringlinge" begeben und vorher weitere abbremsen.

"... Das zeigt, dass die Polizisten die eingedrungenen Demonstranten für
recht harmlos halten. ..."

Kühne (falsche) Schlussfolgerung aus falscher Prämisse.

@ Leipzigerin59 19:50 Uhr

Wenn dem wirklich so gravierend wäre, würden meiner Meinung nach eher die Verbände und Interessenvertreter z.B. der Reisebranche oder Gastwirte zu Demonstrationen aufrufen.
Ich persönlich habe eher Angst, dass tatsächlich der Großteil der Menschen, die dort demonstrieren waren und auch hier Verständnis für sie aufbringen, sich überwiegend über Facebook, YouTube, WhatsApp und Bild-Online informieren. Wer sich mit dem Thema von Anfang an informiert hat und die Welt im Ganzen im Auge behält, muss doch feststellen, dass wir hier in Deutschland bisher äußerst glimpflich davon gekommen sind. Und bisher habe ich von Frau Merkel noch nicht gehört, dass sie sich zur Diktatorin erheben möchte und uns alle versklaven möchte.
Und als Nachtrag: Ich habe immer noch keine Antwort gelesen, welche Maßnahmen nun so dermaßen einschränkend sein sollen?

Francis Fortune

@19:53 von Anna-Elisabeth

"Natürlich muss Sie das. Aber die ÖR könnten aus meiner Sicht auch zu einer Deeskalation beitragen, indem sie nicht so ausschließlich auf die Übeltäter fokussiert berichtet. Das gilt auch (vielleicht noch mehr) für die Fotos. Ich habe mir inzwischen verschiedene Videos und Interviews auf YT angesehen."

Ich glaube gegen diese Medienlogik oder Aufmerksamkeitsökonomie kommt man einfach nicht an. Das war gerade bei Demonstration schon immer und überall so, dass man sich fast ausschliesslich auf die Eskalation konzentrierte. Und wenn es keine gab war die Berichterstattung recht übersichtlich und nicht so ein Dauerfeuer an Einzelartikeln wie heute oder zu G20.
Hätte Hongkong ohne Eskalation medientechnisch funktioniert – wohl äusserst begrenzt. Fraglich ob die Rechten und Reichsbürger unterm Strich davon profitieren können.

Mehr davon, endlich keine Polemik

Endlich eine sachliche unaufgeregte Berichterstattung. Die Inhalte nehme ich auch in meinem privaten Umfeld genauso wahr. Die Menschen sind eben mehrheitlich nur dann in der Lage so eine Situation auszuhalten, wenn sie sie verstehen. Die ÖR können sehr dazu beitragen, diese Krise zu meistern, mit unaufgeregten Reportagen. Herr Prof. Streeck versucht das die ganze Zeit schon zu vermitteln. Wir müssen dringend anfangen, gesicherte Erkenntnisse zu den Masken zu bekommen. Wenn sie so wahnsinnig wirksam wären, warum steigen dann in Ländern, die auch im Freien eine Maskenpflicht haben, so extrem die Zahlen? Frankreich, Spanien, Belgien. Und lasst uns die Schwarz-Weiß-Malerei ablösen, durch voneinander lernen. Ja, in Schweden gab es leider zu Beginn viele Todesfälle. Aber trotz fehlender Maskenpflicht, steigen die Infektionen eben nicht mehr.

@SchleswigHolsteiner 19:56

40.000 auf einem Fleck klingt auch viel und ich will die Zahl ja auch nicht kleinschreiben. Es ist immer eine gute Leistung, Menschen für eine Demo zu mobilisieren. Ich wollte ja nur sagen, dass es im Schnitt einer von 2.000 war, der dort war. Und in diesem Verhältnis finde ich halt die Berichterstattung etwas viel. Was aber keine Bewertung des Anliegens oder der Teilnehmer sein soll, das steht mir nicht zu, ich kenne nicht mal jemanden, der dort war.

@ krittkritt

die bisherigen erheblichen Nebenwirkungen, die den Optimismus auf einen baldigen Impfstoff dämpfen etc.

Impfungen haben extrem seltene und keine erheblichen Nebenwirkungen, das ist nur Hörensagen. Und der Optimismus ist berechtigt. Ein Impfstoff ist bereits zugelassen (Russland) und mindestens sechs weitere Impfstoffprojekte sind in der Entwicklung (Phase III Studie) sogar noch weiter als das russische Projekt.

Andere Berichterstattung

Berichten Sie doch mal über die stundenlange friedliche Demo, die Rede von Robert F Kennedy, den Auftritt der Kinder, der Sportler und so vielen großartigen ganz normalen Menschen aus allen Schichten , Ländern und versuchen Sie ihre Sorgen zu verstehen.
Das wäre ein weiterer Schritt für eine Kehrtwende.
Die Spaltung wird sonst immer größer
DANKE für dieses Interview !

Re: SchleswigHolsteiner am 31. August 2020 um 20:09

"Auch "Linke" hielten dort Reden"

Nunja: "Linke". Der Herr Kennedy ist immerhin Impfgegner. Ob er auch Linker ist, weiß ich nicht. Aus Sicht von Herrn Trump sicher. Aber für etwas aufgeklärtere Geister wäre er dann wohl der erste linke Kennedy. Und was den Herrn Siber anbelangt, den kenne ich auch nicht. Ich kenne aber den Herrn Palmer und weiß daher, dass bei weitem nicht jeder Grüne ein Linker ist. Zudem hatte ich mal ein älteres Ehepaar zu Nachbarn, die beide glühende Nazis waren, aber aus Überzeugung stets die Grünen gewählt haben. Bemerkenswerterweise übrigens, denn im Gegensatz zu den heutigen Nazis lag denen wirklich etwas an der Erhaltung der Natur ihrer Heimat.

Corona Demonstrationen

Die Aktion vor dem Reichstag hat enorme Wellen geschlagen. Gibt es nun vielleicht einen Abschreckungseffekt?
###
Bei den Rechten Gruppierungen und Reichsbürger wohl eher nicht...
Obwohl es waren ja auch viele andere unterschiedlich Demonstranten mit nach vorne geprescht die dann auch die Gunst der Stunde genutzt haben. Ich denke nicht das es einen Abschreckungseffekt für künftige Demonstrationen gibt. In Berlin oder anderswo werden in den nächsten Monaten eher ähnliche Demos geben. Corona ist wohl nur der Auslöser dieser Demos, der Grund aber ist wahrscheinlich woanders zu suchen...

Herr Grande bestätigt klar

Herr Grande bestätigt klar und sachlich, was von vernünftigen Menschen, unabhängig davon, ob sie in der Forschung, in der Politik oder was mit Medien machen, ebenfalls beobachtet werden kann, wenn man zunächst bereit und in der Lage ist, die ganz große Furcht vor Corona und vor den Rechten mit ihrer miesen Propaganda zur Seite zu legen.
Die demokratischen Parteien tun uns keinen Gefallen, wenn sie, wie gestern, auf diese Provokation in Berlin übertrieben reagieren, eine Gefahr für Demokratie sehen wollen, wo sie real nicht existiert. Ich habe den Eindruck, dem einen oder anderen Politiker passt das in das Konzept, weil er damit von unangenehmen Fragen und Problemen ablenken kann, gerade in Krisen- und Wahlkampfzeiten. Zu moralisieren, wo mehr Nüchternheit, Sachlichkeit und Differenzierung angebracht ist, ist nicht erforderlich. Hysterie bei der Bekämpfung des Coronavirus ebenfalls nicht. Da wurde gestern vor dem Reichstag die Provokation gesucht; wir müssen nicht deshalb erschrecken.

Kardenalsfrage

Im März wurde ein klarer nachvollziehbarer Grund für die Maßnahmen genannt! Keine Immunität in der Bevölkerung, alle sind gefährdet! Kein Impfstoff! Schnelle Überlastung des Gesundheitssytems! Anfang September dieses Jahres herrscht eine komplett andere Lage! Kreuzimmunität mit anderen Coronaviren vorhanden, Imunität durch überstandene Infektionen! Sars-Cov-2 schon seit Oktober 2019 in Deutschland vorhanden! 2.Welle stellt kein Problem mehr für das Gesundheitssystem da, Impfung für den größten Teil der Bevölkerung unnötig! Deutschland muß zu seinen normalen Zustand zurückkehren! Dann herrscht auch wieder Frieden! Man muß es nur Wollen!!!!!

@ AbseitsDesMains...

Vor allem ehrlich bleiben
Die Kette von Polizisten stand vor dem Reichstag mit dem Rücken zu den "Eindringlingen".

Das stimmt doch nicht. Ich hab die Videos gesehen. Warum schreiben Sie das? Ich dachte, wir wollten ehrlich bleiben.

@wenigfahrer

Danke!

Das habe ich auch mitgenommen von den Interviews der Demonstranten:
- absolutes Anspruchsdenken ggüber dem Staat (dafür ist
er dann gut?)
- sehr geringe Eigenverantwortung (MNS im Gewühl?!?)
- Fakenews läuft an einfach hinterher
- von Radikalen keinerlei Distanzierung oder (Veranstalter)
halbscharig gefühlte Ewigkeiten zu spät .

Am besten fand ich eine Mutter, die sich über Homeschooling beschwerte - rechnet die allen Ernstes damit, daß der Staat ihr Kind ohne sie groß zieht?!?

Wenn man ernst genommen werden will

Dann sollte man auch die Wortführer kritisch betrachten.

Dann sollte man nicht verbreiten, es seien am 1. August 1,3 Millionen gewesen, man habe eine "Mitmachpartei mit dem Namen "Widerstand 2020" gegründet, die bereits 100.000 Mitglieder habe ....

Dahinter steckt die Behauptung, eine Massenbewegung zu sein: Ganz im Sinne einer Prophezeiung, die sich durch eine mediale Verstärkung selbst erfüllen möge.

Bodo Schiffman Originalton auf youtube zu sehen: "Wir werden nach der nächsten Wahl die Regierung stellen. Das meine ich ernst!"

@20:05 von Russland

//Aber ich sage auch klar, dass wir bei FakeNews und Verschwörungsmythen manche sozialen Netzwerke auch besser mal abschalten sollten.//

Das wäre der falsche Weg. Aus meiner Sicht könnte sich das sehr schnell ins Gegenteil verkehren. Wer entscheidet, was was ist?.

Jemand sprach es hier schon an: Bildung ist das Zauberwort. Die beinhaltet ja auch die Fähigkeit zum eigenständigen Denken und zum Hinterfragen von Texten, Bildern etc.
Bildung beinhaltet auch Anstand. Wie sehr der (und die Diskussionsfähigkeit) bei Vielen abhanden gekommen ist, kann man schön an den Kommentaren auf YT sehen. Da schreibt z.B einer nur: "Danke für das schöner Video" und bekommt als Antwort "Halt die Klappe, Du Vollhorn." Und das ist noch eine der harmloseren Antworten. Wie will man denn mit solchen Menschen reden?

Der Protest muß deradikalisiert werden

Ich beobachte auch in meiner Umgebung immer mehr Leute, die zunehmend Zweifel hegen. Ich frage mich jedoch auch, was die TS veranlaßt, plötzlich auch ein solch differenziertes Interview online zu stellen.

3 Polizisten reichen um eine aufgebrachte Menge zu stoppen

Was viel über die Disziplin hierzulande aussagt. Und das es wirklich nur einige wenige laute Schreihälse sind, die wirklich gefährlich sind während die Masse der Mitläufer selbst auf so einer Demo vor Straftaten zurückschreckt.
Aber es reicht ein Blick in die Geschichtsbücher um zu wissen was passieren kann wenn man solche Agitatoren ungehindert weitermachen lässt.

Berichterstattung ist Teil des Problems

Es ist der Kernsatz in dem Gespräch, dass man Betroffene nicht einfängt in dem man ihren friedlichen Protest dadurch diskreditiert, in dem von den Parteien, aber auch medial, nur eine kleine radikale Gruppe die grösste Aufmerksamkeit bekommt.
Ich denke zurück an einen Artikel bei Tagesschau, mit einem Bild in dem eine große schwarz-weiß-rote Fahne im Mittelpunkt war. Wer die Demo gesehen hat, der weiß, dass Rechtsradikale nur eine kleine nicht dominierende Gruppe waren, die aber medial in den Mittelpunkt gerückt wird.
Finde den Fehler!

Richtig

Sehr schön formulierte Forderung, die ich nur nachdrücklich unterstützen kann.

Es hätte nicht so weit kommen müssen

Der größte Fehler bestand meiner Meinung nach darin, dass man sogar anerkannten Experten, die nicht die Mainstream-Meinung vertraten, aber zu einer sachlichen Auseinandersetzung bereit waren, diese verweigerte. Der Hintergedanke war vielleicht: Wenn selbst Fachleute sich streiten, wie kann man dann erwarten, dass die Bevölkerung den Entscheidungen der Politik folgt? Also haben die Medien eine schwierige Situation so dargestellt, als wäre alles ganz klar und einfach. Jeder Zweifler wurde als Verschwörungstheoretiker bezeichnet und in die rechte Ecke gestellt.

Hätte man rechtzeitig auf Dialog statt Konfrontation gesetzt, wäre heute das Misstrauen nicht so groß. Die Politik hat ein Vertrauensproblem generiert.

@Detektor - Pflichten des Veranstalters

20:12 von Detektor:
"Rechte einfordern, aber Pflichten verneinen."

Ich fragte, wie der Veranstalter eine solche Pflicht umsetzen sollte. Haben Sie eine Idee?

Wenn es keine Möglichkeit der Umsetzung gibt, käme diese Pflicht einem Demonstrationsverbot gleich.

19:26 von Nordbraut

"Es wäre an der Zeit für mehr Transparenz in allen Entscheidungen."

.-.-.-

Mir hat es an Transparenz aller Entscheidungen eigentlich nie gefehlt.

Zum einen wurde das idiotensicher von den Politikern erklärt, und dann wurde es nochmal in den Haupt-Nachrichten des ZDF und der ADR
mit Bildern und Tabellen erläutert.

Und per Text fand man es zusätzlich noch mal auf den Webseiten der beiden Sender in einfachen Worten formuliert.

Nordbraut 19:26

„Das ist genau mein Reden in den unzähligen threads hier der vergangenen Tage. „
..........
Sie haben im Vorgänger Thread einen interessanten Kommentar geschrieben, dem ich mich absolut anschließen konnte. Sie haben aber auch erlebt, wie ein User mit eher radikaleren Ansichten des Protest versucht hat sie für seine Sache heranzuziehen. Es hat nicht geklappt, sie haben sich dagegen gewehrt aber genau diese Gegenwehr vermisse ich bei den Imitatoren dieser Demonstration am Samstag. Schlimmer noch ich habe das Gefühl der Übereinkunft mit Extremisten. Sei sie nun Stillschweigend oder nicht

@'Mass Effect' (31.08.20 20:19): Antiquiert?

Ach wissen Sie, sind nicht in derartigen Zeiten solche Klassifkationen (insbesondere bei Berücksichtigung einer Kernaussage des Interviews: 'nicht mit dem Finger auf Extremisten zeigen') etwas sehr antiquiert?
Ansonsten: Weniger Pawlow, dann klappt das auch mit dem Meinungsaustausch.

20:12 @Russland

Dann informieren Sie uns doch bitte mal.

Ich kenne das jedenfalls ( Viren-, Bakterien-Material )
von vielen Impfungen so.

Vielleicht haben sich einige Demonstranten besser informiert als

der Durchschnitt?
@19:11 von wenigfahrer
Zumindest einige der Reden, die ich nachgehört habe, hatten gute Hintergrundinformationen.
>Z.B. die Hinweise auf die Bedeutung der Tests (70 zugelassene Tests, keiner "validiert", nur "Vermutungen", wenn auch "substantiiert", also nicht reine Spekulation) etc.
> Impfgegner: Es wurde darauf verwiesen, wie lange eine solide Entwicklung braucht - bisher mind. 5 Jahre - was die Gefahren der Veränderung in körpereigenem Genmaterial sein könnten, die bisherigen erheblichen Nebenwirkungen, die den Optimismus auf einen baldigen Impfstoff dämpfen etc.

Am 31. August 2020 um 20:09 von Zirbelkiefer

..............Es ist der größte Schwachsinn aller Zeiten, wenn ich auf der Terrasse oder in einem Biergarten in entsprechendem Abstand Platz nehme, daß ich meine Daten angeben muß.........
-----------------------

Das ist genau die Maßnahme die ich auch nicht verstehen kann. Das sollte man zumindest auf Innenbereiche begrenzen. Und das mit Uhrzeit des gehens wird auch nie festgehalten, das stimmt. Und wo genau wer wann gesessen hat. Diese Regel macht für mich keinen Sinn - zumindest nicht im Außenbereich.

@Nordbraut

Ich halte es für schwierig, hier die Balance zu finden:

gerade die ÖR, anfangs tägliche Pressekonferenzen des RKI, des Bundeskanzleramts, Liveblogs etc. - wer wollte, konnte sich doch umfassend informieren. Interessierte haben unzählige Quellen im Internet, den Printmedien gefunden.

Ich hatte eher den Eindruck, daß es niemand hören wollte, also eine selektive Wahrnehmung einsetzte, die stark von den eigenen Bedürfnissen getrieben war.

Und diese einseitige Wahrnehmung führt mE zu diesem - für mich völlig aufgebauschten - Mißtrauen, für das dann auch sofort der Staat als Schuldiger ausgemacht wird.

Genau das hat aber so gar nichts mit dem sog. mündigen Bürger zu tun, der für sein Land und seine Mitbürger Verantwortung übernimmt. Das funktioniert aber, wenn es um Schutz vor einem weitgehend unbekannten und gefährlichen (Tod bzw. schwere Folgeerkrankungen) Virus geht, nicht, wenn man sich im Selbstmitleid suhlt und die Verantwortung ablehnt.

20:32 von Kritik69 Der Protest muß deradikalisiert werden

Ich beobachte auch in meiner Umgebung immer mehr Leute, die zunehmend Zweifel hegen. Ich frage mich jedoch auch, was die TS veranlasst, plötzlich auch ein solch differenziertes Interview online zu stellen.

Bin da auch ihrer Meinung und war auch mehr als Erstaunt.

Am 31. August 2020 um 20:23 von Monty_Burns

>>Nunja: "Linke". Der Herr Kennedy ist immerhin Impfgegner<<

Es gibt einen Unterchied zwischen Impfgegnern und Impf Zwangs gegnern.

>>...und weiß daher, dass bei weitem nicht jeder Grüne ein Linker ist..<<

Klar, nicht jeder Grüne ist ein Linker und nicht jeder Demonstrationsteilnehmer (hier 95%) will den Reichstag mit einer merkwürdigen Flagge stürmen...

Am 31. August 2020 um 20:09 von Leipzigerin59

wieder einmal sehr treffend formuliert :-)

Am 31. August 2020 um 20:22 von Mathias Beyer

>>ich kenne nicht mal jemanden, der dort war.<<

Am 1.8. kannte ich mal gerade zwei....am 29.8. kannte ich 31 Menschen aus meinem Bekanntenkreis... Lehrer, Elternvertreterin, Kurzarbeiter....

20:32 von Kritik69

Ich frage mich jedoch auch, was die TS veranlaßt, plötzlich auch ein solch differenziertes Interview online zu stellen.

Da komme ich irgendwie auch nicht drüber. Vielleicht ist sie gehackt worden ?
Wenn nicht, wird es vermutlich aber nur ein Strohfeuer sein.
Was ja auch okay wäre, denn es ist sicher richtig, zu berichten, wer hinter diesen Demos steht.
Aber eben auch, wer da sonst noch dran teilnimmt.

Gut an der Geschichte finde ich jedenfalls, dass die Gefahr von Rechts nochmal deutlicher ins Bewusstsein einiger gebracht worden ist. Abseits von Anschlägen. Es droht eben auch die Gefahr, dass man Rechts pusht und zumindest temporäre Unterstützer bringt, wenn man nicht differenziert.

@Esche999 - Eine Gesundheitsgefahr wurde nie nachgewiesen.

19:08 von Esche999:
"Aber nach Sachlage war diese Demonstration eben nicht mehr nur eine Meinungsäußerung, sondern durch ihre speziellen Bedingungen hinsichtlich der Virusbekämpfung automatisch eine AKTION - die die Absicht der demokratisch getroffenen Entscheidung aushebeln würde."
> Eine Sachlage, nach der von solchen Demonstrationen eine Gesundheitsgefahr ausginge, gibt es nicht. Was es gibt, ist eine Rechtslage, die sich wissenschaftlich aber nicht begründen lässt.

Ich würde eine Anordnungen der Landesregierung auch nicht als "demokratisch getroffene Entscheidung" bezeichnen, da der Wähler nicht involviert wurde.

"Das Gericht hätte es wissen müssen."
> Das Gericht wusste es und hat das Recht auf freie Meinungsäußerung höher bewertet.

@ Detektor

Richtig. Wer als Veranstalter von Anfang nicht in der Lage ist, Auflagen so zu kommunizieren, daß es auch der langsamste Demonstrant versteht und beachtet, findet das größte Problem doch schon im Spiegelbild.

Die Berliner Richter/innen

tragen aus meiner Sicht eine Mitverantwortung. Denn genau diese prognostizierte Gefahrenlage war der Grund für das Verbot dieser Veranstaltung. Die Absage wäre verhältnismäßig und hätte Schaden abgewendet.

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