Kommentare

"Gute" Idee

"Reduzierte Arbeitszeit bei teilweisem Lohnausgleich kann eine geeignete Maßnahme sein, wenn sich die Sozialpartner darauf verständigen".

Naja, das wird die Pflege Jobs, den Polizeidienst im Vergleich ja noch attraktiver machen, Wochenendarbeit, Uberstunden ... da wird man dann sicherlich Talente rekrutieren können.....

Besondere Situation - Besondere Maßnahmen

Besondere Situationen brauchen besondere Maßnahmen. Deswegen ist die Idee der 4-tage Woche gut. Diese Maßnahme ist in der Lage verschiedene Probleme zu lösen. Zum einen wird die Bundesanstalt für Arbeit entlastet. Zum anderen bedeutet es mehr Zeit für die Familie zu haben.

Heil offen für Vier-Tage-Woche

Die wäre der Einstieg in den Ausstieg aus dem bisher typischen Arbeitsleben.
Anstatt Arbeitslosigkeit zu finanzieren werden die Wochenstunden reduziert. Da bleibt automatisch mehr Zeit für die Familie, insbesondere für die Erziehung der nächsten Generation. Da liegt auch so einiges im Argen.

Wenn wir Industrie 4.0 zu Ende denken, dann fallen höchstwahrscheinlich zwischen 50 und 60 Prozent der Arbeitplätze weg. Die Arbeit wird neu verteilt werden müssen und die Diskussion gestern um das bedingungslose Grundeinkommen werden zwingend erfoderlich werden. Je eher wir damit beginnen Arbeitsmarkt und Einkommen neu zu denken, desto besser stehen wir in der Zukunft da. Auch die Besteuerung von Vermögen, Erbschaften und Einkommen werden automatisch auf die Agenda kommen.

Gruß Hador

Ich wüsste gar nicht....

.....was ich mit dem zusätzlichen Tag anfangen sollte. Da gehe ich lieber wie bisher 39 Stunden die Woche arbeiten. Ansonsten fällt mir zu dem Thema nur ein bekanntes Lied ein: "Wer soll das bezahlen......?" Einen Tag weniger Arbeit pro Woche bedeutet schließlich auch einen Tag weniger Einzahlung in die Renten- und Sozialkassen....

jetzt verstehe ich gar nichts mehr

permanent wird über "Fach"kräftemangel gequatscht
jetzt scheinen sogar zu viele da zu sein
wegen Corona könnte man ja noch verstehen
aber wegen eines Strukturwandels ?
ja und wie begegnet man der Situation bei Erntehelfern
wird da auch die Arbeitszeit gekürzt
oder im Kindergarten bei Pflegekräften, es sollen sogar Ärzte fehlen
Strukturwandel hieß doch bisher "die Deutschen" hätten zu wenig Kinder,
es gibt keine Arbeitskräfte die man durch Migration ersetzen muß
was jetzt ?

08:45 von Sebastian15

bedeutet schließlich auch einen Tag weniger Einzahlung in die Renten- und Sozialkassen....
.
und das bei gleichen Ausgaben für die Gesundheitsversorgung
und bisher reichte die Rente bei vielen nicht
wird es besser wenn die Aufgrund geringere Einzahlungen noch weniger Rente kriegen ?

@ 08:45 von Sebastian15

Klingt traurig, vielleicht sogar besorgniserregend, wenn Sie schreiben "Ich wüsste gar nicht....
.....was ich mit dem zusätzlichen Tag anfangen sollte."
Ansonsten fällt mir zu dem Thema nur der altbekannte Unterschied ein: Die einen arbeiten, um zu leben; die anderen leben, um zu arbeiten.
Und zum Thema "wer soll das bezahlen?" gilt immer noch der alte Grundsatz: es ist effektiver und ökonomisch sinnvoller, Arbeitsplätze zu finanzieren statt Arbeitslosigkeit zu finanzieren; da kann die 4-Tage-Woche bei teilweisem Lohnausgleich ein sinnvolles Modell sein, einerseits um die Folgen von Corona abzufedern, und andererseits um den anstehenden Strukturwandel z.B. in der Autoindustrie zu begleiten.

30h

In 4 Tagen fänd ich prima.
Als nächstes dann nur noch 26h.
Das Verhältnis von Freizeit zu Arbeit, also von Erholung zu Produktivität, ist völlig aus dem Ruder gelaufen. Da wir eh ein billiglohnland sind, und die Arbeiter zu 50-150% unter Wert bezahlt werden, kann man ganz leicht die Arbeitszeit reduzieren. Bei vollem Ausgleich. Wir sind Exportweltmeister. So einen Unsinn finden Die auch noch gut. Warum bekommen die restlichen EU Staaten ihre Wirtschaft nicht in Schwung? Weil wir sie ausproduzieren. Dann geben wir wieder Geld, um zu stützen.
Würden wir unsere Produktivität einfach um die Stütze senken, ginge es den anderen besser und wir hätten mehr Freizeit. Völlig kostenneutral für Uns.

Oh, oh oh Herr Heil!

Herr Heil, zu hoffen ist, dass Sie in wissenschaftlicher Vorgehensweise Ihre
"möglicherweise geeigneten Mittel..." persönlich untersuchen oder von akademisch gebildeten Fachkräften untersuchen lassen, damit Ihre Meinung nicht zu katastrophalen Zuständen in Industrie und Gesellschaft führen! Unbd der Vorschlag von Herrn Hofmann ist ebenso gefährlich, denn diese Strategie ist geeignet lang. oder auch kurzfristig sich an
diese Art zu gewöhnen und systematisch in ein sozialistisches System abzugleiten mit
dem Endergebnis, die Industrie zu verstaatlichen!

Soziale Verteilung bei Lohn, Rente und Arbeit

Wir müssen ganz dringend in allen Bereichen umdenken.
Im Klima, Bei der Arbeit, Bei der Gesundheit und auch bei der Rente.
Alle Positionen müssen umgestellt werden.
Es wird immer weniger Arbeit geben für immer mehr Menschen. Daher ist der Grundgedanke einer 4 Tage Woche sinnvoll.
Gleichzeitig muss das Gehalt gerechter verteilt werden. Es kann nicht sein das 5 % der Bürger im Reichtum baden , 60 % einigermaßen ihr Auskommen haben 30 % am Hungertuch nagen und der Rest garnichts hat.
Wer gearbeitet hat soll auch im Alter sich noch was zu essen kaufen können.
Wir müssen uns jetzt und nicht im Jahr 2040 auf ein Klimaneutrales verhalten umstellen, sonst ist 2040 kein Klima mehr da. Jeder der ohne Eigenschuld krank ist sollte die Bestmögliche Versorgung erhalten.
Es gibt also genug zu tun, nur wer ist derzeit politisch dazu in der Lage dieses Themen anzufassen und sogar etwas zu ändern.

08:47 von Sisyphos3

«wegen Corona könnte man ja noch verstehen
aber wegen eines Strukturwandels ?
ja und wie begegnet man der Situation bei Erntehelfern
wird da auch die Arbeitszeit gekürzt»

Der Vorschlag kommt von der IG Metall.
Erntehelfer haben mit der IGM nichts zu tun. Ärzte auch nicht.
Sehr viele andere Berufe auch nicht. Es geht um Industrie-Arbeitsplätze.

Es ist eine Möglichkeit, die mit beitragen kann zu den Herausforderungen, die sind. Das Allheilmittel ist die 4 Tage Woche nicht.

Sie haben doch selbst Ihre eigene Lebensarbeitszeit-Verkürzung betrieben, um früher in Rente gehen zu können. Seit 2012 habe ich meine Wochen-Arbeitszeit von 36 auf 24 Stunden verkürzt. Ohne Lohnausgleich, Unternehmen der IG Metall.

«Strukturwandel hieß doch bisher "die Deutschen" hätten zu wenig Kinder.»

Heißt es auch weiterhin. Es sei denn, die Geburtenziffer / Frau stiege auf ± 2,1.
Steigende Automation steigert auch Produktivität.
Und man muss sich zu all dem was überlegen, was man künftig machen kann.

Fachkräftemangel versus Überschuss

Natürlich hat der Ansatz der Vier-Tage-Woche seinen Charm. Insbesondere kann er Arbeitslosenzahlen senken. Gleichzeitig wird sich jedoch die Arbeitswelt immer mehr spalten: in die Arbeitnehmer, die einen Job machen, den nur wenige beherrschen, und diejenigen Arbeitnehmer, deren Job von vielen Menschen erledigt werden kann.
Hier einen Konflikt zu vermeiden gilt es mit zu bedenken.

Klassische Sozialdemokraten-Taktik.

"Die Idee ist umstritten."

Deshalb äußert sie Heil ja. Weil er weiß, dass sowieso keine Chance auf Umsetzung besteht.

Wenn Chance auf Umsetzung bestehen würde, würde es so etwas nie äußern.

Klassische Sozialdemokraten-Taktik.

@ 09:11 von rimitino

Heidewitzka! Jetzt sind angepasste Arbeitszeitmodelle also schon ein Zeichen, "in ein sozialistisches System abzugleichen mit dem Endergebnis, die Industrie zu verstaatlichen".
Purer Unsinn. Es geht um sinnvolle Abfederung der Folgen der Corona-Pandemie und um notwendigen Strukturwandel in der Automobilindustrie. Dazu ist die 4-Tage-Woche mit teilweisem Lohnausgleich ein vernünftiges Modell.

Umstritten aber gut

Gute Idee, Umdenken ist überall nötig.
Renten sollten davon möglichst nicht betroffen sein.

Viele Jobs dürften nicht nach Zeit sondern nach Effektivität & Ergebnis zu bewerten sein. Zeit „absitzen“ ist nicht unbedingt alleinig effektiv.

Man hat überall dank Home Office nun gesehen, was alles geht, wenn Menschen nicht unnötig reisen, meeten oder in Kaffeepausen und Konferenzen sitzen.
Wieviel Zeit „gespart“ wird.

Effektive „Deep Work“ findet in wenigen Stunden statt. Natürlich je nach Beruf unterschiedlich.

Ich finde Gerechtigkeit und Neu Denken positiv. Die 4-Tage Woche wird nur eine Variante in einem vielschichtigen Arbeitsleben darstellen.

Nur Vollzeit oder Teilzeit greift heute nicht mehr. Die Arbeitswelt wird komplexer werden. Remote, HomeOffice, Voll-& Teilzeit, 1-2-3-4-5–6-7 TageWoche, Fest, frei, festfrei, usw..

09:19 von schabernack

Der Vorschlag kommt von der IG Metall.
.
also nur Schlosser und Werkzeugmacher sind zu viel ?
Zitat:
"Und man muss sich zu all dem was überlegen, was man künftig machen kann."
klar haben sie da Recht, sich Gedanken zu machen ist nie schlecht
Zitat: "Das Allheilmittel ist die 4 Tage Woche nicht"
so sehe ich das auch, aber man kann ja darüber diskutieren ne vielleicht sinnvollere Alternative finden

@ um 09:44 von Sisyphos3

"09:19 von schabernack
Der Vorschlag kommt von der IG Metall.
.
also nur Schlosser und Werkzeugmacher sind zu viel ?
…"
.
Meine Tochter ist Mitglied der IG-Metall. Sie ist Betriebswirtin.

Mal an der Realität messen...

Bei uns sind zwar nur 10-20% Vollzeiter tätig, aber fast alle haben nach drei Monaten Kurzarbeit 0 und zwei Monaten Kurzarbeit 50 festgestellt, dass weder bezahlt zuhause sitzen noch die 5-Tage/40-Stunden-Woche erstrebenswert sind. Wenn ich die gestrige Grundeinkommensdiskussion noch mit berücksichtige, halte ich eine 4-Tage-Woche bei etwa 30 Stunden mit teilweisem Ausgleich z.B. durch anderen Aufbau der Lohnnebenkosten für sinnvoll.
Ich hätte allerdings auf die weltweite Katastrophe verzichten können, um endlich bestätigt zu bekommen, was ich gerade meinem Vollzeit-Kollegium bereits seit Jahren sage...

Bin mal gespannt, wie dieser

Bin mal gespannt, wie dieser Staat zukünftig all seine übereifrig eingegangenen Verpflichtungen bezahlen will, wenn durch gedämpfte Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich viele Steuermilliarden ausfallen werden. Gleichzeitig in allen belangen sich immer vorne bei Verpflichtungen anzustellen und dauernd riesige Kosten freiwillig und zusätzlich übernehmen wollen, immer mehr Fremde hier aufzunehmen und diese teils lebenslang zu finanzieren, wobei die weiteren Kosten für entsprechende Probleme mancher Volksgruppen durch notwendigen Aufbau entsprechender Staatsorgane gar nie mitbedacht wird, werden immer unfinanzierbarer werden, wenn die vielen Steuermilliarden des Kleinviehs, das hier auf Grund nicht möglicher Steuertricksereien, den “Mist“ macht, immer mehr zurückgehen werden. Aber wer weiß, mit diesen längst von entsprechenden Lobbyisten geschriebenen Steuergesetzen, ist ja mehr möglich, als sich ein normales Hirn vorstellen kann. Also dann, laßt uns weiter für die anderen schuften.

09:52 von Ritchi

Meine Tochter ist Mitglied der IG-Metall. Sie ist Betriebswirtin.
.
also auch im Gaststättengewerbe
Kneipen und Wirtschaften :-)

gerade wurde ich gemaßregelt weil ich das Beispiel Pflegekräfte / Erntehelfer brachte
das hätte mit der IGM nichts zu tun

Umdenken

Ich denke das Wirtschaft-, Renten-, Pflege-, Bildungs, Finanz- und Sozialsystem muss völlig neu betrachtet werden. Durch diese Krise haben wir die einmaliges Chance von außen bekommen alles überdenken und den Bedürfnissen der Menschen/ der Gesellschaft neu anzupassen. Unser Leben als Gesellschaft wieder mehr mitzubestimmen. Die Wirtschaft-, das Bildungs-, das Gesundheits- und das Finanzsystem sollten für die Menschen arbeiten und sie nicht ausbeuten und für ein Paar wenige profitabel sein! Auf wichtige Dinge zurückbesinnen. Ich denke dafür ist die 4 Tage Woche auch eine Chance.

Traurig zu lesen

"Ich weiß nicht, was ich mit meinem Leben anfangen soll, wenn ich plötzlich weniger für jemand anderen arbeiten muss."

Das ist in den Top 10 der traurigsten Dinge, die ich in diesem Jahr gelesen habe. Herzlichen Glückwunsch.

Wahlmöglichkeit

4-Tage-Arbeitswoche mit etwas Lohnausgleich passt weder für Mangelberufe (Pflegekräfte) noch Billigjobs (Erntehelfer), eher für manche gut bezahlte Facharbeit (wie bei Daimler) und manche Familiensituation ohne „Heimchen am Herd“.

populistisch Sprüche

Mal hü mal hott!

Wie soll das gehen, ohne Abstriche an der Rente, dir reicht schon heute den Wenigsten. Schon jetzt wird die Rente ohne zutun automatisch kleiner, da sich der Steueranteil jährlich um 2% erhöht und das Rentenniveau sinkt.

Auf der einen Seite will man deshalb die Altersgrenze erhöhen, jetzt soll auf einmal eine 4 Tagewoche reichen?

Ausgereifte Konzepte Fehlanzeige, da wird halt mal was in den Raum geworfen, vielleicht gibt es bei der nächsten Wahl ein paar Prozentpunkte mehr. Aber mittlerweile fallen immer weniger auf so etwas Durchschaubares rein.

Eines ist klar, egal wie es kommt, der Steuerzahler zahlt immer drauf.

09:44 von Sisyphos3

«Der Vorschlag kommt von der IG Metall. also nur Schlosser und Werkzeugmacher sind zu viel ?»

Schlosser sind zu wenige. Zumindest sucht mein Arbeitgeber seit längerer Zeit 2 Schlosser als Ersatz für die beiden, die Ende 2021 in Rente gehen. Und sehr viele spezielle Fachkenntnisse mit in den Ruhestand nehmen.

Ich bin Photo-Ingenieur und Mitglied der IG Metall.
In dem Unternehmen der Automobilbranche, in dem Sie tätig waren.
Arbeiteten auch nicht nur … "die mit Metall am Hut".

4-Tage Woche???

Ob das in der gesamten Bevölkerung gut ankommt, wage ich zu bezweiflen.

Wenn, dann muss es für Alle gelten!
Das wars dann wohl!?

Para Welten

Als ob es in Deutschland kein Millionenheer von Arbeitssklaven gäbe die bei Überstunden weit unter dem Mindestlohn bekommen. Als ob nicht Millionen, beim Lobcenter Aufstocken müssen. Als ob nun das Kapital nicht um den Globus kreist.
Als ob der Balkan, Italien, Spanien, vlt. Griechenland sich nicht über Millionen billigen Arbeitssklaven erfreuen würden und gern produzieren, was auch immer verkauft werden kann.
Aber H. Heil weiss um das nicht Wissen seiner Wähler, versprechen kann Mann viel.

Verhältnismässigkeit

Die Woche hat 168 Std. Derzeit sind davon einfach gerechnet 40 für die Arbeit reserviert. Verbleiben also 128 Std. Der Mensch schläft im Schnitt 8 Std. Verbleiben nach Abzug also 72 Std. Für den Weg zur Arbeit und zurück rechne ich einfach mal mit einer Std. am Tag. Verbleiben also 67 Std. Es gibt noch eine Mittagspause, die man aufgrund der Arbeit nicht wirklich für andere Dinge verwenden kann. Also rechne ich nochmal mit einer Stunde pro Arbeitstag = 5 Std. Verbleiben also 62 Std. und somit immer noch mehr Zeit für sich und die Familie als für die Arbeit. Würde man nun eine 4-Tage-Woche einführen, ergäbe sich ein plus von 8 Arbeitsstd., 1 Std. Mittagspause und 1 Std. für den den Arbeitsweg, sprich 10 Std. Dann wäre es also 72 Std.

Klingt sicher gut. Aber wenn ich daran denke, dass der Arbeitnehmer in Zukunft mit ca. 30 Std. Arbeit in der Woche für ca. 45 Jahre 168 Std. Kinder bis nach der Ausbildung (20 Jahre) und ca. 20 Jahre eigene Rente a 168 Std. finanzieren soll: viel Spaß!

für Vier-Tage-Woche?

Dann fangen wir mal bei Feuerwehr, Polizei, Rettungsdiensten, Supermarkt Mitarbeitern sofort damit an.

Bestimmt können die öffentlchen Arbeitgeber jetzt mit guten wirtschftliche Konzepten vorran gehn.

@Sebastian15

„... was ich mit dem zusätzlichen Tag anfangen sollte.“
Dann haben Sie aber ein trauriges Leben.

Arbeitsmarkt:Heil offen für Vier-Tage-Woche....

Aber sicher eine ohne Lohnausgleich.

Obwohl bei den meist defensiven Tarifabschlüssen der letzten Jahre und der Steigerung der Arbeitsproduktivität da etwas anderes drin sein müßte.
Leistbar auch gerade angesichts der Staatshilfen für viele Unternehmen,die vielfach Dividenden ausschütteten.

10:04 von Sisyphos3

«gerade wurde ich gemaßregelt weil ich das Beispiel Pflegekräfte / Erntehelfer brachte … das hätte mit der IGM nichts zu tun»

Sie wurden nicht "gemaßregelt".

Lediglich teilt man Ihnen mit, dass Pflegekräfte und Erntehelfer nichts mit der IG Metall zu tun haben. Zusätzlich haben Erntehelfer in Deutschland keine unbefristeten Arbeitsverträge mit einer festen, immer gleichen Zahl an Arbeitsstunden / Woche.

Oder sahen Sie hierzulande schon mal wen Erntehelfer, der im Dezember Erdbeeren erntete, Spargel stach, oder Salat oder Gurken pflückte …

Arbeitslosenzahlen senken.

von Ritchi @
Die jetzt arbeitslos sind , sind des besonders wegen mangelnder Fähigkeiten. Das wird bei der 4 Tage Woche noch schlimmer.

Wir haben aber ein ganz großes Problem mit vollkommen arbeitsunwilligen. wie wollen Sie das lösen?

@ Sebastian15 (08:45)

Zitat: "...Ansonsten fällt mir zu dem Thema nur ein bekanntes Lied ein: "Wer soll das bezahlen......?" Einen Tag weniger Arbeit pro Woche bedeutet schließlich auch einen Tag weniger Einzahlung in die Renten- und Sozialkassen...."
Wer das bezahlen soll ist nicht schwer zu beantworten: Alle Steuerzahler und die Erwarter künftiger Renten. Hier geht es schließlich nicht einfach nur um mehr Freizeit, sondern um die Frage, wie weniger Arbeit auf die möglich gleiche Anzahl Beschäftigter verteilt werden kann. Um die 20% des Personals zu entlassen wäre die 2. Option.
Allerdings muss tiefgreifend sichergestellt werden, dass sich die AG bei mehr Arbeit nicht wieder irgendwelcher Taschenspielertricks bedient, sondern AN in Vollzeit zu beschäftigen.
Minijobs sollten jetzt in bestimmten Fällen und in bestimmten Branchen (!) garnicht mehr zulässig sein.

@ um 10:04 von Sisyphos3

"09:52 von Ritchi
Meine Tochter ist Mitglied der IG-Metall. Sie ist Betriebswirtin.
.
also auch im Gaststättengewerbe
Kneipen und Wirtschaften :-)
…"
.
Kennen wir uns? Oder woher wissen Sie, dass meine Tochter kellnert. (Jetzt hat das Restaurant Corona – bedingt vermutlich für immer geschlossen.)

die alte Diskussion wird aus der Motttenkiste gekramt

All das hatten wir schon diskutiert, und verworfen. Aber immer kurz vor Wahlen, oder wenn sich jemand interessant machen will, kommt der Unsinn wieder hoch. Angeblich haben wir einen Arbeitskräftemangel in normalen Zeiten, wir haben deswegen sogar Zuwanderung gesetzlich geregelt. Nun ist für eine Übergangszeit Krise und schon wird so getan, als ob dauerhaft zuviel Menschen sich zuwenig Arbeit teilen müssen. -> was, im übrigen stimmt, aber erst, wenn die Digitalisierung abgeschlossen ist und die AI wirklich arbeitet.
Und wer zahlt den Spaß? Entweder die Unternehmer, diejenigen also, die die Wirtschaft für alle am Laufen halten sollen. Wer soll 25 % Lohnsteigerung denn einfach so wegstecken? Oder zahlen es die MAer? Die müßten dann auf 25% Lohn verzichten. Und das, obwohl dieselben Leute, die die 4 Tage Woche fordern, immer auf die vielen prekären Jobs hinweisen. Oder zahlt es "der Staat"? Nein und nochmals nein. Warum sollen wir alle mit unserem Geld die 4 Tage Woche finanzieren?

Edward XVII Sie zahlen offenbar keine Löhne

klar ist Familienzeit schön. Noch schöner wäre die null Tage Woche bei vollem Lohnausgleich. Da wäre ich dafür, dann wären alle Probleme gelöst, nicht nur "verschiedene"

20 Jahre zu spät

Mannomann! Seit Jahrzehnten haben wir die Produktivitätssteigerungen, ohne dass die Politik auch nur einen Finger zur Lösung der Frage gekrümmt hat, wie man das Volkseinkommen (BIP) gerechter auf alle verteilen kann.
.
Selbstverständlich hätte man schon längst eine 4-Tage-Woche bei VOLLEM LOHNAUSGLEICH einführen können, aber dann hätten die oberen Einkommensschichten und Kapitaleigner weniger als 38% Zuwachs hinnehmen müssen, während man bei Niedriglohngruppen mit 6% (weniger als die Inflationsrate) "zufrieden" sein musste.
.
Nun denkt jeder Hans und Franz, es ginge ihm ans Portemonnaie, wenn man umverteilen würde. Deshalb gehen Lohnerhöhungen immer in %, so dass einer 2.000 Euro mehr hat, ein anderer nur 100 Euro. Und das ist gerecht? Mal nachdenken statt deklamieren!

Ja genau Hador

diese Entwicklung hin zu null Jobs wegen erfolgreich arbeitender AI-Systeme wird aber leider überhaupt nicht diskutiert. Da hilft aber auch die 4 Tage Woche nichts. Sondern da müssen Konzepte her, damit wir regeln, wie die Menschen dann ihr Leben finanzieren, wenn die AI in den Händen weniger ist, und die Vielen arbeitslos sind. Aber wie immer wird nur kurzfristig und nicht konzeptionell gedacht, was spätestens 2050 zu neuen Aufregungen führen wird.

4 Tage sind noch zu viel!

Laut einer britischen Studie, von der futurezone.at vor ca 1 Jahr berichtete, „dürften wir maximal sechs bis zehn Stunden pro Woche arbeiten, wenn wir die Erde vor einer verheerenden Klimaerwärmung bewahren wollen. Zu diesem verblüffenden Schluss kommt eine britische Studie (PDF), die vor kurzem veröffentlicht wurde. Studienautor Philipp Frey vom Thinktank Autonomy hat auf Basis von Wirtschaftsdaten, aber auch Emissionswerten, die über die Vereinten Nationen und die OECD kommuniziert wurden, diese Berechnung angestellt.“
Eine 4 - Tage - Woche greift also noch viel zu hoch.

Übrigens...

...Sozialismus ist nicht, Geld zu kriegen, ohne zu Arbeiten. DAS Konzept ist vielmehr die höchste Daseinsstufe im Kapitalismus.

@ um 10:36 von werner1955

"Arbeitslosenzahlen senken.
von Ritchi @
Die jetzt arbeitslos sind , sind des besonders wegen mangelnder Fähigkeiten. Das wird bei der 4 Tage Woche noch schlimmer.

Wir haben aber ein ganz großes Problem mit vollkommen arbeitsunwilligen. wie wollen Sie das lösen?"
.
Gar nicht. Das ist Sache der Regierung. Und ob das Problem ein ganz großes ist bezweifle ich.

Arbeit auf mehr Menschen aufteilen

Arbeit muss irgendwann auf mehr Menschen gleichmäßiger verteilt werden (und nicht nur Arbeit sondern auch das Geld).
Da beißt keine Maus den Faden ab. Es gibt seit Jahren dazu ernsthafte Berechnungen und Ideen kompetenter Wissenschaftler (nicht nur aus der Philosophie auch aus den Wirtschaftswissenschaften) die bisher aber immer „unter gebuddelt“ wurden. Statt Maschinen abzuschreiben, wären Sozialabgaben und/oder Maschinensteuer für selbige „Arbeitnehmer/Roboter“ überfällig. Bei besserer Entlohnung könnten sich „belastet Beschäftigte“ (nicht nur aus Produktionsbereichen) auch einen Arbeitsplatz teilen. Es würden auch weniger Frauen nicht so häufig in prekäre Beschäftigungsverhältnisse / Rentensituationen (ja, gibt es noch reichlich) gedrängt.
Aber groß denken, wär natürlich angesagt, ohne schon wieder alles in eine „nebulöse linke Ecke“ zu phantasieren.

Solange mehr Arbeitslose

Solange mehr Arbeitslose vorhanden sind, als freie Arbeitsplätze, kann nur eine Arbeitszeitverkürzung helfen, möglichst viele Menschen an der nötigen Arbeit und damit auch an nötigem Einkommen zu beteiligen.
Und selbstverständlich ist dabei natürlich, dass die Menschen ähnlich gute oder bessere Löhne bekommen. Denn die Wirtschaft möchte ja auch ihre Produkte verkaufen.
Ohne genügend Einkommen für die Käufer wird das nicht funktionieren.

Heil offen für 4-Tage-Woche

Das ist zunächst mal schädlich für die Wirtschaft ! Dazu kommt , das sicherlich die Forderung kommt "weniger zu arbeiten" bei gleichem Gehalt bzw. Lohn. Weiterhin kommt noch die Forderung der Linken nach 70 % Steuern für Unternehmer. Das habe ich zum Glück lange hinter mir. Aber es ist traurig alles zu sehen was an Vorschlägen kommt.

@DeHahn 10:51

Danke für das Ausformulieren meiner Gedanken!

@Tinkotis 10:56

Köstlicher (treffender) Satz!

@ um 10:51 von DeHahn

Sie haben vollkommen recht. Seit Jahrzehnten ist eine Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich möglich und sinnvoll.
Dass „Hans und Franz“ Angst vor Umverteilung haben, liegt daran, dass viel Arbeitnehmer glauben, sie wären schon „reich“ wenn sie 4000€ verdienen und damit zum Ziel potentieller Revoluzzer werden könnten.

und wie soll die Mitte bezahlt werden?

falls man nur 4 Tage die Woche arbeitet, bedeutet das 20% weniger Gehalt oder? Schon jetzt können sich viele keine normale Wohnung mehr leisten. Mit 80% Gehalt landet man unter der Brücke, da keiner bezahlbarer Wohnraum da ist. Die Politiker schweben in anderer Galaxie und haben vergessen wie Normalverdiener in Deutschland lebt...

Andererseits

Man könnte die 40 -Stunden - Woche natürlich auch beibehalten.
Allerdings sollte sie dann pro Arbeitskraft nur 2 x pro Monat stattfinden.

Guter Anfang einer besseren Gesellschaft

Ich bin aber für viel mehr Experimentierfreude. Deswegen mein Vorschlag:
- Bedingungsloses Grundeinkommen für alle Bürger (nicht nur die 120 in der Studie und die 1380 Vergleichspersonen),
- Verpflichtung zu vollkommen uneigennütziger, gemeinnütziger Arbeit an 3 Tagen pro Woche,
- Lohn-/Gehaltsarbeit nur an maximal 2 Tagen in der Woche,
- Obergrenze von Einkommen festlegen (z.B. 20-fache eines Bettlers/Obdachlosen, also des Menschen mit dem niedrigsten),
- Konzerne zerschlagen und viele hunderttausende neue Firmen mit max. 50 Mitarbeitern gründen, die alle gleichberechtigt tätig sind, wie es sich für eine Domkratie gehört, Hierarchien müssen sämtlichst aufgelöst werden,
- Herausbildung altruistischer Weltanschauung aller Bürger.

Arbeitskosten und Arbeitsplätze

Überlassen wir es doch den Tarifparteien, hier eine tragfähige Lösung zu finden. Die Politik hat ihren Beitrag zur Schwächung der deutschen Automobilindustrie ja bereits geleistet.

um 11:11 von nie wieder spd

"Dass „Hans und Franz“ Angst vor Umverteilung haben, liegt daran, dass viel Arbeitnehmer glauben, sie wären schon „reich“ wenn sie 4000€ verdienen und damit zum Ziel potentieller Revoluzzer werden könnten."

Das Problem dabei ist jedoch, dass diese 4.000 Euro am Ende dazu führen würden, dass keiner mehr 4.000 Euro verdient. Denn wäre diese pro Arbeitnehmer und Monat im Umlauf, dann wäre plötzlich soviel Geld auf dem Markt, dass die Preise in den Himmel schießen würden. Sehen Sie sich doch Länder mit extrem hohen Einkommen an. Auch wenn es das bisher häufig nur im kleinen gibt (Monaco, Luxemburg, Lichtenstein etc.). Kaufen Sie da mal ein! Da werden Sie aber ganz andere Verhältnisse erleben.

Es ist einfach unsinnig anzunehmen, dass mehr Geld automatisch zu mehr Gerechtigkeit führen würde. Mehr Geld bedeutet schlicht und einfach mehr Entwertung.

Es ist immer wieder

Es ist immer wieder erstaunlich, wieviele Menschen, die lohnabhängig arbeiten müssen, Verständnis für die Probleme der Arbeitgeber haben.
Zumindest der Kapitalist freut sich über nichts mehr, als über Werktätige, die sich seinen Kopf zerbrechen.
Arbeitnehmer und Politiker sollten Forderungen und Ansprüche formulieren und die Wirtschaft und die Arbeitgeber sollten dann sehen, wie sie diese erfüllen können.
Können sie das nicht, sind sie vielleicht die Falschen, die solche Verantwortung tragen dürfen.

"Getretener Quark wird breit, nicht stark"

"Die Industrie muss Strukturwandel und Corona-Krise meistern. Um Jobs zu retten, nimmt Bundesarbeitsminister Heil den Vorschlag der IG-Metall auf, Arbeitszeiten zu kürzen. Die Idee ist umstritten"

Das ist sie zu recht. Da es für das Funktionieren der Wirtschaft zuallererst darauf ankommt, dass in ihr genau das produziert bzw. an Leistungen angeboten wird, was den tatsächlichen Bedürfnissen der Wirtschaftsteilnehmer auf der Nachfrageseite entspricht - und v.a. auch flexibel an die sich analog der gesellschaftlichen Entwicklungen und der ökologischen Bedingungen ständig ändernden Erfordernisse anpassbar ist -, und nicht primär um Geld (Arbeitsplätze), macht es keinen Sinn, an der Produktion nicht mehr (oder in dieser Form nicht mehr) nachgefragter Güter festzuhalten.
Echter Strukturwandel kann nur auf Basis neuer Ideen, die wiederum den offenen Austausch zwischen Teilnehmern aus allen Bereichen der globalen Wirtschaft voraussetzen gelingen. Nicht durch "Ausdehnung" obsoleter Strukturen.

Am 19. August 2020 um 11:18 von Stern2100

Zitat: Überlassen wir es doch den Tarifparteien, hier eine tragfähige Lösung zu finden.

Genau das hat Heil gesagt."Reduzierte Arbeitszeit bei teilweisem Lohnausgleich kann eine geeignete Maßnahme sein, wenn sich die Sozialpartner darauf verständigen", sagte Heil den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Es gibt hier im Forum leider zu viele, die sich auf das Lesen der Überschriften beschränken und dann frei von der Leber weg posten.

11:17 von WM-Kasparov-Fan

Konzerne zerschlagen und viele hunderttausende neue Firmen mit max. 50 Mitarbeitern gründen,
.
ist das jetzt ein Scherz oder ihr ernst ?

erinnert mich an das Mao Projekt wo jede Familie nen eigenen Hochofen hatte ....
dann wie wollen sie Menschen zwingen für gemeinnützige Arbeit
viele kriegen sie nicht mal zur Arbeit wenn sie bezahlt werden
ist ja schön wenn sie "experimentierfreudig" sind
aber wäre es nicht besser sie überlassen es den einzelnen Menschen selbst
statt sie zu "ihrem Glück" zu zwingen

In meinen Augen müsste die Überschrift lauten:

"Heil schaltet in den SPD-typischen Wahlkampfmodus"

Versprechen, versprechen, versprechen! Jede Wette: in wenigen Tagen bzw. Wochen geht es wieder um die Erhöhung des Kindergeldes!

10:56 von Tinkotis

"Sozialismus ist nicht, Geld zu kriegen, ohne zu Arbeiten. DAS Konzept ist vielmehr die höchste Daseinsstufe im Kapitalismus."

Das ist für mich bereits jetzt der "Kommentar des Jahres". Danke.

@ 10:30 von werner1955

Sie haben den Bericht gelesen? Es geht um einen Vorschlag der IG Metall. Wir fangen nicht bei "bei Feuerwehr, Polizei, Rettungsdiensten, Supermarkt Mitarbeitern" an, wie Sie behaupten - wenngleich es auch da in manchen Sparten Sinn machen wird, notorisch zu lange Dienstzeiten systematisch neu zu regeln. Es beschleicht mich allerdings der Verdacht, dass es Ihnen gar nicht um faire Arbeitszeiten der von Ihnen genannten Berufe geht...

Strukturell Problem

Strukturelle Probleme werden sich auf die Art leider nicht lösen lassen.
Arbeit im Handwerk ist derzeit genug da. Auch Arbeiten die nicht so hoch bezahlt werden, wie in der Industrie gibt es derzeit noch genug. Nur die Industrie baut gewaltig ab, oder Strukturiert sich neu. So werden langfristig viele Arbeitsplätze in dem Bereich wegfallen. Und diese Kollegen werden sich auch um eine Arbeit umschauen müssen. Nur ist in den meisten Fällen das Lohnniveau ein wenig niedriger. Von der Abwanderung der Industrie in Länder mit entsprechend interessanter Struktur will ich gar nicht anfangen. Das sieht man derzeit an der Arbeit, die teilweise wieder zurückgeholt wird aus dem Asiatischen Raum. Aber diese Arbeit wird meistens in Länder die neu in der EU sind verlagert. Und China erfüllt dank Politik heute auch jeden Wunsch.

@ 10:36 von werner1955

Interessant: Wo haben Sie "ein ganz großes Problem mit vollkommen arbeitsunwilligen"?
Oder ist Ihr Satz am Ende nur die Aufwärmung des alten Schmarrn von "wer arbeiten will, findet auch was"...?

mal rechnen ...

Statt 20 Tage nur noch 16/Monat arbeiten.
D.H.20% weniger Produktion bei gleichen Kosten. OK, wird alles ca.20% teurer.
Und wenn ich Glück habe kaufen 20%der Kunden weniger, weil sie sich das ja nicht leisten können. Ist mein Produkt so toll oder so wichtig, das ich die gleiche Menge verkaufen kann, muß ich MA einstellen. Das sind zusätzliche Kosten, die ich auch an die Käufer weitergebe. Na ja, ob das so erstrebenswert ist? Wieviele dabei wohl wieder auf der Strecke bleiben.
Oder anders, es gilt nur für die IGM
Welcher kleine Handwersmeister findet denn noch einen MA wenn er nicht auch 4 Tage/Woche einführt.
Kennt Ihr noch 5000*5000 von VW?
Die haben JEDEN vom Markt gefischt und etliche Handwerker im Umland(Hannover)hatten einbußen die ihnen extrem geschadet haben(bis hin zur Pleite)
Eine teilweise Einführung schürt sozialen Neid, eine vollflächige Einführung ist wohl nur möglich, wenn Alte/Kranke einen Tag/Woche auf Betreuung verzichten. Zusätzl. MA liegen ja nicht auf der Strasse!

@WM Kasparov-Fan 11:17 - wie denn jetzt?

Zitat: „Ich bin aber für viel mehr Experimentierfreude. Deswegen mein Vorschlag:“

///
*
*
... und alles was dann folgt, gleicht einem Sozialistischen Manifest ...
*
... Experimentierfreude fordern - durch Gleichschaltung und Vorschriften? ...
*
... Sie mögen ja Recht haben, dass Konzerne eine Gefahr sein können (!), wenn sie mehr Macht haben, als Regierungen (e.g. Facebook, Amazon, Nestlé, Monsanto, Pepsi Co., Tata Steel, ...) ...
*
... aber was Sie im Umkehrschluss folgern, ist dann doch etwas realitätsfern ...
*
... in meinen Augen auch das BGE ...
*
... weil: Ich werd nicht mitmachen! ...
*
... nicht mal unter Zwang!

PS: Ähnlich experimentierfreudig war man in der ehemaligen SU ...

11:11 von nie wieder spd

Dass „Hans und Franz“ Angst vor Umverteilung haben, liegt daran, dass viel Arbeitnehmer glauben, sie wären schon „reich“ wenn sie 4000€ verdienen und damit zum Ziel potentieller Revoluzzer werden könnten.
.
die Erfahrung gibt ihnen aber Recht
im Gespräch zielt es immer auf die "Reichen"
bezahlen muß es der Mittelstand oder ihre 4.000er Klasse

@WM-Kasparov-Fan

Langfristig, um soziale Unruhen zu vermeiden, müssen wir die meisten Jobs automatisieren, und die verbleibende Arbeit so gerecht wie möglich auf die gesammte Gesellschaft verteilen.

Die Diskussion über eine vier Tagewoche ist zumindest ein Ansatz der in die Richtung geht.

Ein DIskurs über die Zukunft der Arbeit hätte schon vor Jahren führen müssen...auf möglichst breiter gesellschaftlicher Basis. Und ja dazu gehören auch Experimente, die lokal verschiedene Lösungsansätze ausprobieren...Wie eben die vier Tage Woche, um daraufhin die Folgen für die Gesellschaft auszuloten.

Einfach Forderungen in den Raum zu stellen (wegen der Gunst der Stunde), ohne zu Wissen wie die gesellschaftlichen Folgen sind, ist genauso Panne, wie die Augen zu verschliessen und zu hoffen, das es so wie bisher weitergehen kann.

Was sagen eigentlich die anderen Parteien dazu ?

Der Wahlkampf hat begonnen.

Die Geschenke oder besser die angekündigten Wohltaten häufen sich. 4 Tage arbeiten bei vollen Lohnausgleich, bedingungsloses Grundeinkommen für alle. Muss man ernsthaft über diese Themen diskutieren? Ich finde nicht. Bis zur Wahl schafft Herr Heil dies nicht und danach verschwindet er von der Bildfläche. Ich höre den SPD Politikern gerne zu, die erzählen von einer besseren Welt, dort wo alle den ganzen Tag die Segnungen genießen. Wo holen wir uns eigentlich die Männer, wahrscheinlich keine Frauen her, die die Mülltonne leeren? Aus Rumänien?

@ 10:56 von Tinkotis

Trefflich auf den Punkt gebracht. Chapeau.
Und wie die gestrigen Razzien in den Nadelstreifen-Etagen einiger Banken in Sachen Cum-Ex-Geschäfte gezeigt haben, geht's bei dieser höchsten Daseinsstufe des Kapitalismus erschreckend oft ganz ohne Moral und ohne Unrechtsbewusstsein.

um 11:24 von DB_EMD

>>
Es ist einfach unsinnig anzunehmen, dass mehr Geld automatisch zu mehr Gerechtigkeit führen würde. Mehr Geld bedeutet schlicht und einfach mehr Entwertung.
<<

Ich stimme Ihnen zu. Man muss viel stärker in Produkten und Dienstleistungen denken. Und verteilt, bzw. zugeordnet kann nur das werden, was hergestellt oder geleistet wird, abzüglich dem Teil, der als Investition für zukünftige Produktion bereitgestellt werden muss. Da man hier immer wieder lesen kann, dass sehr viele Menschen in D zu wenig zum guten Leben haben, kann das nur bedeuten, dass mehr produziert bzw. geleistet werden muss, nicht weniger. Ein Wachstum muss natürlich besonders in Qualität gehen und es darf sich nur in Leitplanken vollziehen. Statt Grundeinkommen wäre ich für eine deutliche Ausweitung von Basisgemeinschaftsleistungen, wie kostenlosen öffentlichen Verkehr etc.

Gezielt helfen

Ich denke, es wäre sinnvoll je nach Branche gezielt zu helfen. Es wäre auch einmal interessant, genauere Zahlen über die Entwicklung einzelner Branchen zu sehen. Viel Branchen wie Tourismus, Gastronomie haben natürlich ganz gravierende Einbußen, in der Messebranche dürfte das Geschäft nahezu vollständig zum Erliegen gekommen sein, aber z.B. der Lebensmitteleinzelhandel müsste ja eigentlich deutlich zugelegt haben. Dann gibt es auch Firmen wie z.B. die Automobilindustrie, die große Einbußen hatten, die aber jetzt zum Teil durch ein sehr gut anspringendes Chinageschäft voraussichtlich 2020 sogar mit Gewinn abschliessen werden. Und dann kann man je nach Branche geeignete Massnahmen finden. Interessant wäre auch einmal zu wissen, ob nicht viele Facharbeiter, die z.B. im Automobilbau durch die Umstellung auf E-Motoren wegfallen nicht in anderen Branchen aufgrund des Fachkräftemangels sofort einen Job finden, denn technische Facharbeiter haben wir doch angeblich nicht genug.

Es wäre sicher zunächst auch

Es wäre sicher zunächst auch hilfreich Überstunden nur zu strikten Bedingungen zuzulassen.

So fielen im Jahr 2015 laut des zur Bundesagentur gehörendenden Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IBA) insgesamt ca. 1,8 MILLIARDEN! Überstunden an, davon fast eine MILLIARDE! unbezahlt!

@ 11:02 von Peter Kock

Bisher sind Sie hier der einzige, der diese "traurigen Vorschläge" macht...

@DB_EMD um 11:24

Also, dafür gibt es eine ganz einfache Lösung: Deckel drauf. Irgendwo zwischen 3000 und 6000 Euro Netto ist in den meisten Fällen der Punkt erreicht, wo das Geld mehr Schaden als Nutzen anrichtet. Zwar gibt es viele Berufe, wo mehr Bezahlung angesichts der getragenen Verantwortung angemmesen scheint (nehmen wir nur Ärzte oder Piloten als Beispiel), aber da sind vielleicht andere Formen der Anerkennung möglich.

Grundrente

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich finde eine Grundrente von € 1200,00 besonders für Geringverdiener die ein Lebenlang gearbeitet haben mehr als gerechtfertigt.
Wann versteht einfach die Regierung die mit ihren Gehältern in Saus und Braus leben, dass ein Normalsterblicher exakt mit seinen Budget haushalten muss. Angefangen bei der Miete, NebenKosten, Kleidung, Nahrung, Versicherungen, Auto usw. ist selbst mit € 1200,00 nicht leicht zu wirtschaften.
Deshalb bin ich für die Einführung dieser Grundrente um ein einigermaßen vernünftiges Leben auch im Alter gestalten zu können.

@ 11:18 von Stern2100

Sie haben recht: die Politik der GroKo - vor allem mit den Unionsbremsern - hat in den letzten Jahren viel dafür getan, den notwendigen strukturellen wie ökologischen Wandel der deutschen Automobilindustrie und damit den ganzen Zweig zu schwächen.
Ändert sich hoffentlich 2021.

@andererseits 11:44 - genau richtig!

Zitat: „Oder ist Ihr Satz am Ende nur die Aufwärmung des alten Schmarrn von "wer arbeiten will, findet auch was"...?“

///
*
*
... ich war zwar nicht angesprochen - aber der Satz ist eine alte Wahrheit und kein Schmarrn! ...
*
... wer arbeiten will, findet Arbeit! ...
*
... aber nicht jede Arbeit schmeckt jedem!
*
... an Stelle eines BGE brauchen wir BSG ...
*
... eine Bedingunglos Solidare Gesellschaft! ...
*
... in der die Bedürftigen genug bekommen ...
*
... und nicht Diejenigen, die eigentlich arbeiten könnten, lieber Hartzen! ...
*
... Solidarität ist keine Einbahnstraße! ...
*
... von den Reichen ständig Solidarität zu fordern von Leuten, die den wirklich Bedürftigen die Sozialleistungen weg zehren, ist bodenlos unsolidarisch!
*
... würde BGE funktionieren, hätten wir nicht knapp 4 Mio. „BGE4-Empfänger“

11:49 von andererseits

oft ganz ohne Moral und ohne Unrechtsbewusstsein.
.
bei Sozialbetrug hat man auch nicht den Eindruck es herrscht Moral
und Unrechtsbewußtsein ist so weit verbreitet dort auch nicht

In Einem muss ich Ihnen recht

In Einem muss ich Ihnen recht geben. Wir brauchen nicht „mehr“ Geld.
Aber das Geld, welches dem Markt entzogen wird, weil es Einzelne auf ihren Konten horten, sollte sich die Gesellschaft zurückholen.
Wenn sie dazu noch berücksichtigen, dass mittels dem internationalen Finanzhandel pro Tag ca 4 Billionen Dollar umgesetzt werden, könnte eine geringfügige Steuer von 2 oder 3% auf diesen Handel haufenweise Geld zur Verfügung stellen, um soziale Selbstverständlichkeiten für die ganze Welt zu finanzieren.

Die Bundestagswahl wirft ihren Schatten voraus

Anders kann ich solche Ideen nicht deuten.

Auch die wahrscheinliche Verlängerung der Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes auf 24 Monate gehört in die selbe Kategorie. Ich frage mich, ob dann die Erhöhung vom Frühjahr über das Niveau von 60 % hinaus ebenfalls um 12 Monate verlängert wird?

Die einzige „Lösung“, die ich sehe, wird darin bestehen nach der Bundestagswahl die Steuern auf abhängige Beschäftigung massiv zu erhöhen. Falls Trump wiedergewählt wird, fürchte ich eine Fortsetzung des Konfrontationskurses der USA mit China. Es wird nicht lange dauern bis die USA auch den Druck auf Deutschland erhöhen werden, Geschäftsbeziehungen mit China zurückzufahren.

Die deutsche Wirtschaft ist aber gerade jetzt mehr denn je auf den chinesischen Absatzmarkt angewiesen!

um 11:44 von andererseits

>>
Interessant: Wo haben Sie "ein ganz großes Problem mit vollkommen arbeitsunwilligen"?
Oder ist Ihr Satz am Ende nur die Aufwärmung des alten Schmarrn von "wer arbeiten will, findet auch was"...?
<<

Man sollte das nicht ideologisieren. Natürlich gibt es nicht wenige, die Arbeitslosengeld beziehen und sich nebenher etwas dazu verdienen, ohne sich an den Kosten der Gemeinschaft (KV,RV, Steuern) zu beteiligen.
Auf der anderen Seite ist das auch nicht die Quelle aller Probleme.
Mal nebenbei: Ich bin Jahrgang 1953 und ich erinnere aus meiner Jugend Nachrichtensendungen, die Arbeitslosenzahlen von 100.000 verkündet haben und das wurde als bedrohliche Höhe angesehen. Wie konnte man damals die Arbeitslosenquote so niedrig halten ?

11:55 von Rentner1964

ich finde eine Grundrente von € 1200,00 besonders für Geringverdiener die ein Lebenlang gearbeitet haben mehr als gerechtfertigt.
.
und wer nicht sein "ganzes" Leben arbeitete ?
oder nur halbtags
was macht man mit denen ?

@ 11:49 von Sisyphos3

Es ist ein oft zu findende Muster hier, dass Foristen beklagen, es ginge etwa "zu Lasten von uns Steuerzahler*innen"; wenn man dann Modelle anführt, die Lasten unterschiedlich zu verteilen (stichwort: starke Schultern tragen mehr), klagen nicht selten die gleichen Foristen, es gehe etwas "zu Lasten der Reichen".
Logischerweise bleibt dann nur die Konsequenz, dass diesen Foristen am liebsten ist, dass es "zu Lasten der Ärmeren" geht - traut man sich dann aber anscheinend nicht offen auszusprechen.

Am 19. August 2020 um 11:37 von DB_EMD

Zitat: In meinen Augen müsste die Überschrift lauten: "Heil schaltet in den SPD-typischen Wahlkampfmodus"

Versprechen, versprechen, versprechen! Jede Wette: in wenigen Tagen bzw. Wochen geht es wieder um die Erhöhung des Kindergeldes!

Die andere Überschrift käme Ihnen zupasss, da Sie offensichtlich nichts anders Lesen als die Überschrift.

Hätten Sie den ganzen Artikel gelesen, wüssten Sie, dass Heil keine Versprechen gemacht hat. Er hat Vorschläge, die von Seiten der Gewerkschaften gemacht wurden, wohlwollend aufgegriffen, aber auf die Zuständigkeit der Sozialpartner verwiesen.

11:50 von baumgart67

aber z.B. der Lebensmitteleinzelhandel müsste ja eigentlich deutlich zugelegt haben.
.
warum ?
glauben sie ich esse jetzt doppelt so viele Bananen weil die Mehrwertsteuer sank ?

um 11:50 von heathersfan

>>
Es wäre sicher zunächst auch hilfreich Überstunden nur zu strikten Bedingungen zuzulassen.

So fielen im Jahr 2015 laut des zur Bundesagentur gehörendenden Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IBA) insgesamt ca. 1,8 MILLIARDEN! Überstunden an, davon fast eine MILLIARDE! unbezahlt!
<<

Sie schreiben ja eigentlich schon selbst, dass Ihr Vorschlag nichts bringen kann. Abhilfe schaffen könnte nur eine drastische Verschärfung der Konsequenzen bei Verstößen gegen die Vorschriften. Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Konsequenzen für den Klau eines Kaugummis im zweifel weitreichender sind als die für hundert- oder tausendfach Arbeitnehmern vorenthaltene Bezahlung von Überstunden.

@werner1955 um 10:30

Zitat:

"Dann fangen wir mal bei Feuerwehr, Polizei, Rettungsdiensten, Supermarkt Mitarbeitern sofort damit an.
Bestimmt können die öffentlchen Arbeitgeber jetzt mit guten wirtschftliche Konzepten vorran gehn."

1. Feuerwehr usw. brauchen wir rund um die Uhr, aber gerade auch zu Zeiten, wo die Auswirkungen auf den Biorythmus so stark sind, dass eine geringere durchschnittliche Arbeitszeit schon deshalb sinvoll sein dürfte.

2. Supermärkte werden nicht von öffentlichen Arbeitgebern betrieben.

3. Ich kann es nicht mit Fakten belegen, nur mit dem, was ich selber sehe und einer Mutter, die 25 Jahre bei einem Discounter beschäftigt war, aber Vollzeit ist im Supermarkt nach meiner Einschätzung die absolute Ausnahme. Scheint den Unternehmen nicht zu Schaden, wenn ich mir so ansehe, wer die reichsten Deutschen sind.

@DB-EMD 11:37

Er hat überhaupt nichts versprochen.

@ 11:59 von Klärungsbedarf

Sie haben recht, man sollte das nicht ideologisieren - deshalb wende ich mich ja gegen den Unsinn "wer arbeiten will, findet auch was".
Ihre Frage braucht für eine Antwort mehr Platz als hier möglich: Wandel der Arbeitswelt, strukturelle Veränderungen, Industrie 4.0, ökologische Notwendigkeiten, Globalisierung etc. hat Wirtschaft und Arbeitswelt seit Ihrer Jugend mehr als umgekrempelt.
Im übrigen entgehen unserem Staat mehr Gelder durch Steuerbetrug als durch Hartz-IV-Betrug.

um 11:58 von nie wieder spd

>>
Aber das Geld, welches dem Markt entzogen wird, weil es Einzelne auf ihren Konten horten, sollte sich die Gesellschaft zurückholen.
Wenn sie dazu noch berücksichtigen, dass mittels dem internationalen Finanzhandel pro Tag ca 4 Billionen Dollar umgesetzt werden, könnte eine geringfügige Steuer von 2 oder 3% auf diesen Handel haufenweise Geld zur Verfügung stellen, um soziale Selbstverständlichkeiten für die ganze Welt zu finanzieren.
<<

Kleine Korrekturen: Geld auf dem Konto ist nicht dem Markt entziehen. Entziehen können Sie nur durch Sparstrumpf oder im Tresor.

Und Ihre 3 % auf "Finanzhandel": Eine statische Betrachtungsweise. Bei solchen Steuern dürfte der Handel praktisch zum Erliegen kommen. Das wäre nicht hilfreich.

4 Tage Woche ? Bin ich

4 Tage Woche ?
Bin ich dafür.
Aber dann bitte auch die Steuern massiv senken.
Vor allem die Märchensteuer.

Grundsätzlich kann der Bürger besser mit Geld umgehen als wie ein Staat.

@ um 11:49 von Schaefer

Mit einem anständigen Gehalt und wesentlich kürzeren Arbeitszeiten wird man auch für vermeintlich unattraktive Berufe genügend Interessenten finden.
ZB in der Pflege sollte schon allein aus Gründen des Gesundheitsschutzes der Pflegekräfte deren Arbeitszeiten um 50% reduziert werden. Selbstverständlich bei vollem Lohnausgleich! Denn mit noch weniger Gehalt, als dort meistens gezahlt wird, kann man kaum ein anständiges Leben führen.
Abgesehen davon können dadurch dort wahrscheinlich auch im Handumdrehen neue Arbeitskräfte gefunden werden.
Bis die dann aus - und weitergebildet sind, kann dort mit einer schrittweisen Reduzierung der Arbeitszeit begonnen werden. Pro Monat 1% weniger Arbeitszeit führt dann in ca 5 Jahren zum erforderlichen Ziel.
Und solch eine Regelung kann natürlich auch in allen anderen Berufen umgesetzt werden.
Natürlich muss man das wollen. Doch fast alles im Leben funktioniert nur, wenn man das auch will.

Reicht dann 1 Nebenjob noch?!?

Wir sollten uns schon mal darauf einstellen, daß wir die Arbeit der Erntehelfer dann selbst verrichten...als zweiten, möglicherweise gar dritten Nebenjob.

mal wieder nicht mitgedacht..

Wie üblich wird mal wieder etwas Herausposaunt, ohne nachzudenken.

Bei einer 4Tage Woche, bleibt auch weniger Geld für den Arbeitenden. Da wir in einem Billiglohnland leben, wird der Staat die Differenz (übrigens auch für die Rente) auffangen müssen.

Woher soll das Geld bitte kommen? Man kann nicht unendlich Geld drucken; und es wurde in den letzten Monaten schon viel zu viel Geld gedruckt.

Also einfach mal nachdenken, bevor man den Weg zurück in Rampenlicht sucht...

um 12:11 von andererseits

>>
Im übrigen entgehen unserem Staat mehr Gelder durch Steuerbetrug als durch Hartz-IV-Betrug.
<<

warum wollen Sie das gegeneinander aufrechnen ? Ich bin gegen Beides, wobei bzgl. der Steuern der Handlungsbedarf sicher größer ist, aber auch die Notqwendigkeit der Internationalisierung.

>>
Ihre Frage braucht für eine Antwort mehr Platz als hier möglich: Wandel der Arbeitswelt, strukturelle Veränderungen, Industrie 4.0, ökologische Notwendigkeiten, Globalisierung etc. hat Wirtschaft und Arbeitswelt seit Ihrer Jugend mehr als umgekrempelt.
<<

Einen logischen Zusammenhang zeigen Sie jetzt aber auch nicht auf. Ich stelle nur fest: Es gibt Arbeitslose, also ungenutztes Arbeitspotenzial und es gibt den Wunsch, dass viele Menschen mehr Produkte kaufen und Dienstleistungen in Anspruch nehmen können (Kleinrentner, Geringverdiener).

Für Tarifgabundene in Ordnung, weil

die gerechteste Form einer Tariferhöhung für untere und obere gleichermaßen.
Was passiert denn sonst durch die ständigen prozentualen Erhöhungen mit der "Einkommensschere"?

Nachtrag:

Allerdings muss Herr Heil jetzt erst einmal die Arbeitgeberverbände höflichst fragen, ob sie damit einverstanden sind.
Er macht sich zwar damit beim Wähler beliebt, aber es wird im Sande verlaufen und in einem Monat redet keiner mehr darüber.

@ um 12:11 von Klärungsbedarf

Die 3% sind natürlich willkürlich von mir genannt. Wenn die Beteiligten aber dann schon am Hungertuch nagen sollten, können wir mit 0,1% beginnen und nach und nach steigern. An die unfassbar hohen Summen, die dann zur Rettung der Welt, des Klimas und der Menschheit frei werden, müssen wir uns ja sowieso erst gewöhnen:)
Damit kam ja nicht jeder sofort umgehen:)

um 12:04 von falsa demonstratio

"Hätten Sie den ganzen Artikel gelesen..."

Sie meinen also, wenn jemand hier die Überschrift zitiert, kritisiert oder einfach kommentiert, hat er den Artikel nicht gelesen? Bevor Sie einfach Behauptungen aufstellen, sollten Sie sich erstmal mit dem Thema befassen. 1. habe ich hier mehrere Kommentare geschrieben, die sich auf das Thema beziehen (und nicht nur die Überschrift) und 2. kenne ich Hubertus Heil bereits aus seiner Zeit als Generalsekretär so gut, dass ich ihm durchaus parteipolitische Absichten mit Sicht auf das Wahljahr 2021 unterstellen kann. Es bleibt ihm ja auch gar nichts anderes übrig, wenn man einmal bedenkt, dass mit dem Kanzlerkandidaten Olaf Scholz als wichtigstem Minister aus der SPD ein eher konservativer SPDler das Finanzministerium unter sich hat. Da muss dann halt das Arbeitsministerium herhalten.

@falsa demontrantio @ Stern2100

Ich habe den Artikel gelesen, bin jedoch der Meinung, dass der Arbeitsminister hier nicht öffentlich die Position der Arbeitnehmerseite vertreten sollte.

Re : Hador Goldscheitel !

Das ist in die richtige Richtung gedacht, nur darf nicht vergessen werden, dann fehlt den Sozial- und Rentenkassen einiges an Geld.
Also müsste dieses Problem mal ernsthaft auf die Agenda, dass alle in diese Kassen einzahlen, egal ob Arbeiter, Angestellte, Beamte, Selbstständige oder Politiker, dafür jegliche privaten Kassen ab geschafft. Nur dann wäre erst einmal genügend in den Kassen.
Dann müsste die BR sich endlich dazu durchringen, jegliche Steuerflucht, jegliche Steuervermeidung, Steuerbetrug, all die verlorenen Cum-Ex Millionen verhindern, einfordern, aufspüren, bestrafen und zurück holen. Dafür müsste die BR aber mehr Personal ausbilden und einstellen. Nur leider sehen sich gewisse Politiker nicht in der Lage, selbst auf der EU- Ebene für Gerechtigkeit zu sorgen, weil sie gewisse Vorhaben der EU seit Jahren ausbremsen. Vor allem Herr Altmaier tut sich dabei sehr hervor, könnten doch seine Spezis weniger Geld auf die Seite schaffen.

Ja, Hubertus Heil

mag da einen guten Ansatz haben, allerdings müssen sich AN und Betriebe das leisten können. Das ist Gegenstand von Tarifverhandlungen, nicht von Ministeranweisungen.
In Bereichen, wo es nicht um Profitabilität und Überleben von Unternehmen geht wie im öffentlichen Dienst wird das leichter durchzusetzen sein. Nur ob es Sinn macht, den weiter aufzublähen? Da sollte Griechenland oder F ein warnendes Beispiel sein

Re : DeHahn

Ja genau, da liegt das riesige Problem, die Verteilung ist seit Ewigkeiten nur noch ungerecht. Wenn es Lohnerhöhungen gibt, profitieren die oberen Gruppen immer mehr als die unteren, und keiner kommt mal auf die Idee, da definitiv was zu ändern.
Leider gibt es so viel grasse Beispiele dafür, wie sich etliche unverschämt bereichern, an der Arbeit von Vielen. Diese Vielen stehen immer auf der Verliererseite, weil die "Großen" und die Politik es nicht ändern wollen, und immer nur so tun als ob.
Da ganze Gezerre um Aktien und Dividenden gehört in meinen Augen verboten, weil dadurch all diejenigen, die da Geld erhalten, keinen einzigen Finger dafür krumm machen, viele dieser auch noch lügen und betrügen, das Geld verschieben und verstecken, nur um ja nichts der Allgemeinheit zu kommen zu lassen. Purer grenzenloser Egoismus auf Kosten vieler, die schauen müssen wie sie über die Runden kommen. Und die Politik versagt auf diesem Gebiet seit vielen Jahren !!!

@von andererseits @Stern2100

"Sie haben Recht: Die Politik der Groko........ hat in den letzten Jahren viel dafür getan, die notwendigen strukturellenwie ökologischen Wandel der deutschen Automobilindustrie.... zu schwächen."
Die EU-Kommission und die Bundesregierung haben Vorgaben für den CO2-Ausstoß der Autoflotten beschlossen, die nur eingehalten werden können, wenn der Anteil der E-Autos massiv steigt. Diese werden mit dem CO2-Wert 0 angesetzt, obwohl diese mit Strom aus Atom oder Kohle betrieben werden. Eine Reduzierung des CO2-Ausstoß wird zudem nur erreicht, wenn das nicht verbrauchte Oel im Boden bleibt. Glauben Sie, dass das geschehen wird? Ich denke, dass alles Oel, dass es auf der Erde gibt auch gefördert wird und irgendwo auf der Welt auch verbrannt wird. Das E-Auto ist für mich das Sinnbild einer falschen Industriepolitik.

Re : deutlich !

Also beim Zoll und den Steuerbehörden fehlt es seit Jahren an gutem Personal, sonst könnte so manches schwarze Schaf mehr von der Strasse geholt und bestraft werden.
Da liegen viele Milliarden auf Konten von Wenigen, die kaum oder gar keine Steuern bezahlt haben oder sehr krumme Geschäfte tätigten.
Würde nur die Hälfte dieser Gelder dem Staat zur Verfügung stehen, könnte so manches besser bewältigt werden, und auch für mehr Gerechtigkeit im Steuerdschungel hergestellt werden.
Auch sollte sich die BR endlich mal für mehr Digitalisierung in den Behörden einsetzen, dann ginge etliches schneller und effektiver vonstatten !!!

Am 19. August 2020 um 13:16 von joe70

" Nachtrag:

Allerdings muss Herr Heil jetzt erst einmal die Arbeitgeberverbände höflichst fragen, ob sie damit einverstanden sind.
Er macht sich zwar damit beim Wähler beliebt, aber es wird im Sande verlaufen und in einem Monat redet keiner mehr darüber. "

Die haben ihren Senf aber schon dazu abgegeben, man sollte auch nicht vergessen das es bald mal Wahlen geben soll, und die SPD etwas vorgeprescht ist.

4 Tage-Woche

Um in meinem Kleinbetrieb den MitarbeiterInnen die 37,5h Woche zu bieten und 30 Tage Urlaub, muss ich persönlich jetzt schon 80-90 Stunden die Woche arbeiten. Bei 4 Tagen kann ich gleich von der Teppichkante springen, das auszugleichen schaffe ich nicht.

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