Arbeitsmarkt: Heil offen für Vier-Tage-Woche

Kommentare

"Gute" Idee

"Reduzierte Arbeitszeit bei teilweisem Lohnausgleich kann eine geeignete Maßnahme sein, wenn sich die Sozialpartner darauf verständigen".

Naja, das wird die Pflege Jobs, den Polizeidienst im Vergleich ja noch attraktiver machen, Wochenendarbeit, Uberstunden ... da wird man dann sicherlich Talente rekrutieren können.....

Besondere Situation - Besondere Maßnahmen

Besondere Situationen brauchen besondere Maßnahmen. Deswegen ist die Idee der 4-tage Woche gut. Diese Maßnahme ist in der Lage verschiedene Probleme zu lösen. Zum einen wird die Bundesanstalt für Arbeit entlastet. Zum anderen bedeutet es mehr Zeit für die Familie zu haben.

Heil offen für Vier-Tage-Woche

Die wäre der Einstieg in den Ausstieg aus dem bisher typischen Arbeitsleben.
Anstatt Arbeitslosigkeit zu finanzieren werden die Wochenstunden reduziert. Da bleibt automatisch mehr Zeit für die Familie, insbesondere für die Erziehung der nächsten Generation. Da liegt auch so einiges im Argen.

Wenn wir Industrie 4.0 zu Ende denken, dann fallen höchstwahrscheinlich zwischen 50 und 60 Prozent der Arbeitplätze weg. Die Arbeit wird neu verteilt werden müssen und die Diskussion gestern um das bedingungslose Grundeinkommen werden zwingend erfoderlich werden. Je eher wir damit beginnen Arbeitsmarkt und Einkommen neu zu denken, desto besser stehen wir in der Zukunft da. Auch die Besteuerung von Vermögen, Erbschaften und Einkommen werden automatisch auf die Agenda kommen.

Gruß Hador

Ich wüsste gar nicht....

.....was ich mit dem zusätzlichen Tag anfangen sollte. Da gehe ich lieber wie bisher 39 Stunden die Woche arbeiten. Ansonsten fällt mir zu dem Thema nur ein bekanntes Lied ein: "Wer soll das bezahlen......?" Einen Tag weniger Arbeit pro Woche bedeutet schließlich auch einen Tag weniger Einzahlung in die Renten- und Sozialkassen....

jetzt verstehe ich gar nichts mehr

permanent wird über "Fach"kräftemangel gequatscht
jetzt scheinen sogar zu viele da zu sein
wegen Corona könnte man ja noch verstehen
aber wegen eines Strukturwandels ?
ja und wie begegnet man der Situation bei Erntehelfern
wird da auch die Arbeitszeit gekürzt
oder im Kindergarten bei Pflegekräften, es sollen sogar Ärzte fehlen
Strukturwandel hieß doch bisher "die Deutschen" hätten zu wenig Kinder,
es gibt keine Arbeitskräfte die man durch Migration ersetzen muß
was jetzt ?

08:45 von Sebastian15

bedeutet schließlich auch einen Tag weniger Einzahlung in die Renten- und Sozialkassen....
.
und das bei gleichen Ausgaben für die Gesundheitsversorgung
und bisher reichte die Rente bei vielen nicht
wird es besser wenn die Aufgrund geringere Einzahlungen noch weniger Rente kriegen ?

@ 08:45 von Sebastian15

Klingt traurig, vielleicht sogar besorgniserregend, wenn Sie schreiben "Ich wüsste gar nicht....
.....was ich mit dem zusätzlichen Tag anfangen sollte."
Ansonsten fällt mir zu dem Thema nur der altbekannte Unterschied ein: Die einen arbeiten, um zu leben; die anderen leben, um zu arbeiten.
Und zum Thema "wer soll das bezahlen?" gilt immer noch der alte Grundsatz: es ist effektiver und ökonomisch sinnvoller, Arbeitsplätze zu finanzieren statt Arbeitslosigkeit zu finanzieren; da kann die 4-Tage-Woche bei teilweisem Lohnausgleich ein sinnvolles Modell sein, einerseits um die Folgen von Corona abzufedern, und andererseits um den anstehenden Strukturwandel z.B. in der Autoindustrie zu begleiten.

30h

In 4 Tagen fänd ich prima.
Als nächstes dann nur noch 26h.
Das Verhältnis von Freizeit zu Arbeit, also von Erholung zu Produktivität, ist völlig aus dem Ruder gelaufen. Da wir eh ein billiglohnland sind, und die Arbeiter zu 50-150% unter Wert bezahlt werden, kann man ganz leicht die Arbeitszeit reduzieren. Bei vollem Ausgleich. Wir sind Exportweltmeister. So einen Unsinn finden Die auch noch gut. Warum bekommen die restlichen EU Staaten ihre Wirtschaft nicht in Schwung? Weil wir sie ausproduzieren. Dann geben wir wieder Geld, um zu stützen.
Würden wir unsere Produktivität einfach um die Stütze senken, ginge es den anderen besser und wir hätten mehr Freizeit. Völlig kostenneutral für Uns.

Oh, oh oh Herr Heil!

Herr Heil, zu hoffen ist, dass Sie in wissenschaftlicher Vorgehensweise Ihre
"möglicherweise geeigneten Mittel..." persönlich untersuchen oder von akademisch gebildeten Fachkräften untersuchen lassen, damit Ihre Meinung nicht zu katastrophalen Zuständen in Industrie und Gesellschaft führen! Unbd der Vorschlag von Herrn Hofmann ist ebenso gefährlich, denn diese Strategie ist geeignet lang. oder auch kurzfristig sich an
diese Art zu gewöhnen und systematisch in ein sozialistisches System abzugleiten mit
dem Endergebnis, die Industrie zu verstaatlichen!

Soziale Verteilung bei Lohn, Rente und Arbeit

Wir müssen ganz dringend in allen Bereichen umdenken.
Im Klima, Bei der Arbeit, Bei der Gesundheit und auch bei der Rente.
Alle Positionen müssen umgestellt werden.
Es wird immer weniger Arbeit geben für immer mehr Menschen. Daher ist der Grundgedanke einer 4 Tage Woche sinnvoll.
Gleichzeitig muss das Gehalt gerechter verteilt werden. Es kann nicht sein das 5 % der Bürger im Reichtum baden , 60 % einigermaßen ihr Auskommen haben 30 % am Hungertuch nagen und der Rest garnichts hat.
Wer gearbeitet hat soll auch im Alter sich noch was zu essen kaufen können.
Wir müssen uns jetzt und nicht im Jahr 2040 auf ein Klimaneutrales verhalten umstellen, sonst ist 2040 kein Klima mehr da. Jeder der ohne Eigenschuld krank ist sollte die Bestmögliche Versorgung erhalten.
Es gibt also genug zu tun, nur wer ist derzeit politisch dazu in der Lage dieses Themen anzufassen und sogar etwas zu ändern.

08:47 von Sisyphos3

«wegen Corona könnte man ja noch verstehen
aber wegen eines Strukturwandels ?
ja und wie begegnet man der Situation bei Erntehelfern
wird da auch die Arbeitszeit gekürzt»

Der Vorschlag kommt von der IG Metall.
Erntehelfer haben mit der IGM nichts zu tun. Ärzte auch nicht.
Sehr viele andere Berufe auch nicht. Es geht um Industrie-Arbeitsplätze.

Es ist eine Möglichkeit, die mit beitragen kann zu den Herausforderungen, die sind. Das Allheilmittel ist die 4 Tage Woche nicht.

Sie haben doch selbst Ihre eigene Lebensarbeitszeit-Verkürzung betrieben, um früher in Rente gehen zu können. Seit 2012 habe ich meine Wochen-Arbeitszeit von 36 auf 24 Stunden verkürzt. Ohne Lohnausgleich, Unternehmen der IG Metall.

«Strukturwandel hieß doch bisher "die Deutschen" hätten zu wenig Kinder.»

Heißt es auch weiterhin. Es sei denn, die Geburtenziffer / Frau stiege auf ± 2,1.
Steigende Automation steigert auch Produktivität.
Und man muss sich zu all dem was überlegen, was man künftig machen kann.

Fachkräftemangel versus Überschuss

Natürlich hat der Ansatz der Vier-Tage-Woche seinen Charm. Insbesondere kann er Arbeitslosenzahlen senken. Gleichzeitig wird sich jedoch die Arbeitswelt immer mehr spalten: in die Arbeitnehmer, die einen Job machen, den nur wenige beherrschen, und diejenigen Arbeitnehmer, deren Job von vielen Menschen erledigt werden kann.
Hier einen Konflikt zu vermeiden gilt es mit zu bedenken.

Klassische Sozialdemokraten-Taktik.

"Die Idee ist umstritten."

Deshalb äußert sie Heil ja. Weil er weiß, dass sowieso keine Chance auf Umsetzung besteht.

Wenn Chance auf Umsetzung bestehen würde, würde es so etwas nie äußern.

Klassische Sozialdemokraten-Taktik.

@ 09:11 von rimitino

Heidewitzka! Jetzt sind angepasste Arbeitszeitmodelle also schon ein Zeichen, "in ein sozialistisches System abzugleichen mit dem Endergebnis, die Industrie zu verstaatlichen".
Purer Unsinn. Es geht um sinnvolle Abfederung der Folgen der Corona-Pandemie und um notwendigen Strukturwandel in der Automobilindustrie. Dazu ist die 4-Tage-Woche mit teilweisem Lohnausgleich ein vernünftiges Modell.

Umstritten aber gut

Gute Idee, Umdenken ist überall nötig.
Renten sollten davon möglichst nicht betroffen sein.

Viele Jobs dürften nicht nach Zeit sondern nach Effektivität & Ergebnis zu bewerten sein. Zeit „absitzen“ ist nicht unbedingt alleinig effektiv.

Man hat überall dank Home Office nun gesehen, was alles geht, wenn Menschen nicht unnötig reisen, meeten oder in Kaffeepausen und Konferenzen sitzen.
Wieviel Zeit „gespart“ wird.

Effektive „Deep Work“ findet in wenigen Stunden statt. Natürlich je nach Beruf unterschiedlich.

Ich finde Gerechtigkeit und Neu Denken positiv. Die 4-Tage Woche wird nur eine Variante in einem vielschichtigen Arbeitsleben darstellen.

Nur Vollzeit oder Teilzeit greift heute nicht mehr. Die Arbeitswelt wird komplexer werden. Remote, HomeOffice, Voll-& Teilzeit, 1-2-3-4-5–6-7 TageWoche, Fest, frei, festfrei, usw..

09:19 von schabernack

Der Vorschlag kommt von der IG Metall.
.
also nur Schlosser und Werkzeugmacher sind zu viel ?
Zitat:
"Und man muss sich zu all dem was überlegen, was man künftig machen kann."
klar haben sie da Recht, sich Gedanken zu machen ist nie schlecht
Zitat: "Das Allheilmittel ist die 4 Tage Woche nicht"
so sehe ich das auch, aber man kann ja darüber diskutieren ne vielleicht sinnvollere Alternative finden

@ um 09:44 von Sisyphos3

"09:19 von schabernack
Der Vorschlag kommt von der IG Metall.
.
also nur Schlosser und Werkzeugmacher sind zu viel ?
…"
.
Meine Tochter ist Mitglied der IG-Metall. Sie ist Betriebswirtin.

Mal an der Realität messen...

Bei uns sind zwar nur 10-20% Vollzeiter tätig, aber fast alle haben nach drei Monaten Kurzarbeit 0 und zwei Monaten Kurzarbeit 50 festgestellt, dass weder bezahlt zuhause sitzen noch die 5-Tage/40-Stunden-Woche erstrebenswert sind. Wenn ich die gestrige Grundeinkommensdiskussion noch mit berücksichtige, halte ich eine 4-Tage-Woche bei etwa 30 Stunden mit teilweisem Ausgleich z.B. durch anderen Aufbau der Lohnnebenkosten für sinnvoll.
Ich hätte allerdings auf die weltweite Katastrophe verzichten können, um endlich bestätigt zu bekommen, was ich gerade meinem Vollzeit-Kollegium bereits seit Jahren sage...

Bin mal gespannt, wie dieser

Bin mal gespannt, wie dieser Staat zukünftig all seine übereifrig eingegangenen Verpflichtungen bezahlen will, wenn durch gedämpfte Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich viele Steuermilliarden ausfallen werden. Gleichzeitig in allen belangen sich immer vorne bei Verpflichtungen anzustellen und dauernd riesige Kosten freiwillig und zusätzlich übernehmen wollen, immer mehr Fremde hier aufzunehmen und diese teils lebenslang zu finanzieren, wobei die weiteren Kosten für entsprechende Probleme mancher Volksgruppen durch notwendigen Aufbau entsprechender Staatsorgane gar nie mitbedacht wird, werden immer unfinanzierbarer werden, wenn die vielen Steuermilliarden des Kleinviehs, das hier auf Grund nicht möglicher Steuertricksereien, den “Mist“ macht, immer mehr zurückgehen werden. Aber wer weiß, mit diesen längst von entsprechenden Lobbyisten geschriebenen Steuergesetzen, ist ja mehr möglich, als sich ein normales Hirn vorstellen kann. Also dann, laßt uns weiter für die anderen schuften.

09:52 von Ritchi

Meine Tochter ist Mitglied der IG-Metall. Sie ist Betriebswirtin.
.
also auch im Gaststättengewerbe
Kneipen und Wirtschaften :-)

gerade wurde ich gemaßregelt weil ich das Beispiel Pflegekräfte / Erntehelfer brachte
das hätte mit der IGM nichts zu tun

Umdenken

Ich denke das Wirtschaft-, Renten-, Pflege-, Bildungs, Finanz- und Sozialsystem muss völlig neu betrachtet werden. Durch diese Krise haben wir die einmaliges Chance von außen bekommen alles überdenken und den Bedürfnissen der Menschen/ der Gesellschaft neu anzupassen. Unser Leben als Gesellschaft wieder mehr mitzubestimmen. Die Wirtschaft-, das Bildungs-, das Gesundheits- und das Finanzsystem sollten für die Menschen arbeiten und sie nicht ausbeuten und für ein Paar wenige profitabel sein! Auf wichtige Dinge zurückbesinnen. Ich denke dafür ist die 4 Tage Woche auch eine Chance.

Traurig zu lesen

"Ich weiß nicht, was ich mit meinem Leben anfangen soll, wenn ich plötzlich weniger für jemand anderen arbeiten muss."

Das ist in den Top 10 der traurigsten Dinge, die ich in diesem Jahr gelesen habe. Herzlichen Glückwunsch.

Wahlmöglichkeit

4-Tage-Arbeitswoche mit etwas Lohnausgleich passt weder für Mangelberufe (Pflegekräfte) noch Billigjobs (Erntehelfer), eher für manche gut bezahlte Facharbeit (wie bei Daimler) und manche Familiensituation ohne „Heimchen am Herd“.

populistisch Sprüche

Mal hü mal hott!

Wie soll das gehen, ohne Abstriche an der Rente, dir reicht schon heute den Wenigsten. Schon jetzt wird die Rente ohne zutun automatisch kleiner, da sich der Steueranteil jährlich um 2% erhöht und das Rentenniveau sinkt.

Auf der einen Seite will man deshalb die Altersgrenze erhöhen, jetzt soll auf einmal eine 4 Tagewoche reichen?

Ausgereifte Konzepte Fehlanzeige, da wird halt mal was in den Raum geworfen, vielleicht gibt es bei der nächsten Wahl ein paar Prozentpunkte mehr. Aber mittlerweile fallen immer weniger auf so etwas Durchschaubares rein.

Eines ist klar, egal wie es kommt, der Steuerzahler zahlt immer drauf.

09:44 von Sisyphos3

«Der Vorschlag kommt von der IG Metall. also nur Schlosser und Werkzeugmacher sind zu viel ?»

Schlosser sind zu wenige. Zumindest sucht mein Arbeitgeber seit längerer Zeit 2 Schlosser als Ersatz für die beiden, die Ende 2021 in Rente gehen. Und sehr viele spezielle Fachkenntnisse mit in den Ruhestand nehmen.

Ich bin Photo-Ingenieur und Mitglied der IG Metall.
In dem Unternehmen der Automobilbranche, in dem Sie tätig waren.
Arbeiteten auch nicht nur … "die mit Metall am Hut".

4-Tage Woche???

Ob das in der gesamten Bevölkerung gut ankommt, wage ich zu bezweiflen.

Wenn, dann muss es für Alle gelten!
Das wars dann wohl!?

Para Welten

Als ob es in Deutschland kein Millionenheer von Arbeitssklaven gäbe die bei Überstunden weit unter dem Mindestlohn bekommen. Als ob nicht Millionen, beim Lobcenter Aufstocken müssen. Als ob nun das Kapital nicht um den Globus kreist.
Als ob der Balkan, Italien, Spanien, vlt. Griechenland sich nicht über Millionen billigen Arbeitssklaven erfreuen würden und gern produzieren, was auch immer verkauft werden kann.
Aber H. Heil weiss um das nicht Wissen seiner Wähler, versprechen kann Mann viel.

Verhältnismässigkeit

Die Woche hat 168 Std. Derzeit sind davon einfach gerechnet 40 für die Arbeit reserviert. Verbleiben also 128 Std. Der Mensch schläft im Schnitt 8 Std. Verbleiben nach Abzug also 72 Std. Für den Weg zur Arbeit und zurück rechne ich einfach mal mit einer Std. am Tag. Verbleiben also 67 Std. Es gibt noch eine Mittagspause, die man aufgrund der Arbeit nicht wirklich für andere Dinge verwenden kann. Also rechne ich nochmal mit einer Stunde pro Arbeitstag = 5 Std. Verbleiben also 62 Std. und somit immer noch mehr Zeit für sich und die Familie als für die Arbeit. Würde man nun eine 4-Tage-Woche einführen, ergäbe sich ein plus von 8 Arbeitsstd., 1 Std. Mittagspause und 1 Std. für den den Arbeitsweg, sprich 10 Std. Dann wäre es also 72 Std.

Klingt sicher gut. Aber wenn ich daran denke, dass der Arbeitnehmer in Zukunft mit ca. 30 Std. Arbeit in der Woche für ca. 45 Jahre 168 Std. Kinder bis nach der Ausbildung (20 Jahre) und ca. 20 Jahre eigene Rente a 168 Std. finanzieren soll: viel Spaß!

für Vier-Tage-Woche?

Dann fangen wir mal bei Feuerwehr, Polizei, Rettungsdiensten, Supermarkt Mitarbeitern sofort damit an.

Bestimmt können die öffentlchen Arbeitgeber jetzt mit guten wirtschftliche Konzepten vorran gehn.

@Sebastian15

„... was ich mit dem zusätzlichen Tag anfangen sollte.“
Dann haben Sie aber ein trauriges Leben.

Arbeitsmarkt:Heil offen für Vier-Tage-Woche....

Aber sicher eine ohne Lohnausgleich.

Obwohl bei den meist defensiven Tarifabschlüssen der letzten Jahre und der Steigerung der Arbeitsproduktivität da etwas anderes drin sein müßte.
Leistbar auch gerade angesichts der Staatshilfen für viele Unternehmen,die vielfach Dividenden ausschütteten.

10:04 von Sisyphos3

«gerade wurde ich gemaßregelt weil ich das Beispiel Pflegekräfte / Erntehelfer brachte … das hätte mit der IGM nichts zu tun»

Sie wurden nicht "gemaßregelt".

Lediglich teilt man Ihnen mit, dass Pflegekräfte und Erntehelfer nichts mit der IG Metall zu tun haben. Zusätzlich haben Erntehelfer in Deutschland keine unbefristeten Arbeitsverträge mit einer festen, immer gleichen Zahl an Arbeitsstunden / Woche.

Oder sahen Sie hierzulande schon mal wen Erntehelfer, der im Dezember Erdbeeren erntete, Spargel stach, oder Salat oder Gurken pflückte …

Arbeitslosenzahlen senken.

von Ritchi @
Die jetzt arbeitslos sind , sind des besonders wegen mangelnder Fähigkeiten. Das wird bei der 4 Tage Woche noch schlimmer.

Wir haben aber ein ganz großes Problem mit vollkommen arbeitsunwilligen. wie wollen Sie das lösen?

@ Sebastian15 (08:45)

Zitat: "...Ansonsten fällt mir zu dem Thema nur ein bekanntes Lied ein: "Wer soll das bezahlen......?" Einen Tag weniger Arbeit pro Woche bedeutet schließlich auch einen Tag weniger Einzahlung in die Renten- und Sozialkassen...."
Wer das bezahlen soll ist nicht schwer zu beantworten: Alle Steuerzahler und die Erwarter künftiger Renten. Hier geht es schließlich nicht einfach nur um mehr Freizeit, sondern um die Frage, wie weniger Arbeit auf die möglich gleiche Anzahl Beschäftigter verteilt werden kann. Um die 20% des Personals zu entlassen wäre die 2. Option.
Allerdings muss tiefgreifend sichergestellt werden, dass sich die AG bei mehr Arbeit nicht wieder irgendwelcher Taschenspielertricks bedient, sondern AN in Vollzeit zu beschäftigen.
Minijobs sollten jetzt in bestimmten Fällen und in bestimmten Branchen (!) garnicht mehr zulässig sein.

@ um 10:04 von Sisyphos3

"09:52 von Ritchi
Meine Tochter ist Mitglied der IG-Metall. Sie ist Betriebswirtin.
.
also auch im Gaststättengewerbe
Kneipen und Wirtschaften :-)
…"
.
Kennen wir uns? Oder woher wissen Sie, dass meine Tochter kellnert. (Jetzt hat das Restaurant Corona – bedingt vermutlich für immer geschlossen.)

die alte Diskussion wird aus der Motttenkiste gekramt

All das hatten wir schon diskutiert, und verworfen. Aber immer kurz vor Wahlen, oder wenn sich jemand interessant machen will, kommt der Unsinn wieder hoch. Angeblich haben wir einen Arbeitskräftemangel in normalen Zeiten, wir haben deswegen sogar Zuwanderung gesetzlich geregelt. Nun ist für eine Übergangszeit Krise und schon wird so getan, als ob dauerhaft zuviel Menschen sich zuwenig Arbeit teilen müssen. -> was, im übrigen stimmt, aber erst, wenn die Digitalisierung abgeschlossen ist und die AI wirklich arbeitet.
Und wer zahlt den Spaß? Entweder die Unternehmer, diejenigen also, die die Wirtschaft für alle am Laufen halten sollen. Wer soll 25 % Lohnsteigerung denn einfach so wegstecken? Oder zahlen es die MAer? Die müßten dann auf 25% Lohn verzichten. Und das, obwohl dieselben Leute, die die 4 Tage Woche fordern, immer auf die vielen prekären Jobs hinweisen. Oder zahlt es "der Staat"? Nein und nochmals nein. Warum sollen wir alle mit unserem Geld die 4 Tage Woche finanzieren?

Edward XVII Sie zahlen offenbar keine Löhne

klar ist Familienzeit schön. Noch schöner wäre die null Tage Woche bei vollem Lohnausgleich. Da wäre ich dafür, dann wären alle Probleme gelöst, nicht nur "verschiedene"

20 Jahre zu spät

Mannomann! Seit Jahrzehnten haben wir die Produktivitätssteigerungen, ohne dass die Politik auch nur einen Finger zur Lösung der Frage gekrümmt hat, wie man das Volkseinkommen (BIP) gerechter auf alle verteilen kann.
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Selbstverständlich hätte man schon längst eine 4-Tage-Woche bei VOLLEM LOHNAUSGLEICH einführen können, aber dann hätten die oberen Einkommensschichten und Kapitaleigner weniger als 38% Zuwachs hinnehmen müssen, während man bei Niedriglohngruppen mit 6% (weniger als die Inflationsrate) "zufrieden" sein musste.
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Nun denkt jeder Hans und Franz, es ginge ihm ans Portemonnaie, wenn man umverteilen würde. Deshalb gehen Lohnerhöhungen immer in %, so dass einer 2.000 Euro mehr hat, ein anderer nur 100 Euro. Und das ist gerecht? Mal nachdenken statt deklamieren!

Ja genau Hador

diese Entwicklung hin zu null Jobs wegen erfolgreich arbeitender AI-Systeme wird aber leider überhaupt nicht diskutiert. Da hilft aber auch die 4 Tage Woche nichts. Sondern da müssen Konzepte her, damit wir regeln, wie die Menschen dann ihr Leben finanzieren, wenn die AI in den Händen weniger ist, und die Vielen arbeitslos sind. Aber wie immer wird nur kurzfristig und nicht konzeptionell gedacht, was spätestens 2050 zu neuen Aufregungen führen wird.

4 Tage sind noch zu viel!

Laut einer britischen Studie, von der futurezone.at vor ca 1 Jahr berichtete, „dürften wir maximal sechs bis zehn Stunden pro Woche arbeiten, wenn wir die Erde vor einer verheerenden Klimaerwärmung bewahren wollen. Zu diesem verblüffenden Schluss kommt eine britische Studie (PDF), die vor kurzem veröffentlicht wurde. Studienautor Philipp Frey vom Thinktank Autonomy hat auf Basis von Wirtschaftsdaten, aber auch Emissionswerten, die über die Vereinten Nationen und die OECD kommuniziert wurden, diese Berechnung angestellt.“
Eine 4 - Tage - Woche greift also noch viel zu hoch.

Übrigens...

...Sozialismus ist nicht, Geld zu kriegen, ohne zu Arbeiten. DAS Konzept ist vielmehr die höchste Daseinsstufe im Kapitalismus.

@ um 10:36 von werner1955

"Arbeitslosenzahlen senken.
von Ritchi @
Die jetzt arbeitslos sind , sind des besonders wegen mangelnder Fähigkeiten. Das wird bei der 4 Tage Woche noch schlimmer.

Wir haben aber ein ganz großes Problem mit vollkommen arbeitsunwilligen. wie wollen Sie das lösen?"
.
Gar nicht. Das ist Sache der Regierung. Und ob das Problem ein ganz großes ist bezweifle ich.

Arbeit auf mehr Menschen aufteilen

Arbeit muss irgendwann auf mehr Menschen gleichmäßiger verteilt werden (und nicht nur Arbeit sondern auch das Geld).
Da beißt keine Maus den Faden ab. Es gibt seit Jahren dazu ernsthafte Berechnungen und Ideen kompetenter Wissenschaftler (nicht nur aus der Philosophie auch aus den Wirtschaftswissenschaften) die bisher aber immer „unter gebuddelt“ wurden. Statt Maschinen abzuschreiben, wären Sozialabgaben und/oder Maschinensteuer für selbige „Arbeitnehmer/Roboter“ überfällig. Bei besserer Entlohnung könnten sich „belastet Beschäftigte“ (nicht nur aus Produktionsbereichen) auch einen Arbeitsplatz teilen. Es würden auch weniger Frauen nicht so häufig in prekäre Beschäftigungsverhältnisse / Rentensituationen (ja, gibt es noch reichlich) gedrängt.
Aber groß denken, wär natürlich angesagt, ohne schon wieder alles in eine „nebulöse linke Ecke“ zu phantasieren.

Solange mehr Arbeitslose

Solange mehr Arbeitslose vorhanden sind, als freie Arbeitsplätze, kann nur eine Arbeitszeitverkürzung helfen, möglichst viele Menschen an der nötigen Arbeit und damit auch an nötigem Einkommen zu beteiligen.
Und selbstverständlich ist dabei natürlich, dass die Menschen ähnlich gute oder bessere Löhne bekommen. Denn die Wirtschaft möchte ja auch ihre Produkte verkaufen.
Ohne genügend Einkommen für die Käufer wird das nicht funktionieren.

Heil offen für 4-Tage-Woche

Das ist zunächst mal schädlich für die Wirtschaft ! Dazu kommt , das sicherlich die Forderung kommt "weniger zu arbeiten" bei gleichem Gehalt bzw. Lohn. Weiterhin kommt noch die Forderung der Linken nach 70 % Steuern für Unternehmer. Das habe ich zum Glück lange hinter mir. Aber es ist traurig alles zu sehen was an Vorschlägen kommt.

@DeHahn 10:51

Danke für das Ausformulieren meiner Gedanken!

@Tinkotis 10:56

Köstlicher (treffender) Satz!

@ um 10:51 von DeHahn

Sie haben vollkommen recht. Seit Jahrzehnten ist eine Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich möglich und sinnvoll.
Dass „Hans und Franz“ Angst vor Umverteilung haben, liegt daran, dass viel Arbeitnehmer glauben, sie wären schon „reich“ wenn sie 4000€ verdienen und damit zum Ziel potentieller Revoluzzer werden könnten.

und wie soll die Mitte bezahlt werden?

falls man nur 4 Tage die Woche arbeitet, bedeutet das 20% weniger Gehalt oder? Schon jetzt können sich viele keine normale Wohnung mehr leisten. Mit 80% Gehalt landet man unter der Brücke, da keiner bezahlbarer Wohnraum da ist. Die Politiker schweben in anderer Galaxie und haben vergessen wie Normalverdiener in Deutschland lebt...

Andererseits

Man könnte die 40 -Stunden - Woche natürlich auch beibehalten.
Allerdings sollte sie dann pro Arbeitskraft nur 2 x pro Monat stattfinden.

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