Kommentare - Oberstes SPD-Gericht bestätigt Parteiausschluss Sarrazins

31. Juli 2020 - 17:54 Uhr

Der parteiinterne Streit dauerte Jahre – jetzt ist der Rauswurf beschlossen. Der umstrittene Buchautor Sarrazin wird aus der SPD ausgeschlossen. Das bestätigte die Bundesschiedskommission. Sarrazin will Berufung einlegen.

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Kommentare

Herr Sarrazin will Berufung einlegen

Da fragt man sich doch was das wohl soll ? Die SPD will ihn nicht mehr haben,was fest steht, und Herr Sarrazin will unbedingt in der SPD sein ! Wofür ? Glaubt er man würden Ihm einen ganz tollen Job zuschanzen ? Das machen die ja gern aber sicher nicht bei Herrn Sarrazin. Drüber nachdenken könnte aber helfen!

Ist das peinlich

kann dieser Mann nicht einsehen, dass ihn seine Äußerungen untragbar machen? Dann soll er doch in die CSU oder die AfD eintreten.

Wer ist eigentlich schädlicher?

Da wäre auf der einen Seite der Genosse Sarazzin, dessen persönliche Ansichten einigen Genossen in der Parteiführung so gar nicht passen. Nun, da hat Sarazzin aber die Gesetze der demokratischen Parteien völlig falsch ausgelegt. Man hat so zu denken, wie die Parteiführung es vor gibt. Das gilt übrigens auch in der CDU, wo offensichtlich jeder Querdenker von Merkel geschaßt wird. Auf der anderen Seite hat die SPD einen Parteivorstand, der, insbesondere durch Frau Esken, oft durch unbedachte, ignorante und arrogante Äußerungen auffällt und damit der SPD weitaus größeren Schaden zufügt, als es ein Herr Sarazzin je vermochte. Jede demokratische Partei muss solche Mitglieder aushalten und sich mit ihnen demokratisch auseinander setzen. Wenn man noch nicht mal das schafft, dann wird man es auch niemals schaffen, sich demokratisch mit Parteien wie der AfD auseinanderzusetzen. Wenn schon bei einer Einzelperson nur die Verzweiflungskeule hilft, dann gute Nacht demokratisches Deutschland.

Uff. Wie lange geht das nun schon ? 7 Jahre, 8 Jahre?

Das wird eine unendliche Geschichte - der Sarrazin muss noch das Auryn-Symbol auf sein Buch drucken, dann passt es.
Ist aber nur einer von vielen Gründen für den Untergang der SPD. Ist der Ruf erst ruiniert....
Aber die AFD hat jetzt auch so einen Fall. Nur Merkel hat die Leute gründlich abserviert - eine schwarze Witwe duldet keine Neben-Machthaber.

Ich kann der SPD ...

... nur gratulieren, diesen braunen Fleck auf ihrer Weste endlich auszuschließen. Die rassistischen und pseudowissenschaftlichen Äußerungen dieses Mannes wären eine Schande für alle demokratischen Parteien.

Für die Partei eines Willy Brandt war sie mehr als peinlich.

@Am 31. Juli 2020 um 18:08 von Peter Kock

Sarrazin will seinen Ruf "retten". Geldprobleme dürfte er ja durch die ganzen Pensionsansprüche wahrlich nicht haben.

Ich glaube die SPD ist ihm eigentlich mehr oder weniger egal, zumindest die gegenwärtige Mitgliedschaft ist ihm Schnuppe. Doch würde er ausgeschlossen werden, dann hätten die Anschuldigen ein Rechtspopulist und Rassist zu sein tatsächlichen Zugzwang. Ansonsten könnte er sich ja auf die Genossenschaft herausreden.

Doch die will das wohl nicht. Kommt relativ selten vor, dass die Genossen sich ihrer Ehre erwehren aber bei Sarrazin war es unabdingbar. Normalerweise wird das ja - wie bei CDU auch, weggeschwiegen und danach weiter gemauschelt, irgendwie typisch für Parteien halt.

Aber Sarrazin hat sich durch die Veröffentlichung eines Buches selbst dem Mauschelweg verbaut. Jeder kann sich selber ein Bild von seinen Einschätzungen und Betrachtungsweisen machen.

Er müsste schon alle Bücher zurückkaufen und wie ein Teufel klagen ums aus dem Inet zu bekommen, aber selbst dann

Zweifelhaft

Ich denke, dass ein derartiger Ausschluss Sarrazins zu Zeiten von Brandt, Schmidt sowie Wehner nicht zustande gekommen wäre. Damals orientierte sich die SPD in der Spitze und an der Basis mehrheitlich an Realpolitik. Aktuell wird die Partei hingegen von voreingenommenen, verbissen ideologisch geprägten Funktionären dominiert, denen z.B. Pragmatismus vollends fremd ist. Insofern sollte Herr Sarrazin eigentlich froh sein, dass er sich nicht mehr den in der SPD zunehmenden "linksgestrickten Phantasmen" abseits der Lebenswirklichkeit stellen muss. Der SPD wird die Sache im Übrigen schon deshalb noch auf die Füsse fallen, weil die anstehenden Rechtsstreitigkeiten im Zivilverfahren sich sicher in den anstehenden Bundestagswahlkampf strecken werden und der SPD - weil öffentlichkeitswirksam - weitere Stimmen kosten wird. Mit der linken Basis allein wird man "keinen Blumentopf" gewinnen. Den SPD Funktionären sei insofern die Lektüre des Bad Godesberger Programms empfohlen.

Sarrazin könnte

Sarrazin könnte natürlich neue Bücher schreiben um sein Deutschland schafft sich ab aus der Welt zu schaffen, zu relativieren oder zumindest zu erklären, für diejenigen, die nicht ganz verstehen konnten, was an dem Buch denn nicht rassistisch gewesen sein soll.

Ich kann mich an die Bilder der Pressekonferenz von der Buchveröffentlichung erinnern. Sarrazin hat sich damals geschüttelt wie Espenlaub. Ihm muss es also in irgendeiner Art bewusst gewesen sein, dass da irgendwas faul ist. Anscheinend hat er nicht gemerkt, dass er es selber war.

18:08, Peter Kock

>>Herr Sarrazin will Berufung einlegen
Da fragt man sich doch was das wohl soll ? Die SPD will ihn nicht mehr haben,was fest steht, und Herr Sarrazin will unbedingt in der SPD sein ! Wofür ? Glaubt er man würden Ihm einen ganz tollen Job zuschanzen ? Das machen die ja gern aber sicher nicht bei Herrn Sarrazin. Drüber nachdenken könnte aber helfen!<<

Glauben Sie wirklich, Herrn Sarrazin ginge es auch nur entfernt um einen "guten Job"?

Der Mann ist mitte siebzig und wohlhabender Pensionär. Jobs interessieren den wohl nicht mehr wirklich.

Parteizugehörigkeit als Feigenblatt

Ich frage mich auch, was Sarrazin mit seinem Festhalten am SPD-Parteibuch überhaupt bezweckt hat. Dass seine offen anti-muslimische Polemik mit den Positionen dieser Partei nichts mehr zu tun hat, musste ihm doch klar sein. Aber vielleicht ging es ja nur um ein Feigenblatt: Solange er SPD-Mitglied war, fiel es ihm leichter zu behaupten, er stehe mit seinen Ansichten irgendwie in der Mitte der Gesellschaft!
Jetzt darf man gespannt sein, ob er sich nach dem absehbaren Scheitern seiner Berufung der AFD zuwendet. Da würde er besser hinpassen.

Eigenes Denken unerwünscht

In Deutschland wird man vom Islamkritiker schnell zum Islamfeind abgestempelt. Ganz dem Motto: Feind ist, wer anders denkt. Also immer schon mit dem Strom schwimmen, nicht selbstständig denken oder handeln, das könnte die innere Sicherheit gefährden. Und das wollen wir doch alle nicht, oder?

Herr Kock um 18:08 Uhr

Sie glauben tatsächlich, es geht ihm um einen Job? Da muß ich schmunzeln. Sie haben offenbar die ganze Problematik überhaupt nicht verstanden.

18:13, Rapanzel

>>Jede demokratische Partei muss solche Mitglieder aushalten und sich mit ihnen demokratisch auseinander setzen.<<

Jawoll!

Ich werde jetzt sofort in die AfD eintreten und dort sozialistische, internationalistische Positionen vertreten.

Das muss die Partei aushalten.

Ich werde mich da auf Sie berufen.

Seltsam

Bei der SPD ist Herr Sarazin mit seiner Überzeugung definitiv falsch. Ich verstehe nur nicht, warum Herr Sarazin unbedingt bei der SPD bleiben WILL! Vielleicht weil es einfach nur gegen sein Ego geht, nach 47 Jahren aus seiner Partei rausgeworfen zu werden?
Ich denke, mit seinen Wissen und seiner Erfahrung als altgedienter Politiker könnte er doch in der CDU oder, noch besser, in der AFD viel mehr erreichen. Er sollte sich lieber darauf konzentrieren was er wo bewirken kann, als den guten alten Zeiten nachzutrauern.

Sarrazin

Seine Vorhersagen spiegeln sich in vielen Stadtbildern wieder . Deutschland wird sich verändern , der Meinung war auch eine Politikerin aber diese freute sich darauf .

Thema Islam darf überhaupt kritisch angesprochen werden?

Eine Partei hat ein eigenes oberstes Gericht. Das wirkt auf mich schon etwas merkwürdig. In der SPD zu Gericht sitzen über einen anderen Menschen ist sozialdemokratisch in Ordnung?
Herr Sarrazin mag durchaus in manchen Ansichten und Bewertungen fragwürdig erscheinen, aber seine Grundthese von einer Islamisierung unserer Gesellschaft halte ich für richtig.
Warum wollen nur so viele immer wieder davon ablenken oder auf banale Nebenschauplätze ausweichen?

18:24, Struwwelpeter

>>Sarrazin aus SPD ausgeschlossen
Es gibt genug andere Parteien, die ihn gerne begrüßen würden.<<

Mir fällt eigentlich nur eine einzige ein.

Ja....

das ist die heutige Meinungsfreiheit. Hoffentlich rutscht die SPD unter die 5% Hürde, dort gehört diese linksradikale Partei hin.

Ein guter Tag für die SPD

Ich möchte alle Genossinnen und Genossen in der SPD beglückwünschen, die sich für den Rauswurf Sarrazins stark gemacht haben! Unsägliche rassistische Hetze, wie die von Thilo Sarrazin, ist Schuld an den jüngsten rechtsradikalen Anschlägen in Halle, Hanau und Kassel!

18:25, chunga50

>>Den SPD Funktionären sei insofern die Lektüre des Bad Godesberger Programms empfohlen.<<

Die sei Ihnen auch empfohlen.

Rassismus und Wirtschaftsliberalismus werden Sie darin nicht finden.

Auch Arme werden in ihm nicht verächtlich gemacht.

Die SPD schafft sich

ab. Mehr fällt mir dazu nicht mehr ein.

Ich glaube die SPD hat völlig den Bezug zu ihrer ehemaligen Wählerschaft verloren. Esken und Walter-Borjan zusammen mit Kühnert versuchen mit der SPD die Linke links zu überholen. Da passen natürlich kritische Thesen nicht ins Weltbild. Meines Wissens ist keines der Bücher verboten worden.
Wer so reagiert, also immer nur mit der Keule zuschlägt als sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, der wird auch nicht in der Lage sein, sich mit Partein wie der AfD auseinanderzusetzen

Wo Rauch ist, ist auch Feuer sagt ein altes Sprichwort und auch Sara Wagenknecht war etwas zu kritisch bei Thema Migration und schwups war auch sie dann aus gesundheitlichen Gründen weg. Ich gehe davon aus das die SPD eh bald geschichte ist.
Ich denke besser als jetzt zu Twittern Sarrazin ist kein SPD-Mitglied mehr, hätte man sich lieber mit den Problemen beschäftigen sollen, die er benannt hat. Aber was nicht in das eigene Weltbild passt, darf nicht sein.

Die Entscheidung, erneut gegen ...

... das Urteil Berufung einzulegen, kann man eigentlich nur noch mit Altersstarrsinn erklären.

Seine fragwürdigen Ansichten entsprechen nun mal nicht den Grundsätzen der Partei, das sollte selbst er langsam erkennen.

Die Erklärung, dass er seinen Ruf zu verteidigen hat, kann zudem nur ein schlechter Scherz sein. Erstens ist dieser seit Jahren sowieso ruiniert ... und zweitens entsteht ein "Ruf" durch Handlungen. Seine derzeitigen Einstellungen zum Ausschluss und seine gesamte Einstellung dürften diesen bei einer weiteren "Eskalation" nur noch schlechter werden lassen.

Dieser Mann ist aus meiner Sicht einfach nur noch peinlich, genauer kann man es aus meiner Sicht nicht beschreiben.

kein Mitglied mehr

man wird sehen was das für Folgen haben wird für die SPD und auch für den Herrn Sarrazin und auch für die anderen Parteien würde ich sagen. denn wenn man jeden der anderer Meinung ist aus der Partei wirft , anstatt diese Person zu widerlegen durch Argumente. kann man den Funktionären/ Politikern nicht mehr trauen, wenn es nur noch nach der Ideologie geht sehe ich für die Parteien schwarz.

Re: Rapanzel am Rapanzel

Nunja, eine Partei lebt natürlich vom Vertrauen der Wähler. Und da kann es sich eine sozialdemokratische Partei natürlich kaum leisten jemanden in ihren Reihen zu haben, der der Partei massiven Schaden zufügt und auf der anderen Seite der AfD den roten Teppich ausgerollt hat, wie wohl niemand sonst in dieser Republik. Sozialdemokratie ist eine politische Haltung, eine Weltanschauung. Wenn Herr Sarazzin diese nicht teilt - und dass er das nicht tut ist offensichtlich - was will er dann noch anderes in der SPD als ihr Schaden zuzufügen. Es gab Zeiten in denen Ansichten wie die von Herrn Sarazzin Staatsdoktrin waren. In diesen Zeiten wurden Sozialdemokraten in Lager gesteckt und ermordet. Insofern ist es völlig legitim, ja längst überfällig, ihn aus der Partei auszuschließen.

Über Rechtsweg nur minimal berichten

Da Sarrazins durchschaubare Strategie der Erzielung von Aufmerksamkeit in den Medien in Ihrem Beitrag zutreffend beschrieben wird, schlage ich vor, dass die Tagesschau und die ARD über den zu erwartenden Rechtsweg ausschließlich im Hinblick auf die allgemeine Rechtslage zu Parteiauschlüssen berichten. Auf Person und insbesondere die politische Positionierung sollte über die Namensnennung hinaus nicht weiter eingegangen werden. (Auch wenn sich Boulevardmedien dem kaum anschließen werden.)

So,so, der Herr Sarrazin muss nun gehen, aber

den Verrätern der Sozialdemokratie aus dem Seeheimer Kreis droht kein Ausschlussverfahren. Genau so wenig wie den Kriegsverbrechern Schröder, Scharping und Joschka Fischer (von den Grünen), die sich zugegebenermaßen an einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg in Ex- Jugoslawien beteiligt haben.
Die Missetaten zählen in unserer Parteienlandschaft anscheinend nicht, solange die Betroffenen nur in das Lied des Mainstreams einstimmen. Abweichende Meinungen sind demgegenüber gefährlich und können somit nicht geduldet werden.
Was für eine armselige Kultur in den deutschen Parteien.

18:29. Icke 1

>>Eigenes Denken unerwünscht
In Deutschland wird man vom Islamkritiker schnell zum Islamfeind abgestempelt. Ganz dem Motto: Feind ist, wer anders denkt. Also immer schon mit dem Strom schwimmen, nicht selbstständig denken oder handeln, das könnte die innere Sicherheit gefährden. Und das wollen wir doch alle nicht, oder?<<

In Deutschland bezeichnen sich rassistisch gestrickte Fremdenfeinde gern als Islamkritiker.

Um etwas zu kritisieren, muss man es gut kennen.

Wer selbständig denkt, erkennt, daß dies bei den selbsternannten Islamkritikern in der Regel nicht der Fall ist.

Dazu muss man allerdings schon ein wenig gegen den braunen, übelriechenden Strom schwimmen.

Die SPD hat getan, was

Die SPD hat getan, was richtig ist. Zu den Genossen passt er nicht, zumindest nicht mehr. Warum will er die Partei nicht verlassen? Aus Trotz? Aus Starrsinn? Seine Thesen zu Muslimen, da hat sich ja festgebissen, sind großenteils rassistisch, wissenschaftlicher Unsinn und islamfeindlich. Es ist ein Sammelsurium an Stereotypen, Vorurteilen und Halbwahrheiten, was sich leicht ablesen lässt an der Reaktion der von ihm zitierten Experten. Nahezu alle werfen ihm vor, fahrlässig oder vorsätzlich falsch gearbeitet zu haben. Jedenfalls distanzieren sie sich von den Büchern. Aber natürlich weist Sarrazin mit Recht auf die nicht gelungene Integration von Muslimen hin. Von einzelnen oder vielen, gewiss. Aber gewiss nicht von DEN Muslimen. Dass Sarrazin trotz angeblicher gründlicher Recherche nicht bemerkt haben will, wie heterogen die muslimische Community ist, zeigt: Er hat nicht recherchiert; er lediglich zusammengeschustert, was in sein Weltbild passt.

Der Mann

hat zu oft die Wahrheit gesagt. Dass er aus dieser Partei ausgeschlossen wird ist die logische Konsequenz.

man staunt nur noch

aber gabriell hat doch der glaubwürdigkeit viel mehr schaden zugefügt, und auch nahles und clement. wann werden die aus der wunderbaren socialdemokratischen partei entfernt?

@18:18 von Gregorianer

"Für die Partei eines Willy Brandt war sie mehr als peinlich."

Sie irren sich.
Die SPD von Willy Brandt gibt es schon lange nicht mehr.

Ich empfehle das ausführliche Interview von Frau Maischberger mit Helmut Schmidt (2010). Es gibt dort eine Rückblende mit einer bemerkenswerten Aussage von Willy Brandt und einer ausführlichen Stellungnahme von Helmut Schmidt zu den Aussagen von Herrn Sarrazin.

Die Welt ist nicht so einfach, wie uns viele Politiker (aller Parteien) vorgaukeln wollen. Es ist weit schwieriger, Konflikte zu lösen, als diese zu leugnen und stattdessen Menschen in gut und böse einzuteilen.

als Rassist und Rechtspopulist abgewertet?

Das werden aber einige.

Bei der Politik von Schrödrer/Fischer 2010 und bei Merkels Politik "Wir schaffen das" und mal tief Luft holt oder "aber" sagt kommt schnell in die rechte Ecke.

18:42 von fathaland slim

Seit über 50 Jahren gab es in keiner einzigen Partei Einheitsmeinungen, sondern versch. Strömungen; es wurde gestritten, diskutiert, Meinungen ausgetauscht, zum Schluss abgestimmt – heute werden unbequeme Meinungsvertreter ausgeschlossen.

Ich denke, heute würde die spd neben Thilo Sarrazin auch Helmut Schmidt aus der Partei ausschließen. Seine migrationspolitischen Ansichten ähnelten sich wie die von Herrn Sarrazin.

18:42 von fathaland slim

>>Um etwas zu kritisieren, muss man es gut kennen.
Wer selbständig denkt, erkennt, daß dies bei den selbsternannten Islamkritikern in der Regel nicht der Fall ist.<<

Hamad Abdel Samad, Mark A. Gabriel, Sabatina James u. v.m. sind also selbsternannte Kritiker, die für sie nicht selbstständig denken?

Die Genannten sind/waren Moslems, kennen den Islam sehr gut (viel besser als sie!) und haben Bücher über den Islam veröffentlicht!

Dass sie diese Herrschaften so beleidigen, ist wirklich ein starkes Stück!

18:30 von fathaland slim

>>Jede demokratische Partei muss solche Mitglieder aushalten und sich mit ihnen demokratisch auseinander setzen.<<

Jawoll!

Ich werde jetzt sofort in die AfD eintreten und dort sozialistische, internationalistische Positionen vertreten.

Das muss die Partei aushalten.<<

Tun sie das!

Jeder Partei wird das aushalten.

Mit ihren Argumentationen machen sie aus der afd eine linke, antifaschistische Partei, die der spd bei Wahlen einige Prozente abnehmen wird.

@Struwwelpeter

"
Am 31. Juli 2020 um 18:24 von Struwwelpeter
Sarrazin aus SPD ausgeschlossen

Es gibt genug andere Parteien, die ihn gerne begrüßen würden."

Welche meinen Sie? NPD, die Rechte, Der III. Weg, oder vielleicht doch lieber die AfD? Das wären die Parteien, wo er seine größten Fans haben dürfte, nach meiner Einschätzung.

es geht nicht um "Meinungen"

Herr Sarrazin vertritt nicht einfach nur eine Meinung, die nicht zur SPD passt. Er verbreit sachlich falsche Behauptungen. Das ist eine objektive Bewertung dessen, was er publiziert. Und manches davon ist nicht nur falsch, sondern an NS-Ideologie angelehnt (man erinnere sich nur an Sarrazins Ansichten zur Fragen, warum das Weströmische Reich untergegangen ist - da taucht dann schon mal der Begriff "fremdes Blut" auf).

Das sind keine Kleinigkeiten mehr. Der einzige Grund, warum diese Personalie insgesamt eher unwichtig ist: es gibt praktisch niemanden mehr in der SPD, der sich von diesem Mann in die Irre führen lassen würde. Er ist lange lange enttarnt.

Sarrazins Eintritt in die AfD in 5 ... 4 ... 3 ... 2 ... 1 ...

Am 31. Juli 2020 um 18:48 von werner1955

>>
als Rassist und Rechtspopulist abgewertet?
Das werden aber einige.
Bei der Politik von Schrödrer/Fischer 2010 und bei Merkels Politik "Wir schaffen das" und mal tief Luft holt oder "aber" sagt kommt schnell in die rechte Ecke.<<

Haben Sie auch Belege für ihre Aussage? Wer wurde denn von Fischer/Schröder oder Fr. Merkel in die rechte Ecke gestellt? Und damit meine ich nicht ihre haltlosen „Tief Luft holen- und Aber -Behauptungen“.

@Bernd K.

"
Am 31. Juli 2020 um 18:45 von Bernd K.
Der Mann

hat zu oft die Wahrheit gesagt. Dass er aus dieser Partei ausgeschlossen wird ist die logische Konsequenz."

Sarrazin sagt allenfalls das, was Sie für die Wahrheit halten. Andere Menschen sehen das anders. Ich zum Beispiel. Ich frage mich ständig, warum es Menschen gibt, die für Sarrazins pseudowissenschaftliches, rassistisches Geschwurbel auch noch Geld bezahlen.

Die SPD kann froh sein, diesen Mann wohl loszuwerden (gerichtliche Entscheidung vorbehalten).

Am 31. Juli 2020 um 18:46 von Wilhelm Schwebe

>>
man staunt nur noch
aber gabriell hat doch der glaubwürdigkeit viel mehr schaden zugefügt, und auch nahles und clement. wann werden die aus der wunderbaren socialdemokratischen partei entfernt?<<

wer hätte das gedacht. um es mal in ihrer sprache zu formulieren. sind sie da nicht einfach wieder auf dem „ich muss jetzt mal wieder austeilen -trip“? Denn das ist ja wohl mal wieder eine subjektive behauptung ohne den versuch ernsthafter argumentation.

und ich habe mich jetzt sogar auch noch an ihre signifikante falsche -großkleinschreibung gehalten. wer hätte das gedacht?

18:31 von Koblenz

>>Seine Vorhersagen spiegeln sich in vielen Stadtbildern wieder . Deutschland wird sich verändern , der Meinung war auch eine Politikerin aber diese freute sich darauf .<<

Vorhersagen sind nicht erwünscht- vor allem, wenn sie eintreffen, wie es Herr Sarrazin vor knapp 10 Jahren vorausgesagt hat.

Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen, sagte einst Helmut Schmidt.

Heute könnte man sagen: Wer Visionen hat, muss aus der Partei ausgeschlossen werden.

Die Damen und Herren mögen ihre Augen nicht öffnen und Wahrheiten sehen.

18:48 von werner1955

«als Rassist und Rechtspopulist abgewertet? Das werden aber einige.

Bei der Politik von Schrödrer/Fischer 2010 und bei Merkels Politik "Wir schaffen das" und mal tief Luft holt oder "aber" sagt kommt schnell in die rechte Ecke.»

Gar nirgendwo kommt wer hin, wenn wer: "aber" sagt.
Ganz alleine was auf: "aber" folgt, bestimmt die Reisroute.

"Tief Luftholen" bestimmt gar keine Wege oder Routen.
Verhindert aber Hyperventilation … wenn umsichtig Luft geholt wird.

Es sind die üblichen

Es sind die üblichen Verdächtigen hier, die nicht verstehen wollen, dass
a)... selbstverständlich die Thesen in Sarrazins Büchern rassistisch und islamfeindlich sind und längst als abstruse Konstrukte entlarvt sind,
b) ... selbstverständlich die SPD so offensiv vorgetragenen Rassismus und Antiislamismus nicht tolerieren kann.
Und es ist auch nicht verwunderlich, dass auffällig viele derer, die diese Entscheidung der SPD-Bundesschiedskommission kritisieren, sich bei vielen Themen gerne als afd-affin zeigen. Das ist insofern nicht verwunderlich, als Sarrazins abstruses faktenfreies und sündenbockgenerierendes Weltbild 1:1 zu den blau-braunen passt.

18:34 von friggonaut

>>Unsägliche rassistische Hetze, wie die von Thilo Sarrazin, ist Schuld an den jüngsten rechtsradikalen Anschlägen in Halle, Hanau und Kassel!<<

Dann werden sich sicher auch das Buch benennen können, welches der Auslöser für die vielen religiösen Attentate in Deutschland/Europa waren.

Rassismus ist

Rassismus ist in 100% aller Fälle subjektiv und fernab von jeglicher Rationalität.

Herr Sarrazin argumentiert stets objektiv, rational und mittels wissenschaftlicher Fakten und Analysen.

Wie, um Gottes Willen, interpretiert man da Rassismus rein?

@fathaland slim 18.42

der User morgentau hats ja schon geschrieben: Glauben Sie ernsthaft, Abdel Samad als Sohn eines Imam, Necla Kelek, Bassam Tibi u.v.a. wissen nicht, was sie kritisieren? Oder glauben Sie ernsthaft, diese selbsternannten Denkverbote , die von den meisten Parteien und Medien zelebriert werden bringen Jemand weiter? Der Begriff "Islamophobie stammt übrigens von Chomeini, um jede Diskussion im Keim zu ersticken und viele sind ihm auf den Leim gegangen.

Missverständnisse

"Da ist doch ganz viel richtig". ??
Bitte nach der Überschrift weiter lesen - natürlich schreibt S. nicht nur lauter Unsinn - er referiert über lange Passagen unbestrittene Fakten ---- und dann - rumms - kommen rassistische Thesen. "Wenn er vorher so viel Kluges sagt, dann wird sein Fazit sicher auch stimmen". Eben nicht.
Wenn ich den Satz des Pythagoras beweisen kann - und dann behaupte ich dass die Erde eine Scheibe ist -- so ähnlich macht es der S.
Eigentlich kann er uns leid tun. Aber das ist kein Grund, ihn weiter in der SPD rumgeistern zu lassen.

19:53 von Anderes1961

Die SPD kann froh sein, diesen Mann wohl loszuwerden

Vielleicht wird die SPD aber noch mehr Mitglieder, als sie glauben. Abwarten.

Ich begreife einfach nicht

Warum man unbedingt in einer Partei bleiben muss, die einen partout nicht mehr haben will.
Warum tut sich Sarrazin das an?
Ich sehe keinen Sinn darin.
Er kann doch dahin gehen, wo er willkommen ist.

Die heutige SPD kann man eh unter Ulk verbuchen.

Ich erinnere nur an die

Attacken gegen Frau Wagenknecht. Danach ging es mit den Linken steil nach unten. Der Bürger wird das Parteigebahren mit Unmut zur Kenntnis nehmen.

19:45 von morgentau19

«Hamad Abdel Samad, Mark A. Gabriel, Sabatina James u. v.m. sind also selbsternannte Kritiker, die für sie nicht selbstständig denken?

Die Genannten sind/waren Moslems, kennen den Islam sehr gut (viel besser als Sie! / @fathaland slim) und haben Bücher über den Islam veröffentlicht!»

Der Name "Mark A. Gabriel" sagt mir nichts.
Ohne dass ich erst nachschauen müsste, wer das ist.

Hamad Abdel Samad und Sabatina James sind selbstverständlich keine "selbst ernannten" Islamkritiker. Beide wurden in Islamischen Länder geboren, wuchsen dort auf. Ägypten bzw. Pakistan. Schon mal zwei Länder, in denen der Islam mit zwar gleichen Grundlagen doch anders ausgelegt wird. Vom Staat, aber auch von verschiedenen Gruppen innerhalb der Gesellschaft.

HAS war einst den Muslimbrüdern in ÄGY "zugeneigt". Sieht viele Aspekte des Islam aber inzwischen anders. SJ hat eine sehr spezielle Familiengeschichte, die sie zu ihrer heutigen Einstellung hin führte.

Niemand wollte die beiden "beleidigen" !

@18:38 von To_LE

"Ich denke besser als jetzt zu Twittern Sarrazin ist kein SPD-Mitglied mehr, hätte man sich lieber mit den Problemen beschäftigen sollen, die er benannt hat. Aber was nicht in das eigene Weltbild passt, darf nicht sein."

Das denke ich auch. Es wird häufig behauptet, die Menschen hätten Angst vor dem (den) Fremden. Ich kann nur sagen: Ich lehne das ab, was ich kennenlernen musste. Und das sind schon lange keine Ausnahmesituationen mehr. Wer weder beruflich noch privat (entsprechende Wohnsituation) mit diesen Problemen in Berührung kommt und Berichte darüber deshalb für 'Fakes' hält, hat natürlich leicht reden. Nur - kein einziges Problem wird dadurch kleiner.

Zitat Helmut Schmidt:

„Die multikulturelle Gesellschaft ist eine Illusion von Intellektuellen“
– Die Zeit 2004

Eigenes Denken unerqünscht...

Am 31. Juli 2020 um 18:29 von Icke 1...
Feind ist, wer anders denkt. Also immer schon mit dem Strom schwimmen, nicht selbstständig denken oder handeln, das könnte die innere Sicherheit gefährden.
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Das ist auch das Problem der SPD. Immer schön mit den Strom Schwimmen. Über nichts unbequemes berichten. Und nun hat ein Mitglied der SPD auch noch mehrere Bücher veröffentlicht, wo Probleme angesprochen werden die heute mehr und mehr immer öfters in Deutschland die Regel werden. Man kann Probleme auch verdrängen oder nicht wahrhaben wollen. Die SPD hat ein Bauernopfer, aber genau diese Probleme wie in den auch beschrieben Buch sind heute nunmal aktueller den je. Man kann Sarazin noch nicht einmal Unwahrheit vorwerfen, denn für jeden seiner Thesen hat er Quellennachweise und offizielle Berichte dargelegt.

@Toni B.

"
Am 31. Juli 2020 um 20:00 von Toni B.
Rassismus ist

Rassismus ist in 100% aller Fälle subjektiv und fernab von jeglicher Rationalität.

Herr Sarrazin argumentiert stets objektiv, rational und mittels wissenschaftlicher Fakten und Analysen.

Wie, um Gottes Willen, interpretiert man da Rassismus rein?"

Ich bin fast sprachlos. Dazu fällt mir nur eins ein: Au weia.

So, nachdem ich ein paar Sekunden Luft geholt habe, fällt mir noch ein, daß Sie sich vielleicht mal mit dem menschlichen Denken in Stereotypen und Mustererkennung beschäftigen sollten. Dann wüßten Sie, daß man in jeder Statistik die Muster sieht, die man sehen möchte. Dazu kommen noch Begriffe wie Kolleration und Kausalität, die er fortwährend verwechselt. Ich kann Ihnen statistisch beweisen, daß der Storch die Kinder bringt. Soviel zur wissenschaftlichen "Kompetenz" Sarrazins.

Korrektur

"sollten. Dann wüßten Sie, daß man in jeder Statistik die Muster sieht, die man sehen möchte. Dazu kommen noch Begriffe wie Kolleration und Kausalität, die er fortwährend verwechselt. Ich kann Ihnen statistisch beweisen, daß der Storch die Kinder bringt. Soviel zur wissenschaftlichen "Kompetenz" Sarrazins."

Ich meinte natürlich Korrelation, nicht Kolleration. Ich bitte um Entschuldigung.

@20:00 von Toni B.

"Herr Sarrazin argumentiert stets objektiv, rational und mittels wissenschaftlicher Fakten und Analysen."

Was er zur Genetik schreibt, ist wissenschaftlicher Unsinn. Das ist erwiesen. Hinzu kommt, dass Gene sich aufgrund von Umweltbedingungen ändern können (Epigenetik) und somit nichts Absolutes sind.

Parteiausschluss...

Der parteiinterne Streit dauerte Jahre – jetzt ist der Rauswurf beschlossen...
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Aber beendet wohl noch nicht !
Der Streit in der SPD wird wohl noch weiter gehen den Sarazin will ja in die Revision gehen. Bis dahin hat er ja noch Zeit noch einige andere Bücher zu schreiben. Eine bessere Werbung für seine Bücher kann er gar nicht bekommen. So oder so. Für die SPD wird es ein weiterer Imageschaden...

@Der freundliche...

"...Man kann Probleme auch verdrängen oder nicht wahrhaben wollen. Die SPD hat ein Bauernopfer, aber genau diese Probleme wie in den auch beschrieben Buch sind heute nunmal aktueller den je. Man kann Sarazin noch nicht einmal Unwahrheit vorwerfen, denn für jeden seiner Thesen hat er Quellennachweise und offizielle Berichte dargelegt."

Man kann aber auch Probleme herbeischreiben, die gar nicht existieren. Die Frage ist auch nicht, woher Sarrazin das Material hat, was er benutzt, sondern die Frage ist, was er daraus macht. Und das ist, wie ich bereits schrieb, pseudowissenschaftliches, rassistisches Geschwurbel. Weiter nichts.

Habe mich heute abend schon eine ganze Zeit

mit den Sarrazin Fans auf der tagesschau facebookseite auseinander gesetzt. Es wird ermüdend.

Es gibt aber einen deutlichen Unterschied zwischen den Kommentaren seiner Fans hier und denen bei Facebook. Das Niveau bei Facebook ist wesentlich niedriger und seine Facebook-Fans, sind, schaut man sich die Profile an, zum größten Teil keine Anhänger der SDP, sondern der Konkurrenz vom ganz rechten Rand.

Interessant ist dabei auch, dass die Art des Rauswurfs mittels eines Parteischiedsgerichtes als unrechtmäßig angesehen wird. Dass die AfD gerade erst das Selbe mit Kalbitz gemacht hat, wird dabei gern ignoriert.

Publicity

Es dürfte klar sein, dass ein Mann mit derart wirren Thesen wie Sarrazin keinen Platz in der SPD, aber auch in keiner anderen bürgerlichen Partei haben kann. Eigentlich passt er ganz gut zur AFD. Auch Sarrazin dürfte dies klar sein. wenn er dennoch auf einer Mitgliedschaft in der SPD beharrt, dann offensichtlich der Publicity wegen. Bücher verkaufen sich eben besser, wenn ein Bürgerschreck dahinter steht und die Werbetrommel rührt. Gut, dass die SPD klare Linien gezogen und sich von dem Populisten Sarrazin getrennt hat.

Wo man nicht gewollt ...

... ist, bleibt man weg. Selbst Familie ist kein Grund zu bleiben, wenn sie einen „verstößt“. Was für einArgument „Ich muss meinen Ruf verteidigen“! Was gibt es denn noch zu verteidigen? Dank freiheitlicher Grundordnung verbreitet er doch sein „Gedankenzeugs“ lukrativ über Verlage im Volk. Ich glaube es gibt eine Partei, die ihn gerne in ihre Arme schließen würde. Welche Kräfte werden durch diese Schildbürgerei jahrelang verschwendet! (Kosten entstehen wahrscheinlich auch noch).

18:29 von Icke 1

"Eigenes Denken unerwünscht

In Deutschland wird man vom Islamkritiker schnell zum Islamfeind abgestempelt. Ganz dem Motto: Feind ist, wer anders denkt. Also immer schon mit dem Strom schwimmen, nicht selbstständig denken oder handeln, das könnte die innere Sicherheit gefährden."

,.,.,.

Mir fehlt in Ihrem Text der Inhalt.
Sie reden nicht von Sarrazin, sondern tadeln Deutschland als solches, dass es nicht selbstständig denken oder handeln will.

Und Sie tadeln die SPD, dass sie fordert, mit dem Strom zu schwimmen.

Nichts davon begründen Sie.

Ist Sarrazin in Ihren Augen ein Demokrat, der den Islam in Deutschland willkommen heißt - oder nicht?

Es gab in der SPD Zeiten

als noch ein breites Meinungsspektrum und Meinungsvielfalt herrschte. Ich erinnere mich an viele leidenschaftliche Diskussionen. Da war die SPD auch noch Volkspartei. Heute sollen die Mitglieder im Gleichschritt marschieren und ja nicht eigene Ansichten haben und sie dann auch noch äußern. Wobei Sarrazin seine Bücher als Sarrazin geschrieben hat, nicht als Funktionär. Wie die sachliche Auseinandersetzung aussieht hat man ja gesehen, auch bei Frau Merkel, die das Buch, das sie nicht gelesen hat, beurteilte.

Wumpe

Nach dem Anschauen der gestrigen Sendung „Monitor“ (www1.wdr.de/daserste/monitor/videos/video-monitor-vom--284.html) habe ich mit der gesamten Bundespolitik mal wieder so richtig „fertig“: Was hat die in den letzten Jahres KONKRETES bewirkt, wenn es skrupellosen Geschäftemachern nach wie vor unverändert möglich ist, Menschen zu Hunderttausenden aus „armen“ Ländern unter der Annahme, dass sie - weil sie der Sprache nicht mächtig sind - sich nicht dagegen wehren können nach Strich und Faden auszubeuten? Die einzig schlüssige Erklärung dafür, dass sich an diesen sklavereiähnlichen Geschäftspraktiken allen „Gesetzesverschärfungen“ zum Trotz genau nichts ändert ist, dass deren „Profiteure“ damit offensichtlich „durchkommen“.

Auf die Idee, sich mal in die Lage dieser Menschen zu versetzen kommt offenbar keiner. Und freiwillig haben die sich da ganz bestimmt nicht reingeritten.

Und gleichzeitig „arbeitet“ die Politik offenbar an der sukzessiven Abschaffung eines der wichtigsten Grundrechte.

@Icke 1, 18:29 Uhr

In Deutschland kann jeder frei seine Meinung äußern, auch in Sachen Islam. Aber Parteien haben nun mal eine klare Programmatik. Und wenn man Thesen vertritt, die klar dem politischen Gegner (hier der AFD) zuzuordnen sind, dann sollte eigentlich auch das betroffene Mitglied erkennen, das diese Mitgliedschaft nicht passt. Es geht ja nicht um irgendwelche Randthemen, sondern um grundsätzliche Fragen, insbesondere der Einwanderungs- und Integrationspolitik. Eine Partei macht sich unglaubwürdig, wenn sie sich von einem - mit Verlaub - politischen Wirrkopf vorführen lässt.

@Toni B. 20:00

Wie, um Gottes Willen interpretiert man da Rassismus raus?

18:31 von Batman737

"Ich verstehe nur nicht, warum Herr Sarazin unbedingt bei der SPD bleiben WILL!"

,.,.,

Das müssen Sie ja auch nicht verstehen.
Genaugenommen geht es niemanden etwas an, warum er es will.

......

"Vielleicht weil es einfach nur gegen sein Ego geht, nach 47 Jahren aus seiner Partei rausgeworfen zu werden?"

,.,.,.,

Das sind dann die üblichen Unterstellungen, bei denen man sich selber auf andere projiziert.

Auch Ihre Ratschläge an ihn, dass er doch mal verstehen solle, dass er in der CDU oder der AfD viel mehr Erfolg haben würde, sind für mich Grenzüberschreitungen.

Die SPD wird wissen, warum sie ihn bei sich nicht mehr ertragen kann.
Und Sarrazin fühlt sich missverstanden - so steht es im Kommentar.

Das muss man aushalten. Und ansonsten die Psyche des anderen in Ruhe lassen.
Respekt bitte auch vor denen, deren Denken man verabscheut.

@Sausevind 20.42

Ist Sarrazin in Ihren Augen ein Demokrat, der den Islam in Deutschland willkommen heißt - oder nicht?"
Beschäftigen Sie sich ruhig mal mit Necla Kelek, Abdel Samad u.a. Warum sollte ein Demokrat eine totalitäre Unterwerfungsideologie willkommen heißen? Da wär ich ja jetzt auf eine Antwort gespannt, wird wohl wieder der rote Balken verhindern?

20:34 von GeMe

«Habe mich heute abend schon eine ganze Zeit mit den Sarrazin Fans auf der tagesschau facebookseite auseinander gesetzt. Es wird ermüdend.»

Hört sich für mich schon nach Wieder-Ins-Bett-Gehen an.
Bevor man überhaupt erst aufgestanden ist.

«Interessant ist dabei auch, dass die Art des Rauswurfs mittels eines Parteischiedsgerichtes als unrechtmäßig angesehen wird. Dass die AfD gerade erst das Selbe mit Kalbitz gemacht hat, wird dabei gern ignoriert.»

Es gibt halt Echte Bären, die Untiere sind, und Paddington Bär …

@schneegans

"
Am 31. Juli 2020 um 20:41 von schneegans
Wo man nicht gewollt ...

... ist, bleibt man weg. Selbst Familie ist kein Grund zu bleiben, wenn sie einen „verstößt“. Was für einArgument „Ich muss meinen Ruf verteidigen“! Was gibt es denn noch zu verteidigen? Dank freiheitlicher Grundordnung verbreitet er doch sein „Gedankenzeugs“ lukrativ über Verlage im Volk. Ich glaube es gibt eine Partei, die ihn gerne in ihre Arme schließen würde. Welche Kräfte werden durch diese Schildbürgerei jahrelang verschwendet! (Kosten entstehen wahrscheinlich auch noch)."

Falls Sie mit Kosten für den Steuerzahler meinen, kann ich Sie beruhigen. Die werden nicht entstehen. Wenn Sarrazin klagt, handelt es sich um ein Verfahren nach der Zivilprozessordnung. Die Verfahrensbeteiligten tragen die Kosten selbst. Je nach Kostenentscheidung des Gerichts der Kläger, der Beklagte oder es wird nach der Baumbachschen Formel geteilt. Sarrazin könnte natürlich Prozesskostenhilfe beantragen, die würde er wohl nicht bekommen.

@deutlich

"
Am 31. Juli 2020 um 20:46 von deutlich
Es gab in der SPD Zeiten

als noch ein breites Meinungsspektrum und Meinungsvielfalt herrschte. Ich erinnere mich an viele leidenschaftliche Diskussionen. Da war die SPD auch noch Volkspartei. Heute sollen die Mitglieder im Gleichschritt marschieren und ja nicht eigene Ansichten haben und sie dann auch noch äußern. Wobei Sarrazin seine Bücher als Sarrazin geschrieben hat, nicht als Funktionär. Wie die sachliche Auseinandersetzung aussieht hat man ja gesehen, auch bei Frau Merkel, die das Buch, das sie nicht gelesen hat, beurteilte."

Rassismus gehörte noch nie zum breiten Meinungsspektrum der SPD. Ich habe Sarrazins Bücher auch nicht gelesen und ich werde den Teufel tun, für solch pseudowissenschaftliches Geschwurbel auch noch Geld auszugeben. Mir, und wohl auch Frau Merkel reicht völlig, was über die Bücher in allgemein zugänglichen Quellen geschrieben wurde.

Am 31. Juli 2020 um 18:46 von Wilhelm Schwebe

„man staunt nur noch
aber gabriell hat doch der glaubwürdigkeit viel mehr schaden zugefügt, und auch nahles und clement. wann werden die aus der wunderbaren socialdemokratischen partei entfernt?“

Ich mag Ihre tiefgründigen Kommentare.

Sind aber leider ein wenig kürzer als die Ihres Onkels mütterlicherseits.

Aber trotzdem, Sie haben Recht.

„Wenn die Linken schon die komplette Machtübernahme in der SPD anstreben, dann sollen sie gefälligst mit ihrer ersten Garnitur antreten und die Partei nicht mit

drittklassigen Kandidaten behelligen.“

Das man sich mit solchen Aussagen bei den aktuell wichtigen Leuten keine Freunde schafft, dürfte eigentlich klar sein.

Das dann auch Herr Kühnert (getroffene Hunde bellen) den Parteiausschluss für Herrn Sarrazin fordert, ist durchaus verständlich.

Aber Herr Sarrazin gehört der SPD seit ca. 45 Jahren an.

Die Halbwertzeiten der wichtigen- und sehr wichtigen SPD Chefs/innen/d kennt er.

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