Ihre Meinung zu: Bundesländer wollen Glücksspielregeln aufweichen

23. Juli 2020 - 5:40 Uhr

2021 soll ein neuer Staatsvertrag für Sportwetten und Online-Casinos in Kraft treten. Für die Übergangszeit hat eine Arbeitsgruppe deutlich weichere Regeln vorgeschlagen. Suchtexperten schlagen Alarm. Von P. Eckstein und J. Strozyk.

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Kommentare

Sehr gut

Dann wird nicht mehr illegal gezockt und der Staat darf ungeniert zugreifen. Und was mischt sich der Staat überhaupt in Freizeitbeschäftigung ein? Ein Zockerei, der seinen Ruin nicht sieht, interessiert sich auch nicht für Gesetze.

In manchen Bereichen zählen

In manchen Bereichen zählen die Warnungen von Fachleuten leider zu wenig - interessant, dass es wie hier beim Glücksspiel vor allem Bereiche sind, in denen viel Geld für wenige zu verdienen ist - und das auf dem Rücken von Menschen, die häufig neben ihrer Gesundheit die Zukunft der Partnerschaft und der ganzen Familie buchstäblich aufs Spiel setzen.
Auch wenn die Regelungen Ländersache sind: Sagt eigentlich der für Suchtprävention zuständige Gesundheitsminister Spahn etwas dazu?

quid pro quo?

Im Gegenzug zur Legalisierung hätte man die ausufernde (TV-)Werbung für Online-Casinos - momentan nur für Bürger von Schleswig Holstein (was komischerweise kein Grund ist, nicht auch alle anderen damit zu belästigen) - reduzieren oder gleich ganz verbieten sollen. Stattdessen wird dem Gejammer der Lobby komplett und kostenlos nachgegeben - wie immer.

milliardenschwere Industrie mit Nebenwirkungen

ich verstehe das föderale System, allerdings fehlt mir jegliches Verständnis dafür, warum einige Länder die Abzocker tolerieren oder "großzüge Übergangslösungen" anbieten. Das ist keine Unterhaltung, das Geschäftsmodell basiert auf Groschengräbern und Suchterzeugung. Wir reden hier nicht mehr vom einzelnen Geldspielautomaten in der Kneipe. Die Reichweite der Anbieter ist *jedes* Smartphone rund um die Uhr! Immer und überall. Glückspiel-Apps werden immer noch nicht als solche gekennzeichnet und Altersfreigaben werden erst gar nicht als Einstiegsbarriere eingeforrdert. Es ist erschreckend, dass in DE Kabarettisten die Rolle der Glückspielaufsicht wahrnehmen müssen.

Super... genau noch rechtszeitig

"Der "Staatsvertrag zur Neuregulierung des Glücksspielwesens" soll die Regeln für private Anbieter von Sportwetten und Online-Casinos ab Juli 2021 grundlegend reformieren. "

Dann könnten die Anbieter ja auch klimafreundliche und digitale EU-Hilfsgelder bekommen. Ein paar tausend Euro von Hause in den Sand setzen ist immer noch klimafreundlicher als ein Flug nach Vegas oder Macau. Wir sind CO2 negative im Jahr 2022. Nobelpreis ist langsam sichtbar.

Die Regeln solten nicht aufgeweicht

sondern verschärft werden.

Gerade was das Thema Kinder und Glücksspiel betrifft.

Heutzutage gibt es fast kein Computerspiel mehr, dass ohne die Kreditkarte der Eltern auskommt. Aber Pay-to-win ist die einen Sache, was ich wirklich schlimm finde, sind die sogenannten Lootboxen.
Man bezahlt die summe X (meist zwischen 1-5€) erhält einen Schlüssel und mit diesem die Chance von unter 1% das Item zu bekommen dass man möchte.

Mit dieser Geschäftsstrategie führt man schon die Jüngsten aus Profitgier an die Spielsucht heran.

Wir sollten uns ein Beispiel an Belgien nehmen, was das betrifft und diese Lootboxen verbieten.

Aber nein, in Deutschland werden die Regularien für jedwede Industrie immer nur gelockert, nie im Sinne der Bevölkerung verschärft.

Warum sich nicht das ganze Klein-Klein sparen und gleich alle Regeln für die Industrie abschaffen, da dies ja sowieso das Ziel zu sein scheint.

Bundesländer "wollen" das nicht,

Die Online-Casinos wollen das. Und es wird kommen. Da können die "Suchtexperten", was für ein Kunstwort, warnen wie sie wollen.
Genau wie die Corona-"Hilfen für die Privatwirtschaft und Aktionäre geschaffen wurden oder Schusswaffen nicht wegen des Schutzes ihrer Träger.

Warum wollen die Länder das tun?

Da sieht man, welche Heuchler in den Landesparlamenten sitzen. Dieselfahrverbote, CO2 Steuer, Ende der Kohlekraftwerke-alles zum Wohle und der Gesundheit der Bürger.
Wenn es darum geht, die Staatskassen zu füllen, dann spielt das alles keine Rolle mehr.
Schleswig Holstein mit Ministerpräsident Günther und den Grünen als Koalitionspartner ist übrigens Vorreiter bei der Neuauflage des Glücksspielgesetzes-dort sind bereits seit 2 Jahren Online-Glücksspiele legal erlaubt. Das kleine Bundesland kassiert damit hunderte Millionen Euro - das weckt natürlich Begehrlichkeiten, bei den "Menschenfreunden" in den anderen Bundesländern.

Wenn man sieht

wie viel, fast unseriouse Werbung jetzt schon teilweise im Fernsehen läuft, halte ich davon nichts. Außer es wird ähnlich wie Zigarettenwerbung dafür KEINE Werbung gemacht oder erlaubt

Ist das nötig?

Ich frage mich: Ist es unbedingt nötig, die Regeln weiter aufzuweichen? Welchen Nutzen hat die Bevölkerung davon?
Denn eines sollte klar sein: Die Gewinne für die Unternehmen sind die Verluste der Nutzer!

Sollen noch mehr Familien zerstört werden?

Ich Frage mich was in den Köpfen jener Arbeitsgruppe vorgeht die die Regeln lockern will. Ist es nicht schlimm genug dass Spielsüchtige heute schon durch legale Lotterien Haus, Hof und Familie verzocken? Nur um noch ein paar Steuern mehr einzunehmen die Regeln lockern und damit die Spielsucht mit ihren negativen Folgen zu fördern ist einfach nur krank!

Brauche die Menschen noch weitere Drogen?

Seinen Mitmenschen über die Spielsucht sich dessen Geld anzueignen ist vom ethischen Standpunkt sehr verwerflich. Legale und illegale Drogen bis hin zum Zucker setzen den Menschen und damit der Gemeinschaft (Folgekosten) schon heute sehr stark zu und mir konnte noch niemand erklären, warum wir an jeder Ecke im Lande einen Spiel/Wett-Salon benötigen.

Das den Staaten die Gesundheit seiner Bürger weniger wert sind, als die damit verbundenen Steuereinnahmen, kann jeder aufmerksame Beobachter für sich selbst beantworten.

Es ist nur eine Frage der Zeit, wann sich das Kapital die Entscheider – was erlaubt und was nicht erlaubt ist – gefügig macht.

Die Zeit für diesen Wechsel scheint offensichtlich leider reif dafür zu sein.

Unser

Staat braucht viel Geld; jetzt nach den Beschlüssen zum 750-Mrd-Corona-Hilfsprogramm erst recht. Da ist kein Spielraum mehr, aus moralischen Gründen solche potentiell guten Steuereinnahme-Quellen wie das online-Wettgeschäft einzuschränken oder nicht zuzulassen. Wer wetten will, soll wetten (verhindern kann das der Staat eh kaum), wer davon spielsüchtig wird, für den gibt es genügend Möglichkeiten, sich von unserem sozialen Netz sanft auffangen zu lassen.

Was läuft eigentlich alles …

… unter dem Oberbegriff „Sucht“?
Spielsucht leuchtet ein. Soll also staatlich kontrolliert werden - wobei der Staat dann der größte Gewinner ist. Dasselbe gilt für Alkohol- und Nikotinsucht. Wer sich regelmäßig zu teure Kleidung, zu teure Autos oder auch zu teures Essen kauft und damit sich und seine Familie ruiniert: ist der auch süchtig? Vermutlich. Im Grunde jeder, der regelmäßig über seine Verhältnisse lebt. Nicht umsonst wurde die ‚private Insolvenz‘ erfunden. Soll dann schließlich jegliches Kaufverhalten vom Staat reglementiert werden, der Bürger entmündigt? Ich möchte das nicht.
Letztlich ist jeder seines Glückes Schmied. Auch seines Unglücks.

Spielsucht

Ich habe mein Leben lang in der Rehabilitation gearbeitet. Suchterkrankungen sind gottlob ein anerkannter Grund, Menschen mit Hilfe der Sozialversicherung Unterstützung anzubieten.
Spielsucht, das habe ich gelernt, ist eine Sucht wie Alkohol- oder Drogenabhängigkeit auch. Mit allem, was zu einer Sucht dazu gehört: Kontrollverlust, Entzugserscheinungen, Rückfallgefahr, Beschaffungskriminalität. Gefährdung und schließlich Zerstörung von Familie, Partnerschaften, sozialer Einbindung. Sozialer und beruflicher Abstieg, vollständiges Zerbrechen der gesamten Existenz, und dabei werden ganze Familien gleich mit in den Abgrund gerissen..
Daran Geld zu verdienen wie quasi ein Dealer, ist niederträchtig und verachtenswert. Die Betreiber sind gewissenlose Lumpen. Und das gilt natürlich erst recht für den Staat, wenn er sich an diesem Geschäft beteiligt.
Das geht übrigens mit dem Lottospielen schon los.

Die "öffentlichen" Spielotheken wurden ...

.. verteufelt und verdrängt. Für viele war gerade diese Öffentlichkeit die letzte Bremse dort sein Geld zu lassen. Ein Übriges taten Städte und Gemeinden indem sie Spielotheken rigoros reduzierten oder in Randlagen drängten.
Wenn ich das jetzt so sehe, sind da wohl die Einnahmen zu sehr eingebrochen.
Hier suchen die Gesetzgeber offensichtlich ihr Heil in der Anonymität des Internets. Immer die letzte Möglichkeit des Steuerabgriffs im Auge. Bekanntlich fällt im WWW der Einstieg in vieles leichter ... siehe das Thema Porno. Und, nicht zuletzt, wird Betrügern eine neue Plattform geschaffen, ihr lukratives "Spiel" zu betreiben.
Mal sehen, was den Regierenden noch alles einfällt, wie man die öffentlichen Kassen und den EU- Haushalt sanieren kann...
Offen wäre da noch eine Pferde-, Katzen- oder Kanarienvogelsteuer, eine auf Brillen und 3. Zähne ... wegen des besonderen "Mehrwertes" für den Träger ... Vergnügungssteuer auf Viagra ... da geht doch noch was, oder?

Zweifelhafte Prioritätensetzung

Wie wäre es, wenn der Staat sich endlich mal mit einer ganz anderen Masche beschäftigen würde, welche seit Jahren die Glücksspielgesetze unterwandert? Diese Masche heißt je nach Hersteller „Lootboxen“, „Gacha“ oder im EA-Neusprech „Surprise Mechanics“ und ist, gepaart mit Mikrotransaktionen für echtes Geld, der derzeit effektivste Weg, Glücksspiel ohne Risiko zu betreiben: Der Betreiber nimmt Geld ein, zahlt aber keine Gewinne aus (außer digitalen Items, die unendlich reproduzierbar sind), und weil sich bisher keine zuständige Behörde mit Verstand damit auseinandersetzt, brauchen die Betreiber weder eine Lizenz, noch halten sie Jugendschutz- und andere Auflagen ein – ein Minderjähriger darf nicht mal für zwei Euro Lotto spielen (mit Chance auf einen Millionengewinn), aber tausende Euro in FIFA & Co. für Lootboxen verballern. Es ist, als müsste ein Casino nur die Möglichkeit abschaffen, gewonnene Chips wieder gegen echtes Geld zu tauschen, um nicht mehr unter die Regularien zu fallen.

Es geht ums Geldverdienen - Pardon: Bru

„Lange haben die Länder verhandelt: Der "Staatsvertrag zur Neuregulierung des Glücksspielwesens" soll die Regeln für private Anbieter von Sportwetten und Online-Casinos ab Juli 2021 grundlegend reformieren.
>> Doch noch bevor er ratifiziert ist, plant eine Arbeitsgruppe der Staatskanzleien, den bislang illegal agierenden Anbietern großzügige Übergangsregelungen einzuräumen“

Wenn es darum geht, das Bruttosozialprodukt zu steigern bzw. das Wirtschafts“wachstum“ „anzukurbeln“, ist man immer großzügig (und schnell).

„Suchtexperten schlagen Alarm“

Wenn es darum geht, die „Kosten“ für die Gesellschaft, die derlei „Großzügigkeit“ unweigerlich nach sich zieht zu tragen (hier z.B. die Finanzierung von Suchttherapien und die Abmilderung der sozialen Folgen spielsuchtbedingter Überschuldung), allerdings weniger.

Gessellschaft

Die Schäden der Glücksspielautomatensucht sind immens, doch für den normalen Bürger unsichtbar.
Ich habe Rentnerinnen, Flüchtl., Hartzer, aus allen Schichten und Klassen gesehen die sobald Sie Geld hatten, dieses in kürzester Zeit in den Automatengullyschlitz geworfen haben. Am nähsten Tag bettelten Sie bei der Tafel. Auch wenn Sie mal gewannen, steckten Sie das Geld mit einem glücklichen Gesicht hinein.
Sie hören erst auf wenn Sie keine Müntze mehr haben.
Zwischen 2 bis 4 Automaten je nach grösse der Gaststätte, des Imbisses, der Schichabar, Kantine und so weiter dürfen aufgestellt werden. Jeder Automat bringt dem A.Aufsteller, dem Wirt, dem Finanzamt zwischen 300€ und 3000 €.
Wollen wir in so einer Gessellschaft leben.

Es geht ums Geldverdienen

„Lange haben die Länder verhandelt: Der "Staatsvertrag zur Neuregulierung des Glücksspielwesens" soll die Regeln für private Anbieter von Sportwetten und Online-Casinos ab Juli 2021 grundlegend reformieren.
>> Doch noch bevor er ratifiziert ist, plant eine Arbeitsgruppe der Staatskanzleien, den bislang illegal agierenden Anbietern großzügige Übergangsregelungen einzuräumen“

Wenn es darum geht, das Bruttosozialprodukt zu steigern bzw. das Wirtschafts“wachstum“ „anzukurbeln“, ist man immer großzügig (und schnell).

„Suchtexperten schlagen Alarm“

Wenn es darum geht, die „Kosten“ für die Gesellschaft, die derlei „Großzügigkeit“ unweigerlich nach sich zieht zu tragen (hier z.B. die Finanzierung von Suchttherapien und die Abmilderung der sozialen Folgen spielsuchtbedingter Überschuldung), allerdings weit weniger.

Neuer Staatsvertrag für Wetten u.Online Casinos

Am 23. Juli 2020 um 08:29 von Klauserich
Ich Frage mich was in den Köpfen jener Arbeitsgruppe vorgeht die die Regeln lockern will. Ist es nicht schlimm genug dass Spielsüchtige heute schon durch legale Lotterien Haus, Hof und Familie verzocken? Nur um noch ein paar Steuern mehr einzunehmen die Regeln lockern und damit die Spielsucht mit ihren negativen Folgen zu fördern ist einfach nur krank!
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Das sehe ich genauso. Und anstatt illegalen Anbietern eine
großzügige Übergangsregelung einzuräumen, sollten die Arbeitsgruppen der Staatskanzleien alles daran setzen Menschen vor dieser Sucht zu schützen !

Klauserich

Familien werden auch durch Arbeit zerstört. Schicht ist nicht gerade besonders familienfreundlich. Da geht der Staat auch nicht gegen vor.
Wie Drogen ist zocken Privatvergnügen. Solange man nur sich selbst gefährdet, geht das niemand was an. Auch den Staat nicht. Leider sehen viele das anders. Warum eigentlich?

Spielsucht ist zerstörerisch

"Suchtexperten schlagen Alarm" - wen interessiert's, wenn das Spielen Kohle einbringt? Und die Kosten dürfen sich alle teilen: Krankenkassen bzw. Beitragsszahler, Sozialhilfeeinrichtungen, Sucht- und Hafteinrichtungen, Therapiestunden für die Angehörigen .... Hat irgendjemand überhaupt eine Ahnung, wie schlimm es für Kinder, für EhepartnerInnen ist, wenn der Vater, der Sohn, die Mutter ... jeden Cent umsetzt in Glücksspiel? Und wenn derjenige sich immer wieder in Lügen verstrickt? Wie es ist, wenn man dem betreffenden Familienmitglied nicht mehr trauen kann? Selbst die Haushaltskasse und das Sparkonto der Kinder werden "beliehen", Klamotten und sogar Bücher und Laptops (Schuleigentum) verkauft - natürlich mit dem festen Willen, alles zurückzuzahlen, wenn man endlich den großen Gewinn einfährt ...
Ich kenne so einen Fall aus dem Bekanntenkreis: Immer nur Lügen, Lügen, Lügen ...
Spielsucht ist ebenso zerstörerisch wie Drogensucht - für die Angehörigen eine Qual

um 08:48 von Egleichhmalf

>>Letztlich ist jeder seines Glückes Schmied. Auch seines Unglücks.<<

Allerdings muss beim Unglück die Allgemeinheit haften.

08:48 von Egleichhmalf

"Letztlich ist jeder seines Glückes Schmied. Auch seines Unglücks."

,.,.,

Man sollte an Sprichwörter nicht gehorsam und blind wie an Gottes Wort - und auch da sollte man es nicht - glauben.

Besser, man denkt selber nach, statt sich Sprichwörtern zu unterwerfen.

Selbstverständlich ist niemand "seines Glückes Schmied, und auch seines Unglückes nicht.
Seit wann sind wir Herren über Leben und Tod, als Beispiel?

Und der Bürger, der der Spielsucht verfällt - ich kenne Schüler, die ihr schon verfallen sind - hat das auch nicht so ohne Weiteres in der Hand, ihr NICHT zu verfallen: wir kennen seine Geschichte nicht.

Hier ein Verbot auszusprechen, kann vor Schaden bewahren.

Bundesländer wollen Glücksspielregeln aufweichen

Noch vor einem Tag wurde die Nachricht gesendet, dass in Deutschland die Kinderarmut dramatisch zunimmt. Gleichzeitig bleibt die "laissez-faire-Haltung" gegen Spielcasinos bestehen und die Sucht wird systematisch gefördert. Eigentlich sind diese Einrichtungen die allerersten, die in den 16 Bundesländern komplett schließen sollten. Aus dem Volk sieht dieses Geld sowieso keiner. Schlecht wird dieses Geld auch verwendet.
Also so viel kann man doch gar nicht falsch machen!

rer Truman Welt

Das ist hier lediglich ein Scheingefecht. Weshalb wurde und wird heute denn eigentlich illegal betriebenes Glücksspiel und betriebene Wetten "geduldet"?
Das wird genauso geduldet wie die Steuerhinterziehung global agierender Internet Unternehmen. Sie entziehen sich dem Zugriff! Egal welchen Inhalts ein nexter Staatsvertrag auch ein sollte. Es wird sich gar nichts ändern - nichts!
By the way, so ist die Neo-Liberale-Marktwirtschaft.
Sie entzieht sich jeder Kontrollmöglichkeit und kann deswegen auch nicht reguliert werden. Der Markt ist die entscheidende Instanz - ist der neue Gott.
Bürger dieser Marktes sind keine Individuen mehr, sondern nur noch "Kompetenz Bündel", die sich selbst optimierend anbieten und verkaufen müssen. Existenzberechtigung hat der, der Einnahmen generiert. Der Rest hat auf Dauer nur eines: ein Problem! (Nach Prof. a. D. Rainer Mausfelder -
Vortrag im DAI Heidelberg, 2/2019).
Ich teile seine Sichtweise!

Immer wieder

Wieviele exPolitiker verdienen in der Glücksspielbranche ihre Zusatzbrötchen?
Wieviele Politiker sitzen dort in Vorständen oder beraten diese Branche?

um 09:15 von Bender Rodriguez

>>Familien werden auch durch Arbeit zerstört. Schicht ist nicht gerade besonders familienfreundlich. Da geht der Staat auch nicht gegen vor.
Wie Drogen ist zocken Privatvergnügen. Solange man nur sich selbst gefährdet, geht das niemand was an. Auch den Staat nicht. Leider sehen viele das anders. Warum eigentlich?<<

Wenn Drogenkonsum und Zocken Privatvergnügen sind und es den Staat nichts angeht frage ich, wer kommt für die Folgeschäden auf. Der Steuerzahler mit Alimentierung gescheiterter Glücksspieler und die Krankenkassen bei den Drogen Konsumenten.

Spielsucht

Es gewinnt immer die Bank, bzw. der, dem die Bank gehört. Das ist auch beim staatlich sanktionierten Lotto (hier kassiert der Staat den Gewinn und die Steuern) so, aber dort werden ja wenigstens noch bestimmte Projekte gefördert, zumindest formal. Sollen nun auch noch private Internetwetten, Frage: Wo fließt der Gewinn dann hin? - und dass die Steuern so hoch sein werden, dass sich das Unternehmen nicht lohnt, glaubt bestimmt keiner, zugelassen werden, dann kann man nur noch mit dem Kopf schütteln. Übrigens, die in SH unverständlicherweise bereits praktizierte Tatsache mit den Internetwetten, für die auch noch bundesweit (!!!) aggressive Reklame gemacht wird, hat für mich die Partei Die Grünen unwählbar gemacht. Paradox ist, dass sich - bzgl. der Internetwetten in SH wohl niemand so recht an bisherige bundesweite Entscheidungen halten musste.

Sportwetten

Zudem soll das Spielverhalten dieser Spieler genauer kontrolliert werden - wie diese Kontrolle konkret aber aussehen soll, bleibt offen. 
###
Und wer soll das alles kontrollieren ? Der Online-Wettanbieter ? Und wer kontrolliert den Anbieter ? Der sitzt doch warscheinlich im Ausland ! Und doch wohl auch nicht etwa die Behörden der Bundesländer ? Was dann dabei herauskommt hat man ja gesehen wie bei den Kontrollen der Länder für die Anträge der Corona-Soforthilfen. Fakt ist doch, Online-Wettanbieter kann man nicht so einfach kontrollieren. Hier wird die Sucht der Menschen ausgenutzt um Reibach zu machen. Und zwar von Wettanbieter und von den Ländern wenn diese Neuregelung durchgewunken wird...

Am 23. Juli 2020 um 08:04 von Hanno Kuhrt

Zitat: Da sieht man, welche Heuchler in den Landesparlamenten sitzen.

Ist Ihnen entgangen, dass die Landesparlamente (noch) nicht beteiligt waren oder wollen Sie die Gelegenheit für ein bisschen Politiker-Bashing nutzen (the same procedure) ?

Am 23. Juli 2020 um 09:30 von nie wieder spd

Zitat: Wieviele exPolitiker verdienen in der Glücksspielbranche ihre Zusatzbrötchen?
Wieviele Politiker sitzen dort in Vorständen oder beraten diese Branche?

Können Sie uns dafür irgendwelche Anhaltspunkte liefern oder wollen Sie einfach nur die Gelegenheit nutzen in Frageform ein bisschen Politiker-Bashing zu betreiben?

illegales Geld wird dort weiß gewaschen

Vergnügungssteuer, Umsatzsteuer, Gewerbesteuer - Glücksspiel ist für die Länder und Kommunen ein einträgliches Geschäft. Aber es ist vielleicht nur "linke Tasche - rechte Tasche", denn was man auf der einen Seite einnimmt, geht für die Kosten (für verwahrloste Familien, soziale Unterstützung, Suchthilfeeinrichtungen ....) wieder drauf - evtl. sogar mehr.
Andererseits ist das Glücksspiel international geworden - ich weiß nicht, wie man das staatlicherseits noch in den Griff kriegen könnte. Die Einnahmen für Online-Gewinnspiele gehen wahrscheinlich in die Herkunftsländer der Betreiber - also denkt man sich: Dann lieber hier.
Wenn ich sehe, was für verwahrloste Gestalten in Bahnhofsnähe die Spiel- und Wettbüros aufsuchen, dann frage ich mich, wo das Geld herkommt. Sicherlich wird auch Schwarzgeld aus illegalen (Drogen- , Prostitution u.a.)-Geschäften "gewaschen". Strohleute zocken, der Wettbürobetreiber versteuert die Kohle und kann somit legale Einnahmen verbuchen - alles wunderbar.

Sportwetten

Ich komme abends immer an einem Sportwetten Laden vorbei. Die dort verkehrenden jungen Männer haben zu 60 % einen Migrationshintergrund denen wird dort das wenige was Sie haben aus den Taschen gezogen.

Neuer Staatsvertrag für Wetten u.Online Casinos

Mein Kommentar bezieht sich nicht auf den Neuen Staatsvertrag..., sondern auf den Kommentar von freundlicher Friese 09:13 Uhr zum neuen Staatsvertrag, diesem Kommentar gilt meine völlige Zustimmung, nicht dem neuen Staatsvertrag, denn
es geht aber nicht nur um diese Sucht.
Wenn man sich die "Anstrengungen" ansieht, welche unternommen werden, um die überall lauernden Suchtpotenziale zu bekämpfen, könnte einem die Hutschnur hochgehen.
Beispiele:
-Zucker (KINDER-Schokolade, Nutella, Milchschnitte etc., etc.), besonders pervers, hier werden Kinder für Werbung von Suchtmitteln missbraucht und selbst "Sportler" prostituieren sich z. B. für Nutella
-Zigaretten/Tabak (in D ist immer noch Außenwerbung dafür erlaubt, das Krebsrisiko kennt wohl jeder)
-Alkohol (in D gibt es unzählige Alkoholkranke, die keine "harten" Alkoholitäten zu sich nehmen, sondern "nur" Bier trinken)

Glücksspielregeln aufweichen ?

Das sei Ferne!
Eben diese Regeln erinnern daran, dass Glücksspiel süchtig macht. Diese Regeln sind ein Mittelweg zwischen einem Verbot, wegen möglicher Gesundheitsgefährdung des Spielers und dem Recht eigenverantwortlich zu handeln. Es ist Pflicht des Staates in Deutschland auch die anfällig für eine Sucht sind zu schützen. Die Regeln setzen eine Hemmschwelle zu spielen.
Allein, dass mit dem Glücksspiel mehr Geld in die Kassen spülen könnte und die Krankheit Sucht damit fördert, das geht jedenfalls in Deutschland gar nicht!

06:55 von Bender Rodriguez

"Und was mischt sich der Staat überhaupt in Freizeitbeschäftigung ein?"

,.

Sich selbst zu zerstören und die Bedingungen dafür zu schaffen, dass man sich - und als 'Vorbild' dann auch andere - leicht zerstört, ist beileibe keine "Freizeitbeschäftigung".

Hamburg hat kürzlich verboten, dass man in der Sternschanze auf der Straße Alkohol zu sich nimmt, weil daraus regelmäßig Gewalt gegen Polizisten entsteht.

Wenn Bürger anfangen, mehr und mehr den Verstand zu verlieren, dann ist das schädlich für alle.
Genauso, wenn sie mondsüchtig in Spielhallen wandeln oder in den Nächten mit glasigen Augen mittels PC durchzocken und am Tag ihren Job oder ihren Schulalltag nicht mehr managen können.

--

"Ein Zockerei, der seinen Ruin nicht sieht, interessiert sich auch nicht für Gesetze."

,.

Das ist die bekannte Begründung:
keine Verbrechen verbieten, weil der Verbrecher sich ja eh nicht daran hält.

Natürlich werden viele durch Verbote abgeschreckt.
Und falls nicht, werden sie daran gehindert.

um 09:15 von Bender Rodriguez

"Wie Drogen ist zocken Privatvergnügen. Solange man nur sich selbst gefährdet, geht das niemand was an. Auch den Staat nicht. Leider sehen viele das anders. Warum eigentlich?"

Warum eigentlich? Warum es niemanden was angeht und niemandem schadet außer einem selbst? Kann nicht ihr Ernst sein. Aber Spiel und Ernst gehören ja auch nicht zusammen.

Nicht mal ein überzeugter Single würde glauben, daß es keine Folgen für Andere hat, wenn er sich mit was auch immer kaputt macht.

Die "Wettstudios" sind voll mit Zockern und Zynikern, denen ihre Familien egal sind. Aber umgekehrt ist das nicht automatisch der Fall.

Aber es gibt noch Ärgeres als diese "Waisenhäuser", mit denen Milliardäre der Wettmafia Lobby gehn in den Ländervertretungen. Online sind Glückssucher endlich wirklich a-line. Life is game. Oder?

Glücksspiel kann süchtig machen

Alkohol kann süchtig machen.

Sonstige Drogen wie Haschisch, Kokain, Crack, Meth usw. auch.

Arbeit kann süchtig machen usw usf.

Durch die Glücksspiel-Lockerung wird Herr Scholz, BM-Finanzen, Milliarden einnehmen, die ihm Steuergesetze, die es Reichen und Mächtigen ermöglicht, ihr Einkommen auf Null zu reduzieren, aber auch Corona verloren gehen/gegangen sind.

Was für ein Glück wird der (süchtige) Spieler nun sagen.

Was für ein Glück wird der Mensch sagen, der seine illegalen Millionen weiß waschen kann.

Was für ein Glückstag......

PS. Wann gibt es Lockerungen für alle Drogen oder Kinderarbeit; immerhin sind in den Bereichen noch Milliarden "vergraben", die gefördert werden sollten....

08:54, frosthorn

>>Spielsucht, das habe ich gelernt, ist eine Sucht wie Alkohol- oder Drogenabhängigkeit auch. Mit allem, was zu einer Sucht dazu gehört: Kontrollverlust, Entzugserscheinungen, Rückfallgefahr, Beschaffungskriminalität. Gefährdung und schließlich Zerstörung von Familie, Partnerschaften, sozialer Einbindung. Sozialer und beruflicher Abstieg, vollständiges Zerbrechen der gesamten Existenz, und dabei werden ganze Familien gleich mit in den Abgrund gerissen..
Daran Geld zu verdienen wie quasi ein Dealer, ist niederträchtig und verachtenswert. Die Betreiber sind gewissenlose Lumpen. Und das gilt natürlich erst recht für den Staat, wenn er sich an diesem Geschäft beteiligt.<<

Natürlich haben Sie, streng betrachtet, Recht. Aber Ihre Verdammnis gilt dann auch für jeden Weinbauern. Von den Obstbrennern gar nicht zu reden.

Versteuern

Der erste und einfachste Schritt, das Glücksspiel etwas einzudämmen, wäre es, die Gewinne kräftig zu versteuern. Wir sind das einzige Land der Welt, in dem Spielgewinne nicht unmittelbar versteuert werden. In anderen Ländern behält der Fiskus bis zu fünfzig Prozent des Gewinns als Steuern ein, die der Veranstalter abführen muss. Zockerparadies Deutschland!

@ 08:48 von Egleichhmalf

Bis auf wenige Ausnahmen stimme ich mit dem Schmied zu.
Es sollte allerdings für alle eine saubere Flamme gutes Metall und gutes Werkzeug vorhanden sein und vergessen wir die Lüftung nicht.
DANN erst ist es korrekt.

Am 23. Juli 2020 um 08:04 von Hanno Kuhrt

Sorry, ich bin zwar nicht falsa demonstratio, könnte mich aber auch angesprochen fühlen, was ich hiermit tue. Ich glaube nicht, dass hier Politiker-Bashing betrieben wird, siehe Entscheidung in SH und insbesondere dort zumindest für mich absolut unverständlich weil von einer Grünen-Regierung.
Und warum kein Bashing, kann ich Ihnen auch sagen:
Die Regierungen (Länder wie auch Bund) haben einen klaren Wählerauftrag (und daher eigentlich gar keinen Entscheidungsspielraum), der da heißt:
Schaden vom Volk abzuwenden, nicht mehr und nicht weniger.

@Ernst Gräber, 9:47

Sicher kann die ruinöse Zockerei Existenzen vernichten wie auch durch Alkohol, Drogen und was es noch alles gibt. Andererseits gibt es aber auch individuelle Freiheit. Es wird niemand gezwungen zu spielen, zu rauchen und Alkohol zu trinken oder Drogen zu konsumieren.

Ich würde Ihnen ja gerne raten, sich mit dem Begriff "Sucht" näher auseinanderzusetzen. "Es wird niemand gezwungen" ist nun gerade das Gegenteil der Realität. Bei einem Abhängigen bestimmt nicht der Verstand - und schon gar nicht die Vernunft - das Verhalten, sondern die Sucht. Sie wird nicht umsonst als Krankheit verstanden.

09:55 von morgentau19

"Glücksspiel kann süchtig machen
Alkohol kann süchtig machen.

Sonstige Drogen wie Haschisch, Kokain, Crack, Meth usw. auch.

Arbeit kann süchtig machen usw usf."

,.,.,

Demagogische Zusammenstellung.
Weil "Arbeit" was Positives ist, seien Glücksspiele genauso positiv?

Das können Sie versuchen, Kindern zu erklären:
'Kinder, Schularbeit macht süchtig.
Das ist weiter nicht schlimm.
Also habt keine Angst vor Spielsucht. Auch nicht vor Trinksucht.
Alles nicht weiter schlimm.'

@fathaland slim 9:56 re @frosthorn

Natürlich haben Sie, streng betrachtet, Recht. Aber Ihre Verdammnis gilt dann auch für jeden Weinbauern. Von den Obstbrennern gar nicht zu reden.

Wenn Sie mit so einem Argument kontern, lege ich noch eine Schippe drauf. Dann muss man auch die Waffenhersteller von jeder Schuld freisprechen: es tötet ja immer nur der Mensch am Abzug ...

Hesta15

Gegenfrage: Wer kommt für Menschen auf, die zu viel, zu wenig, gar keinen oder den falschen Sport betreiben?
Wer kommt für Adipositas und Magersucht auf?

Richtig, die Solidargemeinschsft. Warum man da Junkies und Zocker rausnehmen möchte, erklärt sich nicht selbst.

@hwnw

Nennen Sie mir mal ein Land, das Spielgewinne mit 50 % bei Spielgewinner versteuert.

Bundesländer wollen Glücksspielregeln aufweichen....

Da können sich ja die Glücksspielfirmen freuen.Allen voran Bvin und Tipico.Offenbar wirkt da Lobbyismus.
Vor allem in Hessen(CDU/Grün) und natürlich Sachsen.
Spielsucht spielt für Politiker offenbar keine Rolle.

Entschuldigung aber ich bin gegen die Aufweichung

Entschuldigung aber auch ich bin gegen eine Aufweichung. Niemand braucht online-Casinos. Damit verzocken die Menschen nur ihr Geld und machen Schulden die sie dann niemals mehr bezahlen können und rutschen dann in die Arbeitslosigkeit und damit eventuell auch in die Obdachlosigkeit ab.

Außerdem macht solches online-Casion-Zocken suechtig. Deswegen auch Nein zu dieser Amnestie:

https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr/gluecksspiel-109.html

Amnestie für Online-Casinos
Die nun vorgeschlagenen Übergangsregeln kommen einer Amnestie für viele unerlaubte Online-Casinos gleich. In dem Text heißt es, der "Vollzug gegen unerlaubte Glücksspielangebote wird [...] auf diejenigen Anbieter konzentriert, bei denen abzusehen ist, dass sie sich auch der voraussichtlichen zukünftigen Regulierung entziehen wollen".

09:59, Sachse56

>>Die Regierungen (Länder wie auch Bund) haben einen klaren Wählerauftrag (und daher eigentlich gar keinen Entscheidungsspielraum), der da heißt:
Schaden vom Volk abzuwenden, nicht mehr und nicht weniger.<<

So wie Sie und die allermeisten anderen Foristen hier im Thread diesen Auftrag deuten, führt das zum puritanischen Fundamentalismus und geradewegs in die Prohibition.

Gespielt würde dann wieder in Hinterzimmern, und Alkohol gäbe es in Speakeasies.

Komplett der staatlichen Kontrolle entzogen.

Dagegen würden auch keine spektakulären Razzien helfen.

Um einen falschen Eindruck zu vermeiden: auch ich sehe die Daddelei kritisch und unterschätze die Gefahren nicht. Ich bin persönlich mit einigen Süchtigen, auch Spielsüchtigen, bekannt. Wobei die meisten von denen auch mit anderen Süchten kämpfen.

Aber rigorose Verbote sind kontraproduktiv und widersprechen auch dem, was ich für freiheitlich halte.

Sauser

Wo ist den Arbeit per se positiv? Ich finde morgens Aufstehen extrem negativ. Dss mache ich nur, weil ich absolut keinen Grund für Stptze biete. Zu jung, zu gebildet zu gut ausgebildet, zu männlich, zu Westler, zu deutsch.

Was kommt als nächstes? Waldlaufverbot wegen Bönderrissgefahr? Kopfballverbot wegen Schädeltrauma? Zuckerverbot wegen Adipositas? Alkoholverbot, laktoseverbot, erdnussverbot?
Wo bleibt die Eigenverantwortung?

Bisher schon echt lustig

Wenn ich diese An-Fix Werbung des schleswig-holsteinischen, Scooter unterstützten, Casinos schon sehe....
Zahl 10 Spiel für 50 ist anfixen mit bling bling Werbung und Scooter hyper hyper... und dann der Hinweis in Schriftgröße 8 spielen kann süchtig machen...
Also wer sich minimal mit Menschen auskennt, erst recht speziell mit diesem Thema Spielsucht, der sieht damit schon, dass der Gesetzgeber sich null um die Spielsucht schert.
Da finde ich das jetzt nur konsequent.
Für den Inhalt und die Konsequenzen solcher Gesetzesänderungen ist es nur wichtig, ruhig und besonnen zu erklären. Der Inhalt ist irrelevant das wissen wir doch alle.

Warum wird das überhaupt aufgeweicht?

Ich finde es schon unerträglich, dass bei uns in der Region Südwesten, Nähe Frankreich in jedem Dorf ein oder mehrere Casinos eröffnet wurden.

Was soll das und wem bringt das etwas?

Auch ich sehe das hier so - solche Sachen fuer immer schließen

Auch ich sehe das hier so:

https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr/gluecksspiel-109.html

Drastische Defizite beim Spielerschutz
Der Fachbeirat Glücksspiel, ein Gremium, das die Bundesländer berät, kritisiert die vorgeschlagene Übergangslösung. "Wir fordern ganz klar, dass bisher illegal tätige Glücksspielanbieter nicht geduldet werden und nach einer Wohlverhaltensphase erst eine Lizenz erhalten können", sagt Konrad Landgraf, stellvertretender Beirats-Vorsitzender und Geschäftsführer der Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern. "Hier werden mit einem Schlag Firmen, die aus dem Ausland illegales Glücksspiel anbieten, legalisiert", so Landgraf weiter.

Und mich wuerde wirklich mal interessieren, wozu jeman Spielhallen, Spielbanken, online-Casions und sonstige Casinos braucht?? Das ist purer Unions-Lobbyismus. Das ist etwas, was restlos weg kann. Diese Spielhallen, Spielbanken, Casinos, online-Casions und Bordelle gehören fuer immer geschlossen.

Re : Klauserich !

Der gesamte Bereich "Glücksspiel" und Online- Casino gehört komplett verboten. Denn da verdienen nur sehr wenige viel Geld, und zurück bleiben viele zerstörte Existenzen. Auch wenn der Staat, bzw. einige BL etwas Steuereinnahmen haben, werden diese auch noch oft betrogen.
Anscheinend geht die Lobby dieser Betrüger ziemlich gezielt auf diese Arbeitsgruppe los, oder die Damen und Herren dieser Gruppe haben den Verstand verloren.
Es ist mehr als beschämend für die Politik, dass sie so ziemlich überall nie auf die Wissenschaftler und wirklichen Sachverständigen hören, jeglicher Industrie und Wirtschaft dermaßen hörig sind, und sich auf Kosten vieler Menschen selbst bereichert.
Nur leider liest keiner der Politiker solche Post`s, sonst würde er/sie mal ernsthaft über all den Mist nachdenken, den er /sie anrichtet.

@hwnw - 09:58

"Wir sind das einzige Land der Welt, in dem Spielgewinne nicht unmittelbar versteuert werden. In anderen Ländern behält der Fiskus bis zu fünfzig Prozent des Gewinns als Steuern ein, die der Veranstalter abführen muss."

Dafür werden bei uns im Gegenzug die Renten besteuert, um die Sucht nach Altersruhegeld und dessen Verschwendung von der Bundesregierung unter Kontrolle zu halten.

Vielleicht ist auch hier eine Öffnung denkbar, wenn künftig den Rentenbescheiden ein Lotto- oder Tippschein beigelegt wird, um wenigstens einigen den Weg aus der anwachsenden Altersarmut einen Hoffnungsschimmer an die Hand zu geben.

10:02, frosthorn @Ernst Gräber, 9:47

>>"Sicher kann die ruinöse Zockerei Existenzen vernichten wie auch durch Alkohol, Drogen und was es noch alles gibt. Andererseits gibt es aber auch individuelle Freiheit. Es wird niemand gezwungen zu spielen, zu rauchen und Alkohol zu trinken oder Drogen zu konsumieren."

Ich würde Ihnen ja gerne raten, sich mit dem Begriff "Sucht" näher auseinanderzusetzen. "Es wird niemand gezwungen" ist nun gerade das Gegenteil der Realität. Bei einem Abhängigen bestimmt nicht der Verstand - und schon gar nicht die Vernunft - das Verhalten, sondern die Sucht. Sie wird nicht umsonst als Krankheit verstanden.<<

Aber meinen Sie denn wirklich, daß Verbote bei der Bekämpfung dieser Krankheit sinnvoll sind?

Wenn ich im U-Bahnhof Kottbusser Tor oder Schönleinstraße bin, dann sehe ich die gloriosen Erfolge der Prohibitionspolitik. Es ist etwas naiv zu glauben, daß die Sucht verschwinden würde, wenn man die Suchtmittel verbietet. Ein Süchtiger findet immer einen Weg. Und man wird nicht süchtig, man ist es.

@ hesta15 (09:45): Sportwetten sind in Ordnung

hi hesta15

Also gegen sportwetten habe ich nichts. Die können bleiben.

Sportwetten
Ich komme abends immer an einem Sportwetten Laden vorbei. Die dort verkehrenden jungen Männer haben zu 60 % einen Migrationshintergrund denen wird dort das wenige was Sie haben aus den Taschen gezogen.

Aber: nicht nur Migranten machen Sportwetten, sondern Deutsche auch. Aber Casinos, online-Casinos, Spielbanken, Spielhallen und Bordelle können fuer immer geschlossen werden. Sowas braucht niemand. Das ist ueberfluessig wie ein Kropf und diese Sache machen nur unnötig suechtig und die Menschen verzocken ihr Geld. Daraus entwickelt sich eine Schuldenspirale aus der sie nicht mehr rauskommen und ihr Leben zerstören. Weg damit fuer immer.

10:17, Bernd Kevesligeti

>>Spielsucht spielt für Politiker offenbar keine Rolle.<<

Sie meinen, es gäbe keine spielsüchtigen oder co-spielsüchtigen Politiker?

Ich glaube, nein, ich weiß, daß Sie sich da gewaltig täuschen.

Ich lebe in GB und hier ist

Ich lebe in GB und hier ist ja Gluecksspiel in den meisten Formen erlaubt.
Es ist schon eine heikle Sache. Streng genommen ist die Lotterie ja auch Gluecksspiel, aber Studien zeigen dass quasi keine Suchtgefahr davon ausgeht, weil die Spielabstaende zu gross sind. Wesentlich gefaehrlicher ist das Online Casino, da es quasi 24/7 verfuegbar ist.

Und dann gibt es noch Sport und Eventwetten. Wenn jemand dort gut ist, dann kann er damit professionell reich werden. In dem Sinne ist es auch kein Gluecksspiel mehr, sondern Faehigkeiten gesteuert. Trotzdem koennen Abhaengigkeiten entstehen.
Der Uebergang zwischen Gluecksspiel und risikoreicher Investition ist fliessend. Ich glaube auch in Deutschland sind CDFs erlaubt, wo jeder quasi leveraged Wetten abschliessen kann.

Ich muss zugeben, dass ich selber mal ganz gerne Sportwetten mache. Ich denke, dass staatlich kontrolliertes Gluecksspiel wohl besser als unkontrolliertes Gluecksspiel ist.
Wenn die Steuern vernuenftig genutzt werden.

@ püppie (10:26): das hier wuesste ich auch gerne

hi püppie

Das hier wuesste ich auch gerne:

Warum wird das überhaupt aufgeweicht?

Warscheinlich purer Unionslobbyismus und Druck von den us-Republikanern.

Ich finde es schon unerträglich, dass bei uns in der Region Südwesten, Nähe Frankreich in jedem Dorf ein oder mehrere Casinos eröffnet wurden.

Auch bei uns in unserer Stadt gibt es zu viele solcher Spielhallen. Ich will sowas nicht in unseren Städten haben.

Dann zu dem hier:

Was soll das und wem bringt das etwas?

Nur den Casinos selbst bringt das was und ich finde es auch schlimm, wie unsere Städte mit Casions verschandelt werden.

Steuer

Interessante Kommentare. Es scheinen aber viele zu vergessen, dass Wettanbieter bereits Steuern zahlen! Einerseits Lohnabgaben für ihre Mitarbeiter in den Wettshops, andererseits 5% Steuer für jeden Wetteinsatz vom Kunden. Dazu kommen Shop-Mieten und andere Steuern. Nicht zu vergessen die Sponsorings im Sport. Für viele Vereine sind Sponsorings von Wettanbietern eine der wichtigsten Einnahmequellen.

Das Sucht-Thema darf natürlich nicht verharmlost werden, Bevormundung vom Staat soll aber ebenfalls nicht stattfinden. Erwachsene Menschen dürfen selbst entscheiden. Werden sie suchtkrank, gibt es die geeigneten Einrichtungen für sie wie für jeden anderen Kranken auch.

10:25, Bender Rodriguez

>>Wo ist den Arbeit per se positiv? Ich finde morgens Aufstehen extrem negativ. Dss mache ich nur, weil ich absolut keinen Grund für Stptze biete. Zu jung, zu gebildet zu gut ausgebildet, zu männlich, zu Westler, zu deutsch.<<

Sie Armer.

Mir werden die Augen feucht.

Ich liebe meine Arbeit und nichts fände ich langweiliger und lästiger, als von Stütze leben zu müssen. Aber die Geschmäcker der Publikümmer sind eben verschieden.

@ 10:25 von Bender Rodriguez

Das tut mir sehr leid, dass sie dem Sozialamt kein Grund für Stütze bieten.
Sie verpassen ein Leben in Saus und Braus. Den ganzen Tag schlafen und sage und schreibe 13,50 € für alles außer der Miete auf den Kopp hauen.
Sie verschenken sozusagen 13,50 am Tag, mein Beileid.
Sie könnten sich natürlich eine Krankheit bewusst anschaffen.
Ich will nur helfen

Glücksspiel und CO !

Seit etlichen Monaten läuft bei verschiedenen Fernsehsendern immer wieder diese Werbung für Glücksspiele und Online- Casinos. So weit ich weiß, ist dies nur in SH erlaubt.
Aber keiner hindert die Sender an der Werbung, spricht keine massive Strafe aus, und nun dieser Mist der Aufweichung der Regeln.
Da sieht man wieder mehr als deutlich, dass es unseren Volksvertretern nicht um die Menschen geht, sondern es werden ein paar wenige bevorzugt, weil diese mit ein paar Scheinen winken, und die Regierungen der BL glauben, sie bekommen viele Millionen an Steuern.
Dabei übersehen all die angeblich schlauen Politiker, dass sie von allen Betreibern der Online- Casinos, die eh meist im Ausland sitzen, auch nur übers Ohr gehauen werden.
Auch sehen sie nicht die Schicksale der zerstörten Familien und Existenzen der Süchtigen. All diese Abgehobenen sind eh nur am großen Mammon interessiert, und lange den eigenen Posten halten und die Pensionen sichern !!!!

@ 07:37 von joe70

"Suchtexperten" ist kein Kunstwort sondern die Bezeichnung für eine Gruppe engagierter Frauen und Männer, die bei verschiedensten Formen der Sucht von Substanz-geprägter Sucht bis zur Spielsucht/PC-Sucht kurativ wie präventiv wichtige Arbeit leisten.

um 10:12 von Bender Rodriguez

Gerade unter Junkies und Zocker gibt es eine hohe Beschaffungskriminalität um die Sucht befriedigen zu Können.

@ 09:15 von Bender Rodriguez

Warum das viele anders sehen als Sie?
Weil diese vielen informiert sind und Sucht als Krankheit verstehen, bei der Steuerungs- und Kontrollverlust verheerende Wirkung haben; und weil diesen vielen die Schicksale von Partner*innen und vor allem mitbetroffenen Kindern nicht egal sind.

10:11, frosthorn

>>@fathaland slim 9:56 re @frosthorn
"Natürlich haben Sie, streng betrachtet, Recht. Aber Ihre Verdammnis gilt dann auch für jeden Weinbauern. Von den Obstbrennern gar nicht zu reden."

Wenn Sie mit so einem Argument kontern, lege ich noch eine Schippe drauf. Dann muss man auch die Waffenhersteller von jeder Schuld freisprechen: es tötet ja immer nur der Mensch am Abzug ...<<

Ja.

Und irgendwann steht man dann vor der Alternative, entweder alles zu erlauben oder alles zu verbieten.

Ich plädiere allerdings für Augenmaß.

Ich möchte gern weiterhin Rotwein trinken, in die Spielbank gehen dürfen, wenn ich möchte (ist aber nicht mein Ding), und wenn irgendwelche Faschos Ärger machen, dann freue ich mich, wenn die Polizei bewaffnet ist.

08:54 von frosthorn

«Spielsucht, das habe ich gelernt, ist eine Sucht wie Alkohol- oder Drogenabhängigkeit auch … Das geht übrigens mit dem Lottospielen schon los.»

In Japan ist jede Art von Glückspiel um Geld verboten.
Kein Lotto, nicht Pferde- & Sportwetten.
Nicht mal privat um Geld pokern darf man … Theorie.

Aber es gibt "Pachinko".
Pachinko = jap. Flipper, die senkrecht an Wänden hängen.

In Pachinko-Hallen kauft man an der Kasse für (x) Yen eine best. Anzahl von Kugeln. Die wirft man einzeln in den Pachinko rein, flippert sie umher. Flippert man gut, gewinnt man Kugeln dazu. Wenn nicht, sind Kugeln irgendwann weg.

Hallen sind grauenhaft grell & laut.
Alkohol gibt's zu kaufen, 2008 durfte man auch noch rauchen.
Wird man taub & blind.

Kugeln = nicht gegen Geld rück zu tauschen. Muss man mit raus nehmen. Drumrum gibt's 1.001 Läden, wo man mit Kugeln bezahlt.
Tinnef, Elektrogeräte & Co.

"Halbseiden" auch Prostituierte "em Veedel".
Die sind um die Hallen drumrum.
Prostitution ist auch verboten …

@ fathaland slim (10:31): Ja diese Verbote sind sinnvoll

@ fathaland slim

Zu Ihrem Punkt:

Aber meinen Sie denn wirklich, daß Verbote bei der Bekämpfung dieser Krankheit sinnvoll sind?

Ja, diese Verbote sind sehr sinnvoll, um diese Menschen vor sich selbst zu schuetzen und diesen Unions-Lobbyismus ein fuer alle Male zu unterbinden.

Und das hier sehe ich anders:

Wenn ich im U-Bahnhof Kottbusser Tor oder Schönleinstraße bin, dann sehe ich die gloriosen Erfolge der Prohibitionspolitik. Es ist etwas naiv zu glauben, daß die Sucht verschwinden würde, wenn man die Suchtmittel verbietet.

Denn dann wuerden die Menschen nicht mehr sinnlos ihr Geld verzocken, wenn ueberall solche Casinos und Spielhallen rigoros geschlossen wuerden.

Damit zu dem hier:

Ein Süchtiger findet immer einen Weg. Und man wird nicht süchtig, man ist es.

Diese Suechtigen gehören in Therapie und eben diese ganzen Casinos, Spielhallen, Spielbanken, online-Casinos und Bordelle rigoros geschlossen fuer immer.

von fathaland slim 10:34

Sicher gibt es auch spielsüchtige Politiker.
Gemeint war etwas anderes:Das die Spielsucht in der Gesellschaft die Akteure offenbar nicht so interessiert.Wenn,nach dem Artikel dieser Bereich weiter liberalisiert werden soll.

Nach Jahrzehnten der Lockerung ist es völlig normal geworden, moralisch daher zu reden, jedoch entgegengesetzt zu handeln.
.
Es hat viele Jahre gedauert, das Glücksspiel einzuschränken, auch online. Nun, wo durch Corona Geld in der Kasse fehlt, besinnt man sich wieder auf das "schöne Geld", das durch Glücksspiel in die Kassen spült. Welch Ideenreichtum!

10:07 von Sausevind

>>Weil "Arbeit" was Positives ist, seien Glücksspiele genauso positiv?<<

Wenn sie das so sehen, so ist das ihre Sicht(Weise)!

Kann und werde ich ihnen niemals verübeln können.

Ich sehe Sucht (egal was) als nicht positiv!

Abhängigkeit ist für mich immer teuflich!

Solange wir Werbeträger für

Solange wir Werbeträger für Online-Wettanbieter wie Oliver Kahn für relevante Promis halten und gar in die Führungsriege eines solventen Ballsportvereins hieven, sind wir von einem Ernstnehmen der Spielsucht noch meilenweit entfernt.

@ Heiner Z. (10:38): niemand hat was gegen Sportwetten

@ Heiner Z.

Steuer
Interessante Kommentare. Es scheinen aber viele zu vergessen, dass Wettanbieter bereits Steuern zahlen! Einerseits Lohnabgaben für ihre Mitarbeiter in den Wettshops, andererseits 5% Steuer für jeden Wetteinsatz vom Kunden. Dazu kommen Shop-Mieten und andere Steuern. Nicht zu vergessen die Sponsorings im Sport. Für viele Vereine sind Sponsorings von Wettanbietern eine der wichtigsten Einnahmequellen.

Niemand hat was gegen Sportwetten, solange z.B. Fußballpartien dadurch nicht geschoben werden. Aber andere Sachen was keine Sportwetten sind, braucht niemand.

Und es geht auch nicht um Bevormundung:

Das Sucht-Thema darf natürlich nicht verharmlost werden, Bevormundung vom Staat soll aber ebenfalls nicht stattfinden.

sondern die muessen vor sich selbst geschuetzt werden. Und das geht nur mit hartem Durchgreifen.

Wer nicht wetten, zocken oder

Wer nicht wetten, zocken oder saufen mag, muss das ja nicht machen.
Die Werbung dafür kann man leicht verbieten. Da hab ich keine Einwände.
Aber diese VollkaskoVerbotsmentalität ärgert mich sehr.

Bitte nicht so vorschnell Lobbyismus vorwerfen

@ Bernd Kevesligeti:

Vor allem in Hessen(CDU/Grün) und natürlich Sachsen.

Das gibt es auch in anderen Bundesländern. Außerdem sind auch Politiker der Linkspartei betroffen.


Spielsucht spielt für Politiker offenbar keine Rolle.

Das glaube ich nicht. Ich kenne in unserer Gegend einen Kommunalpolitiker, der nach meinem Kenntnisstand spielsüchtig ist.

Versteuern von Spielgewinnen

In GB werden Spielgewinne nicht versteuert. Das hat auch einen Grund. Bei Sportwetten etc. sind die Gewinne ausserordentlich ungleichmaessig verteilt. Eine kleiner Anzahl professioneller Spieler gewinnt, die meisten anderen verlieren. Fuer den Fiskus waere es ein Netminus, da auch Verluste von Steuern abgesetzt werden koennten, die sich auf mehr Spieler verteilen. Die Anbieter selbst muessen aber Steuern zahlen.

08:29 von Klauserich

Ich Frage mich was in den Köpfen jener Arbeitsgruppe vorgeht die die Regeln lockern will.
-----------------------------------------------
Das kann ich ihnen sagen
Geld , Geld und nochmals Geld, da gibt es keine Moral da ist es egal, ob man links, grün schwarz oder rot ist, da spielt die Gesundheit und der gesellschaftliche Zusammenhalt keine Rolle.

@ Heiner Z. (10:38): richtig das die in Therapie gehören

@ Heiner Z.

Außerdem ist es absolut richtig, das solche in Therapie gehören:

Werden sie suchtkrank, gibt es die geeigneten Einrichtungen für sie wie für jeden anderen Kranken auch.

Aber wo gibt es geeignete Einrichtungen fuer Gluecksspiel-Suechtige?? Mir fällt da nichts ein. Und genau damit diese Menschen verstehen, dass sie krank sind, muessen die vor sich selbst geschuetzt werden und um zu verhindern dass die in Zukunft jemals wieder diese Gluecksspiel-Sucht bekommen.

Genau deswegen gibt es keine andere Wahl als Casinos, Spielhallen, Spielbanken, online-Casinos (die so ueberfluessig wie ein Kropf sind) und Bordelle fuer immer zu schließen.

@ Bender Rodriguez

Ihre einfach gestrickte Schwarz-Weiß-Sicht auf viele Dinge regt mich manchmal auf. Auch bei Glücksspiel ist eben nicht alles schwarz-weiß und der Staat ist nicht paschal der pöse Pube.

@ Bender Rodriguez

>>> ... Ich finde morgens Aufstehen extrem negativ.... <<<
.
Haben Sie es mal mit Nacht- oder Spätschicht versucht? Wäre vielleicht die Lösung. Und die Kollegen von der Schicht werden es Ihnen danken.
.
.
>>>... Waldlaufverbot ... Zuckerverbot ... <<<
.
Zuckerverbot bin ich dabei! Dann macht auch der Waldlauf wieder mehr Spaß.

Wie das Thema Spiel- und

Wie das Thema Spiel- und Onlinesucht hier von manchen verdreht wird und zum Bashingthema für Hartz-IV-Berechtigte oder Menschen mit Migrationshintergrund instrumentalisiert wird, ist kaum zu ertragen.

@ joe70 (07:37): Den Eindruck habe ich nicht

hi joe70

Bundesländer "wollen" das nicht,

Den Eindruck habe ich nicht. Offenbar wird da massives Lobbying und massiver Einfluss auf die Ministerpräsidenten getrieben von denen hier:

Die Online-Casinos wollen das.

und offenbar von Trump auch. Aber zu dem hier:

Und es wird kommen.

hoffentlich nicht! Da muss Widerstand geleistet werden. Und diese Suchtexperten:

Da können die "Suchtexperten", was für ein Kunstwort, warnen wie sie wollen.

muessen viel stärker dagegen kämpfen und diese Lobbyisten - darunter wohl auch Trump - viel schärfer bekämpfen und besiegen.

Genau wie die Corona-"Hilfen für die Privatwirtschaft und Aktionäre geschaffen wurden

stimmt, aber die Hilfen fuer Kneipen, Bars und Discos sind viel zu wenig, genauso wie fuer die Kulturschaffenden. Die Union lässt die Kneipen, Bars und Discos sterben aus politischer Motivation. Den Eindruck habe ich jedenfalls.

@ 10:34 von fathaland slim

Ich denke ihr Vorredner meint es interessiert die nicht und wer in den eigenen Reihen bei draufgeht nach hätte besser schmieden sollen an seinem Glück.
Werner ist zumindestens die Wohnsituation und die Versorgung durch solche Pension immer großzügig abgesichert.
Sie wissen doch immer so viel. Kennen Sie die Pensionsansprüche nach bereits vier Jahren MdB nicht?

Warum

wird Alkohl und Nikotin nicht verboten?
wegen der gigantischen Einnahmen des Staates-warum wird Heroin nicht legalisiert-weil die Gewinnmargen zu klein sind.
Jetzt weiß ich dann natürlich auch, warum das Glücksspiel online wieder bundesweit erlaubt werden soll-da kann man dann mit Haltung abkassieren, weil die Spielotheken mit einheimischen Besitzern hat man ja platt gemacht.

@ andererseits (07:00): dem hier kann ich nur absolut zustimmen

hi andererseits

Dem hier von Ihnen kann ich nur absolut zustimmen:

In manchen Bereichen zählen die Warnungen von Fachleuten leider zu wenig - interessant, dass es wie hier beim Glücksspiel vor allem Bereiche sind, in denen viel Geld für wenige zu verdienen ist - und das auf dem Rücken von Menschen, die häufig neben ihrer Gesundheit die Zukunft der Partnerschaft und der ganzen Familie buchstäblich aufs Spiel setzen.

genauso ist es und darunter leiden auch die Kinder. Fuer die fehlt dann in den Familien hinten und vorne das Geld. Auch das ist ein Grund warum das verhindert werden muss. Diese Casinos, online-Casinos, Spielhallen und Spielbanken sowie Bordelle gehören rigoros geschlossen fuer immer.

09:38 von falsa demonstratio

Ist Ihnen entgangen, dass die Landesparlamente (noch) nicht beteiligt waren oder wollen Sie die Gelegenheit für ein bisschen Politiker-Bashing nutzen (the same procedure) ?
-----------------------------------------------
Ist ihnen entgangen, dass das Landesparlament in Schleswig-Holstein bereits zugestimmt hat, und dort online Glücksspiel seit 2 Jahren legal ist? Oder wollten sie wieder mal nur die Gelegneheit Nutzen ungeliebte Kommentare zu bashen?

08:54 von frosthorn

Spielsucht, das habe ich gelernt, ist eine Sucht wie Alkohol- oder Drogenabhängigkeit auch. Mit allem, was zu einer Sucht dazu gehört: Kontrollverlust, Entzugserscheinungen, Rückfallgefahr, Beschaffungskriminalität. Gefährdung und schließlich Zerstörung von Familie, Partnerschaften, sozialer Einbindung.
--------------------------------------------
Hier bin ich voll und ganz ihrer Meinung. Danke für diesen Beitrag. Wir sollten eine online-Petition auflegen um diesen Irrsinn zu stoppen.

@ Demokratieschue... 10:48

>>Diese Suechtigen gehören in Therapie und eben diese ganzen Casinos, Spielhallen, Spielbanken, online-Casinos und Bordelle rigoros geschlossen fuer immer.<<

Ja, richtig. Aber Sie haben all die Bars, Kneipen und sonstigen Alkoholhöhlen vergessen, wo sich die Menschen hemmungslos dem Besäufnis hingegen um dann heim zu gehen und im Suff Ehepartner und Kinder zu schlagen. Und all diese Arten von Rockmusik. Die braucht auch kein Mensch. Und all diese Modeläden, die ja zum Glück bald ganz aus den Städten verschwinden. Da werden die Leute nur zur Mode- und Konsumsucht verleitet. Und überhaupt. Und sowieso. Am besten wäre es, man verbietet alles, außer das, was ich selber gerne mache.

@ fathaland slim

>>> ... und wenn irgendwelche Faschos Ärger machen, dann freue ich mich, wenn die Polizei bewaffnet ist. <<<
.
Ist das die berühmte Stuttgarter und Frankfurter Party- und Eventszene?
.
.
>>> ... Ich möchte gern weiterhin Rotwein trinken, ... <<<
.
Und auch Weißwein und Bier. Um bei ner Art whataboutism zu bleiben ;-)
Aber es stimmt schon. Wo fängt man an, wo hört man auf? Beim Winzer der eine jahrtausend alte Kultur pflegt, bishin zum Schwarzbrenner in der Garage.
Oder vom Luxus-Casino bis zur Stadtrand-Kaschemme, die vor allem in der ersten Monatshälfte gut besucht ist. Schwierig.

10:48, schabernack

Prohibition und Doppelmoral sind Geschwister, wenn nicht Zwillinge.

Wie Ihr Beispiel eindrucksvoll illustriert.

10:51 von morgentau19

"10:07 von Sausevind
>>Weil "Arbeit" was Positives ist, seien Glücksspiele genauso positiv?<<

Wenn sie das so sehen, so ist das ihre Sicht(Weise)!"

,.,.,

Sie sind ja schon wieder demagogisch unterwegs.
Bringt nichts, glauben Sie mir.

Sie wissen genau, dass nicht ICH das so sehe.

Tschüs.

10:58, andererseits

>>Wie das Thema Spiel- und Onlinesucht hier von manchen verdreht wird und zum Bashingthema für Hartz-IV-Berechtigte oder Menschen mit Migrationshintergrund instrumentalisiert wird, ist kaum zu ertragen.<<

Es war aber zu erwarten.

Meine Hornhaut ist dick, nach acht Jahren und zweiunddreißig Wochen hier im Forum.

So lange wie ich ist wohl kaum jemand hier.

Was ist eigentlich mit "karwandler" passiert? Ich vermisse ihn und seine galligen, aber meist treffenden Kommentare. Hoffentlich geht es ihm gut...

von russische Opposition 10:52

Das Politiker nicht spielsüchtig sein können,daß war nicht gemeint.Aber in dem Artikel steht,daß der Glücksspielsektor liberalisiert werden soll,daß so geplant ist.Da wird´s ja Beweggründe geben,von Seiten der Politik......

10:58 von andererseits

"Wie das Thema Spiel- und Onlinesucht hier von manchen verdreht wird und zum Bashingthema für Hartz-IV-Berechtigte oder Menschen mit Migrationshintergrund instrumentalisiert wird, ist kaum zu ertragen."

.-.-.

Aber diese schaden damit nur sich selbst.
Dass ihnen hier keiner glaubt, ist offensichtlich.
Und die, die ähnlich denken, haben das auch schon vorher getan.

“Bundesländer ...

... wollen Glücksspielregeln aufweichen“

Wem will man damit Gutes tun?
Die Sucht-Folgekosten bezahlt dann die Allgemeinheit. Als wenn's noch nicht genug (Sucht)Kranke gäbe in unserem Land. Raucher, Alkoholiker, Esssüchtige, Computersüchtige, dazu die ganzen Zivilisationskrankheiten.
Naja, wie immer - vermutlich haben die Lobbyisten einfach offene Ohren gefunden. Eine winwin-Situation, sozusagen.

@ 11:07 von Hanno Kuhrt

Hier bin ich voll und ganz ihrer Meinung. Danke für diesen Beitrag. Wir sollten eine online-Petition auflegen um diesen Irrsinn zu stoppen.

Machen Sie das bitte, unterschreibe ich sofort.
Einige von uns nicht Politikern müssen anfangen aktiv zu werden.
Diese Show von Wahlen ist eben nur eine solche und keine Wahl.

@ 10:55 von Demokratieschue

Es gibt eine Anzahl von Einrichtungen für spielsüchtige Menschen, auch ambulante Therapie-Angebote. Allerdings nach Meinung von Fachexpert*innen deutlich zu wenig.

P.S.: Dem in-einer-Reihe-gleichgestellten Anführen von Casinos, online-Casinos, Spielhallen und Spielbanken sowie Bordellen stimme ich so nicht zu.

Entsprechende Steuer-Regelung in Deutschland

@ Residue:
Versteuern von Spielgewinnen
In GB werden Spielgewinne nicht versteuert.

In Deutschland ist es ähnlich. Lottogewinne sind steuerfrei, aber auf die Spieleinsätze muss die Lottogesellschaft Steuern zahlen.

10:59, Peter G. @ 10:34 von fathaland slim

>>Sie wissen doch immer so viel. Kennen Sie die Pensionsansprüche nach bereits vier Jahren MdB nicht?<<

Doch.

Zehn Prozent der Abgeordnetenbezüge.

"https://www.bundestag.de/abgeordnete/mdb_diaeten/1335-260796"

Vorübergehende Schließung der Kommentarfunktion

Liebe User,

wegen der hohen Anzahl der Kommentare auf meta.tagesschau.de kann diese Meldung im Moment nicht kommentiert werden.
Wir bitten um Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation

@fathaland slim - 11:12

"Meine Hornhaut ist dick, nach acht Jahren und zweiunddreißig Wochen hier im Forum.
So lange wie ich ist wohl kaum jemand hier"

Habe mal in mein Konto geschaut, komme auf 9 Jahre und achtundzwanzig Wochen - muss nichts heißen, aber ein paar Dinos sind hier noch aktiv.

"Was ist eigentlich mit "karwandler" passiert? Ich vermisse ihn und seine galligen, aber meist treffenden Kommentare. Hoffentlich geht es ihm gut..."

Ist mir auch aufgefallen.
Was ich an ihm schätze ist, dass er zu seiner spitzen Feder auch messerscharf analysieren kann. Vielleicht hat er sich auch über zu viele rote Balken geärgert.
Ist mir selbst schon sauer aufgestoßen, wenn ich mein rot im Vergleich zu dem, was da freigegeben wurde verglichen habe.

Sollte es krankheitsbedingte Gründe geben, wünsche ich ihm an dieser Stelle gute Genesungswünsche.

11:07, Mischpoke West @ fathaland slim

>>@ fathaland slim
>>> ... und wenn irgendwelche Faschos Ärger machen, dann freue ich mich, wenn die Polizei bewaffnet ist. <<<
.
Ist das die berühmte Stuttgarter und Frankfurter Party- und Eventszene?<<

Nee.

Die ist, im Gegensatz zu Reichsbürgern, Hildmännern etc. eher selten bewaffnet. Weswegen die Polizei da auch nicht unbedingt mit Schusswaffen hantieren muss.

>>> ... Ich möchte gern weiterhin Rotwein trinken, ... <<<
.
Und auch Weißwein und Bier. Um bei ner Art whataboutism zu bleiben ;-)
Aber es stimmt schon. Wo fängt man an, wo hört man auf? Beim Winzer der eine jahrtausend alte Kultur pflegt, bishin zum Schwarzbrenner in der Garage.
Oder vom Luxus-Casino bis zur Stadtrand-Kaschemme, die vor allem in der ersten Monatshälfte gut besucht ist. Schwierig.<<

Genau das möchte ich sagen. Patentrezepte funktionieren in der Theorie. Aber auch nur, wenn man nicht weiterdenkt.

@ 11:12 von fathaland slim

Sie müssen jetzt ganz stark sein:
9 Jahre 4 Wochen...
... und einiges hier gelesen und erlebt...

Bundesländer wollen Glücksspielregeln aufweichen

Jeder Tag ohne Spielcasinos ist ein guter Tag für Deutschland! Und mit Glück hat es schon einmal überhaupt nichts zu tun.
Diese Einrichtungen sind genauso lästig wie Zahnschmerzen.

Am 23. Juli 2020 um 11:05 von Hanno Kuhrt

Ist Ihnen entgangen, dass die Landesparlamente (noch) nicht beteiligt waren oder wollen Sie die Gelegenheit für ein bisschen Politiker-Bashing nutzen (the same procedure) ?
-----------------------------------------------
Zitat: 09:38 von falsa demonstratio: Ist ihnen entgangen, dass das Landesparlament in Schleswig-Holstein bereits zugestimmt hat, und dort online Glücksspiel seit 2 Jahren legal ist?

Bitte entschuldigen Sie meine Fehlinterpretation Ihres Postings von 08:04 und schreiben Sie das meiner mangelnden Beherrschung der deutschen Sprache zu. Mir war entgangen, dass, wenn von "den Landesparlamenten" die Rede ist, nur ein einziges Landesparlament gemeint ist. Ein an und für sich unverzeihlicher Fehler meinerseits.

Zitat: er wollten sie wieder mal nur die Gelegneheit Nutzen ungeliebte Kommentare zu bashen?

Im übrigen bin ich gerne bereit eine Erklärung abzugeben, wenn sich Ihre Kommentare von mir ungeliebt fühlen :-X

Sucht ...

... lässt sich weder mit Verboten noch "hartem Durchgreifen" bekämpfen.

Erst der Rausch,
dann der Kater.

Nur wehe,
der Kater will noch mehr Rausch.
Dann ist es zu spät,
ohne Hilfe wieder heraus zu kommen.

Nun will man eine neue "Substanz" (potentielle) legalisieren.

Auf, dass die Suchtstationen der Psychiatrischen Kliniken noch voller werden.
Es gibt eh zu wenig Ärzte und Therapeuten.

Ansonsten
Casinos können sehr schick aussehen, verschandeln gar nichts.
Man kommt auch nur mit festlicher Abendrobe rein.
Und natürlich viel Geld.
Wie man wieder herauskommt?

Gruß
Leipzigerin59

Russische Opposition

Ich habe keine schwarzweis sicht. Ind du bist erst seit drei Tagen dabei. Wie willst du sowas dann feststellen?

Wie gesagt, Privatvergnügen geht den Stast nichts an. Auch wenn das Folgen hat. Nicht der Staat ist an den spielschulden Schuld, sondern der Spieler.

Soll jetzt alles, was missbraucht werden kann, verboten werden?

5000verkehrstote- Autoverbot
Zu viele Dicke-fleisch, Zucker, Kalorienverbot
Usw usw.
Das geht mir viel zu weit.
Selber aufpassen ist angesagt.

Bundesländer wollen Glücksspielregeln aufweichen

Na, super! Ist mal wieder typisch Deutschland. Man überlegt sich ständig immer wieder worauf wegen der Corana-Pandemie alles verzichtet werden muss, ob es Großveranstaltungen oder andere Zusammenkünfte jeder möglichen Art sind, aber die Spielcasinos sind sogar die Herren über die Corona-Pandemie. Wird dort eigentlich der Mindestabstand eingehalten. Das Geld, das in der Spielhölle bzw. natürlich Spielhalle abgeknöpft wird, wird jedenfalls nicht für die Menschen in der Armut in den 16 Bundesländern oder für die an Corona erkrankten Menschen verwendet.
Die Spielhallen sollten gesetzlich umgehend das Recht auf eigene Verfügbarkeit über das gewonnene Geld verlieren.

12:16, Wanderfalke

>>Sollte es krankheitsbedingte Gründe geben, wünsche ich ihm [karwandler] an dieser Stelle gute Genesungswünsche.<<

Ich möchte den Teufel nicht an die Wand malen, schließe mich den Genesungswünschen aber sozusagen prophylaktisch ausdrücklich an.

12:17 von fathaland slim

«Oder vom Luxus-Casino bis zur Stadtrand-Kaschemme, die vor allem in der ersten Monatshälfte gut besucht ist. Schwierig.»

«Genau das möchte ich sagen. Patentrezepte funktionieren in der Theorie.
Aber auch nur, wenn man nicht weiterdenkt.»

Äußerst bedenklich finde ich Geldspielautomaten in Kneipen.

Ich erinnere mich noch gut an die 3 Automaten, die in der Vereinskneipe des Vorort-Amateur-Fußballclubs in Köln hingen, in dem ich als Kind / Jugendlicher / Junger Erwachsener spielte (Fußball … nicht Automat).

Die waren so gut wie immer "belegt" von Männern, die viel Bier tranken, und stundenlang spielten. "Eher bedauernswerte Verlierer", denen Automat + Kneipe eine Art 2. Wohnzimmer waren.

Das fiel mir schon im Alter von ± 12 Jahren auf, wenn wir nach Spielen am Samstag Nachmittag mit der Mannschaft "im Vereinsraum" zusammenkamen. Es waren immer die gleichen Männer, die an den Automaten saßen.

Der Wirt machte Umsatz an Bier.
Der Automat verschluckte Geld.
Gewinne waren keine.

In diesen Zeiten, wo immer

In diesen Zeiten, wo immer mehr Armut und wirtschaftliche Probleme in den verschiedenen Schichten zum Thema werden und eben dann die Gefahr besteht, dass sich immer mehr Verzweifelte einen trügerischen Ausweg im Glücksspiel erhoffen werden, muss man sich schon wundern, wenn dieser Staat dann ausgerechnet die Schutzregeln vor Glücksspiel lockert. Ist das nur Ignoranz oder doch eine weiteres Beispiel für hemmungslosen Lobbyismus. Immerhin sponsern unsere Glücksspielgerätehersteller bestimmt so manchen Arbeitskreis im Bundestag mit, oder?

@fathaland slim re @frosthorn

Ich habe nachgeschaut: 8 Jahre, 45 Wochen. Auch ich gehöre zu den "Dinos".

Aber wichtiger: wie bin ich denn bei Ihnen in den Verdacht gekommen, ich hielte ein Glücksspielverbot für hilfreich im Kampf gegen Spielsucht? Oder ganz allgemein das Verbot von Suchtmitteln als taugliche Waffe zur Bekämpfung von Sucht? Das ist nun gar nicht meine Einstellung.
Ich habe auch nirgends geäußert, dass die Bundesländer oder der Bundesgesetzgeber Casinos verbieten sollten. Ich habe lediglich, und dabei bleibe ich, die Betreiber mit Dealern verglichen und "gewissenlose Lumpen" genannt.

Am 23. Juli 2020 um 10:48 @Demokratieschue...

Verbote sind nicht sinnvoll, eher destruktiv.

Suchterkrankungen haben nichts mit Unions- / US-Reps- oder sonstigem Lobbyismus zu tun.

Denn dann htäte es weder in der DDR noch in der früheren Sowjetunion noch ...
Alkoholkranke geben dürfen.

Und die Kranken haben sich auch nicht (nur) wegen des Systems besoffen.

Bitte hören Sie auf, zu empfehlen, wie man mit Suchtkranken umgehen soll.
Sie selbst sollten als Rechtsexpertin wissen, dass man diese Leute nicht einfach wegsperren kann.

Gruß
Leipzigerin59

andererseits 10:41

Helfen wirds trotzdem nichts, aber klingt engagiert.

Von Trump lernen ?

Wozu eine allgemeine Krankenversicherung ?Jeder soll leben wie er will:USA Freiheit - und dann soll auch jeder sterben wie er leben wollte.Wir haben eine andere Auffassung von Gesellschaft : soziale Gemeinschaft.Wir fangen auch die aus der Bahn Geworfenen auf ohne nach Verschulden zufragen. Daher muß eine soziale Gesellschaft Normen aufstellen, durch die überhaupt erst eine solche Gesellschaftl möglich wird.Die Einhaltung dieser Normen setzt Einsicht und Willen der Bürger voraus-für Idioten ist die Aufstellung von Normen sinnlos. Diesem Konstrukt zufolge wird es immer Übertretungen dieser Normen geben,aber das macht sie nicht überflüssig. Im Gegenteil.Aber Einsicht und Willen der Bürger sind keine Selbstläufer sondern fordern gesellschaftliche Erziehung -keine leichte Aufgabe. Die wird ad absurdum geführt,wenn eine Gesellschaft es ablehnt, normativ gegen menschliche Schwächen vorzugehen. Die Öffnung der Schleusen der Spielsucht , besonders im Internet, ist eine solche Absurdität.

12:18 von andererseits

@fathaland slim
«Sie müssen jetzt ganz stark sein:
9 Jahre 4 Wochen..»

"Die Alte Hasen Parade".

Bin ich "ganz stark" als Greenhorn-Hase mit 2 Jahren 50 Wochen.

@karwandler vermisse ich auch.
Evtl. genießt er eine ausgedehnte Sommer-Auszeit.
Ohne Laptop, ohne Beiträge hier bei ts.
"Hoffentlich kommt er wieder zurück".

@Hanno Kuhrt

"-warum wird Heroin nicht legalisiert-weil die Gewinnmargen zu klein sind"

Ein klassischer Hanno Kuhrt

Wer macht es ?

Glücksspiel ?
Kein 6 aus 49 , ...da sind die
Kosten überschaubar !
Andere machen es aus Sucht , ..
dabei warnt der Staat doch vor den Folgen des Glücksspiels , ..evtl. nur damit seine Hände ; ..also des Staates , immer ein moralisches Mäntelchen tragen können , ..aber natürlich auch gern abzocken !?

12:44 von Leipzigerin59

«Ansonsten
Casinos können sehr schick aussehen, verschandeln gar nichts.
Man kommt auch nur mit festlicher Abendrobe rein.
Und natürlich viel Geld.
Wie man wieder herauskommt?»

"Spielcasinos" sind in meinen Augen ein eher (sehr) geringes Problem bei der Thematik "Spielsucht".

"Besonders viel Geld" braucht man nicht, um mal in ein Casino "reinzuschnuppern". Mit meiner Freundin zusammen war ich 1999 für einen "Spieleabend" in der Spielbank in Baden-Baden. Wenn schon Casino … dann klotzen, nicht kleckern … und dahin gehen, wo die ganzen Millionäre sind.

Schicker Anzug & Co. hatte ich wegen meiner damaligen Berufstätigkeit sowieso. Frauen haben immer was Schickes zum Anziehen im Kleiderschrank. Ich hatte in Japan unfassbar gut verdient, sie zur gleichen Zeit "als Gastarbeiterin" auf Sizilien sehr gut.

500 DM war unser Budget für den Abend.
Ca. die Hälfte haben wir über viele Stunden "verdaddelt".
Aber Suchtpotential nach "mehr davon" entstand dadurch gar nicht.

Interessant war es.

Ohne Hornhaut ... @fathaland & u.a.

... Ihr Langjährigen wie Greenhorns lässt sich mancher Kommentar tatsächlich schwer ertragen.
Ihr seid dennoch fachkundig wie emphatisch geblieben.
Ich lese Ihre Beiträge sehr gern und fühle mich in meinen Ansichten oft bestätigt.

Ich hoffe auch, dass es
@karwandler gut geht.

Ob das Forum such eine Art Sucht ist? ;-)
Ich weiß sehr gut,
was eine Sucht ist.

Gruß
Leipzigerin59

12:57, frosthorn

>>Aber wichtiger: wie bin ich denn bei Ihnen in den Verdacht gekommen, ich hielte ein Glücksspielverbot für hilfreich im Kampf gegen Spielsucht? Oder ganz allgemein das Verbot von Suchtmitteln als taugliche Waffe zur Bekämpfung von Sucht? Das ist nun gar nicht meine Einstellung.
Ich habe auch nirgends geäußert, dass die Bundesländer oder der Bundesgesetzgeber Casinos verbieten sollten. Ich habe lediglich, und dabei bleibe ich, die Betreiber mit Dealern verglichen und "gewissenlose Lumpen" genannt.<<

Auch unter Menschen, die man mit dem Schlagwort "Dealer" bezeichnet, gibt es solche und solche.

Ich kenne einige Menschen, die mit illegalen Substanzen handeln. Das bringt mein Beruf mit sich. Die meisten davon verkaufen an einen festen Kundenkreis und sind sich ihrer Verantwortung bewusst. So wie jeder gute Wein- oder Schnapshändler auch.

@ Bender Rodriguez

Das hier "Wie gesagt, Privatvergnügen geht den Stast nichts an. Auch wenn das Folgen hat. Nicht der Staat ist an den spielschulden Schuld, sondern der Spieler."

Springt viel zu kurz bei Sucht. Natürlich muss der Staat viel regulieren weil es viel zu viele gibt, die die Konsequenzen nicht überschauen.
Ihre Freiheit ist nicht unendlich, sie geht nur bis zu der des Nächsten. Wenn Sie zocken, ist es ihr Problem. Wenn sie das Haushaltsgeld verzocken, das ihrer Familie. Wenn Sie kriminell werden weil sie süchtig sind, das von Ihnen, von Ihrer Familie, von dem Bestohlenen, etc.

Verstehen Sie?

Autofahren wird nicht verboten, aber die Geschwindigkeit als kritischer Faktor wird reglementiert. Niemals würde das über Selbstkontrolle klappen, nur weil es den Staat nix angeht. Da würden manche im Dorf auch 180 fahren.

Der Staat ist nicht etwas was sie bevormunden will, der Staat ist die Vertretung der Gemeinschaft zu der Sie gehören. Er muss abwägen. Schade, dass das nicht verstanden wird.

Die Spielsucht verschwindet

Die Spielsucht verschwindet nicht mit einer Therapie - ist ähnlich der Sucht auf Alkohol...

..jup ich weiss wovon ich schreibe - bin seit meinem 10(!!) Lebensjahr spielsüchtig.

Man kann und man muss - sofern man "überleben" will - lernen damit umzugehen und die Sucht auf einem Sektor "auszuleben" in der es weder einem selbst noch anderen schadet...
..darum bin ich so dankbar das es seit 30 Jahren Computerspiele gibt - denn genau dies hat mich von den Spielhallen und den "Automaten" fern gehalten.

Meine Therapeutin (habe ich wegen was komplett anderes - aber "Spielsucht" war natürlich auchmal Gesprächsthema) sieht mich da auf einem guten Pfad - eben weil ich gelernt habe mit den "Schüben" (gibt nicht nur "Quartals-Säufer"!!) umzugehen und sie kreativ ins Leere laufen zu lassen.
Aber es ist eben sehr viel Selbstreflexion nötig.

axo - Verbote bringen nix - man treibt die Menschen nur in die Illegalität...
..aber man muss der Casino-Mafia nicht noch das "Stadttor" freiwillig öffnen

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