Ihre Meinung zu: Debatte um Bundeswehr: Kaum Rückhalt für Högls Wehrpflicht-Idee

5. Juli 2020 - 11:27 Uhr

Zurück zur Wehrpflicht? Den Vorstoß der Wehrbeauftragten Högl findet zwar der Reservistenverband gut. Doch ansonsten erntet die SPD-Politikerin überwiegend Ablehnung. Auch ihre Parteichefs gehen auf Distanz.

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Kommentare

Eine überfällige Korrektur

Högls Vorschlag macht nicht nur Sinn, sondern ist überfällig. Die Abschaffung der Wehrpflicht war ein echter unverzeihlicher Fehler, da damit die Verankerung der Bundeswehr in der Bevölkerung aufgehoben wurde. Seitdem ist die Bundeswehr unverdientermaßen ein Fremdkörper.

Bravo, Frau Högl. Diesen Vorschlag hätte ich Ihnen nicht zugetraut.

Debatte um Bundeswehr:Kaum Rückhalt für Högls.....

Und kaum Rückhalt,das ist auch vernünftig so.
Erinnert das doch an das Rekruten-Elend von vor Jahrzehnten.
Es gibt aber eben Leute,die können sich die Welt nicht ohne Zwangsdienste vorstellen.
Und gegen rechts in der Truppe taugt das auch nicht:Gab es da nicht auch schon früher einen Heusinger und Speidel ? Gab es nicht eine Rudel-Affäre
1976 ? Von Kasernennamen mal ganz zu......

1. Versuch von Frau Högl

wer glaubt, die Bundeswehr sei durch Wehrpflichtige zu reformieren, zeigt ein naives Weltbild. Ich habe den Wehrdienst abgeleistet und weiß wie damals Wehrpflichtige behandelt wurden. Ich gesteht, 50 Jahre später kommen bei mir noch negative Gefühle auf, wenn ich einen BW-Uniformierten sehe.
Ein Vorteil des Wehrdienstes, man hätte wieder billige Zivis.

geschätzte 6 Mrd Kosten für ...

... gute 100.000,- € kostet jeder Wehrpflichtige pro Jahr an Sold, Unterkunft, Verpflegung, Ausrüstung ...

///
*
*
... und das nur, um rechtsradikale Tendenzen in der Bundeswehr zu „verdünnen“ mit „normalen“ Bürgern? ...
*
... wenn es darum geht, rechtsradikale Tendenzen zu bekämpfen - in der Bundeswehr, im Bundestag und überall - dann gehört das Geld in die Justiz investiert! ...
*
... hätte man das Geld immer schon in die Bildung investiert, hätten wir die Probleme vermutlich nicht!
*
... wer denkt sich sowas aus?

geschätzte 6 Mrd Kosten für ...

... gute 100.000,- € kostet jeder Wehrpflichtige pro Jahr an Sold, Unterkunft, Verpflegung, Ausrüstung ...

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... und das nur, um rechtsradikale Tendenzen in der Bundeswehr zu „verdünnen“ mit „normalen“ Bürgern? ...
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... wenn es darum geht, rechtsradikale Tendenzen zu bekämpfen - in der Bundeswehr, im Bundestag und überall - dann gehört das Geld in die Justiz investiert! ...
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... hätte man das Geld immer schon in die Bildung investiert, hätten wir die Probleme vermutlich nicht!
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... wer denkt sich sowas aus?

Da die Bedrohung unserer Sicherheit heute (hierzulande) nicht mehr von der Anwendung unmittelbarer roher Waffengewalt ausgeht, sondern viel subtilerer Art ist, wird ihr mit militärischen Mitteln logischerweise nicht beizukommen sein.

Nur mit Vernunft. Und da die noch nie eine Frage der ethnischen Zugehörigkeit oder der geographischen Herkunft war, sondern eine auf nicht nur geistiger, sondern auch in der Realität „wirksamer“ Freiheit beruhender bewusster Willensbildung jedes Einzelnen(!), dürfte klar sein, dass die wirkliche Bedrohung heute von denen ausgeht, die diese Freiheit zu unterdrücken versuchen - und insbesondere den freien Austausch zwischen allen bzw. die globale Zusammenarbeit. Das Ausmaß der Gefahren und die Chancen, die zu beherrschen also überall unmittelbar mit dem Ausmaß der tatsächlich „gegebenen“ Freiheit der Bürger, gemeinsam nicht nur nach geeigneten „Abwehrstrategien“ zu suchen, sondern auch nach gangbaren Wegen um diese erfolgreich global umzusetzen korrelieren.

Erstaunlich

jahrzehntelang herrschte über eine Wehrpflicht Konsens in unserem Land
wer anderer Aufassung war musste gar vor Gericht ziehen
jetzt plötzlich ist man der Buh Mann/Frau

wenn man die "Drecksarbeit" nicht selber machen will
dann muß man sich eben für diese ... Arbeit geeignete Leute suchen
und sich nicht beschweren wenn sie dann auch entsprechend sind

noch mal zum Verständnis für alle Konservativen....

Die Wehrpflicht wurde abgeschafft u.a. wegen des unmöglichen Auslandseinsatzes der Bundeswehr mit deren Wehrpflichtigen beim "Desert Storm", siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Golfkrieg
für Leute mit Erinnerungs- und Verständnislücken, die ja bei Politikern auch nicht selten sind.
Deutschland mußte seine Nichtbeteiligung an diesem Krieg mit etwa 40 Milliarden = 40 Tausend Millionen DM bezahlen.
Für so viel Geld hätte man auch die Soldaten einer Freiwilligen Armee tatsächlich anständig bezahlen können.

Zum Glück!

Immer neue Ideen , wie der Staat seine Bürger (in diesem Fall seine Jugend!) denn noch herumschubsen, drangsalieren und traumatisieren könnte, gehören auf den Müllhaufen der Geschichte.

das ging ja fix

nicht mal zwei Monate, nachdem die "irritierende" Nominierung der Wehrbeauftragten Högl (statt dem bewährten Hans-Peter Bartels) stattfand, kommt schon die erste Schnapsidee.

Eine weitere Politgröße, die in der Zukunft wohl mehr für Erheiterung und/oder Kopfschütteln sorgen wird, als für praktikable Lösungen.

Nur eine Teillösung

Selbstverständlich würde sich durch die allgemeine Wehrpflicht das gesamte Spektrum der Gesellschaft (rechts der Mitte) bei der Bundeswehr sammeln und die andere Hälfte wieder im Ersatzdienst.

Das gesamte Bevölkerungsabbild wird nur dann bei der Bundeswehr sein wenn es keinen Alternativdienst gibt UND geschlechtergerecht eingezogen wird.

Das ist illusorisch.

Die Wiedereinführung der allg. Wehrpflicht verwässert das Rechtsextremen Problem lediglich.
Und das Problem mit allen anderen Extremisten (links, öko, religiös etc) löst sie gar nicht.

@09:13 von skydiver-sr

"Kleiner Tip von einem Ex-Soldaten- setzten die den wehrhaften Staat von dem sie immer reden durch und machen sie eine Politik für das Volk(wo z.Bsp Soldaten und Polizisten nicht beleidigt werden dürfen)
Prüfen Sie auch mal einige unserer Volksvertreter auf ihre Eignung"

Man merkt dass die Versuche die BW von Rechtsextremisten zu säubern ein paar Jahre oder Jahrzehnte zu spät kommen.

@Gesellschaftskrise, Vorgängerthread

... dann könnte man auch die Antifa in Deutschland verbieten , was man aber nicht möchte , weil die gebraucht wird im Kampf gegen Rechts , insbesondere ,im Kampf gegen die AfD.
Warum hat man denn diese Truppe gebildet ?
Wer befehligt diese Truppe und was ist ihr Auftrag ?

Fragen über Fragen, die sich alle in Wohlgefallen auflösen, wenn es diese Gruppe überhaupt nicht gibt.
Was es gibt, ist eine große, sehr große Zahl von Menschen mit antifaschistischer Einstellung. Ich gehöre dazu. Mich hat niemand in irgendeine Gruppe eingegliedert. Niemand befehligt mich. Und mein Auftrag kommt aus meinen innersten Überzeugungen. Der "Kampf gegen Rechts" gehört dazu, das ist das einzige, was an Ihrem Kommentar zutrifft.

@09:20 von DenkenvormHandeln

"Die größte Oppositionspartei ist die AfD."

Falsch. Inzwischen ist die AfD im Kern eine faschistische und völkisch-nationale "Partei" mit noch ein bißchen ultrarechten Feigenblatt drumherum. Die Posse um den Nazi Kalbitz beweist das erneut.

"Und die anderen kleinen Oppositionsparteien sind doch längst gleichgeschaltet."

Das sind die Innenansichten ihrer Informationsblase.

"So wie Merkel Wahlen im Osten wiederholen lässt, weil ihr ein gewählter Ministerpräsident nicht genehm ist? [...] ...nur dass die undemoktatischen Kräfte diesmal von links kommen."

Man muß schon selbst extrem weit rechts stehen um so zu denken. Erschreckend.

10:47 von Gesellschaftskrise

An die Spitze eines Militärs gehört nicht eine Figur , welche davon keine Ahnung hat ,
sondern ein Militär , welcher auch was von seinem Beruf versteht.
.
»Der Krieg ist eine viel zu wichtige Sache, um ihn den Militärs zu überlassen«
sagten Clemenceau und ein Jahrhundert davor schon Talleyrand

Im 28. Dienstjahr

Es war ein RIESENFEHLER die Wehrpflicht auszusetzen. Leider wird es kein zurück mehr geben.
Ich persönlich befinde mich im 28. Dienstjahr, Enddienstgrad erreicht, und mit viel Glück, gehe ich in 7 Jahren in Pension.
Seit der Aussetzung der Wehrpflicht ist es leider nur noch Bergab gegangen, der alltägliche Dienst macht einfach noch Null Spass. Die Leute die "Freiwillig" kommen, will draussen niemand haben....durch die Wehrpflicht konnte man sich seinen Nachwuchs selbst heranziehen und die guten, die bleiben wollten meist auch behalten.
Meine Forderung:
Einführung eines Pflichtjahres (besser 18 Monate) Dienst an der Waffe, oder sonstiger Dienst für die Gesellschaft.
Direkt nach der Schule, ohne WENN und ABER, Mann sowie Frau .
Unterkunft, Verpflegung vom Staat, kleines Taschengeld, freie Nutzung ÖVPN.

Ja, die Sache würde Geld kosten....aber wie man in diesen Zeiten sieht....am Geld mangelt es nicht....!!

Also nicht schnacken und kaputt diskutieren, sondern MACHEN.

Warum eigentlich

Glaubt wirklich jemand das man das Problem mit Rechten über die Wehrpflicht bei der BW löst? Ich glaube eher das Gegenteil, gerade Leute mit rechtem Hintergrund und Gedankengut wird es zum Militär ziehen. Dank der Waffenausbildung und der Möglichkeit sich noch leichter Waffen, Munition und Sprengstoff zu besorgen werden die noch gefährlicher als sie jetzt schon sind.

Zu Auslandseinsätzen dürfen die eh nicht.

Wieder Mal erst reden und dann nachdenken. Die SPD macht Alles sich unter 10% zu bringen. Aus vielen Einzelfällen wird nämlich auch ein Gesamtbild. Negatives merkt sich der Mensch auch leichter und länger.

Am 05. Juli 2020 um 11:27 von Anderes1961

"Wann hat sich die CDU damals an den Nazis in der BW gestört , als die BW gegründet wurde
.
gute Frage !
weil leicht zu beantworten
woher nehmen ..... ?

Überflüssig Debatte

Das ist leider wieder so eine überflüssige Debatte wie so viele.
Zum einen ist das ja schon gar nicht mehr möglich, da die Bundeswehr heute andere Aufgaben zu bewältigen hat wo es nicht mehr möglich ist Wehrdienstleistende sinnvoll unterzubringen. Die Schulungen und die Verfügbarkeit danach stehen dazu in keinem Verhältnis.
Und es ist auch ganz klar das die Jungen heute überwiegend auch keine Lust mehr haben sich ihre Zeit mit so was zu blockieren.
Auch wenn ich der Meinung bin das es den meisten gut täte.

BW

Freiwilliger Wehrdienst in den sechziger Jahren . Eine schöne Zeit mit Führerschein für vier DM und noch heute gültig . Sollstärke
500000 Soldaten , außer Westberlin , im Land stationiert um die Grenzen im Angriffsfall zu verteidigen . Das war einmal eine Bundeswehr
für die heutige Zeit wohl unvorstellbar .
Persönlich wäre ich aber damit einverstanden .

11:35, Sisyphos3 geschlossener Thread

>>11:21 von fathaland slim
Ja, Antifaschisten wie ich werden gebraucht
.
wer kann dem - auf den 1. Blick widersprechen
andererseits müssen Antifaschisten besser als Faschisten sein
setzt der Begriff Antifaschist grundsätzlich eine demokratische Gesinnung voraus ?<<

Meine Gesinnung ist demokratisch.

Antifaschismus ohne demokratische Gesinnung ist nichts als eine hohle Phrase.

@ 09:43 von Giselbert

"Ist doch für den Wähler zu hoffen, dass er nicht so willfährig die links/grüne Politik besonders in Sachen Migranten mittragen würde."

Sie beweisen dass Rechtsextremismus und Fremdenhass nicht allein ein Problem der BW ist.

"Aber letztlich ist es egal, zur Regierungsbildung wird man eine (vielleicht sogar zwei) weitere Partei benötigen."

Ach, von daher weht der Wind. Die rechtsextreme AfD zerlegt sich aber gerade in ihre Einzelteile. 90 % faschistisch und völkisch-national, der Rest dient als ultrarechtes Feigenblatt.

Satz mit x

Die Rechtsausleger der AfD sind also die einzigen Befürworter dieser Idee. Das sagt eigentlich schon alles. Das hat man nun davon, wenn man aus rein strategischen Überlegungen einen kompetenten Behördenleiter mit einer Dilettantin ersetzt.

... ist doch super! ...

///
*
*
... da bekommen die jungen Männer und Frauen nach 18 verlorenen Lebensjahren endlich etwas beigebracht! ...
*
... all die wichtigen Dinge des Lebens! ...
*
... man kann mal 18 Monate das Denken bleiben lassen und sich von anderen einfach mal unreflektiert führen lassen ...
*
... gleichzeitig hilft man mit, den Prozentsatz der Reichsbürger und sonstigen Rechten in der Bundeswehr statistisch zu „verdünnen“ ...
*
... ein geniales Konzept!

Tja, müsste ich mich heute

Tja, müsste ich mich heute zwischen deutschlandjshr oder BW entscheiden, bliebe nur Antwort c: komplette Verweigerung. Weder will ich auf Nazis aufpassen, noch lasse ich mich zum billigsklaven machen, nur weil niemand bereit ist, für ordentliche Arbeit auch ordentlich zu bezahlen. Mit den zivilen werden lediglich alten und Krankenpfleger erpresst und kurz gehalten. Nutzen für den zivi oder bundi? Keiner.
Also ablehnen.

Bundeswehr !

In früheren Zeiten gab es mal die Wehrpflicht. Die wurde dann aber leider, warum auch immer, abgeschafft. Dabei hatte sie auch was Gutes, denn da wurden doch manche, die etwas "neben der Spur" liefen, ein gefangen und lernten etwas mehr Respekt und Achtung ! Wenn man so manchen jungen Menschen sieht und hört, wie das Benehmen anderer gegenüber ist, viele nur noch Partys bis zum Abwinken oder bis der Arzt kommt feiern.
Da würde ich mir für all die etwas mehr Zügel mehr Gemeinsinn wünschen.
Und es wären mehr Soldaten und Soldatinnen da, wenn irgend wo die Hütte brennt.
Natürlich müsste sich die Ausstattung deutlich verbessern, vielleicht durch neue Impulse von intelligenten Abiturienten.
Alles auf ein freiwilliges Heer zu setzen, ist auf Dauer in meinen Augen eine riskante Angelegenheit 1

Wir haben wichtigere Themen

Also es ist schon Lustig das jemand egal ob Mann oder Frau die selber nicht gedient haben die Einführung der Wehrpflicht fordern.

Welches Land in der EU außer Österreich hat den heute noch eine Wehrpflicht. Die CDU muss sich einfach von der Politik distanzieren was vor 50 Jahren gut war (sei es Wehrpflicht, Atomkraft, keine Doppelte Staatsbürgerschaft, Hauptschule beibehalten für gescheiterte) ist heute noch gut.

Sonst werden sie Abstürzen wie die SPD. Frau Bundeskanzlerin Merkel hatte richtige Reformen eingeleitet.

Und wer keine Lust hat zu dienen der wird sich sowieso für den Zivildienst entscheiden. Aber genau dass ist ja wohl der Punkt der gewünscht ist. Billige Kostenlose Arbeitskräfte 12 Monate für den Zivildienst. Um seine eigene schlechte Politik zu vertuschen.

Traurig.

Wie wär’s mit einer anderen Bezeichnung?

Z.B. mit Gemeinschaftspflicht?!? Und das für alle Jugendliche nach Abschluss der regulären Schulpflicht! Spätestens nach einem… Egal welchem… Berufsabschluss!!!

Kommentar auf Vorgängerbericht

Am 05. Juli 2020 um 11:06 von Klausewitz...
Auslandseinsätze sofort einstellen, Wehrpflicht wieder einführen. KSK auflösen.
###
Ja und nein ! Ja, weil diese Auslandseinsätze der Bw. zb.in Afghanistan oder Mali sind sowas von überflüssig und nutzlos. Ich glaubte noch nie das Deutschland am Hindukusch verteidigt werden muss. Also wäre es vernünftig in Zukunft auf Auslandseinsätze der Bw. zu verzichten. Eine KSK bräuchte man dann eh nicht mehr. Und auf die Aufsage ob es wieder eine Wehrpflicht in Deutschland geben sollte, von mir ein klares Nein ! Allerdings ist die Wehrpflicht 2011 auch nur Ausgesetzt worden, und es hängt ja von so vielen Fakten ab ob man nun einen Rückzieher von dieser Entscheidung machen kann.

Nicht drängeln bitte

Um dem nächsten US - Präsidenten zu gefallen wird der Rückhalt bald noch stärker werden.
Die Transatlantiker in fast allen Parteien werden’s schon besorgen.

Zum Militär und vor allem zu Eliteeinheiten gehen meist Menschen, die von gewaltsamen Lösungen von Konflikten fasziniert sind. Und das Militär ist eben eine Institution, die dafür da ist, diesen Staat im Notfall mit Waffengewalt zu Verteidigen, oder bei Auftragseinsätzen der UNO die Sicherheit der dortigen Zivilgesellschaft notfalls mit Waffengewalt herzustellen oder zu bewahren. Beim Militär bekommen sie auch die Waffen, die ihnen im privaten Leben versagt sind und die vor allem Rechte zur Bewahrung der eigenen Sicherheit als unabdingbar ansehen.

Dazu kommt noch, dass das Militär und vor allem Spezialeinsatzkräfte stark hierarchisch aufgebaut sind, da wird auch nichts ausdiskutiert. Da gilt das Führerprinzip mit einer stickten Hierarchie von Untergebenen und Vorgesetzen, und das ist ja alles ein Gesellschaftsmodel, was dem Geist der Rechtsnationalen und Rechtsextremisten sehr entspricht und für die ganz harten Burschen stahlt das KSK da eine besondere Anziehungskraft aus.

Högls Wehrpflicht-Idee

Frau Högl hat Recht. Ich bin zwar auch kein Fan der Wehrpflicht, aber das Risiko, dass die Bundeswehr immer rechtslastiger wird, ist sehr deutlich abzusehen. Um dem entgegenzuwirken, hilft dann doch nur eine Wehrpflicht.

pro Wehrpflicht

Ich stimme der Wehrbeauftragten voll zu. Rechte Tendenzen gab es bei der Bundeswehr früher schon. Viele Wehrpflichtigen brachten hier ihre menschlichere Sicht hinein. Zudem war es schon immer ein gutes Kontrollorgan gewesen, da die Wehrpflichtigen oft ein anderes Umfeld haben als Berufssoldaten.
Ein weiteres Argument für die Wehrpflichtm ist die Stützung des krank gesparten Gesundheitssystems durch Zivildienstleistende. Ich kenne die Zahlen nicht aber ich bin mir sicher, dass wesentlich weniger das freiwillige soziale Jahr machten als es zu Wehrpflichtzeiten Zivildienstleistende gab.

Dass die meisten Bundestagsabgeordnete das ablehnen, weckt bei mir den Verdacht, dass ein weniger hinterfragendes Militär durchaus von ihnen erwünscht ist.

Ich bin komplett ernüchtert,...

...dass der erste gute politische Vorschlag der SPD seit langem vom liberal-konservativen Spektrum der Parteienlandschaft niedergemacht statt unterstützt wird.

1) Die seinerzeit vor der Aussetzung der Wehrpflicht geäußerte Befürchtung hat sich bestätigt, dass ohne eine gesunde Durchmischung mit dem repräsentativen Schnitt der Bevölkerung, sich ungewollte Strukturen bilden würden. Damals war das mediale Schlagwort das von der "Armee in der Armee".

2) Der jungen Generation Smartphone und Social Media würde es guttun, mal ein Jahr lang sich in einen verantwortlichen Dienst zu stellen und im positiven Sinne eine Prägung fürs Leben mitzubekommen. Wenn ich mir tagtäglich ansehe, welch großer Anteil an unreifen Persönlichkeiten sich bei mir für den Berufsstart bewirbt, dann wird mir Angst und Bange, wo das hinführen soll.

Ob es am Ende jedoch zu einer Wehrpflicht oder einer allgemeinen Dienstpflicht führen sollte, müsste m.E. noch diskutiert werden. Auch jungen Frauen täte der Dienst gut.

Ob eine allgemeine

Ob eine allgemeine Wehrpflicht gegen rechtsextreme Tendenzen in der Bundeswehr helfen würde oder nicht, vermag ich nicht zu beurteilen. Aber aus einem ganz anderen Grund wäre ich sehr für die Wiedereinführung. Diese Zeit, egal ob als Soldat oder als Zivi ist für viele junge Menschen damals eine Zeit gewesen, in der sie eine ganze Menge für das Leben gelernt haben, nämlich: Verantwortung für sich, für Andere, für die Gesellschaft zu übernehmen. Und dieses Bewusstsein, dass nicht nur die Anderen für einen selbst da sein sollen, sondern, dass man selbst auch für die Anderen da sein kann, geht doch vielen jungen Leuten in den letzten Jahren immer mehr verloren.
Asoziales Verhalten entsteht da, wo man nie gelernt hat, sich auch sozial verhalten zu können. und genau das lernt man beim Bund oder als Zivildiesntleistende(r). Und dabei denke ich durchaus auch daran, dass auch Frauen eingezogen werden sollten. Sei es Wehrpflich oder ein allgemeines verpflichtendes Jahr für irgendwas.

Wehrpflicht

Ich bin ehemaliger Zeitsoldat und bin dafür die Wehrplicht wieder einzuführen. Aber in anderer Form als es vorher war. Die Gesellschaft und auch die jungen Menschen selbst würden davon sehr profitieren wenn man 1 Jahr im "Staatsdienst"verbringt. Junge Männer und Frauen sollten gleichermaßen entweder in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Hilfsorganisationen, Bundeswehr oder ähnlichen Organisationen ihren Dienst für die Gesellschaft leisten. Würde jedem gut tun wenn er auch etwas für den Staat macht, als immer nur andersrum.

@Sisyphos3

"
Am 05. Juli 2020 um 12:03 von Sisyphos3
Am 05. Juli 2020 um 11:27 von Anderes1961

"Wann hat sich die CDU damals an den Nazis in der BW gestört , als die BW gegründet wurde
.
gute Frage !
weil leicht zu beantworten
woher nehmen ..... ?"

Vorab eine Bitte, obwohl Sie mit Ihrer Frage nur ein Teilaspekt interessiert, wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie ausschnittsweise Zitate so zitieren würden, daß der Zusammenhang klar wird. Ich bemühe mich auch, dies zu tun. Die Frage war nämlich nicht von mir, sondern vom User Gesellschaftskrise, dem ich antwortete:

""Wann hat sich die CDU damals an den Nazis in der BW gestört , als die BW
gegründet wurde [...]? "

Meine Antwort: "Und zum Ausgleich dürfen dann heute Nazis in der BW bleiben?"

Die Frage woher nehmen, ist ja durchaus berechtigt, das verkenne ich ja nicht. War aber gar nicht mein Punkt.

weder wird sich durch die Wehrpflicht

die rechtsextreme Problematik in der Bundeswehr lösen lassen, noch brauchen junge Menschen ein Pflichtjahr, egal welcher Art, um zu "reifen" und Sozialverhalten zu lernen.
Die Rechtsextremen in der BW gab es auch in der Zeit der Wehrpflicht zu Hauf, und die saßen nicht etwa bei den unteren Dienstgraden, sondern weiter oben in der Befehlshierarchie, unter den Zeit- und Berufssoldaten. Und haben die Wehrpflichtigen, die sich für eine demokratische Grundeinstellung engagierten, "rundgemacht". Das wäre heute kein Deut anders. Niemand, der als Wehrpflichtiger durch diese Mühle geht, wird dadurch ein besseres Mitglied der Gesellschaft, denn er wird ja gerade von jenen "geführt", die man angeblich gerne umerziehen will.
Ich sehe den Nutzen eines Jahrs im Sozialdienst. Es ist aber eine gesellschaftliche Herausforderung, dass junge Menschen so erzogen werden, dass sie ein solches freiwillig ableisten, aus Überzeugung. Als Pflicht ist es kontraproduktiv.

Ein altes Problem

Nazis und andere Rechtsextreme haben in der Bundeswehr eine lange Tradition. Beispiele: Bundeswehrsoldaten pflegten Ende der 70er Anfang der 80er beste Kontakte zur Wehrsportgruppe Hoffmann, Stern-Titel von 1997 über Nazis in der Bundeswehr, usw.
Bemüht man mal die Archive, wird man eine Reihe von Beispielen finden. Die "Tradition" begann ja schon mit Gründung der Bundeswehr, als zahlreiche ehemalige Nazi-Generale als Führungsoffiziere übernommen wurden. Und das Ganze trotz Wehrpflicht.

Die Wehrpflicht würde also definitiv die Bundeswehr nicht vor Nazis und anderen Rechtsextremisten schützen. Die Wehrpflicht als "Schutzwall" durch "Bürger in Uniform" war schon damals ein Irrglaube und Märchen. Denn das Problem wären nicht die Wehrpflichtigen, sondern, diejenigen, die bleiben, Berufssoldaten werden zum Teil dann auch Führungsoffiziere und tragen rechtsextremes Gedankengut hin zu den Wehrpflichtigen. So schafft man neue Probleme.

12:05, Koblenz

>>BW
Freiwilliger Wehrdienst in den sechziger Jahren . Eine schöne Zeit mit Führerschein für vier DM und noch heute gültig . Sollstärke
500000 Soldaten , außer Westberlin , im Land stationiert um die Grenzen im Angriffsfall zu verteidigen . Das war einmal eine Bundeswehr
für die heutige Zeit wohl unvorstellbar .
Persönlich wäre ich aber damit einverstanden .<<

Sie besingen eine gute, alte Zeit, die es nie gab.

Auch in den 60ern war die Bundeswehr Teil des NATO-Bündnisses. Sie war also keine Nationalarmee, der ausschließlich die Verteidigung der deutschen Landesgrenzen oblag.

@Pandoras 12:18 - ernsthaft?

Zitat: „ Asoziales Verhalten entsteht da, wo man nie gelernt hat, sich auch sozial verhalten zu können. und genau das lernt man beim Bund oder als Zivildiesntleistende(r). Und dabei denke ich durchaus auch daran, dass auch Frauen eingezogen werden sollten. Sei es Wehrpflich oder ein allgemeines verpflichtendes Jahr für irgendwas.“
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*
*
... Ihre Ansätze in Ehren ...
*
... aber der Weg dahin führt nicht über die Bundeswehr oder den Zivildienst ...
*
... das romantisch verklärte Bild, was Sie hier zu illustrieren versuchen, hat mit der Realität in etwa so viel zu tun, wie, dass man nur Jungfrauen heiraten solle - damit die Ehe hält ...
*
... völlig realitätsfern! ...
*
... ich hab den Unfug 18 Monate life erlebt - nicht nur theoretisch! ...
*
... 18 rausgeschmissene Monate, kommandiert von Menschen, die ansonsten keinen Platz haben in der Gesellschaft ...
*
... was man dort lernen kann, ist Wäsche auf A4 falten, Saufen und zotige Sprüche!
*
... das wollen Sie ernsthaft zurück?

Dienstpflicht für Alle.

Die gefühlte Unverschämtheit war bei vielen Wehrdienstleistenden doch, dass es Einige "gleicher" waren.
Auffällig viele Politikersöhne waren "untauglich" gemustert (in Bayern z.B. Strauß, Goppel).
In einem Ausschuss des bayerischen Landtags fielen auch die "Härtefallregelungen" auf, die auffällig oft Politiker- und Prominentensöhnen zugestanden wurden.
Die andere Lücke: Frauen müssten dann auch zu einem Dienstjahr verpflichtet werden.

Was die "rechte" Gesinnung betrifft, war meine Erfahrung schon, dass wir Wehrdienstleistenden ein Gegengewicht zu einigen weit rechts stehenden Berufs- und Zeitsoldaten bildeten.

@ smsgt

Es stimmt leider. Durch den Wegfall der Wehrpflicht, die ich aber nicht als solche bezeichnen möchte, weil man immer auch unter Vorlage entsprechender Gründe den Dienst verweigern und einen Ersatzdienst im sozialen Bereich aufnehmen konnte, also von "Zwang" gar keine Rede sein kann, ist es mit der Bundeswehr personalbezogen leider eher schlechter denn besser geworden.

Ich überlege gerade, dass es den 500 randalierenden Jugendlichen z.B. in Stuttgart vorvergangener Woche nicht schlecht täte, einmal richtig an die Kandarre genommen zu werden. Die brauchen sowas, um ihre überschüssige adoleszenze Energie in den Griff zu bekommen.

13:11 von Klaus Pietrucha

Sehe ich auch so. Vor allem der letzte Satz. Mal Gefühl dafür zu bekommen wieviel Arbeit drin steckt erhöht vielleicht auch die Zufriedenheit.

Die Volksmoral täte ein

Die Volksmoral täte ein allgemeiner Wehrdienst gut. Es ist aber schon klar, dass eine Wehrpflichtarmee von unseren Politikern nicht mehr gewünscht wird, weil sie damit nicht länger auf die abenteuerlichen und oft in vorauseilendem Pflichterfüllen unserem großen Bruder gegenüber, Militäreinsätze sich mit unserer Bundeswehr einlassen könnte. Schließlich kämen so immer wieder allgemdienstverpflichtete Soldaten als Leichen zurück und das ergäbe in Kürze hier einen großen Aufstand. Damit wäre es aus mit diesen fahrlässigen Bundeswehreinsätzen in allen Ecken der Welt, wo wir eh nichts zu suchen haben und wo wir bei den dortigen meistens terroristisch organisierten Gegnern eh nur auf uns, also Volk und Land erst zur Einwanderung und später eventuell zu Anschlägen aufmerksam machen. Wenn man die Entsendungen ehrlich bewerten würde, müßte man eh zu dem Schluss kommen, dass eine Befriedung in diesen Krisen-Gebieten noch keinem gelungen ist, wenn das überhaupt jemals das wahre Ziel war.

Die Ablehnung

kann ich gut verstehen, aber Sie hat recht mit der Forderung.
Keine Partei will es sich mit der Jugend verderben, die hat nämlich ganz wenig Lust 18 Monate oder 2 Jahre Dienst an der Waffe zu leisten, und Befehlen zu gehorchen.
Die haben völlig andere Interessen, uns hat damals niemand gefragt, ob wir wollen.
Geschadet hat es uns nicht, bis auf den Verlust bei der Rente.

Eins ist aber auch Fakt, gegen Tendenzen um die es geht, hilft es nicht, Dienst an der Waffe oder Auslandseinsätze, sind nicht Grün und auch kein Zuckerschlecken.

Es ist also das falsche Thema um Wahlen zu gewinnen, auch wenn es dringend nötig wäre, für einige zu lernen, was Disziplin bedeutet.

@12:10 von Traumfahrer

Sie zur Wehrpflicht:
"denn da wurden doch manche, die etwas "neben der Spur" liefen, ein gefangen und lernten etwas mehr Respekt und Achtung ! Wenn man so manchen jungen Menschen sieht und hört, wie das Benehmen anderer gegenüber ist, viele nur noch Partys bis zum Abwinken oder bis der Arzt kommt feiern.
Da würde ich mir für all die etwas mehr Zügel mehr Gemeinsinn wünschen."

So nach dem Motto, jetzt ist auch mal Schluss mit Individualismus und Freiheit. Wir brauchen autoritäre Erziehungslager? Dieser Zweck war noch nie Legitimation sondern höchstens ein Nebeneffekt.

12:17, Zampanor

>>Dass die meisten Bundestagsabgeordnete das ablehnen, weckt bei mir den Verdacht, dass ein weniger hinterfragendes Militär durchaus von ihnen erwünscht ist.<<

Hinterfragendes Militär ist ein Widerspruch in sich.

Beim Militär gibt es zwei eherne Prinzipien. Eins heißt Befehl, das andere Gehorsam.

12:18 von Pandoras

Zitat:"Diese Zeit, egal ob als Soldat oder als Zivi ist für viele junge Menschen damals eine Zeit gewesen, in der sie eine ganze Menge für das Leben gelernt haben, nämlich: Verantwortung für sich, für Andere, für die Gesellschaft zu übernehmen. "

Das sehe ich ähnlich. Meine Zeit als Zivi (18 Monate Hilfspfleger in einem Krankenhaus) war für mich bereichernder als die 13 Schuljahre zuvor, was Umgang mit Menschen, Verantwortung und auch Befriedigung über gelöste Aufgaben angeht. Ob man dafür unbedingt Soldat werden muss, bezweifle ich, aber ein verpflichtender Dienst an der Gemeinschaft wäre m.E. für junge Menschen heute durchaus sinnvoll. Das kann auch die Feuerwehr oder das THW oder der Rettungsdienst oder Umweltschutz sein...

@Klaus Pietrucha

"
Am 05. Juli 2020 um 13:11 von Klaus Pietrucha
Wehrpflicht

Ich bin ehemaliger Zeitsoldat und bin dafür die Wehrplicht wieder einzuführen. Aber in anderer Form als es vorher war. Die Gesellschaft und auch die jungen Menschen selbst würden davon sehr profitieren wenn man 1 Jahr im "Staatsdienst"verbringt. Junge Männer und Frauen sollten gleichermaßen entweder in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Hilfsorganisationen, Bundeswehr oder ähnlichen Organisationen ihren Dienst für die Gesellschaft leisten. Würde jedem gut tun wenn er auch etwas für den Staat macht, als immer nur andersrum."

Das kann man durchaus so sehen. Ich selbst bin da unentschlossen, ob eine allgemeine Dienstpflicht sinnvoll wäre oder nicht.

Aber gegen Nazis und andere Rechtsextreme hilft eine Wehrpflicht ganz sicher nicht. Das ist völliger Humbug, wie man mit einem Blick in die Zeitungsarchive sehr leicht feststellen kann. Das Problem gab es schon immer, auch so massiv wie heute. Nur hat es keinen interessiert.

Enttäuscht von der Linken in dieser Debatte

Wenn man sich die Frage stellt wer freiwillig zur Bundeswehr geht, dann sind das Leute die keinen besseren Job finden(z.B. ein Koch verdient ein Vielfaches beim Bund als in der Gastronomie einer Kleinstadt)
Die zweite Kategorie sind Leute die meinen dieses Land sehr zu lieben, entweder wirklich oder eine imaginäre Form davon und dann noch die ganzen Radikalinskies aus allen Ecken die Waffenkenntnisse für sinistere Zwecke erwerben wollen.

Die einzige effektive Maßnahme diese Mishpoke aufzulockern und um einen Staat im Staate zu verhindern, ist durch ständigen Publikumsverkehr von normalen Leuten, also alle die da nicht hin wollen und keine Lust auf Krieg, Ballern und Töten haben.

Daher ist die Wiedereinführung der Wehrpflicht und Reintegration in die Gesellschaft auch eine antifaschistische Maßnahme. Ein Militär sollte von der Zivilgesellschaft aus gedacht und aufgestellt werden. Wenn alle hinmüssen werden auch Einsätze wieder hinterfragt. Das wäre linke Politik in meinen Augen.

Nachtigall, ick hör dir trapsen

Außer mehr Kanonenfutter kann man mit dieser Wiedereinführung natürlich auch den Zivildienst reaktivieren, um billige Pflegekräfte dazu zu nutzen, die Gehälter in der Pflegeindustrie weiterhin gering zu halten.
Und für solche Ideen ist die SPD natürlich immer zu haben.
Der Rest sowieso.

13:11 von Klaus Pietrucha

Zitat:"Die Gesellschaft und auch die jungen Menschen selbst würden davon sehr profitieren wenn man 1 Jahr im "Staatsdienst"verbringt. Junge Männer und Frauen sollten gleichermaßen entweder in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Hilfsorganisationen, Bundeswehr oder ähnlichen Organisationen ihren Dienst für die Gesellschaft leisten. Würde jedem gut tun wenn er auch etwas für den Staat macht, als immer nur andersrum."

Das kann ich nur unterschreiben! Danke für den Kommentar!

Hut ab Frau Högl.

Die Abschaffung der Wehrpflicht oder des "Ersatzdienstes" war ein großer Fehler.
Man wollte mal wieder Kosten sparen und am Ende fehlten die ZIVIS. Ich habe damals noch W15 gehabt und ich kann sagen, dieses hat niemandem geschadet. Man wusste was Rechte sind und man wusste was Pflichten sind. Das letztere ist in unserer Gesellschaft immer mehr verkümmert.
Man hat 15 Monate seinem Land gedient und das fand ich okay.
Ich denke einmal, dass diverse Probleme gelöst werden würden, wenn es wieder so sein sollte wie damals.
Aber bitte nicht W6, denn das bringt gar nichts.
Was aber nachgebessert werden müsste ist das für diesen Zeitraum ein angemessener Beitrag zur Rentenversicherung gezahlt wird.

Ein freiwilliges Jahr würde

Ein freiwilliges Jahr würde ich sehr begrüßen allerdings lehne ich jeglichen Zwang in Form von Pflicht ab. Immerhin bleibt zu überlegen wer tut mehr für wen, der Staat für den Bürger oder der Bürger für den Staat.
Wenn ich an die gewaltige Steuerlast und die immens gestiegenen Abgaben denke ist für mich die Antwort klar. Auch Zwangsabgaben für z.B. die IHK finde ich bedenkenswert.

12:18, Pandoras

>>Ob eine allgemeine Wehrpflicht gegen rechtsextreme Tendenzen in der Bundeswehr helfen würde oder nicht, vermag ich nicht zu beurteilen. Aber aus einem ganz anderen Grund wäre ich sehr für die Wiedereinführung. Diese Zeit, egal ob als Soldat oder als Zivi ist für viele junge Menschen damals eine Zeit gewesen, in der sie eine ganze Menge für das Leben gelernt haben, nämlich: Verantwortung für sich, für Andere, für die Gesellschaft zu übernehmen. Und dieses Bewusstsein, dass nicht nur die Anderen für einen selbst da sein sollen, sondern, dass man selbst auch für die Anderen da sein kann, geht doch vielen jungen Leuten in den letzten Jahren immer mehr verloren.
Asoziales Verhalten entsteht da, wo man nie gelernt hat, sich auch sozial verhalten zu können. und genau das lernt man beim Bund oder als Zivildiesntleistende(r).<<

Das Militär als Schule der Nation.

Noch so eine uralte Erzählung.

Aber eigentlich ist ne Armee doch für ganz was anderes da.

... Subvention für Rüstungsindustrie?

///
*
*
... dass die Bundeswehr weder sozialpolitisch, bildungspolitisch noch verteidigungspolitisch einen Mehrwert bietet, haben ja nun schon genügend kompetente Mitkommentatoren dargelegt ...
*
... möglicherweise geht es um etwas ganz anderes: Subventionen für die hungerleidende deutsche Rüstungsindustrie, die mal endlich wieder einen Großauftrag benötigt?
*
... Nachtigall ick hör dir trappsen!

>>> über ein verpflichtendes Jahr Sozialdienst können wir reden! ... z.B. Betreuung von Opfern rechtsextremer Gewalt!

Ich war dabei ...

und das vier Jahre.
Damals war der Osten noch unser Feindbild und die Ostdeutschen unsere potentielle Feinde.
Wir hätten aufeinander geschossen...
Und Heute?
Leben wir zusammen und das ist gut so.
Da sieht man mal wieder wie schnell sich die Meinungen ändern.

Das ganze Bundeswehrgedöns ist doch nicht mehr zeitgemäß,...jede Woche kommt eine Nazidokumentation im Fernsehen in der uns klar gemacht wird, dass der Krieg grausam ist bzw. war und das Militarismus schlecht ist.
Und jetzt will man wieder eine Wehrpflicht einführen ohne einen potentiellen Feind...
Nur wegen ein paar Rechtsradikale die es immer geben wird.

Das passt doch nicht, und ich denke auch das unsere Jugend sich nicht nochmals von Politikern verheizen lässt.

Kaum Rückhalt für Högls ß

Von mir auch nicht. !5 Monate verlorene zeit haben mir das sehr deutlich gemacht.

Wir brauchen keine BW mehr in Europa. Hier haben wir alles friedliche Nachbarn.

Das eingesparte Geld sollte dem stuerzahler zurückgegebn werden. Dann kann jeder selber Entscheiden was er für mehr Sicherheit ausgeben möchte.

Debatte um Wehrpflicht

Als Ergänzung dazu soll nach Kramp-Karrenbauers Vorstellungen ab 2021 bei der Bundeswehr der neue Dienst namens "Dein Jahr für Deutschland" eingeführt werden.
###
Ich denke, ein großer Teil der Kommentatoren hat in der Vergangenheit schon selbst seine Erfahrungen aus einen "Jahr für Deutschland " gesammelt. Ich selber wurde 1975 zum Heer eingezogen. Ob es den einzelnen etwas gebracht hat muß jeder selbst entscheiden. Man konnte zwar den Dienst verweigern oder Zivildienst leisten aber es war eben diese Pflicht sich für das eine oder andere zu entscheiden. Damals war aber auch eine andere politische Zeit, und diese Zeiten sind zum Glück ein für allemal vorbei. Ist das in der Politik noch nicht angekommen ? Nun überhaupt wieder über "Wehrpflicht" oder ein "Jahr für Deutschland " zu debatieren ist mehr als Überflüssig. Wir leisten uns eine Berufsarmee und dabei sollte es auch bleiben. Ein freiwilliges Soziales Jahr halte ich aber durchaus für Sinnvoll sofern es freiwillig bleibt...

anständig ?

von Rainer_Bayern @
ist meiner persönliche Meinung nach sich an das Grundgesetzt zu halten das Kampfeinsätze verbietet und Kriege zu vermeiden.

Es war schon sehr schlimm das Schröder und Fischer mit den Bomben und Auslandseinsätzen diese rote Linie deutlich überschritten haben.

1 Jahr Staatsdienst für alle

Die alte Wehrpflicht zurückzuholen wäre schlecht, aber ein Jahr Staatsdienst für jeden wäre angebracht.
Junge Menschen können so langsam in das Erwachsenenlebeneintreten, sich orientieren, können ein Jahr mit Behinderten, Kranken arbeiten, im Naturschutz oder im kulturellen Bereich, meinetwegen auch beim Bund, wer es will.
Die, die noch Zivis waren, wissen, dass dieses Jahr bei den meisten klasse war und die Zivis werden an allen Ecken und Enden gebraucht.

Versteh nicht, wie man sich dagegen wehren kann?

Ja, es ist eine Pflicht, wer krank ist, wird "ausgemustert", wie sonst auch oder sucht sich einen Bereich, wo er arbeiten kann, aber Pflichten gibt es bei uns überall.
Man hat dennoch die Freiheit, sich auszusuchen, was man machen möchte.

ie von gewaltsamen Lösungen von Konflikten fasziniert sind?

von GamWalter @
Dann sollten wir die BW zum Schutz unschuldiger Opfer abschaffen. Hier in Europa brauchen wir Sie nicht.

11:36 von Dr.Hans

"Die Abschaffung der Wehrpflicht war ein echter unverzeihlicher Fehler, da damit die Verankerung der Bundeswehr in der Bevölkerung aufgehoben wurde"

,.,.,

Erfahrungsgemäß sind es soldatisch denkende Männer, die sich wünschen, dass in der Bundesrepublik flächendenkend soldatisch gedacht wird.

So ein Denken ist aber nicht wiederherstellbar.
Der Soldat ist nicht mehr das Markenzeichen unserer heutigen Bundesrepublik, sondern das Gegenteil.

09:51 von Frank von Bröckel Vorgängerthread

>>....die eventuelle Legitimität und die Illegitimität einer extrakonstitutionelle Notstandsmassnahme voneinander zu unterscheiden!<<

diese Wortkreation habe ich in den letztenWochen von Ihnen vermisst.
Ich habe schon befürchtet dass es die "extrakonstitutionelle Notstandsmassnahme"
nicht mehr gibt.

11:35 von Sisyphos3 / aus: "Vor … Kramp-K. … unruhige Monate"

«Ja, Antifaschisten … werden gebraucht.»

«wer kann dem - auf den 1. Blick widersprechen
andererseits müssen Antifaschisten besser als Faschisten sein
setzt der Begriff Antifaschist grundsätzlich eine demokratische Gesinnung voraus ?»

Faschismus ist Anti-Demokratie.
Anti-Faschismus ist gegen Anti-Demokratie.

Anti-Faschismus ohne Unterstützung von Demokratie ist Gelaber.

"Besser als Faschisten sein" ist eine sehr einfache Übung.
Nämlich die Übung, als Mensch besser als Unmenschlichkeit zu sein.
Zu dieser Übung ist gar kein 2. Blick erforderlich.
Ist niemals ein 2. Blick erforderlich.

Ist schon Sommerloch?

Es ist erstaunlich, wie in regelmäßigen Abständen immer wieder die gleichen Säue durchs Dorf getrieben wurden.
Es gab vor knapp zehn Jahren gute Gründe die Wehrpflicht auszusetzen, und es gibt m. E. keine neuen Erkenntnisse, dir eine Wiedereinführung rechtfertigen. Auch die Diskussionen um eine allgemeine Dienstpflicht sind doch völlig überflüssig.
Das Bundesverfassungsgericht hat vor langer Zeit die Wehrpflicht als ausnahmsweise zulässig eingestuft, da sie - in Zeiten des Kalten Krieges - der Landesverteidigung diene. Wie man vor dem Hintergrund dieses Urteils eine soziale Dienstpflicht mit dem Verbot der Zwangsarbeit in Einklang bringen will, ist mir schleierhaft. Oder wird Deutschland neuerdings nicht nur am Hindukusch, sondern auch in Pflegeheimen und anderen sozialen Einrichtungen verteidigt?
Vernünftig wäre es vielmehr, die Wehrpflicht ganz zu beerdigen.

11:49 von Nettie

"Da die Bedrohung unserer Sicherheit heute (hierzulande) nicht mehr von der Anwendung unmittelbarer roher Waffengewalt ausgeht, sondern viel subtilerer Art ist, wird ihr mit militärischen Mitteln logischerweise nicht beizukommen sein.

Nur mit Vernunft."

.-.-.-.

Genauso.
Das muss auch in meinen Augen die Basis unserer Überlegungen sein.

@Polyfoam

Am 05. Juli 2020 um 13:19 von Polyfoam
Die Volksmoral täte ein

Die Volksmoral täte ein allgemeiner Wehrdienst gut. Es ist aber schon klar, dass eine Wehrpflichtarmee von unseren Politikern nicht mehr gewünscht wird, weil sie damit nicht länger auf die abenteuerlichen und oft in vorauseilendem Pflichterfüllen unserem großen Bruder gegenüber, Militäreinsätze sich mit unserer Bundeswehr einlassen könnte. Schließlich kämen so immer wieder allgemdienstverpflichtete Soldaten als Leichen zurück und das ergäbe [...]"

Volksmoral? Au weia, da gehen bei mir sämtliche Alarmglocken an und ich habe sofort Assoziationen: Volksmoral, gesundes Volksempfinden, Volksgerichtshof...

Bitte verschonen Sie mich (und vielleicht auch andere User) mit solchen Begriffen, egal wie gut Sie es meinen.

Schön, dass man mal drüber geredet hat.

Und jetzt noch drei Punkte, die man klären müsste:

1. Wo sind die Kasernen, in denen man 10000e Wehrpflichtige unterbringen will?
Früher war normalerweise ein Bataillon in einer Kaserne untergebracht. Das waren ca. 600 Soldaten.
2. Wo ist die Ausrüstung, die man für 10000e Wehrpflichtige braucht?
Neben der persönlichen Ausrüstung (Kampfanzüge, Sport, Dienstanzug) braucht man Waffen usw.
Manches kann man mehrfach verwenden wie z.B. Waffen und Kampfanzüge, anderes nicht (Unterwäsche, Sportsachen, Schuhe).
3. Wo sind die Ausbilder, die man braucht, um 10000e Wehrpflichtige auszubilden?
Je 8 Wehrpflichlichtige: 1 Gruppenführer (Unteroffizier)
Je 32 Wehrpflichtige: 1 Zugführer (Offizier oder Hauptweldwebel)
Je 100 Wehrpflichtige: 1 Kompaniechef (Hauptmann)

Ich war selber als Offizier in den 80er und 90er Jahren bei der Bundeswehr und habe viele Wehrpflichige ausgebildet. Falls jemand der Meinung ist, ich kenne mich nicht aus.

Falsches Mittel gegen Rechtsextremismus

Der Rechtsextremismus muss in anderer Form nachhaltig bekämpft werden.

@11:50 von Sisyphos3

"wenn man die "Drecksarbeit" nicht selber machen will
dann muß man sich eben für diese ... Arbeit geeignete Leute suchen
und sich nicht beschweren wenn sie dann auch entsprechend sind"

Rechtsextremisten hatten schon immer einen Hang zu Uniformen, Waffen und Befehlskette.

Nicht die Berufsarmee ist das Problem, sondern die Offiziere und Ausbilder, die man nicht von ungefähr oft bei der rechtsextremen AfD findet. Kalbitz, Pazderski, etc.

Ich bin froh dass meinen Sohn diese "Drecksarbeit" in Form von sinnlosen Befehlen, Kaseren putzen und Saufen erspart wurde und er seine Zeit sinnvoll nutzen konnte.

13:11 von Klaus Pietrucha und 13:18 von Eu-Schreck

Dem kann ich nur vollen Herzens zustimmen. Je nach persönlichem Steuersatz bis zu 42% von allem abzudrücken, was man sich hart erarbeitet (zzgl. Verbrauchsteuern und was es nicht sonst noch alles gibt), ist ganz eindeutig nicht genug.

Ein Dienstjahr für jeden ü 18 - warum nicht

Wehrpflicht? Das wird nie etwas. Unzählige und unendliche Wehrdienstverweigererverfahren, Krankschreibungen mithilfe von "Vitamin B", ungewollt eingezogene junge Männer/Frauen, von Feldjägern gejagd ... muss es das alles wieder geben?

Ein Dienstjahr für jedeN ü18, entweder beim Bund, in einer sozialen Einrichtung, bei der Quartiersbetreuung ( auf Straßen und in Parks) beim Ordnungsamt ... oder bei der Feuerwehr / dem techn. Hilfswerk, das müsste doch gehen.
Natürlich kann man da keine Wunder erwarten, die Mitarbeit müsste sich aufs Hilfstätigkeiten und aufs Zuarbeiten beschränken, um keine "richtigen Mitarbeiter" mit Anlerntätigkeiten zu blockieren.
Unsere Städte vermüllen immer mehr, das öffentliche Grün wird zu wenig gepflegt, kommunale Bürgerhäuser, Schülerlotsen, Begleitdienst für alte Leute, öffentliche Küchen, .. überall sind helfende Hände gefragt.

Und wer sein Freiwilliges Jahr lieber als Wehrdienst ableisten will, soll das selbstverständlich auch machen können.

Höchste Eisenbahn ...

(!) Bravo Frau Högl – genau richtig die Wehrpflicht bzw. einen Sozialdienst für junge Männer und(!) Frauen wieder in Kraft zu setzen. Das würde wichtige Impulse in Richtung Gemeinwohl und Solidarität setzen. Kein Wunder, dass die Parteichefs das scheuen. Die schauen primär auf Quoten und Wiederwahlchancen und meiden unpopuläre aber richtige Grundsatzentscheidung. Wann bekommen wir endlich wieder mehr Politiker mit Rückgrat und klarer Agenda für DE?

12:05 von fathaland slim

Antifaschismus ohne demokratische Gesinnung ist nichts als eine hohle Phrase.
-----------------------------------------
Na da bin ich ja gespannt auf ihre Kommentare, wenn die Antifa die nächsten Straftaten begeht, Menschen verletzt oder fremdes Eigentum zerstört.

12:01 von smsgt

"Meine Forderung:
Einführung eines Pflichtjahres (besser 18 Monate) Dienst an der Waffe, oder sonstiger Dienst für die Gesellschaft.
Direkt nach der Schule, ohne WENN und ABER, Mann sowie Frau ."

,.,.,

"Ohne WENN und ABER"

Genau dieser gewalttätige Ton und dieses gewalttätige Denken ist ja das Grauenvolle am militärischen Denken.

Sie kommen zu spät, Herr smsgt.

Ich bin für die Reaktivierung der Wehrpflicht!

Wenn Deutschland eigenverantwortlich seine Verteidigung organisieren möchte, braucht sie eine funktionierende Verteidigungsarmee und das hat Deutschland NICHT. Ich bin gegen, von den USA angezettelten, Auslandseinsätzen. Viele möchten ein atomwaffenfreies Deutschland, aber das bedingt eine gute konventionelle Verteidigungsfähigkeit, nicht eine nicht funktionierende BW, die sich zunehmend von der Gesellschaft entkoppelt! Vielleicht kann Deutschland seine Landesverteidigung sichern, auch ohne US Truppen, aber das geht nicht mit der Truppe, wie wir sie jetzt haben! Und NEIN, eine große, funktionierende Armee bedingt nicht zwangsläufig, dass sie auch zu neuen Kriegen führt. Ich möchte nicht mehr, dass Deutschland von den USA fremdbestimmt wird. Kooperation mit EU Einheiten ja. Gestern hat mir ein ehemaliger Wehrpflichtiger mangelndes Realitätsbewusstsein vorgeworfen, nur weil er wohl schlechte Erfahrungen in seiner BW Zeit erlebt hat.
Also Daumen hoch für Frau Högl!

Österreich, Dänemark,

Österreich, Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweiz haben auch die Wehrpflicht, warum soll das falsch sein?

Zurück in die Zukunft

Früher war ich gegen die Wehrpflicht und musste sogar 24 Monate dienen. Heute habe ich meine Meinung geändert. Die BW sollte den Querschnitt der Gesellschaft darstellen. Überall fehlen Leute (Zivildienst), die sich sozial engagieren, und so manchen jungen Menschen tät so ein Dienst wohl auch für die eigene Persönlichkeitsentwicklung ganz gut.

es ist bezeichnend

Die ganze Diskussion startete mit der Frage "kann man mit der Wehrpflicht dem Rechtsextremismus in der Bundeswehr beikommen". Und ein großer Teil der Befürworter macht einen ganz dollen Schwenk auf ein anderes Thema: Bundeswehr als Schule der Nation, wo man "Dienen" lernt, "an die Kandare genommen wird", das soll angeblich zu einem verbesserten Sozialverhalten führen und die jungen Menschen zur Demut erziehen.
Seltsam: daraus spricht für mich eigentlich eher die Überzeugung, dass die durchaus rechten Ideale, nämlich Unterordnung, Kadavergehorsam und das widerspruchslose Akzeptieren von Autorität in der Bundeswehr eher gern gesehen sind, und man es sogar für sinnvoll hält, junge Leute durch diese Mühle gehen zu lassen, um sie zur Gesellschaftstauglichkeit zu erziehen.
Ob man damit das ursprüngliche Ziel, nämlich den rechten Rand in der Bundeswehr unschädlich zu machen, wirklich erreichen kann?

12:03 von herbert2

"Und es ist auch ganz klar das die Jungen heute überwiegend auch keine Lust mehr haben sich ihre Zeit mit so was zu blockieren.
Auch wenn ich der Meinung bin das es den meisten gut täte."

,.,.,

Damit man ihnen Zucht und Gehorsam beibringt?

Keine dumme Idee

So dumm ist die Idee nicht, würde Sie aber erweitern, als Staatsbürgerdienst.

Möglicherweise hilft dies, auch denen, welche nichts für diesen Staat erbringen, außer die Vorzüge zu genießen!

Ja, ein Riesenfehler, das längst und nicht nur vor dem Hintergrund der Rechtsextremismus-Vorwürfe.

Der Rückhalt für die Wehrbeauftragte ist unter den befragten üblichen Lautsprechern nicht sehr ausgeprägt.
Wie das die Bevölkerung sieht ist nicht ausgemacht.

Österreich macht es fast richtig, dort gilt die Wehrpflicht für alle männlichen Staatsbürger. Die Alternative ist ein Zivildienst von neun Monaten.
2013 fand eine Volksabstimmung statt. Die Mehrheit stimmte für die Beibehaltung der Wehrpflicht und des Zivildienstes.
Der Mangel, die Gleichberechtigung, die Gerechtigkeit, die sich ja viele hier bei jeder Gelegenheit auf die Fahne schreiben, ist nach wie vor nicht gegeben. Die Bundeswehr steht für Frauen offen. Wenn, dann sollten Frauen und Männer für einen Dienst verpflichtet werden.
Selbst eine Wehrpflicht für Frauen gibt es, u.a. in China, Israel, Norwegen, Schweden....

Nichts spricht dagegen, insbesondere, wenn eine Alternative für einen sozialen Dienst besteht.

Von der wieder Einführung

der Wehrpflicht halte ich nichts. Wir haben doch eine Berufsarmee und dabei sollte es bleiben. Aber ein freiwilliges Jahr bei dem Jeder/Jede eine Tätigkeit im Gemeinwesen absolviert ist ratsam.

Eine freiwillige 6-monatige Grundausbildung

wird das Problem "Rechtsextremisten" in der Bundeswehr eher verschärfen als lösen.

Warum?

Weil auch der Hipster von der Identitären Bewegung sicher gerne bereit ist, sechs Monate zu opfern, um dafür eine kostenlose Waffen- und Schießausbildung zu bekommen.

Bisher musste man sich dafür verpflichten und man lief Gefahr in einen Auslandseinsatz zu müssen.

Mit dem neuen Freiwilligendienst ist das nicht möglich und man ist nach einer überschaubaren Zeit wieder Zivilist. Dann aber einer mit Waffenausbildung, der auf den von Rechtsextremisten erwarteten Bürgerkrieg vorbereitet ist.

12:08 von Bender Rodriguez

Tja, müsste ich mich heute zwischen deutschlandjshr oder BW entscheiden, bliebe nur Antwort c: komplette Verweigerung. Weder will ich auf Nazis aufpassen, noch lasse ich mich zum billigsklaven machen
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Ja was ne tolle Einstellung-und für die Erhaltung ihrer demokratischen Grundrechte sollen dann ruhig andere den Kopf hinhalten in Mali oder Afghanistan.
Ich glaube ihnen täten 18 Monate Wehrdienst mal richtig gut.

Historische Hintergründe sind längst vergessen...

Einer der Gründe eben keine Freiwilligenarmee zu haben, waren die Erfahrungen mit der Reichswehr, die einen Staat im Staate bildete und somit von der Politik gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt werden konnte.

Die Abschaffung der Wehrpflicht ging einher mit der Vorstellung die Soldaten, möglichst ohne Parlamentsbeteiligung, wieder als Mittel der Exekutive und der Außenpolitik zu ermöglichen. Und auch wenn es dem Grundgesetz zuwiderläuft, basteln die Konservativen immer noch an dieser Einsatzarmee.

Um eine Kriegerkaste zu verhindern ist eine Wehrpflicht für alle sinnvoll. Landes- und Bündnissverteidigung steht im GG und nix von der "Verteidigung am Hindukusch".

Die Wehrpflicht ist vielleicht auch einer der letzten Orte wo sich unterschiedlichste Menschen sehen.
Wir haben eine Kultur entwickelt in der Teile der Gesellschaft andre Teile nicht mehr wahrnehmen müssen und wo Zwang zu einem höheren Gut verteufelt wird, aber nicht alles Gute im Leben ist angenehm und das muss man lernen.

Falscher Ansatz

Die Wehrpflicht macht die BW nicht weniger rechts.

Während meines Kriegsdienstes in den 80er Jahren habe ich dies klar sehen können, als ein Unteroffizier uns den Traditionskeller der Kaserne zeigte.
Ganz übel war das...

Außerdem wird jede Regierung, die Wehrpflichtige in Einsätze zur Sicherung von Rohstoffquellen oder Handesrouten nutzt ein Problem mit den nächsten Wahlen bekommen.

Eine Bundeswehr, die oben genannte Aufgaben übernimmt, muss eine Berufsarmee sein.

Was nun tuen gegen rechtsradikale Tendenzen ?
Man sollte auf Beispiele von früheren Armeen schauen, die potentielle Probleme mit der Zuverlässigkeit von Armeen sahen.
Sie hatten ein Werkzeug hierfür :
Den Politoffizier.

Geschaffen dazu, um die Soldaten politisch auf Kurs zu halten.
Und natürlich auch um sie zu überwachen.

Man kann sagen :
Das muss mit Vertrauen und einer strengen Selektion der Soldaten gehen.

Aber so einfach ist das nicht.
Nicht jeder will Soldat werden.

Daher muss man andere Wege gehen als bisher.

13:31 von werner1955

Es war schon sehr schlimm das Schröder und Fischer mit den Bomben und Auslandseinsätzen diese rote Linie deutlich überschritten haben.
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Vor allem für was?
Dafür das im Kosovo jetzt ein Kriegsverbrecher regiert, der Kriegsgefangene ermordet hat um ihre Organe zu verkaufen-und bis heute systematisch die Serben vertreiben lässt.
Und Deutschland macht sich auch noch stark dafür den Kosovo in die EU aufzunehmen.

@  11:57 von frosthorn

Ich verstehe das Prinzip nicht.
Sie sagen Kampf den Pistolen damit wird Gewalt angewendet.
Messer Bomben Kanonen das lassen Sie alles weg.
Grundlage für radikale rechtsextreme genauso für radikale linksextreme radikale Kinderschänder Befürworter ist Narzissmus.
Dass sie das immer noch nicht kapieren lässt langsam nur einen Rückschluss zu.

Debatte um Wehrpflicht

Am 05. Juli 2020 um 12:17 von RSchmidt_BW55
Ich bin zwar auch kein Fan der Wehrpflicht, aber das Risiko, dass die Bundeswehr immer rechtslastiger wird, ist sehr deutlich abzusehen. Um dem entgegenzuwirken, hilft dann doch nur eine Wehrpflicht.
###
Das glaube ich nicht wirklich das eine Wehrpflicht dazu beiträgt den entgegenzuwirken. Ich denke es liegt überwiegend daran das in teilen der Bevölkerung und in allen Schichten Menschen gibt's die noch rechts denken. Warum das so ist sei dahingestellt. Aber es ist ein gesellschaftliches Problem das man mit einer Wehrpflicht also mit einen Bürger in Uniform nicht lösen kann. Bestes Beispiel ist doch das Wahlverhalten der Wähler in der Vergangenheit... Oder warum gibt es jetzt wohl eine rechtslastige Partei im Bundestag ?

11:36 von Dr.Hans

Besser kann man es nicht auf den Punkt bringen! Die BW gehört wieder in die Mitte der Gesellschaft und das geht nur, wenn sich die Gesellschaft an der Landesverteidigung beteiligt und zeitweise Teil der BW wird. Erschreckend, was für ein verzerrtes Bild einige von der BW skizzieren, teilweise, weil sie nie gedient haben, oder weil einige in ihrer Wehrpflichtzeit schlechte Erfahrungen gemacht haben und dieses Bild auf die ganze BW transferieren. Ich kenne viele Ehemalige, die die Zeit nicht missen möchten. Es ist doch sicherlich nicht schlecht, wenn Deutschland sich selbst verteidigen kann, ohne auf Atomwaffen und Soldaten der US Armee angewiesen zu sein. So müssen wir unseren Schutz mit Einsätzen im Ausland "bezahlen" und das geht mir gegen den Strich!

12:11 von jetzttexteich

"Wie wär’s mit einer anderen Bezeichnung?
Z.B. mit Gemeinschaftspflicht?!? Und das für alle Jugendliche nach Abschluss der regulären Schulpflicht! Spätestens nach einem… Egal welchem… Berufsabschluss!!!"

,.,.,

Dermaßen viele Kommentatoren hier fordern die Bundeswehrpflicht, um endlich mal den Jugendlichen zu zeigen, was eine Harke ist.

Hauptsache, die kommen mal eine Weile so richtig unter eine Fuchtel.

Ich nehme aber an, dass das Ältere sind, die das fordern.

Denen möchte ich sagen:
"Respekt" äußern die heutigen Jugendlichen sehr viel mehr als noch vor Jahrzehnten.
Wer keinen Respekt erfährt, muss sich selber im Spiegel angucken.

@ Shorty um 13.31 Uhr, "1 Jahr Staatsdienst für alle" - ja

Ein Jahr Staatsdienst für alle, das wäre auch mein Vorschlag.
Die Konfrontation mit dem "richtigen Leben" würde bei vielen sicherlich noch einmal einen Entwicklungsschub auslösen. Zudem würde es für mehr Solidarität mit der arbeitenden Bevölkerung sorgen, ganz einfach, weil man mehr Einblick in soziale Zusammenhänge und andere Lebenswelten erhält.

Viele Eltern von Abiturienten machen sich Sorgen, weil ihre Kinder durch die verkürzte Schulzeit (G8) sehr früh an die Uni gehen können/sollen, teils schon ohne volljährig zu sein. Ein Jahr Tätigkeit in einem lebenspraktischen Bereich würde da sehr viel zur Reife beitragen.

Auch junge Leute, die evtl mit "falschen Freunden" unterwegs sind, hätten durch den leichten Druck des "Dienstjahres" die Chance, aus ihrem Umfeld herauszukommen und neue Perspektiven zu entwickeln.

Das Dienstjahr, nicht nur beim Bund, hat überwiegend positive Aspekte.

@Pandoras - 12:18

"Asoziales Verhalten entsteht da, wo man nie gelernt hat, sich auch sozial verhalten zu können. und genau das lernt man beim Bund oder als Zivildiesntleistende(r)."

Klasse, was das Elternhaus vermurkst hat, repariert dann die Bundeswehr.
Schon mal überlegt, dass man sich dort auch prima radikalisieren kann, wenn man in der "richtigen Abteilung" unterkommt?

Rechtslastige Tendenzen gediehen auch zu Zeiten der Wehrpflicht bei der Bundeswehr (z.B. siehe >"Wehrsportgruppe Hoffmann").

"Und dabei denke ich durchaus auch daran, dass auch Frauen eingezogen werden sollten."

Ja klar - anstatt bei Fridays for Future unsinnig gegen den Klimawandel zu kämpfen vermittelt eine NATO-Übung an der russischen Grenze doch ein ganz anderes Bewusstsein.

13:17, RoyalTramp

>>Ich überlege gerade, dass es den 500 randalierenden Jugendlichen z.B. in Stuttgart vorvergangener Woche nicht schlecht täte, einmal richtig an die Kandarre genommen zu werden. Die brauchen sowas, um ihre überschüssige adoleszenze Energie in den Griff zu bekommen.<<

Der aus dem Ungarischen stammende Begriff Kandare (ich begreife nicht, warum er hier im Forum durchgehend mit zwei "r" geschrieben wird) beschreibt ein spezielles Pferdezaumzeug.

Menschen sind keine Nutztiere.

Und wenn Sie Garnisonsstädte kennen, dann wissen Sie, wie das mit der überschüssigen adoleszenten Energie ist. Soldaten haben da oft keinen Zutritt zu Kneipen. Zu viel Ärger.

Nee, das mit dem Militär als Schule der Nation ist großer Unsinn.

13:25 von fathaland slim

Das Militär als Schule der Nation.

Noch so eine uralte Erzählung.
--------------------------------------------
Ja wer das selber nie gemacht hat sollte einfach nicht mitreden-weil er alles nur vom Hörensagen kennt.

Zwangsrekruting ab 65

Ja, man sollte in Deutschland für alle 66-jährigen 1 Pflichtjahr einführen.

Im selben Zug für ehemalige Bundestagsabgeordnete 2 Pflichtjahre, begründet mit ihrem Sonderstatus bzgl. Altersbezüge.

So können wir auch zum Gemeinwohl die Rentenkassen entlasten ...

____

Frau Högls Sie sollten es den jungen Menschen vorleben, und als erstes ein auferlegtes Zwangsjahr absolvieren.

Es ist schon dreisst, wie mal eben mit einer Selbstverständlichkeit ein Versuchsballon über Zwangsrekruting junger Menschen debattiert wird.
Besonders dabei zu schätzen: Die Befürworter, die selbst nie Dienst geleistet haben.

@naiver Positivdenker

Am 05. Juli 2020 um 13:23 von naiver Positivdenker
Hut ab Frau Högl.

Die Abschaffung der Wehrpflicht oder des "Ersatzdienstes" war ein großer Fehler.
Man wollte mal wieder Kosten sparen und am Ende fehlten die ZIVIS. Ich habe damals noch W15 gehabt und ich kann sagen, dieses hat niemandem geschadet.[...]
Man hat 15 Monate seinem Land gedient und das fand ich okay.
Ich denke einmal, dass diverse Probleme gelöst werden würden, wenn es wieder so sein sollte wie damals.
Aber bitte nicht W6, denn das bringt gar nichts.
Was aber nachgebessert werden müsste ist das für diesen Zeitraum ein angemessener Beitrag zur Rentenversicherung gezahlt wird.. Schließlich kämen so immer wieder allgemdienstverpflichtete Soldaten als Leichen zurück und das ergäbe"

Welche Probleme löst es denn, wenn man in einer Armee lernt, andere Menschen möglichst effektiv zu töten ohne sich dabei selbst zu gefährden? Oder wenn man lernt, Befehle zu befolgen? Oder wenn man lernt, wie man ein Hemd auf Din A 4 faltet?

" komplette Verweigerung. Weder will ich auf Nazis aufpassen, noch lasse ich mich zum billigsklaven machen, nur weil niemand bereit ist, für ordentliche Arbeit auch ordentlich zu bezahlen." Am 05. Juli 2020 um 12:08 von Bender Rodriguez

*

Warum meinen Sie, die Arbeit wäre damals nicht ordentlich bezahlt worden? Man kam ja nicht als Ausgebildeter in einen Beruf rein, aber man wurde bezahlt.

Wenn man sieht, was für Taschengeld junge Leute heutzutage für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) bekommen, dann kommt man auf die Idee, dass die Abschaffung der Wehrpflicht eine Sparmaßnahme gewesen ist.

Das FSJ machen die jungen Leute mit, weil sie etwas für ihre Bewerbung haben möchten.

Wenn man bedenkt, dass jetzt wegen Corona viele junge Leute ohne Ausbildungsplatz bleiben werden (man muss ja einen Platz im Betrieb bekommen oder einen Studienplatz), dann bin ich absolut für die Wehrpflicht mit besserer Bezahlung, als FSJ.

Den Damen und Herren, die

Den Damen und Herren, die sich hier über asoziales Verhalten und Disziplinlosigkeit der Jugend beschweren, sollten bedenken, dass die Bundeswehr kein Erziehungsheim oder Straflager ist. Die Aufgaben der BW sind klar umrissen. Sie soll die Souveränität und territoriale Integrität Deutschlands verteidigen, seine Bürger schützen, Sicherheit und Stabilität im internationalen Rahmen fördern, die europäische und multinationale Zusammenarbeit stärken, Humanitäre Not- und Katastrophenhilfe leisten, die außenpolitische Handlungsfähigkeit Deutschlands sichern.
In den verteidigungspolitischen Richtlinien wird der strategische Rahmen für Auftrag und Aufgaben der BW beschrieben. Grundlage sind die sicherheispolit. Anforderungen.
Die BW soll sich auf ihre Aufgaben konzentrieren u. effektiv sein. Die Anforderungen wachsen stetig. Gestern war mal.
Die BW hat keinen Resozialisierungsauftrag, ist nicht dazu da, überkommenen Ansichten über Disziplin, Ordnung, Autorität und Unterwerfung zu befriedigen.

12:05 von Koblenz

«Freiwilliger Wehrdienst in den sechziger Jahren . Eine schöne Zeit mit Führerschein für vier DM und noch heute gültig .»

Zivildienst beim DRK in Köln im Fahrdienst für Menschen mit Handicap Mitte der 1980-er Jahre. Führerschein für PkW bereits vorhanden.

Führerscheine Klassen 1 und 2 völlig für umme.
Nicht mal 4 DM dazu bezahlen müssen war notwendig.
Damit auch wer außer den Festangestellten die 3 LkW + das Motorrad mit Beiwagen fahren konnte.

Eine sehr schöne Zeit. Neben den 2 Führerscheinen für umme zusätzlich in Jungen Jahren sehr viel gelernt im Umgang mit Menschen, die es nicht gar so einfach im Leben haben.

Ob es eine gute Idee war, die Allgemeine Wehrpflicht abzuschaffen … weiß ich gar nicht. Mir jedenfalls hat es nicht im geringsten "Lebenszeit gestohlen", dass ich Zivildienst machen musste.

Ganz im Gegenteil. Konnte ich danach auch als Student an gleicher Stelle beim DRK bestens Geld verdienen als Fahrer im Taxi-Fahrdienst. Ich hatte ja alle Führerscheine 1 / 2 / 3.

Uff...!

... ganz schön anstrengend diese Dislussion! Einige scheinen dabei komplett zu vergessen, warum und wodurch diese Diskussion aufgekommen ist.

Wir haben ein Problem! Ein Problem, das sich daraus ergibt, daß unsere Bundeswehr zunehmend zur militärischen Ausbildungsstätte von extrem rrechts angesiedelten Gruppen unserer Gesellschaft werden könnte, wenn nun nicht reagiert wird.
Identifikation mit dieser, unsere Gesellschaft schafft man bei jungen Menschen nicht damit, daß man einen Freiwilligendienst schafft. ... Um diesen anzunehmen braucht es überhaupt erstmal gewisse Grundeinstellungen zu unserer Gesellschaft. Aber diese müssen anders und woanders geschaffen werden! Und genauso braucht es gegen einen Rechtsruck in der Bundeswehr kein zurück zu einer Wehrpflicht. Sondern vielmehr funktionierende Kontrollinstanzen und ein weiteres Aufbrechens des Kleinredens gegenüber fragwürdigem Traditionsdenkens!

Alle, die glauben, dass Bund

Alle, die glauben, dass Bund oder zivi irgendwas bringt, ausser Millionen von billigstkräften, die man aber voll abrechnen kann, sollen doch freiwillig im Altersheim aushelfen. Oder im Krankenhaus. Samstags sonntags und im Urlaub.
Das ist völlig verschwendete Zeit für junge Leute. Und soll nur dazu dienen, die richtigen Kräfte nicht bezahlen zu müssen. Über BW brauchen wir nicht reden. Die Truppe ist so mies ausgerüstet, die würde gegen jede thw Ortsgruppe verlieren.
Was soll man da lernen?
Ich würde meinen Kindern verbieten, dieses Zwangsjahr zu machen.

13:19, Polyfoam

>>Die Volksmoral täte ein allgemeiner Wehrdienst gut.<<

Volksmoral.

Was soll ich mir darunter vorstellen?

>>Es ist aber schon klar, dass eine Wehrpflichtarmee von unseren Politikern nicht mehr gewünscht wird, weil sie damit nicht länger auf die abenteuerlichen und oft in vorauseilendem Pflichterfüllen unserem großen Bruder gegenüber, Militäreinsätze sich mit unserer Bundeswehr einlassen könnte.<<

Sowohl der Jugoslawien- als auch der Afghanistaneinsatz fanden zu Zeiten der allgemeinen Wehrpflicht statt.

>> Damit wäre es aus mit diesen fahrlässigen Bundeswehreinsätzen in allen Ecken der Welt, wo wir eh nichts zu suchen haben und wo wir bei den dortigen meistens terroristisch organisierten Gegnern eh nur auf uns, also Volk und Land erst zur Einwanderung und später eventuell zu Anschlägen aufmerksam machen.<<

Interessante Argumentation. Ablehnung von Auslandseinsätzen der Bundeswehr aus xenophoben Motiven. So was habe ich bisher noch nie gelesen.

13:33 von werner1955

Keine Armee hat nicht funktioniert und wird nicht funktionieren. Aber schön dass es Träumer wie sie noch gibt. Warum sollen fremde Armeen die Sicherheit Deutschlands sichern? Wenn ich eine eigene Verteidigungsarmee habe, kann ich es mir leisten zu Kriegseinsätzen in fernen Ländern NEIN zu sagen. Ohne Armee entscheiden andere Länder, besonders die USA, wie angespannt das Verhältnis zu anderen Ländern auszusehen hat. Ich denke, wir sollten wach werden und uns selbst schützen. Ich bin sicher, dass auch mit Wehrpflicht von Deutschland kein Krieg mehr ausgeht. So müssen wir halt bei allen friedenssichernden (schon das ist sarkastisch) Kriegen, Soldaten abstellen.

Die Frage ist nicht, was Du

Die Frage ist nicht, was Du für dein Land machen kannst, sondern, was kann dein Land für DICH machen?
Wie kann man da auf ein Strafjahr kommen?
Ja klar, das wird von Greisen gefordert, die eh nicht mehr hin müssen.

um 12:18 von Schnellchecker Ich bin komplett ernüchter

"... Der jungen Generation Smartphone und Social Media würde es guttun, mal ein Jahr lang sich in einen verantwortlichen Dienst zu stellen und im positiven Sinne eine Prägung fürs Leben mitzubekommen. Wenn ich mir tagtäglich ansehe, welch großer Anteil an unreifen Persönlichkeiten sich bei mir für den Berufsstart bewirbt, dann wird mir Angst und Bange, wo das hinführen soll."

Da tun Sie der" Generation Smartphone und Social Media eventuell ein wenig Unrecht. Sie sind doch nur die Kinder der Generation, die sie damit vollstopft im Zuge der Marktsättigung und für steile Investition.

Was bitteschön sollen die denn auch verteidigen?

Die Generation, die ihnen keinen Altersruhestand in Würde lassen wird und im Regionalexpress fidel die Gläser klingen lässt, weil es als Wählergemeinschaft der Nochregierenden noch immer zufriendenstellende Anpassungen gibt?

Gegen China ist sowieso kein Kraut gewachsen. Das nächste "Volk ohne Raum" schafft das aber durch Assimilation.

Ich habe dem Staat gedient!

Ich habe vor einigen Jahrzehnten Zivildienst geleistet, andere Mitschüler haben Wehrdienst geleistet. Das Verhältnis betrug ca. 60% Bundeswehr, 40% Ersatzdienst (THW/Feuerwehr/Pflegeeinrichtungen).
Diese Monate waren im Vorfeld durchaus lästig, ich wollte sofort in die Ausbildung. Ich muss aber sagen, dass mich diese Monate sozial sehr geprägt haben.
Ich wünsche jedem Schulabgänger (gerne auch aus Gründen der Gleichstellung, nein Gleichberechtigung (!) auch den Schulabgängerinnen) ein Jahr, in dem sie dem Staat einen Dienst leisten.
Krankenhäuser, Altenheime und Pflegeheime haben durch Zivildienstleistende enorm profitiert.
Ich möchte zudem darauf hinweisen, dass der Wehrdienst lediglich ausgesetzt, nicht aber angeschafft ist.

13:19 @Polyfoam .. Volksmoral

"... Die Volksmoral täte ein allgemeiner Wehrdienst gut. ..."

Was ist die
"Volksmoral" ?

Ich wüsste nicht, wie der Wehrdienst
auf meine Moral, geschweige auf die
Moral jedes einzelnen Nicht-Dienenden
wirken soll.

Oder ist damit wieder "Zucht und Ordnung" im alten Stil gemeint?

Wieso gerade der Dienst an der Waffe

angeblich den jugendlichen bereit machen soll für das Leben erschließt sich mir nicht, es ist die Lehre von töten und das soll der richtige Weg sein. Was haben in der Zeit die Eltern gemacht, ein Irrglaube, ein Jahr erzwungene Dienstplicht rückt 14-16 Jahre Fehlleistung der Eltern gerade. Wir wissen doch alle, was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr. Es wir den Jugendlichen ein Jahr ihres Lebens genommen in denen sie frei entscheiden kann. Den Pflegenotstand über ein Pflichtjahr lösen zu wollen, ist natürlich der bequemste Weg, das sind also die Versprechen der Politik das die Pflegeberufe besser bezahlt werden sollen, statt den Pflegeberuf zu fördern werden billige Hilfsarbeiter bereit gestellt, die das ganze auch noch unter Zwang erledigen sollen, da nimmt man doch den Druck auf die Arbeitgeber und der Politik endlich für eine der Tätigkeit gerechten Entlohnung zu kommen. Pflege benötigt Fachpersonal, denn es geht hier um Menschen in der Pflege und keine Maschinen.

Zum Argument Kosten

Das der Wehretat in den letzten Jahren von 30 auf über 40 Mrd. erhöht wurde, dass juckt nicht wirklich.

Da die ganzen Linken inklusive der ganzen Komiker wohl alle Zivies waren, ist es billiger Klamauk sich über die Schrottbundeswehr lustig zu machen und so ins selbe Horn zu blasen wie jene Politiker, die eine Aufrüstung forcieren.
Sie merken und hinterfragen gar nicht wozu das ganze Geld ausgegeben wird.

Das die Verteidigungsminister der letzten Jahre alle CDU/CSU waren und ein Rüstungsprojekt nach dem anderen Teuer verbockt haben, das wird mal erwähnt, bleibt aber ohne personelle oder strategische Konsequenzen.

Also als die Bundeswehr sich auf die Landesverteidigung konzentriert hat und es eine Wehrpflicht gab, sind die mit weniger Geld ausgekommen, hatten wesentlich mehr Gerät und mehr Mannstärke. Geld ist also mehr als genug da, Wehrdienstleistende sind billiger und es erspart teure Werbekampagnen und Imagepflege die schon ins propagandistische wandert. Soldat ist kein Job...

Am 05. Juli 2020 um 13:21 von Peter Meffert

>>Das sehe ich ähnlich. Meine Zeit als Zivi (18 Monate Hilfspfleger in einem Krankenhaus) war für mich bereichernder als die 13 Schuljahre zuvor, was Umgang mit Menschen, Verantwortung und auch Befriedigung über gelöste Aufgaben angeht. Ob man dafür unbedingt Soldat werden muss, bezweifle ich, aber ein verpflichtender Dienst an der Gemeinschaft wäre m.E. für junge Menschen heute durchaus sinnvoll. ...<<

Sehe ich auch so, ein verpflichtender Dienst an der Gemeinschaft ist eine Schule für´s Leben und auf alle Fälle sinnvoll.
Auch ich habe meinen Zivildienst in einer Psychiatrie (Gerontopsychiatrische Abteilung) abgeleistet und betrachte diese Zeit immer noch als eine sehr wichtige in meiner Entwicklung.
Ich habe durch meine Arbeit mit älteren Menschen so viel lernen könne/dürfen, dass ich sehr dankbar für diese Zeit bin. Sie hat mich reifen lassen und mir den Wert eines Menschen in Gänze aufgezeigt.

Deshalb bin ich dafür, aber ein Wehrdienst muss es nicht wieder sein.

@13:21 von fathaland slim

"Beim Militär gibt es zwei eherne Prinzipien. Eins heißt Befehl, das andere Gehorsam."

Tja, so simpel ist leider nur beim Formaldienst.

Wenn da der Befehlt "Links um" ertönt, dann heißt es für den Soldaten, dass er sich um 90° nach Links zu drehen hat. Da gibt es nichts zu diskutieren.

Im Gefecht wird es schon schwieriger. Da kann man als Vorgesetzter per Befehl haarklein definierte Anweisungen geben. Nennt sich Befehlstaktik, habe ich bei US-Soldaten immer wieder kennen gelernt: "Laufen Sie nach links, dann springen Sie über den Graben, danach rechts rüber zum Busch, von dort hinter die dicke Eiche und dann gehen Sie oben auf dem Hügel hinter der Mauer in Deckung und beobachten das Tal auf der anderen Seite."

Man kann auch wie in Bundeswehr üblich mit Auftragstaktik arbeiten: "Wir müssen das Tal auf der anderen Seite des Hügels beobachten. Eine gute Beobachtungsposition wäre meiner Meinung nach hinter der Mauer auf dem Hügel. Beziehen Sie dort mit zwei Mann Stellung."

Einberufung veraltet

Als KDV war die Abschaffung der Wehrpflicht ein Gefühl von unglaublicher Befreiung. Und ein unumgänglicher Schritt für ein freies, Demokratisches Land.

Die Armee und dessen Strukturen dürfen sich weiter entwickeln. Aber nicht mehr zurück.

Die Einberufung in die Armee war ein Widerspruch zu den Grundsätzen unserer Ideale. Und zutiefst sexistisch. Verteidigen können wir sie auch nachdem wir dazu lernen.

Wehrpflicht soll Extremismusproblem lösen

Wie soll das funktionieren?
Diejenigen, die das Sagen in der Truppe haben, bleiben wohl die Zeitsoldaten. Geht man davon aus, dass Extremisten sich nun scheuen Zeitsoldaten zu werden, weil es die Wehrpflicht wieder gibt?
Sollen jetzt Wehrpflichtige auch was zu sagen haben? Können sie dann ihre Führung abwählen?
Oder können nun Wehrpflichtige auch Offiziere werden, die was zu sagen (befehlen ) haben?
Sollen Frauen nun eigentlich auch verpflichtet werden?

13:31 von werner1955

Sie spielen wohl auf den Jugoslawien Krieg an. Würden sie die Geschichte und den Anlass genau kennen, würden sie nicht so schreiben. In der Region gab es Völkermord von allen dortigen Konfliktparteien. Die NATO und Russland haben im Rahmen von UN Einsätzen dies beenden wollen. UN Soldaten wurden zu Geiseln und das Morden ging weiter. Erst durch den Waffeneinsatz der NATO wurden die Kriegsparteien gezwungen ihr Morden zu beenden. Im Internet findet sich der Ablauf des Konfliktes, bemerkenswert, wer für die meisten Tote verantwortlich war. Kleiner Tipp, das waren nicht die NATO Truppen. Ohne Eingreifen der UN würde heute noch gemordet! Nein ich bleibe dabei, eine Wehrpflichtarmee ist die beste Lösung, gerne kann ein Ersatzdienst geleistet werden. Das Thema Freiwilligenarmee d
sollte nach dem KSK S
Skandal Geschichte sein!

Frage! ...

... Scheinbar noch keiner drauf gekommen, aber die Frage ist - wie ich finde - trotzdem legitim:

Wie lange wußte man in Regierungskreisen schon über die Zustände in den KSK und vielleicht anderen Bereichen der BW? ...

Auffällig ist, daß mit E.Högel eine Politikerin den Posten der Wehrbauftragten nun inne hat, die seit langem für ihr Engagement gegen Rechts bekannt ist. Um nicht falsch verstanden zu werden: ... dafür hat sie vollsten Respekt versient! ...

Der SPD interne Streit um Nominierung und Wahl sowie der Fakt, daß Frau Högel bisher nicht wirklich viel Interresse an Verteidugungspolitischen Themen hatte, läßt trotzdem die Frage aufkommen: ...War dies parteipolitisch gewünscht, weil es Gründe gab? ... Sollte das Thema damit nun nachhaltiger angegangen werden, weil sich Anzeichen verdichten, daß Antidemokraten zunehmend in staatlichen Institutionen (Polizei, Verteidigung, etc.) einsickern, die Demokratie also von innen heraus unterwandern?

Wehrpflicht ja bitte!

... und zwar für alle, Männlein wie Weiblein (Schwangerschaft und Kleinkind zuhause ausgenommen). Die welche den Dienst an der Waffe ablehnen, müssen einen Zivildienst ableisten.
Aber bitte beide Dienste neu aufstellen. 2.0 sozusagen.....
Dabei kann man die Struktur der Truppe ja auch mal anschauen....
Mein Ältester war noch beim Bund. Der war nicht rechts, der wollte es hinter sich bringen und die Bedingungen haben gestimmt. Dass Zivis bessere Menschen sind, ist Unsinn.

Eine allgemeine Wehrpflicht

Eine allgemeine Wehrpflicht und die Möglichkeit statt dessen nicht militärische Ersatzdienste zum Wohle unserer Gesellschaft leisten zu müssen, fände ich deshalb wichtig, weil hier dann endlich alle jungen Leute dem Schutz des Allgemeinwohls dienstverpflichtet wären und es so vielleicht zu weniger der Chaotenaufmärschen und deren zwanghaften Zerstörungsaktionen käme, weil da so vielleicht auch in den Angehörigen ganz spezieller Gruppen so etwas wie Verantwortungsgefühl gewachsen sein könnte. Leider sind unsere Politiker aber mehr an einem Berufsheer interessiert, weil sie dass in der Auslandsmauschelpolitik zur Verteidigung am Hindukusch einsetzen wollen, was mit Wehrpflichtigen schwer zu machen wäre. Da verzichtet diese Polit-Kaste gerne Zur Umsetzung obskurer Ziele lieber auf einen Effekt zur Gemeinschaftsbildung, der aus dem Dienst an der Gesellschaft mittels einer Allgemeinen Wehrpflicht an der Allgemeinheit erwachsen könnte.

13:34, Tremiro

>>09:51 von Frank von Bröckel Vorgängerthread
>>....die eventuelle Legitimität und die Illegitimität einer extrakonstitutionelle Notstandsmassnahme voneinander zu unterscheiden!<<

diese Wortkreation habe ich in den letztenWochen von Ihnen vermisst.
Ich habe schon befürchtet dass es die "extrakonstitutionelle Notstandsmassnahme"
nicht mehr gibt.<<

Auch ich bin sehr erleichtert.

@werner1955

Sie meinen also, wir sollten die BW zum Schutz unschuldiger Opfer abschaffen. "Hier in Europa brauchen wir Sie nicht."

Sie sollten ihre Geschichtskenntnis mal etwas aufbessern. So Friedenssoldaten wie Sie sich wünschen sind für den Tod an etwa 350 Jungen und Männern mitverantwortlich, die sich 1995 direkt auf dem Stützpunkt niederländischer UN-Soldaten aufgehalten hatten und die nicht bereit waren das Leben dieser Männer gewaltsam zu verteidigen. Bosnisch-serbische Milizen hatten sie damals mit Erlaubnis der Blauhelme aus dem Lager geholt, verschleppt und später getötet.

Für Spezialeinheiten des Militärs braucht man Soldaten, die auch bereit sind ihr Leben einzusetzen und ohne Hemmungen Gewalt anzuwenden. Nur die sind dann auch bereit in den oft lebensgefährlichen Einsatz in alle Regionen der Welt zu ziehen.

Für Elitesoldaten gilt was US-General James Norman Mattis sagte: „Sei höflich, sei professionell, aber sei darauf vorbereitet, jeden zu töten, auf den Du triffst.“

13:21 von Peter Meffert

«Meine Zeit als Zivi (18 Monate Hilfspfleger in einem Krankenhaus) war für mich bereichernder als die 13 Schuljahre zuvor, was Umgang mit Menschen, Verantwortung und auch Befriedigung über gelöste Aufgaben angeht.»

"In meinem Fall meiner Zeit" sehe ich rückblickend die Zeit des Zivildienstes nicht als "mehr bereichernd" an, als die 13. Schuljahre bis zum Abitur. Es war eine Zeit von (bei mir) 20 Monaten Zivildienst, die anders bereichernd war. Bereichernd "in schon mehr erwachsener Art" als die Zeit eines Schülers.
Aber das ist ja eh … "State of the Art" des Erwachsenwerdens.

Zu Schulzeiten ist man ja aber immer auch mehr als nur Schüler. Bei mir war Sport DAS außerschulische bzw. halb schulisch-gebundene Hobby "meiner Jugendzeit" + als Junger Erwachsener. 13 Jahre Fußball im Verein, Rudern in einer freiwilligen "Schul-AG", ab der Oberstufe noch Badminton dazu.

Team-Sport im Verein ist "Formung des Charakters".
Was nicht weniger Verantwortung lehrt, als es auch Zivildienst tat.

13:46, smilebay

>>Wann bekommen wir endlich wieder mehr Politiker mit Rückgrat und klarer Agenda für DE?<<

Demokratie ist kein Buffet, sondern eine Küche.

Engagieren Sie sich, machen Sie es besser!

13:42 von GeMe

«Schön, dass man mal drüber geredet hat.
Und jetzt noch drei Punkte, die man klären müsste:

1. Wo sind die Kasernen, in denen man 10000e Wehrpflichtige unterbringen will?
2. …»

Daran hatte ich auch schon gedacht …

13:46, Hanno Kuhrt

>>12:05 von fathaland slim
Antifaschismus ohne demokratische Gesinnung ist nichts als eine hohle Phrase.
-----------------------------------------
Na da bin ich ja gespannt auf ihre Kommentare, wenn die Antifa die nächsten Straftaten begeht, Menschen verletzt oder fremdes Eigentum zerstört.<<

Eine solche "Antifa" gibt es nicht, so wie es die Antifa als Organisation sowieso nicht gibt.

Ich bin Antifa, denn ich engagiere mich gegen Faschismus.

Den Hooliganismus, den Sie beschreiben, lehne ich ab und positioniere mich immer dagegen. Wie jeder weiß, der meine Kommentare hier kennt.

13:30 von Der freundliche...

*ein freiwilliges Soziales Jahr halte ich aber durchaus für Sinnvoll sofern es freiwillig bleibt...*

...und wann lernen junge Menschen daß es auch Pflichten gegenüber einer Allgemeinheit gibt?!? Heutzutage doch weder zuhaus noch in den Schulen!!!

@ 11:17 von Sisyphos3

Interessant, dass Sie Blüm als Politiker schätzen. Da ist Ihnen wohl entgangen, wie stark er sich für eine humane solidarische Flüchtlingspolitik eingesetzt hat.

13:51 von Hanno Kuhrt

<< 12:08 von Bender Rodriguez
"Tja, müsste ich mich heute zwischen deutschlandjshr oder BW entscheiden, bliebe nur Antwort c: komplette Verweigerung. Weder will ich auf Nazis aufpassen, noch lasse ich mich zum billigsklaven machen
------------------------------------------
Ja was ne tolle Einstellung-und für die Erhaltung ihrer demokratischen Grundrechte sollen dann ruhig andere den Kopf hinhalten in Mali oder Afghanistan.
Ich glaube ihnen täten 18 Monate Wehrdienst mal richtig gut."

,.,.,

Ja, genau. 18 Monate Wehrdienst aufbrummen als Strafe für friedliche Überlegungen.

Hier outen sich gewisse Mitbürger ja wirklich deutlich.

Ich bin dankbar dafür.

@Anderes Ich empfinde Ihre

@Anderes

Ich empfinde Ihre Aussage als den mittlerweile echten Beweis einer zunehmenden Sprachdiktatur. Diese Sprachdiktatur, wie sie hier mittlerweile geübt wird, bringt uns keinen Schritt weiter und wird wohl eher zur Argumentzerstreuung von gewissen K(G)reisen genutzt. Aber einige Ihrer Gegner werden gerne auf ihre knappen Denkmuster eingehen, wenn die nun wissen, dass Sie einem Pawlow‘schen Hund gleich, bei solchen Begriffen sofort mit erhöhten Speichelfluss reagieren und das Mitdenken einstellen, weil Sie jede Vokabularwahl in dieser Richtung gleich in die selbe Schublade stecken. Eigentlich schade, aber ich denke, so funktioniert mittlerweile diese ganze Pseudostreitkultur, die alles will, nur nicht aufrecht diskutieren.

13:51 @Hanno Kuhrt

" ... Erhaltung der demokratischen Grundrechte in Mali und Afghanistan"?

Ich wüsste nicht, dass dort Grundrechte nach GG für mich erhalten werden.

Klingt eher nach Kolonialismus

13:55, Peter G. @ 11:57 von frosthorn

>>Grundlage für radikale rechtsextreme genauso für radikale linksextreme radikale Kinderschänder Befürworter ist Narzissmus.<<

Aha.

>>Dass sie das immer noch nicht kapieren lässt langsam nur einen Rückschluss zu.<<

Welchen denn?

@HannoKurt 13:46 - vorsicht!

Zitat: „ 12:05 von fathaland slim
Antifaschismus ohne demokratische Gesinnung ist nichts als eine hohle Phrase.
-----------------------------------------
Na da bin ich ja gespannt auf ihre Kommentare, wenn die Antifa die nächsten Straftaten begeht, Menschen verletzt oder fremdes Eigentum zerstört.“
///
Antifa und echter Antifaschismus verhalten sich wie Nationalsozialismus und Sozialismus im Vergleich ...

... erkennen Sie den Unterschied?

14:00, Hanno Kuhrt

>>13:25 von fathaland slim
Das Militär als Schule der Nation.

Noch so eine uralte Erzählung.
--------------------------------------------
Ja wer das selber nie gemacht hat sollte einfach nicht mitreden-weil er alles nur vom Hörensagen kennt.<<

Ich werde aber trotzdem mitreden.

Und nu?

Die Wehrpflicht ist wichtig - auch für Deutschland

Jeder Mann in Russland ist zwischen 18 und 28 Jahren wehrpflichtig in Russland. Jährlich werden mehr als 300.000 junge Russen zu einem zweijährigen Militärdienst einberufen. [www.russian-online.net]

Russland rüstet sich. Gegen wen, lassen wir mal dahin gestellt. Eigentlich haben wir genauso wenig wie Russland einen potentiellen Gegner im Auge, aber dennoch sollten wir uns auch auf alle Eventualitäten vorbereiten. Und zwar langfristig. Dazu wäre eine zweijährige allgemeine Wehrpflicht wichtig und der absolut richtige Weg.

Wehrsold 45€ (90 DM), Stockbett im 7er-Zimmer...

@11:46 von Deutsche-Elite
Also müssen die angeblich 100.000 €/Jahr wohl aus den anderen Quellen kommen?

PS.: Die Idee des "Staatsbürgers in Uniform" war natürlich schon, dass geschlossene Zirkel wie zum Teil in der Reichswehr nicht mehr entstehen können.
Und gelegentlich hat das auch funktioniert, einfach weil Entwicklungen - und Fehler früher bekannt wurden.

Wehrpflicht ja bitte!

... und zwar für alle, Männlein wie Weiblein (Schwangerschaft und Kleinkind zuhause ausgenommen). Die welche den Dienst an der Waffe ablehnen, müssen einen Zivildienst ableisten.
Aber bitte beide Dienste neu aufstellen. 2.0 sozusagen.....
Dabei kann man die Struktur der Truppe ja auch mal anschauen....
Mein ältester war noch beim Bund. Der war nicht rechts, der wollte es hinter sich bringen und die Bedingungen haben gestimmt. Dass Zivis bessere Menschen sind, ist Unsinn.

@fathaland slim um 12:05Uhr

Ihre demokratische Gesinnung kann ich nicht beurteilen, aber ich habe den Verdacht, daß Sie damit bei den Antifaschisten ziemlich alleine stehen würden. Bisher haben für mich die antifaschistischen Gruppierungen nicht den Eindruck erweckt, daß sie Mehrheitsbeschlüsse oder Abstimmungen akzeptieren, die nicht auf einer bestimmten ideologischen Linie sind. Oder habe ich da wieder einmal alles falsch verstanden oder sogar jemanden persönlich beleisdigt?

Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte User,

die Meldung wurde bereits sehr stark diskutiert. Alle wesentlichen Argumente sind genannt. Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen. Deshalb haben wir beschlossen die Kommentarfunktion zu schließen.

Die Moderation

@Defender411 13:47 - ich bleibe dabei!

Zitat: „ Gestern hat mir ein ehemaliger Wehrpflichtiger mangelndes Realitätsbewusstsein vorgeworfen, nur weil er wohl schlechte Erfahrungen in seiner BW Zeit erlebt hat.“
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... und ich bleibe auch heute dabei!
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... insbesondere nachdem Sie die Realitätsferne noch einmal weiter untermauert haben durch Ihre neuen Beiträge!
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... übrigens: es war nie angedacht, Deutschland überhaupt (!) zu verteidigen!
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... wirklich nicht!
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... Deutschland war als Schlachtfeld und Pufferzone konzipiert für den übrigen NATO Raum!

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