Kommentare - Übersteht der "Green Deal" die Krise?

28. Juni 2020 - 10:35 Uhr

Deutschland übernimmt im Juli die EU-Ratspräsidentschaft. Was wird dann aus dem "Green Deal", mit dem die Wirtschaft umgebaut werden soll? In Brüssel setzen sie auf Hilfe aus Berlin. Denn die Gegner formieren sich. Von Helga Schmidt.

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Kommentare

@12:26 von Hanno Kuhrt Bevökerungsentwicklung

1. Schaut man sich die Prognosen der Bevölkerungsentwickung an, dann sieht man für das Jahr 2100 ca 11 Milliarden Menschen und keine 20 Milliarden.
20 Milliarden ist völig unrealistisch, weil man so viele Menschen nicht ernähren könnte. Bei max 14 bis 15 Mrd ist Schluss, wenn diese sich überwiegend vegetarisch ernähren.

2. Der Mensch als Lebewesen setzt nur so viel CO2 durch Atmung frei wie zuvor in seiner Nahrung gebunden wurde. Bei einer überwiegend vegetarischen Ernährung befindet sich das CO2 in einem Kreislauf, der auf das Klima keinen Einfluß hat.

3. Ein Problem ist allerdings die sonstige benötigte Energie für Heizung, Licht, Arbeit, Mobilität usw. Diese Energie muss so bald wie möglich CO2 frei erzeugt werden.

12:43 von ich1961

Und was hilft das Anschließen wenn die Leitungen zu den Verbrauchern von denselben - warum auch immer - verhindert werden ?
.
man wundert sich
alle schwärmen von Alternativer Energie
wird ne Anlage geplant gründet man ne Bürgerinitiative dagegen,
Stromtrassen werden generell abgelehnt und einen SUV zu fahren gilt als Standard

13:08 von GeMe

Weil Atomkraft keine Alternative ist.
.
was sagen sie mir das ?
nur wir Deutschen kapieren das - wie immer

))Polemik aus((

Auch wenn in Deutschland Antwort

Ja exakt. Umwelt ist auch anderswo. Politiker und Medien tun ständig so, als sei ein E-Auto die Ultima Ratio. Ist es nicht. Aber was nicht in den Medien kommt, existiert nicht. So z.B. der an der Uni Lausanne entwickelte LKW, bei dem das CO2 aus der Verbrennung aufgefangen wird. CO2 wird in der chemischen Industrie gebraucht. Autos mit Auffangsystem ausstatten, an Tankstellen aus dem Auto ausleiten und in der chemischen Industrie verwenden. Aber, diese Lösung schafft es nicht zu medialer Aufmerksamkeit und dann - keine Chance für Sinnvolles.

um 13:16 von H. Hummel

Weil wir jetzt schon das Jahr 2020 haben, sollte das Grundprinzip eigentlich langsam mal klar sein:
Es geht nicht um die Abschaltung der Kohlekraftwerke an sich, sondern darum, welche Alternativen dazu geschaffen werden. Die Erfahrungen, die wir dabei sammeln, können wir dann anderen Ländern zur Verfügung stellen. Wir sind reich genug und können uns ein bisschen Trial and Error leisten, aber das kann man von keinem Dritte-Welt-Staat erwarten. Für die müssen erprobte Lösungen her.
Es ist unsere Pflicht, das zu leisten.
_

13:16 von H. Hummel

aber Für die Rettung des Weltklimas leider noch nicht mal ein Tropfen auf den heißen Stein.
.
seit 1990 wurde unser CO2 Ausstoß um 240 Mill Tonnen gesenkt
weltweit stieg er im gleichen Zeitraum um 12.100 Mill Tonnen
da überhaupt zu diskutieren ist lächerlich

Green Deal

Am 28. Juni 2020 um 11:52 von Demokratieschue...
Der Green Deal wird ueberleben, das ist klare Sache !
Die Gegner brauchen sich keine Hoffnung zu machen. 
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Ich denke sie verwechseln, dass es hier nicht um das Überleben eines Green Deals der EU geht, sondern schlicht um eine Finanzierung dieses Programms. Und wie in den Bericht auch schon zu lesen ist. Die Kassen sind leer, und werden in den nächsten Jahren wohl auch leer bleiben. Überall in Europa. Da hilft nun auch kein Deutscher Vorsitz in der EU wenn die übrigen Länder schlicht und einfach die Mittel fehlen um das Green Deal Projekt der EU durchzusetzen. Ich will Ihnen ja nicht die Hoffnung nehmen, aber glauben Sie wirklich das es nach dieser Krise wirklich anders läuft ? Und die Krise ist noch lange nicht vorbei, auch die finanziellen und wirtschaftlichen Folgen sind heute noch nicht absehbar. Wo wird die Politik, die Wirtschaft und vor allen die Menschen die Prioritäten setzen wenn es um ihre Existenz geht ? Was glauben Sie ?

@ 13:12 von frosthorn

"Allein durch seine physische Existenz hat ein Mensch eine Energiebilanz von +/- Null. Er setzt kein einziges zusätzliches Gramm CO2 frei."
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Das ist sowas von vollkommen falsch!
Es sei denn Sie ernähren sich von Gras und haben einem Stoffwechsel-Umsatz von 100%.
Da Sie den nicht haben, müssen Sie mehr "gebundenes" CO2 in Form von Nahrung einsetzen, damit Ihre "physische Existenz" weiter existiert.
Daher ist auch Überbevölkerung ein Problem.

@Treualp1, 11:01

"Die Realisten in den Parteien sollten sich mehr gehör verschaffen und die Diskussionen nicht alleine den Fantasten überlassen."
Richtig. Aber wer hier die Realisten und wer die Fantasten sind, das sehe ich genau umgekehrt wie sie. Realisten müssen den Klimaschutz in den Vordergrund stellen. Fantasten sind die Konservativen, die meinen, es könne wieder werden, wie es war. Timmermans gehört für mich zu den Realisten.

13:19 von Sausevind

was bekämpfe ich ?
nur dass es mich anko.... das wir Deutschen immer die Oberlehrer spielen
immer glauben wir im "Recht" zu sein, anderen Menschen unsere Vorstellung aufzuzwingen
das war vor 80 Jahren so, das ist heute kaum anders
ich bin es Leid anderen meine Werte aufzwingen zu wollen
auch wenn ich sie für gut halte (sie zählten sie ja auf)

@28. Juni 2020 um 13:18 von NeutraleWelt

Mehr als Halbwahrheiten haben Sie offensichtlich nicht zu bieten.
Die Weideflächen zu Lasten des Dschungels werden vorrangig durch ultrarechte Dummköpfe wie Bolsonaro forciert.
Die Verbrenner, die Sie ansprachen, sind reparierter Schrott der europäischen Wohlstandsgesellschaft. Die Weiterverwendung ist durchaus umweltschonend. Mit Dung zu kochen bzw Minibiogasanlagen zu betreiben ist eine sehr gute Idee.
Und das mit der steigenden Bevölkerung gehört zu den Angstnarativen rechter Spinner.
Was wollten Sie der Mitkommentatorin überhaupt sachlich und themenorientiert mitteilen?

Post corona

Der Kolonialismus ist vorbei.
Der Rasssismus ist auch nicht mehr gefragt.
Die Macht der Konzerne besonders der IT Branche wechselt mit 5G nach China.
Mit Öl allein kann Mann kein Weltherschaftsanspruch stellen.
Und mit Atombomben sind wir alle Verlierer.
Alle Staaten begibt euch auf gleicher Augenhöhe, hört auf euch zu übervorteilen, euch das Wasser abzugraben.
Arbeitet zusammen, anstelle Kriege zu führen, steckt euer Geld in eine gemeinsamme Raumfahrt, die dem Menschen einen nie dagewesenen Innovationsschub geben wird, und nachfolgenden Generationen Wissen und Arbeit. Auch hier unten gibt es genug Radioaktiven und hochgiftigen Müll wegzuräumen unschädlich zu machen.
Sinnvolle Arbeit für mindestens 3 Generationen Weltbevölkerrung.
Nur Zusammen können wir es schaffen.

Green "Deal", besser Green Strategy

Es geht doch nicht um "grünliche Geschäfte sondern um Strategien.

Es bedarf, wie @Adeo60 schon schrieb, erst einmal mehr Forschung
und Ideen für u.a. neue Antriebsstoffe, Werkstoffe, nachhaltige und gesunde Landwirtschaft
und Lebensmittel.

Die Strategien müssen auf Grund der wirtschaftlichen Proleme neu bewertet und priorisiert werden.

Einfach nur Geldsummen zu benennen und bereitzustellen ist nicht ausreichend.

Green Deal

Am 28. Juni 2020 um 12:26 von Hanno Kuhrt
11:10 von Heidemarie Bayer

Die Pandemie hat bereits über 1Mio Tote gefordert.
Wehrt sich die Erde gegen Überbevölkerung?
Dann werden es im Jahr 2100 keine 20, keine 11 Milliarden, sonder vielleicht 2 oder 3 Milliarden sein.
Aber dies wird keiner der Foristen erleben.
Schönen Sonntag.

@12:43 von ich1961: was hilft das Anschließen

"Und was hilft das Anschließen wenn die Leitungen zu den Verbrauchern von denselben - warum auch immer - verhindert werden ?"

Bei mir gäbe es da nur sehr eingeschränkte Mögichkeiten zur Klage. Z.B. eine Klage, weil eine neue Überandeitung "das Landschaftsbild stört" würde bei mir sofort als irrelevant abgelehnt.

Wer darauf klagt, dass eine neue Strom die Gesundheit gefährdet, muss zunächst ein wissenschaftliches Gutachten vorlegen, dass das beweist, sonst ist eine Klage unzulässig. Keine Aufschiebende Wirkung.

All diesen Leute aus der Nimby-Bewegung, sollte man im Zweifelsfall einfach den Strom abstellen.

Alternativ kann man einen Umzug anbieten. Nur wenige Km von meinem Wohnort entfernt befindet sich der Tagebau Inden. Ein riesiges Loch in der Erde. 20Km weiter nördlich ist Garzweiler 15 Km ostwärts Hambach.

Schaut man in Richtung der Tagebauer sieht man bis zu 5 Kraftwerke gleichzeitig und jede Menge Strommasten, um den Strom zu verteilen. Damit müssen wir hier leben.

ich habe keine Kinder

und die Lebensspanne, die mir noch bleibt, ist auch recht überschaubar. Die Chancen stehen gut, dass ich persönlich von den wirklich gravierenden Folgen des Klimawandels verschont bleibe.
Aber wenn schon ich mich für ein Umdenken einsetze, dann frage ich mich gleich zweimal, wie Menschen ticken, die die Folgen selbst noch erleben werden und / oder sogar Kinder und Enkel haben, bei denen es sicher ist, dass sie die Folgen unseres Handelns zu tragen haben, und trotzdem mit Argumenten wie "Bezahlbarkeit" ankommen.
Die Schulden, die wir hinterlassen, wenn wir nichts tun, übertreffen alles, was wir jetzt "sparen" können, bei weitem.

Auf Dauer werden wir nicht

Auf Dauer werden wir nicht drumrumkommen, unsere Lebensweise und unsere Industrieproduktion klimafreundlich anzupassen; diese Investitionen brauchen wir also irgendwann sowieso. Deshalb finde ich es grundsaetzlich richtig, die vorgesehenen EU-Mittel soweit wie moeglich nachhaltig einzusetzen - das heisst, wenn wir nicht genug Geld haben, dann primaer die Dinge foerdern, die auch dem Klima nuetzen, also zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen.

Das muss aber nicht heissen, dass keine Arbeitsplaetze in der klassischen Industrie erhalten und gefoerdert werden koennen wenn sonst zuviel Schaden passiert. Natuerlich wollen jetzt alle Lobbyisten moeglichst viel Geld abkriegen, und reden viel, wie noetig das waere. Das ist halt in der gewinnorientierten Wirtschaft so, aber dagegen muessen die Politiker Widerstand leisten und sich darauf konzentrieren, welche Massnahmen wirklich noetig sind. Der Schutz des Klimas ist sicher eine der noetigsten.

13:31 @Sausevind 11:53 @Adeo60

Ich denke, Sie haben Adeo60s Beitrag falsch verstanden.
Wirtschaft und Industrie kann nicht von "Hoffung" überleben

Er gibt die Alternative mit Dante an.

Das hat nichts mit persönlichen Empfindungen zu tun, wobei auch bei einer Depression im.psychisch-pathologischen Sinn
Hoffnung allein nicht zielführend ist, sondern Handeln.

@Rolando

Glückwunsch, endlich mal jemand, der die Wahrheit sagt und auch ins Netz stellt (stellen kann). All unsere schönen neuen Diesel, die wir hier abschaffen mussten, werden noch Jahrzehnte in Ost-EU, in Afrika oder sonst wo gefahren, und da sind die Altwagen noch nicht mitgezählt.
Wir sollten endlich beginnen, die Wirklichkeit zu sehen und nicht diesem grünen Hype blindlings folgen. Unsere Nachbarn in Europa lachen sich doch jetzt schon kaputt über den deutschen Michel. Sie sind aber dankbar, dass wir deren Müll kaufen, damit wir unsere Verbrennungsanlegen betreiben können, denn wir sortieren uns kaputt. Ähnliches mit dem Atomstrom, den wir kaufen müssen etc. etc. Wann wachen wir endlich auf!!!

@Sausevind, 13:31

Vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt. "Hoffnung" schafft natürlich ein Stück Lebensmut und ist grds. ein sinnvolles "Beruhigungsmittel". Mehr aber auch nicht.
Ich würde mich deshalb nie der Hoffnung tatenlos ergeben und alles andere ausblenden. Und genau das besagt ja auch das Sprichwort von Dante. Man darf sein vermeintliches Schicksal nicht einfach hinnehmen, sondern muss handeln.

Das Weltbild wurde immer katastrophaler.

Es werden immer mehr Menschen geboren und geraten später an die Macht und an viel Einfluss, die von Kindheit an immer nur einen Gedanken haben: "Ich, Ich, Ich!".
Man möchte fast lieber im Mittelalter oder Feudalismus als Knappe oder Diener leben wollen, da gab es immerhin noch Moral, Ehre, Edelmut, Anstand und einige Personen, die durch Uneigennützigkeit Aufmerksamkeit erregten und Ansehen genossen.

@13:09 von Jacko08: wenn man es sich nicht leisten kann

"Und wenn man es sich nicht leisten kann, dann will man es auch nicht. Logisch, oder?
So dreht man sich endlos im Kreise..."

Da sich die Frage ob man sich den "Green Deal" nicht leisten kann, gar nicht stellt, ist ihre Logik an der Stelle schon beendet.

Geld ist mehr als genug vorhanden, man gibt es, wie ich schrieb, nur für die falschen Dinge aus.

12:25 Feo

>>Möglicherweise liegt in der Einschränkung des Lebens, wegen der Corona Krise für Mensch und Natur eine Chance künftig nachhaltiger und mit weniger Energieverbrauch auszukommen?<<

Weniger Energieverbrauch?
Mit mehr E-Autos und dem Ausbau der Digitalisierung, der dringend notwendig ist? Wie soll das denn bitte funktionieren?
Mehr Alexa, automatische Rasenmäher u. Staubsauger... wir gehen auf die Hightech-Welle zu, wo die Welt aus Robotern besteht... und Sie denken an weniger Energieverbrauch?

"Nicht übertrieben Ehrgeizig"

Wird der Plan der Kommission aufgehen? Und beides gelingen - das Ankurbeln der Konjunktur und gleichzeitig der Stopp des Klimawandels? 
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Das Ankurbeln der Konjunktur wird in dieser Krise noch dauern. Aber ein Stopp des Klimawandels wird wohl eine Wunschvorstellung der Kommission bleiben. Selbst in unwarscheinlichsten Fall das Europa die Klimaziele erreichen sollte was ich stark bezweifele, zu einen Stopp des Klimawandels wird es nicht reichen. Klimawandel ist nachwievor ein Globales Problem das man nicht einzig und allein in Europa lösen muß. China, Indien die USA und viele andere Länder müßten auch mitziehen. Nur das wird noch lange nicht geschehen...

14:06 von Adeo60

@Sausevind, 13:31

"Vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt. "Hoffnung" schafft natürlich ein Stück Lebensmut und ist grds. ein sinnvolles "Beruhigungsmittel". Mehr aber auch nicht."

.-.-.

Es ging mir um das "Prinzip" Hoffnung, und dieses Prinzip ist laut Bloch in uns eingeschrieben, und wir werden davon unbewusst angetrieben.
Also nicht "Lebensmut", sondern die Ahnung, was wir Menschen ersehnen und auch herstellen können.

Dass wir das dann aber handelnd umsetzen müssen, weiß Bloch, weiß auch ich.
Um das geht es ja gerade.
Wenn wir mitunter verzweifeln, weil die Macht des Destruktiven so groß scheint und man ihr gegenüber ohnmächtig scheint, dann kommt Bloch und sagt: Hört auf eure Träume, denn die wissen, was in euch entstehen will.

Entschuldigen Sie meine Empfindlichkeit.

14:02 von frosthorn

es gibt verschiedene Möglichkeiten vorzugehen
entweder ich mache weiter wie bisher, sorge aber dafür dass die Anzahl "Verursacher" sinkt
oder ich schränke mich persönlich ein, schaffe mir aber als Ausgleich 10 Kinder an ....
wenn ich mir die Schweiz betrachte die erzeugen 5 tonnen CO2 pro Einwohner
und die Bevölkerung sinkt eher
China erzeugt 6,7 tonnen CO2 und deren Bevölkerung wuchs auf 1,4 Mrd an
Afrika betrachtend 1950 waren das 230 Mill Menschen in 2050 werden es 2 Mrd sein
das hat gravierende Auswirkungen allein durch die Tatsache dass die kein Auto aber ein Moped fahren wollen
und der eine oder andere ne Ventilator in seine Hütte stellen
Zitat : "und die Lebensspanne, die mir noch bleibt, "
dann bleiben sie gesund und uns als Diskussionspartner noch lange erhalten

"Das ist sowas von vollkommen falsch!"
Richtig, Sie liegen vollkommen falsch.

"Es sei denn Sie ernähren sich von Gras und haben einem Stoffwechsel-Umsatz von 100%."

Prinzipiell ist es völlig egal wie Sie sich ernähren. Solange Sie nur nachwachsende Nahrung verbrauchen, sind Sie immer CO2 neutral. Ob Sie sich vegetarisch oder auch von Fleisch ernähren, spielt überhaupt keine Rolle.

Ob Sie aufgenommene Energie zu 100% umsetzen oder nur zu 10% ist auch belanglos für die CO2 Bilanz. Ob ich 100 Kcal CO2 neutral erzeuge oder 1000 Kcal hat nur Auswirkungen auf die Anzahl der Menschen, die ich versorgen kann.

Wenn das Tier, das Sie essen auf einer naturbelassenen Weide von Gras gelebt hat, dann ist das Fleisch CO2 neutral erzeugt worden. Methan bei Wiederkäuern ignorieren wir jetzt mal.

Alle Schritte bis zu ihrem Teller müssen natürlich auch CO2 neutral sein. Das gilt aber auch für Brot, Kartoffeln, Gemüse.
Am Ende kann ich nicht mehr CO2 freisetzen als ich aufgenommen habe.

Klare Grenzwerte für CO2,

Klare Grenzwerte für CO2, Verteilung der Kosten auf JEDE fossil erzeugte kWh, konsequente Priorisierung der Klima-/Umweltziele sowie Setzung von Standards für Arbeitnehmerrechte in den Handelsverträgen und Nachverfolgung der Einhaltung , dann regelt der Mark vieles von selbst. Aber dazu braucht es eben auch Mut bei den politisch Verantwortlichen.

Sie alle übersehen den alles entscheidenden..

... Punkt in dieser Angelegenheit!

Bisher hatten wir folgende Generationsreihenfolge:

63,00, 100,00, 66,66

Bereits ab dem Jahr 2024 ff, dem sogenannten demographischen Wandel haben wir diese Generationsreihenfolge :

100,00, 66,66, 44,44

Sobald die geburtenstarken Baby Boomer in wenigen Jahren allesamt in den wohlverdienten Ruhestand eintreten werden, wird es sehr viel weniger(!) Berufspendler geben, der Stromverbrauch wird dauerhaft sehr stark absinken, mangels überhaupt vorhandener Nachwuchsbauern wird der Gülleeintrag auf Felder sehr stark reduziert werden, und und und!

Und das alles allein durch die Demographie wohlgemerkt!

14:09 von SchleswigHolsteiner

Tja, und das ist was, worum es hierbei auch geht. Einige der `Alten´ fühlen sich tatsächlich persönlich angegriffen, wenn die Jungen Veränderungen herbeiführen wollen. Ist schon seit zig Generationen so. Keine Einsicht, keine Bereitschaft, bequeme Gewohnheiten aufzugeben, beleidigt sein und trotzig `wir haben das doch alles aufgebaut´ jammern. Was immer dieses `alles´ sein mag. Und wie viel davon gut und sinnvoll sein mag.
Seit ebenso zig Generationen weicht aber das alte Überholte dem Neuen. Das wird sich auch mit noch so viel Gejammer der Alten nicht ändern lassen.
Man könnte aber dabei mitmachen und helfen, gute und sinnvolle Veränderungen herbeizuführen. Die kommen so oder so, ob mit Widerstand und beleidigt in der Ecke stehen oder ohne.

@Leipzigerin59, 14:05 Uhr

Sie haben mich richtig verstanden. Danke für Ihr Statement. Es wäre ja auch schlimm, wenn Menschen, ganz gleich in welcher Situation, keine Hoffnung mehr hätten ("Die Hoffnung stirbt zuletzt"). Die Hoffnung allein sichert bzw. schafft aber keine Arbeitsplätze, keinen Frieden, keinen Klimaschutz. Deshalb sollte die Hoffnung letztlich zum Handeln motivieren und das im Bewusstsein, das richtige zu tun.

14:48 von GeMe

Ach so na dann ist ja alles klar-Kohlekraftwerke setzen ja auch nur das CO2 frei, was Wälder vor einigen Millionen Jahren aufgenommen haben. Sind die dann nicht auch CO2-neutral?
Und sie vergessen dabei auch, wie viele Anbauflächen, Weideflächen etc. für die doppelte Anzahl Menschen gerodet werden müssen.

@Sausevind, 14:40 Uhr

Sie müssen sich nicht entschuldigen. ich schätze Ihre sehr vernünftigen Beiträge im diesem Forum immer wieder sehr. Ich würde mich gerne mit Ihnen tiefer zum Thema Hoffnung austauschen, aber dies ist nicht Gegenstand des Beitrags. Nur soviel: Hoffnung ist für mich aus ein Spiegelbild der Seele, der inneren Einstellung und der in uns schlummernden Werte. Von daher liegen wir absolut auf einer Wellenlänge. Allerdings bin ich final dann doch pragmatisch orientiert. Entscheidend ist, dass Hoffnung sich in der Realität verstetigt, sonst bleibt am Ende Enttäuschung.

13:08 von GeMe

Weil Atomkraft keine Alternative ist. Niemand auf der Welt weiß wohin mit den radioaktiven Abfällen.
Dass Atomkraft die mit Abstand teuerste Art der Stromerzeugung ist, lassen wir dabei mal völlig unberücksichtigt.
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Die teuerste Art der Energieerzeugung ist ja wohl nachweislich zur Zeit die erneuerbare Energie, oder wie erklären sie den weltweit höchsten Strompreis in Deutschland.
AKW der neuesten Generation verbrennen übrigens den Müll der alten Meiler, ohne nennenswerte Mengen an strahlendem Abfall zu hinterlassen.

14:07 von WM-Kasparov-Fan

"Es werden immer mehr Menschen geboren und geraten später an die Macht und an viel Einfluss, die von Kindheit an immer nur einen Gedanken haben: "Ich, Ich, Ich!"."

.,.,.

Wie viele Menschen genau kennen Sie, von denen Sie wissen, was diese von Kindheit an täglich eingetrichtert bekommen?

Ich schätze mal: nicht einen.

Das Menschenbild, das Sie als real behaupten, ist also nur ein Phantom, möglicherweise ein Wunschbild. Oder ein Feindbild, das man sich ausgedacht hat, weil man es braucht.

....

"Man möchte fast lieber im Mittelalter oder Feudalismus als Knappe oder Diener leben wollen, da gab es immerhin noch Moral, Ehre, Edelmut, Anstand und einige Personen, die durch Uneigennützigkeit Aufmerksamkeit erregten und Ansehen genossen."

,.,.,

Die zumindest kennen Sie alle persönlich von Kindesbeinen an? Wissen also, dass die nicht "ich ich ich" gedacht haben?

Auch von denen kennen Sie nicht einen.

Green Deal möglich, aber ...

Solange die "Argumentations-hilfen" und die "Ideen" von den Lobbyisten kommen, so lange ändert sich GAR NICHTS. Es war ja gerade Merkel, die in der letzten Rats-Präsidentschaft strengere Abgaswerte VERHINDERT hat. Neue Konzepte werden nicht gefördert: Z.B. Wasserstoff in Verbindung mit Rekuperation. Gute kinetische Energie dabei in die Bremszange zu verheizen? Eine elektrische Zwischenspeicherung ist unumgänglich für ALLE Antriebskonzepte. Warum in konventionellen Fahrzeugen nicht diesel-elektrisch fahren? Optimaler Betriebspunkt für den Diesel, der zudem noch viel kleiner als die durchschnittlichen 100 KW sein kann. Aber eben Batterien brauchts. Bessere, und auf anderer Basis. Aber von einem Karliczek-Zentrum in the middle of nowhere ist nichts zu erwarten! Und die Auto-Besch....ützer halten nur die Hand auf und verkaufen ihre Batterie-Produktionen. Lieber Staat, wenn ihr neues entwickelt habt, dann fertigen wir das gegen Einstandsförderung. OHNE eigene Ideen und Risiko = Lobbyarbeit.

@ von Siulverfuxx

Sie schreiben "natürlich hat Timmermanns Recht und es gibt keine Alternative zum umwelt- und klimafreundlicheren Umbau der Wirtschaft".
Nur sehe ich absolut nicht ein, daß Deutschland wieder der Zahlmeister sein soll, nachdem unser Land schon eine Menge für die anderen EU-Staaten bei der jetzigen Corona-Krise stemmt.

@GeMe um 14:48 Uhr

Sooo falsch ist das wohl doch nicht.
Der Mensch gehört zu den Säugetieren, atmet Luft, weil er Sauerstoff aufnehmen muss, um zu leben, die Nahrung besteht aus vielen brennbaren organischen Stoffen, natürlich auch reinem Kohlenstoff, dieser wird verbrannt/oxidiert, es wird unter anderem CO2 ausgestossen/freigesetzt/emittiert.
Das Leben des Menschen basiert auf Verbrennung.

14:05 von Leipzigerin59

"13:31 @Sausevind 11:53 @Adeo60

Ich denke, Sie haben Adeo60s Beitrag falsch verstanden."

.-.-.

Wahrscheinlich. Ich hab den gesamten Kontext nicht drauf gehabt.
Nur drücken die beiden Wörter "Prinzip Hoffnung" ein PHILOSOPHISCHES Prinzip aus.
Aber das hat Adeo nicht gemeint, nehme ich jetzt an.

........

"wobei auch bei einer Depression im.psychisch-pathologischen Sinn
Hoffnung allein nicht zielführend ist, sondern Handeln."

.-.-.

Ich meinte auch hier eine PHILOSOPHISCHE Verzweiflung.
Aber auch da hilft nur Handeln.
Das ist es ja gerade. Verzweifeln raubt das Handeln, aber - begründete - Hoffnung macht einen wieder startklar. Handlungsfähig.

Und diese Hoffnung bezieht sich auf das, was den Menschen - vermutlich - im Innersten antreibt. Auch wenn es destruktiv aussieht.

@ 14:48 von GeMe

"Prinzipiell ist es völlig egal wie Sie sich ernähren. Solange Sie nur nachwachsende Nahrung verbrauchen, sind Sie immer CO2 neutral. Ob Sie sich vegetarisch oder auch von Fleisch ernähren, spielt überhaupt keine Rolle."
.
Ich glaube wir reden aneinander vorbei!
Nahrungsmittel sind aufgrund der Produktion nicht klimaneutral!
Egal ob Tofu oder Brot! Fleisch ist auch nicht "nachwachsend".
Das trifft für Gras zu, wenn Sie es von der Wiese abweiden würden.
Also ist der Mensch in seiner Ernährung nicht klimaneutral. Was soll sonst die Fleisch -Debatte?
Und je weniger ein Organismus aus der Nahrung nutzt, umso klimaschädlicher ist er, da er mehr Nahrung braucht.
Daher ist es ein Irrglaube, das man beliebig viele Menschen auf dieser Erde verkraften kann, da die ja alle Klimaneutral sind!

Ausgewogenheit ist das Motto

Es sollten in der jetzigen Zeit nicht nur Projekte finanziert werden, die "schön grün" sind. Die Wirtschaft muss wieder ins laufen kommen, auch mit herkömmlichen - schädlichen - Industriezweigen. Gleichzeitig sollte man natürlich den "Green Deal" als Ziel im Auge haben und solche Projekte besonders finanziell unterstützen.
WAs nützen flächendeckende Windkraftanlagen, wenn kein Wind oder aber starker Sturm ist. Dann kommt der Strom aus Polen von Kohlekraftwerken oder von Atomkraftwerken aus dem Norden. Und wenn mehr als 1 Mio Menschen ihre Elektro-KfZ aufladen wollen, bricht das Energienetz ohnehin zusammen. Nebenbei bemerkt, sollte man den sog. Green Deal international betrachten - was bedeuten die tollen E-Autos für die Menschen und Umwelt in Chile oder Kongo und anderen Staaten, die die Rohstoffe der Batterien abbauen dürfen?
Letztendlich tut die EU wieder so, als ob sie die Welt retten wollte - in Wahrheit ist es purer Egoismus, den Schaden haben andere.

@13:37 von Sisyphos3

Stromtrassen werden generell abgelehnt und einen SUV zu fahren gilt als Standard

Warum müssen die Stromtrassen auch unbedingt so geplant werden, daß sie nur wenige Meter an Kindergärten und Wohngebieten entlangführen, oder mitten durch Naherholungs- und Landschaftsschutzgebiete? Warum kann man nicht die vorhandenen nutzen und ausbauen, am Besten mit Erdkabeln?

Gäbe es einen benutzbaren ÖPNV, könnte (und würde) auch so mancher auf dem Land auf sein SUV verzichten. Leder gibt es den nicht. Und so muß man halt mit dem eigenen PKW zum 30km entfernten Arbeitsplatz, auch bei Schnee und Eis, wenn die ohnehin seltenen Busse gar nicht mehr fahren.

Schade, so wenig Vorstellungskraft

Eine Umstellung des Wirtschaftssystem wird mit reichlich Problemen zu tun haben, ja, sicher, aber ein sich immer weiter verschärfender Klimawandel wird nicht nur mit weit schlimmeren, sondern mit EXISTENZIELLEN Problemen aufwarten. Wann werden die Uneinsichtigen endlich begreifen, dass wir einfach keine andere Wahl haben? Ich mache mir nur insofern um die Industrie sorgen, als das es so aussieht, als würde das unstillbare Verlangen nach höchstmöglichem Profit, die zwingend nötige Umstellung der Konzerne verhindern. Wenn also Industriebetriebe untergehen, dann weil sie wissentlich den "Anforderungen des Marktes" nicht gehorchen. Viele werden die Kurve kriegen, die es nicht schaffen, so what, bye, bye. Wir leben in einer neuen Gründerzeit, es wird neue kleine und mittelständische Unternehmen geben, die die Zeichen der Zeit erkannt haben und die werden entsprechend wachsen. Es gilt endlich auf die richtigen Pferde zu setzen, dann klappt es auch mit den Arbeitsplätzen. Ich bin Realvisionär

@14:44 von Sisyphos3: Afrika betrachtend

"Afrika betrachtend 1950 waren das 230 Mill Menschen in 2050 werden es 2 Mrd sein"

Ganz Afrika erzeugt ca 1,1 Mrd Tonnen CO2.
Zum Vergleich Deutschland erzeugt ca. 800 Mio Tonnen.

Afrika hat ca. 1,2 Mrd Einwohner. In Deutschland sind es ca. 82 Mio.

Während also der Durchschnittsafrikaner weniger als 1 Tonne CO2 erzeugt, sind es beim Deutschen ca. 9 Tonnen pro Kopf.

Südafrika liegt mit 8,4 Tonnen ganz weit vorn. Libyen erzeugt ebenfalls mehr als 8 Tonnen pro Kopf. Die große Masse der Afrikaner liegt aber weit unter 1 Tonne pro Kopf.

Aber warum sollte der Deutsche seine Enissionen von 9 Tonnen auf z.B. 7 Tonnen veringern, wenn es doch viel einfacher ist auf die vielen Afrikaner oder Chinesen zu zeigen?

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