Kommentare - Merkel: "Kein Land kann die Krise allein bestehen"

18. Juni 2020 - 16:06 Uhr

Im Juli übernimmt Deutschland die EU-Ratspräsidentschaft. Kanzlerin Merkel hat in ihrer Regierungserklärung eindringlich für Zusammenhalt und Solidarität plädiert. Die EU müsse nun wichtige Reformen voranbringen.

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Kommentare

18:04 von Bender Rodriguez

>>Die Briten werden in 20 Jahren lachen.<<

Eventuell werden Sie schon nächstes Jahr sehen wie den Briten das Lachen im Halse stecken bleibt.

18:56 von Möbius

>>Zum anderen haben alle, aber wirklich ALLE in der Welt mit zeitgleichen „Lockerungen“ des Pandemie-Regimes begonnen, völlig unabhängig in welchem Stadium der Epidemie sie sich befanden!<<

Vergleichen sie die Todesfälle durch Corona in Europa und auch darüber hinaus. Dann werden Sie feststellen dass Bundes- und Landesregierungen das Meiste richtig gemacht haben.

Einseitige Solidarität

Wenn Merkel von europäischer Solidarität spricht, dann meint sie damit immer, dass Deutschland an andere Länder zahlen soll....

Und das obwohl die duchschnittliche Lebensarbeitszeit in Deutschland ca. 6-7 Jahre länger ist als in Italien oder Frankreich (Quelle: https://www.welt.de/wirtschaft/plus209280123/Lebensarbeitszeit-Deutsche…) und die Steuern und Abgaben nirgends auf der Welt so hoch sind wie in Deutschland (Quelle: https://www.welt.de/wirtschaft/article207627587/OECD-Bei-Steuern-und-Ab…).

Wie wäre es mal mit Solidarität von den anderen Staaten gegenüber Deutschland??

@Adeo60 19.11

Italien wurde durch den Rechtspopulisten Salvini heruntergewirtschaftet - war aber zuvor und ist nun wieder auf einem guten Weg"
Mal langsam, die Zahlen sprechen eine ganz andere Sprache. Im Übrigen gab es keine Regierung Salvini, sondern der Regierungschef hieß: Conte!
Und was Griechenland angeht: die Erfolge waren und sind sehr übersichtlich und noch fraglich. Dann schauen Sie noch auf die Entwicklung in F. Kein Zufall, dass die großen Ratingagenturen den Ausblick auf negativ senkten und Italiens Bonität abwerteten. Oder denken Sie, die verstehen Ihr Geschäft nicht? Das kann man doch nicht übersehen, es sei dann, man will.

Ja, das tun wir

alle ziehen am gleichen Strick. Nur halt auf unterschiedlichen Seiten, deshalb gibt es ja dieses Tauziehen.
Ansonsten - ja, es ist wie immer. Und es wird sich auch in den ganzen EU-Staaten nichts ändern. Italien und Spanien haben es trotz Milliarden seit der Finanzkrise nicht geschafft - wenn sie es denn wirklich versucht haben - die Korruption zu bekämpfen, den Bürokratismus zu besiegen. Jetzt soll frisches Geld kommen - und wieder wird sich nichts ändern, wie wir in 10 Jahren feststellen werden.
Was passiert denn mit den geplanten EU-Zuschüssen. Damit wird in o.g. Ländern z.B. für 50 Mia das Gesundheitswesen erneuert. Die im Staatshaushalt dafür vorgesehenen 50 Mia können zur Staatsfinanzierung genutzt werden, also eine getarnte illegale Staatsfinanzierung. So kann man auch zu einem "modernen Staat" kommen. Und wer zahlt das alles: Unsere Kinder und Enkel.

um 17:32 von Bernd Kevesligeti

>>Aber Merkel redet von der Fragilität der EU.Das stimmt und darüber ist sie alarmiert. Denn die EWG,die EG und heute die EU mit der Währungszone waren und sind das ökonomische Instrument für den deutschen Aufstieg seit den 1950er Jahren.Vom Underdog zum Global Player.<<

Alle Länder der EWG hatten gleiche Chancen, allerdings haben in Deutschland die Arbeiter bis in die 1970er Jahre 12 Stunden Schichten gefahren bei 18 Tagen Urlaub im Jahr. Ebenso sollte man nicht die Leistungen der Wirtschafts- und Finanzpolitiker, Möller, Schiller, Strauss und Schmidt vergessen.

Ist wahr

Ja und? Dann erhöhen die halt die Preise. Kann mir völlig egal sein, wenn ich 20% weniger abgeben muss und 5 Jahre früher in Rente gehen kann.
Diese angeblichen Vorteile für Deutschland sind brutal teuer erkauft. Und der gemeine Arbeiter/Steuerzahler hat absolut nichts davon.
Besser wäre es ohne Euro. Denn dann könnten die Müßiggänger beliebig hoch und runter werten. Ganz toll für ihre Bonität. Dann wären sie gezwungen, auch die eigene Bevölkerung zu Abgaben zu zwingen.
Uns kann das egal sein. Das, was wir weniger verkaufen, wird durch gesteigerte Binnennachfrage locker wett gemacht.

um 18:35 von gman

Ich denke wir werden eine deutlich stärkere EU brauchen, um den Herausforderungen durch den Klimawandel, aber auch durch andere Großmächte gerecht werden zu können. Dafür werden die Staaten der EU in immer mehr Bereichen deutlich enger zusammenrücken müssen. Die Probleme dabei sind mir durchaus bewußt. Sie legen großen Wert auf staatliche Souveränität und halten Rettungsschirme etc für falsch. Es ist Ihr gutes Recht, es so zu sehen, ich denke wir werden die Probleme überwinden müssen und gemeinsam stark sein. Davon hat und wird auch zukünftig Deutschland sehr profitieren, einige der Probleme dabei habe ich angesprochen, einige von Ihnen genannte sehe ich so nicht, meinen Standpunkt habe recht klar umrissen. Sie haben einen anderen, so ist das in einer Diskussion.

Das ist Solidarität

@ Bernd Kevesligeti:
Ja,aber ob andere Länder Deutschland brauchen oder von da etwas zu erwarten haben ?

Europa hat eine Union und ein gemeinsames Parlament. Das gibt es sonst nirgendwo auf der Welt. Die anderen Länder brauchen uns sehr wohl und wir natürlich auch die anderen. Und die Menschen sind sich dessen auch bewusst.
Das ist angewandte internationale Solidarität.

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